{"id":444,"date":"2010-11-10T15:01:09","date_gmt":"2010-11-10T14:01:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=444"},"modified":"2018-02-18T16:14:15","modified_gmt":"2018-02-18T15:14:15","slug":"strategien-der-wissenschaftszerstoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=444","title":{"rendered":"Strategien der Wissenschaftszerst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die ideologische Krisenbew\u00e4ltigung der poststrukturalistischen Soziologie f\u00fchrt in den Irrationalismus. An die Stelle des vern\u00fcnftigen Begreifens und Ver\u00e4nderns der Welt treten hochtrabende Phrasen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Von Werner Seppmann<\/em><\/p>\n<p>Auch wenn konkrete Vorstellungen \u00fcber gesellschaftliche Alternativen weitgehend verlorengegangen sind, ist eine Ahnung \u00fcber die Notwendigkeit einer anderen Gesellschaft dennoch weit verbreitet. Obwohl der krisengesch\u00fcttelte Kapitalismus noch in der Lage ist, den Eindruck seiner Alternativlosigkeit zu vermitteln, haben die Weltwirtschaftskrise und der drohende Zusammenbruch des Finanzsystems die Skepzis \u00fcber seine Zukunftsf\u00e4higkeit weiter verst\u00e4rkt. Nach einer Emnid-Umfrage im Sommer 2010 w\u00fcnschte sich eine deutliche Mehrheit der BRD-Bev\u00f6lkerung eine \u00bbneue Wirtschaftsordnung\u00ab: Erstaunliche 88 Prozent der Befragten fanden, da\u00df \u00bbdas derzeitige System \u2026 weder den \u203aSchutz der Umwelt\u2039, noch den \u203asorgsamen Umgang mit den Ressourcen\u2039 oder den \u203asozialen Ausgleich in der Gesellschaft\u2039 gen\u00fcgend\u00ab ber\u00fccksichtige (Die Zeit, Nr. 34\/2010, S. 21).<\/p>\n<p>Solch manifester Zweifel ist nicht nur als Reaktion auf Verarmungstendenzen vor allem in der unteren H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerungspyramide zu begreifen, sondern ebenfalls Ausdruck einer zunehmenden Verunsicherung, die auch in einer vor kurzem noch gutsituierten gesellschaftlichen \u00bbMitte\u00ab um sich greift: Viele, die sich noch vor 10 Jahren in \u00bbgesicherten Verh\u00e4ltnissen\u00ab w\u00e4hnten, m\u00fcssen erfahren, da\u00df ihr Leben einer Vielzahl kaum mehr \u00fcberschaubarer Risiken ausgesetzt ist. Die von einer \u00bbb\u00fcrgerlichen Mitte\u00ab getragenen Proteste gegen das Stuttgarter Bahnhofs\u00adprojekt sind auch als Reaktion auf verbreitete Abstiegs\u00e4ngste zu begreifen.<\/p>\n<p>Aber noch bleibt das Widerspruchsbegehren diffus und widerspr\u00fcchlich: Trotz aller Kapitalismusskepsis sind die Positionen eines profilierten Antikapitalismus die Ausnahme. Zwar gibt es innerhalb einer j\u00fcngeren Generation eine Hinwendung zu Fragen nach den \u00f6konomischen Konstitutionsbedingungen einer Gesellschaft der Krisen und sozialen Erosion, aber gleichzeitig verhindert ein Netz desorientierender Weltanschauungsmuster die Radikalisierung der Widerspruchshaltungen. Deren Besonderheit besteht darin, an bedr\u00e4ngende Widerspruchserfahrungen anzukn\u00fcpfen, aber nur zu dem Zweck, sie durch eine \u00bbEinsicht\u00ab in die Unver\u00e4nderbarkeit bestehender Verh\u00e4ltnisse zu neutralisieren.<\/p>\n<p>Das ist beispielsweise bei den intellektuellen Konkursverwaltern einer vormals Kritischen Theorie der Fall, die auf der Basis systemtheoretischer \u00dcberzeugungsformeln postuliert, da\u00df \u00bbhochdifferenzierte Gesellschaften aus Effektivit\u00e4tsgr\u00fcnden darauf angewiesen sind, da\u00df ihre Mitglieder einen strategischen Umgang mit sich selbst und anderen erlernen\u00ab m\u00fc\u00dften (Honneth 2005, S.28) \u2013 was ja nichts anderes bedeutet, als da\u00df keine Alternative zu den alltagspraktischen Zw\u00e4ngen einer Selbst- und Fremdinstrumentalisierung existiert, Entfremdung und (Selbst-)Verdinglichung fraglos hinzunehmen w\u00e4ren. Eine repressive Vers\u00f6hnung mit den herrschenden Widerspruchsverh\u00e4ltnissen ist auch der weltanschauliche Effekt einer Foucaultschen \u00bbMachttheorie\u00ab, die an allgegenw\u00e4rtige Bedr\u00e4ngungserfahrungen und daraus resultierenden Widerspruchbed\u00fcrfnissen anschlie\u00dft, aber nur, um sie durch die Vorstellung zu narkotisieren, da\u00df Macht und (Selbst-)Unterdr\u00fcckung zu einer unaufhebbaren Begleiterscheinung menschlicher Existenz geh\u00f6ren: Die \u00bbMacht\u00ab-Vorstellung verliert sich in einem Nebel unidentifizierbarer Beziehungsgeflechte, weil sie \u00bbihnen immanent\u00ab (Foucault 1983, S.115) sei.<\/p>\n<p>Kritische Artikulationsbed\u00fcrfnisse werden durch solche ideologischen \u00dcberlagerungen zu einem weltanschaulichen Fatalismus transformiert, mit denen die Herrschenden gut leben k\u00f6nnen, weil ihnen die Ver\u00e4nderungsresistenz \u00bbihrer\u00ab gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse \u00bbbest\u00e4tigt\u00ab wird.<\/p>\n<h3>Renaissance kritischen Denkens?<\/h3>\n<p>Das mu\u00df aber nicht so bleiben! Davon sind nicht nur notorische Kapitalismuskritiker \u00fcberzeugt, die zugestandenerma\u00dfen vielleicht manchmal zu voreilig das Gras widerst\u00e4ndiger Haltungen wachsen h\u00f6ren. Auch innerhalb der b\u00fcrgerlichen Apparate werden gegen eine m\u00f6gliche Radikalisierung des Denkens Verteidigungsstellungen aufgebaut: So wird seit einigen Jahren von der Verwertungsgesellschaft Wort (die die Rechte von Autoren vertreten soll) den Marxistischen Bl\u00e4ttern der wissenschaftliche Charakter abgesprochen. Vergleichbares hat es in der Bundesrepublik seit dem Versuch, im Rahmen des KPD-Verbotsverfahrens die Marxismus-Besch\u00e4ftigung zu kriminalisieren, in offener Form nicht mehr gegeben. Auch gibt es die \u00fcblichen akademischen Versuche, zum wiederholten Male den Marxismus zu widerlegen. Von besonderer \u00bbQualit\u00e4t\u00ab intellektueller Anpassungsbereitschaft an die ideologischen Bed\u00fcrfnisse der herrschenden Klasse ist jedoch eine gegenmarxistische Offensive, deren Wortf\u00fchrer sich hinter der Fahne einer \u00bbPoststrukturalistischen Soziologie\u00ab, bzw. einer \u00bbDekonstruktivistischen Sozialanalyse\u00ab versammeln. Ihre gemeinsame Basis ist ein triefender Antimarxismus, wie es ihn seit der antikommunistischen Hetze zur Zeit des Kalten Krieges nicht mehr gegeben hat.<\/p>\n<p>Dem schon hundertfach totgesagten Marxismus k\u00f6nnte es zur Genugtuung gereichen, einer solch konzentrierten Aufmerksamkeit f\u00fcr w\u00fcrdig erachtet zu werden, wenn als Kollateralschaden dieser Aktivit\u00e4t nicht gleichzeitig theoretische Vernunft und wissenschaftliche Rationalit\u00e4t auf der Strecke blieben, also der Versuch einer \u00bbMarxismusentsorgung\u00ab nicht gleichzeitig als Wissenschaftszerst\u00f6rung betrieben w\u00fcrde. Diese Konsequenz stellt sich jedoch zwangsl\u00e4ufig ein, weil zur Verschleierung der Erosionsformen einer sp\u00e4timperialistischen Welt die theoretische Destruktionsarbeit \u00bbfundamental\u00ab angelegt sein mu\u00df. Denn durch blo\u00dfes Sch\u00f6nreden ist ihr wenig schmeichelhaftes Bild nicht aus der Welt zu schaffen: Um von den aggressionsgepr\u00e4gten und sozial morbiden Gesellschaftszust\u00e4nden abzulenken, mu\u00df die Plausibilit\u00e4t der Bilder und Wahrnehmungsformen prinzipiell in Frage gestellt und behauptet werden, da\u00df jegliches Bem\u00fchen, gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse zu erkennen, hinf\u00e4llig geworden sei.<\/p>\n<h3>Dekonstruktion als Destruktion<\/h3>\n<p>Wenn es keine verl\u00e4\u00dfliche Weltvergewisserung gibt, ist automatisch nicht nur jeder den Ursachen auf den Grund gehenden Besch\u00e4ftigung mit den gesellschaftlichen Widerspruchsformen, sondern auch jeder progressiven Ver\u00e4nderungsperspektive (f\u00fcr die eine Einsicht in die gesellschaftlichen Zusammenh\u00e4nge von fundamentaler Bedeutung ist) der Boden entzogen. Ausdr\u00fccklich geht es darum, die Verbindlichkeit (d.h. die M\u00f6glichkeit intersubjektiver Vermittelbarkeit) \u00bbgrundlegender Analysekategorien wie \u203aKlasse\u2039, \u203aIdeologie\u2039, \u203aBewu\u00dftsein\u2039 oder \u203aGeschichte\u2039\u00ab (Horn 2008, S.366) in Frage zu stellen. Die Denkmittel, die zur Erfassung krisen- und klassengepr\u00e4gter Sozialverh\u00e4ltnisse unerl\u00e4\u00dflich sind, sollen diskreditiert und unsch\u00e4dlich gemacht werden.<\/p>\n<p>Wenn das gelingen soll, m\u00fcssen die theoretischen Grundlagen eines realistischen Gesellschaftsverst\u00e4ndnisses \u00bbentsorgt\u00ab werden. Nicht nur zwischen den Zeilen wird gesagt, da\u00df es dabei vorrangig um die Delegitimierung des Marxismus geht: Es wird die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, da\u00df es mit der Eliminierung seines theoretischen Fundaments gelingen wird, \u00bbdie mit dem Klassenbegriff verbundenen substantiellen Annahmen \u00fcber Gesellschaftsordnungen hinter sich zu lassen.\u00ab (Saar 2008, S.199)<\/p>\n<p>An der Umsetzung dieses Vorhabens beteiligt sich eine ganze Phalanx von Theorien und Philosophien, die unterschiedliche Namen f\u00fchren (neben dem erw\u00e4hnten Poststrukturalismus und Dekonstruktivismus auch Postmodernismus, Konstruktivismus, Genealogie und Diskursanalyse), die jedoch \u00fcber eine gro\u00dfe Schnittmenge gemeinsamer \u00dcberzeugungen verf\u00fcgen. Ihr einigendes Band ist die beschriebene Auffassung eines irreversiblen Verlustes eines objektivierbaren Realit\u00e4tsbezuges.<\/p>\n<h3>Subjektivistische Selbstgef\u00e4lligkeit<\/h3>\n<p>Es wird bei der \u00bbKonstruktion\u00ab der Argumentationsmuster arbeitsteilig vorgegangen. Auf einer \u00bbgrunds\u00e4tzlichen\u00ab Ebene wird behauptet, da\u00df es keinerlei Verbindung zwischen Sprache und einer wie auch immer gearteten Realit\u00e4t g\u00e4be. Es w\u00fcrde kein Jenseits des \u00bbTextes\u00ab existieren, denn alle m\u00f6glichen Artikulationsformen stellten nur einen inneren Verweisungszusammenhang dar, der nicht \u00bbdurchbrochen\u00ab werden kann: \u00bbSinn und Bedeutung als Merkmale von Zeichen [ergeben sich nur] durch die differentiellen Beziehungen zu anderen Zeichen.\u00ab (Moebius\/Reckwitz 2008, S.11) Der prominenteste Stichwortgeber f\u00fcr diese Position ist der franz\u00f6sische Philosoph Jacques Derrida: Den \u00bbSignifikanten\u00ab (der Textaussage oder dem Begriff), so dekreditiert er in der Tradition eines philosophischen Strukturalismus, ist kein \u00bbSignifikat\u00ab (kein objektiver Bezugspunkt) zugeordnet: Text und Sprache sind nach dem Prinzip reiner Selbstbez\u00fcglichkeit organisiert.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wird solch radikaler Erkenntnisnihilismus in den poststrukturalistischen Diskursen \u2013 gewisserma\u00dfen nach dem Motto \u00bbsicher ist sicher\u00ab \u2013 durch die Behauptung, \u00bbda\u00df die Einheit der Gesellschaft undarstellbar und unerreichbar bleibt\u00ab (Bonacker 2008, S.37). Als \u00bbAlternative\u00ab sollen \u00bbnachmechanistische Denkweisen\u00ab (Moebius\/Reckwitz 2008, S.20) gelten, die sicherstellen sollen, da\u00df die klassengesellschaftlichen Sachverhalte sich \u00bbin der Sprache und den Diskursen\u00ab (Horn 2008, S.366) nicht mehr ausdr\u00fccken lassen. Letztlich geht es darum, bei der Thematisierung sich aufdr\u00e4ngender sozialer Widerspr\u00fcche, die Frage nach den \u00f6konomischen Vermittlungen und dem Einflu\u00df der Klassenstrukturierung vermeiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um dieses Programm der Realit\u00e4tsverleugnung zu realisieren, werden sowohl die Existenz sozialer Strukturierungsprinzipien als auch die Wirkungsweise von Abh\u00e4ngigkeits- und Bedingungsverh\u00e4ltnissen in Frage gestellt. Gemessen an den intellektuellen Absichten durchaus folgerichtig, wird \u00bbdie \u00d6konomie als das zu \u00fcberwindende Andere poststrukturalistischer Sozialtheorie\u00ab (St\u00e4heli 2008, S.298) behandelt und so \u00bbbearbeitet\u00ab und transformiert, da\u00df das \u00bb\u00d6konomische seines objektiven, immer schon gegebenen Charakters entledigt\u00ab wird (ebd., S.298). Damit soll vermieden werden, da\u00df \u00bbdie \u00d6konomie [weiterhin] als Wesenskern und Motor gesellschaftlicher Strukturierung und Dynamiken\u00ab (ebd., S.298) begriffen werden kann. Faktisch soll also verhindert werden, den Verwertungsdrang des Kapitals als Ursache sozialer und \u00f6kologischer Katastrophenentwicklung identifizieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es wird die Hoffnung ge\u00e4u\u00dfert, nach geleisteter Dekonstruktionsarbeit w\u00e4re es dann auch m\u00f6glich, der \u00bbh\u00e4ufig voreilige[n] Rede von einer \u00d6konomisierung des Sozialen eine entscheidende Wendung zu geben\u00ab, die darin bestehen soll, zu erkennen, da\u00df nicht \u00bbdie ganze Gesellschaft aufgrund eines \u00f6konomischen Kalk\u00fcls regiert wird\u00ab (ebd., S.304).<\/p>\n<p>Diese Feststellung ist ebenso richtig wie banal, jedoch poststrukturalistisch instrumentalisiert dazu geeignet, von den tats\u00e4chlichen Einflu\u00dfrelationen abzulenken. Unter der Hand wird die richtige Beobachtung, da\u00df es dem \u00f6konomischen Verwertungskalk\u00fcl nicht gelingt, in alle sozialen Nischen einzudringen, so gehandhabt, da\u00df damit eine pr\u00e4gende Bedeutung des \u00d6konomischen grunds\u00e4tzlich in Frage gestellt ist. Fern jeder Sachlogik wird assoziiert, da\u00df, wenn die Gesellschaft nicht ausnahmslos \u00f6konomisch gepr\u00e4gt ist, von keinerlei fundierender Bedeutung \u00f6konomischer Strukturen mehr ausgegangen werden kann. Der Zweck solcher Geistesakrobatik ist nur allzu offensichtlich: Abgelenkt werden soll von der Realit\u00e4t der Kapitaldominanz und der die b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnisse konstituierende Existenz von Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen als des verborgenen Kerns b\u00fcrgerlicher \u00d6konomie.<\/p>\n<p>Solche Versuche zur sozialtheoretischen Selbstdemontage sind keineswegs neu, aber selten wurden sie mit dieser Deutlichkeit artikuliert.<\/p>\n<h3>Rausch und Exze\u00df<\/h3>\n<p>Plausibilit\u00e4t wird den eigenen theoretischen Grunds\u00e4tzen durch die verzerrende Darstellung der (marxistischen) Gegenposition zu verschaffen versucht. Ebenso, wie ihr eine deterministische und \u00f6konomistische Grundtendenz zugeschrieben wird, wird ihr ein Verst\u00e4ndnis der Gesellschaft als \u00bbeine stabile, geschlossene Einheit\u00ab (Moebius\/Reckwitz 2008, S.31) unterstellt. Dieser Vorwurf grenzt jedoch an eine Absurdit\u00e4tsinszenierung, denn der diskriminierte marxistische Totalit\u00e4tsbegriff geht zwar von einer inneren Selbstbez\u00fcglichkeit des Gesellschaftlichen (der diversen \u00bbSubtotalit\u00e4ten\u00ab und sozialen Beziehungskomplexe) aus, nicht aber von deren \u00bbGeschlossenheit\u00ab und noch weniger von einer konstitutiven \u00bbStabilit\u00e4t\u00ab der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse. Das Gegenteil ist der Fall: Nehmen wir die Explikation der Gesellschaft als Totalit\u00e4t in den \u00d6konomie-Studien von Marx zum Ma\u00dfstab, erscheint sie als instabiles, sich aus disparaten Elementen konstituierendes Beziehungsgeflecht, dessen \u00bbGeheimnis\u00ab gerade in ihrer F\u00e4higkeit besteht, sich trotz einer anarchischen Grundtendenz und einer Vielzahl auseinander strebender Elemente immer wieder zu restabilisieren.<\/p>\n<p>Wenn die dekonstruktivistische Offensive gegen ein realistisches Sozialverst\u00e4ndnis jedoch gelingen soll, darf es keine Hemmschwellen geben, denn die normative Verabsolutierung der Prinzipien \u00bbder Unordnung oder des irreduziblen Durcheinanders\u00ab (Derrida 1997, S43) (im Gegensatz zur Vorstellung der Gesellschaft als eines widerspr\u00fcchlich strukturierten Ganzen) erfordert es, sich gro\u00dfz\u00fcgig in der Rumpelkammer des philosophischen Irrationalismus zu bedienen: Um von den \u00bbharten Fakten\u00ab klassengesellschaftlicher Strukturierung abzulenken, wird eine Konzentration auf \u00bbzusammenbrechende Sinnstrukturen und Un-Heimlichkeiten\u00ab (St\u00e4heli 2000, S.7) empfohlen und spiegelbildlich zu der Irrationalisierung der kapitalistischen Vergesellschaftungsprozesse (um sie ideologisch zu entlasten) jegliche Unterscheidung zwischen Normalem und Pathologischem in Frage gestellt. Im Windschatten dieser Zerst\u00f6rung theoretischer Vernunft werden dann auch noch das Vor- und Gegenrationale als erstrebenswerte Bezugsgr\u00f6\u00dfen deklariert. Gesprochen wird von der Notwendigkeit einer \u00bbHinwendung zum Paradoxen, Paralogischen\u00ab (Hasan 1994, S.49), zum \u00bbabsoluten Exze\u00df, [zu] Rausch und Ekstase\u00ab (St\u00e4heli 2000, S.32).<\/p>\n<p>Da\u00df solche Positionierungen auch innerhalb marxistischer Diskussionen als erw\u00e4genswerte Beitr\u00e4ge intellektueller Selbstverst\u00e4ndigung angesehen werden und die Lobredner des theoretischen Irrationalismus als m\u00f6gliche \u00bbB\u00fcndnispartner\u00ab gelten sollen, ist ein bedenkliches Beispiel daf\u00fcr, wie weit die weltanschauliche Wehrlosigkeit mittlerweile gediehen ist.<\/p>\n<h3>Verleugnete Objektivit\u00e4t<\/h3>\n<p>Um den Marxismus als Inbegriff einer realit\u00e4tsbezogenen und konkret-machtkritischen Betrachtungsweise der sozialen Verh\u00e4ltnisse \u00bbbew\u00e4ltigen\u00ab zu k\u00f6nnen, dominiert die Bereitschaft, das gesellschaftswissenschaftliche Fundament g\u00e4nzlich zu zerst\u00f6ren: Es sollen alle intellektuellen Denkzeuge \u00bbdekonstruiert\u00ab werden, die notwendig sind, um die Ursachen sozialer und zivilisatorischer Selbstaufl\u00f6sung benennen zu k\u00f6nnen. Eine Schl\u00fcsselrolle kommt dabei dem Kontingenz-Begriff zu. Er fungiert quasi als Zauberwort, mit dem die soziale Realit\u00e4t (konkret ihre klassengesellschaftlichen Determinanten) theoretisch zum Verschwinden gebracht werden sollen, um sicherzustellen, da\u00df \u00bbder Rekurs auf fundamentale soziale Ungleichheiten entlang der Linie von Besitz und gesellschaftlicher Position theoretisch allenfalls [nur noch] eine nachrangige Bedeutung\u00ab (Saar 2008, S.194) haben kann. \u00bbKontingenz\u00ab meint hier, da\u00df keine objektiven Strukturierungsprinzipien (und nat\u00fcrlich keine antagonistischen Klassen!) identifizierbar w\u00e4ren, sondern soziale Sachverhalte als ungestaltet und ambivalent begriffen werden m\u00fcssen. Prim\u00e4r als von Zuf\u00e4lligkeiten und abrupten Wendungen gepr\u00e4gt, sei Gesellschaft \u00bbin ihrer Ereignishaftigkeit ohne Dauer \u2026 sie verschwindet, indem sie entsteht\u00ab (Opitz 2008, S.179).<\/p>\n<p>Der argumentationsstrategische Trick, um \u00bbKontingenz\u00ab und eine entgrenzte \u00bbDynamik\u00ab verabsolutieren und dann auf dieser Grundlage auch soziale Objektivit\u00e4t negieren zu k\u00f6nnen, ist das Herausrei\u00dfen einzelner Momente der realen Prozesse, so da\u00df die Zusammenh\u00e4nge gar nicht mehr in den Blick gelangen. So wird die \u00bbDynamik\u00ab (und auch die \u00bbVerg\u00e4nglichkeit\u00ab) des Sozialen den angeblich \u00bbeindeutigen Strukturen\u00ab gegen\u00fcbergestellt. Doch im Kontrast zu einer solchen Karikatur werden im historisch-materialistischen Denken Statik und Dynamik nicht als Gegens\u00e4tze begriffen, sondern in ihrem unaufhebbaren Wechselverh\u00e4ltnis zueinander thematisiert. Gesellschaft existiert gerade durch des Zusammenspiel des scheinbar Disparaten: \u00bbGesellschaft ist widerspruchsvoll und doch bestimmbar, rational und irrational in eins, System und br\u00fcchig, blinde Natur und durch Bewu\u00dftsein vermittelt.\u00ab (Adorno 1972, S.548)<\/p>\n<h3>Eleganter Unsinn<\/h3>\n<p>Der (Schein-)Begr\u00fcndung der poststrukturalistischen Weltsicht liegt ein bedenkenloser Umgang mit Theoremen zugrunde, die g\u00e4nzlich anderen \u00bbBereichlogiken\u00ab entstammen. Die dekonstruktivistischen Weltanschauungen abstrahieren von ihren realen Konstruktionsprinzipien, bzw. verlassen sich auf die assoziative Kraft von Bildern von Bewegung und Disparit\u00e4t, Zusammenhanglosigkeit und \u00bbEigensinn\u00ab, die sie umstandslos zur Vorstellung einer Aufl\u00f6sung und \u00bbkonstitutive[n] Instabilit\u00e4t der gesellschaftlichen Strukturen\u00ab (Gertenbach 2008, S.220) in Beziehung setzen. Entnommen werden diese Bilder mit gro\u00dfer intellektueller Unbedarftheit aus so unterschiedlichen Wissenschaften wie Mathematik, Physik, der Biologie oder der Chaostheorie. Ihr Abstraktionsgrad und ihre theoretische Bedeutung innerhalb des urspr\u00fcnglichen Bezugs- und Begr\u00fcndungsfeldes werden systematisch ignoriert. Das ist jedoch die Voraussetzung daf\u00fcr, sie so handhaben (also instrumentalisieren) zu k\u00f6nnen, als ob sie eine unmittelbare Evidenz f\u00fcr Gesellschaft und Geschichte bes\u00e4\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber durch die Betonung nur eines Aspektes \u2013 beispielsweise die Diskontinuit\u00e4t oder den Widerspruch, das Ungeformte oder das Zuf\u00e4llige \u2013 wird der Zusammenhang als das die Gesellschaft konstituierende Prinzip verfehlt. Doch genau das ist beabsichtigt, denn es sollen jene gesellschaftlichen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten verborgen bleiben, die bestehender Macht zugrunde liegen. Den herrschaftskonformen Effekt solcher intellektueller Verschleierungsarbeit hat schon Marx im Juli 1868 in einem Brief an seinen Freund Kugelmann in Hannover beschrieben: \u00bbMit der Einsicht in den Zusammenhang st\u00fcrzt, vor dem praktischen Zusammensturz, aller theoretische Glauben in die permanente Notwendigkeit der bestehenden Zust\u00e4nde. Es ist also absolutes Interesse der herrschenden Klassen, die gedankenlose Konfusion zu verewigen. Und wozu anders werden die sykophantischen [verleumderischen] Schw\u00e4tzer bezahlt, die keinen anderen wissenschaftlichen Trumpf auszuspielen wissen, als da\u00df man in der politischen \u00d6konomie \u00fcberhaupt nicht denken darf?\u00ab<\/p>\n<hr \/>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<p>&#8211; Adorno, Theodor W.: Gesammelte Schriften, Bd. 8, Suhrkamp, Frankfurt\/Main 1972<\/p>\n<p>&#8211; Bonacker, Thorsten: Gesellschaft: Warum die Einheit der Gesellschaft aufgehoben wird, in: Moebius\/Reckwitz 2008<\/p>\n<p>&#8211; Derrida, Jacques: Einige Statements und Binsenwahrheiten \u00fcber Neologismen, New-Ismen, Post-Ismen, Parasitismen und andere kleine Seismen, Merve Verlag, Berlin 1997<\/p>\n<p>&#8211; Foucault, Michel: Sexualit\u00e4t und Wahrheit. Erster Band: Der Wille zum Wissen, Suhrkamp, Frankfurt\/Main 1983<\/p>\n<p>&#8211; Gertenbach, Lars: Geschichte, Zeit und sozialer Wandel, in: Moebius\/Reckwit 2008<\/p>\n<p>&#8211; Hasan, Ihab: Postmoderne heute, in: Welsch 1994<\/p>\n<p>&#8211; Honneth, Axel: Verdinglichung: Eine anerkennungstheoretische Studie, Suhrkamp, Frankfurt\/Main 2005<\/p>\n<p>&#8211; Horn, Eva: Literatur: Gibt es Gesellschaft im Text?, in: Moebius \/ Reckwitz 2008<\/p>\n<p>&#8211; Moebius, Stephan \/ Reckwitz, Andreas: Einleitung, in: \u00adMoebius\/Reckwitz 2008<\/p>\n<p>&#8211; Moebius, Stephan \/ Reckwitz, Andreas (Hrsg.): Poststrukturalistische Soziologien, Suhrkamp, Frankfurt\/Main 2008<\/p>\n<p>&#8211; Opitz, Sven: Exklusion: Grenzg\u00e4nge des Sozialen, in: \u00adMoebius\/Reckwitz 2008<\/p>\n<p>&#8211; Saar, Martin: Klasse\/Ungleichheit: Von den Schichten der Einheit zu den Achsen der Differenz, in: Moebius\/Reckwitz 2008<\/p>\n<p>&#8211; St\u00e4heli, Urs: Poststrukturalistische Soziologien, transcript Verlag, Bielefeld 2000<\/p>\n<p>&#8211; St\u00e4heli, Urs: \u00d6konomie. Die Grenzen des \u00d6konomischen, in: Moebius\/Reckwitz 2008<\/p>\n<p>&#8211; Welsch, Wolfgang: Wege aus der Moderne \u2013 Schl\u00fcsseltexte der Postmoderne-Diskussion, Akademieverlag, Berlin 1994<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dieser Artikel erschien in der Tageszeitung \u201ajunge Welt\u2018 am 04.11.2010.<\/p>\n<p>Dr. Werner Seppmann ist Philosoph, Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung und Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes.<br \/>\nVon ihm erscheint im Dezember 2010 im Berliner Kulturmaschinen-Verlag das Buch &#8222;Die verleugnete Klasse. Arbeiterinnen- und Arbeiterklasse heute&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/Comfreak-51581\/ Jonny Lindner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Werner Seppmann<\/strong><br \/>\nAuch wenn konkrete Vorstellungen \u00fcber gesellschaftliche Alternativen weitgehend verlorengegangen sind, ist eine Ahnung \u00fcber die Notwendigkeit einer anderen Gesellschaft dennoch weit verbreitet. Obwohl der krisengesch\u00fcttelte Kapitalismus noch in der Lage ist, den Eindruck seiner Alternativlosigkeit zu vermitteln, haben die Weltwirtschaftskrise und der drohende Zusammenbruch des Finanzsystems die Skepzis \u00fcber seine Zukunftsf\u00e4higkeit weiter verst\u00e4rkt. Nach einer Emnid-Umfrage im Sommer 2010 w\u00fcnschte sich eine deutliche Mehrheit der BRD-Bev\u00f6lkerung eine \u00bbneue Wirtschaftsordnung\u00ab<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":445,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[263,470,977,207,203],"class_list":["post-444","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltanschauung-philosophie","tag-finanzkrise","tag-ideologie","tag-kritisches-denken","tag-skepzis","tag-wissenschaftszerstoerung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Weltraum.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-7a","jetpack-related-posts":[{"id":20002,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20002","url_meta":{"origin":444,"position":0},"title":"Frieden durch Dialog \u2013 Ein Weg f\u00fcr die Zukunft","author":"Webredaktion","date":"5. 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