{"id":2809,"date":"2017-12-16T15:51:19","date_gmt":"2017-12-16T14:51:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/?p=2809"},"modified":"2019-06-27T21:12:06","modified_gmt":"2019-06-27T19:12:06","slug":"frauen-als-gestalterinnen-der-geschichte-oktoberrevolution-und-ihre-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2809","title":{"rendered":"Frauen als Gestalterinnen der Geschichte &#8211; Oktoberrevolution und ihre Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=1094\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 4-17<\/a>, Dezember 2017, S. 10-20, 76. Jahrgang<\/p>\n<p>von <em><strong>Helga H\u00f6rz<\/strong><\/em><\/p>\n<pre>Rede auf der Wissenschaftlichen Konferenz \"100 Jahre Oktoberrevolution - 100 Jahre Dekret \u00fcber den Frieden\" des Deutschen Freidenker-Verbandes am 30.09.2017 in Berlin<\/pre>\n<p>Die Oktoberrevolution 1917 in Russland als historisches\u00a0 Ereignis war und ist auch f\u00fcr die Durchsetzung von Frauenrechten als Menschenrechte von enormer Bedeutung.<\/p>\n<p>Frauen haben diese Revolution mit vorbereitet, aktiv begleitet und ihre Folgen mit gestaltet. Sie nutzen nun das in der Geschichte Erreichte zur Kritik bestehender Missst\u00e4nde und k\u00e4mpfen, auf der Basis von Erfahrungen historischer Vorbilder, f\u00fcr Geschlechtergerechtigkeit. Revolutionen sind Massenbewegungen, in denen herausragende Pers\u00f6nlichkeiten eine entscheidende Rolle spielen und wirkm\u00e4chtige Ereignisse Ausl\u00f6ser und Verst\u00e4rker sein k\u00f6nnen. Um das f\u00fcr die Rolle von Frauen f\u00fcr die Oktoberrevolution und ihre Auswirkungen zu verdeutlichen, wird erstens auf Rollenklischees und den Kampf zu ihrer \u00dcberwindung verwiesen und zweitens mit der Lage der Frauen vor der Oktoberrevolution auf vorhergehende revolution\u00e4re Ereignisse eingegangen. Drittens geht es um die Folgen der Oktoberrevolution f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t der Menschen. Der aktive Einsatz von Alexandra Kollontai (1872 \u2013 1952) f\u00fcr die Menschenrechte zeigt viertens die aktive Rolle von Frauenpers\u00f6nlichkeiten. Als Fazit werden f\u00fcnftens aktuelle Probleme benannt.<\/p>\n<h5>1. Rollenklischees und der notwendige Kampf zu ihrer \u00dcberwindung<\/h5>\n<p>Um wichtige historische Ereignisse in ihrer Bedeutung f\u00fcr die Gegenwart einzusch\u00e4tzen, ist von solchen herausragenden Leistungen im Kampf um Menschenrechte Kenntnis zu nehmen, die international neue Herausforderungen nach sich zogen. Historische Erfolge, Regressionen und Stagnationen sind zu analysieren.<\/p>\n<p>Frauen, verbunden mit gleichgesinnten M\u00e4nnern, brachen in der Geschichte auf, um mutig f\u00fcr ihre Rechte einzutreten. Politische Restriktionen und staatliche Repressionen waren zu bek\u00e4mpfen. Diskriminierung, Folter und Todesstrafen verst\u00e4rkten die Leiden der Akteure.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Theoretiker setzten zu unterschiedlichen Zeiten Mann-Sein und Mensch-Sein gleich. Solche Klischees wirken lange nach. Am Mann-sein wird dann das Mensch-Sein gemessen. Dagegen wenden sich Bewegungen, die f\u00fcr die Emanzipation der Frauen eintreten. Vieles wurde erreicht, so bei der Bildung, beim Wahlrecht, beim Recht auf Arbeit. Solche Erfolge weiter auszubauen und Frauenrechte durchzusetzen, ist Tagesaufgabe, um das\u00a0 in verschiedenen Formen herrschende Patriarchat in allen L\u00e4ndern nicht nur teilweise, sondern voll als Herrschaftsform zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Neben denen, die alte Rollenklischees verteidigten und damit Menschengruppen in Bef\u00fcrworter und Gegner des Kampfes um Menschenrechte spalteten, gab es Gesellschafts-Theoretiker, die den Kampf um Gerechtigkeit f\u00fcr Frauen als eine soziale Frage sahen und nachwiesen, dass praktisch um soziale Probleml\u00f6sungen zu ringen ist. In Deutschland war das August Bebel mit seinem Buch \u201eDie Frau und der Sozialismus\u201c. Gest\u00fctzt auf Arbeiten von Karl Marx und Friedrich Engels legte er, theoretisch fundiert, den Zusammenhang von Frauenfrage und sozialer Frage dar.<\/p>\n<p>In der Arbeiterbewegung wurde sein Buch f\u00fcr Jahrzehnte zu einem Handbuch. Gegner der Arbeiterbewegung zogen es jedoch heran, um die Verl\u00e4ngerung des Ausnahmegesetzes zu begr\u00fcnden und die Sozialdemokratie zu diffamieren. Im Reichstag bezeichnete der preu\u00dfische Innenminister Robert Viktor von Puttkamer (1843-1900) die politischen und sozialen Forderungen Bebels als \u201everbrecherisch\u201c. Bebel dankte ihm, als er gegen die Verl\u00e4ngerung des Sozialistengesetzes sprach, f\u00fcr diese sicher nicht geplante Werbung f\u00fcr das Buch. Mit ihren Leistungen f\u00fcr die Anerkennung der Menschenrechte von Frauen ist auch Clara Zetkin in die Geschichte als eine ihrer Gestalterinnen eingegangen. Sie k\u00e4mpfte vor allem um das Menschenrecht auf Frieden. Der 1910 beschlossene Frauentag am 8. M\u00e4rz sollte nach ihrer Meinung und der ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter Friedenstag sein. Sie setzte sich deshalb unerm\u00fcdlich f\u00fcr Friedenserziehung ein. Allen Schikanen zum Trotz wurde seit 1914 der Frauentag als Friedenstag begangen.<\/p>\n<p>Historische Entwicklungen, K\u00e4mpfe und Bewegungen, einschlie\u00dflich der stagnativen und regressiven gesellschaftlichen Zust\u00e4nde, waren von revolution\u00e4ren Frauen und M\u00e4nnern, die den Aufbau einer neuen Gesellschaft anstrebten, aufzuarbeiten und f\u00fcr die Spezifik ihres\u00a0 Landes als praktische Handlungsanleitung umzusetzen. Herausragende Pers\u00f6nlichkeiten stellten sich dieser Aufgabe. Lenin entwickelte auf der Grundlage der theoretischen Erkenntnisse von Marx und Engels seine praktisch umsetzbare Gesellschafttheorie. Alexandra Kollontai, die in der Organisation der Frauen im Kampf f\u00fcr ihre Rechte vor allem ihr Bet\u00e4tigungsfeld sah, k\u00e4mpfte besonders f\u00fcr die internationale Vereinigung Gleichgesinnter. Wie war die Situation in Russland?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>2. Die Lage der Frauen in Russland und revolution\u00e4re Ereignisse<\/h5>\n<p>Die Lage der Frauen in Russland war 1917 in besonderem Ma\u00dfe rechtlos. Feudale gesellschaftliche und kapitalistische Eigentumsverh\u00e4ltnisse waren verflochten. Sie setzten Frauen \u00fcber verinnerlichte Traditionen entsprechenden Norm-und Wertvorstellungen aus. Einerseits galt das feudale Prinzip, Frauen als Sklavin und Eigentum des Mannes in der Familie zu behandeln.<\/p>\n<p>Maxim Gorki, der 1906 in Anerkennung der Leistungen von Frauen sein Buch \u201eDie Mutter\u201c publizierte, lie\u00df die Hauptheldin Pelageja Wlassowa feststellen: \u201eIch habe nichts gesehen als meinen Mann, nichts weiter gekannt als Schl\u00e4ge, Arbeit und Furcht\u2026 Er hat mich so geschlagen\u2026, als wenn er nicht auf sein Weib, sondern auf alle losschl\u00fcge, auf die er w\u00fctend war.\u201c (Gorki 1976) Wlassowa will verstehen, warum sie keine Liebe und Anerkennung als menschliches Wesen erh\u00e4lt und begreift, dass sie getreten wird, von einem, der auch getreten wird. Ihr Elend ist so gro\u00df, dass sie getreten wird, weil sie als Wesen noch unter ihm steht.<\/p>\n<p>Andererseits waren Frauen als Arbeiterinnen der kapitalistischen Ausbeutung unterworfen. 80 Prozent aller lohnabh\u00e4ngigen Frauen verrichteten die niedrigsten Arbeiten als Dienstm\u00e4dchen und Tagel\u00f6hnerinnen, 13 Prozent arbeiteten in Betrieben und Baustellen, nur 4 Prozent auf dem Gebiet der Volksbildung und im Gesundheitswesen. Der Arbeitstag erreicht in den Frauengewerken allein 18 Stunden. Im Strickereigewerbe fangen die Kinder mit 6 Jahren zu arbeiten an. Gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit gab es nicht. Der Tagesverdienst betrug f\u00fcr den Mann 1 Rubel 41 Kopeken, eine Arbeiterin erhielt nur 72 Kopeken. R\u00fcckst\u00e4ndigkeit, Unwissenheit und Analphabetentum sind charakteristisch f\u00fcr die Lage der Frauen. F\u00fcnf von sechs Frauen konnten weder lesen noch schreiben. (Herv\u00e9 1979)<\/p>\n<p>Dazu schrieb Alexandra Kollontai: \u201eVon Jahr zu Jahr wird das Leben schwerer f\u00fcr jene, die von ihrer Arbeit leben. Einerseits nimmt das Elend des gesamten Volkes zu, andererseits w\u00e4chst der unm\u00e4\u00dfige Luxus und Reichtum jener weniger, die \u00fcber das Eigentum, das Kapital, die Fabriken, das Land und die Geb\u00e4ude verf\u00fcgen. Die Gesch\u00e4fte sind von Waren \u00fcberf\u00fcllt, aber ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung geht ohne Stiefel und im Winter ohne warme Kleidung; in den Speichern fault das Korn, aber die Menschen sterben vor Hunger; die Forsth\u00f6fe sind bis oben hin mit Holz \u00fcbersch\u00fcttet, der Arbeiter aber hat auch nicht ein Sp\u00e4nchen, um seinen Ofen zu heizen, und die Bauernfamilie wei\u00df nicht, worauf sie das Brot backen soll. Je weiter desto schlimmer.\u201c (Schejnis 1984. S.59)<\/p>\n<p>Diese Situation war Ausl\u00f6ser der Demonstration 1905 in Petersburg, die als Blutsonntag in die Geschichte eingegangen ist. Am 9. (22.) Januar 1905 zogen 140 000 Arbeiter friedlich mit ihren Frauen und Kindern vor das Winterpalais, um mit einer Bittschrift den Zaren auf ihre elende Lage aufmerksam zu machen. Auf die Menge wurde geschossen. 4600 Tote und Verwundete waren zu beklagen. Arbeiter errichteten Barrikaden und es kam zu Generalstreiks als politische Massenstreiks in vielen St\u00e4dten des Landes.<\/p>\n<p>Der 9. Januar erteilte allen eine bittere historische Lektion. Der Glaube an den Zaren war vor dem Winterpalais zerschossen worden. Lenin schrieb dazu in der bolschewistischen Zeitung \u201eWperjod\u201c (Vorw\u00e4rts): \u201eDie Arbeiterklasse hat eine gro\u00dfe Lektion des B\u00fcrgerkriegs erhalten, die revolution\u00e4re Erziehung des Proletariats hat an diesem einen Tag so gro\u00dfe Fortschritte gemacht, wie sie in Monaten und Jahren des grauen, niederdr\u00fcckenden Alltagsleben nicht h\u00e4tte machen k\u00f6nnen.\u201c (Lenin 1959a,\u00a0 S.85) Die Reaktion schlug, mit Unterst\u00fctzung ausl\u00e4ndischer Verb\u00fcndeter, alle freiheitlichen Bestrebungen des russischen Volkes nieder.<\/p>\n<p>1917 war die Lage in Petrograd nicht besser geworden. Hunger, fehlendes Mehl, unm\u00f6gliche hygienische Zust\u00e4nde, Ausbeutung usw. sch\u00fcrten die Unzufriedenheit mit der Regierung. Der Internationale Frauentag wurde inzwischen in vielen L\u00e4ndern begangen und im Februar 1917 in Petrograd zu einem wirkm\u00e4chtigen Ereignis. Die britische Historikerin Catherine Merridale schildert das in ihrem 2017 erschienenen Buch \u201eLenins Zug. Die Reise in die Revolution\u201c so:<\/p>\n<p>\u201eDie Ereignisse begannen mit einer Feier, wenn auch mit einer importierten und zuweilen halbherzigen. Der Internationale Frauentag war vor dem Krieg von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin ins Leben gerufen worden. Er wurde in Petrograd am 23. Februar begangen, ein paar Wochen vor der j\u00e4hrlichen Gedenkfeier an den Blutsonntag. In den ersten Jahren hatten die Genossinnen und Genossen im Russischen Reich gez\u00f6gert, Zetkins Feier einen besonderen Stellenwert einzur\u00e4umen und manche \u00e4u\u00dferten weiterhin Zweifel an seinem Propagandanutzen, w\u00e4hrend das Datum 1917 n\u00e4herr\u00fcckte. Eine Demonstration war geplant, doch bestand das Risiko, dass nur wenige Teilnehmer \u2013 und haupts\u00e4chlich weibliche \u2013 erscheinen w\u00fcrden.\u00a0 \u2026 Andere Fraktionen sahen jedoch eine Propagandachance \u2026 Wenn das Wetter abschreckend kalt gewesen w\u00e4re oder die Stadt ausreichende Mehllieferungen erhalten oder sogar wenn die Toiletten an den Arbeitspl\u00e4tzen beheizt worden w\u00e4ren, damit die Rohre auftauten, h\u00e4tten sich die Streiks vielleicht in Grenzen gehalten. Aber am Morgen des 23. Februar, einem Donnerstag, waren die Frauen in den Wyborger Baumwollspinnereien nicht zu Kompromissen aufgelegt. Ihre Versammlungen zum Frauentag m\u00fcndeten in eine massenhafte Arbeitsniederlegung, und w\u00e4hrend sie zur Newa marschierten, forderten sie andere Arbeiter auf, sich ihnen anzuschlie\u00dfen, \u2026 Bis Mittag kamen etwa 50 000 Menschen zusammen, um \u2026 zu protestieren.\u201c (Merridale 2017, S. 121f.)<\/p>\n<p>Der Eifer der Demonstranten konnte auch am n\u00e4chsten Tag nicht ged\u00e4mpft werden. Immer mehr Menschen schlossen sich dem Aufstand an. \u201eRote Fahnen erstreckten sich \u00fcber das Meer von K\u00f6pfen, viele trugen Parolen, die Frieden, den unmittelbaren und ersehnten Frieden, verlangten.\u201c (Merridale 2017, S. 125) Der Befehl, den P\u00f6bel zu zerstreuen, wurde nicht befolgt. Es kam zur Meuterei unter den Soldaten. \u201eAm 27. Februar 1917 gingen die Kundgebungen in eine Revolution \u00fcber.\u201c (Merridale 2017, S. 129) Zar Nikolaus II. (1868-1918) dankte ab.<\/p>\n<p>Der Petrograder Sowjet gab jedoch die exekutive Gewalt an die Provisorische Regierung ab. Es kam zur Doppelherrschaft. Alexander Kerenski (1881-1970) war erst Justizminister und \u00fcbernahm im Mai 1917 mit dem Vorsitz auch das Kriegs- und Marineministerium. Die Weigerung der Kerenski-Regierung den Krieg mit Deutschland zu beenden, aber auch Konzeptionslosigkeit, Halbherzigkeit und mangelnde Durchsetzungskraft, f\u00fchrten zum Niedergang der Regierung. Der Zerfall der Front und der Armee und mangelnder R\u00fcckhalt im Volk kamen hinzu. Bei einer spontanen Massendemonstration von Petrograder Arbeitern und Teilen der Garnison im Juli gegen die Regierung setzte sich die bolschewistische Partei zwar an die Spitze, um ihr einen friedlichen Charakter zu verleihen. Sie hielt jedoch den Termin f\u00fcr eine sozialistische Revolution noch f\u00fcr zu fr\u00fch. Die Regierung ging mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vor. Eine Verhaftungswelle gegen Mitglieder der bolschewistischen Partei folgte. Auch Alexandra Kollontai wurde inhaftiert. Maxim Gorki sorgte durch das Stellen einer Kaution sp\u00e4ter f\u00fcr ihre Freilassung.<\/p>\n<p>Die Doppelherrschaft wurde im Oktober 1917 beendet. Der II. Sowjetkongress verk\u00fcndete: Die ganze Macht geht \u00fcberall an die Sowjets der Arbeiter \u2013Soldaten- und Bauerndeputierten \u00fcber. Der Jubel unter den Delegierten war gro\u00df. Lenin betonte die Rolle der Frauen in diesem Kampf um den Sieg der sozialistischen Bewegung. Durch Opferbereitschaft und mutigen Einsatz leisteten Frauen einen wesentlichen Beitrag zu diesem Sieg. Lenin schrieb, dass die vielen Wlassowas, diese unbekannten Soldaten der Revolution, durch ihr Engagement zum Sieg der Oktoberrevolution beigetragen haben. Auf dem I. Gesamtrussischen Arbeiterinnenkongress am 19. November 1918 sagte er: \u201eEs kann aber keine sozialistische Umw\u00e4lzung geben, ohne da\u00df ein gro\u00dfer Teil der werkt\u00e4tigen Frauen daran bedeutenden Anteil nimmt. \u2026 Kein einziger kapitalistischer Staat, nicht einmal die freieste Republik, kennt die volle Gleichberechtigung der Frauen.\u201c (Lenin 1959b, S. 175) Er verwies darauf, was in der kurzen Zeit schon geleistet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>3. Oktoberrevolution und die Erh\u00f6hung der Lebensqualit\u00e4t der Menschen<\/h5>\n<p>Als die Losung \u201eAlle Macht den Sowjets\u201c verk\u00fcndet und begeistert aufgenommen wurde, war vielen Delegierten nicht klar, welche Schwierigkeiten nun zu \u00fcberwinden waren. Im eigenen Land tobte noch der Krieg. Angriffen der Wei\u00dfgardisten war zu begegnen. Illusionen im Volk \u00fcbersch\u00e4tzten die M\u00f6glichkeit, das r\u00fcckst\u00e4ndige Land auf schnellstem Wege umzugestalten.<\/p>\n<p>Auf manche Ma\u00dfnahmen gab es w\u00fctende Attacken von Kleinb\u00fcrgern, die Privilegien verloren. Funktion\u00e4re, die die neue Ordnung durchsetzen wollten, wurden ermordet. Kritik kam aus dem Ausland.\u00a0 Sozialdemokratische Parteien waren \u00fcber die Einsch\u00e4tzung der Oktoberereignisse in Russland zerstritten. Doch ergriffen Sozialisten im Ausland Partei f\u00fcr diese Revolution. Clara Zetkin stellte fest: \u201eEroberung der ganzen politischen Macht im Reiche, Eroberung der Staatsmacht, das besagt eines: Die Revolution kann sich nicht damit begn\u00fcgen, Ru\u00dfland politisch umzuw\u00e4lzen, sie mu\u00df auch wirtschaftlich und sozial mit dem Hammer philosophieren, auf da\u00df Neues entstehe. Der soziale Inhalt dieser Revolution ist eine Lebensnotwendigkeit.\u201c (Zetkin 1957, S.776)<\/p>\n<p>Gleich nach der Macht\u00fcbernahme setzte die Partei der Bolschewiki noch im November ihre ganze Kraft f\u00fcr soziale Menschenrechte ein. Frieden, Arbeit, Bildung f\u00fcr das russische Volk waren ihre ersten Ziele. Neue Verordnungen, Gesetze\u00a0 und Dekrete, um das Sklavendasein der Frau zu beenden, \u00fcberschlugen sich f\u00f6rmlich. Unmittelbar nach dem Sieg der Revolution wurden alle Gesetze aufgehoben, die die Frauen benachteiligten. Mit dem ersten Dekret der jungen Sowjetmacht wurde die Einf\u00fchrung gleichen Lohns f\u00fcr gleiche Arbeit gesichert. Der Achtstundentag wurde gesetzlich festgelegt. Frauen erhielten gleiche Verm\u00f6gens-und Elternrechte. Mutterschaft wurde als soziale Frage anerkannt. Clara Zetkin schrieb in \u201eWas die Frauen Lenin verdanken\u201c:<\/p>\n<p>\u201eMillionen Proletarierinnen und B\u00e4uerinnen\u2026zittern nicht mehr davor, da\u00df der Kapitalist in der Fabrik ihre Arbeitsstunden bis tief in die Nacht hinein verl\u00e4ngert, ihren Verdienst zu Hungerlohn k\u00fcrzt und sie im Kaufhaus und auf dem Markt pl\u00fcndert; da\u00df der Gro\u00dfgrundbesitzer, der reiche Bauer und der Wucherer im Dorf die Fr\u00fcchte ihres Bienenflei\u00dfes in Haus, Garten Feld an sich rei\u00dfen Sie f\u00fcrchten nicht mehr die Herrschaft, das Vorrecht des Mannes im Heim und im \u00f6ffentlichen Leben, ihre Benachteiligung, Zur\u00fccksetzung und Entrechtung als Weib, als Mutter durch die Gesetzgebung.\u201c (<a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/zetkin\/zetkin-geschichte-der-arbeiterbewegung\/clara-zetkin-was-die-frauen-lenin-verdanken\"><u>https:\/\/sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/zetkin\/zetkin-geschichte-der-arbeiterbewegung\/clara-zetkin-was-die-frauen-lenin-verdanken<\/u><\/a>)<\/p>\n<p>Lenin unterschrieb kurz nach der Revolution das Dekret \u00fcber den Schutz von Mutter und Kind. Das war das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass ein Staat ein umfassendes System f\u00fcr die Betreuung von Schwangeren und M\u00fcttern entwickelte. Der Aufbau von Kinderkrippen und Kinderg\u00e4rten wurde in Gang gebracht. Es ging darum, Geschlechtergerechtigkeit durchzusetzen. Ende 1917 wurde festgelegt, dass Frauen f\u00fcr eine bestimmte Zeit vor und nach der Entbindung, unter voller Garantie ihres Arbeitsplatzes und bei unentgeltlicher \u00e4rztlicher Hilfeleistung f\u00fcr Mutter und Kind, von der Arbeit zu befreien sind. Ein wesentlicher Abbau der benachteiligten Stellung der Frau in der Familie erfolgte durch Dekrete \u00fcber die Ehe, die Kinder und die Scheidung. Eheliche und nichteheliche Kinder wurden gleichberechtigt. Es erfolgte die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs.<\/p>\n<p>Lenin schrieb dazu 1920: \u201eIn zwei Jahren Sowjetmacht wurde in dem r\u00fcckst\u00e4ndigsten Land Europas f\u00fcr die Befreiung der Frau und f\u00fcr ihre Gleichstellung mit dem starken Geschlecht soviel getan, wie die fortschrittlichen, aufgekl\u00e4rten demokratischen Republiken der ganzen Welt nicht getan haben,\u201c (Allendorf 1975, S. 56)<\/p>\n<p>Als entscheidende Leistung, um m\u00fcndige B\u00fcrger zu erhalten, erfolgte die Alphabetisierung. Bereits im Dezember 1917 ver\u00f6ffentlichte der Rat der Volkskommissare das Dekret \u201e\u00dcber die Beseitigung des Analphabetentums\u201c. Darin wurden alle B\u00fcrger im Alter von 8 bis 50 Jahren, Frauen und M\u00e4nner, verpflichtet, Lesen und Schreiben, nach ihrer Wahl in der eigenen oder in der russischen Sprache, zu erlernen.<\/p>\n<p>Der Dichter Majakowski mahnte: \u201eArbeiter und Bauern, eure Feinde sind alle mit Wissen ausger\u00fcstet. Ihr habt ihre Organisation besiegt. Behaupten k\u00f6nnt ihr den Sieg aber nur, wenn ihr selber Wissen besitzt. Beeilt euch, es euch anzueignen \u2013 allein das garantiert eure Zukunft!\u201c Sieben Millionen Menschen, unter ihnen vier Millionen Frauen, lernten in den Jahren 1917 bis 1920 lesen und schreiben. Diese historische Leistung ist einmalig. Sie wurde unter schwierigen Verh\u00e4ltnissen erbracht. T\u00e4glich verhungerten Frauen, Kinder, M\u00e4nner oder wurden von Seuchen hingerafft. Truppen Koltschaks f\u00fchrten Krieg gegen die junge Sowjetmacht und versperrten den Zugang zu den Kornkammern. Die Wirtschaft war zerr\u00fcttet. Verwahrloste\u00a0 und heimatlose Kinder streunten durch das Land.<\/p>\n<p>Auch die Durchsetzung der Geschlechtergerechtigkeit traf auf Gegenkr\u00e4fte. Sie traten f\u00fcr die alten Rollenklischees ein. Man verfolgte in s\u00fcdlichen Republiken M\u00e4dchen und Frauen unbarmherzig und bestrafte sie wie Verbrecherinnen, wenn sie es wagten, eine der neu er\u00f6ffneten Schulen zu besuchen. Zwar war schon 1918 ein Dekret erlassen worden, das den Frauen das Ablegen der Parandsha (Burka) und des Schleiers erlaubte, Kauf und Verkauf von M\u00e4dchen verbot und das gesetzliche Heiratsalter, das oft erst 9 Jahre betrug, auf 16 Jahre heraufsetzte. Doch die Umsetzung der Gesetze stie\u00df auf gro\u00dfen Widerstand. Es gab K\u00e4mpfe mit feindlichen Banden der ehemals herrschenden Khane, die vom Ausland mit Waffen beliefert wurden.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wirkten in den K\u00f6pfen von Frauen Normen, Werte und Traditionen aus der feudalen Gesellschaft noch lange weiter. Sie verhinderten es, Ma\u00dfnahmen der Sowjetmacht als Durchsetzung von Frauenrechten als Menschenrechte zu begreifen. Erst der Brester Friedens-Vertrag, von Lenin initiiert, erm\u00f6glichte dann die Umsetzung sozialer Menschenrechte.<\/p>\n<p>Am 10.01.1920 schrieb Lenin an das B\u00fcro des Frauenkongresses in Petrograd: \u201eWir beenden jetzt erfolgreich den B\u00fcrgerkrieg \u2026 Die Sowjetrepublik kann und mu\u00df von nun an ihre Kr\u00e4fte auf eine Aufgabe konzentrieren, die uns n\u00e4her und vertrauter ist: auf den unblutigen Krieg, auf den Sieg \u00fcber Hunger, K\u00e4lte und Zerr\u00fcttung. Und in diesem unblutigen Krieg sind die Arbeiterinnen und B\u00e4uerinnen berufen, eine besonders gro\u00dfe Rolle zu spielen\u2026.(Lenin 1961, S. 289)<\/p>\n<p>Gegen alle Widerst\u00e4nde und Hemmnisse wurde in dieser Zeit der Aufbau einer neuen Volksbildungsordnung vorangetrieben. Besondere Verdienste erwarb sich Nadeshda Krupskaja. Sie war ma\u00dfgeblich an der Ausarbeitung des sowjetischen Programms der Volksbildung beteiligt und setzte sich f\u00fcr seine Umsetzung mit gro\u00dfem Engagement ein. Im Juni 1918 wurde die \u201eVerordnung \u00fcber den Aufbau des Volksbildungswesens in der Russischen Sozialistischen Sowjetrepublik\u201c und die \u201eVerordnung \u00fcber die Einheitsarbeitsschule der Russischen F\u00f6derativen Sowjetrepublik\u201c erlassen.<\/p>\n<p>Die Einheitsarbeitsschule wird so charakterisiert: \u201eDen Kindern der Werkt\u00e4tigen werde von fr\u00fcher Kindheit bis zum Jugendalter die M\u00f6glichkeit geboten, eine unentgeltliche allgemeine und polytechnische Bildung zu erwerben. In der Schule werde eine enge Verbindung des Unterrichts mit produktiver Arbeit hergestellt. Der Unterricht erfolge f\u00fcr Kinder beiderlei Geschlechts gemeinsam. Die sowjetische Schule sei eine uneingeschr\u00e4nkt weltliche Schule und die demokratischste Schule der Welt.\u201c (Obitschkin, u.a.1986, S. 161).<\/p>\n<p>Krupskaja betonte h\u00e4ufig diese \u201eGrundprinzipien der Einheitsarbeitsschule\u201c, weil sie ihr sehr wichtig waren: \u201eDie Festigkeit der sozialistischen Gesellschaft besteht nicht in kasernenhofm\u00e4\u00dfiger Einf\u00f6rmigkeit und nicht in k\u00fcnstlicher Dressur, nicht in religi\u00f6sem oder \u00e4sthetischem Betrug, sondern in realer Solidarit\u00e4t der Interessen.\u201c (Obitschkin, u.a.1986, S. 161f)<\/p>\n<p>Zur Umsetzung des Schulprogramms wurden verschiedene Formen entwickelt. Neben der Ausbildung von Lehrern wurden Eltern, aber auch Wissenschaftler und Schriftsteller in die Verwirklichung dieser Bildungsziele einbezogen. Wladimir Majakowski verfasste eine Fibel f\u00fcr lernende Analphabeten. Demjan Bedny schrieb Gedichte zur Beseitigung des Analphabetentums.<\/p>\n<p>Krupskaja unternahm mit Instrukteuren und Propagandisten eine Schiffsreise von mehren Monaten, um in den haupts\u00e4chlich noch von Wei\u00dfen beherrschten Gebieten diese Schulpolitik zu propagieren. Das war gef\u00e4hrlich, doch notwendig, um Gesetze und Verordnungen bekannt zu machen. Viele Methoden wurden entwickelt, weil die Gr\u00f6\u00dfe des Landes und das Beharren auf alten Traditionen und Werten Widerst\u00e4nde gegen alles Neue hervorbrachten. Um Sinn und Weg zur \u00dcberwindung \u00fcberlebter Denk-und Verhaltensweisen zu begreifen war Wissen zu vermitteln.<\/p>\n<p>Leider wurden nach Lenins Tod nicht alle Wege zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frau und Mann weiter verfolgt. So gab es Phasen der Stagnation und Regression, doch das darf die erreichten Fortschritte nicht verdecken. Bleibenden Bestand haben bis heute die \u00dcberwindung des Analphabetentums, das fortschrittliche Schulwesen und wesentliche Schritte zur Geschlechtergerechtigkeit. Zu den Frauen, die mit der Oktoberrevolution und ihren Folgen Geschichte gestaltet haben, geh\u00f6ren Nadeshda Krupskaja, Larissa Reisner, Ines Armand, Larissa Stassowa\u00a0 u.a. Solche Frauen haben aufopferungsvoll Leistungen erbracht, um im Russland dieser Zeit den neuen Staat lebensf\u00e4hig zu machen. Zu ihnen geh\u00f6rte auch Alexandra Kollontai.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>4. Aktiver Einsatz f\u00fcr die Menschen\u00adrechte durch Alexandra Kollontai<\/h5>\n<p>Vor der Oktoberrevolution kamen gebildete Frauen oft aus Familien des Adels und aus\u00a0 b\u00fcrgerlichen Kreisen.<\/p>\n<p>Alexandra Kollontai, Tochter eines verm\u00f6genden Generals, gelangte durch ihr Gerechtigkeitsempfinden in die revolution\u00e4ren Auseinandersetzungen ihrer Zeit. Sie ergriff die Partei der Geknechteten und Unterdr\u00fcckten. Nach dem Blutsonntag von 1905 gab es\u00a0 in den Reihen der Revolution\u00e4re Resignation und Verzagtheit. Zu denen, die gest\u00e4rkt aus den Klassenk\u00e4mpfen hervorgingen, geh\u00f6rte sie. Sie engagierte sich besonders unter den Arbeiterinnen, um sie f\u00fcr den Kampf um soziale Rechte zu mobilisieren. Sie sollten auf dem neu gegangenen Weg, sich selbst als eigenst\u00e4ndige Pers\u00f6nlichkeit begreifen, weiter Fortschritte machen.<\/p>\n<p>Kollontai suchte f\u00fcr ihr Engagement unter den Frauen Verb\u00fcndete im Ausland. 1906 traf sie in Finnland erstmalig mit Rosa Luxemburg zusammen und nahm auf deren Rat am Mannheimer Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands sowie an der 4. Konferenz sozialdemokratischer Frauen Deutschlands teil. Im Jahr darauf besuchte sie die Erste Internationale Sozialistische Frauenkonferenz. In ihrem Referat zog sie Bilanz, was in Russland getan und erreicht wurde. Sie verfolgte das Anliegen, durch Ansporn die internationale Zusammenarbeit Gleichgesinnter zu bef\u00f6rdern und auszubauen und sah in dem organisierten Kampf der Frauen, sich aus ihrem Sklavendasein zu befreien, eine Schw\u00e4chung der herrschenden Ausbeuterklasse. Internationale Kontakte, so zu Clara Zetkin, verhalfen ihr zur Einsicht, dass man f\u00fcr die Arbeit unter den Frauen viel Geduld haben m\u00fcsse, da viele Frauen, gefangen in propagierten Rollenklischees, sich nicht gegen ihr Dasein auflehnen. Als sie f\u00fcr ihr politisches Engagement immer mehr in Gefahr ger\u00e4t, verhaftet zu werden, flieht sie ins Ausland. Deshalb kann sie 1908 am Ersten Gesamtrussischen Frauenkongress nicht teilnehmen, verfolgt jedoch aus Deutschland alles genau und l\u00e4sst ihr vorbereitetes Referat durch die Arbeiterin Warwara Wolkowa vortragen. Sie erkannte deren F\u00e4higkeit, sich zur Revolution\u00e4rin zu entwickeln. Kollontai t\u00e4uschte sich nicht.<\/p>\n<p>Wolkowa wurde nach 1917 eine hervorragende Propagandistin der Politik der bolschewistischen Partei und stieg in hohe Funktionen auf. An Wolkowa schrieb Kollontai sp\u00e4ter, dass man zur Einbeziehung von Frauen in politische K\u00e4mpfe eine besondere Propaganda und Agitation brauche. Kollontai sammelte dazu Erfahrungen. So besuchte sie in Deutschland ein spezielles Frauenb\u00fcro, das sich der Aufgabe stellte, Frauen, vor allem Proletarierfrauen, in Lektionen zu schulen, um ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln und sie zum gemeinsamen Kampf gegen Ausbeutung, mit den Arbeitern als Partner, zu bef\u00e4higen. Nach der Revolution 1917 wurden in Russland spezielle Frauenkomitees geschaffen.<\/p>\n<p>Die aktive Teilnahme Kollontais an Aktivit\u00e4ten der internationalen Frauenbewegung f\u00fchrte, als sie in Deutschland war, in ihren Auffassungen zum Feminismus zu einem Trennstrich zwischen der b\u00fcrgerlichen und der proletarischen Frauenbewegung. Sie setzte sich theoretisch mit den unterschiedlichen Zielen von b\u00fcrgerlicher und proletarischer Frauenbewegung auseinander. Am 17. Februar 1913 schrieb sie in einem Artikel in der Prawda: \u201eWas wollen die Feministinnen?\u201c Die Antwort ist: \u201ePrivilegien, jene Macht, jene Rechte in der kapitalistischen Gesellschaft, wie sie heute ihre M\u00e4nner, V\u00e4ter und Br\u00fcder besitzen. Und was wollen die Arbeiterinnen? Die Abschaffung aller Privilegien nach Reichtum und Geburt. Der Arbeiterin ist es v\u00f6llig gleichg\u00fcltig wer ihr Ausbeuter ist: ein Mann oder eine Frau. Gemeinsam mit ihrer ganzen Klasse will sie ihre Lage als Arbeiterin erleichtern.\u201c (Schejnis 1984, S.74)<\/p>\n<p>Kollontais Wirkungsfeld war nicht nur die Frauenproblematik in Deutschland. Formen und Methoden des Klassenkampfes der Arbeiterklasse besch\u00e4ftigten sie generell. Ihr war klar, dass der \u00dcbergang in eine neue Gesellschaft sicher nicht auf friedlichem Wege erfolgen kann. Dabei w\u00e4ren internationale Aktionen erfolgversprechender. Sie besuchte in Deutschland die gro\u00dfen Industriezentren und war begeistert von dem revolution\u00e4ren Geist der deutschen Arbeiter und rief vor dem ersten Weltkrieg zum Kampf gegen Kriegspropaganda und Chauvinismus auf. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges st\u00fcrzte sie in tiefe Zweifel \u00fcber die Reife der deutschen Proletarier und ihr internationales Solidarit\u00e4tsempfinden. Karl Liebknecht, mit dem sie in engem Kontakt stand, erkl\u00e4rte ihr, dass Chauvinismus vielen Arbeitern die K\u00f6pfe vernebelt habe, doch er und gleichgesinnte Genossen w\u00fcrden gegen jede Form von V\u00f6lkerhass k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>In dieser Zeit bestand bereits ein enger Kontakt Kollontais zu Lenin. Sie \u00fcberwand menschewistische Positionen und engagierte sich stark f\u00fcr Ziele und Programm der bolschewistischen Partei. Da ihre Treue zu Zielen und Aufgaben der bolschewistischen Partei in dieser Zeit eindeutig waren, wurde sie 1916 mit dem wichtigen Auftrag betreut, Lenins Linie der Friedenspolitik den amerikanischen Arbeitern zu erl\u00e4utern. Mit gro\u00dfer Energie wurde sie in Amerika dieser Aufgabe gerecht. In viereinhalb Monaten h\u00e4lt sie 123 Referate in vier Sprachen. In ihr Tagebuch schrieb sie: \u201eIch habe meinem Leben eine weitere Seite abgewonnen, hinter mir liegt eine Zeit voller Arbeit und Verantwortung.\u201c (Schejnis 1984, S. 118).<\/p>\n<p>Nach ihrer R\u00fcckkehr im M\u00e4rz 1916 schrieb sie an Lenin und seine Frau Nadeshda Krupskaja: \u201eIm gro\u00dfen und ganzen bin ich mit meinem Aufenthalt in Amerika zufrieden; ein kleiner Nutzen gleichsam im Sinne der Kl\u00e4rung der Geister vom chauvinistischen Nebel. \u2026Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen wieder n\u00e4her bin. Einen ganz innigen und herzlichen Gru\u00df an Sie beide.\u00a0 Alexandra K.\u201c (Schejnis 1984, S.119)<\/p>\n<p>Eine zweite Reise nach Amerika zeigte ihr, wie chauvinistische Propaganda viele Amerikaner von Friedensaktivisten zu Kriegsverteidigern ver\u00e4ndert hatte. Sie verlie\u00df Amerika entt\u00e4uscht. Dennoch gilt f\u00fcr beide Amerikareisen, dass sie als Agitatorin f\u00fcr den Internationalismus eine bedeutsame Arbeit f\u00fcr die Popularisierung der Leninschen Taktik der Friedenssicherung und des Programms der Revolution geleistet hatte. Sie teilte Lenins Hoffnung, dass Arbeiterrevolutionen in den industriell hochentwickelten L\u00e4ndern des Westens zu erwarten w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Da Kollontai in Russland immer noch die Verhaftung drohte, ging sie schweren Herzens wieder nach Norwegen, Lenin stellte in dieser Zeit \u00fcber Kollontai Verbindungen nach Russland her. Er betraute sie mit wichtigen Aufgaben, da er eine hohe Meinung von ihrem Verstand, ihrem politischen Feingef\u00fchl und ihrer absoluten Ergebenheit f\u00fcr die Partei hatte. Er bat sie u.a. die Verbindung zu schwedischen Genossen herzustellen, f\u00fcr die Verbreitung seiner Brosch\u00fcre \u201eSozialismus und Krieg\u201c in Skandinavien zu sorgen und die Ver\u00f6ffentlichung in den USA vorzubereiten.<\/p>\n<p>Als Lenin am 3.\/16. April 1917 auf dem Finnischen Bahnhof in Petrograd eintraf wurde er begeistert empfangen. Seine Kritik an den Kompromissen zwischen Provisorischer Regierung und Sowjet sowie die Forderung, die Revolution zu vollenden und die Macht durch die Arbeiter, Bauern und Soldaten zu \u00fcbernehmen, wurde verhalten aufgenommen. \u201eEin kleiner Trost war immerhin, dass Lenin nicht zu unverz\u00fcglichem revolution\u00e4rem Handeln aufrief. \u2026 Die Einzige, die Lenin in jener Nacht beistand, war Alexandra Kollontai, deren lobende Kommentare \u201aHohn, Gel\u00e4chter und L\u00e4rm\u2018 hervorriefen.\u201c (Merridale 2017, S. 262f.) Bis zu den Oktoberereignissen war noch viel \u00dcberzeugung zu leisten. Zwei Tage nach diesen sagte Lenin zu Kollontai: \u201eFahren sie gleich los und \u00fcbernehmen Sie das Ministerium f\u00fcr staatliche F\u00fcrsorge.\u201c (Schejnis 1984, S.148) So wurde sie die erste weibliche Volkskommissarin. Sp\u00e4ter war sie als erste Frau sowjetische Botschafterin.<\/p>\n<p>Sie war sich klar dar\u00fcber, dass in Russland neben den Arbeiterfrauen auch die B\u00e4uerinnen mehr Unterst\u00fctzung brauchen, weil hier Traditionen und Rollenverst\u00e4ndnis aus dem Feudalismus nachwirkten und die Ausbildung eines Rechtsverst\u00e4ndnisses f\u00fcr ihr Menschsein behindern. Die Landbev\u00f6lkerung lebte noch weitgehend unter der Feudal-, wenn nicht sogar in der Gentil-Ordnung. Der russische V\u00f6lkerkundler Sujew charakterisierte die Situation der Frauen bei den Tundra-V\u00f6lkern so:\u00a0 \u201eEs l\u00e4sst sich unm\u00f6glich wiedergeben, wie gering das weibliche Geschlecht geachtet wird; ich wage zu behaupten, dass bei ihnen die Frauen nicht wie Menschen leben, sondern wie notwendige Haustiere, ohne die man nicht auskommen kann.\u201c(Allendorf 1975, S.59)<\/p>\n<p>Problematischer war die Situation der Frauen, die unter Bedingungen des islamischen Rechts in den s\u00fcdlichen Regionen lebten. Hier war noch Kinderverheiratung Brauch, unbeschr\u00e4nkte Macht des Mannes, Vielweiberei bei den Wohlhabenden. Weil die Frau wie ein Haustier Eigentum des Mannes war, durfte sie beim geringsten Verdacht auf Untreue get\u00f6tet werden. Daf\u00fcr gab es keine Bestrafung des Mannes. Aber der Frau drohte eine Gef\u00e4ngnisstrafe, wenn sie das Haus unverschleiert verlie\u00df. Es war ein weiter Weg zu gehen, um gesellschaftliche Bedingungen nach der Oktoberrevolution zu schaffen, damit gegen Formen der Erniedrigung der Frau behutsam vorgegangen werden konnte.<\/p>\n<p>Der Soziologe Helmut Steiner schrieb 2002 zu Kollontai: \u201eSie gab n\u00fcchterne Schilderungen patriarchalischer Verh\u00e4ltnisse und gesellschaftlicher Anomalien in Zeiten des Umbruchs. Sie erkl\u00e4rte sie aus historisch gewachsenen sozial\u00f6konomischen Produktionsverh\u00e4ltnissen und suchte in der Einheit und im Ergebnis in deren z. T. chaotischen Ver\u00e4nderungen nach neuen Verhaltensweisen, ver\u00e4nderten Rollenmustern weiblicher Emanzipation und Umgestaltung der unmittelbarsten Mensch-Mensch-Beziehungen im partnerschaftlichen und familialen Zusammenleben. Gerade \u00fcber ihre belletristischen Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber die \u201aWege der Liebe\u2018 wollte sie einem breiten Publikum Situationsschilderungen der sozialen Realit\u00e4t mit der Aufforderung zu ihrer \u00f6ffentlichen Problematisierung und Diskussion vermitteln.\u201c (Steiner 2002, S. 27)<\/p>\n<p>\u00dcber das Buch \u201eWege der Liebe\u201c w\u00e4re gesondert zu sprechen. Es wurde zu Unrecht oft falsch interpretiert. So wurde der Versuch von Kollontai, in einer Umbruchphase aller bisherigen Normen und Werte, in der man sich auf keine Vorbilder orientieren konnte, neue Normen der Beziehungen der Geschlechter in allen Lebensbereichen zu entwickeln, manchmal einseitig ausgelegt, wie etwa die Polemik um die angebliche Glas-Wasser-Theorie. Kollontai \u00e4u\u00dferte sich in vielen Publikationen dar\u00fcber, welche Wege zu gehen sind, um den Frauen, die in den gesellschaftlichen Produktionsprozess einbezogen sind, ihre juristische und politische Gleichstellung zu gew\u00e4hren. Durch Einbeziehung in das gesellschaftspolitische Leben (Organisationen, Parteien) sollten Frauen die M\u00f6glichkeit erhalten, durch Aussch\u00f6pfen ihrer F\u00e4higkeiten zu aktiven, bewussten Gestalterinnen neuer gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse zu werden.<\/p>\n<p>Mit ihren Publikationen gewann Kollontai in vielen L\u00e4ndern der Welt Einfluss. Das Interesse an Kollontais Werken und ihrem Wirken ist weiter aktuell. Es zwingt zum Weiterdenken und motiviert zum aktiven Handeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>5. Fazit: Aktuelle Probleme<\/h5>\n<p>Wir ehren nach 100 Jahren die heroischen Leistungen derer, die mit der Revolution im Oktober 1917 in Russland eine neue Gesellschaftsordnung aufbauten, um Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung zu beseitigen, darunter viele Frauen als Gestalterinnen der Geschichte. K\u00f6nnen wir aus den damaligen Ereignissen Lehren f\u00fcr die Gegenwart ziehen? Das ist in verschiedener Hinsicht m\u00f6glich. Es gilt, die Probleml\u00f6sungen auf ihre Aktualit\u00e4t zu pr\u00fcfen, R\u00fcckschritte und ihre Ursachen zu analysieren und einmal begangene Fehler nicht zu wiederholen. Das ist ein weites Feld. Ich greife zwei aktuelle Probleme heraus, die f\u00fcr die Geschlechtergerechtigkeit weiter zu l\u00f6sen sind: die Alphabetisierung und die Beseitigung aller Formen der Diskriminierung von Frauen.<\/p>\n<p>Das historisch herausragende Beispiel der Alphabetisierung eines ganzen Volkes nach der Oktoberrevolution in Russland wurde nach erfolgreicher Revolution in Kuba aufgegriffen und mit gro\u00dfem Elan in einer historisch kurzen Zeit ebenfalls gemeistert. Junge Kubanerinnen und Kubaner halfen danach in anderen lateinamerikanischen L\u00e4ndern bei Anstrengungen, das Analphabetentum zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Die UNESCO beklagte noch 2013\/2014, dass die n\u00f6tigen finanziellen Mittel fehlen, um das Analphabetentum in der Welt \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen. In entsprechenden Dokumenten geht man von weltweit 781 Mill. Analphabeten aus. 496 Mill., zwei Drittel davon, sind Frauen. F\u00fcr M\u00e4dchen zwischen 6 und 11 Jahren gilt, dass 16 Mill. keine Chance auf einen Schulbesuch haben.<\/p>\n<p>Auch die Zahlen f\u00fcr Deutschland lassen aufhorchen. In einer Hamburger Studie wurde 2011 festgestellt, dass 2 Mill. Erwachsene totale Analphabeten sind und 7,5 Mill. erwachsene Frauen und M\u00e4nner nicht lesen und schreiben k\u00f6nnen. Alphabetisierung und entsprechende Bildung sind jedoch die Basis f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben und die Wahrnehmung demokratischer Rechte.<\/p>\n<p>Das kurz nach der Oktoberrevolution unterschriebene Dekret \u00fcber den Schutz von Mutter und Kind sowie weitere staatliche Ma\u00dfnahmen zur Durchsetzung der Frauenrechte ist eine Lehre f\u00fcr die Gegenwart, denn die Auseinandersetzung um diese Funktion des Staates ist bis zum heutigen Tag aktuell.<\/p>\n<p>Als wir 1976 in der UNO-Kommission \u201eZum Status der Frau\u201c mit der Ausarbeitung der Konvention \u201e\u00dcber die Beseitigung aller Formen der Diskriminierung der Frau\u201c begannen, war ein Hauptangriffspunkt einiger westlicher Staatenvertreter die Anerkennung der Mutterschaft als sozialer Funktion. Sie wollten darin eine Diskriminierung der Frau sehen. Eine weitere Tagung war notwendig, um diese und noch einige andere Fragen, die das Recht auf Arbeit betrafen, durchzusetzen.<\/p>\n<p>Nun hat die Konvention, die am 3.9.1981 durch die UNO-Vollversammlung ratifiziert wurde, von den sieben Menschenrechtsvertr\u00e4gen die zweith\u00f6chste Ratifikationsrate. 189 Staaten m\u00fcssen alle vier Jahre vor dem Ausschuss CEDAW (Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination against Women) Rechenschaft ablegen. Die DDR ratifizierte die Konvention schon 1980 durch den Staatsrat der DDR, die BRD erst 1985 kurz vor der dritten UNO-Welt-frauenkonferenz. Die USA hat sie gar nicht ratifiziert.<\/p>\n<p>Die Lage der Frauen ist weltweit weiterhin sehr differenziert und verl\u00e4uft in vielen L\u00e4ndern, nach dem Zerfall des sozialistischen Lagers, r\u00fcckl\u00e4ufig. Die 4. UNO-Welt\u00adfrauenkonferenz 1995 in Peking bezeichnete in ihrer Aktionsplattform, die bis heute G\u00fcltigkeit besitzt, die \u00dcberwindung der Diskriminierung von M\u00e4dchen und Frauen als Zivilisationsaufgabe des 21. Jahrhunderts. Darin hei\u00dft es, unter Berufung auf die Konvention:<\/p>\n<p>\u201eDie Gleichberechtigung von Frau und Mann ist eine Frage der Menschenrechte und eine Vorbedingung f\u00fcr soziale Gerechtigkeit sowie zugleich eine notwendige Grundvoraussetzung f\u00fcr Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden.\u201c (Aktionsplattform 1995, S. 11) Von der L\u00f6sung dieser Aufgabe sind wir weit entfernt. Kriege, Armut, Hunger und gro\u00dfes Elend in weiten Teilen der Welt verhindern, soziale Menschenrechte durchzusetzen. Selbst der kleine von der UNO vorgesehene Schritt, Schulbildung f\u00fcr M\u00e4dchen bis 2015 zu erm\u00f6glichen, wurde nicht gegangen.<\/p>\n<p>Frauen als Gestalterinnen der Geschichte, unterst\u00fctzt von M\u00e4nnern, stehen also weiter vor aktuellen Aufgaben, die von allen Humanisten national und international zu l\u00f6sen sind, um alle Formen von Ausbeutung, Unterdr\u00fcckung, Gewalt und so auch der Diskriminierung von Frauen zu beseitigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Literatur:<\/h6>\n<p>Aktionsplattform(1995): Bericht der UNO-Weltfrauenkonferenz 1995 in Beijing, Aktionsplattform Anlage II, unter: <a href=\"http:\/\/www.un.org\/depts\/german\/con\/beijing\/anh.2.html\"><u>www.un.org\/depts\/german\/con\/beijing\/anh.2.html <\/u><\/a><\/p>\n<p>Allendorf, Marlis (1975), Die Frau im Sozialismus, Edition Leipzig<\/p>\n<p>Herv\u00e9, Florence (1979), Zehn Tage, die das Leben der Frauen ver\u00e4ndern. In: Florence Herv\u00e9 (Hg.), Brot &amp; Rosen. Geschichte und Perspektive der demokratischen Frauenbewegung. Frankfurt am Main: Verlag Marxistische Bl\u00e4tter, S. 109 &#8211; 124<\/p>\n<p>Lenin, Wladimir Iljitsch (1959a), Der Beginn der Revolution in Russland. Werke Bd. 8, Berlin: Dietz Verlag, S. 85 \u2013 88<\/p>\n<p>Lenin, Wladimir Iljitsch (1959b), Rede auf dem I. Gesamtrussischen Arbeiterinnenkongress. Lenin, Werke Band 28, Berlin: Dietz Verlag, S.175 &#8211; 177<\/p>\n<p>Lenin, Wladimir Iljitsch (1961), An das B\u00fcro des Frauenkongresses des Petrograder Gouvernements. Lenin Werke Band 30, S. 289. Berlin: Dietz Verlag<\/p>\n<p>Merridale, Catherine (2017), Lenins Zug. Die Reise in die Revolution. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag GmbH.<\/p>\n<p>Obitschkin, G.D.\u00a0 (Leiter des Autorenkollektivs) (1986), Nadeshda Krupskaja. Eine Biographie Berlin: Dietz Verlag<\/p>\n<p>Schejnis, Sinowi (1984), Alexandra Kollontai. Das Leben einer ungew\u00f6hnlichen Frau. Biografie. Berlin: Verlag Neues Leben<\/p>\n<p>Steiner, Helmut (2002), Rosa Luxemburg und Alexandra Kollontai, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier sozialistischer Politikerinnen. Berlin (Manuskript)<\/p>\n<p>Zetkin, Clara (1957), Der Kampf um Macht und Frieden in Ru\u00dfland. Ausgew\u00e4hlte Reden und Schriften Bd. I Berlin: Dietz Verlag, S. 770 &#8211; 777<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Prof.Dr. sc. phil. Helga H\u00f6rz, Berlin, war ordentliche Professorin und Lehrstuhlleiterin f\u00fcr Ethik an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin, 1969\u20131990 stellv. Ratsmitglied der Internationalen Demokratischen Frauenf\u00f6deration (IDFF), 1. Vizepr\u00e4sidentin der UNO-Weltfrauenkonferenz 1980 in Kopenhagen und 1990 deren Pr\u00e4sidentin, sie ist Mitglied des Freidenker-Beirats.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Freidenker_2017-04_Hoerz-FrauenAlsGestalterinnenDerGeschichte.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Helga H\u00f6rz: Frauen als Gestalterinnen der Geschichte &#8211; Oktoberrevolution und ihre Folgen<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 4-17, ca. 440 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bild oben: Clara Zetkin, Alexandra Kollontai, Nadeshda Krupskaja, Rosa Luxemburg<br \/>\nBildmontage: rlx<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Helga H\u00f6rz aus: FREIDENKER 4-17<\/strong><br \/>\nRevolutionen sind Massenbewegungen, in denen herausragende Pers\u00f6nlichkeiten eine entscheidende Rolle spielen und wirkm\u00e4chtige Ereignisse Ausl\u00f6ser und Verst\u00e4rker sein k\u00f6nnen. Um das f\u00fcr die Rolle von Frauen f\u00fcr die Oktoberrevolution und ihre Auswirkungen zu verdeutlichen, wird erstens auf Rollenklischees und den Kampf zu ihrer \u00dcberwindung verwiesen und zweitens mit der Lage der Frauen vor der Oktoberrevolution auf vorhergehende revolution\u00e4re Ereignisse eingegangen. Drittens geht es um die Folgen der Oktoberrevolution f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t der Menschen. Der aktive Einsatz von Alexandra Kollontai (1872 \u2013 1952) f\u00fcr die Menschenrechte zeigt viertens die aktive Rolle von Frauenpers\u00f6nlichkeiten. 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