{"id":24810,"date":"2026-04-04T21:44:19","date_gmt":"2026-04-04T19:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24810"},"modified":"2026-04-04T21:44:19","modified_gmt":"2026-04-04T19:44:19","slug":"butscha-die-propaganda-wird-nicht-besser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24810","title":{"rendered":"Butscha: Die Propaganda wird nicht besser"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alle stehen sie brav nebeneinander, Kerzchen in der Hand, und f\u00fcr das Publikum wird die Geschichte von Butscha noch mal aufgew\u00e4rmt, jenem Ort, der rein zuf\u00e4llig so hei\u00dft, wie das englische Wort f\u00fcr Metzger klingt. Sie h\u00e4lt sich schon erstaunlich lang. <\/strong><\/p>\n<p><em>Von <strong>Dagmar Henn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 31.03.2026 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/275496-butscha-die-propaganda-wird-nicht-besser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Butscha: Die Propaganda wird nicht besser\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=vf52s-1a89d6c-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=f6f6f6&amp;font-color=auto&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<p>Fr\u00fcher ging das schneller, wenn solche Geschichten erz\u00e4hlt wurden. Die Brutkastenl\u00fcge hielt sich vom Oktober\u00a01990 bis zum Januar\u00a01992, dann hat selbst die <em>New York Times<\/em>\u00a0sie platzen lassen. Auch die ber\u00fchmte Szene mit Colin Powell und dem Babypuder hatte eine Haltbarkeit von zwei Jahren; dann gab es den Abschlussbericht der Irak Survey Group, der f\u00fcr alle sichtbar machte, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden.<\/p>\n<p>Aber Butscha ist heute bereits vier Jahre alt, und nach wie vor wird dar\u00fcber erz\u00e4hlt wie am ersten Tag. Au\u00dfenminister Johann Wadephul hielt es f\u00fcr n\u00f6tig, nicht nur in den Kiewer Vorort zu reisen, um sich dort zusammen mit den anderen EU-Au\u00dfenministern f\u00fcr ein Gedenkbildchen aufzustellen, nein, er verfasste auch noch mit Schaum vor dem Mund einen <a href=\"https:\/\/x.com\/AussenMinDE\/status\/2038966248382382429\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kommentar<\/a> auf X.<\/p>\n<p>Butscha sei &#8222;unter der Besatzung Russlands \u2026 zur H\u00f6lle auf Erden&#8220; geworden. &#8222;Wohin auch immer Putins Russland geht, es bringt Kriegsverbrechen und Barbarei&#8220;. Da wird ordentlich aufs Gef\u00fchl gedr\u00fcckt, was auch die <em>ARD<\/em>-Tagesschau nachvollzieht und gleich zum Jahrestag der &#8222;Befreiung von Butscha&#8220; mit &#8222;Augen \u00f6ffnen f\u00fcr die Gr\u00e4ueltaten&#8220; titelt. Es muss eben nachgelegt werden, sonst verschwindet wom\u00f6glich noch die Erinnerung, angesichts all des neuen Elends\u00a0\u2013 selbst wenn das meiste davon, seien es die Schrecken im Gazastreifen oder der Mord an den iranischen M\u00e4dchen, auch in Deutschland kaum erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n<p>Was aber wirklich eigenartig ist am Bericht der <em>ARD<\/em>-Tagesschau, ist ein Bild, das zu sehen ist: eine Mauer mit vielen Namen. Namen sind genau das, was die Ukraine nie herausger\u00fcckt hat. Eine Liste der angeblich von russischen Truppen Ermordeten hat sie seit 2022 verweigert. Dabei w\u00e4re der erste erforderliche Schritt einer neutralen Kl\u00e4rung, herauszufinden, um wen es sich jeweils gehandelt hat.<\/p>\n<p>Die L\u00f6cher, die von Anfang an in der Geschichte sichtbar waren (ich hatte das erste Video damals kurz nach seiner Ver\u00f6ffentlichung gesehen), wurden bis heute nicht gestopft. Aber das ist kein Problem, weil, anders als 1992 und 2005, heute im Westen niemand mehr \u00fcbrig zu sein scheint, der ein Interesse an der Aufkl\u00e4rung hat. Im Gegenteil, alle sind sie damit besch\u00e4ftigt, das Narrativ wieder zu verst\u00e4rken; schlie\u00dflich h\u00e4ngen so viele weitere Handlungen an dieser Geschichte. Sanktionen, Inflation, Deindustrialisierung, Milliardengeschenke an die Ukraine\u00a0&#8230;<\/p>\n<p>Nicht einmal die Ver\u00f6ffentlichungen zum Ende der Verhandlungen in Istanbul drangen durch: dass der damalige Verhandlungsf\u00fchrer der Ukraine in einem Interview erkl\u00e4rte, es sei der britische Regierungschef Boris Johnson gewesen, der diese Friedensverhandlungen kurz vor Abschluss zum Platzen gebracht und auf eine Fortsetzung der K\u00e4mpfe gedr\u00e4ngt hatte. Das h\u00e4tte doch ein Nachdenken ausl\u00f6sen sollen. Der R\u00fcckzug der russischen Truppen aus Butscha erfolgte schlie\u00dflich als Zeichen guten Willens im Zusammenhang mit diesen Verhandlungen. Die auff\u00e4lligerweise nicht erw\u00e4hnt werden, wenn jetzt \u00fcberall vom &#8222;Jahrestag der Befreiung von Butscha&#8220; die Rede ist.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr es im Zusammenhang mit dem 31.\u00a0M\u00e4rz \u00fcberhaupt keine Belege gibt, sind irgendwelche Opfer irgendwelcher Untaten. Die tauchten erst am 1.\u00a0April auf, obwohl ukrainische Truppen und sogar Abgeordnete davor in der Stadt waren\u00a0\u2013 alle ge\u00fcbt im Umgang mit Handykameras, viele davon \u00e4u\u00dferst willig, Propaganda f\u00fcr die Ukraine zu machen. Also, warum gibt es keine Aufnahmen angeblich tagelang auf der Stra\u00dfe liegender Leichen vom 30. oder 31.\u00a0M\u00e4rz?<\/p>\n<p>Es gab im Nachklang sogar einen Moment, der vor\u00fcbergehend Hoffnung machte, es werde doch noch zu einer vern\u00fcnftigen Betrachtung kommen\u00a0\u2013 italienische Forensiker, die eine Reihe der Toten untersuchen konnten, entdeckten Flechette-Schrapnelle; eine altert\u00fcmliche Form, die nur in Granaten verwendet wurde, die in der russischen Armee schon abgeschafft worden war, in der ukrainischen aber noch in Gebrauch waren.<\/p>\n<p>Wenn man an 1990 und an 2003 zur\u00fcckdenkt, wurden diese Geschichten auch damals in den Leitmedien verbreitet. Der Auftritt der Tochter des kuwaitischen Botschafters, die damals als Krankenschwester auftrat und von Babys erz\u00e4hlte, die aus Brutk\u00e4sten gerissen worden seien, lief auch in den deutschen Hauptnachrichten zur besten Sendezeit, genauso wie sp\u00e4ter Powell mit dem ber\u00fchmten Babypuder. Allerdings hatten es in letzterem Fall Zweifel etwas leichter, weil die Bundesregierung sich aus diesem Krieg weitgehend heraushalten wollte.<\/p>\n<p>Bei Butscha l\u00e4uft das anders, weil Butscha das Fundament der gesamten Geschichte von der russischen Brutalit\u00e4t ist, der Moment, an dem das alte Bild des russischen Untermenschen reaktiviert wurde. So, wie eben Kriegspropaganda gemacht wird, mit ganz viel Gef\u00fchl und eher wenig Verstand. Annalena Baerbock lieferte da als Au\u00dfenministerin einen tr\u00e4nenreichen Auftritt.<\/p>\n<p>Wie gut, dass man nie gro\u00df \u00fcber Odessa gesprochen, geschweige denn die Bilder und die Videos gezeigt hat, sonst w\u00e4re es schwierig geworden, den guten Ukrainer gegen den b\u00f6sen Russen zu stellen. Erst recht, weil Odessa dokumentiert ist wie kein anderes derartiges Verbrechen, w\u00e4hrend Butscha ohne eine internationale, unabh\u00e4ngige Untersuchung eine Behauptung bleibt.<\/p>\n<p>Und logischerweise ist das der st\u00e4rkste Punkt \u00fcberhaupt. Russland hatte von Anfang an eine solche Untersuchung gefordert. Weder die Ukraine noch die westlichen Staaten waren dazu bereit. Dabei h\u00e4tte man L\u00e4nder finden k\u00f6nnen, die tats\u00e4chlich neutral waren, in Asien beispielsweise. Wer hat einen Grund, eine solche Untersuchung zu f\u00fcrchten? Oder andersherum: W\u00e4re eine russische Schuld belegbar, warum sollten die Ukraine und ihre westlichen Freunde eine solche Untersuchung ablehnen, wenn sie ihre Position doch gest\u00e4rkt h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Aber vielleicht sollte man den Fokus vier Jahre sp\u00e4ter eher auf den anderen Aspekt legen, auf die fehlende Aufkl\u00e4rung. Auf die Beharrlichkeit, mit der heutzutage einmal etablierte Erz\u00e4hlungen aufrechterhalten werden. Oder auf den Mangel an wirklich neugierigen Journalisten, die sie infrage stellen wollen.<\/p>\n<p>Da ist dann nicht nur die best\u00e4ndige Drohung im Weg, die praktischerweise Ende\u00a02022 etabliert wurde: Gerade mit Blick auf den Ukraine-Krieg wurde \u00a7\u00a0130 StGB um einen Absatz erweitert, der das Leugnen oder gr\u00f6bliche Verharmlosen von Kriegsverbrechen unter Strafe stellt. Streng genommen hat er bisher zu keiner Verurteilung gef\u00fchrt, was auch schwierig ist, weil kein internationales Gericht ein Kriegsverbrechen best\u00e4tigt hat (interessanterweise f\u00fchrte die Klage der Ukraine gegen Russland vor dem Internationalen Gerichtshof dazu, dass dort jetzt untersucht wird, ob nicht die Kriegsf\u00fchrung der Ukraine im Donbass den Tatbestand des Genozids erf\u00fcllt). Weit mehr ist es die Konformit\u00e4t, die die deutsche Medienlandschaft und ihre Mitarbeiter pr\u00e4gt. Und die Emp\u00f6rungskultur.<\/p>\n<p>Denn es ist nicht nur so, dass eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben wird, ein gef\u00fchliger Aufreger nach dem anderen, und dazwischen keine ruhige, n\u00fcchterne Analyse mehr stattfinden kann. Auch die mediale Erinnerung verwandelt sich in eine lange Reihe von Erregungsmomenten, die so sehr in den Vordergrund geschoben wurden, dass sie inzwischen die Wirklichkeit zu definieren scheinen, wie man gerade erst bei der Fernandes-Geschichte erleben konnte. Fr\u00fcher war diese Sicht auf das Leben eingehegt zwischen <em>Bild<\/em>, der <em>Bunte<\/em>\u00a0und <em>Frau im Spiegel<\/em>.<\/p>\n<p>Es ist also nicht nur so, dass niemand mehr da ist, zu fragen, es ist auch kein Platz mehr da, an dem diese Fragen ihr Publikum finden k\u00f6nnten, zumindest nicht au\u00dferhalb der alternativen Medien. Das Problem dabei ist eine Art Einbindungskreislauf, wie er sich am besten bei Corona beobachten lie\u00df: Wer auf die emotionale \u00dcberw\u00e4ltigung anspringt und danach handelt, also selbst beispielsweise Ungeimpfte beschimpft hat, ist weit genug involviert, um die Geschichte selbst weiter aufrechtzuerhalten, auch wenn sie br\u00fcchig geworden ist, da die Erkenntnis, einer L\u00fcge aufgesessen zu sein und mit ihr kooperiert zu haben, Scham ausl\u00f6st. Und kaum ein Gef\u00fchl vermeidet der Mensch so sehr wie Scham. Nicht einmal Schuld, denn Scham macht klein und hilflos.<\/p>\n<p>Das ist nicht kognitive Dissonanz. Es ist die Kleingeldversion eines Tricks, den schon die Nazis genutzt haben: Beteilige m\u00f6glichst viele, denn jene, die sich schuldig f\u00fchlen, stellen sich nicht gegen dich. Dieses Spiel funktioniert mit der Scham genauso gut. Am Anfang l\u00e4sst man sich mitrei\u00dfen, insbesondere, wenn dann noch Lob und Anerkennung daf\u00fcr herausspringen. Dann ist es das Problem, sich nach dem Eingest\u00e4ndnis des Irrtums ins eigene Gesicht sehen zu m\u00fcssen. Wobei man in diesem Zusammenhang nicht vergessen darf, dass die Corona-Hysterie ohne Pause in die Russen-Hysterie \u00fcberging.<\/p>\n<p>Wie wird es all jenen gehen, die seit vier Jahren davon \u00fcberzeugt sind, dass Russen Barbaren sind, dass &#8222;Putins Russland \u2026 Kriegsverbrechen und Barbarei&#8220; bringe; die nicht einmal russische Komponisten des 19. Jahrhunderts mehr aufgef\u00fchrt sehen wollen, oder all jenen, die bedingungslos den israelischen Genozid im Gazastreifen decken, wenn sie erkennen, wie weit sie vom Pfad der Menschlichkeit abgekommen sind? Nein, nicht Wadephul, das w\u00e4re wirklich unwahrscheinlich, aber all den Menschen, die diese Geschichten geglaubt haben?<\/p>\n<p>Das ist vielleicht der Unterschied zwischen 1992 und heute. Oder gar zwischen 2005 und heute\u00a0\u2013 schlie\u00dflich gingen damals die Menschen gegen den Irakkrieg auf die Stra\u00dfe und nicht daf\u00fcr. Noch ging man in Deutschland nicht f\u00fcr einen Krieg auf die Stra\u00dfe. Da gab es auch noch nicht die Art \u00f6ffentlichen Bekennungszwangs, die mit Corona etabliert wurde. Da gab es noch nicht so viel Scham zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist eine Endlosschleife. Die Behauptung des Jahres 2022 verfestigt sich zu einem Ritual, ein weiterer Anlass f\u00fcr einen Kotau. Dass nun das Datum zwei Tage nach vorn gezogen wurde, ist eher ein Versuch, das zeitliche Loch zu stopfen, das von Anfang an bei der Geschichte st\u00f6rte. Damit, dass nun dieses Gedenken etabliert wird, wird so getan, als sei alles endg\u00fcltig klar und damit jeder Zweifel am Ursprung dieses Krieges beseitigt. Als w\u00e4re die Behauptung \u00fcber das, was in Butscha geschehen ist, Grund genug, Hunderttausende Tote zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Denn das ist es, worum es letztlich geht: Die Erz\u00e4hlung von Butscha war die Initialz\u00fcndung f\u00fcr die Jahre danach mit ihren unz\u00e4hligen Opfern. Johnsons Aufforderung, weiter Krieg zu f\u00fchren, bedurfte dieser Untermalung. Erst auf diesen Bildern baute die ganze Propaganda auf, mit deren Hilfe Milliarden in den Geldw\u00e4scheapparat Kiew geschaufelt und fast eine ganze Generation ukrainischer M\u00e4nner ausgel\u00f6scht wurde.<\/p>\n<p>Da ist Mitschuld, bis hinunter zu all jenen, die St\u00e4dte und D\u00f6rfer mit ukrainischen Flaggen beh\u00e4ngten. Da wird Scham sein, wenn einmal die Fakten auf dem Tisch liegen. Wenn es nicht mehr m\u00f6glich ist, sich ihr zu entziehen. Wenn der Kleinmut, das blinde Vertrauen und auch die Bereitwilligkeit, die eigene Menschlichkeit preiszugeben, weithin sichtbar werden und die alte Frage wieder auftaucht: Warum hast du mitgemacht?<\/p>\n<p>Jedes Jahr, in dem die entsprechenden Fragen nicht gestellt, in dem das Narrativ und das auf ihm beruhende Gemetzel fortgesetzt werden, macht die Last schwerer. Aber dennoch ist es unvermeidlich: Der Tag kommt, an dem das alles wieder neu zur Hand genommen und gepr\u00fcft wird. Und wenn sich die EU-Minister noch so brav in Reih und Glied stellen, um die \u00d6ffentlichkeit noch einmal auf die Gr\u00fcndungserz\u00e4hlung ihres Lieblingskriegs einzunorden\u00a0\u2013 die Uhr tickt.<\/p>\n<p>Dann werden alle Bilder von Butscha ihren Platz finden. Neben der falschen Kinderkrankenschwester und Powells Babypuder.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Exhumierung von Leichen aus einem Massengrab. Butcha, 08.04.2022<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: National Police of Ukraine, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY 4.0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=116761381\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=116761381<\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Dagmar Henn<\/b><br \/>\nFr\u00fcher ging das schneller, wenn solche Geschichten erz\u00e4hlt wurden. 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