{"id":2943,"date":"2013-09-17T02:18:16","date_gmt":"2013-09-17T00:18:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=2943"},"modified":"2017-12-30T19:28:29","modified_gmt":"2017-12-30T18:28:29","slug":"es-bleibt-bei-der-inquisition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2943","title":{"rendered":"Es bleibt bei der Inquisition"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zur Befreiungstheologie verlor der neue Papst in Basilien kein Wort<\/strong><\/p>\n<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=783\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 3-13<\/a>, September 2013, S. 38-42, 72. Jahrgang<\/p>\n<p>von <em><strong>Gerhard Feldbauer<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00a0<\/strong><\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Besuchs des Papstes in Brasilien bewegte Katholiken, die auf Reformen hoffen, wie sich Franziskus zu der Befreiungstheologie verhalten werde, die wie in ganz Lateinamerika auch in dem besuchten Land stark vertreten ist.<\/p>\n<p>Diese Theologie breitete sich auf dem Kontinent, wo knapp die H\u00e4lfte der Katholiken der Welt leben, seit der zweiten Konferenz des dortigen Episkopats 1969 in Medelin (Kolumbien) machtvoll aus. Entscheidende Impulse erhielt diese Str\u00f6mung von den nationalen Befreiungs-k\u00e4mpfen auf dem Kontinent, besonders durch deren Erfolge in Kuba und Nikaragua, aber auch von dem unter dem Sozialisten Salvatore Allende in Chile unternommenen Versuch einer revolution\u00e4ren Ver\u00e4nderung der Gesellschaft.<\/p>\n<h5>Bisch\u00f6fe an der Seite der Befreiungsk\u00e4mpfer<\/h5>\n<p>Die Befreiungstheologen sahen ihr Handeln auf der Basis der von Johannes XXIII. verfolgten Kirchenpolitik und des von ihm einberufenen Vatikanum II und seiner Beschl\u00fcsse. Sie gingen davon aus, dass Christus sein Werk der Erl\u00f6sung \u201ein Armut und Verfolgung\u201c vollbrachte und so auch die Kirche den gleichen Weg einschlagen m\u00fcsse. Nicht wenige lateinamerikanische Bisch\u00f6fe standen als ihre Anh\u00e4nger mehr oder weniger offen an der Seite der k\u00e4mpfenden V\u00f6lker und verk\u00fcndeten angesichts des unertr\u00e4glichen Elends und des Hungers, dass das Reich Gottes nicht erst im Jenseits beginnen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Einige f\u00fchrende Vertreter Brasiliens hatten jetzt in der Hoffnung ge\u00e4u\u00dfert, dass Franzis-kus f\u00fcr einen Wandel ihnen gegen\u00fcber eintreten m\u00f6ge. So \u00e4u\u00dferte Jon Sobrino, der Papst sei zwar fr\u00fcher als Jorge Mario Bergoglio \u201ekein Romero\u201c (einer ihrer engagiertesten Vertreter, der von der Todesschwadron \u201eEscuadron de la Muerte\u201c ermordete Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von El Salvador) zur Zeit der Milit\u00e4rjunta gewesen, doch sehe er in der \u201eEinfachheit und Demut\u201c des bisherigen Auftretens des Papstes \u201ekleine Zeichen\u201c, die noch \u201ezu gro\u00dfen Zeichen anwachsen\u201c sollten, so der Jesuit lt. \u201eKathpress\u201c.<\/p>\n<p>Sobrino schr\u00e4nkte jedoch zugleich ein, er f\u00fcrchte, sich zu irren. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich Leonardo Boff und Helder Camara. Auch der 85-j\u00e4hrige Pedro Casaldaliga, der erst im Dezember 2012 nach Morddrohungen vor\u00fcbergehend untergetaucht war, hatte gegen\u00fcber der Zeitung \u201eO Globo\u201c die Hoffnung auf eine Kurienreform ge\u00e4u\u00dfert, die auch die Befreiungstheologie betreffen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Von Franziskus wurden keine derartigen Reaktionen bekannt. Das besagt nichts anderes, als dass der Papst an der von seinen Vorg\u00e4ngern, dem Polen Wojtyla und dem Deutschen Rat-zinger, verfolgten Inquisition dieser progressiven Theologie keine Korrekturen vornehmen will.<\/p>\n<h5>Die Drangsalierungen der Befreiungstheologen<\/h5>\n<p>Die Befreiungstheologen Brasiliens waren wie die vieler anderer L\u00e4nder Lateinamerikas uns\u00e4glichen Drangsalierungen ausgesetzt: Der hoch angesehenen Professor und Angeh\u00f6rige des Franziskanerordens Leonardo Boff, der unter anderem offen seine Sympathien mit dem sozialistischen Kuba bekundete, wurde 1984 von Kardinal Ratzinger, damals Chef der Glaubenskongregation, gema\u00dfregelt. Seine \u00c4u\u00dferungen dar\u00fcber in seinem Buch \u201aKirche, Charisma und Macht\u2019\u201c wurden als eine \u201eGefahr f\u00fcr die gesunde Lehre des Glaubens\u201c verurteilt.<\/p>\n<p>1988 wurde der Bischof von Sao Felix do Araguaia, Pedro Casad\u00e1liga schriftlich aufgefordert, seine Sympathien f\u00fcr die Befreiungstheologen zu widerrufen und deren Theorie zu entsagen. 1989 wurden das \u201eRegionalseminar des Nordostens\u201c und das Theologische Institut von Recife in Brasilien wegen ihrer nicht \u201evertrauensw\u00fcrdigen\u201c Erziehung geschlossen. Beide Institutionen hatte der Anh\u00e4nger der Reformideen Johannes XXIII. und sozial engagierte Erzbischof Helder Camara gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>1991 wurde die von dem brasilianischen Verlag Edizione Paoline herausgegebene Bibel-ausgabe von Befreiungstheologen verboten. Der \u00e4lteste Verlag Brasiliens \u201eVozes\u201c, in dem Professor Boff die gleichnamige Zeitschrift herausgab, wurde der Verwaltung des Vatikans unter-stellt. Boff wurde die Herausgabe der Zeitschrift untersagt und aus dem Verlag entfernt. Der Erz-bischof von Fortaleza in Brasilien, Aloisio Lorschneider, wurde gezwungen, drei verheiratete Priester, die am Institut f\u00fcr Theologie und in der Seelsorge t\u00e4tig waren, zu entlassen. 1993 verurteilte Johannes Paul II. anhaltende Verst\u00f6\u00dfe gegen das Z\u00f6libat und erkl\u00e4rte unmissverst\u00e4ndlich, dass es f\u00fcr die lateinamerikanische Kirche verpflichtend bleibt.<\/p>\n<h5>N\u00fcrnberger Menschenrechtspeis f\u00fcr den Bischof von Chiapas<\/h5>\n<p>St\u00e4ndigen massiven Angriffen der Glaubenskongregation war der Bischof von San Cristobal de las Casas (Chiapas) in Brasilien, Samuel Ruiz Garcia, ausgesetzt. Als sich 1994 die Indios gegen ihre Unterdr\u00fccker erhoben, wandte sich der Bischof zwar gegen die Gewaltanwendung, zeigte gleichzeitig aber Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass die in der Zapatistischen Befreiungsarmee k\u00e4mpfenden Ureinwohner zu Verzweiflungstaten getrieben w\u00fcrden und wirkte als Vermittler zwischen der Regierung und den Rebellen.<\/p>\n<p>Besonders w\u00fctend reagierte Rom darauf, dass er Rituale indigener Religiosit\u00e4t in die katholische Lehre integrierte. Die reaktion\u00e4ren Kreise des Landes verfolgten ihn mit einer w\u00fcsten Hetze und Morddrohungen. 1997 entkam er nur knapp einem Anschlag. Gegen seine vom Vatikan angedrohte Entlassung protestierten 20.000 Bauern mit ihrer Unterschrift in einem Brief an den Papst. Das soziale und politische Engagement des streitbaren Gottesmannes wurde welt-weit bekannt. Mehrere Universit\u00e4ten verliehen ihm den Doktor honoris causa, St\u00e4dte die Ehren-b\u00fcrgerschaft. Als er 2000 emeritierte, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und W\u00fcrdigungen. In Paris nahm er den Internationalen Simon Bolivar-Preis der UNESCO entgegen, in Deutschland den Internationalen N\u00fcrnberger Menschenrechtspeis.<\/p>\n<h5>JesuchristoLiberador \u2013 ein bedeutendes Werk von Jon Sobrino<\/h5>\n<p>Als Benedikt XVI. 2007 Brasilien besuchte, k\u00fcndigte er an, dass er weiter mit aller ihm zur Verf\u00fcgung stehenden H\u00e4rte gegen die Befreiungstheologen vorgehen werde. Als warnendes Beispiel ma\u00dfregelte er Jon Sobrino, der ihm in zwei B\u00fcchern widersprochen hatte, die zu theologischen Standartwerken aufstiegen: \u201eJesuchristoLiberador\u201c (Der befreiende Christus) und \u201eLa fe en Jesucristo\u201c (Der Glaube an Jesus Christus). Sobrino, der als Einziger von sieben Jesuiten 1989 in El Salvador ein Massaker der Todesschwadron \u00fcberlebte, verband \u201eden Christus, den Tr\u00e4ger messianischer Hoffnung, mit der Befreiung der Unterdr\u00fcckten\u201c und kritisierte, dass eine (von Rom vertretene) Trennung dieses Zusammenhangs \u201eganz im Interesse der M\u00e4chtigen und Unterdr\u00fccker\u201c sei. Er predigte, \u201eAn Gott zu glauben bedeutet, sich mit den Unterdr\u00fcckten zu solidarisieren\u201c.<\/p>\n<p>Ratzinger hatte bereits 1984 Sobrinos Auffassungen in seiner ber\u00fcchtigten Instruktion \u201eLibertatisnuntius\u201c entschieden verurteilt. Vor Antritt seiner Brasilienreise erteilte er als Papst Sobrino zum Abschluss eines Inquisitionsverfahrens eine schwere R\u00fcge. In seiner Rede auf der Bischofskonferenz untersagte er den Priestern jede politische Bet\u00e4tigung oder gar \u201esozialrevolution\u00e4res\u201c Engagement. Die \u201ewirkliche Revolution\u201c komme von Gott. Auf das Entschiedenste untersagte Benedikt Er\u00f6rterungen \u00fcber das Z\u00f6libat und Schwangerschaftsabbr\u00fcche.<\/p>\n<h5>Romero gab ein besonders mutiges Beispiel<\/h5>\n<p>Wie in Brasilien verfolgten Wojtyla und Ratzinger die Vertreter der gr\u00f6\u00dften Reformbewegung in der j\u00fcngsten Geschichte der Kurie auch in anderen L\u00e4ndern Lateinamerikas. Ein besonders mutiges Beispiel gab Erzbischof Romero in San Salvador, der weiter ging als mancher der Befreiungstheologen. Er verurteilte nicht nur den Terror der Todesschwadronen, sondern half auch den K\u00e4mpfern der Befreiungsfront \u201eFarabundo Marti\u201c (FMNL), gew\u00e4hrte ihnen Unterschlupf, versorgte sie mit Medikamenten und Nahrungsmitteln. \u00d6ffentlich erkl\u00e4rte er, dass es nicht gegen Gottes Gebot versto\u00dfe, sich auch mit den Mitteln der Gewalt gegen Repression zur Wehr zu setzen.<\/p>\n<p>Er trat dem Antikommunismus, der unter den Katholiken verbreitet wurde, in seinen Predigten entgegen und rief zur Einheit des Volkes auf. W\u00e4hrend einer seiner Kanzelreden hatten Offiziere und Soldaten der Guardia Nacional auf den B\u00e4nken der Kirche Platz genommen, um ihn einzusch\u00fcchtern. Unerschrocken wies Romero auf sie und sagte: \u201eDie sind gekommen, um zu h\u00f6ren, ob ich subversiv bin. Doch wenn ich subversiv sein soll, weil ich mich f\u00fcr Euch Arme und Unterdr\u00fcckte einsetze, dann war schon Jesus subversiv, dann waren auch Lukas, Johannes und Jesaja subversiv.\u201c In einer anderen Predigt sagte er zum Gedenken an die Opfer des Terrors: \u201eIch habe mich f\u00fcr sie, die keine Stimme mehr haben, an Gott gewandt. Aber die Wunden der Lebenden lassen sich nicht mit Gebeten heilen. Ich gebe mich mit Leib und Seele meiner apostolischen T\u00e4tigkeit hin, aber ich muss immer wieder feststellen, dass Hunger und Durst nicht mit seelischem Trost zu stillen sind. Das ist es, was mich zum Soldaten meines Volkes gemacht hat.\u201c<\/p>\n<p>Solche Bekenntnisse trugen dem Erzbischof den Vorwurf ein, er sei Marxist, wogegen er sich stets verwahrte. Die einfachen Menschen nannten ihn \u201eAnwalt der Armen\u201c und \u201eStimme der Stimmlosen\u201c.<\/p>\n<p>Nach der Dritten Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz im mexikanischen Puebla 1979 begann eine w\u00fctende Hetzkampagne gegen die Befreiungstheologen, die sich besonders gegen Romero richtete. Die von der CIA gelenkten Todesschwadronen drohten \u00f6ffentlich mit der \u201eHinrichtung des Erzbischofs\u201c, der pers\u00f6nlich Morddrohungen erhielt. Der Rundfunksender der Di\u00f6zese wurde gesprengt, in der Kathedrale Bomben gelegt. Das Vor-gehen der Reaktion wurde beg\u00fcnstigt durch die Regierung in Washington, die zu dieser Zeit ihre Finanzhilfe f\u00fcr die Junta in El Salvador verst\u00e4rkte. In einem Brief an Pr\u00e4sident Carter warnte der Erzbischof, diese Politik der USA werde \u201edie Unterdr\u00fcckung versch\u00e4rfen, statt gr\u00f6\u00dfere Gerechtigkeit und Frieden zu bringen.\u201c Unmissverst\u00e4ndlich erkl\u00e4rte er: \u201eWas Sie vorhaben, wird zu einem gro\u00dfen Blutbad in diesem leidenden Land f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Am 23. M\u00e4rz 1980 verlas Romero in seiner Sonntagspredigt die Namen von 110 Ermor-deten, die in nur einer Woche Opfer des Terrors geworden waren. Er wandte sich an die anwe-senden Soldaten und forderte sie auf, nicht l\u00e4nger solche Mordbefehle auszuf\u00fchren. Die Armee-f\u00fchrung bezichtigte ihn schon kurz nach dem Gottesdienst der \u201eAufhetzung zur Rebellion\u201c. Am n\u00e4chsten Tag trafen den Geistlichen die Kugeln der M\u00f6rder.<\/p>\n<p>Johannes Paul II. nannte das Verbrechen zwar \u201eeine kirchensch\u00e4nderische Mordtat\u201c, verlor aber kein Wort \u00fcber das Wirken des Erzbischofs f\u00fcr die Gedem\u00fctigten und Rechtlosen. Als Romero im M\u00e4rz 1979 vom Papst zur Audienz empfangen worden war, hatte er sich anschlie\u00dfend mutig \u00f6ffentlich beklagt, dass Rom \u201ekein Verst\u00e4ndnis\u201c f\u00fcr seine pastorale T\u00e4tigkeit in einer so extrem schwierigen Situation aufbringe.<\/p>\n<h5>Ratzingers Sch\u00fctzenhilfe f\u00fcr Verfolgung, Folter und Mord<\/h5>\n<p>Als Kardinal Ratzinger 1981 das Amt des Chefs der Glaubenskongregation antrat, wurde der Kampf gegen die Befreiungstheologie zum herausragenden Schwerpunkt seines inquisitorischen Wirkens und eines Bestandteils seiner \u201ePolitik der offenen Restauration\u201c der Beschl\u00fcsse des II. Vatikanischen Konzils. Er unterst\u00fctzte direkt das Vorgehen der mit den USA verbundenen latein-amerikanischen Reaktion gegen die nationalen Befreiungsbewegungen und unterdr\u00fcckten V\u00f6lker in ihrem Kampf f\u00fcr nationale Souver\u00e4nit\u00e4t und sozialen Fortschritt. In einem von ihm verfassten Schreiben des Papstes vom 29. Juni 1982 an die Bisch\u00f6fe von Nicaragua bewirkte er die Verurteilung ihrer \u201eVolkskirche\u201c und ihres Bekenntnisses zur Theologie der Befreiung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Rom nichts dagegen einzuwenden hatte, dass Mitglieder des klerikalfaschistischen Opus Dei unter Pinochet in Chile in dessen Regierung eintraten, wurde der Priester Ernesto Cardenal im M\u00e4rz 1983 wegen der \u00dcbernahme des Ressorts des Kulturministers in der sandinistischen Regierung in Nicaragua durch den Papst \u00f6ffentlich gema\u00dfregelt. Als der Theologie-Professor Johann Baptist Metz langj\u00e4hriger Direktor des Seminars f\u00fcr Fundamentaltheologie an der westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t in M\u00fcnster, ein fr\u00fcherer Kollege Ratzingers, sich lobend \u00fcber Ernesto Cardenal \u00e4u\u00dferte und anf\u00fchrte, er habe dazu beigetragen, sein Land von dem korrupten Clan des Diktators Somoza zu befreien, sorgte der Chefideologe daf\u00fcr, dass er aus der Liste der Bewerber um einen Lehrstuhl an der Universit\u00e4t in M\u00fcnchen gestrichen wurde.<\/p>\n<p>Der Papst stellte sich auf einer Eucharistiefeier sch\u00fctzend vor die von den USA nach Nikaragua eingeschleusten Terrorbanden \u201eContras\u201c und gebot M\u00fcttern, welche deren Mordtaten anklagten, zu schweigen.<\/p>\n<p>Am 6. August 1984 erlie\u00df der Oberste Glaubensrichter die ber\u00fcchtigte \u201eInstruktion \u00fcber einige Aspekte der Theologie der Befreiung\u201c (Libertatis Nuntius). In ihr verurteilte er die Bestrebungen innerhalb der Kirche, die auf eine \u201ePolitisierung der menschlichen Existenz, (&#8230;) welche die Eigenart des Reiches Gottes und die Transzendenz der Person verkennt und die auf die Sakralisierung des Politischen und eine Vereinnahmung der Volksreligiosit\u00e4t f\u00fcr revolution\u00e4re Vorhaben\u201c hinauslaufe.<\/p>\n<p>Vor allem diese Erkl\u00e4rung spielte, wie der katholische Publizist Ludwig Weckel schrieb, zeitlich und inhaltlich jenen Strategiepapieren amerikanischer Milit\u00e4rs in die H\u00e4nde, welche die Befreiungsbestrebungen und die Befreiungstheologie in Lateinamerika als \u201ekommunistische Strategien\u201c mit ihrer \u201eIdeologie der nationalen Sicherheit, das hei\u00dft mit Verfolgung, Verschwindenlassen, Folter und Mord bek\u00e4mpften\u201c. Dem dienten, so Weckel weiter, die vatikanischen Instruktionen, die der Befreiungstheologie u. a. vorwarfen, in ihrer Gesellschaftsanalyse auf \u201emarxistisches Instrumentarium\u201c zur\u00fcckzugreifen, was die Milit\u00e4rs in ihrem Kampf gegen den \u201eTerrorismus\u201c als Best\u00e4tigung f\u00fcr ihre Verfolgung \u201ekommunistischer Priester\u201c und deren Anh\u00e4nger nutzten. \u201eDie vatikanischen Instruktionen gegen die Befreiungstheologie haben vielen engagierten Christen in Lateinamerika das Leben gekostet, so Weckel.\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Noch 1984 versuchte Ratzinger mit einem Inquisitionsverfahren gegen einen der \u201eV\u00e4ter der Theologie der Befreiung\u201c, den Peruaner Gustavo Guti\u00e9rrez, einen entscheidenden Schlag zur Ausschaltung dieser volksverbundenen Seelsorge zu f\u00fchren. Hauptanklagepunkt war die Anschuldigung, die Schriften Guti\u00e9rrez enthielten \u201emarxistische Einfl\u00fcsse\u201c, was dieser wie andere derart ebenfalls angegriffene Theologen zur\u00fcckwies.<\/p>\n<p>Der Professor, der Medizin, Psychologie, Philosophie und Theologie (darunter an der P\u00e4pstlichen Universit\u00e4t Georgiana in Rom) studiert hatte, dessen Publikationen \u00fcber die Befreiungstheologie (10 B\u00fccher) von mehreren Universit\u00e4ten mit der Verleihung des Doktor honoris causa gew\u00fcrdigt wurden, galt in Lateinamerika als einer der Begr\u00fcnder und herausragender Theoretiker der Befreiungstheologie. Als deren Ausgangspunkt sah er die Frage, wie man Menschen, die in unw\u00fcrdigen Lebensverh\u00e4ltnissen gehalten werden, die Botschaft \u00fcbermitteln kann. \u201eGott liebet Euch?\u201c. Dem ging er u. a. in seinem Werk \u201eTeologia de la Liberacion\u201c nach, das die Befreiungstheologie entscheidend pr\u00e4gte.<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Er gr\u00fcndete in Lima das von ihm geleitete, nach dem im 15. Jahrhundert t\u00e4tigen und zum Bischof von Chiapas geweihten Priester Bartolom\u00e9 de las Casas genannte Ibero-amerikanische Institut. Guti\u00e9rrez f\u00fchlte sich dem geistigen Erbe Bartolom\u00e9s, der die Interessen der Indios gegen die Konquistadoren verteidigte, verpflichtet. Er sah das Thema der Befreiung vor allem unter dem sozialen Aspekt der Zuwendung zu den \u00c4rmsten der Gesellschaft und in der Wahrnehmung der Souver\u00e4nit\u00e4t ihrer L\u00e4nder gegen die Vorherrschaft der USA, die Lateinamerika als ihren Hinter-hof betrachteten und dazu reaktion\u00e4re und faschistische Regimes an der Macht hielten.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Die Befreiungstheologie fand in den s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern angesichts des Massenelends vor allem in den Slums der St\u00e4dte rasch eine Massenbasis in Gestalt von Basis-Gemeinschaften, in denen volksverbundene Priester mit ihnen gemeinsam lebten. Die Befreiungstheologen vertraten den Standpunkt, die Ausbeutung der Menschen, die zu einem elen-den Dasein f\u00fchrte, sei eine Beleidigung Gottes und Jesus habe ein ganz anderes Modell des Lebens, n\u00e4mlich das der Gemeinschaft gerade mit den Schwachen vertreten. Da Professor Guti\u00e9rrez kein \u00f6ffentliches Amt der katholischen Kirche begleitete, sah man zun\u00e4chst von der Verh\u00e4ngung des Kirchenbanns, 1998 er\u00f6ffnete Ratzinger eine neue Inquisition gegen ihn.<\/p>\n<p>1991 wurde der mexikanische Bischof von Oaxaca, Bartolom\u00e9 Carrasco Briseno, wegen \u201eseiner Verbundenheit mit der Theologie der Befreiung\u201c abgesetzt. Einen H\u00f6hepunkt erreichte das Vorgehen gegen die Befreiungstheologie in der Versammlung der Kardin\u00e4le 1993. Der Papst, der das Konsistorium pers\u00f6nlich leitete, verk\u00fcndete, dass er keinen lateinamerikanischen Bischof, der in einer N\u00e4he zur Theologie der Befreiung stehe, in den Kardinalsrang erheben werde.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Gerhard Feldbauer; Poppenhausen, ist Historiker und Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes.<br \/>\nEr ist Autor des Buches: Der Heilige Vater. Benedikt XVI. \u2013 Ein Papst und seine Tradtion. Papyrossa, K\u00f6ln 2010.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Ludwig Weckel: Josef Ratzingers Kampf gegen das Gespenst der Befreiungstheologie. In: Norbert Sommer, Thomas Seiterich (Hg): Rolle r\u00fcckw\u00e4rts mit Benedikt XVI. Oberursel 2009, S. 164<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Erschien erstmals 1972 in Salamanca (Spanien) und erlebte danach zahlreiche weitere Auflagen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Siehe dazu Guti\u00e9rrez: Gott oder das Gold. Der befreiende Weg des Bartolom\u00e9 de la Casas. Freiburg 1990<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon_32\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" \/>\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/freidenker-13-03-feldbauer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gerhard Feldbauer: Es bleibt bei der Inquisition<\/a>. Zur Befreiungstheologie verlor der neue Papst in Basilien kein Wort (Auszug aus FREIDENKER 3-13, ca. 220 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: pxhere.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Gerhard Feldbauer aus: FREIDENKER 3-13<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend des Besuchs des Papstes in Brasilien bewegte Katholiken, die auf Reformen hoffen, wie sich Franziskus zu der Befreiungstheologie verhalten werde, die wie in ganz Lateinamerika auch in dem besuchten Land stark vertreten ist. Diese Theologie breitete sich auf dem Kontinent, wo knapp die H\u00e4lfte der Katholiken der Welt leben, seit der zweiten Konferenz des dortigen Episkopats 1969 in Medelin (Kolumbien) machtvoll aus. Entscheidende Impulse erhielt diese Str\u00f6mung von den nationalen Befreiungsk\u00e4mpfen auf dem Kontinent, besonders durch deren Erfolge in Kuba und Nikaragua, aber auch von dem unter dem Sozialisten Salvatore Allende in Chile unternommenen Versuch einer revolution\u00e4ren Ver\u00e4nderung der Gesellschaft.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2944,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[150,662,318,397,661],"class_list":["post-2943","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-religions-kirchenkritik","tag-befreiungskampf","tag-befreiungstheologie","tag-joseph-ratzinger","tag-lateinamerika","tag-papst-franziskus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/pope_francis_741640_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-Lt","jetpack-related-posts":[{"id":689,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=689","url_meta":{"origin":2943,"position":0},"title":"Befreiungstheologen contra Vatikan","author":"Webmaster","date":"17. 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