{"id":559,"date":"2013-08-07T15:37:52","date_gmt":"2013-08-07T13:37:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=559"},"modified":"2025-11-12T11:06:01","modified_gmt":"2025-11-12T10:06:01","slug":"sb-eine-burg-und-linke-lieder-nicht-weichen-sondern-analyse-klaus-hartmann-im-gespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=559","title":{"rendered":"[SB] Eine Burg und linke Lieder &#8211; Nicht weichen, sondern Analyse, Klaus Hartmann im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Klaus Hartmann ist Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes e. V. (DFV) und begleitete den <a href=\"http:\/\/www.linker-liedersommer.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Linken Liedersommer 2013 auf Burg Waldeck <\/a>mit mehreren programmatischen Reden. Am Rande dieser Veranstaltung des politischen Liedes beantwortete Hartmann dem <a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/muri0021.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schattenblick<\/a> einige Fragen zur kulturellen und politischen Ausrichtung der Freidenker-Bewegung.<\/strong><\/p>\n<p>SB: Herr Hartmann, inwiefern ist der Deutsche Freidenker-Verband mit der Organisation des Linken Liedersommers besch\u00e4ftigt?<\/p>\n<p>Klaus Hartmann: Der Verwaltungsvorstand unterst\u00fctzt die Aktion. Getragen und durchgef\u00fchrt wird die Veranstaltung von zwei Landesverb\u00e4nden, Rheinland-Pfalz\/Saarland und Hessen. Zu den Kooperationspartnern geh\u00f6ren die Jenny Marx Gesellschaft und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, und dann gibt es noch zwei Unterst\u00fctzer im Sinne von Medienpartnern, das ist die Tageszeitung junge Welt und die Zweimonatsschrift Melodie im Rhythmus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_560\" aria-describedby=\"caption-attachment-560\" style=\"width: 533px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"560\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=560\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh1_p1140377.jpg?fit=533%2C400&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"533,400\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS3&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1371912396&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Klaus Hartmann\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Bild: Klaus Hartmann&lt;br \/&gt;\nFoto: \u00a9 2013 by Schattenblick \/ www.schattenblick.de&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Bild: Klaus Hartmann&lt;br \/&gt;\nFoto: \u00a9 2013 by Schattenblick \/ www.schattenblick.de&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh1_p1140377.jpg?fit=533%2C400&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-560\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh1_p1140377.jpg?resize=533%2C400&#038;ssl=1\" alt=\"Bild: Klaus Hartmann Foto: \u00a9 2013 by Schattenblick \/ www.schattenblick.de \" width=\"533\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh1_p1140377.jpg?w=533&amp;ssl=1 533w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh1_p1140377.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-560\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Klaus Hartmann<br \/>Foto: \u00a9 2013 by Schattenblick \/ www.schattenblick.de<\/figcaption><\/figure>\n<p>SB: Anl\u00e4\u00dflich des aktuellen Datums der Sonnenwende haben Sie die Vereinnahmung kultureller oder traditioneller Ereignisse durch rechte Ideologie thematisiert, weil dies dazu f\u00fchrt, da\u00df man als Linker bef\u00fcrchten mu\u00df, automatisch in die rechte Ecke gestellt zu werden, auch wenn man sich auf genuin nicht rechtes Kulturgut bezieht. Ist das ein Ph\u00e4nomen der deutschen Linken, oder sehen Sie das auch in anderen L\u00e4ndern, die ihre eigenen Traditionen pflegen?<\/p>\n<p>KH: Ich denke, da\u00df das in verschiedenen L\u00e4ndern funktioniert. Wenn wir \u00fcber die Erfahrung sprechen, die wir selber machen, mu\u00df man einerseits zwischen den Dingen unterscheiden, die sich die Nazis in finsterer Absicht zu eigen machen. Diese Erkenntnis sollte die Linke eigentlich davor bewahren, aus lauter Angst denunziert, diffamiert und in Nazin\u00e4he ger\u00fcckt zu werden. Anstatt darauf zu verzichten, ihre Forderungen zu artikulieren, mu\u00df sie diese mit st\u00e4rkeren Argumenten begr\u00fcnden. Wenn die NPD formuliert &#8222;Weg mit Hartz IV&#8220;, so ist das Hauptproblem ja eher, da\u00df die soziale Demagogie thematisiert werden mu\u00df, die dahintersteckt, n\u00e4mlich Faschisten als Feinde der Arbeiterklasse, der organisierten Arbeiterbewegungen, der Gewerkschaften inklusive der Tradition, da\u00df die Gro\u00dfindustrie Hitler an die Macht brachte, so da\u00df dieses scheinheilige Spiel durchschaubar wird.<\/p>\n<p>Das gleiche gilt meiner Ansicht nach bei dem Beispiel der Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina, wozu die sogenannten jungen Nationaldemokraten Aufkleber produziert haben. Wir werden dennoch nicht davon ablassen, Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina zu propagieren. So haben wir die zweite Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4tskonferenz, die soeben in Stuttgart stattfand, aktiv unterst\u00fctzt. An dieser Stelle gilt es deutlich zu machen, da\u00df auch hier ein falsches braunes Spiel gespielt wird, indem eine solche Solidarisierung mit Pal\u00e4stina m\u00f6glicherweise aus vordergr\u00fcndigem Judenha\u00df und keineswegs aus echter Solidarit\u00e4t mit den Rechten der Pal\u00e4stinenser entspringt. Hinzu kommt der historische Aspekt, da\u00df der Faschismus in Deutschland ma\u00dfgeblich dazu beigetragen hat, da\u00df die zionistische Kolonialideologie mehrheitsf\u00e4hig wurde, nachdem die Faschisten in Deutschland den praktischen Beweis geliefert haben, da\u00df eine Integration und Emanzipation und ein Zusammenleben aller Staatsb\u00fcrger in einem Staat, unabh\u00e4ngig von ethnischer Herkunft, weltanschaulicher oder religi\u00f6ser \u00dcberzeugung nicht m\u00f6glich sei. Insofern tragen diejenigen, die heute die falsche scheinheilige Parole Solidarit\u00e4t mit Pal\u00e4stina vor sich hertragen, auch eine geschichtliche Schuld, und dies mu\u00df mitthematisiert und durchargumentiert werden.<\/p>\n<p>SB: Hat die Pal\u00e4stina-solidarische Linke nicht das Problem, die materialistische Basis der Unterdr\u00fcckung der Pal\u00e4stinenser immer weniger in den Blick zu nehmen? Es wird kaum noch dar\u00fcber geredet, da\u00df es auch innerhalb Pal\u00e4stinas eine Oligarchie gibt, da\u00df es Klassenverh\u00e4ltnisse gibt, die ihren eigenen Anteil an der schlechten Situation dort haben. W\u00e4re es nicht ein einfacher Weg, sich von einer antisemitischen Pal\u00e4stina-Solidarit\u00e4t deutlich zu trennen, wenn man auch andere Inhalte der Kritik nach vorne br\u00e4chte?<\/p>\n<p>KH: Im Prinzip ist dem zuzustimmen, da\u00df es diverse Schattierungen und Erscheinungen innerhalb der pal\u00e4stinensischen Gesellschaft gibt, die aufgrund der \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde bekannterma\u00dfen fragmentiert und \u00fcberhaupt nicht imstande ist, ein reales gesellschaftliches und staatliches Leben zu entfalten. Nat\u00fcrlich mu\u00df das beim Namen genannt werden, nat\u00fcrlich kann man nicht mit allen Ideologien der Hamas einverstanden sein. Nat\u00fcrlich kann man andererseits nicht \u00fcbersehen, da\u00df gerade die Ineffektivit\u00e4t und Korruption innerhalb dessen, was aus der Fatah geworden ist, ma\u00dfgeblich zu Unzul\u00e4nglichkeiten und Unzufriedenheit und \u00e4hnlichem f\u00fchrt. Nur bei all diesen Dingen besteht freilich die Gefahr, da\u00df das zentrale Problem ausgeblendet wird &#8211; und das ist die Besatzung durch ein zionistisches Regime, das die Hauptursache darstellt f\u00fcr alle Verwerfungen, die daraus folgen. Nur in einer Situation, wo eine tats\u00e4chlich befreite Diskussion stattfinden kann und eine freie Willensbildung m\u00f6glich ist, ein auch freies politisches Kr\u00e4ftespiel m\u00f6glich w\u00e4re, nur dort k\u00f6nnten solche Verh\u00e4ltnisse gesunden. Von daher besteht immer die Gefahr, da\u00df sich die Katze in den Schwanz bei\u00dft oder man das Pferd von hinten herum aufz\u00e4umt. Man kann und mu\u00df es thematisieren, wenn das Hauptproblem nicht aus den Augen verloren wird.<\/p>\n<p>SB: Ein anderes Feld, auf dem sehr deutlich wird, da\u00df der Zivilisationsbruch des NS-Staates auch ein Kulturbruch ist, ist das der deutschen Sprache. So wird zum Beispiel innerhalb der linken Szene auf Demonstrationen h\u00e4ufig zu englischsprachigen Parolen gegriffen und eine gewisse Anglifizierung betont. Was findet da Ihrer Ansicht nach statt?<\/p>\n<p>KH: Da findet eigentlich zweierlei statt. Es findet statt, da\u00df sich in der gesamten deutschen Linken ein verkrampftes und nicht normalisiertes Verh\u00e4ltnis zu Begriffen wie Nation, Volk und \u00e4hnlichem entwickelt hat, was ein Sp\u00e4tschaden aus dieser Nazizeit ist, die alle diese Dinge okkupiert und in einer Art und Weise belegt hat, da\u00df sie heute als vergiftetes oder vermintes Land zu betrachten sind. Dies enthebt die Linke jedoch nicht der Aufgabe, sich in R\u00fcckbesinnung auf ihre eigenen emanzipatorischen Wurzeln mit Begriffen wie Volk, Bev\u00f6lkerung, Staat, Nation und Heimat auf eine materialistische Weise auseinanderzusetzen. Das hei\u00dft, im wesentlichen auch den Kampf zu f\u00fchren gegen die in Deutschland nach wie vor herrschende Doktrin, die jahrzehntelang das Staatsb\u00fcrgerschaftsrecht ausschlie\u00dflich bestimmte und in wesentlichen Momenten auch heute noch bestimmt. Ich meine die Konzeption des V\u00f6lkischen und des Blutsrechts, die sich im diametralen Gegensatz befindet zu den Ergebnissen der franz\u00f6sischen Revolution. Insofern w\u00e4re die Forderung, da\u00df in Deutschland endlich Grunds\u00e4tze und elementarste Selbstver\u00e4ndlichkeiten der franz\u00f6sischen Revolution Einzug halten, ein ganz zentrales Thema. Im \u00fcbrigen ist die Emanzipation der Juden genau auf diesem Boden gewachsen.<\/p>\n<p>Aber die Frage nach der Bundesrepublik als Einwanderungsland, nach der doppelten Staatsb\u00fcrgerschaft und \u00e4hnlichen Dingen macht deutlich, da\u00df wir hier als Linke eigentlich Kampffelder h\u00e4tten, die zugleich einer &#8211; ich nenne es vielleicht &#8211; inhaltlichen Qualifizierung und ideologischen Schulung Vorschub leisten w\u00fcrde. Wir veranstalten als Freidenkerverband \u00fcbrigens zu den Stichworten Nation, Nationalit\u00e4t, Staat, Heimat, Nationalismus, Patriotismus, Supranationalismus und allen damit verbundenen Problemen eine ganzt\u00e4gige bundesweite zentrale Konferenz am 9. November in Frankfurt am Main, um an dieser Stelle eines der besonders auff\u00e4lligen Defizite der Linken mit ein wenig Argumentation und Inhalt auszustatten.<\/p>\n<p>Es gibt bei der Frage der Anglizismen in der Sprache nat\u00fcrlich auch den Aspekt, da\u00df es sich, wie in der Frage angedeutet, dabei tats\u00e4chlich um eine Reaktion auf den deutschen Faschismus insofern handelt, als da\u00df die USA heute zur antifaschistischen Hauptbefreiungsmacht erkl\u00e4rt werden. Dies wird besonders von der Gruppierung oder Formation der Antideutschen &#8211; in \u00d6sterreich Antinationale genannt &#8211; propagiert, wo alles unter Antisemitismusverdacht gestellt wird, was alleine den Kapitalismus kritisiert. Zu dieser Str\u00f6mung haben wir bereits auf einer Konferenz im Jahr 2005 in Berlin lediglich die Position bezogen, da\u00df es sich dabei um eine Variante der Liquidierung des Antifaschismus handelt. W\u00e4hrend es entsprechende offensive Versuche von original rechter Seite her gibt, gilt f\u00fcr den links drapierten Versuch, die Grunds\u00e4tze des Antifaschismus, wie sie f\u00fcr die Antifaschisten vor und unmittelbar nach 1945 galten, aus den Angeln zu heben.<\/p>\n<p>Im Kern geht es auch darum, die Verantwortung des kapitalistischen Systems f\u00fcr die faschistische Herrschaftsform zu leugnen. So werden in v\u00f6lliger Absehung von der materiellen Basis lediglich bestimmte Ph\u00e4nomene betrachtet, wobei die Massenermordung der europ\u00e4ischen Juden als das praktisch ausschlie\u00dfliche Verbrechen des deutschen Faschismus bezeichnet wird, so da\u00df sowohl die anderen Opfer der Faschisten wie auch insbesondere der Angriffskrieg in den Hintergrund treten. Das wird weiterhin flankiert durch die Sprachregelung, da\u00df penetrant und aggressiv darauf bestanden wird, den in Deutschland herrschenden Faschismus unbedingt Nationalsozialismus nennen zu wollen. Eine Sch\u00e4bigkeit, weil damit erstens die Eigenwerbung der Faschisten f\u00fcr bare M\u00fcnze genommen und beglaubigt wird, weil zweitens damit ganz im Interesse der antikommunistischen Sto\u00dfrichtung der Herrschenden die faschistische Herrschaft als eine Form von Sozialismus diffamiert wird, und weil drittens ein bis vor 20 Jahren noch ganz bekanntes Erkennungsmerkmal realer Faschisten darin besteht, das Wort Faschismus weit von sich zu weisen und darauf zu bestehen, da\u00df es Faschismus in Italien gab, w\u00e4hrend wir in Deutschland ja den Nationalsozialismus gehabt h\u00e4tten. Daran konnte man die echten Nazis erkennen.<\/p>\n<p>Die Schlu\u00dffolgerung, die ich nun im Hinblick auf die Antideutschen daraus ziehe, mu\u00df ich vielleicht nicht ausbuchstabieren, aber bemerkenswert ist nat\u00fcrlich auch, da\u00df man heute in den Massenmedien kaum noch das Wort Faschismus h\u00f6rt, geschweige denn, da\u00df dort ein Begriff von Faschismus, der materialistisch fundiert w\u00e4re, verwendet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Letzter Punkt an dieser Stelle: Wir haben geradezu das Ph\u00e4nomen, da\u00df sich der regierungsamtliche Antifaschismus dadurch auszeichnet, da\u00df der antifaschistische Schwur nach &#8217;45 &#8222;Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg&#8220; auseinandergenommen wird. Voneinander getrennt wird, was als untrennbar gedacht und begr\u00fcndet war, indem n\u00e4mlich die Behauptung &#8222;Nie wieder Faschismus&#8220; dahingehend ausgelegt wird, da\u00df Deutschland wieder Krieg f\u00fchren mu\u00df, um ein neues Auschwitz zu verhindern oder \u00e4hnliches. Dies wurde sp\u00e4testens mit dem Machtantritt der rot-gr\u00fcnen Regierung Schr\u00f6der\/Fischer 1998 zu einer neuen Variante der Auschwitzl\u00fcge, wie es zumindest der verstorbene Widerstandsk\u00e4mpfer Peter Gingold formuliert hat.<\/p>\n<figure id=\"attachment_561\" aria-describedby=\"caption-attachment-561\" style=\"width: 533px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"561\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=561\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh2_p1140380.jpg?fit=533%2C400&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"533,400\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FS3&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1371912413&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"sb_kh2_p1140380\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh2_p1140380.jpg?fit=533%2C400&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-561 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh2_p1140380.jpg?resize=533%2C400&#038;ssl=1\" alt=\"Klaus Hartmann\" width=\"533\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh2_p1140380.jpg?w=533&amp;ssl=1 533w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/sb_kh2_p1140380.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-561\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg&#8220; Foto: \u00a9 2013 by Schattenblick<\/figcaption><\/figure>\n<p>SB: Heute stehen wir vor Herausforderungen technologischer und \u00f6kologischer Art, die auch eine gewisse Kritik der Wissenschaften erfordern. Sie haben gestern am Beispiel der Tradition der Sonnwendfeiern erl\u00e4utert, da\u00df die Freidenker-Bewegung naturwissenschaftlich orientiert war. Gibt es in der Geschichte der Freidenker auch eine Entwicklung in Richtung eines kritischen Umgangs mit den Wissenschaften?<\/p>\n<p>KH: Wenn ich zun\u00e4chst einmal die Voraussetzung der Fragestellung ein wenig korrigieren darf, m\u00f6chte ich doch sagen, da\u00df sich weniger fortschrittliche Geister bei dem Feiern der Sonnenwende nat\u00fcrlich auf ihren damaligen heidnischen G\u00f6tterhimmel bezogen, eine Tradition, an die die NSDAP und die Faschisten angekn\u00fcpft haben. Da\u00df die Arbeiterbewegung sich diesen Daten zuwandte und sie zum Gegenstand von Feiern machte, hatte nat\u00fcrlich eine betont antiklerikale Ausrichtung im wesentlichen deswegen, weil die Amtskirche regelm\u00e4\u00dfig in der gesamten Geschichte dadurch aufgefallen ist, da\u00df sie wissenschaftliche, vor allem naturwissenschaftliche Erkenntnisse, durch die sie ihr Dogmengeb\u00e4ude in Gefahr gebracht sah, einfach zu verbieten trachtete und die betreffenden Wissenschaftler verfolgte, zum Widerruf n\u00f6tigte, oder wie ich gestern bereits in dem Beispiel erw\u00e4hnt habe, wie Giordano Bruno in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat. Im Zuge des Aufschwungs naturwissenschaftlicher Forschung und Erkenntnisse, im wesentlichen im Gefolge von Darwin, wurden diese Lehren in der Arbeiterbewegung popularisiert. Es gab anders als heute, wo kaum noch gelesen wird, sondern nur noch Deutschland den Superstar sucht, regelrechte Bestseller in der Arbeiterbewegung, dazu geh\u00f6rte zum Beispiel das Buch &#8222;Kraft und Stoff&#8220; von Professor Ludwig B\u00fcchner, der auch 1881 zum ersten Vorsitzenden des Deutschen Freidenkerbundes gew\u00e4hlt wurde, der in diesem Jahr konstituiert wurde und insofern das Datum der organisierten Freidenkerbewegung in Deutschland markiert.<\/p>\n<p>Diese erste Freidenkerorganisation stand von ihrer weltanschaulichen Grundlage her ganz auf dem Boden eines naturwissenschaftlichen Materialismus. Das wendete sich nat\u00fcrlich automatisch gegen klerikale Vorstellungen, G\u00f6tterglauben und \u00e4hnliches. Nur mu\u00df man bedenken, da\u00df die Freidenkerbewegung in den folgenden Jahrzehnten einige Entwicklungen durchgemacht hat und es weitere Gr\u00fcndungen Anfang des 20. Jahrhunderts gab, 1905 und 1908, die sich als sozialistische Freidenkerorganisationen verstanden, sich dann 1927 vereinigt haben und die nicht mehr im Kirchenglauben das Haupthindernis f\u00fcr den gesellschaftlichen Fortschritt sahen, sondern in der Klassenspaltung der Gesellschaft, insofern die religi\u00f6sen Fragen und ihre Bedeutung auch in den Hintergrund traten und der Kampf f\u00fcr soziale Gerechtigkeit, Frieden und \u00e4hnliches immer mehr in den Vordergrund r\u00fcckte.<\/p>\n<p>Insofern kann man an den Programmen, an den Aussagen, an den Schwerpunkten der Publikationen erkennen, da\u00df wir uns heute weniger um Gott als um die Welt k\u00fcmmern. Was nebenbei bemerkt, wenn die scherzhafte Anmerkung erlaubt ist, auch insofern folgerichtig ist, als da\u00df es historisch die Kirche war, die die Menschen auf ein besseres Leben nach dem Tod vertr\u00f6sten wollte, und die Freidenker diejenigen sind, die meinen, da\u00df das reale Leben vor dem Tod stattfindet und man sich deshalb um dessen Verbesserung jetzt und heute k\u00fcmmern mu\u00df.<\/p>\n<p>Was die Frage der Wissenschaft und Technik angeht, haben wir nat\u00fcrlich seit vielen Jahrzehnten mit dem Ph\u00e4nomen zu tun, da\u00df in der gesamten Gesellschaft aus einer sozusagen blinden Fortschrittsgl\u00e4ubigkeit aufgrund vielf\u00e4ltiger Erfahrungen wie \u00f6kologischer Katastrophen und \u00e4hnlichem diese Stimmung vollkommen umgekippt ist in eine absolute Negierung von Wissenschaft und technischem Fortschritt, was wir weltanschaulich ebenso f\u00fcr \u00e4u\u00dferst problematisch halten. Wenn wir zur\u00fcckgehen auf Karl Marx und Friedrich Engels, so sind in deren Schriften eine Menge Aussagen enthalten, da\u00df der Mensch zum Beispiel nicht die Natur beherrschen soll wie etwas Feindliches, sondern die Beherrschung darin bestehen soll, da\u00df er einen solch pfleglichen Umgang mit ihr betreibt, da\u00df sie k\u00fcnftigen Generationen in verbessertem Zustand hinterlassen wird.<\/p>\n<p>Dies sind alles Dinge, die m\u00f6glicherweise auch von parteiamtlichen Rezipienten des Marxismus nicht in dem Ma\u00dfe gew\u00fcrdigt oder insbesondere praktisch nicht angewandt wurden, aber damit ist eigentlich bereits im Kern die Aussage getroffen, da\u00df uns Wissenschaft und Technik im Prinzip dazu helfen kann, bestimmte Dinge zu unterlassen oder bereits angerichtete Sch\u00e4den wieder zur\u00fcckzudrehen. Insofern sind nicht Wissenschaft und Technik als solche das Problem, sondern die Formbestimmtheit, in der sie in den hiesigen Verh\u00e4ltnissen angewandt werden. Und die hiesigen Verh\u00e4ltnisse sind eben kapitalistische Verh\u00e4ltnisse, und kapitalistische Verh\u00e4ltnisse bedeuten, da\u00df gemacht wird nicht was der Menschheit nutzt, sondern was den maximalen Profit erzeugt, und insofern sind nat\u00fcrlich auch Wissenschaft und Technik nicht frei, sondern den Verf\u00fcgungsberechtigten und den Eigent\u00fcmern der Produktionsmittel unterworfen.<\/p>\n<p>Insofern ist das private Sondereigentum an den Produktionsmitteln auch die Ursache aller m\u00f6glichen \u00f6kologischen Katastrophen, mit denen wir konfrontiert sind. Nicht Wissenschaft und Technik als solche sind also das Problem, sondern es beginnt bereits mit der Entscheidung \u00fcber die Grundlagenforschung: In welche Richtung soll \u00fcberhaupt geforscht werden, was sind konstruktive, den Menschen nutzbringende, was sind demgegen\u00fcber absolut destruktive Richtungen, die auf jeden Fall vermieden und verboten geh\u00f6ren. Insofern will ich nicht besch\u00f6nigen und behaupten, da\u00df die Wissenschaft g\u00e4nzlich unschuldig sei, wie das Zustandebringen einer Atombombe oder noch weitergehender schrecklicher Waffen belegt, was wie gesagt nicht zu demokratisieren oder durch eine andere Eigentumssituation zum Nutzen des Menschen zu wenden ist. Hier m\u00fc\u00dfte \u00fcber die Frage, welche Richtungen \u00fcberhaupt angestrebt werden d\u00fcrfen, vorher in einem demokratischen Konsens entschieden werden und nicht im stillen K\u00e4mmerlein der Profitkalkulateure.<\/p>\n<p>SB: Hier tut sich auch die Frage nach prek\u00e4ren Entwicklungen auf, die mit einem aufkl\u00e4rerischen Anspruch in antiklerikalen Bewegungen stattfinden. So tritt der Humanistische Verband Deutschland f\u00fcr Sterbehilfe ein, was ich f\u00fcr bedenklich halte, weil in einem \u00f6konomisch durchstrukturierten Gesundheitswesen die Verselbst\u00e4ndigung der Sterbehilfe zu einer potentiellen Form der Euthanasie droht. Ein zweites Beispiel ist die Verleihung eines Preises der Giordano-Bruno-Stiftung an Peter Singer, gegen den Behindertenverb\u00e4nde meines Erachtens aus gutem Grund protestiert haben [1].<\/p>\n<p>KH: Die sozialistischen Freidenker, die dieser Entwicklung des Verbandes vor 1933 treu geblieben sind und diese sozialistischen Wurzeln nicht nur nicht negieren, sondern sie versuchen am Leben zu erhalten, sind nat\u00fcrlich vor solchen &#8211; ich nenne sie &#8211; opportunistischen Tendenzen gefeit. Wir sehen es mit entsprechender Sorge, da\u00df der Humanistische Verband Deutschlands an dieser Stelle einer grenzenlosen Euthanasie das Wort redet, wobei ich betonen m\u00f6chte, da\u00df Euthanasie hier in einer euphemistischen Art und Weise gebraucht wird, weil es ja mit der urspr\u00fcnglichen Wortbedeutung nichts gemein hat. Das ist vielmehr der Mitleidstod durch fremde Hand, dem hier das Wort geredet wird. Und das sind nat\u00fcrlich unter den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen wir leben, und insbesondere den doch immer st\u00e4rker sichtbar werdenden Tendenzen der \u00d6konomisierung des Gesundheitswesens und damit auch des menschlichen Lebens schier unverantwortliche ethische Positionen.<\/p>\n<p>Wir sehen diese Entwicklung auch bei der Giordano-Bruno-Gesellschaft, das ist zutreffend. Ich mache darauf aufmerksam, da\u00df beide Organisationen unter der Flagge des Atheismus segeln. Ich will darauf hinweisen, da\u00df Atheismus f\u00fcr Freidenker zwar ein auch zutreffendes Attribut ist, aber keineswegs das wichtigste oder das ausschlie\u00dfliche und auch nicht das bestimmende Attribut, sondern freies Denken hei\u00dft Selbstbestimmung, Emanzipation. Und Selbstbestimmung meint insbesondere die gesellschaftliche Selbstbestimmung \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse, in denen wir leben wollen, die ja doch nur sehr eingeschr\u00e4nkt in unserer sogenannten Demokratie gegeben sind.<\/p>\n<p>Die Giordano-Bruno-Stiftung hat keine Hemmungen, den Tierrechtler und Euthanasiebef\u00fcrworter Peter Singer zu ehren. Wir haben uns bereits vor \u00fcber 15 Jahren intensiv mit seinen Thesen auseinandergesetzt und in ausf\u00fchrlicher Argumentation nachgewiesen, da\u00df wir seinen \u00dcberlegungen von dem vermehrbaren Gl\u00fcck f\u00fcr die vielen, wenn man sich nur des Leidens einiger weniger entledigt, aufs sch\u00e4rfste widersprechen m\u00fcssen. Dies betrifft etwa Neugeborene, bei denen sich herausstellt, da\u00df sie mit problematischen Behinderungen zur Welt kommen, wobei er bereits das Down-Syndrom zu solchen Behinderungen z\u00e4hlt. Leider unterscheiden sich diese Thesen \u00fcberhaupt nicht von den fr\u00fcheren Thesen seiner Vorg\u00e4nger, die ich mit den Namen Binding und Hoche verbinde. Sie haben mit Begriffen wie &#8222;Ballastexistenzen&#8220; und &#8222;unn\u00fctze Esser&#8220; das faschistische Euthanasieprogramm der Nazis in Deutschland zumindest vorbereitet. Genau dieser \u00f6konomistische Ansatz schimmert bei Singer im Gewande der Menschenfreundschaft durch seine gesamte Argumentation hindurch, und dies nicht sehen zu wollen, zeugt von einem Ausma\u00df an Blindheit und Begriffslosigkeit in Fragen von Ethik und Humanismus, das die Namen und den Anspruch dieser Vereinigungen L\u00fcgen straft.<\/p>\n<p>SB: Herr Hartmann, vielen Dank f\u00fcr die klaren Stellungnahmen.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p>[1]\u00a0KULTUR\/0888: Neue Akzeptanz f\u00fcr Sozialeugenik schaffen &#8230; Ethik-Preis f\u00fcr Peter Singer (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/politik\/kommen\/sele0888.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/politik\/kommen\/sele0888.html<\/a><br \/>\n<em>Bisherige Beitr\u00e4ge zum Linken Liedersommer auf Burg Waldeck im Schattenblick unter INFOPOOL \u2192 MUSIK \u2192 REPORT:<\/em><\/p>\n<p>BERICHT\/013: Eine Burg und linke Lieder &#8211; wie alles kam (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/murb0013.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/murb0013.html<\/a><\/p>\n<p>BERICHT\/014: Eine Burg und linke Lieder &#8211; Soziales nach Noten (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/murb0014.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/murb0014.html<\/a><\/p>\n<p>BERICHT\/015: Eine Burg und linke Lieder &#8211; Die Kunst zu treffen (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/murb0015.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/murb0015.html<\/a><\/p>\n<p>INTERVIEW\/019: Eine Burg und linke Lieder &#8211; Nieder und Lagen und Blicke voran, Kai Degenhardt im Gespr\u00e4ch (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/muri0019.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/muri0019.html<\/a><\/p>\n<p>INTERVIEW\/020: Eine Burg und linke Lieder &#8211; Zeitenwenden, Br\u00fcckenk\u00f6pfe, Dr. Seltsam und Detlev K. im Gespr\u00e4ch (SB)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/muri0020.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/muri0020.html<\/a><\/p>\n<p>Quelle des Interviews: <a>http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/musik\/report\/muri0021.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Rechtliche Hinweise<\/strong><\/p>\n<p>Copyright 2013 by MA-Verlag<br \/>\nElektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963<br \/>\nNachdruck und Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung des Verlages.<br \/>\nRedaktion Schattenblick, Dorfstra\u00dfe 41, 25795 Stelle-Wittenwurth<br \/>\nTelefon: 04837\/90 26 98 \u00b7 Fax: 04837\/90 26 97<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:ma-verlag.redakt.schattenblick@gmx.de\">ma-verlag.redakt.schattenblick@gmx.de<\/a><br \/>\nInternet: <a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schattenblick.de<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Fotos: http:\/\/www.schattenblick.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, beantwortete dem Online-Magazin &#8222;Schattenblick&#8220; am Randes des Linken Liedersommers 2013 auf Burg Waldeck einige Fragen zur kulturellen und politischen Ausrichtung der Freidenker-Bewegung. <\/strong><br \/>\nZitat: &#8222;Ich will darauf hinweisen, da\u00df Atheismus f\u00fcr Freidenker zwar ein auch zutreffendes Attribut ist, aber keineswegs das wichtigste oder das ausschlie\u00dfliche und auch nicht das bestimmende Attribut, sondern freies Denken hei\u00dft Selbstbestimmung, Emanzipation. 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