{"id":671,"date":"2006-05-17T17:00:01","date_gmt":"2006-05-17T15:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=671"},"modified":"2018-02-18T17:46:59","modified_gmt":"2018-02-18T16:46:59","slug":"fundamentalismus-oder-warum-suchen-so-viele-menschen-einfache-antworten-auf-komplexe-fragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=671","title":{"rendered":"Fundamentalismus \u2013 oder: Warum suchen so viele Menschen einfache Antworten auf komplexe Fragen?"},"content":{"rendered":"<p>Aus: FREIDENKER Nr. 2-06 Mai 2006, 67. Jahrgang, S. 7-12<\/p>\n<p><em>von Martin Mittwede<\/em><\/p>\n<p>Fundamentalismus ist heutzutage zu einem allseitig verwendeten Begriff geworden, der unterschiedlichste Ph\u00e4nomene beschreibt und h\u00e4ufig auch mit negativen Konnotationen versehen ist. Nicht selten wird der Vorwurf des Fundamentalismus benutzt, um Diskurse mit Andersdenkenden abzubrechen und diese zu diskreditieren. Im Fundamentalismusvorwurf ist also selbst ein Fundamentalismus verborgen.<\/p>\n<p>Fundamentalismus im weiteren Sinne kann man als eine Gegenbewegung gegen die Moderne bezeichnen, die religi\u00f6s oder ideologisch gef\u00e4rbt ist. Hierbei werden traditionell \u00fcberlieferte oder diesen Anschein erweckende Werte und Normen mit vehementer \u00dcberzeugung als Rettung pr\u00e4sentiert, die dem aktuellen Niedergang der Kultur entgegenwirken sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr fundamentalistische Bewegungen ist es charakteristisch, dass sie sich selbst als Vertreter des \u201eWahren\u201c und \u201eGuten\u201c betrachten und dass sie \u00f6ffentlich \/ politisch aktiv werden, um dem \u201eSchlechten\u201c und \u201eB\u00f6sen\u201c Einhalt zu gebieten. Pluralismus, Relativismus, Toleranz und multikulturelle Lebensformen werden in diesem Kontext als degeneriert und schwach gekennzeichnet; denn sie verm\u00f6gen es nicht, die Ordnung und Autorit\u00e4t aufrecht zu erhalten, die n\u00f6tig sind, um die Gesellschaft als Ganzes entsprechend den fundamentalistischen Idealen zu formen. Mit diesem Anspruch sind nicht selten theokratische Vorstellungen verkn\u00fcpft, die auch mit entsprechender Aggressivit\u00e4t vorgetragen oder sogar in die Tat umgesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Historische Wurzeln<\/strong><\/p>\n<p>Der Ursprung des Begriffs liegt in den USA, und zwar in einer Bewegung des Laienprotestantismus, die sich in den ersten zwei Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts bildete und auch von konservativen Theologen unterst\u00fctzt wurde. Die Entwicklung der Wissenschaften, insbesondere die Evolutionstheorie Darwins, relativierte Glaubens\u00fcberzeugungen hinsichtlich der Entstehung der Sch\u00f6pfung, wie sie im Alten Testament beschrieben werden. Durch die historisch-kritischen Forschungen in der Theologie selbst wurde immer deutlicher, dass die heiligen Schriften historische Dokumente sind, deren Inhalte zu einem nicht unbetr\u00e4chtlichen Anteil durch die kulturellen und weltanschaulichen Vorstellungen der jeweiligen Zeit gepr\u00e4gt worden waren. So standen die Verk\u00fcndiger des Glaubens in einem defensiven R\u00fcckzugsgefecht, in dem sie sich fragen mussten, welche Glaubens\u00fcberzeugungen angesichts dieser Entwicklungen \u00fcberhaupt noch zu retten w\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der zw\u00f6lfb\u00e4ndigen Schriftenreihe \u201eThe Fundamentals. A Testimony to the Truth\u201c (Chicago 1910&#8211;1915) und der darauf folgenden Gr\u00fcndung der &#8222;World&#8217;s Christian Fundamentals Association&#8220; wurde nun die Flucht nach vorn angetreten und so legte man f\u00fcnf Glaubenss\u00e4tze fest, die die Grundlage dieser restaurativen Bewegung bilden sollten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Der erste Grundsatz geht von der Verbalinspiration der Bibel aus und beinhaltet also die unmittelbare g\u00f6ttliche Herkunft und Irrtumslosigkeit der heiligen Schrift, sowie die Echtheit der biblischen Wunder;<\/li>\n<li>Der Glaube an die jungfr\u00e4uliche Geburt Jesu;<\/li>\n<li>Die leibliche Auferstehung;<\/li>\n<li>Das f\u00fcr die Menschheit stellvertretende S\u00fchneopfer durch Jesus Christus;<\/li>\n<li>Die Wiederkehr Jesu Christi am Ende der Zeit in physischer Form.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit diesen Aussagen wurden die Erkenntnisse der Forschung, die die Entstehungsgeschichte des biblischen Kanons und die historisch komplexe Entwicklung der christlichen Dogmen betrafen, negiert. Hier zeigt sich als ein weiteres Kennzeichen des Fundamentalismus eine ausgrenzende Weltsicht mit Absolutheitsanspruch, die h\u00e4ufig kennzeichnend f\u00fcr solche Bewegungen ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden nicht sachlich gepr\u00fcft, sondern als unchristlich und glaubenssch\u00e4digend rundweg abgelehnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine weitere Verbreitung fand der Fundamentalismus-Begriff im Kontext der islamischen Revolution im Iran 1979. Unter dem Einfluss des Ayatollah Khomeini wurde eine w\u00f6rtliche Auslegung des Koran und eine Umsetzung dieses Koranverst\u00e4ndnisses in geltendes Recht umgesetzt, obwohl der Islam selbst auf eine Jahrhunderte lange Tradition in der Exegese zur\u00fcckgreifen kann. Diese setzt bereits in den ersten Jahrhunderten der Geschichte des Islams ein und differenziert z. B. zwischen grundlegenden, allgemein g\u00fcltigen Regeln und Einzelfallentscheidungen in der Rechtssprechung. Auf diese Weise konnte die islamische Theologie, obwohl sie sehr auf den Koran und die Ausspr\u00fcche des Propheten (Hadithe) ausgerichtet ist, immer wieder flexibel auf historische Ver\u00e4nderungen reagieren. Im Rahmen der fundamentalistischen Auslegung wurde \u2013 \u00e4hnlich wie bei den Christen \u2013 vom w\u00f6rtlichen Sinn der Texte ausgegangen, ohne historisch zu differenzieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die fundamentalistische Gruppe<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn die Modernisierung in den technologischen Bereichen bereitwillig auch von vielen Fundamentalisten akzeptiert wird, scheint die gesellschaftliche Modernisierung in den K\u00f6pfen zu massiven Problemen zu f\u00fchren. Beliebigkeit der Lebensentw\u00fcrfe bedingt Unsicherheit und Zufluchtsuche in Normen und Vorstellungen, die die Sicherheit zur\u00fcckbringen sollen. Moralit\u00e4t definiert sich dann \u00fcber \u00e4u\u00dfere Normen wie den Dresscode und die Fragestellung, ob es statthaft sei, ins Kino zu gehen. Theologisch marginale Fragestellungen werden in den Mittelpunkt gestellt, um sich als soziale Gruppe von anderen eindeutig absetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Entstehung von fundamentalistischen Auspr\u00e4gungen solcher r\u00fcckw\u00e4rtsgewandter Bew\u00e4ltigungsstrategien \u2013 der Fundamentalist w\u00e4hnt sich in einer Zeit der Degeneration lebend \u2013 wird u.a. forciert durch:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Entzug kultureller Privilegien. So haben die Kirchen in vielen L\u00e4ndern die urspr\u00fcnglich bestehende Bildungshoheit abgeben m\u00fcssen. Im Rahmen der S\u00e4kularisierung wurden bereits Anfang des 19. Jahrhunderts viele Kircheng\u00fcter enteignet, immer mehr christliche Dogmen wurden durch wissenschaftliche Erkenntnisse relativiert usw.<\/li>\n<li>Urbanisierung. Die Verst\u00e4dterung f\u00fchrt u.a. zu Anonymisierung, Entwurzelung und zur Konfrontation mit Andersdenkenden und Andersgl\u00e4ubigen sowie zur Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen. All diese Faktoren verst\u00e4rken die ohnehin bestehenden Anpassungsprobleme, die sich aufgrund des schnelleren Wandels in den St\u00e4dten ergeben.<\/li>\n<li>Generationskonflikte. Die Modernisierung hat eine dramatische und nach wie vor immer schneller werdende Ver\u00e4nderung in nahezu allen Lebensbereichen mit sich gebracht. Die jeweils j\u00fcngere Generation adaptiert sich an diese Prozesse und fordert die vorherige Generation st\u00e4rker heraus, als es in traditionellen Kulturen mit stabilen Lebensverh\u00e4ltnissen der Fall gewesen ist. In solchen Kulturen wird der Bedarf an Abgrenzung, den die J\u00fcngeren naturgem\u00e4\u00df ben\u00f6tigen, durch entsprechende \u201erites de passage\u201c kanalisiert. In der Moderne sind diese Rituale weitgehend weggefallen, was zu kompensatorischen Ersatzritualen f\u00fchrt. In dem Ma\u00df, in dem ein Verlust kultureller Identit\u00e4t im Zeitverlauf bef\u00fcrchtet wird, werden traditionalistische Gegenstrategien entwickelt, die bis zur Abschottung und dem Aufbau eigener Infrastrukturen in der Erziehung reichen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Gef\u00fchle der Benachteiligung. Hier spielen insbesondere entt\u00e4uschte Aufstiegserwartungen eine Rolle. Durch \u00f6konomische Erfolge anderer sozialer Gruppen f\u00fchlen sich die Vertreter einer Tradition im Hintertreffen und entwickeln schrittweise Verschw\u00f6rungstheorien, die eine gezielte Unterdr\u00fcckung ihrer eigenen Gruppe implizieren. Gerade auch in politisch orientierten Fundamentalismen spielen solche Erfahrungen und Gedankeng\u00e4nge eine gro\u00dfe Rolle.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wichtig ist es also, das soziokulturelle Milieu genau zu analysieren, um die Entstehungsprozesse von Fundamentalismus aufzudecken und verstehbar zu machen. Fundamentalismuspr\u00e4vention ist eine \u00e4u\u00dferst wichtige Aufgabe sozialwissenschaftlicher Arbeit. Die gesellschaftliche Dimension solcher Entwicklungen bildet in vielen F\u00e4llen die Basis f\u00fcr die Entstehung neuer fundamentalistischer Dogmen, die h\u00e4ufig gar nicht alt und urspr\u00fcnglich sind, sondern sich aus dem aktuellen Kontext als Gegenstr\u00f6mung herauskristallisieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Soziale Abgrenzung zeigt sich dogmatisch in einem fundamentalistischen Exklusivismus; die vermeintlich verloren gegangene Bedeutung der eigenen Gruppe soll durch entsprechende Erw\u00e4hlung in den erlauchten Kreis der Rechthabenden bzw. Rechtgl\u00e4ubigen wieder wett gemacht werden. Den fundamentalistisch orientierten Mitgliedern bleiben dabei zwei verschiedene M\u00f6glichkeiten offen: R\u00fcckzug in eine eigene sichere Enklave oder das aggressive Agieren nach Au\u00dfen. Es gibt demnach keinen direkten Automatismus, der vom Fundamentalismus in die Gewalt f\u00fchrt. Dazu m\u00fcssen noch weitere soziale Spannungsfaktoren kommen, die zu einer Dekompensierung des Verhaltens f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Form geistiger Brandstiftung setzt der Fundamentalismus oft gerade diejenigen ethischen Normen au\u00dfer Kraft, die in den Religionskulturen der Menschheit \u00fcber Jahrhunderte und Jahrtausende gewachsen sind, z.B. das Liebesgebot selbst Feinden gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fundamentalismus aus religionswissenschaftlicher Sicht<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus der Betrachtung der gesellschaftlichen Entwicklungen, die Fundamentalismus beg\u00fcnstigen, wird deutlich, dass es sich dabei nicht nur um einen rationalen Prozess handelt, der durch angemessenen Vernunftgebrauch aufgehalten werden k\u00f6nnte. Religi\u00f6se \u00dcberlieferungen bieten sich als \u201eabsolute Wahrheiten\u201c an, um die L\u00fccke der Orientierungslosigkeit und Hilflosigkeit zu f\u00fcllen. Sie entziehen sich in einem gewissen Grad der Hinterfragung, weil sie die W\u00fcrde der alten \u00dcberlieferung besitzen. Festzuhalten ist aber, dass die von Fundamentalisten vorgetragenen Auffassungen nicht unbedingt den urspr\u00fcnglichen Fundamenten einer religi\u00f6sen Tradition entsprechen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch wenn einige Religionswissenschaftler f\u00fcr einen weiten Fundamentalismus-Begriff pl\u00e4dieren und solche Bestrebungen in den unterschiedlichsten historischen Epochen ausmachen, hat die Moderne doch eine Intensivierung der fundamentalistischen Gegenreaktionen hervorgebracht, die \u00fcber die althergebrachten Machtk\u00e4mpfe religi\u00f6ser Institutionen hinausgehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von der amerikanischen Academy of Arts and Sciences wurde in den neunziger Jahren eine umfassende Untersuchung des Fundamentalismus-Ph\u00e4nomens durchgef\u00fchrt Im Abschlu\u00dfband 5, \u201eFundamentalisms Comprehended\u201c (Chicago 1995). werden neun Eigenschaften des Fundamentalismus aufgef\u00fchrt, davon 5 ideologische:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Reaktion,<\/li>\n<li>Selektion,<\/li>\n<li>Dualismus,<\/li>\n<li>Literalismus und<\/li>\n<li>Messianismus bzw. Milleniarismus;<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>und 4 organisatorische:<\/p>\n<ul>\n<li>besondere Erw\u00e4hlung,<\/li>\n<li>scharfe Grenzen nach au\u00dfen,<\/li>\n<li>charismatische Autorit\u00e4t,<\/li>\n<li>normiertes Verhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Je mehr dieser Eigenschaften in einer religi\u00f6sen Gemeinschaft pr\u00e4sent oder sogar dominant sind, desto st\u00e4rker ist ihr fundamentalistischer Charakter. Eine solche definitorische Beschreibung ist hilfreich, um den Fundamentalismus genauer erfassen und damit auch von verwandten Str\u00f6mungen abgrenzen zu k\u00f6nnen, dazu geh\u00f6ren insbesondere Konservativismus, Traditionalismus und Nativismus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch nicht besprochen wurde die Tendenz zum Messianismus; dieser geht von Endzeitvorstellungen aus, die sich in vielen Kulturen entwickelt haben, in den vorderasiatischen Religionen aber besonders dominant geworden sind. Dem Kommen eines Erl\u00f6sers oder eines neuen Zeitalters geht dementsprechend eine besonders dunkle Zeit voraus, die durch Sittenverfall und Aufl\u00f6sung kultureller Werte gekennzeichnet ist. Die Kraft der dunklen M\u00e4chte fordert das Eingreifen der g\u00f6ttlichen Macht heraus, welches dann folgerichtig auch eintritt. Die Erwartung des Erl\u00f6sers wird insbesondere von den erw\u00e4hlten Gl\u00e4ubigen gepflegt, sie sind daher berechtigt, in das neue Reich der Gottesherrschaft einzutreten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den organisatorischen Merkmalen des Fundamentalismus zeigen sich gef\u00e4hrliche Eigenschaften, die zum Entgleiten der sozialen Gruppe aus der gemeinsamen sozialen Verantwortung f\u00fchren k\u00f6nnen. Innerhalb der Gruppierung ist nicht selten eine autorit\u00e4r anerkannte F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit pr\u00e4sent, die den Prozess der Ab- und Ausgrenzung noch anfachen kann, um die eigene Machtposition zu sichern. Das normierte Verhalten festigt den Gruppenzusammenhalt und f\u00fchrt andererseits zu sozialem Anpassungsdruck bzw. massiven Problemen, wenn Mitglieder die Gruppe verlassen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Ein\u00fcben der offenen angstfreien Kommunikation und des allt\u00e4glich praktizierten sozialen Austausches zwischen verschiedenen sozialen Gruppen ist bedeutsam f\u00fcr den sozialen Frieden und wirkt pr\u00e4ventiv auf Abkapselungstendenzen, die sich im Kontext fundamentalistisch orientierter Str\u00f6mungen entwickeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interessanterweise hat das Aufkommen des Fundamentalismus nicht zu einer gr\u00f6\u00dferen Einheit religi\u00f6ser Kr\u00e4fte gef\u00fchrt, wie man sicher anfangs gehofft hat. Vielmehr f\u00fchrt die Ausgrenzung zur Bildung immer neuer Splittergruppen, die sich als die Vertreter des wahren Glaubens betrachten und vehement oft gerade auch die ihnen inhaltlich nahestehenden \u00e4hnliche Auffassungen vertretenden Gruppierungen polemisch angreifen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Kontext des Literalismus sind in den USA aktuelle Bestrebungen im Gange, die biologische Evolutionslehre aus den Schulen zu verdr\u00e4ngen. Hier wird also an die Ursprungsstr\u00f6mungen des Fundamentalismus angekn\u00fcpft, nur wird heute nicht mehr direkt die Sch\u00f6pfungsgeschichte herangezogen, sondern von einem \u201eintelligent design\u201c gesprochen, das auf der Lehre des Kreationismus beruht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dem wortw\u00f6rtlichen Verst\u00e4ndnis der biblischen Sch\u00f6pfungsgeschichte fehlt es an der Erkenntnis, dass dieser Text einem mythologischen Denken entspricht, das in nahezu allen Kulturen zu strukturell \u00e4hnlich formulierten Sch\u00f6pfungsberichten gef\u00fchrt hat. Das bildhafte Vorstellen, das dem mythologischen Verst\u00e4ndnis zugrunde liegt, existierte zu einer Zeit, in der die intellektuell fixierte Begrifflichkeit der modernen Sprache und Denkweise \u00fcberhaupt noch nicht existierte. Wir haben es also bei den Mythen nicht mit theologischen Dogmatiken zu tun, sondern mit Visionen und intuitiven Einsichten, die das Unerkl\u00e4rbare des Daseins einsichtig machen sollen. In der genauen Betrachtung von Sch\u00f6pfungsberichten lassen sich gemeinsame Strukturmuster und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten erkennen, die einen Zugang zu diesen alten Vorstellungen erm\u00f6glichen. Ziel von Weltentw\u00fcrfen ist es, Sinn zu stiften und dem Dasein eine Bedeutung zu geben. Ein Mensch, der seine eigene Existenz als sinnhaft erlebt, ist in der Lage, aktive Bew\u00e4ltigungsstrategien in Krisensituationen anzuwenden und damit sein Leben verantwortungsbewusst zu meistern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Gedankengang wie der des \u201eintelligent design\u201c ist wissenschaftlich ohne Frage diskutabel, wenn man ihn z.B. im Kontext innovativer Theorien der Selbstorganisation komplexer Strukturen betrachtet. Wenn aber mit juristischen Mitteln versucht wird, weltanschauliche Vorstellungen ins Klassenzimmer zu boxen, dann ist dies eben nur ein Testlauf und Anfang f\u00fcr eine restaurative Bewegung, die noch ganz andere Inhalte im Bildungswesen verankern will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Absolutheitsanspruch religi\u00f6ser Glaubenssysteme l\u00e4sst sich im Kontext der Globalisierung und damit der immer st\u00e4rker werdenden Pluralit\u00e4t von Gesellschaften nicht mehr in der Form aufrechterhalten, wie es fr\u00fcher in geschlosseneren Gesellschaften der Fall gewesen ist. F\u00fcr den offenen Diskurs ist es f\u00fcr die religi\u00f6sen Gemeinschaften wichtig, positive Modelle f\u00fcr die Pluralit\u00e4t der Weltanschauungen zu finden. Hierf\u00fcr gibt es Vorbilder wie z.B bei Nikolaus von Cues, der die Vielheit der Religionen als gottgewollt betrachtet und damit eine positive Grundhaltung der kulturellen Pluralit\u00e4t gegen\u00fcber einnimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Ethik, die zwischen innen und au\u00dfen unterscheidet \u2013 sei es zwischen gesellschaftlichen Gruppen, Nationalit\u00e4ten oder Rassen \u2013 ist in ihrem Kern unethisch, weil sie den Anderen, den Fremden nicht die gleichen Rechte zubilligen will wie der eigenen Gruppe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fundamentalismus als Denkform<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Extremformen des Fundamentalismus zeigen sich Modelle und Verhaltensweisen, die in weiten Bereichen \u00c4hnlichkeiten zu pathologischen Zust\u00e4nden aufweisen. Dabei spielen paranoide und Wahnvorstellungen sicher eine Rolle; solche Ph\u00e4nomene treten bekannterma\u00dfen auch bei hochintelligenten Menschen auf, ebenso wie auch der Fundamentalismus nicht eindeutig einem bestimmten Bildungsniveau zugeordnet werden kann. Die Unbewusstheit, die sich mit der Undifferenziertheit fundamentalistischer Auffassungen verkn\u00fcpft, spricht daf\u00fcr, dass es sich um eine tief verankerte \u00dcberkompensation von Faktoren handelt, die den Einzelnen dazu bringen, sich in einem fundamentalistischen Umfeld wohl zu f\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fassen wir uns aber an unsere eigene Nase, k\u00f6nnen wir einen Beginn fundamentalistischen Denkens im Alltag darin erkennen, dass wir nur allzu h\u00e4ufig geneigt sind, Menschen aufgrund weniger Erlebnisse und Fakten zu beurteilen und damit ein Schwarz-Weiss-Denken praktizieren. In der Natur kommen diese beiden Extreme in reiner Form kaum vor, vielmehr zeigt das nat\u00fcrliche Farbspektrum ein Kontinuum von Varianten und Schattierungen, die wir im Kontext eines Waldes als sch\u00f6n, erhebend und Ausdruck von Reichtum und F\u00fclle, im Kontext von kulturellen Traditionen aber als bedrohend erleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Je mehr wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, desto deutlicher wird es, dass die in der Natur und im Menschen vorliegenden Regulationssysteme wesentlich komplexer sind, als man es sich noch vor einigen Jahrzehnten vorstellen konnte. Bei vielen Zeitgenossen herrscht nach wie vor ein relativ einfaches mechanistisches Weltbild vor, das eigentlich dem neunzehnten Jahrhundert entstammt. Dieses Modell ist so ungeheuer erfolgreich, weil es unserer Tendenz entgegen kommt, einfache Antworten auf komplexe Fragen zu suchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele neuere Erkenntnisse \u2013 und dazu geh\u00f6rt auch die Quantenmechanik der Physik, die es schon seit fast hundert Jahren gibt \u2013 haben es schwer, Eingang in die Weltbilder zu finden, weil sie in wesentlichen Aspekten der Alltagswirklichkeit widersprechen. \u00dcbrig bleibt dann ein Wissenschaftsfundamentalismus, der nach wie vor davon ausgeht, dass alles Machbare auch gemacht werden kann und eine Beherrschung der Natur entsprechend einem einfachen Maschinenmodell m\u00f6glich sei. Dabei ist der Glaube an die religi\u00f6sen Autorit\u00e4ten von dem Glauben an Fachleute, Expertengremien und Forschungsinstitute abgel\u00f6st worden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um uns in der Welt zurechtfinden zu k\u00f6nnen, sind wir auf das Ausblenden von Sinnesdaten angewiesen. Im Krisenfall bleiben nur Flucht oder Kampf, so wie es biologisch bei der Stressreaktion im Organismus verankert ist. Der Psychologe Mentzos beschreibt die Neurotizierung des Menschen als eine Versteifung von intrapsychischen Gegens\u00e4tzen zu einem starren, rigiden und absoluten Entweder-Oder. Dieses Erkl\u00e4rungsmodell kann sehr gut auf die Entwicklung fundamentalistischer Auffassungen in der Biographie einzelner Menschen angewendet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gilt also, hinsichtlich der eigenen Aktions- und Reaktionsmuster aufmerksam zu sein und solche Tendenzen fr\u00fchzeitig zu erkennen, bevor die Versteifung so gro\u00df geworden ist, dass die Meinungs\u00e4nderung Gesichtsverlust bedeutet; denn dann f\u00e4llt es in der Regel wesentlich schwerer, sich aus einseitigen Beurteilungen zu l\u00f6sen. Der allt\u00e4gliche Vereinfachungsfundamentalismus wird gern verdr\u00e4ngt. Um so gen\u00fcsslicher haben wir dann die Freiheit, auf die b\u00f6sen Fundamentalisten herabzusehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Antes, P. : &#8222;Religi\u00f6ser Fundamentalismus und der moderne Staat&#8220;, in: S. Fritsch-Oppermann (Hrsg): Fundamentalismus der Moderne? Christen und Muslime im Dialog. (Loccumer Protokolle 57\/94) Loccum 21996, 43&#8211;49.<\/p>\n<p>Geldbach, Erich: Protestantischer Fundamentalismus in den USA und in Deutschland, M\u00fcnster 2001.<\/p>\n<p>Hempelmann, Reinhard: Christlicher Fundamentalismus. Materialdienst der EZW 6\/97. S.162 &#8211; 172<\/p>\n<p>Kippenberg, H. G.: &#8222;Revolt against Modernism. A note on some recent comparative studies in fundamentalism&#8220;, Numen 38 (1991), 128&#8211;133.<\/p>\n<p>Mentzos, S: Angstneurose. Psychodynamische und psychotherapeutische Aspekte. Frankfurt \/ Main 1994.<\/p>\n<p>Phillips, Kevin: American Theocracy. The Peril and Politics of Radical Religion, Oil, and Borrowed Money in the 21st Century. Viking Books, 2006.<\/p>\n<p>Riesebrodt, M.: Fundamentalismus als patriarchalische Protestbewegung. Amerikanische Protestanten (1910&#8211;28) und iranische Schiiten (1961&#8211;79) im Vergleich. T\u00fcbingen 1990.<\/p>\n<p>Sch\u00e4fer, H.: Protestantismus in Zentralamerika. Christliches Zeugnis im Spannungsfeld von US-amerikanischem Fundamentalismus, Unterdr\u00fcckung und Wiederbelebung &#8222;indianischer&#8220; Kultur. Frankfurt\/M. 1992.<\/p>\n<p>Six, Clemens; Riesebrodt, Martin; Haas, Siegfried (Hrsg.): Religi\u00f6ser Fundamentalismus. Vom Kolonialismus zur Globalisierung. Innsbruck 2004.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/gunthersimmermacher-3009479\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Martin Mittwede aus FREIDENKER 2-06<\/strong><br \/>\nFundamentalismus ist heutzutage zu einem allseitig verwendeten Begriff geworden, der unterschiedlichste Ph\u00e4nomene beschreibt und h\u00e4ufig auch mit negativen Konnotationen versehen ist. Nicht selten wird der Vorwurf des Fundamentalismus benutzt, um Diskurse mit Andersdenkenden abzubrechen und diese zu diskreditieren. Im Fundamentalismusvorwurf ist also selbst ein Fundamentalismus verborgen. Fundamentalismus im weiteren Sinne kann man als eine Gegenbewegung gegen die Moderne bezeichnen, die religi\u00f6s oder ideologisch gef\u00e4rbt ist. Hierbei werden traditionell \u00fcberlieferte oder diesen Anschein erweckende Werte und Normen mit vehementer \u00dcberzeugung als Rettung pr\u00e4sentiert, die dem aktuellen Niedergang der Kultur entgegenwirken sollen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":672,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[211,305],"class_list":["post-671","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-religions-kirchenkritik","tag-aufklaerung","tag-fundamentalismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Engel_Teufel.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-aP","jetpack-related-posts":[{"id":651,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=651","url_meta":{"origin":671,"position":0},"title":"Was ist Fundamentalismus?","author":"Webmaster","date":"2. 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