{"id":24913,"date":"2026-04-19T21:35:20","date_gmt":"2026-04-19T19:35:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24913"},"modified":"2026-04-19T21:35:20","modified_gmt":"2026-04-19T19:35:20","slug":"aus-der-geschichte-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24913","title":{"rendered":"Aus der Geschichte lernen!"},"content":{"rendered":"<p><em>von Prof. Dr. <strong>Anton Latzo<\/strong><\/em><\/p>\n<p>In diesem Jahr (2026) begehen wir am 20.\/21. April den 80. Jahrestag der Vereinigung von KPD und SPD und der Gr\u00fcndung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Das erfolgte unter den Bedingungen, die durch den Sieg der Alliierten \u00fcber Faschismus und Militarismus im zweiten Weltkrieg und in Verwirklichung der\u00a0 Lehren aus der Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung geschaffen wurden. Es erfolgte in Verwirklichung des Schwurs von Millionen von Antifaschisten in den Konzentrationslagern und Zuchth\u00e4usern.<\/p>\n<p>In seiner Rede zum 10. Jahrestag des Vereinigungsparteitags erinnerte sich Otto Grotewohl:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eUnvergessen bleibt mir die historische Stunde auf dem Vereinigungsparteitag, da mir unser Wilhelm Pieck gegen\u00fcberstand und wir uns die H\u00e4nde reichten. Das alte Lied der deutschen Arbeiterbewegung \u201eBr\u00fcder, in eins nun die H\u00e4nde\u201c wurde lebendige, kraftvolle und zukunftstr\u00e4chtige Wirklichkeit\u201c.<\/p>\n<p>Das war die Haltung, die das Herangehen beider Seiten an die Erf\u00fcllung einer historischen Aufgabe bestimmte!<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte eine unerf\u00fcllbare Aufgabe sein, ein Verzeichnis aller Texte zur W\u00fcrdigung dieses historischen Vorgangs in der deutschen Geschichte zu erstellen. Schon diese Tatsache spricht f\u00fcr die Bedeutung und die Rolle dieses Ereignisses in der deutschen und europ\u00e4ischen Geschichte.<\/p>\n<p>Mit dem ehemaligen Sozialdemokraten Otto Grotewohl, dessen Handschlag mit dem Kommunisten Wilhelm Pieck diese Gr\u00fcndung besiegelte, ist auch heute noch festzustellen, dass <strong>diese Gr\u00fcndung alle Ereignisse in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung <\/strong>seit dem Erscheinen des \u201eKommunistischen Manifests\u201c von Karl Marx und Friedrich Engels, der Geburtsurkunde des wissenschaftlichen Sozialismus, an Bedeutung<strong> \u00fcberragt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Vereinigung von KPD und SPD zur SED auf revolution\u00e4rer Grundlage war die <strong>Neugeburt einer einheitlichen, revolution\u00e4rer deutschen Arbeiterbewegung.<\/strong> Es ist heute immer notwendiger, sich die Geschichte, die gesammelten Erfahrungen wieder ins Ged\u00e4chtnis zu rufen, um sie in der Praxis des Klassenkampfes zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Wir haben Antwort auf die Fragen der Gegenwart zu geben, L\u00f6sungen f\u00fcr immer neu auftretende Widerspr\u00fcche zu erarbeiten. Aber das ohne Ber\u00fccksichtigung unserer Geschichte tun zu wollen, ist genau so, als wollte man ein Haus bauen &#8211;\u00a0 ohne Fundament.<\/p>\n<h5><strong>Demokratisch und klassen- und verantwortungsbewusst<\/strong><\/h5>\n<p>Die 548 sozialdemokratischen und 507 kommunistischen Delegierten des Vereinigungsparteitages beschlossen<u> einstimmig<\/u> \u201edie Grunds\u00e4tze und Ziele der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands\u201c, ein Manifest an das deutsche Volk und den Beschluss \u00fcber die Konstituierung der SED. Das Statut wurde mit 21 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen beschlossen.<\/p>\n<p>Alle Dokumente wurden vor dem Vereinigungsparteitag in einer Studienkommission gemeinsam vorbereitet und wurden seit Februar 1946 in den Organisationen beider Parteien beraten. Nat\u00fcrlich standen dabei die Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt. Aber auch den Differenzen wurde nicht aus dem Wege gegangen \u2013 weder zwischen noch innerhalb der Parteien.<\/p>\n<p>Inhaltlich gepr\u00e4gt waren die Debatten<\/p>\n<ul>\n<li>von den Erfahrungen seit 1918, insbesondere aber seit 1933 mit der bittersten Niederlage beider Parteien;<\/li>\n<li>von ersten Lehren, die beide Parteien f\u00fcr die L\u00f6sung der konkret anstehenden Aufgaben gezogen hatten &#8211; wobei nat\u00fcrlich die Einsicht pr\u00e4gend war, dass nur gemeinsames Handeln zum Erfolg gegen die Kr\u00e4fte des Kapitals f\u00fchrt;<\/li>\n<li>von Erkenntnissen, die aus anderen programmatischen Dokumenten beider Parteien entnommen wurden (Erfurter Programm der SPD \/1891\/, Prager Manifest der\u00a0 SPD \/1934\/, Br\u00fcsseler \/1935\/ und Berner \/1939\/ Konferenz der KPD);<\/li>\n<li>ein teilweiser gemeinsamer und zugleich unterschiedlicher theoretischer Erkenntnisstand vor allem zu Grundpositionen des Marxismus;<\/li>\n<li>von zunehmend gemeinsamer und mehrheitlich getragener Position zur restaurativen \u00f6konomischen und politischen Entwicklung in den westlichen Besatzungszonen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese und andere Fragen besch\u00e4ftigten direkt und auch sehr pers\u00f6nlich die Mitglieder beider Parteien. Sie wirkten in jeder Diskussion, auch in denen, die sich mit kontroversen Fragen besch\u00e4ftigten. Jeder positive Schritt in den Diskussionen und vor allem in der Praxis war ein Schritt zur St\u00e4rkung des Vertrauens zueinander und zum Vorhaben.<\/p>\n<h5><strong>Mobilisierende Wirkung<\/strong><\/h5>\n<p>Durch die \u00dcberwindung des jahrzehntelangen Kampfes zwischen den organisierten sozialdemokratischen und kommunistischen Arbeitern wurde die deutsche <strong>Arbeiterklasse gest\u00e4rkt<\/strong>. Auf dieser Grundlage konnte das<strong> Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis <\/strong>der Klassen in Deutschland zugunsten der Arbeiterklasse und ihrer Verb\u00fcndeten ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Durch die auf marxistisch-leninistischer Grundlage erfolgte \u00dcberwindung der Zersplitterung wurden auch viele Arbeiter und Bauern, die in den Jahrzehnten davor der politischen Bewegung ferngeblieben waren, in die politischen Aktivit\u00e4ten einbezogen.<\/p>\n<p>Im ersten Jahr ihrer Existenz traten der SED im Schnitt t\u00e4glich etwa 1200 Personen bei. Trotzdem bestehen die eifrigen Bek\u00e4mpfer der Einheit der Arbeiterklasse und der Politik in ihrem Sinne darauf, dass die Vereinigung auf \u201eZwang\u201c zur\u00fcckzuf\u00fchren sei und verschweigen deshalb Tatsachen.<\/p>\n<p>Sogar solche Leute, wie Gorbatschow, vers\u00e4umten es nicht, zu behaupten: \u201eDie Autorit\u00e4t der durch Zwangsvereinigung der Kommunisten und Sozialdemokraten entstandenen SED war schwach.\u201c (Klaus Huhn, 1999, Wahrheiten \u00fcber Gorbatschow, S. 32) Den Begriff \u201eZwangsvereinigung\u201c hat er genauso \u201eangenommen\u201c, wie so manche weitere \u201eWahrheit\u201c, die er in Staatspolitik umgesetzt hat \u2013 nach innen und nach au\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber offensichtlich ging es auch Gorbatschow so, wie so manchem anderen, vor und nach ihm. Es geht ihnen nicht um die Wahrheit, sondern die Hauptsache ist: der Auftrag wird erf\u00fcllt. Denn es w\u00e4re f\u00fcr Gorbatschow leicht gewesen, sich die Tatsachen vorlegen zu lassen.<\/p>\n<p>Und diese besagen: Der SED geh\u00f6rten zum Zeitpunkt ihrer Gr\u00fcndung etwa 1,3 Millionen Mitglieder an. Durch ihre programmatischen Zielstellungen und durch das Wirken der Mitglieder gewann die SED in wachsendem Ma\u00dfe Vertrauen in der Bev\u00f6lkerung. Sie wurde \u00fcber den Rahmen der Partei hinaus von einer betr\u00e4chtlichen Mehrheit der Bev\u00f6lkerung im Osten Deutschlands angenommen.<\/p>\n<p>Das verdeutlicht auch die Entwicklung in der damaligen Provinz Brandenburg. Die SED hatte im April 1946 in Brandenburg 144\u00a0029 Mitglieder. Davon kamen aus der SPD 78\u00a0707 und aus der KPD 65 322 Mitglieder. Im April 1947 hatte die SED in Brandenburg 206\u00a0416 Mitglieder. Vom April 1946 bis April 1947 waren der SED 64\u00a0400 neue Mitglieder beigetreten.<\/p>\n<p>Bei der Landtagswahl vom 20. Oktober 1946 wurde die SED w\u00e4hlerst\u00e4rkste Partei. F\u00fcr sie wurden 634\u00a0786 von den insgesamt 1\u00a0446\u00a0631 abgegebenen Stimmen gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Diese Fakten zeigen, dass die Bef\u00fcrworter und Vork\u00e4mpfer der Vereinigung ein realistisches, in sich schl\u00fcssiges Konzept vertraten, das die Menschen \u00fcberzeugt hat, weil es ihre Interessen vertrat.<\/p>\n<ul>\n<li>Entscheidend waren die j\u00fcngsten Erfahrungen mit Faschismus und Krieg, verbunden mit der Einsicht, dass der Vormarsch des Faschismus mit der Uneinigkeit im linken Bereich zu tun hatte.<\/li>\n<li>Es wirkten mittelfristige Erfahrungen der Novemberrevolution, die unter anderem ihren Ausdruck in der Losung \u201eKeine Wiederholung der Fehler von 1918\u201c fanden.<\/li>\n<li>Es bestand erhebliche \u00dcbereinstimmung in der antifaschistisch-demokratischen Zielsetzung, wie sie in den Aufrufen der KPD vom 11. Juni 1945 und der SPD vom 15. Juni 1945 formuliert waren,<\/li>\n<li>Positive Wirkung ging vom gemeinsamen Bekenntnis beider Parteien zum Sozialismus als Ziel aus. Beg\u00fcnstigt wurden die Diskussionen durch die Aussage der KPD, dass es nicht um das Implementieren des Systems der Sowjets nach Deutschland gehe.<\/li>\n<li>Gleichzeitig wirkten auch andere Grund\u00fcberzeugungen der revolution\u00e4ren Arbeiterbewegung und das Ankn\u00fcpfen an die Linen der einheitlichen Sozialdemokratie unter August Bebel und Wilhelm Liebknecht. Dazu geh\u00f6rte zB. die Erkenntis, dass die Arbeiterklasse beim antifaschistisch-demokratischen Aufbau die F\u00fchrung \u00fcbernehmen muss.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Einheit und Geschlossenheit des partei-politisch organisierten Teils wirkte f\u00f6rdernd auf die Gesamtheit der Arbeiterklasse und auf ihre Politik. Das wirkte sich positiv auch auf die Festigung der einheitlichen Gewerkschaftsbewegung und auf die Einheitsbewegung der Jugend und der Frauen aus.<\/p>\n<p>Die Einheit der deutschen Arbeiterbewegung konnte hergestellt werden, weil beide Seiten entschlossen waren, sich von Lehren leiten zu lassen, die aus den Auseinandersetzungen in der deutschen Arbeiterbewegung und in der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit Deutschlands bis 1945\u00a0 sowie aus der internationalen Klassenauseinandersetzung gezogen wurden.<\/p>\n<p>Otto Grotewohl stellte auf einer Tagung von SPD-Funktion\u00e4ren in Leipzig am 27. M\u00e4rz 1946 &#8211; noch vor dem Vereinigungsparteitag \u2013 fest: \u201eAus diesen Vorg\u00e4ngen, Genossen und Genossinnen, gilt es f\u00fcr alle Zeiten zu lernen. Die Lehre f\u00fcr uns kann nur lauten: Zur\u00fcck zu den Quellen von Marx und Engels und f\u00fcr die Kommunistische Partei: Anerkennung der Demokratie als politisches Kampfmittel.\u201c<\/p>\n<p>Sie haben also die Lehre aus den K\u00e4mpfen der revolution\u00e4ren Arbeiterbewegung verinnerlicht und in Politik umgesetzt, die besagt, dass es nicht gen\u00fcgt, nur gegen die Barbarei zu sein. Revolution\u00e4re Ver\u00e4nderungen kann man nur erreichen, wenn man gegen die Besitzverh\u00e4ltnisse, gegen die gesellschaftlichen und politischen Verh\u00e4ltnisse ist, welche die Barbarei erzeugen.<\/p>\n<p>Sie fragten sich und beantworteten die Frage, wie jemand etwas \u00fcber den Faschismus, \u00fcber den Militarismus vermitteln will \u2013 gegen den er ja subjektiv auch wirklich ist \u2013, wenn er nichts gegen den Kapitalismus\/Imperialismus sagen will, der ihn hervorbringt. Wie soll da seine \u201eWahrheit\u201c praktikabel ausfallen? Und das gilt nicht nur f\u00fcr damals!<\/p>\n<p>Faschismus und Militarismus sind genauso, wie ihre Quelle, der Kapitalismus\/Imperialismus, keine Naturkatastrophe, die aus der \u201eNatur\u201c des Menschen begriffen werden kann!<\/p>\n<h5><strong>Einheit von Theorie und Praxis<\/strong><\/h5>\n<p>Die Erfahrungen der Geschichte und die konkreten Bedingungen nach der Zerschlagung des Faschismus wurden aber nicht nur in theoretischen Debatten er\u00f6rtert. Sie wurden Hand in Hand mit der Bew\u00e4ltigung der Aufgaben der Politik gestaltet, die es auf der Grundlage der Interessen der Arbeiterklasse und ihrer Verb\u00fcndeten zu l\u00f6sen galt.<\/p>\n<p>So zeigten sich schon im Herbst 1945 \u2013 vor dem Vereinigungsparteitag \u2013 die ersten Erfolge in der antifaschistisch-demokratischen Entwicklung im Osten Deutschlands. Mit der demokratischen Bodenreform begann ein neues Kapitel in der Entwicklung der D\u00f6rfer. Gemeinsame Anstrengungen wurden unternommen, um die ersten Schritte beim Aufbau der antifaschistisch-demokratischen Verwaltungsorgane zu gehen, die freien Gewerkschaften und die Betriebsr\u00e4te in Gang zu bringen. Gleichzeitig wurden erste Schritte zur demokratischen Erneuerung des geistigen und kulturellen Lebens getan, die Schulen wurden wieder ge\u00f6ffnet, die Nazilehrer wurden entfernt und Zehntausende Werkt\u00e4tige wurden als Neulehrer gewonnen.<\/p>\n<p>Die Aktionseinheit kam jedoch nicht allein durch Verk\u00fcndung zustande. Im gemeinsamen revolution\u00e4ren Handeln zur Beseitigung der Grundlagen des Imperialismus und Militarismus und beim Aufbau\u00a0 der antifaschistisch-demokratischen Ordnung waren sich die Mitglieder der KPD und der SPD immer n\u00e4her gekommen, hatte sich die Aktionseinheit gefestigt, war die Einsicht in die Notwendigkeit der organisatorischen Vereinigung beider Parteien weiter gewachsen. Weder allgemeine akademische Debatten noch Praktizismus, weder trotzkistische oder \u00e4hnliche Positionen noch revisionistische oder reformistische Vorstellungen, sondern die<strong> Einheit von revolution\u00e4rer Theorie und Praxis<\/strong> war die Grundlage f\u00fcr die Erfolge bei der Durchsetzung der Aktionseinheit.<\/p>\n<p>In seiner Rede zum Abschluss des Parteitages w\u00fcrdigte Walter Ulbricht die Gr\u00fcndung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands als den Sieg des Marxismus in der deutschen Arbeiterbewegung. \u201eIn Deutschland, dem Geburtsland der Begr\u00fcnder des wissenschaftlichen Sozialismus, Karl Marx und Friedrich Engels, wird jetzt die gro\u00dfe Lehre unserer Altmeister zum Inhalt des Kampfes und der Arbeit\u201c der Einheitspartei.<\/p>\n<h5><strong>Grunds\u00e4tze und Ziele<\/strong><\/h5>\n<p>Als programmatische Plattform der Partei wurden die wichtigsten Aufgaben der Partei in der gegebenen Situation als \u201eGrunds\u00e4tze und Ziele\u201c formuliert.<\/p>\n<p>Als eine zentrale Aufgabe wurde die Einheit Deutschlands, die Erk\u00e4mpfung einer antifaschistisch gepr\u00e4gten parlamentarisch-demokratische Republik gestellt. An vorderster Stelle geh\u00f6rten folgende Grundforderungen des Kampfes f\u00fcr die Beseitigung der Grundlagen des Imperialismus und Militarismus in Deutschland dazu:<\/p>\n<ul>\n<li>Bestrafung aller Kriegsschuldigen und Kriegsverbrecher, Beseitigung aller \u00dcberreste des Hitlerregimes in Gesetzgebung und Verwaltung,<\/li>\n<li>Beseitigung der kapitalistischen Monopole und \u00dcbergabe in die H\u00e4nde der Selbstverwaltung,<\/li>\n<li>Vernichtung des Militarismus. Entmachtung der Gro\u00dfgrundbesitzer und Durchf\u00fchrung einer demokratischen Bodenreform,<\/li>\n<li>\u00dcberf\u00fchrung der \u00f6ffentlichen Betriebe, der Bodensch\u00e4tze, Banken usw. in den Besitz des Volkes.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Schritte wurden verbunden mit dem Aufbau demokratischer Selbstverwaltungsorgane auf der Grundlage demokratischer Wahlen.<\/p>\n<p>Programmatisch wurde \u201edie Befreiung von jeder Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung, von Wirtschaftskrisen, von Armut, Arbeitslosigkeit und imperialistischer Kriegsdrohung\u201c formuliert. \u201eDieses Ziel, die L\u00f6sung der nationalen und sozialen Lebensfragen unseres Volkes kann nur durch den Sozialismus erreicht werden.\u201c<\/p>\n<p>In den Grunds\u00e4tzen und Zielen wurden diese Aufgaben durch politische Forderungen pr\u00e4zisiert. So sprach sich die Partei f\u00fcr \u201edie Verwandlung des kapitalistischen Eigentums an den Produktionsmitteln in gesellschaftliches Eigentum, f\u00fcr die Verwandlung der kapitalistischen Warenproduktion in eine sozialistische &#8211; f\u00fcr und durch die Gesellschaft betriebene Produktion\u201c aus. Mit dieser Formulierung orientierte sich die Partei fast w\u00f6rtlich auch an der Aufgabenstellung aus dem Erfurter Parteiprogramm der SPD.<\/p>\n<p>Die Grunds\u00e4tze und Ziele waren zugleich eine deutliche Absage an den Revisionismus.<\/p>\n<h5><strong>Restauration in den westlichen Besatzungszonen<\/strong><\/h5>\n<p>Von den Vorg\u00e4ngen, die zur Gr\u00fcndung der SED f\u00fchrten, gingen bedeutende Impulse auch f\u00fcr den Kampf um die Vereinigung der Arbeiterparteien in den westlichen Besatzungszonen aus.\u00a0 Am 7. Mai 1946 rief der Parteivorstand der SED in einem Offenen Brief die Sozialdemokraten und Kommunisten dazu auf, auch in den westlichen Zonen die Sozialistische Einheitspartei zu schaffen.<\/p>\n<p>Am 1. Mai 1946 demonstrierten Zehntausende in Dortmund, Essen, Solingen. In Hamburg rief Max Reimann den Teilnehmern zu: \u201eDer Wille zur Einheit ist so m\u00e4chtig, dass darauf eine freie deutsche Republik gebaut werden kann\u201c. Derartige Aktionen gab es in allen Teilen der westlichen Zonen.<\/p>\n<p>Die Bewegung f\u00fcr die Vereinigung der Arbeiterparteien hatte aber eine Front gegen sich, die von den kapitalistischen Besatzungsm\u00e4chten \u00fcber die deutsche Reaktion bis zu den rechten F\u00fchrern der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften reichte. Sie behinderten die T\u00e4tigkeit von Organisationsaussch\u00fcssen zur Vorbereitung der Vereinigung.<\/p>\n<p>Die britische Besatzungsmacht verweigerte z.B. f\u00fchrenden Funktion\u00e4ren der SED die Einreise in ihre Zone. Schlie\u00dflich wurde die Gr\u00fcndung von Organisationen der SED verboten. In einem Schreiben des Kommandanten der britischen Milit\u00e4rregierung des Sieg-Kreises vom 10. Mai 1946 hie\u00df es: \u201e1. Es liegt nicht in der Linie der Politik der Milit\u00e4rregierung, eine Verschmelzung der SPD mit der KPD zuzulassen, da es der Politik der SPD in der britischen Zone widerspricht. 2. Infolgedessen sind alle Versammlungen, die eine solche Verschmelzung zum Ziel haben, nicht zugelassen\u201c.<\/p>\n<p>In dieser Politik sind schon 1946 die ersten Spuren zu identifizieren, die sp\u00e4ter auch zum Verbot der KPD durch die Adenauer-Regierung f\u00fchrten. Fr\u00fchzeitig begann die Behinderung bzw. das Verbot demokratischer T\u00e4tigkeit, um die Aktionseinheit der Arbeiterklasse als Kraft zu verhindern, die f\u00e4hig gewesen w\u00e4re, Tr\u00e4ger der demokratischen Umw\u00e4lzung zu werden. Der Antikommunismus und Antisowjetismus griffen um sich!<\/p>\n<p>Die Besatzungsm\u00e4chte in den westlichen Zonen konnten ihre Ziele verwirklichen, weil sie im Kampf gegen die Einheit der Arbeiterklasse von deutschen Politikern unterst\u00fctzt wurden, wozu auch die sozialdemokratischen F\u00fchrer um Kurt Schumacher z\u00e4hlten. Letztere verhinderten einen Reichsparteitag der SPD, beriefen aber f\u00fcr den 9. bis 11. Mai 1946 einen Parteitag f\u00fcr die Westzonen nach Hannover ein!<\/p>\n<p>Seine Beschl\u00fcsse gipfelten in einer antikommunistischen Haltung, die in einem der Dokumente zu der Aussage f\u00fchrte: \u201eDer Parteitag betrachtet die Mitgliedschaft in der Sozialistischen Einheitspartei und die Werbung f\u00fcr die SED als unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD\u201c.<\/p>\n<p>Die Kraft der demokratischen Erneuerung Deutschlands sahen Schumacher und seine Anh\u00e4nger nicht in der Aktionseinheit der Arbeiterparteien und in der antifaschistisch-demokratischen Volksfront, sondern in einer reformierten, durch die Preisgabe der marxistischen Traditionen neu orientierten Sozialdemokratie, die breite Kreise der Mittelschichten und der Intelligenz an sich heranziehen und selbst f\u00fcr Teile der Bourgeoisie eine annehmbare Regierungspartei abgeben sollte.<\/p>\n<p>Leider wurde die von Otto Grotewohl schon vor dem Vereinigungsparteitag formulierte Warnung vor der \u201ereaktion\u00e4ren Gefahr\u201c in Deutschland von den revisionistischen und reformistischen Kr\u00e4ften nicht beachtet. Er verwies darauf, dass es jetzt (1946) hei\u00dfen m\u00fcsste: \u201eGegen Reaktion und Militaristen helfen nur vereinte Sozialisten\u201c!<\/p>\n<p>Mit ihrem Konzept zog die Schumacher-SPD einen Trennungsstrich nicht nur zwischen den Parteien, sondern auch innerhalb der SPD, wie er deutlicher nicht sein konnte! Sie hat damit eine historische Chance f\u00fcr Deutschland und f\u00fcr Europa vereitelt!<\/p>\n<p>Ein zentrales Instrument der Schumacher-F\u00fchrung war dabei der Antikommunismus bzw. Antisowjetismus, was sich u.a. darin \u00e4u\u00dferte, dass die SED und die DDR als Ergebnis von Zwang und Druck von sowjetischer Seite dargestellt wurde. Die Verf\u00e4lschung der Gr\u00fcndung der SED ist der unterste Baustein der dazugeh\u00f6rigen Argumentation. Indem alles auf \u201esowjetischen Druck\u201c zur\u00fcckgef\u00fchrt wurde, sollte erreicht werden, dass jene Tatsachen und Prozesse, die f\u00fcr den demokratischen Charakter der Vereinigung beider Arbeiterparteien und der Gr\u00fcndung der SED standen, nicht zur Kenntnis genommen oder in Abrede gestellt wurden.<\/p>\n<h5><strong>\u00dcbereinstimmend f\u00fcr demokratische Entwicklung<\/strong><\/h5>\n<p>Nat\u00fcrlich hat sich die F\u00fchrung der KPD im Moskauer Exil mit der Frage der k\u00fcnftigen politischen Gestaltung Deutschlands besch\u00e4ftigt. Dies umso intensiver, als der Sieg der Antihitlerkoalition abzusehen war.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung der Lehren, die aus der Niederlage von 1933 gezogen worden waren, wurden Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Errichtung eines neuen politischen Systems mit antifaschistisch-demokratischem Charakter und f\u00fcr die Neugestaltung wichtiger Bereiche der Gesellschaft wie \u00d6konomie, Kultur, Bildung erarbeitet. Dabei wurde auch die Zusammenarbeit mit der KPdSU und mit der Komintern gesucht, die wichtiger Bestanteil ihrer internationalistischen Einstellung war.<\/p>\n<p>Aus Tagebuch-Aufzeichnungen Dimitroffs geht hervor, dass er schon den Entwurf des Aufrufs der KPD vom 11. Juni 1945 mit Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Anton Ackermann und Gustav Sobottka beraten hat.<\/p>\n<p>Am 7. Juni fand eine vierst\u00fcndige Beratung bei Stalin statt, in welcher der Aufruf endg\u00fcltig formuliert wurde. Dimitroff schrieb im Tagebuch: \u201eEs wurden wesentliche Ver\u00e4nderungen eingef\u00fcgt. Es nahmen teil: Pieck, Ulbricht, Ackermann, Sobottka. Stalin schlug vor: Mit Bestimmtheit erkl\u00e4ren, dass im gegebenen Moment die Einf\u00fchrung des sowjetischen Systems in Deutschland nicht richtig ist, notwendig ist die Errichtung einer antifaschistisch-demokratischen parlamentarischen Ordnung.\u201c<\/p>\n<p>Im Aufruf der KPD hie\u00df es dann:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWir sind der Auffassung, dass der Weg, Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen, falsch w\u00e4re. Denn dieser Weg entspricht nicht den gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsbedingungen in Deutschland. Wir sind vielmehr der Auffassung, dass die entscheidenden Interessen des deutschen Volkes in der gegenw\u00e4rtigen Lage f\u00fcr Deutschland einen anderen Weg vorschreiben, und zwar den Weg der Aufrichtung eines antifaschistisch-demokratischen Regimes, einer parlamentarisch-demokratischen Republik mit allen demokratischen Rechten und Freiheiten f\u00fcr das Volk.\u201c<\/p>\n<p>Auf dieser Grundlage ist es gelungen, eine politische Plattform zu schaffen, die in der sowjetischen Besatzungszone zu einer aktiven Zusammenarbeit aller demokratischen Kr\u00e4fte in der Form der \u201eBlockpolitik\u201c f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Zumindest genauso wichtig war aber, dass damit eine Plattform geschaffen wurde, die zur Aktionseinheit zwischen KPD und SPD mit\u00a0 dem Ziel f\u00fchrte, perspektivisch eine sozialistische Einheitspartei zu schaffen.<\/p>\n<p>Von gro\u00dfer Bedeutung war auch, dass damit zugleich anerkannt wurde, dass es mehrere und auch unterschiedliche Wege zum Sozialismus geben kann, die vor allem von den objektiven und subjektiven Bedingungen des jeweiligen Landes abh\u00e4ngen. Das waren Erkenntnisse, die sp\u00e4ter in den Dokumenten der internationalen Beratungen der kommunistischen und Arbeiterparteien kollektiv bekr\u00e4ftigt, pr\u00e4zisiert und weiterentwickelt wurden.<\/p>\n<p>Der gesamte politische, organisatorische und ideologische Vorgang der Vereinigung der beiden deutschen Arbeiterparteien war ein in Deutschland noch nie dagewesenes Beispiel von echter Demokratie und Aus\u00fcbung des Selbstbestimmungsrechts des Volkes. Es war nicht nur eine Abfolge von Abstimmungen, sondern verbunden mit einer breiten Diskussion \u00fcber die Gestaltung und \u00fcber die\u00a0 zuk\u00fcnftige Stellung Deutschlands in den internationalen Beziehungen.<\/p>\n<p>Durch die allm\u00e4hliche Verwirklichung der Rolle der Arbeiterklasse in der demokratischen Revolution wurden die Voraussetzungen auch f\u00fcr eine neue deutsche Au\u00dfenpolitik geschaffen. Die Au\u00dfenpolitik sollte in Zukunft zur Angelegenheit des Volkes werden.\u00a0 Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wurde eine Au\u00dfenpolitik entwickelt, die sich nicht nach den Interessen des Kapitals und der Gro\u00dfgrundbesitzer richtete. Die Ziele und Grunds\u00e4tze orientierten sich an den Interessen des Volkes. Die Politik der Sicherung des Friedens unter den Gegebenheiten der Zeit und die Schaffung langfristig wirkender Bedingungen entsprechend dem Potsdamer Abkommen hatten oberste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das entsprach auch den Interessen der in Jalta und Potsdam formulierten Interessen der Besatzungsm\u00e4chte. Es entsprach aber vor allem den Interessen des deutschen Volkes und der anderen V\u00f6lker, sowie der k\u00fcnftigen Gestaltung des Friedens.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Vereinigung zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands war ein historischer Wendepunkt f\u00fcr die deutsche Arbeiterklasse. Von nun an trat sie in einem Teil Deutschlands als geschlossene Kraft auf.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal wurde nach langj\u00e4hriger Spaltung in einem hoch industrialisierten Land die Einheit der Arbeiterbewegung auf der Grundlage des Marxismus wiederhergestellt.<\/p>\n<p>Aber es war ein Wendepunkt nicht nur f\u00fcr die Arbeiterklasse. Dass die Spaltung der Arbeiterbewegung wenigstens in einem Teil Deutschlands nun \u00fcberwunden war, entsprach den Lehren, die aus der Geschichte der ganzen Nation gezogen wurden. Es war ein Markstein in einem geschichtlichen Prozess und bleibt eine Orientierungsquelle f\u00fcr k\u00fcnftige historische Prozesse.<\/p>\n<p>Es ist ein Abschnitt in der Geschichte geblieben, den man nicht ohne einen Blick auf die Unzul\u00e4nglichkeiten und Vers\u00e4umnisse betrachten sollte, aber auch nicht ohne Stolz!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Prof. Dr. Anton Latzo ist Historiker und Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben:\u00a0Vereinigungsparteitag von KPD und SPD zur SED im Admiralspalast in Berlin, mit dem historischen H\u00e4ndedruck zwischen Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Deutsche Fotothek\u200e, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0 de<\/a>, <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=6547337\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=6547337<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Prof. Dr. Anton Latzo<\/b><br \/>\nIn diesem Jahr (2026) begehen wir den 80. Jahrestag der Vereinigung von KPD und SPD und der Gr\u00fcndung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Das erfolgte unter den Bedingungen, die durch den Sieg der Alliierten \u00fcber Faschismus und Militarismus im zweiten Weltkrieg und in Verwirklichung der\u00a0 Lehren aus der Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung geschaffen wurden. Es erfolgte in Verwirklichung des Schwurs von Millionen von Antifaschisten in den Konzentrationslagern und Zuchth\u00e4usern.\u00a0In seiner Rede zum 10. Jahrestag des Vereinigungsparteitags erinnerte sich Otto Grotewohl:  <i>\u201eUnvergessen bleibt mir die historische Stunde auf dem Vereinigungsparteitag, da mir unser Wilhelm Pieck gegen\u00fcberstand und wir uns die H\u00e4nde reichten. Das alte Lied der deutschen Arbeiterbewegung \u201eBr\u00fcder, in eins nun die H\u00e4nde\u201c wurde lebendige, kraftvolle und zukunftstr\u00e4chtige Wirklichkeit\u201c.<\/i> Das war die Haltung, die das Herangehen beider Seiten an die Erf\u00fcllung einer historischen Aufgabe bestimmte!\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24924,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[574,1162],"tags":[2147,370,1057,3164,162,452,3162,958,2821,1109,564,815,2157,3163],"class_list":["post-24913","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-geschichte","tag-adenauer","tag-antifaschismus","tag-arbeiterbewegung","tag-besatzungszonen","tag-demokratie","tag-deutschland","tag-einheit-der-arbeiterbewegung","tag-kpd","tag-restauration","tag-sed","tag-sozialismus","tag-spd","tag-vereinigung-von-kpd-und-spd-zur-sed","tag-wendepunkt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Fotothek_df_pk_0000172_011_Pieck_Grothewohl_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6tP","jetpack-related-posts":[{"id":18529,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18529","url_meta":{"origin":24913,"position":0},"title":"Eine sozialistische Pers\u00f6nlichkeit","author":"Webredaktion","date":"10. 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