{"id":309,"date":"2010-03-17T15:26:45","date_gmt":"2010-03-17T14:26:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=309"},"modified":"2018-02-18T23:25:07","modified_gmt":"2018-02-18T22:25:07","slug":"das-scheitern-von-kopenhagen-die-welt-in-der-wachstumsfalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=309","title":{"rendered":"Das Scheitern von Kopenhagen: Die Welt in der Wachstumsfalle"},"content":{"rendered":"<p><em>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=726\">&#8222;Freidenker&#8220; Nr. 1-10 M\u00e4rz 2010<\/a>, S. 8-16, 69. Jahrgang<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Von Michael M\u00fcller<\/em><\/strong><\/p>\n<h2><strong>Die organisierte Verantwortungslosigkeit<\/strong><\/h2>\n<p>Von Kyoto nach Kopenhagen \u2013 In der d\u00e4nischen Hauptstadt konnte niemand mehr sagen, er wisse nicht, worum es auf der 15. Klimakonferenz der Vereinten Nationen ging, die im Dezember 2009 stattfand. Sp\u00e4testens seit der Ver\u00f6ffentlichung des 4. Sachstandsberichts des Weltklimarates (IPCC) im Jahr 2007 war klar, dass nicht weniger als das Schicksal von Hunderten von Millionen Menschen, die von der Erd-erw\u00e4rmung schon in den n\u00e4chsten Jahrzehnten unmittelbar bedroht sein werden, auf dem Spiel steht. Heute entscheidet sich, ob wir in der Zukunft sagen k\u00f6nnen: Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Oder sagen m\u00fcssen: Es war eine Zeit der Verantwortungslosigkeit und des Versagens.<br \/>\nZuerst sind die betroffen, die sich weniger als die starken Industriestaaten wehren und ihre Interessen durchsetzen k\u00f6nnen: die Inselstaaten im Pazifik, gro\u00dfe Teile Afrikas und weite K\u00fcstenzonen und Flussdeltas der \u00e4rmsten L\u00e4nder unseres Kontinents. Mittelbar werden von den Folgen des anthropogenen Klimawandels alle Regionen der Erde betroffen sein. Gewaltige Migrationsstr\u00f6me und politische Spannungen, sogar Klimakriege werden denkbar.<br \/>\nDeshalb wurde Kopenhagen zum Last Exit hochgeschrieben, um eine sonst nicht mehr zu beherrschende Katastrophe abzuwenden. Mit fast unvorstellbaren Anforderungen angesichts des Zustands der Welt, die keine vern\u00fcnftige Ordnung hat. Dabei waren die Anforderungen schon zur\u00fcckgeschraubt. Im Zentrum der Verhandlungen stand l\u00e4ngst nicht die Verhinderung einer Klimakatastrophe, dieses Ziel w\u00e4re vielleicht vor zwei Jahrzehnten noch einigerma\u00dfen m\u00f6glich gewesen. Seitdem hat sich der Schwerpunkt der Debatte immer mehr auf die Anpassung an den Klimawandel verlagert. In Kopenhagen ging es allenfalls um die Begrenzung der globalen Erw\u00e4rmung auf Zwei-Grad-Celsius. Die Hauptverschmutzer sorgten daf\u00fcr, dass weitergehende Ziele nicht auf die Tagesordnung gesetzt wurden. Dennoch wurde im Vorfeld das Zwei-Grad-Ziel von den USA, der EU oder China als \u201egro\u00dfes, ehrgeiziges Ziel\u201c, ja sogar als Durchbruch herausgestellt. In Wahrheit bedeutet es ein Versagen der Politik. Die \u00e4rmsten L\u00e4nder werden dem Niedergang geopfert f\u00fcr die Wachstums- und Wirtschaftsinteressen der Reichen.<br \/>\nDie Intervention des kleinen Inselstaates Tuvala und die Reaktion darauf machten die Verlogenheit der selbsternannten Weltenretter deutlich. Eine Folge des Klimawandels ist der Anstieg des Meeresspiegels. Seit 2001 wissen wir, dass Tuvalu, das kleine Inselreich in der S\u00fcdsee, das nur knapp \u00fcber dem Meeresspiegel liegt, unterzugehen droht. Der pazifische Ozean ist durch den Klimawandel bisher \u201enur\u201c um etwas mehr als 25 Zentimeter angestiegen, aber diese Durchschnittszahl allein sagt zu wenig \u00fcber die Extremwerte aus, die in den Wintermonaten deutlich mehr als ein Meter betragen und dann die 9.000 Menschen bedrohen, die auf der Insel leben.<br \/>\nWas geht uns Tuvalu an?<br \/>\nTuvalu, das zwischen Australien und Hawaii liegt, ist der viertkleinste von den Vereinten Nationen anerkannte Staat. Durch die Erosion der Str\u00e4nde m\u00fcssen die Menschen gegen \u00dcberflutungen k\u00e4mpfen. Sie suchen bereits eine neue Heimat, viele sind schon nach Neuseeland \u00fcbergesiedelt. Eigentlich wollen sie die Insel nicht verlassen, sondern erwarten Hilfe von der Weltgemeinschaft.<br \/>\nDeshalb reist Umweltminister Taufa Teii seit Jahren von einer Klimakonferenz zur anderen und ruft die Teilnehmer auf, endlich mehr gegen den Klimawandel zu tun. So auch in Kopenhagen, wo die Delegation Tuvalus lautstark gegen die Tatenlosigkeit der Hauptverursacher protestierte. In Kopenhagen lehnte Tuvalu die Fixierung auf das Zwei-Grad-Ziel ab, das die Interessen der reichen Staaten widerspiegelt, nicht aber eine faire und gerechte Welt. Tats\u00e4chlich bedeutet schon dieses Ziel f\u00fcr Tuvalu das v\u00f6llige Ende.<br \/>\nIn der Tat schachern die Industriestaaten und die Schwellenl\u00e4nder, um f\u00fcr sich vermeintlich gerade noch vertretbare Verpflichtungen zu erreichen. Deshalb blieben die armen Staaten weitgehend aus dem Blick, obwohl sie in Kopenhagen die Mehrheit stellten. Der Scheinwerfer der \u00d6ffentlichkeit war fast nur auf die EU und USA, auf Russland und die aufstrebenden L\u00e4nder Brasilien, China und Indien gerichtet. Bestenfalls die OPEC-Staaten kamen noch hinzu, das war es dann.<br \/>\nKein Wunder: Der UN-Klimagipfel blieb weit hinter dem zur\u00fcck, was zum Schutz der Erde notwendig ist. Im Vorfeld gro\u00dfe Worte und in Kopenhagen kleine Taten. Das ist von Anfang an das Merkmal der internationalen Klimaverhandlungen. Eine Regierung versteckt sich hinter der anderen. Gespielt wird Schwarzer Peter, was bedeutet: Die Katastrophe kommt und die Einschnitte zum Schutz des Klimas m\u00fcssen dann immer tiefer werden. Aber langsam wird der Kern f\u00fcr das Versagen deutlich, den Widerspruch zwischen Wissen und Handeln endlich zu beenden: Die Abh\u00e4ngigkeit der Staaten vom Wachstum.<br \/>\nDie \u00f6ffentliche Debatte begann Ende der achtziger Jahre, die Deutsche Physikalische und die Deutsche Meteorologische Gesellschaft warnten in einem eindringlichen Appell vor einer massiven Erderw\u00e4rmung durch die Verbrennung von \u00d6l, Gas und Kohle, durch eine industrialisierte Landwirtschaft, die Abholzung der W\u00e4lder, das Leerfischen der Meere, die Degradierung der B\u00f6den und Chemikalien, die alle zusammen die Chemie und Dynamik in der unteren Lufth\u00fclle so ver\u00e4ndern, dass die Aufheizung Wetter und Klima aus dem Lot bringt.<br \/>\nDamals war der Deutsche Bundestag mit Berichten und Konzepten national und weltweit Vorreiter beim Klimaschutz. Doch getan hat sich wenig. Allein in unserem Jahrzehnt haben sich die Kohlendioxidemissionen um ein Drittel erh\u00f6ht. Nur wenige L\u00e4nder k\u00f6nnen eine Reduktion der Treibhausgase vorweisen. Selbst 2008, dem weltweiten Krisenjahr, stieg der Aussto\u00df um rund 2 Prozent. Dadurch sind die anderthalb Grad Celsius bereits nicht mehr zu verhindern, denn ein gro\u00dfer Teil der Zukunft ist bereits im \u201eKlimasystem\u201c gespeichert, ein Anstieg auf rund 1,5\u00b0 C nicht mehr zu verhindern.<br \/>\nEine Erw\u00e4rmung um zwei Grad Celsius h\u00e4tte f\u00fcr die Erde gravierende Folgen. In Lateinamerika gef\u00e4hrdete sie beispielsweise die Energie- und Trinkwasserbereitstellung von fast 100 Millionen Menschen. In Asien zw\u00e4ngen die Folgen rund 250 Millionen Menschen zur Umsiedelung, die von Hochwasser und ansteigendem Meeresspiegel bedroht w\u00e4ren. In Afrika drohe mit der Erw\u00e4rmung eine Halbierung der schon heute viel zu geringen Nahrungsmittel. In Europa liefe das Regime gro\u00dfer Fl\u00fcsse wie Rhein oder Rhone aus dem Ruder, im Fr\u00fchjahr immer h\u00e4ufiger Hochwasser und im Sommer extremes Niedrigwasser. Gehandelt wird scheinbar erst, wenn die Katastrophe da ist. Doch das geht nicht, denn:<br \/>\nw Vom Klimawandel ist die Erde \u2013 wenn auch regional unterschiedlich \u2013 als Ganze betroffen. Direkt oder indirekt wird jeder die Folgen zu sp\u00fcren bekommen. Eine zweite Erde gibt es nicht.<br \/>\nw Der Klimawandel hat einen Vorlauf von rund f\u00fcnf Jahrzehnten. Was wir heute sp\u00fcren, sind die Treibhausgaskonzentrationen, die in den sechziger Jahren angereichert wurden. Ein weiterer Temperaturanstieg kann nicht mehr verhindert, sondern nur noch durch massive Aufforstungsprogramme und eine Stabilisierung der Senken verlangsamt werden.<br \/>\nGegenw\u00e4rtig wirtschaftet die Menschheit so, dass die globale Mitteltemperatur auf der Erde bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich um drei Grad ansteigen wird. Wenn ein Extremszenario eintritt, kann es sogar zu einer globalen Erw\u00e4rmung bis zu 6,4 Grad Celsius kommen, eine unvorstellbare Katastrophe.<\/p>\n<p><strong>Viel Zeit wurde vertan<\/strong><br \/>\nDer Deutsche Bundestag hatte bereits 1990 konkrete nationale, europ\u00e4ische und globale Szenarien vorgeschlagen, die in Deutschland \u2013 was mit unz\u00e4hligen umfangreichen Studien belegt wurde \u2013 die Treibhausgase um 33,7 Prozent bis zum Jahr 2005 reduziert und gleichzeitig den Ausstieg aus der Atomenergie verwirklicht h\u00e4tten.<br \/>\nIn der Fachkommission des Parlaments, in der CDU\/CSU und FDP eine klare Mehrheit hatten, pl\u00e4dierte niemand f\u00fcr die Atomkraft zur Rettung des Klimas. Der einstimmige Beschluss hie\u00df, dass zum Schutz der Erdatmosph\u00e4re nicht der Austausch der Brennstoffe \u2013 zum Beispiel Kohle durch Atom \u2013 notwendig sei, sondern der Umbau des Energiesystems zu einer m\u00f6glichst dezentralen Vernetzung von Effizienztechniken und erneuerbaren Energien. Alles andere ist eine Geisterdebatte.<br \/>\nDoch die neunziger Jahre waren ein verlorenes Jahrzehnt, obwohl 1992 der Erdgipfel in Rio ehrgeizige Klimaschutzziele beschlossen hat, die folgenlos blieben. Nach dem Zusammenbruch der zweigeteilten Welt war das Thema weg. Es triumphierte eine Siegermentalit\u00e4t, der Westen hatte gewonnen, warum dann den Aufbau Ost mit dem Umbau West miteinander verbinden? Die Umweltministerin damals hie\u00df \u00fcbrigens Angela Merkel.<br \/>\nUnd heute: Auch die EU ist nicht bereit, unkonditioniert eine Reduktion um 30 Prozent gegen\u00fcber 1990 bis zum Jahr 2020 zu verfolgen. Einige Staaten stellen selbst das Minus um 20 Prozent in Frage. Vor allem die mittel- und osteurop\u00e4ischen Regierungen bremsen. Und obwohl unser Land das wirtschaftlich st\u00e4rkste in der EU ist, hat es bisher nicht die Kraft, die Gemeinschaft auf eine einheitliche Linie zu bringen. Wie soll das erst global erreicht werden?<br \/>\nDie USA haben sich verbal bewegt, aber im Land gibt es noch immer starke Kr\u00e4fte, die den Klimaschutz bremsen. Es darf nicht vergessen werden, dass zwar US-Pr\u00e4sident George W. Bush die Ablehnung des Kyoto-Vertrages durchgesetzt hat, aber auch US-Pr\u00e4sident Bill Clinton und sein \u00d6ko-Vork\u00e4mpfer Al Gore hatten das Abkommen erst an ihrem letzten Tag im Amt unterschrieben.<br \/>\nDie gro\u00dfen Schwellenl\u00e4nder lehnen ein verbindliches Abkommen ab. Dabei gibt es zwei gro\u00dfe Einschnitte von gro\u00dfer Tragweite: Erstens emittieren die Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder heute mehr Kohlendioxid als die Industriestaaten, w\u00e4hrend bis 1990 noch 74 Prozent auf sie entfielen. Zweitens ist China heute der gr\u00f6\u00dfte Emittent der Welt, obwohl pro Kopf die Treibhausgase erst bei einem F\u00fcnftel der amerikanischen Emissionen liegen.<br \/>\nDer Klimaschutz braucht Vorreiter und mutige Pioniere, die andere Staaten unter Legitimationsdruck setzen. Doch zuletzt behauptete Bundeswirtschaftsminister Rainer Br\u00fcderle, dass Klimaschutz nicht machbar ist, wenn China nicht dabei ist. Es muss aber jemand anfangen, damit andere Staaten unter Legitimationsdruck gesetzt werden. Das deutsche Gesetz \u00fcber die erneuerbaren Energien, das eine zehnj\u00e4hrige Erfolgsgeschichte hinter sich hat, zeigt, dass das m\u00f6glich ist.<br \/>\nDeshalb ist vor allem die Politik gefordert, zu Umbau und Demokratisierung der Wirtschaft zu kommen. Der Klimaschutz braucht eine \u201eDreierstrategie\u201c: Vorbildrollen von Staaten und Unternehmen, eine \u00f6kologische Modernisierung von Wirtschaftsregionen mit ehrgeizigen Zielen und internationale Abkommen, wo immer sie m\u00f6glich sind.<br \/>\nDas schlechte Spiel um Schein und Sein<br \/>\nAngela Merkel l\u00e4sst sich gerne als \u201eKlimakanzlerin\u201c feiern. Aber wenn es ernst wird, verbleibt sie in unbestimmter Weichheit. Sie bremst sogar \u2013 bei den Autoemissionen, bei der energetischen Sanierung von Geb\u00e4uden, bei der Atomenergie. Wann hat Angela Merkel einen Vorschlag zur \u00d6ko-Steuer gemacht? Wo bleibt das deutsche Klimaschutzgesetz? Warum wurde nach dem Scheitern von Kopenhagen kein EU-Sondergipfel beantragt? Doch das Klimasystem l\u00e4sst sich nicht t\u00e4uschen, es reagiert mit aller H\u00e4rte der Gesetze.<br \/>\nDie Bundesregierung will, dass bis 2020 die Treibhausgase um 40 Prozent reduziert werden. Tats\u00e4chlich reichen die bisherigen Ma\u00dfnahmen nur f\u00fcr eine Reduktion um etwas mehr als 30 Prozent aus. Das sind bis zum Jahr 2020 nur rd. acht Prozent mehr als heute. Deutschland bleibt hinter dem Ziel zur\u00fcck.<br \/>\nSolange die Bundesregierung die Laufzeiten von Atomkraftwerken verl\u00e4ngern will, widerspricht sie nicht nur dem Ziel der Nachhaltigkeit, sondern blockiert auch die Innovationsdynamik, die f\u00fcr den Umbau der Energieversorgung notwendig ist. Besonders d\u00fcster sieht es im Verkehrssektor und in der Landwirtschaft aus. Beide Bereiche sind mit hohen Emissionen von Treibhausgasen verbunden.<br \/>\nWer glaubw\u00fcrdig sein will, muss jetzt konkret werden.<\/p>\n<p><strong>Was ist zu tun?<\/strong><br \/>\nDie Bundesregierung muss eine aktivere Rolle bei den Klimaverhandlungen einnehmen. Die Europ\u00e4ische Union muss unkonditioniert eine CO2-Reduktion um 30 Prozent bis zum Jahr 2020 verfolgen. Notwendig sind eigenst\u00e4ndige Protokolle f\u00fcr den Schutz der gro\u00dfen Klimasenken Meere, B\u00f6den, Auen, Moore und W\u00e4lder.<br \/>\nUnbedingt notwendig ist ein Wald- und Naturschutzprotokoll. Schon heute macht die Zerst\u00f6rung der Natur einen Anteil von rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen aus. Und auch ein globaler Finanzierungsmechanismus, ohne dabei die entwicklungspolitischen Kernaufgaben einzuschr\u00e4nken.<br \/>\nGlobal ist eine v\u00f6lkerrechtlich bindende Treibhausgasreduktion um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 erforderlich, die Verringerung in den Industriestaaten muss 90 Prozent ausmachen. Eine Reform der Vereinten Nationen muss Institutionen zur Durchsetzung der globalen Nachhaltigkeit entwickeln.<br \/>\nKopenhagen ist gescheitert. Die nationalen Wachstumsinteressen waren st\u00e4rker als die globale Verantwortung. Von UN-Konferenzen ist wenig zu erwarten. Von daher braucht der Klimaschutz einen Plan B, der die Demokratisierung der Wirtschaft ebenso einbezieht wie die Verwirklichung von Klimagerechtigkeit. Und das muss von Europa vorgelegt werden.<\/p>\n<p>Michael M\u00fcller ist Bundesvorsitzender<br \/>\nder NaturFreunde Deutschland<\/p>\n<hr \/>\n<p>https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/ralph \/ Ralph Fierz<\/p>\n<h2><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Michael M\u00fcller aus FREIDENKER 1-10<\/strong><br \/>\nVon Kyoto nach Kopenhagen \u2013 In der d\u00e4nischen Hauptstadt konnte niemand mehr sagen, er wisse nicht, worum es auf der 15. Klimakonferenz der Vereinten Nationen ging, die im Dezember 2009 stattfand. Sp\u00e4testens seit der Ver\u00f6ffentlichung des 4. Sachstandsberichts des Weltklimarates (IPCC) im Jahr 2007 war klar, dass nicht weniger als das Schicksal von Hunderten von Millionen Menschen, die von der Erd-erw\u00e4rmung schon in den n\u00e4chsten Jahrzehnten unmittelbar bedroht sein werden, auf dem Spiel steht. Heute entscheidet sich, ob wir in der Zukunft sagen k\u00f6nnen: Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Oder sagen m\u00fcssen: Es war eine Zeit der Verantwortungslosigkeit und des Versagens.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":310,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[84,91,94,1012,949],"class_list":["post-309","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeit-soziales","tag-klima","tag-klimakonferenz","tag-klimawandel","tag-kopenhagen","tag-wachstum"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/erde.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-4Z","jetpack-related-posts":[{"id":22912,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22912","url_meta":{"origin":309,"position":0},"title":"Medienkampagne \u00fcber Drohnenvorf\u00e4lle soll auf einen Krieg mit Russland vorbereiten","author":"Webredaktion","date":"24. 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Nach dessen Lekt\u00fcre war auch ich \u00fcberzeugt, dass dieser Beitrag so breit wie m\u00f6glich verteilt werden\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ampel_scholz_lindner_habeck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ampel_scholz_lindner_habeck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ampel_scholz_lindner_habeck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ampel_scholz_lindner_habeck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":23157,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23157","url_meta":{"origin":309,"position":5},"title":"Die medial angeheizte Drohnen-Hysterie f\u00e4llt jeden Tag mehr in sich zusammen","author":"Webredaktion","date":"14. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Beitrag von Florian Warweg So ziemlich alle \u201eRussen-Drohnen\u201c-Berichte der letzten Wochen aus Deutschland, Polen, Frankreich, Norwegen, Litauen und D\u00e4nemark haben sich mittlerweile als unbegr\u00fcndet herausgestellt. In Litauen waren es Zigaretten-Schmuggler, in Norwegen, beim Frankfurter Flughafen sowie beim Warschauer Pr\u00e4sidentenpalast \u201eHobbydrohnenpiloten\u201c, die ihren Neuerwerb testen wollten. Die Bundeswehr sah sich gezwungen,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/warweg_251007-drohnen-Cover-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/warweg_251007-drohnen-Cover-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/warweg_251007-drohnen-Cover-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/warweg_251007-drohnen-Cover-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/309\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}