{"id":6308,"date":"2019-05-16T01:00:24","date_gmt":"2019-05-15T23:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6308"},"modified":"2019-06-21T13:12:58","modified_gmt":"2019-06-21T11:12:58","slug":"gegen-die-liquidierung-des-antifaschismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6308","title":{"rendered":"Gegen die Liquidierung des Antifaschismus"},"content":{"rendered":"<p><em>von <strong>Klaus Hartmann<\/strong><\/em><\/p>\n<pre><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Hinweis der Webredaktion: Dieser Beitrag wurde erstmals im April 2005 ver\u00f6ffentlicht und ist somit schon 14 Jahre alt. Es handelt sich um die erste Stellungnahme des Freidenker-Verbandes zu den \"Antideutschen\". Da der Beitrag immer wieder nachgefragt wird, ver\u00f6ffentlichen wir ihn hiermit erstmals online und ordnen ihn der seit 2015 bestehenden Serie \"Zeit der Verleumder\" zu, da er thematisch dazugeh\u00f6rt.<\/span> <\/strong><\/pre>\n<p><em>Der Beitrag basiert auf Vortr\u00e4gen des Autors bei der Freidenker-Konferenz &#8222;Aufkl\u00e4rung gegen Volksverdummung und Zerst\u00f6rung der Vernunft&#8220; am 19.02 2005 und der Internationalen Irak-Konferenz am 12.03.2005, jeweils in Berlin.<\/em><\/p>\n<p><strong>Nachdem 1990 die Idee des Sozialismus durch das Scheitern seiner Realisierungsversuche hinl\u00e4nglich diskreditiert erschien, freute sich Francis Fukujama \u00fcber das &#8222;Ende der Geschichte&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p>Ein anderer Bestsellerschreiber namens Samuel Huntington lieferte die Vorlage, nach der die k\u00fcnftigen Kriege aufzuz\u00e4umen seien, den &#8222;Zusammenprall der Zivilisationen&#8220; resp. Kulturen. Dem entsprach das folgende Ersatzfeindbild Islam mitsamt &#8222;Schurkenstaaten&#8220;, &#8222;Achse des B\u00f6sen&#8220; und dem permanenten &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220;.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von Bestsellerlisten waren die berufenen Meinungsbildner bem\u00fcht, ein m\u00f6glichst dauerhaftes geistiges Klima zu schaffen, in dem &#8222;kein Gedanke an Sozialismus&#8220;, ja nicht mal an progressive Gesellschaftsver\u00e4nderung mehr denkbar sein sollte.<\/p>\n<p>Dazu sollte in Deutschland die juristische &#8222;Aufarbeitung&#8220; der so genannten &#8222;SED-Diktatur&#8220; als eines unhinterfragbar als Unrechtsstaat zu klassifizierenden Gebildes beitragen. Entsprechend den Worten des Dienstherrn Kinkel anl\u00e4sslich eines Deutschen Richtertages machte sich die vorgeblich unabh\u00e4ngige Justiz an die Umsetzung seines Auftrages der &#8222;Delegitimierung der DDR mit juristischen Mitteln&#8220;. (Wo doch die Gewaltentrennung ein heiliges, die b\u00fcrgerliche Demokratie geradezu konstituierendes Element ist, in dessen Ermangelung ja gerade die DDR erst zum Unrechtsstaat avancierte). In der Folge entstand das gefl\u00fcgelte Wort, dass die bundesdeutsche Justiz als Wiedergutmachung des eigenen Vers\u00e4umnisses, auch nur einen einzigen Nazi-Juristen jemals belangt zu haben, nun aber keinen Kommunisten ungeschoren davon kommen lassen wollte.<\/p>\n<h5><strong>DDR und Friedensgebot abgewickelt <\/strong><\/h5>\n<p>Zum Programm der Delegitimierung geh\u00f6rte es, die politische und milit\u00e4rische F\u00fchrung des untergegangenen Staates anzuklagen, dem damit posthum die Eigenschaft als V\u00f6lkerrechtssubjekt abgesprochen wurde. (Wo doch die BRD keine Sekunde fr\u00fcher Mitglied der UNO werden durfte, als die DDR.) Oder aus anderer Perspektive betrachtet: Das nach dem Sieg der Antihitlerkoalition neu begr\u00fcndete V\u00f6lkerrecht wurde vom wiedervereinigten Rechtsstaat umgehend mit F\u00fc\u00dfen getreten. Zu den besonders zynischen Leistungen z\u00e4hlt hierbei, die DDR einerseits als Staat des &#8222;verordneten Antifaschismus&#8220; zu beschuldigen, dann DDR-Urteile gegen Nazi-Verbrecher aufzuheben, offenbar auch Rachegel\u00fcsten deren DDR-Richter wegen Rechtsbeugung anzuklagen, um schlie\u00dflich der DDR wegen der nach ihrem Ende in Erscheinung getretenen Neonazis mangelnde antifaschistische Effektivit\u00e4t vorzuwerfen.<\/p>\n<p>Ein zentrales Anliegen ist, zu verdr\u00e4ngen, dass sich die Deutsche Demokratische Republik ab 1949 als Bollwerk im Kampf gegen die alt- und neonazistischen Kr\u00e4fte in der BRD erwiesen hatte. Angesichts der bundesdeutschen Realit\u00e4t soll vergessen gemacht werden, dass zu den Verpflichtungen Deutschlands nach der Befreiung vom Faschismus die Enteignung der Kriegsverbrecher und die \u00dcberf\u00fchrung der Schl\u00fcsselindustrien in Gemeineigentum geh\u00f6rte. Dar\u00fcber fanden auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen Volksabstimmungen statt \u2013 um deren Ergebnis sich freilich niemand scherte. Dazu geh\u00f6rt weiter die Verpflichtung zur Demilitarisierung ebenso wie dass faschistische Organisationen kraft alliierter Bestimmungen verboten sind. Die Nichterf\u00fcllung all dieser Prinzipien wurde geradezu als Ausweis eigener \u201eFreiheit\u201c ausgegeben, und ist heute zugleich Veranlassung, die geschichtliche Rolle des antifaschistischen deutschen Staates zu negieren.<\/p>\n<p>Aus volksp\u00e4dagogischer F\u00fcrsorge wurden die bisherigen Mahn- und Gedenkst\u00e4tten der DDR zu Gedenkst\u00e4tten reduziert, der Aufgabe des Mahnens enthoben, aber das Gedenken auf die in der SBZ umgekommenen Nazis ausgedehnt, die auf Beschluss aller vier Alliierten nach 1945 interniert wurden. Zugleich wurde entdeckt, dass Opfergruppen wie Juden oder Schwulen in der DDR nicht hinreichend gedacht worden sei, weswegen nun ausgleichend die Erinnerung an den politischen Widerstand zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden soll, ja dem Widerstand der Kommunisten wurden gar &#8222;niedrige Beweggr\u00fcnde&#8220; untergeschoben, da die ja nur eine &#8222;Diktatur unter anderen Vorzeichen&#8220; zu errichten trachteten. Im Ergebnis war der Widerstand organisierende Kommunist im KZ kaum besser als sein SS-Bewacher, und eine milit\u00e4rische Selbstbefreiung der H\u00e4ftlinge im KZ Buchenwald durfte es auch deshalb nicht gegeben haben, um die befreiende Tat der US-Army vorzubehalten.<\/p>\n<p>Inzwischen ist um den 8. Mai 1945 und seine Deutungshoheit die &#8222;Erinnerungsschlacht&#8220; (Norbert Frei, \u00bbDIE ZEIT\u00ab Nr.44, 21.10.2004) entbrannt. &#8222;Untergang&#8220; scheint 2005 die bevorzugte Formel f\u00fcr das zu sein, was man nicht als Befreiung begreifen kann. Schon im Vorfeld wurden die Jahrestagsfeierlichkeiten zum &#8222;D-Day&#8220; mit einem Get\u00f6se inszeniert, damit der Hauptanteil der Roten Armee an der Befreiung m\u00f6glichst in Vergessenheit ger\u00e4t; wie schon in gewohnter Weise der Widerstand auf die Milit\u00e4rs um Stauffenberg reduziert wurde. Und aus tagespolitischen Gr\u00fcnden m\u00fcssen offenbar die B\u00fcrger aus Neuf\u00fcnfland daran erinnert werden, dass sie ja erst 1989 &#8222;richtig befreit&#8220; wurden. Selbst &#8222;60 Jahre danach&#8220; f\u00e4llt es den ultrareaktion\u00e4ren Kr\u00e4ften immer noch schwer, sich mit der &#8222;Niederlage&#8220; 1945, die sie v\u00f6llig authentisch als solche und als die ihre versp\u00fcren, abzufinden. Das schl\u00e4gt sich in S\u00e4tzen nieder wie dem (inzwischen revidierten) aus der Berliner Bezirksversammlung Steglitz-Zehlendorf &#8222;Der 8. Mai 1945 steht neben der Befreiung vom totalitaristischen Naziregime auch f\u00fcr den Schrecken und das Leid der Bev\u00f6lkerung, den die Rote Armee von Ostpreu\u00dfen bis nach Berlin zu verantworten hat.&#8220;<\/p>\n<p>Aber wer nahm Ansto\u00df an der Erkl\u00e4rung der deutschen Bisch\u00f6fe, welche diese zum 60. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 2005 unters Volk brachten: &#8222;Es war die Rote Armee, die die noch lebenden Opfer der Lager in Auschwitz befreite. Wir verkennen nicht die furchtbaren Folgen, die die Eroberung weiter Teile Deutschlands durch die Rote Armee f\u00fcr die dortige Bev\u00f6lkerung mit sich brachte. Von ihrer F\u00fchrung ermutigt, f\u00fcr die ungeheueren Verbrechen der Deutschen an der russischen Bev\u00f6lkerung Rache zu nehmen, standen sowjetische Soldaten nicht nur im gerechten Kampf gegen Hitler, sondern auch im Dienst der Verbrechen Stalins.&#8220; Diese skandal\u00f6se g\u00f6ttliche Offenbarung wurde auch bis dato noch nicht zur\u00fcckgenommen. Es hat nicht mal jemand eine Entschuldigung gefordert.<\/p>\n<p>Ganz unbelastet erkl\u00e4rt uns Guido Westerwelle am 06. Februar 2005: &#8222;Die Gewerkschaften sind eine Plage f\u00fcr unser Land.&#8220; Das Coming-out eines heimlichen Hitler-Verehrers? Jener wusste immerhin, wie man mit der Plage fertig wird. Und: &#8222;Die Gewerkschaften sind l\u00e4ngst eine Plage f\u00fcr das Land&#8220;, das wusste schon vor Westerwelle ein gewisser Joseph Goebbels, am 17. April 1933, 14 Tage vor dem SS-Sturm auf die Gewerkschaftsh\u00e4user.<\/p>\n<p>Nach wiedererlangtem Vollbesitz seiner Kr\u00e4fte schickte sich Deutschland 1990 umgehend an, sein au\u00dfenpolitisches Gesellenst\u00fcck zu machen, durch Heimholung seines traditionellen Hinterhofs, indem es seine Selbstbestimmung mittels Zerschlagung Jugoslawiens zu realisieren trachtete.<\/p>\n<p>Beim blutigen Finale im Verein mit den USA bei der NATO-Aggression 1999 wurde die antifaschistische Verpflichtung &#8222;Nie wieder Faschismus \u2013 nie wieder Krieg!&#8220; entsorgt, und durch Joseph Fischers &#8222;Nie wieder Auschwitz&#8220; ersetzt, was der rosa-olivgr\u00fcnen Bundesregierung bedeuten soll: \u00dcberall, wo nach ihrer bescheidenen Auffassung ein &#8222;neues Auschwitz&#8220; droht, wird dies durch Krieg pr\u00e4ventiv verhindert. Auschwitz wird gerade mal \u00fcberall dort neu erfunden, wo man die Bundeswehr aufmarschieren lassen will. Eine solch infame Relativierung des faschistischen Judenmordprogramms, und zwar regierungsamtlich, war bislang pr\u00e4zedenzlos. Diese neue Auschwitzl\u00fcge, wie \u00dcberlebende des Vernichtungslagers die neue Unversch\u00e4mtheit nannten, stellt einen Meilenstein staatsoffizieller Liquidierung des Antifaschismus dar.<\/p>\n<p>Sie wird erg\u00e4nzt durch ungez\u00e4hlte Ma\u00dfnahmen des Abbaus demokratischer Rechte, den Trend zur Total\u00fcberwachung und Erfassung von immer mehr Daten, die Aufweichung der Trennung von Polizei und Geheimdiensten sowie durch die Weigerung, dem verfassungsm\u00e4\u00dfigen Verbot aller faschistischen Organisationen Geltung zu verschaffen. Um diese Unt\u00e4tigkeit zu kaschieren, werden Katastrophen wie das gescheiterte NPD-Verbot inszeniert, das wegen zu starker Unterwanderung des &#8222;Verfassungsschutzes&#8220; durch NPD-Mitglieder (angeblich sei es umgekehrt) planm\u00e4\u00dfig an die Wand gefahren wurde. Flankiert durch fallweise Emp\u00f6rungsrhetorik und Aufrufe zu &#8222;Aufst\u00e4nden von Anst\u00e4ndigen&#8220; \u2013 was haupts\u00e4chlich die deutschen Exportchancen sichern soll \u2013 wird beharrlich an einer neuen Sinngebung von &#8222;Antifaschismus&#8220; gearbeitet. Heraus kommen soll ein nicht &#8222;\u201c als Staatsideologie, der von allen urspr\u00fcnglichen Inhalten, besonders des Antikapitalismus und Antirassismus &#8222;befreit&#8220;, auf die Hinnahme von Repression nach innen &#8211; Demokratieabbau + soziale Deklassierung &#8211; sowie kriegerischen Abenteuern nach au\u00dfen gerichtet ist.<\/p>\n<h5><strong>Die &#8222;Antideutschen&#8220; &#8211; Liquidatoren von &#8222;links&#8220; <\/strong><\/h5>\n<p>Die Abwicklungsversuche des Antifaschismus von rechter und reaktion\u00e4rer Seite verlangen zwecks umfassender Wirksamkeit der Erg\u00e4nzung &#8222;von links&#8220;, von vermeintlich links. Denn von der \u00bbFAZ\u00ab bis zu &#8222;Verfassungsschutz&#8220;-Berichten wird \u00fcbellaunig vermerkt, dass der Antifaschismus als letzte Dom\u00e4ne der Linken \u00fcbrig geblieben ist. Also muss ihr zumindest die Deutungshoheit entwunden werden.<\/p>\n<p>&#8222;Nie wieder Deutschland!&#8220; &#8211; &#8222;Kein 4.Reich!&#8220; 1990 erklangen solche Parolen auf Demonstrationen gegen die so genannte &#8222;Wiedervereinigung&#8220;, und angesichts der neuen nationalen Besoffenheit war mancher geneigt, ihnen mit Sympathie zu begegnen. Zumindest schien au\u00dfer Frage zu stehen, dass es sich dabei irgendwie um Linke handelt. Das \u00e4nderte sich, als gro\u00dfe Teile dieser Str\u00f6mung beim Weltordnungskrieg gegen den Irak 1991 Partei f\u00fcr die Aggressoren ergriff. Personell und politisch speiste sich die &#8222;antideutsche&#8220; Bewegung aus Zerfallsprodukten der &#8222;Autonomen&#8220; und &#8222;undogmatischen Linken&#8220; im universit\u00e4ren Milieu, die sich anschickten, den letzten verbliebenen Hort der Linken, den Antifaschismus zu besetzen und ihrem Verst\u00e4ndnis gem\u00e4\u00df umzuformen. Ihre Leitmedien sind \u00bbBahamas\u00ab (f\u00fcr die Hartgesottenen) sowie etwas softer \u00bbJungle World\u00ab und \u00bbkonkret\u00ab; erg\u00e4nzend w\u00e4re noch aus \u00d6sterreich \u00bbDie J\u00fcdische\u00ab zu nennen, Sprachrohr der faschistischen israelischen Siedler-Unterst\u00fctzerszene.<\/p>\n<p>Obwohl \u00fcberzeugt prokapitalistisch, bestenfalls reformistisch, huldigen viele &#8222;Antideutsche&#8220; einer ausgesprochen linksradikalen Rhetorik, nehmen das Attribut &#8222;kommunistisch&#8220; f\u00fcr sich in Anspruch, und operieren mit marxistischen Versatzst\u00fccken. Das ist weniger Selbststilisierung, als Mittel zum Zweck: Die Politische \u00d6konomie wird auf Wertkritik reduziert und geschlussfolgert, dass der Widerspruch zwischen Tauschwert und Gebrauchswert sowie der Fetischcharakter des Geldes die antikapitalistischen Bewegungen dazu verleite, anstelle des Kapitalverh\u00e4ltnisses die Kapitalisten anzugreifen. Genau dies sei, und das ist der Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr diese Experten, &#8222;antisemitisch&#8220;. Was (nach ihrer Meinung) zu beweisen war.<\/p>\n<p>Und auf diesen &#8222;Antisemitismus&#8220; kommen sie so: Nach ihrem (leider falschen) Verst\u00e4ndnis findet die Erzeugung von Mehrwert in der Sph\u00e4re der Zirkulation, nicht der Produktion statt. Im Bereich der Zirkulation sind jedoch, schon historisch begr\u00fcndet, besonders viele Menschen j\u00fcdischen Glaubens t\u00e4tig: Das von den Nazis so genannte &#8222;raffende Kapital&#8220; eben, im Gegensatz zum guten &#8222;schaffenden Kapital&#8220;. Und mit dieser, von Judenhassern unterschiedlichster Provenienz \u00fcbernommenen Unterstellung stellen die &#8222;Antideutschen&#8220; kurzerhand alle antikapitalistischen Kr\u00e4fte unter generellen &#8222;Antisemitismus&#8220;-Verdacht.<\/p>\n<p>Soziale Proteste werden von den &#8222;Antideutschen&#8220; denunziert als angeblich vom antisemitischen Bild der &#8222;guten ehrlichen Arbeit&#8220; geleitet. Die Wahrnehmung des Kapitalismus als schachernd und wuchernd in der antij\u00fcdischen Propaganda wird nicht kritisiert, sondern einfach umgedreht und affirmiert. Gibt es einen schlagenderen Beweis f\u00fcr die Befangenheit der Antideutschen in antisemitischer Ideologie, als diese philosemitische Wendung genuin antisemitischer Ideologie?<\/p>\n<p>Nach dieser verqueren Logik werden die Terrorakte gegen das World Trade Center am 11.09.2001 in New York als &#8222;antisemitische Massaker von 9\/11&#8220; (\u00bbBahamas\u00ab, 13.03.05) deklariert. Wer so halluziniert, macht sich das antisemitische Stereotyp von der die Welt beherrschenden reichen j\u00fcdischen Mafia selbst zu Eigen. Damit wird der eigene unaufgearbeitete Antisemitismus in alle Welt hineinprojiziert. Die &#8222;Antideutschen&#8220; bedienen sich in vorgeblich bester Absicht der bew\u00e4hrten Nazi-Methode der Ethnifizierung j\u00fcdischer Menschen, nur unter dem umgekehrten Vorzeichen. Wie die klassischen Antisemiten alles J\u00fcdische aus Prinzip und ohne Ansehen von Personen oder Taten verdammen, machen die Philosemiten das Gleiche, nur ersetzen sie das negative Vorzeichen durch ein positives. Aber im Wesen ist und bleibt es Rassismus, die Kennzeichnung der Philosemiten als Antisemiten &#8222;im Schafspelz&#8220; findet hier ihre Best\u00e4tigung.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich stimmen die bisher bekannten Geschichtsrevisionisten und die &#8222;Antideutschen&#8220; darin \u00fcberein, die gro\u00dfkapitalistischen Eliten von der Schuld freizusprechen, den Faschismus an die Macht geschoben zu haben. T\u00e4ter waren &#8222;die Deutschen&#8220;, ein biologisches Kollektiv, ohne Unterschied zwischen Krupp und Krause, der Klassencharakter des Faschismus wird entsorgt. Aus diesem Grund ist es bei traditionellen wie neuen Geschichtsrevisionisten verp\u00f6nt, die Barbarei beim Namen Faschismus zu nennen: Sie bevorzugen &#8222;Nationalsozialismus&#8220;, die Eigenwerbung der NSDAP-Marketing-Experten. Und die deutschen Opfer des Faschismus &#8211; Juden ausgenommen &#8211; werden zu Nazis umgelogen.<\/p>\n<h5><strong>Krieg &#8211; ja bitte! <\/strong><\/h5>\n<p>Aber auch der Protest, der sich gegen Krieg wendet, wird als deutsch und somit antisemitisch und tendenziell nationalsozialistisch verdammt. Nach &#8222;antideutscher&#8220; Auffassung liegt der Friedensbewegung und Globalisierungskritik ein antiamerikanisches, damit antisemitisches Wesen zu Grunde, Antiamerikanismus sei s\u00e4kularisierter Antisemitismus. In Abgrenzung davon kommen sie geradewegs zur Propagierung des American Way of Life, mitsamt allen ideologischen Versatzst\u00fccken: Die USA als &#8222;Leuchtturm der Freiheit&#8220;, als Hort des Universalismus und der freien Entfaltung des Individuums. In ihrem Pseudo-Hedonismus deuten sie den Wunsch nach gutem Leben als Sucht nach Coca-Cola um.<\/p>\n<p>Der so verehrten F\u00fchrungsmacht der freien Welt werden die Weltordnungskriege nicht nur nachgesehen, vielmehr wird ihnen heftig applaudiert, und es werden neue angemahnt: &#8222;Regimechange statt Dialog!&#8220; lautete die Kampfparole gegen die Frankfurter Buchmesse 2004, weil die als Ehrengast die Arabische Liga geladen hatte. Als ein Reporter nachfragte, ob das &#8222;nicht stark nach Rumsfeld, nach Angriffskrieg klingt&#8220;, erhielt er zur Antwort: &#8222;Klar. Genauso ist das auch gemeint&#8220; (\u00bbBerliner Zeitung\u00ab, 08.10.04). In ihrer Kriegsbegeisterung sind die &#8222;Antideutschen&#8220; so unersch\u00fctterlich wie in ihrem Glauben an die Demokratie durch US-Bomben. Ihnen erscheint die Bombardierung des Irak als antifaschistische Tat, die nur von Nazis kritisiert werden k\u00f6nne. Folgerichtig lautet ihr Sprechchor: &#8222;USA-Antifa!&#8220;<\/p>\n<p>Wer das anders sieht, &#8222;denkt deutsch&#8220;. Deutsches Denken geht den &#8222;Antideutschen&#8220; \u00fcber alles in der Welt. Sogar New Yorker Friedensdemonstranten wird deutsches Denken unterstellt. Die Ethnisierung von Opfer des Faschismus &#8211; Juden ausgenommen &#8211; werden zu Nazis umgelogen. Und gem\u00e4\u00df der Order von Bush junior ist gegen uns, wer nicht f\u00fcr uns ist. Wer in die Mobilmachung zum Angriffskrieg nicht einstimmt, outet sich damit als Antisemit, da hilft auch keine &#8222;nonkonformistische Tarnung&#8220;. Zum Beispiel die Punks: &#8222;Vor allem nach 9\/11, im Verlauf des Afghanistan- und Irakkrieges, wurde die Punkszene zum Lautsprecher des deutschen Mehrheitsempfindens: Punkkonzerte verwandelten sich in faschistoide Gemeinschaftserlebnisse, bei denen F\u00e4uste gereckt, &#8222;Amis raus!&#8220; und &#8222;Fuck Bush!&#8220; gerufen wurde. Punks uniformierten sich mit T-Shirts, die das Konterfei George W. Bushs und die Aufschrift \u201aInternational Terrorist&#8216; trugen.&#8220; Und das Punkmagazin \u00bbPlastic Bomb\u00ab (PB) habe &#8222;sich zum antiamerikanischen Kampfblatt entwickelt, in dem Kolumnisten, Interviewer und Rezensenten im Vierteljahrestakt ihre Aufnahmeantr\u00e4ge in die Volksgemeinschaft formulierten. Deutsche Punkrocker entpuppen sich damit als ordin\u00e4re K\u00e4mpfer f\u00fcr die Reinhaltung der deutschen Kultur&#8220;, (\u00bbBahamas\u00ab 46\/2005).<\/p>\n<p>Neben dem Jubel f\u00fcr US-Kriege haben die &#8222;Antideutschen&#8220; noch einen programmatischen Schwerpunkt, und dieser Punkt hei\u00dft &#8222;Solidarit\u00e4t mit Israel&#8220;. Die gilt absolut und um jeden Preis und bedeutet Solidarisierung mit jedem Verbrechen, &#8222;au\u00dfergerichtlichem&#8220; Mord (&#8222;gezielte T\u00f6tungen&#8220; genannt), mit Staatsterror und Apartheidspolitik. Niemand, schon gar kein Angeh\u00f6riger des biologischen Kollektivs &#8222;die Deutschen&#8220; h\u00e4tte ein Recht, die israelische Politik zu kritisieren. Denn damit w\u00fcrde Israel das Selbstverteidigungsrecht abgesprochen, also das Existenzrecht, und darin zeige sich der Vernichtungswillen der Kritiker gegen\u00fcber &#8222;den Juden&#8220;.<\/p>\n<p>Der Hirnriss findet seine Fortsetzung darin, dass man nicht sagen darf, dass man Israel nicht kritisieren d\u00fcrfe, denn diese Behauptung sei blanker &#8211; Antisemitismus! Blo\u00df wann und was kritisiert werden darf, das wird ausschlie\u00dflich von diesen Denunzianten festgelegt und lizensiert &#8211; mit jenem Ergebnis, das zu benennen wiederum antisemitisch sei. Im Originalton: &#8222;Gegen den europ\u00e4ischen Antisemitismus&#8220; helfe nur &#8222;Solidarit\u00e4t mit dem j\u00fcdischen Staat und der Entlarvung europ\u00e4ischer Israelkritik als &#8211; antisemitisch&#8220; und : &#8222;Den Schutz Israels gew\u00e4hren zum Gl\u00fcck IDF (Israel Defense Forces) und die Au\u00dfenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika.&#8220; (\u00bbBahamas\u00ab, 28.4.04)<\/p>\n<h5><strong>Rassismus pur <\/strong><\/h5>\n<p>Wer die israelische Besatzungspolitik in Pal\u00e4stina rassistisch und v\u00f6lkerm\u00f6rderisch nennt, tut dies nach &#8222;antideutscher&#8220; Auffassung nicht nur aus &#8222;Vernichtungs-Antisemitismus&#8220;, sondern er betreibe eine Gleichsetzung israelischer Politik mit jener Nazideutschlands, um so seinen tief sitzenden Schuldkomplex durch Projektion abzutragen. W\u00e4hrend also Israel-Kritik der deutschen Entschuldung dienen soll und jeder vermeintliche Versto\u00df gegen das Gebot &#8222;Du sollst nicht vergleichen&#8220; rigoros denunziert wird, sind die Herrschaften sich selbst gegen\u00fcber nicht so streng: Die Hitler-Verharmlosung &#8222;Saddam = Hitler&#8220; wurde begeistert skandiert, und als das gelobte Israel Arafats Regierungssitz zusammenschie\u00dfen und monatelang blockieren lie\u00df, wurde das Geb\u00e4ude zum &#8222;F\u00fchrerbunker zu Ramallah&#8220; ernannt! (\u00bbBahamas\u00ab 38\/2002)<\/p>\n<p>Um die israelische Politik vor Kritik zu immunisieren, wird die Kritik kurzerhand als &#8222;Neuer Antisemitismus&#8220; etikettiert und in die N\u00e4he einer Straftat ger\u00fcckt. Dies ist ein Missbrauch all der Menschen, die sich ernsthaft und gutgl\u00e4ubig gegen Antisemitismus engagieren. Offenbar geht man davon aus, mit Schmutzkampagnen unter Missbrauch der Opfer des faschistischen Judenmords von den Vergehen der israelischen Regierung ablenken zu k\u00f6nnen. Mit der falschen, heuchlerischen Antisemitismuskritik wird eine ernsthafte und tief greifende Kritik des Antisemitismus verhindert. Der Vorwurf des Antisemitismus wird so inflation\u00e4r, dass er sich selbst entwertet und ins Unernsthafte umschl\u00e4gt. Derart unbrauchbar gemacht steht er gegen den realen rassistischen Judenhass nicht mehr zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Begleitet und richtig scharf wird der falsche Kampf &#8222;gegen Antisemitismus&#8220; durch antiarabischen Rassismus und Islamophobie. Ausgeblendet wird hierbei, dass Antiorientalismus und Antiislamismus seit langem integraler Bestandteil der Ideologie von Reaktion\u00e4ren und Faschisten ist. Auf fruchtbaren Boden f\u00e4llt der &#8222;antideutsche&#8220; Rassismus insbesondere wegen der permanenten Panikmache vor den &#8222;islamischen Terroristen&#8220;, wobei die so erzeugten \u00c4ngste endlich die Kriegsverwendungsf\u00e4higkeit im weltumspannenden &#8222;Anti&#8220;-Terrorkampf bef\u00f6rdern sollen.<\/p>\n<p>Wem Israel den Hort der zivilisierten Zivilgesellschaft symbolisiert, dem erscheinen dessen Nachbarn als Meer primitiver Horden barbarischer Moslems. Diese Unzivilisierten sind mit Bomben und Granaten zu zivilisieren, danach k\u00f6nnen sie Aufkl\u00e4rung und Demokratie aus der Hand einer g\u00fctigen Kolonialdiktatur empfangen. &#8222;Der Islam ist gegen Israel, also ist der Islam zu bek\u00e4mpfen!&#8220;<\/p>\n<p>Nach &#8222;dem Franzosen&#8220;\u00a7 als typischem Vertreter des &#8222;alten Europa&#8220; und dem New Yorker Friedensdemonstranten erscheint insbesondere &#8222;der Araber&#8220; als ein Mensch deutschen Geistes und Tr\u00e4ger deutscher Ideologie. Alle werden sie wahnhaft &#8222;heim ins geistige deutsche Reich&#8220; geholt. An die Stelle des &#8222;ewigen Juden&#8220; der Antisemiten ist der &#8222;ewige Deutsche&#8220; der &#8222;Antideutschen&#8220; getreten. Selbst j\u00fcdische Menschen entgehen dieser Zuordnung nicht, sobald sie nicht den &#8222;antideutschen&#8220; Vorstellungen davon entsprechen, was &#8222;richtige Juden&#8220; zu denken haben. Davon zeugen sie teils jahrelangen Hetzkampagnen gegen j\u00fcdische Wissenschaftler, Intellektuelle und K\u00fcnstler wie Moshe Zuckermann, Moshe Zimmermann, Uri Avneri, Irit Katriel, Felicia Langer, Michael Warschawsky, Gilad Atzmon, Amira Hass, Shraga Elam und viele andere, die es wagen, sich dem zionistischen Mainstream zu widersetzen, und daf\u00fcr wegen &#8222;nichtj\u00fcdischer&#8220; Ansichten angegriffen werden.<\/p>\n<p>Da die &#8222;Antideutschen&#8220; ihr inquisitorisches Gehabe ausschlie\u00dflich gegen Linke richten, hat der tats\u00e4chlich vorhandene echte Faschismus Schonzeit. Ihre Aufgabe sehen sie darin, alle Nicht-Israel-Fanatiker, alle Gegner von US-Kriegen, alle Kritiker imperialistischer Globalisierung als Antisemiten zu stigmatisieren. Damit sind sie absolut kompatibel zum rechten Mainstream, der seinerseits darauf aus ist, Antiimperialismus als ein Projekt von Neonazis zu denunzieren. So kommentierte die \u00bbFrankfurter Allgemeine Zeitung\u00ab vom 12.09.2004 unter der \u00dcberschrift &#8222;Anschluss gefunden. \u2026 Das m\u00f6chte nun freilich keiner der Wortf\u00fchrer von links wahrhaben: Dass ihr Dauerprotest eine Projektionsfl\u00e4che geboten hat, auf der die antiimperialistischen, globalisierungskritischen und Sozialneid sch\u00fcrenden Parolen der Rechtsextremen m\u00fchelos Anschluss fanden.&#8220; Fr\u00fcher galt den reaktion\u00e4ren Medien &#8222;Sozialneid&#8220; als Spezialit\u00e4t der Gewerkschaften, heute wird Globalisierungskritik und Antiimperialismus den Neofaschisten &#8222;\u00fcbereignet&#8220;. Darin sind sich \u00bbFAZ\u00ab und &#8222;Antideutsche&#8220; also einig. Die dahinter stehende Absicht ist unverkennbar: jeden sozialen Widerstand zu \u00e4chten und ihn mit dem Nazismus in Verbindung zu bringen. Der wird damit verharmlost und die rechte Demagogie salonf\u00e4hig gemacht: Denn wenn zwischen Nazis und den Menschen auf den Montagsdemonstrationen kein wesentlicher Unterschied sein soll, dann scheint der braune Barbar eine halbwegs respektable Erscheinung zu sein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Joseph Fischer mit der Mutation vom b\u00f6sen Steinewerfer zum hochgesch\u00e4tzten Bombenwerfer den offenen \u00dcbergang auf die Seite des vorl\u00e4ufig siegreichen Imperialismus symbolisiert, kommt den &#8222;antideutschen&#8220; Nachl\u00e4ufern die Aufgabe zu, die verbliebenen Reste der Linken kopflos zu machen, zu zerlegen, und auf der &#8222;richtigen&#8220; Seite der Weltordnungskriege in Stellung zu bringen. Dies zu ignorieren w\u00e4re ebenso str\u00e4flich wie die Hinnahme ihrer permanenten, auf Existenzvernichtung zielenden rufm\u00f6rderischen Denunziationskampagnen.<\/p>\n<p>Die &#8222;Antideutschen&#8220; sind ein Produkt der postmodernen Zerst\u00f6rung der Vernunft und ein Instrument reaktion\u00e4rer Gegenaufkl\u00e4rung. Sie sind Feinde der Arbeiterbewegung und des Sozialismus, der Aufkl\u00e4rung und des Humanismus. Sie sind keine verirrten Linken, sondern Neue Rechte, durch und durch rassistisch, eine profaschistische Str\u00f6mung. Wer Aufkl\u00e4rung und Emanzipation verteidigen, wer der Zerst\u00f6rung der Vernunft und des Antifaschismus entgegentreten will, muss die &#8222;antideutschen&#8220; Verirrungen entschieden bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Klaus Hartmann ist Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Beitrag erschien im <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=8\">Verbandsorgan \u00bbFreidenker\u00ab<\/a> 1-2005 und wurde in der \u00bbjungen Welt\u00ab vom 08.04.2005 (unter dem Titel &#8222;Koordinierte Entsorgung des Antifaschismus&#8220;) sowie in der \u00bbnVs\u00ab (Neue Volksstimme &#8211; Kommunistische Zeitung) vom 15.04.2005 vorabgedruckt.<\/p>\n<p>Er basiert auf Vortr\u00e4gen des Autors bei der Freidenker-Konferenz &#8222;Aufkl\u00e4rung gegen Volksverdummung und Zerst\u00f6rung der Vernunft&#8220; am 19.02 2005 und der Internationalen Irak-Konferenz am 12.03.2005, jeweils in Berlin.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Figurengruppe von Fritz Cremer in der Gedenkst\u00e4tte Buchenwald &#8211; Aufnahme von 1970<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-author mw-mmv-source\">Bundesarchiv, Bild 183-J0311-0302-001 \/ CC-BY-SA 3.0<\/span><\/span>, Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Bundesarchiv_Bild_183-J0311-0302-001,_Gedenkst%C3%A4tte_Buchenwald,_Mahnmal,_Winter.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wikimedia.org<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Klaus Hartmann<\/b>, zuerst ver\u00f6ffentlicht 2005.<br \/>\nDie &#8222;Antideutschen&#8220; sind ein Produkt der postmodernen Zerst\u00f6rung der Vernunft und ein Instrument reaktion\u00e4rer Gegenaufkl\u00e4rung. Sie sind Feinde der Arbeiterbewegung und des Sozialismus, der Aufkl\u00e4rung und des Humanismus. Sie sind keine verirrten Linken, sondern Neue Rechte, durch und durch rassistisch, eine profaschistische Str\u00f6mung. Wer Aufkl\u00e4rung und Emanzipation verteidigen, wer der Zerst\u00f6rung der Vernunft und des Antifaschismus entgegentreten will, muss die &#8222;antideutschen&#8220; Verirrungen entschieden bek\u00e4mpfen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6398,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[13,937],"tags":[692,370,512,454,1142],"class_list":["post-6308","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-frieden-antifaschismus-solidaritaet","category-zeit-der-verleumder-freidenker-fuer-klartext","tag-antideutsche","tag-antifaschismus","tag-antisemitismus","tag-ddr","tag-delegitimierung-der-ddr"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2005\/04\/Klartext_Gedenkstaette_Buchenwald_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1DK","jetpack-related-posts":[{"id":4464,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=4464","url_meta":{"origin":6308,"position":0},"title":"Zeit der Verleumder &#8211; Freidenker f\u00fcr Klartext","author":"Webredaktion","date":"1. 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