{"id":297,"date":"2010-03-17T14:16:39","date_gmt":"2010-03-17T13:16:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=297"},"modified":"2018-02-18T15:45:31","modified_gmt":"2018-02-18T14:45:31","slug":"die-energieversorgung-der-zukunft-nachhaltig-oder-nuklear","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=297","title":{"rendered":"Die Energieversorgung der Zukunft \u2013 nachhaltig oder nuklear?"},"content":{"rendered":"<p><em>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=726\">&#8222;Freidenker&#8220; Nr. 1-10 M\u00e4rz 2010<\/a>, S. 23-28, 69. Jahrgang<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Von Gert Blumenthal\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<h2><strong>Einleitung<\/strong><\/h2>\n<p>In dieser Arbeit wird der Leser vorrangig auf eine meist vernachl\u00e4ssigte Eigenheit einer Gro\u00dftechnik, n\u00e4mlich ihre Komplexit\u00e4t, orientiert.<br \/>\nDie komplexe Beurteilung der Atomenergie ist schwierig, weil das einerseits ein gewisses Fachwissen voraussetzt, andererseits komplexes Denken neu und darum ungewohnt ist. Wir sind durch die klassische Physik nicht vorbereitet f\u00fcr das Verstehen der Komplexit\u00e4t.<br \/>\nF\u00fcr die an der Atomenergie materiell Interessierten sowie f\u00fcr atomtechnisch ausgebildete Naturwissenschaftler und Energetiker ist eine komplexe Betrachtung ihres Gesch\u00e4ftes zudem unerw\u00fcnscht, weil dabei auch die gef\u00e4hrlichen Seiten der Atomenergie offengelegt werden, was die Bev\u00f6lkerung gegen diese Technik mobilisieren kann.<br \/>\nVerantwortungsbewusste Wissenschaftler m\u00fcssen aufkl\u00e4ren und den von Interessenverb\u00e4nden und bestimmten Politikern erzeugten Nebelvorhang f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit durchsichtig machen. Hieraus erhellt sich der eminent politische Charakter des Widerstands gegen die Atomenergie.<\/p>\n<h2><strong>Atomkraftwerke: Nukleare Risiken \u2013 technische<\/strong><\/h2>\n<p>In Werbepublikationen werden die Vorz\u00fcge der Atomenergietechnik unabl\u00e4ssig hervorgehoben, deren belastende Auswirkungen aber gerne verschwiegen. Dazu geh\u00f6ren<br \/>\nu. a. der betr\u00e4chtliche Wasserbedarf von Atomkraftwerken, der in D\u00fcrreperioden schon mehrfach zu Leistungsdrosselungen und sogar Abschaltungen gezwungen hat. In einer Zeit zunehmender Wasserknappheit ist ein hoher Wasserbedarf nicht gerade eine Empfehlung f\u00fcr eine als \u201ezukunftsf\u00e4hig\u201c angepriesene Technologie. Gef\u00e4hrlich f\u00fcr Einrichtungen der Atomenergietechnik sind Erdbebensch\u00e4den, wie erst j\u00fcngst in Japan am weltgr\u00f6\u00dften Atomkraftwerk Kashiwasaki-Kariwa eingetreten. Gesundheitsrelevant ist die von Wiederaufarbeitungsanlagen ausgehende, schon mehrfach nachgewiesene radioaktive Umweltverseuchung, was besonders Sellafield und La Hague seit Jahren demonstrieren. Von Sellafield in die Irische See geleitetes Plutonium wurde bereits vor der K\u00fcste Norwegens detektiert, und eine Bioakkumulation dieses radioaktiven Schwermetalls in Meeresorganismen ist absehbar, was dessen Eintritt in die menschliche Nahrungskette bedeutete.<br \/>\nSchon vor Windscale (1957) behaupteten Nuklearexperten, Atomenergietechnik sei sicher und befinde sich voll unter Kontrolle. Diese Beteuerungen wurden stereotyp wiederholt \u2013 vor Tscheljabinsk (1957), vor Harrisburg (1979), vor Tschernobyl (1986), vor Tokai Mura (1997 und 1999) bis heute. Die Atomtechnikanh\u00e4nger werden sich auch durch den Beinahe-GAU im Vattenfall-Atomkraftwerk Forsmark-1 (Schweden) im Juli 2006 kaum beirren lassen, obwohl die dortige Havarie den Vorf\u00e4llen in Biblis B und Isar 2 (Februar bzw. M\u00e4rz 2004) in auffallender Weise \u00e4hnelt. \u201eSieben Minuten sp\u00e4ter und der Prozess, der zur Kernschmelze gef\u00fchrt h\u00e4tte, w\u00e4re nicht mehr aufzuhalten gewesen. Das w\u00e4re der schlimmste Unfall seit Tschernobyl geworden\u201c (H\u00f6gelund, ehemaliger Reaktorsicherheitsverantwortlicher in Forsmark). All das sind Irregularit\u00e4ten, die sich zu einer globalen Bedrohung summieren, k\u00e4me es zu einer Proliferation der Atomenergietechnik.<br \/>\nDer belorussische Botschafter in Deutschland berichtete: \u201eDas Reaktorungl\u00fcck hatte f\u00fcr uns besonders schlimme Folgen. Wir bekamen 70 Prozent des radioaktiven Fallouts ab und verloren durch ihn praktisch ein Viertel unseres Territoriums. \u2026Belarus hat \u202617 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Etwa 137.000 Menschen wurden umgesiedelt, es wurden 66.000 H\u00e4user in 239 Orten errichtet\u2026\u201c<br \/>\nZu der Chronologie nuklearer \u201eZuverl\u00e4ssigkeit\u201c geh\u00f6ren auch die Milliardenflops des Typs \u201eSchneller Br\u00fcter\u201c. Von den neun in den vergangenen drei\u00dfig Jahren gebauten Brutreaktoren (Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Japan, UdSSR) wurden acht aus verschiedenen Gr\u00fcnden schon vor dem Jahr 2000 stillgelegt \u2013 was zeigt, dass sich hochkomplexe technische Systeme langfristig kaum beherrschen lassen.<br \/>\nAngesichts der Pannengeschichte der Atomenergietechnik kann Bedenkenlosigkeit hinsichtlich einer Atomenergie-Globalisierung im g\u00fcnstigsten Falle als Erfahrungsresistenz verstanden werden!<br \/>\nDer Erfinder des Kugelhaufenreaktors Kugeler schrieb zu den inh\u00e4renten Risiken der in Deutschland betriebenen Leichtwasserreaktoren: \u201eIm Gegensatz hierzu (dem Deutschen Atomgesetz, G. B.) kann es bei derzeitigen Reaktoren mit einer wenn auch sehr kleinen Wahrscheinlichkeit zum Schmelzen des Reaktorkerns und damit dann auch zur Freisetzung von gro\u00dfen Mengen an Radioaktivit\u00e4t in die Umwelt kommen.\u2026 Gleichzeitig bilden sich durch Reaktion des Zirkons der Brennstabh\u00fcllen mit Wasserdampf gro\u00dfe Wasserstoffmengen unter Freisetzung von zus\u00e4tzlicher exothermer Reaktionsw\u00e4rme.\u201c<br \/>\nAtomenergiebetreiber betonten mehrfach, dass eine Katastrophe wie die in Tschernobyl in deutschen Atomkraftwerken nicht m\u00f6glich sei (eine \u00e4hnliche Aussage wird wiederholt nach der Forsmark-Havarie). Das ist nicht ganz falsch, denn in graphitfreien Reaktoren k\u00f6nnen keine Graphitbr\u00e4nde ausbrechen.<br \/>\nPeinlich, wenn zuweilen behauptet wird, die Atomenergietechnik selbst sei doch sicher, denn fast alle Havarien seien durch menschliches Versagen hervorgerufen worden. Vertretern dieser Ansicht ist offensichtlich nicht gel\u00e4ufig, dass Mensch und Technik ein einheitliches komplexes System bilden. In derartigen Systemen kann die Rolle des Menschen unbewusst dominant sein, was infolge der menschlichen Wesenseigenschaften das System unberechenbar werden l\u00e4sst. Also muss die Technik an den Menschen so adaptiert sein, dass menschliches Versagen niemals zu weitreichenden lebensbedrohlichen Katastrophen mit Langzeitfolgen f\u00fchren kann.<br \/>\nDer naturgegebenen Unsicherheit des Lebens muss die Technik der Zukunft Rechnung tragen. Unsere Welt wird enger, weil die Bev\u00f6lkerung weiter w\u00e4chst, die Landfl\u00e4che aber allgemein abnimmt (infolge Anstieg des Meeresspiegels), insbesondere die landwirtschaftlich nutzbare Fl\u00e4che (infolge Erosion, Versteppung, Desertifikation, Betonierung). Politische und soziale Konfrontationen werden vermutlich um sich greifen. Die k\u00fcnftige Technik darf keinesfalls die ohnehin unabwendbaren Kritikalit\u00e4ten komplexer Systeme noch verst\u00e4rken \u2013 so, wie es die Atomtechnik tut, die riskanteste aller Energietechniken.<br \/>\nEs gibt keine einzige andere Technik, die ein relativ harmloses menschliches oder technisches Versagen, h\u00e4ufig eng verflochten miteinander, derart brutal ahndet und dann so verheerende, hunderttausende Menschen betreffende Katastrophen ausl\u00f6sen kann, deren Folgen nicht haltmachen vor L\u00e4ndergrenzen. Atomenergietechnik ist st\u00f6rungsallergisch.<br \/>\nDoch nicht nur infolge Havarien sind Atomenergieanlagen gef\u00e4hrlich. Schon im Normalbetrieb verseuchen sie alle Kompartimente mit Radioaktivit\u00e4t. Z. B. wird Tritium, ein radioaktives Gas, auch durch Atomkraftwerke in die Atmosph\u00e4re emittiert. Dieses Wasserstoffisotop 3H kann das Protium 1H der Biomolek\u00fcle durch Isotopenaustausch leicht ersetzen, was im Falle des Wassers infolge dessen Allgegenwart und biologischer Bedeutung schwer wiegt.<br \/>\nEin weiteres von Atomenergieanlagen emittiertes Radionuklid ist Krypton-85, das als Edelgas nicht zur\u00fcckgehalten werden kann, und dessen Konzentration infolgedessen in der Atmosph\u00e4re seit Jahrzehnten kontinuierlich ansteigt.<br \/>\nRadioaktive Kontaminationen sind zun\u00e4chst meist unmerklich, und gesundheitliche Folgesch\u00e4den treten erst verz\u00f6gert auf, so dass die Betreiber daf\u00fcr alle m\u00f6glichen Ursachen verantwortlich machen, die kausalen Zusammenh\u00e4nge vernebeln und ihre eigene Verantwortung bestreiten k\u00f6nnen.<br \/>\nDie bisher ernsteste Warnung, da\u00df es noch immer unbekannte Mechanismen der Gesundheitssch\u00e4digung durch die Atom-<br \/>\nenergietechnik gibt, liefert die Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters (KiKK), wonach in Deutschland eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Inzidenz von Kinderleuk\u00e4mie und der N\u00e4he des Wohnorts zu einem Atomkraftwerk gefunden wurde. Im Umkreis von Photovoltaik- oder Wind-Kraftwerken sind derartige Zusammenh\u00e4nge ausgeschlossen.<br \/>\nNach Tschernobyl sollten Atomkraftwerke nicht zu nahe an Siedlungen oder Fl\u00fcssen stehen. Dort betr\u00e4gt die Sperrzone 2.800 km2 (30 km Radius); das gesamte belastete Gebiet ist gr\u00f6\u00dfer als die Schweiz. AKWs d\u00fcrften auch nicht in tektonisch labilen Gebieten errichtet werden, wie z. B. Japan \u2013 mit den f\u00fcr Atomkraftwerke wahrscheinlich gef\u00e4hrlichsten geologischen Bedingungen auf der Welt. Zu all den anderen Problemen von Atomkraftwerken kommt also noch das Standortproblem hinzu. (siehe Gef\u00e4hrdungsatlas der Deutschen Umweltstiftung)<\/p>\n<h2><strong>Nukleare Risiken \u2013 politische<\/strong><\/h2>\n<p>Atomkraftwerke sind attraktive Ziele f\u00fcr Anschl\u00e4ge. Diese Binsenweisheit hat bereits in mehreren Institutionen \u00dcberlegungen hinsichtlich Schutzma\u00dfnahmen ausgel\u00f6st. Diskutiert wurden: Schutzmauern und -t\u00fcrme rund um Atomkraftwerke, Flugabwehrraketen (bei der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague verwirklicht!), Vernebelungsaggregate usw. Am weitesten gehen Vorstellungen, Atomkraftwerke k\u00fcnftig unter die Erde zu verlegen (!).<br \/>\nDas \u00d6ko-Institut kommt zu dem Schluss, dass das \u00e4lteste deutsche Atomkraftwerk, Biblis A, nur unzureichend gegen abst\u00fcrzende Flugzeuge gesch\u00fctzt sei. Die Betonkuppel \u00fcber dem Sicherheitsbeh\u00e4lter sei so d\u00fcnn, dass sie auch dem Absturz kleinerer Maschinen nicht standhalten k\u00f6nne, ebensowenig wie bei Brunsb\u00fcttel, Isar 1 und Philippsburg 1. Bei einem GAU in Biblis A sei zu bef\u00fcrchten, dass die Bev\u00f6lkerung auf einer Fl\u00e4che bis zu 10.000 km\u00b2 (Radius etwa 60 km) evakuiert werden m\u00fcsse und in diesem Fall nicht nur St\u00e4dte im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch Berlin, Paris und Prag bedroht seien. Die Reaktor-Sicherheitskommission sieht das \u00e4hnlich.<\/p>\n<h2><strong>Die Rohstoffversorgung<\/strong><\/h2>\n<p>Uran ist das Mutterelement einer nat\u00fcrlichen radioaktiven Zerfallsreihe, zu der auch das radioaktive Edelgas Radon-222 geh\u00f6rt. Der Uranbergbau ist eine besonders schwerwiegende Verletzung der Erdkruste. Aus einer Uranerzgrube und den dazugeh\u00f6rigen Erzaufbereitungsanlagen und Halden entweichen Str\u00f6me radioaktiven Radons. Die Grubenarbeiter, ob in Australien, in Kanada oder im Kongo \u2013 fast ausschlie\u00dflich Indigenas \u2013 stehen inmitten einer verw\u00fcsteten Natur, Tag f\u00fcr Tag radioaktive St\u00e4ube und Radon inhalierend. Wind und Wasser verbreiten das lungeng\u00e4ngige Feinstkorn des Haldenmaterials weit \u00fcber Land. Strahlenexperten sehen heute in Radon die Hauptquelle der nat\u00fcrlichen Radioaktivit\u00e4tsbelastung des Menschen.<br \/>\nBeim gegenw\u00e4rtigen Nutzungsstand wird die Reichweite von preiswertem Uran auf etwa vierzig Jahre gesch\u00e4tzt. Diese Reichweite schrumpft mit der zunehmenden Anzahl der AKWs. Wollte man die Energieversorgung der Welt auf Atomenergie umstellen, brauchte man 4000 neue Atomkraftwerke.<br \/>\nDer \u00d6ffentlichkeit wird verschweigen, wie Atomenergetik betrieben werden soll, wenn die Uranvorr\u00e4te zu Ende gehen. Die Betreiber m\u00fcssten dann n\u00e4mlich eingestehen, dass sie f\u00fcr diesen Fall ohne Schnellen Br\u00fcter und Wiederaufarbeitungsanlagen \u2013 d. h. ohne die weiter risikoerh\u00f6hende Plutoniumwirtschaft \u2013 nicht auskommen, was Strompreiserh\u00f6hungen nach sich z\u00f6ge. So sehen das selbst atomenergiefreundliche Technologen: \u201eNur ein geschlossener Brennstoffkreislauf bei Leichtwasserreaktoren und der verst\u00e4rkte Einsatz Schneller Brutreaktoren mit Brennstoffkreislauf l\u00e4sst Atomenergie eine echte langfristige Energiequelle sein\u201c.<br \/>\nInternationale Konfrontationen werden sich entwickeln, wenn die Verknappung der Uranressourcen allgemein sp\u00fcrbar wird. Was die Welt dann zu bef\u00fcrchten hat, wird ihr seit Jahren unter dem Slogan \u201eNation building\u201c in Afghanistan und Irak vor Augen gef\u00fchrt. Unter Ber\u00fccksichtigung all dessen denkt und handelt unverantwortlich, wer mit dem Wachstum der Bev\u00f6lkerungsdichte weltweit die Fl\u00e4chendichte an Atomkraftwerken erh\u00f6hen will, wodurch die \u00f6kologische Belastungsdichte zun\u00e4hme, und das auch in Regionen, die ein hohes Konfrontationspotenzial und eine traditionell geringe technische Tradition aufzuweisen haben.<br \/>\nIm Gegensatz zur Atomenergietechnik gibt es bei keiner der \u00d6koenergien derartig lebensbedrohende Zusammenh\u00e4nge. \u00d6ko-energiewandler und die damit verbundene Infrastruktur sind st\u00f6rungstolerant. \u00d6ko-energien wirken potenziell politisch entspannend \u2013 sie sind unersch\u00f6pflich, \u00fcberall verf\u00fcgbar und lassen sich kaum monopolisieren.<\/p>\n<h2><strong>Atomenergietechnik und Nachhaltigkeit\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p>Die weltweite Verbreitung von Atomkraftwerken f\u00fchrt dazu, dass den kommenden Generationen, ohne dass diese sich wehren k\u00f6nnen, alle nuklearen Risiken aufgeb\u00fcrdet werden. Atomenergie, ob friedlich, ob milit\u00e4risch, ist eine Kriegserkl\u00e4rung an die Zukunft, bei der der Adressat stumm bleiben muss.<br \/>\nDie Atomdebatte hat ein neues Moment zutage gef\u00f6rdert, das allerdings noch zu wenig beachtet wird, weil es f\u00fcr alle bisherige Technik nicht existierte: Eine in die ferne Zukunft reichende Verantwortung f\u00fcr die dann lebenden Generationen. Diese sind zu sch\u00fctzen vor dem unsachgem\u00e4\u00dfen Umgang mit den radioaktiven Hinterlassenschaften, die selbst in zehntausend Jahren ihre Gef\u00e4hrlichkeit nicht verloren haben: Die wichtigsten bei der Kernspaltung entstehenden Nuklide weisen Abklingzeiten zwischen 105 und 1011 Jahren auf.<br \/>\nEs ist nicht trivial, f\u00fcr die Menschen der fernen Zukunft warnende Botschaften zu formulieren, die dann noch verstanden werden. Das liegt nicht nur an der mangelnden Langzeitstabilit\u00e4t der Informationstr\u00e4ger, sondern auch an den Wandlungen der Sprache. Selbst bei Kontinuit\u00e4t der gesellschaftlichen Entwicklung seien nach 10.000 Jahren nur noch 12 % des anf\u00e4nglichen Grundwortschatzes vorhanden.<br \/>\nF\u00fcr raffiniert halten es die Bef\u00fcrworter der Atomenergietechnik, den Begriff der \u201eNachhaltigkeit\u201c f\u00fcr sich zu reklamieren. Sie missbrauchen die Tatsache, dass ein Atomreaktor direkt kein CO2 emittiert, daf\u00fcr, die gesamte Infrastrukturlinie (Uranbergbau, Abbau der Altanlage, Endlagerung) als klimafreundlich darzustellen, obwohl diese vollst\u00e4ndig fossilenergetisch, also CO2-emittierend, betrieben wird. Aber selbst bezogen allein auf den Reaktor ist diese Argumentation eine Halbwahrheit, denn der Anteil der nuklearen Elektroenergie (und nur diese ist in der Lage, C-st\u00e4mmige Prim\u00e4renergie zu substituieren) an dem Welt-Endenergieverbrauch betr\u00e4gt rund 2 % \u2013 als CO2-Minderungspotenzial uninteressant.<br \/>\nZum Verh\u00e4ltnis von Nachhaltigkeit und Atomenergie sei die 2003 erschienene Stellungnahme des WBGU (\u201eWissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltver\u00e4nderungen\u201c) zitiert: \u201eEin nachhaltiges Energiesystem sollte auf Technologien beruhen, deren Betrieb im \u201eNormalbereich\u201c der Umweltrisiken liegt. Die Atomenergie kollidiert mit diesen Anforderungen insbesondere durch intolerable Unfallrisiken und ungekl\u00e4rte Abfallentsorgung sowie wegen der Risiken durch Proliferation und Terrorismus.\u201c<br \/>\nUnd in einer neueren WBGU- Publikation wird fortgesetzt: \u201eWeil die Nutzung der Atomenergie mit nicht akzeptablen Risiken verbunden ist, empfiehlt der WBGU, diese auslaufen zu lassen.\u201c<br \/>\nDie Menschen in der Dritten Welt haben von der Atomenergie nichts zu erhoffen. Etwa zwei Milliarden Menschen leben noch immer ohne Stromversorgung. Das hat sich trotz f\u00fcnfzig Jahren Atomenergie nicht ge\u00e4ndert \u2013 nicht verwunderlich, denn mit der Energieversorgung von Notleidenden ist kaum Profit zu machen.<br \/>\nEine weltweite, bedarfsdeckende Installierung der Atomenergie w\u00fcrde die Verwirklichung einer zukunftsf\u00e4higen Solar-energiebasis langfristig blockieren. Und umgekehrt: Der Einsatz f\u00fcr den Ausbau der \u00d6koenergien hat nur dann Zukunftsaussichten, wenn eine \u00f6koenergetische Vollversorgung das Ziel ist. Das w\u00e4re einer der wirksamsten Schritte, um die Menschheit von der Atomenergie zu befreien.<\/p>\n<h2><strong>Atomenergie und Klimaschutz<\/strong><\/h2>\n<p>Es ist bemerkenswert, dass die internationale Klimaforschung trotz des gro\u00dfen psychologischen Drucks durch die CO2-Emissionen eindeutig erkl\u00e4rt hat, dass sie in der Atomenergie \u2013 als nicht nachhaltig \u2013 keine Option f\u00fcr die Zukunft sieht.<br \/>\nRahmstorf und Schellnhuber schreiben dazu: \u201eEine Erh\u00f6hung dieses Anteils in den kommenden 30 Jahren, bei wachsendem Energiebedarf und alterndem Reaktorbestand, w\u00fcrde den Bau von vielen hunderten neuer Atomkraftwerke erfordern \u2013 eine weder realistische noch w\u00fcnschenswerte Option. Haupts\u00e4chlich aufgrund der Risiken, die mit einer weltweiten Verbreitung von Reaktortechnologien (u. a. in die Krisengebiete des Mittleren Ostens, Afrikas und Lateinamerikas) verbunden w\u00e4ren, scheint hier eine langfristige Null-Leitplanke angemessen. Tats\u00e4chlich ist das Klima-Energie-Problem auch ohne Atomstrom zu l\u00f6sen.\u201c<br \/>\nIn der Publikation \u201eDer UN-Weltklimareport\u201c von 2007 untersuchen einige Autoren die Bedeutung der Atomenergie f\u00fcr den Klimaschutz. In weitgehender \u00dcbereinstimmung (Ausnahme: Ministerin Annette Schavan) gelangen sie zu Schl\u00fcssen, die den oben zitierten nahezu gleichen.<\/p>\n<h2><strong>Die \u201efriedliche Nutzung\u201c und die Bombe<\/strong><\/h2>\n<p>Der Bau von Atomwaffen war stets der Motor f\u00fcr die prim\u00e4re Entwicklung jeglicher Atomtechnik. Belege hierf\u00fcr sind Indien, Pakistan, Israel sowie die \u00c4ngste vor den potenziellen Atomm\u00e4chten Nordkorea und Iran. Die diesbez\u00fcglichen Entwicklungen in diesen L\u00e4ndern bezeugen die Wirkungslosigkeit internationaler Kontrolle.<br \/>\nDie zivile Nutzung der Atomenergie schafft stets eine Infrastruktur, die die Produktion von Atomwaffen und deren Verbreitung in hohem Ma\u00dfe beg\u00fcnstigt. Die sogenannte \u201efriedliche Nutzung\u201c ist eine Illusion und selbst bei Atomenergiebef\u00fcrwortern ehrlichen Herzens nur ein hartn\u00e4ckiger Wunschtraum. Es mutet praxisfern an, wenn nach den desillusionierenden Erfahrungen der letzten Jahrzehnte \u00fcberzeugte Atomwaffengegner f\u00fcr die Globalisierung der Atomenergie eintreten.<br \/>\nAn kaum einem anderen Brennpunkt der gesellschaftlichen Entwicklung kommt in der Auseinandersetzung \u00fcber die Atomenergie derart eindeutig zum Ausdruck, dass Entscheidungen in dieser Frage nicht in erster Linie wissenschaftlich-technisch, sondern politisch begr\u00fcndet sind. Die Auseinandersetzungen um die Zukunftsenergie werden immer mehr zu einem wichtigen Teilbereich des aktuellen politischen Kampfes.<br \/>\nEs gibt hinsichtlich der Atomenergietechnik keine Garantie, weder, dass sie unfallfrei funktioniert, noch, dass Niedrigdosenstrahlung harmlos ist und schon gar nicht, dass milit\u00e4rischer Missbrauch oder terroristische Anschl\u00e4ge zu verhindern sind. Weil von der nun einmal mit der Atomenergie<br \/>\nnaturgesetzlich verbundenen Radioaktivit\u00e4t schwer einsch\u00e4tzbare gesundheitliche Langzeitwirkungen drohen, ist zu fordern:<br \/>\nH\u00e4nde weg von dieser Energietechnik!<\/p>\n<p><em>Der Artikel von Gert Blumenthal ist eine stark gek\u00fcrzte Fassung. Interessenten an der aktualisierten Originalfassung (14 Seiten mit umfangreicher Literaturliste)<br \/>\nsenden bitte eine Nachricht an die E-Mail-Adresse: <a href=\"mailto:Gert.blumenthal@googlemail.com\">Gert.blumenthal@googlemail.com<\/a>\u00a0<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/4941-4941<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Gert Blumenthal aus FREIDENKER 1-10<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die an der Atomenergie materiell Interessierten sowie f\u00fcr atomtechnisch ausgebildete Naturwissenschaftler und Energetiker ist eine komplexe Betrachtung ihres Gesch\u00e4ftes &#8230; unerw\u00fcnscht, weil dabei auch die gef\u00e4hrlichen Seiten der Atomenergie offengelegt werden, was die Bev\u00f6lkerung gegen diese Technik mobilisieren kann. Verantwortungsbewusste Wissenschaftler m\u00fcssen aufkl\u00e4ren und den von Interessenverb\u00e4nden und bestimmten Politikern erzeugten Nebelvorhang f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit durchsichtig machen. 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