{"id":399,"date":"2010-07-17T17:30:10","date_gmt":"2010-07-17T15:30:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=399"},"modified":"2019-06-27T21:32:10","modified_gmt":"2019-06-27T19:32:10","slug":"canforas-kurze-geschichte-der-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=399","title":{"rendered":"Canforas \u201ekurze Geschichte der Demokratie\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=1060\">&#8222;Freidenker&#8220; Nr. 2-10 Juli 2010<\/a> S. 8-11 69. Jahrgang<\/em><\/p>\n<p>Luciano Canfora, Professor f\u00fcr klassische Philologie an der Universit\u00e4t Bari, versucht aus der Besichtigung europ\u00e4ischer Geschichte vom antiken Griechenland bis zur aktuellen EU einen Begriff von Demokratie zu gewinnen.<\/p>\n<p>Dabei betet er nicht die zum \u00dcberdruss bekannten wohlfeilen Lehrs\u00e4tze nach, sondern konfrontiert diese mit einem radikalen Begriff von Demokratie, der als Anspruch unterdr\u00fcckter Gesellschaftsklassen auf realen Einfluss und Gleichheit noch nicht eingel\u00f6st ist.<br \/>\nBei der herrschenden Rede \u00fcber die Demokratie stellt Canfora eine heillose Begriffsverwirrung fest, die nicht zuletzt den Zweck erf\u00fcllt, Demokratie lediglich formal zu definieren bzw. als Fassade oligarchischer Herrschaft zu nutzen.<br \/>\nBei genauerem Hinschauen stelle man fest, dass \u201eHerrschaftsformen, die in der politischen Theorie gemeinhin als einander fremd oder entgegengesetzt gelten, in der konkreten Wirklichkeit eine enge und irritierende Verwandtschaft aufweisen\u201c.<br \/>\nW\u00e4hrend der Tyrann gemeinhin als anderer Name f\u00fcr Diktator gebraucht werde, wusste Aristoteles: \u201eDer Tyrann entsteht aus dem Kampf des Volkes und der Menge gegen die Vornehmen, damit das Volk durch diese nicht weiter unterdr\u00fcckt werde.\u201c1 Hingegen wurde \u201edemokratia\u201c auch im Sinne einer Herrschaft \u00fcber das Volk gebraucht, davon der Begriff \u201edemokr\u00e0tor\u201c abgeleitet, der \u201eim Kern dem des Diktators\u201c entsprach.<br \/>\nCanforas Vorrede zu dem Werk endet daher: \u201eDas Problem l\u00e4sst sich nicht l\u00f6sen, wenn man die klassenspezifischen Inhalte im Dunkeln l\u00e4sst, die unter der Oberfl\u00e4che der \u201apolitischen Systeme\u2018 verborgen liegen.\u201c2 <strong>Demokratie retten \u2013 vor dem Autor?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDas von Canfora formulierte Anliegen stie\u00df freilich im deutschen Verlags- und Historikersumpf auf wenig Gegenliebe. Urspr\u00fcnglich plante der M\u00fcnchner Verlag C.H. Beck die Herausgabe, nachdem das Buch bereits in Italien, Frankreich, Spanien und England erschienen war. Doch vorsichtshalber gab man beim Historiker Hans-Ulrich Wehler ein Gutachten in Auftrag und der urteilte scharfrichtergleich, es handele sich bei Canforas Buch \u201enicht nur um eine extrem dogmatische Darstellung, sondern um eine so dumme, dass sie an keiner Stelle den Anspr\u00fcchen der westlichen Geschichtswissenschaft gen\u00fcgen kann\u201c.<br \/>\nWenn das keine Empfehlung ist.<br \/>\nDer \u201ewestlichen Geschichtswissenschaft\u201c schaut der \u201aKalte Krieg\u2018 f\u00f6rmlich aus allen Knopfl\u00f6chern.<br \/>\nSo erschien die \u201eKurze Geschichte der Demokratie\u201c dankenswerterweise Anfang 2006 im K\u00f6lner PapyRossa-Verlag, nachdem das \u201eauf der Grundlage von Ger\u00fcchten schon Ende 2005 meist gegen Canfora urteilte\u201c.3<br \/>\nDer Literaturkritiker K\u00f6hler befand auch, dass den Verlag \u201edie ganze Richtung st\u00f6rt\u201c und \u201ewas die Verantwortlichen bei Beck wie auch ihre Gutachter offenkundig \u00fcberforderte: Demokratie ist bei Canfora w\u00f6rtlich genommen Herrschaft des Volkes \u2013 als Herrschaft zumal, die in ihren Mitteln nicht immer zimperlich ist. Als solche kann sie der Freiheit entgegengesetzt sein.\u201c<br \/>\nDoch die reaktion\u00e4ren Kritiker finden eine \u201alinke\u2018 Erg\u00e4nzung in Christoph J\u00fcnke, der in mehreren Werken gegen Canfora zu Felde zieht. Er meint, dass sich hier ein \u201eAnwalt des so genannten Volksfrontkommunismus in den F\u00e4ngen der Stalinismus-apologie verf\u00e4ngt\u201c und \u00e4u\u00dfert Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zensoren: \u201eEine solch stalinistische Sicht auf die Geschichte setzt sich nicht zu Unrecht vielf\u00e4ltigen Anfeindungen aus.\u201c4 H\u00f6chst praktisch, der \u201aStalinismus\u2018: Kritiker J\u00fcnkes wie Georg F\u00fclberth, J\u00fcrgen Harrer, Otto K\u00f6hler, Junge Welt, Neues Deutschland, Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik, Marxistische Bl\u00e4tter, Ossietzky \u2013 alle gelten dem Kritiker J\u00fcnke als Vertreter \u201eder nie wirklich entstalinisierten und nun gesamtdeutschen Linken\u201c.<\/p>\n<h2><strong>Demokratie \u2013 f\u00fcr wen?<\/strong><\/h2>\n<p>Womit der Autor den Zorn verdient hat? Die \u201eklassenspezifischen Inhalte\u201c offen zu legen ist der \u201arote Faden\u2018 von Canforas Werk. Der Widerspruch, wie Demokratie und Sklaverei zusammenpassen, kommt ja schon den Nachdenklicheren in den Sinn, wenn die Griechenland-Legende erklingt. Ein noch in der Neuzeit aktuelles Problem, wie Canforas Frage zeigt: \u201eWie kam es, dass von den Proklamationen der \u201aRechte\u2018 durch die Englische und Amerikanische Revolution nie eine Vorstellung und keine Praxis geschaffen wurde, die die Sklaverei in Frage gestellt h\u00e4tte?\u201c5<br \/>\n\u201eGottes Wille\u201c war f\u00fcr die in Tradition der Reformation stehenden \u201eheiligen Revolution\u00e4re\u201c Englands die zentrale Begr\u00fcndung ihres Tuns \u2013 gleiche Rechte f\u00fcr alle mit \u201eangestammten Rechten\u201c, die Bewohner ihrer Kolonien fielen ihnen dabei nicht ein.6 Fast 150 Jahre sp\u00e4ter: \u201etrotz aller biblischen Emphase (stellt) die amerikanische Verfassung in ihrer urspr\u00fcnglichen Version von 1787 die Sklaverei keineswegs in Frage.7<br \/>\nNeben den offenkundigen wirtschaftlichen Interessen spielt zu deren Rechtfertigung die Bibel die zentrale Rolle. Neben anderen wird Paulus\u2019 Brief an die Epheser (6,5-9) zitiert: \u201eIhr Sklaven, gehorcht Euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern und mit aufrichtigem Herzen, als w\u00e4re es Jesus \u2026\u201c.8<br \/>\nBei den franz\u00f6sischen Revolution\u00e4ren war die Sklaverei hingegen Thema, und Canfora zitiert die Rede des Robespierre-Anh\u00e4nger Ren\u00e9 Levasseur: \u201eIch fordere, dass der Konvent \u2013 nicht aus einer Laune der spontanen Begeisterung, sondern in Anerkennung der Prinzipien der Gerechtigkeit und getreu der Erkl\u00e4rung der Menschenrechte \u2013 erkl\u00e4rt, dass die Sklaverei mit sofortiger Wirkung auf dem gesamten Territorium der Republik abgeschafft ist.\u201c9 Nach streitiger Debatte wurde dies beschlossen, erg\u00e4nzt um die Formulierung: \u201eDamit erhalten alle Menschen ohne Unterschied der Hautfarbe die franz\u00f6sischen B\u00fcrgerrechte.\u201c10 Nicht lange, denn Napoleon kassierte die Abschaffung der Sklaverei wieder.<\/p>\n<h2><strong>Wahlen?<\/strong><\/h2>\n<p>Als Lehre aus der Niederschlagung der Pariser Commune 1871 mit mehreren zehntausend Ermordeten wird uns Marx ins Ged\u00e4chtnis gerufen mit dem Hinweis, die Arbeiterklasse k\u00f6nne \u201enicht die fertige Staatsmaschinerie einfach in Besitz nehmen und diese f\u00fcr ihre eignen Zwecke in Bewegung setzen\u201c.<br \/>\nNach dem Scheitern der I. Internationale und nach Aufhebung der Bismarckschen Sozialistengesetze begab sich die deutsche Sozialdemokratie auf den langen Marsch der Wahlen im parlamentarischen System. Canfora zeigt, dass ein allgemeines Wahlrecht eben noch gerade keine Demokratie bedeutet11, und setzt sich mit den zeitgen\u00f6ssischen Illusionen auseinander. Schon in der franz\u00f6sischen Revolution von 1848 sei deutlich geworden, dass ein Wahlrecht f\u00fcr alle M\u00e4nner keinesfalls der radikalen Linken den Sieg garantierte.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang weist er schonungslos auf zwiesp\u00e4ltige Aussagen von Friedrich Engels nach Marx\u2019 Tod hin, dessen positive Aussagen zum \u201aparlamentarischen Weg\u2018 er f\u00fcr naiv, weitgehend unbegr\u00fcndet und strategisch in die Sackgasse m\u00fcndend bewertet.<br \/>\nGegen dessen \u2013 auf Wahlergebnisse gest\u00fctzte \u2013 Hoffnung, \u201egegen 1900 wird die Armee, fr\u00fcher das preu\u00dfischste Element des Landes, in ihrer Majorit\u00e4t sozialistisch sein\u201c, lobt er den Realismus Karl Liebknechts in \u201eMilitarismus und Antimilitarismus\u201c, dass sich die Herrschenden die Milit\u00e4rkaste nicht entwinden lie\u00dfen, mittels der sie die Gesellschaft im eisernen Griff hielten.12<br \/>\nCanfora sieht dies in der weiteren Entwicklung zum I. Weltkrieg, der Niederschlagung der Novemberrevolution mitsamt der Ermordung von Karl und Rosa best\u00e4tigt.<\/p>\n<h2><strong>Faschismus \u2013 Variante b\u00fcrgerlicher Herrschaft<\/strong><\/h2>\n<p>Das schlimmste \u201eVergehen\u201c Canforas besteht aber in den Augen der Kritiker darin, dass er sich der heute geltenden Doktrin des \u201aantitotalit\u00e4ren Konsens\u2018 verweigert. Anhand der Faschisierung in den 1920er Jahren weist Canfora nach, dass es sich vom I. bis zum II. Weltkrieg um \u201eeinen einzigen Konflikt\u201c13 handelt.<br \/>\nIm Zentrum der Anstrengungen der Herrschenden stand der Kampf gegen den Kommunismus im Allgemeinen und seit 1917 gegen die Sowjetunion im Besonderen, \u201etaugte doch Russland als Beispiel f\u00fcr den k\u00fcrzesten Weg zu sozialer Gerechtigkeit\u201c.14<br \/>\nDer oft zitierte \u201eEurop\u00e4ische B\u00fcrgerkrieg\u201c datiert vom Sommer 1918, als ein englisches Expeditionscorps Archangelsk und Murmansk besetzte, in der Funktion des Kriegsministers agierte damals, heute weitgehend vergessen, Winston Churchill. Der hatte 1919 \u201eden Alliierten einen Plan vorgelegt, der die Umgestaltung Russlands in einen f\u00f6deralen Staat unter einer Regierung vorsah, die das Vertrauen der Westm\u00e4chte genoss. Dieser Plan wurde schlie\u00dflich 1991\/92 mit der Regierung Jelzin umgesetzt\u201c.15<br \/>\nAnhand zweier Zitate weist Canfora die Identit\u00e4t der Sto\u00dfrichtung nach: Zun\u00e4chst Hitler im Gespr\u00e4ch mit V\u00f6lkerbundkommissar Burckhardt:<br \/>\n\u201eAlles, was ich unternehme, ist gegen Russland gerichtet; wenn der Westen zu dumm und zu blind ist, um dies zu begreifen, werde ich gezwungen sein, mich mit den Russen zu verst\u00e4ndigen, den Westen zu schlagen, und dann mich mit meinen versammelten Kr\u00e4ften gegen die Sowjetunion zu wenden.\u201c16<br \/>\nEs folgt Churchill 1933 vor der antisozialistischen Liga in London:<br \/>\n\u201eDer von Mussolini verk\u00f6rperte r\u00f6mische Genius, der gr\u00f6\u00dfte heute lebende Gesetzgeber, hat vielen Nationen gezeigt, wie man dem drohenden Sozialismus entgegentreten kann; er hat den Weg gezeigt, dem eine mutig gef\u00fchrte Nation folgen kann. Mit seiner faschistischen Herrschaft hat Mussolini eine Orientierung gegeben, von der sich die L\u00e4nder in ihrem gemeinsamen Kampf gegen den Sozialismus leiten lassen m\u00fcssen.\u201c17<br \/>\nCanforas Fazit: \u201eEs gilt als unfein zu sagen, dass die \u201aliberalen Demokratien\u2018 dem Faschismus \u201adie Hand reichten\u2018, um den Linken den Weg zu versperren. Man kann es auch eleganter und sicherlich genauer formulieren: Die Klassen, welche die bis dahin regierenden Parteien (Liberale, Radikale etc.) unterst\u00fctzt hatten, entzogen diesen allm\u00e4hlich das Vertrauen. Sie verloren den Glauben an die \u201aparlamentarische Demokratie\u2018 und optierten f\u00fcr den Faschismus. (\u2026) Die Unterst\u00fctzung der faschistischen Bewegungen durch Teile des Gro\u00dfkapitals spielte dabei eine Schl\u00fcsselrolle\u201c.18<\/p>\n<h2><strong>Kalter Krieg \u2013 R\u00fcckzug der Demokratie<\/strong><\/h2>\n<p>Auch mit diesem Kapitel weist Luciano Canfora seine Nichteignung f\u00fcr den \u201aAntitotalitarismus\u2018 nach. \u201eDie Gr\u00fcndung der Bundesrepublik war ein Produkt des Kalten Kriegs\u201c19, weist er faktenreich nach. Er beschreibt die Zeit von der Gr\u00fcndung des US-\u201eKomitees f\u00fcr unamerikanische Umtriebe\u201c, den Aufstieg der Nazis in Adenauers BRD bis zum KPD-Verbot.<br \/>\nUnd er zitiert die einstimmige Resolution des US-Repr\u00e4sentantenhauses 1955: (Das faschistische!) \u201eSpanien ist ein wichtiges Glied Westeuropas gegen den internationalen kommunistischen Imperialismus.\u201c20 In diesem Kontext wird der Algerienkrieg, der Milit\u00e4rputsch in Griechenland, die Kommunisten-\u201aPr\u00e4vention\u2018 in Italien analysiert.<\/p>\n<h2><strong>West-Demokraten gegen Ost-Diktatoren?<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eEs war ein enormer propagandistischer Vorteil f\u00fcr das westliche Lager, den Begriff \u201aDemokratie\u2018 ganz allein f\u00fcr sich in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend eben dieser Westen gleichzeitig mit Riesenschritten auf die Restauration einer unkontrollierten freien Marktwirtschaft zusteuerte und sich bereits (auch illegaler!) staatlicher Apparate bediente, die im Kampf gegen \u201aden Kommunismus\u2018 zu allem bereit waren. Ein Geschenk des Himmels also, dass man all das \u201aDemokratie\u2018 nennen konnte\u201c21.<br \/>\nIm Kontext der Westpropaganda untersucht Canfora Soll und Haben, insbesondere der Franz\u00f6sischen und der Russischen Revolution. Dabei zeigt er \u201ewie auch die Verfassung der sozialistischen Sowjetunion Eingang in den Fundus fand, aus dem heraus sich das Neuartige in den antifaschistischen Verfassungen Westeuropas und besonders Italiens entwickelte.\u201c22 Diese<br \/>\nm\u00fcssten allerdings \u201eals kodifizierte Bilanzen der Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse gelesen werden\u201c.<br \/>\nCanforas Anliegen ist es, jenseits hohler Propagandaspr\u00fcche einen tragf\u00e4higen Begriff von Demokratie zu erarbeiten. Die noch zu erk\u00e4mpfende Demokratie definiert er als institutionell und wirtschaftlich gesicherten gleichen Zugriff aller auf die Entscheidung \u00fcber \u00f6ffentliche Fragen.<br \/>\nDabei gilt ihm soziale Gleichheit als unverzichtbare Vorbedingung von Demokratie. Was nochmals ein guter Grund f\u00fcr die Feindseligkeit der Hohepriester des Kapitalismus ist.<\/p>\n<p><u><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/u><br \/>\n1 Luciano Canfora, Eine kurze Geschichte der Demokratie. Von Athen bis zur Europ\u00e4ischen Union, K\u00f6ln: PapyRossa 2006, 404 Seiten; vierte, verbesserte und um ein Nachwort von Oskar Lafontaine erweiterte Fassung 2007, S. 13<br \/>\n2 ebenda, S. 14<br \/>\n3 Kai K\u00f6hler, Demokratie oder Liberalismus, Luciano Canforas umstrittenes Bild der Geschichte, http:\/\/www.literaturkritik.de\/public\/rezension. php?rez_id=9805<br \/>\n4 Christoph J\u00fcnke, Ein bisschen Demokratie, viel Oligarchie, Luciano Canfora, die europ\u00e4ische Demokratie und die deutsche Linke, http:\/\/www.iablis.de\/iablis_t\/2007\/juenke07.html<br \/>\n5 S. 62<br \/>\n6 vgl. S.55\/56<br \/>\n7 S. 57<br \/>\n8 S. 63<br \/>\n9 Luciano Canfora, a.a.O., S. 59<br \/>\n10 ebenda, S. 60<br \/>\n11 ebenda, S. 151<br \/>\n12 ebenda, S. 162<br \/>\n13 ebenda, S. 223<br \/>\n14 ebenda, S. 220<br \/>\n15 ebenda, S. 219<br \/>\n16 ebenda, S. 218<br \/>\n17 ebenda, S. 228<br \/>\n18 ebenda, S. 226<br \/>\n19 ebenda, S. 285<br \/>\n20 ebenda, S. 284<br \/>\n21 ebenda, S. 355<br \/>\n22 ebenda, S. 262<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/EliFrancis-1160677\/ Eli Designer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag aus FREIDENKER 2-10<\/strong><br \/>\nLuciano Canfora, Professor f\u00fcr klassische Philologie an der Universit\u00e4t Bari, versucht aus der Besichtigung europ\u00e4ischer Geschichte vom antiken Griechenland bis zur aktuellen EU einen Begriff von Demokratie zu gewinnen. Dabei betet er nicht die zum \u00dcberdruss bekannten wohlfeilen Lehrs\u00e4tze nach, sondern konfrontiert diese mit einem radikalen Begriff von Demokratie, der als Anspruch unterdr\u00fcckter Gesellschaftsklassen auf realen Einfluss und Gleichheit noch nicht eingel\u00f6st ist. Bei der herrschenden Rede \u00fcber die Demokratie stellt Canfora eine heillose Begriffsverwirrung fest, die nicht zuletzt den Zweck erf\u00fcllt, Demokratie lediglich formal zu definieren bzw. als Fassade oligarchischer Herrschaft zu nutzen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":400,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,1162,16],"tags":[162,491],"class_list":["post-399","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-geschichte","category-weltanschauung-philosophie","tag-demokratie","tag-geschichte"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Athen.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6r","jetpack-related-posts":[{"id":395,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=395","url_meta":{"origin":399,"position":0},"title":"De-Emanzipation \u2013 Domenico Losurdos \u201aGegengeschichte\u2018 des Liberalismus","author":"Webmaster","date":"17. 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