{"id":6539,"date":"2019-06-27T00:00:23","date_gmt":"2019-06-26T22:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6539"},"modified":"2019-08-10T03:39:11","modified_gmt":"2019-08-10T01:39:11","slug":"frauen-in-der-bayerischen-revolution-und-raeterepublik-von-1918-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6539","title":{"rendered":"Frauen in der Bayerischen Revolution und R\u00e4terepublik von 1918\/19"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6497\">FREIDENKER Nr. 2-19<\/a>, Juni 2019, 78. Jahrgang, S. 26-39<\/p>\n<p><em>von <strong>Nadja Bennewitz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWas sa\u00df denn da neben dem grauhaarigen, bebrillten, immer belebten, immer geistreichen Kurt Eisner? Vier oder f\u00fcnf ganz Getreue, rundherum etliche oppositionelle SPD-Proleten, USPDler, Intellektuelle und vor allem kriegsm\u00fcde Proletarierinnen, Frauen mit ausgelaugten Gesichtern, zerarbeiteten H\u00e4nden und entschlossenen Augen. Sie waren eigentlich die N\u00fcchternsten, die Mutigsten. Sie arbeiteten in den Granatfabriken, waren Stra\u00dfenbahnschaffnerinnen, schufteten sonst wo und erz\u00e4hlten von ihren N\u00f6ten, von den Schwierigkeiten der Agitation unter ihren Kolleginnen, und sie machten Vorschl\u00e4ge.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Es war der Schriftsteller Oskar Maria Graf (1894-1967), der diese Beobachtung machte. Schon seit 1917 waren es haupts\u00e4chlich Hausfrauen, Arbeiterinnen und Jugendliche, die mit Hungerdemonstrationen deutlich machten, wer zu Hause die Kriegslast zu tragen hatte.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> In M\u00fcnchen kam es infolge der zunehmenden Unzufriedenheit und materiellen Not zu Zusammenk\u00fcnften um den Journalisten Kurt Eisner (1867-1919), der aus Protest gegen die \u201eBurgfriedenspolitik\u201c seiner Partei in die neugegr\u00fcndete USPD eingetreten war.<\/p>\n<h5>Die Januarstreiks und Sarah Sonja Lerch<\/h5>\n<p>Auch die in Ansbach geborene Betty Landauer (1889-1941), Buchhalterin, nahm an diesen konspirativen M\u00fcnchner Treffen teil, die schlie\u00dflich in den Januarstreiks gegen den Krieg m\u00fcndeten: \u201e(Ich) habe (die) Diskussionsabende, die Kurt Eisner (&#8230;) eingerichtet hatte (&#8230;), h\u00e4ufig besucht. (&#8230;) Es ist \u00f6fters sowohl in den Diskussionsabenden wie in den sonstigen Versammlungen die Bedeu\u00adtung des Massenstreiks f\u00fcr die Arbeiter (&#8230;) er\u00f6rtert worden.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Weil auch Betty Landauer der \u00dcberzeugung war, mit einem Massenstreik k\u00f6nne man Einfluss auf die Regierungspolitik nehmen, verteilte sie zusammen mit ihrer Schwester Emilie (1892-1978) das Flugblatt \u201eM\u00e4nner und Frauen des werkt\u00e4tigen Volkes\u201c.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch, so Betty Landauer in ihrer Aussage vor dem M\u00fcnchner Untersuchungsgericht, habe eine gewisse Sarah Sonja Lerch \u00f6ffentlich zum Streik aufgerufen.<\/p>\n<p>Erst seit den Forschungsarbeiten von Cornelia Naumann ist die ma\u00dfgebliche Beteiligung dieser Revolution\u00e4rin Sarah Sonja Lerch, geb. Rabinovitz (1882-1919), an den Januarstreiks 1918 in M\u00fcnchen n\u00e4her bekannt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Sie stammte aus einer politisierten, j\u00fcdischen Familie, die vor den Verfolgungen im zaristischen Russland ins Deutsche Reich ausgewandert war. Als Mitglied im sozialistischen \u201eAllgemeinen J\u00fcdischen Arbeiterbund\u201c hatte Sarah Sonja Rabinovitz 1905 an der Russischen Revolution teilgenommen, kannte somit das konspirative Leben und hatte auch im Gef\u00e4ngnis gesessen. Nach ihrer \u00dcbersiedlung ins Deutsche Reich studierte und promovierte sie. Heftig kritisierte sie die Bewilligung der Kriegskredite durch die SPD, die sie verlie\u00df, um der neugegr\u00fcndeten USDP beizutreten. Aus R\u00fccksicht gegen\u00fcber ihrem Mann, der ihre politischen Ideen nicht teilte und eine akademische Laufbahn anstrebte, hielt sie sich zun\u00e4chst politisch zur\u00fcck und wurde w\u00e4hrend des Krieges nicht aktiv.<\/p>\n<p>Doch im Januar 1918 sah sie den Zeitpunkt f\u00fcr gekommen, unter der Arbeiterschaft zu agitieren und sie zu einem Generalstreik aufzurufen, um so den Krieg zu beenden: \u201e(&#8230;) wenn das deutsche Proletariat sich mit dem russischen vereinigen w\u00fcrde, k\u00f6nnte gleich Frieden sein, denn dann w\u00fcrden sich franz. und engl. Arbeiter anschlie\u00dfen (&#8230;)\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>, so ihre \u00dcberzeugung. Von politischen Gegnerinnen wurde sie als \u201erussische Steppenfurie\u201c bezeichnet, die \u201edie Arbeiter schlimmer aufgehetzt [hat] als Eisner\u201c.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ihren ersten Auftritt in der M\u00fcnchner \u00d6ffentlichkeit hatte sie am 27. Januar 1918: Nach einer Rede von Kurt Eisner im \u201eKolosseum\u201c mit mehreren hundert Genossen der USPD rief sie zum Generalstreik auf. Schon einen Tag sp\u00e4ter sprach sie vor den Krupp-Arbeitern in der Schwabinger Brauerei, tags drauf abermals im Kolosseum, am selben Tag in der Werkst\u00e4ttenversammlung der Rapp-Motorenwerke und am 31. Januar vor bereits streikenden Arbeitern im Wagnerschen Konzertsaal und auch bei den Buchdruckern nahm sie an Versammlungen teil.<\/p>\n<p>In einem Bericht der M\u00fcnchner Staatsanwaltschaft hie\u00df es \u00fcber Sonja Lerch: \u201eEs geschah dies [dass Sonja Lerch \u00f6ffentlich das Wort ergriff, N.B.] meist im Anschluss an die Rede Eisners, dessen Ausf\u00fchrungen sie in leidenschaftlichster Weise zustimmte. (&#8230;) Ihre Reden \u00fcbten auf die Anwesenden eine ausschlaggebende Wirkung im Sinne des Entschlusses der Arbeitsniederlegung (&#8230;) aus.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Diese Streiks im Januar des letzten Kriegsjahres 1918 wurden haupts\u00e4chlich von den weiblichen Besch\u00e4ftigten angef\u00fchrt, die sich generell streikfreudiger als die M\u00e4nner zeigten, wie dies bspw. aus F\u00fcrth und N\u00fcrnberg \u00fcberliefert ist.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Der Sekret\u00e4r des dortigen christlichen Arbeitersekretariats berichtete, \u201ewie eine Frau andere aufgehetzt habe, sie sollten keine Granaten mehr machen usw., und als er sie beruhigen wollte, sei man auch \u00fcber ihn hergefallen.\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wie bedrohlich diese Agitationen und politisch ausgerichteten Streiks f\u00fcr die kriegf\u00fchrenden Milit\u00e4rbeh\u00f6rden waren, machen deren Reaktionen deutlich.<\/p>\n<p>Zusammen mit vielen anderen wurde Sonja Lerch am 1. Februar 1918 in M\u00fcnchen verhaftet. Den Ausbruch der Novemberrevolution sollte sie nicht mehr erleben. Sie kam nach Stadelheim in eine \u201eIsolier-Zelle\u201c \u2013 als einzige unter allen anderen Gefangenen. Trude Thomas besuchte sie im Gef\u00e4ngnis und schrieb in einem Brief an Freunde: \u201eEs ist sehr schwer ihre Lage zu verbessern, man ist gegen sie mehr eingenommen als gegen jeden Anderen.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Lerchs Stimmung sank unter den Umst\u00e4nden der Isolation. Ihr Mann hatte die Scheidung eingereicht. Besucht hat er sie kein einziges Mal. Am 29. M\u00e4rz 1919 beging Sonja Lerch in Stadelheim (vermutlich) den Freitod durch Erh\u00e4ngen.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Revolution!<\/h5>\n<p>Der Funke f\u00fcr die reichsweite Revolution im November ging schlie\u00dflich von dem Kieler Matrosenaufstand aus. Die Macht ging an revolution\u00e4re R\u00e4te \u00fcber \u2013 so auch in Bayern.<\/p>\n<p>In diesen offiziellen Vertretungen, den Arbeiter-, Soldaten- und Bauernr\u00e4ten, waren Frauen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schlecht und wenig repr\u00e4sentiert \u2013 gemessen an ihrem revolution\u00e4ren Einsatz auf der Stra\u00dfe, auf Versammlungen und in Diskussionen, in Kommissionen und nicht zuletzt im Abwehr- und Stra\u00dfenkampf gegen die Konterrevolution.<\/p>\n<p>Was sich f\u00fcr die Rekonstruktion der revolution\u00e4ren Ereignisse in Bezug auf Frauen zudem als problematisch erweist, ist eine schwierige \u00dcberlieferungslage. Nur wenige Frauen haben selbst Aufzeichnungen hinterlassen, wie die radikale Frauenrechtlerin und Pazifistin Lida Gustava Heymann (1868-1943) in Zusammenarbeit mit ihrer politischen Weg- und Lebensgef\u00e4hrtin Anita Augspurg (1857\u20131943) oder die internationalistische Kommunistin Hilde Kramer (1900-1990).<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dass Berichte selbst reflektierter Zeitgenossen, wie es der Anarchist Erich M\u00fchsam (1878-1934) gewesen ist, stellenweise einseitig sind, mag das folgende Beispiel verdeutlichen.<\/p>\n<p>Den Auftakt zur Novemberrevolution in Bayern gab die von den beiden sozialdemokratischen Parteien MSPD und USPD organisierte Massendemonstration gegen Krieg und Hunger am 7. November 1918 auf der Theresienwiese in M\u00fcnchen. Der Demonstrationsteilnehmer M\u00fchsam schrieb r\u00fcckblickend \u00fcber diese in seinen Augen zun\u00e4chst unspektaktul\u00e4re Manifestation in einem Brief: \u201eLange Z\u00fcge bewegten sich sang- und klanglos durch die Stadt (&#8230;). Wir verlie\u00dfen einen solchen Zug mit dem Gef\u00fchl, da\u00df diese Art zu demonstrieren hoffnungslos sei, und kamen zur Leiberkaserne [in der T\u00fcrkenstra\u00dfe]. Dort war einige Erregung (&#8230;). Meine Frau lie\u00df ich auf ein Milit\u00e4rlastauto hinaufheben, auf dem etliche Soldaten eine rote Fahne schwangen. Dann kroch ich hinauf und hielt an die zusammengestr\u00f6mten Soldaten und das Publikum eine Rede, in der ich zur Revolution aufrief und die Republik verk\u00fcndete. Jetzt war die Revolution pl\u00f6tzlich da.\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch Kreszentia M\u00fchsam, geborene Elfinger (1884-1962), schilderte diese Episode in einem Brief an einen Freund \u2013 nur ein klein wenig anders: \u201eM\u00fcnchen hat die Revolution in den Flu\u00df gebracht. (&#8230;) Es war herrlich, oh, das h\u00e4tten Sie erleben sollen! (&#8230;) Die ganze Theresienwiese war voll Menschen, mindestens 200.000 (&#8230;). [An der T\u00fcrkenkaserne] war ein Lastauto mit Soldaten, die die Kaserne st\u00fcrmen wollten (&#8230;). Ich sprang auf das Verdeck des Autos, nahm die rote Fahne und schrie \u201aHoch der Friede und die Revolution\u2019 (&#8230;) und dann zogen wir M\u00fchsam rauf, der eine wundervolle Rede an die Soldaten richtete (&#8230;).\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Durch wenige Verschiebungen entsteht ein ganz anderer Eindruck von Wesen und Handlungsf\u00e4higkeit Kreszentia M\u00fchsams.<\/p>\n<p>Die Begeisterung f\u00fcr das, was da soeben geschah, findet sich in den zeitgen\u00f6ssischen Berichten oder Erinnerungen auch anderer Protagonistinnen.<\/p>\n<p>Hilde Kramer hatte in ihrer Pflegefamilie eine freie sozialistische Erziehung genossen und war 18 Jahre alt, als auch sie die revolution\u00e4ren Ereignisse in M\u00fcnchen miterlebte. An ihre Freundin schrieb sie: \u201eIch war in der Revolutionsnacht am 7. November fast dauernd auf der Stra\u00dfe. Erst war am Nachmittag auf der Theresienwiese eine gewaltige Volksversammlung, auf der sich die beiden soz[ialistischen] Parteien einten. [Erhard] Auer [von den Mehrheitssozialdemokraten] sprach und ich kochte vor Wut. Was habe ich mir die Kehle wund geschrien mit meinem \u201aL\u00fcgner, Verr\u00e4ter, Schuft.\u2019 (&#8230;) Als wir zur T\u00fcrkenkaserne kamen, fingen uns die Augen an zu brennen, denn die Luft war noch erf\u00fcllt von dem scharfen Gas der Bomben, die die Unteroff[iziere] und die Offiziere auf Soldaten und Volksmenge geworfen hatten. Wir erfuhren dann, da\u00df schon fast alle M\u00fcnchner Soldaten gemeutert hatten. Das war 7 Uhr abends, am 7. November. Wir schlossen uns an der T\u00fcrken[kaserne] einem Soldaten an, der zur Bildung des Soldatenrates zum L\u00f6wenbr\u00e4u ging. Da habe ich eigentlich das gr\u00f6\u00dfte Erlebnis gehabt. Allerdings war es mehr innerlich. Ich kann Dir dazu keine n\u00e4here Erkl\u00e4rung geben. Als ich das \u201eEs lebe die Republik! Es lebe die Revolution!\u201c h\u00f6rte, da hatte ich gleich das Gef\u00fchl: Diese Menschen sind f\u00e4hig, wirklich die Revolution zu machen! (&#8230;) Gesprungen und gejubelt haben wir, und in die Arme sind wir uns gefallen in jener Nacht.\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Im Anschluss an die Manifestation auf der Theresienwiese zog eine Gruppe Menschen, an der Spitze Kurt Eisner, zum Landtagsgeb\u00e4ude. Lida Gustava Heymann war mit von der Partie: \u201eIn der Nacht vom 7. auf den 8. November zog Kurt Eisner mit einem kleinen H\u00e4ufchen von M\u00e4nnern und Frauen durch M\u00fcnchen zum Landtagsgeb\u00e4ude, dort wurde der Hauswart geweckt, man sagte ihm: \u201a\u00d6ffnen Sie das Haus. Es ist Revolution, wir sind die Regierung, machen Sie Licht im Sitzungssaal.\u2019\u201c Die Versammlung verfasste eine Resolution, die ein Stenotypistin vervielf\u00e4ltigte, in der es hie\u00df: \u201eDie Dynastie Wittelsbach ist abgesetzt. Hoch die Republik! Der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat: Kurt Eisner.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die junge Hilde Kramer, begeistert \u00fcber den Umsturz, engagierte sich sofort in der provisorischen Regierung: \u201eAm n\u00e4chsten Tag ging ich in den Landtag, beschaffte mir eine Schreibmaschine und bot meine Dienste als Sekret\u00e4rin an. Der gr\u00f6\u00dfte Teil meiner Arbeit bestand im Ausschreiben von Ausweisen f\u00fcr die Mitglieder des Soldatenrates und f\u00fcr andere Leute, die in seinem Auftrag arbeiteten. (&#8230;) Jeden Abend \u2013 und manchmal auch am Tage \u2013 ging ich in Versammlungen. Ich war durchaus nicht einverstanden mit Eisners Politik der Konzessionen an die Sozialdemokraten. Die kleine Gruppe von Leuten, mit denen ich mich verstand, erstrebte eine R\u00e4terepublik und enge Zusammenarbeit mit den Russen. Es war schon kurz nach dem 7. November klar, da\u00df die Sozialdemokraten keine R\u00e4te haben wollten, sondern einen Landtag, in dem alte Machthaber die Oberhand haben w\u00fcrden.\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Heymann und Augspurg dagegen suchten in den folgenden Tagen Kurt Eisner auf und boten ihm ihre Mitarbeit an. Bei diesem Zusammentreffen f\u00fchrten sie ein langes Gespr\u00e4ch, bei dem die Gemeinsamkeit ihrer politischen Ansichten in nahezu allen Fragen deutlich wurde: \u201eWas dieser Mann wollte, deckte sich mit unsern Bestrebungen (&#8230;); uns verband die gleiche Sehnsucht nach Befreiung von jeder Knechtschaft, nach Freiheit und Gerechtigkeit f\u00fcr Mann und Frau. (&#8230;) Eisner war Revolution\u00e4r, aber brutaler Gewalt feind, seine Taten beweisen es: Marsch in den bayrischen (!) Landtag, Proklamation vom 8. November, er hatte alles ohne Anwendung jeglicher Gewalt, ohne Intrigen, ohne Blutvergie\u00dfen und ohne Opfer an Menschenleben vollf\u00fchrt. (&#8230;) Wir sagten ihm, da\u00df es uns aufgrund unserer im politischen Leben gemachten Erfahrungen (&#8230;) nicht m\u00f6glich w\u00e4re, Mitglied einer politischen Partei zu sein, weil Parteien mit der Zeit mehr oder weniger alle im Doktrinarismus erstarrten (&#8230;). Wir fragten ihn, ob er unter diesen Umst\u00e4nden unsere Mitarbeit haben wolle, wenn ja, st\u00fcnden wir zu seiner Verf\u00fcgung. Er willigte ein und zeigte vollstes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unsere Vorbehalte.\u201c<\/p>\n<h5>Der Bund sozialistischer Frauen<\/h5>\n<p>Zehn Tage nach der Verk\u00fcndung der Republik Bayern beschlossen die Aktivistinnen auf einer am 19. November einberufenen Frauenversammlung in M\u00fcnchen die Gr\u00fcndung des \u201eBundes sozialistischer Frauen\u201c. Die Versammelten wollten die bayerische Republik mit ihrer neuen Regierungsform, den Arbeiter-, Bauern- und Soldatenr\u00e4ten, voll unterst\u00fctzen. Bereits hier forderte Heymann \u201edie sofortige Gr\u00fcndung eines Frauenrates\u201c \u2013 eine Idee, die reichsweit einzigartig war.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dieser sollte zum einen \u201edaf\u00fcr (&#8230;) sorgen, da\u00df den Frauen alle Berufe, auch der Richterberuf, er\u00f6ffnet\u201c w\u00fcrden, und \u201edass in Staat und Verwaltung an verantwortungsvolle Stellen Frauen treten\u201c k\u00f6nnten. Au\u00dferdem sollte ein Frauenrat die Aufgabe \u00fcbernehmen \u201edie politisch noch unorientierten Frauen (&#8230;) [zu] unterrichten\u201c.<\/p>\n<p>In einer Rede des Bundes hie\u00df es: \u201eDa das Wahlrecht den Frauen so lange vorenthalten war, haben sie sich wenig um die Politik gek\u00fcmmert. (&#8230;) Wir Frauen m\u00fcssen uns Zeit nehmen f\u00fcr den Versammlungsbesuch, f\u00fcr das Lesen politischer Literatur. Und, haben wir uns zur politischen Anschauung durchgerungen, so m\u00fcssen wir in die politische Organisation eintreten (&#8230;). Der Bund will der Weltanschauung des Sozialismus zum Sieg verhelfen, die Herzen gewinnen.\u201c<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Bund verstand sich als partei\u00fcbergreifende Organisation. Tats\u00e4chlich waren viele Mitfrauen parteilos, einige wie Hedwig K\u00e4mpfer (1889-1947), Rosa Aschenbrenner (1885-1967) und Elma Klingelh\u00f6fer geh\u00f6rten der USPD an, nur Toni Pf\u00fclf (1877-1933) war Mitglied in der MSPD. Eng waren die Verbindungen zum \u201eVerein f\u00fcr Frauenstimmrecht\u201c und dem \u201eFrauenausschu\u00df f\u00fcr dauernden Frieden\u201c. Der Bund wollte eine Br\u00fccke schlagen zwischen den einzelnen sozialistischen Parteien. Ein solcher partei\u00fcbergreifender Zusammenschluss blieb einzigartig.<\/p>\n<p>In dem am 8. November 1918 gebildeten \u201eProvisorischen Nationalrat\u201c mit Kurt Eisner als Ministerpr\u00e4sident sa\u00dfen schlie\u00dflich acht Frauen, was ein Anteil weiblicher Mitglieder von 3% darstellte: Hedwig K\u00e4mpfer, Aloisia Eberle (1889-?), Helene Sumper (1854-1926), Marie Sturm (1864-1935), Luise Kiesselbach (1863-1929), Emilie Maurer (1863-1924), Rosa Kempf (1874-1948) und Anita Augspurg.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die promovierte Rosa Kempf, schon vor dem Ersten Weltkrieg in der gem\u00e4\u00dfigten b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung aktiv, hielt aufgrund des geringen Frauenanteils am 18. Dezember 1918 eine Rede vor dem Provisorischen Nationalrat \u2013 es war die erste Rede einer Frau im bayerischen Landtag:<\/p>\n<p>\u201eWenn wir uns in diesem Saal umsehen, dann werden Sie vergeblich die gleichberechtigte Beteiligung der Frau suchen. Wo hat der Bauernrat seine B\u00e4uerinnen? Der Bauernhof kann aber ohne B\u00e4uerin nicht gef\u00fchrt werden (&#8230;). Wo hat die Arbeiterschaft ihre Arbeiterinnen? Im Kriege standen die Arbeiterinnen in der Fabrik und in allen anderen Betrieben (&#8230;). Wir sog. B\u00fcrgerlichen Frauen sind noch am st\u00e4rksten vertreten (&#8230;). Wenn also wirklich die R\u00e4te als Fundament einer neuen politischen Organisation bestehen bleiben sollen, dann mu\u00df auch f\u00fcr die Frau eine derartige Ratsorganisation geschaffen und sie mu\u00df mit Funktionen und Rechten ausgestattet werden.\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Weshalb keine B\u00e4uerinnen in den R\u00e4ten vetreten waren, mag in den noch unzureichenden Wahlverfahren begr\u00fcndet gewesen sein. In den Fr\u00e4nkischen Nachrichten wurde am 16. November 1918 \u00fcber das Procedere zur Gr\u00fcndung eines Bauernrates folgendes berichtet: \u201eB\u00fcrgermeister Eger (Bubenreuth) hat Bedenken \u00fcber die Durchf\u00fchrung der Wahlen, die doch geheim sein sollen und jeder ohne Unterschied des Geschlechts w\u00e4hlen darf, (&#8230;) und bemerkt dabei, da\u00df es dem B\u00fcrgermeister\u00a0 zuviel Arbeit mache W\u00e4hlerlisten aufzustellen. Dann sprach B\u00fcrgermeister G\u00fcrsching (Bruck), da\u00df man zur Versammlung durch die Glocke aufrufen l\u00e4\u00dft und sollen alle Wahlberechtigten in einem Saal zusammenkommen, dort werden Vorschl\u00e4ge gegeben, teilt Wahlzettel aus und legt sie dann in die Wahlurne. Anders denkt er w\u00e4re es bei ihm nicht zu machen. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung.\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Zudem, dass hier lediglich davon die Rede ist, es d\u00fcrfe \u201ejeder ohne Unterschied des Geschlechts w\u00e4hlen\u201c, nicht aber gew\u00e4hlt werden, wird man bei der Ber\u00fccksichtigung der hierarchischen Geschlechterverh\u00e4ltnisse in den l\u00e4ndlichen Gegenden kaum davon ausgehen k\u00f6nnen, dass gleichsam spontan in der \u00d6ffentlichkeit Namen von Frauen auf die Vorschlagslisten gesetzt und diese dann auch gew\u00e4hlt worden seien.<\/p>\n<p>Zwar kaum vertreten in den R\u00e4ten, waren Frauen doch in verschiedenen Kommissionen t\u00e4tig, so arbeiteten sie in M\u00fcnchen in der \u201eKommission zur Bek\u00e4mpfung der Gegenrevolution\u201c, drei waren in der Wirtschaftskommission t\u00e4tig sowie namentlich Augspurg und Heymann in der Kommission zur Untersuchung der Zust\u00e4nde in den Untersuchungs- und Strafgef\u00e4ngnissen und F\u00fcrsorgeanstalten. Sie selbst hatten die Bildung dieser Kommission initiiert, nachdem die Gegenrevolution bereits im Februar und M\u00e4rz begann, linksgerichtete Revolution\u00e4re zu verfolgen, blutig zu schlagen und zu verhaften.<\/p>\n<h5>Die fr\u00fche Wahl zum bayerischen Landtag und Eisners Ermordung<\/h5>\n<p>Der sehr fr\u00fche Wahltermin f\u00fcr den bayerischen Landtag am 12. Januar 1919, noch eine Woche vor den reichsweiten Wahlen zur Nationalversammlung, war den Gegnern der revolution\u00e4ren Ereignisse geschuldet, die sich davon eine Beruhigung der Verh\u00e4ltnisse und die Abschaffung der R\u00e4te erwarteten. Die Bayerinnen durften nun das erste Mal \u00fcber die Zusammensetzung eines Parlaments bestimmen und das aktive sowie das passive Wahlrecht aus\u00fcben. Lediglich acht weibliche Abgeordnete bei 180 Sitzen wurden in den Landtag gew\u00e4hlt. Das Wahlergebnis f\u00fcr die USPD und Kurt Eisner \u2013 trotz seiner \u00fcberaus gro\u00dfen Popularit\u00e4t \u2013 war verheerend: Die Partei erhielt nur drei von 180 Mandaten. Es lag auf der Hand dass der neue Landtag die basisdemokratischen R\u00e4te abschaffen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Hilde Kramer, die nicht in die Aktivit\u00e4ten des \u201eBundes sozialistischer Frauen\u201c eingebunden war, hatte sich im Verlauf der Wochen radikalisiert. Sie geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der von Erich M\u00fchsam initiierten \u201eVereinigung revolution\u00e4rer Internationalisten Bayerns\u201c. Ende 1918 trat sie der neu gegr\u00fcndeten Kommunistischen Partei bei. Sie arbeitete als Kurierin, Sekret\u00e4rin, Berichterstatterin, \u00dcberbringerin gef\u00e4lschter P\u00e4sse f\u00fcr konspirativ t\u00e4tige Genossen und verfasste und unterzeichnete Flugschriften.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Einen Tag nach Ermordung von Rosa Luxenburg und Karl Liebknecht organisierten Mitglieder der USPD, der gerade neugegr\u00fcndeten KPD, Anarchisten und die Arbeiter-, Soldaten- und Bauernr\u00e4te f\u00fcr den 16. Februar 1919 eine gro\u00dfe Kundgebung in M\u00fcnchen, um nach der Landtagswahl der drohenden Aufl\u00f6sung der R\u00e4te entgegenzutreten. Auch Hilde Kramer ging mit auf die Stra\u00dfe. Dass sie mittlerweile den Polizeibeh\u00f6rden bekannt war, zeigen die Beschriftungen eines Fotos durch den Erkennungsdienst der Polizeidirektion M\u00fcnchen, der das \u201eFr\u00e4ulein Kramer\u201c identifizieren konnte.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wegen der unklaren politischen Lage wartete der Landtag mit seiner ersten Sitzung bis zum 21. Februar. Am selben Tag wurde Kurt Eisner von Graf von Arco auf Valley auf offener Stra\u00dfe ermordet.<\/p>\n<p>Der Trauerzug, der den Leichnam Eisners begleitete, war lang, auch Frauen aus unterschiedlichen politischen Lagern nahmen in gro\u00dfen Abordnungen an dem Zug teil und legten Kr\u00e4nze nieder. \u201eArbeiterfrauen hoben ihre kleinen Kinder hoch, damit auch sie sich einst dieser Stunde erinnern konnten\u201c<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>, zeichnete Lida Gustava Heymann auf, die wie die amerikanische Sozialistin Annelise Ruepp, eigens aus Z\u00fcrich angereist, eine Trauerrede hielt.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In Folge der Ermordung Eisners kam ein w\u00fctender Arbeiter in den bayerischen Landtag gerannt und schoss wild um sich, wobei Innenminister Auer verwundet und zwei weitere Abgeordnete t\u00f6dlich verletzt wurden. Der Zentralrat der Arbeiter, Soldaten und Bauern wurde dadurch zum einzigen funktionierenden Leitungsorgan. Die Gefahr einer Gegenrevolution war absehbar. Lida Gustava Heymann urteilte: \u201eDie Mehrheitssozialisten unter [Erhard] Auer und [dem neugew\u00e4hlten Ministerpr\u00e4sidenten Johannes] Hoffmann verrieten die Arbeiter in der schmachvollsten Weise, machten gemeinsame Sache mit der Reaktion und der Bourgeoisie. Was Noske, Ebert und Scheidemann f\u00fcr das Reich, das waren sie f\u00fcr Bayern: Verr\u00e4ter der Revolution und der Arbeiterschaft.\u201c<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Frauen in die R\u00e4te!<\/h5>\n<p>Der Arbeiterzentralrat berief wenige Tage nach dem Tod Eisners einen Kongress der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernr\u00e4te ein, der vom 25. Februar bis zum 8. M\u00e4rz 1919 in M\u00fcnchen tagte. Acht weibliche Delegierte nahmen daran teil. Heymann hatte im Vorfeld Gustav Landauer (1870-1919) aufgesucht und ihm mitgeteilt, dass sie an dem R\u00e4tekongress teilnehmen wolle, obwohl ihr niemand dazu ein Mandat erteilt habe. Doch im Sinne der Gewaltfreiheit w\u00fcsste sie, dass ihre Arbeitskraft von Nutzen sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>\u201eMit wohltuender Ruhe h\u00f6rte dieser lange, hagere Mann mit der hohen gescheiten Stirn, den tieftraurigen Augen mich an. (&#8230;) \u201aWarten Sie einen Augenblick\u2019, sagte er und ging. Nach wenigen Minuten kehrte er zur\u00fcck, h\u00e4ndigte mir eine Karte aus mit den Worten: \u201aWir nehmen ihre Mitarbeit gerne an, hier haben Sie den gew\u00fcnschten Ausweis, der Sie berechtigt an allen Sitzungen aktiv teilzunehmen.\u2019 Auf diese Weise wurde ich Mitglied des R\u00e4tekongresses.\u201c<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Nach der Selbstaufl\u00f6sung des Landtags, nachdem die Regierung Eisner\/Auer nicht mehr existierte, waren alle Augen auf diesen R\u00e4tekongress in M\u00fcnchen gerichtet. Erstmals seit dem 7. November 1918 gab es wieder den politischen Spielraum, miteinander \u00fcber die Ziele der R\u00e4tebewegung zu diskutieren: Sollte es ein eigenst\u00e4ndiges r\u00e4tedemokratisches Gesellschaftsmodell geben, ein b\u00fcrgerlich-sozialistisches Parlament oder eine Verbindung beider Regierungsformen?<\/p>\n<p>Ca. 300 R\u00e4te nahmen an dem Kongress teil. Die wenigen R\u00e4tinnen, die als Delegierte den Kongress besuchten \u2013 Augspurg, Heymann, Sophie Steinhaus (gest. 1947), Thekla Egl (1892-?), Hedwig K\u00e4mpfer, Frl. Kleinhaas, Sophie Setzer und Luise M\u00fchlbauer \u2013 waren kaum repr\u00e4sentativ f\u00fcr das tats\u00e4chliche Engagement der Frauen in der Revolution. Die Autorin Christiane Sternsdorf-Hauck sieht die Ursache hierf\u00fcr im Wahlrecht zu den R\u00e4ten. Unter den neun wahlberechtigten Berufsgruppen war lediglich ein Arbeitsbereich typisch weiblich, der der \u201eH\u00e4uslichen Dienstboten\u201c. Doch de facto sa\u00df keine Hausangestellte im Arbeiterrat. Auch Arbeiterinnen aus den Betrieben waren nicht gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>In dem Gesetzentwurf \u00fcber die Bildung berufsst\u00e4ndischer R\u00e4te wurden zudem Hausfrauen und mithelfende Familienangeh\u00f6rige in der Landwirtschaft und in den Ladengesch\u00e4ften von der Aus\u00fcbung des Wahlrechts ausgeschlossen,<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a> dabei hie\u00df es in dem Wahlrecht zu den R\u00e4ten in der russischen Sowjetrepublik, wahlberechtigt seien \u201eAlle diejenigen, die ihren Lebensunterhalt aus produktiver und gesellschaftlich n\u00fctzlicher Arbeit bestreiten, ebenso Personen, die im Haushalte t\u00e4tig sind, wodurch den ersteren das produktive Arbeiten erm\u00f6glicht wird.\u201c<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch in den Soldatenr\u00e4ten h\u00e4tten sich gem\u00e4\u00df des Wahlrechts Frauen finden k\u00f6nnen: \u201eWahlberechtigt sind s\u00e4mtliche in den Lazaretten befindliche Patienten und das gesamte Pflege- und Verwaltungspersonal (W\u00e4rter, Aerzte, Beamte, Pflegerinnen usw.). W\u00e4hlbar ist jeder Wahlberechtigte.\u201c<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich wurde am 13.11.1918 im Reservelazarett I in Erlangen die Stationsschwester Babette M\u00f6rsberger \u201eals Vertr\u00e4terin (!) im Interesse der Schwestern\u201c in den Soldaten- und Arbeiterrat gew\u00e4hlt.<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> Babette M\u00f6rsberger z\u00e4hlte 61 Jahre und war somit doppelt so alt wie die vier anderen m\u00e4nnlichen Mitglieder dieses Rates.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a> Neben der Kategorie Geschlecht wird man bei weiteren Untersuchungen auch das Verh\u00e4ltnis der Generationen und das Alter der Beteiligten mit ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Ob Babette M\u00f6rsberger von den revolution\u00e4ren Ereignissen wirklich \u00fcberzeugt war, ist unbekannt. Dass in dieser Frage jedoch gesellschaftliche, geschlechtsspezifische Vorurteile immer eine Rolle gespielt haben d\u00fcrften, macht das Beispiel eines anderen Mitgliedes des Erlanger Soldatenrates deutlich, der darum bat, seines Amtes wieder enthoben zu werden, da er \u201eangeblich das Vertrauen einzelner Mannschaften nicht mehr besitze und nur durch Stimmenmehrheit des weibl. Pflegepersonals gew\u00e4hlt worden sein soll.\u201c Er bat \u201eum Enthebung von dieser Vertrauensstelle.\u201c<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a> Nur von Frauen gew\u00e4hlt worden zu sein, war offensichtlich wenig vertrauensw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Wie es schon der \u201eBund sozialistischer Frauen\u201c wollte, forderte Anita Augspurg nun auch von dem R\u00e4tekongress die Konstituierung unabh\u00e4ngiger Frauenr\u00e4te mit eigenem Zentralrat zur Schulung der Frauen vor allem auf dem Land: \u201eWir haben Ihnen den Antrag unterbreitet auf Erg\u00e4nzung des R\u00e4tesystems durch Errichtung auch von Frauenr\u00e4ten. (&#8230;) [Besonders] in der jetzigen Organisation der Bauernr\u00e4te kann man (&#8230;) die Frauen unter gar keinen Umst\u00e4nden entbehren, weil ich in der Errichtung von Frauenr\u00e4ten insbesondere auf dem Lande das einzige und das wirksamste Mittel sehe, die Macht des Zentrums auf dem Lande zu brechen (&#8230;), insbesondere der Geistlichen, die ohne weiteres (&#8230;) von der Kanzel herab ihre letzten Wahlreden halten und dann in geschlos\u00adsenem Haufen die Frauen aus der Kirche zur Wahlurne f\u00fchren und sie f\u00fcr sich abstimmen lassen. (&#8230;) Ich halte es f\u00fcr dringend notwendig, da\u00df im allgemeinen die ganze h\u00e4usliche Atmosph\u00e4re durch die Mitwirkung der Frau an der Politik mehr politisch gef\u00e4rbt wird und da\u00df die Politik im Hause Allgemeingut wird, da\u00df sie nicht beschr\u00e4nkt wird auf den Verkehr der M\u00e4nner im Wirtshaus, auf das Zusammenkommen der M\u00e4nner untereinander.<\/p>\n<p>(&#8230;) Die Frauenr\u00e4te sollen unter sich bleiben. Sie sollen nur aus Frauen gebildet werden und unter weiblicher Leitung stehen, um die Frauen auf dem Lande in Stand zu setzen (&#8230;), da\u00df sie politisch aufgekl\u00e4rt werden. (&#8230;) Sie k\u00f6nnen dann die Frauen schon in den gemeinschaftlichen Rat mit den M\u00e4nnern schicken. Das w\u00e4re der wesentlichste Organisationsgang in der Zukunft. (&#8230;) Ich bitte Sie, in diesem Sinne meinen Antrag anzunehmen.\u201c<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Antrag wurde durch die Mehrheit der Anwesenden abgelehnt. Erich M\u00fchsam: \u201eVorerst wird hier nicht so gehandelt, wie R\u00e4te, wie Vertreter eines neuen Revolutionsprinzips in der Revolution zu handeln haben, (&#8230;). Der Antrag Augspurg-Heymann wurde \u2013 bezeichnend genug \u2013 nur von uns ganz Linken unterst\u00fctzt. Die Gem\u00e4\u00dfigten, die im Kongre\u00df die Mehrheit bildeten, (&#8230;) brachten den Antrag zu Fall.\u201c<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch der Antrag Erich M\u00fchsams, Bayern zur sozialistischen R\u00e4terepublik zu erkl\u00e4ren, wurde mit 243 gegen 70 Stimmen abgelehnt. Stattdessen wurde ein Kompromi\u00dfvorschlag bei 17 Gegenstimmen der Linksradikalen angenommen, wonach den R\u00e4ten nur noch eine berufsst\u00e4ndische Bedeutung mit beratender Stimme im Parlament zukommen sollte. Dieser Kompromiss war von Lida Gustava Heymann und \u201evielen aufrechten Frauen als ein Schlag ins Gesicht empfunden worden; denn (&#8230;) wir Frauen, die wir neu in das politische Leben hinaustreten, wollen keine Kompromisse mehr.\u201c<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> Dennoch sicherten sie ihre Mitarbeit zu. Bei den Wahlen zum nun vorgesehenen Aktionsausschuss und Zentralrat am 1. M\u00e4rz wurde keine Frau aufgestellt.<\/p>\n<h5>R\u00e4terepublik Bayern<\/h5>\n<p>Der Landtag, der Johannes Hoffmann (MSPD) zum neuen Ministerpr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt hatte, zog sich nach Bamberg zur\u00fcck und blieb zun\u00e4chst unt\u00e4tig. W\u00e4hrenddessen setzte sich in M\u00fcnchen der linke Fl\u00fcgel der USPD um den Schriftsteller Ernst Toller und die Anarchisten Erich M\u00fchsam und Gustav Landauer durch, die von nun an jegliche Zusammenarbeit mit der MSPD ablehnten. Am 7. April wurde in M\u00fcnchen die \u201eR\u00e4terepublik Baiern\u201c ausgerufen.<\/p>\n<p>Telegraphisch wurde die Nachricht an viele bayerische St\u00e4dte weitergegeben und es folgten mit der Ausrufung der R\u00e4terepublik u.a. F\u00fcrth, Pasing, Regensburg und Augsburg, wo die USPD-lerin Lily Prem als Krankenschwester und bei Barrikadenk\u00e4mpfen von sich reden machte,<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\"><sup>[39]<\/sup><\/a> \u2013 ihr Mann hatte am M\u00fcnchner R\u00e4tekongress teilgenommen.<\/p>\n<p>Der Zentralrat hatte von M\u00fcnchen aus Delegierte ins bayerische Land gesandt, um die Stimmung in der Bev\u00f6lkerung zu ermitteln. Hedwig K\u00e4mpfer war Anfang April im Allg\u00e4uer Land unterwegs und agitierte dort in gro\u00dfen Frauenversammlungen mit \u00f6ffentlichen Reden f\u00fcr die R\u00e4terepublik.<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\"><sup>[40]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>K\u00e4mpfer war bereits Mitglied im Provisorischen Nationalrat unter Kurt Eisner gewesen und hatte den \u201eBund Sozialistischer Frauen\u201c mitbegr\u00fcndet. Auch nahm sie als Delegierte am R\u00e4tekongress teil und war Richterin am Revolutionstribunal. Dort sei es ihr Verdienst gewesen, so das Urteil von Heymann, dass diese neue Form revolution\u00e4rer Gerichtsbarkeit kein Todesurteil verh\u00e4ngt hatte.<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\"><sup>[41]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dass Hedwig K\u00e4mpfer Mitglied des Revolutionstribunals hatte werden k\u00f6nnen, war der Arbeit der Frauenrechtlerin und Pazifistin Gertrud Baer (1890-1981) zu verdanken. Noch unter der Regierung Eisner war dem Ministerium f\u00fcr soziale F\u00fcrsorge ein Referat f\u00fcr Frauenrecht beigeordnet worden, das Mitte Februar 1919 seine Arbeit im Wittelsbacher Palais aufgenommen hatte und dessen Leitung die parteilose Gertrud Baer innehatte. Sie begann ihre Referatsarbeit mit der Gr\u00fcndung von Frauengewerkschaften und Pressearbeit. Pointiert verwies sie auf die Massenentlassungen von Frauen im Zuge der Demobilisierung,<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\"><sup>[42]<\/sup><\/a> was wiederum die Nichtpr\u00e4senz von Arbeiterinnen in den Arbeiterr\u00e4ten erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Sie setzte auch die Forderung durch, dass bei von Frauen ver\u00fcbten Delikten oder in Verhandlungen, bei denen Frauen als Kl\u00e4gerinnen auftraten, das Revolutionstribunal parit\u00e4tisch besetzt werden m\u00fcsse.<a href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\"><sup>[43]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In einem Jahre sp\u00e4ter gef\u00fchrten Interview sagte sie: \u201eIch hatte nicht viel Zeit, es war ja alles so kurz. Ich wollte das Referat vor allem zur Gr\u00fcndung von Frauengewerkschaften ausnutzen. Die bestehenden M\u00e4nnergewerkschaften hatten nichts f\u00fcr Frauen \u00fcbrig, ja, sie haben sie teilweise gar nicht aufgenmommen (&#8230;). Und wir k\u00e4mpften um das Recht der Frauen zu arbeiten. Um den gleichen Lohn; die L\u00f6hne von Frauen waren nicht zu vergleichen mit denen der M\u00e4nner. Und die M\u00e4nnergewerkschaften haben ja die Forderungen der Frauen nicht aufgenommen (&#8230;).\u201c<a href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\"><sup>[44]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Kommunistische Partei hatte diese \u201eBairische R\u00e4terepublik\u201c nicht mitgetragen. Die Massen st\u00fcnden nicht hinter ihrer Ausrufung, sie sei deshalb nur eine \u201eScheinr\u00e4terepublik\u201c, wie sich der von der KPD aus Berlin nach M\u00fcnchen gesandte Kommunist Eugen Levin\u00e9 (1883-1919) ausdr\u00fcckte.<\/p>\n<p>In ihrer Funktion als Privatsekret\u00e4rin war auch seine Frau Rosa Levin\u00e9 (1890-1979) mit nach M\u00fcnchen gekommen. Sie wurde zu einer aufmerksamen Beobachterin und Chronistin der Ereignisse um die R\u00e4tebewegung aus Sicht der kommunistischen Partei.<a href=\"#_ftn45\" name=\"_ftnref45\"><sup>[45]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Sie hielt sich an die Weisung ihres Mannes, sich nicht an Diskussionen auf den Versammlungen zu beteiligen und auf keinen Fall \u00f6ffentlich aufzutreten. In ihrer Autobiographie zeichnete sie auf: \u201eIch fragte ihn nicht nach den Gr\u00fcnden, doch einmal gab er von sich aus eine Erkl\u00e4rung: Es sei nicht angebracht, eine Art \u201aFamillenkonzern\u2019 zu gr\u00fcnden. Das war keine rationale, politische Einstellung und konnte nicht die ganze Wahrheit sein. Er war wohl noch nicht mit alten Vorurteilen fertig geworden. Einmal sah er auf der Stra\u00dfe Rosa Luxemburg und sagte zu mir: \u201aDa geht eine Frau von au\u00dfergew\u00f6hnlichem Verstand. Ich habe Angst vor ihr.\u2019<a href=\"#_ftn46\" name=\"_ftnref46\"><sup>[46]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Palmsonntagsputsch und die zweite R\u00e4terepublik<\/h5>\n<p>Eine Reaktion der Regierung Hoffmann auf die R\u00e4terepublik war absehbar, die entsprechende Propaganda gegen die bayerische R\u00e4terepublik auf dem Land zeigte ihre Fr\u00fcchte. Erich M\u00fchsam berichtete von den Schauerm\u00e4rchen, die in Umlauf gebracht wurden: \u201eDie Regierung Hoffmann hetzte das Land in unglaublicher Weise gegen M\u00fcnchen auf, gegen uns bekanntere F\u00fchrer wurden die ungeheuerlichsten Verleumdungen in die Welt gesetzt, von denen besonders die Behauptung, wir h\u00e4tten in M\u00fcnchen die Kommunisierung der Frauen bereits eingef\u00fchrt (jedem Bolschewisten m\u00fcsse jede Frau nach Belieben zur Verf\u00fcgung stehen), auf die naive Bev\u00f6lkerung Eindruck machte.\u201c<a href=\"#_ftn47\" name=\"_ftnref47\"><sup>[47]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Am 13. April 1919 besetzte die Republikanische Schutzwehr die \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude M\u00fcnchens und \u00fcberfiel eine Versammlung der KPD. Soldaten verhafteten M\u00fchsam. Nach seinem Abtransport konnte seine Frau Kreszentia noch rechtzeitig weitere Zentralratsmitglieder warnen, die sich dadurch in Sicherheit bringen konnten.<a href=\"#_ftn48\" name=\"_ftnref48\"><sup>[48]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Es gelang vorerst, diesen von der Bamberger Regierung aus gesteuerten Angriff, bekannt als \u201ePalmsonntagsputsch\u201c, abzuwehren. Auch kommunistische Arbeiter und Arbeiterinnen hatten sich an der Verteidigung der R\u00e4terepublik beteiligt, weshalb nun auch die F\u00fchrer der KPD die Notwendigkeit sahen, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und eine zweite R\u00e4terepublik unter kommunistischer F\u00fchrung auszurufen. Eugen Levin\u00e9 \u00fcbernahm die F\u00fchrungsposition in der neuen R\u00e4teregierung.<a href=\"#_ftn49\" name=\"_ftnref49\"><sup>[49]<\/sup><\/a> Der neue Stadtkommandant der KPD Egelhofer begann mit der Aufstellung einer \u201eRoten Armee\u201c.<\/p>\n<p>Hilde Kramer, die bereits als seine Sekret\u00e4rin gearbeitet hatte, wurde nun auch im Kriegsministerium besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Eine milit\u00e4rische Intervention durch die Hoffmann-Regierung und die Mobilisierung von Freikorps-Truppen war zu bef\u00fcrchten und bewahrheitete sich. Mitte April war M\u00fcnchen eingekesselt, doch Dachau konnte von der Roten Armee zur\u00fcckerobert werden.<a href=\"#_ftn50\" name=\"_ftnref50\"><sup>[50]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>K\u00e4mpfe um Dachau<\/h5>\n<p>Heymann, Augspurg, Gertrud Baer und Hedwig K\u00e4mpfer versuchten vergeblich, die bevorstehenden K\u00e4mpfe zwischen Regierungstruppen und Rotarmisten zu vermeiden. Sie organisierten sich ein Auto und versuchten eigenm\u00e4chtig, zu den Truppen vorzusto\u00dfen. Doch w\u00e4hrend ihnen der Kommandant der Roten freies Geleit zusicherten, fanden sie beim Wei\u00dfen kein Geh\u00f6r.<\/p>\n<p>\u201eSo schlug auch dieser letzte Versuch fehl. Es folgte, was folgen mu\u00dfte, ein scheu\u00dfliches Blutbad ward in M\u00fcnchen veranstaltet.\u201c<\/p>\n<p>Bei den K\u00e4mpfen in Dachau gegen die nach M\u00fcnchen vorr\u00fcckende \u201eWei\u00dfe Garde\u201c waren es die Dachauer Arbeiterinnen, die ebenfalls versuchten, einen sinnlosen Kampf zu verhindern. Der Leiter der Infanterie berichtete davon, wie sie die Soldaten der Konterrevolution von den K\u00e4mpfen abhalten wollten:<\/p>\n<p>\u201eDa dr\u00e4ngten sich die Dachauer Arbeiter, in erster Linie Frauen, die der Krieg in die Pulverfabrik geworfen hatte, an die Kanoniere und versuchten auf sie einzuwirken, nicht auf die Br\u00fcder zu schie\u00dfen. Offiziere jagten die Frauen weg. Doch die mischten sich wieder unter die unentschlossenen Soldaten. Ein Leutnant legte auf eine Arbeiterfrau einen Revolver an \u2013 kr\u00e4ftige Proletarierf\u00e4uste packten ihn, er wird entwaffnet. Ein riesiger Tumult entsteht. Panikartig flieht der Stab auf Automobilen, ganze Abteilungen rei\u00dfen aus. Andere ergeben sich.\u201c<a href=\"#_ftn51\" name=\"_ftnref51\"><sup>[51]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Trotzdem: Am 2. Mai musste M\u00fcnchen kapitulieren.<\/p>\n<p>Gustav Landauer, der an der zweiten R\u00e4teregierung gar nicht mehr beteiligt war, und Egelhofer wurden verhaftet und ermordet. Eugen Levin\u00e9 wurde zum Tode verurteilt und erschossen. Auch Levin\u00e9s Frau Rosa war verhaftet worden und sa\u00df im selben Gef\u00e4ngnis ihres Mannes. Auch Hilde Kramer, Hedwig K\u00e4mpfer und Elma Klingelh\u00f6fer wurden gefangen genommen. Erich M\u00fchsam erhielt 15 Jahre Festungshaft, Ernst Toller f\u00fcnf Jahre. Die mit ihm befreundete Thekla Egl, verhaftet und angeklagt wegen Hochverrat, lehnte bei ihrer Verhandlung alle b\u00fcrgerlichen Entlastungszeugen ab und konzentrierte sich bei ihrer Verteidigung auf eine politische Argumentation. So akzeptierte sie nicht die Richter, \u201eda dieselben nicht Vertreter des Volkes, sondern des Kapitalismus seien.\u201c<a href=\"#_ftn52\" name=\"_ftnref52\"><sup>[52]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u00dcber 5.000 Menschen wurden wegen ihrer Teilnahme an der R\u00e4terepublik vor Gericht gestellt. Es folgte eine barbarische S\u00e4uberungswelle \u00fcber Wochen bis in den August 1919 hinein. Das \u00fcber M\u00fcnchen verh\u00e4ngte Standrecht forderte sch\u00e4tzungsweise 1.000 Todesopfer.<a href=\"#_ftn53\" name=\"_ftnref53\"><sup>[53]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Heymann res\u00fcmierte: \u201eEnde Mai war in Bayern die Ruhe wieder hergestellt &#8230; aber es war jene Kirchhofsruhe, die alle Krankheitsmiasmen einer unheilschwangeren Zeit in sich tr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<h5>Frauen in der Revolution \u2013 wie ging es mit ihnen weiter?<\/h5>\n<p>1923 besuchten Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann den bayerischen Innenminister und forderten vergeblich die Ausweisung Hitlers aus Bayern. Von einer Reise in die Schweiz kehrten sie nach der NS-Macht\u00fcbernahme nicht mehr nach Deutschland zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Zenzl M\u00fchsam fl\u00fcchtete mit dem geretteten Nachlass ihres 1934 von den Nazis ermordeten Mannes Erich M\u00fchsam in die Sowjetunion, wo sie wegen \u201ekonterrevolution\u00e4ren Aktivit\u00e4ten\u201c zu Straflager und Verbannung verurteilt wurde. 1954 kam sie frei und reiste in die DDR aus, wo sie 1962 starb und ein Ehrengrab erhielt.<\/p>\n<p>\u00dcber Emilie Landauer, die zusammen mit ihrer Schwester an den Januarstreiks beteiligt war, hatte die Polizeidirektion M\u00fcnchen eine Personalakte angelegt, die Zeit ihres Lebens weitergef\u00fchrt wurde. Bis zu ihrem Lebensende 1978 stand sie unter polizeilicher Beobachtung. Ihre Schwester Betty Landauer wurde im Konzentrationslager Kaunas von den Nazis ermordet.<\/p>\n<p>Rosa Levin\u00e9 wurde nach der Hinrichtung ihres Mannes aus Bayern ausgewiesen. Sie blieb zeitlebens politisch aktiv und k\u00e4mpfte in der kommunistischen Partei gegen die nationalsozialistische Bedrohung. 1933 musste sie Deutschland verlassen und ging \u00fcber Frankreich nach England.<\/p>\n<p>Auch Hilde Kramer wurde bei der Niederschlagung der zweiten kommunistischen R\u00e4terepublik gefangen genommen und in Stadelheim inhaftiert. \u201eDas revolution\u00e4re M\u00e4dchen mit dem Tituskopf\u201c, wie es in den M\u00fcnchner Neusten Nachrichten h\u00e4misch hie\u00df, wurde in einem Hochverratsprozess angeklagt, am 7. November von der Friedenss\u00e4ule aus Auer zugerufen zu haben \u201eSchuft! L\u00fcgner! Verr\u00e4ter!\u201c \u201eDas ist er doch auch!\u201c antwortete sie dem Gericht. 1937 gelang ihr die Flucht nach England.<\/p>\n<p>Sie teilte nicht die pazifistische Haltung der Aktivistinnen des \u201eBundes sozialistischer Frauen\u201c. Im Juli 1919 schrieb sie: \u201eIch glaube und bin fest \u00fcberzeugt davon, da\u00df wir f\u00fcr die Kommenden k\u00e4mpfen (&#8230;). Wir machen der neuen Generation den Weg frei, wir bereiten f\u00fcr sie einen neue Zeit. (&#8230;) Und um dieses Ziel [der kommenden R\u00e4terepublik] vorzubereiten, (&#8230;) brauchen wir den B\u00fcrgerkrieg (&#8230;). Denn eine herrschende Klasse l\u00e4sst sich nicht ohne weiteres ihre Herrschaft nehmen.\u201c<a href=\"#_ftn54\" name=\"_ftnref54\"><sup>[54]<\/sup><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Nadja Bennewitz, Historikerin M.A., Studium der Neueren und Mittleren Geschichte und Italoromanischen Philologie, seit 1996 selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit mit den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten auf historischer Frauen- und Geschlechterforschung in Sp\u00e4tmittelalter\/Reformation und 19. und 20. Jahrhundert sowie Zeitgeschichte: Vortr\u00e4ge, Seminart\u00e4tigkeit, Museums- und Stadtf\u00fchrungen, Studienreisen, Ausstellungsprojekte, Ver\u00f6ffentlichungen, H\u00f6rb\u00fccher und seit 2017 Radio-Sendereihe: Zwischenf\u00e4lle. Die beunruhigende Aktualit\u00e4t der Vergangenheit: <\/em><a href=\"https:\/\/zwischenfaelle.radio-z.net\/\"><em>https:\/\/zwischenfaelle.radio-z.net\/<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl f\u00fcr Didaktik der Geschichte der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.Bennewitz-Frauengeschichte.de\"><em>www.Bennewitz-Frauengeschichte.de<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zit. nach: Sternsdorf-Hauck, Christiane: Brotmarken. Frauen in der bayrischen Revolution und R\u00e4terepublik 1918\/19, Karlsruhe 2008, S. 16f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. z.B. die Angaben in: Revolution und R\u00e4terepublik in M\u00fcnchen 1918\/19 in Augenzeugenberichten, hrsg. v. Gerhard Schmolze, M\u00fcnchen 1978, S. 66, 114.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Zit. nach: Naumann, Cornelia \/ Gerstenberg, G\u00fcnther (Hg.): Steckbriefe gegen Eisner, Kurt u. Genossen wegen Landesverrats. Ein Lesebuch \u00fcber M\u00fcnchner Revolution\u00e4rinnen und Revolution\u00e4re im Januar 1918, Lich 2017, S. 96.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Zit. nach: Naumann \/ Gerstenberg, Steckbriefe, S. 99.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Naumann, Cornelia (Hg.): \u201eIch hoffe noch, dass aller Menschen Gl\u00fcck nahe sein muss&#8230;\u201c Fragmente eines revolution\u00e4ren Lebens der Sarah Sonja Rabinovitz, Lich 2018.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Zit. Nach Naumann, Ich hoffe noch, S. 11.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> So die Professorengattin Muncker, wie Viktor Klemperer aufzeichnete, zit. nach Gerstenberg, G\u00fcnther: Der kurze Traum vom Frieden. Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Umsturzes in M\u00fcnchen 1918 mit einem Exkurs \u00fcber die Gie\u00dfener Jahre von Sarah Sonja Rabinowitz von Cornelia Naumann, Neu-Ulm 2018, S. 295.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Zit. nach Gerstenberg, Der kurze Traum, S. 289.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Beyerstedt, Horst-Dieter: Protestbewegungen gegen den Ersten Weltkrieg, in: Der Sprung ins Dunkle. Die Region N\u00fcrnberg im Ersten Weltkrieg 1914 \u2013 1918. Begleitband zu den Ausstellungen, N\u00fcrnberg 2014, S. 645-667, hier S. 658f. und Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Zit. nach: Schwarz, Klaus-Dieter: Weltkrieg und Revolution in N\u00fcrnberg, Kiel 1969, S.152<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Zit. nach Naumann, Ich hoffe noch, S. 131f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. zu ihrer Person die Ausf\u00fchrungen von Naumann, Ich hoffe noch, ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Lida Gustava Heymann in Zusammenarbeit mit Dr. jur. Anita Augspurg: Erlebtes, Erschautes. Deutsche Frauen k\u00e4mpfen f\u00fcr Freiheit, Recht und Frieden 1850-1940. hrsg. v. Margit Twellmann, Frankfurt am Main (2)1992. Sofern nicht anders angegeben, entstammen alle Zitate von Heymann aus diesem Band; Hilde Kramer. Rebellin in M\u00fcnchen, Moskau und Berlin. Autobiographisches Fragment 1900-1924, hrsg. v. Egon G\u00fcnther, Berlin 2011.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> So M\u00fchsam in einem Brief an Johannes Knief v. 1.12.1918, zit. nach: Kreiler, Kurt: Erich M\u00fchsam \u2013 Leben und Tod eines deutschen Anarchisten, L\u00fcbeck 1994, S.13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Zit. nach: Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S.18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Brief von Hilde Kramer an Wise Kaetzler, 18.11.1918, zit. nach: Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 76.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Revolution und R\u00e4terepublik, S. 100.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Kramer, Rebellin in M\u00fcnchen, S. 50.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Die Sozialistin Tony Sender (1888-1964) pl\u00e4dierte daf\u00fcr, Hausfrauenwahlverb\u00e4nde zu bilden und die Gew\u00e4hlten in die Arbeiterr\u00e4te einzugliedern. Clara Zetkin (1857-1933) wollte Hausfrauen zur Wahl in den Betrieben ihrer M\u00e4nner, bzw. unverheiratete Frauen in denen ihrer Br\u00fcder zulassen. Vgl. Weipert, Axel: Frauen f\u00fcr die R\u00e4te, die Frauen in die R\u00e4te? Konzepte und Praxen von Frauen in der R\u00e4tebewegung 1918-1920, in: Ariadne. Forum f\u00fcr Frauen- und Geschlechtergeschichte 73-74, 2018, S. 40-47.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Zit. nach Sternsdorf, Brotmarken, S. 22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. die Angaben zum Provisorischen Nationalrat vom Haus der bayerischen Geschichte unter: http:\/\/www.hdbg.de\/parlament\/content\/ltDetail.php?id=37 (29.5.19).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Zit. n. Monika Meister: Friedensrechtlerinnen, S. 28f., in: Sommer, Karin: \u201eZwischen Aufbruch und Anpassung\u201c. Frauen in der Weimarer Republik 1918-1933, in: Krafft, Sybille (Koord.): Frauenleben in Bayern. Von der Jahrhundertwende bis zur Tr\u00fcmmerzeit, hrsg. v.d. Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung, M\u00fcnchen 1993, S. 172f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Aus Erlangen und Umgebung, Fr\u00e4nkische Nachrichten, 16.11.1918.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Zusammenfassung bei Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 70.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> S. das Foto bei Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 50.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Heymann, Erlebtes, Erschautes, S. 185.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Heymann hielt die Rede in Vertretung der kranken Anita Augspurg. Zu Anneliese Ruepp siehe den Film \u00fcber den Trauerzug Eisners unter: <a href=\"https:\/\/www.historisches-lexikon-bayerns.de\/Lexikon\/Beisetzung_Kurt_Eisners,_M%C3%BCnchen,_26._Februar_1919#Film\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.historisches-lexikon-bayerns.de\/Lexikon\/Beisetzung_Kurt_Eisners,_M%C3%BCnchen,_26._Februar_1919#Film<\/a> (29.5.2019).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Heymann, Erlebtes, Erschautes, S. 187.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Heymann, Erlebtes, Erschautes, S. 186.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Vgl. Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 41-43.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Zit. nach: Stenographischer Bericht \u00fcber die Verhandlungen des Kongresses der Arbeiter-, Bauern und Soldatenr\u00e4te vom 25. Februar bis 8. M\u00e4rz 1919, Nachdruck Verlag Klaus Guhl Berlin o.J., S. 48.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> StadtAEr, 224.A.8, Bevollm\u00e4chtigter des Soldatenrates, No 2, N\u00fcrnberg 11.11.18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> StadtAEr, 224.A.8, handschriftlicher Ausweis vom 13.11.18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> StadtAEr, 224.A.8, Liste der gew\u00e4hlten Vetrauensleute des Reserverlazaretts Erlangen I.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> StadtAEr, 224.A.8, Vom Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates Fritz Kr\u00f6nert, 14.11.1918.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Stenographischer Bericht, S. 179f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Stenographischer Bericht, S. 183.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> Stenographischer Bericht, S. 197.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Seligmann, Aufstand, S.568, FN 59.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Seligmann, Aufstand, S. 116.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Heymann, Erlebtes, Erschautes, S. 189.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 24f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> Seligmann, Aufstand, S. 347. Er nennt sie \u201eGertrud Ralq\u201c, doch in der FN 415, S. 615 schreibt er: \u201eIhr Name ist im Original nicht zweifelsfrei zu entziffern.\u201c Es ist somit davon auszugehen, dass es sich um Baer handelt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Interview von Gertrud Pinkus, 1977\/78, zit. nach Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 25.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref45\" name=\"_ftn45\">[45]<\/a> Vgl. Levin\u00e9, Rosa: Aus der M\u00fcnchner R\u00e4tezeit, Berlin 1925.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref46\" name=\"_ftn46\">[46]<\/a> Meyer-Levin\u00e9, Rosa: Levin\u00e9. Leben und Tod eines Revolution\u00e4rs. Erinnerungen. Mit einem dokumentarischen Anhang, M\u00fcnchen 1972, S. 102.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref47\" name=\"_ftn47\">[47]<\/a> Zit. nach: Revolution und R\u00e4terepublik, S. 299.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref48\" name=\"_ftn48\">[48]<\/a> Seligmann, Aufstand, S.641, FN 27.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref49\" name=\"_ftn49\">[49]<\/a> Vgl. Revolution und R\u00e4terepublik, S. 298.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref50\" name=\"_ftn50\">[50]<\/a> Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 15f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref51\" name=\"_ftn51\">[51]<\/a> So der Bericht von Erich Wollenberg, zit. n. Monika Meister: Friedensrechtlerinnen, S. 41, in: Sommer, Zwischen Aufbruch und Anpassung, S. 180.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref52\" name=\"_ftn52\">[52]<\/a> Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 42.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref53\" name=\"_ftn53\">[53]<\/a> Oskar Maria Graf, Gefangene, S. 498, zit. nach: Sommer, Zwischen Aufbruch und Anpassung, S. 180.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref54\" name=\"_ftn54\">[54]<\/a> Hilde Kramer in einem Brief aus dem Gef\u00e4ngnis an ihre ehemaligen Lehrerinnen, 16.7.1919, zit. nach: Sternsdorf-Hauck, Brotmarken, S. 105f.<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Freidenker_2019-02_Bennewitz_FrauenInDerBayerischenRevolution.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nadja Bennewitz: Frauen in der Bayerischen Revolution und R\u00e4terepublik von 1918\/19<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 2-19, ca. 678 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: obere Reihe v.l.n.r.: Hilde Kramer, Sonja Lerch, Rosa Kempf, Anita Augspurg &#8211; untere Reihe v.l.n.r.: Lida Gustava Heymann, Gertrud Baer, Kreszentia M\u00fchsam<br \/>\nCollage: rlx<br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Nadja Bennewitz aus FREIDENKER 2-19<\/b><br \/>\n\u201eWas sa\u00df denn da neben &#8230; Kurt Eisner?&#8220; &#8230; Vor allem kriegsm\u00fcde Proletarierinnen, Frauen mit ausgelaugten Gesichtern, zerarbeiteten H\u00e4nden und entschlossenen Augen. Sie waren eigentlich die N\u00fcchternsten, die Mutigsten. &#8230; Schon seit 1917 waren es haupts\u00e4chlich Hausfrauen, Arbeiterinnen und Jugendliche, die mit Hungerdemonstrationen deutlich machten, wer zu Hause die Kriegslast zu tragen hatte. In M\u00fcnchen kam es infolge der zunehmenden Unzufriedenheit und materiellen Not zu Zusammenk\u00fcnften um den Journalisten Kurt Eisner (1867-1919), der aus Protest gegen die \u201eBurgfriedenspolitik\u201c seiner Partei in die neugegr\u00fcndete USPD eingetreten war.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6552,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162],"tags":[1055,491,959,1161,138,564],"class_list":["post-6539","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-frauenrechte","tag-geschichte","tag-novemberrevolution-1918","tag-raeterepublik","tag-revolution","tag-sozialismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/R%C3%A4terepublik_Frauen_v2.jpg?fit=800%2C447&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1Ht","jetpack-related-posts":[{"id":6497,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6497","url_meta":{"origin":6539,"position":0},"title":"FREIDENKER 2-19  \u2013 1919: R\u00e4terepublik in M\u00fcnchen","author":"Webredaktion","date":"16. 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