{"id":2937,"date":"2013-09-17T00:33:19","date_gmt":"2013-09-16T22:33:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=2937"},"modified":"2018-02-18T17:46:00","modified_gmt":"2018-02-18T16:46:00","slug":"religionskritik-unter-islamophobie-verdacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2937","title":{"rendered":"Religionskritik unter Islamophobie-Verdacht?"},"content":{"rendered":"<h2>Islamophobie unter dem Vorwand von Religionskritik?<\/h2>\n<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=783\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 3-13<\/a>, September 2013, S. 3-11, 72. Jahrgang<\/p>\n<p>von <em><strong>Klaus Hartmann<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Frage soll lauten, ob es erlaubt ist, den Islam zu kritisieren. Oder ob Freidenker sich aus \u201aantiimperialistischen Gr\u00fcnden\u2019 scheuen, dies zu tun. Von mancher Seite wird dem Freidenkerverband vorgehalten, seine Aufgabe der Religionskritik zu vernachl\u00e4ssigen und einem Kulturrelativismus zu huldigen. Das ist freilich ein unzutreffendes Zweckargument, schon die Themen unserer Heftschwerpunkte dementieren den Vorwurf: Im Dezember 1994 war dies \u201eFundamentalismus. Beispiel Islam\u201c und im Dezember 2004 \u201ePhilosophie und freies Denken im islamischen Kulturkreis\u201c.<\/p>\n<p>Die Titel-Formulierung macht allerdings auch klar, dass wir (wie von anderen, auch anderen Freigeistern erwartet,) nicht in das \u00fcbliche Islam-Bashing (neudeutsch f\u00fcr draufschlagen, herabsetzende Kritik) einstimmen. Wir warnen vielmehr vor einer rassistischen Stimmungsmache.<\/p>\n<h5><strong>Islamophobe Mobilmachung <\/strong><\/h5>\n<p>Bei der \u201eIslamkritik\u201c trat, besonders seit den 1990er Jahren, eine neue Motivation auf den Plan. Merkw\u00fcrdigerweise kam \u201eIslamkritik\u201c in Mode, ohne dass in den westlichen L\u00e4ndern ein gesteigertes Interesse an der muslimischen Religion sp\u00fcrbar geworden w\u00e4re. Im Zeichen von Samuel Huntingtons \u201eZusammenpralls der Kulturen\u201c wurde zunehmend auf allen Kan\u00e4len eine islamfeindliche Stimmung gesch\u00fcrt, von unserem Beiratsmitglied Dr. Sabine Schiffer exemplarisch an diversen \u201eSpiegel\u201c-Titeln gezeigt: Immer wenn \u201eder Islam\u201c auf dem Titelbild gezeigt wird, ist er d\u00fcster, dunkel oder schwarz gestaltet, erscheint er bedrohlich und furchteinfl\u00f6\u00dfend.<\/p>\n<p>Sie verweist auch darauf, dass die Stimmungsmache ihr Ziel nicht verfehlt, wenn sie zu Diskussionsveranstaltungen mit dem Text einl\u00e4dt: \u201eWie zahlreiche Umfragen zeigen, nimmt die negative Einstellung zum Islam und die feindselige Stimmung gegen Muslime immer mehr zu \u2013 die gro\u00dfe Resonanz auf Thilo Sarrazins Thesen demonstriert dies sehr deutlich. Wenn in den Medien vom Islam die Rede ist, dann meist nur im Zusammenhang von Fanatismus, Frauenunterdr\u00fcckung und Terrorismus. Er wurde zum wichtigen Feindbild in den Kriegen gegen Afghanistan, Irak und anderswo. Einiges \u2013 wie die angeblichen Gefahren einer \u201aschleichenden Islamisierung Europas\u2018 oder von \u201eParallelgesellschaften\u201c \u2013 erinnert an die Judenfeindlichkeit des 19. Jahrhunderts.\u201c<\/p>\n<p>Rassistische Blogs wie \u201epolitically incorrect\u201c, Buchtitel wie \u201eHurra, wir kapitulieren\u201c des Zionismus-Propagandisten Broder, \u201eAnti-Moschee\u201c-Initiativen wie von \u201ePro K\u00f6ln\u201c kultivieren eine rassistische Stimmung, die ihren bisher extremen und traurigen H\u00f6hepunkt im Massenmord durch den Norweger Brejvik fand.<\/p>\n<p>Auch andere Freigeister pl\u00e4dieren f\u00fcr eine \u201aislamkritische\u2018 Offensive. Sie verfahren offenbar nach dem Motto: Endlich gelten wir mal nicht als Au\u00dfenseiter, wenn wir in Religionskritik machen, endlich werden unsere Argumente in \u201ader Mitte der Gesellschaft\u2018 anerkannt. Freidenkern sollte es kein Bed\u00fcrfnis sein, mit den W\u00f6lfen zu heulen und von \u201aMainstream\u2018 anerkannt zu werden. Als Antidiskiminierungs-Organisation gilt unsere Solidarit\u00e4t den Diskriminierten.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber formuliert der Freidenkerbund \u00d6sterreichs: \u201eDer Begriff der Islamophobie und die damit verbundene Propaganda dienen der Kriminalisierung der ReligionskritikerInnen. (\u2026) Eine fundierte Kritik an den menschenrechtswidrigen Forderungen des Koran und einiger islamischer Gruppen ist unbedingt erforderlich und darf nicht durch den Gebrauch verhetzender Termini wie \u201aRassismus\u2018 und \u201aIslamophobie\u2018 sanktioniert werden.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Bund f\u00fcr Geistesfreiheit Rhein Neckar sorgt sich, dass gegen den \u201ebekanntesten deutschen Islamkritiker Michael Mannheimer\u201c von interessierter Seite Vorw\u00fcrfe etwa der Fremdenfeindlichkeit, des Rassismus oder gar der \u201aVolksverhetzung\u2018 erhoben werden, worin er \u201ezensurartige Political Correctness\u201c erkennt.<\/p>\n<p>Schon wieder eine Begriffsverdrehung! Wer in die islamophoben Kampagnen der Kreuzz\u00fcgler einstimmt, also dem Mainstream zustimmt, stimmt doch mit der \u201ekorrekten Mehrheit\u201c \u00fcberein! Aber man inszeniert sich noch als Opfer der \u201aKorrekten\u2019, indem man die in der Minderheit befindlichen Kritiker mit diesem Attribut belegt.<\/p>\n<h5><strong>\u201eIslamophobie\u201c &#8211; ein Kampfbegriff? <\/strong><\/h5>\n<p>Wenn Freidenker und andere Antirassisten den Begriff \u201eIslamophobie\u201c benutzen, wird dies, wie gesehen, mit dem Vorwurf gekontert, dies sei Polemik, denn damit solle gegen jede Kritik am Islam immunisiert und also auch die Kritik der Religion unterbunden werden.<\/p>\n<p>In der Not mancher Kritiker, als islamophobe Rassisten wahrgenommen zu werden, naht Rettung doch in Gestalt des bekannten Armin Pfahl-Traughber. Sie kennen Ihn nicht? Schade. Zun\u00e4chst mal ist er Dauerautor in \u201ediesseits\u201c, der Zeitschrift des \u201eHumanistischen Verbandes Deutschland\u201c (der eine humanistische Milit\u00e4rseelsorge fordert, um sich mit den Kirchen gleichgestellt zu f\u00fchlen). Aber auch die f\u00fcr \u201ealternativ\u201c gehaltene \u201eTaz\u201c nimmt gern mal ein St\u00fcck aus Pfahl-Traughber\u2019s Feder. Da das noch nicht viel \u00fcber ihn sagt, sei hier erg\u00e4nzt: Der Mann war zun\u00e4chst beim Inlandsgeheimdienst als Referatsleiter besch\u00e4ftigt, danach Professor an der <strong>\u201e<\/strong>Fachhochschule des Bundes f\u00fcr \u00f6ffentliche Verwaltung\u201c genannten Kaderschmiede f\u00fcr den Schlapph\u00fcte-Nachwuchs. Er ist Herausgeber des \u201eJahrbuchs f\u00fcr Extremismus- und Terrorismusforschung\u201c, Herausgeber von CSU-Stiftungserkenntnissen \u00fcber \u201eWas wurde aus der DKP? Beitr\u00e4ge zu Geschichte und Gegenwart der extremen Linken in Deutschland\u201c und nebenbei \u201abetreut\u2019 er eben \u201afreigeistige Verb\u00e4nde\u2019, die systemnah sind und bleiben wollen.<\/p>\n<p>Pfahl-Traughber findet (in der taz v. 19.09.2010), \u201e\u2019Islamophobie\u2019 ist eher ein Kampfbegriff\u201c, und er werde \u201edurch islamische und islamistische Organisationen \u2026 instrumentalisiert\u201c. Dann fragt er unschuldig, \u201ewarum muss die Ablehnung aller Praktiken und Symbole des Islam bereits f\u00fcr eine Feindseligkeit gegen\u00fcber allen Muslimen sprechen? \u2026 Mit einer Ablehnung des Islam muss sich nicht automatisch eine Ablehnung von Muslimen verbinden.\u201c Um also dem Vorwurf des fremdenfeindlichen Rassismus zu entgehen, macht einen der Geheimdienstler einen \u201aDifferenzierungsvorschlag\u2019: <strong>\u201e<\/strong>Besser sollte man vielleicht von \u201aAntimuslimismus\u2019 oder \u201aMuslimenfeindschaft\u2019 sprechen\u201c.<\/p>\n<p>Mit diesem Kunstgriff glaubt Pfahl-Traughber, den antimuslimischen Rassismus fein s\u00e4uberlich von \u201areiner\u2019 Religionskritik trennen zu k\u00f6nnen. Wer\u2019s nicht glaubt, dem liefert er gleich selbst den Beweis. Er kritisiert die &#8222;Islamophobie&#8220;-Definition des Bielefelder Instituts f\u00fcr Konflikt- und Gewaltforschung, weil dieses \u201esogar in der Aussage, der Islam habe \u201akeine bewundernswerte Kultur hervorgebracht\u2019, ein Indiz diffuser Feindschaft gegen Muslime\u201c sieht. Darin sieht der humanistische Verfassungssch\u00fctzer \u201efehlende Trennsch\u00e4rfe\u201c, denn die kritisierte Aussage will er als legitime Religionskritik gelten lassen.<\/p>\n<p>Folgerichtig schreibt Pfahl-Traughber in \u201ediesseits\u201c auch eine \u201eKritik der Kritik\u201c zu Patrick Bahners \u201e<em>Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam.\u201c <\/em>Diese bemerkenswerte Streitschrift des Feuilleton-Chefs der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nimmt zwar zun\u00e4chst Sarrazin und Broder zur Brust, l\u00e4sst aber auch jene \u201adifferenzierten\u2019 Islam-Kritiker nicht aus, die von der Giordano-Bruno-Stiftung als Ausweis nichtrassistischer Islamkritik pr\u00e4sentiert werden, und deren Ehrenrettung Pfahl-Traughber\u2019s Anliegen ist.<\/p>\n<p>\u201eRalph Giordano oder Necla Kelek behaupten, dass derjenige, der ein frommes muslimisches Leben f\u00fchren will und die Heilsbotschaft des Koran akzeptiert, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zum heiligen Krieger werden muss, weil es innerhalb der islamischen Tradition keine M\u00f6glichkeit gibt, den Islam zu entsch\u00e4rfen. Wahnhaft erscheint mir, dass man nun vor jedem t\u00fcrkischen Gem\u00fcseh\u00e4ndler und vor jeder Kopftuchtr\u00e4gerin Angst haben muss.\u201c Pfahl-Traughber attestiert \u201eBahner selbst \u2026 Polemik, \u00dcbertreibungen und Verallgemeinerungen\u201c, wegen \u201eS\u00e4tzen wie: \u201eDie Islamkritiker sehen sich als schreibende Eingreiftruppe in der gro\u00dfen westlichen Tradition der Intellektuellen, der militanten Freunde der Menschheit&#8220;<em>. <\/em><\/p>\n<p>Solch treffende Worte wollen wir hier einfach unkommentiert stehen lassen.<\/p>\n<h5><strong>\u201eIslamophobie\u201c \u2013 eine Erfindung der Mullahs?<\/strong><\/h5>\n<p>In seinem Bem\u00fchen, \u201eIslamophobie\u201c aus der Debatte zu verbannen, versucht sich Pfahl-Traughber in Begriffsgeschichte.<\/p>\n<p>\u201eWenn man sich die Entstehungsgeschichte des Wortes anschaut, muss man an dessen Tauglichkeit und begrifflicher Trennsch\u00e4rfe zweifeln. Glaubt man den Publizistinnen Caroline Fourest und Fiammetta Venner, dann kam das Wort erstmals im Iran nach der Islamischen Revolution von 1979 auf: Den Mullahs diente er als politischer Kampfbegriff, um ihre Gegner zu diffamieren.\u201c<\/p>\n<p>Leider voll daneben. Lesen wir das Dementi von Georg Klauda in \u201earranca!\u201c v. 30.10.2007: \u201eAm 10. Dezember 2003 ver\u00f6ffentlichte die linke Wochenzeitung Jungle World ein Pamphlet der beiden franz\u00f6sischen Journalistinnen Caroline Fourest und Fiammetta Venner, das eine Abwehrfigur enthielt, die Karriere machen sollte: Mit ihrer Behauptung, dass der Begriff \u201aIslamophobie\u2018 im Jahr 1979 von den iranischen Mullahs gepr\u00e4gt worden sei, um Frauen zu denunzieren, die sich weigerten, den Schleier zu tragen, versuchten die Autorinnen der beginnenden Auseinandersetzung um antiislamischen Rassismus einen begrifflichen Riegel vorzuschieben.<\/p>\n<p>Selbst die Richtigstellung, die Bernhard Schmid eine Woche sp\u00e4ter in derselben Zeitung ver\u00f6ffentlichte, konnte den Siegeszug dieser kleinen Propagandal\u00fcge nicht mehr stoppen. Seit \u00fcber drei Jahren wiederholen \u201eislamkritische\u201c Autor_innen diesen gef\u00e4lschten historischen Verweis mit einer Beharrlichkeit, als k\u00f6nne sie die schlichte Tatsache, dass der nach europ\u00e4ischen Wortbildungsregeln konstruierte Terminus \u201eIslamophobie\u201c weder im Persischen noch im Arabischen existiert, \u00fcberhaupt nicht ersch\u00fcttern.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich erhielt die Vokabel, welche sich erstmalig 1922 in Etienne Dinets L\u2019Orient vu de l\u2019Occident belegen l\u00e4sst, ihre klassische Definition durch einen Bericht des Runnymede Trust mit dem Titel Islamophobia: A Challenge for Us All (1997). Der antirassistische Think Tank aus Britannien legt darin einen bis heute tauglichen Katalog von Kriterien vor, mit denen seri\u00f6se Verwendungsweisen des Begriffs von islamistischer Propaganda unterschieden werden k\u00f6nnen. (\u2026)<\/p>\n<p>Nach der Definition des Runnymede Trusts liegt Islamophobie unter anderem dann vor, wenn<\/p>\n<ol>\n<li>der Islam als ein monolithischer Block betrachtet wird, der statisch und unempf\u00e4nglich f\u00fcr Ver\u00e4nderungen sei;<\/li>\n<li>er als gesondert und \u201eanders\u201c gesehen wird, ohne gemeinsame Werte mit anderen Kulturen und ohne von diesen beeinflusst zu sein oder diese zu beeinflussen;<\/li>\n<li>er als dem Westen unterlegen, barbarisch, irrational und sexistisch konstruiert wird; und<\/li>\n<li>er ausschlie\u00dflich als gewaltsam, aggressiv, bedrohlich, terroristisch und kulturk\u00e4mpferisch wahrgenommen wird.\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese Kriterien bieten m.E. eine sehr brauchbare Grundlage, um die Positionen in der Islamkritik-Debatte zu sortieren.<\/p>\n<h5><strong>\u201eSchmidt-Salomon und die \u201aRasse der Koranartigen\u2019\u201c <\/strong><\/h5>\n<p>Eine \u201eEingreiftruppe\u201c i. S. Bahners bilden auch die Ausrichter der sogenannten \u201eKritischen Islamkonferenzen\u201c, die sich um die Giordano-Bruno-Stiftung, den von ihr geschaffenen \u201eZentralrat der Ex-Muslime\u201c und den von ihr ma\u00dfgeblich finanzierten \u201eHumanistischen Pressedienst\u201c gruppieren, nebst dem IBKA, der mit allen Beteiligten verwoben ist.<\/p>\n<p>Der schon erw\u00e4hnte Ralph Giordano, Moscheebaugegner aus K\u00f6ln, er\u00f6ffnete die erste Konferenz 2008, und warnte vor \u201eschleichender Islamisierung\u201c und \u201efalscher Toleranz\u201c. Dann sorgten Hardcore-Zionisten und -Antideutsche wie Stephan Grigat, Klaus Blees und Alexander Feuerherdt f\u00fcr die rechte Stimmung. Nicht zu vergessen: Mina Ahadi vom Zentralkomitee der (maoistischen) \u201eArbeiterkommunistischen Partei des Iran\u201c, vom Eventmanager Michael Schmidt-Salomon ausgestattete Vorsitzende des \u201eZentralrats der Ex-Muslime\u201c.<\/p>\n<p>Die Folgekonferenz 2013 grenzte sich aus Sorge um \u201eFehlwahrnehmungen\u201c von jenen ab, \u201edie die notwendige Kritik an freiheitsfeindlichen Entwicklungen innerhalb der \u201amuslimischen Communities\u2018 missbrauchen, um fremdenfeindliche Ressentiments zu sch\u00fcren\u201c. Dem muss entweder Selbstkritik oder Selbstverleugnung vorausgegangen sein: Noch 2010 bejubelten Ralph Giordano und Mina Ahadi das von Schweizer Rassisten initiierte Minarettverbot. Und Mina Ahadi hatte auch kein Problem damit, in Frankfurt am Main (01.10.2008) Seite an Seite mit einem NPD- und Horst Mahler-Kollaborateur gegen einen Moscheebau in Frankfurt-Hausen zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Einen Fortschritt macht die Abschlusserkl\u00e4rung 2013 deutlich: \u201eDie \u201aheiligen Texte\u2018 des Islam \u2026 m\u00fcssen zeitgem\u00e4\u00df interpretiert werden \u2026\u201c, wird formuliert, und dies beinhaltet eine neue Erkenntnis: dass dies m\u00f6glich ist! In der publizistischen Praxis Schmidt-Salomons ist das Streben nach Differenzierung aber noch nicht angekommen. In einem Kommentar in der \u201eZEIT\u201c v. 21. September 2012 fragt er anl\u00e4sslich von Protesten in islamischen L\u00e4ndern \u201eRespekt, wof\u00fcr denn?&#8220;<\/p>\n<p>Fabian K\u00f6hler kommentiert bitter im \u201eNeuen Deutschland\u201c v. 27. September 2013: \u201eDoch statt Islamkritik bietet der Philosoph und selbsternannte Humanist ein unfreiwilliges Lehrst\u00fcck \u00fcber den Unterschied zwischen Religionskritik und Rassismus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAnlass sind die Proteste in der islamischen Welt \u00fcber den Mohammad-Youtube-Clip eines kalifornischen Hobby-Regisseurs und die Frage, ob wir mehr Respekt vor religi\u00f6sen Gef\u00fchlen haben sollten. Schmidt-Salomons-Antwort: ein klares Nein. Aufkl\u00e4rung und Rechtsstaat st\u00fcnden auf dem Spiel, schreibt der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung.<\/p>\n<p>Absurd sei es, \u201edass Respekt gegen\u00fcber jenen eingefordert wird, die hinl\u00e4nglich bewiesen haben, dass ihnen jeder Respekt gegen\u00fcber Andersdenkenden fehlt.&#8220; Die Glaubens\u00fcberzeugungen (sic!) dieser \u201ejenen&#8220; w\u00fcrden schlie\u00dflich gegen Schwule und Ehebrecher agitieren.<\/p>\n<p>Wen er mit \u201ejenen&#8220; meint ( Muslime, Islamisten, Demonstranten, Botschaftsz\u00fcnder) sagt er nicht und \u00f6ffnet so jeder Pauschalisierung T\u00fcr und Tor. Dass nicht nur im \u201eaufgekl\u00e4rten&#8220; Europa, sondern auch zwischen Tunesien und Indonesien tausende Menschen tausende Meinungen in sich tragen, kommt dem Diplom-P\u00e4dagogen nicht in den Sinn. Er fragt nicht nach Arten des Protests, nach politischen Motiven, nach Mentalit\u00e4ten und Sichtweisen sondern liefert genau jene Antwort, die auch \u201eReligionskritiker&#8220; wie Broder, oder Breivik als einzig relevante immer wieder anf\u00fchren: den Koran. Um genau zu sein: sein pers\u00f6nliches Worst-Of des Koran:<\/p>\n<p>\u201aSo erwartet &#8222;die Ungl\u00e4ubigen&#8220; laut Koran nicht blo\u00df das &#8222;ewige Feuer&#8220;, sie werden in der &#8222;H\u00f6lle&#8220; mit &#8222;Eiterfluss&#8220; und &#8222;Jauche&#8220; getr\u00e4nkt (Suren 14,16 und 78,25), erhalten einen &#8222;Trunk aus siedendem Wasser&#8220; (Sure 6,70), der ihnen die \u201eEingeweide zerrei\u00dft\u201c (Sure 47,15), werden mit \u201eeisernen Keulen\u201c geschlagen (Sure 22,21), m\u00fcssen Kleidungsst\u00fccke aus fl\u00fcssigem Kupfer und Teer tragen (Sure 22,19) und vieles andere mehr. (\u2026) Eine gute Grundlage f\u00fcr den respektvollen Umgang mit Andersdenkenden ist dies sicherlich nicht.\u2018<\/p>\n<p>Wie bedeutsam die Lehren des Koran (bzw. das, was Schmidt-Salomom daf\u00fcr h\u00e4lt) f\u00fcr die religi\u00f6se Realit\u00e4t eines Gl\u00e4ubigen sind, entscheidet sich milliardenfach unterschiedlich. Ein Islamkritiker setzt gerade hier mit psychologischer und soziologischer Methodik an. Ein Rassist h\u00f6rt hier auf und reduziert Menschen, die auch (!) ihr islamischer Glaube pr\u00e4gt, auf zu individuellen Entscheidungen unf\u00e4hige Wesen einer \u201aRasse der Koranartigen\u2018. (\u2026)<\/p>\n<p>\u201aDer Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tats\u00e4chlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Ankl\u00e4gers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.\u2018 So lautet eine der g\u00e4ngigen Rassismus-Definition von Albert Memmi. Fast hat man den Eindruck, Schmidt-Salomon h\u00e4tte seinen Kommentar gem\u00e4\u00df der Definition gegliedert.<\/p>\n<p>Sein Schluss-Pl\u00e4doyer f\u00fcr mehr Provokation ist schlie\u00dflich gerade das Gegenteil dessen, was die Aufkl\u00e4rer, in deren Tradition er sich sieht, anmahnten. Diese setzten Scheiterhaufen und Religionskriegen das Ideal der religi\u00f6sen Toleranz entgegen. Schmid-Salomons Kritik-Gebot erinnert hingegen eher an jene herrenmenschlichen Europ\u00e4er, die dem heidnischen Wilden im Zweifel mit Gewalt zur richtigen (g\u00f6ttlichen) Einsicht zu verhelfen suchten.\u201c<\/p>\n<h5><strong>Freidenker und Religionskritik <\/strong><\/h5>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich \u201adarf\u2018 der Islam kritisiert werden, wie jede andere Religion oder idealistische Philosophie. Aber es m\u00fcssen die exakt gleichen Ma\u00dfst\u00e4be an alle angelegt werden.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Frage ist das \u201ewie\u201c der Kritik. Nicht, ob laut oder leise, offen oder hinter vorgehaltener Hand, sondern: zu welchem Zweck wird kritisiert, welches Erkenntnisinteresse leitet die Kritik? Wie bei der uns gel\u00e4ufigeren Kritik der christlichen Religion geht es darum, ob der Kritiker den Gegenstand der Kritik niedermachen, der L\u00e4cherlichkeit preisgeben will, die Anh\u00e4nger der Religion f\u00fcr nicht ganz zurechnungsf\u00e4hig erkl\u00e4rt. Das ist keine freidenkerische Religionskritik, und die machen wir wie keiner auch beim Islam nicht mit.<\/p>\n<p>Als Freidenker ist uns gel\u00e4ufig, dass bei Einigen diese Art von \u201eKritik\u201c beliebt, ein Bed\u00fcrfnis ist und damit auch fr\u00fchkindliche Sch\u00e4digungen therapiert werden sollen. Aus unserer Sicht gibt es aber keinen Grund, in solch pubert\u00e4rem Gehabe stecken zu bleiben. F\u00fcr uns ist Religion keine Frage von Leidenschaft, sie ist uns \u201eegal\u201c in dem Sinne, als wir entschieden haben, keine zu brauchen. Aber wir sind Realisten genug, anzuerkennen, dass es vielen Menschen anders geht, f\u00fcr die ihr Glaube wertvoll ist und einen hohen Stellenwert hat. Und die machen wir nicht ver\u00e4chtlich, sondern begegnen ihnen aus humanistischer \u00dcberzeugung mit Respekt.<\/p>\n<p>Freidenkerische Kritik jeder Religion orientiert sich an Karl Marx (Einleitung \u201eZur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie\u201c, MEW Bd. 1, 378f): \u201eDas religi\u00f6se Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedr\u00e4ngten Kreatur, das Gem\u00fct einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zust\u00e4nde ist. Sie ist das Opium des Volks.<\/p>\n<p>Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Gl\u00fccks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Gl\u00fccks: Die Forderung, die Illusionen \u00fcber seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.\u201c<\/p>\n<p>Somit ist unsere Kritik zun\u00e4chst eine philosophisch-weltanschauliche Kritik, ohne \u201aSonderbehandlung\u2018 der einen oder anderen Religion. Aber die Kritik verharrt nicht im Geistigen, in der Sph\u00e4re des Religi\u00f6sen, sondern dringt zur materiellen Basis vor: \u201eEs ist zun\u00e4chst die Aufgabe der Philosophie, die im Dienste der Geschichte steht nachdem die Heiligengestalt der menschlichen Selbstentfremdung entlarvt ist, die Selbstentfremdung in ihren unheiligen Gestalten zu entlarven. Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik.\u201c<\/p>\n<p>Daher formulieren wir in unserer Berliner Erkl\u00e4rung: <strong>\u201e<\/strong>In diesem Sinne verstehen wir Religionskritik als Gesellschaftskritik\u201c. Entsprechend setzt der Freidenkerverband auch die Priorit\u00e4ten im Verh\u00e4ltnis zu Gl\u00e4ubigen: \u201eTrotz teilweise tiefer weltanschaulicher Gegens\u00e4tze zwischen dem, was wir unter freiem Denken verstehen, und dem religi\u00f6sen Glauben, treten wir f\u00fcr Dialog und Zusammenarbeit mit allen Gl\u00e4ubigen ein, die sich f\u00fcr die Verwirklichung des Humanismus einsetzen. Wir wollen die Konfrontation der Ideen zum Zweck der Kooperation im Handeln. Wir erwarten von den Pers\u00f6nlichkeiten und Institutionen der Kirche, da\u00df sie ebenfalls auf den humanistischen Dialog setzen und nicht auf den kr\u00e4ftezehrenden Kampf gegen Andersdenkende und deren Geistesfreiheit.<\/p>\n<p>Wir lassen uns davon leiten, da\u00df die religi\u00f6se Frage der Sicherung des \u00dcberlebens der Menschheit und der Schaffung menschenw\u00fcrdiger Zust\u00e4nde untergeordnet werden muss.<\/p>\n<p>Unsere Religionskritik ist nicht gegen religi\u00f6se Menschen oder die Religion &#8218;an sich&#8216; gerichtet, sondern gegen jegliche Form des Klerikalismus, den politischen Missbrauch der Religion und der religi\u00f6sen Gef\u00fchle der Menschen, gegen religi\u00f6sen Fundamentalismus Dogmatismus und Fanatismus und gegen die &#8218;Allianz von Thron und Altar&#8216;, also gegen jegliche Form des Staatskirchentums.\u201c<\/p>\n<h5><strong>Marx und Islam <\/strong><\/h5>\n<p>Diese Maximen gelten f\u00fcr alle Religionen und ihre Anh\u00e4nger gleicherma\u00dfen. Antimuslimische Propagandisten, wie der im Kopp-Verlag publizierende Ulf Ulfkotte, versuchen Karl Marx als Kronzeugen gegen die Muslime in Dienst zu nehmen und ihn als Protagonisten des \u201eFeindbild: Islam\u201c erscheinen zu lassen. Dazu wird eine Reihe von Zitaten aufgeboten, die tats\u00e4chlich von Marx stammen:<\/p>\n<p>\u00bbDer Koran und die auf ihm fu\u00dfende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geografie und Ethnografie der verschiedenen V\u00f6lker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gl\u00e4ubige und Ungl\u00e4ubige. Der Ungl\u00e4ubige ist ein <em>harby<\/em>, d.h. der Feind. Der Islam \u00e4chtet die Nation der Ungl\u00e4ubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungl\u00e4ubigen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDa der Koran jeden Ausl\u00e4nder zum Feind erkl\u00e4rt, wird niemand wagen, in einem muselmanischen Land aufzutreten, ohne seine Vorsichtsma\u00dfnahmen getroffen zu haben.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbEs versteht sich, dass Besitz in diesem Falle nicht Eigentum bedeutet, das den Christen durch den Koran untersagt ist, sondern nur das Recht der Nutznie\u00dfung.\u00ab<\/p>\n<p>Mit diesen Zitaten wird dem unkundigen Leser suggeriert, Karl Marx habe hier eine grunds\u00e4tzliche Islamkritik verfasst. Das ist unzutreffend. Man ahnt es sp\u00e4testens beim kr\u00f6nenden Schluss des Artikels: \u201eSchlie\u00dflich war Karl Marx aus heutiger Sicht ein ganz gew\u00f6hnlicher \u201aRassist\u2019\u201c, schreibt Ulfkotte \u2013 zwecks eigener (und Sarrazins) Exkulpierung.<\/p>\n<p>Mit Ulfkottes Zitierweise k\u00f6nnte man auch beweisen, dass Marx ein gl\u00fchender Anh\u00e4nger imperialistischer Kriege war. Denn der Beitrag, aus dem die Zitate stammen, beginnt mit dem Satz: \u201eEndlich ist der Krieg erkl\u00e4rt worden.\u201c Dann erf\u00e4hrt man: \u201eDie k\u00f6nigliche Botschaft (\u2026) erl\u00e4utert die Ma\u00dfnahmen, die getroffen werden sollen, um den \u00dcbergriffen Ru\u00dflands gegen die T\u00fcrkei aktiv entgegenzutreten.\u201c<\/p>\n<p>Marx\u2018 Artikel mit dem Titel \u201eDie Kriegserkl\u00e4rung -Zur Geschichte der orientalischen Frage\u201c (S. 168-176) MEW Bd. 10, erschien in der &#8222;New-York Daily Tribune&#8220; vom 15. April 1854. Frankreich und England schlossen mit der T\u00fcrkei einen Beistandspakt gegen das zaristische Russland, und Marx kl\u00e4rt in diesem Kontext die Leser dar\u00fcber auf, wie die Regierung in Konstantinopel in den Jahrhunderten vorher aus dem Schutz Andersgl\u00e4ubiger ihren Nutzen zog:<\/p>\n<p>\u201eTeile der Heiligen St\u00e4tten und der Kirche des Heiligen Grabes sind im Besitze der Katholiken, Griechisch-Orthodoxen, Armenier, Abessinier, Syrer und Kopten. Zwischen all diesen verschiedenen Pr\u00e4tendenten kam es nun zu einem Konflikt. Die Souver\u00e4ne Europas, die in diesem religi\u00f6sen Streit eine Frage ihres Einflusses im Orient sahen, wandten sich zuerst an die Herren des Grund und Bodens, fanatische und gierige Paschas, die ihre Stellung mi\u00dfbrauchten. Die Ottomanische Pforte und ihre Agenten befolgten ein h\u00f6chst erm\u00fcdendes Syst\u00e8me de bascule &lt;Schaukelsystem&gt;, gaben abwechselnd den Katholiken, Griechisch-Orthodoxen und Armeniern recht, forderten und erhielten Gold von allen Seiten und machten sich \u00fcber sie alle lustig.\u201c<\/p>\n<p>Wir haben hier, anders als uns die Islamfeinde weismachen wollen, kein Beispiel Marx\u2019scher Islamverdammung, sondern einen Anschauungsunterricht, wie (in einem bestimmten Land in konkreter historischer und internationaler Konstellation) unter dem Deckmantel der Religion Machtpolitik betrieben wurde, in den Worten unserer \u201eBerliner Erkl\u00e4rung\u201c: \u201epolitischer Missbrauch der Religion\u201c.<\/p>\n<h5><strong>Freidenker zu Muslimen und Islam <\/strong><\/h5>\n<p>Bei allen Religionen mit \u201eHeiligen Schriften\u201c finden sich Textstellen, die zu humanistischem, emanzipatorischem Handeln anregen k\u00f6nnen, wie auch solche, die in reaktion\u00e4rer und barbarischer Richtung interpretiert werden k\u00f6nnen. Es handelt sich um historische Texte, die Verst\u00e4ndnis und Gebr\u00e4uche ihrer Zeit spiegeln, um Texte idealistischer Weltanschauungen, und zudem f\u00fchrt eine Vielzahl von Autoren auch zu widerspr\u00fcchlichen Aussagen und Tendenzen.<\/p>\n<p>Viele Erscheinungen m\u00fcssen, ebenso wie die Texte, historisch gelesen und verstanden werden. Wie aus der Verbreitung und Entwicklung des Christentums gel\u00e4ufig, kommt Religion nie \u201erein\u201c, \u201eunter Laborbedingungen\u201c vor, sondern immer in Anwendung durch Menschen, und damit wiederum verwoben mit anderen Sph\u00e4ren wie Politik und \u00d6konomie. Hinzu kommt, dass der Islam kein \u201eWeltzentrum\u201c, keine \u201everbindliche Zentralinstanz\u201c kennt, er folglich in einer Vielzahl von Varianten existiert, die umso st\u00e4rker von dem jeweiligen Land, seiner Geschichte und seinem politischen System \u00fcberpr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>Dem Selbstverst\u00e4ndnis der Muslime, dass ihre Religion Orientierung auch f\u00fcr Politik, Wirtschaft, Justizsystem etc. liefert, entspricht \u201aumgekehrt\u2018 auch eine st\u00e4rkere Einflussnahme der betreffenden Eliten auf die religi\u00f6se Interpretation. Die Realit\u00e4t lehrt, dass sowohl ein \u201eGottesstaat\u201c wie auch ein s\u00e4kulares Staatswesen islamisch begr\u00fcndbar sind.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re ein gro\u00dfer Fortschritt, wenn der vermeintlich westliche Exportschlager Menschenrechte nicht im Marschgep\u00e4ck der neuen Kolonialkrieger in die islamisch gepr\u00e4gten L\u00e4nder k\u00e4me. Es ist nicht Aufgabe des \u201eWestens\u201c, auch nicht seiner Intellektuellen, die \u201eB\u00fcrde des wei\u00dfen Mannes\u201c fr\u00fcherer Kolonialzeiten auf sich zu nehmen, und die \u201eWilden Mores zu lehren\u201c.<\/p>\n<p>Eine Verankerung der Menschenrechte im Denken und in der Praxis der Menschen eines Landes kann nur auf Grundlage der dort historisch gewachsenen Vorstellungen erfolgen. Es ist ein Ausdruck von Rassismus, Anh\u00e4nger des Islam als hierzu prinzipiell unf\u00e4hig, als Antagonisten menschenrechtlicher Grunds\u00e4tze zu betrachten. Nach \u00dcberzeugung der Gl\u00e4ubigen aller Religionen begr\u00fcndet und besch\u00fctzt ihre Religion die Menschenw\u00fcrde. Dass die staatliche Praxis hinter diesem Ideal oft zur\u00fcckbleibt, kennen wir im \u201eWesten\u201c aus der Differenz zwischen Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit. Jedoch bieten Glaubens\u00fcberzeugungen und Textauslegung auch im Islam die Grundlage daf\u00fcr, Menschenrechte \u201ainnerreligi\u00f6s\u2018 zu begr\u00fcnden und zu \u201aauthentifizieren\u2018.<\/p>\n<p>Menschen, die wissen, dass es neben Natur- auch gesellschaftliche Gesetze gibt, dass es auch in der Geschichte historisch zugeht (kein \u201eEnde\u201c gibt), denen kommt die Vorstellung abstrus vor, dass \u201eder Islam\u201c hermetisch abgeschlossen und nicht entwicklungsf\u00e4hig sein soll. Diese Vorstellung offenbart Unkenntnis menschlicher Geschichte und des Wesens von Weltanschauungen, und ist im schlimmsten Fall Ausdruck eines rassistischen Vorurteils. Sie offenbart aber auch Ignoranz gegen\u00fcber dem real vorhanden Reformdenken und ihren Vertretern im islamischen Kulturkreis (siehe \u201eFreidenker\u201c 4-2004).<\/p>\n<p>In der Stellungnahme des Freidenkerverbandes zur \u201eSekten\u201c-Problematik hei\u00dft es: \u201eUnser Ma\u00dfstab der Beurteilung ist der Grad des Irrationalismus, den jede einzelne sogenannte \u201aSekte\u2018 oder Kirche unters Volk bringt, in welchem Ma\u00dfe sie die K\u00f6pfe der Menschen gefangennimmt, ihre Freiheit des Denkens enteignet, sie der realen Welt entfremdet, ihre selbstbewu\u00dfte und selbstbestimmte T\u00e4tigkeit untergr\u00e4bt, sie vom aktiven Eingreifen in die Auseinandersetzungen und K\u00e4mpfe f\u00fcr ihre Interessen abh\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p>Unsere Einstellung zu den Religionen ist nicht \u201eje schlimmer, desto besser\u201c, sondern wir wollen bewusst alle rationalen Ans\u00e4tze und emanzipatorischen Bestrebungen f\u00f6rdern, anders h\u00e4tte unsere Orientierung auf Dialog und Zusammenarbeit mit gl\u00e4ubigen Menschen keinen Sinn. Deshalb treten wir auch unter dem Aspekt der \u201eRichtigstellung der Begriffe\u201c f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung dar\u00fcber ein, welche vielf\u00e4ltigen und widerspr\u00fcchlichen Erscheinungen sich hinter den Begriffen \u201eIslamismus\u201c, \u201epolitischer Islam\u201c oder \u201eFundamentalismus\u201c verbergen. Hier stellenweise reformatorische Bestrebungen zu entdecken, wird manche \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>Dabei ist uns bewusst, dass ein Haupthindernis zu einer fortschrittlichen, humanistischen und rationalen Rezeption und religi\u00f6sen Praxis nicht in der Religion des Islam selbst begr\u00fcndet liegt, sondern in den negativen und destruktiven Tendenzen gesellschaftlicher Art, und hier insbesondere der internationalen Politik. Ist es nicht bemerkenswert, dass der Imperialismus mit dem Irak und Libyen zwei s\u00e4kulare Staaten zerst\u00f6rt hat, und dabei ist, das s\u00e4kulare Syrien zu zerst\u00f6ren? Ist es nicht markant, dass der Imperialismus sich mit dem reaktion\u00e4ren \u201eSaudi\u201c-Arabien und Golfmonarchen verb\u00fcndet, die mit dem Wahhabismus\/Salafismus eine mittelalterliche, primitiv-brutale Variante des Islam vertreten? Dass der Imperialismus aus einer CIA-Datenbank namens \u201eal-qaida\u201c mit Kollaborateuren eine gleichnamige Terrororganisation erschaffen hat?<\/p>\n<p>Es ist diese imperialistische Praxis, die nicht nur ungez\u00e4hlte Menschen das Leben kostet, sondern die auch \u201eden Islam\u201c einmauert und an seiner zeitgem\u00e4\u00dfen Entwicklung hindert. Um ihn dann dem staunenden westlichen Publikum als zur\u00fcckgeblieben und menschenrechtswidrig vorzuf\u00fchren, womit man erneut einen Kriegsgrund hat \u2013 selbst geschaffen, wohlgemerkt.<\/p>\n<p>Gegen diese Verlogenheit und insbesondere gegen die imperialistischen Raubkriege k\u00e4mpfen Freidenkerinnen und Freidenker, gemeinsam mit Musliminnen und Muslimen wie auch anderen Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p><em>Klaus Hartmann ist Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon_32\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" \/>\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/freidenker-13-03-hartmann.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klaus Hartmann:\u00a0Religionskritik unter Islamophobie-Verdacht?\u00a0Islamophobie unter dem Vorwand von Religionskritik?<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 3-13, ca. 480 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: pixabay.com \/ User: geralt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Klaus Hartmann aus: FREIDENKER 3-13<\/strong><br \/>\nDie Frage soll lauten, ob es erlaubt ist, den Islam zu kritisieren. Oder ob Freidenker sich aus \u201aantiimperialistischen Gr\u00fcnden\u2019 scheuen, dies zu tun. Von mancher Seite wird dem Freidenkerverband vorgehalten, seine Aufgabe der Religionskritik zu vernachl\u00e4ssigen und einem Kulturrelativismus zu huldigen. Das ist freilich ein unzutreffendes Zweckargument, schon die Themen unserer Heftschwerpunkte dementieren den Vorwurf: Im Dezember 1994 war dies \u201eFundamentalismus. Beispiel Islam\u201c und im Dezember 2004 \u201ePhilosophie und freies Denken im islamischen Kulturkreis\u201c. Die Titel-Formulierung macht allerdings auch klar, dass wir nicht &#8230; in das \u00fcbliche Islam-Bashing &#8230; einstimmen. Wir warnen vielmehr vor einer rassistischen Stimmungsmache.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2938,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,15],"tags":[305,350,652,653,371,279],"class_list":["post-2937","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-religions-kirchenkritik","tag-fundamentalismus","tag-islam","tag-islamophobie","tag-rassismus","tag-religion","tag-religionskritik"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/the-1621517_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-Ln","jetpack-related-posts":[{"id":783,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=783","url_meta":{"origin":2937,"position":0},"title":"FREIDENKER 3-13 &#8211; Islam &#8211; Islamismus &#8211; Politischer Islam zwischen Imperialismus und Antiimperialismus","author":"Webmaster","date":"16. 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Dezember 2016","format":false,"excerpt":"Aus: \u201eFREIDENKER\u201c Nr. 4-16 Diese Thesen standen zwei Jahre im Freidenkerverband zur Diskussion, das zum Verbandstag im Juni 2016 in Potsdam vorgelegte Ergebnis wurde in dessen Auftrag nochmals vom Verbandsvorstand bearbeitet. Auszug: Weltweit erleben Religiosit\u00e4t und Religionen in ihren unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen wieder einen Aufschwung. 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