{"id":24293,"date":"2026-01-26T20:52:45","date_gmt":"2026-01-26T19:52:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24293"},"modified":"2026-02-28T02:05:11","modified_gmt":"2026-02-28T01:05:11","slug":"donald-trumps-arktis-groenlandambitionen-2025-auf-george-w-bushs-linie-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24293","title":{"rendered":"Donald Trumps Arktis-\/Gr\u00f6nlandambitionen (2025) auf George W. Bushs Linie (2009)"},"content":{"rendered":"<h4>Geostrategische Konkurrenz in Russlands und Chinas Norden<\/h4>\n<p><em>von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Auch ver\u00f6ffentlicht am 23.01.2026 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/trumps-gronlandambitionen-auf-den-spuren-von-george-w-bush-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>Geopolitische Machtspiele um die Arktis<\/strong><\/h5>\n<p>Im Oktober 1987 begann der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow eine Reihe von Ma\u00dfnahmen mit dem Ziel einzuleiten, die milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten in der Arktis zu verringern. Diese Ma\u00dfnahmen gingen als &#8222;Murmansk-Initiative&#8220; in die Geschichte ein. Es sollte eine atomwaffenfreie Zone geschaffen, die Marineaktivit\u00e4ten beschr\u00e4nkt und die F\u00f6rderung grenz\u00fcberschreitender Kooperation bei nichtmilit\u00e4rischen Fragen \u2013 darunter Ressourcenentwicklung, Angelegenheiten indigener V\u00f6lker, Umweltschutz und Seetransport \u2013 gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Im Rahmen der &#8222;Murmansk-Initiative&#8220; rief Michail Gorbatschow gegen Ende des Kalten Krieges dazu auf, die Arktis in eine<em>\u00a0&#8220; Zone des Friedens&#8220;<\/em>\u00a0 zu verwandeln. (1)<\/p>\n<p>Milit\u00e4rische Sicherheitsbedenken waren seit den sp\u00e4ten 1980er Jahren weitgehend aus der Arktispolitik verschwunden. 1996 entstand mit der Ottawa-Erkl\u00e4rung der &#8222;Arktische Rat&#8220; als hochrangiges Forum zur Diskussion regionaler Fragen. Unterzeichner der Deklaration waren acht Staaten mit Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber arktisches Territorium: D\u00e4nemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden und die USA. Dabei wurden Angelegenheiten milit\u00e4rischer Sicherheit vom Mandat des Rates explizit ausgeschlossen; er sollte sich vielmehr auf Fragen von Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung konzentrieren.<\/p>\n<p>Als russischer Beitrag zum vierten Internationalen Polarjahr platzierte 2007 das Tauchboot MIR\u00a01 am Nordpol demonstrativ die russische Flagge auf dem Meeresboden. Dies wurde vom Westen als aggressive Geste wahrgenommen. 2008 verfasste der Kreml als\u00a0<em>&#8222;eine f\u00fchrende arktische Macht&#8220;<\/em>\u00a0ein erstes umfassendes Dokument zu den Zielen und strategischen Priorit\u00e4ten in der Arktis-Region f\u00fcr den Zeitraum 2008\u20132020.<\/p>\n<h5><strong>Der US-Griff auf die Arktis begann lange vor Trump<\/strong><\/h5>\n<p>Als eine seiner letzten Amtshandlungen erlie\u00df George W. Bush am 9. Januar 2009 die <strong>&#8222;National Security Presidential Directive 66&#8220;<\/strong> (PD 66), in der er die USA als <strong>&#8222;Arktische Nation&#8220;<\/strong> bezeichnete.\u00a0In PD 66, die nach 60 Tagen Gesetzeskraft erhielt, wird unmissverst\u00e4ndlich betont, dass die USA gro\u00dfe und fundamentale nationale Sicherheitsinteressen in der Arktis haben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie Vereinigten Staaten sind ein arktischer Staat mit vielf\u00e4ltigen und zwingenden Interessen in dieser Region. Diese Richtlinie ber\u00fccksichtigt mehrere Entwicklungen, darunter unter anderem:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li><em> Ver\u00e4nderte nationale Politiken in Bezug auf innere Sicherheit und Verteidigung;<\/em><\/li>\n<li><em> Die Auswirkungen des Klimawandels und der zunehmenden menschlichen Aktivit\u00e4t in der Arktisregion;<\/em><\/li>\n<li><em> Die Gr\u00fcndung und laufende Arbeit des Arktischen Rates; und<\/em><\/li>\n<li><em> Ein wachsendes Bewusstsein daf\u00fcr, dass die Arktisregion sowohl fragil als auch reich an Ressourcen ist\u201c<\/em> (2)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Abschnitt &#8222;Implementierung&#8220; wird dabei u.a. anvisiert,\u00a0<em>\u201eeine souver\u00e4ne US-Seepr\u00e4senz in die Arktis zu projizieren, um zentrale US-Interessen zu f\u00f6rdern\u201c. (3)<\/em>Folgerichtig wurde nun auch in der EU erkannt, dass auch die europ\u00e4ischen \u201cSicherheitsinteressen\u201c durch die erh\u00f6hte Zug\u00e4nglichkeit der enormen Kohlenwasserstoffressourcen in der Arktis ber\u00fchrt w\u00fcrden. Den ersten Schritt f\u00fcr eine europ\u00e4ische arktische Geostrategie war eine Ende 2008 ver\u00f6ffentlichte Mitteilung der EU-Kommission. Dort werden die EU-Interessen an der Region offen beschrieben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie Ressourcen der Arktis k\u00f6nnten dazu beitragen, die Energieversorgungssicherheit und die allgemeine Rohstoffversorgungssicherheit in der EU zu verbessern.&#8220;\u00a0 (4)<\/em><\/p>\n<p>Die strategische Bedeutung der PD 66 ist daran zu erkennen, dass sich nur 4 Wochen sp\u00e4ter die NATO-F\u00fchrung in Br\u00fcssel traf, um den &#8222;New Battleground Arctis&#8220; zu beraten.<\/p>\n<p>Bereits am 5. Juni 2009 begann im n\u00f6rdlichen Teil des damals noch b\u00fcndnisfreien Schweden (5) die Aufstellung einer \u00dcbungstruppe aus Deutschland, Finnland, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Italien, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, der T\u00fcrkei und den Vereinigten Staaten. Zeitgleich erreichte der britische Flugzeugtr\u00e4ger HMS Illustrius mit 1.000 Soldaten an Bord die n\u00f6rdlichen Gew\u00e4sser der Bottnischen Bucht, und am 8. Juni 2009 begann im hohen Norden der finnisch-schwedischen Gew\u00e4sser die bis dahin gr\u00f6\u00dfte Luftwaffen\u00fcbung (6) \u2013 nur f\u00fcnf Flugminuten von St. Petersburg entfernt. Diese gro\u00dfe Flug\u00fcbung im Verbund mit anderen Nationen sei f\u00fcr die NATO Response Force (7) eine einzigartige Gelegenheit, die schnelle Eingreiftruppe der NATO zu trainieren, so der Pressesprecher des NATO-Air-Headquarters Andreas Faas. (8) Die deutschen Tornados sollten im Rahmen der \u00dcbung bodengebundene Luftabwehr, also Radarsysteme, und Luftfahrzeuge mit Raketen bek\u00e4mpfen, ein Stratotanker der US-Air-Force sowie polnische F-16 landeten auf dem nordschwedischen Luftwaffenst\u00fctzpunkt in Lule\u00e5. F\u00fcr die insgesamt 50 Milit\u00e4rflugzeuge standen weitere Basen in Norwegen und Finnland zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Von deutschen Medien kaum erw\u00e4hnt, endete am 18. Juni 2009 in der nordschwedischen Provinz Norrbotten die Milit\u00e4r\u00fcbung LOYAL ARROW 2009 (LAW 09). Befehl und Kontrolle dieser NATO-\u00dcbung unterstanden dem alliierten Luftwaffenhauptquartier (9) im deutschen Ramstein. Hintergrund dieses Man\u00f6vers und einer anschlie\u00dfenden US-Operation waren vor allem die durch den Klimawandel leichter zug\u00e4nglichen \u00d6lreserven im Hohen Norden.<\/p>\n<p>Diese nordschwedische Man\u00f6verregion spiegelt die wachsende strategische Wichtigkeit der Arktis wider, die,\u00a0<em>\u201ewie man sch\u00e4tzt, ein Viertel der \u00d6lvorr\u00e4te der Erde\u201c (10) <\/em>enth\u00e4lt. Somit muss das Man\u00f6ver als Training von Eins\u00e4tzen in einem potentiellen Krisengebiet angesehen werden. F\u00fcr die Menschen in der n\u00f6rdlichsten schwedischen Provinz ist der Kalte Krieg noch nicht vergessen. Russland ist nahe und ein Kampf um die Erschlie\u00dfung der Bodensch\u00e4tze nicht auszuschlie\u00dfen. Darum ging es auch im Drehbuch der Luftwaffen\u00fcbung:<\/p>\n<p>Nach dem fiktiven Szenario sollte die NATO dem rohstoffreichen \u201cBothnia\u201c helfen, der Bedrohung durch den m\u00e4chtigen Nachbarn \u201cLapistan\u201c entgegenzutreten. Das lie\u00df die Ureinwohner von Nordschweden, die Sami, gegen die NATO protestieren. Sie wollten weder als feindliche Nation genannt werden, noch durch den erfundenen Namen \u201cLapistan\u201c an die abwertende Bezeichnung &#8222;Lappen&#8220; erinnert werden.<\/p>\n<h5><strong>US-Operation Northern Edge 2009<\/strong><\/h5>\n<p>W\u00e4hrend das NATO-Man\u00f6ver in Nordschweden in die letzte Phase eintrat, begannen die Vereinigten Staaten am anderen Ende der Arktis ihre Operation Northern Edge 2009. Vom 15. bis 26. Juni wurden von Alaska aus mehr als 200 Flugzeuge, einschlie\u00dflich B-52, F-16 und Blackhawk-Hubschrauber eingesetzt. Au\u00dferhalb des Golfs von Alaska operierte der nuklearangetriebene Superflugzeugtr\u00e4ger USS John C. Stennis mit seinen 70 Kampfflugzeugen und einer Crew von \u00fcber 5.000 Seeleuten. (11)<\/p>\n<p>Mit zunehmendem Klimawandel wird die Nordwestpassage schiffbar.<\/p>\n<p>Der Seeweg zwischen Gro\u0308nland und den kanadischen arktischen Inseln ist die ku\u0308rzeste Schifffahrtsroute zwischen Atlantik und Pazifik. Die Kontrolle der Nordwestpassage wa\u0308re ein enormer strategischer Vorteil und ein potenzieller Konfliktherd zwischen Kanada und Russland. Die Unfa\u0308higkeit Kanadas und Da\u0308nemarks, ihr arktisches Territorium in einem solchen Konflikt zu verteidigen, ist der Grund fu\u0308r die von Trump vorgeschlagenen Annexionen. (12) Trumps Arktis- und Gr\u00f6nlandpolitik\u00a0 verfolgt <strong>prim\u00e4r machtpolitische, milit\u00e4rstrategische und rohstoffpolitische Interessen<\/strong>, die sich in den gr\u00f6\u00dferen Wettbewerb der USA mit Russland und China um die Arktis einf\u00fcgen. Sein wiederholt ge\u00e4u\u00dferte Absicht der \u201eKontrolle\u201c oder sogar des Erwerbs Gr\u00f6nlands zielt darauf, diese Interessen dauerhaft und exklusiv abzusichern. (13)<\/p>\n<p>Die Sicherheitsanspru\u0308che Amerikas wurden im Januar 2025 auf dem Treffen der kanadischen Ministerpra\u0308sidenten diskutiert, bei dem der Regierungschef und erste Minister der kanadischen Provinz Alberta eine gemeinsame kanadisch-amerikanische Basis vorschlug.<\/p>\n<p>In der PD 66 ist unter Abschnitt B &#8222;Nationale Sicherheit und Sicherheitsinteressen in der Arktis&#8220; festgehalten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026die n\u00f6rdliche Seeroute umfasst Meerengen, die f\u00fcr die internationale Schifffahrt genutzt werden. F\u00fcr die Durchfahrt durch diese Meerengen gilt das Regime der Transitpassage. Die Wahrung der Rechte und Pflichten in Bezug auf Schifffahrt und \u00dcberflug in der Arktisregion unterst\u00fctzt unsere F\u00e4higkeit, diese Rechte weltweit auszu\u00fcben, auch durch strategische Meerengen\u201c<\/em>. (14)<\/p>\n<h5><strong>Kontinuit\u00e4t der strategischen Logik<\/strong><\/h5>\n<p>Trumps Arktis\u2011 und Gr\u00f6nland\u2011Interesse liegt voll auf dieser von Bush in der <strong>&#8222;National Security Presidential Directive 66&#8220;<\/strong> (PD66) 2009 gezogenen Linie:\u00a0beide sehen die Arktis als Raum wachsender milit\u00e4rischer und \u00f6konomischer Konkurrenz (v.a. mit Russland und sp\u00e4ter China). Die Kontrolle gr\u00f6nl\u00e4ndischer Gew\u00e4sser st\u00e4rkt die US\u2011Position gegen\u00fcber Russland und China in der Arktisordnung und beim Schutz neuer Handelsrouten, f\u00fcr den die USA Pr\u00e4senz, Infrastruktur und Rechtsanspr\u00fcche ausbauen m\u00fcssen. (15)<\/p>\n<p>Wo Bush vor allem strategische Ziele und Instrumente (Seemacht, Rechtsposition, Kooperation der Arktisanrainer) formuliert, \u00fcbersetzt Trump dieselbe Grundlogik in spektakul\u00e4re Schritte wie die Aufwertung Gr\u00f6nlands in der US\u2011Kommandostruktur, zus\u00e4tzliche Investitionspl\u00e4ne und die offen diskutierte Idee eines Erwerbs. (16)<\/p>\n<p>PD 66 legt fest, dass die USA in der Arktis nationale Sicherheits\u2011, Wirtschafts\u2011 und Umweltinteressen verfolgen und eine \u201eaktive und einflussreiche nationale Pr\u00e4senz\u201c im hohen Norden aufbauen m\u00fcssen. (17)<\/p>\n<p>Die Direktive von George W. Bush vom Januar 2009 markiert den strategischen Rahmen, innerhalb dessen Trumps Gr\u00f6nland\u2011Pl\u00e4ne \u00fcberhaupt sinnvoll verstanden werden k\u00f6nnen. Bush definiert darin die USA ausdr\u00fccklich als\u00a0<strong>arktische<\/strong><strong>\u00a0Nation<\/strong> und verankert Arktis\u2011Sicherheit, Ressourcenzugang und Seeherrschaft als nationale Interessen \u2013 Trump kn\u00fcpft daran an, radikalisiert aber die Mittel (Kauf\/\u201eKontrolle\u201c Gr\u00f6nlands) und die Rhetorik. (18)<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2020 folgte der 15\u2011Jahres-Plan Moskaus\u00a0<em>&#8220;\u00a0 \u00dcber die Grundlagen der Staatspolitik der Russischen F\u00f6deration in der Arktis f\u00fcr die Zeit bis 2035&#8243;\u00a0 <\/em>von M\u00e4rz 2020. Darin geht es um die sozio-\u00f6konomische Entwicklung Russlands mittels arktischer Ressourcen. Dazu sollen wissenschaftliche und ingenieurtechnische L\u00f6sungen erarbeitet werden, mit denen sich klimawandelbedingte Sch\u00e4den\u00a0an der Infrastruktur in der russischen Arktis\u00a0verhindern lassen. (19)<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Barack Obama definierte die Ziele der amerikanischen Arktispolitik im Mai 2013. Sein Strategiepapier zielte auf den Ausbau der arktischen Infrastruktur und die St\u00e4rkung der internationalen Zusammenarbeit in der Region. Der hohe Norden sollte eine\u00a0<em>&#8220; \u00a0konfliktfreie Zone&#8220;\u00a0 <\/em>bleiben, wobei dem\u00a0<em>&#8220; Arktischen Rat&#8220;<\/em>\u00a0 eine wichtige Rolle zugedacht war.<\/p>\n<p>Durch das Schmelzen des\u00a0 <em>&#8222;ewigen Eises&#8220;<\/em>\u00a0 vergr\u00f6\u00dfern sich Russland n\u00f6rdliche Au\u00dfengrenzen.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Wladimir Putin betonte mehrfach, dass Russland nicht nur der gr\u00f6\u00dfte Arktisstaat sei, sondern dass auch fast ein Drittel seines Territoriums im Polargebiet liege. Insofern sei Russland der wichtigste Akteur in der Region und die Ausweitung seiner milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten dort eine legitime Ma\u00dfnahme, um nationale Interessen und kritische Infrastruktur zu sch\u00fctzen. Vor allem sind die russischen Einrichtungen zur F\u00f6rderung und zum Transport von \u00d6l und Gas potentielle Angriffsziele, die es zu verteidigen gilt. Au\u00dferdem soll die N\u00f6rdliche Seeroute als wichtige nationale Wasserstra\u00dfe den Zugang der eigenen Flotte zu Atlantik und Pazifik gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>2013 erhielt die &#8222;polare Gro\u00dfmacht&#8220; (Xi) China einen Beobachterstatus im &#8222;Arktischen Rat&#8220; und betreibt seitdem eine ambitionierte Politik im hohen Norden. Im Rahmen der chinesischen &#8222;Belt and Road Initiative&#8220; (BRI) gilt das Nordpolarmeer \u2013 nach dem Landkorridor durch Zentralasien und der maritimen Seidenstra\u00dfe durch das europ\u00e4ische Mittelmeer \u2013 als dritter wichtiger Korridor. Es geht Peking darum, Transportwege zu diversifizieren und \u00fcber eine Ausweichroute zum \u00e4gyptischen Suezkanal zu verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Werden Rohstoffe und Waren \u00fcber den Nahen Osten von und nach China verschifft, m\u00fcssen sie zwischen dem Indischen Ozean und dem Roten Meer die Stra\u00dfe von Bab al-Mandab passieren. Anschlie\u00dfend durchqueren sie den Suezkanal, um ins Mittelmeer zu gelangen.\u00a0Diese Route ist von gro\u00dfer strategischer Bedeutung f\u00fcr Chinas Handel und Energieversorgung.<\/p>\n<p>Da im S\u00fcdchinesischen Meer die von den USA beherrschte &#8222;Stra\u00dfe von Malakka&#8220; im Konfliktfall blockiert werden kann, kommt einer Nordpassage gro\u00dfe Bedeutung zu. US-Au\u00dfenminister Michael Pompeo (2018 bis 2021), vorher &#8222;Direktor der Central Intelligence Agency&#8220; (CIA) bef\u00fcrchtet, dass es auch in der Arktis zu Militarisierung und Territorialstreitigkeiten kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Das chinesische &#8222;Nationale Sicherheitsgesetz&#8220; von 2015 gew\u00e4hrleistet die \u00a0Sicherheit chinesischer Aktivit\u00e4ten in den Polarregionen (Artikel 32).<\/p>\n<h5><strong>Milit\u00e4rische und sicherheitspolitische Dimension der Arktis-Region<\/strong><\/h5>\n<p>F\u00fcr das US\u2011Fr\u00fchwarn- und Raketenabwehrsystem ist Gr\u00f6nland zentral, da die k\u00fcrzeste Route russischer Interkontinentalraketen \u00fcber den Pol und damit \u00fcber Gr\u00f6nland verl\u00e4uft (das gilt ebenso f\u00fcr Russland. (20)<\/p>\n<p>Die Pituffik Space Base (ehemals Thule Air Base) fungiert als vorgeschobener Au\u00dfenposten der US\u2011Luft- und Raumverteidigung und als Knotenpunkt zur \u00dcberwachung russischer Raketenstarts und U\u2011Boot\u2011Bewegungen. (21)<\/p>\n<p>Pituffik verf\u00fcgt \u00fcber einen einsatzf\u00e4higen Flugplatz und den n\u00f6rdlichsten Tiefwasserhafen der USA, was den Einsatz von Luft- und Seestreitkr\u00e4ften in der Arktis und im hohen Nordatlantik erleichtert. (22)<\/p>\n<p>Gr\u00f6nland dient als Plattform f\u00fcr Luftbetankung, Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge, Satellitenkommunikation und ggf. Stationierung zus\u00e4tzlicher Kr\u00e4fte, ohne US\u2011Verb\u00e4nde weit im russischen oder chinesischen unmittelbaren Vorfeld exponieren zu m\u00fcssen. (23)<\/p>\n<p>Mit der Eisschmelze gewinnen arktische Routen wie Nordwestpassage und transpolare Seewege an Bedeutung; Gr\u00f6nland liegt an diesen Achsen und erm\u00f6glicht deren \u00dcberwachung sowie den Schutz westlicher Handels- und Versorgungswege. (24)<\/p>\n<p>Die Region beherbergt kritische Unterwasserkabel und potenzielle Energie- und Rohstoffprojekte; gr\u00f6nl\u00e4ndische Radar-, Sensor- und Seestreitkr\u00e4fte unterst\u00fctzen den Schutz dieser Infrastruktur gegen Sabotage und hybride Bedrohungen. (25)<\/p>\n<p>Trump begr\u00fcndet sein Begehren explizit mit &#8222;nationaler Sicherheit&#8220; und stellt Gr\u00f6nland als unverzichtbar f\u00fcr die Verteidigung des amerikanischen Festlands dar, bis hin zur Andeutung, notfalls Gewalt in Betracht zu ziehen. (26)<\/p>\n<p>Gr\u00f6nland liegt am \u00dcbergang vom Arktischen Ozean zum Nordatlantik und im Umfeld des GIUK\u2011Gap (Greenland\u2013Iceland\u2013UK), eines klassischen Engpasses f\u00fcr U\u2011Boot\u2011 und Flottenbewegungen zwischen Nordatlantik und Nordmeer. (27)<\/p>\n<p>Mit dem Abschmelzen des Eises werden n\u00f6rdliche Schifffahrtsrouten wirtschaftlich attraktiver; die Kontrolle gr\u00f6nl\u00e4ndischer Gew\u00e4sser st\u00e4rkt die US\u2011Position gegen\u00fcber Russland und China in der Arktisordnung und beim Schutz neuer Handelsrouten. (28)<\/p>\n<p>Neben den ins Augen stechenden strategischen Vorteilen verf\u00fcgt Gr\u00f6nland \u00fcber bedeutende unerschlossene Vorkommen an Erd\u00f6l, Gas, Uran, seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien, die f\u00fcr Hochtechnologie, R\u00fcstung und Energiewende zentral sind. (29)<\/p>\n<p>In Analysen wird Trumps Interesse mit der Chance verbunden, amerikanischen Unternehmen bevorzugten Zugang zu diesen Ressourcen zu verschaffen und gleichzeitig Chinas Dominanz bei seltenen Erden zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. (30)<\/p>\n<p>Gr\u00f6nlands Potenzial als alternativer Lieferant kritischer Rohstoffe passt in Trumps wirtschaftsnationalistische Agenda, Wertsch\u00f6pfungsketten von China weg in den US\u2011Einflussbereich zu verlagern. (31)<\/p>\n<p>Mit der harten Rhetorik gegen\u00fcber D\u00e4nemark und der Bereitschaft, auch den Erwerb gegen den Willen Kopenhagens zu thematisieren, offenbart Trump, dass er traditionelle Verb\u00fcndete wie Gesch\u00e4fts- oder Machtpartner nicht als gleichberechtigte Partner, sondern als Vasallen betrachtet. \u00a0(32)<\/p>\n<p>Trumps Gr\u00f6nland\u2011Politik soll die US\u2011Dominanz in der Arktis gegen\u00fcber Russland und China sichern, indem milit\u00e4rische Schl\u00fcsselpositionen, neue Handelsrouten und strategische Rohstoffe unter m\u00f6glichst exklusive US\u2011Kontrolle kommen. (33)<\/p>\n<p>Gr\u00f6nlands Einbindung in NATO\u2011Strukturen und die Blockierung chinesischer Investitionen in strategische Rohstoffprojekte werden dabei als Hebel gesehen, westliche bzw. US\u2011Dominanz im hohen Norden langfristig zu verfestigen. (34)<\/p>\n<p>Gr\u00f6nland verschafft den USA einen herausragenden Vorposten f\u00fcr Raketenfr\u00fchwarnung, Raumlagebild und Kontrolle des Nordatlantiks inklusive GIUK\u2011Gap, also der zentralen maritimen Nachschubrouten zwischen Nordamerika und Europa. Zugleich eignet sich die Insel als Plattform, um russische U\u2011Boote, Luft- und Seestreitkr\u00e4fte sowie zuk\u00fcnftige arktische Schifffahrtsrouten zu \u00fcberwachen und im Krisenfall zu sperren. (35)<\/p>\n<h5><strong>Kontrolle des GIUK\u2011Gap und U\u2011Boot\u2011Abwehr<\/strong><\/h5>\n<p>Gr\u00f6nland bildet die n\u00f6rdliche Flanke des GIUK\u2011Gap (Greenland\u2013Iceland\u2013UK), eines klassischen maritimen Engpasses, \u00fcber den russische U\u2011Boote und \u00dcberwasserschiffe aus der Barentssee in den Atlantik auslaufen m\u00fcssen. (36)<\/p>\n<p>Milit\u00e4rische Infrastruktur und Sensorik auf Gr\u00f6nland unterst\u00fctzen U\u2011Boot\u2011Jagd (ASW), See- und Luftlagebild im Nordatlantik, um im Konfliktfall Nachschub- und Verst\u00e4rkungslinien zwischen USA und Europa zu sch\u00fctzen. (37)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Durch die Verlagerung der Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Gr\u00f6nland zu US Northern Command wird die Insel explizit als Teil der tiefengestaffelten Verteidigung des amerikanischen Homeland betrachtet. (38)<\/p>\n<p>In dieser Logik fungiert Gr\u00f6nland als vorgeschobene \u201eFr\u00fchwarn- und Pufferzone\u201c vor Nordamerika, in der gegnerische Angriffe fr\u00fch erkannt und maritime sowie luftgest\u00fctzte Bedrohungen m\u00f6glichst weit drau\u00dfen abgefangen werden sollen. (39)<\/p>\n<h5><strong>Kontinuit\u00e4t der strategischen Logik<\/strong><\/h5>\n<p>Trumps Arktis\u2011 und Gr\u00f6nland\u2011Interesse liegt voll auf dieser von Bush gezogenen Linie: beide sehen die Arktis als Raum wachsender milit\u00e4rischer und \u00f6konomischer Konkurrenz (v.a. mit Russland und sp\u00e4ter China), in dem die USA Pr\u00e4senz, Infrastruktur und Rechtsanspr\u00fcche ausbauen m\u00fcssen. (40)<\/p>\n<p>Wo Bush vor allem strategische Ziele und Instrumente (Seemacht, Rechtsposition, Kooperation der Arktisanrainer) formuliert, \u00fcbersetzt Trump dieselbe Grundlogik in spektakul\u00e4re Schritte wie die Aufwertung Gr\u00f6nlands in der US\u2011Kommandostruktur, zus\u00e4tzliche Investitionspl\u00e4ne und die offen diskutierte Idee eines Erwerbs. (41)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Schon Bush\u2019 Direktive hebt die Bedeutung von Seewegen, Offshore\u2011Ressourcen und milit\u00e4rischer Pr\u00e4senz im Arktikraum hervor \u2013 Gr\u00f6nland ist hierf\u00fcr der geographisch zentrale US\u2011Br\u00fcckenkopf (Fr\u00fchwarnsysteme, Projektion von Seemacht, Zugang zum Nordatlantik und Arktischen Ozean). (42)<\/p>\n<p>Trumps Gr\u00f6nland\u2011Pl\u00e4ne sind daher weniger eine \u201eLaune\u201c, sondern die zugespitzte Form eines bereits 2009 festgeschriebenen Trends: die USA definieren die Arktis \u2013 mit Gr\u00f6nland im Zentrum \u2013 als Teil ihres erweiterten nationalen Raums, den sie politisch, rechtlich und ggf. territorial st\u00e4rker unter eigene Kontrolle bringen wollen. (43)<\/p>\n<p>Ende der 2000er begannen deutsche Thinktanks und parteinahe Stiftungen, Arktisfragen st\u00e4rker sicherheitspolitisch zu rahmen \u2013 im Fahrwasser von Bushs Arktis\u2011Direktive 2009, wachsendem Interesse an Rohstoffen und sich abzeichnenden Gro\u00dfmachtrivalit\u00e4ten in der Region.<\/p>\n<p>Seit Beginn des russisch-ukrainischen Konflikts 2014 war Russland nicht an den j\u00e4hrlichen Treffen des &#8222;Runden Tischs&#8220; der arktischen Sicherheitskr\u00e4fte (Arctic Security Forces Roundtable, ASFR) beteiligt, und der Stab der arktischen Verteidigungschefs (Arctic Chiefs of Defence Staff, ACDS) hat seit 2013 nicht mehr getagt. (44)<\/p>\n<h5><strong>Kampf um die Arktis? Expertentagung der Hanns-Seidel-Stiftung (CSU)<\/strong><\/h5>\n<p>11 Monate nach der Pr\u00e4sidentendirektive von George W. Bush und 5 Monate nach den Gro\u00dfman\u00f6vern im Hohen Norden fand am 10. Dezember 2009 in Wildbad Kreuth in der Hanns-Seidel Stiftung &#8211; Akademie f\u00fcr Politik und Zeitgeschehen die Expertentagung\u00a0<em>&#8222;\u201cKampf um die Arktis&#8220;<\/em>\u00a0 unter der Leitung des versierten Bernd Rill statt.<\/p>\n<p>Im Plenum sa\u00df die Regierungsberaterin und Analystin der deutschen wie der transatlantischen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik Frau Prof. Dr. Haftendorn und der ehemalige Brigadegeneral Dr. Freiherr von Oer. Der promovierte Physiker von Oer war Leiter von Operations\u00a0Research (OR)\u00a0der Bundeswehr, eine Dienststelle, die\u00a0den Einsatz quantitativer Modelle und Methoden zur Entscheidungsunterst\u00fctzung unter Anwendung von Angewandter Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik entwickelt. Auch der Verfasser dieses Artikels war eingeladen.<\/p>\n<p>Auf dem Podium neben Bernd Rill der umtriebige, damals 41-j\u00e4hrige Carlo Masala, Professor f\u00fcr &#8222;Internationale Politik&#8220; an der Universit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchen sowie zwei Professoren des Alfred-Wegener-Instituts, das sich auf die Erforschung der Polargebiete und der sie umgebenden Meere spezialisiert hat. Gleich zu Beginn der Veranstaltung hinterfragte der Physiker von Oer die Aussagen der Vertreter des Wegener-Instituts hinsichtlich der Forschungsergebnisse, was jedoch unbeantwortet blieb.<\/p>\n<p>Es wurde allgemein besonders betont, dass sich unter der Arktis keine nennenswerten Ressourcen bef\u00e4nden.<\/p>\n<p>Daraufhin meldete sich Wolfgang Effenberger mit dem Hinweis, dass zumindest eine einflussreiche Pers\u00f6nlichkeit die weltgr\u00f6\u00dften Ressourcen unter dem arktischen Eis vermutet, was vom Podium und vom Plenum mit gro\u00dfem Gel\u00e4chter quittiert wurde. Wolfgang Effenberger kl\u00e4rte dann auf, dass es sich bei dieser Pers\u00f6nlichkeit um den US-Pr\u00e4sidenten George W. Bush handele, der diese Aussage sogar als Pr\u00e4sidentendirektive 66 am 9. Januar in Kraft gesetzt habe. Auch wenn es dort wirklich keine Ressourcen g\u00e4be, dann h\u00e4tte die Direktive doch ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die geplanten US-St\u00fctzpunkte und die gesamte Sicherheitsarchitektur der Arktis.<\/p>\n<p>Wolfgang Effenberger bot Herrn Masala den Ausdruck der PD 66 sowie die aktualisierten US-Marine-Strategie-Papiere zum Kopieren und zur anschlie\u00dfenden Verteilung an die Teilnehmer an, was dieser mit einem am\u00fcsierten L\u00e4cheln ablehnte, da es sich doch nur um Papier handeln w\u00fcrde. Dieses hochm\u00fctige Verhalten einem 22 Jahre \u00e4lteren ehemaligen Offizier mit Einblick in das geplante atomare Gefechtsfeld in Europa gegen\u00fcber war befremdlich, wurde jedoch vom Plenum \u2013 bis auf Herrn von Oer \u2013 hingenommen.<\/p>\n<h5><strong>S\u00fcddeutsche Zeitung 2009: Es wird keinen Kampf um die Arktis geben<\/strong><\/h5>\n<p>Am 13. Dezember 2009 erschien in der S\u00fcddeutschen Zeitung ein Bericht \u00fcber die Tagung in Wildbad Kreuth, der mit der Zusammenfassung endete, dass es keinen Kampf um die Arktis geben werde.<\/p>\n<p>Inzwischen hat nach Hillary Clinton und Barack Obama Donald Trump den amerikanischen Anspruch auf die Arktis angemeldet, und das sicher nicht deshalb, weil man dort Eisb\u00e4ren jagen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Durch die Klimaerw\u00e4rmung werden die dort vermuteten Ressourcen mehr und mehr zug\u00e4nglich, und der 2009 noch bel\u00e4chelte&#8220; Kampf um die Arktis&#8220; beginnt. Vielleicht haben die vielf\u00e4ltigen Geo-Engineering-Operationen auch das Ziel, das arktische Eis zum Schmelzen zu bringen und sich die Ressourcen darunter zu sichern? Auf jeden Fall sollten Amerikas &#8222;Sicherheitsinteressen&#8220; in Gr\u00f6nland und dar\u00fcber hinaus endlich ernst genommen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24296\" aria-describedby=\"caption-attachment-24296\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"24296\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=24296\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?fit=1029%2C768&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1029,768\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"effenberger_groenland_04\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?fit=800%2C597&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-24296 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?resize=300%2C224&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?resize=300%2C224&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?resize=1024%2C764&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?resize=768%2C573&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_groenland_04.jpg?w=1029&amp;ssl=1 1029w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-24296\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">2016 hatte Frau Haftendorn ihre Meinung revidiert (Screenshot von W. Effenberger)<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<h5><strong>Sicherheitsexperte Carlo Masala: von keiner Talkshow weg<\/strong><strong>zudenken<\/strong><\/h5>\n<p>Mit &#8222;Nachgefragt&#8220;-Moderatorin Frau Hauptmann Beate Sch\u00f6ne sprach Sicherheitsexperte Carlo Masala \u00fcber\u00a0die\u00a0sicherheitspolitische Lage nach der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025. Das Youtube-Format &#8222;Nachgefragt&#8220; wurde nach dem russischen Einmarsch in die\u00a0Ukraine im Februar 2022 gestartet. Zun\u00e4chst drehte sich &#8222;Nachgefragt&#8220; ausschlie\u00dflich um\u00a0die\u00a0mit dem Krieg\u00a0in\u00a0der Ukraine verbundenen Fragen, nach den islamistischen Terrorattacken auf Israel im Oktober 2023 wurde das Format erweitert. Aktuell werden Informationen zu\u00a0<em>\u201eKrise, Krieg und Konflikte\u201c<\/em>\u00a0vermittelt.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit Beate Sch\u00f6ne warnte Masala vor fundamentalen Herausforderungen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u00a0\u201eWir haben transatlantische Beziehungen,\u00a0die\u00a0sich jetzt unter dieser Trump-Administration\u00a0m\u00f6glicherweise nachhaltig ver\u00e4ndern. Wir haben einen Gegner Russland, der\u00a0die\u00a0europ\u00e4ische Sicherheitsordnung milit\u00e4risch bedroht, und wir haben dann, weit weg\u00a0in\u00a0Asien, mit China einen Akteur, der\u00a0die\u00a0internationale Ordnung auf den Kopf stellen\u00a0will.\u201c (45)<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr Masala ist die Bundeswehr ein wichtiges Instrument, um Deutschland au\u00dfen- und sicherheitspolitisch zu positionieren. Diese sei aber unterfinanziert und personell nicht gut ausgestattet. Aber eine nachhaltige Finanzierung der Streitkr\u00e4fte koste viel Geld, und auch\u00a0die\u00a0Unterst\u00fctzung der Ukraine sei teuer. Eine Erh\u00f6hung\u00a0des\u00a0Verteidigungshaushalts sei n\u00f6tig, aber nicht ausreichend. Masala nannte unter anderem\u00a0die\u00a0Einf\u00fchrung eines zus\u00e4tzlichen Solidarit\u00e4tszuschlags f\u00fcr Verteidigung und ein Aussetzen der Schuldenbremse als L\u00f6sungsans\u00e4tze.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eIch glaube, wir m\u00fcssen alle Instrumente nutzen, um diesen enormen Finanzbedarf, der auf uns zukommt, auch decken zu k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dazu m\u00fcsse sich auch\u00a0die\u00a0Einstellung der Bev\u00f6lkerung zu sicherheits- und au\u00dfenpolitischen Themen \u00e4ndern, sagt Masala.\u00a0Die\u00a0politische F\u00fchrung m\u00fcsse den Deutschen erkl\u00e4ren, warum es wichtig sei, sich au\u00dfen- und sicherheitspolitisch neu auf- und einzustellen sowie\u00a0die\u00a0Bundeswehr nachhaltig zu finanzieren und auszustatten. Der Sicherheitsexperte betont:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWenn\u00a0die\u00a0Bev\u00f6lkerung nicht mitgeht, dann wird es schwierig.\u201c (46)<\/em><\/p>\n<p>Eine desinformierte Bev\u00f6lkerung kann zwar mittels Propaganda in einen Krieg hineinmanipuliert werden \u2013 sollten jedoch den Menschen hierzulande die strategischen Hintergr\u00fcnde bewusst werden, k\u00f6nnen und sollten sie nicht MITGEHEN! Dann wird es zwar f\u00fcr die Kriegsfraktion schwierig, aber der Frieden h\u00e4tte eine Chance.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete \u201eatomare Gefechtsfeld\u201c in Europa. Nach zw\u00f6lfj\u00e4hriger Dienstzeit studierte er in M\u00fcnchen Politikwissenschaft sowie H\u00f6heres Lehramt (Bauwesen\/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule f\u00fcr Bautechnik. Seitdem publiziert er zur j\u00fcngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm \u201eSchwarzbuch EU &amp; NATO\u201c (2020) sowie \u201eDie untersch\u00e4tzte Macht\u201c (2022)<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen und Quellen<\/strong><\/p>\n<p>1) <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/\">https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/<\/a><\/p>\n<p>2) <a href=\"https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nspd\/nspd-66.htm\">https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nspd\/nspd-66.htm<\/a> , nicht mehr zug\u00e4nglich, Dokument ist von Wolfgang Effenberger archiviert<\/p>\n<p>3) <a href=\"https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nspd\/nspd-66.htm\">https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nspd\/nspd-66.htm<\/a>, nicht mehr zug\u00e4nglich, Dokument ist von Wolfgang Effenberger archiviert<\/p>\n<p>4) Mitteilung der Kommission an das Europ\u00e4ische Parlament und den Rat: Die Europ\u00e4ische Union und die Arktis, KOM (2008) 763 endg\u00fcltig, Br\u00fcssel, 20.11.2008, S. 7.<\/p>\n<p>5) Allied Air Component Command HQ Ramstein, April 9, 2009<\/p>\n<p>6) Barents Observer, June 8, 2009<\/p>\n<p>7) Die NATO Response Force (NRF) ist eine Eingreiftruppe der NATO, die in zeitlich hoher Verf\u00fcgbarkeit durch ihren modularen Aufbau in einem breiten Spektrum m\u00f6glicher Operationen eingesetzt werden kann<\/p>\n<p>8) G\u00fcth, Katja: NATO-Man\u00f6ver im b\u00fcndnisfreien Schweden, unter G\u00fcth, Katja: NATO-Man\u00f6ver im b\u00fcndnisfreien Schweden &#8211; Suchen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bing.com\/search?pglt=297&amp;q=G%C3%BCth%2C+Katja%3A+NATO-Man%C3%B6ver+im+b%C3%BCndnisfreien+Schweden\">https:\/\/www.bing.com\/search?pglt=297&amp;q=G%C3%BCth%2C+Katja%3A+NATO-Man%C3%B6ver+im+b%C3%BCndnisfreien+Schweden<\/a><\/p>\n<p>9) Headquarter (HQ) von Joint Force Air Component (JFAC) in Ramstein<\/p>\n<p>10) Christian Science Monitor, June 11, 2009<\/p>\n<p>11) Fairbanks Daily News-Miner, June 12, 2009<\/p>\n<p>12) <a href=\"https:\/\/ddgeopolitics.substack.com\/p\/fortifying-the-american-hemisphere?utm_source=post-email-title&amp;publication_id=1769298&amp;post_id=158268268&amp;utm_campaign=email-post-title&amp;isFreemail=true&amp;r=1rgjxh&amp;tried\">https:\/\/ddgeopolitics.substack.com\/p\/fortifying-the-american-hemisphere<\/a><\/p>\n<p>13) <a href=\"https:\/\/defence24.com\/index-9\">https:\/\/defence24.com\/index-9<\/a><\/p>\n<p>14) <a href=\"https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nspd\/nspd-66.htm\">https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nspd\/nspd-66.htm<\/a>, nicht mehr zug\u00e4nglich, Dokument ist von Wolfgang Effenberger archiviert<\/p>\n<p>15) <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/\">https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/<\/a><\/p>\n<p>16) <a href=\"https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/europa-zeigt-der-arktis-politik-flagge\">https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/europa-zeigt-der-arktis-politik-flagge<\/a><\/p>\n<p>17) <a href=\"https:\/\/www.arctic-report.net\/product\/usa-untersteichen-ihr-nationales-interesse-an-der-arktis\/\">https:\/\/www.arctic-report.net\/product\/usa-untersteichen-ihr-nationales-interesse-an-der-arktis\/<\/a><\/p>\n<p>18) <a href=\"https:\/\/georgewbush-whitehouse.archives.gov\/news\/releases\/2009\/01\/20090112-3.html\">https:\/\/georgewbush-whitehouse.archives.gov\/news\/releases\/2009\/01\/20090112-3.html<\/a><\/p>\n<p>19) <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/\">https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/<\/a><\/p>\n<p>20) <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/01\/07\/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html\">https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/01\/07\/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html<\/a><\/p>\n<p>21) <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/01\/07\/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html\">https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/01\/07\/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html<\/a><\/p>\n<p>22) <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/01\/07\/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html\">https:\/\/www.cnbc.com\/2026\/01\/07\/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html<\/a><\/p>\n<p>23) <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/06\/02\/pentagon-greenland-northern-command-00381223\">https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/06\/02\/pentagon-greenland-northern-command-00381223<\/a><\/p>\n<p>24) <a href=\"https:\/\/www.belfercenter.org\/research-analysis\/explainer-geopolitical-significance-greenland\">https:\/\/www.belfercenter.org\/research-analysis\/explainer-geopolitical-significance-greenland<\/a><\/p>\n<p>25) <a href=\"https:\/\/amandavandyke.substack.com\/p\/why-the-giuk-gap-matters-a-strategic\">https:\/\/amandavandyke.substack.com\/p\/why-the-giuk-gap-matters-a-strategic<\/a><\/p>\n<p>26) <a href=\"https:\/\/www.cnn.com\/2026\/01\/07\/politics\/us-greenland-trump-denmark-history-hnk\">https:\/\/www.cnn.com\/2026\/01\/07\/politics\/us-greenland-trump-denmark-history-hnk<\/a><\/p>\n<p>27) <a href=\"https:\/\/defence24.com\/index-9\">https:\/\/defence24.com\/index-9<\/a><\/p>\n<p>28) <a href=\"https:\/\/www.eureporter.co\/world\/china-2\/2025\/12\/15\/greenlands-strategic-shift-as-a-game-changer-in-the-global-rare-earth-race\/\">https:\/\/www.eureporter.co\/world\/china-2\/2025\/12\/15\/greenlands-strategic-shift-as-a-game-changer-in-the-global-rare-earth-race\/<\/a><\/p>\n<p>29) <a href=\"https:\/\/www.thearcticinstitute.org\/trump-greenland-logic-chaos\/\">https:\/\/www.thearcticinstitute.org\/trump-greenland-logic-chaos\/<\/a><\/p>\n<p>30) <a href=\"https:\/\/rsdi.ae\/en\/publications\/arctic-crosscurrents-greenland-in-the-era-of-strategic-realignment\">https:\/\/rsdi.ae\/en\/publications\/arctic-crosscurrents-greenland-in-the-era-of-strategic-realignment<\/a><\/p>\n<p>31) <a href=\"https:\/\/www.thearcticinstitute.org\/trump-greenland-logic-chaos\/\">https:\/\/www.thearcticinstitute.org\/trump-greenland-logic-chaos\/<\/a><\/p>\n<p>32) <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c74x4m71pmjo\">https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c74x4m71pmjo<\/a><\/p>\n<p>33) <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/BRIE\/2025\/769527\/EPRS_BRI(2025)769527_EN.pdf\">https:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/BRIE\/2025\/769527\/EPRS_BRI(2025)769527_EN.pdf<\/a><\/p>\n<p>34) <a href=\"https:\/\/www.eureporter.co\/world\/china-2\/2025\/12\/15\/greenlands-strategic-shift-as-a-game-changer-in-the-global-rare-earth-race\/\">https:\/\/www.eureporter.co\/world\/china-2\/2025\/12\/15\/greenlands-strategic-shift-as-a-game-changer-in-the-global-rare-earth-race\/<\/a><\/p>\n<p>35) <a href=\"https:\/\/www.belfercenter.org\/research-analysis\/explainer-geopolitical-significance-greenland\">https:\/\/www.belfercenter.org\/research-analysis\/explainer-geopolitical-significance-greenland<\/a><\/p>\n<p>36) <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/GIUK_gap\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/GIUK_gap<\/a><\/p>\n<p>37) <a href=\"https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/pentagon-congress\/2026\/01\/06\/why-trump-is-claiming-the-us-needs-greenland-for-arctic-security\/\">https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/pentagon-congress\/2026\/01\/06\/why-trump-is-claiming-the-us-needs-greenland-for-arctic-security\/<\/a><\/p>\n<p>38) <a href=\"https:\/\/breakingdefense.com\/2025\/06\/trump-shifts-greenland-from-eucom-to-northcoms-responsibility\/\">https:\/\/breakingdefense.com\/2025\/06\/trump-shifts-greenland-from-eucom-to-northcoms-responsibility\/<\/a><\/p>\n<p>39) <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/06\/02\/pentagon-greenland-northern-command-00381223\">https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/06\/02\/pentagon-greenland-northern-command-00381223<\/a><\/p>\n<p>40) <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/\">https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A50\/<\/a><\/p>\n<p>41) <a href=\"https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/europa-zeigt-der-arktis-politik-flagge\">https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/europa-zeigt-der-arktis-politik-flagge<\/a><\/p>\n<p>42) <a href=\"https:\/\/georgewbush-whitehouse.archives.gov\/news\/releases\/2009\/01\/20090112-3.html\">https:\/\/georgewbush-whitehouse.archives.gov\/news\/releases\/2009\/01\/20090112-3.html<\/a><\/p>\n<p>43) <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2009\/04\/20\/streit-um-bodenschae\/\">https:\/\/www.imi-online.de\/2009\/04\/20\/streit-um-bodenschae\/<\/a><\/p>\n<p>44) Andere bestehende regionale Plattformen, an denen Russland weiterhin teilnimmt, n\u00e4mlich der &#8222;Arktische Rat&#8220;, der &#8222;Euro-Arktische Barents-Rat&#8220; (Barents Euro-Arctic Council,\u00a0BEAC) und das &#8222;Arktische K\u00fcstenwachenforum&#8220; (Arctic Coast Guard Forum, ACGF), befassen sich nicht mit Fragen harter Sicherheit<\/p>\n<p>45) <a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/aktuelles\/meldungen\/nachgefragt-masala-sicherheitspolitik-deutschland-europa-5894548\">https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/aktuelles\/meldungen\/nachgefragt-masala-sicherheitspolitik-deutschland-europa-5894548<\/a><\/p>\n<p>46) Ebda.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Symbolbild, KI-generiert<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Geostrategische Konkurrenz in Russlands und Chinas Norden<\/b><br \/>\n<b>Beitrag von Wolfgang Effenberger<\/b><br \/>\nIm Oktober 1987 begann der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow eine Reihe von Ma\u00dfnahmen mit dem Ziel einzuleiten, die milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten in der Arktis zu verringern. Diese Ma\u00dfnahmen gingen als &#8222;Murmansk-Initiative&#8220; in die Geschichte ein. Es sollte eine atomwaffenfreie Zone geschaffen, die Marineaktivit\u00e4ten beschr\u00e4nkt und die F\u00f6rderung grenz\u00fcberschreitender Kooperation bei nichtmilit\u00e4rischen Fragen \u2013 darunter Ressourcenentwicklung, Angelegenheiten indigener V\u00f6lker, Umweltschutz und Seetransport \u2013 gest\u00e4rkt werden. Im Rahmen der &#8222;Murmansk-Initiative&#8220; rief Michail Gorbatschow gegen Ende des Kalten Krieges dazu auf, die Arktis in eine\u00a0&#8220; Zone des Friedens&#8220;\u00a0 zu verwandeln. Im Rahmen der &#8222;Murmansk-Initiative&#8220; rief Michail Gorbatschow gegen Ende des Kalten Krieges dazu auf, die Arktis in eine\u00a0&#8220; Zone des Friedens&#8220;\u00a0 zu verwandeln. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24297,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2524,413,605,1021,335,1631,953,1304,2485,1165,1427,1207,56,637,3024,540,1557,222,962,2001,1556,185,2793],"class_list":["post-24293","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-arktis","tag-china","tag-desinformation","tag-donald-trump","tag-frieden","tag-geopolitik","tag-george-w-bush","tag-gorbatschow","tag-groenland","tag-kalter-krieg","tag-macht","tag-manoever","tag-nato","tag-propaganda","tag-raketenabwehr","tag-ressourcen","tag-rohstoffe","tag-russland","tag-schweden","tag-sicherheit","tag-sicherheitspolitik","tag-usa","tag-verteidigung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Donald_Trump_in_Groenland_KI_v2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6jP","jetpack-related-posts":[{"id":21176,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21176","url_meta":{"origin":24293,"position":0},"title":"Eine neue Geopolitik des Friedens?","author":"Webredaktion","date":"17. 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