{"id":658,"date":"2006-05-17T16:15:18","date_gmt":"2006-05-17T14:15:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=658"},"modified":"2018-02-19T02:16:34","modified_gmt":"2018-02-19T01:16:34","slug":"jan-bretschneider-der-kreationismus-eine-form-des-christlichen-fundamentalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=658","title":{"rendered":"Jan Bretschneider: Der Kreationismus \u2013 eine Form des christlichen Fundamentalismus"},"content":{"rendered":"<p>aus FREIDENKER Nr. 2-06 Mai 2006, 65. Jahrgang, S. 13-17<\/p>\n<p><strong><em>von Jan Bretschneider<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Wogen der Emp\u00f6rung schlugen nicht zuletzt in Freidenkerkreisen hoch, als bekannt wurde, dass im September vorigen Jahres durch den Ministerpr\u00e4sidenten Th\u00fcringens, DIETER ALTHAUS, im Rahmen des \u201eErfurter Dialogs\u201c eine Einladung an den Professor an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen, SIEGFRIED SCHERER, erging mit der Bitte, in der Staatskanzlei \u00fcber Sch\u00f6pfungslehre und Evolution zu sprechen. Dass daraus nichts wurde, ist nicht nur den vielseitigen massiven Protesten zu verdanken, sondern auch dem Professor und Evolutionsbiologen an der Universit\u00e4t Kassel, ULRICH KUTSCHERA, der als \u201ewissenschaftlicher Kontrahent\u201c auftreten sollte, dieses aber letztendlich ablehnte.<\/p>\n<p>Warum diese Emp\u00f6rung und Proteste? SIEGFRIED SCHERER ist seit den 1980-er Jahren daf\u00fcr bekannt, dass er kreationistische Positionen vertritt und diese geschickt mit solchen der synthetischen Evolutionstheorie verbindet. DIETER ALTHAUS musste sich den Vorwurf gefallen lassen, er w\u00fcrde als CDU-Ministerpr\u00e4sident in dem teilweise christlich gepr\u00e4gten Th\u00fcringen dem Kreationismus und damit fundamentalistischen Auffassungen T\u00fcr und Tor \u00f6ffnen. Die Protestierenden bef\u00fcrchten, dass damit ein fundamentalreligi\u00f6ses Weltbild in aller \u00d6ffentlichkeit propagiert und salonf\u00e4hig gemacht w\u00fcrde. Hierbei spielte auch ein Schullehrbuch eine Rolle, in dem SCHERER kreationistisches Gedankengut in den Vordergrund r\u00fcckt und von dem noch die Rede sein wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Form des christlichen Fundamentalismus ist der Kreationismus (lat. creatio \u2013 Sch\u00f6pfung, Erschaffung, engl. creation science \u2013 \u201eSch\u00f6pfungswissenschaft\u201c). Dabei handelt es sich um eine weltanschauliche Auffassung, welche die Entstehung der Welt, insbesondere die der Lebewesen, mit wissenschaftlichen Argumenten auf einen Sch\u00f6pfungsakt zur\u00fcckf\u00fchren m\u00f6chte und dabei zum gro\u00dfen Teil die naturgesetzliche Evolution negiert. Seit Jahrzehnten besteht hierzu besonders in den USA eine bedeutende weltanschauliche Kontroverse zwischen den \u201eEvolutionisten\u201c und den \u201eKreationisten\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kreationismus geht auf Aktivit\u00e4ten der Fundamentalisten in den USA ausgangs des 19. Jahrhunderts und im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zur\u00fcck. Die Fundamentalisten verstanden sich damals als konservative Bewegung des Kleinstadt-B\u00fcrgertums und der Landbev\u00f6lkerung. Sie richteten ihre Angriffe vornehmlich gegen jede Neuerung in der Erziehung und gegen den Evolutionsgedanken im Schulunterricht. Das erste spektakul\u00e4re Ereignis in der Auseinandersetzung zwischen Evolutionisten und Fundamentalisten war der \u201eAffenprozess\u201c, in dem am 10. Juli 1925 der Lehrer JOHN THOMAS SCOPES angeklagt und zu 100 $ Strafe verurteilt wurde, weil er Elemente der Darwinschen Evolutionstheorie im Unterricht lehrte. Dies verbot jedoch ein von den Fundamentalisten initiiertes Gesetz im Staate Tennessee, zu dem sich von 1921 bis 1926 in 36 amerikanischen Bundesstaaten \u00e4hnliche \u201eAnti-Evolutionsgesetze\u201c gesellten (vgl. GOULD 1986, MOCEK 1986).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte man, die fundamentalistische Auseinandersetzung mit der Evolutionslehre von der religi\u00f6s-ideologischen auf eine wissenschaftliche Ebene zu verlagern. So schrieb der Baptist WILLIAM BELL RILEY 1922: \u201eThe first and most important reason for its elimination is in the unquestioned fact that the evolution is not a science; it is a hypothesis only, a speculation.\u201d [Der erste und wichtigste Grund f\u00fcr ihre (der Evolutionslehre) Eliminierung ist die unzweifelhafte Tatsache, dass die Evolution keine Wissenschaft ist; sie ist nur eine Hypothese, eine Spekulation.] (zit. nach MOCEK 1986, S. 3) 1923 unternahm der Adventist GEORGE MC CREADY PRICE den Versuch, die biblische Sintflutdarstellung mit geologischen Befunden stimmig zu bekommen. Derartige Auffassungen werden bis in die Gegenwart dadurch gen\u00e4hrt, dass in der amerikanischen Literatur nicht konsequent zwischen Hypothese und Theorie unterschieden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Folgen der kreationistischen Angriffe waren verheerend: Die Evolutionstheorie verschwand aus vielen Lehrb\u00fcchern und folglich aus dem Unterricht. Die dem zugrunde liegenden Gesetze hatten \u00fcber Jahrzehnte hinweg Bestand; erst 1968 fiel das letzte derartige Gesetz durch Beschluss des Obersten Gerichtshofes der USA. Mit der nun folgenden allm\u00e4hlichen Wiederaufnahme der Evolutionslehre in den Schulunterricht begann eine neue Etappe kreationistischer Bewegung. Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunterts erfolgte ihre Institutionalisierung, die mit einer inhaltlichen Profilierung verbunden war und in politische Forderungen m\u00fcndete. Es bildeten sich Gruppen, die ihre Aufgabe darin sahen, Aussagen der Bibel durch wissenschaftliche Befunde zu st\u00fctzen. Sie nannten sich \u201escientific creationists\u201c (wissenschaftliche Kreationisten); Begriffe wie \u201ecreation science\u201c und \u201escientific creationism\u201c wurden eingef\u00fchrt. 1963 kam es zur Bildung eines Dachverbandes, der \u201eCreation Research Society\u201c (CRS, Gesellschaft f\u00fcr Sch\u00f6pfungsforschung), 1964 folgte die \u201eBible-Science-Association\u201c und Anfang der siebziger Jahre gr\u00fcndete HENRY MORRIS das \u201eInstitut for Creation Research\u201c (ICR).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist Sch\u00f6pfungswissenschaft?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der f\u00fchrende Denker des Kreationismus, DUANE GISH, schrieb dazu 1978 in seinem Buch \u201eEvolution? The Fossils Say No!\u201c: \u201eUnter Kreationismus verstehen wir die Schaffung der grunds\u00e4tzlichen Arten von Pflanzen und Tieren durch einen \u00fcbernat\u00fcrlichen Sch\u00f6pfer mittels eines Prozesses der pl\u00f6tzlichen Kreation oder eines Fiat [lat. es werde]. Wir wissen nicht, wie der Sch\u00f6pfer geschaffen hat, welche Prozesse Er verwendet hat, denn Er hat Prozesse verwendet, die heute nirgendwo im nat\u00fcrlichen Universum in Gebrauch sind.\u201c (zit. nach WILDER-SMITH 1982, S. 25)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wesentlich genauer kennzeichnet das \u201eBalanced Treatment for Creation-Science and Evolution \u2013 Science Act\u201c von 1981 die Inhalte des Kreationismus:<\/p>\n<ul>\n<li>Pl\u00f6tzliche Sch\u00f6pfung von Universum, Energie und Leben aus dem Nichts;<\/li>\n<li>Die Unzul\u00e4nglichkeiten von Mutationen und nat\u00fcrlicher Auslese, die Entwicklung aller lebenden Arten aus einem einzelnen Organismus zu bewirken;<\/li>\n<li>Ver\u00e4nderungen der urspr\u00fcnglich erschaffenen Pflanzen- und Tierarten nur innerhalb bestimmter Grenzen;<\/li>\n<li>Getrennte Ahnen f\u00fcr Mensch und Affen;<\/li>\n<li>Erkl\u00e4rung der geologischen Beschaffenheit der Erde durch die Katastrophenlehre einschlie\u00dflich des Auftretens einer weltweiten \u00dcberschwemmung;<\/li>\n<li>Relativ geringes Alter der Erde und der lebenden Arten (nach GEISSLER 1982, MOCEK 1986, STRIPF et al. 1989).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den inhaltlichen Einzelheiten entfalten die Kreationisten eine gewisse Anpassungsstrategie. Sie stellen sich auf Resultate wissenschaftlicher Evolutionsforschung ein. \u201eDie Kreationisten bestreiten diese Beobachtungen nicht; wie k\u00f6nnten sie? Die Kreationisten haben ihre Argumentation gestrafft. Sie argumentieren jetzt, dass Gott nur Grundtypen geschaffen und beschr\u00e4nkte Abweichungen im Rahmen der Evolution unter diesen Typen zugelassen habe\u201c (GOULD 1986, S. 255). Hierzu gibt es u. a. ein alternatives Schulbuch f\u00fcr den Biologieunterricht, in dem eine auf der Sch\u00f6pfungslehre aufbauende Entwicklungsvorstellung der wissenschaftlichen Evolutionstheorie dominierend gegen\u00fcber gestellt wird. Der Mathematik- und Biologielehrer REINHARD JUNKER aus Baiersbronn und der Mikrobiologe SIEGFRIED SCHERER (1988) kennzeichnen darin ihr Sch\u00f6pfungsmodell: \u201eDie heute lebenden Organismen gehen auf getrennt erschaffene Grundtypen von Lebewesen zur\u00fcck: ihr Ursprung ist polyphyletisch. Die erschaffenen Arten waren von Anfang an perfekt organisiert und zu beschr\u00e4nkter Variation innerhalb bestimmter Grenzen (Mikroevolution) bef\u00e4higt. Das Sch\u00f6pfungsmodell geht also nicht von einer v\u00f6lligen Unver\u00e4nderlichkeit der Arten aus. Der Sch\u00f6pfungsakt ist naturwissenschaftlich nicht nachvollziehbar.\u201c (S. 17) Vertreter der Synthetischen Evolutionstheorie setzten sich mit dem Grundtypenkonzept auseinander und wiesen seine Unhaltbarkeit nach (z. B. STEPHAN 1991). ROTTL\u00c4NDER (1989) schlie\u00dft: \u201eKreationisten benutzen gerne vermeintliche oder tats\u00e4chliche Erkl\u00e4rungsl\u00fccken der Evolutionstheorie, um sie zu widerlegen &#8230;\u201c (S. 9) Es sei noch bemerkt, dass das evolutionskritische Lehrbuch an deutschen Schulen offiziell nicht zugelassen ist. Das hinderte Herrn ALTHAUS 2003 jedoch nicht, darauf eine Laudatio auszubringen, als es mit einem Schulbuchpreis eines christlichen Vereins ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche politischen Forderungen stellen die Kreationisten?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es wird der Anspruch erhoben, dass im wissenschaftlichen Unterricht \u2013 nicht etwa im Religionsunterricht \u2013 der Vermittlung von Darwinscher Evolutionstheorie und wissenschaftlichem Kreationismus die gleiche Zeit einzur\u00e4umen sei. Dieses \u201eequal-time-Konzept\u201c erlangte sogar in einigen USA-Bundesstaaten zeitweilig Gesetzeskraft. Damit zusammenh\u00e4ngend kam es zu einer Neuauflage des \u201eAffenprozesses\u201c. Im M\u00e4rz 1981 erfolgte eine Verhandlung vor dem h\u00f6chsten Gericht des Bundesstaates California in Sacramento. In ihr trat als Kl\u00e4ger der Chef des \u201eForschungszentrums f\u00fcr Sch\u00f6pfungswissenschaft\u201c in San Diego, KELLY SEGRAVES, auf und behauptete, die Vermittlung des Evolutionsgedankens stelle eine Gefahr f\u00fcr den Glauben seiner Kinder dar. Der verhandlungsf\u00fchrende Richter wies diesen an die Schule gerichteten Vorwurf zur\u00fcck, entschied aber zugleich, dass Darwins Lehre lediglich als Spekulation vermittelt werden d\u00fcrfe. Im Dezember 1981 versuchten die Kreationisten in einem Prozess in Little Rock (Bundesstaat Arkansas) f\u00fcr ihr \u201eBalanced Treatment of Creation-Science and Evolution-Science Act\u201c den Gesetzesstatus zu erreichen. Sie mussten jedoch eine Niederlage hinnehmen. Am 5. Januar 1982 erkl\u00e4rte der Bundesverwaltungsrichter WILLIAM R. OVERTON die Gesetzesvorlage f\u00fcr verfassungswidrig, weil sie die Biologielehrer dazu zwingen w\u00fcrde, in ihrem wissenschaftlichen Unterricht Religion anzubieten (GOULD 1986).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Ergebnis schloss aber nicht aus, dass die Kreationisten \u00fcber Vortr\u00e4ge und Publikationen bis in die Gegenwart immer wieder aktiv wurden. F\u00fchrende amerikanische Evolutionsbiologen wie STEPHEN JAY GOULD und NILS ELDREDGE mussten sich seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts fortgesetzt kreationistischer Angriffe erwehren. So erreichten religi\u00f6se Fundamentalisten am Ende des 20. Jahrhhunderts, dass Sch\u00fcler im USA-Bundesstaat Kansas nicht mehr \u00fcber die Evolutionstheorie unterrichtet werden m\u00fcssen. Das Board of Education entschied, die Theorie der Evolution und des Urknalls aus dem Unterrichtscurriculum und den Pr\u00fcfungen zu streichen. Im Staate Tennessee gibt es seit 1996 eine Bestimmung, nach der Lehrer entlassen werden k\u00f6nnen, wenn sie Evolution als Tatsache im Unterricht darstellen. Im Bundesstaat Georgia wird inzwischen teilweise Kreationismus als Schulstoff gelehrt. Viele Lehrer vermeiden von sich aus das Vermitteln von Evolutionstheorie, um unliebsamen Auseinandersetzungen mit konservativen Schulbeh\u00f6rden, Eltern und religi\u00f6sen Fundamentalisten aus dem Weg zu gehen. US-Amerikanische Biologen wurden jedoch nicht m\u00fcde, gegen die fundamentalistischen Bestrebungen mit publizistischen Mitteln anzugehen. Besondere Verdienste hat sich in dieser Hinsicht der 2002 verstorbene STEPHEN JAY GOULD erworben, der in seinen B\u00fcchern konsequent die wissenschaftliche Evolutionstheorie vertreten und in mehreren Essays den Kreationismus gebrandmarkt und zum Teil auch der L\u00e4cherlichkeit preisgegeben hat:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eHeute sa\u00df ich im Gericht von Little Rock und h\u00f6rte die Aussagen von vier hervorragenden M\u00e4nnern und Frauen an, die an Primar- und Sekundarschulen von Arkansas die Wissenschaften lehren. Ihre Aussagen enthielten humorvolle Momente, etwa als ein Lehrer eine \u00dcbung beschrieb, die er in der zweiten Klasse anwendet. Er zieht eine Schnur durch das Klassenzimmer, um das Alter der Erde darzustellen. Er bittet dann die Sch\u00fcler, sich an verschiedene Pl\u00e4tze zu stellen, die solche Geschehnisse wie die Entstehung des Lebens, das Aussterben der Dinosaurier und die Evolution des Menschen markieren. Was w\u00fcrden Sie tun, fragte der stellvertretende Staatsanwalt w\u00e4hrend des Verh\u00f6rs, um eine ausgeglichene Behandlung der von den Kreationswissenschaftlern bef\u00fcrworteten 10000 Jahr alten Erde zu erzielen. \u201aNun, ich m\u00fcsste wohl eine kurze Schnur beschaffen\u2019, antwortete der Lehrer. Der Gedanke an zwanzig ernste Zweitkl\u00e4ssler, die sich alle um einen Millimeter Schnur dr\u00e4ngen, schaffte ein visuelles Bild, das das Gerichtsgeb\u00e4ude vom Gel\u00e4chter erbeben lie\u00df.\u201c (GOULD 1986 S. 286)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ULRICH KUTSCHERA (2002) w\u00fcrdigt die Verdienste von STEPHEN GOULD: Er hat \u201ezeitlebens daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass die Evolutionstheorie als Lehrinhalt an amerikanischen Schulen erhalten bleibt. Er wurde wegen dieser Aktivit\u00e4ten von seinen Kollegen deshalb auch als \u201aBulldogge der Evolutionsbiologie\u2019 bezeichnet.\u201c Und KUTSCHERA warnt: \u201eDie deutschen Biologen [und nicht nur diese! J. B.] sollten sich heute ein Beispiel an S. J. Gould nehmen, damit sich nicht morgen in unseren Schulen amerikanische Verh\u00e4ltnisse einschleichen, die wir dann bitter beklagen.\u201c (S. 19)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch am Ende des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts vertreten mehrere Gruppen gut organisierter protestantischer Fundamentalisten den Kreationismus. Sie erreichten, dass kreationistisches Gedankengut in der Bev\u00f6lkerung der USA weit verbreitet ist. Dazu tr\u00e4gt der Umstand bei \u2013 wie der amerikanische Evolutionsbiologe DOUGLAS FUTUYMA ausf\u00fchrt -, dass die Gegner der Evolution ihre Auffassungen nicht mit empirischen Beweisen und logisch nachvollziehbaren Argumenten begr\u00fcnden, sondern sich auf Gef\u00fchle und religi\u00f6se \u00dcberzeugungen st\u00fctzen. Und daran \u00e4ndert auch die Tatsache nichts, dass ein US-amerikanisches Gericht im Dezember 2005 entschied, dass eine Lehre von einem \u201eIntelligent Designer\u201c eine religi\u00f6se Lehre sei und deshalb im Fach Biologie an \u00f6ffentlichen Schulen nicht Bestandteil des Unterrichts sein d\u00fcrfe. Kreationistische Organisationen gibt es inzwischen in Australien, Brasilien, Gro\u00dfbritannien, Indien, Japan, Korea, Mexiko, Polen, Russland, Spanien, Schweden. In den Niederlanden erreichten Fundamentalisten, dass das Thema Evolution aus den Pr\u00fcfungspl\u00e4nen h\u00f6herer Schulen getilgt wurde. Erst scharfe Proteste von Lehrern und Wissenschaftlern veranlassten das Bildungsministerium, diesen Beschluss 1999 zur\u00fcck zu nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Bundesrepublik Deutschland ist der Einfluss des Kreationismus ebenfalls zu sp\u00fcren. Immerhin sind laut einer Emnid-Umfrage fast 50 Prozent der Bundesb\u00fcrger der Meinung, dass eine h\u00f6here Macht das Leben auf der Erde erschaffen habe. Nur 40 Prozent sind \u00fcberzeugte Anh\u00e4nger einer wissenschaftlichen Evolutionstheorie. Die deutschen Kreationisten verfolgen die Strategie, Diskussionen \u00fcber offene Fragen der Evolutionstheorie zu entfachen, um sie f\u00fcr das Propagieren ihres Gedankengutes zu benutzen. In modernisierter Form geschieht das \u00fcber das Konzept des \u201eIntelligent Designers\u201c (\u201eID\u201c). THOMAS JUNKER und UWE HOSSFELD schreiben dazu: \u201eVon Kreationisten wird nicht nur angenommen, dass Arten direkt erschaffen wurden, sondern auch, dass Gott damit bestimmte Absichten verfolgt. Die Komplexit\u00e4t der Organismen, die vielf\u00e4ltigen Anpassungen an ihre Lebensweise und allgemein die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Welt sollen direkte Beweise f\u00fcr Weisheit und Wohlwollen des Sch\u00f6pfers darstellen; blinde Naturkr\u00e4fte seien niemals in der Lage, solche Strukturen entstehen zu lassen.\u201c (S. 14) Dabei ist das \u201eID\u201c-Konzept uralt. Das \u00fcbernat\u00fcrliche Sch\u00f6pfer-Wesen wurde bereits vor zweihundert Jahren durch den Theologen W. PALEY erfunden und ist noch heute unter dem Slogan \u201edesign must have a designer\u201c bekannt. ULRICH KUTSCHERA (2002) h\u00e4lt den Begriff \u201eID\u201c f\u00fcr einen Euphemismus, hinter dem sich der \u201ewissenschaftliche Kreationismus\u201c verbirgt. Er weist darauf hin, dass die ID-Bewegung in den USA finanziell bestens ausger\u00fcstet ist und das Ziel verfolgt, eine \u201etheistische Wissenschaft\u201c zu etablieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Enth\u00fcllungen haben dem streitbaren Biologen in kreationistischen Ver\u00f6ffentlichungen den Titel \u201eGro\u00dfinquisitor der Wissenschaft\u201c eingebracht. Der Direktor des Ernst-Haeckel-Hauses in Jena, Prof. Dr. Dr. OLAF BREIDBACH, demonstriert am Beispiel des Filmes \u201eGott w\u00fcrfelt nicht\u201c, mit welcher Aggressivit\u00e4t Kreationisten in Deutschland arbeiten. Der Film, so BREIDBACH, \u201eentpuppt sich insgesamt als ein Man\u00f6ver, mit dem eine weltanschauliche, gegen Ergebnisse der Biologie und der Wissenschaftsgeschichte arbeitende Gruppe, die so genannten Kreationisten, die \u00d6ffentlichkeit zu t\u00e4uschen sucht.\u201c (S. 15) Angesichts dieser Aktivit\u00e4ten und Tendenzen der Kreationisten sollten wir Freidenker uns in die Reihe derer stellen, die konsequent gegen diese und andere fundamentalistische Bestrebungen Front machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>BRETSCHNEIDER, J.: Biologische Evolutionstheorie \u2013 Konsens und Kontroversen. \u2013 In: Biologie in der Schule. \u2013 Berlin 40 (1991)6. \u2013 S. 248 \u2013 255.<\/p>\n<p>DAVIS, K.: Das langsame Ende der Evolution. \u2013 In: Neues Deutschland 14. September 1999. \u2013 Evolutionsbiologie gegen Kreationismus (mit Beitr\u00e4gen von OLAF BREIDBACH, ULRICH KUTSCHERA). \u2013 In: biologen heute. \u2013 M\u00fcnchen (2002)6. \u2013 S. 12 \u2013 15.<\/p>\n<p>GEISSLER, E.: Sintflut ja \u2013 Apfel nein. \u2013 In: Urania. \u2013 Berlin (1982)5. \u2013 S. 68 \u2013 71.<\/p>\n<p>GOULD, S.: Das Ende vom Anfang der Naturgeschichte. \u2013 Frankfurt\/M. : S. Fischer, 2005. \u2013 GOULD, S.: Der Daumen des Panda. \u2013 Basel ; Boston ; Stuttgart : Birkh\u00e4user, 1987.<\/p>\n<p>GOULD, S.: Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt. \u2013 Basel ; Boston ; Stuttgart ; Birkh\u00e4user, 1986.<\/p>\n<p>JUNKER, R. ; S. SCHERER: Entstehung und Geschichte der Lebewesen. \u2013 Gie\u00dfen : Weyel, 1988.<\/p>\n<p>JUNKER, TH. ; HO\u00dfFELD, U.: Die Entdeckung der Evolution. \u2013 Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2001.<\/p>\n<p>KOCH, M.: Evolution ja, aber bitte nur innerhalb der Art. \u2013 In: Neues Deutschland 17.\/18. Juni 2000.<\/p>\n<p>KOCH, M.: Gottesbeweis im Biologieunterricht. \u2013 In: Neues Deutschland 03.03.2006. \u2013 KOCH, M.: Sch\u00f6pfung als Evolutionsmodell. \u2013 In: Neues Deutschland 26.\/27.03.2005.<\/p>\n<p>KUTSCHERA, U.: Stephen Jay Gould (1941 \u2013 2002): Pal\u00e4obiologe, Evolutionstheoretiker und Anti-Kreationist. \u2013 In: biologen heute. \u2013 M\u00fcnchen (2002)4. \u2013 S. 18 \u2013 19.<\/p>\n<p>Lexikon freien Denkens \/ Hrsg. J. Bretschneider ; H.-G. Eschke ; E. Satter. \u2013 Neustadt\/Rbge. : Lenz, 200 \u2013 2005. \u2013 Stichwort Kreationismus.<\/p>\n<p>MOCEK, R.: Kreationismus \u2013 M\u00e4rchenland, Wissenschaftsforschung und ein St\u00fcck amerikanischer Realit\u00e4t. \u2013 In: Deutsche Zeitschrift f\u00fcr Philosophie. \u2013 Berlin 34 (1986) 3. \u2013 S. 228 \u2013 237.<\/p>\n<p>PRIES, D. D.: Der Affenproze\u00df in neuer Auflage. \u2013 In: Neues Deutschland 28.\/29.3.1981. \u2013 S. 11.<\/p>\n<p>ROTTL\u00c4NDER, E.: Zur Diskussion Sch\u00f6pfungsmodell kontra Evolutionstheorie. \u2013 In: Praxis der Naturwissenschaften. \u2013 K\u00f6ln 38(1989)8. \u2013 S. 9 \u2013 20.<\/p>\n<p>STEPHAN, B.: Das Grundtypenkonzept \u2013 Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnis oder kreationistisches Postulat? \u2013 In: Biologie in der Schule. \u2013 Berlin 40(1991)4. \u2013 S. 144 \u2013 150.<\/p>\n<p>STRIPF, R. ; M. M. ZUPANC ; G. K. H. ZUPANC: Kreationismus in den USA und in der Bundesrepublik Deutschland. \u2013 In: Praxis der Naturwissenschaften. \u2013 K\u00f6ln 38 (1989) 8. \u2013 S. 1 \u2013 8. (s. a. die \u00fcbrigen Beitr\u00e4ge in diesem Heft)<\/p>\n<p>WUKETITS, F. M.: Grundri\u00df der Evolutionstheorie. \u2013 Darmstadt : Wiss. Buchgesellschaft, 1982.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/PublicDomainPictures-14\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Jan Bretschneider aus FREIDENKER 2-06<\/strong><br \/>\nEine Form des christlichen Fundamentalismus ist der Kreationismus (lat. creatio \u2013 Sch\u00f6pfung, Erschaffung, engl. creation science \u2013 \u201eSch\u00f6pfungswissenschaft\u201c). Dabei handelt es sich um eine weltanschauliche Auffassung, welche die Entstehung der Welt, insbesondere die der Lebewesen, mit wissenschaftlichen Argumenten auf einen Sch\u00f6pfungsakt zur\u00fcckf\u00fchren m\u00f6chte und dabei zum gro\u00dfen Teil die naturgesetzliche Evolution negiert. 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