{"id":24134,"date":"2026-01-06T03:00:15","date_gmt":"2026-01-06T02:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24134"},"modified":"2026-02-28T02:00:34","modified_gmt":"2026-02-28T01:00:34","slug":"2026-zwischen-hoffnung-und-ernuechterung-versuch-einer-prognose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24134","title":{"rendered":"2026: Zwischen Hoffnung und Ern\u00fcchterung \u2013 Versuch einer Prognose"},"content":{"rendered":"<p><em>von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung als Tagesdosis vom 31.12.2025 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/2026-zwischen-hoffnung-und-ernuchterung-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><br \/>\nErweiterte Fassung vom 04.01.2026<\/span><\/p>\n<p>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf\u00fcgbar:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-24134-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2025\/12\/tagesdosis-20251231-apolut.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2025\/12\/tagesdosis-20251231-apolut.mp3\">https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2025\/12\/tagesdosis-20251231-apolut.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von <a href=\"https:\/\/apolut.net\/2026-zwischen-hoffnung-und-ernuchterung-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2025\/12\/tagesdosis-20251231-apolut.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum \u00dcbergang in das neue Jahr sprie\u00dfen die Prognosen wie die Krokusse im Fr\u00fchling. W\u00e4hrend die einen f\u00fcr 2026 einen bedeutenden &#8222;Shift&#8220; oder Wandel \u2013 aus wirtschaftlicher, geopolitischer und technologischer Perspektive vorhersagen, \u00a0malen Andere ein Kriegsmenetekel an die Wand. Genaues wird man erst in einem Jahr wissen.<\/p>\n<p><strong>Geopolitischer und wirtschaftlicher Wandel<\/strong><\/p>\n<p>Schon im November 2025 ver\u00f6ffentlichte die niederl\u00e4ndische\u00a0&#8222;ABN AMRO- Bank den &#8222;<strong>Global Outlook 2026 &#8211; The Shifting World Order<\/strong>&#8222;, der 2026 als potenziell transformatives Jahr charakterisiert. Der Bericht identifiziert drei gro\u00dfe Verschiebungen:<\/p>\n<ul>\n<li>erstens die transformative Wirkung von KI auf Arbeitsm\u00e4rkte und Produktivit\u00e4t,<\/li>\n<li>zweitens Chinas &#8222;coming-of-age&#8220; als eigenst\u00e4ndige geo-\u00f6konomische Macht (demonstriert durch die strategische Kontrolle von Seltenen Erden und Chip-Technologie), und<\/li>\n<li>drittens eine fundamentale Neuordnung der globalen Handels- und Machtverh\u00e4ltnisse weg von Zolltarifen hin zu strategischen &#8222;Chokepoints&#8220; in kritischen Lieferketten. (1)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Bericht vom November 2025 betont: Der \u00dcbergang von einer Weltordnung zur anderen ist in vollem Gang, wobei 2026 die Beschleunigung dieser Entwicklung markieren k\u00f6nnte.\u00a02026 sei das Jahr des fundamentalen Wandels, \u201eaber es ist noch unklar, wie diese neue Weltordnung aussehen wird\u201c.<\/p>\n<p>Auch die anderen gro\u00dfen &#8222;Global Outlook 2026&#8220;-Berichte von\u00a0BNP Paribas,\u00a0J.P. Morgan\u00a0und\u00a0Morgan Stanley\u00a0sind prim\u00e4r auf Englisch verfasst. Deutschsprachige Wirtschaftsmedien wie\u00a0ING\u00a0bieten eigene Ausblicke f\u00fcr 2026 (&#8222;Outlook 2026: The world right now&#8220;), allerdings ebenfalls auf Englisch. (2)<\/p>\n<p>Die Prognosen f\u00fcr 2026 unterscheiden sich deutlich von jenen f\u00fcr 2025, indem sie nach einer langen Rezessions- und Stagnationsphase eine Erholung und Stabilisierung erwarten \u2013 allerdings mit ged\u00e4mpftem Optimismus.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Deutschland wird eine moderate Erholung prognostiziert<\/strong><\/p>\n<p>Nach drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation und Rezession (2022-2024) erwarten die f\u00fchrenden Wirtschaftsforschungsinstitute f\u00fcr Deutschland 2026 eine moderate Erholung mit deutlichen Unterschieden in den Prognosen. (3)<\/p>\n<p>Die Wachstumsprognosen f\u00fcr 2026 variieren erheblich:<\/p>\n<ul>\n<li>Bundesbank: 0,7% (konservativste Sch\u00e4tzung)<\/li>\n<li>Bundesregierung: 1,3%<\/li>\n<li>IMK (Hans-B\u00f6ckler-Stiftung): 1,4%<\/li>\n<li>Bankenverband: 1,4%<\/li>\n<li>KfW Research: 1,5% (optimistischste Prognose nach deutlicher Aufw\u00e4rtsrevision um 0,5 Prozentpunkte)<\/li>\n<li>DIW: 1,6%<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr 2025 rechnen alle Institute mit mageren 0,2% Wachstum nach zwei Jahren schrumpfender Wirtschaftsleistung. Die Bundesregierung formuliert vorsichtig: &#8222;Nach zwei Jahren r\u00fcckl\u00e4ufiger Wirtschaftsleistung deutet sich im Herbst 2025 eine leichte konjunkturelle Erholung auf niedrigem Niveau an&#8220;. Die Bundesbank versucht der Regierung Sch\u00fctzenhilfe zu geben: Die wirtschaftliche Erholung &#8222;verz\u00f6gert sich aufgrund der Unsicherheit \u00fcber die internationale Handelspolitik&#8220; und kommt nur &#8222;langsam in Gang&#8220;. Der Bankenverband konstatiert: &#8222;Nach mehr als einer halben Dekade wirtschaftlichen Stillstands sehen wir endlich eine belastbare Basis f\u00fcr ein nennenswertes Wirtschaftswachstum im n\u00e4chsten Jahr&#8220;.<\/p>\n<p>Dabei schleppen sich Deutschland und \u00d6sterreich aus einer mehrj\u00e4hrigen Schw\u00e4chephase heraus, ohne dass ein dynamischer Aufschwung in Sicht w\u00e4re. (4)<\/p>\n<p>Die scheinbare Erholung 2026 wird nicht wie gewohnt von der Exportwirtschaft getragen, sondern von massiven staatlichen Ausgaben. Nach der Lockerung der Schuldenbremse finanziert die Fiskalpolitik &#8222;insbesondere Ausgaben f\u00fcr Verteidigung und staatliche Infrastruktur umfangreich \u00fcber Kredite&#8220;. So f\u00fchrte Wirtschaftsministerin Reiche das prognostizierte Wachstum &#8222;haupts\u00e4chlich auf die umfangreichen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigungsf\u00e4higkeit zur\u00fcck&#8220;. (5) Das DIW warnt, dass der Aufschwung &#8222;nicht \u00fcber die strukturellen Probleme des Landes&#8220; hinwegt\u00e4uschen d\u00fcrfe. Die deutsche Industrie traf die internationale Handelsunsicherheit &#8222;zu einem Zeitpunkt, zu dem sie sich nach langer Schw\u00e4chephase zu stabilisieren begann&#8220;. Deutschland bleibt 2026 unter dem EU-Durchschnitt von 1,4% Wachstum und hinkt dem Euroraum (1,1-1,2%) hinterher. (6) Der mit Steuergeld finanzierte R\u00fcstungsboom stabilisiert zwar die Arbeitslosenzahlen, sch\u00f6nt weiter das BIP, l\u00e4sst aber das staatliche Defizit auf 3,2% des BIP ansteigen \u2013 deutlich \u00fcber der Maastricht-Grenze von 3%. (7)<\/p>\n<p>Die rein wirtschaftlichen Prognosen scheinen auf Sand gebaut zu sein, da die geopolitischen und milit\u00e4rischen Realit\u00e4ten, die Europa 2026 pr\u00e4gen werden, systematisch unterbelichtet sind: Die offiziellen Wirtschaftsprognosen behandeln den Ukraine-Konflikt und die eskalierenden Spannungen meist als &#8222;Unsicherheitsfaktor&#8220; oder &#8222;Risikoszenario&#8220;, ohne die fundamentalen Konsequenzen vollst\u00e4ndig zu erfassen.<\/p>\n<p><strong>Die fehlende Dimension: Kriegswirtschaft und ihre Kosten<\/strong><\/p>\n<p>Die massiven Staatsausgaben, die Deutschland und andere europ\u00e4ische L\u00e4nder 2026 f\u00fcr &#8222;Verteidigung und staatliche Infrastruktur&#8220; planen, werden in den Prognosen als Wachstumstreiber dargestellt. Doch diese Darstellung verschleiert, dass es sich um konsumtive R\u00fcstungsausgaben handelt, die keine nachhaltige Produktivit\u00e4tssteigerung bewirken. Der Bankenverband spricht von &#8222;umfangreichen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigungsf\u00e4higkeit&#8220; \u2013 doch Panzer, Munition und Milit\u00e4rlogistik schaffen keine Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung. (8)<\/p>\n<p>Die Lockerung der Schuldenbremse in Deutschland und die steigenden Staatsdefizite in \u00d6sterreich (4,2% des BIP) und Deutschland (3,2% des BIP) finanzieren prim\u00e4r die milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung. Diese Mittel fehlen f\u00fcr produktive Investitionen in Bildung, zivile Infrastruktur und soziale Sicherheit. (9)<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsprognosen f\u00fcr 2026 basieren auf der impliziten Annahme, dass der milit\u00e4rische Konflikt in der Ukraine auf seinem aktuellen Niveau verharrt oder durch Verhandlungen beendet wird. Doch mehrere Faktoren sprechen f\u00fcr eine potenzielle Eskalation:<\/p>\n<p>Die ABN AMRO-Analyse zur &#8222;shifting world order&#8220; erw\u00e4hnt zwar geopolitische Spannungen, konzentriert sich aber auf handelspolitische &#8222;Chokepoints&#8220; und Chinas Aufstieg.<\/p>\n<p>Die reale Gefahr einer milit\u00e4rischen Ausweitung des Konflikts \u2013 sei es durch NATO-Beteiligung, Eskalation zu direkten Zusammenst\u00f6\u00dfen oder den Einsatz neuer Waffensysteme \u2013 findet in den Modellen keine Ber\u00fccksichtigung. (10)<\/p>\n<p>Die strukturellen Probleme Europas versch\u00e4rfen sich durch die Kriegssituation:<\/p>\n<p>Energieabh\u00e4ngigkeit: Die volatilen Energiepreise bleiben ein &#8222;struktureller Preistreiber&#8220;, wobei jede weitere Eskalation die Energiesicherheit bedroht (11)<\/p>\n<p>Fehlende Wettbewerbsf\u00e4higkeit: Europa hat &#8222;keinen dynamischen KI-Sektor&#8220; und droht technologisch weiter zur\u00fcckzufallen, w\u00e4hrend gleichzeitig Ressourcen in milit\u00e4rische statt innovative Bereiche flie\u00dfen (12)<\/p>\n<p>Die Arbeitsm\u00e4rkte stagnieren, w\u00e4hrend der absehbare Wehrdienst und milit\u00e4rische Mobilisierung zus\u00e4tzlichen Druck auf den Fachkr\u00e4ftemangel aus\u00fcben (13)<\/p>\n<p>Diese Kombination aus sinkenden Realeinkommen, steigenden Milit\u00e4rausgaben und permanenter Kriegsrhetorik schafft eine explosive soziale Mischung. Die Ipsos-Umfrage zeigt, dass 66% der Befragten 2025 als &#8222;schlechtes Jahr&#8220; bewerteten \u2013 diese Unzufriedenheit wird 2026 nicht durch marginale Wachstumsraten von 1% verschwinden. (14)<\/p>\n<p>Europa befindet sich in einer milit\u00e4rischen Konfrontation mit ungewissem Ausgang, deren Kosten \u2013 human, wirtschaftlich und gesellschaftlich \u2013 weit \u00fcber die prognostizierten 1-1,5% Wachstum hinausgehen. Jede weitere Eskalation w\u00fcrde die optimistischen Szenarien obsolet machen und k\u00f6nnte Europa tats\u00e4chlich &#8222;noch viel tiefer abrutschen&#8220; lassen.<\/p>\n<p>Die strukturellen Schw\u00e4chen Europas \u2013 fehlende Energiesouver\u00e4nit\u00e4t, technologische R\u00fcckst\u00e4ndigkeit, demografischer Wandel, hohe Verschuldung \u2013 werden durch die Kriegssituation nicht gel\u00f6st, sondern versch\u00e4rft.<\/p>\n<p><strong>Zauberwort KI<\/strong><\/p>\n<p>Forrester Research\u00a0prognostiziert f\u00fcr 2026 einen \u00dcbergang von KI-Hype zur konkreten Umsetzung (&#8222;AI Moves From Hype To Hard Hat Work&#8220;) sowie mehr Authentizit\u00e4t im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Ki-Technologie verliert ihren Glanz und muss sich in den realen Herausforderungen des Alltags bew\u00e4hren Die Analysen betonen wachsende geopolitische und technologische Herausforderungen bei gleichzeitig engeren Budgets.<\/p>\n<p>Vanguard\u00a0prognostiziert, dass KI andere Megatrends in ihrer Wirkung \u00fcbertreffen wird, da sie das Potenzial hat, Arbeitsm\u00e4rkte zu ver\u00e4ndern und die Produktivit\u00e4t zu steigern. Die regionalen Auswirkungen unterscheiden sich stark: In den\u00a0USA\u00a0k\u00f6nnten KI-Investitionen das Wachstum auf 3% treiben, wobei 2026 zun\u00e4chst nur ein moderates Wachstum von 2,25% erwartet wird, da Produktivit\u00e4tssteigerungen noch nicht breit greifen.\u00a0China\u00a0wird von KI-Innovationen profitieren und ein BIP-Wachstum von eher 5% als 4% erreichen. Der\u00a0Euroraum\u00a0dagegen hat keinen dynamischen KI-Sektor und wird mit nur etwa 1% Wachstum deutlich zur\u00fcckfallen.<\/p>\n<p>McKinsey\u00a0sch\u00e4tzt, dass KI bis 2026 j\u00e4hrlich eine zus\u00e4tzliche wirtschaftliche Leistung von\u00a02,7 Billionen Euro\u00a0in der europ\u00e4ischen Wirtschaft liefern k\u00f6nnte. F\u00fcr Einzelunternehmen zeigen erfolgreiche Implementierungen einen &#8222;Return on Investment&#8220; (betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verh\u00e4ltnis zwischen dem erzielten Gewinn und dem eingesetzten Kapital miss) von\u00a0300-500%\u00a0\u00fcber drei Jahre, w\u00e4hrend der Durchschnitt bei\u00a0150-200%\u00a0liegt. Bis 2026 werden\u00a045% der Besch\u00e4ftigten\u00a0KI-Tools in ihrem t\u00e4glichen Arbeitsablauf nutzen \u2013 ein deutlicher Anstieg gegen\u00fcber 28% Anfang 2024.<\/p>\n<p>Eine\u00a0FAZ-Studie\u00a0zeigt, dass KI &#8222;noch nicht in den Statistiken ankommt&#8220;, obwohl sie als &#8222;Motor eines neuen Produktivit\u00e4tsschubs&#8220; gilt und ab\u00a030% Automatisierung\u00a0einer T\u00e4tigkeit wirkt.<\/p>\n<p>Die Titelseite von\u00a0&#8222;The World Ahead 2026&#8220;\u00a0des Economist ist eine dichte symbolische Warnung vor einem Jahr multipler Krisen und fundamentaler Umbr\u00fcche. (15)<\/p>\n<p>Sie ist durch eine intensive\u00a0rot-blaue Farbgebung\u00a0gekennzeichnet, die das globale Kr\u00e4ftemessen und die innenpolitische Polarisierung symbolisiert. Zahlreiche Ikonen \u2013 darunter\u00a0Panzer, Drohnen, Raketen, ein zerbrochenes Dollarzeichen und schmelzendes Eis\u00a0\u2013 signalisieren, dass 2026 ein Jahr der Eskalation in Geopolitik, Wirtschaft und Klima sein wird. Diese visuelle Sprache ist eindeutig: Der Economist prognostiziert keine Entspannung, sondern eine Versch\u00e4rfung auf allen Ebenen. (16)<\/p>\n<p>Der Economist formuliert unmi\u00dfverst\u00e4ndlich das Ende der alten Weltordnung und identifiziert\u00a0zehn Hauptthemen, die 2026 dominieren werden, von der Fortsetzung hei\u00dfer Konflikte bis zu disruptiven technologischen Durchbr\u00fcchen und einer Neuausrichtung der globalen Machtverh\u00e4ltnisse: (17)<\/p>\n<p>Die Fortsetzung der milit\u00e4rischen Konflikte in der Ukraine, im Sudan und in Myanmar, wobei keine schnelle Stabilisierung zu erwarten ist. Dar\u00fcber hinaus wird mit sogenannten\u00a0&#8222;grauen Provokationen&#8220;\u00a0\u2013 Aktionen unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges \u2013 in strategisch sensiblen Regionen gerechnet, etwa in der\u00a0Arktis und im S\u00fcdchinesischen Meer, wo maritime und territoriale Anspr\u00fcche aufeinandertreffen. Die Ausweitung von Konflikten in neue Dom\u00e4nen wie\u00a0Weltraum, Meeresboden und Cyberraum\u00a0wird explizit erwartet. (18)<\/p>\n<p><strong>Europas Dilemma<\/strong> wird schonungslos benannt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;All this poses a particular test for Europe. It must increase defence spending, keep America on side, boost economic growth and deal with huge deficits, even though austerity risks stoking support for hard-right parties. It also wants to remain a leading advocate for free trade and greenery.\u00a0It cannot do all of these at once&#8220;. (19)<\/p>\n<p>Diese Formulierung ist bemerkenswert direkt: Europa steht vor unl\u00f6sbaren Zielkonflikten. Die Notwendigkeit, Verteidigungsausgaben massiv zu erh\u00f6hen, kollidiert mit der fiskalischen Realit\u00e4t bereits belasteter Staatshaushalte, w\u00e4hrend gleichzeitig ein Anstieg der Popularit\u00e4t rechtspopulistischer Bewegungen bef\u00fcrchtet wird. Der Economist warnt: &#8222;Hohe Verteidigungsausgaben k\u00f6nnten das Wachstum ankurbeln, aber nur geringf\u00fcgig&#8220;. (20)<\/p>\n<p><strong>Das\u00a0zerbrochene Dollarzeichen<\/strong> und der fallende Wirtschaftsgraph\u00a0symbolisieren das Risiko einer Erosion des globalen Vertrauens in die US-Wirtschaft. Analysten erwarten im Falle einer fortgesetzten Dominanz der republikanischen Politik eine weitere Konsolidierung des protektionistischen\u00a0&#8222;America First&#8220;-Kurses. Dieser Isolationismus, so die Warnung des Magazins, k\u00f6nnte das Wachstum der globalen Wirtschaft verlangsamen. (21)<\/p>\n<p>Die Titelseite verk\u00fcndet <strong>2026 als Jahr der Wahrheit. Steht ein Jahr der Enth\u00fcllungen bevor?<\/strong>\u2013 nicht im positiven Sinne spiritueller Erleuchtung, sondern als brutale Konfrontation mit wirtschaftlichen, geopolitischen und fiskalischen Realit\u00e4ten, die bisher durch Verschuldung, Rhetorik und Hoffnung \u00fcbert\u00fcncht wurden.<\/p>\n<p>Die symbolische Verdichtung \u2013 schmelzendes Eis (Klimakrise), Panzer und Drohnen (milit\u00e4rische Eskalation), zerbrochenes Dollarzeichen (Vertrauensverlust), fallende Graphen (wirtschaftlicher Niedergang) \u2013 zeigt ein System in multipler Krise. Der Aufstieg flexibler\u00a0Ad-hoc-Allianzen\u00a0zur L\u00f6sung spezifischer Aufgaben in Verteidigung, Klima und Handel deutet auf das Ende stabiler multilateraler Ordnungen hin. (22)<\/p>\n<p>Die <strong>Prognosen von 1% Wachstum<\/strong> f\u00fcr Europa basieren auf der Annahme <strong>kontrollierter Krisen<\/strong>.<\/p>\n<p>Jede Eskalation \u2013 milit\u00e4risch, handelspolitisch oder fiskalisch \u2013 w\u00fcrde diese fragilen Szenarien zerbrechen lassen. Der Economist macht deutlich: Europa kann nicht gleichzeitig aufr\u00fcsten, sozial stabil bleiben, wirtschaftlich wachsen und fiskalisch solide sein. Die Titelseite visualisiert diese \u00dcberforderung als systemische Krise. (23)<\/p>\n<p>Die &#8222;Wahrheit&#8220; f\u00fcr 2026 lautet demnach: Das Jahr wird zeigen, welche der konkurrierenden Priorit\u00e4ten geopfert werden \u2013 und zu welchem Preis.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsprognosen von WIFO, IHS, Bundesbank und EU-Kommission sind\u00a0technische Modellrechnungen, die auf spezifischen Annahmen basieren: keine weitere milit\u00e4rische Eskalation, kontrollierte Inflationsentwicklung, funktionierende Lieferketten, stabile politische Verh\u00e4ltnisse. Diese Prognosen messen BIP-Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit innerhalb eines bestehenden Systems und gehen von dessen Kontinuit\u00e4t aus. (24)<\/p>\n<p>Der Economist hingegen liefert eine\u00a0systemische Risikoanalyse:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;The old world order is finished \u2013 and in 2026 the contours of what will replace it will emerge&#8220; (Die alte Weltordnung ist beendet \u2013 und 2026 werden die Konturen der neuen erkennbar).<\/p>\n<p>Die Titelseite visualisiert nicht Wachstumsraten, sondern fundamentale Br\u00fcche \u2013 milit\u00e4rische Eskalation, fiskalische \u00dcberdehnung, geopolitische Neuordnung, technologische Disruption.<\/p>\n<p><strong>Rechnerisches Wachstum nur durch Kriegswirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt ist: Die prognostizierten Wachstumsraten f\u00fcr Deutschland (1,3-1,5%) und \u00d6sterreich (1,0-1,2%) werden prim\u00e4r durch\u00a0massive Staatsausgaben f\u00fcr Verteidigung\u00a0getrieben. Wirtschaftsministerin Reiche f\u00fchrt das Wachstum &#8222;haupts\u00e4chlich auf die umfangreichen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigungsf\u00e4higkeit zur\u00fcck&#8220;. Die Bundesbank best\u00e4tigt: Nach Lockerung der Schuldenbremse finanziert die Fiskalpolitik &#8222;insbesondere Ausgaben f\u00fcr Verteidigung und staatliche Infrastruktur umfangreich \u00fcber Kredite&#8220;. (25)<\/p>\n<p>Das ist genau das Szenario, das der Economist auf der Titelseite mit\u00a0Panzern, Drohnen, Raketen\u00a0und dem\u00a0zerbrochenen Dollarzeichen\u00a0visualisiert. Die Staatsdefizite steigen auf 4,2% (\u00d6sterreich) und 3,2% (Deutschland) des BIP \u2013 weit \u00fcber der Maastricht-Grenze. Der Economist warnt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;With rich countries living beyond their means, the risk of a bond-market crisis is growing&#8220; (Wenn reiche L\u00e4nder \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse leben, steigt das Risiko einer Krise von Anleihem\u00e4rkten). (26)<\/p>\n<p>Die &#8222;positiven&#8220; Wachstumszahlen sind also\u00a0Kriegswirtschaftswachstum auf Pump, das keine Verbesserung des Lebensstandards bringt. Die Reall\u00f6hne sinken weiter, die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, und die strukturellen Probleme versch\u00e4rfen sich. (27)<\/p>\n<p><strong>Die drei Wahrheitsebenen f\u00fcr 2026<\/strong><\/p>\n<p>Der Economist identifiziert drei Bereiche, in denen 2026 &#8222;Klarheit herrschen wird \u2013 im Guten wie im Schlechten&#8220;: (28)<\/p>\n<ol>\n<li>Geopolitik: Die Fortsetzung milit\u00e4rischer Konflikte in der Ukraine, im Sudan, in Myanmar sowie &#8222;graue Provokationen&#8220; in der Arktis und im S\u00fcdchinesischem Meer. Die Titelseite zeigt\u00a0Selenskyj mit Fernglas inmitten von Kriegsausr\u00fcstung\u00a0\u2013 eine Metapher f\u00fcr anhaltende Wachsamkeit. Die wirtschaftlichen Prognosen behandeln dies als &#8222;Unsicherheitsfaktor&#8220;, aber nicht als Systemrisiko. (29)<\/li>\n<li>Wirtschaft: &#8222;Die negativen Auswirkungen von Z\u00f6llen werden deutlicher zutage treten. Der Druck auf die Verbraucher wird zunehmen und die Untragbarkeit der US-Haushaltsdefizite wird offensichtlicher werden&#8220;. Das\u00a0zerbrochene Dollarzeichen und der fallende Wirtschaftsgraph\u00a0symbolisieren den drohenden Vertrauensverlust. (30)<\/li>\n<li>Europa: wird in das oben beschriebene Dilemma zwischen multiplen Anspr\u00fcchen und desastr\u00f6ser \u00f6konomischer Realit\u00e4t geraten. (31)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der in Japan lebende unabh\u00e4ngige kanadisch-amerikanische Journalist James Corbett begann das Jahr 2025 mit \u201eThe Pendulum Has Swung Again\u201c (Das Pendel hat erneut ausgeschlagen), einem Leitartikel, in dem er darauf hinwies, wie die linken\/progressiven Fr\u00f6mmeleien von einst durch die rechten\/MAGA-Fr\u00f6mmeleien des neuen Trump- und Change-Regimes hinweggefegt wurden.<\/p>\n<p>Laut Corbett dauerte es nicht lange, bis diese narrative Verschiebung vom \u201eGreat Resetter\u201c selbst, Donald J. Trump, gro\u00dfartig best\u00e4tigt wurde:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Ich kehre voller Zuversicht und Optimismus ins Pr\u00e4sidentenamt zur\u00fcck\u201c, <\/em>so Trump beim Antritt seiner zweiten Amtszeit<em>, \u201edenn wir stehen am Beginn einer spannenden neuen \u00c4ra des nationalen Erfolgs. Eine Welle des Wandels erfasst das Land, Sonnenlicht str\u00f6mt \u00fcber die ganze Welt, und Amerika hat die Chance, diese Gelegenheit wie nie zuvor zu nutzen<\/em>\u201c. (32)<\/p>\n<p>Wie bei so vielen Politikern vor ihm waren die k\u00fchnen Worte nur hei\u00dfe Luft.<\/p>\n<p>Nach dem Verrat durch die Angriffe auf den Iran, dem Debakel um Trump, Gaza und den \u201eFriedensrat\u201c, der Katastrophe um den \u201eFriedensplan\u201c f\u00fcr die Ukraine, den Massakern auf venezolanischen Drogenbooten, der Beleidigung \u201euntalentierte Amerikaner\u201c und nat\u00fcrlich die \u201eEpstein-Hoax\u201c-L\u00fcge haben selbst die hartn\u00e4ckigsten MAGA-Anh\u00e4nger begonnen zu erkennen, dass Trumps Antrittsrede \u00fcber ein neues \u201egoldenes Zeitalter\u201c in das Reich der Fabel geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2025 hat sich laut Corbett ein bemerkenswerter Wandel im Verst\u00e4ndnis und Diskurs der Bev\u00f6lkerung vollzogen. Dieser Wandel hat die Debatte um einige der Kernthemen ver\u00e4ndert, \u00fcber die die unabh\u00e4ngigen Medien seit Jahren berichten. Diese Ver\u00e4nderung habe nichts mit Politikern, Akademikern, Talkshow-Moderatoren und anderen Schw\u00e4tzern zu tun, die sich f\u00fcr \u201eVordenker\u201d und \u201eTrendsetter\u201d halten. Und trotz der Bem\u00fchungen derer, die in jedem Silberstreif am Horizont eine Gewitterwolke sehen, ist diese Ver\u00e4nderung in der Berichterstattung tats\u00e4chlich ein Grund zur Freude.<\/p>\n<p>Es begann damit, dass bis kurz vor dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Pr\u00e4sident am 20. Januar 2025 sechs gro\u00dfe US-Banken \u2013 Goldman Sachs, Wells Fargo, Citigroup, Bank of America, Morgan Stanley und JPMorgan Chase \u2013 die\u00a0 Gemeinschaft der klimaktiven &#8222;Net Zero Banking Alliance&#8220; (NZBA) verlie\u00dfen. (33)<\/p>\n<p>Die NZBA, die 2021 mit 43 Banken aus 23 Nationen startete und bis Oktober 2024 auf 144 Institute aus 44 L\u00e4ndern anwuchs, schrumpfte durch die US-Austritte auf 141. Im November 2025 l\u00f6ste sich die Allianz nach einer Mitgliederabstimmung vollst\u00e4ndig auf \u2013 ihre Durchsetzungs- und Rechenschaftsmechanismen wurden abgeschafft.<\/p>\n<p>Es setzte sich fort mit der erstaunlichen Kehrtwende des Klimapolitikers Bill Gates, der zugab, dass der Klimawandel tats\u00e4chlich nicht zum Untergang der Menschheit f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Und es gipfelte in dem weltgeschichtlichen Scheitern der COP30 \u2013 des j\u00e4hrlichen Klimagipfel der Vereinten Nationen \u2013, der nicht nur keine substanzielle Vereinbarung hervorbrachte, sondern auch Schlagzeilen wie \u201eDie Aufl\u00f6sung des Klimakults ist unvermeidlich\u201d generierte. Selbst die Los Angeles Times sah sich gezwungen zu erkl\u00e4ren, dass Amerika \u201eendlich aus seinem jahrzehntelangen Klimakatastrophismus-Stupor erwacht\u201d.<\/p>\n<p>Dann meldete sich der ehemalige Kongressabgeordnete Curt Weldon zu Wort und sprach sich gegen die offizielle 9\/11-Version aus, der ehemalige Kongressabgeordnete Dennis Kucinich schloss sich dem Kampf f\u00fcr Gerechtigkeit im Zusammenhang mit 9\/11 an und der Vorsitzende des St\u00e4ndigen Untersuchungsausschusses des US-Senats, Ron Johnson, stellte sich hinter diejenigen, die es wagten, die Ereignisse des 11. September in Frage zu stellen.<\/p>\n<p>Im Beifang dieser Wende: Menschen hinterfragen nun auch andere False-Flag-Operationen und die illegalen Angriffskriege.<\/p>\n<p>Angesichts der \u00f6ffentlichen Emp\u00f6rung \u00fcber die anhaltende Vertuschung des Epstein-Skandals scheint es immer schwerer zu werden, die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit vom Thema der politischen P\u00e4dophilie abzulenken.<\/p>\n<p>Und die \u00f6ffentliche Meinung zur Lage in Pal\u00e4stina scheint sich im Jahr 2025 v\u00f6llig gewandelt zu haben.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Eruptionen wirkt der spektakul\u00e4re Sturz von Klaus Schwab und die v\u00f6llige Aufgabe der \u201eGreat Reset\u201c-Agenda fast unbedeutend.<\/p>\n<p><strong>Auf welche Seite wird sich das Pendel schlagen?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die\u00a0Grundannahmen\u00a0der Wirtschaftsprognosen halten (keine weitere Eskalation, kontrollierte Staatsverschuldung, funktionierende M\u00e4rkte) ist 1% Wachstum realistisch \u2013 allerdings erkauft durch Milit\u00e4rausgaben, sinkende Realeinkommen und wachsende Schulden.<\/p>\n<p>Der Economist hat recht mit seiner\u00a0Risikoanalyse: Die Annahmen sind fragil. Jede der visualisierten Krisen \u2013 milit\u00e4rische Eskalation (Panzer, Drohnen), fiskalischer Kollaps (zerbrochenes Dollarzeichen), geopolitische Neuordnung (Trump, Putin, Xi mit gekreuzten Schwertern), technologische Disruption (KI-Roboter) \u2013 kann das zarte Hoffnungspfl\u00e4nzchen erdr\u00fccken. (34)<\/p>\n<p>Allen Prognosen f\u00fcr 2026 gemeinsam ist die \u00dcberzeugung eines Wendepunkts \u2013 weg von Illusionen und oberfl\u00e4chlichen Narrativen hin zu strukturellen Realit\u00e4ten, Authentizit\u00e4t und einer multipolaren Weltordnung.<\/p>\n<p>Der scheinbare Widerspruch zwischen den &#8222;optimistischen&#8220; Wirtschaftsprognosen (1-1,5% Wachstum f\u00fcr Deutschland und \u00d6sterreich) und dem d\u00fcsteren Economist-Titelbild l\u00e4sst sich aufl\u00f6sen, wenn man versteht, dass beide Darstellungen unterschiedliche Dimensionen derselben Realit\u00e4t abbilden \u2013 und beide sind in ihrer jeweiligen Perspektive &#8222;wahr&#8220;.<\/p>\n<p>Das Jahr wird nicht den Zusammenbruch bringen, aber die\u00a0Unhaltbarkeit des Status quo\u00a0offenbaren. Der Economist formuliert es so: &#8222;how 2026 will shape the next decade&#8220; \u2013 2026 ist nicht das Jahr des Crashs, sondern das Jahr, in dem die Weichen f\u00fcr die Krise der sp\u00e4ten 2020er Jahre gestellt werden. (35)<\/p>\n<p>Die scheinbar &#8222;positiven&#8220; Prognosen und das d\u00fcstere Economist-Bild widersprechen sich also nicht \u2013 sie zeigen nur unterschiedliche Aspekte derselben Wahrheit: Europa kauft sich 2026 durch massive Verschuldung ein minimales rechnerisches Wachstum, w\u00e4hrend die fundamentalen Probleme sich versch\u00e4rfen und die systemischen Risiken wachsen. (36)<\/p>\n<p>Die\u00a0Synthese\u00a0lautet: 2026 wird rechnerisch ein marginales Wachstum zeigen, das aber auf wachsenden systemischen Risiken basiert.<\/p>\n<p>Das neue Jahr war gerade erst 51 Stunden alt, als US-Pr\u00e4sident Donald Trump mit einem Paukenschlag der Welt mit dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro eines der systemischen Risiken bewusst machte. Dieses Muskelspiel l\u00f6ste in gro\u00dfen Teilen der nichtwestlichen Welt scharfe Verurteilungen sowie den Vorwurf der \u201ebewaffneten Aggression\u201c und eines Staatsstreichs aus. Viele Staaten des Globalen S\u00fcdens sehen darin einen eklatanten Bruch der UN\u2011Charta, einen Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr v\u00f6lkerrechtswidrige Regimewechselpolitik und einen Angriff auf die Souver\u00e4nit\u00e4t des gesamten lateinamerikanischen Raums<\/p>\n<p>Dieser US\u2011Angriff auf Venezuela wird in gro\u00dfen Teilen der nichtwestlichen Welt vielfach als Best\u00e4tigung eines doppelten Standards der USA wahrgenommen: W\u00e4hrend man sich auf die Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten berufe, w\u00fcrden geostrategische und \u00f6konomische Interessen \u2013 insbesondere an venezolanischem \u00d6l \u2013 im Vordergrund stehen.(37)<\/p>\n<p>Das russische Au\u00dfenministerium bezeichnete den Einsatz als \u201eAkt bewaffneter Aggression\u201c, \u201ezutiefst beunruhigend und verwerflich\u201c; die von Washington genannten Gr\u00fcnde seien \u201eunhaltbare Vorw\u00e4nde\u201c. (38)<\/p>\n<p>In Erkl\u00e4rungen wird hervorgehoben, der Angriff versto\u00dfe gegen die UN\u2011Charta und grundlegende Normen des V\u00f6lkerrechts, da weder Selbstverteidigung noch ein UN\u2011Mandat vorl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Russland fordert die USA explizit auf, ihre Position zu \u00fcberdenken und den \u201erechtm\u00e4\u00dfig gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten eines souver\u00e4nen Landes und seine Ehefrau\u201c freizulassen.<\/p>\n<p>Moskau unterst\u00fctzt den venezolanischen Antrag auf eine sofortige Sitzung des UN\u2011Sicherheitsrats und warnt vor weiterer Eskalation und fordert statt dessen eine L\u00f6sung \u201edurch Dialog\u201c. (39)<\/p>\n<p>Was 2026 weiter passieren wird, ist noch keine ausgemachte Sache. Es wird das Endergebnis der Bem\u00fchungen sein, die wir heute (oder auch nicht) unternehmen, um den Wandel des Narrativs voranzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete \u201eatomare Gefechtsfeld\u201c in Europa. Nach zw\u00f6lfj\u00e4hriger Dienstzeit studierte er in M\u00fcnchen Politikwissenschaft sowie H\u00f6heres Lehramt (Bauwesen\/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule f\u00fcr Bautechnik. Seitdem publiziert er zur j\u00fcngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm \u201eSchwarzbuch EU &amp; NATO\u201c (2020) sowie \u201eDie untersch\u00e4tzte Macht\u201c (2022)<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen und Quellen<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>1) <a href=\"https:\/\/www.abnamro.com\/research\/en\/our-research\/global-outlook-2026-the-shifting-world-order\">https:\/\/www.abnamro.com\/research\/en\/our-research\/global-outlook-2026-the-shifting-world-order<\/a><\/p>\n<p>2) <a href=\"https:\/\/globalmarkets.cib.bnpparibas\/global-outlook-2026-in-a-good-place\/\">https:\/\/globalmarkets.cib.bnpparibas\/global-outlook-2026-in-a-good-place\/<\/a><\/p>\n<p>3) <a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/%C3%9Cber-die-KfW\/Newsroom\/Aktuelles\/Pressemitteilungen-Details_861248.html\">https:\/\/www.kfw.de\/%C3%9Cber-die-KfW\/Newsroom\/Aktuelles\/Pressemitteilungen-Details_861248.html<\/a><\/p>\n<p>4) <a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/%C3%9Cber-die-KfW\/Newsroom\/Aktuelles\/Pressemitteilungen-Details_861248.html\">https:\/\/www.kfw.de\/%C3%9Cber-die-KfW\/Newsroom\/Aktuelles\/Pressemitteilungen-Details_861248.html<\/a><\/p>\n<p>5) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/bundesregierung-konjunkturprognose-102.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/bundesregierung-konjunkturprognose-102.html<\/a><\/p>\n<p>6) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/herbstprognose-europa-kommission-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/herbstprognose-europa-kommission-100.html<\/a><\/p>\n<p>7) <a href=\"https:\/\/www.datev-magazin.de\/nachrichten-steuern-recht\/wirtschaft\/deutsche-wirtschaft-nach-der-rezession-imk-prognostiziert-02-prozent-wirtschaftswachstum-fuer-2025-und-14-prozent-fuer-2026-141876\">https:\/\/www.datev-magazin.de\/nachrichten-steuern-recht\/wirtschaft\/deutsche-wirtschaft-nach-der-rezession-imk-prognostiziert-02-prozent-wirtschaftswachstum-fuer-2025-und-14-prozent-fuer-2026-141876<\/a><\/p>\n<p>8) <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/presse\/pressenotizen\/deutschland-prognose-wirtschaftliche-erholung-kommt-langsam-in-gang-959260\">https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/presse\/pressenotizen\/deutschland-prognose-wirtschaftliche-erholung-kommt-langsam-in-gang-959260<\/a><\/p>\n<p>9) <a href=\"https:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/wifo-ihs-prognose-oesterreich-wirtschaft-inflation-bip-budget\/403114825\">https:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/wifo-ihs-prognose-oesterreich-wirtschaft-inflation-bip-budget\/403114825<\/a><\/p>\n<p>10) <a href=\"https:\/\/www.abnamro.com\/research\/en\/our-research\/global-outlook-2026-the-shifting-world-order\">https:\/\/www.abnamro.com\/research\/en\/our-research\/global-outlook-2026-the-shifting-world-order<\/a><\/p>\n<p>11) <a href=\"https:\/\/www.forbes.at\/artikel\/wie-inflation-und-zinsniveau-das-einkaufsverhalten-2026-veraendern\">https:\/\/www.forbes.at\/artikel\/wie-inflation-und-zinsniveau-das-einkaufsverhalten-2026-veraendern<\/a><\/p>\n<p>12) <a href=\"https:\/\/www.de.vanguard\/professionell\/insights\/wie-wird-kunstliche-intelligenz-die-wirtschaft-und-die-markte-im-jahr-2026-pragen\">https:\/\/www.de.vanguard\/professionell\/insights\/wie-wird-kunstliche-intelligenz-die-wirtschaft-und-die-markte-im-jahr-2026-pragen<\/a><\/p>\n<p>13) <a href=\"https:\/\/www.datev-magazin.de\/nachrichten-steuern-recht\/wirtschaft\/deutsche-wirtschaft-nach-der-rezession-imk-prognostiziert-02-prozent-wirtschaftswachstum-fuer-2025-und-14-prozent-fuer-2026-141876\">https:\/\/www.datev-magazin.de\/nachrichten-steuern-recht\/wirtschaft\/deutsche-wirtschaft-nach-der-rezession-imk-prognostiziert-02-prozent-wirtschaftswachstum-fuer-2025-und-14-prozent-fuer-2026-141876<\/a><\/p>\n<p>14) <a href=\"https:\/\/www.ipsos.com\/de-at\/ipsos-prognoseumfrage-2026\">https:\/\/www.ipsos.com\/de-at\/ipsos-prognoseumfrage-2026<\/a><\/p>\n<p>15) <a href=\"https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/\">https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/<\/a><\/p>\n<p>16) <a href=\"https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/\">https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/<\/a><\/p>\n<p>17) <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/insider\/the-insider\/the-world-ahead-how-2026-will-shape-the-next-decade\">https:\/\/www.economist.com\/insider\/the-insider\/the-world-ahead-how-2026-will-shape-the-next-decade<\/a><\/p>\n<p>18) <a href=\"https:\/\/www.newsflix.at\/s\/diese-10-grossen-trends-werden-2026-die-welt-praegen-120143512\">https:\/\/www.newsflix.at\/s\/diese-10-grossen-trends-werden-2026-die-welt-praegen-120143512<\/a><\/p>\n<p>19) <a href=\"https:\/\/www.economistgroup.com\/press-centre\/the-economist\/the-economist-launches-the-world-ahead-2026-with-rich-countries-living-beyond-their-means\">https:\/\/www.economistgroup.com\/press-centre\/the-economist\/the-economist-launches-the-world-ahead-2026-with-rich-countries-living-beyond-their-means<\/a><\/p>\n<p>20) <a href=\"https:\/\/www.newsflix.at\/s\/diese-10-grossen-trends-werden-2026-die-welt-praegen-120143512\">https:\/\/www.newsflix.at\/s\/diese-10-grossen-trends-werden-2026-die-welt-praegen-120143512<\/a><\/p>\n<p>21) <a href=\"https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/\">https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/<\/a><\/p>\n<p>22) <a href=\"https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/\">https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/<\/a><\/p>\n<p>23) <a href=\"https:\/\/www.economistgroup.com\/press-centre\/the-economist\/the-economist-launches-the-world-ahead-2026-with-rich-countries-living-beyond-their-means\">https:\/\/www.economistgroup.com\/press-centre\/the-economist\/the-economist-launches-the-world-ahead-2026-with-rich-countries-living-beyond-their-means<\/a><\/p>\n<p>24) <a href=\"https:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/wifo-ihs-prognose-oesterreich-wirtschaft-inflation-bip-budget\/403114825\">https:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/wifo-ihs-prognose-oesterreich-wirtschaft-inflation-bip-budget\/403114825<\/a><\/p>\n<p>25) <a href=\"https:\/\/bankenverband.de\/konjunktur\/deutsche-wirtschaft-loest-sich-2026-aus-langjaehriger-schwaechephase\">https:\/\/bankenverband.de\/konjunktur\/deutsche-wirtschaft-loest-sich-2026-aus-langjaehriger-schwaechephase<\/a><\/p>\n<p>26) <a href=\"https:\/\/www.theistanbulchronicle.com\/post\/what-the-cover-says-the-economist-s-the-world-ahead-2026\">https:\/\/www.theistanbulchronicle.com\/post\/what-the-cover-says-the-economist-s-the-world-ahead-2026<\/a><\/p>\n<p>27) <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/presse\/pressenotizen\/deutschland-prognose-wirtschaftliche-erholung-kommt-langsam-in-gang-959260\">https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/presse\/pressenotizen\/deutschland-prognose-wirtschaftliche-erholung-kommt-langsam-in-gang-959260<\/a><\/p>\n<p>28) <a href=\"https:\/\/www.newsflix.at\/s\/diese-10-grossen-trends-werden-2026-die-welt-praegen-120143512\">https:\/\/www.newsflix.at\/s\/diese-10-grossen-trends-werden-2026-die-welt-praegen-120143512<\/a><\/p>\n<p>29) <a href=\"https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/\">https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/<\/a><\/p>\n<p>30) <a href=\"https:\/\/www.theistanbulchronicle.com\/post\/what-the-cover-says-the-economist-s-the-world-ahead-2026\">https:\/\/www.theistanbulchronicle.com\/post\/what-the-cover-says-the-economist-s-the-world-ahead-2026<\/a><\/p>\n<p>31) <a href=\"https:\/\/www.economistgroup.com\/press-centre\/the-economist\/the-economist-launches-the-world-ahead-2026-with-rich-countries-living-beyond-their-means\">https:\/\/www.economistgroup.com\/press-centre\/the-economist\/the-economist-launches-the-world-ahead-2026-with-rich-countries-living-beyond-their-means<\/a><\/p>\n<p>32) <a href=\"https:\/\/uncutnews.ch\/2025-das-jahr-in-dem-sich-die-erzaehlung-aenderte\/\">https:\/\/uncutnews.ch\/2025-das-jahr-in-dem-sich-die-erzaehlung-aenderte\/<\/a><\/p>\n<p>33) <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/banken\/banken-net-zero-bankingalliance-verliert-die-letzte-us-grossbank\/100099299.html\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/banken\/banken-net-zero-bankingalliance-verliert-die-letzte-us-grossbank\/100099299.html<\/a><\/p>\n<p>34) <a href=\"https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/\">https:\/\/www.nume.ch\/the-economist-2026-titelseite-prognosen-und-schluesselthemen\/<\/a><\/p>\n<p>35) <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/insider\/the-insider\/the-world-ahead-how-2026-will-shape-the-next-decade\">https:\/\/www.economist.com\/insider\/the-insider\/the-world-ahead-how-2026-will-shape-the-next-decade<\/a><\/p>\n<p>36) <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/insider\/the-insider\/the-world-ahead-how-2026-will-shape-the-next-decade\">https:\/\/www.economist.com\/insider\/the-insider\/the-world-ahead-how-2026-will-shape-the-next-decade<\/a><\/p>\n<p>37) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/venezuela-usa-angriff-102.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/venezuela-usa-angriff-102.html<\/a><\/p>\n<p>38) <u><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-01\/venezuela-usa-angriff-reaktionen-russland-iran-eu-gxe\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-01\/venezuela-usa-angriff-reaktionen-russland-iran-eu-gxe<\/a><\/u><\/p>\n<p>39) <u><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/venezuela-krise-nach-angriff-der-usa-russland-reagiert-wuetend-europa-vorsichtig-a-6aedccb0-cc45-416f-9aa9-6dd6f7b92cba\">https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/venezuela-krise-nach-angriff-der-usa-russland-reagiert-wuetend-europa-vorsichtig-a-6aedccb0-cc45-416f-9aa9-6dd6f7b92cba<\/a><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Erzeugt mit KI. Quelle: Manuskript von W. Effenberger<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Wolfgang Effenberger<\/b><br \/>\nZum \u00dcbergang in das neue Jahr sprie\u00dfen die Prognosen wie die Krokusse im Fr\u00fchling. W\u00e4hrend die einen f\u00fcr 2026 einen bedeutenden &#8222;Shift&#8220; oder Wandel \u2013 aus wirtschaftlicher, geopolitischer und technologischer Perspektive vorhersagen, \u00a0malen Andere ein Kriegsmenetekel an die Wand. Genaues wird man erst in einem Jahr wissen. Schon im November 2025 ver\u00f6ffentlichte die niederl\u00e4ndische\u00a0&#8222;ABN AMRO- Bank den &#8222;Global Outlook 2026 &#8211; The Shifting World Order&#8220;, der 2026 als potenziell transformatives Jahr charakterisiert. Der Bericht identifiziert drei gro\u00dfe Verschiebungen: erstens die transformative Wirkung von KI auf Arbeitsm\u00e4rkte und Produktivit\u00e4t, zweitens Chinas &#8222;coming-of-age&#8220; als eigenst\u00e4ndige geo-\u00f6konomische Macht [&#8230;], und drittens eine fundamentale Neuordnung der globalen Handels- und Machtverh\u00e4ltnisse weg von Zolltarifen hin zu strategischen &#8222;Chokepoints&#8220; in kritischen Lieferketten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24135,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[1679,1398,1283,1631,3000,2067,2219,1750,180,1079,1955,3001,1784,639,396,949,2003,2171],"class_list":["post-24134","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeit-soziales","tag-angriffskrieg","tag-aufruestung","tag-energie","tag-geopolitik","tag-jahreswechsel","tag-ki","tag-kosten","tag-kriegswirtschaft","tag-krise","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-nahostkonflikt","tag-prognose","tag-ruestungsindustrie","tag-ukraine-konflikt","tag-venezuela","tag-wachstum","tag-weltwirtschaft","tag-wirtschaftswachstum"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/effenberger_hoffnung_01_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6hg","jetpack-related-posts":[{"id":20548,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20548","url_meta":{"origin":24134,"position":0},"title":"Im Gespr\u00e4ch: Wolfgang Bittner (&#8222;Niemand soll hungern, ohne zu frieren&#8220;)","author":"Webredaktion","date":"20. 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