{"id":24544,"date":"2026-03-08T03:15:33","date_gmt":"2026-03-08T02:15:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24544"},"modified":"2026-03-08T14:00:21","modified_gmt":"2026-03-08T13:00:21","slug":"frauen-modernisierte-sklavenarbeit-global-ein-aufruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24544","title":{"rendered":"Frauen: Modernisierte Sklavenarbeit, global. Ein Aufruf"},"content":{"rendered":"<p><em>Anl\u00e4sslich des heutigen Internationalen Frauentages ver\u00f6ffentlichen wir nachfolgenden Beitrag unseres Beiratsmitglieds Dr. Werner R\u00fcgemer<\/em><\/p>\n<h4><strong>Frauen: Modernisierte Sklavenarbeit, global. Ein Aufruf<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Viele Millionen Frauen werden menschenrechtswidrig besonders ausgebeutet &#8211; und unsichtbar gemacht. Aufkl\u00e4rung und Widerstand m\u00fcssen vernetzt werden.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>von <strong>Dr. Werner R\u00fcgemer<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 14.02.2026 auf <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/modernisierte-sklavenarbeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">manova.news<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Millionen Frauen werden einer modernisierten Sklavenarbeit unterworfen, die st\u00e4ndig ausgeweitet und gleichzeitig verdr\u00e4ngt wird. Sie wird vor allem von US-Konzernen in armen Staaten aller Kontinente organisiert. Dies gilt f\u00fcr Prostitution sowieso, und nicht nur f\u00fcr Textil- und Nahrungsmittelkonzerne, sondern ungleich mehr f\u00fcr die Produktion der Digitalger\u00e4te wie laptops, Handys, f\u00fcr \u201eL\u00f6scharbeiten\u201c in den (a)sozialen Medien, f\u00fcr e-Autos, f\u00fcr Roboter-Steuerung und KI-tools.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<h5><strong>Zucker-Sklavinnen in Indien<\/strong><\/h5>\n<p>Und selbst wenn kurzfristig eine besonders kriminelle Form der Sklavenarbeit bekannt wird, in schon bekannten Bereichen, wird sie schnell verdr\u00e4ngt. Hier ein Beispiel: Die indischen Zuckerarbeiterinnen f\u00fcr Coca Cola, Pepsi Cola, Unilever, General Mills.<\/p>\n<p>Der Anfang der Produktionskette f\u00fcr den Zucker in Indien sind kleine Plantagen. Die Arbeiterinnen hausen in den Zuckerfeldern. Die meist sehr\u00a0 jungen Frauen m\u00fcssen ihre Geb\u00e4rmutter entfernen lassen, damit sie nicht durch Schwangerschaften und Geburt die Arbeit unterbrechen. Die Operation m\u00fcssen sie selbst bezahlen und sich daf\u00fcr verschulden \u2013 so bleiben sie zus\u00e4tzlich erpressbar, f\u00fcr Niedrigstl\u00f6hne ab 2 Dollar pro Tag. Und davon m\u00fcssen sie jahrelang ihre Schulden abzahlen.<\/p>\n<p><strong><em>Korruptes Zertifikate-Gesch\u00e4ft: Bonsucro<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die K\u00e4ufer des Zuckers wie Coca Cola und Unilever wissen das, deshalb kaufen sie Zertifikate bei professionellen Zertifikat-Ausstellern. Diese bescheinigen: Die Lieferkette gen\u00fcgt \u201eunseren sozialen Standards\u201c. Damit gehen dann Coca Cola, Unilever &amp; Co. vor die \u00d6ffentlichkeit: \u201eWir halten unsere soziale Standards ein\u201c &#8211; von den konkreten menschenrechtlichen Arbeits- und Sozialrechten der UNO\/ILO sprechen sie sowieso nicht.<\/p>\n<p>Im Fall dieser indischen Zuckerarbeiterinnen wurden die Zertifikate durch das Zertifikat-Unternehmen Bonsucro ausgestellt. Bonsucro hei\u00dft \u201eGuter Zucker\u201c: Bonsucro hat seine Methoden im gr\u00f6\u00dften Staat f\u00fcr die Zuckerproduktion entwickelt, in Brasilien, daher auch der Name. Das Zertifizierungs-Unternehmen hat seinen Sitz in London und hat selbst wieder eine Kette von bezahlten Zertifikat-Ausstellern, die in den jeweiligen Staaten wie Indien Inspektionen durchf\u00fchren, vor Ort.<\/p>\n<p><strong><em>Korrupte Zertifikat-Lieferkette<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Aber was hei\u00dft \u201evor Ort\u201c? Indien ist nach Brasilien der zweitgr\u00f6\u00dfte Staat f\u00fcr die Zuckerproduktion, mit tausenden von kleinen und mittleren Plantagen: Das ist selbst ebenfalls eine Produktions-Kette. Der Begriff \u201eLiefer\u201ckette ist auch hier eine Verharmlosung, denn es geht um schwere k\u00f6rperliche Arbeit unter sklaven\u00e4hnlichen Bedingungen: Erst muss produziert werden, bevor geliefert werden kann!<\/p>\n<p>Wenn ein Bonsucro-Inspekteur ein Zertifikat ausstellen soll, geht er zu einer der Plantagen, die ihm als Vorzeige-Plantage bekannt ist; diese f\u00fchrt den korrupten Inspekteur, nach Voranmeldung, zu einer Plantage, bei der jedenfalls an diesem Tag alles in Ordnung ist: Die Arbeiterinnen l\u00e4cheln auftragsgem\u00e4\u00df freundlich, und der korrupte Vorarbeiter best\u00e4tigt: \u201eSie sind sehr zufrieden\u201c.<\/p>\n<p>Bonsucro ist typisch f\u00fcr solche organisierte Berater-Korruption. Bonsucro begann wie viele \u00e4hnliche Firmen als menschenrechtliche non profit-Initiative. Dann wurde sie zun\u00e4chst vom World Wildlife Fund \u201eunterst\u00fctzt\u201c, d.h. finanziert, und machte sich im n\u00e4chsten Schritt, mit dem erworbenen Kapital einer Menschenrechts-Initiative, zu einem profitablen, privaten Unternehmen \u2013 wie tausende NGO, die von den Foundations der\u00a0 Gates, Soros\/Open Society, Carnegie, Lilly, Bloomberg &amp; Co. finanziert werden.<\/p>\n<p><strong><em>Aufdeckung der Korruption \u2013 keine Folgen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Einmal unternahm, ungew\u00f6hnlicherweise, eine lokale indische Beh\u00f6rde eine eigene \u00dcberpr\u00fcfung und befragte 82.000 Zuckerarbeiterinnen, dokumentierte diese Sklavenarbeit, daneben auch Kinderarbeit.<\/p>\n<p>Das wurde kurzzeitig zum Skandal, wurde sogar 2024 zweimal in der New York Times berichtet: \u201eHow audits missed abuses in India&#8217;s fields\u201c, NYT 1.8.2024 und \u201eRevelations roil sugar industry\u201c, NYT 23.8.2024.<\/p>\n<p>Aber diese Aufdeckung verlief in den USA und in England im Sande, wurde in der EU und in Deutschland nicht bekannt gemacht, weder durch Regierungen, noch durch die EU \u2013 aber auch nicht durch die ansonsten so skandalgierigen Leitmedien, die t\u00e4glich die New York Times auswerten, auch nicht durch Initiativen, die sich seit Jahren bei \u201eLieferketten\u201c engagieren. Und \u2013 Funkstille auch bei den Frauen-Bewegungen.<\/p>\n<h5><strong>Moderne Sklavinnen in den kapitalistischen Metropolen<\/strong><\/h5>\n<p>Moderne Sklavenarbeit vor allem f\u00fcr Frauen gibt es nat\u00fcrlich auch in den kapitalistischen Staaten selbst, in den Metropolen: Von ihnen geht ja diese Sklavenarbeit aus, und wird hier unsichtbar gemacht, nicht nur global, sondern auch national.<\/p>\n<p><strong><em>USA: Auch illegale Frauen als St\u00fctze der Wirtschaft<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Niedrigstl\u00f6hnerinnen \u2013 mit legalem wie illegalem Status &#8211; sind vor allem in den USA vielmillionenfach eine wesentliche St\u00fctze der Wirtschaft, in den k\u00f6rperlich anstrengenden Arbeiten. Sie zahlen Steuern, gleichzeitig werden sie gezielt mit Ausweisung erpresst und in unsichtbarer Niedrigstl\u00f6hnerei gehalten.<\/p>\n<p>Das gilt besonders f\u00fcr 22 Bereiche wie B\u00fcrodienste, fast food, Gastronomie, Agro, Lounge, medizinische Assistenz, K\u00f6rperpflege, Privathaushalte, Heimpflege, h\u00e4usliche Pflege, Tierpflege. Schon ein Vollzeit-Job f\u00fchrt dabei in die Armut, umso mehr die hier vorherrschenden Teilzeit-Jobs \u2013 erstmal \u00dcberleben mit ein paar food stamps, aber keine Krankenversicherung. Und es betrifft Frauen, die keine wei\u00dfe Hautfarbe haben: Je tiefer der Status, desto direkter der damit verbundene Rassismus.<\/p>\n<p>Und das ist unter freundlich l\u00e4chelnden Pr\u00e4sidenten wie Bill Clinton, Barack Obama und Joe Biden genauso wie unter dem offenen Migranten-Verfolger Donald Trump: Seit 2014 ist der Anteil der Frauen an der menschenrechtswidrigen Niedrigstl\u00f6hnerei um 25 % angestiegen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p><strong><em>Deutschland: \u201eDas Bordell Europas\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In der EU wie in Deutschland gilt millionenfache, menschenrechtswidrige Niedrigstl\u00f6hnerei etwa f\u00fcr den Bau, Lieferdienste, Security, Gastronomie, Saisonarbeit in der Landwirtschaft, Tourismus, h\u00e4usliche Pflege. Das ist Routine, EU-Normalit\u00e4t. Viele dieser modernen Sklaven und Sklavinnen sind legal, die allermeisten illegal: In Deutschland waren vor der Pandemie 40.400 Prostituierte nach dem Prostitutierten-Schutzgesetz angemeldet, nach der Pandemie 2024 waren es 32.300 \u2013 nicht angemeldet ist die zahlenm\u00e4\u00dfig nicht erfasste, verschwiegene Mehrheit, die sch\u00e4tzungsweise das Zehnfache betr\u00e4gt. Seit und nach der Pandemie ist das Gesch\u00e4ft noch unsichtbarer, weil es aus Bordellen noch mehr in Wohnungen verlagert wird.<\/p>\n<p>Diese jungen Frauen, sexuell ausgebeutet, aus prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen, vielfach mafiotisch gef\u00fchrt, kommen vor allem aus Osteuropa einschlie\u00dflich Ukraine und aus Asien &#8211; Deutschland wurde damit zum \u201eBordell Europas\u201c, unter der viermaligen Kanzlerschaft einer angeblich emanzipierten Frau, der zudem christlich lackierten CDU-Vorsitzenden Angela Merkel.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p><strong><em>Ukraine: Weltweit f\u00fchrend bei industrieller Leihmutterschaft<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In vieler Hinsicht wurde die von den USA und der EU unterst\u00fctzte Ukraine\u00a0 schon seit ihrer \u201eUnabh\u00e4ngigkeit\u201c 1991 zum kapitalen \u201eLeuchtfeuer\u201c. Tausende Zulieferfirmen f\u00fcr westliche Auto-, Textil-, Parma- und die Agrokonzerne nutzten und nutzen den gesetzlichen Mindestlohn, der bis 2019 unter 1 Euro pro Stunde lag.<\/p>\n<p>So wurde die Ukraine auch zum globalen hot spot f\u00fcr industrielle Leihmutterschaft \u2013 und das geht auch im Krieg weiter. Die Armut und Arbeitslosigkeit vieler Frauen bietet ein unersch\u00f6pfliches Reservoir.<\/p>\n<p>Vittoria Vita, La Vita Nova, Delivering Dreams oder etwas prosaischer BioTexCom \u2013 solche Agenturen f\u00fcr Leihmutterschaft in Kiew und Charkiw preisen weltweit ihre Dienste bzw. ihre Frauen an. In Katalogen werden, f\u00fcr zahlungskr\u00e4ftige Ausl\u00e4nder, h\u00fcbsche Ukrainerinnen angeboten. Vor allem aus den USA, Kanada, Westeuropa kommen die gutbetuchten Wunschkind-Touristen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Die Wunscheltern liefern in einer der Dutzend Spezialkliniken Ei und Samen ab. Die werden in der Retorte befruchtet. Dann wird das genetisch fremde Embryo der Leihmutter eingepflanzt. Diese Praxis wurde in den USA entwickelt und legalisiert, ist aber dort viel teurer: Zwischen 110.000 und 240.000 Dollar. In der Ukraine ist das Verfahren noch weniger reguliert, auch deshalb viel billiger, auch weil hier zudem die Frauenk\u00f6rper\u00a0 billiger zu mieten sind. So kostet ein gesund abgeliefertes Baby hier nur zwischen 39.900 und 64.900 Euro.<\/p>\n<p>Die Preise unterscheiden sich, ob die Wunscheltern f\u00fcr ihr bestelltes Baby ein bestimmtes Geschlecht haben wollen oder nicht: Ohne Geschlechtswahl kostet es bei BioTexCom 39.900 Euro, mit zweimaligem Versuch auf das gew\u00fcnschte Geschlecht 49.900 Euro, und bei unbegrenzten Versuchen 64.900 Euro. Zu den Angeboten geh\u00f6rt die Hotel-Unterbringung, die Ausstellung der Geburtsurkunde und des Reisepasses im zust\u00e4ndigen Konsulat.<\/p>\n<p>Die Leihmutter bekommt w\u00e4hrend der Schwangerschaft eine monatliche Pr\u00e4mie zwischen 300 und 400 Euro, nach Ablieferung des Produkts wird die Erfolgspr\u00e4mie auf bis zu 15.000 Euro aufgestockt. Bei Fehlgeburt, wenn das Kind behindert ist oder dessen Annahme verweigert wird, bekommen die Leihm\u00fctter nichts.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<h5><strong>Apple: Zehntausende Zulieferfirmen<\/strong><\/h5>\n<p>Apple geh\u00f6rt im gegenw\u00e4rtigen US-gef\u00fchrten Kapitalismus zu den allerreichsten Unternehmen, hinsichtlich der Gewinne und der Aktienwerte. Die gr\u00f6\u00dften Apple-Aktion\u00e4rsgruppen sind die gr\u00f6\u00dften Kapitalorganisatoren wie Blackrock und Vanguard. Deren j\u00e4hrliche Milliarden-Gewinne kommen auch aus der globalen, millionenfachen Sklavenarbeit.<\/p>\n<p><strong><em>21 Millionen Besch\u00e4ftigte in 1.121 Zulieferfirmen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Zahl der f\u00fcr Apple eingesetzten Sklavenarbeiter ist unbekannt, sie wird von Apple selbst verheimlicht. Keine staatliche Aufsichtsbeh\u00f6rde k\u00fcmmert sich darum.<\/p>\n<p>Apple berichtete einmal eine Teil-\u00dcberpr\u00fcfung der Arbeitsrechte in 1.121 Zulieferfirmen in 53 Staaten. Hier haben 21 Millionen Besch\u00e4ftigte eine Aufkl\u00e4rung \u00fcber ihre Rechte erhalten, hei\u00dft es.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Diese sehr niedrigen Rechte entsprechen nicht den menschenrechtlichen Arbeitsrechten der UNO und der ILO. Die von Apple selbst definierten Rechte besagen z.B.: Pro Woche d\u00fcrfen bis 60 Stunden gearbeitet werden; alle 7 Tage gibt es einen Ruhetag; die L\u00f6hne sollen \u201eangemessen\u201c sein.<\/p>\n<p>Wie und ob die Einhaltung dieser wenigen, niedrigen und hinsichtlich der L\u00f6hne diffusen Rechte vor Ort beh\u00f6rdlich \u00fcberpr\u00fcft wird, berichtet Apple nicht. Apple bevorzugt solche Staaten bzw. Regionen und Sonderwirtschaftszonen, in denen keine Kontrollen stattfinden.<\/p>\n<p><strong><em>Apple: Zehntausende Lieferfirmen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Apple hat \u201eglobale Lieferketten mit zehntausenden von zuliefernden Unternehmen auf nahezu allen Kontinenten&#8230; und mehr als 800 Zulieferer in Deutschland\u201c.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Ein Jahrzehnt lang, seit Beginn 2009, hat Apple seine iPhones zuerst in China herstellen lassen. Denn dort waren die L\u00f6hne sehr niedrig, entsprechend der postkolonialen Ausgangslage. Sie wurden und werden aber in China schrittweise und nachhaltig angehoben, gegen den heftigen Widerstand von Apple &amp; Co.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Deshalb flieht Apple seit einem Jahrzehnt so schnell wie m\u00f6glich aus China. Deshalb werden die iPhones seit der Variante iPhone 12 immer mehr in Indien hergestellt. Jetzt ist Apple beim iPhone 17.<\/p>\n<p><strong><em>Taiwan: Entwicklung der modernsten Sklavenarbeit<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Apple hat keine einzige eigene Fabrik. Apple beauftragt die drei gr\u00f6\u00dften Auftragsfertiger der Welt im Bereich der Mikroelektronik- und Digital-Industrie: Das sind die Konzerne Foxconn, Pegatron und Wistron.<\/p>\n<p>Sie haben ihren Sitz in Taiwan. Im US-Protektorat Taiwan wurde seit den 1980er Jahren zun\u00e4chst unter Kriegsrecht im Auftrag der Silicon Valley-Konzerne die modernste industrielle Sklavenarbeit entwickelt.<\/p>\n<p>Danach haben Foxconn, Pegatron und Wistron immer mehr Filialen in anderen Staaten eingerichtet: In Japan, S\u00fcdkorea und zun\u00e4chst vor allem in China &#8211; aber von da jetzt fl\u00fcchtend nach Vietnam, auf die Philippinen, nach Thailand, Laos, vor allem aber im gro\u00dfen Stil nach Indien.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><strong><em>Foxconn: Weltf\u00fchrer f\u00fcr moderne Sklavenarbeit<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Foxconn ist der gr\u00f6\u00dfte Konzern Taiwans mit 1,7 Millionen eigenen Angestellten.<\/p>\n<p>Das zun\u00e4chst in Taiwan selbst entwickelte Modell der modernsten industriellen Sklavenarbeit wird dort auch heute, in kleinerem Umfang, weiter beibehalten, auch in dortigen Chipsfabriken.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig sind in Taiwan etwa 830.000 Arbeitsmigranten eingesetzt, mehrheitlich Frauen. Sie werden angeworben aus armen asiatischen Staaten wie den Philippinen, Vietnam, Indonesien und Thailand. Sie haben gegen\u00fcber den regul\u00e4ren Besch\u00e4ftigten in Taiwan, auch gegen\u00fcber den Foxconn-Besch\u00e4ftigten, einen minderwertigen Status:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie hausen zu zw\u00f6lft in Hochbett-Zimmern<\/li>\n<li>Sie d\u00fcrfen sich nicht gewerkschaftlich organisieren<\/li>\n<li>Der Arbeitsvertrag l\u00e4uft drei Jahre und wird nur bei Wohlverhalten verl\u00e4ngert<\/li>\n<li>Sie zahlen in das Rentensystem ein, m\u00fcssen aber Taiwan vor Antritt der Rente verlassen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses ausgefeilte Muster wurde und wird von Foxconn, Pegatron und Wistron global exportiert. Sie organisieren ein wachsendes, unsichtbares Millionenheer an Sklavenarbeitern, global.<\/p>\n<p>Foxconn hat die wichtigen Auftr\u00e4ge f\u00fcr die Digitalger\u00e4te westlicher Konzerne: F\u00fcr Laptops, Handys, Kopfh\u00f6rer, Grafikkarten, multifunktionelle Armbanduhren, Sprechautomaten (z.B. Alexa), Platinen, Netzteile, Konnektoren, K\u00fchlk\u00f6rper, Geh\u00e4use, Spielekonsolen, mainboards. Die Auftr\u00e4ge kommen v.a. von den US-Digitalkonzernen, neben Apple von Nvidia, Microsoft, Facebook\/Meta, Hewlett Packard, Dell, Intel, Amazon, Alphabet\/Google, Cisco, Motorola, Netflix usw., nat\u00fcrlich auch vom Milit\u00e4r.<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcberwachte Massenunterk\u00fcnfte<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Foxconn &amp; Co. halten die Sklavenarbeiterinnen in Tag und Nacht \u00fcberwachten Massenunterk\u00fcnften, in Mehrbettzimmern, vielfach mit Mehrstock-Betten, in\u00a0 Wohnkomplexen mit vielen tausend Sklavinnen. Die Wohnkomplexe sind von der Au\u00dfenwelt abgetrennt und d\u00fcrfen nur mit besonderer Erlaubnis verlassen werden. Die Benutzung von Handys ist verboten.<\/p>\n<p>Foxconn besorgt auch das Essen und organisiert die t\u00e4glichen Transporte von der Massenunterkunft zur Fabrik. Gearbeitet wird im Drei-Schichten-Betrieb, auch am Samstag.<\/p>\n<h5><strong>iPhones f\u00fcr Apple in Indien<\/strong><\/h5>\n<p>Dieses Muster wird heute vor allem in Asien praktiziert, vor allem im bev\u00f6lkerungsreichsten Staat der Erde, Indien: Er verf\u00fcgt \u00fcber das weltweit gr\u00f6\u00dfte Reservoir an arbeitslosen, armen Menschen, meist junge Frauen. Sie werden f\u00fcr die k\u00f6rperliche Arbeit der Digitalindustrie bevorzugt.<\/p>\n<p>Indien hat keinen einheitlichen Mindestlohn. Er beginnt bei 30 Cent pro Stunde und geht bis 1 Euro, je nach Teilstaat, Region und Sonderwirtschaftszone, dann auch unterschieden nach Branchen und Status der Besch\u00e4ftigten. Kontrollen finden nicht statt: Die indische Regierung wirbt um Investoren, mit Niedrigstl\u00f6hnen, ohne Kontrolle.<\/p>\n<p><strong><em>Junge Frauen: 88 Cent pro Stunde, mit Abz\u00fcgen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die meisten indischen Fabriken betreibt Foxconn im Hindu-Teilstaat Tamil Nadu, und dort in der Sonderzwirtschaftszone der Stadt Chennai.<\/p>\n<p>In den unteren R\u00e4nge arbeiten nur Frauen, vor allem junge Frauen zwischen 18 und 23 Jahren. Sie werden durch beauftragte Agenturen aus den besonders armen Regionen Indiens herangeholt. Diese jungen Frauen werden von armen, kinderreichen Familien gerne abgegeben.<\/p>\n<p>Foxconn zahlt einen Stundenlohn von 88 US-Cent: Die werden aber nur zum Teil ausgezahlt. Denn davon werden die Kosten f\u00fcr die schlechte Verpflegung, f\u00fcr die Massenunterkunft und f\u00fcr die t\u00e4glichen Bustransporte abgezogen.<\/p>\n<p><strong><em>Krank und ausgetauscht nach drei Jahren<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Drei-Schicht-Betrieb, die Kasernierung, die extrem eingeschr\u00e4nkten sozialen Beziehungen, die schlechte Gesundheitsversorgung, das billige Essen, die t\u00e4glichen Hin- und Her-Transporte zwischen Unterkunft und Fabrik, auch nachts \u2013 all dies macht die Frauen krank, ersch\u00f6pft. Deshalb werden sie nach wenigen Jahren ausgetauscht, und die Arbeits-Agenturen schaffen neue junge arme Frauen heran.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Dagegen k\u00f6nnen sich die Arbeiterinnen nicht wehren. Sie d\u00fcrfen keiner Gewerkschaft angeh\u00f6ren. Mehrheitlich haben sie keinen Arbeitsvertrag. Aber Gewerkschaften von au\u00dferhalb haben z.B. 2021 einen Streik von mehreren tausend der insgesamt 17.000 Arbeiterinnen einer Foxconn-Fabrik in Chennai unterst\u00fctzt: Die Arbeiterinnen verlie\u00dfen unerlaubt die Fabrik und blockierten Stra\u00dfen. Daraufhin wurden die Massenunterk\u00fcnfte etwas verbessert.<\/p>\n<p><strong><em>Trump: Produktion in die USA zur\u00fcckholen! Apple folgt nicht<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Diese Art der Globalisierung wurde seit den 1990er Jahren durch die US-Regierungen gef\u00f6rdert, vor allem durch die Pr\u00e4sidenten der Demokraten-Partei, also William Clinton, Barack Obama und Joe Biden.<\/p>\n<p>Zuletzt hatte Biden 2024 dazu ein Abkommen mit dem indischen Ministerpr\u00e4sidenten Modi geschlossen: So baute Foxconn in Chennai ein neues, 12st\u00f6ckiges Hochhaus, mit Mehrbettzimmern f\u00fcr 37.000 junge Frauen. Wegen der Proteste haben die Zimmer jetzt nur noch 6 Betten und keine Mehrstockbetten mehr.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Trump hat Apple aufgefordert, die Produktion der iPhones und der anderen Ger\u00e4te in die USA zu holen \u2013 aber Apple &amp; Co. haben kein Problem, die Forderungen ihres Pr\u00e4sidenten zu missachten: Sie haben seine Wahlk\u00e4mpfe und dann auch seine Antrittsfeier als Pr\u00e4sident im Wei\u00dfen Haus mitfinanziert. So geht die Sklaverei weiter, wie auch in den USA selbst.<\/p>\n<p><strong><em>US-Kapitalisten in Apple und Foxconn<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Sklavenarbeit von Apple\/Foxconn ist eine Organisationsform des modernsten, reichsten und brutalsten, des US-gef\u00fchrten Kapitalismus:<\/p>\n<ul>\n<li>Die gr\u00f6\u00dften Kapitalorganisatoren aus den USA sind die f\u00fchrenden\u00a0 Aktion\u00e4re von Apple, also BlackRock, Vanguard &amp; Co. Sie sind nat\u00fcrlich auch die f\u00fchrenden Aktion\u00e4rsgruppen z.B. in der Digital-, R\u00fcstungs-, Fracking- und Energieindustrie.<\/li>\n<li>Und BlackRock, Vanguard &amp; Co sind inzwischen auch, neben den Foxconn-Gr\u00fcndern aus Taiwan, f\u00fchrende Aktion\u00e4re von Foxconn.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und das bleibt auch so, unabh\u00e4ngig davon, wie der US-Pr\u00e4sident hei\u00dft.<\/p>\n<h5><strong>Ukraine: Wiederaufbau mit Mindestlohn 1,06 Euro<\/strong><\/h5>\n<p>Unter US-Pr\u00e4sident Biden wurde BlackRock zu Beginn des Ukraine-Krieges Koordinator f\u00fcr den \u201eWiederaufbau\u201c der Ukraine. Blackrock-Chef Laurence Fink schw\u00e4rmte\u00a0 deshalb beim Weltwirtschaftsforum 2023 in Davos: Wir glauben an den Sieg der Ukraine, und nach dem Krieg wird die Ukraine \u201eein Leuchtfeuer in der Welt f\u00fcr die Kraft des Kapitalismus\u201c.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Und BlackRock-Chef Fink geh\u00f6rt auch 2026 zum Ukraine-Verhandlungsteam der Trump-Regierung. Im n\u00e4chsten Jahrzehnt soll BlackRock f\u00fcr das \u201ekapitalistische Leuchtfeuer\u201c 800 Milliarden US-Dollar in der Ukraine investieren bzw. koordinieren, auch f\u00fcr die neueste, jetzt auch weiter kriegserprobte Drohnen-Technologie.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Au\u00dferdem: In der Ukraine ist der Null-Stunden-Arbeitsvertrag zul\u00e4ssig: Arbeit auf Abruf. Da kann die Zahl der Arbeitsstunden und das Arbeitseinkommen auch mal Null betragen. Entlassungen m\u00fcssen nicht begr\u00fcndet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eWiederaufbau\u201c versprechen Trump\/BlackRock auch viele neue Arbeitspl\u00e4tze. Deshalb wurde zum 1. Janaur 2026 der gesetzliche Mindestlohn in der Ukraine erh\u00f6ht: Jetzt betr\u00e4gt er 1,23 Dollar pro Stunde, also 1,06 Euro:<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Ein \u201eLeuchtfeuer\u201c &#8211; f\u00fcr BlackRock &amp; Co.<\/p>\n<h5><strong>Wie die moderne Sklavenarbeit bekannt machen, bek\u00e4mpfen?<\/strong><\/h5>\n<p>Die moderne Sklavenarbeit mit der Mehrheit an Frauen, jungen Frauen, geh\u00f6rt zum noch aggressiver gewordenen, kriegsvorbereitenden und kriegsf\u00fchrenden, US-gef\u00fchrten westlichen Kapitalismus, der damit noch aggressiver investiert: In der profitabel zerst\u00f6rten Ukraine, im Kongo, im profitabel zerst\u00f6rten Gaza- Streifen (Trump: \u201eDie Riviera des Nahen Ostens\u201c)<\/p>\n<p>Gleichzeitig wird in der herrschenden L\u00fcgen-Produktion diese Sklavenarbeit tabuisiert, verschwiegen: Nicht nur von den Konzernen und ihren Aktion\u00e4ren, sondern auch von den Regierungen, von der EU, den Parteien, auch von den etablierten Gewerkschaften.<\/p>\n<p>Aber in Indien und allen betroffenen Staaten sind Gewerkschaften, linke Parteien und Initiativen aktiv, auch international vernetzte Gewerkschaften wie UNIA, IndustriALL und UNI Global in der Schweiz.<\/p>\n<p>Solche Initiativen gibt es in allen Staaten, auch in den USA genauso wie in den armen Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas.<\/p>\n<p>In Deutschland ist seit vielen Jahren labournet Germany aktiv, das Dortmunder Gewerkschaftsforum, die Hamburger Gewerkschafts-Linke und andere. Solche gibt es auch in EU-Staaten, in West wie Ost, Nord und S\u00fcd.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Und wenn sogar Frauen-Bewegungen dazukommen?!<\/p>\n<p>Wie sind gemeinsame Aktionen m\u00f6glich? Sie w\u00fcrden sich gleichzeitig gegen die Kriege, Kriegsvorbereitungen und regime changes richten, die gegenw\u00e4rtig von der US-Regierung unter Donald Trump angef\u00fchrt und von ihren folgsamen Mit-T\u00e4tern wie dem deutschen BlackRock-Kanzler mitvollzogen werden.<\/p>\n<p>Kampf f\u00fcr Arbeits- und Sozialrechte und dabei auch der Kampf gegen die ausufernde moderne Sklavenarbeit der Frauen \u2013 sie geh\u00f6ren zum Kampf f\u00fcr Frieden, Demokratie, Gerechtigkeit, Sicherheit!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Werner R\u00fcgemer, K\u00f6ln, ist Philosoph und Publizist. Er ist Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes <\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen und\u00a0 Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zur st\u00e4ndigen Modernisierung immer neuer Formen der Sklavenarbeit durch die USA, die als Sklavenstaat gegr\u00fcndet wurden, siehe: Werner R\u00fcgemer: Verh\u00e4ngnisvolle Freundschaft, 4. Auflage K\u00f6ln 2024; auch in englischer, franz\u00f6sischer, spanischer Ausgabe, demn\u00e4chst auch griechisch und chinesisch.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Institute for Women&#8217;s Policy Research: Undervalued and Unterpaid in America. Women in Low Wage, Female Dominated Job, Report 2024<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Deutschland \u2013 Zuh\u00e4lter Europas, Emma 1.1.2013; Deutschland hat sich zum Bordell Europas entwickelt, t-online 12.9.2023; Mehr Prostituierte in Deutschland angemeldet, zeit.de 3.7.2025<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Gesch\u00e4ft mit dem Babygl\u00fcck \u2013 Leihm\u00fctter in der Ukraine, arte-TV 29.1.2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Leihmutterschaft in der Ukraine: Unsichtbare Frauen zwischen Pandemie und Krieg, Terre des Femmes 30.7.2023; Werner R\u00fcgemer: Ukraine \u2013 extremes Muster neoliberaler Neuordnung, in: Hannes Hofbauer (Hg,): Kriegsfolgen. Wie der Kampf um die Ukraine die Welt ver\u00e4ndert, Wien 2023, Seite 183-194<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Apple: 2021 Annual Progress Report, Seite 7<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Apple setzt auf deutsche Pr\u00e4zisionsrbeit, FAZ 17.5.2023<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Werner R\u00fcgemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, 4. erg\u00e4nzte Auflage K\u00f6ln 2024, Seite 275ff.; das Buch ist auch in englischer, franz\u00f6sischer, italienischer, russischer und chinesischer Ausgabe verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Apple zieht weiter nach Asien. Indien und Thailand als Gegengewicht zu China, FAZ 14.4.2023<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Felix Lill: Schandflecken auf Mikrochips. Deutsche Autokonzerne beziehen Halbleiter zum gro\u00dfen Teil aus Taiwan, Amnesty Journal 1\/2026<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Werkbank Asien: \u201eTraditionelle Sklaven wurden besser behandelt\u201c. Die Foxconn-Produktion f\u00fcr Apple in Indien,\u00a0 Deutsche Wirtschafts-Nachrichten 29.6.2024<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Werner R\u00fcgemer: Arbeit und Kapital \u2013 und gaanz viel Kultur dazwischen, nachdenkseiten.de 12.2.2024<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"https:\/\/kyivpost.com\/\">https:\/\/kyivpost.com<\/a> 20.01.2023<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Art of the (peace) deal: Ukraine teases $800 billion economic peace plan to keep Trump on side, The Kyiv Independent 08.01.2026<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> en.wikipedia.org\/wiki\/list_of_countries_by_minimum-wage, abgerufen 16.1.2026<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Werner R\u00fcgemer: Imperium EU: ArbeitsUnrecht, Krise, neue Gegenwehr. K\u00f6ln 2020; englisch: Imperium EU: Labor Injustice, Crisis, new Resistances, Hamburg 2022<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Symbolbild: N\u00e4herinnen (vermutlich Bangladesch)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: n.n.<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/frauen-arbeitskr%c3%a4fte-n%c3%a4hen-fabrik-5973744\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pixabay.com<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license-summary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Inhaltslizenz<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Dr. Werner R\u00fcgemer<\/b><br \/>\nMillionen Frauen werden einer modernisierten Sklavenarbeit unterworfen, die st\u00e4ndig ausgeweitet und gleichzeitig verdr\u00e4ngt wird. Sie wird vor allem von US-Konzernen in armen Staaten aller Kontinente organisiert. Dies gilt f\u00fcr Prostitution sowieso, und nicht nur f\u00fcr Textil- und Nahrungsmittelkonzerne, sondern ungleich mehr f\u00fcr die Produktion der Digitalger\u00e4te wie laptops, Handys, f\u00fcr \u201eL\u00f6scharbeiten\u201c in den (a)sozialen Medien, f\u00fcr e-Autos, f\u00fcr Roboter-Steuerung und KI-tools. Und selbst wenn kurzfristig eine besonders kriminelle Form der Sklavenarbeit bekannt wird, in schon bekannten Bereichen, wird sie schnell verdr\u00e4ngt. Hier ein Beispiel: Die indischen Zuckerarbeiterinnen f\u00fcr Coca Cola, Pepsi Cola, Unilever, General Mills. Der Anfang der Produktionskette f\u00fcr den Zucker in Indien sind kleine Plantagen. &#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24548,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[574,11],"tags":[3095,731,1831,1021,610,1055,577,358,1230,441,99,2288,2276,3094,563,2538,3093,653,2785,1759,3090,2972,2618,3091,3092,1120,185,3096],"class_list":["post-24544","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-arbeit-soziales","tag-apple","tag-arbeitsrecht","tag-blackrock","tag-donald-trump","tag-frauen","tag-frauenrechte","tag-gesundheitspolitik","tag-gewerkschaft","tag-indien","tag-kapitalismus","tag-kinderarbeit","tag-kriegsfuehrung","tag-kriegsvorbereitung","tag-leihmuetter","tag-menschenrechte","tag-niedriglohn","tag-prostitution","tag-rassismus","tag-rente","tag-skandal","tag-sklavenarbeit","tag-sklaverei","tag-soziale-gerechtigkeit","tag-soziale-rechte","tag-sozialstandards","tag-uno","tag-usa","tag-zulieferer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/19661338-women-5973744_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6nS","jetpack-related-posts":[{"id":20818,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20818","url_meta":{"origin":24544,"position":0},"title":"Trumps Wirtschaftspolitik: Versch\u00e4rfte Fortsetzung von Obama","author":"Webredaktion","date":"24. 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Das hatte auch etwa der US-Pr\u00e4sident der Demokraten-Partei, Barack Obama schon beschworen, ebenfalls wie bei Trump g\u00f6ttlich \u00fcberh\u00f6ht mit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Arbeit &amp; Soziales&quot;","block_context":{"text":"Arbeit &amp; Soziales","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Donald-Trump-Artguru-KI-erstell_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Donald-Trump-Artguru-KI-erstell_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Donald-Trump-Artguru-KI-erstell_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Donald-Trump-Artguru-KI-erstell_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":24700,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24700","url_meta":{"origin":24544,"position":1},"title":"Das gef\u00e4hrliche Endspiel des US-gef\u00fchrten Kapitalismus \u2013 und die globale System-Alternative","author":"Webredaktion","date":"24. 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