{"id":24989,"date":"2026-04-23T22:58:16","date_gmt":"2026-04-23T20:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24989"},"modified":"2026-04-23T22:58:16","modified_gmt":"2026-04-23T20:58:16","slug":"spielt-wieder-degenhardt-und-sueverkruep-trotzt-den-vergessenmachern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24989","title":{"rendered":"Spielt wieder Degenhardt und S\u00fcverkr\u00fcp \u2013 trotzt den Vergessenmachern!"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Artikel von <strong>Diether Dehm<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am\u00a018. April 2026 auf den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=149187\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NachDenkSeiten<\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ab 1964 wurde aus dem Festival \u201eChanson Folklore International\u201d auf der Hunsr\u00fccker Burg Waldeck ein regelrechtes Labor f\u00fcr Friedensk\u00fcnstler. Aber, obwohl Franz Josef Degenhardt und Dieter S\u00fcverkr\u00fcp dort die ersten und bedeutendsten westdeutschen S\u00e4nger gegen den Krieg nach dem Krieg waren: Als es vor 45 Jahren auf die ganz gro\u00dfen B\u00fchnen in Bonn und Mutlangen ging, durften sie selten ans Mikrofon.<br \/>\n<span id=\"more-149187\"><\/span><br \/>\nGrund war die \u201eKontaktsperre DKP\u201d, die damals gegen Kommunisten so \u00e4hnlich funktionierte wie heute gegen AfD-Leute, die es ehrlich f\u00fcr Frieden mit Russland meinen. Die damalige Brandmauer wirkte vor 45 Jahren tief hinein in die Linke und die Osterm\u00e4rsche, als wir grade begonnen hatten, f\u00fcr die Gro\u00dfkundgebung gegen NATO-Raketen am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten zu mobilisieren. Wir wussten noch nicht, dass diese Kundgebung der Durchbruch w\u00fcrde. Es kamen 350.000 Menschen. Weil seit 30 Jahren mobilisiert worden war \u2013 am geduldigsten von Kommunisten; aber auch, weil jetzt enorme Promi-Namen und Kr\u00e4fte von \u00d6DP\/CSU bis DFU\/SPD-Linken auf den Flyern standen. Nur: Degenhardt und S\u00fcverkr\u00fcp geh\u00f6rten selten dazu.<\/p>\n<p>Klar, viele von uns f\u00fcrchteten oder hofften, ohne es genau lokalisieren zu k\u00f6nnen, dass \u00fcber DKP-Leute auch Geld aus der DDR heimlich in die westdeutsche Friedensbewegung floss. Kader aus VVN (damals noch nicht antideutsch), DFU, SDAJ, DKP und PL\u00c4NE-Verlag hatten die B\u00fcndnisbreite \u00fcber Jahrzehnte anzulegen geholfen \u2013 aber genau deshalb sollten sich ja KP-nahe Aktivisten \u201eetwas zur\u00fcckhalten\u201d.<\/p>\n<p>Als Sozialdemokrat und Liedermacher geh\u00f6rte ich zum Sprecherrat bei \u201eK\u00fcnstler f\u00fcr den Frieden\u201d \u2013 zusammen mit BAP, Peter Maffay, Klaus Lage, Dietmar Sch\u00f6nherr, G\u00fcnter Wallraff, Franz Xaver Kroetz, den bots, Katja Ebstein, Herbert Gr\u00f6nemeyer und Hannes Wader. Immer dabei \u2013 mit seiner eigent\u00fcmlichen Vorliebe f\u00fcrs Radikale in sanften Chansons \u2013 war seit der Burg Waldeck Reinhard Mey. Dann hatte ich noch Unterschriften f\u00fcr den \u201eKrefelder Appell\u201d gegen NATO-Raketen eingeholt von Roland Kaiser, Mario Adorf, Howard Carpendale, Wolf Biermann und Senta Berger<\/p>\n<p>Die beteiligten Rockstars zollten \u201edem Karratsch\u201d (Degenhardt) und \u201edem Dieter\u201d (S\u00fcverkr\u00fcp) im privaten Gespr\u00e4ch zwar stets allergr\u00f6\u00dften Respekt, empfanden es aber als gott-medien-gewollt, dass die beiden Kommunisten bei den TV-Aufzeichnungen drau\u00dfen blieben. Daf\u00fcr rangelten ihre Managements hinter den Kulissen um die besten Pl\u00e4tze in der \u201eTagesschau\u201d, m\u00f6glichst neben Erhard Eppler, Heinrich B\u00f6ll, sp\u00e4ter Willy Brandt und anderen A-Promis. (Die meisten von den Popstars zogen dann, 1999, mit Joschka Fischers NATO-Bombern gegen Belgrad).<\/p>\n<p>Gleichwohl: Degenhardt und S\u00fcverkr\u00fcp wurden beim neuen Friedenslied zuerst genannt \u2013 und meist in einem Atemzug. Dabei waren sie einander un\u00e4hnlicher als ein Goldschmied und ein S\u00e4belfechter (auch eine Widerlegung des Vorurteils, linke Gleichheitsgrunds\u00e4tze st\u00fcnden f\u00fcr Gleichmacherei).<\/p>\n<p>Da klaffte allein schon im Umgang mit der Gitarre ein Unterschied: S\u00fcverkr\u00fcp war als bester deutscher Gitarrist der D\u00fcsseldorfer Jazzband \u201eFeetwarmers\u201d mehrfach pr\u00e4miert worden, setzte seine Virtuosit\u00e4t auf dem Griffbrett zum Kommentieren ausgefeilter Texte ein. Dagegen verblieb Degenhardts Gitarrenspiel dem Lagerfeuer der Burg Waldeck und der Jugendbewegung \u201etreu\u201d, seine Balladentexte nur untermalend. F\u00fcr Kompilzierteres bat er darum sp\u00e4ter seinen Sohn Kai mit auf die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Aber beide Liedermacher setzten v\u00f6llig neue, bis heute unerreichte Standards. Ein Satz aus dem D\u00fcsseldorfer Vortrag von Hanns Eisler 1931 erl\u00e4utert die Dialektik aus Form und Inhalt, \u201edass jeder neue Musikstil nicht aus einem \u00e4sthetisch neuen Standpunkt entsteht, also keine Material-Revolution darstellt, sondern die \u00c4nderung des Materials zwangsl\u00e4ufig bedingt wird durch eine historisch notwendige \u00c4nderung der Funktion der Musik in der Gesellschaft \u00fcberhaupt\u201c.<\/p>\n<p>Genau darum brauchte damals unser Aufstieg von kleinen Osterm\u00e4rschen in vielen Gro\u00dfst\u00e4dten zur gro\u00dfen zentralen Auflehnung gegen die NATO-Atomraketen auch die neuen Lieder der beiden. Dass ich in den Achtzigern f\u00fcr eine Million verkaufter Vinylschallplatten f\u00fcr mein Bots-Friedenslied \u201eDas weiche Wasser bricht den Stein\u201d eine Platin-LP \u00fcberreicht bekam, w\u00e4re ohne vorherige Nachhilfe bei Degenhardt und S\u00fcverkr\u00fcp kaum gegl\u00fcckt \u2013 aber auch (damals!) kaum ohne Biermann. Heute in der (wieder mal: neuen) Un\u00fcbersichtlichkeit brauchen wir solch durchschlagende Songs wieder. Nebst vernetzten Oppositionsmedien, wie es der DKP-nahe PL\u00c4NE-Verlag einst war und die Liederb\u00fccher aus alternativen Verlagen, die damals schon als \u201emoskau-nah\u201d immer wieder aus den gro\u00dfen kommerziellen Reichweiten herausgemobbt wurden \u2013 auch von jenen M\u00e4chten, die heute die damaligen Songs vergessen machen wollen.<\/p>\n<p>Degenhardt und S\u00fcverkr\u00fcp wirkten internationalistisch, aber in jener Dialektik, die das \u201eKommunistische Manifest\u201d vorschlug: \u201eDer Form nach ist der Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie ein nationaler.\u201d Und so waren die Figuren in ihren Liedern, die b\u00f6sen wie die fortschrittlichen, \u00fcberwiegend deutsche Pers\u00f6nlichkeiten, die gewachsen waren aus regionalen Traditionen im Widerstreit sozialer Anspr\u00fcche. Der Nationalstaat ist Boll- und Regel-Werk f\u00fcr verletzbare Wurzeln. Degenhardt formulierte \u2013 wohl auch in Anlehnung an Woody Guthries heimlicher US-Nationalhymne \u201eThis land is my land\u201d \u2013 sein: \u201eDies Land ist unser Land\u201d (\u201eaus diesem Land sind meine Lieder, die der Rundfunk nicht mehr bringt\u201d).<\/p>\n<p>1982 bat ich als Manager der \u201eZupfgeigenhansel\u201d Dieter S\u00fcverkr\u00fcp um ein \u201eHeimatlied\u201d f\u00fcr deren LP \u201eMiteinander\u201d. Herausgekommen ist ein lyrisches Meisterwerk: \u201eDa liegt das gute Land \u2026 wie hinter Fensterscheiben, ist zum Greifen nah\u201d; dann empfahl S\u00fcverkr\u00fcp, \u201edass wir das Land beim Worte nehmen, so, als ob es unsers w\u00e4r\u201d.<\/p>\n<p>Degenhardt und S\u00fcverkr\u00fcp schufen vollkommen unterschiedliche Skizzen von Gesichtern des Widerstands gegen Krieg und das grosse Geld. S\u00fcverkr\u00fcp entwarf, als fr\u00fcherer Werbedesigner, seine Plattencover und Graphiken selber. F\u00fcr \u201eKarratsch\u201d malte dessen Schw\u00e4gerin Gertrude Degenhardt Illustrationen zu seinen Songs, die in kaum einer friedensbewegten WG-Wohnk\u00fcche fehlen durften.<\/p>\n<p>Beide waren auch in ihrer gemeinsam francophilen Zuneigung v\u00f6llig unterschiedlich. Der vor 1968 illegalisierte Kommunist S\u00fcverkr\u00fcp hatte schon lange mit dem \u00dcbersetzer franz\u00f6sischer Revolutionslieder Gerd Semmer gearbeitet. Vor seinen eigenen Liedern war daraus eine PL\u00c4NE-LP unter dem Titel \u201eCa Ira\u201d entstanden.<\/p>\n<p>SPD-Mitglied Degenhardt war in den Sechzigerjahren Dozent am \u201eInstitut f\u00fcr europ\u00e4isches Recht\u201d im francophil gepr\u00e4gten Saarbr\u00fccken und war der gefeierte Star des neuen B\u00e4nkellieds in der Tradition von Francois Villon und George Brassens. Sein Hit war damals \u201eSpiel nicht mit den Schmuddelkindern\u201c. Noch nannte er sich \u201eV\u00e4terchen Franz\u201d, einen \u201eversoffenen Chronisten\u201c, und erz\u00e4hlte von skurril gekr\u00fcmmten Gestalten \u2013 aus Innenansichten des Nachkriegsextremismus, aus der Mitte der \u201eformierten Gesellschaft\u201d. Bei den gro\u00dfen IG-Metall-Kundgebungen gegen die Notstandsgesetze war er noch der Star, bis er als Anwalt nach 1968 Kommunisten und RAF-Verd\u00e4chtige verteidigte und dann mit seinem Kanzleikollegen Groenewold eine Dokumentation \u00fcber den \u201eAusweisungsterror gegen Pal\u00e4stinenser\u201d herausgab. 1971 schloss die SPD ihren ber\u00fchmtesten Liedermacher aus.<\/p>\n<p>Mit S\u00fcverkr\u00fcp und Degenhardt durfte ich auftreten, bei beiden durfte ich als 18-j\u00e4hriger Liedermacher wohnen und lernen. Dabei waren beide zwar \u201eold school\u201d, aber v\u00f6llig verschieden. Bei \u201eKarratsch\u201c drehte sich das Gespr\u00e4ch oft anst\u00e4ndig um Unanst\u00e4ndiges, um pralle Weine, Weiber und Weisheiten (\u201e\u2026 bei Mutter Mathilde, da riecht es gut \/ nach klarem Schnaps, Buletten und Futt \u2026\u201d). Nebst versch\u00e4rftem Feixen \u00fcber angepasst-ideologische Flachpfeifen im Liedermacher-Dress, \u00fcber den \u201eWildledermantelmann\u201d oder \u00fcber \u201eBodo, genannt der Rote\u201d (wobei er Bodo Ramelow noch gar nicht kannte). Es waren k\u00f6stliche Spottlieder auf die Weichsp\u00fcler der Bewegung. Wollten wir heute Aggregate unserer Widerspenstigkeit neu wieder aufladen, w\u00e4re dazu von S\u00fcverkr\u00fcp besonders der sarkastische Song anzuempfehlen: \u201eDie Kunst, Andersdenkende vom Sozialismus zu \u00fcberzeugen\u201d.<\/p>\n<p>Seit der Waldeck mussten wir uns immer wieder unsere Machtlosigkeit eingestehen, die unter Oppositionellen den Boden bereitete f\u00fcr die Sirenenkl\u00e4nge, endlich irgendwo mitzuregieren. Via \u201eMarsch durch die Institutionen\u201d ein Zipfelchen Macht zu ergattern, wenigstens einen Staatssekret\u00e4r zu den pers\u00f6nlichen Freunden z\u00e4hlen zu d\u00fcrfen. Aber war dem Gef\u00fchl der Machtlosigkeit nicht besser mit Kunst beizukommen: als nachhaltigerer Selbsterm\u00e4chtigung? Lied und Lyrik von Degenhardt, Festivalkultur und selbstvergewissernde Publikumsreaktionen unterhalb der B\u00fchne liefern Gegenpower \u2013 ohne mitzuregieren! Auch am Lagerfeuer, am \u201eTisch unter Pflaumenb\u00e4umen\u201d und anderen mutmachenden Ansprachen von Degenhardt an die \u201eKumpanen\u201d.<\/p>\n<p>S\u00fcverkr\u00fcp wirkte unnahbarer, seine Songs sezierender, auch musiktheoretisch auf gr\u00f6\u00dfere Entfaltung bedacht. Es ging ihm weniger um die Abbildung gro\u00dfer <em>Charaktere<\/em> in kleinen Balladen als um die Spiegelung gro\u00dfer Zusammenh\u00e4nge in kleinen <em>Ereignissen<\/em> \u2013 unter Zuhilfenahme nicht billiger Diskrimierung, sondern kostbarer Polemik. Ber\u00fchmt daf\u00fcr wurde sein Lied \u201eWie man in D\u00fcsseldorf eine Kunstausstellung er\u00f6ffnet\u201d.<\/p>\n<p>Als Degenhardt sp\u00e4ter in den Balladen vom \u201eHorstie Schmandhoff\u201d und vom \u201eAlten Notar Bolamus\u201c den \u00f6konomischen Wiederaufstieg von Faschisten besang, beileibe nicht nur die geheimdienstdurchwirkte NPD, sondern auch die deutschnationalistischen EU-Macher wie H. J. Abs von der Deutschen Bank, begannen viele fr\u00fchere G\u00f6nner des \u201eV\u00e4terchen Franz\u201d zu fr\u00f6steln. Und seit seinem \u201eWenn der Senator erz\u00e4hlt\u201c (wie der mit \u201ealten Freunden aus schwerer Zeit\u201d dann wieder unter Adenauer \u2013 H\u00fcttenwerke und Ferienparadiese gebaut hatte), als Degenhardt damit mehr Kapitalgeschichte in seine Geschichten einlie\u00df, begann die mediale Resonanz einzufrieren. Auf Zero. Wie l\u00e4ngst bei S\u00fcverkr\u00fcp.<\/p>\n<p>V\u00f6llig unterschiedlich, aber gleicherma\u00dfen liebevoll haben dann beide \u201eihre Kommunisten\u201c gezeichnet. Und zwar zun\u00e4chst gegen die Berufsverbote (f\u00fcr die sich als einziger sp\u00e4ter Willy Brandt \u00f6ffentlich entschuldigte) als Nachzeichnung jener \u201emenschenfreundlichen Radikalen\u201d, die vor 50 Jahren aus dem \u00f6ffentlichen Dienst geworfen wurden. Endlich f\u00fchrten diese Figuren auch wirkm\u00e4chtige Streiks f\u00fcr die 35-Stunden-Woche. Bei S\u00fcverkr\u00fcp: \u201eWarum wird so einer Kommunist?\u201d und vor allem: \u201eDie erschr\u00f6ckliche Moritat vom Krypto-Kommunisten\u201c. Und bei Degenhardt: die \u201eNatascha Speckenbach\u201d und vor allem: \u201eRudi Schulte\u201c.<\/p>\n<p>S\u00fcverkr\u00fcps Ideal-Kommunist trug \u201eUnterwanderstiefel\u201d, vertilgte t\u00e4glich blonde blau\u00e4ugige S\u00e4uglinge und genoss \u201enur zur Tarnung\u201d Bachs H-Moll-Messe \u2013 eine k\u00f6stliche Persiflage auf dumpfen Antikommunismus, Vorl\u00e4ufer von heutigen Marktlibert\u00e4ren in CDU, SPD, FDP und AfD. Degenhardts eher gebrochener Kommunist Rudi Schulte war ein ruhrp\u00f6ttischer Z\u00fcchter von Tauben, mit denen er \u00fcber Lenin redete wie Don Camillo mit seinem Jesus am Kreuz. Und bei denen er sich dar\u00fcber beschwerte, wie er (ausgerechnet er!) gerade von Polpot-Anh\u00e4ngern als \u201efeiger Revisionist\u201d beschimpft worden war \u2013 von Linksradikalismus-Imitatoren, also den Vorl\u00e4ufern gr\u00fcnlicher Cancel-Culture.<\/p>\n<p>Als Thomas Rothschild, der eigenwilligste Chronist dieses k\u00fcnstlerischen Aufbruchs seit den Waldeck-Festivals, 1980 sein Fischer-Taschenbuch \u201eLiedermacher\u201c mit 23 Portraits vorlegte, war ich zwar m\u00e4chtig stolz auf die lobenden Zeilen zu meiner Ballade von der sozialdemokratischen \u201eOma Krug\u201c. Aber gleichzeitig war ich traurig dar\u00fcber, wie Rothschild die \u201einfame Methode S\u00fcverkr\u00fcp\u201d meines Vorbilds reduziert hatte auf ein angebliches \u201eAd-Absurdum-F\u00fchren\u201d durch kabarettistische Wortspielereien (wie \u201esektierischer Ernst\u201d, \u201eask\u00e4se-bleich und \u201eUm-Phallus\u201d). Aber vor S\u00fcverkr\u00fcps gro\u00dfem Chanson \u201eKirschen auf Sahne \u2013 Blutspur im Schnee\u201c verneigte sich damals schon auch Thomas Rothschild. Weil er Geschmack hat und es eigentlich auch gar nicht anders geht!<\/p>\n<p>Degenhardt widersprach 1968 den \u00fcber den sowjetischen Einmarsch auftrumpfenden Antikommunisten: \u201eDie schw\u00e4rmen jetzt vom goldenen Prag \u2013 und wenn die \u2018Gold\u2018 sagen, meinen die Gold\u201c. Bei S\u00fcverkr\u00fcp hiess das sp\u00f6ttisch: \u201eBleimSe mir doch weg mit ihrem Schei\u00df-Vietnam \u2013 nach Prag!\u201c.<\/p>\n<p>Selbst Biermann hat in seinem ber\u00fchmten K\u00f6lner IG-Metall-Konzert im November 1976 (woran der unkluge Schlaumeier Honecker die Ausb\u00fcrgerung aufh\u00e4ngte) vom \u201eJanuskopf des 17. Juni 1953\u2033 geredet: als \u201ehalbfaschistisch und halb Volksaufstand\u201c. Sp\u00e4ter, nachdem Biermann vom Wolf zum NATO-Kettenhund geschrumpft war, gelang ihm zur Strafe kein gescheites und bekanntes Lied mehr.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum medienverw\u00f6hnten Biermann wollten S\u00fcverkr\u00fcp und Degenhardt nie arrogant und elit\u00e4r auftreten. Diese beiden hochartifiziellen Marxisten haben auch schlichtere Lieder nie verachtet. S\u00fcverkr\u00fcp stellte sich auf der Waldeck sch\u00fctzend vor grobschl\u00e4chtigere Agitprop-Genossen. Degenhardt war mit Freddy Quinn und Drafi Deutscher befreundet. Das liegt daran, dass man eben aus d\u00fcmmerer Kunst kl\u00fcgere Technik folgern kann. Popul\u00e4re Unterhaltung braucht Kenntnisse der Trivialit\u00e4t. So entfaltete S\u00fcverkr\u00fcp seinen Kinder-Hit \u201eDer Baggerf\u00fchrer Willibald\u201d und Degenhardt die deutschen Fassungen der Folksongs \u201eSacco und Vanzetti\u201d und \u201eGrandola vila morena.\u201d<\/p>\n<p>Bei Degenhardts \u201eMutter Mathilde\u201d wurden von der Kneipenwirtin jene G\u00e4ste besonders z\u00e4rtlich versorgt, deren Gesundheit \u201eman verarbeitet hat zu Dividendenschrott in der Fabrik \u2026\u201c. Darum sollte Mathildes Kneipe auch plattgemacht werden; von \u201eVisavie\u201d, von der Fabrikleitung: \u201eMan telefonierte den Nazitrupp \/ der sowas am Ende dann f\u00fcr die macht \/ die schlugen dann Tresen und Tische kaputt \u2026 der Staatsanwalt hat mit den Schultern gezuckt \/ ein bisschen aus Angst, ein bisschen aus Freud\u00b4.\u201d Nur ein Streik konnte der Arbeiterkneipe noch helfen. Und danach: Vertrauensleute machten \u201eden Herren von der Fabrikleitung schnell klar: die Werksschreinerei repariert kostenlos \/ bei Mutter Mathilde das Inventar\u201d.<\/p>\n<p>Beim Streik in Rheinhausen 1987 waren auch fast alle Kneipiers mit dabei \u2013 in einer Volksfront aus Eigeninteressen: B\u00e4cker, \u00c4rzte und Friseure. Betroffene von Deindustrialisierung, sp\u00e4ter: von Corona-Lockdowns, Inflation durch NATO-Aufr\u00fcstung und sozialen Leistungsk\u00fcrzungen.<\/p>\n<p>Ich durfte das Solikonzert \u201eAufRuhr\u201d der \u201eK\u00fcnstler f\u00fcr den Frieden\u201d vor 40.000 Kolleginnen in der Werkhalle mit Gr\u00f6nemeyer, Wader, Katja Ebstein, Lage u.a. mitorganisieren und moderieren. Campino von den \u201eToten Hosen\u201d urinierte auf die B\u00fchne \u2013 aus \u201eSolidarit\u00e4t\u201d mit den um den Arbeitsplatz K\u00e4mpfenden. Zehn Jahre sp\u00e4ter zog auch er hinter Joschka Fischer in den Jugoslawien-Feldzug der NATO.<\/p>\n<p>Die Volksfront mit proletarischem Kern \u2013 und weil der Mensch ein Mensch ist: die Arbeitereinheitsfront \u2013 hatte auch S\u00fcverkr\u00fcp in seinem \u201ePhrix-Lied\u201d im Auge, (\u201eRote Fahnen sieht man besser\u201d). Damals, als der <em>WDR<\/em> noch solche Dokumentarfilme senden durfte. Seinen Song untertitelte er augenzwinkernd: \u201eF\u00fcr ein Schullesebuch gedacht\u201d.<\/p>\n<p>Dieter S\u00fcverkr\u00fcp schrieb f\u00fcr \u201eZupfgeigenhansel\u201d den doppelsinnigen Titel \u201eMiteinander\u201d auf die italienische \u201eLa Lega\u201d-Musik: \u201eIm wesentlichen Falle, da brauchen wir uns alle \/ auf diesem Erdenballe, damit er nicht zerknalle \/ Schiebt alle Streitigkeiten \/ f\u00fcr eine Weil\u2019 beiseiten \/\u00a0und la\u00dft uns dr\u00fcber streiten \/ dereinst in Friedenszeiten. Oli, oli, ola, wir sind miteinander da \u2026\u201d<\/p>\n<p>Ganz anders klang Volksfront bei Degenhardt. Bei ihm tr\u00e4gt der Zauber, der auch jedem revolution\u00e4ren Anfang werkt\u00e4tigen Volks innewohnt, mehr pers\u00f6nliches Gesicht und Charisma:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eJo\u00df Fritz: \u2026 gejagt, gesucht, versteckt \/ Und die ihn h\u00f6ren und ber\u00fchren, sind aufger\u00fchrt und angesteckt \/ Mal ist er M\u00f6nch, mal Landsknecht, Bettler \/ mal zieht ein Gaukler \u00fcber Land \/ Und mal erkennen ihn Genossen \/ am Muttermal auf seiner Hand \/ das gro\u00dfe B\u00fcndnis will er kn\u00fcpfen \/ mit Ritter, B\u00fcrger, Bauer, Pfaff \/ Plebejer, Bettler und Soldaten \/ und immer warnt er vor der Hast: \/ La\u00dft nicht die roten H\u00e4hne flattern, ehe der Habicht schreit\u201c.<\/p>\n<p>Wollen wir heute den Kriegsmachern trotzen, brauchen wir wieder mehr solcher Balladen. Zur Selbstvergewisserung. Dann muss auch wieder mehr Brecht aufgef\u00fchrt werden. Und dann k\u00f6nnten bei politischen Versammlungen ruhig auch alte Songs von S\u00fcverkr\u00fcp und Degenhardt geh\u00f6rt, bedacht und er\u00f6rtert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Diether Dehm ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><small>Titelbild: Screenshot SWR via YouTube<\/small><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: v.l.n.r.: Franz Josef Degenhardt und Dieter S\u00fcverkr\u00fcp<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Franz Josef Degenhardt<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Heinrich Klaffs, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/2.0\/deed.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"alt-titles\"><span class=\"tool-identifier\">CC BY-NC-SA 2.0<\/span><\/span><\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: https:\/\/www.flickr.com\/photos\/heiner1947\/4515633022\/in\/album-72157623840627680\/<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Dieter S\u00fcverkr\u00fcp<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Pl\u00e4ne-Verlag, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/de\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 2.0 de<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=426692\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=426692<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Artikel von Diether Dehm<\/b><br \/>\nAb 1964 wurde aus dem Festival \u201eChanson Folklore International\u201d auf der Hunsr\u00fccker Burg Waldeck ein regelrechtes Labor f\u00fcr Friedensk\u00fcnstler. Aber, obwohl Franz Josef Degenhardt und Dieter S\u00fcverkr\u00fcp dort die ersten und bedeutendsten westdeutschen S\u00e4nger gegen den Krieg nach dem Krieg waren: Als es vor 45 Jahren auf die ganz gro\u00dfen B\u00fchnen in Bonn und Mutlangen ging, durften sie selten ans Mikrofon.\u00a0Grund war die \u201eKontaktsperre DKP\u201d, die damals gegen Kommunisten so \u00e4hnlich funktionierte wie heute gegen AfD-Leute, die es ehrlich f\u00fcr Frieden mit Russland meinen. Die damalige Brandmauer wirkte vor 45 Jahren tief hinein in die Linke und die Osterm\u00e4rsche, als wir grade begonnen hatten, f\u00fcr die Gro\u00dfkundgebung gegen NATO-Raketen am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten zu mobilisieren. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24990,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[574,913],"tags":[670,43,565,668,407,1756,939,695,825,848],"class_list":["post-24989","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-kultur-kunst","tag-burg-waldeck","tag-friedensbewegung","tag-kommunismus","tag-kultur","tag-kunst","tag-liedermacher","tag-musik","tag-ostermaersche","tag-politisches-lied","tag-streik"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/degenhardt_sueverkruep.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6v3","jetpack-related-posts":[{"id":15518,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=15518","url_meta":{"origin":24989,"position":0},"title":"Liedersommer gegen Faschismus und Krieg","author":"Webredaktion","date":"17. 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