{"id":667,"date":"2006-05-17T16:45:03","date_gmt":"2006-05-17T14:45:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=667"},"modified":"2017-12-28T00:55:31","modified_gmt":"2017-12-27T23:55:31","slug":"dies-ist-der-wille-gottes-eure-heiligung-das-opus-dei-in-selbstzeugnissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=667","title":{"rendered":"&#8222;Dies ist der Wille Gottes: eure Heiligung!&#8220;- Das Opus Dei in Selbstzeugnissen"},"content":{"rendered":"<p>aus FREIDENKER Nr. 2-06 Mai 2006, 65. Jahrgang, S. 35-43<\/p>\n<p><em>von Wencke Strau\u00df<\/em><\/p>\n<p>Mit Dan Browns Roman &#8222;Sakrileg&#8220; (orig. &#8222;Da Vinci Code&#8220;) und dessen Hollywood-Verfilmung &#8222;The Da Vinci Code&#8220;, die zurzeit in den europ\u00e4ischen Kinos zu sehen ist, wird das Opus Dei erneut ins Licht der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt und gleichzeitig, so die unbedarfte Rezeption, &#8222;als finstere Macht beschuldigt[\u2026]&#8220; (Focus v. 02.05.2006, Interview mit dem Opus Dei-Priester John Wauck). Diese naive Kommentierung der Romanintention durch die Presse geht einher mit einer scharfen Polemik seitens der sich angegriffen W\u00e4hnenden: F\u00fcr das Opus Dei bzw. seinen Vertreter John Wauck ist Browns Roman nicht einmal richtige Literatur, geschweige denn eine stimmige Darstellung des \u201aWerkes\u2019 oder der katholischen Kirche \u00fcberhaupt. Der Roman sei &#8222;weder gut geschrieben noch sehr unterhaltsam. Er hat weder etwas mit Geschichte noch Theologie, Kunst oder Kirche zu tun. Die Leute lesen das Buch weder aus literarischem Interesse noch um sich zu informieren. Daf\u00fcr g\u00e4be es bessere B\u00fccher, unterhaltsamere und seri\u00f6sere.&#8220; Die Popularit\u00e4t Browns sei ein &#8222;Ph\u00e4nomen [\u2026] weitaus interessanter als das Buch&#8220;. Der rationale Amerikaner und Harvard-Professor Brown sei wie seine Leser getrieben von der nachhaltigen &#8222;Faszination der katholischen Kirche&#8220;, einer &#8222;Sehsucht nach Geschichte und Mysterium&#8220;, gleichzeitig aber sei er unf\u00e4hig, deren Geheimnischarakter zu begreifen: &#8222;Da werden [im Roman] Menschen beschrieben, die in der Provence vor den Gebeinen Maria Magdalenas knien. F\u00fcr einen Harvard-Professor ist das seltsam. Die Katholiken kennen das dagegen schon seit Jahrhunderten. In einem gewissen Sinne ist der Roman die Wiederentdeckung der katholischen Kultur.&#8220; Im \u00dcbrigen sei der Roman &#8222;voller Fehler&#8220; und &#8222;absurde[r] Argumente&#8220;, beispielsweise &#8222;gegen die G\u00f6ttlichkeit von Jesus Christus&#8220;, jedoch wenigstens tauglich, so Wauck frohlockend, eine &#8222;enorme Zunahme des Rom-Tourismus&#8220; zu bef\u00f6rdern. Im folgenden soll anhand der ver\u00f6ffentlichten Selbstdarstellung des Opus Dei \u2014 vor allem auf dessen Internetseite <a href=\"http:\/\/www.opusdei.org\/\" target=\"_new\">http:\/\/www.opusdei.org<\/a> \u2014 gezeigt werden, wie die Organisation sich selbst sieht; ein Blick der in seinem Ergebnis enth\u00fcllender sein kann als jede fiktionale Verarbeitung des \u201aOpus Dei-Stoffes\u2019 \u2014 trotz geschickter Versuche des Opus, sich auch in diesen Publikationen sch\u00f6nzureden. Was Wauck letztlich an Browns Roman gef\u00e4llt, n\u00e4mlich die &#8222;Wiederentdeckung der katholischen Kultur&#8220;, ist, zusammen mit der Projektion dieser Kultur aus der Kirche heraus (Devise: Religion darf nicht &#8222;ins Private&#8220; abgedr\u00e4ngt werden), Hauptintention des \u201aWerkes\u2019 \u2014 die dem Roman unterstellte Wirkung ist selbst die ausdr\u00fcckliche Absicht des Opus Dei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Absolute Treue zur gro\u00dfen Tradition der Kirche&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Dan Browns Roman ist nicht die erste, sicherlich nicht die letzte, allerdings einer der \u00f6ffentlich wirksamsten kritischen Auseinandersetzungen mit der &#8222;Pr\u00e4latur vom Heiligen Kreuz und Opus Dei&#8220;. Das Selbstbewusstsein, mit dem man der &#8222;Fiktion [und] Erfindung&#8220; des &#8222;Da Vinci Code&#8220; aus Opus Dei-Kreisen entgegentritt (Informationsb\u00fcro des Opus Dei in der Schweiz, Stellungnahme v. 15.02.2006), verweist darauf, welche gro\u00dfe Unterst\u00fctzung es in h\u00f6chsten Kreisen der katholischen Kirche genie\u00dft. &#8222;Da Vinci Code&#8220; stelle Opus Dei-Mitglieder durchweg als M\u00f6nche, als Angeh\u00f6rige des Ordensstandes dar und betone deren R\u00fcckzug aus zeitlichen Angelegenheiten, ja projiziere auf sie sogar das &#8222;Klischee&#8220; einer feindlichen Einstellung &#8222;gegen\u00fcber der modernen, s\u00e4kularen Welt&#8220;. In Wahrheit aber sei der \u00fcberwiegende Teil der Opus Dei-Mitglieder kirchliche Laien, und es geh\u00f6re, im Widerspruch zur Darstellung des Romans, &#8222;zum Kern seiner Botschaft, dass die Laien in der Kirche gerade in dieser Welt ihren ureigenen Platz haben und berufen sind, sie von innen her aufzubauen, also gerade nicht sich aus ihr zur\u00fcckzuziehen.&#8220; Diese unaufl\u00f6sliche Bindung der Laien \u00fcber ihren individuellen Lebensbereich an die katholische Kirche und deren kanonische Lehre mit dem Ziel, &#8222;ein einziges Leben, welches aus Fleisch und Geist besteht&#8220;, ein Leben &#8222;aus einem Guss&#8220; zu f\u00fchren, ist seit seiner Gr\u00fcndung durch den Monsignore Josemar\u00eda Escriv\u00e1 de Balaguer 1928 in Madrid ein genialer Hauptaspekt, das &#8222;Charisma&#8220; des Opus Dei. Dieses &#8222;Charisma&#8220; hat dem \u201aWerk\u2019 und seinem Gr\u00fcnder bisher alle (oder doch die wichtigen) Herzen und T\u00fcren im Vatikan und in den Di\u00f6zesen ge\u00f6ffnet. Der damalige Kardinal Joseph Ratzinger schrieb im Oktober 2002, kurz nach der Heiligsprechung Escriv\u00e1s, im Vatikanischen Hausblatt L\u2019Osservatore Romano: &#8222;die Physiognomie des Opus Dei&#8220; sei eine &#8222;\u00fcberraschende Verbindung zwischen einer absoluten Treue zur gro\u00dfen Tradition der Kirche, zu ihrem Glauben, in entwaffnender Einfachheit, und einer bedingungslosen \u00d6ffnung gegen\u00fcber allen Herausforderungen dieser Welt [\u2026] Wer eine solche Bindung an Gott besitzt, wer in einem solchen ununterbrochenen Dialog mit ihm steht, kann es wagen, auf jene Herausforderungen zu antworten, und verliert die Angst; [\u2026] es entsteht statt dessen der Mut, auf die Welt von heute zu antworten.&#8220; Obwohl das Opus Dei, wie es \u00fcbrigens selbst einr\u00e4umt, Proselytismus betreibt \u2014 was in seiner Definition &#8222;bedeutet, anderen einen f\u00fcr sie ganz pers\u00f6nlich gangbaren Weg der Nachfolge Jesu zu erschlie\u00dfen [\u2026] ein freundschaftliches Bem\u00fchen aus Liebe&#8220; (Hans Thomas: &#8222;Opus Dei: Vorw\u00fcrfe und Antworten&#8220;, als Manuskript verbreitet vom Informationsb\u00fcro der Pr\u00e4latur Opus Dei in Deutschland, K\u00f6ln) \u2014 weist es jeden Vorwurf weit von sich, eine katholische Sekte oder &#8222;sektiererisch&#8220; zu sein. Im Gegenteil sei &#8222;kaum je [\u2026] eine katholische Institution so gr\u00fcndlich und auf so hoher Ebene gepr\u00fcft [worden] und unter so breiter weltkirchlicher Zustimmung t\u00e4tig wie das Opus Dei.&#8220; (Thomas) Das schweizerische Informationsb\u00fcro des Opus Dei beteuert denn auch: &#8222;Das Opus Dei ist vollkommen in die katholische Kirche integriert. Es hat keine eigene Lehre und nicht einmal eine eigene theologische Schule; seine Lehre ist vielmehr identisch mit der Lehre der Kirche. Ebenso wenig kennt es Praktiken, die der Kirche fremd sind: Alles, was es tut, ist immer auch Praxis der Gesamtkirche. Seit seinen Anf\u00e4ngen im Jahr 1928 wirkt es stets mit dem Segen und der Zustimmung der Kirche.&#8220; Man kann dem Opus Dei diese Darstellungen gern glauben; es versucht nicht, \u00fcber die Grenzen des katholischen Glaubens hinauszureichen, und will die Kirche bestimmt nicht reformieren \u2014 in fortschrittlichem Sinne \u2014, es ist vielmehr ihr ultrakonservatives Herz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem ganz bestimmten Sinn gibt man sogar zu, fundamentalistisch zu sein: &#8222;Fundamentalismus im Sinne der urspr\u00fcnglich im amerikanischen Protestantismus unter diesem Namen entstandenen Bewegung, die bestimmte \u201afundamentals\u2019 des Glaubens gegen ein aufkl\u00e4rerisch-wissenschaftliches Weltbild verteidigen wollte, das seinerseits bestimmte Glaubensgeheimnisse unter den Vorbehalt (natur-) wissenschaftlicher Aufl\u00f6sung stellte. [\u2026] Von jener amerikanischen Bewegung kann man mindestens den Grundgedanken der Fundamente eines verl\u00e4\u00dflich fundierten Glaubens \u00fcbernehmen [\u2026], den [\u2026] das Evangelium empfiehlt, wo vom Hausbau auf Felsengrund und nicht auf Sand die Rede ist.&#8220; (Thomas) Ein solches bedeutendes &#8222;fundamental&#8220; ist selbstverst\u00e4ndlich die Treue zum Papst \u2014 schon die Wortwahl vom &#8222;Felsengrund&#8220; erinnert an Matth\u00e4us 16,18) &#8222;[\u2026] Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht \u00fcberw\u00e4ltigen.\u201d Josemar\u00eda Escriv\u00e1 l\u00e4sst in seinen Schriften keinen Zweifel, wem die Ergebenheit jedes Katholiken gelten muss \u2014 und er liefert auch gleich die Begr\u00fcndung(en) dazu: &#8222;Du mu\u00dft jeden Tag in deiner Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber der Kirche, dem Papst, dem Apostolischen Stuhl wachsen. Sie ist die Frucht einer wachsenden Liebe, deren Mittelpunkt Gott allein ist.&#8220; (Die Spur des S\u00e4manns 353) \u2014 &#8222;Die Obergewalt des Papstes und seine Unfehlbarkeit, wenn er ex cathedra spricht, sind nicht menschliche Erfindung, sondern ergeben sich aus dem ausdr\u00fccklichen Stiftungswillen Christi. Wie wenig sinnvoll ist es aber dann [\u2026], die G\u00fcltigkeit der p\u00e4pstlichen Lehrentscheide von der Zustimmung der Gl\u00e4ubigen abh\u00e4ngig zu machen! [\u2026] in der Kirche gibt es kein anderes Oberhaupt als Christus; und Christus hat f\u00fcr seine pilgernde Braut einen Stellvertreter einsetzen wollen \u2014 der Papst.&#8220; (Amar al Iglesia. Loyal zur Kirche 30) \u2014 &#8222;Nach der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und unserer Mutter, der Jungfrau Maria, kommt f\u00fcr mich in der Hierarchie der Liebe gleich der Papst. Ich werde nie vergessen, da\u00df es Pius XII. war, der das Opus Dei zu einem Zeitpunkt approbierte, als dieser geistliche Weg manchen noch als H\u00e4resie erschien.&#8220; (Gespr\u00e4che mit Msgr. Escriva de Balaguer)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bisherige H\u00f6hepunkte der Protektion und Promotion des Opus Dei durch den Vatikan waren die Seligsprechung Escriv\u00e1s 1992 sowie seine Heiligsprechung 2002 durch Papst Johannes Paul II. \u2014 die, nur 27 Jahre nach Escriv\u00e1s Tod 1975, nach der &#8222;neuen, stark gestrafften Ordnung abgewickelt wurde&#8220; (Informationsb\u00fcro). Der auf der Opus Dei-Seite zitierte deutsche Kirchenhistoriker Hubert Jedin ist von der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit dieser \u201aStraffung\u2019 \u00fcberzeugt, denn &#8222;eine so tiefgehende und weltweite Wirkung in der Kirche Gottes kann von einem Menschen [Escriv\u00e1] nur dann ausgehen, wenn er sich Gott ganz zur Verf\u00fcgung gestellt hat und so zu einem Instrument f\u00fcr die Heiligung anderer Menschen und f\u00fcr die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden geworden ist.&#8220; Escriv\u00e1 gelang es offenbar durch die Publikation seiner anekdotischen, wenn auch nicht immer leicht verdaulichen Ratgeber- und Spruchb\u00fcchlein und vor allem auch in unerm\u00fcdlichem \u00f6ffentlichem Wirken durch seine pers\u00f6nliche charismatische Ausstrahlung, insbesondere beim Gespr\u00e4ch mit \u201aeinfachen\u2019 Menschen, viele Gl\u00e4ubige st\u00e4rker oder gar erst wieder an die Kirche zu binden. Auf der Internetseite des Opus kann ein mehr als dreiviertelst\u00fcndiger Dokumentarfilm gedownloadet werden, der beinahe ausschlie\u00dflich \u201aBesinnungstreffen\u2019 zeigt, auf denen Laien gebannt stundenlang Escriv\u00e1s sicherer, dabei freim\u00fctiger Rhetorik lauschen. Das Opus Dei selbst geht auf die Vorw\u00fcrfe, es betreibe &#8222;einen ausgepr\u00e4gten F\u00fchrerkult&#8220; und besitze eine &#8222;totalit\u00e4re Binnenstruktur&#8220; folgenderma\u00dfen ein: &#8222;Der Vorwurf zielt auf die Wertsch\u00e4tzung und Liebe, die die Mitglieder des Opus Dei der Person des Gr\u00fcnders, seinem Hirtenamt und seiner v\u00e4terlichen Rolle im Opus Dei entgegenbringen. [\u2026] Sie erstreckt sich im Opus Dei auch auf seinen jeweiligen Nachfolger, den Mitglieder und Freunde des Opus Dei ebenso mit \u201aVater\u2019 anreden. [\u2026] Als Pr\u00e4latur der katholischen Weltkirche ist das Opus Dei wie diese selbst hierarchisch verfa\u00dft. \u201aTotalit\u00e4r\u2019 nennen mittlerweile bestimmte Kreise auch die hierarchische Verfassung der Kirche insgesamt.&#8220; (Thomas) &#8222;Bestimmte Kreise&#8220; sind auch kritische Katholiken, die in Organisationen wie &#8222;Initiative Kirche von unten&#8220; mehr Mitsprachrecht fordern; vom Opus Dei werden solche Stimmen beispielsweise der Verbindung mit &#8222;laizistischen Anti-Sekten-Bewegungen&#8220; beschuldigt, und man bedauert: &#8222;Es ist ein besonders trauriges Kapitel, da\u00df innerkirchliche Gegner sich nicht scheuen, mit Kr\u00e4ften zusammenzuarbeiten, die aus ideologischen Vorentscheidungen grunds\u00e4tzlich jegliches religi\u00f6se Ph\u00e4nomen in der Moderne und Postmoderne als fundamentalistisch und sektiererisch verfemen, weil es ihrer Prognose widerspricht, alles Religi\u00f6se sei in der modernen Gesellschaft zum Absterben verurteilt.&#8220; (Thomas)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Geht zu allen V\u00f6lkern und macht alle Menschen zu meinen J\u00fcngern&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Das Opus Dei ist eine &#8222;internationale Personalpr\u00e4latur&#8220; mit Zentralsitz in Rom. &#8222;Die Rechtsform [\u2026] geht auf das II. Vatikanische Konzil zur\u00fcck. Das Konzildekret \u201aPresbyterorum ordinis\u2019 vom 7. Dezember 1965 bestimmt, dass \u201af\u00fcr spezielle pastorale Aufgaben bei verschiedenen sozialen Schichten, die in einer bestimmten Gegend oder Nation oder in irgendeinem Teil der Welt durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen\u2019, neben anderen Einrichtungen in Zukunft auch \u201abesondere Di\u00f6zesen oder Personalpr\u00e4laturen [\u2026] geschaffen werden\u2019 k\u00f6nnen. [\u2026] Die vom II. Vatikanischen Konzil angesto\u00dfenen Personalpr\u00e4laturen werden von einem Oberhirten geleitet, d.h. von einem Pr\u00e4laten, der Bischof sein kann, vom Papst ernannt wird [!] und mit ordentlicher Amtsvollmacht (Jurisdiktion) ausgestattet ist. Neben dem Pr\u00e4laten umfassen sie ein Presbyterium von Weltpriestern sowie Laiengl\u00e4ubige, M\u00e4nner und Frauen. Die Personalpr\u00e4laturen geh\u00f6ren somit zur hierarchischen Struktur der Kirche, d.h. sie sind ein Element ihrer Selbstorganisation im Hinblick auf das Ziel, das ihr Christus vorgegeben hat; kennzeichnend ist dabei f\u00fcr sie, dass ihre Laiengl\u00e4ubigen weiterhin Glieder der Ortskirchen (Bist\u00fcmer) sind, in denen sie wohnen.&#8220; 1996 z\u00e4hlte das Opus Dei 80.000 Mitglieder auf allen Kontinenten, davon 1.600 Priester. Die Form der Personalpr\u00e4latur scheint f\u00fcr die Zwecke des \u201aWerkes\u2019 besonders geeignet zu sein; das Opus Dei war mit ihrer Einf\u00fchrung im Jahre 1982 die erste kirchliche Institution, die sich diese Rechtsordnung geben durfte \u2014 was vermuten l\u00e4sst, dass sie erst exklusiv f\u00fcr das \u201aWerk\u2019 geschaffen wurde. Laut Selbstdarstellung will das Opus Dei &#8222;den Menschen helfen, ihren Glauben mit ihrer normalen T\u00e4tigkeit im Alltag in harmonischen Einklang zu bringen.&#8220; (Informationsb\u00fcro) Grundlage f\u00fcr die Mission des \u201aWerkes\u2019 \u00fcberhaupt ist &#8222;die selbstverst\u00e4ndliche Befolgung des Auftrags Jesu an seine J\u00fcnger: \u201aGeht zu allen V\u00f6lkern, und macht alle Menschen zu meinen J\u00fcngern.\u2019&#8220; (Thomas) Apostel wird man im Opus Dei im Dienst an Gott \u2014 und zwar nicht, wie sonst in der katholischen Kirche \u00fcblich, im Ordensdienst, sondern als Laie, der seine t\u00e4gliche Arbeit Gott weiht. Als Personalpr\u00e4latur ist das Opus Dei &#8222;eine Form der Selbstorganisation der Kirche und erg\u00e4nzt die seelsorgerische Arbeit der Pfarreien durch ein weitergehendes Angebot an Bildung und Begleitung.&#8220; (Informationsb\u00fcro) Dieser Ansatz, &#8222;Bildung und Begleitung&#8220;, scheint heute notwendiger denn je \u2014 und hat Opus Dei seine bislang ungebrochene Popularit\u00e4t bei allen P\u00e4psten eingebracht (&#8222;Immer haben die P\u00e4pste \u2014 alle \u2014 Verst\u00e4ndnis und Liebe f\u00fcr das Opus Dei gezeigt.&#8220;, Gespr\u00e4che mit Msgr. Escriva de Balaguer) \u2014, denn es muss dem Wegstr\u00f6men der Gl\u00e4ubigen aus dem Scho\u00df der Kirche Einhalt geboten und etwas Substanzielles entgegengesetzt werden. Der Grazer Opus Dei-Bischof Egon Kapellari erkl\u00e4rte auf dem 27. Internationalen Symposium \u00fcber Theologie an der Universit\u00e4t von Navarra im Mai 2006: &#8222;Die christlichen Wurzeln sind in Europa nicht einfach abgestorben. Sie tragen, n\u00e4hren auch heute viele Menschen unserer L\u00e4nder. Das wird aber oft nicht reflektiert und gew\u00fcrdigt. Das Glaubenswissen m\u00fcsste vor allem bei der j\u00fcngeren Generation wieder viel st\u00e4rker werden, wenn eine Wende zum Besseren eintreten soll.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Opus Dei schwimmt in dieser restaurativen Gegenstr\u00f6mung auf der ersten Welle; es besitzt die Rolle einer Avantgarde (&#8222;Vorreiterrolle&#8220;) und bildet die weltliche und transzendentale Elite \u2014 obwohl man das Wort Elite weit von sich weist \u2014 der katholischen Laien heran. Worauf gr\u00fcndet sich diese Behauptung? Das Opus ist nach au\u00dfen gepr\u00e4gt zum einen durch das &#8222;heiligm\u00e4\u00dfige[\u2026] Leben&#8220; und die &#8222;Schriften [seines] Gr\u00fcnders&#8220;, zum anderen durch das &#8222;Bem\u00fchen der Gl\u00e4ubigen, im Lichte Christi jedwede berufliche Arbeit zum Leuchten zu bringen.&#8220; Beides entspricht zentralen Anliegen der katholischen Kirche, niedergelegt im II: Vatikanischen Konzil: &#8222;die praktische Wiederentdeckung der prinzipiell gleichwertigen Berufung aller Getauften, das hei\u00dft der prinzipiellen Chancengleichheit im Blick auf das entscheidende Ziel christlichen Lebens, n\u00e4mlich heilig zu werden. Seit seiner Gr\u00fcndung 1928 [\u2026] hatte das Opus Dei damit begonnen, das allgemeine Bewu\u00dftsein f\u00fcr die Berufung der Laien von Grund auf zu st\u00e4rken. Und zwar in dem Sinne, da\u00df sie aufgrund der empfangenen Taufgnade wie auch ihrer weltlichen Arbeit sowohl zur F\u00fclle christlichen Lebens als auch zur Teilhabe an der Sendung der Kirche aufgerufen sind.&#8220; (Thomas) \u2014 &#8222;\u201aDer Geist des Opus Dei gr\u00fcndet auf der Gotteskindschaft\u2019, unterstreicht der hl. Josemaria. Kraft der Taufe sind die Christen T\u00f6chter und S\u00f6hne Gottes. Daher f\u00f6rdert die Pr\u00e4latur in den Christen ein lebendiges Bewusstsein ihrer Gotteskindschaft.&#8220; Jedoch ist trotz dieser Hinweise auf &#8222;Taufgnade&#8220; und &#8222;Teilhabe an der Sendung der Kirche&#8220; &#8222;niemand [\u2026] schon von Geburt an heilig [\u2026]: der Heilige wird, er wird im st\u00e4ndigen Zusammenspiel von g\u00f6ttlicher Gnade und menschlichem Mitwirken. [\u2026] Deshalb: Willst du konsequent als Christ leben \u2014 und ich wei\u00df, da\u00df du das willst, auch wenn Siege und die stetige Ausrichtung unsres armseligen Lebens auf das H\u00f6here hin dir oft so schwer fallen \u2014, dann mu\u00dft du mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt auf die kleinsten Dinge achten, denn die Heiligkeit, die der Herr von dir will, ist nur zu erlangen durch das Ernstnehmen der Arbeit und allt\u00e4glichen, meistens unscheinbaren Pflichten, aus Liebe zu Gott.&#8220; (Freunde Gottes 7) Im &#8222;Weg&#8220;, einer teilweise abschreckend verbalradikalen Fr\u00fchschrift Escriv\u00e1s, hei\u00dft es: &#8222;All unser armseliges Tun, selbst die Heiligkeit, ist ein Gewebe aus Geringf\u00fcgigkeiten, die je nach der Lauterkeit der Absicht eine herrlichen Teppich aus Heldentum ODER aus Nichtigkeit, aus Tugend ODER aus S\u00fcnden bilden.&#8220; (Der Weg 826 [Hervorhebungen W.S.]) Abgesehen von der absto\u00dfenden Rhetorik Escriv\u00e1s, die das menschliche Tun durchg\u00e4ngig als &#8222;armselig&#8220; apostrophiert, ist diesen Aussagen etwas Wichtiges zu entnehmen: Nur mit dem richtigen geistlichen R\u00fcstzeug kann der Einzelne seine Arbeit f\u00fcr Christus produktiv machen. Und diese korrekte Fundierung erh\u00e4lt er nat\u00fcrlich bei Opus Dei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Opus Dei, Macht und Reichtum&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die Mitglieder des Opus Dei sind \u2014 das betont das \u201aWerk\u2019 immer wieder \u2014 gleichzeitig alle Mitglieder ihrer \u00f6rtlichen Di\u00f6zese und werden unterschieden in 1. Numerarier \u2014 &#8222;die sich zur apostolischen Ehelosigkeit entschieden haben&#8220; (Thomas) und in den Zentren des \u201aWerkes\u2019 leben, sie sind aufgrund ihres z\u00f6libateren Lebens &#8222;in der Lage, sich in stabiler Weise der Betreuung der apostolischen Arbeit und der Bildung der anderen Mitglieder zu widmen&#8220; (Informationsb\u00fcro); 2. Assoziierte, &#8222;die zum Priestersein frei und zustimmend nach einigen Jahren der Zugeh\u00f6rigkeit zur Pr\u00e4latur und den vorgesehenen Priesteramtsstudien vom Pr\u00e4laten zur Priesterweihe ermutigt werden&#8220;; und 3. Supernumerarier, sie bilden die gr\u00f6\u00dfte Gruppe (70 Prozent) und sind verheiratet &#8222;oder leben in Vorbereitung auf die Ehe&#8220; (Thomas), &#8222;die Heiligung ihrer famili\u00e4ren Pflichten ist ein vorrangiger Bestandteil ihres christlichen Lebens&#8220;. Au\u00dferdem kommen noch jene 1.600 Priester hinzu, die der vollst\u00e4ndig mit dem Opus verbundenen &#8222;Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz&#8220; angeh\u00f6ren und kirchenrechtlich ihrem Pr\u00e4laten unterstellt sind. Eine Untergruppe der Numerarier sind die so genannten &#8222;Auxiliar-Numerarier&#8220;, meist wohl Frauen, die jeweils bei einer Einrichtung des Opus Dei angestellt und &#8222;mit der Bewirtschaftung der [Wohn-] H\u00e4user des Opus Dei, sowohl der Frauen als auch der M\u00e4nner, betraut&#8220; sind. Mit wem genau ein Arbeitsvertrag abgeschlossen wird, war f\u00fcr mich nicht letztg\u00fcltig festzustellen, da das \u201aWerk\u2019 Wert auf die Feststellung legt, dass es selbst keine dieser Einrichtungen \u2014 darunter allein in Deutschland ein &#8222;Internationales Studentinnenwohnheim M\u00fcngersdorf&#8220;, ein Tagungs- &#8222;Haus Weidenau in M\u00fcnchen-Bogenhausen&#8220;, ein &#8222;Hauswirtschaftliches Ausbildungszentrum Am Hardtberg, Euskirchen&#8220; u.a. \u2014 besitzt und auch sonst &#8222;keine Gesch\u00e4fte betreibt&#8220; (Thomas). &#8222;Die Pr\u00e4latur dient ausschlie\u00dflich geistlich-religi\u00f6sen Zwecken. [\u2026] Die Laien, die dem Opus Dei angeh\u00f6ren, sind Normalb\u00fcrger, die vielfach gemeinsam mit anderen im Dienst an der Gesellschaft als B\u00fcrgerinitiativen Bildungs- und Sozialeinrichtungen schaffen und unterhalten, in denen die Pr\u00e4latur dann oft die Seelsorge und die religi\u00f6se Bildungsarbeit wahrnimmt. Wie es in solchen F\u00e4llen \u00fcblich ist, sind die zivilen Rechtstr\u00e4ger solcher Initiativen oder Einrichtungen h\u00e4ufig Vereine oder Stiftungen, deren Zweck die jeweiligen Sozial- und Bildungsaufgaben sind und die den je geltenden Landesgesetzen und \u2013bestimmungen unterworfen sind.&#8220; (Thomas) (Andererseits behauptet &#8222;Da Vinci Code&#8220;, Opus Dei habe &#8222;die Vatikan-Bank Anfang der achtziger Jahre vor dem Kollaps gerettet [\u2026]. Als Gegenleistung daf\u00fcr habe es den Status einer Personalpr\u00e4latur erhalten.&#8220; [Informationsb\u00fcro] Dies wird vom \u201aWerk\u2019 selbstverst\u00e4ndlich rundheraus abgestritten. \u2014 Weitere Informationen zu Verwicklungen in Finanzskandale, vor allem im \u201aStammland\u2019 Spanien, finden sich auf der Seite \u00a0<a href=\"http:\/\/www.bornpower.de\/opus\" target=\"_new\">http:\/\/www.bornpower.de\/opus<\/a>.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Thema &#8222;Opus Dei, Macht und Reichtum&#8220; werden vom Informationsb\u00fcro des Opus Dei in der Schweiz weitere Argumente vorgebracht, die das in Dan Browns Roman behauptete Streben des \u201aWerkes\u2019 nach wirtschaftlicher oder politischer Macht widerlegen sollen, vor allem die Worte seines Gr\u00fcnders Escriv\u00e1: &#8222;Das Opus Dei beherrscht keinen weltlichen Bereich und will keinen beherrschen; es will lediglich die Botschaft des Evangeliums verbreiten. Gott m\u00f6chte, da\u00df alle Menschen, die in der Welt leben, ihn gerade im Vollzug ihrer weltlichen T\u00e4tigkeiten lieben und ihm darin dienen. Dementsprechend arbeiten die Mitglieder des Opus Dei, da sie ja normale Christen sind, wo und wie sie es f\u00fcr richtig halten. Das Werk k\u00fcmmert sich nur um ihre geistliche Betreuung, damit sie immer nach ihrem christlichen Gewissen handeln.&#8220; (Gespr\u00e4che mit Msgr. Escriv\u00e1 de Balaguer, Nr. 64) Das \u201aWerk\u2019 gibt zwar selbst zu, dass es &#8222;in den fast vierzig Jahren unter Franco [\u2026] in Spanien auch Minister [gab], die zum Opus Dei geh\u00f6rten. Einige z\u00e4hlten zu den sogenannten \u201aTechnokraten\u2019, die die Liberalisierung der Wirtschaft in Spanien betrieben.&#8220;, um aber gleich wieder zu relativieren: &#8222;Zugleich gab es Opus-Dei-Leute, die gegen Franco opponierten, ins Gef\u00e4ngnis kamen, au\u00dfer Landes gehen mu\u00dften oder sonstigen Repressalien ausgesetzt waren.&#8220; (Thomas) Firmen von Mitgliedern des \u201aWerkes\u2019 wurden im Zusammenhang mit Finanzgesch\u00e4ften in Spanien (bei denen eine offizielle Beteiligung von Opus Dei immer geleugnet wurde und schwer beweisbar scheint) schon als &#8222;Octopus Dei&#8220; bezeichnet (&#8222;RUMASA-Skandal&#8220;, siehe<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/cms.freidenker.org\/fileadmin\/images\/link.gif?w=800\" border=\"0\" \/> <a href=\"http:\/\/www.bornpower.de\/opus\" target=\"_new\">http:\/\/www.bornpower.de\/opus<\/a>) Gleiches scheint auch f\u00fcr das \u201aWerk\u2019 selbst gelten zu k\u00f6nnen: omnipr\u00e4sent und m\u00e4chtig durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Positionen seiner (Mit-) Glieder, st\u00f6\u00dft es eine Nebelwolke aus Tinte aus, versucht man, es an seinen weltlichen Tentakeln zu packen. Selbstverst\u00e4ndlich legt man bei Opus Dei Wert auf die Tatsache, dass es bereits einschl\u00e4gige Urteile gibt, die es Medien untersagt haben, bestimmte Behauptungen \u00fcber sein gesch\u00e4ftliches Gebaren zu publizieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Zwischen Suppe und Kartoffeln&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Im scharfen Kontrast zu diesen obskuren Gesch\u00e4ftspraktiken des Opus Dei sind seine Mitglieder angehalten, ein \u201aeinfaches\u2019 Leben zu f\u00fchren: &#8222;Verheiratete wie Ehelose [\u2026] \u00fcben sich in der christlichen Tugend der Armut. Sie wollen n\u00fcchtern und anspruchslos leben und suchen innere und \u00e4u\u00dfere Distanz zu irdischen G\u00fctern. Diese sollen im Rahmen des M\u00f6glichen dem Dienst an den anderen gewidmet werden und nicht dem Eigennutz dienen.&#8220; (Thomas) Auch hier errichtet das Opus Dei in seinem Selbstverst\u00e4ndnis einen Damm gegen die zersetzenden Tendenzen &#8222;unserer Zeit&#8220;: &#8222;In unserer Zeit, in der Sichgehenlassen und Schlaffheit oder Hemmungslosigkeit und Anarchie als Zeichen des allgemeinen Verfalls herrschen, gewinnt gerade deshalb die einfache, tiefe Erkenntnis [\u2026] immer mehr an Aktualit\u00e4t: Es gibt Weltkrisen, weil es an Heiligen fehlt.&#8220; (Freunde Gottes 4) Das Opus Dei sieht sich berufen, eben diese Heiligen heranzubilden, um das Verderbnis abzuwenden. Die ebenso kryptischsten wie sch\u00e4rfsten Worte \u2014 f\u00fcr Escriv\u00e1s Stil jedoch wohl typisch \u2014, die sich auf der insgesamt eher zur\u00fcckhaltenden Internetseite finden (wer sich noch mehr gruseln will, muss wohl die B\u00fccher, vor allem &#8222;Der Weg&#8220; kaufen \u2014 erh\u00e4ltlich bei den \u00f6rtlichen Opus Dei-Gesch\u00e4ftsstellen), fallen in diesem Kontext: &#8222;Tilge durch dein Leben als Apostel den z\u00e4hen Unrat, den die verseuchten Prediger des Hasses verbreitet haben.&#8220; (Der Weg 1) &#8222;Durch dein Leben&#8220; meint auch: unter Aufopferung deines Lebens, wie die folgenden S\u00e4tze erhellen: &#8222;Die Werke Gottes tun ist keine Floskel, nein, es ist eine Einladung, sich aus Liebe zu verbrauchen. Man mu\u00df sich selber sterben, um zu neuem Leben wiedergeboren zu werden. [\u2026] Wenn wir dem g\u00f6ttlichen Willen gehorchen, wird auch f\u00fcr uns das Kreuz Auferstehung sein und Erh\u00f6hung.&#8220; (Christus Begegnen 21) Hierhinein passt auch die Forderung: &#8222;Vergi\u00df dein Ich! \u2014 W\u00e4re das doch dein einziger Ehrgeiz: nur f\u00fcr deine Br\u00fcder und Schwestern, f\u00fcr die Menschen, f\u00fcr die Kirche zu leben \u2014 f\u00fcr Gott also\u2026&#8220; (Die Spur des S\u00e4manns 630) Diese Ausl\u00f6schung des Individuellen, das &#8222;Sich-Verbrauchen aus Liebe&#8220; (es mag etwas an dem Vorwurf sein, &#8222;das Opus Dei ziehe psychisch labile (\u201aich-schwache) Personen besonders an&#8220; [Thomas], auch wenn er auf einen gro\u00dfen Teil seiner Mitglieder nicht zutrifft) ber\u00fchrt folgerichtig auch die intimen menschlichen Beziehungen. Dem &#8222;gro\u00dfen Sakrament&#8220; der Ehe kommt eine \u00fcbergeordnete Bedeutung zu \u2014 Opus Dei weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil seiner Mitglieder verheiratet ist. So schreibt Escriv\u00e1: &#8222;Tag f\u00fcr Tag das Zuhause heiligen [\u2026]: darum geht es. Diese Heiligung eines jeden Tages erfordert viele christliche Tugenden.&#8220; (Christus Begegnen 23, 4) \u2014 &#8222;Die Ehe hat [unser Herr] zu einem heiligen Band gemacht, zum Abbild der Vereinigung Christi mit seiner Kirche, zu einem gro\u00dfen Sakrament und zur Grundlage der christlichen Familie, die mit Hilfe der Gnade Gottes als Schule der Heiligkeit Frieden und Eintracht ausstrahlen soll. Die Eltern sind Mitarbeiter Gottes, und daher haben die Kinder die liebenswerte Pflicht, sie zu ehren.&#8220; (Christus Begegnen 78,6)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man muss durchaus nicht wild spekulieren, will man sich ausmalen, wer in der Partnerschaft der haupts\u00e4chliche &#8222;Mitarbeiter Gottes&#8220; ist, an wen die Aufforderung gerichtet ist: &#8222;Dein Leben darf kein fruchtloses sein. \u2014 Sei n\u00fctzlich.&#8220; (Der Weg 1) Wenn es an anderer Stelle in den Schriften Escriv\u00e1s hei\u00dft: &#8222;Jedes Kind, das Gott euch schenkt, ist eine herrliche Gabe, ein Segen Gottes f\u00fcr euch: Habt keine Angst vor Kinderreichtum!&#8220; (Im Feuer der Schmiede 691), so kann man ausschlie\u00dfen, dass gerade eine konservative katholische Organisation wie das Opus Dei f\u00fcr die parit\u00e4tische Teilung der h\u00e4uslichen Pflichten (\u201aKinder und K\u00fcche\u2019) eintreten sollte. Unter der Rubrik &#8222;Zeugnisse&#8220; finden sich auf der Opus Dei-Internetseite Portr\u00e4ts seiner Mitglieder, Berichte \u00fcber ihre Motivation, sich dem Opus anzuschlie\u00dfen und dar\u00fcber, wie sie &#8222;Heiligkeit&#8220; t\u00e4glich leben. Eine 33-j\u00e4hrige Mutter von sechs Kindern im Alter von neun Jahren bis elf Monaten, Ehefrau des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers eines Automobilzulieferers in Potsdam, die im Studentinnenheim M\u00fcngersdorf erste Kontakte mit dem Opus kn\u00fcpfte, schildert, &#8222;wie ihre Berufung zum Opus Dei konkret wird&#8220;: &#8222;Was diese Berufung f\u00fcr ihren Alltag ausmacht? [\u2026] \u201aDass der ganze Kleinkram, den ich hier von morgens bis abends mache, nicht wertlos ist.\u2019 Viele ihrer Bekannten seien gerade in der Familienphase unzufrieden mit sich selbst. Und nicht wenige h\u00e4tten das Gef\u00fchl, das Leben zwischen Pampers und Geschirrsp\u00fcler lasse ihnen keine Luft zum Atmen. \u201aIch versuche, meine Arbeit f\u00fcr Gott und die anderen zu tun. [\u2026] Im Opus Dei habe sie gelernt, Gott auch Unbedeutendes zu schenken.&#8220; Auch das ist Opus Dei: Die Entdeckung Gottes &#8222;zwischen Suppe und Kartoffeln&#8220; \u2014 selbstverst\u00e4ndlich immer angeleitet durch Opus Dei-&#8222;Bildungsmittel&#8220; und &#8222;geistliche Leitung&#8220;, durch w\u00f6chentliche Treffen, bei denen die Mitglieder &#8222;im Glauben und in der eigenen Berufung auftanken&#8220; k\u00f6nnen, sowie durch die einmal j\u00e4hrlich stattfindenden &#8222;Besinnungstage[\u2026] in einem Tagungshaus des Opus Dei&#8220;. Au\u00dferdem gestaltet diese &#8222;Supernumerarier&#8220;-Musterfamilie in ihrer Kirchengemeinde &#8222;gemeinsame Freizeitangebote, aber auch religi\u00f6se Fortbildung&#8220; mit; &#8222;\u201aletzteres vorzubereiten ist oft der Part, den [sie selbst] \u00fcbernehmen.\u2019&#8220; Innerkirchliche Missionierung? Fest steht, dass das Opus Dei seine Mitglieder theologisch sehr gut schult und auch f\u00fcr alle lebenspraktischen Themen Antworten bereith\u00e4lt. Daher besch\u00e4ftigen sich bereits 15-j\u00e4hrige Sch\u00fclerinnen \u2014 selbstverst\u00e4ndlich noch keine regul\u00e4ren Mitglieder, vielleicht aber &#8222;\u00c4nw\u00e4rterinnen&#8220; auf die Mitgliedschaft? \u2014 auf Einladung des Opus in ihren Schulferien im Ausbildungszentrum Hardtberg damit, &#8222;\u00fcber ihren Lebensentwurf nachzudenken&#8220;, was die Besch\u00e4ftigung mit &#8222;Umgangsformen&#8220;, Mode und Haushaltsmanagement \u2014 also \u201atypischen\u2019 M\u00e4dchen-\/Frauen-\/M\u00fctterthemen \u2014 zu bedeuten scheint. Sicherlich f\u00fchlen sich viele f\u00fcr das Mysterium des Glaubens empf\u00e4ngliche Menschen \u2014 auch Nicht-Katholiken und selbst Nicht-Christen will das \u201aWerk\u2019 erreichen \u2014 angezogen von der &#8222;Atmosph\u00e4re einer christlichen Familie&#8220;, die &#8222;charakteristisch f\u00fcr das Opus Dei&#8220; sei: &#8222;Sie pr\u00e4gt alle Aktivit\u00e4ten der Pr\u00e4latur und schl\u00e4gt sich auch nieder in der h\u00e4uslichen W\u00e4rme ihrer Zentren, in der vertrauensvollen Einfachheit, in den Dienstbereitschaft sowie im Verst\u00e4ndnis und Feingef\u00fchl, mit denen man einander im Alltag zu begegnen sucht.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Abt\u00f6tungen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Bild des Opus Dei, das sich aus den zug\u00e4nglichen Quellen zusammenf\u00fcgt ist sicherlich ein in viele Facetten gebrochenes; selbst, wenn man nur die offiziellen, merklich \u00f6ffentlichkeitstauglich gestalteten Informationen nimmt, bleibt doch sp\u00fcrbar ein Rest bohrender Ungewissheit. Das ist vor allem der Fall hinsichtlich des Faktes, der in Bezug auf das Opus Dei am meisten Ansto\u00df zu erregen vermag: die von seinen Mitgliedern praktizierten so genannten &#8222;Abt\u00f6tungen&#8220;. Der bereits zitierte Grazer Bischof Kapellari bezieht sich in seinem Referat auf dem Theologie-Symposium in Navarra auf das &#8222;Sakrament der Bu\u00dfe, das \u201aweithin vergessen ist, weil nicht erkannt und anerkannt wird, dass es die S\u00fcnde gibt und dass der Mensch nicht gl\u00fccklich sein kann, wenn er das verdr\u00e4ngt.&#8220; Mit diesen Vorstellungen des \u201agenerisch\u2019 s\u00fcndigen Menschen eng verbunden sind asketische \u00dcbungen, die, wie man im Opus versichert, in der katholischen Kirche Grundlage des Glaubens sind: &#8222;Die katholische Kirche r\u00e4t ihren Gl\u00e4ubigen, sich im Opfergeist zu \u00fcben, einschlie\u00dflich der k\u00f6rperlichen Askese wie z.B. des Fastens w\u00e4hrend der Zeit vor Ostern. Sie stellt die Askese zwar nicht ins Zentrum ihrer Lehre, ist sich aber auch bewusst, dass sie f\u00fcr die Vertiefung der Beziehung zu Gott unentbehrlich ist: \u201aEs gibt keine Heiligkeit ohne Entsagung und geistigen Kampf\u2019 (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2015). Abt\u00f6tung ist Zeichen der Busse [sic] und Einswerdung mit den Kreuzopfer Jesu Christi, das die Welt vom B\u00f6sen erl\u00f6st.&#8220; &#8222;Entsprechend der Spiritualit\u00e4t des Opus Dei&#8220; und seiner Fokussierung auf die &#8222;Heiligung&#8220; des Arbeitslebens sind die meistgebr\u00e4uchlichen harmloseren Formen (?) solche &#8222;geistiger wie k\u00f6rperlicher Aszese [sic] [\u2026] Zum Beispiel dienstbereit bleiben, wenn man m\u00fcde oder unlustig ist; schweigen, wenn man schimpfen m\u00f6chte; l\u00e4cheln, obwohl jemand l\u00e4stig ist; auf Konsum verzichten und teilen k\u00f6nnen etc.&#8220; (Thomas) Das Opus Dei &#8222;schlie\u00dft in \u00dcbereinstimmung mit der Kirche klassische Abt\u00f6tungen, die einen ausdr\u00fccklichen symbolischen Bezug zum Leiden Christi aufweisen, nicht aus&#8220;, und eine &#8222;Minderheit&#8220; seiner Mitglieder verwende &#8222;Bu\u00df-Band und \u2013Gei\u00dfel&#8220; (Thomas) &#8222;in dezenter und gefahrloser Form&#8220;. Der Vorwurf, das Opus Dei sei daher &#8222;leibfeindlich&#8220;, wird von ihm selbst mit der Argumentation zur\u00fcckgewiesen, &#8222;da\u00df Leib und Seele eines Menschen eine Einheit bilden. Die \u00dcberzeugung, da\u00df ma\u00dfvolle k\u00f6rperliche Aszese-\u00dcbungen sehr wohl der geistig-geistlichen Reifung dienen, unterstreicht dabei die Bedeutung des Leibes, ist also in diesem Sinne die eigentlich \u201aleibfreundliche\u2019 Haltung. Sie zerst\u00f6rt nicht, befreit den Leib vielmehr zum frohen Mitwirken am Guten.&#8220; (Thomas) Man kann sich beim Lesen solcher Statements einer Instanz, die prototypisch f\u00fcr die katholische Kirche steht, nicht des steten, \u00fcberaus unangenehmen Eindrucks erwehren, dass unter einer Schicht medienkonformer Projektionen von (heute allerdings allgemein gebr\u00e4uchlichen) Besch\u00f6nigungen des christlichen Glaubens, die Kirche noch immer ein Menschenbild perpetuiert, das die Abh\u00e4ngigkeit des &#8222;armseligen&#8220; Menschen von g\u00f6ttlicher Gnade absolut setzt und die Rechtfertigung menschlicher Existenz aus sich selbst heraus ablehnt.<\/p>\n<div>\n<hr \/>\n<p><span class=\"hh4\">Weiterf\u00fchrende Hyperlinks zum Artikelthema:<br \/>\n<\/span>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bornpower.de\/opus\/start1.htm\" target=\"_new\">Opus Dei &#8211; Elitetruppe des Vatikan<br \/>\n<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bornpower.de\/opus\/interne.htm_new\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Opus Dei &#8211; Sekte &#8211; Struktur<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Opus_Dei\" target=\"_new\">Wikipedia: Opus Dei<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/janeb13-725943\/<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Wencke Strau\u00df aus FREIDENKER 2-06<\/strong><br \/>\nMit Dan Browns Roman &#8222;Sakrileg&#8220; (orig. &#8222;Da Vinci Code&#8220;) und dessen Hollywood-Verfilmung &#8222;The Da Vinci Code&#8220;, die zurzeit in den europ\u00e4ischen Kinos zu sehen ist, wird das Opus Dei erneut ins Licht der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt und gleichzeitig, so die unbedarfte Rezeption, &#8222;als finstere Macht beschuldigt[\u2026]&#8220;. Diese naive Kommentierung der Romanintention durch die Presse geht einher mit einer scharfen Polemik seitens der sich angegriffen W\u00e4hnenden: F\u00fcr das Opus Dei bzw. seinen Vertreter John Wauck ist Browns Roman nicht einmal richtige Literatur, geschweige denn eine stimmige Darstellung des \u201aWerkes\u2019 oder der katholischen Kirche \u00fcberhaupt. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":668,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[325],"class_list":["post-667","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-religions-kirchenkritik","tag-opus-dei"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Da-Vinci.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-aL","jetpack-related-posts":[{"id":642,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=642","url_meta":{"origin":667,"position":0},"title":"Klaus Hartmann: Aufstehen statt niederknien","author":"Webmaster","date":"17. 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