{"id":24168,"date":"2026-01-12T02:35:28","date_gmt":"2026-01-12T01:35:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24168"},"modified":"2026-02-28T02:01:25","modified_gmt":"2026-02-28T01:01:25","slug":"collagen-ueber-jahrhunderte-deutsch-russischen-verstehen-lernens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24168","title":{"rendered":"Collagen \u00fcber Jahrhunderte deutsch-russischen Verstehen-Lernens"},"content":{"rendered":"<p><em>Von <strong>Rainer Rupp<\/strong><\/em><\/p>\n<h4>Teil I<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 03.01.2026 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/266200-collagen-ueber-jahrhunderte-deutsch-russischen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p><strong>Wer im &#8222;besten Deutschland aller Zeiten&#8220; Russland und seine Einwohner nicht verurteilt, l\u00e4uft Gefahr, zur Zielscheibe von geh\u00e4ssigen Medien- und Politiker-Attacken zu werden. Dabei haben sich Deutsche und Russen seit Jahrhunderten freudig bem\u00fcht, sich besser zu verstehen und zu achten.<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt ihn noch in Deutschland, den deutsch-russischen Kulturaustausch. Daf\u00fcr musste man aber kurz vor Weihnachten ganz weit weg von Berlin gen Westen fahren, ins saarl\u00e4ndische Beckingen im franz\u00f6sisch-deutsch-luxemburgischen Dreil\u00e4ndereck. Dort gab es in der lokalen &#8222;<a href=\"http:\/\/www.kulturwerkstatt-beckingen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kulturwerkstatt<\/a>&#8220; eine bis auf den letzten Platz ausgebuchte deutsch-russische Feier, bei der weder der Hunger nach Kultur und intellektuellem Austausch noch der nach Spezialit\u00e4ten der russischen K\u00fcche zu kurz kam. Begleitet war die Veranstaltung von Live-Chorgesang und T\u00e4nzen aus Russland zur Freude und Erbauung der Mitglieder der &#8222;<a href=\"https:\/\/gdrf.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gesellschaft f\u00fcr deutsch-russische Freundschaft<\/a>&#8220; und deren geladenen G\u00e4ste.<\/p>\n<p>Von besonders intellektuellem Genuss war der Vortrag unter dem Titel &#8222;Die Wahrnehmungen des Anderen \u2013 Betrachtungen von Deutschen und Russen im Spiegel der Literatur im Laufe der Jahrhunderte&#8220;, der auf einer &#8222;Collage&#8220; von Dr. Thomas Hohnerlein basierte. Diese mehrteilige Artikelserie f\u00fchrt den geneigten RT-Leser mit vielen literarischen Ausz\u00fcgen durch die Jahrhunderte deutsch-russischen Kennenlernens, was aktuell den deutschen und EU-Eliten so verachtenswert erscheint.<\/p>\n<p>Laut der bemerkenswerten Ausarbeitung von Dr. Hohnerlein wissen schriftliche Dokumente und die Literatur im umfassenden Sinne schon vor vielen Jahrhunderten \u00fcber recht intensive, wiederkehrende und anhaltende Kontakte zwischen Deutschland und Russland und ihren Kulturen zu berichten.<\/p>\n<p>Die &#8222;Rus&#8220; und die &#8222;Russen&#8220; sind schon in den mittelhochdeutschen Epen und in den Werken der deutschen Dichter des Mittelalters nichts Seltenes. So werden sie schon gemeinsam mit den Griechen und den &#8222;wilden Petschenegen&#8220; unter den Kriegern des K\u00f6nigs Etzel im Nibelungenlied erw\u00e4hnt.<\/p>\n<h5><strong>Erste dokumentierte Kontakte Ende des 15. Jahrhunderts <\/strong><\/h5>\n<p>Auf \u00dcberlieferungen \u00fcber die ferne Rus&#8216; sto\u00dfen wir schon bei Walther von der Vogelweide, Hartmann von Aue, bei Tannh\u00e4user oder Ulrich von Lichtenstein. Und bei Oswald von Wolkenstein (1377-1445), einem deutschen Dichter aus dem Val Gardena in S\u00fcdtirol, der nach den Vorbildern der Reisepoesie erzogen war, der die &#8222;russischen&#8220; Lande besuchte und die &#8222;russische&#8220; Sprache kannte. Immer wieder gibt es in den alten Schriften Bez\u00fcge zu Russland oder den Russen:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Ich han gewandelt manig her, gen Preussen, Reussen, \u00fcber mer. Es w\u00e4r noch vil ze sagen &#8230; was ich in jungen tagen, geabenteuert han, mit cristan, Reussen, haiden&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und von einem Schiffbruch, den er gemeinsam mit einem Russen \u2013 einem Seemann oder gleichfalls Kaufmann? \u2013 auf dem Schwarzen Meer w\u00e4hrend einer Reise nach Trapezunt in der heutigen T\u00fcrkei erlitt, wei\u00df er zu berichten:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;die swarze se lert mich ain fass begreiffen, do mir zerprach mit ungemach mein wargan\\n, ein kauffman was ich, doch genas ich und kam hin, ich und ain Reuss.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Anhand des folgenden Beispiels, das als literarisch nur im weiteren Sinne zu betrachten ist, soll deutlich werden, dass es insbesondere der Handel des aufkommenden B\u00fcrgertums, sprich die wachsende Kaufmannschaft war, die nach den bislang \u00fcberwiegend milit\u00e4rischen Ber\u00fchrungen zwischen den V\u00f6lkern \u2013den Feldz\u00fcgen der Kreuzritter nach Litauen und der Rus, einzelnen Erkundungsreisen bis &#8222;in ein ander lant, daz war Russenia genant&#8220;\u00a0\u2013 nun vermehrt den \u00f6konomischen und damit auch den kulturellen Austausch bef\u00f6rderte.<\/p>\n<p>Eine gewaltige Rolle in den Beziehungen zwischen deutschen und russischen Kaufleuten spielten die Spezialdolmetscher, die den einzelnen Hansest\u00e4dten \u2013 L\u00fcbeck, Tallinn, Riga, Malbork, Kaliningrad bis nach Nowgorod \u2013 zur Verf\u00fcgung standen. Auf diese Art war allerdings die Verst\u00e4ndigung ein aufwendiges Verfahren, und es sollte sich \u2013 \u00e4hnlich wie im Handel zwischen Venedig und den oberdeutschen St\u00e4dten, wie z.B. N\u00fcrnberg und Augsburg\u00a0\u2013 als n\u00fctzlich erweisen, dass es vermutlich Kaufleute waren, die zur Selbsthilfe griffen und ihre allt\u00e4gliche berufliche Praxis in Form mehrsprachiger W\u00f6rterb\u00fccher dokumentierten.<\/p>\n<p>Was im Falle des oberdeutsch-venezianischen Austausches ein Adam von Rottweil mit seinem deutsch-venezianischen W\u00f6rterbuch von 1477 leistete, fand, wenn man so will, einen Nachahmer in einem Deutschen, der Russisch lernen wollte und sehr wahrscheinlich auch in Russland weilte, und seinem &#8222;Russischbuch&#8220;, das vermutlich vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt. Es k\u00f6nnte laut linguistischen Studien im Gebiet Nowgorod entstanden oder aber mithilfe eines Russen aus Nordwestrussland zusammengestellt worden sein.<\/p>\n<p>Die Vertreter vieler ausl\u00e4ndischer Handelsgesellschaften, die im 16. und 17. Jahrhundert in Russland t\u00e4tig waren, trachteten wiederholt danach, \u00fcber Moskau einen Handelsweg gen Osten einzurichten. Der Herzog von Holstein, Friedrich III., erhielt vom russischen Zaren 1633 die Genehmigung, Waren aus Persien \u00fcber das Kaspische Meer entlang der Wolga und Oka nach Moskau zu bringen und von dort auf dem Landweg gen Westen. Diese Gesandtschaft wurde bekanntlich hervorragend vom Sekret\u00e4r der Delegation, dem hochgebildeten Historiographen Olearius beschrieben, dessen ausf\u00fchrliche Schrift &#8222;Reisebeschreibungen&#8220;\u00a0mit zuweilen sehr ablehnenden Charakterisierungen der russischen Menschen bis heute zu den bemerkenswertesten B\u00fcchern \u00fcber Russland geh\u00f6rt, das vielfach in fremde Sprachen \u00fcbersetzt wurde und einen Ehrenplatz auch in russischen Bibliotheken fand.<\/p>\n<p>Bei Olearius st\u00f6\u00dft man auch auf den Namen Paul Fleming, und hier beginnt es in der Tat literarisch im engeren Sinne zu werden. Fleming, der alles, was ihm und seinen Begleitern auf der Reise begegnete, mit unversiegbarer Neugier, Begeisterung und Wissbegierde aufnahm, widmete der Reise ein ganzes Buch mit Sonetten, Sendschreiben und Oden. Er gilt als gr\u00f6\u00dfter deutscher Dichter des 17. Jahrhunderts und als direkter Vorl\u00e4ufer der klassischen deutschen Dichtung, der Epoche von Goethe und Schiller. Wir haben es also nicht nur mit dem gr\u00f6\u00dften deutschen Poeten seines Jahrhunderts zu tun, sondern auch mit einem Russland-Reisenden, und mit dessen Reiseeindr\u00fccken sind die besten Fr\u00fcchte seines poetischen Schaffens verkn\u00fcpft. Flemings Poesie entspringt dem eigenen Erlebten.<\/p>\n<h5><strong>Verliebt in die einfachen russischen Menschen <\/strong><\/h5>\n<p>Fleming hielt sich w\u00e4hrend der Gesandtschaft im Jahre 1634 f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in Nowgorod auf. Er hatte sich vermutlich vor dem Hintergrund der Katastrophe des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges entschlossen, sein Heimatland f\u00fcr immer oder zumindest f\u00fcr lange Zeit zu verlassen. Nach \u00dcberschreiten der Grenze zum russischen Reich war er gleich von ganz anderen Bildern beeindruckt. Sehr bald erhielt Fleming die M\u00f6glichkeit, das russische Leben ganz aus der N\u00e4he kennenzulernen und sich an die Besonderheiten dieser Lebensweise zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Und wie sein Vorbild, der r\u00f6mische Dichter Ovid, w\u00e4hrend seiner Verbannung in das skythische S\u00fcdrussland, so will auch Fleming in neuer Umgebung das Neue besingen: &#8222;Ich wolt, als wie ich vor bei meiner Muld und Saalen, um euren Obi tun, in den begr\u00fcnten Talen, der Neeper wohnhaft sein und eures Landes Zier auf mein und euer Art den W\u00e4ldern singen f\u00fcr.&#8220; (In heutigem Deutsch hei\u00dft das in etwa: &#8222;Ich w\u00fcnschte, ich k\u00f6nnte wieder wie fr\u00fcher bei meiner Mulde [Fluss in Sachsen] und Saale, mit eurem\u00a0Obst in den gr\u00fcnen T\u00e4lern des Dnjepr [Fluss in der Ukraine] wohnen und die Zierde eures Landes auf meine und eure Art den W\u00e4ldern vorsingen.&#8220;)<\/p>\n<p>Der nachfolgende Auszug entstammt laut Dr. Hohnerlein einem Gedicht Flemings \u00fcber das Leben der Nowgoroder Bauern, in dem er deren unkomplizierte Lebensweise ausbreitet, ihren Lebenskreis von der Wiege \u00fcber die Heirat bis zum Begr\u00e4bnis, ihre Sitten und Br\u00e4uche, ihre Bet\u00e4tigungen, ihre Sorgen und naiven Freuden. Das Werk selbst sei sehr stark idealisierend und stimme mit den realen Bedingungen vor Ort in jener Zeit nicht \u00fcberein. Der vor dem Krieg in Deutschland gefl\u00fcchtete Fleming sucht das Positive im neuen Land, und dies mit gro\u00dfer Begeisterung und ernsthafter Zuneigung:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Zeuch in die Mitternacht [eine Metapher f\u00fcr &#8222;Zieh in das Unbekannte&#8220;], <strong>in das entlegene Land, das mancher tadelt mehr, als das ihm ist bekant!<\/strong> Tu&#8216;, was dir noch verg\u00fcnnt der Fr\u00fchling deiner Jahre! La\u00df sagen, was man will! Erfahre du das Wahre! Dem traut man, was man sieht. Und hoffe di\u00df darbei, da\u00df in der Barbarei auch was zu finden sei, das nicht barbarisch ist! Wolan, ich bin vergn\u00fcget. Es hat mich nicht gereut, das ich mich her verf\u00fcget&#8230; Ich mu\u00df die Leute preisen, die so wie diese sind.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h5><strong>Deutsche als Minister in russischen Regierungskabinetten <\/strong><\/h5>\n<p>Ende des 17. Jahrhunderts kommt es in Russland zu einer einschneidenden Z\u00e4sur: Im Jahre 1696 \u00fcbernimmt der damalige Zar und sp\u00e4tere Kaiser Peter I. die Alleinregentschaft. Hier zitiert Dr. Hohnerlein den Philosophen und Publizisten Hauke Ritz, der in seinem j\u00fcngst erschienen Buch &#8222;Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas&#8220; schreibt:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Zwischen der Zeit Peter des Gro\u00dfen &#8230; bis zur Amtszeit Bismarcks am Ende des 19. Jahrhunderts bestand sogar eine Deutsch-Russische Allianz, die sich durch einen engen Handels- und Kulturaustausch, milit\u00e4rische Allianzen sowie die Auswanderung von Hunderttausenden von Deutschen nach Russland manifestierte. In dieser Zeit hat Russland einen gro\u00dfen Teil seiner Modernisierung in Kooperation mit deutschen Wissenschaftlern, Kaufleuten, Handwerkern und Diplomaten erfahren. In vielen russischen Regierungskabinetten arbeiteten Deutsche als Minister, dreimal waren Deutsche in Russland Kanzler und in Gestalt von Katharina der Gro\u00dfen sogar einmal Zarin.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung des Themas dieser Ausarbeitung sollen uns hier weniger die politischen und \u00f6konomischen Errungenschaften der petrinischen Reformen interessieren als vielmehr die kulturellen und ideologischen Interessen, die nach Peters Pl\u00e4nen von der neugegr\u00fcndeten Akademie der Wissenschaften befriedigt werden sollten. Das nahezu analphabetische und unwissende moskowitische Russland verf\u00fcgte laut dem Autor der Collagen &#8222;noch nicht \u00fcber ausreichendes Lehrpersonal, und so musste man im\u00a0Laufe des ganzen 18. Jahrhunderts zu diesem Zwecke Fachleute aus ganz Westeuropa, vornehmlich aus Deutschland heranziehen&#8220;.<\/p>\n<p>Deren Augenmerk richtete sich nicht zuletzt auch auf Fragen der Geschichte der russischen Sprache und der Literatur. Es sollte der \u00dcbergang vom episodenhaften, zuweilen sp\u00e4rlich dokumentierten, eher gelegentlichen Ber\u00fchren der beiden Kulturen hin zu einem breiteren, vielfach von lebhaftem Interesse gepr\u00e4gten Durchdringen der beiden kulturellen Sph\u00e4ren werden, wie wir im nachfolgenden Teil II feststellen werden.<\/p>\n<hr \/>\n<h4>Teil II<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 04.01.2026 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/gesellschaft\/266400-collagen-ueber-jahrhunderte-deutsch-russischen-kennenlernens-ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p><strong>W\u00e4hrend Thomas Mann Alexander Sergejewitsch Puschkin f\u00fcr einen der vier gr\u00f6\u00dften Dichter des Abendlandes h\u00e4lt, werden aktuell in der Musterdemokratie Ukraine, der Besch\u00fctzerin unserer westlichen Werte, die Denkm\u00e4ler, die an Puschkin erinnern, auf offizielle Anordnung zerst\u00f6rt. <\/strong><\/p>\n<p>Die im Laufe des 18.\u00a0Jahrhunderts in Deutschland und in Russland im Entstehen begriffenen Nationalliteraturen sollte sich f\u00fcr die n\u00e4chsten 200\u00a0Jahre und dar\u00fcber hinaus immer wieder deutlich aufeinander beziehen, sowohl hinsichtlich der Personen\u00a0und der Formen als auch hinsichtlich der Inhalte. In diesem Zusammenhang verweist der Autor der Collage, Dr.\u00a0Thomas Hohnerlein, auf das &#8222;Handbuch der allgemeinen Geschichte der litter\u00e4rischen Cultur&#8220;, erstmals erschienen in Marburg in den Jahren 1804\/05.<\/p>\n<p>In diesem Werk verbl\u00fcffe Ludwig Wachler mit der ersten vollst\u00e4ndigen und zusammenh\u00e4ngenden Darstellung der Entwicklung der russischen Literatur, und durch seine Kenntnisse von Lomonossow (der \u00fcbrigens von 1736\u201341 in Deutschland studierte), Wassili Trediakowski, Iwan Chemnitzer, Iwan Dmitrijew und Nikolai Karamsin.<\/p>\n<p>In der dritten Ausgabe von 1833 f\u00fcgt er u.\u00a0a. Alexander Sergejewitsch Puschkin mit den Worten hinzu: &#8222;urw\u00fcchsig stark ist A. Pu\u0161kin&#8220;.<\/p>\n<p>Laut Dr.\u00a0Hohnerlein vermittelt uns Puschkin in seiner Poesie einen Eindruck, wie stark der Einfluss aus Deutschland zuweilen war; so sei z.\u00a0B. der des &#8222;St\u00fcrmers und Dr\u00e4ngers&#8220;\u00a0Johann\u00a0Wolfgang von Goethe auf Puschkins &#8222;Eugen Onegin&#8220; &#8222;un\u00fcbersehbar&#8220;. Gleich am Anfang des Romans finden wir eine Stelle, an der die junge Tatjana in ihrem Helden, Eugen, die Verk\u00f6rperung einiger literarischer Gestalten, u.\u00a0a. die des &#8222;Werther, dieses Herz in Flammen&#8220; sieht. Und in Tatjanas Monolog am Ende des Versromans, der sich an Eugen richtet, k\u00f6nne man ohne Schwierigkeiten weitgehende \u00dcbereinstimmungen mit Lottes Einrede von Goethes Werther feststellen.<\/p>\n<p>Zu &#8222;Eugen Onegin&#8220;\u00a0sei noch am Rande bemerkt, dass Karl Marx und Friedrich Engels ihr Studium der russischen Sprache mit einer Lekt\u00fcre ebendieses Werks verbanden.<\/p>\n<p>Aber nicht nur der jugendliche St\u00fcrmer und Dr\u00e4nger Goethe habe seine Spuren in Puschkins Werk hinterlassen, sondern auch der reife, sp\u00e4te Goethe und sein Opus Magnum, der &#8222;Faust&#8220;. Der war f\u00fcr Puschkin &#8222;die gr\u00f6\u00dfte Sch\u00f6pfung dichterischen Geistes&#8220;, vergleichbar mit der &#8222;Ilias&#8220; in der klassischen Literatur der Antike.<\/p>\n<p>In vielen Werken Puschkins lie\u00dfen sich Bez\u00fcge zu Goethes Faus finden (z.\u00a0B. im &#8222;Gespr\u00e4ch zwischen Buchh\u00e4ndler und Dichter&#8220; bis hin zu den &#8222;Szenen aus der Ritterzeit&#8220;) Un\u00fcbersehbar ist das in einer 1825 in Michailowskoje entstandenen eigenst\u00e4ndigen Sch\u00f6pfung Puschkins, dem faustischen Gedicht &#8222;Der D\u00e4mon&#8220;:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;Als ich noch jung war und mich eben<br \/>\nDes Lebens m\u00e4cht&#8217;ger Ruf erst traf \u2013<br \/>\nIch oft den Nachtigallen lauschte<br \/>\nUnd wie die alte Eiche rauschte.<br \/>\nEin M\u00e4dchenblick lie\u00df mich erbeben<br \/>\nUnd raubte nachts mir wohl den Schlaf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Und als Begeisterung sich regte,<br \/>\nDer Liebe Glut, des Ruhmes Glanz,<br \/>\nDie hohe Freiheit mich bewegte,<br \/>\nMir Herz und Sinn erf\u00fcllten ganz,<br \/>\nDa ward die Hoffnung oft betrogen,<br \/>\nVerg\u00e4llt ward oft mir der Genu\u00df,<br \/>\nDann heimlich kam zu mir geflogen<br \/>\nEin abgrundb\u00f6ser Genius.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unsre Begegnung war stets traurig,<br \/>\nSein L\u00e4cheln droht mir allerw\u00e4rts,<br \/>\nSein Flammenblick umfa\u00dft mich schaurig,<br \/>\nGift tr\u00e4ufelt mir sein Wort ins Herz,<br \/>\nWenn er den h\u00f6chsten Gott versuchte,<br \/>\nMit L\u00e4sterworten, ma\u00dflos scharf,<br \/>\nWenn alles Sch\u00f6ne er verfluchte,<br \/>\nUnd die Begeisterung verwarf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">An Freiheit wollte er nicht glauben.<br \/>\nDie Liebe h\u00f6hnte er so w\u00fcst.<br \/>\nDie ganze Sch\u00f6pfung lag im Staube<br \/>\nUnd war nicht wert, da\u00df er sie gr\u00fc\u00dft.&#8220;<\/p>\n<div class=\"ReadMore-root Section-root Section-is1to3-xs_is1to1\" data-widgets=\"ReadMore\" data-has-alias=\"\">\n<div class=\"Section-container Section-isRow-isTop-isWrap\">\n<article class=\"Card-root Card-is1to1 Card-default \">\n<div class=\"Card-imageWrap\">Es f\u00e4llt schwer, bei diesen Zeilen nicht an Faust und Mephistoteles zu denken, meint Hohnerlein und verweist als N\u00e4chstes auf das das Gedicht &#8222;Der Dolch&#8220;, das Puschkin dem radikalen deutschen Burschenschaftler und M\u00f6rder von August von Kotzebue, Karl Ludwig Sand, gewidmet hat. Es d\u00fcrfe vermutet werden, so der Autor, dass dieses Gedicht Puschkins patriotische Kritik an der zunehmend autokratischen Herrschaft des einst eher als liberal angesehenen Zaren Alexander I. zur Grundlage gehabt hatte.<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Es war die Zeit unmittelbar nach den Karlsbader Beschl\u00fcssen, als die Teilnehmer des Wiener Kongresses die angestrebte Restauration der autorit\u00e4ren, teils noch absolutistischen Feudalherrschaft durch Einschr\u00e4nkung der Pressefreiheit und offene Zensur abzusichern suchten. Auch Puschkin war unmittelbar von Zensurma\u00dfnahmen der Zaren (insbesondere auch von Alexanders Nachfolger Nikolai\u00a0I.) betroffen, wodurch er sich nicht selten gezwungen sah, seine Werke in Teilen zu verst\u00fcmmeln, damit er sie \u00fcberhaupt publizieren konnte, erg\u00e4nzt Dr.\u00a0Hohnerlein und f\u00fcgt als Beispiel einen kurzen Ausschnitt aus Puschkins &#8222;Der Dolch&#8220; an:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;Der P\u00f6bel rast, entfacht die wilde Rebellion,<br \/>\nDas Blut sch\u00e4umt, finstere Gewalten<br \/>\nEnthaupten Libert\u00e9, verwalten<br \/>\nWird nun als Schreckensmacht der Henker ihren Thron.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er ordnet neu die Welt, mit einem Fingerschnippen<br \/>\nSchickt er zum Hades seinen Feind.<br \/>\nDoch ein J\u00fcngling flink erscheint<br \/>\nUnd st\u00f6\u00dft den Dolch ihm in die Rippen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Oh du vom Schicksal auserw\u00e4hlter junger Held,<br \/>\nOh Sand, du gabst dein Leben hin.<br \/>\nDein K\u00f6rper durch das Richtschwert f\u00e4llt,<br \/>\nDoch auferstehen wird dein stolzer Sinn.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In deinem deutschen Marterland bleibst du Gefahr,<br \/>\nAls ewger Schatten f\u00fcrchtet dich die Macht,<br \/>\nUnd \u00fcber deinem Grabe wacht<br \/>\nDes Dolches Schneide unsichtbar.&#8220;<\/p>\n<p>Deutlich trifft hier laut Hohnerlein Rosa Luxemburgs Aussage von 1918 zu, als sie ausdr\u00fccklich auf den gesellschaftlichen Bezug in Puschkins Schaffen hinwies und schrieb, dass die russische Literatur, mit Puschkin und Michail Lermontow beginnend, &#8222;in unvergleichlichem Glanz eine sichtbare Fahne vor der Gesellschaft ausgerollt&#8220; habe.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter fanden sozialistische und antifaschistische Schriftsteller w\u00e4hrend der Hitlerdiktatur in der Emigration verst\u00e4rkt Zugang zu einem inzwischen vollst\u00e4ndigeren und unzensierten Puschkin-Bild.<\/p>\n<p>So schrieb z.\u00a0B. Erich Weinert 1890\u20131953), ein deutscher Kommunist, 1937 ein rebellisch-proletarisches Gedicht mit dem Titel &#8222;Puschkin in einer regendichten Abendd\u00e4mmerung am Fenster in seiner dunklen Stube in Michailowskoje&#8220;:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;Tot ist der Abend.<br \/>\nmeiner Seele Segel,<br \/>\nDas heitren Tags von Sonnenwind gebl\u00e4hte,<br \/>\nH\u00e4ngt schlaff und na\u00df, und morsch bis in die N\u00e4hte.<br \/>\nDoch bin ich noch nicht m\u00fcrb, gekr\u00f6nter Flegel.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tief ist die Nebelnacht.<br \/>\nDoch \u00fcber sie<br \/>\nW\u00f6lbt sich mein Himmel, den du nie erfl\u00fcgelt.<br \/>\nEin s\u00fc\u00dfes Mittel hast du ausgekl\u00fcgelt:<br \/>\nEin feines Gift ist die Melancholie.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In deinen S\u00e4len ist nicht Nacht und Nebel.<br \/>\nDort fri\u00dft man sich am Fleisch des Volkes satt.<br \/>\nDas Volk kann noch nicht schreien, da es den Knebel<br \/>\nder Bojarenfaust noch im Rachen hat.<br \/>\nVon tausend Kerzen flammen die Pal\u00e4ste.<br \/>\nKein Aufruhr st\u00f6rt die Symphonie der Feste.<br \/>\nSchon schlo\u00df das Eis der Newa schwarzes Maul.<br \/>\nUnd schwarz liegt die Bastille Peter-Paul.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nun kommt die Nacht mit nassen Leichenh\u00e4nden.<br \/>\nWas kriechst du unter meinem Fenster hin,<br \/>\nArmseliger Knecht?<br \/>\nMu\u00dft du dich selber sch\u00e4nden?<br \/>\nDu wei\u00dft doch, da\u00df auch ich gefangen bin!<br \/>\nKrumm streichst du wie ein scheues Tier ums Haus.<br \/>\nO k\u00f6nnt ich deinen R\u00fccken grademachen!<br \/>\nIch w\u00fcrde einen Donnerwind entfachen,<br \/>\nDer blies in Petersburg die Kerzen aus.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Rot wird der Nebel,<br \/>\nWie von fernem Brande \u2013<br \/>\nDa str\u00f6mt es,<br \/>\nRegiment an Regiment!<br \/>\nDa kommt mein Volk.<br \/>\nUnd seine Fahne brennt.<br \/>\nUnd wo sie brennt, wird&#8217;s hell im Vaterlande.<br \/>\nIch f\u00fchl den hei\u00dfen Brand mir im Gesicht.<br \/>\nIch seh mein Volk mit stolzen Stirnen schreiten &#8230;<br \/>\nO sklavisches Jahrhundert!<br \/>\nDieses Licht<br \/>\nIn meiner Seele, du erstickst es nicht,<br \/>\nAuch nicht in der Verbannung Dunkelheiten&#8220;.<\/p>\n<p>Thomas Mann, der weitaus als einer der gr\u00f6\u00dften\u00a0\u2013 und oft sogar als der bedeutendste\u00a0\u2013 deutschsprachige Schriftsteller und Literat des 20.\u00a0Jahrhunderts gilt, schrieb \u00fcber Puschkin:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Nach den dichterischen Genien meiner Liebe und Wahl befragt, und sollten es auch nur sechs sein, nur vier, w\u00fcrde ich Puschkins Namen nicht vergessen\u00a0&#8230; Puschkin, der slawische Lateiner, war volksecht und europ\u00e4isch wie Goethe, wie Mozart.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Bei Puschkin, der noch in der Enge des scheinliberalen Zarismus Alexanders\u00a0I. und der schon wieder offen reaktion\u00e4ren Regentschaft Nikolais\u00a0I. nach dessen Niederschlagung der Dekabristen lebte und arbeitete, deutete sich in seinem Sand gewidmeten Gedicht &#8222;Der Dolch&#8220; das neuerliche Aufbrechen der gesellschaftlichen Widerspr\u00fcche schon an.<\/p>\n<p>Alexander Herzen (Iskander), geboren in Russland im Jahr 1812, wird mitten in diese bedeutungsschwangeren Zeiten hineinwachsen. Als Heranwachsender und Erwachsener unternahm er mehrere Reisen nach Westeuropa. Dort verbrachte er zahlreiche, teils l\u00e4ngere Aufenthalte (teilweise durch Exil begr\u00fcndet) u.\u00a0a. auch in Deutschland und sp\u00e4ter in England. Diese Begegnungen mit der westeurop\u00e4ischen Kultur und Politik sollten starken Einfluss auf seine geistige Entwicklung haben.<\/p>\n<p>1837, im Todesjahr Puschkins, und 1838 hielt er sich in Dresden und der Schweiz auf, wo er seine Kenntnisse der deutschen Philosophie intensivierte. Er lernte schon als junger Mann Deutsch und las fr\u00fch Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte und Ludwig Feuerbach. Hegel blieb seine wichtigste Bezugsperson, und Herzen selbst betrachtete sich sp\u00e4ter als &#8222;linken Hegelianer&#8220;. 1849\/50 hielt er sich in Berlin, Potsdam und Hamburg auf. Nach der Niederschlagung der b\u00fcrgerlichen Revolution von 1848\/49 beobachtete Herzen in Berlin das politische Klima im restaurativen Preu\u00dfen. 1850 verfolgte er den K\u00f6lner Kommunistenprozess.<\/p>\n<p>Aus seiner Zeit in England, wo er 1852 ankam, stammt folgende Charakterisierung der deutschen Emigration, die der Niederschlagung der Revolution 1849 folgte. Mit Witz und Ironie zeichnet er ein Bild der deutschen Anf\u00fchrer der b\u00fcrgerlichen Revolution. Laut Dr.\u00a0Hohnerlein, auf dessen in Teil\u00a0I vorgestellten ausf\u00fchrlichen Recherchen (&#8222;Collage&#8220;) dieser Artikel sich bezieht, w\u00fcrde es sich lohnen ein ganzes Kapitel aus Herzens Beschreibung ausf\u00fchrlich zu zitieren. Denn &#8222;man f\u00fchlt sich auch hier an aktuelle Charaktere und ihre Auseinandersetzungen in der Linken erinnert&#8220;, so Hohnerlein:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Die deutsche Emigration unterschied sich von den anderen durch ihren schwerf\u00e4lligen, langweiligen und z\u00e4nkischen Charakter. Es gab bei ihr keine Enthusiasten wie bei den Italienern, es gab weder Hitzk\u00f6pfe noch rasche Zungen wie bei den Franzosen. Die anderen Emigrationsgruppen zeigten wenig Neigung, mit ihnen in n\u00e4here Beziehungen zu treten; der Unterschied in den Manieren, im Habitus, veranlasste sie, eine gewisse Distanz zu wahren; die franz\u00f6sische Frechheit hat nichts gemein mit der deutschen Grobheit.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Der Mangel an allgemein \u00fcblicher weltm\u00e4nnischer Haltung, der schwerf\u00e4llige schulm\u00e4\u00dfige Doktrinarismus, die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vertraulichkeit, die \u00fcberfl\u00fcssige Offenherzigkeit bei den Deutschen erschwerten f\u00fcr Leute, die daran nicht gew\u00f6hnt waren, den Umgang mit ihnen. Aber auch die Deutschen selbst waren nicht sonderlich um Kontakt bem\u00fcht, da sie sich einerseits in ihrer wissenschaftlichen Entwicklung f\u00fcr weit h\u00f6herstehend als anderen betrachteten, anderseits in Gegenwart der \u00fcbrigen das peinliche Gef\u00fchl nicht loswurden, das Provinzler in einem gro\u00dfst\u00e4dtischen Salon und Beamte in einem aristokratischen Kreis bef\u00e4llt.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Innerhalb der deutschen Emigration herrschte dieselbe Zerfallenheit wie in ihrer Heimat. Einen gemeinsamen Plan hatten die Deutschen nicht, ihre Einheit wurde aufrechterhalten durch gegenseitigen Hass und boshafte gegenseitige Verfolgungen. Die besten unter den deutschen Verbannten f\u00fchlten dies. Tatkr\u00e4ftige Menschen, reine Menschen, kluge Menschen wie K.\u00a0Schurz, wie A.\u00a0Willich, wie Reichenbach gingen fort nach Amerika. Sanft geartete Menschen sch\u00fctzten ihre Gesch\u00e4fte vor, entschuldigten sich mit den Londoner Entfernungen, wie es Freiligrath tat. Die \u00fcbrigen, mit Ausnahme von zwei, drei Anf\u00fchrern, rissen einander in unerm\u00fcdlichem Ingrimm in St\u00fccke und schonten weder Familiengeheimnisse, noch verschm\u00e4hten sie die \u00e4rgsten kriminellen Anschuldigungen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Im nachfolgenden Teil\u00a0III w\u00e4chst die Zahl der gro\u00dfen russischen und deutschen Dichter und Denker, die\u00a0einander befruchtet und hoch gesch\u00e4tzt haben exponentiell an, angefangen mit der Freundschaft zwischen Theodor Storm und Iwan Turgenjew.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Rainer Rupp ist Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Collage Alexander Puschkin \/ Thomas Mann unter Verwendung von:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Alexander Puschkin<br \/>\nGem\u00e4lde von Orest Adamowitsch Kiprenski, Gemeinfrei<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=395785\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=395785<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Thomas Mann<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Nobel Foundation, Public Domain<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=6282140\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=6282140<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag in zwei Teilen von Rainer Rupp<\/b><br \/>\nWer im &#8222;besten Deutschland aller Zeiten&#8220; Russland und seine Einwohner nicht verurteilt, l\u00e4uft Gefahr, zur Zielscheibe von geh\u00e4ssigen Medien- und Politiker-Attacken zu werden. Dabei haben sich Deutsche und Russen seit Jahrhunderten freudig bem\u00fcht, sich besser zu verstehen und zu achten.<br \/>\nW\u00e4hrend Thomas Mann Alexander Sergejewitsch Puschkin f\u00fcr einen der vier gr\u00f6\u00dften Dichter des Abendlandes h\u00e4lt, werden aktuell in der Musterdemokratie Ukraine, der Besch\u00fctzerin unserer westlichen Werte, die Denkm\u00e4ler, die an Puschkin erinnern, auf offizielle Anordnung zerst\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24170,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,913],"tags":[370,452,3013,491,3012,1494,668,407,1390,495,3010,2515,222,564,3011],"class_list":["post-24168","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-kultur-kunst","tag-antifaschismus","tag-deutschland","tag-emigration","tag-geschichte","tag-goethe","tag-handel","tag-kultur","tag-kunst","tag-literatur","tag-philosophie","tag-puschkin","tag-russische-sprache","tag-russland","tag-sozialismus","tag-thomas-mann"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/puschkin_mann_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6hO","jetpack-related-posts":[{"id":24830,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24830","url_meta":{"origin":24168,"position":0},"title":"Russischer Botschaftsrat Alexander Miljutin \u00fcber die Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen","author":"Webredaktion","date":"7. 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