{"id":3262,"date":"2009-03-17T16:17:44","date_gmt":"2009-03-17T15:17:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=3262"},"modified":"2018-02-18T14:09:04","modified_gmt":"2018-02-18T13:09:04","slug":"der-halbe-oder-der-ganze-darwin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3262","title":{"rendered":"Der halbe oder der ganze Darwin?"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=696\">&#8222;Freidenker&#8220; Nr. 1-09 M\u00e4rz 2009<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 68. Jahrgang\u00a0 &#8211; Thema, S. 16-22<\/p>\n<p>Von <strong><em>Sebastian Bahlo<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie Geschichte der Biologie ist ein Schauplatz ideologischer K\u00e4mpfe\u201c<br \/>\n(T. D. Lyssenko)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Der 200. Geburtstag Charles Robert Darwins am 12. Februar fand auffallend breite Beachtung. Nach wie vor wird der Begr\u00fcnder der wissenschaftlichen Evolutionstheorie von den Vertretern des wissenschaftlichen und intellektuellen Establishments als \u00fcberragender Denker, ja, als der bedeutendste Biologe aller Zeiten gefeiert. Das ist in unserer Zeit nicht selbstverst\u00e4ndlich, in der sich seit dem einstweiligen Triumph des Imperialismus \u00fcber den Sozialismus eine Welle des ideologischen Revisionismus, die ihren Ursprung auf dem Gebiet der Geschichts- und Gesellschaftsphilosophie nahm, mit wachsender Schnelligkeit auf alle Gebiete der Erkenntnis ausbreitet und selbst sicher geglaubte Stellungen der Aufkl\u00e4rung wieder bedroht.<\/p>\n<p>Wagte noch vor vielleicht zehn Jahren keiner, der ernst genommen werden wollte, zu behaupten, dass die \u201eTheorie\u201c der unabh\u00e4ngigen \u201eErschaffung\u201c aller Pflanzen- und Tierarten einschlie\u00dflich des Menschen eine Grundlage in der Naturwissenschaft habe, so m\u00fcssen wir heute mit ansehen, wie in den USA diese \u201eLehre\u201c ganz regul\u00e4r an den Schulen als Alternative zum Evolutionsprinzip verbreitet wird.<\/p>\n<p>Und auch in Deutschland werden die \u201eKreationisten\u201c schon frech und erheben Anspruch auf einen Platz in den Lehrpl\u00e4nen.<\/p>\n<p>Eigentlich scheint die Zeit reif daf\u00fcr, dass das erste Massenblatt unter dem Titel \u201eEnde eines Mythos \u2013 immer mehr Forscher zweifeln am Darwinismus\u201c \u201eeine Diskussion anregt\u201c, sprich: eine Lawine lostritt, damit bald der letzte Biologielehrer, der seinen Sch\u00fclern noch die Abstammungslehre erl\u00e4utern will, vom Dienst suspendiert werden kann.<\/p>\n<p>Um zu verstehen, warum das Andenken Darwins selbst von f\u00fchrenden Verbreitern der geistigen Reaktion noch vor dem Ansturm der Barbaren besch\u00fctzt wird, muss man etwas n\u00e4her auf sein Werk und dessen Schicksal eingehen.<\/p>\n<p>Bekanntlich war Charles Darwin nicht der Erfinder oder Entdecker der Abstammungslehre. Von genialen Andeutungen bei den alten Griechen abgesehen, gelangten in der Neuzeit, dank immer reicherer Kenntnis der lebendigen Welt, genauerer Untersuchungsmethoden, vermehrten Funden ausgestorbener Arten und aus zahlreichen anderen Gr\u00fcnden mehr und mehr Naturforscher zu der \u00dcberzeugung, dass die Tier- und Pflanzenarten nicht unabh\u00e4ngig voneinander \u201eerschaffen\u201c wurden, sondern sich allm\u00e4hlich durch eine lange Kette geringf\u00fcgiger, vererbter Ab\u00e4nderungen aus einer oder mehreren Urformen entwickelt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Manche hatten den Mut, diese \u00dcberzeugung offen auszusprechen, auf die Gefahr als Ketzer verschrien zu werden. Ber\u00fchmt wurde Jean-Baptiste Lamarck, der sehr entschieden f\u00fcr die Abstammungslehre eintrat. Im Vorwort zu seinem Hauptwerk schreibt Darwin: \u201eGoethe in Deutschland, (sein Gro\u00dfvater) Erasmus Darwin in England und Geoffroy Saint-Hilaire in Frankreich kamen \u2026 1794\/95 zu dem gleichen Schluss in bezug auf Artentstehung\u201c, n\u00e4mlich zur Abstammungslehre.<\/p>\n<p>Das wichtigste Verdienst Darwins besteht darin, dass er diesen Gedanken, der zuvor bereits von bedeutenden Forschern aufgrund ihrer reichen Erfahrungen und ihres Weitblicks f\u00fcr wahrscheinlich gehalten wurde, systematisch begr\u00fcndete. Die \u00dcberzeugung von der Abstammung aller Arten einschlie\u00dflich des Menschen aus wenigen gemeinsamen Urformen entstand in ihm nach seiner ber\u00fchmten Reise an Bord der Beagle von 1831 bis 1836. Der 22-j\u00e4hrige, noch nicht ausgelernte Naturwissenschaftler hatte an dieser Erkundungsreise entlang den K\u00fcsten S\u00fcdamerikas und Australiens als Berater des Kapit\u00e4ns Fitz-Roy teilgenommen. Weit entfernt, sich auf diese Rolle zu beschr\u00e4nken, sammelte Darwin auf seinen Landexkursionen, die zusammengenommen \u00fcber drei Jahre dauerten, akribisch alle zoologischen, botanischen und geologischen Daten. Die Kenntnisse der neuen geologischen Anschauungen Charles Lyells \u00fcber die Entstehung der geologischen Formationen waren ihm sehr dienlich.<\/p>\n<p>Ab 1837 arbeitete Darwin daran, die Elemente und Beweise f\u00fcr eine in sich schl\u00fcssige und \u00fcberzeugende Theorie der Entstehung der Arten zusammenzutragen. Dies f\u00fchrte ihn, abgesehen von der enormen Vertiefung und Verbreiterung seiner zoologischen und botanischen Kenntnisse, zu intensiven Studien auf verschiedenen Gebieten: der vergleichenden Anatomie der Tiere (einschlie\u00dflich Menschen) und Pflanzen, von den kleinsten bis zu den gr\u00f6\u00dften Formen, der Embryologie, der landwirtschaftlichen Z\u00fcchtungspraxis, wobei er unz\u00e4hlige eigene Z\u00fcchtungsexperimente mit Tieren und Pflanzen durchf\u00fchrte, der Geologie und der noch jungen Lehre von der Entstehung der geologischen Formationen, der erdgeschichtlichen Ablagerungen und der fossilen Funde. Damit einher ging ein reger Austausch mit zahlreichen anderen Wissenschaftlern, sowohl um deren Forschungsergebnisse nutzbar zu machen als auch um ihre Meinungen zu spezifischen Fragen einzuholen. In einer Reihe von Publikationen hielt er seine Zwischenergebnisse fest.<\/p>\n<h5>Abstammungslehre<\/h5>\n<p>Nach fast 25-j\u00e4hriger Forschung erschien 1859 die erste Ausgabe seines die Biologie revolutionierenden Werks \u201eOn the Origin of Species by Means of Natural Selection; or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life\u201c. In ihm legt Darwin folgende Schl\u00fcsse dar:<\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderlichkeit der Organismen und ihrer Erbeigenschaften ist eine unbestrittene Tatsache. Ebenso unbestritten ist, dass aus einer Art sowohl in der Natur als auch durch k\u00fcnstliche Zucht von einander stark unterschiedene Variet\u00e4ten und Untervariet\u00e4ten entstehen k\u00f6nnen. Allerdings muss mit der alten Vorstellung, dass zwischen Art und Variet\u00e4t ein starrer Unterschied bestehe, aufger\u00e4umt werden. Zahlreiche Beispiele belegen, dass es unm\u00f6glich ist, eindeutige Merkmale zur Kennzeichnung einer Art anzugeben, die nicht auch als Kennzeichen einer Variet\u00e4t innerhalb einer Art gelten k\u00f6nnten, und umgekehrt. Es gibt keinen Grund, Arten nicht als stark unterschiedene Variet\u00e4ten anzusehen, bzw. Variet\u00e4ten als wenig unterschiedene Arten. Auch ein gerne bem\u00fchtes Artmerkmal \u2013 die Unm\u00f6glichkeit der Kreuzung verschiedener Arten, bzw. die Unfruchtbarkeit der Kreuzungsprodukte \u2013 konnte von Darwin entsorgt werden: Er wies nach, dass es alle m\u00f6glichen Grade von Unfruchtbarkeit gibt, und dass diese auch von \u00e4u\u00dferen Bedingungen abh\u00e4ngen \u2013 einem geschickten Z\u00fcchter kann es durchaus gelingen, bisher f\u00fcr unm\u00f6glich gehaltene Kreuzungsprodukte zu erzielen, die selbst wieder fruchtbar sind.<\/p>\n<p>Alle Organismen unterliegen der erblichen Ab\u00e4nderung. Wenngleich die Ursache dieser Ab\u00e4nderungen gro\u00dfenteils unbekannt und in diesem Sinne \u201ezuf\u00e4llig\u201c ist, sieht Darwin doch in vielen F\u00e4llen eine direkte Einwirkung der Lebensbedingungen auf die \u00c4nderung der Erbeigenschaften als erwiesen an. Es findet nun eine \u201enat\u00fcrliche Zuchtwahl\u201c (natural selection) statt, die die Nachfahren eines in vorteilhafter Weise abge\u00e4nderten Individuums hinsichtlich ihrer Ausbreitung einfach durch den Lauf des Lebens beg\u00fcnstigt, w\u00e4hrend sie nachteilige Ab\u00e4nderungen ausmerzt. Durch die Anh\u00e4ufung so ausgew\u00e4hlter Merkmale entstehen \u00fcber sehr lange Zeitr\u00e4ume Variet\u00e4ten und schlie\u00dflich Arten, mit der Eigenschaft, dass sie ihren jeweiligen Lebensbedingungen immer vollkommener angepasst sind, wodurch die Vielfalt der Arten und die wunderbare Zweckm\u00e4\u00dfigkeit selbst der kompliziertesten Organe erkl\u00e4rt werden kann.<\/p>\n<p>Es ist eine Sache, dieses Prinzip in seiner Allgemeinheit auszusprechen, aber eine andere, die \u00e4u\u00dferst komplexen Wechselwirkungen der verschiedenen Lebewesen eines Lebensraums untereinander und mit den \u00e4u\u00dferen Bedingungen sowie im Lauf der Zeit zu erfassen, von denen schlie\u00dflich die nat\u00fcrliche Zuchtwahl gelenkt wird. Darwin geht sehr sorgf\u00e4ltig auf diese Wechselbeziehungen ein. Auch stellt er der nat\u00fcrlichen Zuchtwahl noch eine \u201egeschlechtliche Zuchtwahl\u201c zur Seite, die nicht von der \u00dcberlebensf\u00e4higkeit der Individuen sondern nur von ihrem Erfolg bei der Zeugung von Nachkommen abh\u00e4ngt. Die komplexe Lebenswelt, in der die Organismen stehen, bezeichnet er mit dem Begriff \u201eKampf ums Dasein\u201c (struggle for life, struggle for existence), wobei er betont, dass er ihn \u201ein einem weiten und metaphorischen Sinne verwendet, der auch die Abh\u00e4ngigkeit der Lebewesen untereinander und, noch wichtiger, nicht nur das Leben des Individuums sondern auch seinen Erfolg, Nachkommen zu hinterlassen, einschlie\u00dft.\u201c1<\/p>\n<p>Die Entstehung der Arten fand in Zeitr\u00e4umen statt, von denen man sich kaum eine Vorstellung machen kann. Dies beweisen die fossilen Funde in geologischen Schichten, die den Zustand der Erde vor Jahrmillionen aufbewahrt haben, wie Geologen, insbesondere der von Darwin hoch verehrte Charles Lyell, gezeigt haben.<\/p>\n<p>Darwin machte in der Ersten Ausgabe des \u201eOrigin\u201c bereits Andeutungen dar\u00fcber, wie man sich die Entstehung des Menschen aus dem Tierreich nach den gleichen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten erkl\u00e4ren k\u00f6nne. Umfangreiches Tatsachenmaterial ver\u00f6ffentlichte er 1871 in dem Buch \u201eThe Descent of Man\u201c.<\/p>\n<p>Gewiss war Darwin in seinen Ansichten von manchen Vorurteilen befangen. Den \u201eKampf ums Dasein\u201c legte er entgegen seiner eigenen Versicherung doch zu oft einseitig als Kampf zwischen Todfeinden aus, und er lie\u00df sich dazu verleiten, der reaktion\u00e4ren Lehre des Thomas Malthus zu folgen, der den \u201eKampf ums Dasein\u201c als Kampf um Ressourcen zu einer historischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit der menschlichen Zivilisation erhob. In Bezug auf den Menschen folgt Darwin unkritisch dem damaligen europ\u00e4ischen Zeitgeist, verschiedene Kulturstufen als Folge verschiedener biologischer Entwicklungsstufen, vor allem des Gehirns, anzusehen.<\/p>\n<p>Seine b\u00fcrgerliche Herkunft gestattete ihm nicht, Fragen der menschlichen Gesellschaft anders als aus \u00fcberheblicher Distanz zu betrachten, weshalb er sich auch aus der Politik und den sozialen K\u00e4mpfen seiner Zeit lieber heraushielt. Dabei muss allerdings die bemerkenswerte Tatsache erw\u00e4hnt werden, dass Darwin auf die Zusendung des 1. Bandes des \u201eKapital\u201c durch dessen Autor samt pers\u00f6nlicher Widmung ein herzliches Dankschreiben zur\u00fccksandte, in dem er Marx\u2019 Erkenntnisse neben seine eigenen stellte.<\/p>\n<p>Ungeachtet einiger ideologischer Irrt\u00fcmer hat Darwin im \u201eOrigin\u201c eine Theorie dargelegt, die wir im Kern als dialektisch und materialistisch loben m\u00fcssen. Ausgehend von den Grundgedanken, dass die Ver\u00e4nderlichkeit den lebenden Organismen wesenseigen ist, dass zwischen Ver\u00e4nderung der Lebewesen und Ver\u00e4nderung ihrer Erbeigenschaften ein \u00dcbergang stattfindet, erbrachte er den Beweis, dass die h\u00f6heren Lebensformen durch den Lauf der Natur selbst aus den niederen entstanden sind (und noch entstehen), dass der Keim zur Entwicklung zum H\u00f6heren (oder Komplizierteren) in der materiellen Natur selbst liegt, dass kein \u00e4u\u00dferer \u201eBeweger\u201c gebraucht wird. Nicht umsonst sprachen Marx und Engels mit h\u00f6chster Wertsch\u00e4tzung von Darwin, allerdings nicht ohne seine gelegentliche ideologische Verwirrung geb\u00fchrend zu kritisieren.<\/p>\n<p>Dabei war der eigentliche revolution\u00e4re Kern der Darwinschen Lehre im \u201eOrigin\u201c noch gar nicht zur Entfaltung gelangt: die konsequente \u00dcberzeugung von der Ver\u00e4nderlichkeit der Organismen und der Vererbbarkeit von Ver\u00e4nderungen. Dies ist ja gerade der springende Punkt, an dem man sich f\u00fcr die Wissenschaft oder f\u00fcr den Sch\u00f6pfer entscheiden muss. Das Prinzip der nat\u00fcrlichen Zuchtwahl konnte leicht als rein formal interpretiert und akzeptiert werden, solange Darwin \u00fcber die Ursachen der Ver\u00e4nderlichkeit wenig Konkretes sagte, und man sich dar\u00fcber allen m\u00f6glichen alten Illusionen hingeben konnte. Das erkl\u00e4rt, warum die im \u201eOrigin\u201c dargelegte Lehre \u2013 abgesehen von den unvermeidlichen Anfeindungen der offiziellen Religion und religi\u00f6ser Fundamentalisten \u2013 auf vergleichsweise geringen Widerstand in der herrschenden Wissenschaft stie\u00df und bald allgemein anerkannt war.<\/p>\n<h5>\u201eHypothese der Pangenesis\u201c<\/h5>\n<p>Wie anders erging es Darwin, als er die Ergebnisse seiner fortgesetzten Forschungen zur erblichen Ab\u00e4nderung 1868 in der ersten Ausgabe seines Werks \u201eVariation of Plants and Animals under Domestication\u201c ver\u00f6ffentlichte, in dem er zum ersten Mal seine \u201eHypothese der Pangenesis\u201c, wie er sie selbst nannte, aufstellte \u2013 Darwins heute v\u00f6llig unbekannter Beitrag zur Genetik, mit dessen Ausarbeitung er sich einen gro\u00dfen Teil seines Lebens besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Nach seiner bis dahin in Umfang und Qualit\u00e4t einzigartigen Zusammenstellung von Tatsachen der Vererbung fasst Darwin das Problem zusammen: \u201eJedermann m\u00f6chte sich, und sei es auch unvollst\u00e4ndig, erkl\u00e4ren, wie es m\u00f6glich ist, dass Eigenschaften eines entfernten Vorfahren pl\u00f6tzlich bei einem Nachkommen wieder erscheinen; wie die Wirkungen des vermehrten oder verminderten Gebrauchs eines K\u00f6rperteils auf das Kind \u00fcbertragen werden; wie das m\u00e4nnliche Geschlechtselement nicht nur auf die Eier, sondern gelegentlich auch auf die Mutterform wirken kann; wie eine Hybride durch Vereinigung der Zellgewebe zweier Pflanzen unabh\u00e4ngig von den Fortpflanzungsorganen entstehen kann; wie ein K\u00f6rperteil sich exakt an der Amputationslinie regenerieren kann, so dass weder zu viel noch zu wenig hinzugef\u00fcgt wird; wie derselbe Organismus durch so verschiedene Prozesse wie Pfropfung oder echte Keimentwicklung entstehen kann; und wie zuletzt von zwei verwandten Formen die eine in ihrer Entwicklung die kompliziertesten Metamorphosen durchl\u00e4uft, die andere aber nicht, obwohl sie sich im ausgereiften Zustand in jedem Detail ihrer Struktur gleichen.\u201c2<\/p>\n<p>Und so umrei\u00dft Darwin seine Erkl\u00e4rung: \u201eEs ist allgemein anerkannt, dass sich die Zellen oder Einheiten des K\u00f6rpers durch Teilung oder Vervielf\u00e4ltigung vermehren, wobei sie ihre Natur beibehalten, und dass sie schlie\u00dflich in die verschiedenen Gewebe und Substanzen des K\u00f6rpers umgewandelt werden. Aber neben dieser Art der Vermehrung nehme ich an, dass die Einheiten winzige K\u00f6rnchen absto\u00dfen, die sich im ganzen System verteilen; dass sie sich bei geeigneter Ern\u00e4hrung durch Teilung vervielf\u00e4ltigen und sich schlie\u00dflich zu ebensolchen Einheiten entwickeln wie die, aus denen sie entstanden waren. Man kann diese K\u00f6rnchen Gemmula nennen. Sie werden aus allen Teilen des Systems zusammengefasst, um die Geschlechtselemente zu bilden, und ihre Entwicklung in der n\u00e4chsten Generation bringt ein neues Lebewesen hervor\u201c.3<\/p>\n<p>Das Hypothetische an Darwins \u201eHypothese\u201c besteht eigentlich nur darin, dass er in eine mechanistische Auffassung vom Organismus zur\u00fcckfiel und sich eigentlich eine \u201eErbsubstanz\u201c vorstellte. Davon abgesehen hat Darwin in \u201eVariation\u201c tats\u00e4chlich schwerwiegende Beweise daf\u00fcr angeh\u00e4uft, dass jeder Teil des K\u00f6rpers die M\u00f6glichkeit besitzt, seine Eigenschaften an die n\u00e4chste Generation weiterzugeben, dass also offenbar jeder Teil des K\u00f6rpers bestimmten Einfluss auf die Keimzellen nehmen kann. Da stand sie, eine Theorie der erblichen Ver\u00e4nderlichkeit der Organismen, die sich mit keinem Mystizismus mehr vertrug, sondern die Lebewesen unbedingt als Teil der materiellen Welt auffasste. Mit dieser Theorie machte sich Darwin erbitterte Feinde, deren Gegenthesen dem heute herrschenden biologischen Weltbild ihren Stempel aufgedr\u00fcckt haben.<\/p>\n<h5>Mendel<\/h5>\n<p>Das erkl\u00e4rte Ziel des heute als \u201eVater der Genetik\u201c in den Himmel erhobenen Augustinerm\u00f6nchs Gregor Mendel war es, Darwins Evolutionstheorie zu widerlegen. Unbek\u00fcmmert davon, dass er gegen einen Titanen ank\u00e4mpfte, der sich auf einen gewaltigen Reichtum an Wissen und Erfahrungen aus jahrzehntelanger Forschungst\u00e4tigkeit st\u00fctzen konnte und selbst ungez\u00e4hlte Z\u00fcchtungsversuche angestellt und akribisch ausgewertet hatte, brachte Mendel seine Erbsenschoten in Stellung. Er war kein Wissenschaftler, sondern Ideologe, und hat zu Lebzeiten zwei Schriften ver\u00f6ffentlicht: \u201eGegen Sozialismus und Kommunismus\u201c und \u201eVersuche \u00fcber Pflanzenhybriden\u201c, (richtig m\u00fcsste es hei\u00dfen: Versuche \u00fcber Erbsenhybriden). Er wollte beweisen, dass erbliche Eigenschaften sich niemals ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, sondern \u00fcber alle Generationen hinweg immer nur neue Kombinationen des zu Beginn vorhandenen Genpools \u2013 wie man es heute nennen w\u00fcrde \u2013 auftreten. Die bei seinen Erbsenversuchen gemachte Beobachtung, dass die Kreuzungsprodukte verschiedener Sorten in den kennzeichnenden Merkmalen jeweils ausschlie\u00dflich nach einer der beiden Sorten kommen, dass aber in der ersten Generation der untereinander gekreuzten Hybriden etwa ein Viertel der Pflanzen das Merkmal der anderen Sorte aufweist, welcher Teil sich in der n\u00e4chsten Generation noch weiter verringert, nimmt Mendel als Beweis f\u00fcr sein allgemeines Gesetz, dass sich erbliche Ab\u00e4nderungen nur aus dem Unterschied zwischen \u201edominanten\u201c und \u201erezessiven\u201c Erbanlagen erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Mendel wusste selbst, dass seine Erbsenversuche eigentlich nichts beweisen k\u00f6nnen. Seine Bem\u00fchungen, die gleichen Ergebnisse mit Habichtskraut zu erzielen, scheiterten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er anfangs nicht beachtet wurde. Seine sp\u00e4tere \u201aWiederentdeckung\u2018 war ausschlie\u00dflich ideologisch motiviert.<\/p>\n<p>Der annehmbare Teil von Darwins Lehre \u2013 das rein formal verstandene Prinzip der nat\u00fcrlichen Zuchtwahl verbunden mit dem einseitig malthusianisch aufgefassten \u201eKampf ums Dasein\u201c wurde mit Mendels dogmatischer Theorie der Unver\u00e4nderlichkeit der Erbanlagen kombiniert, n\u00e4mlich so, dass der lebende K\u00f6rper in zwei Teile gespalten wird: den gew\u00f6hnlichen K\u00f6rper einerseits und die \u201eErbsubstanz\u201c andererseits. Die Erbsubstanz f\u00fchrt eine vom K\u00f6rper unabh\u00e4ngige Existenz und wird von diesem nicht beeinflusst. Sie kann zwar ver\u00e4ndert werden (Mutation), aber dies ist eine rein zuf\u00e4llige Einwirkung \u00e4u\u00dferer Bedingungen, die in keinem wesentlichen Zusammenhang zu den Organismen steht. So k\u00f6nnen vorteilhafte erbliche Ab\u00e4nderungen also wirklich nur rein zuf\u00e4llig entstehen.<\/p>\n<p>Die Konsequenz aus dieser Ansicht ist die bis heute herrschende \u201eKeimbahnlehre\u201c, die besagt, dass die Geschichte des Lebens eigentlich die Geschichte der \u201eErbsubstanz\u201c ist, w\u00e4hrend die lebenden Organismen nur ihre Anhangsgebilde oder Wirtsk\u00f6rper sind. Es wurde also der zentrale Darwinsche Gedanke, dass die Organismen ihrem Wesen nach erblich ver\u00e4nderbar sind, zugunsten eines Dogmas aufgegeben. In dieser Form wird die Evolutionslehre bis zum heutigen Tag von der herrschenden Wissenschaft verk\u00fcndet. Alle gewichtigen Beweise ihrer Unrichtigkeit, die schon Darwin selbst erbracht hatte und die t\u00e4glich in der landwirtschaftlichen Praxis auftreten, mussten schlichtweg geleugnet werden.<\/p>\n<h5>Mitschurin und Lyssenko<\/h5>\n<p>W\u00e4hrend sich so eine dogmatische, idealistische Evolutionsschule herausbildete, traten in der Sowjetunion zuerst der Biologie Iwan Wladimirowitsch Mitschurin und sein Sch\u00fcler Trofim Denissowitsch Lyssenko das wahre Erbe Charles Darwins an. Mitschurins Ruf als Z\u00fcchter war legend\u00e4r. Seine praktischen Erfolge verdankte er der Anwendung der Darwinschen Lehre von der Ver\u00e4nderlichkeit der Erbanlagen durch Einwirkung der Lebensbedingungen. Er entwickelte diese Lehre durch seine Forschungen weiter und konnte praktische Methoden zur Ver\u00e4nderung der Erbanlagen beschreiben, die von den Bauern der Kollektiv- und Sowjetwirtschaften angewandt und verifiziert werden konnten.<\/p>\n<p>Zu den bemerkenswerten Ergebnissen der Mitschurin-Lyssenko-Schule geh\u00f6rt die Umwandlung erblichen Winterweizens in erblichen Sommerweizen, die Beeinflussung der Erbanlagen von Samen, die aus Pfropfungsprodukten entstehen, sowie die \u00fcber einige Generationen fortgesetzte Gew\u00f6hnung nicht kreuzbarer Arten aneinander, bis die Abk\u00f6mmlinge schlie\u00dflich miteinander gekreuzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Theorie entwickelten Mitschurin und Lyssenko den dialektischen und materialistischen Gehalt der Darwinschen Lehre weiter. Sie verwarfen die Einseitigkeit des Begriffs \u201eKampf ums Dasein\u201c und erkannten \u201eHarmonie und Kollision\u201c (Engels) als die Momente der Entwicklung des Lebens. Entsprechend der Lehre Oparins, des sowjetischen Biologen, der zuerst die Entstehung des Lebens aus unbelebten Ausgangsstoffen erkl\u00e4rt hatte, fassten sie den lebendigen Organismus nicht mechanistisch als Summe seiner chemischen Bestandteile auf, zwischen denen h\u00f6chstens die Wechselbeziehungen eines Uhrwerks wirken, sondern als System der allseitigen, sich in der Zeit gesetzm\u00e4\u00dfig \u00e4ndernden Wechselwirkungen dieser Stoffe untereinander und mit der Au\u00dfenwelt. Folglich lehnten sie auch die Theorie der \u201eErbsubstanz\u201c als undialektisch ab, und fassten den Vererbungsprozess als komplexen Stoffwechselprozess auf \u2013 mehr noch, sie sahen Leben und Vererbung wesentlich als dasselbe an, und erkl\u00e4rten, dass \u201ejedes Tr\u00f6pfchen des K\u00f6rpers die F\u00e4higkeit der Vererbung besitzt\u201c.4 Das war Darwins \u201eHypothese der Pangenesis\u201c, allerdings von ihrem Mechanismus befreit. Es war keine Hypothese mehr, sondern die einfache dialektische Aufl\u00f6sung des Vererbungsbegriffs, geleitet durch empirische Naturbetrachtung.<\/p>\n<p>Hatte bei Darwin noch einfaches Ignorieren ausgereicht, um die Verbreitung seiner revolution\u00e4ren Theorie erfolgreich einzud\u00e4mmen, so stellte die Mitschurin-Lyssenko-Schule durch die M\u00f6glichkeit der massenhaften praktischen Anwendung in der sowjetischen Landwirtschaft nicht nur ideologisch sondern auch wirtschaftlich eine ernste Bedrohung f\u00fcr die kapitalistische Welt dar. Die Folge waren unabl\u00e4ssige w\u00fctende Angriffe aus westlichen L\u00e4ndern sowie auch innerhalb der Sowjetunion. Durch gezielte Man\u00f6ver wurde sie schlie\u00dflich erfolgreich diskreditiert, und gilt heute selbst vielen Marxisten als \u201eIrrlehre\u201c.<\/p>\n<h5>Der DNA-Fetischismus<\/h5>\n<p>Dass die Nukleins\u00e4uren DNA und RNA bei der Eiwei\u00dfsynthese und im Vererbungsprozess eine zentrale Rolle spielen, hatten bedeutende sowjetische Biologen (Oparin, Lepeschinskaja) schon fr\u00fch hervorgehoben, und sie f\u00fchrten wichtige Forschungen zur Aufkl\u00e4rung dieser Rolle durch. F\u00fcr die Anh\u00e4nger der Keimbahnlehre war dieses Thema nur nebens\u00e4chlich, denn sie waren ja auf der Suche nach einer \u201eErbsubstanz\u201c, und f\u00fcr diese Rolle schienen die Nukleins\u00e4uren keine gute Besetzung \u2013 bis Watson und Crick die r\u00e4umliche Struktur des DNA-Molek\u00fcls aufkl\u00e4rten und das \u201eZentrale Dogma der Molekularbiologie\u201c begr\u00fcndeten, nach dem sich in der DNA die \u201eBaupl\u00e4ne\u201c aller Eiwei\u00dfmolek\u00fcle des K\u00f6rpers befinden.<\/p>\n<p>Indem die Rolle der DNA eben nicht dialektisch als Bestandteil eines komplexen Systems von Wechselwirkungen aufgefasst wurde, galt sie fortan als \u201eErbsubstanz\u201c und wurde zum \u201eBauplan des Lebens\u201c erhoben. Von Anfang an hat diese Theorie mehr Unklarheiten als Erkl\u00e4rungen geliefert. Am eindrucksvollsten wird dies durch den Umstand belegt, dass Teile der DNA \u2013 bei h\u00f6heren Lebewesen sch\u00e4tzungsweise 99 % \u2013 keinen Eiwei\u00dfmolek\u00fclen zugeordnet werden k\u00f6nnen. Die Wissenschaft spricht von \u201eJunk DNA\u201c \u2013 Schrott-DNA, indem sie Tatsachen, die nicht in ihr Dogma passen, einfach die Existenzberechtigung abspricht.<\/p>\n<p>99 % der DNA sind Schrott \u2013 bei dieser intellektuellen Bankrotterkl\u00e4rung musste die Schule notwendig ankommen, die Darwins Lehre nur formal anerkennen, aber ihren Gehalt durch die alten dogmatischen Vorstellungen ersetzen wollte.<\/p>\n<p>Da die Theorie der \u201eErbsubstanz\u201c noch nie die vielf\u00e4ltigen Erscheinungen der Vererbung und die Beziehungen zwischen erblichen und erworbenen Eigenschaften erkl\u00e4ren konnte, mussten alle m\u00f6glichen Zusatzhypothesen ins Feld gef\u00fchrt werden, um sie zu st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Inzwischen ist die Wissenschaft so weit, solche Ph\u00e4nomene anzuerkennen wie dass die Wirkungen von Umwelteinfl\u00fcssen erblich werden k\u00f6nnen, oder dass Merkmale entfernter Vorfahren bei einem Nachkommen pl\u00f6tzlich wieder erscheinen k\u00f6nnen. Mit anderen Worten: Sie geben scheibchenweise die Tatsachen zu, deren Aufdeckung durch Darwin sie ignorierten und deren Systematisierung und praktische Nutzbarmachung durch Mitschurin und Lyssenko sie als Scharlatanerie verschrieen. Nat\u00fcrlich bringt sie das nicht dazu, ihr \u201eZentrales Dogma\u201c aufzugeben, sondern sie machen ihre Theorie zur Erkl\u00e4rung dieser Tatsachen immer wirrer.<\/p>\n<p>Es darf nicht unerw\u00e4hnt bleiben, dass die herrschende Wissenschaft damit Wasser auf die M\u00fchlen der barbarischen Antidarwinisten leitet, die sich alle ihre Ungereimtheiten zunutze machen. Eine besonders perfide Abart des \u201eKreationismus\u201c, die Lehre des \u201eIntelligent Design\u201c beruft sich direkt auf die Ergebnisse der Molekulargenetik, um zu zeigen, dass dieses hochkomplexe mechanische Uhrwerk, als das der Organismus nunmehr erscheint, doch wohl nur von einem g\u00f6ttlichen Ingenieur konzipiert worden sein kann.<\/p>\n<p>Wenn der dialektische Materialismus wieder in die Biologie Einzug h\u00e4lt und den Mechanismus verdr\u00e4ngt, dann wird das Dogma der Erbsubstanz fallen, und es wird das komplexe \u2013 aber in seiner Entwicklung verstehbare \u2013 System der allseitigen Wechselwirkungen der Stoffe untereinander und mit der Au\u00dfenwelt an seine Stelle treten. Die \u201eKreationisten\u201c werden keinen Boden mehr unter den F\u00fc\u00dfen haben. Und dann werden nicht nur Mitschurin und Lyssenko in vollem Umfang rehabilitiert, sondern dann wird auch der unbekannte, totgeschwiegene Darwin neu entdeckt werden, damit sein revolution\u00e4res Werk in G\u00e4nze gew\u00fcrdigt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sebastian Bahlo studiert zur Zeit Mathematik, er ist Mitglied des Freidenker-Verbandes in Frankfurt am Main<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1 \u00dcbers. n. der Erstausgabe, London 1859<br \/>\n2 \u00dcbers. n. der Erstausgabe, London 1868<br \/>\n3 Ebenda<br \/>\n4 T. D. Lyssenko: Agrobiologie, Berlin 1951<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=439\">Noch einmal zu &#8222;Der halbe oder der ganze Darwin?&#8220;<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: pixabay.com \/ User: aitoff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Sebastian Bahlo aus: FREIDENKER 1-09<\/strong><br \/>\nDer 200. Geburtstag Charles Robert Darwins am 12. Februar fand auffallend breite Beachtung. Nach wie vor wird der Begr\u00fcnder der wissenschaftlichen Evolutionstheorie von den Vertretern des wissenschaftlichen und intellektuellen Establishments als \u00fcberragender Denker, ja, als der bedeutendste Biologe aller Zeiten gefeiert. Das ist in unserer Zeit nicht selbstverst\u00e4ndlich, in der sich seit dem einstweiligen Triumph des Imperialismus \u00fcber den Sozialismus eine Welle des ideologischen Revisionismus, die ihren Ursprung auf dem Gebiet der Geschichts- und Gesellschaftsphilosophie nahm, mit wachsender Schnelligkeit auf alle Gebiete der Erkenntnis ausbreitet und selbst sicher geglaubte Stellungen der Aufkl\u00e4rung wieder bedroht.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4053,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[857,211,547,548,859,573],"class_list":["post-3262","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltanschauung-philosophie","tag-abstammungslehre","tag-aufklaerung","tag-charles-darwin","tag-evolution","tag-evolutionstheorie","tag-kreationismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/darwin-623194_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-QC","jetpack-related-posts":[{"id":3253,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3253","url_meta":{"origin":3262,"position":0},"title":"Charles Darwin und die Evolutionswissenschaft","author":"Webredaktion","date":"17. 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