{"id":3018,"date":"2015-02-17T01:53:41","date_gmt":"2015-02-17T00:53:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=3018"},"modified":"2018-02-18T19:43:50","modified_gmt":"2018-02-18T18:43:50","slug":"freidenker-brief-2-2015-breitseiten-gegen-die-friedensbewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3018","title":{"rendered":"Freidenker-Brief 2-2015: Breitseiten gegen die Friedensbewegung"},"content":{"rendered":"<p><em>Freidenker-Brief Nr. 2\/2015 v. 17. Februar 2015<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbands, Klaus Hartmann, analysiert im n\u00e4chsten \u201eFreidenker\u201c (Nr. 1-2015) den Zustand der Friedensbewegung. Der Artikel ist auf der DFV-Internetseite verf\u00fcgbar. Link: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3020\">https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3020<\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Bedrohung des Weltfriedens ist mit der NATO-Aggression in der Ukraine und der psychologischen Kriegsf\u00fchrung gegen Russland erheblich gewachsen. Die Aktions- und Mobilisierungsf\u00e4higkeit der Friedensbewegung ist der Bedrohung v\u00f6llig unangemessen.\u201c<br \/>\nDer Befund ist kaum zu bestreiten. Der Artikel bietet einen breiten \u00dcberblick \u00fcber all jene Kr\u00e4fte und Ideologien innerhalb linker Organisationen und der \u201etraditionellen\u201c Friedensbewegung, die l\u00e4hmend und spaltend wirken und den Kriegsmedien in die H\u00e4nde arbeiten. So haben viele auf die spontanen \u201eMontagsmahnwachen f\u00fcr den Frieden\u201c mit Distanzierung reagiert. Sie haben es geschafft, die Trennung zwischen \u201ealter\u201c und \u201eneuer\u201c Friedensbewegung zu zementieren statt zu \u00fcberwinden. Andere Teile der Friedensbewegung haben den Dialog mit der Mahnwachenbewegung gesucht. Ergebnis war die gemeinsame Aktion \u201eFriedenswinter 2014\/15\u201c. Die Demonstration mit 4000 Teilnehmern vor dem Berliner Schloss Bellevue am 13. 12. 2015 war ein Erfolg. Danach aber ist der Sturm der Entr\u00fcstung \u00fcber diese Friedensbewegung erst richtig losgebrochen.<br \/>\nKlaus Hartmann nennt linke Stichwortegeber der Herrschaftsmedien. Er beschreibt Rufmordkampagnen gegen Einzelpersonen (wie Ken Jebsen, Pedram Shahyar, Lars M\u00e4hrholz). Er geht den ber\u00fcchtigten Vorw\u00fcrfen nach wie \u201eQuerfront\u201c, \u201eAntisemitismus\u201c, \u201eVerschw\u00f6rungstheorie\u201c etc., die aus der \u201eantideutschen Giftk\u00fcche\u201c stammen. Die \u201eantideutsche\u201c Ideologie wirkt auch unter anderem Namen weiter, z.B. in der Partei Die Linke durch die prozionistische Propaganda-Zentrale \u201eBAK Shalom\u201c und in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. \u201eAntideutsche\u201c Tendenzen gibt es auch in der verdienstvollen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes \u2013 Bund der Antifaschisten (VVN\/BdA).<\/p>\n<p>Die \u201eReformer\u201c in der Partei Die Linke wollen, der Partei den \u201eAntimilitarismus austreiben\u201c. Sie errangen einen Sieg, als die Bundestagsfraktion mit Mehrheit beschloss, Veranstaltungen der Friedensbewegung nicht zu unterst\u00fctzen, wenn &#8222;Ken Jebsen, Lars M\u00e4hrholz und weitere Organisatoren der sogenannten Mahnwachen&#8220; beteiligt sind. Es findet ein innerparteilicher Kampf statt. Wer sich wie verh\u00e4lt, wird in dem Artikel genau registriert.<\/p>\n<p>Es geht bei der Friedens- oder Antikriegsbewegung um klassische B\u00fcndnisse. In ihnen arbeiten unterschiedliche Klassenkr\u00e4fte f\u00fcr ein konkretes B\u00fcndnisziel zusammen. Die B\u00fcndnispartner sind gleichberechtigt. Ihrer Weltanschauung ist mit Toleranz zu begegnen. Sie sind auch frei in ihren sonstigen Anschauungen, sofern sie den B\u00fcndniszweck nicht negativ tangieren. \u201eB\u00fcndnisse sind nicht der Ort, um sich mit der Gesinnungspr\u00fcfung von Leuten zu besch\u00e4ftigen, die einen gemeinsamen Aufruf gegen den Krieg unterschreiben und gegen den Krieg auf die Stra\u00dfe gehen.\u201c Der Artikel schlie\u00dft mit den Worten: \u201eWir bekr\u00e4ftigen die Feststellung Eugen Drewermanns \u201aDer wichtigste Beitrag zur Friedenspolitik lautet: Raus aus der NATO!\u2018 Wir arbeiten und demonstrieren mit allen zusammen, die auch am 8. Mai 2015 darauf bestehen: \u201aNie wieder Faschismus \u2013 Nie wieder Krieg\u2018\u201c<\/p>\n<p><strong>Im gleichen Sinne haben sich andere Autoren ge\u00e4u\u00dfert, deren nachstehend erl\u00e4uternd aufgef\u00fchrte Stellungnahmen zur vertieften Lekt\u00fcre empfohlen werden:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. F\u00dcR EINEN HUMANISTISCHEN GRUNDKONSENS!<\/strong><br \/>\n<strong>Offener Brief an die Organisatoren und Teilnehmer der Erfurter Mahnwache<\/strong><br \/>\n<strong>von Lea Frings, Ken Jebsen, Marsili Cronberg, Pedram Shahyar, Prinz Chaos II. R\u00fcdiger Lenz (25. Mai 2014)<\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/pedram-shahyar.org\/2014\/05\/fur-einen-humanistischen-grundkonsens.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/pedram-shahyar.org\/2014\/05\/fur-einen-humanistischen-grundkonsens.html<\/a><\/p>\n<p>Die Autoren schreiben: \u201eLiebe Organisatoren und Teilnehmer der Erfurter Mahnwache,<br \/>\nDie Montagsmahnwachen bringen seit Wochen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Das ist gut so. Hier beginnt etwas Neues, und wir wollen nicht ewig in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben des 20. Jahrhunderts verharren. Wir gehen gemeinsam nach vorne, in ein w\u00fcrdigeres, friedlicheres und gerechteres 21. Jahrhundert. Unser humanistischer Grundkonsens geht von der \u00dcberzeugung aus, dass die Menschen grunds\u00e4tzlich f\u00e4hig sind, gemeinsam zu einer solidarischen Art des Wirtschaftens, Austausches und Zusammenlebens zu finden. Die freie Entfaltung des Einzelnen ist dabei die Voraussetzung f\u00fcr die freie Entfaltung aller. Unser humanistischer Grundkonsens wird folglich von allen vertreten, die es mit Freiheit, Gerechtigkeit und W\u00fcrde ernst und ehrlich meinen. Es gibt aber auch Menschen, die diesen Grundkonsens solange nicht glaubw\u00fcrdig vertreten k\u00f6nnen, wie sie keinen glaubhaften inneren Wandel vollzogen haben. Organisierte Neonazis, braune Kameradschaften und faschistoide Praktiken haben auf unseren Mahnwachen nichts verloren. Darin sind wir uns sicher einig.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus steht es uns in einer dezentralen Bewegung nicht zu \u2013 und wir haben auch gar keine M\u00f6glichkeit, \u2013 die lokalen Entscheidungen in Erfurt oder anderswo einfach von au\u00dfen zu \u00fcberstimmen. Aber wir haben das Recht unsere Meinung kundzutun:<br \/>\nWeiterlesen: <a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/pedram-shahyar.org\/2014\/05\/fur-einen-humanistischen-grundkonsens.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/pedram-shahyar.org\/2014\/05\/fur-einen-humanistischen-grundkonsens.html<\/a><\/p>\n<p><strong>2. ZUR AUSEINANDERSETZUNG UM DEN \u201eFRIEDENSWINTER 2014\/2915\u201c:<\/strong><br \/>\n<strong>CUI BONO?<\/strong><br \/>\n<strong>von Doris und George Pumphrey, Berlin (12. Februar 2015<\/strong>)<br \/>\n<a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=21076&amp;css=print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=21076&amp;css=print<\/a><\/p>\n<p>Anlass der Stellungnahme ist eine Einlassung von Frank Brendle. Er bezieht sich auf ein Interview, das Ken Jebsen mit Reiner Braun (Sprecher der Kooperation f\u00fcr den Frieden), Lea Frings (Mitglied der neuen Friedensbewegung) und Michael M\u00fcller (ehemaliger Umweltstaatssekret\u00e4r \u2013 SPD) gef\u00fchrt hat. (Hier zu sehen: <a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RY7uR5MuskI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RY7uR5MuskI<\/a>)<br \/>\nDazu schreibt Brendle in einer Email vom 1. Dez. 2014: \u201eSo ungef\u00e4hr ab Minute 13 pl\u00e4diert Lea Frings f\u00fcr einen \u201ekritisch-solidarischen\u201c Umgang mit Nazis. Und gegen ihre Ausgrenzung (\u2026) Da bleib ich doch lieber unsolidarisch\u201c.<br \/>\nDie Autoren halten dagegen: \u201e\u2026 um zu wissen, was Lea meint, gen\u00fcgt es nicht, das Video ab Minute 13 zu sehen. Aus dem Kontext herausgenommen entsteht n\u00e4mlich eine Verk\u00fcrzung, die Leas Meinung verf\u00e4lscht. Es geht Lea offensichtlich nicht um den kritisch-solidarischen \u201aUmgang mit Nazis\u2018 per se. Sie betont, dass es nicht um die Akzeptanz und Respektierung faschistischer Ans\u00e4tze geht, sondern darum, diesen Tendenzen entgegenzuwirken. \u201aWir m\u00fcssen in ihren K\u00f6pfen etwas \u00e4ndern, denn da ist ja offensichtlich in ihrer gesellschaftlichen Sozialisation etwas schief gelaufen\u2018. Sie pl\u00e4diert daf\u00fcr, jene, die von der rechten Ideologie beeinflusst sind, nicht auszuschlie\u00dfen oder zu denunzieren, denn das w\u00fcrde nur zu ihrer weiteren Radikalisierung f\u00fchren. Man m\u00fcsse dem entgegenwirken, indem man \u201akritisch aber solidarisch mit ihnen redet\u2018. Das ist etwas anderes als Franks Verk\u00fcrzung.\u201c<br \/>\nDie Autoren verweisen auf den Aufruf von 60 Prominenten &#8222;Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!&#8220; (<a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2014-12\/aufruf-russland-dialog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2014-12\/aufruf-russland-dialog<\/a>) und schreiben: \u201eMan muss nicht alle Punkte in der politischen Einsch\u00e4tzung in ihrem Aufruf teilen. Aber wer in der Friedensbewegung k\u00f6nnte nicht die Forderungen dieser Prominenten unterschreiben, die Konfrontationspolitik und D\u00e4monisierung Russland zu beenden und den gleichberechtigten Dialog mit der russischen Regierung zu suchen? Und wenn einige von ihnen mit uns auf die Stra\u00dfe gingen, um gegen die Gefahr eines neuen Weltkriegs zu demonstrieren, w\u00fcrden wir uns dann von ihnen distanzieren, sie denunzieren, w\u00fcrden wir der Demonstration fern bleiben? St\u00e4rkt die deutliche Stellungnahme dieser Prominenten nicht unseren Widerstand gegen die Kriegs- und Konfrontationspolitik?<br \/>\nGleichzeitig zelebrieren nicht wenige in der \u201aalten\u2018 Friedensbewegung Distanzierungen von Vertretern der \u201aneuen\u2018 Friedensbewegung, obwohl diese \u2013 im Gegensatz zu einigen Unterst\u00fctzern des Aufrufs der Prominenten \u2013 keine Kriegsverbrechen und massives Unrecht zu verantworten haben. Sie wollen nicht mit Vertretern der \u201aneuen\u2018 Friedensbewegung reden und mit ihnen gegen den Krieg auf die Stra\u00dfe gehen, obwohl sie gemeinsame Forderungen haben. Erinnert ein derartiges Herangehen innerhalb der Friedensbewegung nicht an die Methode der westlichen Kriegstreiber in den internationalen Beziehungen: Denunzierung, Unterstellung und Verweigerung eines fairen Dialogs? Cui bono? Jetzt wo es darauf ankommt, wieder Massen auf die Stra\u00dfe zu bringen, um der Entwicklung Richtung Weltkrieg Einhalt zu gebieten!\u201c<\/p>\n<p><strong>3. WIDER DENUNZIATORISCHE KOMMUNIKATION \u2013 VOLKSFRONT STATT QUERFRONT<\/strong><br \/>\n<strong>Von Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann (16. Januar 2015)<\/strong><br \/>\n<a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.waehlt-gehrcke.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1283:wider-denunziatorische-kommunikation-volksfront-statt-querfront&amp;catid=108:hintergrundmaterialien&amp;Itemid=168\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.waehlt-gehrcke.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1283:wider-denunziatorische-kommunikation-volksfront-statt-querfront&amp;catid=108:hintergrundmaterialien&amp;Itemid=168<\/a><\/p>\n<p>Die Autoren fordern eine kritische Auseinandersetzung mit Aktionen der Friedensbewegung, ihren Schw\u00e4chen, ihren Forderungen und Tr\u00e4gern, Tr\u00e4gerinnen. Sie schreiben: \u201eIm Fr\u00fchjahr und Sommer haben sich in fast 90 St\u00e4dten Tausende in Montagsmahnwachen f\u00fcr Frieden engagiert, Menschen mit ganz unterschiedlichen Weltbildern. Mancherorts haben Rechte versucht, diese Bewegungen zu beeinflussen, auch zu dominieren. Das kennen wir von den Hartz IV-Protesten. Umso erstaunlicher, dass der Parteivorstand der LINKEN bereits im Mai 2014 genau wusste, dass sich in den Montagsmahnwachen \u201eRechtspopulisten, Nationalisten, Verschw\u00f6rungstheoretiker und Antisemiten\u201c tummeln, die \u201erechtspopulistische Welterkl\u00e4rungsmuster und \u201aQuerfront\u2019-Strategien salonf\u00e4hig\u201c machen wollen. Das ganze Programm also an Anklagepunkten, die aus der Geschichte kommunistischer Bewegungen nur allzu bekannt sind, aktualisiert um \u201eAntisemitismus, Rassismus und Homo-\/Transfeindlichkeit.\u201c (Beschluss-Nr: 2014\/215 v. 25.\/26.Mai 2014)\u201c.<br \/>\nDie Autoren wenden sich ganz entschieden gegen denunziatorische Z\u00fcge, mit der die Auseinandersetzung um die neue Friedensbewegung in linken Kreisen gef\u00fchrt wird, wof\u00fcr sie zahlreiche Zitate anf\u00fchren, die sie als polemische Personalisierungen oder L\u00fcgen dechiffrieren.<\/p>\n<p><strong>4. NEIN ZU KRIEG UND KONFRONTATION<\/strong><br \/>\n<strong>Die Friedensbewegung \u2013 zerstritten, gespalten, zergliedert<\/strong><br \/>\n<strong>Von Wolfgang Bittner (21. Januar 2015)<\/strong><br \/>\n<a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201501213392\/globales\/kriege\/nein-zu-krieg-und-konfrontation.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.hintergrund.de\/201501213392\/globales\/kriege\/nein-zu-krieg-und-konfrontation.html<\/a><\/p>\n<p>Der \u201eFriedenswinter 2014\/2015\u201c mit der Demonstration im Dezember vor dem Schloss Bellevue steht nach Ansicht des Autors in der langen Tradition der einst m\u00e4chtigen Friedensbewegung. Daneben gebe es die Mahnwachen oder Montagsdemonstrationen. Dabei gehe es gegen die Versch\u00e4rfung des Krieges in der Ukraine, gegen die Aussp\u00e4hung der Bev\u00f6lkerung durch die US-amerikanische National Security Agency (NSA) und auch gegen die Einseitigkeit der Medien gehe. Da \u201enicht wenige Demonstranten unter dem Motto \u201aBei uns gibt es alle Farben\u2018 ganz offensichtlich der rechten Szene an(geh\u00f6rten)\u201c, h\u00e4tten VVN\/BdA, die Partei Die Linke und Gewerkschaften vor einer Teilnahme gewarnt. Hier drohe, so Wolfgang Bittner, \u201eeine Spaltung der Friedensbewegung, weil an den Montagsdemonstrationen in den verschiedenen Orten Pazifisten, Ostermarschierer, Linke, Sozialdemokraten oder Gewerkschafter teilnehmen, was ihnen dann zum Vorwurf gemacht wird.\u201c<br \/>\nDie Menschen litten unter der Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Das mache sich unreflektiert Luft in einer Bewegung wie der Pegida, die nichts mit der Friedensbewegung zu tun habe. Es sei eine brandgef\u00e4hrliche Situation entstanden. Aber dadurch \u00e4ndere sich nichts, denn, so Bittner: \u201eDie Demonstranten fordern nicht ihre in der Verfassung verb\u00fcrgten Rechte ein, sondern sie verlangen ein starkes Deutschland ohne Islam, sie wenden sich gegen Menschen, denen es noch schlechter geht als ihnen. Und die Politiker fragen bisher nicht nach den Motiven so einer Protestbewegung, sie ignorieren zum Beispiel die Ursachen der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me aus den zerst\u00f6rten L\u00e4ndern (zerst\u00f6rt von wem und warum?)\u201c.<br \/>\nEs werde in letzter Zeit mehr und mehr ehrabschneiderisch gegen Menschen polemisiert, die sich f\u00fcr Frieden und gegen Militarisierung wenden. \u201eDa sollen offensichtlich auch kritische Publizisten zum Schweigen gebracht werden, indem man ihnen durch Diffamierungen die Existenz entzieht.\u201c Bittner h\u00e4lt dagegen: \u201eIst jemand ein Antiamerikaner, Verschw\u00f6rungstheoretiker, Putinversteher, Querfrontler oder was auch immer, wenn er die Frage stellt: M\u00fcssen wir, die wir f\u00fcr Frieden eintreten, jemanden ma\u00dfregeln, der neben uns \u201eundifferenziert\u201c, \u201eeinseitig\u201c, \u201eplatt\u201c oder \u201esimpel\u201c gegen die Ungeheuerlichkeiten demonstriert, die uns geboten werden? Wer will hier wem das verb\u00fcrgte Recht zu demonstrieren aberkennen, soweit nicht offensichtlich gegen die Grunds\u00e4tze der Verfassung versto\u00dfen wird? Ich bin kein Meinungsw\u00e4chter in einer Atmosph\u00e4re gesch\u00fcrter Terrorismushysterie, die offensichtlich von den eigentlichen Problemen unserer Gesellschaft ablenken soll.\u201c<br \/>\nBittner stellt sich jeglicher Form von Gewalt entgegen und distanziert sich von Mitdemonstranten, die neonazistische, menschenverachtende Ansichten vertreten. Doch er ist bereit, \u201emit Mitdemonstranten dar\u00fcber zu diskutieren, ob sich die israelische Regierung v\u00f6lkerrechtswidrig verh\u00e4lt, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist, ob das Schlagwort von der \u201aWillkommenskultur\u2018, nur die Phrase einer saturierten Politikerkaste und ihrer Sprachrohre ist und ob sich die deutsche Politik nicht gegen das aggressive, verbrecherische Machtstreben US-amerikanischer Wirtschaftseliten abgrenzen m\u00fcsste.\u201c Es sei \u201ean der Zeit, dass Millionen auf die Stra\u00dfe gingen, alle, die intellektuell oder intuitiv begriffen haben, worum es geht: Um die Bewahrung des akut gef\u00e4hrdeten Friedens.\u201c<\/p>\n<p><strong>5. WIRD DIE NEUE FRIEDENSBEWEGUNG MIT IHREM PROTEST GEGEN MILITARISIERUNG DER POLITIK UND KONKRET GEGEN DIE KRIEGERISCHE AUSEINANDERSETZUNG IN DER UKRAINE DURCHHALTEN UND EIN ANGEMESSENES ECHO FINDEN?<\/strong><br \/>\n<strong>Verantwortlich: Albrecht M\u00fcller (23. Januar 2015)<\/strong><br \/>\n<a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24712#more-24712\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24712#more-24712<\/a><\/p>\n<p>Die Diffamierung der Proteste des vergangenen Jahres inklusive der Friedensdemonstrationen vom 13.12.2014 (\u201eFriedenswinter\u201c) war nach Ansicht des Autors machtvoll und erfolgreich. \u201eSie hat Kreise erreicht, die fr\u00fcher zur Friedensbewegung z\u00e4hlten und die man landl\u00e4ufig als links und linksliberal einstufen k\u00f6nnte. Diesen Eindruck gewann ich bei Freunden aus der fr\u00fcheren Friedensbewegung, die an den neuen Versuchen des Protestes zweifelten, u.a., weil sie im Blatt, dem sie seit Jahrzehnten vertrauen, in der Frankfurter Rundschau, <a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/demonstration-vor-dem-schloss-bellevue-allianz-der-antiliberalen,1472602,29311966.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">am 12.12.2014 dieses lasen<\/a>: \u201eDie sogenannte Friedensbewegung eint die Ablehnung der liberalen Gesellschaft\u201c; sie f\u00e4nde ihren Nachwuchs unter \u201eRechtspopulisten, Nationalisten, Verschw\u00f6rungstheoretikern und Antisemiten\u201c Eine derartige Agitation hat nach meinem Eindruck viele potentiellen Unterst\u00fctzer einer neuen Friedensbewegung erreicht. Albrecht M\u00fcller<\/p>\n<p><strong>Ein besonderer Schwachpunkt der Friedensbewegung ist die Tendenz, auf Abstand zu den von den NATO-M\u00e4chten angegriffenen Regierungen zu gehen. Daher werden zur Rolle Russlands in der Weltpolitik noch folgende Analysen dokumentiert:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. RUSSLAND: \u201eIMPERIALISTISCHES LAND\u201c ODER WIDERPART DES IMPERIALISMUS ?<\/strong><br \/>\n<strong>Von Klaus Hartmann<\/strong><br \/>\nAus: \u201eFreidenker\u201c Nr. 4-2014, S. 44-56<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2895\">https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2895<\/a><\/p>\n<p><strong>2. ABSTAND ZU RUSSLAND HEISST UNTERST\u00dcTZUNG<\/strong><br \/>\n<strong>DES EIGENEN IMPERIALISMUS<\/strong><br \/>\n<strong>Von Kommunistische Arbeiterzeitung (Dezember 2014<\/strong><br \/>\n<a title=\"Hyperlink zu einer externen Webseite\" href=\"http:\/\/www.kaz-online.de\/artikel\/aequidistanz-zu-russland-heisst-unterstuetzung-des-eigenen-imperialismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.kaz-online.de\/artikel\/aequidistanz-zu-russland-heisst-unterstuetzung-des-eigenen-imperialismus<\/a><\/p>\n<p><strong>3. NATO &#8211; WELTMACHTPOLITIK UND SCHWELLENL\u00c4NDER.<\/strong><br \/>\n<strong>Gibt es eine neue Systemkonfrontation zwischen staatsmonopolistischem Kapitalismus und Staatskapitalismus?<\/strong><br \/>\n<strong>Von Klaus von Raussendorff<\/strong><br \/>\nAus: Frieden statt Nato, Beilage von \u201ejunge Welt\u201c vom 10.01.2015<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3023\">https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3023<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: pixabay.com \/ User: geralt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbands, Klaus Hartmann, analysiert im n\u00e4chsten \u201eFreidenker\u201c (Nr. 1-2015) den Zustand der Friedensbewegung.<br \/>\nDer Artikel schlie\u00dft mit den Worten: \u201eWir bekr\u00e4ftigen die Feststellung Eugen Drewermanns \u201aDer wichtigste Beitrag zur Friedenspolitik lautet: Raus aus der NATO!\u2018 Wir arbeiten und demonstrieren mit allen zusammen, die auch am 8. Mai 2015 darauf bestehen: \u201aNie wieder Faschismus \u2013 Nie wieder Krieg\u2018\u201c<br \/>\nIm gleichen Sinne haben sich andere Autoren ge\u00e4u\u00dfert, deren erl\u00e4uternd aufgef\u00fchrte Stellungnahmen zur vertieften Lekt\u00fcre empfohlen werden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3745,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[341,13],"tags":[512,43,690,404,686,704,56,342,705],"class_list":["post-3018","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-freidenker-brief","category-frieden-antifaschismus-solidaritaet","tag-antisemitismus","tag-friedensbewegung","tag-friedenswinter","tag-imperialismus","tag-mahnwachen","tag-militarisierung","tag-nato","tag-querfront","tag-schwellenlaender"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/peace-dove-588081_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-MG","jetpack-related-posts":[{"id":3010,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3010","url_meta":{"origin":3018,"position":0},"title":"Freidenker-Brief 3-2015: 8. 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