{"id":322,"date":"2010-09-17T16:32:25","date_gmt":"2010-09-17T14:32:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=322"},"modified":"2018-02-18T19:04:25","modified_gmt":"2018-02-18T18:04:25","slug":"kinder-vor-wirtschaftlicher-ausbeutung-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=322","title":{"rendered":"Kinder vor wirtschaftlicher Ausbeutung sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=728\">&#8222;Freidenker&#8220; Nr. 3-10 September 2010<\/a>, S. 13-20, 69. Jahrgang<\/p>\n<p><strong><em>Von Uta Mader\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>215 Millionen Kinder auf unserer Erde werden durch Kinderarbeit* ausgebeutet (1).<br \/>\nDer in der UNO Konvention \u00fcber die Rechte des Kindes (1989) in Artikel 32 geforderte \u201eSchutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung\u201c wird t\u00e4glich in hohem Ma\u00dfe verletzt, vor allem in Entwicklungsl\u00e4ndern.<br \/>\nDie \u201evolle und harmonische Entfaltung der Pers\u00f6nlichkeit\u201c, wie sie in der Pr\u00e4ambel der Kinderrechtskonvention gefordert wird, ist bei diesen Kindern empfindlich gest\u00f6rt.<br \/>\nLaut Charta der Vereinten Nationen und zugesichert durch die Kinderrechtskonvention haben jedoch alle Menschen die gleichen Rechte. Kinderarbeit verletzt die Menschenrechte.<br \/>\nDas in der Kinderrechtskonvention proklamierte Recht \u201eauf das erreichbare H\u00f6chstma\u00df an Gesundheit\u201c, Artikel 24, sowie das \u201eRecht auf Bildung\u201c im Artikel 28 werden nicht verwirklicht, wenn Kinder in Kinderarbeit gefangen sind.<br \/>\nDie international bekannte Kinder\u00e4rztin Eva Schmidt-Kolmer schrieb: \u201eDie herrschenden Klassen schaffen zwei unterschiedliche Erziehungssysteme: das eine f\u00fcr die Kinder ihrer Klasse, die darauf vorbereitet werden, f\u00fchrende Positionen in der Produktion und in der Gesellschaft einzunehmen und als Vertreter einer Elite t\u00e4tig zu werden; das andere f\u00fcr die Kinder der Ausgebeuteten, die auf k\u00f6rperliche Arbeit vorbereitet werden\u201c (2). Ausbeutung ist es, wenn Millionen von Kindern Mehrarbeit, das hei\u00dft unbezahlte Arbeit f\u00fcr den Besitzer der Produktionsmittel leisten m\u00fcssen, unter Bedingungen, die von diesen diktiert werden und mit dem Ziel, die Kapitalmasse zu vermehren.<br \/>\nNicht jedes Kind, das arbeitet, wird ausgebeutet. Nicht jede Form der Besch\u00e4ftigung der Kinder muss bek\u00e4mpft werden. Ob Arbeit zu einem Problem f\u00fcr Kinder wird, h\u00e4ngt von den Auswirkungen auf ihre Entwicklung ab (3, S. 30).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kinderarbeit \u2013 was hei\u00dft das genau?<\/strong><\/p>\n<p>306 Millionen Kinder im Alter von 5 \u2013 17 Jahren (rund 20 % dieser Altersgruppe weltweit) sind in Besch\u00e4ftigung, sie arbeiten regelm\u00e4\u00dfig (1, S. 7). Das wird noch nicht als Kinderarbeit bezeichnet.<br \/>\nAusschlie\u00dflich die Arbeit, die f\u00fcr Entwicklung und Gesundheit des Kindes sch\u00e4dlich ist, wird vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF und von der Internationalen Arbeitsorganisation (engl. ILO) als \u201eKinderarbeit\u201c ausgewiesen, das hei\u00dft, wenn Kinder entweder unter gef\u00e4hrdenden Bedingungen arbeiten, sie das Mindestalter (i.R. 15 Jahre) nicht erreicht haben oder ihre Schulausbildung empfindlich gest\u00f6rt ist (3). Nach dieser Definition befinden sich rund 70 % der 306 Millionen besch\u00e4ftigten Kinder (= 215 Millionen) in Kinderarbeit.<br \/>\nNicht als \u201eKinderarbeit\u201c rechnet, wenn ab 12-J\u00e4hrige einige Stunden pro Woche eine erlaubte, leichte, nicht gef\u00e4hrliche T\u00e4tigkeit verrichten, die den Schulbesuch nicht einschr\u00e4nken, z. B. leichte Arbeit im Haushalt, handwerkliche und landwirtschaftliche T\u00e4tigkeiten in der Familie oder Nachbarschaft.<br \/>\nBei der Bewertung von Kinderarbeit werden Schweregrade unterschieden.<br \/>\nUm gezielter die gef\u00e4hrlichen (und schlimmsten) Formen der Kinderarbeit zur\u00fcckdr\u00e4ngen zu k\u00f6nnen, wurde das ILO-\u00dcbereinkommen 182 im Jahr 1999 verabschiedet. Leider gibt es aber immer noch 115 Millionen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre, d. h. \u00fcber 50 % von den 215 Millionen Kinderarbeitern, die gef\u00e4hrliche und ihre Entwicklung sehr belastende Arbeit verrichten. Bei m\u00e4nnlichen Jugendlichen (15 bis 17 Jahre) stieg dieser Anteil in den letzten Jahren um auff\u00e4llige 20 %, insbesondere in Afrika s\u00fcdlich der Sahara.<br \/>\nF\u00fcr Entwicklung und Gesundheit der Kinder sch\u00e4dliche Arbeit wird auf Plantagen, in Hauswirtschaften, in Fabriken und in Minen verlangt. Aus den Berichten von UNICEF, ILO und Kinderschutzorganisationen geht hervor: Die Kinder heben zu schwere Lasten, hantieren ohne Schutzkleidung mit Chemikalien oder m\u00fcssen als Dienstm\u00e4dchen bis zu 16 Stunden am Tag schuften. Sie leben als Stra\u00dfenkinder oder werden als Kindersoldaten eingesetzt. Kinderarbeiter werden gepr\u00fcgelt, missbraucht, gering oder gar nicht bezahlt. F\u00fcr den Schulbesuch bleibt h\u00e4ufig weder Zeit noch Kraft.<br \/>\nWeltweit sind die meisten Kinderarbeiter in der Landwirtschaft t\u00e4tig (60 %), es folgt der Dienstleistungssektor (26 %) und in der Industrie sind es 7 % (1, S. 12).<br \/>\nBesonders extremen Bedingungen sind 8,4 Millionen Kinder unterworfen \u2013 als Zwangsarbeiter, Schuldknechte, Kindersoldaten oder Prostituierte. Sch\u00e4tzungen zufolge werden allein in Asien j\u00e4hrlich mindestens eine weitere Million Kinder in die Prostitution gezwungen (UNICEF).<br \/>\nDas allgemeine Mindestalter f\u00fcr Kinderarbeiter ist seit 1973 mit 15 Jahren (14 &#8211; 16 in den einzelnen Unterzeichnerl\u00e4ndern) bzw. mit 18 Jahren f\u00fcr gef\u00e4hrliche Arbeiten festgelegt, siehe \u00dcbereinkommen 138 der ILO. Es wird eingesch\u00e4tzt, dass 176 Millionen 5 bis 14-j\u00e4hrige Kinder gegenw\u00e4rtig in Besch\u00e4ftigungen sind, von denen 153 Millionen (= 87 %) als Kinderarbeiter eingestuft werden m\u00fcssen. Darunter sind 53 Millionen, d.h. rund ein Drittel dieser j\u00fcngeren Kinder in gef\u00e4hrlicher Arbeit.<br \/>\nDie Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen der Erde sind gro\u00df. Afrika s\u00fcdlich der Sahara liegt an der \u201eSpitze\u201c der Kinderarbeit von j\u00fcngeren Kindern, denn dort sind 34 %, d.h. jedes 3. Kind von 5 bis 14 Jahren betroffen, gefolgt von S\u00fcd- und Ostasien\/ Pazifik mit etwa 10 % betroffenen Kindern dieser Altersgruppe (UNICEF).<br \/>\n2006 schien ein Durchbruch beim Kampf gegen Kinderarbeit m\u00f6glich. \u201eDas Ende der Kinderarbeit ist in greifbarer N\u00e4he\u201c sch\u00e4tzte ILO-Direktor Juan Somavia optimistisch ein (5).<br \/>\nAm st\u00e4rksten war die Kinderarbeit in Lateinamerika und der Karibik zur\u00fcckgegangen. Besonderes Lob wurde China und Brasilien gespendet. Als Problemzonen galten noch Asien, der pazifische Raum ohne China sowie die afrikanischen L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara.<br \/>\nEin vision\u00e4res Ziel wurde aufgestellt: alle schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis zum Jahr 2016 zu beseitigen, festgehalten im Globalen Aktionsplan 2006.<br \/>\nAuch der Gr\u00fcndungskongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes IGB im Jahr 2006 nahm das Ziel der Beseitigung der Kinderarbeit in seine Verfassung und in sein Aktionsprogramm auf.<br \/>\nEine traurige Bilanz musste jedoch nach 4 Jahren mit dem 3. Gesamtbericht der ILO (2010) gezogen werden: das Tempo der Verringerung habe \u201einfolge des globalen wirtschaftlichen Einbruchs\u201c nachgelassen (1, S. IX).<br \/>\nW\u00e4hrend der R\u00fcckgang der Kinderarbeit von 2000 zu 2004 = 9,5 % betrug, erfreulicherweise zugunsten der j\u00fcngeren Kinder und von Kindern, die unter gef\u00e4hrlichen und schlimmsten Arbeitsbedingungen leiden mussten, betrug der R\u00fcckgang von 2004 zu 2008 nur noch 3 % (1, S.8).<br \/>\nVerst\u00f6\u00dfe gegen die Kinderarbeitsgesetze nehmen, wie in anderen Industriel\u00e4ndern, auch in Deutschland (\u201eGesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend\u201c) in den letzten Jahren zu. Vor allem Kinder ethnischer Minderheiten und von Einwanderergruppen haben darunter zu leiden.<br \/>\nDie USA haben Nachholbedarf, denn sie haben bisher weder die Kinderrechtskonvention noch das Mindestalter\u00fcbereinkommen unterzeichnet und von den Regelungen, die sich gegen gef\u00e4hrliche Kinderarbeit richten (ILO-\u00dcbereinkommens182), auch noch die Arbeit in der Landwirtschaft ausgenommen.<\/p>\n<p><strong>Ursachen der ausbeuterischen Kinderarbeit<\/strong><\/p>\n<p>Krasse materielle Armut in den Entwicklungsl\u00e4ndern ist die Hauptursache daf\u00fcr, dass Kinder ihre Familie durch Erwerbsarbeit unterst\u00fctzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir sollten bei dieser Feststellung nicht stehen bleiben.Was l\u00f6st diesen st\u00e4ndigen Kreislauf von Armut, mangelnder Bildung, Ausgegrenztheit von Minderheiten und unterdr\u00fcckten Gruppen aus? Wer verursacht die Kriege und B\u00fcrgerkriege mit ihren Waisen? Wie kam es zu dieser ungeheuren Verbreitung von Aids, vor allem in Afrika?<\/p>\n<p>Eltern gaben bei einer Umfrage an, dass sie ihre Kinder niemals zur (Erwerbs-)Arbeit schicken w\u00fcrden, wenn sie nicht \u00e4u\u00dferste Not dazu gezwungen h\u00e4tte (terre des hommes).<br \/>\nDieser \u201eAusweg\u201c ist aber f\u00fcr arme Eltern ein zweischneidiges Schwert, denn Kinderarbeit f\u00fchrt umgekehrt zu einem erh\u00f6hten Angebot an billigen Arbeitskr\u00e4ften und damit wiederum zu niedrigeren L\u00f6hnen f\u00fcr die Elterngeneration.<br \/>\nDie wirtschaftliche Globalisierung, wie sie heute von Konzernen und Banken vorwiegend der Industriel\u00e4nder betrieben wird, hat verheerende Auswirkungen; sie ist Ursache von Armut und ausbeuterischer Kinderarbeit.<br \/>\nDer \u201eUnterbietungskampf\u201c, der Drang nach dem \u201ebesten Niedriglohnsektor\u201c dr\u00fcckt die Weltmarktpreise z. B. von Rohstoffen, Kaffee, Kakao oder Baumwolle auf ein derartig niedriges Niveau, dass die Bauern in Entwicklungsl\u00e4ndern verarmen und die Familien sich nicht mehr ern\u00e4hren k\u00f6nnen.<br \/>\nDazu kommen Verw\u00fcstungen durch Anlegen von Monokulturen (Soja f\u00fcr die Massentierhaltung in den westlichen L\u00e4ndern, Pflanzen zur Gewinnung von Biokraftstoffen), Kriegszerst\u00f6rungen und andere \u201eSegnungen des Fortschritts\u201c.<br \/>\nDie Zahl der Hungernden ist im Jahr 2009 weltweit um rund 100 Millionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und betr\u00e4gt nun \u00fcber 1 Milliarde Menschen, berichtet die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO- Bericht 2009).<br \/>\nDer UNICEF-Report 2010 zeigt, wer den h\u00f6chsten Preis f\u00fcr die Folgen der gegenw\u00e4rtigen globalen Krise und der tiefgreifenden Armut in vielen L\u00e4ndern der Welt zahlt: die Kinder in den Entwicklungsl\u00e4ndern.<br \/>\nViele leiden unter chronischer Mangel-<br \/>\nern\u00e4hrung und bleiben in ihrer Entwicklung zur\u00fcck, m\u00fcssen die Schule verlassen \u2013 landen in ausbeuterischen Arbeitsverh\u00e4ltnissen. Diese Kinder sind die Vergessenen der aktuellen kapitalistischen Krise.<\/p>\n<p><strong>Produktive T\u00e4tigkeit, die die kindliche Entwicklung f\u00f6rdert<\/strong><\/p>\n<p>Arbeit als bewusste T\u00e4tigkeit des Menschen ist elementar f\u00fcr das gesellschaftliche Leben, \u201ein gewissem Sinne hat sie den Menschen selbst geschaffen\u201c (Engels).<\/p>\n<p>Das, was in der auf Privateigentum an den Produktionsmitteln beruhenden Gesellschaft unter Arbeit verstanden wird, ist das Gegenteil von dem, was der freie Mensch w\u00e4hrend des zuvor Jahrtausende bestehenden Gemeineigentums gelebt hat. Die Menschen waren nicht von den Produktionsmitteln getrennt, sondern die Produktionsmittel waren im Besitz der Gemeinschaft.<br \/>\nDiese Form der Arbeit, als Quelle von Kultur und W\u00fcrde, bezog Kinder traditionell in die gemeinschaftlich organisierten Arbeits- und Lebensprozesse mit ein.<br \/>\nDas bestand in indigenen Gemeinschaften weiter, wie Forschungsreisende im 18., 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts \u00fcber Kindererziehung in Indianer- und Papuagemeinschaften sowie aus Gr\u00f6nland berichteten (Margot Krecker, 1959).<br \/>\nAuch heute noch hat in vielen Gegenden der Welt die Mitarbeit der Kinder in der h\u00e4uslichen Wirtschaft eine wichtige Funktion f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden.<br \/>\nReformp\u00e4dagogen, der Aufkl\u00e4rung verpflichtet, nahmen \u201eHandlungsorientierungen\u201c in ihre p\u00e4dagogischen Konzepte auf (z. B. Pestalozzi, Diesterweg, Makarenko).<br \/>\nEin Kind hat das Bed\u00fcrfnis nach T\u00e4tigkeiten und Handlungen und realisiert sie im Spiel beim Nachahmen Erwachsener, beim Basteln, Turnen, Malen, bei der Hilfe im Haushalt und sp\u00e4ter in produktiver T\u00e4tigkeit als Mittel zur Selbstverwirklichung. Aber diese T\u00e4tigkeiten sind nicht mit Kinderarbeit zu verwechseln, bei der das Kind seine Arbeitskraft auf selbstsch\u00e4digende Weise einsetzen muss.<br \/>\nDas Kind entwickelt sich k\u00f6rperlich und geistig durch T\u00e4tigkeit. Daf\u00fcr sind solche gesundheits- und entwicklungsf\u00f6rdernden T\u00e4tigkeits- und Umweltbedingungen erforderlich, die die psychophysische Belastbarkeit der Kinder ber\u00fccksichtigt (6).<br \/>\nEin Beispiel, wie diese notwendige Verbindung von Entwicklung, Lernen und der Teilnahme der Kinder an der produktiven T\u00e4tigkeit angestrebt wurde, liefern uns die Erfahrungen der Schulbildung in der DDR. Ankn\u00fcpfend an den freien Schul- und Werkgemeinschaften, dem Werk- und Schulgartenunterricht in der Weimarer Republik wurde der Schulunterricht in der DDR seit 1959 ab 7. Klasse mit dem Unterrichtstag in der Produktion (Betriebe und landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften) verbunden.<br \/>\nDiese sog. Polytechnische Bildung und Erziehung, also Einbeziehen von praktisch orientierten Unterrichtsanteilen, wurde verst\u00e4rkt, als ab Schuljahr 1962\/63 f\u00fcr die 9. und 10. Klassen schrittweise Berufsausbildung eingef\u00fchrt wurde.<br \/>\nF\u00fcr alle Jugendlichen, die nach der 10. Klasse die Gemeinschaftsschule verlie\u00dfen (in der Regel mit 16 Jahren) war ein Ausbildungsplatz und der Besuch einer Betriebsberufsschule selbstverst\u00e4ndlich. Von den verbleibenden Sch\u00fclern konnten viele nach dem 12. Schuljahr mit dem Abschluss des Abiturs auch den Facharbeiterbrief erwerben.<br \/>\nDie entscheidenden Fragen sind, ob das Kind seine Arbeitskraft verkaufen und unter sch\u00e4digenden Bedingungen einsetzen muss, um den Unterhalt f\u00fcr sich und Angeh\u00f6rige zu sichern \u2013 und wie sich die verrichtete Arbeit auf die k\u00f6rperliche und psychische Entwicklung der Kinder sowie auf ihre Gesundheit auswirkt.<br \/>\nDer Gro\u00dfteil der Besch\u00e4ftigungen von Kindern ist heute zwischen Gef\u00e4hrdung (= Kinderarbeit) und F\u00f6rderung ihrer Entwicklung angesiedelt.<\/p>\n<p><strong>Umstrittene Fragen<\/strong><\/p>\n<p>Kinderarbeit ist seit jeher ein kontroverses Thema. Verst\u00e4rkt seit etwa 15 Jahren verlangen eine Reihe politischer Akteure und Organisationen aus verschiedenen L\u00e4ndern die Aufhebung des \u201eKinderarbeitsverbotes\u201c.<\/p>\n<p>In der Bundesrepublik Deutschland treten in diesem Sinne vor allem ein Verein zur Unterst\u00fctzung arbeitender Kinder und Jugendlicher ProNats (Manfred Liebel), die Christliche Initiative Oscar Romero (Johanna Fincke) und Oikos \u2013 Eine Welt e.V. auf. Sie verlangen, die Kinderarbeit nicht weiter \u201ezu kriminalisieren\u201c, sondern die Arbeitsbedingungen der Kinder zu verbessern. Diese Vertreter konnten schon Erfolge in ihrem Sinne erreichen.<br \/>\nAufgrund ihrer Initiative ist als Kontrastpunkt zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit (am 12. Juni, seit 2002) ein Welttag der arbeitenden Kinder am 9. Dezember eingef\u00fchrt worden (im Jahr 2006).<br \/>\nDas II. Welttreffen der Bewegungen arbeitender Kinder und Jugendlicher im Jahr 2004 fand in Berlin statt. Es sollte weitere Argumente gegen das \u201eVerbot der Kinderarbeit\u201c liefern. 30 Kinder und Jugendliche aus 23 L\u00e4ndern in Afrika, Asien und Lateinamerika nahmen teil. Die Organisatoren (Oikos \u2013 Eine Welt e.V. sowie ProNats) w\u00e4hlten das Motto: \u201eJa zur Arbeit \u2013 Nein zur Ausbeutung\u201c. Sie stellen nicht dar, was sie unter Ausbeutung verstehen. Ver.di und GEW, der Evangelische Entwicklungsdienst u.a. unterst\u00fctzten das Treffen.<br \/>\nIn der Abschlussdokumentation sind folgende Forderungen zu lesen:<br \/>\ndie Mindestalterkonvention abschaffen, sich gegen ein pauschales Verbot von Kinderarbeit stark machen, sich f\u00fcr den Widerstand der Betroffenen bis hin zur gewerkschaftlichen Organisierung einsetzen, gegen Ausbeutung und Verschuldung der armen L\u00e4nder des S\u00fcdens, f\u00fcr eine kostenlose Bildung und Ausbildung eintreten.<br \/>\nUnter dem Titel \u201eStreit unter Weltverbesserern: Pro und contra Verbot der Kinderarbeit\u201c wird in einem Artikel in \u201eGegenStandpunkt\u201c Nr. 1-10 (lt. Wikipedia eine marxistische Zeitschrift) diese Kontroverse aufgegriffen und das \u201ealte\u201c Rezept (Verbot) dem \u201eneuen\u201c Rezept (einfach ordentlich erlauben) gegen\u00fcber gestellt.<br \/>\nEin Satz am Schluss des o.g. Artikels bringt nach meiner Ansicht die Absicht dieser Initiativen zutage: \u201eAm Ende gibt es nichts verl\u00e4sslich Humaneres als den Kapitalismus selbst! Nur im Verein mit den Mahnern selbstverst\u00e4ndlich, die ihm st\u00e4ndig seine wahre Vernunft vor Augen halten m\u00fcssen: ethisch und betriebswirtschaftlich!\u201c (ebenda, S. 13). Ist es das, was diese Streiter erreichen wollen?<br \/>\nDen Akteuren, die sich f\u00fcr die Abschaffung des Kinderarbeitsverbotes einsetzen, sollen folgende Argumente entgegengehalten werden:<br \/>\nl Wenn Kinder sich organisieren und auf diese Weise selbstbewusst auftreten, ist das sehr zu begr\u00fc\u00dfen. Nicht zu verstehen ist, dass von den Initiatoren ein Gegensatz zwischen dem Anliegen dieser arbeitenden Kinder und den internationalen Normen des Kinderarbeitsschutzes konstruiert wird.<br \/>\nl Das Verbot der Kinderarbeit hat in Preu\u00dfen und Deutschland, ebenso wie in anderen westlichen L\u00e4ndern, eine Vorgeschichte. Als die Folgen der Industrialisierung zu einem derart schlechten Gesundheitszustand der jungen Generation f\u00fchrten, dass sie un\u00fcbersehbar wurden, z. B. bei den Musterungsuntersuchungen, kam es 1839 zum Verbot der Kinderarbeit unter 9 Jahren. 1853 wurde das Mindestalter f\u00fcr Fabrikarbeit auf 12 Jahre angehoben (Wikipedia). Im Programm der SPD wurden 1875 (Art. 5) und 1891 (Art. 9) weitergehende Verbote zur Kinderarbeit verlangt.<br \/>\nAb 1904 untersagte ein Kinderschutzgesetz des Deutschen Reiches jede gewerb-liche Besch\u00e4ftigung von Kindern unter 12 Jahren und diese Entwicklung ging in der Weimarer Republik und international weiter.<br \/>\nWarum sollten die im 19. und 20. Jahrhundert in den Industriel\u00e4ndern schwer erk\u00e4mpften Rechte im 21. Jahrhundert ausgerechnet f\u00fcr Kinder in den Entwicklungsl\u00e4ndern nicht angewendet werden? Das ist rassistisch. Oder sollen diese Kinderrechte danach auch in den Industriel\u00e4ndern f\u00fcr bestimmte Schichten wieder in Frage gestellt werden?<br \/>\nl Die Streiter gegen das Kinderarbeitsverbot verstehen offenbar unter Kinderarbeit jegliche Besch\u00e4ftigung von Kindern. Das ist ein Irrtum, wie am Anfang dieses Artikels dargestellt. \u201eAlle von Kindern verrichtete Arbeit als gleicherma\u00dfen verwerflich einzustufen ist wenig hilfreich, wenn man Kinderarbeit wirklich abschaffen will\u201c stellt UNICEF klar (3, S.29). Was genau wollen die \u201eFreunde der Kinderarbeit\u201c wirklich?<br \/>\nl Wenn Ausbeutung und Verschuldung der armen L\u00e4nder des S\u00fcdens angeklagt und eine kostenlose Bildung und Ausbildung verlangt werden, so sind das begr\u00fc\u00dfenswerte, aber keinesfalls neue Forderungen. Sie decken sich mit dem, was UNICEF und ILO seit Jahren von den Mitgliedsl\u00e4ndern erwarten. Sie als Argument f\u00fcr die Aushebelung der Kinderarbeitsnormen zu benutzen, ist gef\u00e4hrlich und muss zur\u00fcckgewiesen werden.<br \/>\nl Eine Behauptung ist: \u201eIn keiner Region der Welt hat das Verbot der Kinderarbeit in den letzten Jahren bewirkt, die Zahl der arbeitenden Kinder zu verringern&#8230;\u201c (Manfred Liebel, blz 9\/2007, Mitgliederzeitschrift der GEW Berlin). Das ist leicht zu widerlegen. Z. B. nahm die Zahl der Kinder in gef\u00e4hrlicher Arbeit im Zeitraum 2000 bis 2004 um 24,7 % ab, von 2004 bis 2008 noch um 10,2 % (1).<br \/>\nl UNICEF, ILO und die meisten Kinderhilfsorganisationen setzen sich f\u00fcr Alternativen zur Kinderarbeit ein: soziale Sicherheitssysteme, Hilfen f\u00fcr die Familien, alternative Arbeitsm\u00f6glichkeiten, die noch Zeit f\u00fcr die schulische Bildung von Kindern lassen.<br \/>\nl Zwangsarbeiter, Schuldknechtschaft, Kindersoldaten, Kinder-Prostituierte gibt es millionenfach. Das ist nicht wegzuleugnen, wie es z.T. von den Kinderarbeitsfreunden geschieht. Nicht umsonst waren zwei Erg\u00e4nzungen zur Kinderrechtskonvention im Jahr 2002 erforderlich: das Verbot von Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornografie sowie ein Kindersoldaten-Protokoll.<\/p>\n<p><strong>Was wird getan und wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Vielf\u00e4ltig und langj\u00e4hrig wird um die Gestaltung einer menschenw\u00fcrdigen Weltgesellschaft gerungen. Es war ein Erfolg, die gro\u00dfe Mehrheit der Staaten auf die grundlegenden Abkommen wie V\u00f6lkerrecht, Menschen- und Kinderrechtskonventionen zu verpflichten. Diese Rechte sind der Ma\u00dfstab, den wir an die Politik anlegen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die sozialen Kr\u00e4fte, die sich f\u00fcr soziale Gerechtigkeit, die Beseitigung von Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung sowie den Erhalt der Erde einsetzen, befinden sich in den letzten 20 Jahren immer mehr auf der Verliererseite.<br \/>\nDie folgenden Beispiele von Aktivit\u00e4ten f\u00fcr das Gemeinwohl, obwohl sie den Stempel der heutigen Gesellschaftsform tragen, sind ein Aufb\u00e4umen gegen die fatalen Folgen des jetzigen kapitalistischen Wirtschaftssystems.<br \/>\nAktionsprogramme, wie \u201eGesundheit f\u00fcr alle bis zum Jahr 2000\u201c (Weltgesundheitsorganisation, 1977\/78), \u201eGlobale Agenda 21\u201c zur nachhaltigen Entwicklung (UNO, 1992) und \u201eMilleniumsentwicklungsziele\u201c (UNO, 2000) enthalten gro\u00dfartige Forderungen, die das Leben der Menschen erleichtern k\u00f6nnten.<br \/>\nUNO, UNICEF und ILO unternehmen Anstrengungen, die politischen und zivilgesellschaftlichen Akteure zu informieren, zu vernetzen und praktische Ziele abzuleiten (zuletzt Den Haag, 2010). Dort beanstandeten sie, dass der Einsatz der Staaten zu gering ist, um wie vorgesehen die gef\u00e4hrlichen und schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2016 auszumerzen und den Kindern ihre Kindheit und Jugend zur\u00fcckzugeben.<br \/>\nDas bei der ILO angeschlossene Internationale Programm f\u00fcr die Beseitigung der Kinderarbeit (IPEC) besteht seit 1992 und ist gegenw\u00e4rtig in \u00fcber 90 L\u00e4ndern aktiv. Die BRD unterst\u00fctzt das Programm seit Jahren finanziell und hat f\u00fcr 2011 einen Betrag von 1,2 Millionen \u20acEuro (!) geplant (lt. Staatssekret\u00e4r Andreas Storm).<br \/>\nAufmerksamkeit sollten die L\u00e4nderberichte wecken, die von allen Unterzeichnerl\u00e4ndern der Kinderrechtskonvention regelm\u00e4\u00dfig an die UNO geliefert werden. Der letzte Bericht der Bundesregierung im Jahr 2005 wurde vom Nationalen Aktionsplan (NAP) erg\u00e4nzt sowie enthielt einen Kinder- und Jugendreport \u201eWas verstehen Kinder unter einem kindgerechten Deutschland?\u201c Der n\u00e4chste Bericht 2010 muss die Fragen des neuen Fahrplans, der \u201eRoadmap 2016 gegen ausbeuterische Kinderarbeit\u201c, beschlossen in Den Haag 2010, beantworten.<br \/>\nDie Normen setzende T\u00e4tigkeit der ILO ist Teil des zu schwachen Widerstandes gegen den Abbau von Arbeits- und Sozialstandards in der Gegenwart. Die Arbeitsschutzgesetze, die Kinder betreffen, werden von ihr st\u00e4ndig erweitert. 2011 ist eine Entscheidung zur Arbeit der Hausangestellten zu erwarten.<br \/>\nDie Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung (seit 2001 alle 4 Jahre) erheben den Anspruch, eine detaillierte Analyse der sozialen Lage vorzulegen und sind, nach Aussage des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales, die Basis f\u00fcr eine Politik \u201ezur St\u00e4rkung sozialer Gerechtigkeit und verbesserter Teilhabe\u201c. Die letzten beiden Berichte orientierten sich, wie angegeben wird, an dem Konzept der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Amartya Sen.<br \/>\nDie Liste der Aktivit\u00e4ten lie\u00dfe sich fortsetzen.<br \/>\nDie Bilanz fast aller dieser Initiativen erf\u00fcllt viele Menschen mit Sorge.<br \/>\nNur Informationen und Appelle an Moral und Ethik sind wenig erfolgreich angesichts von Profitgier und Konkurrenzkampf. Die Grundinteressen der \u201eBesitzenden\u201c einerseits und die der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten und der dazu geh\u00f6renden Schichten andererseits klaffen weit auseinander.<br \/>\nDie sozialen Kr\u00e4fte m\u00fcssen in der Bundesrepublik geb\u00fcndelt werden. Das verlangt, die Gr\u00e4ben zuzusch\u00fctten und gleichberechtigt miteinander an der L\u00f6sung der gro\u00dfen sozialen Probleme zu arbeiten \u2013 sowohl Basisorganisationen (z. B. das Erwerbslosenforum), linke Parteien und die Gewerkschaften. Sie sollen Mitstreiter in allen Schichten suchen und jeder muss in seinem Wirkungsfeld das Bestm\u00f6gliche f\u00fcr die Durchsetzung der Menschen- und Kinderrechte beitragen.<br \/>\nDer Kampf sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsl\u00e4ndern gegen Ausbeutung, Privatisierung und prek\u00e4re Arbeit ist entscheidend f\u00fcr das Zur\u00fcckdr\u00e4ngen von Kinderarbeit.<br \/>\nSolange Kinder billige Arbeitskr\u00e4fte sind, die den Kapitalisten ihren Profit vergr\u00f6\u00dfern helfen, und wenn ihre Gesundheit dadurch Schaden erleidet oder sie sogar sterben, sie \u201enur\u201c als Kollateralsch\u00e4den wie beim Einsatz von Kindersoldaten betrachtet werden, solange werden Kinder in der Welt nicht den ihnen zukommenden Platz einnehmen \u2013 auch zum Nutzen von verantwortungslosen Politikern.<\/p>\n<p><em>Dr. med. Uta Mader, ehemalige Mitarbeiterin im Institut f\u00fcr Hygiene des Kindes- und Jugendalters, stellv. Vorsitzende des DFV Berlin<\/em><\/p>\n<h4><u>Anmerkung und Literatur :<\/u><\/h4>\n<p>*\u201eKinderarbeit\u201c meint stets nur die Arbeit der Kinder, die ihre Entwicklung und Gesundheit gef\u00e4hrdet i.S. der Definition von UNICEF und ILO<br \/>\n(1) Diese und die folgenden Zahlenangaben sind, wenn nicht anders angegeben, aus dem 3. Gesamtbericht der ILO an die 99. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf, Mai 2010: \u201eDas Vorgehen gegen Kinderarbeit forcieren\u201c entnommen, siehe http:\/\/www.ilo.org\/public\/ german\/region\/eurpro\/bonn\/aktuelles\/gr_2010.htm<br \/>\n(2) \u201eGesundheitsschutz f\u00fcr Kinder und Jugendliche\u201c, hrsg. von Eva Schmidt-Kolmer. VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1986, S. 21<br \/>\n(3) UNICEF-Bericht \u201eZur Situation der Kinder in der Welt 1997: Kinderarbeit\u201c, hrsg. Dt. Komitee f\u00fcr UNICEF, Fischer Taschenbuch Verlag, 1996<br \/>\n(4) Zu diesen und weiteren Angaben siehe www. unicef.org, www.ilo.org, www.ilo.org\/berlin, www.childinfo.org unter dem jeweiligen Stichwort<br \/>\n(5) 2. Gesamtbericht der ILO 2006: \u201eDas Ende der Kinderarbeit &#8211; zum Greifen nah\u201c www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/aktuelles\/2006\/globalreport06.htm<br \/>\n(6) Ockel, Edith: \u201eDie Belastbarkeit des Kindes im p\u00e4dagogischen Prozess\u201c. VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1972<\/p>\n<p>Weitere Literaturangaben k\u00f6nnen bei der Verfasserin angefordert werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/ArmyAmber \/ Amber Clay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Uta Mader aus FREIDENKER 3-10<\/strong><br \/>\n215 Millionen Kinder auf unserer Erde werden durch Kinderarbeit* ausgebeutet. Der in der UNO Konvention \u00fcber die Rechte des Kindes (1989) in Artikel 32 geforderte \u201eSchutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung\u201c wird t\u00e4glich in hohem Ma\u00dfe verletzt, vor allem in Entwicklungsl\u00e4ndern. Die \u201evolle und harmonische Entfaltung der Pers\u00f6nlichkeit\u201c, wie sie in der Pr\u00e4ambel der Kinderrechtskonvention gefordert wird, ist bei diesen Kindern empfindlich gest\u00f6rt. Laut Charta der Vereinten Nationen und zugesichert durch die Kinderrechtskonvention haben jedoch alle Menschen die gleichen Rechte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":323,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[217,99,1010,1011],"class_list":["post-322","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeit-soziales","tag-ausbeutung","tag-kinderarbeit","tag-kinderausbeutung","tag-unicef"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Kinderarbeit.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5c","jetpack-related-posts":[{"id":312,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=312","url_meta":{"origin":322,"position":0},"title":"\u201eKinderwille ist K\u00e4lberdreck\u201c \u2013 Die Geschichte der Kinderrechte","author":"Webmaster","date":"17. 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