{"id":5211,"date":"2018-06-16T03:04:26","date_gmt":"2018-06-16T01:04:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=5211"},"modified":"2018-08-30T21:30:47","modified_gmt":"2018-08-30T19:30:47","slug":"pyrrhussieg-des-feminismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=5211","title":{"rendered":"Pyrrhussieg des Feminismus"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=5198\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 2-18<\/a>, Juni 2018, S. 33-38, 77. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von <strong>Christel Buchinger<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts nannte ich mich mit Stolz Feministin. Heute frage ich mich, ob ich das weiterhin tun kann. Kann man als Linke, als Marxistin heute noch Feministin sein?<\/p>\n<p>Damals bestand ich darauf, dass im Kampf f\u00fcr eine bessere Welt Frauenverachtung und -unterdr\u00fcckung nicht \u00fcbersehen, dass die Lage, die Probleme, W\u00fcnsche und Forderungen der Frauen zur Kenntnis genommen werden.<\/p>\n<p>\u00dcberall, wo Menschen entrechtet, geknechtet und ausgebeutet werden, trifft es Frauen schlimmer und doppelt; sie werden millionenfach versklavt, vergewaltigt, verst\u00fcmmelt, ermordet. Alles, was je Menschen angetan wurde, erleiden Frauen bis heute \u2013 nicht selten von ihren eigenen M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>Selbst in den modernen Demokratien, ja selbst im realen Sozialismus mit hoher Frauenerwerbsquote und Aufstiegschancen hatten Frauen nicht die gleichen Rechte und Chancen wie M\u00e4nner. Grund genug f\u00fcr uns sozialistische Feministinnen, aktiv zu werden, Frauensolidarit\u00e4t zu proklamieren und zu leben. Mit unserer Forderung, die H\u00e4lfte der Unterdr\u00fcckten und die H\u00e4lfte derjenigen, die die Ver\u00e4nderung der Gesellschaft bewirken wollen, zur Kenntnis zu nehmen, trafen wir in linken Organisationen allerdings auf wenig Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Erst mit dem Sozialismus werde sich auch die Situation der Frauen grundlegend \u00e4ndern lassen. Bis dahin solle der gemeinsame Kampf mit den M\u00e4nnern um das Recht auf Arbeit f\u00fcr Frauen, auf Kinderbetreuungsm\u00f6glichkeiten und gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit ausreichen. Von der DKP \u00fcber die SPD bis zu den Gewerkschaften war dies \u2013 mit einigen Modifikationen \u2013 die Haltung.<\/p>\n<p>Von Patriarchat \u2013 gar innerhalb der Organisationen \u2013 zu reden, f\u00fchrte mindestens zu Stirnrunzeln. Unausgesprochen war Konsens, dass m\u00e4nnliche Gewalt in den Familien, Selbstbestimmungsrecht \u00fcber den eigenen K\u00f6rper, andere sexuelle Orientierungen, m\u00e4nnerdominierte Strukturen und Kulturen allenfalls Nebenthemen waren. Auch \u00fcber Gewalt an Frauen in den eigenen Reihen sollte nicht gesprochen werden.<\/p>\n<p>Sozialistische Feministinnen oder feministische Sozialistinnen sa\u00dfen so zwischen zwei St\u00fchlen, mindestens. Aber so schlecht war das gar nicht, wir waren dadurch auch eine Art Schnittstelle, die die Kapitalismuskritik in die Frauenbewegung trug und die vernachl\u00e4ssigten Frauenthemen in den linken Organisationen auf die Tagesordnung setzte. Die Frauenbewegung war politisch breit und der Antikommunismus weniger ausgepr\u00e4gt als anderswo. Wir f\u00fchlten uns in Frauenzusammenh\u00e4ngen wohl in der Politik. Eine ganz neue Erfahrung f\u00fcr uns; das Klima war freundschaftlich, selbst wenn Tr\u00e4nen flossen. Wir h\u00f6rten einander zu. Die Konsensorientierung war ausgepr\u00e4gt und wir schafften es auch immer, einen Konsens zu finden (Zumindest im Saarland war das so). Frauensolidarit\u00e4t war die Grundlage unserer K\u00e4mpfe.<\/p>\n<h5>Feminismus &#8211; Neoliberalismus<\/h5>\n<p>Heute nennt sich Hillary Clinton Feministin. Die Alpha-M\u00e4dchen, die in die h\u00f6heren Sph\u00e4ren der Einkommen eindringen m\u00f6chten, die Schauspielerinnen auf dem roten Teppich, die gegen ihre sexuelle Ausbeutung demonstrieren und Feministinnen, sofern sie tough sind, sind in den Medien Thema. Nur noch wenig h\u00f6ren und lesen wir von linkem, sozialistischem, marxistischem Feminismus. Und auch dieser scheint die soziale Dimension des Feminismus weitgehend aufgegeben zu haben oder aufgeben zu wollen.<\/p>\n<p>Der Neoliberalismus hat anscheinend die Frauentr\u00e4ume erf\u00fcllt, selbstoptimierten Alpha-M\u00e4dchen steht die Welt offen. Patriarchat oder Kapitalismus behindern Frauen nicht mehr, heute ist ihnen alles m\u00f6glich, wenn sie sich nicht selbst im Weg stehen. Das ist die neoliberale Erz\u00e4hlung. Hat sich der Feminismus vom Neoliberalismus einkaufen lassen? Ist er mitschuldig an seinem Sieg und seiner andauernden Hegemonie? Und wenn ja, wie konnte es dazu kommen?<\/p>\n<p>Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig, einige sollen hier genannt werden. Zum einen liegen sie in der Frauenbewegung selbst. Die US-amerikanische Feministin Nancy Fraser erkennt im R\u00fcckblick (Neoliberalismus und Feminismus: Eine gef\u00e4hrliche Liaison, Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik 8\/2013), \u201edass die Bewegung zur Befreiung der Frauen gleichzeitig auf zwei unterschiedliche Zuk\u00fcnfte hindeutete. Zum einen ging es um Emanzipation, partizipatorische Demokratie und soziale Solidarit\u00e4t, aber es gab auch den Wunsch nach den Segnungen individueller Autonomie, vermehrter Wahlm\u00f6glichkeiten und Karriere. Der Feminismus war ambivalent, in der Folge konnte er zwei verschiedene Wege gehen, zweierlei Gestalt annehmen.<\/p>\n<p>Durch den raschen Siegeszug des Neoliberalismus wurden die W\u00fcnsche nach Autonomie, Wahlm\u00f6glichkeiten und Karriere in den Vordergrund geschoben und vielfach erf\u00fcllt. Die anderen Ziele gerieten mit den sozialen Bewegungen, mit denen sie h\u00e4tten durchgesetzt werden k\u00f6nnen, ins Hintertreffen, wenn nicht gar in Vergessenheit\u201c.<\/p>\n<p>Hinzu kam: die Frauenbewegung zerlegte sich selbst. Pl\u00f6tzlich dr\u00e4ngten sich Diskussionen auf, dass nicht alle Frauen gleich betroffen seien \u2013 was niemand behauptet hatte. \u201eWir Frauen\u201c \u2013 das sollte nicht mehr gesagt werden, denn \u201eDIE FRAUEN\u201c g\u00e4be es nicht, daher w\u00e4ren auch keine Forderungen f\u00fcr alle Frauen aufzustellen. Schlie\u00dflich seien Frauen nicht nur sexistisch unterdr\u00fcckt, sondern auch als Farbige, J\u00fcdinnen, Migrantinnen, Arbeiterinnen, Lesbierinnen, Transidenten.<\/p>\n<p>Ein Allgemeinplatz, der zur Theorie hochstilisiert wurde. An der Unterdr\u00fcckung schwarzer Frauen und Migrantinnen seien die wei\u00dfen Frauen schlie\u00dflich beteiligt, deshalb sollten sie schweigen, wenn es um deren Interessen ging. So was wie Frauensolidarit\u00e4t sei nicht m\u00f6glich. \u201eIntersektionalit\u00e4t\u201c beschrieb die Mehrfachunterdr\u00fcckung, sperrte sich aber gegen die politische Umsetzung, ja behinderte die Entwicklung von Politik insgesamt, weil sie Forderungen tendenziell zerfledderte und antimobilisierend war.<\/p>\n<p>Der Spaltpilz zerlegte die Frauenbewegung in ihre Atome. Aus Feminismus wurden viele Feminismen, jeder ging seiner Wege. Die Frauenbewegung als politische Akteurin verlor so massiv an Bedeutung, jedoch diffundierten feministische Ideen in die Gesellschaft. Dabei verloren sie ihren inneren Zusammenhang.<\/p>\n<p>Nancy Fraser sprach in einer Arbeit aus dem Jahr 2009 von einer \u201eFragmentierung der feministischen Kritik\u201c, wodurch der von der Frauenbewegung hervorgehobene Zusammenhang von \u00f6konomischer, institutioneller und kultureller Kritik auseinander gefallen sei (Feminismus, Kapitalismus und die List der Geschichte, Bl\u00e4tter 8\/2009). Der Feminismus wurde zum Bauchladen, aus dem sich jede\/r bedienen konnte. Und der Neoliberalismus bediente sich reichlich.<\/p>\n<h5>Krise der sozialistischen Bewegung<\/h5>\n<p>Die Krise der sozialistischen Str\u00f6mung, die sich im Niedergang des Sozialismus und der Selbstaufgabe der Sozialdemokratie durch die Hartz 4-Gesetze und Kriegsbeteiligungen zeigte, schw\u00e4chte die sozialistischen, marxistischen Teile der Frauenbewegung, und das waren jene, die vor allem soziale Themen bearbeiteten, das waren die Aktionsorientierten und so verschwanden die \u00f6ffentlichen Aktionen und zuletzt die Bewegung selbst.<\/p>\n<p>Das \u201eProjekt, die Gesellschaft so zu gestalten, dass auch Frauen aufrecht und sinnvoll darin leben k\u00f6nnten\u201c, so Frigga Haug im Argument 281 (\u201eFeministische Initiative zur\u00fcckgewinnen; eine Diskussion mit Nancy Fraser\u201c) und der \u201edaraus folgende Anspruch, dass es mit Gleichstellung nicht getan ist, sondern eine andere Gesellschaft braucht, rutscht zunehmend ins Abseits\u201c.<\/p>\n<p>K\u00e4mpfe um Umverteilung wurden durch K\u00e4mpfe um Anerkennung verschiedener Identit\u00e4ten verdr\u00e4ngt, die Lesben- und Schwulenbewegung nahm ihren Aufschwung. Die Kritik der politischen \u00d6konomie wurde durch Kulturkritik ersetzt. Die Kritik am Ern\u00e4hrerlohn und der daraus resultierenden Unterbezahlung der Frauen wandelte sich in den Wunsch nach bedingungslosem Eintritt in die Erwerbsarbeit. Der Neoliberalismus nahm dankbar an und senkte die Ern\u00e4hrerl\u00f6hne, ohne allerdings die Unterbezahlung der Frauen zu beenden.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union f\u00f6rderte gro\u00dfz\u00fcgig Projekte zur Eingliederung von Frauen, die Feministinnen organisierten Weiterbildung f\u00fcr Berufsr\u00fcckkehrerinnen, Beratung f\u00fcr Existenzgr\u00fcnderinnen, IT-Schulungen und Mikrokredite (dabei war auch die Autorin). Frauen besetzten massenhaft Arbeitspl\u00e4tze in den einfachen Dienstleistungen, die Erwerbsbeteiligung stieg und es stieg auch die Zahl der Erwerbsstunden, die eine Familie leisten muss \u2013 sicherlich Ausdruck und Grund vieler Burn Outs. Die Umverteilung der Arbeitszeit hat nur zwischen Frauen stattgefunden, dort verschwanden Ganztagsstellen zugunsten von Teilzeit.<\/p>\n<p>Zwischen Frauen und M\u00e4nnern blieb es, wie es war, wenn man davon absieht, dass viele M\u00e4nnerl\u00f6hne drastisch sanken und die Erwerbst\u00e4tigkeit der Frauen f\u00fcr das \u00dcberleben der Familie notwendig wurde. Durch das Sinken der M\u00e4nnerl\u00f6hne wurden \u2013 ein Treppenwitz der Geschichte \u2013 Frauenberufe in Pflege und Bildung attraktiver f\u00fcr M\u00e4nner, ihr Anteil stieg. Umgekehrt ist dies wegen des massiven Abbaus der Arbeitspl\u00e4tze in den M\u00e4nnerberufen nicht der Fall.<\/p>\n<p>Im IT-Sektor durften sich dann Frauen und M\u00e4nner gleicherma\u00dfen an der sch\u00f6nen neuen ungeregelten Freiheit des neuen Arbeitsmarktes erfreuen. Heimarbeit, Unterbesch\u00e4ftigung, Unsicherheit, Hire and Fire, unterbrochene Erwerbst\u00e4tigkeit \u2013 hier sind die Merkmale des ehemaligen Frauenarbeitsmarktes zu finden. Und hier zeigt sich, warum der EU und dem Neoliberalismus insgesamt die Einbeziehung der Frauen in die Erwerbsarbeit so wichtig war.<\/p>\n<h5>Ideologische Offensive, soziales Rollback<\/h5>\n<p>Das neoliberale Projekt begann zun\u00e4chst damit, F\u00fchrungsfiguren der neuen sozialen Bewegungen zu gewinnen und deren Expertise und Zugang zu den anvisierten Gruppen zu nutzen. Am offensichtlichsten gelang dies bei den Gr\u00fcnen und jenen politischen Akteuren, die bei den Gr\u00fcnen landeten, aber auch Kommunisten trugen ihr Scherflein bei. Die Gr\u00fcnen waren es auch, die sich als politische Vertretung der Frauen und eines Teils ihrer Forderungen anboten und auch die anderen Str\u00f6mungen der neuen sozialen Bewegungen in das Projekt des Neoliberalismus integrierten: Jugendliche, Studierende, die \u00f6kologische Bewegung und sogar Teile der Friedensbewegung.<\/p>\n<p>Es wurden jene Forderungen aufgegriffen, die leicht zu erf\u00fcllen, die aber auch \u00fcberf\u00e4llig waren. Aber mit keiner Gruppe konnte ein so breiter Einfluss gewonnen werden, wie mit den Frauen, n\u00e4mlich auf 50 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Wenn man die anderen Gruppen hinzuz\u00e4hlt, ist ersichtlich, in welcher Breite die neue Ideologie wirken konnte. Die gro\u00dfen personellen \u00dcberschneidungen zwischen den Gruppen hatten \u00fcberdies den Effekt, dass der Neoliberalismus auf die Einzelnen von mehreren Seiten einwirkte.<\/p>\n<p>Auch die SPD trug ihren Teil bei. Einerseits ging es darum, die Kernbelegschaften in den Schl\u00fcsselindustrien zu beruhigen. Sie sollten vom neoliberalen Angriff auf die sozialen Rechte \u2013 vorerst \u2013 ausgenommen werden. Der Verrat der SPD an ihrem Klientel fand eher bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen und Kommunen, der privatisierten Staatsbetriebe, den Besch\u00e4ftigten in der Bildung (vor allem an den Unis), im Gesundheits- und Pflegebereich, bei den Berufsanf\u00e4ngerInnen, den Geringqualifizierten und den prek\u00e4r Besch\u00e4ftigten statt.<\/p>\n<p>Der Frauenanteil ist hier hoch. Diese Frauen haben den Gewinn an Freiheit und Selbstbestimmung in den anderen Bereichen ihres Lebens mit dem Verlust an sozialer Sicherheit und Einkommen bezahlt. Gleichzeitig war die SPD schon seit den Siebzigern zunehmend Ansprechpartnerin f\u00fcr Teile der neuen sozialen Bewegungen. Dass es Gr\u00fcne und SPD waren, die den neoliberalen Umbau durchsetzten ist nicht nur der Tatsache gezollt, dass die Herrschenden bei einer Kohl-Regierung mit deutlich gr\u00f6\u00dferem Widerstand rechnen mussten.<\/p>\n<p>SPD und Gr\u00fcne konnten glaubhaft die feministischen und anderen Forderungen um Anerkennung aufgreifen und vertreten. Die CDU war dazu nicht in der Lage.<\/p>\n<p>Wir haben bisher nur die Frauen, ihre Bewegung und den Feminismus betrachtet. Das beschreibt die Problematik und die wirkenden Kr\u00e4fte aber nicht in G\u00e4nze. Die eingangs dargelegten Probleme einer sozialistischen Feministin mit linken Organisationen weisen auf einen anderen Grund hin, der den Feminismus diesen problematischen Weg gehen lie\u00df. Linke Organisationen, die Organisationen der Arbeiterbewegung, Parteien und Gewerkschaften standen den Forderungen der Frauen reserviert gegen\u00fcber; in paternalistischer Manier wollten sie der Frauenbewegung die richtige Linie vorgeben. Dem autonomen Teil der Frauenbewegung begegneten sie distanziert bis feindlich. So gab es immer nur Teilb\u00fcndnisse. Denn bei einem Erfolg der Frauenbewegung h\u00e4tten die M\u00e4nner der Arbeiterklasse etwas zu verlieren.<\/p>\n<h5>Revolution und Klassenkompromiss<\/h5>\n<p>Aus den sozialen K\u00e4mpfen und Revolutionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Zwillingsbr\u00fcder Sozialismus und fordistischer Sozialstaat hervorgegangen \u2013 der eine als Ergebnis der russischen und folgenden Revolutionen, der andere als Versuch, Revolutionen zu verhindern. Revolutionen in Finnland, in Bulgarien, in Deutschland, \u00d6sterreich-Ungarn und Japan, machtvolle Streiks in Italien, Frankreich, England und den USA, antikoloniale Erhebungen in Lateinamerika, China, Indien und Indonesien f\u00fchrten den Herrschenden, den Kapitalbesitzern und ihren Politikern, die Krise ihrer eigenen Herrschaft und ihrer Produktionsweise vor Augen.<\/p>\n<p>Die Revolutionen und Aufst\u00e4nde \u2013 ob sie erfolgreich waren oder mit Niederlagen endeten &#8211; waren letztlich Geburtshelfer des fordistischen Wohlfahrtsstaates (auch Sozialstaat oder Soziale Marktwirtschaft genannt), mit dem der Kapitalismus sich selbst modernisierte. Grundlage war ein recht lange tragf\u00e4higer Klassenkompromiss zwischen den st\u00e4rksten Gruppen des Kapitals (R\u00fcstung, Metall-, Fahrzeug-, Elektro-, Energie- und Chemieindustrie) und den dort besch\u00e4ftigten (m\u00e4nnlichen) Arbeitern.<\/p>\n<p>Dieser Klassenkompromiss wurde Grundlage der Sozialpolitik. An den L\u00f6hnen dieser Kerngruppe des Proletariats orientierten sich die Einkommen aller abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten \u2013 in der Regel jedoch mit Abschl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Der Kompromiss war f\u00fcr beide Seiten vorteilhaft. Er versprach durch h\u00f6here L\u00f6hne, durch die Massenkaufkraft der schnell wachsenden Bev\u00f6lkerung die Ausweitung der kapitalistischen Produktion. Wohlstand sollte den sozialen Frieden sichern. Der Lohn versprach, die Familie zu ern\u00e4hren; diese war ausersehen, Disziplinierungs- und Bildungsaufgaben wahrzunehmen, flankiert durch Schule, Kirche und Milit\u00e4r sowie Vereine und Wohlfahrtsorganisationen.<\/p>\n<p>Das fordistische Familienmodell sah jene strikte Trennung der Geschlechterrollen vor, wie sie im Westen Deutschlands dem Idealbild der kleinb\u00fcrgerlichen Kleinfamilie der f\u00fcnfziger Jahre entsprach. Da die Familienv\u00e4ter die einzige \u00f6konomische St\u00fctze der Familie waren, war die Sicherung der Vollbesch\u00e4ftigung, der Vollerwerbst\u00e4tigkeit und der m\u00f6glichst ununterbrochenen Erwerbsbiografien notwendig. Frauen wurde die Familienarbeit zugewiesen, sie verdienten allenfalls hinzu, ihre L\u00f6hne waren deutlich geringer, die Sicherheit ihrer Arbeitspl\u00e4tze und ihre Ausbildung nachrangig, ihre Vollbesch\u00e4ftigung unerw\u00fcnscht. Sie \u00fcbernahmen die Rolle der industriellen Reservearmee nahezu alleine wahr.<\/p>\n<p>Aber das war noch nicht alles. Der modernisierte Kapitalismus hatte f\u00fcr die m\u00e4nnlichen Proletarier noch ein zus\u00e4tzliches Bonbon: die Reanimation des Patriarchats in den Arbeiterfamilien. Die Modernisierung des Kapitalismus f\u00fchrte zu einer Refeudalisierung der Familie. Die Machtlosigkeit und das Ausgeliefertsein im Unternehmensalltag sollte f\u00fcr die M\u00e4nner der Arbeiterklasse seinen Ausgleich durch die Vormachtstellung in der Familie finden. Der Familienlohn, der dem Mann ausgezahlt wurde, st\u00e4rkte die Machtposition in der Familie und war Grundlage f\u00fcr jene Verachtung, die nicht selten auch in den linken Organisationen den Frauen entgegengebracht wurde. Die weitgehende Freistellung von Familienpflichten bot den M\u00e4nnern Freiraum f\u00fcr Engagement in der Gesellschaft, der Politik, dem Verein. All diese Vorteile hatten auch die m\u00e4nnlichen Funktion\u00e4re und Mitglieder der linken Organisationen, und auch sie wollten sie keinesfalls aufgeben. In den Organisationen der Arbeiterbewegung spiegelte sich das neopatriarchale Familienleben ihrer Mitglieder.<\/p>\n<h5>Arbeiter- und Frauenbewegung blieben sich weitgehend fremd<\/h5>\n<p>All das wurde von der Frauenbewegung zur Disposition gestellt und das war und ist die soziale Grundlage f\u00fcr die Skepsis und teilweise Ablehnung, die der Frauenbewegung und dem Feminismus entgegengebracht wurde. Die von vielen Marxisten behauptete Interessengleichheit von Frauen und M\u00e4nnern gab es nicht. Die Geschlechterverh\u00e4ltnisse waren Teil der Klassenverh\u00e4ltnisse und umgekehrt. Das Geschlechterinteresse der Frauen war eben kein Ged\u00f6ns, sondern betraf ihre grundlegenden Bed\u00fcrfnisse.<\/p>\n<p>Weil das ignoriert wurde, kam das B\u00fcndnis zwischen Frauenbewegung und Arbeiterklasse, obwohl h\u00e4ufig gefordert, nicht zustande. Marxismus und Feminismus vertieften ihre Fremdheit. Und mehr noch: Die Arbeiterbewegung verteidigte nicht nur ihre Vorherrschaft gegen\u00fcber den Frauen, sondern auch jenen Status quo des Sozialstaats. Sie entwickelte keine eigene Idee von mehr Macht, von sozialer Sicherheit und Demokratie in der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Dieses B\u00fcndnis w\u00e4re die Voraussetzung gewesen, um das System der sozialen Sicherheit im Interesse der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten zu verteidigen und in ihrem Sinne zu erneuern. Stattdessen haben sich die Gewerkschaften auf die Kernbelegschaften der Industriebetriebe zur\u00fcckgezogen und nur das Alte verteidigt. Das programmierte die Niederlage vor. Denn der Sozialstaat erodierte l\u00e4ngst von innen. Automation und die Informations- und Kommunikationstechnologien haben menschliche Produktionsarbeit in den fortgeschrittenen kapitalistischen L\u00e4ndern in nie da gewesenem Umfang unn\u00f6tig gemacht.<\/p>\n<p>Weil es dem Kapitalismus nicht gelingen kann und er kein Interesse daran hat, die verbleibende Arbeit gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen, wurde die Massenarbeitslosigkeit ein unl\u00f6sbares Problem. Es sank die Zahl der Tr\u00e4ger des Klassenkompromisses auf Seiten der Arbeit und damit ihr politisches Gewicht in Gestalt der Gewerkschaften. Die Verteidigung des Status quo war darauf keine Antwort.<\/p>\n<p>Die Gewerkschaften und die linken Parteien und Organisation h\u00e4tten Emanzipationsbestrebungen vor allem von Frauen, aber auch von Jugendlichen, Homosexuellen und Transidenten, die den fordistischen Wohlfahrtsstaat als Gef\u00e4ngnis empfanden, aufgreifen und die \u00dcberwindung der Unterordnung und der Rollenzuweisungen auf die Tagesordnung setzen, sie mit den sozialen Forderungen verbinden m\u00fcssen. Die Antwort h\u00e4tte mindestens eine Neuverteilung der Erwerbs- und Familienarbeit und eine radikale Arbeitszeitverk\u00fcrzung sein m\u00fcssen. Und nicht zuletzt h\u00e4tte eine Antwort gefunden werden m\u00fcssen f\u00fcr die Endlichkeit der Ressourcen und die \u00f6kologische Krise.<\/p>\n<p>Die Frauen, im Stich gelassen von der Linken, haben den Teil ihrer Forderungen durchgesetzt, der mit dem Neoliberalismus durchzusetzen war und haben ihn dabei gest\u00e4rkt. Der Neoliberalismus ist aber schon wieder dabei, sich neu zu erfinden: als autorit\u00e4rer Liberalismus. In der AfD und bei Pegida, den Tr\u00e4gern dieser Richtung, sammeln sich die Antifeministen und arbeiten f\u00fcr ein Roll Back in der Geschlechterfrage.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite der Barrikade ist Postfeminismus angesagt. Menschenhandel, Prostitution und Pornografie haben Konjunktur; aufgebrezelte Weiblichkeit, Highheels und Minir\u00f6cke sind Ausdruck davon, dass der Roll Back schon begonnen hat. Das Waterloo des Feminismus zeigt sich am Horizont. Dabei w\u00e4re angesichts des Pflegenotstands, des Bildungsdesasters, der Bedrohung des Friedens und er drohenden \u00f6kologischen Katastrophe eine k\u00e4mpferische Frauenbewegung notwendiger denn je. Und mit Marx ist zu fordern, \u201eALLE Verh\u00e4ltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver\u00e4chtliches Wesen ist\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Christel Buchinger, Homburg\/Saar, Diplombiolo\u00adgin, arbeitete u.a. in der politischen u. beruflichen Frauenbildung, Mitglied des Freidenkerverbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Freidenker_2018-02_Buchinger-Pyrrhussieg.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Christel Buchinger: Pyrrhussieg des Feminismus<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 2-18, ca. 360 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: Collage von rlx aus:<br \/>\n&#8211; <span class=\"mw-mmv-title\">B\u00fcste des Pyrrhos aus der Villa dei Papiri von Herculaneum<\/span> &#8211; von Marie-Lan Nguyen (2011), CC BY 2.5, Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=16918723\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=16918723<\/a> und<br \/>\n&#8211; Feminismus-Symbol von BenediktGeyer, CC0, Quelle: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/faust-emanzipation-feminismus-3217339\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/faust-emanzipation-feminismus-3217339\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Christel Buchinger aus FREIDENKER 2-18<\/strong><br \/>\nIn den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts nannte ich mich mit Stolz Feministin. Heute frage ich mich, ob ich das weiterhin tun kann. Kann man als Linke, als Marxistin heute noch Feministin sein? Damals bestand ich darauf, dass im Kampf f\u00fcr eine bessere Welt Frauenverachtung und -unterdr\u00fcckung nicht \u00fcbersehen, dass die Lage, die Probleme, W\u00fcnsche und Forderungen der Frauen zur Kenntnis genommen werden. \u00dcberall, wo Menschen entrechtet, geknechtet und ausgebeutet werden, trifft es Frauen schlimmer und doppelt; sie werden millionenfach versklavt, vergewaltigt, verst\u00fcmmelt, ermordet. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":5213,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,16],"tags":[1057,1054,1058,1034,693,564],"class_list":["post-5211","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-weltanschauung-philosophie","tag-arbeiterbewegung","tag-feminismus","tag-frauenbewegung","tag-marxismus","tag-neoliberalismus","tag-sozialismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pyrrhus_coll_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-1m3","jetpack-related-posts":[{"id":5209,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=5209","url_meta":{"origin":5211,"position":0},"title":"Die gro\u00dfe Un\u00fcbersichtlichkeit","author":"Webredaktion","date":"16. 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