{"id":24088,"date":"2025-12-30T02:44:58","date_gmt":"2025-12-30T01:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24088"},"modified":"2026-01-27T03:39:07","modified_gmt":"2026-01-27T02:39:07","slug":"cop30-in-belem-fossile-lobby-setzt-sich-durch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24088","title":{"rendered":"COP30 in Bel\u00e9m: Fossile Lobby setzt sich durch."},"content":{"rendered":"<h4>Es braucht eine grunds\u00e4tzlich andere Verhandlungs-Methode<\/h4>\n<p><em> Von <strong>Dr. Helmut Selinger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"> Erstver\u00f6ffentlichung am 01.12.2025 auf <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/5389-cop30-in-belem-fossile-lobby-setzt-sich-durch-es-braucht-eine-grundsaetzlich-andere-verhandlungs-methode\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">isw-muenchen.de<\/a><\/span><\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #ebd9b7;\" cellpadding=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>Hinweis<\/strong>: Die wissenschaftliche Frage der menschengemachten Erderw\u00e4rmung wird im Deutschen Freidenker-Verband nicht als entschieden betrachtet und offen diskutiert. Die hierzu ge\u00e4u\u00dferte Position des Autors gibt nicht notwendig die Meinung des Gesamtverbands wieder. Entscheidend ist f\u00fcr uns als Freidenker die Enth\u00fcllung, dass mit dem sch\u00f6nen Wort &#8222;Klimaschutz&#8220; der Widerstand gegen reaktion\u00e4rste politische Ma\u00dfnahmen gebrochen werden soll und ein irrationales Angstklima in der Gesellschaft erzeugt wird.<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div class=\"com-content-article__body\">\n<p>Nach den Klimakonferenzen der letzten beiden Jahre in den \u00d6lstaaten Aserbaidschan (Baku 2024, COP 29) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai 2023, COP 28) <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/5188-absurdistan-die-weltklimakonferenz-cop28-in-der-oelhauptstadt-dubai-unter-der-leitung-eines-oel-managers-ein-ergaenzender-kommentar?highlight=WyJzZWxpbmdlciJd\">(1) <\/a>und davor in \u00c4gypten (Sharm El-Sheikh 2022, COP 27) <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/4970-69klimagipfel-cop27-in-sharm-el-sheikh-internationale-klimapolitik-braucht-prinzipielle-neuausrichtung?highlight=WyJzZWxpbmdlciJd\">(2)<\/a> bin ich schon froh, dass die Weltklimakonferenz COP 30 diesmal zumindest in einem Land wie Brasilien stattfand, dessen Pr\u00e4sident, Luiz In\u00e1cio Lula da Silva, immerhin mehr Ambitionen hatte, ein vern\u00fcnftiges Ergebnis f\u00fcr die weltweite Klimapolitik zu erzielen als absurderweise \u00d6lscheichs, deren obsz\u00f6ner Reichtum genau darauf gr\u00fcndet, dass fossile Rohstoffe gef\u00f6rdert und weltweit verkauft und verfeuert werden.<\/p>\n<p>Lula da Silva hat gleich zu Beginn der Konferenz davon gesprochen, dass dies eine \u201e<strong>Konferenz der Wahrheit<\/strong>\u201c werde. Leider m\u00fcssen wir nun, am Ende der Konferenz feststellen, dass die Wahrheit der internationalen Klimapolitik darin besteht, dass trotz der h\u00f6heren Dringlichkeit durch weitere in 2024 gestiegene Treibhausgas-Emissionen noch nicht einmal eine minimale Einigung in wesentlichen Punkten einer internationalen Klimapolitik gegen den drohenden Klimawandel erreicht wurde.<\/p>\n<h5>Keine \u201eRoad-Map\u201c zur Konkretisierung des Ausstiegs aus Kohle, \u00d6l und Gas<\/h5>\n<p>Obwohl Lula da Silva schon zu Beginn der Konferenz seine ganze pers\u00f6nliche Autorit\u00e4t in die Waagschale gelegt hatte und eine solche Roadmap vorgeschlagen und darum geworben hatte, dass es einer solchen Konkretisierung und Bekr\u00e4ftigung des Ausstiegs aus Kohle, \u00d6l und Gas bed\u00fcrfe und obwohl 14 Tage lang darum gerungen und diskutiert wurde, gab es am Ende noch nicht einmal eine verbale Erw\u00e4hnung der Worte Kohle, \u00d6l und Gas als Hauptverantwortliche des vom Menschen verursachten Treibhauseffektes in der Atmosph\u00e4re und damit der bedrohlich sich permanent verschlimmernden globalen Klimaerw\u00e4rmung.<\/p>\n<p>Etliche Staaten engagierten sich nicht genug daf\u00fcr und andere Staaten, vor allem die Golfstaaten, an erster Stelle Saudi-Arabien, k\u00e4mpften mit ganzer Kraft dagegen. Immerhin geh\u00f6rte Deutschland zu den Staaten, die sich f\u00fcr Lulas Plan einsetzten. Auch Umweltminister Carsten Schneider (SPD) war lt. SZ entt\u00e4uscht. Er stellte fest: \u201eWir waren konfrontiert mit einer sehr stark auftretenden Petroindustrie\u201c. (3) Dass sich jedoch auch schon Mitglieder der Ampel-Regierung vor \u00d6lscheichs verbeugt haben (s. Robert Habeck am 21.3.2021 vor Katars Handelsminister Scheich Mohammed bin Hamad Al Thani) (4) zeigt die Widerspr\u00fcchlichkeit auch von gr\u00fcner Partei und SPD in heutigen Zeiten.<\/p>\n<p>Die fossile Industrie war nicht nur anwesend, sondern \u00fcberproportional pr\u00e4sent, bestens organisiert und gezielt darauf vorbereitet, klare Formulierungen zu verhindern, die langfristig ihre Gesch\u00e4ftsmodelle infrage stellen k\u00f6nnten. Gleichzeitig waren viele Delegationen aus besonders bedrohten Regionen \u2013 Inselstaaten, afrikanischen L\u00e4ndern, Teilen Asiens \u2013 finanziell und logistisch deutlich schw\u00e4cher aufgestellt.<\/p>\n<p>Der Klimagipfel in Bel\u00e9m war also kein Schritt in Richtung fossilfreie Zukunft, sondern ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, wie hart die Auseinandersetzung um die Klimazukunft geworden ist. Die fossile Lobby hat diesen Gipfel mitbestimmt \u2013 aber das darf sich nicht in die Zukunft fortsetzen.<\/p>\n<h5>Auch die bei vielen COPs schon aufgeworfenen Finanzierungsfragen wurden lange diskutiert, aber fast nichts wurde sinnvoll entschieden.<\/h5>\n<p>Die schon 2009 in Kopenhagen von den reichen Industriel\u00e4ndern versprochenen 100 Mrd. Dollar\/Jahr ab 2020 f\u00fcr einen Klimafonds zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels auch im globalen S\u00fcden sind bis heute bei weitem nicht eingel\u00f6st. So ist das Vertrauen zwischen dem globalen S\u00fcden in Versprechungen des globalen Nordens schon seit l\u00e4ngerem gr\u00fcndlich verspielt.<\/p>\n<p>Bei der COP29 in Baku im Jahr 2024 wurden wieder einmal Versprechungen von den reichen L\u00e4ndern gemacht: Bis 2035 k\u00fcndigten sie an, die Hilfen auf 300 Mrd Dollar\/Jahr anwachsen zu lassen, allerdings auch wieder nicht nur \u00f6ffentliche Mittel als Zusch\u00fcsse, sondern \u00fcberwiegend Kredite, insbesondere auch private.<\/p>\n<p>In der Finanzdiskussion in Belem wurde vor allem auch das Thema Hilfsgelder f\u00fcr Anpassungsma\u00dfnahmen angesprochen. Also Hilfen f\u00fcr \u00e4rmere Staaten um sich \u00fcberhaupt etwas besser auf \u00dcberschwemmungen, D\u00fcrren, steigende Meeresspiegel oder Extremwetter-Katastrophen vorbereiten und evtl. daran anpassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die merkw\u00fcrdige \u201eEinigung\u201c sah so aus, dass sich die Mittel daf\u00fcr verdreifachen sollen, es wurde aber nicht gesagt in welchem Zeitraum und in Bezug auf welche Basissumme diese Aussage gilt. Au\u00dferdem sollen die Gelder aus dem selben Finanzrahmen kommen, der in Baku f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels versprochen wurde. Das Geld wurde also nicht aufgestockt, sondern nur anders verteilt, d.h. wenn mehr Geld in Anpassungsma\u00dfnahmen flie\u00dfen soll, dann gibt es weniger f\u00fcr den Umstieg auf klimafreundliche Technologien. Dies sind keine vern\u00fcnftigen Beschl\u00fcsse, sondern lediglich ein Verschieben von einem Unterthema zu einem anderen.<\/p>\n<h5>Notwendigkeit einer grunds\u00e4tzlich neuen Methodik bei zuk\u00fcnftigen internationalen Klimaver\u00adhandlungen<\/h5>\n<p>Aus dem eben gesagten folgt, dass es inzwischen unabdingbar notwendig ist, zu einer grunds\u00e4tzlich neuen Methodik bei zuk\u00fcnftigen internationalen Klimaverhandlungen zu kommen, um die Klimakrise noch zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Die ergebnisnegierenden und oft relativ unverbindlichen Diskussionen bei den bisherigen COPs m\u00fcssen beendet werden und durch mehr verbindliche Beschl\u00fcsse in Richtung Bek\u00e4mpfung des Klimawandels und Verbesserung der Adaptation ersetzt werden, am Ende auch mit Strafbewehrung bei Nichteinhalten der Beschl\u00fcsse. Die z.T. sogar direkt kontraproduktiven Diskussionen von eindeutig fossilistischen Lobbyisten m\u00fcssen verboten werden.<\/p>\n<p>Eine derartige Forderung wurde im isw schon vor vier Jahren, nach der Klimakonferenz COP26 von Glasgow erhoben. <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/4304-3verlauf-von-glasgow-konferenz-zeigt-voellig-andere-art-klimakonferenz-noetig-fuer-bewaeltigung-der-klimakrise\">(5)<\/a> Inzwischen hat sich aber die Situation des Klimawandels derart weiter verschlimmert, andererseits haben ausgesprochene Leugner bzw. Skeptiker des menschengemach\u00adten Klimawandels ganze Regierungen von gro\u00dfen Staaten \u00fcbernommen, so dass die fossilistische Ideologie auf gro\u00dfer Front auf dem Vormarsch ist und ein regelrechtes \u201eRoll Back\u201c veranstalten kann.<\/p>\n<p>Die oft allgemeinen und unverbindlichen Diskussionen m\u00fcssen ersetzt werden durch konkrete Vereinbarungen auf der Grundlage von transparenten Berechnungen f\u00fcr Finanztransfers von Staaten, die ihr zustehendes CO<sub>2<\/sub>-Budget schon seit Jahren \u00fcberzogen haben.<\/p>\n<p>Um solche Berechnungen gerecht durchzuf\u00fchren, liegen alle Fakten transparent auf dem Tisch:<\/p>\n<ul>\n<li>Zum einen aus der Klima-Wissenschaft: Das sich f\u00fcr den ganzen Planeten ergebende CO<sub>2<\/sub>-Restbudget ab 1990, das noch vereinbar war mit dem 1,5\u00b0C-Ziel von Paris (Das Jahr 1990 ist hier bewusst gesetzt, weil in diesem Jahr der 1. IPCC-Bericht erschienen ist. Er sagt, dass die drohende Erd-Erw\u00e4rmung eindeutig auf anthropogene Ursachen zur\u00fcckgeht).<\/li>\n<li>Zum anderen die bekannten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen der einzelnen Staaten seit 1990 bis zum Jahr der \u00dcberschreitung des jedem einzelnen Staat zustehenden CO<sub>2<\/sub>-Budgets durch ihre konkreten, jeweiligen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ab diesem leicht zu ermittelnden Zeitpunkt emittiert jeder dieser Staaten jede Tonne CO<sub>2<\/sub> komplett auf Kosten all der gro\u00dfen Mehrzahl der anderen Staaten, die ihr CO<sub>2<\/sub>-Budget noch nicht ausgesch\u00f6pft haben. D.h. solche Staaten sollten als Klimaschuldner gef\u00fchrt werden. Ihre Klimaschulden in Gigatonnen (Gt) CO<sub>2<\/sub> sind mit einem gemeinsam zu vereinbarenden internationalen CO<sub>2<\/sub>-Ausgleichspreis sofort direkt umrechenbar in Klimaschulden in Dollar.<\/p>\n<p>Bis heute werden bei den Klima-Konferenzen solche verbindlichen Berechnungen durch die reichen kapitalistischen Industrie-L\u00e4nder und durch die \u00d6lstaaten schon im Ansatz abgeblockt und komplett verhindert.<\/p>\n<p>Leider verhalten sich auch die \u00e4rmeren Staaten des globalen S\u00fcdens viel zu oft zu \u00e4ngstlich, zu ruhig und unorganisiert, um solche Diskussionen und faktenbasierte Finanzberechnungsmethoden auf die Tagesordnung zu setzen und um \u00fcberhaupt eine andere Art bzw. Methode der Konferenzen mit mehr Verbindlichkeit und Mehrheitsentscheidungen durchzusetzen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re also n\u00f6tig, diese Fakten gem\u00e4\u00df der Wissenschaft anzuerkennen. Es sollte aber dann nicht nur bei wortreichen blumigen Erkl\u00e4rungen bleiben, indem z.B. die \u00dcberziehungsl\u00e4nder gro\u00dfm\u00fctig zugeben, in der Vergangenheit ges\u00fcndigt zu haben, nun aber Verantwortung durch freiwillige milde finanzielle Gaben bei evtl. Klimakatastrophen und Hilfsaktionen \u00fcbernehmen wollen und ihre Finanzm\u00e4rkte mit den internationalen Finanzinstituten und Versicherungen ermuntern wollen, nun in \u201egr\u00fcne\u201c Gesch\u00e4fte einzusteigen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens war die Zahl der Lobbyisten der globalen fossilen und Finanz-Industrie wieder die st\u00e4rkste Gruppe auf der COP30, st\u00e4rker als die gr\u00f6\u00dfte Regierungsdelegation (au\u00dfer Brasilien selbst).<\/p>\n<p>Es sollte also eine Methode vereinbart werden, wie sich aus diesen Klimafakten transparent nachvollziehbare Berechnungen von Klimaschulden ergeben. Nach der Vereinbarung eines internationalen -Ausgleichspreises (z.B. 60 Dollar pro t CO<sub>2<\/sub>) sollten solche transparent nachvollziehbaren Reparationszahlungen wie sonstige Schulden v\u00f6lkerrechtlich verbindlich geregelt werden. D.h. die Zahlungen w\u00e4ren dann in Zukunft keine kleine, freiwillige milde Gabe, sondern eine aus der vergangenen und immer noch laufenden \u00dcberziehung des CO<sub>2<\/sub>-Budgets resultierende verbindliche Klima-Schuld-Verpflichtung. <a href=\"https:\/\/transform-network.net\/blog\/article\/paying-climate-debts-for-global-climate-justice\">(6)<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr diese Zahlungen w\u00e4re ein UN-Klimafonds zu schaffen, der in demokratischer, v\u00f6lkerrechtlich korrekter und transparenter Weise \u00fcber die Verteilung der Finanzen an arme L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens f\u00fcr konkrete Transformations-, Anpassungs- und Reparatur-Projekte (Loss and Damage) wacht.<\/p>\n<p>Die <strong>bis 2020 berechneten Daten<\/strong> sehen folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<ul>\n<li>So h\u00e4tten die <strong>USA <\/strong>eine bis 2020 akkumulierte Klimaschuld von insgesamt ca. 7 Bill. Dollar und eine j\u00e4hrliche Klimaschuld von ca. 270 Mrd. Dollar zu begleichen.<\/li>\n<li>Die entsprechenden Werte f\u00fcr <strong>Deutschland <\/strong>lauten: seit 2005 bis 2020 akkumuliert: ca. 790 Mrd. Dollar und j\u00e4hrlich ca. 38 Mrd. Dollar.<\/li>\n<li>Insgesamt in Summe <strong>f\u00fcr alle Schuldnerl\u00e4nder<\/strong> w\u00fcrde das Volumen eines solcherart gef\u00fcllten Klima-Reparations-Fonds akkumuliert ca. 16 Bill. Dollar und j\u00e4hrlich ca. 900 Mrd. Dollar umfassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein anderer Kritikpunkt an der Methode der Klimaverhandlungen ist das Prinzip der Freiwilligkeit und Unverbindlichkeit. Angesichts der Klima-Notstandsituation auf der Erde sollte es nicht mehr zul\u00e4ssig sein, dass nach dem Einstimmigkeitsprinzip ein Staat einen vern\u00fcnftigen Mehrheitsbeschluss blockieren kann. Inzwischen sollte es darum gehen, dass effektive Klima-Ma\u00dfnahmen mit Mehrheit global durchgesetzt und nicht durch einige wenige Staaten (z.B. die \u00d6lstaaten) blockiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die COP30 ist ein Spiegel der globalen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse: Die Welt steuert auf eine sehr gef\u00e4hrliche Erw\u00e4rmung zu \u2013 und gleichzeitig schafft es die sog. \u201cStaatengemeinschaft\u201c nicht, die Industrie zur Verantwortung zu ziehen, die historisch und aktuell am st\u00e4rksten zur Krise beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Das Ergebnis in Bel\u00e9m zeigt, wie dringend sofort neue Governance-Strukturen, klare Regeln f\u00fcr Lobby-Transparenz\/-Beschr\u00e4nkung und st\u00e4rkere Stimmen der Zivilgesellschaft sind. Am Ende ist wohl nur nach der \u00dcberwindung des globalen kapitalistischen Systems eine wirkliche L\u00f6sung des Klimaproblems und generell der Umweltkrise zu erreichen.<\/p>\n<h5>Regenwaldfonds, Tropical Forests Forever Facility (TFFF), wurde von Pr\u00e4sident Lula vorge\u00adschlagen und gef\u00f6rdert.<\/h5>\n<p>Die Tropical Forests Forever Facility (TFFF) soll den Schutz von W\u00e4ldern in ein dauerhaftes \u201cGesch\u00e4ftsmodell\u201c \u00fcberf\u00fchren: L\u00e4nder, die ihre W\u00e4lder erhalten, sollen daf\u00fcr bezahlt werden. L\u00e4nder, deren W\u00e4lder verschwinden, sollen in den Fonds Strafe zahlen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen Fonds sollen lt. Brasiliens Wunsch am Ende rund 125 Milliarden Dollar Gesamtkapital zusammenkommen \u2013 aus \u00f6ffentlichen wie privaten Geldern, die am Finanzmarkt angelegt werden. Der Fonds soll mit 25 Milliarden Dollar starten. Einige L\u00e4nder, u.a. Brasilien, Indonesien und Norwegen, auch Deutschland, haben bislang fast sieben Milliarden Euro f\u00fcr den Fonds zugesagt. Dieses Geld dient als Sicherheit. Es soll m\u00f6gliche Verluste abfangen und Vertrauen schaffen. Auf dieser Grundlage will Brasilien weitere 100 Milliarden Dollar von privaten Investoren gewinnen, zum Beispiel von Pensionsfonds, Banken oder gro\u00dfen Unternehmen. Auch Strafzahlungen von Staaten sollen in den Fonds einflie\u00dfen, Zahlungen sollen daraus finanziert werden; zur Kontrolle sollen Satellitenbilder eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Weltbank soll als Treuh\u00e4nderin fungieren und das vorl\u00e4ufige Sekretariat des Fonds beherbergen. F\u00fcr viele tropische L\u00e4nder w\u00e4re der Fonds eine neue Einnahmequelle. Gerade die sehr waldreichen L\u00e4nder Brasilien, Indonesien und die Demokratische Republik Kongo k\u00f6nnten zumindest theoretisch jeweils Hunderte Millionen Dollar j\u00e4hrlich aus dem Fonds erhalten, wenn sie die Waldzerst\u00f6rung vollst\u00e4ndig stoppen.<\/p>\n<p>Teilnahmeberechtigt sollen 74 L\u00e4nder in Afrika, Asien und S\u00fcdamerika sein, die gemeinsam \u00fcber eine Milliarde Hektar tropischer und subtropischer W\u00e4lder umfassen. Nur L\u00e4nder mit einer Entwaldungsrate von unter 0,5 Prozent sollen profitieren. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie 20 Prozent der Mittel an indigene und traditionelle Gemeinschaften weitergeben \u2013 jene Gruppen, die nachweislich den geringsten Anteil an der Abholzung haben.<\/p>\n<p>Ein zentrales Versprechen des TFFF lautet: Geld f\u00fcr den Waldschutz darf nicht am Ende doch in fossile Projekte flie\u00dfen. Doch genau das muss der Fonds erst noch absichern. Zwar soll es eine sogenannte \u201eExclusion List\u201c geben \u2013 eine Liste von Branchen und Firmen, in die nicht investiert werden darf, etwa Kohle, \u00d6l, Gas oder Unternehmen, die direkt zur Abholzung beitragen. Aber bislang existierten nur Grunds\u00e4tze, keine detaillierten Ausschlussregeln.<\/p>\n<p>Kritische Aspekte kommen z.B. von der Global Forest Coalition (GFC), einem internationalen B\u00fcndnis von Umweltorganisationen, indigenen Gruppen und Basisinitiativen: W\u00e4lder k\u00f6nnten zu \u201cFinanzprodukten\u201c gemacht werden, die nach Rendite statt nach \u00f6kologischen Zielen bewertet werden. Der Fonds biete au\u00dferdem indigenen V\u00f6lkern und lokalen Gemeinschaften nur eine symbolische Rolle, w\u00e4hrend Regierungen und Finanzinstitutionen die Kontrolle behalten w\u00fcrden. Die GFC fordert stattdessen direkte Finanzhilfen f\u00fcr indigene Gemeinschaften, verbindliche Schutzmechanismen und ein Ende der \u201eFinanzialisierung der Natur\u201c. Positive Stimmen betonen die Chance, dass durch den Fonds die Abholzung ernsthaft beenden werden kann.<\/p>\n<h5>Weitere Bemerkugen zur Klimakonferenz:<\/h5>\n<p>Einen konkreten allgemeinen \u00abWaldaktionsplan\u00bb, um die Zerst\u00f6rung von Wald einzud\u00e4mmen, beschloss die Konferenz nicht. Es wurde lediglich an einen fr\u00fcheren Beschluss erinnert, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen.<\/p>\n<p>Immerhin wurde im Rahmen der regionalen \u201eKongobecken-Waldpartnerschaft\u201c der &#8222;Bel\u00e9m Call to Action for the Congo Basin Forests&#8220; verabschiedet. Darin verpflichten sich die L\u00e4nder des Kongowaldbeckens, gemeinsam mit internationalen Partnern (auch Deutschland) bis 2030 eine Umkehr der Entwaldungstrends ihrer Region sicherzustellen.<\/p>\n<p>Korea, der Staat mit dem siebtgr\u00f6\u00dften Kohlekraftwerkspark der Welt, ist auf der COP30 der Powering Past Coal Alliance (PPCA) beigetreten und hat verk\u00fcndet, zwei Drittel der bestehenden Kohlekraftwerke bis 2040 stillzulegen und f\u00fcr die \u00fcbrigen im kommenden Jahr einen Ausstiegsfahrplan festzulegen.<\/p>\n<p>Weltweit nimmt die Bepreisung von klimasch\u00e4dlichem CO<sub>2<\/sub> zu. So gibt es inzwischen mindestens 38 L\u00e4nder mit Emissionshandelssystemen, weitere 20 L\u00e4nder bereiten deren Einf\u00fchrung vor. Brasilien k\u00fcndigte die Gr\u00fcndung einer &#8222;Open Coalition for Compliance Carbon Markets&#8220; an und unterstreicht damit die Rolle von CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung als ein Instrument f\u00fcr die globale Dekarbonisierung.<\/p>\n<p>China ist f\u00fcr ca. 30% der globalen fossilen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen verantwortlich, liegt jedoch beim Pro-Kopf-Verbrauch an fossilen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen etwa gleichauf mit Japan bei ca. 8 t CO<sub>2<\/sub>\/Jahr pro Kopf und bei ca. 58% des Wertes der USA, aber \u00fcber dem Wert der EU. \u00a0Die absoluten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen stagnieren immerhin seit 18 Monaten oder fallen. 2025 k\u00f6nnte das erste Jahr sein, in dem die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zur\u00fcckgehen, trotz Wirtschaftswachstum und steigender Stromnachfrage. Der Pr\u00e4sident der COP30, Andr\u00e9 Corr\u00eaa do Lago lobte China f\u00fcr seine Fortschritte im Bereich gr\u00fcner Technologien: &#8222;China entwickelt L\u00f6sungen, die f\u00fcr alle gelten, nicht nur f\u00fcr China&#8220;. Chinas Investitionen in Solar- und Windkraft treiben die Energiewende weltweit an.<\/p>\n<h5>Ein genereller Kritikpunkt \u2013 wie bei jeder COP-Klimakonferenz bisher: Das Milit\u00e4r wurde wie immer aus der Konferenz ausgeklammert.<\/h5>\n<p>Immerhin hat Pr\u00e4sident Lula das Thema Militarisierung bei der Er\u00f6ffnung angesprochen: &#8222;Wenn wir doppelt so viel f\u00fcr Waffen ausgeben wie f\u00fcr Klimaschutzma\u00dfnahmen, ebnen wir den Weg f\u00fcr die Klimaapokalypse.&#8220; Aber in der Konferenz wurde das Thema wie immer nicht behandelt. Dabei stehen sich nat\u00fcrlich R\u00fcstung und Klimaschutz im doppelten Sinn diametral gegen\u00fcber:<\/p>\n<ul>\n<li>Zum einen sind die Milit\u00e4rausgaben \u2013 sie erreichten in 2024 weltweit den absurden Wert von 2,7 Bill. Dollar \u2013 selbst schon eine irrsinnige Verschwendung, die nat\u00fcrlich an jeder anderen Stelle fehlt. Wenn diese Unsummen in Beziehung gesetzt werden zu den o.g. Geldern, die f\u00fcr den Klimaschutz oder Anpassung diskutiert werden, dann erkennt man, dass f\u00fcr R\u00fcstung unglaublich viel mehr Geld ausgegeben wird als f\u00fcr den Kampf gegen die globale Umweltzerst\u00f6rung und Klimaerw\u00e4rmung.<\/li>\n<li>Zum anderen zerst\u00f6rt Milit\u00e4r nicht nur im Krieg direkt menschliches Leben und die Natur und das Klima, sondern es zerst\u00f6rt auch im sog. \u201eFrieden\u201c bei \u00dcbungen und beim Bau der Waffen und Anlagen das Klima durch seine permanenten Treibhausgasemissionen. Nach groben Sch\u00e4tzungen betragen die gesamten Klima-Emissionen durch das Milit\u00e4r ca. 5-6% aller Treibhausgas-Emissionen auf der Erde.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>In Belem spielte die Zivilgesellschaft wieder eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Rolle als bei den Klimakonferenzen der letzten 3 Jahre.<\/h5>\n<p>Anders als bei vorherigen COP-Konferenzen in autorit\u00e4ren Staaten wie Aserbaidschan, Vereinigte Arabische Emirate oder \u00c4gypten regte sich drau\u00dfen im Zentrum der Millionenstadt Belem viel Protest. Ein H\u00f6hepunkt war ein mehrt\u00e4giger \u00ab Peoples Summit \u00bb mit 24.000 Teilnehmern aus \u00fcber 800 zivilgesellschaftlichen und indigenen Organisationen haupts\u00e4chlich aus Brasilien und Lateinamerika auf dem Gel\u00e4nde der UFPA-Uni. <a href=\"https:\/\/cupuladospovoscop30.org\/en\">(7)<\/a> Es wurde eine Abschlusserkl\u00e4rung <a href=\"https:\/\/cupuladospovoscop30.org\/en\/final-declaration\">(8)<\/a> verabschiedet, in der eine viel konsequentere Klimapolitik, Landrechte, historische Reparationszahlungen und eine gr\u00f6\u00dfere Beteiligung der Zivilgesellschaft und indigener Gruppen bei der offiziellen COP gefordert wurden. Neben dem Kampf f\u00fcr eine gerechte Transformation wurde auch der Kampf gegen rechte Gruppierungen verankert, die sich als Leugner des anthropogenen Klimawandels und Gegner der Demokratie gezeigt haben.<\/p>\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt war zur Halbzeit der Konferenz ein riesiger, bunter \u201cMarsch f\u00fcrs Klima\u201c von Siebzigtausend f\u00fcr mehr effektiven Klimaschutz. Unterschiedliche Karavanen der brasilianischen Bewegungen kamen zu Wasser und auf dem Landweg nach Bel\u00e9m. Indigene und andere Aktivisten belagerten im Kampf um mehr Mitsprache und Landrechte mehrfach das Gel\u00e4nde der Konferenz, einmal st\u00fcrmten sie sogar die Eingangshalle der eigentlich stark gesicherten COP-Zeltstadt.<\/p>\n<p>Zentrale Themen beim Summit waren die internationale Solidarit\u00e4t gegen Ungleichheit und Umweltrassismus sowie der Kampf gegen Straffreiheit von Unternehmen und falsche Klimal\u00f6sungen, die eher Lebensgrundlagen zerst\u00f6ren, statt sie zu erhalten. Das Recht auf Nahrung, die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und die aktive Einbeziehung der Betroffenen in die L\u00f6sungsfindung sollten zentrale Hebel f\u00fcr wirksamen Klimaschutz und die globalen Nachhaltigkeitsziele sein.<\/p>\n<p>Ein ungez\u00fcgelter Kapitalismus und die Kommerzialisierung der Natur stehen einer wirksamen L\u00f6sung der Klimakrise unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Helmut Selinger ist Mitglied des Ortsvorstandes M\u00fcnchen des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>(1) H. Selinger, 1-2024: \u00a0Absurdistan: \u00a0Die Weltklimakonferenz COP28 in der \u00d6lhauptstadt Dubai unter der Leitung eines \u00d6l-Managers. Ein erg\u00e4nzender Kommentar: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/5188-absurdistan-die-weltklimakonferenz-cop28-in-der-oelhauptstadt-dubai-unter-der-leitung-eines-oel-managers-ein-ergaenzender-kommentar?highlight=WyJzZWxpbmdlciJd\">https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/5188-absurdistan-die-weltklimakonferenz-cop28-in-der-oelhauptstadt-dubai-unter-der-leitung-eines-oel-managers-ein-ergaenzender-kommentar?highlight=WyJzZWxpbmdlciJd<\/a><\/p>\n<p>(2) H. Selinger, 12-2022: Klimagipfel COP27 in Sharm El-Sheikh: internationale Klimapolitik braucht prinzipielle Neuausrichtung: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/4970-69klimagipfel-cop27-in-sharm-el-sheikh-internationale-klimapolitik-braucht-prinzipielle-neuausrichtung?highlight=WyJzZWxpbmdlciJd\">https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/4970-69klimagipfel-cop27-in-sharm-el-sheikh-internationale-klimapolitik-braucht-prinzipielle-neuausrichtung?highlight=WyJzZWxpbmdlciJd<\/a><\/p>\n<p>(3) S\u00fcddeutsche Zeitung (SZ) v. 24.11.2025, S. 7<\/p>\n<p>(4) Handelsblatt v. 21.3.2022<\/p>\n<p>(5) H. Selinger 11-2021 \u201eVerlauf von Glasgow-Konferenz zeigt: V\u00f6llig andere Art Klimakonferenz n\u00f6tig f\u00fcr Bew\u00e4ltigung der Klimakrise\u201c: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/4304-3verlauf-von-glasgow-konferenz-zeigt-voellig-andere-art-klimakonferenz-noetig-fuer-bewaeltigung-der-klimakrise\">https:\/\/www.isw-muenchen.de\/online-publikationen\/texte-artikel\/4304-3verlauf-von-glasgow-konferenz-zeigt-voellig-andere-art-klimakonferenz-noetig-fuer-bewaeltigung-der-klimakrise<\/a><\/p>\n<p>(6) H.Selinger 2015 Transform! Europe Paying climate debts for global climate justice: <a href=\"https:\/\/transform-network.net\/blog\/article\/paying-climate-debts-for-global-climate-justice\">https:\/\/transform-network.net\/blog\/article\/paying-climate-debts-for-global-climate-justice<\/a><\/p>\n<p>(7) <a href=\"https:\/\/cupuladospovoscop30.org\/en\">https:\/\/cupuladospovoscop30.org\/en<\/a><\/p>\n<p>(8) <a href=\"https:\/\/cupuladospovoscop30.org\/en\/final-declaration\">https:\/\/cupuladospovoscop30.org\/en\/final-declaration<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Wir danken dem Autor f\u00fcr das Recht zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrages.<\/span><\/p>\n<div class=\"com-content-article__body\">\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Das Geb\u00e4ude des Nationalkongresses in Brasilia w\u00e4hrend der UN-Klimakonferenz in Bel\u00e9m vom 10. bis 22.11.2025 (Aufnahme vom 10.11.2025)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Ag\u00eancia Senado, Brasilia, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 4.0<\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=178352786\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=178352786<\/a><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Es braucht eine grunds\u00e4tzlich andere Verhandlungs-Methode<\/b><br \/>\n<b>Beitrag von Dr. Helmut Selinger<\/b><br \/>\nNach den Klimakonferenzen der letzten beiden Jahre [&#8230;] bin ich schon froh, dass die Weltklimakonferenz COP 30 diesmal zumindest in einem Land wie Brasilien stattfand, dessen Pr\u00e4sident, Luiz In\u00e1cio Lula da Silva, immerhin mehr Ambitionen hatte, ein vern\u00fcnftiges Ergebnis f\u00fcr die weltweite Klimapolitik zu erzielen als absurderweise \u00d6lscheichs, deren obsz\u00f6ner Reichtum genau darauf gr\u00fcndet, dass fossile Rohstoffe gef\u00f6rdert und weltweit verkauft und verfeuert werden. Lula da Silva hat gleich zu Beginn der Konferenz davon gesprochen, dass dies eine \u201eKonferenz der Wahrheit\u201c werde. Leider m\u00fcssen wir nun, am Ende der Konferenz feststellen, dass die Wahrheit der internationalen Klimapolitik darin besteht, dass trotz der h\u00f6heren Dringlichkeit durch weitere in 2024 gestiegene Treibhausgas-Emissionen noch nicht einmal eine minimale Einigung in wesentlichen Punkten einer internationalen Klimapolitik gegen den drohenden Klimawandel erreicht wurde.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1776,1170,2990,1473,1328,1681,2144,84,91,2040,72,94,1415,188,1176,704,344,987,1249,345,833],"class_list":["post-24088","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-brasilien","tag-co2","tag-entwaldung","tag-erdgas","tag-erdoel","tag-finanzierung","tag-fossile-brennstoffe","tag-klima","tag-klimakonferenz","tag-klimaleugner","tag-klimaschutz","tag-klimawandel","tag-kohle","tag-krieg","tag-lobbyismus","tag-militarisierung","tag-solidaritaet","tag-treibhauseffekt","tag-treuhand","tag-voelkerrecht","tag-zivilgesellschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Projecao_no_Congresso_Nacional_-_COP_30_54915740803_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6gw","jetpack-related-posts":[{"id":22450,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22450","url_meta":{"origin":24088,"position":0},"title":"Der IGH, der &#8222;Klimaschutz&#8220; und seine deutschen Teilzeitfans","author":"Webredaktion","date":"27. 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