{"id":6442,"date":"2019-05-18T11:25:01","date_gmt":"2019-05-18T09:25:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6442"},"modified":"2019-06-21T13:13:28","modified_gmt":"2019-06-21T11:13:28","slug":"der-westen-schwaechelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6442","title":{"rendered":"Der Westen schw\u00e4chelt"},"content":{"rendered":"<h4>Das Modell des Regime-Change st\u00f6\u00dft an seine Grenzen<\/h4>\n<p><em>von <strong>R\u00fcdiger Rauls<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Seit dem Ende der Sowjetunion und des Sozialismus hat sich der Systemkonkurrent Kapitalismus \u00fcber den ganzen Erdball ausdehnen k\u00f6nnen. Wo sich Widerstand regte, griff man zur Strategie des Regime-Change. Sanktionen, Farbenrevolutionen und offene Milit\u00e4rinterventionen sollten den f\u00fchrenden kapitalistischen Staaten den Marktzugang erzwingen. Aber die Zeit der ersten schnellen Erfolge wie in Jugoslawien und einigen Nachfolge-Staaten der Sowjetunion scheinen vorbei. Syrien, Venezuela und Libyen zeigen die M\u00e4ngel dieser Strategie auf und offenbaren damit auch eine grunds\u00e4tzliche Schw\u00e4che des Westens.<\/p>\n<h5>Es geht nicht um \u00d6l<\/h5>\n<p>Diese drei Staaten wurden hier beispielhaft ausgew\u00e4hlt, um die unterschiedlichen Stadien und Methoden des Regime-Change zu veranschaulichen. Es geht beim Regime-Change nur scheinbar um \u00d6l. Zwar sind Venezuela und Libyen Exporteure dieses Rohstoffes, das gilt f\u00fcr Syrien nur eingeschr\u00e4nkt und f\u00fcr Afghanistan oder Nordkorea, weiteren Zielen westlicher Sanktionspolitik, schon gar nicht. Zudem sind in den meisten \u00d6lf\u00f6rder-Staaten westliche Konzerne bereits im Besitz der F\u00f6rderrechte. Welchen Sinn machen da Ma\u00dfnahmen gegen solche Staaten?<\/p>\n<p>Die USA sind mittlerweile durch das Fracking von einem \u00d6limporteur zu einem der gr\u00f6\u00dften Exporteure aufgestiegen. \u00d6l gibt es im \u00dcberfluss. Weshalb also Geld in teuren Kriegen verschwenden, um das zu bekommen, wor\u00fcber die westlichen Konzerne bereits im \u00dcberfluss verf\u00fcgen? Zudem birgt jeder Krieg neben den Kosten auch die Gefahr, dass er verloren geht.<\/p>\n<h5>Es geht um Marktzugang<\/h5>\n<p>\u00d6l ist nicht knapp. Was aber knapp ist, sind M\u00e4rkte f\u00fcr die Waren der westlichen Konzerne. Die Industrien des Westens verf\u00fcgen \u00fcber enorme Produktionskapazit\u00e4ten, die wesentlich mehr herstellen, als die M\u00e4rkte aufnehmen k\u00f6nnen. Aber viele Regierungen, z.B. der chinesische, aber auch die russische und andere, lassen Waren und Investoren und deren Geld nur unter Bedingungen ins Land: zu IHREN Bedingungen, zu Bedingungen, die der eigenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung dienen.<\/p>\n<p>Im Aufstieg Chinas liegt ein weiterer Grund f\u00fcr die Enge der M\u00e4rkte. Dessen Unternehmen treten mittlerweile gegen\u00fcber den westlichen Industrien auf allen M\u00e4rkten der Welt als zus\u00e4tzliche und ebenb\u00fcrtige Konkurrenten auf. Die Streitigkeiten, Z\u00f6lle und sonstigen protektionistischen Ma\u00dfnahmen zwischen den drei Wirtschaftsm\u00e4chten der Welt, USA, China und EU, haben ihre Ursache in der erh\u00f6hten Konkurrenz dieser drei untereinander um die M\u00e4rkte der Welt und die Zug\u00e4nge zu den eigenen, heimischen M\u00e4rkten f\u00fcr die jeweils anderen.<\/p>\n<p>Auf dem aktuellen \u201eBelt and Road Forum\u201c in Peking wie auch auf den in der zweiten Aprilwoche abgehaltenen Treffen zwischen China und der EU sowie China und verschiedenen europ\u00e4ischen Einzelstaaten, sowohl EU- als auch Nicht-EU-L\u00e4ndern, dominierte das Thema Marktzugang. Das bezog sich nicht nur auf den gegenseitigen Warenverkehr sondern besonders auch auf chinesische Investitionen in Europa. Letztere werden, wie das Beispiel besonders der EU-L\u00e4nder Italien und Griechenland zeigt, f\u00fcr finanzschwache Staaten immer wichtiger.<\/p>\n<p>Nicht umsonst gehen die protektionistischen Ma\u00dfnahmen zwischen den drei Wirtschaftszentren gerade von den USA aus. Deren Unternehmen b\u00fc\u00dfen zunehmend gegen\u00fcber China und der EU, hier im besonderen Deutschland, an Konkurrenzf\u00e4higkeit ein. Andererseits aber verf\u00fcgen die USA \u00fcber zwei unschlagbare Trumpfkarten in diesem Spiel: \u00fcber den an Kaufkraft gr\u00f6\u00dften Markt der Welt und \u00fcber die gr\u00f6\u00dften Streitkr\u00e4fte der Welt. Beides setzen sie in unterschiedlicher Dosierung als Druckmittel ein, um ihre Konkurrenten in Schach zu erhalten, wenn die eigene wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit nicht mehr dazu in der Lage ist wie in fr\u00fcheren Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Besonders die Sanktionen der USA, aber auch des Westens insgesamt sch\u00e4digen nicht nur die Wirtschaft der betroffenen Staaten sondern auch die eigene Industrie. Welche enormen M\u00f6glichkeiten b\u00f6ten sich den westlichen Konzernen, lie\u00dfen ihre Regierungen sie Handel treiben mit Russland, Iran oder all den anderen Sanktionsopfern und lie\u00dfen sie dort investieren, wie Unternehmen und die sanktionierten L\u00e4nder es selbst f\u00fcr richtig hielten.<\/p>\n<p>Aber dem stehen politische Erw\u00e4gungen der westlichen Regierungen entgegen. Dazu geh\u00f6ren gelegentlich strategische Ziele wie im Falle Nordkoreas oder Afghanistans, in erster Linie aber sollen die betroffenen Staaten zu wirtschaftlichem Wohlverhalten gezwungen werden. Der Westen will die \u00d6ffnung der M\u00e4rkte zu SEINEN Bedingungen, wie er es seit dem Zeitalter des Imperialismus gewohnt war. Es ist ihm nicht genug, sich den Interessen der Gaststaaten unterordnen zu m\u00fcssen. Die Markt\u00f6ffnung Chinas allein gen\u00fcgt ihm nicht mehr. Westliche Unternehmen wollen mehr Zugang haben zu den \u00f6ffentlichen Ausschreibungen des Riesenreiches und seines Riesenmarktes. Sie wollen den ganzen Markt, nicht nur die Brosamen.<\/p>\n<h5>Hilfstruppen der Markt\u00f6ffnung<\/h5>\n<p>Zu Beginn der 2000er Jahre war die Ausdehnung des Kapitalismus \u00fcber die Gebiete der ehemaligen sozialistischen Staaten und Jugoslawiens weitgehend abgeschlossen. Russland begann, der hemmungslosen und unkontrollierten Eroberung des eigenen Marktes durch die westlichen Konzerne Schranken zu setzen. Das wurde im Westen nicht gerne gesehen, zumal die Produktionskapazit\u00e4ten im Westen in Hinblick auf die weitere Erschlie\u00dfung des russischen Marktes stark ausgebaut worden waren. Von da an nahmen die Feindseligkeiten gegen\u00fcber Russland zu. Aber Russland und China sind zu gro\u00df und zu stark, um sie gewaltsam zur \u00d6ffnung zu zwingen.<\/p>\n<p>Jedoch gab es andere Staaten, schw\u00e4chere, die ebenfalls \u00fcber Marktpotential verf\u00fcgten, besonders im Nahen Osten. Staaten wie Libyen und Syrien waren nicht arm, verf\u00fcgten sogar \u00fcber erhebliche staatliche \u00dcbersch\u00fcsse oder eine nur geringe Staatsverschuldung. Das bot nicht nur Raum f\u00fcr Konsum sondern auch f\u00fcr Staatsverschuldung. So wurde denn besonders Libyen zu Beginn der 2000er Jahre von den westlichen Staaten, besonders Frankreich und Deutschland, stark umworben, nachdem es vom Vorwurf freigesprochen worden war, F\u00f6rderer des Terrorismus zu sein, der der Aufnahme wirtschaftlicher Beziehungen im Wege gestanden hatte.<\/p>\n<p>So lange es keine anderen Mittel gab, die M\u00e4rkte zu \u00f6ffnen, mussten die wahrgenommen werden, die zur Verf\u00fcgung standen. Unter den damaligen Bedingungen war ein Krieg mit Syrien oder Libyen undenkbar, weil er keinen Sinn gemacht h\u00e4tte: zu teuer und nicht erfogversprechend. Zudem w\u00e4re kein Volk in den westlichen Staaten bereit gewesen, einen Krieg zu unterst\u00fctzen und seine Kosten und Opfer zu tragen.<\/p>\n<p>Das \u00e4nderte sich mit dem arabischen Fr\u00fchling, der die Stabilit\u00e4t vieler Staaten von innen ersch\u00fctterte. Das war das Szenario, das den Interessen und Pl\u00e4nen der westlichen Staaten in die H\u00e4nde spielte. Denn nun konnte man Kr\u00e4fte in den L\u00e4ndern selbst \u2013 nicht zuletzt auch \u2013 milit\u00e4risch unterst\u00fctzen, die f\u00fcr die eigenen Ziele n\u00fctzlich und nutzbar schienen, ohne das Blut der eigenen Soldaten vergie\u00dfen zu m\u00fcssen. Folgerichtig unterst\u00fctzte man die Gegner Assads in Syrien und die Gaddhafis in Libyen.<\/p>\n<p>Von diesen erhoffte man sich gr\u00f6\u00dfere wirtschaftliche und politische Zugest\u00e4ndnisse, als die alten Herrscher zu gew\u00e4hren bereit waren. Das war auch der Grund, weshalb man sich gegen\u00fcber den Gegnern Mubaraks in \u00c4gypten zur\u00fcck hielt. Was sollten die schon mehr bieten als das, wozu der Freund des Westens, Mubarak, nicht auch bereit gewesen w\u00e4re? Der Westen unterst\u00fctze den Regime-Change durch die oppositionellen Kr\u00e4fte in Syrien und Libyen, nicht aber den in Bahrein und anderen prowestlichen Staaten des Vorderen Orient, auch nicht in \u00c4gypten. Den f\u00f6rderte man erst sp\u00e4ter &#8211; von Mursi zu al Sisi.<\/p>\n<p>Hatte man im Irak und Afghanistan noch eigene Truppen und Milliarden von Dollar einsetzen m\u00fcssen, so fiel der widerspenstige Gaddhafi zu vernachl\u00e4ssigbaren Kosten, und gleiches erhoffte man sich auch in Syrien. Denn auch hier gab es Kr\u00e4fte im Lande, deren Kampf gegen Assad man mit den eigenen Interessen verbinden konnte. Und die Medien zuhause an der \u201eHeimatfront\u201c unterst\u00fctzen mit manipulierten Nachrichten den Kampf f\u00fcr Menschenrechte und gegen die blutr\u00fcnstigen Diktatoren, womit man nicht al Sisi sondern Assad und Gaddhafi meinte.<\/p>\n<h5>Nah-Ost nach dem Regime-Change<\/h5>\n<p>Fast zehn Jahre nach dem Beginn des Arabischen Fr\u00fchlings hat sich jedoch die Lage im Nahen Osten, aber auch die Weltlage insgesamt wesentlich ver\u00e4ndert. Assad scheint den Krieg mit der Unterst\u00fctzung Russlands gegen die innere Opposition sowie die ausl\u00e4ndischen K\u00e4mpfer und Unterst\u00fctzer zu gewinnen. Die NATO geht an ihrer S\u00fcd-Ost-Seite geschw\u00e4cht aus diesem Krieg hervor. Die T\u00fcrkei geht zunehmend auf Distanz zum Westen, weil sie sich von der NATO im Syrien-Konflikt allein gelassen f\u00fchlte und den Westen als Drahtzieher hinter dem Milit\u00e4rputsch von 2016 sieht. Ein Weiteres tragen die Sanktionen des Westens zur Entfremdung bei. Gleichzeitig hat sich das Verh\u00e4ltnis zwischen Russland und der T\u00fcrkei deutlich verbessert.<\/p>\n<p>Russland geht als der Gewinner aus den Konflikten im Nahen Osten hervor, die USA und der Westen haben an Einfluss und Ansehen verloren. Der Wiederaufbau Syriens findet im Moment noch ohne den Westen statt, der in seiner realit\u00e4tsfernen \u00dcberheblichkeit immer noch glaubt, dass es ohne ihn nicht geht, und sich deshalb in der Lage w\u00e4hnt, an seine Beteiligung am Wiederaufbau Bedingungen stellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Libyen ist als Staat zerfallen. Die widerstrebenden gesellschaftlichen Kr\u00e4fte, die Gaddhafi nur durch die Anwendung von Zwang und Gewalt hatte in einem staatlichen Verband zusammenhalten k\u00f6nnen, haben offenbart, dass Gaddhafi nicht der brutale Charakter war, als den der Westen ihn immer so gerne dargestellt hatte. Es waren die schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen, die zu solchen Ma\u00dfnahmen zwangen, wollte er nicht die staatliche Einheit des Landes gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Die vom Westen eingesetzte Regierung, die nur vom ihm selbst anerkannt ist, nicht von den Libyern, ist diesen Bedingungen nicht gewachsen. Sie lebt von ihrer Bedeutungslosigkeit und ist angewiesen auf die Duldung und Unterst\u00fctzung von Kr\u00e4ften, die weder \u00fcber eine demokratische Legitimation noch \u00fcber rechtsstaatliches Denken verf\u00fcgen. Nun wird die staatliche Einigung Libyens wieder mit Gewalt durch General Haftar in Angriff genommen, also mit denselben Mitteln, um derentwillen Gaddhafi vom Westen angefeindet und letztlich bek\u00e4mpft und ermordet worden war.<\/p>\n<p>Haftar scheint die einzige Kraft zu sein, die den Wunsch der Libyer nach gesicherten Verh\u00e4ltnissen und Stabilit\u00e4t gew\u00e4hrleisten kann. In den USA, wo er etwa 20 Jahre lebte und deren Geheimdienst er \u00fcber diese Zeit verbunden war, und Frankreich hat er anscheinend nun auch Unterst\u00fctzer aus den Reihen des Wertewestens gefunden. Da scheint es nun nicht mehr zu st\u00f6ren, dass er wie Gaddhafi mit den Mitteln der Gewalt eine L\u00f6sung herbeizuf\u00fchren versucht, die diejenigen im Westen in den vergangenen Jahren nicht erreichen konnten, die sich in der Behauptung gefielen, dass der Konflikt nur politisch zu l\u00f6sen sei. Auch Gewalt kann manchmal eine L\u00f6sung sein. Das wird dort nicht bestritten, wo sie im Interesse des Westens angewendet wird.<\/p>\n<h5>Deutung des Regime-Change<\/h5>\n<p>Waren die ersten Versuche nach dem Ende der Sowjetunion noch erfolgreich, so hat sich die Stimmung in der Welt angesichts der Verlogenheit, mit der der Wertewesten den Regime-Change als \u201ehumanit\u00e4re\u201c Intervention zu rechtfertigen versuchte, erheblich gewandelt. In Afghanistan und Irak war der Westen nur durch die Anwendung von milit\u00e4rischer Gewalt erfolgreich.<\/p>\n<p>Aber trotz der Unterst\u00fctzung durch Regierungen, die weitgehend auf das Betreiben des Westen zur\u00fcckgehen, werden die erw\u00fcnschten Ergebnisse nicht erreicht. Der Irak ist weiter instabil und war sogar von den wenigen Tausend K\u00e4mpfern des IS 2015 in seiner Existenz bedroht. Die irakische Armee war nicht bereit, f\u00fcr eine Regierung zu k\u00e4mpfen, die sie weniger als Ausdruck des irakischen Volkswillen sah sondern vielmehr als der Interessen der westlichen Staaten.<\/p>\n<p>In Afghanistan gelang es den westlichen Truppen nicht trotz der Unterst\u00fctzung durch eine prowestliche Regierung, die Taliban zu besiegen. Sie sind heute st\u00e4rker denn je, sodass die USA mit mit den Aufst\u00e4ndischen an der afghanischen Regierung vorbei \u00fcber einen gesichtswahrenden R\u00fcckzug aus dem Krieg verhandeln muss. Und es sieht nicht danach aus, dass die USA den Gang der Verhandlungen bestimmen.<\/p>\n<p>Gelingt es den USA und dem Westen schon nicht, einen Regime-Change in einer Gesellschaft durchzusetzen, wo sie auf die Unterst\u00fctzung einer im wesentlichen vom Wertewesten bestellten Regierung setzen kann, so sind sie noch weniger erfolgreich in Gesellschaften, wo die Regierung im Verbund mit der Mehrheit der Gesellschaft sich gegen diesen Umsturz zur Wehr setzt. Beispielhaft daf\u00fcr stehen Syrien und Venezuela.<\/p>\n<p>Syrien hat den Umsturzversuch des Westens bisher dank russischer und iranischer Unterst\u00fctzung erfolgreich abwehren k\u00f6nnen, daf\u00fcr aber einen hohen Tribut gezahlt. Das Land, besonders die gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte sind stark zerst\u00f6rt, siehe Homs und Aleppo. Es gibt Hunderttausende von Toten und Verletzten, Millionen von Fl\u00fcchtlingen, wobei gerade die Flucht qualifizierter Kr\u00e4fte, die nun auch noch an der R\u00fcckkehr gehindert werden, der Wirtschaft erheblichen Schaden zugef\u00fcgt hat und den Wiederaufbau des Landes erschwert.<\/p>\n<p>In Venezuela ist der Eingriff des Wertewestens noch nicht so weit vorangeschritten. Noch beschr\u00e4nken sich besonders die USA auf die St\u00f6rung der Wirtschaft durch Sanktionen und Sabotageakte. Wenn man auch in Guido nun einen Mann gefunden zu haben glaubt, der die Opposition einen und als kompakte Kraft gegen Maduro f\u00fchren kann, so ist fraglich, ob dessen Anh\u00e4nger bereit sind, das eigene Leben auf Spiel zu setzen, wie es bei den Gegnern Assads der Fall war.<\/p>\n<p>Wenn auch die Opposition in Caracas Maduro die Pest an den Hals w\u00fcnscht, so scheinen seine meist wohlhabenden Gegner ein angenehmes Leben dem Kampf auf Leben und Tod den Vorzug zu geben, zumal auch ihnen nicht klar ist, wessen Interessen letztlich der vollmundige Guaido vertritt. Trotz aller Feindschaft gegen\u00fcber Maduro scheinen die meisten Venezolaner nicht gewillt, f\u00fcr einen B\u00fcrgerkrieg den Blutzoll zu zahlen, bei dem nicht klar ist, wessen Interessen er letztlich dient.<\/p>\n<p>Guaidos vollmundige Erkl\u00e4rungen haben anfangs die Massen begeistert und auch die Politiker und Medien im Westen, alle Feinde Maduros und des Systems, das sie als sozialistisch ansehen. Aber der Messias der US-Interessen scheint nicht erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, was er seinen Landsleuten versprach. Die Hilfsmittel der USA kamen nicht ins Land, die angek\u00fcndigten Hunderttausende von Unterst\u00fctzern haben den Transport \u00fcber die Grenze nicht durchsetzen k\u00f6nnen, die Armee hat sich nicht von Maduro losgesagt und das Licht kam nach den Anschl\u00e4gen auf die Stromversorgung nicht durch ihn, Guaido, zur\u00fcck sondern durch das Regime, dem er Inkompetenz vorwarf.<\/p>\n<p>Auch der von ihm angek\u00fcndigte Marsch auf Caracas ist bis heute ausgeblieben, obwohl er schon mehrmals angek\u00fcndigt wurde und demnach l\u00e4ngst die Hauptstadt h\u00e4tte erreicht haben sollen. Guaido entpuppt sich zunehmend als Maulheld wie sein Unterst\u00fctzer Trump. Der Regime-Change durch Guaido scheint vorerst auszubleiben, wenn er denn \u00fcberhaupt stattfinden wird. Doch darf das nicht vorschnell ausgeschlossen werden angesichts der massiven Gewalt gegen die venezolanische Wirtschaft, die von Washington immer aggressiver eingesetzt wird.<\/p>\n<h5>Fazit<\/h5>\n<p>Die Regime-Change-Versuche Washingtons und des Westens allgemein geraten immer h\u00e4ufiger und immer fr\u00fcher ins Stocken. Bereits vollzogenen wie in Libyen, Afghanistan und auch Irak droht die R\u00fcckkehr zu alten Verh\u00e4ltnissen. Das ist noch die bessere Alternative. Schlimmer sind f\u00fcr den Westen die Ergebnisse ihrer Regime-Change-Versuche in Syrien und Libyen, wo Amerikaner und der Westen an Einfluss verlieren, Russen und Chinesen aber gewinnen. Immer h\u00e4ufiger aber m\u00fcssen sie wie in Venezuela m\u00fcssen unter dem w\u00fctenden Schnauben des blindlings und hysterisch um sich schlagenden Washingtons abgesagt oder aufgeschoben werden, bis g\u00fcnstigere Bedingungen geschaffen worden sind.<\/p>\n<p>Regime-Change scheint unter den weltweit ver\u00e4nderten Bedingungen schwieriger geworden zu sein. Russland ist milit\u00e4risch, aber auch wirtschaftlich erstarkt. Chinas Finanz- und Wirtschaftskraft dr\u00e4ngt in allen Teilen der Welt den Einfluss des Wertewestens zur\u00fcck und macht dadurch die Gastl\u00e4nder vom Westen unabh\u00e4ngiger. Desweiteren misstraut die \u00d6ffentlichkeit in den L\u00e4ndern des Wertewestens dem Menschenrechtsgefasel der eigenen Regierungen immer mehr. Russland und China sind beliebter als die USA, die immer mehr als St\u00f6renfried im Zusammenleben der V\u00f6lker empfunden werden.<\/p>\n<p>Und genau daher r\u00fchrt die Schw\u00e4che des Wertewestens. Wenn er auch milit\u00e4risch immer noch allen Kontrahenten und Konkurrenten \u00fcberlegen ist, auch in den meisten wirtschaftlichen Bereichen, so verliert er zunehmend die Unterst\u00fctzung der eigenen Bev\u00f6lkerung. Kriege wie seinerzeit in Vietnam und Korea sind nicht mehr durchsetzbar und f\u00fchrbar. Selbst die USA m\u00fcssen darauf achten, dass die eigenen Opferzahlen nicht zu hoch werden, ganz zu schweigen von den Deutschen und anderen Europ\u00e4ern. Die V\u00f6lker des Westens sind nicht mehr bereit, die eigenen Kinder zu opfern f\u00fcr wirtschaftliche Interessen oder Werte, von denen man selbst nicht \u00fcberzeugt ist.<\/p>\n<p>Um Regime-Change durchzuf\u00fchren ist der Wertewesten auf Kr\u00e4fte in den Gesellschaften angewiesen, die bereit sind sich f\u00fcr die Interessen des Westens zu opfern. Auch deren Zahl wird geringer, weil sich die USA im Irak, Afghanistan und zuletzt auch in Syrien als unzuverl\u00e4ssiger Kantonist erwiesen haben, die mitten im Fluss die Pferde wechseln wie seinerzeit im ersten Irak-Krieg und Verb\u00fcndete der Rache des Gegners \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Andererseits werden solche milit\u00e4rischen Aktionen f\u00fcr die USA und den Westen selbst immer unkalkulierbarer, weil die unterst\u00fctzten Kr\u00e4fte wie die Mudjaheddin in Afghanistan oder die Rebellen in Syrien auch die USA f\u00fcr die eigenen Interessen benutzen. Die Waffen, die den Mudjaheddin einst gegeben wurden, um die Sowjetunion in Afghanistan zu bek\u00e4mpfen, richteten sich sp\u00e4ter gegen die westlichen Soldaten im Krieg gegen den Terror, den der Westen dem Land erkl\u00e4rt hatte.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich war die Entwicklung in Syrien, als Rebellengruppen, die vom Westen mit Waffen f\u00fcr den Kampf gegen Assad ausger\u00fcstet worden waren, sich zum IS zusammenschlossen und, entt\u00e4uscht \u00fcber die mangelhafte Unterst\u00fctzung des Westens, nun nicht mehr gegen Assad k\u00e4mpften, sondern gegen das schw\u00e4chere Bagdad marschierten. Nur unter Aufbietung der letzten Kr\u00e4fte der irakischen Armee, der US-Streitkr\u00e4fte und vor allem iranischer Hilfstruppen konnten der IS gestoppt werden.<\/p>\n<p>Der Westen muss sich auf solche unsicheren Kr\u00e4fte bei seinen milit\u00e4rischen Aktionen st\u00fctzen, weil er sich nicht mehr auf die Zustimmung der eigenen V\u00f6lker st\u00fctzen kann. Diese sind nicht mehr bereit, milit\u00e4rische Abenteuer zu finanzieren und daf\u00fcr Opfer zu bringen, weder finanzielle noch Menschenleben.<\/p>\n<p>Die V\u00f6lker des Westens misstrauen den eigenen Regierungen und sind nicht mehr \u00fcberzeugt von der \u00dcberlegenheit der eigenen Werte, die ihre Vertreter immer wieder im Munde f\u00fchren. Denn sie sehen diese Werte in ihrem eigenen Alltag in ihren Gesellschaften nicht verwirklicht. Man verlangt von ihnen Opfer zu bringen f\u00fcr Werte, f\u00fcr die ihre Regierungen bereit sind, Kriege zu f\u00fchren. Aber die Gesellschaften, in denen sie leben, richten sich selbst nicht nach diesen Werten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>R\u00fcdiger Rauls ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<p>Erstver\u00f6ffentlichung am 25.04.2019 im Blog des Autors: <a href=\"https:\/\/ruedigerraulsblog.wordpress.com\/2019\/04\/25\/der-westen-schwaechelt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/ruedigerraulsblog.wordpress.com\/2019\/04\/25\/der-westen-schwaechelt\/<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/kompass-zeitung-finanzen-richtung-2779371\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">pixabay.com<\/a>, User: <a class=\"hover_opacity\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/AbsolutVision-6158753\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AbsolutVision, <\/a>Lizenz: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pixabay License<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von R\u00fcdiger Rauls<\/b><br \/>\nSeit dem Ende der Sowjetunion und des Sozialismus hat sich der Systemkonkurrent Kapitalismus \u00fcber den ganzen Erdball ausdehnen k\u00f6nnen. Wo sich Widerstand regte, griff man zur Strategie des Regime-Change. Sanktionen, Farbenrevolutionen und offene Milit\u00e4rinterventionen sollten den f\u00fchrenden kapitalistischen Staaten den Marktzugang erzwingen. Aber die Zeit der ersten schnellen Erfolge wie in Jugoslawien und einigen Nachfolge-Staaten der Sowjetunion scheinen vorbei. Syrien, Venezuela und Libyen zeigen die M\u00e4ngel dieser Strategie auf und offenbaren damit auch eine grunds\u00e4tzliche Schw\u00e4che des Westens.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6444,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[272,124,1154,1153,122],"class_list":["post-6442","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-der-westen-und-russland","tag-politik","tag-regime-change","tag-westeuropa","tag-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/compass-2779371_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1FU","jetpack-related-posts":[{"id":6296,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6296","url_meta":{"origin":6442,"position":0},"title":"08.05.2019 \u2013 Syrien, Venezuela, Libyen \u2013 Grenzen des Regime-Change","author":"Webredaktion","date":"1. Mai 2019","format":false,"excerpt":"Syrien, Venezuela, Libyen \u2013 Grenzen des Regime-Change - Veranstaltung am Mittwoch, den 8.5.2019 um 19:30 im Gasthaus Ternes, Dom\u00e4nenstr. 54, Trier - Veranstalter: Jenny-Marx-Club Trier, Unterst\u00fctzer: Freidenker RLP\/Saar und Nachdenkseiten-Trier Nach dem\u00a0Niedergang der UdSSR war das westliche Modell von Demokratie und Marktwirtschaft zum beherrschenden System weltweit geworden. Viele Staaten jedoch\u2026","rel":"","context":"In &quot;Veranstaltungen in den DFV-Landesverb\u00e4nden&quot;","block_context":{"text":"Veranstaltungen in den DFV-Landesverb\u00e4nden","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=19"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/pixabay_diskussion_800.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/pixabay_diskussion_800.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/pixabay_diskussion_800.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/pixabay_diskussion_800.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":10904,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=10904","url_meta":{"origin":6442,"position":1},"title":"Deutschland boykottiert Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen","author":"Webredaktion","date":"27. Juli 2021","format":false,"excerpt":"Beitrag von Anti-Spiegel (d.i. Thomas R\u00f6per) Die sch\u00f6nen Worte deutscher Politiker und ihre tats\u00e4chlichen Handlungen gehen oft weit auseinander. Das zeigt nun wieder der Boykott der Anti-Rassismus-Konferenz der UNO. Deutschen Politikern geht es nicht um Rassismus, sondern um politische Ideologie. Beispiele daf\u00fcr ... gibt es reichlich. So hat Deutschland zum\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/UN_security_council_2006_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/UN_security_council_2006_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/UN_security_council_2006_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/UN_security_council_2006_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":3023,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3023","url_meta":{"origin":6442,"position":2},"title":"NATO-Weltmachtpolitik und Schwellenl\u00e4nder","author":"Webredaktion","date":"27. Januar 2015","format":false,"excerpt":"Beitrag aus jw von Klaus von Raussendorff Ist Russland ein imperialistischer Staat? Hat sich dort eine spezifische Variante des staatsmonopolistischen Kapitalismus entwickelt? W\u00e4re das der Fall, w\u00e4re die nachstehend diskutierte Frage sinnlos. Sie lautet, ob in Russland (wie auch in den anderen BRICS-Staaten: Brasilien, Indien, China und S\u00fcdafrika) Strukturen und\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/flag-3036169_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/flag-3036169_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/flag-3036169_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/flag-3036169_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":19308,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19308","url_meta":{"origin":6442,"position":3},"title":"Warum die Wahrheit auf der Strecke bleiben soll","author":"Webredaktion","date":"11. Juni 2024","format":false,"excerpt":"Beitrag von\u00a0Prof. Dr. Anton Latzo Anl\u00e4sslich des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die von den Regierenden und ihren Auftraggebern und Ideologen, von Medien und den zahlreichen Stiftungen betriebene Geschichtsbetrachtung der politischen Opportunit\u00e4t untergeordnet wird. Das Zeigen der sowjetischen Fahne, die 1945 als Zeichen des\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Halle_des_Ruhms_Wolgograd_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Halle_des_Ruhms_Wolgograd_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Halle_des_Ruhms_Wolgograd_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Halle_des_Ruhms_Wolgograd_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":23890,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23890","url_meta":{"origin":6442,"position":4},"title":"Vorw\u00e4rts, und nicht vergessen!","author":"Webredaktion","date":"15. Dezember 2025","format":false,"excerpt":"Gedanken zur Leninschen Imperialismus-Theorie und zur Gegenwart Vortrag von Anton Latzo In den Kreisen der Antikommunisten und des Reformismus nimmt die Gegen\u00fcberstellung von Leninismus und Marxismus breiten Raum ein. In Wirklichkeit war Lenin nicht nur ein Kenner der Arbeiten von Marx und Engels. Die Erkenntnisse von Marx und Engels waren\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Vladimir_Lenin_giving_a_speech_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Vladimir_Lenin_giving_a_speech_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Vladimir_Lenin_giving_a_speech_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Vladimir_Lenin_giving_a_speech_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":13763,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13763","url_meta":{"origin":6442,"position":5},"title":"F\u00fcr den Frieden, f\u00fcr die Werkt\u00e4tigen","author":"Webredaktion","date":"14. Juli 2022","format":false,"excerpt":"Beitrag von Prof. Dr. Anton Latzo Vom 9. bis 12. Juli 1952 tagte in Berlin die 2. Parteikonferenz der SED, ... . Sie wurde aus internationalen und nationalen Gr\u00fcnden notwendig. Internationale Aspekte: Die Jahre nach dem Abschluss des Potsdamer Abkommens waren bestimmt von der politischen Kehrtwende der westlichen Alliierten der\u2026","rel":"","context":"In &quot;Geschichte&quot;","block_context":{"text":"Geschichte","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=1162"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bundesarchiv_Bild_183-15410-0411_Berlin_Demo_zur_SED-Parteikonferenz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bundesarchiv_Bild_183-15410-0411_Berlin_Demo_zur_SED-Parteikonferenz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bundesarchiv_Bild_183-15410-0411_Berlin_Demo_zur_SED-Parteikonferenz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bundesarchiv_Bild_183-15410-0411_Berlin_Demo_zur_SED-Parteikonferenz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6442"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6442\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}