{"id":2833,"date":"2016-06-17T21:04:25","date_gmt":"2016-06-17T19:04:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=2833"},"modified":"2018-02-18T20:13:05","modified_gmt":"2018-02-18T19:13:05","slug":"die-wirklichkeit-sichtbar-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2833","title":{"rendered":"Die Wirklichkeit sichtbar machen"},"content":{"rendered":"<h4>Foto-Grafik und Montage im 125. Heartfieldjahr<\/h4>\n<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=1067\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 2-16<\/a>, Juni 2016, S. 18-31, 75. Jahrgang<\/p>\n<p>von <strong><em>Anneliese Fikentscher<\/em> <\/strong>und <strong><em>Andreas Neumann<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Fotografie und Grafik im Einsatz f\u00fcr den Frieden und Fortschritt. <\/strong><\/h5>\n<p>Der Maler, Typograph und Multifunktionsk\u00fcnstler John Heartfield, dessen 125. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, vereinigt in seinen unvergesslichen Fotomontagen die Techniken seiner Zeit zu einer neuen foto-grafischen Gestaltung. \u201eIch male mit Foto\u201c&#8230; Das Hauptwerk seiner politischen Fotomontage, die vor heute 100 Jahren durch die Dada-Erhebung beeinflusst wurde, ist durch den hunderttausendfachen Druck in der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung (1930-1938, ab 1933 als Volksillustrierte aus dem Prager Exil) \u00fcberliefert. 1926 (also vor 90 Jahren) ruft Willi M\u00fcnzenbergs A-I-Z zur Gr\u00fcndung der Arbeiterfotografen-Vereinigung auf. Es gibt Ber\u00fchrungspunkte, Weiterentwicklung und ein Fortbestehen der Aufkl\u00e4rung mittels unterschiedlicher Kunstformen und Fotografie.<\/p>\n<p>\u201eZwei alte Herren, reif f\u00fcrs Panoptikum\u201c, eine Fotomontage aus dem Jahr 1961, konnte dem westorientierten Deutschland unter Kanzler Adenauer gef\u00e4hrlicher werden als die meisten Politikerreden: mit Hohn und Spott wird der deutsche Nachkriegs-Bundeskanzler Konrad Adenauer als Geburt eines Schattenwurfes, als Menschwerdung des Kanonenroboters, dargestellt. Zur westdeutschen Wiederbewaffnung ist damit (fast) alles gesagt. \u201e\u00dcberragende sch\u00f6pferische Kraft\u201c attestieren die Westf\u00e4lischen Nachrichten am 14.6.1960 anl\u00e4sslich einer Heartfield-Ausstellung in M\u00fcnster, allerdings \u201eselten einmal eine Allegorie, in der die weltanschauliche Bindung zugunsten echter k\u00fcnstlerischer Gestaltung zur\u00fccktritt\u201c. Eine verr\u00e4terische Position, zumal das Gros der Exponate die Enttarnung der NS-Propaganda behandelt.<\/p>\n<p>Wer war dieser Mensch, der in seinen besten Zeiten ein Millionenpublikum erreichte und dennoch in der Kunstgeschichtsschreibung bis ins fortgeschrittene 20. Jahrhundert (im Westen) weitgehend ausgespart blieb? Am 31. Dezember 1918 nimmt John Heartfield (gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Herzfelde und Erwin Piscator) auf dem Gr\u00fcndungsparteitag der KPD in Berlin von Rosa Luxemburg sein Mitgliedsbuch entgegen. Seine Bekanntschaft mit George Grosz veranlasst ihn, seine vor 1917 geschaffenen Gem\u00e4lde (meist Landschaften) zu vernichten. Dada ist da. Im Z\u00fcrcher \u201eCabaret Voltaire\u201c wird 1916 von ins Exil geflohenen K\u00fcnstlern \u201eDada\u201c ausgerufen. Mitten im Ersten Weltkrieg proklamierten Kunstschaffende \u201edie Ohnmacht und L\u00e4cherlichkeit, die Sinn- und Wertlosigkeit aller Kunst und Philosophie, jeglicher Kultur, Bildung und Zivilisation der modernen Gesellschaft angesichts ihres totalen moralischen und politischen Versagens\u201c. (Wieland Herzfelde) Anders als viele deutsche Maler und Schriftsteller, die sich 1914 mit Hurrah-Geschrei in einen Kriegstaumel rei\u00dfen lassen, besteht Dada auf Antikunst und Antikrieg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>\u201eDada ist Gott und John Heartfield ist sein Prophet\u201c (George Grosz) <\/strong><\/h5>\n<p>1920 erreicht Dada Berlin. Bei der Er\u00f6ffnung der Ersten (und letzten) Internationalen Dada-Messe sind neben \u201eMonteurdada\u201c John Heartfield und seinem Bruder, dem Gr\u00fcnder und Leiter des Malik-Verlages, Wieland Herzfelde, Raoul Haumann, Otto Burchard, der \u201eOberdada\u201c Johannes Baader, George Grosz und Hanna H\u00f6ch beteiligt. Sie verk\u00fcnden: Die Kunst ist tot. George Grosz und Wieland Herzfelde schreiben 1925, nachdem das \u201edadaistische Zwischenspiel\u201c (1916-1922) auch in K\u00f6ln, Hannover, New York und Paris aufgeflammt war, r\u00fcckblickend in einer Ver\u00f6ffentlichung des Malik-Verlags: \u201eDer Dadaismus war keine gemachte Bewegung sondern ein organisches Produkt, entstanden als Reaktion auf die Wolkenwanderer-Tendenzen der sogenannten heiligen Kunst&#8230; w\u00e4hrend die Feldherren mit Blut malten&#8230; Wir sahen damals die irrsinnigen Endprodukte der herrschenden Gesellschaftsordnung und brachen in Gel\u00e4chter aus. Noch nicht sahen wir, dass diesem Irrsinn ein System zugrunde lag&#8230;. Wir anderen aber sahen die neue gro\u00dfe Aufgabe: Tendenzkunst im Dienste der revolution\u00e4ren Sache.\u201c \u201eDer dadaistische Mensch ist der radikale Gegner der Ausbeutung\u201c hei\u00dft es in der Berliner Dada-Messe und \u201eDada k\u00e4mpft auf seiten des revolution\u00e4ren Proletariats\u201c. Wegen \u201eAufreizung zum Klassenha\u00df\u201c und \u201eBeleidigung der Reichswehr\u201c \u2013 unter der Decke angebracht war die Figur eines Offiziers in Reichswehruniform mit eisernem Kreuz und einer Schweinemaske \u2013 trat der Staatsanwalt auf den Plan, beschlagnahmte unter anderem die einzig erschienene Ausgabe von \u201eJedermann sein eigener Fu\u00dfball\u201c.<\/p>\n<p>Der von seinen Freunden Johnny Genannte hatte 1916 seinen Namen aus Protest gegen die deutsche Kriegspropaganda von Helmut (Hellmuth) Herzfeld in John Heartfield ge\u00e4ndert. Auch sein Bruder Wieland \u00e4nderte den Namen geringf\u00fcgig, indem er Herzfeld ein \u201ee\u201c hinzuf\u00fcgte. Aus Georg Gro\u00df wurde George Grosz. Der kleine, ehrgeizige und von steter Unrast getriebene Johnny sprang in einer Wochenschau, die die blutige Maidemonstration von 1929 zeigt, \u201ewie von der Tarantel gestochen\u201c (Wolf Reiss) auf und bezichtigt einen k\u00f6rperlichen Riesen, der Beifall f\u00fcr das brutale Polizeivorgehen klatscht, unabl\u00e4ssig als Schwein: \u201eSie Schwein, Sie Schwein, Sie sind ein Schwein!\u201c Das \u201eSchwein\u201c pr\u00fcgelt Heartfield halb bewusstlos. Der r\u00e4cht sich mit einer gl\u00fchenden Fotomontage, in der er sich mit finsterer Stirn selbst darstellt, wie er dem Verantwortlichen des \u201ebestialisch-brutalen Vorgehens\u201c, dem sozialdemokratischen Polizeipr\u00e4sidenten Z\u00f6rgiebel den Hals abschneidet.<\/p>\n<p>Die neue Kunst der \u2013 von Heartfield erfundenen \u2013 politischen Fotomontage bot fortan alle M\u00f6glichkeiten der Demontage von Autorit\u00e4ten und der Entlarvung von politischen L\u00fcgen oft in Form von Blo\u00dfstellung oder Umkehrung der Machtverh\u00e4ltnisse (siehe Dimitroff). John als Fotoregisseur, Monteur und Ideengeber, sein Bruder Wieland als Ideengeber und Texter. Fotografen, allen voran Janos Reismann, und Retuscheure, aber auch Darsteller in theaterartigen Inszenierungen sind an der Entstehung des Werkes des Perfektionisten Heartfield beteiligt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Lachen als vernichtende Waffe <\/strong><\/h5>\n<p>\u201eDas? Das ist die Zeit \/ Sie schreit nach Satire\u201c Mit Witz und Respektlosigkeit gegen nicht akzeptable Autorit\u00e4ten. Das ist nicht nur die Basis der Zusammenarbeit mit Kurt Tucholsky. 1929 erscheint im Neuen Deutschen Verlag der Satire-Bildband \u201eDeutschland, Deutschland \u00fcber alles\u201c mit Texten von Tucholsky und Illustrationen von John Heartfield. Tucholsky bewunderte die Vorl\u00e4ufer der Fotomontagen in den Malikschen Buchumschl\u00e4gen: \u201eWenn ich nicht Peter Panter w\u00e4re, m\u00f6chte ich Buchumschlag im Malik-Verlag sein\u201c. Im selben Jahr wird Heartfield, der 1922 als Ausstattungsleiter der Reinhardtb\u00fchnen arbeitet und gleichzeitig f\u00fcr die Kommunistische Partei als Agitator, Redner und Gestalter wirkt, auf der Internationalen Werkbundausstellung \u201eFilm und Foto\u201c in Stuttgart ein eigener Raum mit Abteilungen \u201eMale mit Foto! Dichte mit Foto!\u201c, \u201eFoto Grafik\u201c, \u201eFotomontage\u201c eingerichtet.<\/p>\n<p>Die best\u00e4ndig weiter entwickelten, ab einem bestimmten Zeitpunkt bewusst \u201edialektisch\u201c (Herzfelde) angewandten Fotomontagen bestanden \u2013 zun\u00e4chst auf Bucheinb\u00e4nden \u2013 und sp\u00e4testens seit 1930 in der regelm\u00e4\u00dfigen Mitarbeit bei der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung A-I-Z aus mindestens zwei (aber immer m\u00f6glichst wenigen) Elementen, die gegeneinander gerichtet waren. Auf dem Bucheinband der 2. Auflage (1928) von John dos Passos, Drei Soldaten sitzen die Soldaten auf der Titelseite beschaulich beisammen, auf der R\u00fcckseite liegen sie tot in verbrannter Landschaft. Die Herstellung von Montagen f\u00fcr M\u00fcnzenbergs A-I-Z im Wochenrhythmus erfordern stete Aktualit\u00e4t in der Auseinandersetzung mit den Endjahren der Weimarer Republik, die unter Z\u00f6rgiebel, Noske und Genossen in Deutschland und mit Mussolini (Heartfield-Montage 1928: Das Gesicht des Faschismus) in Italien alles andere als unblutig verlaufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Willi M\u00fcnzenberg ruft zur Vereinigung der Arbeiterfotografen auf <\/strong><\/h5>\n<p>1926 erfolgt in der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung der Aufruf zur Bildung einer \u201eVereinigung der Arbeiterfotografen Deutschlands (VdAFD), die im November in einem vorl\u00e4ufigen Reichsausschuss zusammentritt und 1927 in Erfurt in einer Konferenz mit internationalen G\u00e4sten sich gr\u00fcndet. Bereits im August 1926 erscheint die erste Ausgabe \u201eDer Arbeiter-Fotograf\u201c als Forum des Austausches und der Weiterbildung der \u00fcberwiegend aus Amateuren, 1932 aus 3000 Mitgliedern in 125 Ortgruppen besteht. Die vielfach anonym oder unter Pseudonym arbeitenden \u2013 so gut wie ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlichen \u2013 Fotografen fertigen \u00fcberwiegend Fotodokumentationen oder Fotoreportagen, so Eugen Heilig, der auch Redakteur des vereinsinternen \u201eArbeiter-Fotograf\u201c ist, \u00fcber \u201eHunger im Frankenwald\u201c oder \u201eAkkord im Dreck\u201c, die der A-I-Z in gro\u00df aufgemachten Bildseiten sehr willkommen sind. Die VdAFD ist laut ihrer Statuten parteiunabh\u00e4ngig und offen f\u00fcr Mitwirkende, wenn sie im Geiste der Kritik und angestrebten Verbesserung der herrschenden Zust\u00e4nde aktiv sind, aber dennoch un\u00fcbersehbar der KPD nahestehend.<\/p>\n<p>1930 initiiert die SPD zusammen mit den Naturfreunden die Gr\u00fcndung des konkurrierenden Arbeiter-Lichtbild-Bundes, um die eigene Klientel nicht an die Kommunisten zu verlieren. Die Zeitschrift \u201eDas Neue Bild\u201c wird hierzu ins Leben gerufen, erscheint aber nur von Juli 1930 bis Dezember 1931. Der Versuch musste fruchtlos bleiben, denn ein den Arbeiterfotografen vergleichbarer Anspruch der gesellschaftlichen Einwirkung beschr\u00e4nkt sich auf formal \u201esch\u00f6ne\u201c Bilder und auf bestenfalls genreartige Alltagsszenen.<\/p>\n<p>Nach dem Krieg findet das Werk von Walter Ballhause gro\u00dfe Beachtung, das in konzentrierter Form und geraffter Zeit, die Geschehnisse in und um Hannover von 1930-1933 wiedergibt. Mit versteckter Kamera fotografiert der knapp 20j\u00e4hrige soziales Elend, bettelnde Kr\u00fcppel des Ersten Weltkrieges und die aufziehenden NS-Schrecken mit ideologischer Kriegsvorbereitung. Der autodidaktisch Gebildete und hoch Talentierte schafft als junger Mensch ein gewaltiges Zeitdokument, das gleichzeitig ein herausragendes fotografisches Werk darstellt. 1982 wird Ballhause auf dem Kongress der 1978 unter Mitwirkung und auf Initiative des M\u00fcnchner Kunsthistorikers Richard Hiepe wieder ins Leben gerufenen Arbeiterfotografie-Vereinigung zum Ehrenmitglied ernannt. Die seit 1972 erscheinende Zeitschrift \u201eArbeiterfotografie\u201c widmet Ballhause 2012 (Nr. 96\/97) eine Monographie (wie dem ebenfalls 1911 geborenen Antikriegsfotografen Anton Tripp, Nr. 95).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>K\u00fcnstler gegen Atomtod \u2013 Kunst f\u00fcr Frieden<\/strong><\/h5>\n<p>Kaum dass auch dieser Krieg zu Ende ist und niemand sich offen zur NS-Ideologie mehr bekennt \u2013 im Gegenteil \u2013 steht die Wiederbewaffnung, Gr\u00fcndung eines eigenes Heeres und der Beitritt zum \u201eNordatlantik-Pakt, Nato\u201c (vollzogen 1954 mit den \u201ePariser Vertr\u00e4gen\u201c) unter Kanzler Adenauer auf der Agenda (siehe Heartfield 1961: Der Krieg und sein Schatten), der sich noch im Dezember 1949 \u201eprinzipiell gegen eine Wiederaufr\u00fcstung der Bundesrepublik Deutschland\u201c ausspricht. Von Franz Josef Strau\u00df ist der Satz \u00fcberliefert: \u201eWer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen.\u201c (zit. nach Kunst f\u00fcr Frieden) Adenauer 1952: \u201eDer beste Weg, den deutschen Osten wiederzuerlangen, ist die Wiederbewaffnung Deutschlands innerhalb der Europa-Armee.\u201c Und Staatssekret\u00e4r Hallstein spricht vom \u201eZusammenschlu\u00df des freien westlichen mit dem vom Bolschewismus befreiten \u00f6stlichen Europa \u2013 bis hin zum Ural\u201c. Da w\u00e4ren wir also im HIER und JETZT angelangt! Gegen die Wiederbewaffnung und Atombewaffnung stehen Wissenschaftler (G\u00f6ttinger Manifest, 1957), Politiker (Gustav Heinemann, 1953: \u201eWir m\u00fcssen erkennen, da\u00df die antisowjetische Hetze den Vorspann f\u00fcr die westliche R\u00fcstungspolitik darstellt&#8230; Wir haben gegen die Propaganda, welche die psychologische Bereitschaft zum Krieg schaffen soll, ebenso Widerstand zu leisten, wie gegen die milit\u00e4rische Kriegsvorbereitung.\u201c ), Friedensbewegte (\u201eOhne Uns\u201c, \u201eKampf dem Atomtod\u201c mit Heinrich B\u00f6ll, Erich K\u00e4stner, Erich Ollenhauer&#8230; als Vorl\u00e4ufer der Ostermarschbewegung) und K\u00fcnstler (\u201eK\u00fcnstler gegen Atomkrieg\u201c, 1958) auf. Der Zeichner Carlo Schellemann ruft \u201eK\u00fcnstler im In- und Ausland\u201c auf, \u201esich mit ihren Werken am Kampf gegen die Atombewaffnung zu beteiligen.\u201c (Hans Wallner in Kunst f\u00fcr Frieden) Es entstand eine Ausstellung aus eigens geschaffenen und von \u00e4lteren K\u00fcnstlern zur Verf\u00fcgung gestellten Werken, wovon die bekanntesten der Holzschnitt von Otto Pankok, \u201eChristus zerbricht das Gewehr\u201c von 1951 und Frans Masereel \u201eDie neue Armee\u201c von 1954, sein d\u00fcrfte. Nachdem die SPD sich nach vormaliger materieller und finanzieller Unterst\u00fctzung von der \u201eKampf dem Atomtod\u201c-Bewegung zur\u00fcckgezogen und sich stattdessen mit dem Godesberger Programm von 1959 zur Unterst\u00fctzung einer zu gr\u00fcndenden Bundeswehr zuneigte, wurde es f\u00fcr die zusammengetragene Ausstellung unter Ehrenpatenschaft von Erich K\u00e4stner zunehmend schwer, Gelder und R\u00e4ume zu erlangen. Massiver Antikommunismus rundete das Bild der Gegnerschaft einer Ausstellung, die allen K\u00fcnstlern (auch der DDR) offenstand, ab. Dem von mehrfachem Berufsverbot betroffene M\u00fcnchner Kunsthistoriker und zeitweilige Hochschullehrer Richard Hiepe gelang es gemeinsam mit dem damaligen Pr\u00e4sidenten des \u201eDeutschen Kulturtages\u201c, Karl Saller, die Ausstellung in wechselndem Umfang zu etablieren. Eine Brosch\u00fcre zur Ausstellung mit einem Holzschnitt-Titel von Frans Masereel erscheint. Um den Jahreswechsel 1959\/60 konstituiert sich in M\u00fcnchen die K\u00fcnstlergruppe \u201etendenz\u201c \u00fcberwiegend aus Mitgliedern der K\u00fcnstler gegen Atomtod.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Richard Hiepe gr\u00fcndet die Kunstzeitschrift Tendenzen und Arbeiterfotografie<\/strong><\/h5>\n<p>Im Februar 1960 erscheint die erste Ausgabe der von Richard Hiepe und Carlo Schellemann initiierten Kunstzeitschrift \u201etendenzen\u201c \u2013 unter sp\u00e4terer Mitwirkung der Grafiker Bernd B\u00fccking und Guido Zingerl. Die \u201etendenzen\u201c-Ausgabe 105 widmet sich 1976 der \u201eEngagierten Fotografie\u201c, die in einem Beitrag von Dieter Mielke das Wirken der \u201eArbeiterfotografie in der BRD\u201c vorstellt. Von November 1973 bis November 1975 erscheinen die ersten f\u00fcnf Ausgaben der von der Hamburger Gruppe ins Leben gerufenen Zeitschrift Arbeiterfotografie zun\u00e4chst im Eigendruck mit einer angegebenen Auflage von 2000 Exemplaren zum Preis von DM 1,50. Richard Hiepe wird mit dem Maler, Fotografen und Hochschullehrer J\u00f6rg Bostr\u00f6m zum Motor der 1978 in Essen gegr\u00fcndeten \u201eArbeiterfotografie\u201c als bundesweiter Vereinigung. Mit Studenten der Fachhochschule Bielefeld werden Projekte im Sinne von Arbeiterfotografie realisiert. Konkurrierend mit Hiepe (Riese Proletariat und gro\u00dfe Maschinerie), aber praktisch unschlagbar ist der ebenfalls in Bielefeld lehrende Kulturwissenschaftler und langj\u00e4hrige Werkbundvorsitzende Roland G\u00fcnter (Fotografie als Waffe), der seit 2014 Ehrenmitglied im heutigen Bundesverband Arbeiterfotografie ist. Eine Sammlung aller bis 2015 erschienener Zeitschriften-Ausgaben erwarb das spanische Nationalmuseum Reina Sofia in Madrid. Ebenso erwarb das Museum die 2015 in der Ausstellung von Kurator Jorge Ribalta \u201eOn the Reinvention of Documentary and the Critique of Modernism\u201c in einer weltweit zusammengestellten Schau sozialkritischer Fotografie gezeigten Exponate von Arbeiterfotografie aus den 1970er Jahren. Schwerpunkt lag auf einer neuen Generation von K\u00fcnstlern, die sich der unterdr\u00fcckten revolution\u00e4ren Impulse des Kalten Krieges widersetzten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Wacht auf, Verdammte dieser Erde!<\/strong><\/h5>\n<p>Willi M\u00fcnzenberg und John Heartfield gelten als bedeutende Vorbilder der Arbeiterfotografie, die gegen\u00fcber der historischen Vorl\u00e4ufer-Organisation VdAFD (1926\/27 bis offiziell 1933) nun bald 40 Jahre ihre Wirkung entfaltet. 2007 wurde in einer gro\u00dfen Schau und mit einer mehrt\u00e4gigen Veranstaltung in Erfurt des Ursprungsdatums vor 80 Jahren gedacht. Zum 35j\u00e4hrigen Bestehen des Bundesverbandes zeigte das Kunst-Gescho\u00df der Stadtgalerie im Sch\u00fctzenhaus Werder an der Havel 2013 eine Schau unter dem provokativen Titel \u201eWacht auf, Verdammte dieser Erde!\u201c in Kooperation mit dem Deutschen Freidenker-Verband und dem Euregioprojekt Frieden. Auf der langen Strecke seit 1972 \/ 1978 gab es immer wieder \u00f6ffentliche Kongresse, Publikationen einzelner Gruppen und selbstverst\u00e4ndlich Ausstellungen. Vor allem die (nicht ganz regelm\u00e4\u00dfig weil unkommerziell) erscheinende Zeitschrift \u201eArbeiterfotografie\u201c bot und bietet Raum zur Vorstellung von sozialfotografischem Wirken weniger bekannter bis weltber\u00fchmter Fotograf\/inn\/en. Desgleichen ist das Ziel der 1990 in K\u00f6ln gegr\u00fcndeten Galerie Arbeiterfotografie, die im Herbst 2016 \u201eHeartfield Dada Arbeiterfotografie\u201c im Rahmen der Internationalen Photoszene zeigen wird. Der Magnum-Fotograf Sebastiao Salgado, der Fotos und Erl\u00f6se seines Projekts \u201eTerra\u201c der Landlosenbewegung in Brasilien widmet, antwortet 1997 im Interview mit Arbeiterfotografie (Nr. 84, Amerika Teil 2) auf die Frage, was er mit seinen Fotos bewirken will: \u201eIch hoffe, dass meine Bilder helfen k\u00f6nnen, Diskussionen zu provozieren. Alleine richten wir nichts aus. Aber alle zusammen, mit Ihnen, Ihrer Zeitschrift, mit dem \u201eStern\u201c, mit den Herausgebern, den Verlegern des Buches \u201eTerra\u201c, mit den Menschen in Deutschland, die bereit sind, diese Probleme zu sehen, k\u00f6nnen wir etwas tun.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Wenn ihr nicht Hand mit Hand vereint&#8230;<\/strong><\/h5>\n<p>\u201eJetzt m\u00fcssen die friedfertigen Menschen aller L\u00e4nder noch enger zusammenarbeiten und alle f\u00fcr die St\u00e4rkung und Rettung des Weltfriedens ihre Kr\u00e4fte mobilisieren, da kriegsl\u00fcsterne Machthaber wiederum zum Krieg dr\u00e4ngen,\u201c schrieb John Heartfield 1967 als Abschiedszeilen etwa ein Jahr vor seinem Tod in einem Katalog f\u00fcrs Stockholmer Moderna Museet. &#8230;\u201cm\u00fcssen alle friedliebenden Menschen, gleichg\u00fcltig welcher unterschiedlicher politischer Meinungen, sich aufs engste zusammenschlie\u00dfen, im Kampf zur Erhaltung des Friedens.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWenn ihr nicht Hand mit Hand vereint, Wenn ihr nicht Ellbogen an Ellbogen reiht, Werdet ihr den letzten Winkel des Hauses und den Bruder verlieren\u201c hei\u00dft es 2007 in einer Theater-Inszenierung des Arbeiterfotografie-Mitglieds Inge Kleutgens in Kolumbien.<\/p>\n<p>Walter Ballhause schrieb den Arbeiterfotografen 1982 ins Buch: \u201eK\u00e4mpfen wir! Wenn wir es nicht tun, so verlieren wir auch heute diesen Kampf. Dessen sollten sich alle bewu\u00dft sein &#8230;, dass es um das \u00dcberleben der Menschen auf der Erde \u00fcberhaupt geht. Darum: Nichts verwischen, aber alles Trennende beiseite schieben und alles Gemeinsame in den Vordergrund r\u00fccken. Das w\u00fcnsche ich.\u201c<\/p>\n<p>Damit es kein weiteres \u201eMenschenschlachthaus\u201c gebe, vor dem Wilhelm Lamszus mit \u201eBildern vom kommenden Krieg\u201c in Vorahnung zum Ersten Weltkrieg unter Verbot und Verfolgung warnte, geben wir das Wort (mit seinem gewaltigen Bildverm\u00e4chtnis) an John Heartfield:<\/p>\n<p>\u201eMein Bruder Wieland Herzfelde, mein steter Helfer und immerw\u00e4hrender Mitk\u00e4mpfer gegen Ausbeutung und Krieg, schrieb ein Gedicht, \u201eDes Friedens Soldaten\u201c betitelt.<\/p>\n<p>Es beginnt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wir sind des Friedens Soldaten<br \/>\nkeiner Nation<br \/>\nund keiner Rasse Feind.<\/p>\n<p>Es endet:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eV\u00f6lker euern Kindern<br \/>\nbleibe erspart der Krieg.<br \/>\nDen Krieg zu verhindern,<br \/>\nsei unser Sieg.\u201c<\/p>\n<p>Diesem gro\u00dfen Sieg gilt seine und meine ganze k\u00fcnstlerische Arbeit seit unserer fr\u00fchesten Jugend.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/freidenker-16-02-heartfield.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann: Die Wirklichkeit sichtbar machen<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 2-16, ca. 622 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild: \u201eKrieg und Leichen &#8211; die letzte Hoffnung der Reichen\u201c &#8211; Fotomontage von John Heartfield zum 15. Jahrestag der russischen Mai-Demonstration von 1917, A-I-Z, 1\/1932<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann aus: FREIDENKER 2-16<\/strong><br \/>\nDer Maler, Typograph und Multifunktionsk\u00fcnstler John Heartfield, dessen 125. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, vereinigt in seinen unvergesslichen Fotomontagen die Techniken seiner Zeit zu einer neuen foto-grafischen Gestaltung. &#8230;<br \/>\nWer war dieser Mensch, der in seinen besten Zeiten ein Millionenpublikum erreichte und dennoch in der Kunstgeschichtsschreibung bis ins fortgeschrittene 20. Jahrhundert (im Westen) weitgehend ausgespart blieb? Am 31. Dezember 1918 nimmt John Heartfield (gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Herzfelde und Erwin Piscator) auf dem Gr\u00fcndungsparteitag der KPD in Berlin von Rosa Luxemburg sein Mitgliedsbuch entgegen. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2834,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[370,973,617,615,620,619,621,616],"class_list":["post-2833","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-antifaschismus","tag-bildersprache","tag-fotografie","tag-john-heartfield","tag-muenzenberg","tag-satire","tag-tucholsky","tag-wirklichkeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Heartfield-Krieg-1932.jpg?fit=800%2C445&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-JH","jetpack-related-posts":[{"id":3287,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3287","url_meta":{"origin":2833,"position":0},"title":"Die Macht der Medien","author":"Webredaktion","date":"17. 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