{"id":651,"date":"2002-01-02T16:00:56","date_gmt":"2002-01-02T15:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=651"},"modified":"2018-02-18T20:14:37","modified_gmt":"2018-02-18T19:14:37","slug":"was-ist-fundamentalismus-von-dr-berthold-haesslin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=651","title":{"rendered":"Was ist Fundamentalismus?"},"content":{"rendered":"<p><em>von Dr. Berthold H\u00e4\u00dflin<\/em><\/p>\n<p align=\"left\">Die Anschl\u00e4ge vom 11. September werden im allgemeinen fundamentalistischen islamischen Kreisen zugeschrieben. Bin Laden und die Taliban sollen hierf\u00fcr verantwortlich sein. Ich m\u00f6chte hier nur eines eingangs feststellen: die Taliban haben in Afghanistan nicht gerade ein typisches fundamentalistisches Regime geschaffen. Dass n\u00e4mlich M\u00e4dchen keine Schulausbildung erhalten k\u00f6nnen, ist alles andere als eine \u00fcbliche fundamentalistische islamische Praxis. Auch die Fundamentalisten vertreten dies f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht. Damit will ich sagen: Die Taliban sind keine typischen islamischen Fundamentalisten. Und wenn sie f\u00fcr die Anschl\u00e4ge des 11. September verantwortlich sein sollen, so sollte man sich davor h\u00fcten gleichzeitig den gesamten islamischen Fundamentalismus mit in die Haftung f\u00fcr diese Anschl\u00e4ge zu nehmen. Wie scharf bzw. unscharf die Grenze zwischen diesen beiden Bewegungen ist, darum soll es hier u.a. gehen.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Frage was Fundamentalismus ist, ist f\u00fcr uns als Atheisten von gro\u00dfer Bedeutung. Denn zumindest oberfl\u00e4chlich betrachtet kommt es hier zu einer Revitalisierung von Religion. Stimmt das aber auch? Ist das der Kern der Geschichte?<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Steht der islamische Fundamentalismus f\u00fcr eine Revitalisierung von Religion?<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Riesebrodt (s. Literaturverzeichnis) kommt zu dem Ergebnis, dass in fundamentalistischen Ansprachen und Schriften kulturelle und sozialmoralische Themen, insbesondere sexualmoralische im Vordergrund stehen, w\u00e4hrend \u00f6konomische Fragen im Hintergrund bleiben. Fundamentalisten ziehen daher zu Felde gegen Prostitution, Ehebruch, Homosexualit\u00e4t und Abtreibung, gegen Alkoholismus und Wettspiel, gegen Diskotheken, Kinos und Kasinos. Der Feind sind die Verderber der Jugend, Intellektuelle, Journalisten, Schriftsteller, K\u00fcnstler und Lehrer oder Unternehmer, die mit Unmoral Gesch\u00e4fte machen. (Riesebrodt, S. 85). Ein weiteres Thema ist der religi\u00f6se Identit\u00e4tsverlust der Nation. Und nat\u00fcrlich ist fundamentalistische Lebensf\u00fchrung angesagt. Ganz allgemein wird die alleinige Legitimit\u00e4t patriarchaler Autorit\u00e4t und ein gottgewollter Geschlechterdualismus vertreten. Mann und Frau seien unterschiedlich geschaffen, weil sie f\u00fcreinander geschaffen seien. Die Familie ist eine heilige Institution. Die gottgewollte Funktion der Frau sei das Geb\u00e4ren und Aufziehen von Kindern, ihre nat\u00fcrliche Sph\u00e4re die h\u00e4usliche (Riesebrodt, S. 88). Fundamentalismus zeigt in der Regel eine feindselige Haltung gegen\u00fcber der Demokratie. Das ist nicht erstaunlich, geht es doch um die Errichtung einer gottgewollten Ordnung, die nicht vom menschlichen Willen abh\u00e4ngig gemacht werden kann. Das fundamentalistische Geschichtsbild ist nicht anthropozentrisch gepr\u00e4gt, sondern von einem theozentrischen Weltbild. Danach liegt das Heil nicht in der \u00dcberwindung der Gegenwart durch k\u00fcnftigen Fortschritt, sondern in der R\u00fcckkehr zur Vergangenheit. Der gegenw\u00e4rtige Konflikt ist demzufolge auch kein wirtschaftlicher oder politischer Interessenkonflikt im Sinne eines \u00f6konomischen Verteilungskampfes oder eines systemimmanenten Machtkampfes, sondern ein apokalyptischer Kampf zwischen den g\u00f6ttlichen und den satanischen M\u00e4chten. Es geht nicht um Menschheitsgeschichte, sondern um Heilsgeschichte, in der Kompromiss und Pluralismus nicht Tugend, sondern Verderbnis bedeuten. So die Darstellung bei Riesebrodt S. 90.<\/p>\n<p align=\"left\">Wenn das so richtig ist, wird man sagen m\u00fcssen, dass auch f\u00fcr uns als Freidenker nur eine ablehnende Haltung gegen\u00fcber dieser Bewegung \u00fcbrig bleibt. Denn sie ist ganz offensichtlich eine anti-emanzipatorische Bewegung. Aber weshalb machen dann Frauen mit?<\/p>\n<p align=\"left\">Hierzu ist der Text von Losurdo \u201eWas ist Fundamentalismus?\u201c(S.9) hilfreich. Er schreibt: \u201eSelbst was das Geschlechterverh\u00e4ltnis anbetrifft, sind die reaktion\u00e4ren Aspekte zwar offensichtlich, aber die Angelegenheit zeigt sich auch hier bei n\u00e4herem Hinsehen viel komplizierter, als man meinen k\u00f6nnte. Zun\u00e4chst muss festgestellt werden, dass der maschilistische Moralismus in erster Linie ein soziologischer und nicht ein ideologischer Tatbestand ist: Denn gerade die Frauen aus der `Unterschicht` bilden eine `St\u00fctze` des iranischen schiitischen `Regimes`, und wir wissen von Smith, dass diese Schichten, besonders auf sexuellem Gebiet, dahin tendieren, eine `strenge`, alles andere als `liberale Moral` zum Ausdruck zu bringen. &#8230;Der radikale Islamismus weist die traditionelle Auffassung zur\u00fcck, nach der die Braut Gegenstand eines Vertrags ist, und besteht vielmehr `auf der absoluten Freiheit bei der Wahl des Partners seitens der Frau`; er verurteilt scharf die `systematische Polygamie` des Harems und versucht die Polygamie als solche in Grenzen zu halten und manchmal sogar zu entmutigen. Der Schleier &#8230; zeigt einen weiteren Aspekt auf, der an die Polemik der westlichen Feministinnen gegen die Vermarktung des K\u00f6rpers der Frau denken l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p align=\"left\">M.E. ist der islamische Fundamentalismus keine schlichte Revitalisierung von Religion. Sein Prinzip ist eher, dass er die vorhandene kulturelle Str\u00f6mung (eben der Islam) aufgreift, sich durchaus auf ihn bezieht, aber eine den Bed\u00fcrfnissen verschiedenster Klassen entsprechende Ideologie und Handlungsanweisung gibt, die darauf abzielt, den Einfluss der imperialistischen M\u00e4chte zu brechen und dies v.a. auf kulturellem Gebiet. Dabei ist der von ihm vertretene kulturelle R\u00fcckzug, sein behaupteter Isolationismus, gar keiner. Denn die kritisierten Erscheinungen des Westens dienen ja gerade als Ausgangspunkt f\u00fcr die eigene Identit\u00e4tsfindung. Anders gesagt: Ohne interkulturellen Diskurs kein Fundamentalismus. Freilich suggeriert die Kritik an diesen Erscheinungen zugleich, wie wenn die eigene Kultur frei w\u00e4re von Ehebruch usw., nur Erscheinungen des Westens w\u00e4ren. Es ist der verzweifelte Versuch, die eigene Kultur zu etwas von fremden Einfl\u00fcssen Separierten und unbedingt zu Sch\u00fctzenden zu machen, um ein Abwehrargument gegen den imperialistischen kulturellen Einfluss des Westens zu bekommen. In der Propaganda ger\u00e4t dieser Ansatz notwendig in eine vollkommene Abwehrhaltung gegen\u00fcber allem, was den Westen ausmacht &#8211; auch gegen\u00fcber seinen positiven Erscheinungen. Die eigene Kultur, das eigene Dasein wird f\u00fcr von ewig und f\u00fcr ewig angesehen, obwohl auch diese Haltung mit der vorgefundenen Realit\u00e4t wenig zu tun haben d\u00fcrfte. Dadurch wird sie aber zur Natur, zu einer Eigenheit der Ethnie arabischer V\u00f6lker. Sie ger\u00e4t unter der Hand damit zu einem rassistischen Begriff des eigenen Daseins. Dass diese Bewegung zugleich eine klassenheterogene Zusammensetzung aufweist, wie von Riesebrodt festgestellt, zeigt die Sprengkraft dieser Bewegung. Dass diese Bewegung aber im Grunde versucht ihre Identit\u00e4t in Abgrenzung gegen den westlichen Menschen als solchen zu definieren, tr\u00e4gt dazu bei, dass sie von westlichen Apologeten des Krieges gegen die arabische Welt umgem\u00fcnzt werden kann in ein Argument f\u00fcr die Beseitigung dieser Kultur. Bei diesem sich anbahnenden jahrzehntelangen Krieg des Westens gegen die arabische Welt verschwindet damit der eigentliche Beweggrund des Westens: Sein Interesse an Beherrschung der \u00d6l- und Energiereserven der arabischen Welt.<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Wie sehen westliche Wissenschaftler den Fundamentalismus?<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Es ist m.E. bemerkenswert, dass islamische Fundamentalisten ihre Bezeichnung als solche oft ablehnen. Dies ist nicht unverst\u00e4ndlich, wenn man bedenkt, dass die \u00fcblichen Definitionen ihre Anleihe beim amerikanischen protestantischen Fundamentalismus der 20 er Jahre machen. Interessanterweise erl\u00e4utert nur Meyer was der wesentliche Inhalt des protestantischen Fundamentalismus in den USA war: die Ablehnung von Darwins Evolutionstheorie. Der g\u00f6ttliche Sch\u00f6pfungsmythos wurde demgegen\u00fcber hochgehalten und verteidigt. Damit hat der sogenannte islamische Fundamentalismus gar nichts am Hut. Und bedenkt man, wie viele gut ausgebildete Leute ihm angeh\u00f6ren, ist dies auch gut zu verstehen. Man kann mit gutem Grund bei den amerikanischen Protestanten der 20er Jahre von Fundamentalisten sprechen, weil sie wirklich verlangten, dass die Bibel w\u00f6rtlich genommen wird.<\/p>\n<p align=\"left\">Die neuen Interpretationen dessen was religi\u00f6ser Fundamentalismus ist, sprechen beide christliche Religionen im Gro\u00dfen und Ganzen frei von diesem Vorwurf. Dabei ist f\u00fcr Bielefeldt und Heitmeyer (s. Literaturverzeichnis) nicht die Verbindung zwischen Religion und Politik als solches ein Problem f\u00fcr die Demokratie. \u201eKritisch wird es erst dann\u201c schreiben sie, \u201ewenn eine religi\u00f6se Sprache unvermittelt, d.h. unter Missachtung des oben genannten Wechsels der Diskursebene, auf die politische Debatte durchschl\u00e4gt. Dies ist v.a. dann der Fall, wenn religi\u00f6se Gebote unmittelbar auf alle Lebensbereiche \u00fcbertragen werden und folglich auch das politische Gemeinwesen als ganzes unmittelbar fundieren sollen. Nicht die Verbindung von Religion und Politik als solche, sondern ein spezifischer Modus dieser Verbindung, n\u00e4mlich der Modus der Unmittelbarkeit, stellt f\u00fcr die freiheitliche Demokratie in der Tat ein Problem dar. Denn der Anspruch, aus religi\u00f6ser Offenbarung unmittelbar verbindliche Anweisungen f\u00fcr die Politik ableiten zu k\u00f6nnen, l\u00e4uft implizit oder explizit auf die Negierung einer s\u00e4kularen Rechtsordnung und einer relativ autonomen Ebene politischen Diskurses hinaus.\u201c<\/p>\n<p align=\"left\">Andere sehen im Fundamentalismus nicht viel mehr als einen obskuranten Reflex auf die f\u00fcr unvermeidbar gehaltenen Herausforderungen der Moderne. Dabei wird der Begriff der Moderne als Synonym f\u00fcr den globalisierten Kapitalismus genommen, der gleichzeitig f\u00fcr nach vorne gerichtet interpretiert wird, als zukunftsweisend, als fortschrittlich, als modern eben. Die Gegner der Moderne, die Fundamentalisten, seien damit r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte, sich gegen die Aufkl\u00e4rung richtende Menschen. Es ist einigerma\u00dfen klar, dass in dieser Definition vom Fundamentalismus ein Moment mitschwingt, s\u00e4mtliche Oppositionsbewegungen gegen den globalisierten Kapitalismus generell unter Fundamentalismusverdacht zu stellen. Ist Fundamentalismus erst einmal als ein denunziatorisch zu verwendender Begriff anerkannt und allgemein eingef\u00fchrt, kann er damit leicht gegen jegliche Opposition in Anschlag gebracht werden. Auch dies ist ein Grund warum gerade Freidenker sich h\u00fcten sollten, diesen Begriff zu verwenden. Meyer, der diesen Ansatz verficht, bringt jede Betonung kultureller Eigenst\u00e4ndigkeit unter Fundamentalismusverdacht. Deutlich wird hier auch: Es geht nicht zwingend bei den Interpreten des Fundamentalismus darum, dass Religion im Spiel ist. Und deshalb ist es so, dass auch die Kurden inzwischen unter Fundamentalismusverdacht stehen d\u00fcrften.<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Huntingtons \u201eKampf der Kulturen\u201c und die Fundamentalisten<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Die Fundamentalisten f\u00fchren den Kampf der Kulturen als Reaktion. Und es ist daher n\u00fctzlich bei Huntington nachzusehen, was ihn als Vertreter des Westens wirklich umtreibt, was die Triebkraft seines Kampfes gegen andere Kulturen ist auf den die Fundamentalisten reagieren. Er schreibt n\u00e4mlich:<\/p>\n<p align=\"left\">\u201eAlles in allem wird der Westen wohl bis in die ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts hinein der m\u00e4chtigste Kulturkreis bleiben. Danach wird er wahrscheinlich weiterhin eine f\u00fchrende Rolle innehaben, was wissenschaftliches Talent, Forschungs- und Entwicklungspotentiale und zivile und milit\u00e4rische technologische Neuerungen betrifft. Die Kontrolle \u00fcber die anderen Machtressourcen wird jedoch in zunehmendem Ma\u00dfe auf die Kernstaaten und f\u00fchrenden L\u00e4nder nichtwestlicher Kulturkreise \u00fcbergehen. Die Kontrolle des Westens \u00fcber diese Ressourcen erreichte ihren H\u00f6hepunkt 1920 und ist seither zwar nicht gleichm\u00e4\u00dfig, aber signifikant zur\u00fcckgegangen. Um das Jahr 2020, hundert Jahre nach jenem H\u00f6hepunkt, wird der Westen wahrscheinlich 24 Prozent des Weltterritoriums kontrollieren (nach einem Spitzenwert von 49 Prozent), 10 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung (fr\u00fcher 48 Prozent) und vielleicht 15 bis 20 Prozent der sozial mobilen Bev\u00f6lkerung der Welt, etwa 30 Prozent des Weltbruttosozialprodukts (fr\u00fcher etwa 70 Prozent), vielleicht 25 Prozent der Industrieerzeugung (fr\u00fcher 84 Prozent) und weniger als 10 Prozent der globalen milit\u00e4rischen Mannschaftsst\u00e4rke (fr\u00fcher 45 Prozent).\u201c (S. 135 und 136)<\/p>\n<p align=\"left\">Das soll verhindert werden. Und um den Kampf gegen diese Tendenz aufzunehmen, schreibt er: \u201eDie Machtverschiebungen zwischen den Kulturkreisen f\u00fchren heute und in unmittelbarer Zukunft zur Erneuerung und Steigerung des kulturellen Selbstbewusstseins der nichtwestlichen Gesellschaften und zu ihrer wachsenden Ablehnung der westlichen Kultur.\u201c (S. 119)<\/p>\n<p align=\"left\">Es geht ihm also darum durch einen kulturellen Ausgrenzungskampf den V\u00f6lkern des S\u00fcdens das Selbstbewusstsein f\u00fcr ihre eigene Kraft und Entwicklung zu nehmen und sie zu isolieren. Das Ziel ist ein \u00f6konomisches. Westlicher Kulturexport ist ein ganz entscheidendes \u00f6konomisches Moment. Der \u201eKampf der Kulturen\u201c ist der gro\u00dfangelegte Versuch ein Feindbild aufzubauen, um die eigene Vorherrschaftsstellung auch in Zukunft erhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"left\">Man ist geneigt zu sagen: Die Fundamentalisten schreiben mit am Drehbuch des \u201eKampfs der Kulturen\u201c, wie es Samuel Huntington als Zukunftsvision f\u00fcr das 21. Jahrhundert beschrieben hat. \u201eDie politische Ideologie des Fundamentalismus und die politische Ideologie des Kampfes der Kulturen sind zwei Seiten derselben Medaille\u201c wie Thomas Meyer geschrieben hat (s. sein Beitrag in dem Werk \u201ePolitisierte Religion\u201c). Aber Thomas Meyer hat nicht recht. Der islamische Fundamentalismus hat im Vergleich zum westlichen Imperialismus keinen weltumspannenden Herrschaftsanspruch.<\/p>\n<p align=\"left\">Ich bin aber abschlie\u00dfend der Meinung, dass die Attent\u00e4ter des 11. September 2001 im Unterschied zu den islamischen Fundamentalisten tats\u00e4chlich mitgeschrieben haben an jenem Drehbuch des \u201eKampfs der Kulturen\u201c. Ich bin aber \u00fcberzeugt, dass bei den arabischen V\u00f6lkern dieser Anschlag keine Sympathie findet und die Chancen nicht schlecht sind, dass die im Elend lebenden Menschen dieser Staaten ihr gemeinsames Interesse mit den im Westen lebenden lohnabh\u00e4ngigen Menschen finden werden. Aber damit das m\u00f6glich wird, werden Linke einen Dialog mit diesen Menschen \u00fcber die gemeinsamen Interessen f\u00fchren m\u00fcssen. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass ohne \u00c4nderung der westlichen Kultur dieser Dialog nicht gelingen wird. Das bedeutet aber im Ergebnis die Aufgabe des bei Huntington anklingenden Versuchs, die industrielle Entwicklung der Staaten des S\u00fcdens behindern zu wollen. Gelingt das nicht f\u00fcrchte ich wirklich, dass wir hineingezogen werden in einen rassistisch motivierten Kulturkampf des Westens mit der Folge, dass die Gegenseite \u00e4hnlich motiviert handeln wird und ein endloses Blutvergie\u00dfen angezettelt wird.<\/p>\n<p align=\"left\">Entgegen aller Polemiken gegen den angeblich totalit\u00e4ren fundamentalistischen islamischen Staat Iran ist bemerkenswert, dass gerade dieser Staat es war der die Vereinten Nationen in 1998 dazu aufforderte, das Jahr 2001 zum \u201eJahr des Dialogs der Kulturen\u201c zu bestimmen. Ergebnis dieser Bem\u00fchungen ist ein von Kofi Annan herausgegebenes Buch \u201eBr\u00fccken in die Zukunft \u2013 ein Manifest f\u00fcr den Dialog der Kulturen\u201c. Auch wenn Joschka Fischer das Vorwort dazu geschrieben hat, ist es dennoch ein lesenswertes Buch.<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Wortliste<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">anthropozentrisch: den Menschen in den Mittelpunkt stellend apokalyptisch: die Apokalypse betreffend; dunkel, unheimlich, unheilbringend maschilistisch: (leider nicht im Duden-Fremdw\u00f6rterbuch erkl\u00e4rt, s. Textzusammenhang) obskurant, obskurantisch: aufkl\u00e4rungs- und fortschrittsfeindlich Revitalisierung: Wiederbelebung theozentrisch: einen Gott in den Mittelpunkt stellend<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Martin Riesebrodt: Die R\u00fcckkehr der Religionen &#8211; Fundamentalismus und der \u201eKampf der Kulturen\u201c \u2013 Verlag C.H. Beck, 2001, ISBN 3406459285<\/p>\n<p align=\"left\">Domenico Losurdo: Was ist Fundamentalismus? Marxistische Bl\u00e4tter, Flugschriften 07, 2001, ISBN 3-910080-30-8<\/p>\n<p align=\"left\">Thomas Meyer: Fundamentalismus &#8211; Aufstand gegen die Moderne \u2013 Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1989, 1800-ISBN 349912149<\/p>\n<p align=\"left\">Heiner Bielefeldt und Wilhelm Heitmeyer (Herausgeber): Politisierte Religion, Edition suhrkamp, 1998, ISBN 3-518-12073-5<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\">Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/Alexas_Fotos-686414\/ Alexandra<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Dr. Berthold H\u00e4\u00dflin<\/strong><br \/>\nDie Anschl\u00e4ge vom 11. September werden im allgemeinen fundamentalistischen islamischen Kreisen zugeschrieben. Bin Laden und die Taliban sollen hierf\u00fcr verantwortlich sein. Ich m\u00f6chte hier nur eines eingangs feststellen: die Taliban haben in Afghanistan nicht gerade ein typisches fundamentalistisches Regime geschaffen. 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