{"id":3272,"date":"2008-03-17T16:52:44","date_gmt":"2008-03-17T15:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=3272"},"modified":"2018-02-18T18:30:15","modified_gmt":"2018-02-18T17:30:15","slug":"einfluss-der-religionen-auf-die-fuehrung-imperialistischer-kriege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3272","title":{"rendered":"Einfluss der Religionen auf die F\u00fchrung imperialistischer Kriege"},"content":{"rendered":"<h4>USA-Strategen \u00fcber die wachsende ideologische Bedeutung der Religionen und ihren Einfluss auf die F\u00fchrung imperialistischer Kriege<\/h4>\n<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=502\">Freidenker Nr. 1-08 M\u00e4rz 2008<\/a>\u00a0\u00a0 67. Jahrgang &#8211; Thema, S. 8-12<\/p>\n<p>Von <strong><em>Ernst Woit<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem offenkundigen Scheitern der USA-Strategie zur neokolonialistischen Beherrschung des Nahen und Mittleren Ostens wird von Strategen des USA-Imperialismus st\u00e4rker die Bedeutung der Religionen als ideologischer Faktor des politischen und insbesondere auch milit\u00e4rischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses hervorgehoben. Sie wird dabei zunehmend auch als Reflex epochaler gesellschaftlicher Ver\u00e4nderungen beurteilt. So sch\u00e4tzt Samuel P. Huntington ein: \u201eIm 20. Jahrhundert wurden die Gesellschaften der westlichen L\u00e4nder (mit der bemerkenswerten Ausnahme der Vereinigten Staaten) weitgehend s\u00e4kularisiert; Kirche und Religion spielten im \u00f6ffentlichen, gesellschaftlichen und privaten Leben eine immer geringere Rolle. Das 21. Jahrhundert jedoch ist als ein Jahrhundert der Religion angebrochen. &#8230; Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen religi\u00f6sen Gruppen werden auf der ganzen Erde immer h\u00e4ufiger.\u201c 1<\/p>\n<p>Die ehemalige Au\u00dfenministerin der USA, Madeleine Albright, gibt heute ganz offen zu, dass die USA von der islamischen Revolution im Iran v\u00f6llig unvorbereitet getroffen wurden: \u201eUnsere Experten erfassten weder das Ausma\u00df der Feindseligkeit gegen\u00fcber dem Schah noch das Ausma\u00df der Loyalit\u00e4t, auf das sich die muslimischen Kleriker st\u00fctzen konnten.\u201c Sie kommt zu der Einsch\u00e4tzung: \u201eWir hatten es hier mit einem wahren politischen Erdbeben zu tun, das der Franz\u00f6sischen oder Russischen Revolution in nichts nachstand.\u201c2<\/p>\n<p>Damit korrespondiert eine Einsch\u00e4tzung, die Huntington bereits 1996 traf: \u201eDer Konflikt zwischen liberaler Demokratie und Marxismus-Leninismus im 20. Jahrhundert war ein fl\u00fcchtiges und vordergr\u00fcndiges Ph\u00e4nomen, verglichen mit dem kontinuierlichen und konfliktreichen Verh\u00e4ltnis zwischen Islam und Christentum.\u201c Daraus leitete er ab: \u201eSolange der Islam der Islam bleibt (und er wird es bleiben) und der Westen der Westen bleibt (was fraglicher ist), wird dieser fundamentale Konflikt zwischen zwei gro\u00dfen Kulturkreisen und Lebensformen ihre Beziehungen zueinander weiterhin und auch in Zukunft definieren, so wie er sie 1400 Jahre lang definiert hat.\u201c 3<\/p>\n<h5><strong>Religiosit\u00e4t und Religionsverst\u00e4ndnis in den USA<\/strong><\/h5>\n<p>Wenn sich USA-Strategen mit Religionsproblemen befassen und insbesondere dann, wenn sie das im Hinblick auf den Faktor Religion im ideologischen Kampf tun, spielt die seit Gr\u00fcndung der USA entstandene spezifische Religiosit\u00e4t der USA-Bev\u00f6lkerung und das die USA mit konstituierende offizielle Religionsverst\u00e4ndnis mit. Friedrich Engels gab 1886 in einem Brief an F. A. Sorge eine in ihrem Kern auch heute noch zutreffende Charakteristik dieser Problematik: \u201eDie Amerikaner &#8230; haben zwar keine mittelalterlichen Institutionen aus Europa her\u00fcbergenommen, wohl aber Massen mittelalterlicher Tradition, Religion, englisches gemeines (feudales) Recht, Aberglauben, Spiritismus, kurz allen Bl\u00f6dsinn, der dem Gesch\u00e4ft nicht direkt sch\u00e4dlich war und jetzt zur Massenverdummung sehr brauchbar ist.\u201c 4<\/p>\n<p>F\u00fcr Huntington ist die Religion \u201ebis heute ein zentrales, wenn nicht das zentrale Element der amerikanischen Identit\u00e4t.\u201c5 Und: \u201eDie Aktivit\u00e4ten religi\u00f6ser Konservativer und die Stimmung in der \u00d6ffentlichkeit machten die Religion zu einem Schl\u00fcsselelement der amerikanischen Politik.\u201c6<\/p>\n<p>Eine f\u00fcr die USA spezifische und politisch au\u00dferordentlich bedeutsame Erscheinung ist die amerikanische Zivilreligion. Huntington definiert sie als \u201eVerschmelzung von Religion und Patriotismus\u201c7, wobei die Art der Religion keine Rolle spielt. Er zitiert zweimal Pr\u00e4sident Eisenhower: \u201eUnsere Regierungsweise ergibt nur einen Sinn, wenn sie auf einem tief empfundenen religi\u00f6sen Glauben gr\u00fcndet. Und es k\u00fcmmert mich nicht, welcher Glaube das ist.\u201c Und: \u201eDie Anerkennung eines h\u00f6chsten Wesens ist der erste, grundlegende Ausdruck des amerikanischen Charakters. Ohne Gott g\u00e4be es keine amerikanische Regierungsform und keine amerikanische Lebensweise.\u201c Huntington folgert daraus: \u201eWer die Existenz Gottes leugnet, stellt das Fundament der amerikanischen Gesellschaft und Regierung in Frage.\u201c 8 Darum ist es erkl\u00e4rlich, dass sich die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der US-Amerikaner dazu bekennt, an einen Gott zu glauben. 2003 waren es nach Huntington 92 Prozent. Daraus folgt, dass in den USA \u2013 wie es ein schwedischer Theologe einsch\u00e4tzt, \u201eselbst die Atheisten eine religi\u00f6se Sprache sprechen.\u201c Denn \u2013 so Huntington: \u201eVon Atheisten haben die Amerikaner eine schlechtere Meinung als von den meisten anderen Minderheiten.\u201c9<\/p>\n<h5><strong>Feindbild Islam<\/strong><\/h5>\n<p>Nach Huntington beruht die \u201eIdentit\u00e4t Amerikas\u201c nicht nur auf der amerikanischen Zivilreligion, sondern ist ebenso \u201eein Produkt der gemeinsamen Kriegserfahrung\u201c.10<\/p>\n<p>Die von den USA und deren Bundesgenossen nach dem Untergang der Sowjet-union inszenierten Kriege zur \u201aNeuordnung der Welt\u2018 zielen vor allem auf die neokoloniale Beherrschung des Nahen und Mittleren Ostens und damit auf die Beherrschung einer Region, deren Bev\u00f6lkerung mehrheitlich aus Muslimen besteht. Das f\u00fcr diese Kriege entwickelte ideologische Feindbild zielt bewusst darauf, den Islam als \u201aQuelle des Terrorismus\u2018 erscheinen zu lassen und wird inzwischen begrifflich bis zum \u201aIslamo-Faschismus\u2018 zugespitzt. So z. B. wenn Josef Joffe fordert: \u201eNennen wir\u2019s nicht \u201aIslamismus\u2018 oder \u201aDschihadismus\u2018, sondern \u201aFaschismus\u2018 ohne Duce oder F\u00fchrer.\u201c11 Tats\u00e4chlich ist heute \u201edas Feindbild Islam in den Mittelpunkt der ideologischen Begr\u00fcndung der imperialistischen Kriegspolitik ger\u00fcckt.\u201c12<\/p>\n<p>In besonderer Weise wurde das auch daran deutlich, wie Papst Benedikt XVI. in seiner Regensburger Vorlesung allein den Islam als eine Religion charakterisierte, die nur Gewalt in die Welt gebracht habe. Der evangelische Theologe und Philosoph Christoph T\u00fcrcke stellt dazu fest: Der Papst hat \u201edas gesamte Gewaltproblem, den Zusammenhang von Religion und Gewalt ausschlie\u00dflich am Beispiel des Islam er\u00f6rtert.\u201c13 Nach Einsch\u00e4tzung des israelischen Friedensk\u00e4mpfers Uri Avnery kommt man nicht umhin, die Regensburger Rede Benedikts \u201emit dem Kreuzzug George Bushs und seiner fundamentalistisch-christlichen Un-terst\u00fctzer sowie mit seinen Slogans vom \u201aIslamo-Faschismus\u2018 in Verbindung zu bringen \u2013 nachdem \u201aTerroristen\u2018 ein Synonym f\u00fcr Muslime geworden ist.\u201c F\u00fcr Avnery ist das \u201enicht zuletzt ein zynischer Versuch, um die Herrschaft \u00fcber die \u00d6l-Ressourcen der Welt zu rechtfertigen.\u201c14 Der Nahostexperte Mohssen Massarat sieht diese Rede als Bestandteil \u201eeiner konzertierten Aktion des Westens\u201c mit dem Ziel, im Zusammenhang mit dem israelischen Angriffskrieg gegen den Libanon und die Hisbollah \u201edurch t\u00e4gliche verbale Attacken die Moslems zu dem\u00fctigen\u201c. Er fordert deshalb alle verantwortungsbewussten Intellektuellen und Medien auf, \u201edie p\u00e4pstliche L\u00fcge \u00fcber die christliche Friedfertigkeit zu entlarven, indem sie daran erinnern, dass alle Gewaltorgien des 20. Jahrhunderts \u2013 nicht zuletzt die beiden Weltkriege \u2013 von christlichen L\u00e4ndern ausgingen.\u201c15<\/p>\n<h5><strong>Pr\u00e4zedenzfall Irakkrieg<\/strong><\/h5>\n<p>Mit der am 20. M\u00e4rz 2003 beginnenden Invasion in den zuvor bereits weitgehend entwaffneten Irak sollte der entscheidende Durchbruch zur erneuten Kolonisierung des gesamten Nahen und Mittleren Ostens erfolgen.16 Am gleichen Tag hie\u00df es in einem redaktionellen Artikel der FAZ: \u201eDer Irak soll als Feind verschwinden, indem die Amerikaner ihn mit imperialen Mitteln neu gr\u00fcnden. Die Verwerfungen der postkolonialen Zeit werden durch einen neuen demokratischen Kolonialismus zugesch\u00fcttet.\u201c Von dieser Zielsetzung ist inzwischen l\u00e4ngst nicht mehr die Rede. Zu offenkundig ist das Desaster dieses Krieges. Albright h\u00e4lt es f\u00fcr m\u00f6glich, \u201edass sich die Invasion im Irak und ihre Folgen letzten Endes als eines der gr\u00f6\u00dften Desaster der amerikanischen Geschichte erweisen werden. &#8230; Die Invasion im Irak sollte eine Machtdemonstration der Vereinigten Staaten darstellen. Stattdessen hat sie die Grenzen dieser Macht aufgezeigt.\u201c17<\/p>\n<p>F\u00fcr das Scheitern war und ist der religi\u00f6se Faktor von erheblicher Bedeutung. Obwohl kompetente Strategen rechtzeitig genau darauf hingewiesen hatten, hat die Bush-Administration den Islam als Quelle eines spezifischen Widerstandswillens gegen imperialistische Aggressoren ma\u00dflos untersch\u00e4tzt. Bereits im Oktober 2001 \u2013 also unmittelbar nach dem 11. September 2001, als die meisten moslemischen L\u00e4nder noch diesen Terror verurteilten \u2013 antwortete Samuel P. Huntington in einem Interview auf die Frage \u201eWas passiert, wenn US-Truppen Irak angreifen?\u201c: Ohne \u00fcberzeugende Beweise f\u00fcr die Unterst\u00fctzung des Al Qaida-Netzwerkes durch den Irak \u201ew\u00e4re es verh\u00e4ngnisvoll, Irak anzugreifen. Ein solcher Angriff w\u00fcrde zu einem Krieg ganz anderer Art f\u00fchren. Er w\u00fcrde gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung und der Regierungen in der moslemischen Welt aufbringen, die jetzt die internationale Koalition gegen den Terror unterst\u00fctzen.\u201c18<\/p>\n<p>Albright erinnert in ihrer Analyse daran, dass hohe Vertreter christlicher Kirchen die Bush-Administration vor einem Angriff auf den Irak wegen zu erwartender Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den Religionen nachdr\u00fccklich gewarnt haben. So hatte Johannes Paul II. noch im M\u00e4rz 2003 Kardinal Pio Laghi zu US-Pr\u00e4sident Bush geschickt, um ihn unter Hinweis auf die zu erwartenden \u201ezivilen Opfer und einer Besch\u00e4digung der Beziehungen zwischen Christen und Muslimen\u201c von seiner Absicht abzubringen, den Irak anzugreifen. Petros VII. von Alexandria, der Patriarch der griechisch-orthodoxen Kirche, warnte, der Einmarsch in den Irak \u201ew\u00fcrde als Angriff auf den Islam verstanden werden\u201c und werde \u201eungerechte, weitreichende und langfristige Folgen\u201c nach sich ziehen.19 Nach Albrights Einsch\u00e4tzung hat \u201edie Invasion und lang andauernde Besetzung eines Landes, das mit den Angriffen vom 11. September nichts zu tun hatte\u201c zwangsl\u00e4ufig \u201edas Verh\u00e4ltnis zwischen den Muslimen und den USA erheblich verschlechtert.\u201c20 Dazu hat ihrer Meinung nach auch die gro\u00dfe Zahl der Zivilisten beigetragen, \u201edie im Zuge von amerikanischen Milit\u00e4roperationen ums Leben kamen. &#8230; Nehmen wir noch die Tausende hinzu, die verletzt wurden, deren H\u00e4user zerst\u00f6rt oder deren Leben durch milit\u00e4rische Operationen der Amerikaner ruiniert worden ist, m\u00fcssen wir uns \u00fcber die Verbitterung der Menschen nicht wundern.\u201c Und: \u201eDie Muslime denken auch an die Misshandlung von Gefangenen im Irak, in Afghanistan und Guantanamo.\u201c21<\/p>\n<h5><strong>Vorstellungen einer alternativen Strategie der USA <\/strong><\/h5>\n<p>Wenn Strategen des USA-Imperialismus angesichts des Desasters im Krieg gegen den Irak heute zunehmend eine kritische Bilanz dieser Strategie ziehen, muss daran erinnert werden, dass einige von ihnen schon lange vor dem offenkundigen Scheitern der USA im Irak eine alternative realistischere Strategie vorgeschlagen hatten.22 Einer von ihnen ist Samuel P. Huntington, der bereits in seinem 1996 erschienenen Buch \u201eKampf der Kulturen\u201c mit folgender Begr\u00fcndung f\u00fcr eine auf Weltherrschaft verzichtende Strategie votiert hat:<\/p>\n<p>\u201eWenn nichtwestliche Gesellschaften neuerlich durch westliche Kultur gepr\u00e4gt werden sollen, dann kann das nur als Resultat einer gewaltsamen Expansion, Etablierung und Einflussnahme westlicher Macht geschehen. Die notwendige logische Konsequenz des Universalismus ist Imperialismus. Abgesehen davon verf\u00fcgt der Westen als eine ausgereifte Kultur nicht mehr \u00fcber die wirtschaftliche oder demographische Dynamik, die er ben\u00f6tigte, um anderen Gesellschaften seinen Willen aufzuzwingen. &#8230; In der kommenden \u00c4ra ist also zur Vermeidung gro\u00dfer Kriege zwischen den Kulturen erforderlich, dass Kernstaaten davon absehen, bei Konflikten in anderen Kulturen zu intervenieren. Das ist eine Wahrheit, die zu akzeptieren manchen Staaten, besonders den USA, schwerfallen wird. Dieses Prinzip der Enthaltung, demzufolge Kernstaaten sich der Intervention bei Konflikten in anderen Kulturen enthalten, ist die erste Voraussetzung f\u00fcr Frieden in einer multikulturellen Welt.\u201c<\/p>\n<p>Huntington fasst die Begr\u00fcndung dieser Orientierung auf friedliche Koexistenz zwischen den Kulturen so zusammen: \u201eEine multikulturelle Welt ist unvermeidbar, weil das globale Imperium unm\u00f6glich ist. Die Bewahrung der USA und des Westens erfordert die Erneuerung der westlichen Identit\u00e4t. Die Sicherung der Welt erfordert das Akzeptieren der multikulturellen Welt.\u201c 23<\/p>\n<p>Auch Francis Fukuyama setzt sich mit dem von der Bush-Administration zur Begr\u00fcndung eines angeblichen \u201eKrieges gegen den Terrorismus\u201c propagierten Feindbild Islam auseinander und betont, es sei \u201eein Irrtum, den Islamismus als einen authentischen und irgendwie unvermeidlichen Ausdruck muslimischer Religiosit\u00e4t aufzufassen &#8230; Die gef\u00e4hrlichsten Menschen sind nicht fromme Muslime im Vorderen Orient, sondern entfremdete und entwurzelte junge Leute in Hamburg, London oder Amsterdam.\u201c24<\/p>\n<p>Madeleine Albright lehnt inzwischen die auf der strategischen \u201eDoktrin vom Pr\u00e4ventivschlag\u201c beruhende Kriegf\u00fchrung der Bush-Administration ab, \u201edie f\u00fcr Amerika ein Recht in Anspruch nahm, das wir niemals als legitim anerkennen w\u00fcrden, wenn es irgendeine Regierung geltend machen wollte\u201c, denn sie trug \u201eweder etwas dazu bei, die Vereinigten Staaten sicherer zu machen, noch half sie, Al-Qaida zu isolieren.\u201c25<\/p>\n<p>Auch Albright geht es letztlich um die Beherrschung der Welt durch die USA. Aber sie fordert daf\u00fcr eine alternative Strategie, die mit der Einsicht beginnt, dass es \u201enicht gelingen wird, die Welt zu f\u00fchren, solange wir nicht jene verstehen, die wir am dringendsten beeinflussen m\u00fcssen, darunter an vorderster Stelle die Muslime.\u201c26 Deshalb stellt sie mit folgender Argumentation das Feindbild Islam in Frage: \u201eGenauso wenig wie man die gewaltt\u00e4tige Bigotterie des Ku-Klux-Klan als christlich bezeichnen kann, sollte man den Terrorismus islamisch nennen.\u201c27<\/p>\n<p>Mehr noch: Um den Terrorismus zu besiegen, ist f\u00fcr die ehemalige Au\u00dfenministerin der USA \u201eder wichtigste Kampf, der ausgetragen werden muss, in Europa wie anderswo, &#8230; der Kampf um das Herz und die Seele des Islam auf jeder Ebene, in den Familien, in der Nachbarschaft, in den St\u00e4dten und den Nationen.\u201c28<\/p>\n<p>Albright betont die in diesem von ihr angestrebten interreligi\u00f6sen Dialog f\u00fcr die Vertreter der USA zu erwartenden Schwierigkeiten einer ad\u00e4quaten Argumentation: \u201eDie Al-Qaida-F\u00fchrer pflegen keine sachliche, aber auch keine banale Rhetorik. Es geht ihnen um die transzendenten Fragen von Geschichte, Identit\u00e4t und Glauben. Wir anderen m\u00fcssen, um geh\u00f6rt zu werden, die Dinge mit ebensolcher Tiefe ansprechen.\u201c29 Inhaltlich geht Madeleine Albright deshalb f\u00fcr eine Politikerin des USA-Imperialismus sehr weit. Sie beschw\u00f6rt unter dem Druck des Scheiterns der bisherigen Strategie der USA als Orientierung f\u00fcr den k\u00fcnftigen Umgang mit dem Islam nichts weniger als die Ring-Parabel \u00e0 la Lessing und den allen monotheistischen Weltreligionen eigenen kategorischen moralischen Imperativ \u201eWas du nicht willst, das man dir antut, das tue auch niemandem andern an\u201c. Historisch ordnet die ehemalige Au\u00dfenministerin diesen von ihr beschworenen Kategorischen Imperativ noch so ein: \u201eDas ist, so sollte man meinen, die Art von Rechtssystem, die gegenw\u00e4rtig die Welt dem irakischen Volk zum Geschenk machen sollte. Doch in der Tat handelt es sich hierbei um den Codex Hammurabi, ein Geschenk, das die Zivilisation vor viertausend Jahren aus dem antiken Babylon erhalten hat \u2013 heute unter dem Namen Irak bekannt.\u201c30<\/p>\n<h5><strong>Konsequenzen f\u00fcr die weitere Auseinandersetzung mit Ideologien<\/strong><\/h5>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist davon auszugehen, dass alle Ideen und alle Ideologien, die Menschen zu einem bestimmten Handeln veranlassen, unabh\u00e4ngig von ihrem Wahrheitsgehalt im Leben und in der Entwicklung der Gesellschaft zur materiellen Gewalt werden. Dass das auch und insbesondere religi\u00f6se Ideen sein k\u00f6nnen, beweist gerade die j\u00fcngste Entwicklung.31<\/p>\n<p>Ganz offensichtlich trifft die bei uns sehr verbreitete Vorstellung, dass es \u2013 beginnend mit der Aufkl\u00e4rung \u2013 eine gleichsam gesetzm\u00e4\u00dfige allgemeine und nicht mehr aufzuhaltende S\u00e4kularisierung des Denkens und F\u00fchlens der Menschen gibt, so nicht zu. Ich stimme gerade auch angesichts ideologischer Auseinandersetzungen um die j\u00fcngsten imperialistischen Kriege Uwe-Jens Heuer zu, der betont: \u201eDie st\u00e4rkste Form der Ideologie ist der Glaube. Er hat in Gestalt des religi\u00f6sen Glaubens eine gro\u00dfe welthistorische Rolle gespielt und spielt sie wohl noch heute.\u201c32<\/p>\n<p>Auch stimme ich Christoph Th\u00fcrke zu, der bezogen auf die Religionskritik am Anfang des 21. Jahrhunderts sagt: \u201eWas heute notwendig ist, nenne ich eine \u201aReligionskritik zweiten Grades\u2018. Damit meine ich eine Religionskritik, die all die knallharten Grundeinsichten von Feuerbach, Marx, Nietzsche und Freud, um nur die Hauptexponenten zu erw\u00e4hnen, aufbewahrt: Religionen sind menschliche Projektionen. &#8230; Aber wenn das getan ist, muss etwas zweites hinzu kommen &#8230; Die Religionskritik hat in einer Wendung gegen sich selbst darauf zu reflektieren, dass wir es wohl mit einer fortdauernden Gottbed\u00fcrftigkeit der Menschen zu tun haben, die auch dann fortbesteht, wenn es Gott nicht gibt.\u201c33<\/p>\n<p>Insofern muss jede Ideologiekritik unvollst\u00e4ndig bleiben, ja oft sogar ein ganz entscheidendes Element verfehlen, wenn sie den religi\u00f6sen Aspekt ignoriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Ernst Woit ist Professor f\u00fcr Philosophie (em) und lebt in Dresden.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Anmerkungen<\/h5>\n<p>1 S. P. Huntington: Who are we? Hamburg\/Wien 2004, S. 32.<\/p>\n<p>2 M. Albright: Der M\u00e4chtige und der Allm\u00e4chtige. Gott, Amerika und die Weltpolitik, M\u00fcnchen 2006, S.59.<\/p>\n<p>3 S. P. Huntington, Kampf der Kulturen, M\u00fcnchen\/Wien 1996, S. 335 u. 339.<\/p>\n<p>4 MEW, Bd. 36, Berlin 1967, S. 579.<\/p>\n<p>5 S. P. Huntington, Who are we ? A.a.O., S. 39.<\/p>\n<p>6 Ebenda, S. 433.<\/p>\n<p>7 Ebenda, S. 136.<\/p>\n<p>8 Ebenda, S. 133 u. 137.<\/p>\n<p>9 Ebenda, S. 117 f.<\/p>\n<p>10 Ebenda, S. 83 u. 109<\/p>\n<p>11 J. Joffe: Die Offensive des Islamo-Faschismus. In: Die Zeit v. 18. 3. 2004, S. 1<\/p>\n<p>12 U.-J. Heuer: Feindbild Islam \u2013 Beitrag zur Faschisierung? In: ICARUS, Berlin, H. 3 u.4\/2006, S. 55<\/p>\n<p>13 Neues Deutschland v. 7.\/8.10.2006, S. 22<\/p>\n<p>14 Freitag v. 6. 10.2006, S. 3<\/p>\n<p>15 Freitag v. 22.9.2006, S. 3<\/p>\n<p>16 Siehe: E. Woit: Ziele und Resultate des Krieges gegen den Irak. In: Marxistische Bl\u00e4tter, Essen, H. 2\/2006<\/p>\n<p>17 M. Albright, a.a.O., S. 201<\/p>\n<p>18 Der Tagesspiegel v. 13.10.2001, S. 7<\/p>\n<p>19 M. Albright, a.a.O., S. 193 u. 195<\/p>\n<p>20 Ebenda, S. 192<\/p>\n<p>21 Ebenda, S.225<\/p>\n<p>22 Siehe E. Woit, Weltherrschaft oder Koexistenz? Zur Strategie-Diskussion in den USA. In: Marxistische Bl\u00e4tter, H. 1\/1999<\/p>\n<p>23 S. P. Huntington: Kampf der Kulturen, a.a.O., S. 511, 522, 525<\/p>\n<p>24 F. Fukuyama: Scheitert Amerika?, Berlin 2006, S. 82<\/p>\n<p>25 M. Albright, a.a.O., S. 183<\/p>\n<p>26 Ebenda, S. 130<\/p>\n<p>27 Ebenda, S. 145<\/p>\n<p>28 Ebenda, S. 277<\/p>\n<p>29 Ebenda, S. 318<\/p>\n<p>30 Ebenda, S. 328 f..<\/p>\n<p>31 Siehe: Weltmacht Religion. SPIEGEL special Nr. 9\/2006<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: katholischer Milit\u00e4rpfarrer (links) und evangelischer Milit\u00e4rpfarrer (rechts) im ISAF-Einsatz (Afghanistan 2010)<br \/>\nVon ISAF Headquarters Public Affairs Office &#8211; originally posted to Flickr as 100407-RCN-004, CC BY 2.0, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=10063876<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Ernst Woit aus: FREIDENKER 1-08<\/strong><br \/>\nIm Zusammenhang mit dem offenkundigen Scheitern der USA-Strategie zur neokolonialistischen Beherrschung des Nahen und Mittleren Ostens wird von Strategen des USA-Imperialismus st\u00e4rker die Bedeutung der Religionen als ideologischer Faktor des politischen und insbesondere auch milit\u00e4rischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses hervorgehoben. 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