{"id":2882,"date":"2015-06-17T19:25:41","date_gmt":"2015-06-17T17:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=2882"},"modified":"2017-12-30T19:27:12","modified_gmt":"2017-12-30T18:27:12","slug":"wissenschaft-technik-weltanschauung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2882","title":{"rendered":"Wissenschaft \u2013 Technik \u2013 Weltanschauung"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=824\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 2-15<\/a>, Juni 2015, S. 10-15, 74. Jahrgang<\/p>\n<p>von <em><strong>Horst Schild<\/strong><\/em><\/p>\n<p>[Beitrag auf der Konferenz \u201eZweifel und Kritik an Fortschritt, Wissenschaft und Technik\u201c am 08.10.2011 in Dresden]<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Seinen in die Jahre gekommenen Galilei l\u00e4sst Bertolt Brecht einem jungen Wissenschaftler gegen\u00fcber sagen: \u201eIch halte daf\u00fcr, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die M\u00fchseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern. Wenn Wissenschaftler, eingesch\u00fcchtert durch selbsts\u00fcchtige Machthaber, sich damit begn\u00fcgen, Wissen um des Wissens willen aufzuh\u00e4ufen, kann die Wissenschaft zum Kr\u00fcppel gemacht werden, und \u2026 neue Maschinen m\u00f6gen nur neue Drangsale bedeuten. Ihr m\u00f6gt mit der Zeit alles entdecken, was es zu entdecken gibt, und euer Fortschritt wird doch nur ein Fortschritt von der Menschheit weg sein. Die Kluft zwischen euch und ihr kann eines Tages so gro\u00df werden, dass euer Jubelschrei \u00fcber irgendeine Errungenschaft von einem universalen Entsetzensschrei beantwortet werden k\u00f6nnte.\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Galilei f\u00fcgt dann selbstkritisch hinzu: \u201e\u2026 ich \u00fcberlieferte mein Wissen den Machthabern, es zu gebrauchen, es nicht zu gebrauchen, es zu missbrauchen, ganz wie es ihren Zwecken diente.\u201c<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Der alte Traum der Menschen, durch fortschreitende Wissenschaft, Technik und Produktion ihn von materieller Not, Krankheit und Angst zu erl\u00f6sen, er ist nur zum Teil Wirklichkeit geworden \u2013 und das auch zu Lasten der Verelendung vieler Menschen, ja vieler V\u00f6lker.<\/p>\n<p>M\u00fcssen wir also die Wissenschaft f\u00fcrchten, Sorge vor ihren Resultaten, auch technischen Resultaten, haben? Sind gar die Wissenschaftler schuld, wenn ihre Erkenntnisse von eben diesen \u201eMachthabern\u201c missbraucht werden? Liegt es denn aber an <strong>den<\/strong> Physikern, wenn noch immer die Menschheit von Atomwaffen bedroht wird, an <strong>den<\/strong> Chemikern, wenn unsere Nahrungsmittel gepanscht, ja vergiftet werden? Ist die Wissenschaft schuld am Hunger in vielen L\u00e4ndern, an Wirtschafts- und Finanzkrisen, an Arbeitslosigkeit, an der Zerst\u00f6rung der Natur? \u2013 Hat sie nicht vielmehr unz\u00e4hlige positive Ergebnisse hervorgebracht, die aus unserem Leben sich wegzudenken niemand w\u00fcnscht? Hat sie nicht realiter beigetragen, die M\u00fchseligkeiten unserer Existenz zu erleichtern, unsere Beweglichkeit zu steigern, unsere Lebenserwartung zu erh\u00f6hen, Krankheiten zu heilen? Sollten wir nicht deshalb die Wissenschaft loben, sie gar verteidigen? Vielleicht finden wir mit dieser Konferenz eine Antwort.<\/p>\n<p>Friedrich Engels forderte von der Wissenschaft vor allem eine gr\u00f6\u00dfere Unbefangenheit und R\u00fccksichtslosigkeit, um in Einklang mit den Interessen und Strebungen der Arbeiter zu sein. Auf der anderen Seite aber musste Karl Marx schon vor eineinhalb Jahrhunderte vorsichtig einschr\u00e4nken: \u201e Die Siege der Wissenschaft scheinen erkauft durch Verlust an Charakter. In dem Ma\u00dfe, wie die Menschheit die Natur bezwingt, scheint der Mensch durch andere Menschen oder durch seine eigene Niedertracht unterjocht zu werden. Selbst das reine Licht der Wissenschaft scheint nur auf dem dunklen Hintergrund der Unwissenheit leuchten zu k\u00f6nnen \u2026 Dieser Antagonismus zwischen moderner Industrie und Wissenschaft auf der einen Seite und modernem Elend und Verfall auf der anderen Seite, dieser Antagonismus zwischen den Produktivkr\u00e4ften und den gesellschaftlichen Beziehungen unserer Epoche ist eine handgreifliche, \u00fcberw\u00e4ltigende und unbestreitbare Tatsache.\u201c<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Wie aktuell das anmutet! Noch vor wenigen Jahrzehnten hatte man in den f\u00fchrenden kapitalistischen Staaten voller Euphorie erwartet, dass die Umw\u00e4lzungen in Wissenschaft und Technik die Widerspr\u00fcche der Gesellschaft aufl\u00f6sen oder wenigstens sichtbar abschw\u00e4chen werden. Rationalit\u00e4t und Effektivit\u00e4t, soziales Engagement und Fortschritt wurden in den Massenmedien gepriesen. Davon ist heute fast nichts mehr \u00fcbrig geblieben, und die Medien spiegeln meist das Gegenteil wider. Die vordem vorwiegend optimistische Bewertung der M\u00f6glichkeiten von Wissenschaft und Technik ist einer abw\u00e4genden, skeptischen Beurteilung gewichen. Nicht selten wird eine Flucht ins Irrationale deutlich. Der Fortschritt und auch die Rationalit\u00e4t, auf die man noch gestern hoffnungsvoll setzte, werden ersetzt durch die \u00dcberbetonung moralischer Werte, ethischer Prinzipien und nicht zuletzt religi\u00f6ser und spiritueller Besinnlichkeiten. Im \u201eUnterschichten-TV\u201c dominieren Spa\u00df und Klatsch, Belanglosigkeit, Sex und Horror \u2013 aufkl\u00e4rende, popul\u00e4re Sendungen zu Ergebnissen und M\u00f6glichkeiten der Wissenschaft, kritisches Hinterfragen zur Ambivalenz ihrer Nutzung sind weitgehend Fehlanzeige. Wissenschaftliches Denken, ja bereits Nachdenken \u00fcber Wissenschaft soll und darf halt kein Allgemeingut werden. Die \u201eMachthaber\u201c wollen dies aus dem Bewusstsein der Masse eliminieren. Eine gebildete Nation besitzt im Wertekanon eben dieser \u201eMachthaber\u201c offenbar keinen hohen Stellenwert.<\/p>\n<p>Wir wollen selbstverst\u00e4ndlich nicht \u00fcbersehen, dass die skeptisch-abw\u00e4gende Einstellung der Menschen zu den M\u00f6glichkeiten der Wissenschaft nicht nur medial vermittelt, sondern auch durch sich objektiv aktuell und potenziell vollziehende Prozesse bedingt ist.<\/p>\n<p>Zum einen sind Wissenschaftler in der Regel nicht freiberuflich t\u00e4tig, sind abh\u00e4ngig bezahlte Arbeiter, Arbeiter, die Auftr\u00e4ge erhalten und diese auch abrechnen m\u00fcssen. Meist sind sie ohne nennenswerten Einfluss auf die Nutzung dessen, was sie entdeckt oder erforscht haben. Das obliegt prim\u00e4r ihren Auftraggebern \u2013 Konzernen, Regierungen, politischen und milit\u00e4rischen Allianzen. Mehr noch: Wissenschaftliche Arbeit, sichtbar nicht nur an ingenieurwissenschaftlichen Gro\u00dfforschungsprojekten, erfolgt in steigendem Ma\u00dfe arbeitsteilig. Steht nicht dann dem einzelnen Wissenschaftler im kapitalistischen Wissenschaftsbetrieb das \u201eProdukt\u201c seiner T\u00e4tigkeit genauso als ein Fremdes gegen\u00fcber, wie dem Arbeiter in der materiellen Produktion dessen Produkt? Entfremdung also auch in der wissenschaftlichen Arbeit? Wir m\u00f6chten es zumindest zur Diskussion stellen.<\/p>\n<p>Zum anderen haben die bisherigen Produktionsweisen mit ihrer qualitativen und vor allem quantitativen Ausdehnung menschlicher \u201eHerrschaft\u201c \u00fcber die Natur, auch mit Hilfe bzw. unter Nutzung der Wissenschaft, zu einem Zustand gef\u00fchrt, der die Verletzlichkeit und Begrenztheit unserer Erde in nahezu dramatischer Weise sichtbar macht. Effektivit\u00e4t des Produzierens, Verteilens, Konsumierens, ja weitgehend die gesamte Lebensweise der Gesellschaft stellen heute vorwiegend quantitative Gr\u00f6\u00dfen dar und haben sich in gewisser Weise zum Selbstzweck des Produzierens entwickelt. \u201eDie Produktion produziert \u2026 nicht nur einen Gegenstand f\u00fcr das Subjekt\u201c, bemerkte Marx, \u201esondern auch ein Subjekt f\u00fcr den Gegenstand.\u201c<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>In der kapitalistischen Gesellschaft sieht man diesen Zusammenhang sehr wohl, und man setzt alle Mittel ein, um stetig und immer schneller Bed\u00fcrfnisse zu schaffen. Aber nicht x-beliebige Bed\u00fcrfnisse, sondern solche, die den Verkauf nach sich ziehen.<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Genau darum ist der in der Welt herrschende Komplex Wissenschaft-Technik nicht von den Interessen des herrschenden Kapitalismus zu trennen. Der Mensch (als Individuum, als M\u00fcller, Meier, Schulze) hat in wachsendem Ma\u00dfe die Kontrolle \u00fcber die wissenschaftlich-technische Entwicklung verloren. Hinzu kommt, wie Heleno Sana richtig anmerkt, dass die Herstellung immer neuer Produkte in immer k\u00fcrzeren zeitlichen Abst\u00e4nden weitgehend \u00fcberfl\u00fcssig und sinnlos geworden ist und keine andere Funktion erf\u00fcllt, als die kapitalistische Dynamik in Gang zu halten.<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Man konnte unl\u00e4ngst einen Werbespot sehen, wonach jemand ein bestimmtes Auto nicht braucht, aber es will. Ein Produkt also, das man gar nicht braucht, ohne einen praktischen Gebrauchswert. Kann etwas die Absurdit\u00e4t kapitalistischen Wirtschaftens mehr verdeutlichen? Und noch etwas: Welche und wie viel Manipulation wird aufgewandt, um solch eine Einstellung zu erlangen. Vom Verschlei\u00df an Ressourcen ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Der seit der industriellen Revolution entstandene und entwickelte Homo consumens ist aber keinem Naturgesetz ad\u00e4quat, er ist eine Sch\u00f6pfung des kapitalistischen Systems<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> und wird mit diesem verschwinden. Er muss es auch, um unser selbst willen.<\/p>\n<p>Mit dem Entstehen der gro\u00dfen Industrie wurde ein noch bis heute vorherrschender quantitativer Typ von Technik generiert, der letztendlich an die Vorstellungen der Massenproduktion und des Massenabsatzes gebunden war. Es ist nicht zu \u00fcbersehen, dass eine exzessive Weiterverfolgung dieses Techniktyps zwangsl\u00e4ufig in die zivilisatorische Sackgasse f\u00fchrt.<a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a> Indes lassen die aktuellen Umbr\u00fcche im Zuge der als wissenschaftlich-technische Revolution bezeichneten Entwicklungen erkennen, dass sich ein qualitativ neuer Techniktyp herausbildet und bereits herausgebildet hat. <strong>Das<\/strong> aber hat u. E. au\u00dferordentlich weitreichende Konsequenzen f\u00fcr nahezu alle Bereiche des menschlichen Daseins.<\/p>\n<p>Wir wollen Technik sowohl als materialisierten Handlungszweck begreifen als auch als Mittel von T\u00e4tigkeiten und Handlungen (evtl. auch als Handlung selbst?). Zugleich verk\u00f6rpert die Technik von je her einen Kernbereich gesellschaftlicher Produktivkr\u00e4fte. Eine Folgerung ist, dass mit der Genese des genannten neuen Techniktyps auch die Genese eines qualitativ neuen geschichtlichen Typs der gesellschaftlichen Produktivkr\u00e4fte einhergeht \u2013 mit all ihren Potenzen und Chancen, aber auch Risiken und Gefahren. Die Hauptgefahr erw\u00e4chst aus der globalisierten, auf r\u00fccksichtslose Profitmaximierung orientierten kapitalistischen Wirtschaft, die mindestens zu einer globalen Zivilisationskrise f\u00fchren kann, oder schlimmstenfalls, um mit Rosa Luxemburg zu reden, geradewegs in die Barbarei. Die als \u201eHumanaktionen\u201c getarnten Aggressionskriege um Rohstoffe (heute noch \u00d6l, morgen vielleicht schon Wasser) und um politische Einflussnahme sind daf\u00fcr nur ein sichtbares Indiz. Wir d\u00fcrfen nicht au\u00dfer Acht lassen, dass die in der Welt herrschende Technik nicht von den Interessen des herrschenden Kapitalismus zu trennen ist.<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Die bisherige \u201ehistorische Logik\u201c der Produktivkraftentwicklung kann, mit Bezug auf die Technik, als Abfolge der \u00dcbertragung qualitativer und quantitativer Momente menschlicher T\u00e4tigkeit, n\u00e4mlich ihrer Grundfunktionen, auf vom Menschen geschaffene Dinge \u2013 die Technik \u2013 angesehen werden. Bei genauerer Betrachtung lassen sich drei Grundfunktionen menschlicher T\u00e4tigkeit unterscheiden, die jeden Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur kennzeichnen: stoffformende, energetische und informationelle. Fr\u00fchere Umbr\u00fcche und Revolutionen im System der Produktivkr\u00e4fte \u2013 so auch die klassische industrielle Revolution \u2013 zielten vorwiegend auf die \u00dcbertragung stoffformender und energetischer Funktionen. Erinnert sei an den Marxschen Vergleich von Hand- und Dampfm\u00fchle mit feudaler und kapitalistischer Gesellschaft. Gegenw\u00e4rtig dominiert die Einbeziehung informationeller und kommunikativer Grundfunktionen, also die menschliche geistige T\u00e4tigkeit. Die Informations- und Kommunikationstechnologien stellen eine Objektivierung menschlicher Funktionen der Verarbeitung, Weiterleitung und Speicherung von Informationen sowie der Kommunikation dar. Der Computer, erst recht in Vernetzung, ist universell anwendbar. Damit aber findet der Prozess der Funktions\u00fcbertragung Mensch-Technik seinen <strong>qualitativen <\/strong>Abschluss. Ein Endpunkt ist oder wird erreicht. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich nicht, dass damit auch quantitative Grenzen erreicht sind. Und es hei\u00dft auch nicht, dass der Mensch seiner T\u00e4tigkeitsfunktionen verlustig geht. Er beh\u00e4lt sie nat\u00fcrlich, vielleicht nicht ganz in ihren urspr\u00fcnglichen Dimensionen.<\/p>\n<p>Wenn unterstellt werden soll, dass es au\u00dfer den genannten keine weiteren qualitativen Grundfunktionen menschlicher T\u00e4tigkeit existieren, hei\u00dft das: Derzeit erleben wir mit Blick auf die hervorgebrachte Technik eine grundlegende Z\u00e4sur der Menschheitsentwicklung. Aus ihr ergeben sich Fragen nach den Triebkr\u00e4ften, Determinanten und Kriterien k\u00fcnftiger technischer Entwicklung. Sichtbar werden sie z. B. im Verh\u00e4ltnis menschlicher T\u00e4tigkeit und Technik als Mittel dieser T\u00e4tigkeit. Dieses Verh\u00e4ltnis kann charakterisiert werden, indem (neue)Technik immer auch eine <strong>Neuorganisation<\/strong> menschlicher T\u00e4tigkeit bewirkt. Man k\u00f6nnte deshalb die Geschichte der Menschheit \u2013 mit Sicht auf die gesellschaftlichen Produktivkr\u00e4fte \u2013 auch als einen Prozess permanenter Neuorganisation menschlicher T\u00e4tigkeit interpretieren. Dabei umfasst Neuorganisation mindestens drei Aspekte: die Funktions\u00fcbertragung Mensch-Technik, die <strong>Funktionserweiterung<\/strong> f\u00fcr den Menschen (hier nicht der Grundfunktionen) sowie auch die Neuschaffung menschlicher Funktionen. Bisher wurde die Entwicklung durch den ersten Aspekt (der \u00dcbertragung) dominiert, die aktuellen Informations- und Kommunikationstechnologien und ihr Umgang mit ihnen dr\u00e4ngen uns die Frage auf, ob nicht k\u00fcnftig der Aspekt der R\u00fccknahme \u00fcbertragener und damit zugleich der der Neuschaffung gewollter menschlicher Funktionen eine entscheidende Bedeutung erh\u00e4lt, weil sie zugleich eine R\u00fcckkehr zum Menschsein bedeuten kann. Warum will ich das betonen?<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte dazu die neuen Dimensionen der gegenw\u00e4rtigen technischen Entwicklung und ihrer Komponenten kurz umrei\u00dfen, ohne dabei auf Vollz\u00e4hligkeit zu achten.<\/p>\n<ol>\n<li>Ausgehend vom menschlichen Verm\u00f6gen zur Komplexit\u00e4tsbew\u00e4ltigung haben wir es mit hyperkomplexen Systemen zu tun, mit inh\u00e4renten Tendenzen der Irreversibilit\u00e4t, aber mit M\u00f6glichkeiten des Entstehens nicht gew\u00fcnschter Ordnungen und des Missbrauchs. Derartige Systeme sind mit tradierten Strategien nicht mehr ausreichend beherrschbar zu gestalten. Prononciert kann man von \u201eMachbarkeit ohne Beherrschbarkeit\u201c sprechen. Bekanntlich sind komplexe Systeme und Prozesse dadurch gekennzeichnet, dass ihr Verhalten von einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Einflussgr\u00f6\u00dfen abh\u00e4ngt. Die Verflechtung der Systemelemente zu immer komplizierteren Strukturen geht einher mit einer wachsenden Vielfalt sich nicht wechselseitig determinierender Beziehungen der Elemente untereinander. Dadurch wird der Zufall wesentlich. Vorhersagen und Systembeschreibungen besitzen nunmehr Wahrscheinlichkeitscharakter, sind nicht mehr funktional-analytisch beschreibbar. Das hat Folgen f\u00fcr Sicherheit und Zuverl\u00e4ssigkeit, auf die hier nicht n\u00e4her eingegangen werden soll, die sich aber tagt\u00e4glich belegen lassen.<\/li>\n<li>Die aktuellen und k\u00fcnftigen technischen Systeme dringen verst\u00e4rkt in bisher verschlossene Dimensionen der Makro- und Mikrobereiche ein. Zugleich werden neue materielle Bewegungsformen und Strukturen f\u00fcr die technische Nutzung erschlossen. \u2013 Mobiltelefon, Biotechnik usw.<\/li>\n<li>Sowohl die kumulativ-quantitativen Prozesse der Technikentwicklung als auch das Entstehen qualitativ neuer technischer Systeme haben sichtbar dazu gef\u00fchrt, dass sich sozio-technische Mischstrukturen entwickelt haben und ausweiten, deren Dimensionen und Wirkungen nicht mehr vorrangig individuelle oder Gruppenbefindlichkeiten tangieren, sondern die soziale Organisation insgesamt betreffen. Sichtbar wird das f\u00fcr jeden an der weltweiten Vernetzung und etwa an der Dezentralisierung und Vereinzelung der Arbeitspl\u00e4tze in Produktion und Verwaltung. Es w\u00e4re darum zwingend notwendig, die gesellschaftliche, technische bzw. sozio-technische Komplexit\u00e4t aus der Sicht des Einzelnen sozial und human-\u00f6kologisch zu gestalten und zu beherrschen. Diese Forderung \u00fcbersteigt aber objektiv die M\u00f6glichkeiten kapitalistisch-imperial orientierten Wirtschaftens. Oder anders formuliert: Die Dimensionen technischer Entwicklung als Teil der Produktivkraftentwicklung sto\u00dfen an die Grenzen der Produktionsverh\u00e4ltnisse der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, deren geopolitische, \u00f6konomische und milit\u00e4rische Dominanz sich von Beginn an auf das gewaltige Potenzial seiner technischen Errungenschaften gr\u00fcndete.<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a><\/li>\n<li>Wenn diese letzte Aussage wahr ist, dann wird ein neuer, erweiterter Gestaltungsansatz zwingend notwendig. Technik (und selbstverst\u00e4ndlich nicht nur sie) muss wieder menschlichen Wertma\u00dfst\u00e4ben unterworfen werden. Das erfordert zun\u00e4chst die demokratische Einbeziehung neuer Akteure, neuer Subjekte. Und es muss weit \u00fcber die bisherige Strukturiertheit der Wirtschaft, ja der Gesellschaft insgesamt hinausgehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Drastisch zugespitzt kann man formulieren: Unter den derzeitigen imperialistisch globalisierten, High-Tech-gepr\u00e4gten Verh\u00e4ltnissen besteht die grundlegende Frage darin, ob es gelingt, den Menschen weiter eine <strong>sichere<\/strong> Zukunft zu er\u00f6ffnen, oder ob sich die Geschichte der Menschheit \u00fcberhaupt schlie\u00dft. Die Antwort darauf ist durchaus offen! Dennoch haben wir eine Chance, wenn wir die Anstrengung nicht scheuen, qualitativ neue Entwicklungsgesetze aufzudecken, auch wenn wir mit bisherigen geistigen und praktischen Entwicklungsmodellen brechen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir Freidenker als Teil einer Weltanschauungsgemeinschaft mit unserem bescheidenen personellen Potenzial dazu beitragen?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist die Suche nach Antworten zum Wesen k\u00fcnftiger Technik, zum \u201equo vadis\u201c des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts und den offensichtlich immer geringer werdenden M\u00f6glichkeiten, ihn im Rahmen eines tradierten mechanisch-rationalen, auf quantitatives Wachstum orientierten Denkstils beherrschen zu k\u00f6nnen, prim\u00e4r eine Herausforderung an Welt-Anschauung, an materialistisch-dialektische Weltanschauung. In ihr darf ein solch wichtiger und allgegenw\u00e4rtiger Bereich wie die Technik nicht ausgeklammert werden. Darum sollten wir nach Wegen suchen, dem B\u00fcndnis von Wissenschaft und Weltanschauung, vom Natur- und Technikwissenschaftler mit dem Geisteswissenschaftler wieder Leben einzuhauchen. Beginnend mit dem Dialog, unsere Aufkl\u00e4rungsstrategie selbstverst\u00e4ndlich einschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Die technische Entwicklung muss nicht zwangsl\u00e4ufig mit dem Verlust des Menschlichen einhergehen. Die unstrittige Tendenz zur Entpersonalisierung und Anonymisierung der zwischenmenschlichen Beziehungen als Folge der aktuellen technischen Entwicklung im Kapitalismus ist durchaus kompensierbar und auch partiell umkehrbar. Praktikable Vorschl\u00e4ge daf\u00fcr k\u00f6nnen aber eben kaum allein vom engagierten Einzelwissenschaftler und Ingenieur oder gar vom Berufspolitiker erwartet werden. Gemeinsam aber sind sie nicht auszuschlie\u00dfen. Und zweifellos m\u00fcssen sie erk\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p><strong>Einige bescheidene Ansatzpunkte f\u00fcr unser m\u00f6gliches Diskussionsangebot will ich auflisten:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Der Fortschrittsbegriff sollte wieder zu einer dominanten Kategorie des theoretischen Erfassens unserer heutigen Situation und k\u00fcnftiger Perspektiven der menschlichen Gesellschaft werden. Wir brauchen ein qualitativ neues Fortschrittsverst\u00e4ndnis. Nicht etwa lediglich ein quantitatives.<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a><\/li>\n<li>Zu entwickeln ist ein neues Verh\u00e4ltnis zu einem theoretisch begr\u00fcndeten und vern\u00fcnftigen Umgang mit unseren arbeits- und lebensweltlichen Grundlagen sowie mit und selbst.<\/li>\n<li>Wir brauchen das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr neue Entwicklungstriebkr\u00e4fte, f\u00fcr neue Produktionsziele sowie f\u00fcr Mittel und Methoden der Komplexit\u00e4tsbeherrschung, z. B. die gezielte Komplexreduktion.<\/li>\n<li>Insoweit jedwede Technik als eine sozio-kulturelle bzw. sozial\u00f6konomische Tatsache begriffen wird, die von der Natur \u201egeborgt\u201c ist und damit der Naturgesetzlichkeit unterliegt, sollten wir die Problematik der Wirkungen (und R\u00fcckwirkungen), die Folgen also, ansprechen.<\/li>\n<li>Schlie\u00dflich sind wir auch den ethischen Aspekten, vor allem dem Nach- und Vordenken \u00fcber Sinnfragen der wissenschaftlich-technischen Entwicklung verpflichtet. Ohne zu moralisieren, sollten wir \u00fcber Strategien f\u00fcr eine humane Gestaltung und Nutzung der Technik nachdenken. Selbstverst\u00e4ndlich, ohne von deren n\u00f6tigen politischen Rahmen zu abstrahieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Dr. phil. habil. Horst Schild, Dresden, ist Referent des Verbandsvorstands des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Brecht, Bertolt: Leben des Galilei. In: Ausgew\u00e4hlte Werke in sechs B\u00e4nden. Zweiter Band. Frankfurt a. M. 1977, S. 104<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Marx, Karl: Rede auf der Jahresfeier des \u201ePeople\u2019s Paper\u201c am 14. April 1856 in London. In: MEW, Bd. 12, S. 3f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Marx, Karl: Zur Kritik der Politischen \u00d6konomie. Einleitung. In: MEW, Bd. 13, S. 624<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Vgl. Legay, Jean-Marie: Wer hat Angst vor der Wissenschaft? Leipzig\/Jena\/Berlin 1984, S. 125<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Siehe: Sana, Heleno: Macht ohne Moral. Die Herrschaft des Westens und ihre Grundlagen. Neue Kleine Bibliothek 93. K\u00f6ln 2003 (zit. nach einem Internetauszug), S. 2. Als Statussymbole wurden die Kathedralen von einst l\u00e4ngst von den Hochh\u00e4usern der Banken und Konzerne abgel\u00f6st, und das \u201eHosianna\u201c von ehedem musste dem \u201eSale!\u201c von heute weichen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Die folgenden Ausf\u00fchrungen basieren auf: Schild, Horst \/ Zschaler, Bernd: Pl\u00e4doyer f\u00fcr Technikphilosophie. Dresden o. J. (unver\u00f6ff. Manuskript)<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Vgl. Sana, Heleno, a. a. O., S. 2<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> Vgl. Sana, Heleno, a.a.O., S. 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> So kann ein k\u00fcnftiger Sozialismus nicht einfach nur ein besserer Kapitalismus sein. Aber er muss besser sein als der Kapitalismus.<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon_32\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32\" \/>\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/freidenker-15-02-schild.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Horst Schild: Wissenschaft \u2013 Technik \u2013 Weltanschauung<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 2-15, ca. 340 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: pixabay.com \/ User: geralt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Horst Schild auf der Konferenz \u201eZweifel und Kritik an Fortschritt, Wissenschaft und Technik\u201c am 08.10.2011 in Dresden. Aus: FREIDENKER 2-15<\/strong><br \/>\nM\u00fcssen wir die Wissenschaft f\u00fcrchten, Sorge vor ihren Resultaten, auch technischen Resultaten, haben? Sind gar die Wissenschaftler schuld, wenn ihre Erkenntnisse von eben diesen \u201eMachthabern\u201c missbraucht werden? Liegt es denn aber an den Physikern, wenn noch immer die Menschheit von Atomwaffen bedroht wird, an den Chemikern, wenn unsere Nahrungsmittel gepanscht, ja vergiftet werden? Ist die Wissenschaft schuld am Hunger in vielen L\u00e4ndern, an Wirtschafts- und Finanzkrisen, an Arbeitslosigkeit, an der Zerst\u00f6rung der Natur? \u2013 Hat sie nicht vielmehr unz\u00e4hlige positive Ergebnisse hervorgebracht, die aus unserem Leben sich wegzudenken niemand w\u00fcnscht? <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2883,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[445,38,123,633,33],"class_list":["post-2882","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltanschauung-philosophie","tag-technik","tag-weltanschauung","tag-wissenschaft","tag-wissenschaftlich-technischer-fortschritt","tag-wissenschaftliche-weltanschauung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/wire-rack-1311161_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-Ku","jetpack-related-posts":[{"id":824,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=824","url_meta":{"origin":2882,"position":0},"title":"FREIDENKER 2-15 &#8211; Fortschritt &#8211; Wissenschaft &#8211; Technik: Im Dienst des Menschen?","author":"Webmaster","date":"16. 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