{"id":25162,"date":"2026-05-02T05:19:32","date_gmt":"2026-05-02T03:19:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=25162"},"modified":"2026-05-02T05:19:32","modified_gmt":"2026-05-02T03:19:32","slug":"der-schlag-blieb-aus-die-deutsche-verstrickung-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=25162","title":{"rendered":"Der Schlag blieb aus &#8211; Die deutsche Verstrickung nicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutschland erscheint von au\u00dfen immer weniger als zur\u00fcckhaltender europ\u00e4ischer Staat und immer mehr als milit\u00e4rischer Taktgeber. Wenn es heute als milit\u00e4rische F\u00fchrungsmacht Europas gelesen wird, dann hat das Gr\u00fcnde. Sie liegen nicht nur in Berlin, Kiew oder Ramstein. Sie finden sich in Exportakten, in Raketenabwehrdeals und in einer Sonderbeziehung zu Israel, die \u00e4lter ist, als die Bundesrepublik in ihrer heutigen Selbsterz\u00e4hlung wahrhaben will.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Sabiene Jahn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 29.04.2026 auf <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-schlag-blieb-aus-die-deutsche-verstrickung-nicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">globalbridge.ch<\/a><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5429\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=5429\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?fit=24%2C24&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"24,24\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"video_icon_24x24\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?fit=24%2C24&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-5429\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?resize=24%2C24&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"24\" height=\"24\" data-recalc-dims=\"1\" data-attachment-id=\"5429\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=5429\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?fit=24%2C24&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"24,24\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"video_icon_24x24\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?fit=24%2C24&amp;ssl=1\" \/> Der Beitrag kann auch bei YouTube angeh\u00f6rt werden: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oEmnBzjGYoE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oEmnBzjGYoE<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man muss die Wortwahl des US-Analysten Gilbert Doctorows nicht \u00fcbernehmen, um den Alarmton dahinter ernst zu nehmen. Seine Diagnose ist grob, aber sie verweist auf einen Widerspruch, der sich nicht mehr wegreden l\u00e4sst. Deutschland tritt in der Ukraine offen als milit\u00e4rischer Dauerpartner auf und behauptet im Kriegskomplex Israel\u2013USA\u2013Iran zugleich, es halte sich heraus. Diese Doppelrolle macht jedoch die deutsche Frage dieses Krieges aus.<\/p>\n<p>Als Friedrich Merz vor mittlerweile zwei Wochen in Berlin mit Wolodymyr Selenskyj \u00fcber Drohnenproduktion, Verteidigungskooperation und strategische Partnerschaft sprach, war das nicht blo\u00df ein weiterer Termin im Protokoll eines europ\u00e4ischen Krieges. Es war die Szene eines Landes, das sich als Organisator von Kriegsf\u00e4higkeit pr\u00e4sentiert. Von hier aus wird auch die deutsche Rolle im Nahen Osten lesbar. Denn wer im einen Krieg auf Dauerbindung, R\u00fcstungsproduktion und milit\u00e4rische Verstetigung setzt, kann im anderen nicht glaubw\u00fcrdig die Pose des unbeteiligten Beobachters einnehmen. (1)<\/p>\n<p>Doctorow spricht von zwei parallelen Kriegen. Einem \u201aForever War\u2018 im Nahen Osten und einer europ\u00e4ischen Verl\u00e4ngerung des Krieges in der Ukraine. Das ist polemisch formuliert. Der strukturelle Punkt aber tr\u00e4gt. In beiden Konflikten erscheint Deutschland als Finanzierer, Ausr\u00fcster, Transitstaat, K\u00e4ufer, politischer R\u00fcckhalt und industrieller Verst\u00e4rker. Deshalb ist der deutsche Satz von Zur\u00fcckhaltung auch irref\u00fchrend.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium ver\u00f6ffentlichte fast im selben Atemzug eine Liste europ\u00e4ischer Produktionsstandorte, die es als Teil der ukrainischen Drohnenkriegsf\u00fchrung betrachtet. \u201eReuters\u201c nannte Betriebe in Gro\u00dfbritannien, drei Standorte in Deutschland, Spanien, Italien, Israel und Polen. In den ver\u00f6ffentlichten Listen tauchen unter anderem London, M\u00fcnchen, Riga, Vilnius, Prag, Madrid, Venedig und Haifa auf. Dmitri Medwedew erkl\u00e4rte anschlie\u00dfend, solche Standorte k\u00f6nnten zu legitimen milit\u00e4rischen Zielen werden. Genau an diesem Punkt verl\u00e4sst deutsche Politik die Sph\u00e4re wohlfeiler Solidarit\u00e4tsrhetorik. Wer Kriegsf\u00e4higkeit organisiert, darf sich nicht dar\u00fcber t\u00e4uschen, dass andere ihn bereits als Teil der Kriegsinfrastruktur lesen. (2)<\/p>\n<p>In dieser Gemengelage wird auch die deutsche Rolle im Komplex Israel\u2013USA\u2013Iran sichtbar. Berlin ist nicht nur sp\u00e4terer Mitbetroffener der Krise. Es ist schon jetzt Teil ihrer Erm\u00f6glichungsstruktur. Spanien untersagte Anfang M\u00e4rz die Nutzung seiner Basen f\u00fcr Angriffe auf Iran. Amerikanische Flugzeuge wurden daraufhin nach Ramstein verlegt. \u201eEuronews\u201c berichtete, Ramstein spiele eine zentrale Rolle bei der Koordinierung amerikanischer Operationen. Friedrich Merz erkl\u00e4rte zwar zugleich, Deutschland werde sich milit\u00e4risch nicht an diesem Krieg beteiligen. Wer daraus jedoch den Schluss zieht, Deutschland stehe deshalb au\u00dferhalb des Konflikts, verfehlt die Wirklichkeit. Transit, Aufmarsch, Koordinierung und Operationsraum sind l\u00e4ngst selbst Teil des Kriegs. Die russische Sicht trifft damit auf einen realen deutschen Militarisierungsschub. (3)<\/p>\n<h5>Deutsche Finanzierung israelischer Abschreckungsarchitektur<\/h5>\n<p>Die Rolle der Bundesrepublik ersch\u00f6pft sich nicht in Ramstein, nicht in Durchleitung und nicht in stiller Duldung. Sie reicht tiefer \u2013 in Exportakten, Genehmigungen, R\u00fcstungsbilanzen, Lobbyregister, Raketenabwehrgesch\u00e4fte und jene historische Tiefenschicht, in der deutsche Politik und israelische Sicherheitsarchitektur sich seit Adenauer begegnen. Der Schlag auf Irans zivile Infrastruktur blieb aus. Die deutsche Verstrickung blieb es nicht.<\/p>\n<p>Die deutsche Verstrickung in diesen Krieg reicht tiefer zur\u00fcck, in die Fr\u00fchzeit der Bundesrepublik, in jene Jahre, in denen Konrad Adenauer nach au\u00dfen die moralische Wiederann\u00e4herung an Israel betrieb, w\u00e4hrend im Hintergrund offenbar ein Vorgang anlief, der bis heute kaum Teil des deutschen Geschichtsbewusstseins ist: Die mutma\u00dflich verdeckte westdeutsche Mitfinanzierung des israelischen Nuklearprojekts von Dimona. Wer diese Tiefenschicht ausblendet, versteht auch die Gegenwart nur halb. Denn dann erscheint Deutschlands Haltung als blo\u00dfe Reaktion auf aktuelle Kriege, obwohl sie in Wahrheit auf einer viel \u00e4lteren, strategisch, finanziell und personell gepr\u00e4gten Sonderbeziehung ruht. (4)<\/p>\n<p>Unstrittig ist zun\u00e4chst, was lange vor der neuen deutschen Debatte bekannt war. Israels Nuklearprogramm entstand nicht aus dem Nichts und auch nicht allein aus eigener industrieller Kraft. Die historische Forschung und j\u00fcngere amerikanische Rekonstruktionen verweisen weitgehend \u00fcbereinstimmend auf die technische Hilfe Frankreichs und auf norwegisches Schwerwasser als zentrale Bausteine. Sp\u00e4testens seit den fr\u00fchen sechziger Jahren war der amerikanischen Seite klar, dass es hier nicht um irgendein ziviles Industrieprojekt in der W\u00fcste ging. Man wusste, dass es um einen Reaktorstandort von weltpolitischer Tragweite ging. Deshalb wirkt der neue deutsche Aspekt so explosiv: Er erg\u00e4nzt die bekannte franz\u00f6sisch-norwegische Fr\u00fchgeschichte um eine mutma\u00dflich westdeutsche Finanzlinie.<\/p>\n<p>Eine Recherche der israelischen Zeitung \u201eHaaretz\u201c, die seit Jahren zu den regierungskritischen Stimmen des Landes z\u00e4hlt und diese Frage im M\u00e4rz 2026 neu aufwarf, ist in ihrer Formulierung auffallend vorsichtig und gerade deshalb ernst zu nehmen. Sie spricht nicht von einem vollst\u00e4ndig geschlossenen deutschen Aktenbeweis. Viel mehr von historischen Indizien daf\u00fcr, dass Deutschland Israels Nuklearprogramm heimlich finanziert habe. Nach den bislang \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Wiedergaben dieser Recherche soll Bonn zwischen 1961 und 1973 j\u00e4hrlich etwa 140 bis 160 Millionen D-Mark an Israel geleitet haben, insgesamt also nahe zwei Milliarden D-Mark. In weiteren Berichten ist zudem von 50 Millionen US-Dollar pro Jahr \u00fcber zehn Jahre die Rede. Die Zahlungen seien nicht offen als Beitrag zu einem Nuklear- oder R\u00fcstungsprogramm bezeichnet worden. Sie sind politisch und buchhalterisch so verkleidet worden, dass sie wie Entwicklungshilfe f\u00fcr den Negev oder wie ein gew\u00f6hnlicher Kreditmechanismus wirkten. Diese Konstruktion erkl\u00e4rt wom\u00f6glich, warum die Sache bis heute nicht als offener Gro\u00dfvorgang im deutschen Ged\u00e4chtnis verankert ist. (5)<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcsselmoment dieser Geschichte liegt im Fr\u00fchjahr 1960. Am 14. M\u00e4rz trafen sich Konrad Adenauer und David Ben-Gurion im New Yorker \u201eWaldorf Astoria\u201c. Dieses Treffen gilt seit langem als Wendepunkt der deutsch-israelischen Beziehungen. In der \u00e4lteren deutschen Literatur taucht im Zusammenhang mit der folgenden Finanzarchitektur der Name \u201eAktion Gesch\u00e4ftsfreund\u201c auf. Hans R\u00fchle schrieb bereits 2015, die geheimen deutschen Kredite an Israel h\u00e4tten sich auf zwei Milliarden D-Mark summiert. Der Bundestag best\u00e4tigte 2012 zwar keinen historischen Endbeweis, hielt aber fest, dass ein solcher Kreditkomplex in der Literatur behandelt werde und die Vorg\u00e4nge wegen vereinbarter Vertraulichkeit nur einem sehr engen politischen Kreis bekannt gewesen seien. Die \u201eHaaretz\u201c-Geschichte kn\u00fcpft damit an eine \u00e4ltere Spur an, die in Deutschland zwar vorhanden war, aber nie wirklich breit aufgearbeitet wurde. (6)<\/p>\n<p>Wer sich die Akteure dieser m\u00f6glichen Finanzierungslinie ansieht, st\u00f6\u00dft auf ein Personal, das den ganzen Widerspruch der fr\u00fchen Bundesrepublik in sich tr\u00e4gt. Auf israelischer Seite waren es keine namenlosen Kr\u00e4fte. Konkret handelt es sich um Politiker und Unterh\u00e4ndler aus dem zionistischen und staatsgr\u00fcndenden Milieu, vor allem David Ben-Gurion, Felix Elieser Shinnar und im weiteren reparations- und beziehungspolitischen Kontext Nahum Goldmann. Goldmann spielte \u00fcber die \u201eClaims Conference\u201c und den \u201eWorld Jewish Congress\u201c eine pr\u00e4gende Rolle beim deutschen Wiedergutmachungskomplex der Nachkriegszeit. Auf deutscher Seite tauchen in der Forschung und in den politischen Debatten Adenauer, der Bankier Hermann Josef Abs, der Kanzleramtschef Hans Globke und nach \u00e4lteren deutschen Darstellungen auch der Staatssekret\u00e4r Rolf Lahr als operative Person der Ausgestaltung auf. Schon diese Namen machen klar, dass es hier um mehr ging als um abstrakte Staatsr\u00e4son: Um konkrete Netzwerke, konkrete Entscheider und konkrete Machttechnik. (7)<\/p>\n<p>Auf deutscher Seite gestaltet sich dies historisch betrachtet als besonders unangenehm. Hermann Josef Abs war nicht irgendein Finanzfachmann der jungen Republik. Er war ein Spitzenbankier mit einer tief umstrittenen NS-Vergangenheit. Er sa\u00df ab 1938 im Vorstand der Deutschen Bank. Seine Rolle bei der Arisierung, Industriepolitik und NS-Kriegswirtschaft ist bis heute Gegenstand kritischer Forschung. Nach 1945 stieg Abs dennoch zu einem der einflussreichsten Finanzdiplomaten der Bundesrepublik auf und wurde enger Berater Adenauers. Hans Globke wiederum, der als Kanzleramtschef zu den m\u00e4chtigsten M\u00e4nnern des fr\u00fchen Bonner Staates geh\u00f6rte, hatte im Reichsinnenministerium an der administrativen Kommentierung der N\u00fcrnberger Rassegesetze mitgewirkt. Die fr\u00fche Bundesrepublik war also auch an dieser Stelle nicht der klare zivilisatorische Neuanfang, als der sie im R\u00fcckblick oft inszeniert wird. Sie war ein Staat, der demokratische Erneuerung und personelle NS-Kontinuit\u00e4t auf h\u00f6chst problematische Weise miteinander verband. Wenn diese Eliten tats\u00e4chlich an der Finanzierung einer israelischen Abschreckungsarchitektur beteiligt waren, dann geschah dies durch Personal, das selbst tief in die Katastrophengeschichte des 20. Jahrhunderts verstrickt war. (8)<\/p>\n<p>Die \u00e4ltere deutsche Deutung zur \u201eAktion Gesch\u00e4ftsfreund\u201c besagt, dass die Finanzierung als Kreditkonstrukt aufgebaut wurde, um eine offene Schenkung und damit eine offene parlamentarische Auseinandersetzung zu vermeiden. Der Bundestag erkl\u00e4rte 2012, mehrere Ressorts seien in die Kreditvergabe eingebunden gewesen, der Bundestag wegen der zugesicherten Vertraulichkeit aber nur in Form der Fraktionsspitzen informiert worden. In der Literatur ist zudem davon die Rede, dass die Kreditbank f\u00fcr Wiederaufbau (KfW) als Abwicklungsvehikel diente und auf Haushaltstitel zur\u00fcckgegriffen wurde, die nach Kapitalhilfe und Entwicklungspolitik klangen. Das w\u00e4re genau jene Art politischer Tarnung, die es erlaubt, einen weltgeschichtlich bedeutsamen Vorgang haushaltsrechtlich zu entgiften, ohne ihn v\u00f6llig aus der Staatsmaschine herauszunehmen. (9)<\/p>\n<h5>Verdeckte Kredit- und Staatsr\u00e4sonbeziehung<\/h5>\n<p>Eine rein moralische Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Motiv reicht nicht aus. Nat\u00fcrlich spielte die Shoah als Hintergrund eine Rolle. Nat\u00fcrlich war die neue Beziehung zu Israel f\u00fcr Adenauer auch ein Signal an die westliche Welt und an die j\u00fcdische Diaspora. Plausibler ist ein B\u00fcndel aus Gr\u00fcnden: Die Westbindung, die strategische Aufwertung Israels als westlich orientierter Br\u00fcckenkopf im Nahen Osten, die Eind\u00e4mmung von Gamal Abdel Nasser \u2013 seit 1956 Pr\u00e4sident \u00c4gyptens und bedeutsam f\u00fcr das panarabische und antikoloniale Projekt \u2013 sowie die Bereitschaft, au\u00dfenpolitisch heikle Entscheidungen lieber exekutiv und diskret zu organisieren. (10)<\/p>\n<p>Die neue deutsche Linie w\u00e4re nicht nur historisch brisant. Sie war vor allem strategisch besonders explosiv, weil sie der bekannten amerikanischen Nichtverbreitungspolitik jener Jahre zuwiderliefe.<\/p>\n<p>Deklassifizierte US-Dokumente zeigen, dass Kennedy 1963 auf regelm\u00e4\u00dfige Inspektionen von Dimona dr\u00e4ngte und Ben-Gurion sowie sp\u00e4ter Levi Eshkol warnte, die amerikanische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Israel k\u00f6nne ernsthaft gef\u00e4hrdet werden, wenn Washington keine verl\u00e4sslichen Informationen \u00fcber den Reaktorstandort erhalte. Nasser erkl\u00e4rte ein israelisches Nuklearpotenzial nach amerikanischen Unterlagen faktisch zum Kriegsgrund. Die amerikanische Linie war also zun\u00e4chst auf Kontrolle, Verlangsamung und Begrenzung gerichtet. Sollte die \u201eHaaretz\u201c-Geschichte tragen, h\u00e4tte Bonn genau in jener Phase geholfen, in der Washington die Entwicklung eher zu bremsen versuchte. (11)<\/p>\n<p>Zugleich zeigen die Quellen f\u00fcr das Jahr 1963 noch ein zweites, f\u00fcr die deutsche Frage besonders aufschlussreiches Bild. Nach der Kuba-Krise suchten John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow offenkundig nach einer vorsichtigeren und verl\u00e4sslicheren Form der Verst\u00e4ndigung. Ein Ende 2025 ver\u00f6ffentlichtes russisches Dokumentendossier zu Kennedy und den sowjetisch-amerikanischen Beziehungen beschreibt den Sommer und Herbst 1963 ausdr\u00fccklich als einen \u201eneuen Zeitraum\u201c, in dem strittige Fragen Schritt f\u00fcr Schritt behandelt und Vereinbarungen m\u00f6glichst in Formen gebracht werden sollten, die nicht an den innenpolitischen H\u00fcrden Washingtons \u2013 insbesondere am Senat \u2013 scheiterten. Chruschtschow ma\u00df informellen pers\u00f6nlichen Kontakten zum amerikanischen Pr\u00e4sidenten hohen Wert bei.<\/p>\n<p>Am 17. August 1963 schrieb er Kennedy in einem vertraulichen Brief, man d\u00fcrfe beim \u201eguten Start\u201c nicht stehenbleiben. Anstatt dessen m\u00fcssten beide auf dem eingeschlagenen Weg beharrlich weitergehen. Auch die amerikanischen Archivbest\u00e4nde zeigen einen ungew\u00f6hnlich dichten Briefwechsel zwischen beiden. Entw\u00fcrfe, \u00dcbermittlungsvermerke und Begleitmemos machen deutlich, dass diese Korrespondenz zwar institutionell gerahmt, zugleich aber bewusst pers\u00f6nlich und diskret gef\u00fchrt wurde. Deshalb wirkt eine m\u00f6gliche westdeutsche Hilfe f\u00fcr Israels Nuklearprogramm in dieser Phase noch brisanter: Sie fiele in einen Moment, in dem auf h\u00f6chster Ebene eher an Begrenzung und Stabilisierung nuklearer Risiken gearbeitet wurde. (12)<\/p>\n<p>Umso aufschlussreicher wirkt der sp\u00e4tere Bruch. Mit dem Nixon-Meir-Verst\u00e4ndnis von 1969 ging die amerikanische Politik dazu \u00fcber, Israels Nuklearstatus faktisch zu dulden, solange Israel ihn nicht offen erkl\u00e4rte, keinen Test durchf\u00fchrte und an seiner Politik der nuklearen Unklarheit festhielt. Was unter Kennedy noch kontrolliert werden sollte, wurde damit zu einem geduldeten offenen Geheimnis. Vor diesem Hintergrund wirkt die Gegenwart umso widerspr\u00fcchlicher. Iran ist Vertragsstaat des Nichtverbreitungsvertrags und an ein umfassendes Sicherungsregime gebunden, Israel ist dem Vertrag nie beigetreten und h\u00e4lt sein eigenes Arsenal im Schatten. Deshalb l\u00e4sst sich der heutige Konflikt auch als strategisches R\u00fcckspiel eines alten Ungleichgewichts lesen. F\u00fcr die westdeutsche Seite zeigt neuere Forschung zudem, dass die Organisation Gehlen und sp\u00e4ter der Bundesnachrichtendienst (BND) in den westdeutsch-israelisch-arabischen Beziehungen eine aktivere Rolle spielten, als lange angenommen wurde. (13)<\/p>\n<p>Dass diese Geschichte dem deutschen Publikum bis heute nahezu unbekannt geblieben ist, verweist auch auf ein publizistisches Vers\u00e4umnis. Der israelische Nuklearkomplex und seine ausl\u00e4ndischen Verflechtungen wurden im deutschsprachigen Raum durchaus behandelt, etwa in Dirk Pohlmanns Dokumentation \u201eIsrael und die Bombe\u201c, die 2011\/2012 auf ARTE und im ZDF lief. Doch daraus entstand kein dauerhafter \u00f6ffentlicher Zugang. Vielleicht, weil das Thema nicht in das moralische Selbstbild der Bundesrepublik passt. Vielleicht auch, weil sich die Formel von der \u201ebesonderen Verantwortung\u201c leichter als Gewissenssprache verwalten l\u00e4sst denn als Geschichte von Krediten, Tarnhaushalten, NS-Kontinuit\u00e4ten, Nuklearambitionen und exekutiv organisierter Staatsr\u00e4son. Deshalb ist die neue Haaretz-Recherche so wichtig. Sie zwingt dazu, die deutsche Beziehung zu Israel nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Erinnerung zu lesen. Eben auch unter dem Aspekt von Macht, Geld und strategischer Mitverantwortung.<\/p>\n<p>Dann \u00f6ffnet sich der Blick zur\u00fcck in die Gegenwart mit neuer Sch\u00e4rfe. Denn was in der historischen Tiefenschicht als verdeckte Kredit- und Staatsr\u00e4sonbeziehung sichtbar wird, erscheint heute nicht mehr als Schattenkonstrukt. Es ist administrativ regulierte, politisch routinierte und industriell eingebettete Wirklichkeit. Die deutsche Unterst\u00fctzung Israels l\u00e4uft l\u00e4ngst nicht mehr in den Chiffren der fr\u00fchen Bundesrepublik. Es sind Genehmigungsakten, Ausfuhrlisten, Bundestagsdrucksachen und Beschaffungsvertr\u00e4ge. Sie wirken auf den ersten Blick wie trockene Verwaltungsakte. Tats\u00e4chlich aber ist sie materiell, messbar und folgenreich. Nach SIPRI war Deutschland im Zeitraum 2020 bis 2024 mit 33 Prozent der zweitwichtigste Lieferstaat f\u00fcr Israels Importe gro\u00dfer konventioneller Waffensysteme nach den USA, die auf 66 Prozent kamen. Damit ist Deutschland nicht blo\u00df ein europ\u00e4ischer randst\u00e4ndiger Akteur. Deutschland ist ein struktureller Haupttr\u00e4ger israelischer Beschaffungsf\u00e4higkeit. (14)<\/p>\n<h5>Unterhalb der Schwelle spektakul\u00e4rer Kriegswaffen<\/h5>\n<p>Diese Einordnung gewinnt zus\u00e4tzliches Gewicht, wenn man die deutschen Ausfuhrgenehmigungen seit dem 7. Oktober 2023 betrachtet. Der Bundestag teilte mit, dass zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 13. Mai 2025 Einzelausfuhrgenehmigungen f\u00fcr R\u00fcstungsg\u00fcter nach Israel im Gesamtwert von 485 Millionen Euro erteilt wurden. Noch weiter gefasst weist eine sp\u00e4tere Bundestagsdrucksache f\u00fcr den Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 23. Dezember 2025 sogar 606 Millionen Euro aus, davon 20 Millionen Euro f\u00fcr Kriegswaffen und 586 Millionen Euro f\u00fcr sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter. Diese Zahlen sind zentral, weil sie zeigen, dass der deutsche Beitrag nicht in einigen symbolischen Lieferungen aufgeht. Sie setzen sich \u00fcber einen langen Zeitraum als politisch genehmigte Materialkette fort. (15)<\/p>\n<p>Auch die Lieferung der Dolphin-Klasse-U-Boote durch \u201eThyssenKrupp Marine Systems\u201c in Kiel unterstreicht diese Kontinuit\u00e4t. Die hochmodernen U-Boote sind nuklear best\u00fcckbar und wurden teilweise mit hohen deutschen Subventionen finanziert \u2013 ein weiteres Beispiel daf\u00fcr, wie Berlin nicht nur konventionelle, sondern auch strategische Abschreckungskapazit\u00e4ten mittr\u00e4gt. (16)<\/p>\n<p>Besonders aufschlussreich ist das Jahr 2023. W\u00e4hrend 2022 noch rund 32 Millionen Euro an Genehmigungen nach Israel ausgewiesen wurden, sprang der Wert 2023 auf 326,5 Millionen Euro. Diese Sprungbewegung \u2013 um das Zehnfache \u2013 war Ausdruck einer politischen Entscheidungslage nach dem 7. Oktober. Die Bundesregierung hielt fest, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil dieser Genehmigungen auf die Zeit nach diesem Datum entfiel. Noch wichtiger ist, dass sich die 2023 genehmigten Kriegswaffen nicht in blo\u00dfen Sammelkategorien verloren. Sie wurden sogar sehr konkret benannt: 3.000 tragbare r\u00fccksto\u00dfarme Panzerabwehrwaffen, 500.000 Schuss Munition, 44 Treibladungen und 239 Z\u00fcnder. Wer also so tut, als rede man im deutschen Fall nur \u00fcber unbestimmte \u201eSicherheitskooperation\u201c, verdeckt den realen, greifbaren Gegenstand der Genehmigungen. Es ging 2023 nicht nur um politische R\u00fcckendeckung. Es handelte sich auch um unmittelbar kriegsrelevantes Material. (17)<\/p>\n<p>Danach wird die juristische und politische Konstruktion interessant. Denn 2024 verschob sich die Zusammensetzung deutscher Genehmigungen deutlich. Die Kriegswaffenquote brach in den \u00f6ffentlich dokumentierten Zeitfenstern massiv ein. Gleichzeitig liefen Genehmigungen f\u00fcr \u201esonstige R\u00fcstungsg\u00fcter\u201c weiter. Genau hier entsteht jene deutsche Grauzone, die in der \u00f6ffentlichen Debatte fast nie erkl\u00e4rt wird. \u201eSonstige R\u00fcstungsg\u00fcter\u201c klingen nach Nebenware, nach Randmaterial, nach nicht weiter bedenklicher Begleitlogistik. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen darunter Motoren, Getriebe, Teile f\u00fcr gepanzerte Fahrzeuge, Komponenten f\u00fcr Kriegsschiffe, Ausr\u00fcstung, Test- und \u00dcbungsmunition, Schutztechnologie und vielf\u00e4ltige Zwischenprodukte fallen \u2013 also genau jene Elemente, ohne die Waffensysteme nicht einsatzf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n<p>Der R\u00fcstungsexportbericht 2024 f\u00fchrt Israel mit 163,8 Millionen Euro erneut als bedeutendes Bestimmungsland. Dominierend waren dort Teile f\u00fcr gepanzerte Fahrzeuge, Kampfpanzer und Panzerhaubitzen, verschiedene Munitionsarten, Decklacke, Container, Muster f\u00fcr ballistischen Schutz, Laserschutzausr\u00fcstung, Brennstoffzellen sowie Gussst\u00fccke und unfertige Erzeugnisse. Selbst wenn der politische Diskurs sich an der Kategorie \u201eKriegswaffen\u201c festbei\u00dft, l\u00e4uft die materielle St\u00fctzung also \u00fcber eine zweite Schiene weiter: \u00dcber Teile, Komponenten und Vorprodukte, die bestehende Waffensysteme einsatzf\u00e4hig halten. (18)<\/p>\n<p>Diese Verschiebung macht die deutsche Praxis so schwer angreifbar und zugleich so wirkungsvoll. Man kann Kriegswaffen formal zur\u00fcckfahren und trotzdem die milit\u00e4rische Einsatzf\u00e4higkeit eines Empf\u00e4ngers stabil halten. Deshalb ist die oft beschworene deutsche Zur\u00fcckhaltung analytisch irref\u00fchrend. Im Zeitraum vom 24. Mai bis zum 15. Dezember 2024 wurden nach einer Bundestagsdrucksache keine Genehmigungen f\u00fcr Kriegswaffen erteilt. Gleichzeitig lief die Genehmigungspraxis f\u00fcr sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter weiter, verteilt auf zahlreiche Ausfuhrlistenpositionen. Das Problem ist also nicht nur, was Berlin stoppt. Viel eher verweist es\u00a0 darauf, was es unterhalb der Schwelle spektakul\u00e4rer Kriegswaffen weiterhin gew\u00e4hrt. Die materielle Wirkung dieser Praxis kann erheblich sein, auch wenn sie kommunikativ entsch\u00e4rft daherkommt. (19)<\/p>\n<p>Das Jahr 2025 best\u00e4tigt diese Logik. Politisch besonders auff\u00e4llig war der Teilstopp vom August 2025, als Deutschland Exporte solcher Waffen oder Waffentechnologien aussetzte, die im Gazastreifen eingesetzt werden k\u00f6nnten. Schon diese Formulierung war verr\u00e4terisch eng. Sie betraf nicht die gesamte milit\u00e4rische Beziehung. Daf\u00fcr nur einen begrenzten Ausschnitt m\u00f6glicher Verwendungen. Im November 2025 wurde diese Beschr\u00e4nkung bereits wieder aufgehoben und die R\u00fcckkehr zur Einzelfallpr\u00fcfung verk\u00fcndet. Parallel dazu zeigen Bundestagszahlen, dass in mehreren abgefragten Zeitfenstern 2025 zwar keine Einzelausfuhrgenehmigungen f\u00fcr Kriegswaffen erteilt wurden, wohl aber fortlaufend Genehmigungen f\u00fcr sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter. Von einem wirklichen Bruch kann also keine Rede sein. Die Linie wurde moduliert, nicht verlassen: Politisch begrenzt und administrativ weitergef\u00fchrt. (20)<\/p>\n<p>Aus dieser Struktur heraus wird verst\u00e4ndlich, warum die Profiteure nicht erst am Ende der Kette sitzen. Sie befinden sich mitten in ihr. Der Bundestag best\u00e4tigte Anfang 2026, dass f\u00fcr Unternehmen der \u201eRENK Group AG\u201c seit dem 7. Oktober 2023 f\u00fcnfzehn Einzelausfuhrgenehmigungen f\u00fcr sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter mit Endbestimmungsland Israel erteilt wurden. RENK meldete f\u00fcr 2025 Rekordzahlen: 1,37 Milliarden Euro Umsatz, 230 Millionen Euro bereinigten operativen Gewinn und einen Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro. Hinzu kommt, dass RENK im Lobbyregister eigene Vorhaben zur Beibehaltung des Status quo in der R\u00fcstungsexportkontrolle und gegen weitergehende rechtliche Versch\u00e4rfungen dokumentierte. Niemand kann aus diesen Zahlen sauber herauslesen, welcher Anteil des Ergebnisses unmittelbar an Israel hing. Aber genau darin liegt die politische Realit\u00e4t des Sektors. Die Gesch\u00e4fte laufen nicht als moralisch isolierbare Einzelposten. Sie sind Teil eines Modells, in dem Kriege, Aufr\u00fcstung, politische Freigaben und Gewinnerwartungen ineinandergreifen. Wer deutsche Waffenpolitik analysiert, muss deshalb nicht nur auf Lieferlisten, sondern auch auf Bilanzen und Lobbyaktivit\u00e4ten schauen. (21)<\/p>\n<p>Auch die Verflechtung mit israelischen Konzernen ist dabei keine Nebensache. \u201eIsrael Aerospace Industries\u201c meldete f\u00fcr 2024 ein Rekordjahr mit 6,1 Milliarden Dollar Umsatz, 493 Millionen Dollar Gewinn und einem Auftragsbestand von 25 Milliarden Dollar. \u201eElbit Systems\u201c erzielte 2024 einen Umsatz von 6,83 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand lag bei 22,6 Milliarden Dollar, getragen unter anderem von starkem Wachstum im Luftfahrt- und Drohnensegment sowie von hoher Nachfrage des israelischen Verteidigungsministeriums und europ\u00e4ischer Kunden. \u201eRafael\u201c berichtete Ende M\u00e4rz 2026 von 6,8 Milliarden Dollar Umsatz, 10,4 Milliarden Dollar an neuen Auftr\u00e4gen, einem Auftragsbestand von 23,3 Milliarden Dollar und mehr als 423 Millionen Dollar Nettogewinn. Parallel dazu f\u00fchrt das deutsche Lobbyregister die \u201eDynamit Nobel Defence GmbH\u201c (DND) als Interessenvertreter mit einem eigenen Regelungsvorhaben zum R\u00fcstungsexportkontrollgesetz. DND beschreibt sich selbst als Hersteller schultergest\u00fctzter Waffensysteme und Schutztechnologien. Ob und in welchem Umfang einzelne Israel-Genehmigungen unmittelbar in die B\u00fccher dieses Unternehmens flossen, l\u00e4sst sich \u00f6ffentlich nicht abschlie\u00dfend nachweisen. Sichtbar ist aber die politische und wirtschaftliche Infrastruktur, in der solche Gesch\u00e4fte stattfinden. (22)<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist Deutschland nicht nur Lieferstaat Israels. Es ist selbst ein zentraler Absatzmarkt israelischer R\u00fcstungsindustrie. Im Dezember 2025 erweiterten Deutschland und Israel den Arrow-3-Komplex um weitere 3,1 Milliarden Dollar. Zusammen mit dem Ausgangsvertrag summiert sich das Gesch\u00e4ft auf rund 6,7 Milliarden Dollar \u2013 das gr\u00f6\u00dfte R\u00fcstungsexportgesch\u00e4ft in der Geschichte Israels. (23)<\/p>\n<p>Der erste deutsche Arrow-3-Standort ist Sch\u00f6newalde\/ Holzdorf. Der Milit\u00e4rflugplatz liegt \u00f6stlich von Jessen in Sachsen-Anhalt und n\u00f6rdlich von Herzberg in Brandenburg. Zwei weitere Standorte sind nach bisherigem Planungsstand in Bayern und Schleswig-Holstein vorgesehen. Ob das klug ist? Milit\u00e4risch soll Arrow-3 ballistische Raketen exo-atmosph\u00e4risch, also au\u00dferhalb der Erdatmosph\u00e4re, abfangen. Strategisch zeigt die j\u00fcngste Eskalation im Golf \u2013 von Angriffen und Alarmlagen in Bahrain und Katar bis zur allgemeinen Verwundbarkeit der Golfstaaten einschlie\u00dflich der Vereinigten Arabischen Emirate \u2013, dass selbst umfangreiche Abwehrsysteme keine Unverwundbarkeit herstellen und kritische Standorte weiterhin Zielobjekte bleiben k\u00f6nnen. (24)<\/p>\n<p>Die deutsch-israelische Beziehung ist damit auch materiell doppelt aufgeladen: Deutschland genehmigt Exporte nach Israel und kauft zugleich israelische Hochtechnologie in Milliardenh\u00f6he. Politisch erscheint das als Sicherheitspartnerschaft, \u00f6konomisch stabilisiert es auf beiden Seiten massive R\u00fcstungsums\u00e4tze. Das eigentliche Problem ist, dass eine friedensgebundene deutsche Verfassungsordnung diesen Sektor politisch weit strenger kontrollieren m\u00fcsste, als es die gegenw\u00e4rtige Praxis erkennen l\u00e4sst. Gerade bei Kriegswaffen ist gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Offenlegung f\u00fcr parlamentarische Kontrolle wichtig, weil die Entscheidungen in Deutschland prim\u00e4r bei der Exekutive liegen und der Bundestag sie meist nur mittelbar \u00fcber Berichte, Anfragen, Haushaltsrecht und nachtr\u00e4gliche Information kontrollieren kann.<\/p>\n<h5>Politischer Schutzraum organisierter Interessenvertretung<\/h5>\n<p>Hinzu tritt das organisierte politische Umfeld, das diese materielle Beziehung absichert. Die \u201eDeutsch-Israelische Gesellschaft\u201c (DIG) ist im Lobbyregister des Bundestags als Interessenvertreterin eingetragen und weist f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 institutionelle Zuwendungen des Ausw\u00e4rtigen Amts von rund 545.000 Euro sowie Mitgliedsbeitr\u00e4ge von knapp 400.000 Euro aus. Ihr Pr\u00e4sident Volker Beck trat 2025 und 2026 wiederholt \u00f6ffentlich gegen Einschr\u00e4nkungen deutscher oder europ\u00e4ischer Kooperation mit Israel auf, etwa gegen weitere UNRWA-Finanzierungen, gegen einen deutschen Waffenstopp und gegen EU-Restriktionen im Forschungsbereich. Das ist offen dokumentierte Interessenvertretung mit staatlicher Mitfinanzierung. An diesem Punkt wird die politische Funktion solcher Interventionen sichtbar. Wenn Hilfe f\u00fcr Gaza abstrakt bejaht, zugleich aber UNRWA als \u00dcbermittler diskreditiert oder ausgeschlossen wird, verschiebt sich die Frage unmerklich von der Versorgung Notleidender hin zur politischen Zul\u00e4ssigkeit bestimmter Adressaten und Vermittler. Aus einer humanit\u00e4ren Pflicht wird so auf Schleichwegen eine Loyalit\u00e4tsfrage. Genau darin liegt das Problem: Nicht das Leiden verschwindet, anstatt dessen die Legitimit\u00e4t der Hilfe. Sie wird selektiv umcodiert.<\/p>\n<p>Dass Becks Forderung politisch nicht durchgesetzt wurde und Deutschland 2024 die UNRWA-Finanzierung wieder aufnahm, \u00e4ndert an diesem Muster nichts. Der Streit zielte weniger auf Hilfe als solche als auf die Delegitimierung ihres Tr\u00e4gers.<\/p>\n<p>Diese Organisation wurde 2026 zudem von einem schweren eigenen Skandal ersch\u00fcttert. Nach den \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quellen ging es dabei um den damaligen Schatzmeister Hartmut Ebbing, einen fr\u00fcheren FDP-Bundestagsabgeordneten. Die DIG erkl\u00e4rte am 7. Februar 2026, eine fr\u00fchere strafrechtliche Verurteilung wegen Kinderpornografie sei ihr bis zur Ver\u00f6ffentlichung eines Bild-Artikels nicht bekannt gewesen. Sie habe Ebbing daraufhin zum Austritt aufgefordert, dem dieser sofort nachgekommen sei. Im M\u00e4rz 2026 berichteten Zeit und andere Medien dann \u00fcber seine Verurteilung zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Politisch \u00e4ndert das nichts an der Rolle der DIG als Lobbyakteur. Es zerst\u00f6rt vor allem die moralische H\u00f6he, von der aus in Deutschland oft \u00fcber Schutz, Werte und Verantwortung gesprochen wird.<\/p>\n<p>Neben der DIG operiert mit der \u201eWerteInitiative\u201c ein zweiter, deutlich j\u00fcngerer, aber inzwischen ebenfalls gewichtiger Akteur. Der Registereintrag des Bundestags weist f\u00fcr 2024 \u00f6ffentliche Zuwendungen des Bundesministeriums des Innern und f\u00fcr Heimat von rund 745.000 Euro aus. Zugleich verzeichnet die Organisation j\u00e4hrliche Aufwendungen f\u00fcr Interessenvertretung von etwa 255.000 Euro, \u00fcber drei Vollzeit\u00e4quivalente im Lobbybereich und mehrere konkrete Regelungsvorhaben. Dazu geh\u00f6ren ausdr\u00fccklich Versch\u00e4rfungen im Aufenthalts- und Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht, um den Verbleib und die Einb\u00fcrgerung von als vorgeblich antisemitisch eingestuften Personen zu erschweren, sowie eine st\u00e4rkere Regulierung sozialer Medien bis hin zu Klarnamenpflichten, um \u00c4u\u00dferungen leichter zuzuordnen und verfolgen zu k\u00f6nnen. Offiziell richtet sich das gegen Antisemitismus im Allgemeinen, praktisch ber\u00fchrt es aber genau jene Grauzone, in der Kritik an Israels Regierung, an Gaza oder am Kriegsgeschehen politisch und medial immer wieder mit dem Antisemitismusvorwurf \u00fcberblendet wird. F\u00fcr Bef\u00fcrworter ist das Extremismusbek\u00e4mpfung, f\u00fcr Kritiker eine Infrastruktur, mit der missliebige Stimmen leichter identifiziert, delegitimiert und sanktioniert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Deshalb ist die \u201eWerteInitiative\u201c nicht blo\u00df ein \u201ezivilgesellschaftlicher\u201c Verein. Sie ist ein staatlich mitfinanzierter politischer Akteur, der direkt auf Gesetzgebung, F\u00f6rderpraxis und den Rahmen des Sagbaren an Schulen und Hochschulen einzuwirken versucht. Zusammengenommen ergibt sich daraus ein belastbares Bild. Deutschlands Israelpolitik ist nicht blo\u00df eine Haltung. Es ist ein institutionell gepflegtes Gef\u00fcge aus Interessenvertretung, Industrie, Staatsr\u00e4son und milit\u00e4rischer Handlungsf\u00e4higkeit. Gerade darin liegt ihre Tragik. Was \u00f6ffentlich als historische Verantwortung erscheint, stabilisiert materiell ein System der Aufr\u00fcstung und Kriegsverl\u00e4ngerung. W\u00e4hrend der R\u00fcckhalt in Amerika erodiert, h\u00e4lt Deutschland an seiner Sonderrolle fest, als habe sich an der strategischen, moralischen und materiellen Lage nichts ge\u00e4ndert. (25)<\/p>\n<p>Und genau hier schlie\u00dft sich der Kreis zur historischen Tiefenschicht von Dimona. Damals w\u00e4re die deutsche Unterst\u00fctzung \u2013 folgt man der \u201eHaaretz\u201c-Ver\u00f6ffentlichung und der \u00e4lteren Debatte um die \u201eAktion Gesch\u00e4ftsfreund\u201c \u2013 verdeckt, kreditf\u00f6rmig und parlamentarisch entsch\u00e4rft organisiert worden. Heute l\u00e4uft sie formal offen, juristisch reguliert und b\u00fcrokratisch dokumentiert. Der strukturelle Kern ist jedoch erstaunlich \u00e4hnlich geblieben. Deutschland begr\u00fcndet seine besondere N\u00e4he zu Israel moralisch, \u00fcbersetzt sie aber politisch in Schutz und materiell in Kriegsf\u00e4higkeit. Genau darin liegt die Scheinheiligkeit dieses Verh\u00e4ltnisses. Aus dem Schattenkredit ist die Genehmigungsliste geworden, aus der stillen Exekutivlinie der \u00f6ffentliche Sicherheitssatz, aus der diskreten Hilfe eine legitimierte Dauerkonstruktion. Wer diese Kontinuit\u00e4t erkennt, versteht auch, warum die deutsche Rolle im Komplex Israel\u2013USA\u2013Iran so beharrlich und so schwer korrigierbar bleibt. (26)<\/p>\n<p>Der eigentliche Kern des Problems liegt tiefer. Deutschland ist nicht nur m\u00f6glicher Mitbetroffener einer Weltmarktkrise, nicht nur Gastgeber amerikanischer Streitkr\u00e4fte und nicht nur Mahner zur Deeskalation. Deutschland ist logistischer Erm\u00f6glicher, Genehmigungsstaat, K\u00e4ufer israelischer Raketenabwehr, politischer Schutzraum organisierter Interessenvertretung und Teil eines R\u00fcstungsgeflechts, das vom Krieg gen\u00e4hrt wird. (27)<\/p>\n<p>Wer das auf blo\u00dfe Au\u00dfenpolitik reduziert, verkennt die Gr\u00f6\u00dfenordnung. Es geht um ein System. Worte m\u00fcssen sich an Taten messen lassen. Ein Staat, der sich auf acht Jahrzehnte Friedenskultur beruft, kann seiner Bev\u00f6lkerung nicht zugleich verkaufen, er halte sich heraus, w\u00e4hrend er l\u00e4ngst Teil desselben Kriegszusammenhangs ist. Der deutsche Skandal besteht in der Differenz zwischen Handeln und Sprache. Berlin spricht von Frieden, w\u00e4hrend es Kriegsf\u00e4higkeit organisiert. Es spricht von Stabilit\u00e4t, w\u00e4hrend es Eskalationsstrukturen absichert und es spricht von Zur\u00fcckhaltung, w\u00e4hrend es in zwei Kriegsr\u00e4umen zugleich tiefer verstrickt ist, als es zugibt. Genau deshalb reicht es nicht, die Eskalation nur zu beklagen. Man muss benennen, auf welchen materiellen, historischen und politischen Schienen Deutschland selbst dazu beitr\u00e4gt, dass dieser Kriegskomplex tragf\u00e4hig bleibt. Wer dar\u00fcber schweigt, berichtet nicht \u00fcber den Krieg. Er berichtet nur \u00fcber seine Lautst\u00e4rke.<\/p>\n<p>Und wer diese dokumentierte Bestandsaufnahme reflexhaft als antisemitisch diffamieren will, verteidigt gerade nicht j\u00fcdisches Leben. Er immunisiert vor allem Staatshandeln, Lobbystrukturen und Kriegspolitik gegen politisch belegte Kritik. Eine offene Gesellschaft muss Kritik an Regierungen, Besatzungslogiken, Aufr\u00fcstung und der T\u00f6tung von Zivilisten aushalten und anerkennen, ohne sie reflexhaft in Ressentiment umzudeuten. (28)<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sabiene Jahn, Tr\u00e4gerin des K\u00f6lner Karlspreises f\u00fcr Engagierte Literatur und Publizistik, ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz \/ Saarland<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Quellen und Anmerkungen:<\/h5>\n<p>(Abruf 16.April 2026)<\/p>\n<p>1.) Reuters-Bericht zum Merz-Selenskyj-Treffen in Berlin am 14. April 2026 mit Vereinbarungen zu Drohnenproduktion und Verteidigungskooperation: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/germanys-merz-hosts-ukraines-zelenskiy-talks-berlin-2026-04-14\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/germanys-merz-hosts-ukraines-zelenskiy-talks-berlin-2026-04-14\/<\/a><\/p>\n<p>2.) Reuters-Bericht zur russischen Liste europ\u00e4ischer Drohnen-Produktionsstandorte (u. a. M\u00fcnchen); offizielle Ver\u00f6ffentlichung des russischen Verteidigungsministeriums: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russia-accuses-ukraine-seeking-acquire-nuclear-weapon-with-help-uk-france-2026-02-24\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russia-accuses-ukraine-seeking-acquire-nuclear-weapon-with-help-uk-france-2026-02-24\/<\/a><\/p>\n<p>3.) SVR-Behauptung Februar 2026, deutsche Aufr\u00fcstung, Bundesfinanzministerium 2026 und Destatis-Defizit:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russia-accuses-ukraine-seeking-acquire-nuclear-weapon-with-help-uk-france-2026-02-24\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russia-accuses-ukraine-seeking-acquire-nuclear-weapon-with-help-uk-france-2026-02-24\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/EN\/Pressemitteilungen\/2025\/2025-07-30-government-draft-2026-federal-budget.html\">https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/EN\/Pressemitteilungen\/2025\/2025-07-30-government-draft-2026-federal-budget.html<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/EN\/Themes\/Economy\/National-Accounts-Domestic-Product\/_node.html\">https:\/\/www.destatis.de\/EN\/Themes\/Economy\/National-Accounts-Domestic-Product\/_node.html<\/a><\/p>\n<p>4.) Haaretz-Recherche M\u00e4rz 2026 zu geheimen deutschen Finanzierungen des Dimona-Projekts (140\u2013160 Mio. DM j\u00e4hrlich 1961\u20131973): <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/israel-news\/israel-security\/2026-03-13\/ty-article-magazine\/.highlight\/historical-clues-indicate-germany-secretly-funded-israels-nuclear-program\/0000019c-e17c-d9b7-a5fd-ef7e8c520000\">https:\/\/www.haaretz.com\/israel-news\/israel-security\/2026-03-13\/ty-article-magazine\/.highlight\/historical-clues-indicate-germany-secretly-funded-israels-nuclear-program\/0000019c-e17c-d9b7-a5fd-ef7e8c520000<\/a><\/p>\n<p>5.) Haaretz-Hauptartikel vom 13. M\u00e4rz 2026 (inkl. detaillierter Ausf\u00fchrungen zur \u201eAktion Gesch\u00e4ftsfreund\u201c und Verweisen auf \u00e4ltere deutsche Literatur): <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/israel-news\/israel-security\/2026-03-13\/ty-article-magazine\/.highlight\/historical-clues-indicate-germany-secretly-funded-israels-nuclear-program\/0000019c-e17c-d9b7-a5fd-ef7e8c520000\">https:\/\/www.haaretz.com\/israel-news\/israel-security\/2026-03-13\/ty-article-magazine\/.highlight\/historical-clues-indicate-germany-secretly-funded-israels-nuclear-program\/0000019c-e17c-d9b7-a5fd-ef7e8c520000<\/a><\/p>\n<p>6.) Historische Quellen zu den Akteuren (Ben-Gurion, Shinnar, Goldmann, Adenauer, Abs, Globke, Lahr):<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claimscon.org\/about\/history\/\">https:\/\/www.claimscon.org\/about\/history\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.worldjewishcongress.org\/en\/bio\/nahum-goldmann\">https:\/\/www.worldjewishcongress.org\/en\/bio\/nahum-goldmann<\/a><\/p>\n<p>7.) Biografische und archivische Quellen zu Abs und Globke (NS-Kontinuit\u00e4ten): <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/video\/interviews\/zur-person-196\/hermann-j-abs-zeitgeschichte-archiv-zur-person-gaus-100\">https:\/\/www.zdf.de\/video\/interviews\/zur-person-196\/hermann-j-abs-zeitgeschichte-archiv-zur-person-gaus-100<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.kas.de\/de\/web\/geschichte-der-cdu\/personen\/biogramm-detail\/-\/content\/hans-globke\">https:\/\/www.kas.de\/de\/web\/geschichte-der-cdu\/personen\/biogramm-detail\/-\/content\/hans-globke<\/a><\/p>\n<p>8.) Bundestag 2012 zu Kreditkomplex und Vertraulichkeit; KfW-Rolle (Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage): <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/17\/104\/1710482.pdf\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/17\/104\/1710482.pdf<\/a>; <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/17\/102\/1710277.pdf\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/17\/102\/1710277.pdf<\/a>); Gaby Weber (Buch): \u201eEichmann wurde noch gebraucht\u201c (2012, Verlag Die Buchmacherei) &#8211; Darin widmet sie ein ganzes Kapitel dem \u201enuklearen Dreiecksgesch\u00e4ft: Der Gesch\u00e4ftsfreund\u201c. Sie hat als Erste umfangreich in deutschen, argentinischen und US-Archiven zu den geheimen westdeutschen Krediten (KfW, Adenauer, Globke, Abs) geforscht und die Verbindung zur israelischen Atombombe herausgearbeitet: <a href=\"https:\/\/dokumen.pub\/gaby-weber-eichmann-wurde-noch-gebraucht-9783360500021.html\">https:\/\/dokumen.pub\/gaby-weber-eichmann-wurde-noch-gebraucht-9783360500021.html<\/a>; https:\/\/www.gabyweber.com\/index.php\/de\/buecher-de; Deutschlandfunk-Feature 2011: \u201eDie Entf\u00fchrungslegende oder: Wie kam Eichmann nach Jerusalem?\u201c(Verkn\u00fcpft die Eichmann-Entf\u00fchrung direkt mit der geheimen Atomfinanzierung und \u201eAktion Gesch\u00e4ftsfreund\u201c); <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-entfuehrungslegende-oder.1170.de.html?dram:article_id=184079\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-entfuehrungslegende-oder.1170.de.html?dram:article_id=184079<\/a>; Telepolis-Artikel 2009: \u201eDas atomare Dreiecksgesch\u00e4ft\u201c &#8211; Fr\u00fche Recherche zur geheimen deutsch-israelisch-argentinischen Atomkooperation; <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Das-atomare-Dreiecksgeschaeft-3421462.html\">https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Das-atomare-Dreiecksgeschaeft-3421462.html<\/a>; Offizielle Webseite von Gaby Weber: (mit weiterem Archivmaterial und Downloads): <a href=\"https:\/\/www.gabyweber.com\/\">https:\/\/www.gabyweber.com<\/a>; Doku: \u201eDESINFORMATION &#8211; Ein Lehrst\u00fcck \u00fcber die erw\u00fcnschte Geschichte\u201c: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pq0IFw9ZSeI\">www.youtube.com\/watch?v=Pq0IFw9ZSeI<\/a><\/p>\n<p>9.) Historische Kontexte zu Gamal Abdel Nasser (Pr\u00e4sident \u00c4gyptens von 1956 bis 1970), Westbindung, Adenauer-Ben-Gurion-Treffen 1960: <a href=\"https:\/\/www.kas.de\/de\/web\/geschichte-der-cdu\/kalender\/kalender-detail\/-\/content\/das-erste-treffen-von-konrad-adenauer-und-david-ben-gurion-im-hotel-waldorf-astoria-in-new-york\">https:\/\/www.kas.de\/de\/web\/geschichte-der-cdu\/kalender\/kalender-detail\/-\/content\/das-erste-treffen-von-konrad-adenauer-und-david-ben-gurion-im-hotel-waldorf-astoria-in-new-york<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Gamal-Abdel-Nasser\">https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Gamal-Abdel-Nasser<\/a><\/p>\n<p>10.) Declassified US-Dokumente zu Kennedy-Inspektionen Dimona 1963: <a href=\"https:\/\/nsarchive.gwu.edu\/briefing-book\/nuclear-vault\/2019-05-02\/battle-letters-1963-john-f-kennedy-david-ben-gurion-levi-eshkol-us-inspections-dimona\">https:\/\/nsarchive.gwu.edu\/briefing-book\/nuclear-vault\/2019-05-02\/battle-letters-1963-john-f-kennedy-david-ben-gurion-levi-eshkol-us-inspections-dimona<\/a><\/p>\n<p>11.) Russisches Dokumentendossier 2025 zu Kennedy-Chruschtschow-Korrespondenz 1963: <a href=\"https:\/\/aarclibrary.org\/2026\/01\/09\/national-archives-compilation-of-russian-documents-relating-to-the-assassination-of-president-john-f-kennedy-ca-2025-ca-2025\/\">https:\/\/aarclibrary.org\/2026\/01\/09\/national-archives-compilation-of-russian-documents-relating-to-the-assassination-of-president-john-f-kennedy-ca-2025-ca-2025\/<\/a><\/p>\n<p>12.) Nixon-Meir-Verst\u00e4ndnis 1969 und Gehlen\/BND-Rolle: <a href=\"https:\/\/www.armscontrol.org\/act\/2010-11\/wrestling-nuclear-opacity\">https:\/\/www.armscontrol.org\/act\/2010-11\/wrestling-nuclear-opacity<\/a><\/p>\n<p>13.) SIPRI-Daten zu deutschen Waffenexporten nach Israel 2020\u20132024 (33 % Anteil): <a href=\"https:\/\/www.sipri.org\/commentary\/topical-backgrounder\/2025\/how-top-arms-exporters-have-responded-war-gaza-2025-update\">https:\/\/www.sipri.org\/commentary\/topical-backgrounder\/2025\/how-top-arms-exporters-have-responded-war-gaza-2025-update<\/a><\/p>\n<p>14.) Bundestag-Angaben zu R\u00fcstungsexport-Genehmigungen nach Israel (485 Mio. \u20ac bis Mai 2025; 606 Mio. \u20ac bis Dez. 2025): <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/037\/2103774.pdf\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/037\/2103774.pdf<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1082536\">https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1082536<\/a><\/p>\n<p>15.) Bundestag-Daten zu Genehmigungen 2022\/2023 und konkreten Kriegswaffen (Panzerabwehrwaffen, Munition): <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/146\/2014661.pdf\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/146\/2014661.pdf<\/a><\/p>\n<p>16.) Berichte zur Lieferung der Dolphin-Klasse-U-Boote an Israel, nuklearer F\u00e4higkeit und deutschen Subventionen (ThyssenKrupp Marine Systems): <a href=\"https:\/\/www.aa.com.tr\/en\/europe\/germany-approves-delivery-of-submarine-to-israel-report-says\/3658475\">https:\/\/www.aa.com.tr\/en\/europe\/germany-approves-delivery-of-submarine-to-israel-report-says\/3658475<\/a>; Detaillierter Hintergrund zur Subvention und zum sechsten Boot INS Drakon: <a href=\"https:\/\/www.middleeastmonitor.com\/20250813-germany-approves-delivery-of-submarine-to-israel-report-says\/\">https:\/\/www.middleeastmonitor.com\/20250813-germany-approves-delivery-of-submarine-to-israel-report-says\/<\/a><\/p>\n<p>17.) R\u00fcstungsexportbericht 2024 (163,8 Mio. \u20ac, Teile f\u00fcr Panzer etc.): <a href=\"https:\/\/www.bafa.de\/DE\/Aussenwirtschaft\/Kriegswaffenkontrolle\/kriegswaffenkontrolle.html\">https:\/\/www.bafa.de\/DE\/Aussenwirtschaft\/Kriegswaffenkontrolle\/kriegswaffenkontrolle.html<\/a><\/p>\n<p>18.) Bundestagsdrucksache zu Genehmigungen Mai\u2013Dez. 2024 (keine Kriegswaffen, aber sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter): <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/037\/2103774.pdf\">https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/037\/2103774.pdf<\/a><\/p>\n<p>19.) Bundesregierung zu Teilstopp Aug. 2025 und Aufhebung Nov. 2025: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/germany-halts-military-exports-that-could-be-used-gaza-merz-says-2025-08-08\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/germany-halts-military-exports-that-could-be-used-gaza-merz-says-2025-08-08\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/regierungspressekonferenz-vom-17-november-2025-2394212\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/regierungspressekonferenz-vom-17-november-2025-2394212<\/a><\/p>\n<p>20.) RENK Group AG Gesch\u00e4ftsjahr 2025 und Lobbyregister-Eintr\u00e4ge: <a href=\"https:\/\/www.renk.com\/en\/newsroom\/news\/press-releases\/2026\/fiscal-year-2025-renk-group-ag-achieves-annual-targets-with-new-record-revenue-and-order-backlog\">https:\/\/www.renk.com\/en\/newsroom\/news\/press-releases\/2026\/fiscal-year-2025-renk-group-ag-achieves-annual-targets-with-new-record-revenue-and-order-backlog<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R000345\">https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R000345<\/a><\/p>\n<p>21.) Umsatz-\/Auftragszahlen Israel Aerospace Industries, Elbit Systems, Rafael 2024\/2026; Dynamit Nobel Lobby: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/israel-aerospace-sales-profit-jump-2024-during-war-2025-03-13\/\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/israel-aerospace-sales-profit-jump-2024-during-war-2025-03-13\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/elbit-systems-fourth-quarter-profit-revenue-rise-amid-israels-war-vs-hamas-2025-03-18\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/elbit-systems-fourth-quarter-profit-revenue-rise-amid-israels-war-vs-hamas-2025-03-18\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/euro-sd.com\/2026\/03\/news\/industry-news\/50222\/rafael-reports-another-record-year\/\">https:\/\/euro-sd.com\/2026\/03\/news\/industry-news\/50222\/rafael-reports-another-record-year\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R001388\">https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R001388<\/a><\/p>\n<p>22.) Arrow-3-Vertragserweiterung Dez. 2025 (3,1 Mrd. USD; Gesamt bis 6,7 Mrd. USD): <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/israel-germany-sign-31-billion-contract-expand-arrow-air-defence-system-2025-12-18\/\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/israel-germany-sign-31-billion-contract-expand-arrow-air-defence-system-2025-12-18\/<\/a><\/p>\n<p>23.) Standorte Arrow-3 (Sch\u00f6newalde\/ Holzdorf u. a.); Golf-Eskalation 2026: <a href=\"https:\/\/www.niederlausitz-aktuell.de\/niederlausitz-aktuell\/orte\/elbe-elster\/schoenewalde\/306374\/raketenabwehrsystem-arrow-3-am-bundeswehrstandort-holzdorf-aktiviert.html\">https:\/\/www.niederlausitz-aktuell.de\/niederlausitz-aktuell\/orte\/elbe-elster\/schoenewalde\/306374\/raketenabwehrsystem-arrow-3-am-bundeswehrstandort-holzdorf-aktiviert.html<\/a><\/p>\n<p>24.) DIG-Lobbyregister, Zuwendungen, Skandal Hartmut Ebbing 2026: <a href=\"https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R005190\">https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R005190<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2026-02\/hartmut-ebbing-kindesmissbrauch-fdp\">https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2026-02\/hartmut-ebbing-kindesmissbrauch-fdp<\/a><\/p>\n<p>25.) Pew Research Umfrage April 2026 zu US-Ansichten \u00fcber Israel\/Netanjahu: <a href=\"https:\/\/www.pewresearch.org\/short-reads\/2026\/04\/07\/negative-views-of-israel-netanyahu-continue-to-rise-among-americans-especially-young-people\/\">https:\/\/www.pewresearch.org\/short-reads\/2026\/04\/07\/negative-views-of-israel-netanyahu-continue-to-rise-among-americans-especially-young-people\/<\/a><\/p>\n<p>26.) Euronews zur Rolle Ramsteins bei US-Operationen und Drohneneins\u00e4tze \u00fcber Relais gegen Iran; Merz-Erkl\u00e4rung zum Nichtbeteiligung: <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/2026\/03\/10\/what-role-does-the-us-base-in-germanys-ramstein-play-in-iran-war\">https:\/\/www.euronews.com\/2026\/03\/10\/what-role-does-the-us-base-in-germanys-ramstein-play-in-iran-war<\/a><\/p>\n<p>27.) Historische und aktuelle Quellen zur deutsch-israelischen Sonderbeziehung (Dimona-Kontinuit\u00e4t): <a href=\"https:\/\/cup.columbia.edu\/book\/israel-and-the-bomb\/9780231104821\/\">https:\/\/cup.columbia.edu\/book\/israel-and-the-bomb\/9780231104821\/<\/a><\/p>\n<p>28.) Bundestag und weitere Quellen zu R\u00fcstungsexporten, Lobby und Verfassungsfragen (Zusammenfassung der materiellen Beziehung): <a href=\"https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R001599\">https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/suche\/R001599<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Weiterf\u00fchrendes Material zum Kontext:<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Wirtschaftliche und energiepolitische Dimension des Konflikts<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/traders-place-large-950-million-bet-oil-price-falling-hours-ahead-ceasefire-2026-04-08\/\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/traders-place-large-950-million-bet-oil-price-falling-hours-ahead-ceasefire-2026-04-08\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/shell-cuts-gas-production-outlook-citing-middle-east-conflict-2026-04-08\/\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/shell-cuts-gas-production-outlook-citing-middle-east-conflict-2026-04-08\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gvwire.com\/2026\/04\/07\/physical-oil-prices-hit-record-highs-near-150-a-barrel-as-hormuz-crisis-worsens\/\">https:\/\/gvwire.com\/2026\/04\/07\/physical-oil-prices-hit-record-highs-near-150-a-barrel-as-hormuz-crisis-worsens\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.semafor.com\/article\/04\/08\/2026\/ceasefire-shows-the-power-of-irans-energy-weapon\">https:\/\/www.semafor.com\/article\/04\/08\/2026\/ceasefire-shows-the-power-of-irans-energy-weapon<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.semafor.com\/article\/04\/08\/2026\/oil-drops-on-iran-us-ceasefire-news\">https:\/\/www.semafor.com\/article\/04\/08\/2026\/oil-drops-on-iran-us-ceasefire-news<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/lanxess-raises-chemical-prices-counter-effects-iran-war-2026-03-19\/\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/lanxess-raises-chemical-prices-counter-effects-iran-war-2026-03-19\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investing.com\/news\/economy-news\/german-institutes-cut-2026-economic-growth-outlook-over-iran-war-say-sources-4589289\">https:\/\/www.investing.com\/news\/economy-news\/german-institutes-cut-2026-economic-growth-outlook-over-iran-war-say-sources-4589289<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/oil-2025\">https:\/\/www.iea.org\/reports\/oil-2025<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/todayinenergy\/detail.php?id=65284\">https:\/\/www.eia.gov\/todayinenergy\/detail.php?id=65284<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/physical-oil-prices-hit-record-highs-near-150-barrel-hormuz-crisis-worsens-2026-04-07\/\">https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/physical-oil-prices-hit-record-highs-near-150-barrel-hormuz-crisis-worsens-2026-04-07\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Die v\u00f6lkerrechtliche Bewertung und die US-innenpolitischen Debatte<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/un-condemns-israeli-strikes-lebanon-calls-casualty-reports-appalling-2026-04-08\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/un-condemns-israeli-strikes-lebanon-calls-casualty-reports-appalling-2026-04-08\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.military.com\/daily-news\/2026\/04\/08\/israel-strikes-central-beirut-without-warning-after-saying-iran-ceasefire-doesnt-apply-there.html\">https:\/\/www.military.com\/daily-news\/2026\/04\/08\/israel-strikes-central-beirut-without-warning-after-saying-iran-ceasefire-doesnt-apply-there.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/us\/us-senate-vote-resolution-curb-trumps-iran-war-powers-2026-04-08\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/us\/us-senate-vote-resolution-curb-trumps-iran-war-powers-2026-04-08\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investing.com\/news\/world-news\/explainerwhen-do-attacks-on-civilian-installations-amount-to-war-crimes-4590881\">https:\/\/www.investing.com\/news\/world-news\/explainerwhen-do-attacks-on-civilian-installations-amount-to-war-crimes-4590881<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2026\/04\/08\/hegseth-caine-iran-ceasefire\/\">https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2026\/04\/08\/hegseth-caine-iran-ceasefire\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/hegseth-decisive-us-military-victory-over-iran-2026-04-08\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/hegseth-decisive-us-military-victory-over-iran-2026-04-08\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2026\/apr\/08\/hegseth-press-briefing-iran-ceasefire\">https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2026\/apr\/08\/hegseth-press-briefing-iran-ceasefire<\/a><\/p>\n<p><strong>Historischer und medialer Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cup.columbia.edu\/book\/israel-and-the-bomb\/9780231104821\/\">https:\/\/cup.columbia.edu\/book\/israel-and-the-bomb\/9780231104821\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nsarchive2.gwu.edu\/israel\/book.htm\">https:\/\/nsarchive2.gwu.edu\/israel\/book.htm<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.penguinrandomhouse.com\/books\/79186\/the-samson-option-by-seymour-m-hersh\/\">https:\/\/www.penguinrandomhouse.com\/books\/79186\/the-samson-option-by-seymour-m-hersh\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.crew-united.com\/de\/Israel-und-die-Bombe__146742.html\">https:\/\/www.crew-united.com\/de\/Israel-und-die-Bombe__146742.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt36590116\/\">https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt36590116\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">\u00a9 Sabiene Jahn<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Wir danken der Autorin f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung des Beitrages<\/span><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/e65fafbf323c4a6ca3f36cedc9a7263e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Empfang des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj durch Bundeskanzler Friedrich Merz am 14.04.2026 in Berlin<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: The Presidential Office of Ukraine,\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"alt-titles\"><span class=\"tool-identifier\">CC BY-NC-ND 4.0<\/span><\/span><\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle:\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.president.gov.ua\/en\/photos\/robochij-vizit-prezidenta-ukrayini-do-nimechchini-7873\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.president.gov.ua\/en\/photos\/robochij-vizit-prezidenta-ukrayini-do-nimechchini-7873<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn<\/b><br \/>\nMan muss die Wortwahl des US-Analysten Gilbert Doctorows nicht \u00fcbernehmen, um den Alarmton dahinter ernst zu nehmen. Seine Diagnose ist grob, aber sie verweist auf einen Widerspruch, der sich nicht mehr wegreden l\u00e4sst. Deutschland tritt in der Ukraine offen als milit\u00e4rischer Dauerpartner auf und behauptet im Kriegskomplex Israel\u2013USA\u2013Iran zugleich, es halte sich heraus. Diese Doppelrolle macht jedoch die deutsche Frage dieses Krieges aus. Als Friedrich Merz vor mittlerweile zwei Wochen in Berlin mit Wolodymyr Selenskyj \u00fcber Drohnenproduktion, Verteidigungskooperation und strategische Partnerschaft sprach, war das nicht blo\u00df ein weiterer Termin im Protokoll eines europ\u00e4ischen Krieges. 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Juni 2021","format":false,"excerpt":"Video von und mit Sabiene Jahn Freedoms Claws versteht sich als Hymne f\u00fcr die weltweit um Frieden und Freiheit wirkenden Menschen. 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