{"id":24678,"date":"2026-03-20T23:19:34","date_gmt":"2026-03-20T22:19:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24678"},"modified":"2026-04-24T02:18:27","modified_gmt":"2026-04-24T00:18:27","slug":"der-mann-der-nein-sagte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24678","title":{"rendered":"Der Mann, der Nein sagte"},"content":{"rendered":"<h4>Joe Kents R\u00fccktritt ersch\u00fcttert Washington und reicht weit \u00fcber Amerika hinaus<\/h4>\n<p><strong>Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter tritt zur\u00fcck \u2013 nicht still, nicht im Hintergrund, stattdessen mit einem offenen Angriff auf die offizielle Begr\u00fcndung eines laufenden Krieges. Joe Kent, bis vor kurzem einer der zentralen Architekten amerikanischer Terrorismusbek\u00e4mpfung, stellt\u00a0 \u00f6ffentlich eine weitreichende und entscheidende Frage: Was, wenn die Bedrohung, auf die sich dieser Krieg st\u00fctzt, nie bestand? Sein R\u00fccktritt ist mehr als ein pers\u00f6nlicher Schritt \u2013 er ist ein Riss im Fundament der politischen Erz\u00e4hlung der Vereinigten Staaten.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Sabiene Jahn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 19.03.2026 auf <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-mann-der-nein-sagte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">globalbridge.ch<\/a><\/span><\/p>\n<p>Nicht Explosionen ersch\u00fcttern politische Ordnungen &#8211; es sind Bekenntnisse. Ein Satz gen\u00fcgt bisweilen, um das Geb\u00e4ude der offiziellen Erz\u00e4hlung zu ersch\u00fcttern. Joseph \u201eJoe\u201c Kent, bis vor wenigen Stunden Direktor des \u201eNational Counterterrorism Center\u201c, hat einen solchen Satz geschrieben. Er k\u00f6nne den Krieg gegen Iran \u201enicht guten Gewissens unterst\u00fctzen\u201c. Der Iran habe \u201ekeine unmittelbare Bedrohung\u201c dargestellt. Und mehr noch, dieser Krieg sei unter dem Druck Israels und einer m\u00e4chtigen Lobby in den USA zustande gekommen. Es sind Worte, die nicht aus den Reihen der Opposition stammen, nicht aus einem Feuilleton und auch nicht aus den universit\u00e4ren Thinktanks. Es sind Worte aus dem Innersten der amerikanischen Sicherheitsarchitektur (1)(2)(3).<\/p>\n<p>Wer ist dieser Mann, der sich offensiv gegen den Kurs seiner eigenen Regierung stellt? Um die Tragweite seines R\u00fccktritts aus dem Staatsdienst zu verstehen, muss man das Amt begreifen, das Kent niedergelegt hat. Joe Kent, ist kein Beamter aus der zweiten Reihe, kein pazifistischer Aktivist, auch kein akademischer Theoretiker. Er ist das Produkt genau jener Institutionen, deren Entscheidungen er nun infrage stellt. Kent ist ein 45-j\u00e4hriger Veteran, stammt aus Sweet Home im Bundesstaat Oregon und wurde in Portland gro\u00df. Er diente rund zwanzig Jahre in der Armee, unter anderem im 75th Ranger Regiment, bei den Special Forces und im U.S. Army Special Operations Command. Das offizielle NCTC-Profil betont seine elf Kampfeins\u00e4tze in Nahost und anderen Hochrisiko-Regionen sowie mehrere milit\u00e4rische Auszeichnungen. Nach seiner Milit\u00e4rzeit arbeitete er als paramilit\u00e4rischer Offizier f\u00fcr die CIA (4)(5). Politisch profilierte er sich anschlie\u00dfend als Vertreter eines interventionismus-kritischen \u201eAmerica First\u201c-Milieus, scheiterte jedoch 2022 und 2024 jeweils bei Kongresswahlen in Washington State.<\/p>\n<p>Seine Biografie tr\u00e4gt die Handschrift des Krieges und die des Verlustes. Seine erste Frau, Shannon Kent, war Navy Senior Chief Petty Officer und Kryptologie-Spezialistin. Sie wurde 2019 bei einem Selbstmordanschlag im syrischen Manbidsch get\u00f6tet. Medienberichten zufolge, hinterlie\u00df sie zwei Kinder (6). Das NCTC selbst schrieb in seiner Biografie \u00fcber Kent, dessen Familie habe ihr Leben dem Kampf gegen den Terrorismus gewidmet, und Shannon Kents Tod sei Teil jenes Verm\u00e4chtnisses, das die Mission der Beh\u00f6rde antreibe. Dass derselbe Mann nun unter Verweis auf eben diesen Verlust den Kriegskurs seiner Regierung verwirft, verleiht seinem Schreiben einen besonderen moralischen Nachdruck. Dieser Verlust ist kein rhetorisches Ornament, es ist eine biografische Z\u00e4sur, die in seinem R\u00fccktrittsschreiben sp\u00fcrbar wird. Wenn Kent davon spricht, dass er die n\u00e4chste Generation nicht in einen Krieg schicken k\u00f6nne, der keinen Nutzen bringe, dann spricht hier nicht ein Kommentator. Kent ist ein unmittelbar Beteiligter.<\/p>\n<p>Der Mensch Joe Kent erschlie\u00dft sich nicht allein aus seinem R\u00fccktritt. Wie im Falle Charlie Kirk weben sich auch bei ihm jahrelange mediale Rahmung, die bei Kent im Moment seines Bruchs mit der Regierungslinie offenbar mitgef\u00fchrt wird. Kent wurde von Leitmedien wie \u201eThe New York Times\u201c, \u201eThe Washington Post\u201c oder \u201eCNN\u201c wiederholt dem \u201efar-right\u201c-Spektrum zugeordnet. Wird derartige Zuschreibung Kents Profil gerecht? Diese Einordnung st\u00fctzt sich weniger auf eine extremistische Programmatik, vielmehr auf ein Geflecht aus Kontakten, politischen Allianzen und zugespitzten Interpretationen. Konkret benannt werden als Spitzen die \u201eVerbindungen\u201c zum Blogger und Filmemacher Nick Fuentes, einem offen antisemitischen Vertreter der Alt-Right, sowie zu Joey Gibson, einem Aktivisten aus dem rechtskonservativen Stra\u00dfenmilieu. Hinzu kommt die zeitweise Besch\u00e4ftigung eines Beraters mit Bezug zum Umfeld der \u201eProud Boys\u201c, einer Gruppierung, die in den USA als gewaltbereit eingestuft wird. Diese Verbindungen sind dokumentiert, und doch sind sie zugleich der Ausgangspunkt einer Deutung, die den Schritt vom faktischen Kontakt zur ideologischen Zuschreibung vollzieht. Kent selbst hat diesen Vorwurf zur\u00fcckgewiesen. Er erkl\u00e4rte \u00f6ffentlich, er wolle \u201enichts mit Menschen zu tun haben\u201c, die Gewalt aus\u00fcben oder rassistische Ideologien vertreten, und betonte, dass einzelne Kontakte weder politische \u00dcbereinstimmung noch pers\u00f6nliche N\u00e4he bedeuteten. Diese Distanzierung steht jedoch im medial ideologisierten Diskurs h\u00e4ufig im Schatten der urspr\u00fcnglichen Beschreibung.<\/p>\n<p>Der Fall ber\u00fchrt dann auch einen grunds\u00e4tzlichen Mechanismus alter und moderner politischer Kommunikation. Das Prinzip der Kontaktschuld und des McCarthismus. Es erlaubt, politische Akteure nicht nur nach ihren eigenen Aussagen zu bewerten, sondern entlang der Peripherie ihres Umfeldes zu definieren. Damit bewegt sich die Debatte in jenem Graubereich &#8211; aus Begegnungen werden Beziehungen, aus Beziehungen werden Narrative. Der \u00dcbergang ist flie\u00dfend, und gerade deshalb wirksam. Dass Kent zugleich Positionen vertritt, die im amerikanischen Diskurs selbst hoch umstritten sind \u2013 etwa seine Kritik an Auslandseins\u00e4tzen, seine Zweifel an der Wahl 2020 oder seine scharfe Ablehnung etablierter Sicherheitsinstitutionen \u2013, erleichtert diese Rahmung zus\u00e4tzlich. Doch auch hier gilt, zwischen Kritik und Ideologie verl\u00e4uft eine Grenze, die politisch umk\u00e4mpft ist und medial nicht immer trennscharf gezogen wird.<\/p>\n<p>Wer Kent als Teil des sicherheitspolitischen Establishments versteht, wird darin ein seltenes Signal erkennen. Dass selbst innerhalb der innersten Kreise Zweifel entstehen \u2013 und, wie im aktuellen Fall, deutlich ausgesprochen werden. Sein Amt war zentral. Das \u201eNational Counterterrorism Center\u201c ist nicht irgend eine Beh\u00f6rde. Sie ist ein neuralgischer Knotenpunkt der amerikanischen Sicherheitsstruktur. Hier laufen Informationen aus Milit\u00e4r, Geheimdiensten und internationalen Partnern zusammen. Hier werden Bedrohungen bewertet, Szenarien entworfen und operative Priorit\u00e4ten gesetzt. Der Direktor dieses Zentrums ist nicht nur Administrator, er ist Architekt der Bedrohungswahrnehmung. Wer dieses Amt innehat, entscheidet mit dar\u00fcber, was als Gefahr gilt \u2013 und was nicht.<\/p>\n<p>\u201eABC\u201c fasst Kents Rolle dahin zusammen, dass er dem Pr\u00e4sidenten als wichtigster Berater in Terrorismusfragen diente und laut ODNI, dem Office of the Director of National Intelligence, den US-Gegenterror- und Gegennarkotika-Apparat mit beaufsichtigte (4)(5). ODNI ist die zentrale Koordinationsstelle der US-Geheimdienste. Es wurde nach den Anschl\u00e4gen vom 11. September 2001 geschaffen, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste zu verbessern. Kents t\u00e4gliche Arbeit bestand in der Bewertung, B\u00fcndelung und Einordnung existenzieller Bedrohungslagen. Wenn ein solcher Mann erkl\u00e4rt, es habe keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran gegeben, dann ist das keine Meinung. Es ist Analyse und nunmehr auch eine tektonische Verschiebung innerhalb der sicherheitspolitischen Selbstbeschreibung der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Der R\u00fccktritt erfolgte am Dienstag (17. M\u00e4rz 2026), ver\u00f6ffentlicht als offener Brief an Donald Trump auf der Plattform X (7). Der Text ist in seiner Struktur klassisch, in seinem Inhalt jedoch au\u00dfergew\u00f6hnlich. Kent w\u00fcrdigt zun\u00e4chst Trumps fr\u00fchere Au\u00dfenpolitik, die er als Versuch interpretiert, Amerika aus endlosen Kriegen herauszuhalten. \u201eIch unterst\u00fctze die Werte und die Au\u00dfenpolitik, mit denen Sie 2016, 2020 und 2024 Wahlkampf gef\u00fchrt und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 verstanden Sie, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika das kostbare Leben unserer Patrioten raubte und den Reichtum und Wohlstand unserer Nation ersch\u00f6pfte,\u201c bekennt Kent im R\u00fccktrittsschreiben und schildert seine Wahrnehmung gegen\u00fcber Donald Trump. \u201eIn Ihrer ersten Regierung verstanden Sie besser als jeder andere moderne Pr\u00e4sident, wie man milit\u00e4rische Macht entschlossen anwendet, ohne uns in endlose Kriege hineinziehen zu lassen,\u201c ist zu lesen. Kennt erinnert an die Jahre, in denen milit\u00e4rische Macht punktuell eingesetzt wurde, ohne sich in langfristige Konflikte zu verstricken. Doch dann folgt der Bruch. \u201eHochrangige israelische Beamte und einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien setzte eine \u201eDesinformationskampagne in Gang\u201c, so schreibt Kent, \u201edie Ihre America-First-Plattform vollst\u00e4ndig untergrub und kriegsbef\u00fcrwortende Stimmungen s\u00e4te, um einen Krieg mit dem Iran zu f\u00f6rdern. Diese Echokammer wurde benutzt, um Sie zu t\u00e4uschen und Sie glauben zu lassen, der Iran stelle eine unmittelbare Bedrohung f\u00fcr die Vereinigten Staaten dar und es gebe, wenn Sie jetzt zuschlagen, einen klaren Weg zu einem schnellen Sieg.\u201c Sie habe die politische Linie untergraben, habe Stimmungen erzeugt, habe eine Bedrohung konstruiert, die nicht existierte, schildert Kent weiter, \u201ees ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner m\u00e4chtigen amerikanischen Lobby begonnen haben\u201c, formuliert Kent und der Pr\u00e4sident sei in eine strategische Fehlwahrnehmung gedr\u00e4ngt worden. Kent bilanziert, \u201eDas war eine L\u00fcge, und es ist dieselbe Taktik, mit der die Israelis uns in den verheerenden Irakkrieg hineingezogen haben, der unser Land das Leben Tausender unserer besten M\u00e4nner und Frauen kostete. Diesen Fehler d\u00fcrfen wir nicht noch einmal machen.\u201c<\/p>\n<p>Was folgt, ist nicht nur Kritik, stattdessen ein fundamentaler Vorwurf. Der Krieg selbst sei das Ergebnis dieser Dynamik. \u201eAls Veteran, der elfmal im Kampfeinsatz war, und als Gold-Star-Ehemann, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel erzeugten Krieg verloren hat, kann ich nicht unterst\u00fctzen, dass die n\u00e4chste Generation in einen Krieg geschickt wird, in dem sie k\u00e4mpfen und sterben soll, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und die Kosten amerikanischer Leben nicht rechtfertigt,\u201c f\u00fchrt er seine \u00dcberzeugung aus. Sein Brief schliesst mit einer emotionalisierenden Note, \u201eIch bete, dass Sie dar\u00fcber nachdenken, was wir im Iran tun und f\u00fcr wen wir es tun. Die Zeit f\u00fcr mutiges Handeln ist jetzt. Sie k\u00f6nnen den Kurs \u00e4ndern und f\u00fcr unsere Nation einen neuen Weg einschlagen, oder Sie k\u00f6nnen zulassen, dass wir weiter in Niedergang und Chaos abrutschen. Sie halten die Karten in der Hand.\u201c<\/p>\n<p>Die Reaktionen lie\u00dfen nicht lange auf sich warten. Trump reagierte k\u00fchl, fast demonstrativ gleichg\u00fcltig und erkl\u00e4rte im Oval Office, er habe Kent zwar immer f\u00fcr einen netten Mann gehalten, aber auch f\u00fcr \u201every weak on security\u201c &#8211; zu schwach in Sicherheitsfragen sei er gewesen. Als er die Erkl\u00e4rung gelesen habe, sei ihm klar geworden, \u201eit\u2019s a good thing that he\u2019s out\u201c (8). Eine Formulierung, die weniger auf inhaltliche Auseinandersetzung als auf politische Distanzierung zielt. Die Pressesprecherin des Wei\u00dfen Hauses Karoline Leavitt wies die Vorw\u00fcrfe als falsch und beleidigend zur\u00fcck (9). Man habe klare Hinweise auf eine Bedrohung gehabt. Innerhalb des politischen Systems zeigt sich das gewohnte Muster. Es ist Polarisierung statt Kl\u00e4rung und es verhei\u00dft Lagerbildung statt Analyse. W\u00e4hrend Teile des republikanischen Spektrums Kent als illoyal darstellen, erkennen andere in seinem Schritt einen seltenen Akt pers\u00f6nlicher Konsequenz. Demokratische Stimmen wiederum nutzen den Moment, um die Kriegsbegr\u00fcndung grunds\u00e4tzlich infrage zu stellen.<\/p>\n<p>Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard vermied eine offene Abrechnung mit Kent, stellte sich \u00f6ffentlich hinter das Recht des Pr\u00e4sidenten, selbst zu bestimmen, was als unmittelbare Bedrohung zu gelten habe. Haussprecher Mike Johnson und Senator Tom Cotton widersprachen Kent, der demokratische Geheimdienstausschuss-Vize Mark Warner dagegen erkl\u00e4rte trotz scharfer Vorbehalte gegen Kent, in diesem Punkt habe er recht, es habe keine glaubw\u00fcrdigen Belege f\u00fcr eine unmittelbare iranische Bedrohung gegeben, die einen weiteren \u201ewar of choice\u201c rechtfertigten.<\/p>\n<p>Auch die internationalen Medien reagieren entlang dieser Linien. \u201eAl Jazeera\u201c hebt die historische Dimension hervor (1). Er sei ein hochrangiger Sicherheitsbeamter, der offen die Legitimation eines laufenden Krieges anzweifelt. \u201eAssociated Press (AP)\u201c und \u201eReuters\u201c sprechen von einem direkten Angriff auf die offizielle Begr\u00fcndung der Milit\u00e4rschl\u00e4ge (2)(3). Die \u201eFinancial Times\u201c deutete den Schritt als Symptom wachsender Spannungen innerhalb von Trumps Lager und der MAGA-Bewegung zwischen interventionistischen Falken und dem alten anti-interventionistischen \u201eAmerica First\u201c-Reflex (10). Zugleich zeigen andere Reaktionen, wie polarisiert die Deutung dieses Briefes ist. \u201eVox\u201c etwa la\u00df Kents Argumentation als Wiederbelebung antisemitischer Tropen, w\u00e4hrend konservative Stimmen wie Journalist Tucker Carlson seinen Schritt als Akt pers\u00f6nlicher Integrit\u00e4t w\u00fcrdigten.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Medien analysieren den Vorgang als Symptom inner-amerikanischer Spannungen, als Ausdruck eines Konflikts zwischen Interventionismus und R\u00fcckzug. Andere Stimmen wiederum versuchen, den Vorgang zu delegitimieren, ihn als Einzelfall, als pers\u00f6nliche Abweichung, als politisch motivierten Akt darzustellen.<\/p>\n<p>Von einer einheitlichen Medienreaktion kann keine Rede sein, es handelt sich vielmehr um eine globale, sofort ideologisch aufgeladene Deutungsschlacht um die Frage, ob Kent ein Gewissenszeuge, ein Illoyaler oder ein Brandbeschleuniger ist. Doch gerade diese Vielfalt der Deutungen zeigt, wie tief der Riss ist. Einer dieser Risse tr\u00e4gt nun den Namen des Mannes, der bis gestern noch die amerikanische Anti-Terrorarchitektur mitsteuerte. Doch es geht hier nicht nur um eine Personalentscheidung. Es geht um die Frage, wie Kriege begr\u00fcndet werden \u2013 und wer das Recht hat, diese Begr\u00fcndung zu hinterfragen. Kent stellt nicht nur den konkreten Konflikt infrage, sondern das Verfahren, das zu ihm gef\u00fchrt hat. Damit ger\u00e4t das Fundament staatlicher Legitimation ins Wanken. Genau darin liegt die historische Sch\u00e4rfe des Moments.<\/p>\n<p>Was diesen R\u00fccktritt \u00fcber den Tagesanlass hinaus bedeutend macht, ist sein innerer Widerspruch. Kent war kein klassischer Dissident, kein Oppositionspolitiker und kein liberaler Kritiker des Trumpismus. Er geh\u00f6rte selbst zu jenem Milieu, das Donald Trump als K\u00e4mpfer gegen den Interventionismus der alten republikanischen Eliten verstand. Sogar \u201eReuters\u201c erinnert daran, dass Kent seit langem f\u00fcr \u201eAmerica First\u201c-Positionen und Skepsis gegen\u00fcber US-Milit\u00e4rinterventionen bekannt war (3). Der Einspruch kommt nicht von au\u00dfen, sondern aus einem Teil des eigenen Lagers, der sich vom Kriegsverlauf und von dessen Begr\u00fcndung verraten sieht.<\/p>\n<p>Der Fall Joseph Kent ist kein Modell, das sich einfach \u00fcbertragen l\u00e4sst. Aber er ist ein Signal. Ein Signal daf\u00fcr, dass es innerhalb hochgradig strukturierter, hierarchischer Systeme Momente gibt, in denen Individuen eine Grenze ziehen. Es w\u00e4re zu einfach, Kent zum Helden zu erkl\u00e4ren oder ihn als Abweichler abzutun. Seine Aussagen sind politisch, sie sind zugespitzt und sie sind angreifbar. Doch gerade darin liegt ihre Bedeutung. Sie zwingen zur Auseinandersetzung. Sie \u00f6ffnen einen Raum, in dem Fragen gestellt werden k\u00f6nnen, die im normalen Betrieb der Macht keinen Platz haben.<\/p>\n<p>Es bleibt ein Bild. Ein Mann, gepr\u00e4gt vom Krieg, geformt von Institutionen, die auf Sicherheit und Kontrolle ausgerichtet sind, entscheidet sich, auszutreten. \u00d6ffentlich, mit einem Brief, der mehr ist als eine formale Erkl\u00e4rung. Er bricht. Wer meint, Kent habe diesen Schritt zu seinem eigenen Schutz getan, verkennt die Lage. Ein solcher Bruch mindert kein Risiko \u2013 er verschiebt es. Wer spricht, wird sichtbar. Und Sichtbarkeit war in den elf Eins\u00e4tzen, die Kent hinter sich hat, selten ein Zustand, der Sicherheit bedeutete.<\/p>\n<p>Und vielleicht ist es genau dieser Bruch, der den Blick freigibt auf das, was unter der Oberfl\u00e4che l\u00e4ngst in Bewegung geraten ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Nachtrag<\/h5>\n<h4>Joe Kent: \u201eUntersuchung im Fall Charlie Kirk wurde nach einer Woche gestoppt!\u201c<\/h4>\n<p>Ein Nachtrag ergibt sich aus einem Interview, das der ehemalige US-Anti-Terror-Koordinator Joe Kent am 18. M\u00e4rz 2026 \u2013 einen Tag nach seinem R\u00fccktritt \u2013 dem US-Journalisten Tucker Carlson gab. Mehrere internationale Medien griffen zentrale Aussagen dieses Gespr\u00e4chs auf. Kent verweist auf konkrete Einschr\u00e4nkungen innerhalb der sicherheitspolitischen Entscheidungs- und Ermittlungsstrukturen. Besonders aufschlussreich ist seine Darstellung eines Treffens mit Charlie Kirk im West Wing. Kent berichtet, \u201eDas letzte Mal, dass ich Charlie Kirk auf dieser Erde gesehen habe, war im Juni (Anm. der Redaktion &#8211; 2025) im West Wing.\u201c Kirk habe ihn direkt aufgefordert mit den Worten, \u201eJoe, halte uns davon ab, in einen Krieg mit dem Iran hineingezogen zu werden.\u201c<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf formuliert Kent eine Reihe von Beobachtungen, die von mehreren Medien aufgegriffen wurden. So zitiert etwa \u201eAssociated Press\u201c aus dem Interview, dass innerhalb der Regierung abweichende Einsch\u00e4tzungen nicht bis zum Pr\u00e4sidenten durchgedrungen seien und kritische Stimmen \u201enicht geh\u00f6rt\u201c wurden. Noch konkreter wird Kent mit Blick auf die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Tod Kirks. Laut Berichten, unter anderem von \u201eNew York Post\u201c, erkl\u00e4rte er, dass Untersuchungen, an denen auch das National Counterterrorism Center beteiligt gewesen sei, nicht weitergef\u00fchrt werden konnten. Kent selbst formuliert dies im Interview in bemerkenswerter Klarheit: \u201eDie Untersuchung, an der ich beteiligt war \u2013 auch das National Counterterrorism Center war beteiligt \u2013, wurde gestoppt.\u201c<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus pr\u00e4zisiert er den Ablauf dieser Unterbrechung und beschreibt einen bemerkenswert kurzen Zeitrahmen. Die Mitarbeit seines Hauses sei \u201enach der akuten Phase \u2013 der ersten Woche \u2013 beendet worden\u201c, man habe ihm signalisiert, man werde sich melden, sollte weiterer Bedarf bestehen. Gleichzeitig habe es jedoch weiterhin Ermittlungsans\u00e4tze gegeben. Kent formuliert hierzu, \u201eEs gab noch vieles, das wir h\u00e4tten untersuchen m\u00fcssen \u2026 es gab Verbindungen, denen wir h\u00e4tten nachgehen m\u00fcssen.\u201c Und weiter,<br \/>\n\u201eWir hatten noch zahlreiche weitere Ans\u00e4tze, die auf eine m\u00f6gliche ausl\u00e4ndische Verkn\u00fcpfung hindeuteten, und wir wurden daran gehindert, diese weiterzuverfolgen.\u201c Zugleich betont er ausdr\u00fccklich die Grenzen seiner Aussagef\u00e4higkeit, er k\u00f6nne zu bestimmten Aspekten \u201enicht ins Detail gehen\u201c. Seine zentrale Formulierung bleibt dabei bewusst offen: \u201eIch ziehe keine Schlussfolgerungen \u2026 ich sage nur: Es gibt unbeantwortete Fragen.\u201c<\/p>\n<p>Parallel dazu berichten mehrere Medien, darunter \u201eThe Guardian\u201c, dass Kent im Interview insgesamt ein Bild zeichnete, in dem abweichende Einsch\u00e4tzungen innerhalb des Apparats marginalisiert und Entscheidungsprozesse auf einen engen Kreis konzentriert worden seien.<\/p>\n<p>In zahlreichen Beitr\u00e4gen wurde Kent nicht nur als zentraler Insider wahrgenommen, sondern zugleich der Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, ihn zu sch\u00fctzen. Nutzer der Sozialen Medien fordern \u00f6ffentlich, seine Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten, da er sensible Einblicke in politische Entscheidungsprozesse gegeben habe. Diese Reaktionen, unabh\u00e4ngig von ihrer inhaltlichen Bewertung,\u00a0 verweisen auf ein wachsendes Misstrauen gegen\u00fcber offiziellen Darstellungen.<\/p>\n<p>Hinzu kommt ein weiterer Aspekt. Nach \u00fcbereinstimmenden Berichten mehrerer internationaler Medien l\u00e4uft seit Monaten eine Untersuchung des FBI gegen Kent. Die erste Berichterstattung hierzu erschien am 18. M\u00e4rz 2026 bei \u201eSemafor\u201c (elitenahes Medium) und wurde anschlie\u00dfend von einer Vielzahl etablierter Medien best\u00e4tigt, darunter \u201eAssociated Press\u201c, \u201eNBC News\u201c, \u201eCBS News\u201c, \u201eThe New York Times\u201c, \u201eAxios\u201c, \u201eReuters\u201c, \u201eBBC\u201c sowie \u201eDer Spiegel\u201c.<\/p>\n<p>Gegenstand der Untersuchung ist der Verdacht, dass klassifizierte Informationen unrechtm\u00e4\u00dfig weitergegeben worden sein k\u00f6nnten. In einzelnen Berichten wird in diesem Zusammenhang auch auf m\u00f6gliche Kontakte zu Medienakteuren verwiesen, wobei unter anderem der Name von Tucker Carlson genannt wird, ohne dass eine konkrete Zuordnung einzelner Informationsfl\u00fcsse \u00f6ffentlich belegt w\u00e4re. Die Kritik an Kent kommt aus unterschiedlichen Richtungen. W\u00e4hrend mit Taylor Budowich ein Vertreter aus dem engeren Umfeld des Wei\u00dfen Hauses ihm illoyales Verhalten und wiederholte Leaks vorwirft, reagierte die Anti-Defamation League (ADL), eine einflussreiche US-Organisation zur Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus, auf Kents Aussagen zur Rolle Israels mit dem Vorwurf, diese bedienten antisemitische Stereotype. Gleichzeitig fanden Kents Positionen im Gespr\u00e4ch mit Tucker Carlson eine Plattform in einem medienpolitischen Umfeld, das sich seit Jahren kritisch gegen\u00fcber milit\u00e4rischen Interventionen und Teilen der US-Nahostpolitik positioniert.<\/p>\n<p>Der Stand der Dinge ist klar zu differenzieren &#8211; ein formales Strafverfahren, also eine Anklage, ein Grand-Jury-Verfahren oder eine gerichtliche Verhandlung \u2013 wurde bislang nicht eingeleitet. So berichtet \u201eThe Guardian\u201c, dass die Ermittlungen vor seinem Ausscheiden begonnen h\u00e4tten, w\u00e4hrend das FBI eine offizielle Stellungnahme hierzu verweigerte. Auff\u00e4llig ist jedoch die Gleichzeitigkeit von \u00f6ffentlicher Kritik an der Iran-Politik und den Untersuchungen gegen den ehemaligen Sicherheitsbeamten.<\/p>\n<p>Damit bleibt auch dieser Punkt Teil eines noch nicht abgeschlossenen Zyklus und f\u00fcgt sich in die von Kent selbst formulierte Diagnose ein, ein Geflecht aus offenen Fragen, unterbrochenen Prozessen und konkurrierenden Deutungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sabiene Jahn, Tr\u00e4gerin des K\u00f6lner Karlspreises f\u00fcr Engagierte Literatur und Publizistik, ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz \/ Saarland<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p>1.) <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2026\/3\/17\/us-national-counterterrorism-center-director-joe-kent-resigns-over-iran-war\">https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2026\/3\/17\/us-national-counterterrorism-center-director-joe-kent-resigns-over-iran-war<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2026\/3\/18\/who-is-joe-kent-and-why-did-he-resign-as-trumps-counterterrorism-chief\">https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2026\/3\/18\/who-is-joe-kent-and-why-did-he-resign-as-trumps-counterterrorism-chief<\/a><\/p>\n<p>2.) <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208\">https:\/\/apnews.com\/article\/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208<\/a><\/p>\n<p>3.) <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17\/<\/a><\/p>\n<p>4.) <a href=\"https:\/\/abcnews.com\/Politics\/top-trump-counterterror-adviser-resigns-iran-war-imminent\/story?id=131147889\">https:\/\/abcnews.com\/Politics\/top-trump-counterterror-adviser-resigns-iran-war-imminent\/story?id=131147889<\/a><\/p>\n<p>5.) <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/careers\/student-opportunities\/125-about\/organization\/national-counterterrorism-center\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/careers\/student-opportunities\/125-about\/organization\/national-counterterrorism-center<\/a>; <a href=\"http:\/\/www.dni.gov\/index.php\/newsroom\/press-releases\/press-releases-2025\/4127-pr-42-25\">www.dni.gov\/index.php\/newsroom\/press-releases\/press-releases-2025\/4127-pr-42-25<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/nctc-who-we-are\/director-nctc\">https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/nctc-who-we-are\/director-nctc<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/nctc-how-we-work\">https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/nctc-how-we-work<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/careers\/student-opportunities\/125-about\/organization\/national-counterterrorism-center?utm_source=chatgpt.com\">https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/careers\/student-opportunities\/125-about\/organization\/national-counterterrorism-center<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17\/<\/a><\/p>\n<p>6.) <a href=\"https:\/\/www.navytimes.com\/news\/your-navy\/2019\/01\/19\/sailor-killed-in-bombing-leaves-behind-a-husband-and-two-children\/\">https:\/\/www.navytimes.com\/news\/your-navy\/2019\/01\/19\/sailor-killed-in-bombing-leaves-behind-a-husband-and-two-children\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.navytimes.com\/podcasts\/2021\/05\/26\/the-spouse-angle-podcast-up-this-week-gold-star-husband-joe-kent-on-life-after-losing-his-wife\/\">https:\/\/www.navytimes.com\/podcasts\/2021\/05\/26\/the-spouse-angle-podcast-up-this-week-gold-star-husband-joe-kent-on-life-after-losing-his-wife\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.navytimes.com\/news\/pentagon-congress\/2026\/03\/17\/top-trump-official-resigns-over-iran-blaming-israel-for-march-to-war\/\">https:\/\/www.navytimes.com\/news\/pentagon-congress\/2026\/03\/17\/top-trump-official-resigns-over-iran-blaming-israel-for-march-to-war\/<\/a><\/p>\n<p>7.) @joekent16jan19; <a href=\"https:\/\/x.com\/joekent16jan19\/status\/2033897242986209689\">https:\/\/x.com\/joekent16jan19\/status\/2033897242986209689<\/a>; <a href=\"https:\/\/x.com\/joekent16jan19\">https:\/\/x.com\/joekent16jan19<\/a><\/p>\n<p>8.) <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/shorts\/00tt2i15ltM\">www.youtube.com\/shorts\/00tt2i15ltM<\/a><\/p>\n<p>9.) <a href=\"https:\/\/abcnews.go.com\/Politics\/top-trump-counterterror-adviser-resigns-iran-war-imminent\/story?id=131147889\">https:\/\/abcnews.go.com\/Politics\/top-trump-counterterror-adviser-resigns-iran-war-imminent\/story?id=131147889<\/a> ; <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-national-counterterrorism-center-director-resigns-over-war-iran-2026-03-17\/<\/a> ; <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ytWxRWbh2m8\">www.youtube.com\/watch?v=ytWxRWbh2m8<\/a>; <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208\">https:\/\/apnews.com\/article\/trump-iran-war-kent-resignation-e2e17a76d79617a68370f076c0291208<\/a>;<\/p>\n<p>10.) <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/f3dad979-875e-4ee7-836c-264890d5df6b?syn-25a6b1a6=1\">https:\/\/www.ft.com\/content\/f3dad979-875e-4ee7-836c-264890d5df6b?syn-25a6b1a6=1<\/a><\/p>\n<p>11.) Interview: <a href=\"https:\/\/tuckercarlson.com\/live-show-march-18-2026\">https:\/\/tuckercarlson.com\/live-show-march-18-2026<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1cbw1utqzHg&amp;t=267s\">www.youtube.com\/watch?v=1cbw1utqzHg&amp;t=267s<\/a>; Transkript: <a href=\"https:\/\/singjupost.com\/tucker-carlson-show-w-joe-kents-interview-since-resigning-as-counterterrorism-director-transcript\/\">https:\/\/singjupost.com\/tucker-carlson-show-w-joe-kents-interview-since-resigning-as-counterterrorism-director-transcript\/<\/a><\/p>\n<p>12.) <a href=\"https:\/\/www.semafor.com\/article\/03\/18\/2026\/fbi-investigates-national-security-aide-who-resigned-over-war\">https:\/\/www.semafor.com\/article\/03\/18\/2026\/fbi-investigates-national-security-aide-who-resigned-over-war<\/a><\/p>\n<p>13.) <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/fbi-counterterrorism-classified-documents-de5efb8bc0bdb59b45c247b6251ab6f6\">https:\/\/apnews.com\/article\/fbi-counterterrorism-classified-documents-de5efb8bc0bdb59b45c247b6251ab6f6<\/a> (inklusive Update)<\/p>\n<p>14.) <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/politics\/national-security\/fbi-investigating-former-trump-official-joe-kent-resigned-iran-war-rcna264232\">https:\/\/www.nbcnews.com\/politics\/national-security\/fbi-investigating-former-trump-official-joe-kent-resigned-iran-war-rcna264232<\/a><\/p>\n<p>15.) <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/joe-kent-trump-counterterrorism-iran-fbi-investigation-leak\">https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/joe-kent-trump-counterterrorism-iran-fbi-investigation-leak<\/a><\/p>\n<p>16.) <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/03\/18\/us\/politics\/fbi-joe-kent-intelligence-leak.html\">https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/03\/18\/us\/politics\/fbi-joe-kent-intelligence-leak.html<\/a><\/p>\n<p>17.) <a href=\"https:\/\/www.axios.com\/2026\/03\/19\/joe-kent-fbi-leak-investigation\">https:\/\/www.axios.com\/2026\/03\/19\/joe-kent-fbi-leak-investigation<\/a><\/p>\n<p>18.) <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-israeli-war-aims-iran-are-not-same-gabbard-says-2026-03-19\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-israeli-war-aims-iran-are-not-same-gabbard-says-2026-03-19\/<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/iran-war-live-trump-administration-intelligence-officials-testify-after-joe-kent-2026-03-18\/\">https:\/\/www.reuters.com\/world\/iran-war-live-trump-administration-intelligence-officials-testify-after-joe-kent-2026-03-18\/<\/a><\/p>\n<p>19.) <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c33j3gxvgmro\">https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c33j3gxvgmro<\/a><\/p>\n<p>20.) <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2026\/mar\/19\/fbi-probing-counterterrorism-official-who-resigned-over-iran-war-reports-say\">https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2026\/mar\/19\/fbi-probing-counterterrorism-official-who-resigned-over-iran-war-reports-say<\/a><\/p>\n<p>21.) <a href=\"https:\/\/nypost.com\/2026\/03\/19\/us-news\/ex-trump-counterterror-honcho-joe-kent-peddles-bizarre-conspiracy-theory-that-israel-had-a-hand-in-charlie-kirks-murder\/\">https:\/\/nypost.com\/2026\/03\/19\/us-news\/ex-trump-counterterror-honcho-joe-kent-peddles-bizarre-conspiracy-theory-that-israel-had-a-hand-in-charlie-kirks-murder\/<\/a><\/p>\n<p>22.) <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/donald-trump-und-joe-kent-zurueckgetretener-terrorabwehr-chef-klagt-ueber-mangelnden-kontakt-zu-trump-a-dadbc1c4-3e88-4599-bd79-6e618a56e294\">https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/donald-trump-und-joe-kent-zurueckgetretener-terrorabwehr-chef-klagt-ueber-mangelnden-kontakt-zu-trump-a-dadbc1c4-3e88-4599-bd79-6e618a56e294<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">\u00a9 Sabiene Jahn<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Wir danken der Autorin f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung des Beitrages<\/span><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/efa4d53bbc0b490e92b49a6f75354232\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Joe Kent, of<\/span><span class=\"mw-mmv-title\"><span style=\"font-size: 10pt;\">fizielles Portrait als Direktor des NCTC, Juli 2025 (Ausschnitt)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Office of the Director of National Intelligence &#8211; <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/nctc-who-we-are\/director-nctc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dni.gov\/index.php\/nctc-who-we-are\/director-nctc<\/a>, Public Domain<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=171185560\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=171185560<\/a><\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Joe Kents R\u00fccktritt ersch\u00fcttert Washington und reicht weit \u00fcber Amerika hinaus<\/b><br \/>\n<b>Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn<\/b><br \/>\nNicht Explosionen ersch\u00fcttern politische Ordnungen &#8211; es sind Bekenntnisse. Ein Satz gen\u00fcgt bisweilen, um das Geb\u00e4ude der offiziellen Erz\u00e4hlung zu ersch\u00fcttern. Joseph \u201eJoe\u201c Kent, bis vor wenigen Stunden Direktor des \u201eNational Counterterrorism Center\u201c, hat einen solchen Satz geschrieben. Er k\u00f6nne den Krieg gegen Iran \u201enicht guten Gewissens unterst\u00fctzen\u201c. Der Iran habe \u201ekeine unmittelbare Bedrohung\u201c dargestellt. Und mehr noch, dieser Krieg sei unter dem Druck Israels und einer m\u00e4chtigen Lobby in den USA zustande gekommen. Es sind Worte, die nicht aus den Reihen der Opposition stammen, nicht aus einem Feuilleton und auch nicht aus den universit\u00e4ren Thinktanks. Es sind Worte aus dem Innersten der amerikanischen Sicherheitsarchitektur. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24681,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2761,512,1458,1358,1021,1701,759,3120,660,3117,393,466,188,1350,2346,121,3112,2356,1556,1569,2311,351,3121,185],"class_list":["post-24678","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-america-first","tag-antisemitismus","tag-bedrohung","tag-cia","tag-donald-trump","tag-fbi","tag-geheimdienste","tag-informationsweitergabe","tag-iran","tag-irankrieg","tag-israel","tag-kommunikation","tag-krieg","tag-kritik","tag-mccarthy","tag-medien","tag-nctc","tag-ruecktritt","tag-sicherheitspolitik","tag-social-media","tag-terrorbekaempfung","tag-terrorismus","tag-untersuchung","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Official_portrait_Joe_Kent_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6q2","jetpack-related-posts":[{"id":24663,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24663","url_meta":{"origin":24678,"position":0},"title":"Trumps Anti-Terror-Chef tritt zur\u00fcck","author":"Webredaktion","date":"19. 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Seine K\u00fcndigung erfolgte per ausf\u00fchrlichem Brief auf der\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Joe_Kent_is_sworn_in_as_director_of_the_NCTC_in_July_2025_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Joe_Kent_is_sworn_in_as_director_of_the_NCTC_in_July_2025_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Joe_Kent_is_sworn_in_as_director_of_the_NCTC_in_July_2025_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Joe_Kent_is_sworn_in_as_director_of_the_NCTC_in_July_2025_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":19620,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19620","url_meta":{"origin":24678,"position":1},"title":"Bidens gro\u00dfe Rede kollidiert mit der Realit\u00e4t","author":"Webredaktion","date":"2. 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Damit lie\u00dfen sich alle Aggressionen und Sanktionen gegen ein europ\u00e4isches Land und dessen Pr\u00e4sidenten, der sich den Machtanspr\u00fcchen der USA widersetzte, vor den\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Collage_Screenshots_russland-hass_800x450-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Collage_Screenshots_russland-hass_800x450-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Collage_Screenshots_russland-hass_800x450-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Collage_Screenshots_russland-hass_800x450-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":13930,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13930","url_meta":{"origin":24678,"position":3},"title":"Einmischung &#8222;mit Fingerspitzengef\u00fchl&#8220;","author":"Webredaktion","date":"14. August 2022","format":false,"excerpt":"Die EU und der italienische Patient von Pierre L\u00e9vy Am 21. Juli st\u00fcrzte die italienische Regierung. Ihr Chef, Mario Draghi, wurde von drei der Parteien, die die Mehrheit bildeten, fallen gelassen und reichte seinen R\u00fccktritt ein. W\u00e4hrend Staatspr\u00e4sident Sergio Mattarella eine Woche zuvor noch versucht hatte, den R\u00fccktritt abzulehnen, in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Mario_Draghi_February_2021_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Mario_Draghi_February_2021_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Mario_Draghi_February_2021_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Mario_Draghi_February_2021_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":23931,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23931","url_meta":{"origin":24678,"position":4},"title":"EU-Gipfel: Der Kanzler ist nackt","author":"Webredaktion","date":"22. Dezember 2025","format":false,"excerpt":"Beitrag von Gert Ewen Ungar Die EU ist mit ihrem Vorhaben, das eingefrorene russische Verm\u00f6gen zu stehlen, am Widerstand einiger ihrer Mitgliedstaaten gescheitert. Auch der Plan B, eine gemeinschaftliche Schuldenaufnahme der EU-Staaten zugunsten der Ukraine, ist aufgrund der Verweigerung dreier L\u00e4nder gescheitert. 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Mai 2023","format":false,"excerpt":"Beitrag von Gert Ewen Ungar Kann sich noch jemand an Rommy Arndt erinnern? Rommy Arndt hat im Januar f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender MDR einen H\u00f6rfunk-Kommentar zum Thema Panzerlieferungen an die Ukraine gesprochen. Sie war gegen Panzerlieferungen und es war ihr erster Kommentar f\u00fcr den MDR. 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