{"id":23987,"date":"2025-12-26T21:37:08","date_gmt":"2025-12-26T20:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23987"},"modified":"2026-01-27T03:38:26","modified_gmt":"2026-01-27T02:38:26","slug":"indianer-in-der-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23987","title":{"rendered":"Indianer in der DDR"},"content":{"rendered":"<p><em>von <strong>Ralf Lux<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23957\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 4-25<\/a>, Dezember 2025, S. 32-42, 84. Jahrgang<\/span><\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, wir befinden uns im Jahr 1973 und Sie machen einen Spaziergang durch den Th\u00fcringer Wald. Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren Sie in der Ferne Trommeln und fremdartig klingende Ges\u00e4nge. Neugierig folgen Sie den Ger\u00e4uschen und erreichen eine Lichtung. Was Sie dort sehen, k\u00f6nnen Sie kaum fassen. Die ganze Lichtung ist mit Indianertipis vollgestellt und mehrere hundert Menschen, gekleidet wie echte Indianer, f\u00fchren singend einen Tanz auf.<\/p>\n<p>Sollten Sie ein Besucher aus der BRD sein, werden Sie wahrscheinlich unweigerlich an Karl May denken. Als DDR-B\u00fcrger eher an Gojko Miti\u0107, dessen letzten Film Sie gerade k\u00fcrzlich zu den Sommerfilmtagen gesehen haben.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat das, was sich da abspielt, indirekt auch mit Karl May zu tun; sogar in zweifacher Hinsicht.<\/p>\n<h5><strong>Von Karl May zu \u201eOld Manitou\u201c<\/strong><\/h5>\n<p>Karl May, der gro\u00dfe Abenteuerschriftsteller des 19. Jahrhunderts verbrachte seine letzten Lebensjahre in Radebeul bei Dres\u00adden und verstarb dort 1912. Seine Witwe Klara lies auf dem Grund\u00adst\u00fcck ein Block\u00adhaus er-richten, die Villa B\u00e4renfett, welche ab 1928 als Karl-May-Muse\u00adum diente. Der Kustus dieses Mu\u00adseums wurde ein gewisser Patty Frank, Artist, Karl-May-Fan und Hobbyforscher. Er war als Artist viel herumgekommen und hatte sich dabei eine gro\u00dfe Sammlung an Wildwest- und India\u00adnerutensilien zugelegt, die neben den originalen Sammlerst\u00fccken des Karl May den Grundstock des Museums bildeten.<\/p>\n<p>Etwa zu dieser Zeit sah der junge Johannes H\u00fcttner (1914-2000) eine Show des Zirkus Sarrasani in Dresden, bei der eine gro\u00dfe Gruppe echter Indianer vom Stamme der Sioux auftrat. Diese \u201eV\u00f6lkerkundeschauen\u201c, deren bekanntester Vertreter Buffalo Bill war, sind aus heutiger Sicht durchaus kritikw\u00fcrdig. F\u00fcr H\u00fcttner waren sie der Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine lebenslange Karl-May- und Indianerbegeis\u00adterung. Bald schon nahm er Kontakt zu Patty Frank auf und wurde Stammgast in der Villa B\u00e4renfett.<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter \u2013 1930 \u2013 wurde in Radebeul der \u201eIndianer- und Westernclub \u201aOld Manitou\u2018\u201c gegr\u00fcndet. Dieser pflegte eine Wildwest-Romantik ganz im Sinne der Geschichten von Karl May. Man kost\u00fcmierte sich entweder als Cowboy oder als Indianer und sa\u00df abends gemeinsam vor dem Lagerfeuer. Mit dabei auch bald Johannes H\u00fcttner.<\/p>\n<p>Im 2. Weltkrieg wurden die meisten Mit\u00adglieder zum Kriegsdienst eingezogen. Die Klubarbeit kam zum Erliegen, die selbst\u00adangefertigten Kost\u00fcme und Waffen ver\u00adbrannten in der verheerenden Bom\u00adbennacht vom 13.02.1945.<\/p>\n<p>Als Johannes H\u00fcttner 1951 aus sowje\u00adtischer Kriegsgefangenschaft zur\u00fcck\u00adkehrte, beschloss er, sich seines alten Hobbys wieder anzunehmen und gr\u00fcndete 1956 den ersten Indianerklub der DDR, nunmehr unter dem Namen \u201eKulturgruppe f\u00fcr Indianistik \u201aOld Manitou\u2018\u201c. H\u00fcttner gab sich den Namen \u201ePowder Face\u201c und wurde quasi zum ersten Indianerh\u00e4uptling der DDR. Der Begriff \u201eIndianistik\u201c war zwar nicht neu<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>, be\u00adzeichnete ab sofort aber speziell in der DDR die Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte und dem Brauchtum der Indianer\u00a0 und wertete diese somit wissenschaftlich auf.<\/p>\n<p>Da in der DDR das b\u00fcrgerliche Vereins\u00adrecht weitestgehend abgeschafft war, siedelten sich Interessengruppen f\u00fcr bestimmte The\u00admen bei den Massenorganisationen (FDJ, FDGB, Kulturbund oder Urania) an oder etablierten sich als Arbeitsgemeinschaften an Kulturh\u00e4usern, Schulen oder auch Betrieben. In jedem Falle brauchte man einen solchen \u201eTr\u00e4ger\u201c um sein Hobby in einer Gemein\u00adschaft legal betreiben zu k\u00f6nnen. H\u00fcttner und seinen Freunden gelang es schlie\u00dflich, den \u201eVEB Zentrales Projektierungsb\u00fcro f\u00fcr Glas- und Keramik\u201c zu gewinnen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Hauptaufgaben des neuen Vereins von 1956 sollten sein: \u201eStudium der Geschichte, der Sitten und des Lebens der Indianer anhand von Literatur und in Zusammenarbeit mit dem Karl-May-Museum &#8211; Anfertigen von Kost\u00fcmen und Gegenst\u00e4nden sowie praktisches Studium mit Aus\u00fcbung von T\u00e4nzen, Ges\u00e4ngen und Geschicklichkeits\u00adspielen sowie Vermittlung des Wissens an die Jugend mit anschaulicher Darstellung des Erarbeiteten.\u201c <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Schon seit den 1950er Jahren trat die Gruppe auch \u00f6ffentlich auf, so gab es z.B. im Dresdener Zoo Veranstaltungen, wo sie mit Lasso- und Messerwurf-Shows von sich reden machte. Gewisserma\u00dfen setzte sie die Tra\u00addition der V\u00f6lkerkundeschauen des Kaiser\u00adreiches und der Weimarer Republik fort. Nur dass es keine echten Indianer mehr waren, die es zu bestaunen galt.<\/p>\n<p>Der erste DDR-Indianerklub \u201eOld Mani\u00adtou\u201c war also nicht zuf\u00e4llig ausgerechnet in Radebeul entstanden; sondern als Folge der Tatsache, dass Karl May hier gewirkt hatte.<\/p>\n<h5><strong>Die Geburt des Indianerfilms<\/strong><\/h5>\n<p>Ein zweiter Bezugspunkt zu Karl May hat mit dem Umstand zu tun, dass in den fr\u00fchen 1960er Jahren in der Bundesrepublik der Trend der Karl-May-Filme aufkam. Es erschienen jedes Jahr gleich mehrere Filme, die auf den Wildwest-Geschichten des Karl May aufbauten.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In der DDR hatte sich bis Mitte der 60er Jahre bereits eine beachtliche Filmkunst entwickelt. An was es aber mangelte, waren Abenteuerfilme, die ein jugendliches Publi\u00adkum ansprachen. Um dem Mangel entgegen\u00adzuwirken, begann die DEFA dar\u00fcber nachzudenken, einen \u201esozialistischen Wes\u00adtern\u201c zu drehen. Es ist nicht verb\u00fcrgt, aber naheliegend, dass diese Idee von den westdeutschen Karl-May-Filmen inspiriert wurde. Man wollte aber auf keinen Fall amerikanische und westdeutsche Vorbilder nur kopieren, in denen meist ein einzelner schie\u00dfw\u00fctiger Held im Kampf gegen b\u00f6se und geldgierige Kontrahenten f\u00fcr \u201eGerechtigkeit\u201c sorgt. Und man wollte die Indianer, die in all diesen Filmen meist nur Nebenfiguren waren (au\u00dfer Winnetou \u2013 versteht sich), in das Zentrum der Handlung stellen und sich an historische und ethnologische Fakten halten. So begannen 1965 die Dreharbeiten zu \u201eDie S\u00f6hne der gro\u00dfen B\u00e4rin\u201c, dem ersten DEFA-Indianerfilm nach einer Romanvorlage von Liselotte Welskopf-Henrich (zu dieser siehe auch weiter unten).<\/p>\n<p>Als das vielzitierte 11. Plenum des ZK der SED, welches den DDR-K\u00fcnstlern kollek\u00adtives Versagen vorwarf, im Dezember 1965 tagte, war der Film l\u00e4ngst abgedreht und wurde zwei Monate sp\u00e4ter, am 18.02.1966 uraufgef\u00fchrt. Gl\u00fccklicherweise hatten die Verantwortlichen nichts an dem Film aus\u00adzusetzen. Er wurde der erfolgreichste DEFA-Film des Jahres 1966 und wurde bis zum Ende der DDR von fast 10 Millionen Zu\u00adschauern gesehen.<\/p>\n<p>Der Film wurde in Jugoslawien gedreht. Als Hauptdarsteller wurde der damals 25-j\u00e4hrige Gojko Miti\u0107 gefunden, der Anfang der 60er Jahre an der Sporthochschule Belgrad studierte und bereits in einigen westdeutschen Produktionen \u2013 die ebenfalls in Jugoslawien entstanden \u2013 als Komparse mitgewirkt hatte. Nachdem er in dem Film \u201eUnter Geiern\u201c (1964) schon eine kleine Sprechrolle als H\u00e4uptlingssohn bekommen hatte, wurde ihm in \u201eDie S\u00f6hne der gro\u00dfen B\u00e4rin\u201c die Hauptrolle als Lakota-H\u00e4uptling Tokei-ihto \u00fcbertragen und zwar mit soviel Erfolg, dass von nun an f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre jedes Jahr ein neuer DEFA-Indianerfilm erschien und jedesmal mit Gojko Miti\u0107 in der Haupt- bzw. H\u00e4uptlingsrolle. Insgesamt wurden bis 1983 dreizehn Indianerfilme mit Miti\u0107 in der Hauptrolle gedreht<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Filme spielten \u00fcberwiegend in den USA bzw. den von ihnen sp\u00e4ter annektierten Gebieten. W\u00e4hrend die westdeutschen Karl-May-Filme und die US-Western zumeist auf leichte Unterhaltung setzten, legten die DEFA-Indianerfilme mehr Wert auf historische Authentizit\u00e4t. Die Geschichten wurden aus der Sicht der unterdr\u00fcckten und vertriebenen Indianer erz\u00e4hlt, deren Kampf \u2013 daran gab es keinen Zweifel \u2013 ein gerechter ist.<\/p>\n<p>Ein weiteres Zeugnis der kulturell-thema\u00adtischen \u00d6ffnung hin zu nordamerikanischer Geschichte war \u00fcbrigens die Kinder\u00adzeitschrift \u201eMosaik\u201c, das einzige reine Comic-Magazin der DDR. Im Juli 1969 startete dort eine Amerika-Serie die dann \u00fcber 60 Hefte bis 1974 lief. Der Handlung spielt \u00fcberwiegend in den USA um 1860 herum, also kurz vor und zu Beginn des B\u00fcrgerkriegs. Es ist eine vordergr\u00fcndig abenteuerliche Handlung vor dem Hinter\u00adgrund der Befreiungsbewegung der schwar\u00adzen Sklaven. Indianer kommen nur selten vor, aber wenn, dann sind sie in ihrem Kampf gegen die wei\u00dfen Eindringlinge eindeutig die Sympathietr\u00e4ger, auf deren Seite sich der jugendliche DDR-Leser selbst\u00adverst\u00e4ndlich schl\u00e4gt.<\/p>\n<h5><strong>Die Expansion der Indianistik-Klubs<\/strong><\/h5>\n<p>Vor dem Hintergrund des pl\u00f6tzlichen Interesses der DDR-Film- und Fernseh\u00adschaffenden f\u00fcr die Kultur und den Kampf der Indianer, geschah vor allem in den 1970er Jahren merkw\u00fcrdiges. Nachdem es in den 1950er und fr\u00fchen 1960er Jahren bereits vereinzelte weitere Gr\u00fcndungen von Indianerklubs gegeben hat <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>, setzte ab Mitte der 1960er Jahre eine regelrechte Gr\u00fcndungswelle ein. Von Borries und Fischer z\u00e4hlen zwischen Mitte der 1960er und Ende der 1980er Jahre 55 Neugr\u00fcndungen auf, verteilt \u00fcber die gesamte Republik.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Noch 1989 erfolgten vier Gr\u00fcndungen und die letzte sogar erst 1990. Man sch\u00e4tzt, dass zu den besten Zeiten etwa 3000 \u00fcberwiegend junge Frauen und M\u00e4nner in der DDR dem Hobby \u201eIndianistik\u201c fr\u00f6nten.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung der Klubs geschah von jeher ohne \u201eAnsto\u00df von oben\u201c, doch w\u00e4hrend die Verantwortlichen in Staat und Partei den ersten Gr\u00fcndungen der 1950er und 1960er eher skeptisch und misstrauisch gegen\u00ad\u00fcberstanden, war dies nun anders. Die SED bem\u00fchte sich in jenen Jahren, alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zum Wohle der Menschen neu zu gestalten. Dabei wandelte sich auch die Kulturpolitik, die nicht mehr nur Vorgaben machte, sondern versuchte, das vorhandene Potential zu nutzen und in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei erkannte man auch den klassenk\u00e4mpferischen Aspekt der Indianerbegeisterung.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich waren die Indianer die Benachteiligten und Vertriebenen der Ex\u00adpansion des wei\u00dfen Mannes; sie waren Opfer des ungez\u00fcgelten Kapitalismus und des Imperialismus, der auch der Hauptfeind des Sozialismus war. Die Indianer erlangten so in der DDR den Status von Klassenbr\u00fcdern bzw. mindestens B\u00fcndnispartnern im welt\u00adweiten Kampf gegen den Imperialismus, und die Indianisten hatten f\u00fcr ihr Hobby nun endlich eine Legitimation.<\/p>\n<h5><strong>Friedrich Engels und die Gentilverfassung der Irokesen<\/strong><\/h5>\n<p>Die neuen Indianisten handelten nicht etwa rein opportunistisch, sondern sahen ihr Hobby durchaus als Teil einer Kultur, die den Aufbau des Sozialismus unterst\u00fctzt. Das programmatische Ziel \u2013 die Errichtung des Kommunismus \u2013 war ihnen auch nicht suspekt, zumal die Indianer \u2013 teilweise bis ins 19. Jahrhundert hinein \u2013 in einer Art Urkommunismus lebten.<\/p>\n<p>Friedrich Engels hatte 1884 seine Schrift \u201eDer Ur\u00adsprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c ver\u00f6ffentlicht und verwendete dazu die Erkenntnisse des Anthropologen und Ethnologen Lewis Henry Morgan, der jahrelang \u00fcber die Indianer \u2013 nament\u00adlich die Irokesen \u2013 geforscht hat. \u00dcber die Verfassung der Irokesen schrieb Engels:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eUnd es ist eine wunderbare Verfassung in all ihrer Kindlichkeit und Einfachheit, diese Gentil\u00adverfassung! Ohne Soldaten, Gendarmen und Poli\u00adzisten, ohne Adel, K\u00f6nige, Statthalter, Pr\u00e4fekten oder Richter, ohne Gef\u00e4ngnisse, ohne Prozesse geht alles seinen geregelten Gang. Allen Zank und Streit entscheidet die Gesamtheit derer, die es angeht, die Gens oder der Stamm, oder die einzelnen Gentes unter sich [\u2026] Obwohl viel mehr gemeinsame Angelegenheiten vorhanden sind als jetzt &#8211; die Haushaltung ist einer Reihe von Familien gemein und kommunistisch, der Boden ist Stammesbesitz, nur die G\u00e4rtchen sind den Haushaltungen vorl\u00e4ufig zugewiesen \u2013, so braucht man doch nicht eine Spur unsres weitl\u00e4ufigen und verwickelten Verwaltungs\u00adapparats. Die Beteiligten entscheiden, und in den meisten F\u00e4llen hat jahrhundertelanger Gebrauch bereits alles geregelt. Arme und Bed\u00fcrftige kann es nicht geben &#8211; die kommunistische Haushaltung und die Gens kennen ihre Verpflichtungen gegen Alte, Kranke und im Kriege Gel\u00e4hmte. Alle sind gleich und frei &#8211; auch die Weiber. [\u2026] Und welche M\u00e4nner und Weiber eine solche Gesellschaft erzeugt, beweist die Bewundrung edler Wei\u00dfen, die mit unverdorbnen Indianern zusammenkamen, vor der pers\u00f6nlichen W\u00fcrde, Geradheit, Charakter\u00adst\u00e4rke und Tapferkeit dieser Barbaren.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>W\u00fcrde und Tapferkeit \u2013 das waren Tugenden, die sich die Indianisten gern zu eigen machen wollten.<\/p>\n<p>Anders als die alten Klubs, insbesondere \u201eOld Manitou\u201c, die zum Teil immer noch die Wildwestromantik pflegten und bei denen es neben Indianern und Zelten auch Cowboys und Blockh\u00e4user gab, konzentrierten sich die neuen Klubs ausschlie\u00dflich auf die Indianer. Ihre Mitglieder waren schon in der DDR geboren und aufgewachsen und ihre Vorbilder entstammten nicht mehr den Karl-May-Romanen, sondern authentischen, vor allem wissenschaftlichen Quellen. Cowboy-Kost\u00fc\u00adme und Lassotricks waren pass\u00e9. Man hatte den Anspruch, das \u201eechte Leben\u201c der Indianer nachzugestalten. So entstand eine eigene, DDR-spezifische Indianerkultur.<\/p>\n<h5><strong>Die Quellen der neuen Indianisten<\/strong><\/h5>\n<p>Anfang der 1970er Jahre, als die DDR-Indianer-Bewegung boomte, begannen deren Mitglieder sich ein umfangreiches Wissen \u00fcber die Kultur, das Brauchtum und die Geschichte der nordamerikanischen Urein\u00adwohner anzueignen. Was waren ihre Quel\u00adlen?<\/p>\n<p>Neben den schon erw\u00e4hnten DEFA-Filmen waren es nat\u00fcrlich vor allem B\u00fccher. Karl May konnte es nicht mehr sein. Er gen\u00fcgte nicht den Anspr\u00fcchen einer wissenschaft\u00adlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Au\u00dferdem waren seine Werke in der DDR zwar nicht verboten, aber aus den Biblio\u00adtheken ausgesondert und wurden nicht mehr neu verlegt. <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Was stand aber Anfang der 1970er Jahre zur Verf\u00fcgung? Zu allererst ist die Schriftstellerin und Historikerin Liselotte Welskopf-Henrich (1901-1979) zu nennen. Ihr beruflicher Schwerpunkt war zwar die griechische Antike, privat hatte sie sich allerdings nicht minder mit den Indianern Nordamerikas befasst. Bereits 1951 hatte sie den Roman \u201eDie S\u00f6hne der gro\u00dfen B\u00e4rin\u201c geschrieben, der auch gleich einen Jugend\u00adbuch-Preis erhielt und \u2013 wie schon erw\u00e4hnt \u2013 1966 verfilmt wurde. Das Buch spielt um 1876\/77 auf dem H\u00f6hepunkt der K\u00e4mpfe der Sioux und Cheyenne gegen das US-Milit\u00e4r. Der junge Dakota-H\u00e4uptling Tokei-ihto, ger\u00e4t in Gefangenschaft; sein Stamm wird in die Reservate getrieben. Nach seiner Befreiung geleitet er seinen Stamm in eine neue Heimat nach Kanada.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, 1963, erweiterte Welskopf-Henrich das Buch um die Vorgeschichte, die bis in die Kindheit des Haupthelden zur\u00fcckreicht. So entstand eine Trilogie, die noch sp\u00e4ter (1970er Jahre) in sechs B\u00e4nde aufgeteilt wurde, wovon die letzten beiden den Ursprungstext beinhalteten. Bemerkenswert war die v\u00f6l\u00adkerkundliche Exaktheit, so dass viele Leser annahmen, dass Welskopf-Henrich vor Ort in den USA gewesen sein m\u00fcsse. Tats\u00e4chlich war sie dort, allerdings erst 1965, als das Buch l\u00e4ngst geschrieben war. Beginnend 1966 bis zu ihrem Tod 1979 verfasste sie dann noch die Pentalogie \u201eDas Blut des Adlers\u201c, welche in der Gegenwart, also in den 1960er bis 1970er Jahren in den USA spielt und den tristen Alltag der in ihre Reservate gezwungenen Indianer beschreibt. Bei einer ihrer Reisen erhielt Welskopf-Henrich von den Indianern den Ehrennamen \u00bbLakota-Tashina\u00ab: Schutzdecke der Dakota.<\/p>\n<p>Ein weiteres belletristisches Standardwerk der DDR-Indianer ist das Jugendbuch \u201eBlauvogel\u201c (1950) der Autorin Anna J\u00fcrgen, ebenfalls eine studierte Eth\u00adnologin. Darin beschreibt sie das Schicksal eines wei\u00dfen Jungen, der von Irokesen aufgezogen wird und sp\u00e4ter, als er die M\u00f6glichkeit hat, nicht mehr zu den Wei\u00dfen zur\u00fcckkehren will. Auch dieses Buch wurde von der Szene wegen seines wissen\u00adschaftlichen Fundamentes akzep\u00adtiert und galt auch vierzig Jahre sp\u00e4ter noch als Standardwerk.<\/p>\n<p>Wissenschaftliche oder popu\u00adl\u00e4rwissenschaftliche Literatur zum Indianer-Thema gab es in der DDR nur wenig. In erster Linie ist da die Professorin f\u00fcr Ethnologie Eva Lips (1906-1988) zu nennen, die an der Karl-Marx-Universit\u00e4t Leipzig lehrte und forschte. Sie war die Ehefrau von Julius Lips, ebenfalls Ethnologe, mit dem sie 1934 in die USA ausgewandert war und 1948 nach Leipzig zur\u00fcckkehrte. Nachdem ihr Mann schon 1950 verstorben war, \u00fcbernahm sie die Leitung des \u201eInstituts f\u00fcr V\u00f6lkerkunde und vergleichende Rechtssoziologie und promovierte 1951. Eva Lips beschr\u00e4nkte sich nicht auf den universit\u00e4ren Bereich, sondern verfasste auch mehrere popul\u00e4rwissenschaft\u00adliche B\u00fccher, darunter \u201eDas Indianerbuch\u201c (1956, mehrere Auflagen bis 1980), \u201eNicht nur in der Pr\u00e4rie \u2026\u201c (1974) und \u201eSie alle hei\u00dfen Indianer\u201c (Kinderbuch, 1974). Auch stammte von ihr das Kapitel \u00fcber die nordamerikanischen Indianer in dem weitver\u00adbreiten Buch \u201eV\u00f6lkerkunde f\u00fcr jedermann\u201c (1966). Dies alles waren Standardwerke, die so ziemlich jeder Indianist in seinem B\u00fccherschrank gehabt haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Es gab noch einige wenige \u00dcbersetzungen aus anderen sozialistischen L\u00e4ndern, aber an weitere aktuelle Literatur war schlecht heranzu\u00adkom\u00admen. Neuere wissenschaft\u00adliche Literatur aus dem Aus\u00adland (inklusive USA und BRD) war aber zum Teil in wissenschaftlichen Biblio\u00adtheken vorhanden. F\u00fcr die Ansicht oder Ausleihe musste man v\u00f6lkerkundliches Inte\u00adresse vorweisen k\u00f6nnen. Die dazu notwendigen Nachweise besorgte man sich bei den Tr\u00e4\u00adgern der Klubs und verbreitete die ergatterten Werke, in dem man sie abfotografierte oder abschrieb.<\/p>\n<p>Was es au\u00dferdem gab, waren Antiquariate, wo man v\u00f6lkerkundliche B\u00fccher aus der Zeit vor 1933 bis hin zum Kaiserreich erwerben konnte. Insbesondere die Abbildungen darin waren f\u00fcr so manchen eine gute Vorlage zur Anfer\u00adtigung der eigenen \u201eKla\u00admotten\u201c.<\/p>\n<p>Eine weitere Quelle der Wissensaneignung waren die Museen. Neben dem Karl-May-Museum (von 1956-1985 \u201eIndianermuseum\u201c) in Rade\u00adbeul war das vor allem das V\u00f6lkerkundemu\u00adseum in Leipzig. Bald schon kam man nicht mehr nur zu Besuch, sondern beteiligte sich auch aktiv an der Vorbereitung von Sonder\u00adausstellungen.<\/p>\n<h5><strong>Hobby-Indianer werden zu Experten<\/strong><\/h5>\n<p>Die Auseinandersetzung mit der indianischen Kultur und Lebensweise machte aus vielen Indianisten regelrechte Experten. Dies betraf Riten, T\u00e4nze, Musikinstrumente, Bekleidung, Waffen, den Bau von Tipis oder Lang\u00adh\u00e4usern, die Kenntnis der Stammesgesetze und sogar die alten Indianersprachen.<\/p>\n<p>Das umfangreiche Wissen, welches sich die Mitglieder erworben hatten, gaben sie gerne weiter. Sie hielten Vortr\u00e4ge und gestalteten Ausstellungen in Schulen, Kulturh\u00e4usern und Museen. So nach und nach gewannen sie Akzeptanz auch au\u00dferhalb der Klubszene und tauchten hin und wieder in der Lokal\u00adpresse auf.<\/p>\n<p>Die Kleidung war ein wesentlicher Schwer\u00adpunkt der T\u00e4tigkeit der Klubmit\u00adglieder. Man zog sich nicht einfach ein paar bunte Kost\u00fcme an, sondern fertigte sie sich selbst nach Originalvorlagen an. Insbesondere die auf\u00adwendigen Perlenstickereien wurden aus\u00adschlie\u00dflich selbst gefertigt und manch einer brachte es auf mehrere Tausend Perlen f\u00fcr sein Oberteil.<\/p>\n<p>Dass Indianerh\u00e4uptlinge stets pr\u00e4chtige Federhauben getragen haben, ist ein Klischee, welches bestenfalls auf die Dakota-St\u00e4mme zutrifft. Die Szene war aber vielf\u00e4ltiger, denn es gab auch Irokesen, Apachen, Cheyenne, Comanchen, Delawaren, Pueblo und viele mehr. In der Regel besch\u00e4ftigte sich ein Klub immer mit der Kultur und dem Brauchtum <em>eines<\/em> bestimmten Indianerstammes. Von diesem galt es dann m\u00f6glichst alles in Erfahrung zu bringen.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Klubs waren von jeher gut miteinander vernetzt und dies, obwohl es ja die heutigen Kommunikationstechniken noch nicht gab. Jeder, der sich f\u00fcr das Thema interessierte fand aber irgendwie auch immer den Kontakt zu den anderen. Und man traf sich untereinander, sooft es ging. Schon ab 1958 wurde j\u00e4hrlich ein \u201eCouncil\u201c mit etwa 150 Teilnehmern veranstaltet, wo die Klubs ihre Erfahrungen austauschten und \u2013 soweit es sinnvoll war \u2013 ein gemeinsames Vorgehen besprachen. Doch diese Councils, die in der Regel ein Wochenende dauerten, atmeten noch den Geist der alten Cowboy-Indianer-Romantik. Die neuen Klubs wollten sich ganz der quasi wissenschaftlichen Indianistik widmen.<\/p>\n<p>Ab 1973 fand dann \u2013 zuerst in Triptis in Th\u00fcringen \u2013 mindestens j\u00e4hrlich einmal die \u201eIndian Week\u201c statt, die es dann im Laufe der Jahre auf bis zu 1000 Teilnehmer brachte. Hier kamen Fans aus der ganzen Republik zusammen, um sich mit eigenen Darbie\u00adtungen zu pr\u00e4sentieren und die Vorf\u00fchrungen der anderen anzusehen. Dabei wurden auch Kompromisse gemacht. So schliefen z.B. w\u00e4hrend der Week auch die Irokesen in Tipis, was sie aber in der Wirklichkeit gar nicht taten, denn sie hatten Langh\u00e4user, die sich jedoch schlecht transportieren lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Um au\u00dferhalb der gro\u00dfen Treffen ihrem Hobby nachzugehen, bekamen viele Klubs von ihren Tr\u00e4gern Grundst\u00fccke zur Ver\u00adf\u00fcgung gestellt oder die Mitglieder pachteten sich selber welche.<\/p>\n<h5><strong>Solidarit\u00e4t mit den Indianern<\/strong><\/h5>\n<p>Wesentlich f\u00fcr die neue Indianerbewegung war, dass sie ihre Freizeitbesch\u00e4ftigung auch mit politischem Engagement verband.<\/p>\n<p>Nachdem sich in den USA in den 1960er Jahren verschiedene Protestbewegungen (gegen den Vietnamkrieg, Studentenunruhen, schwarze B\u00fcrgerrechtsbewegung) heraus\u00adgebildet haben, organisierten sich am Ende des Jahrzehnts auch die nordamerikanischen Ureinwohner. 1968 gr\u00fcndete sich das AIM (American Indian Movement) und machte alsbald mit spektakul\u00e4ren Widerstands\u00adaktionen von sich reden. Besonders bekannt wurden die Besetzungen der Gef\u00e4ngnisinsel Alcatraz nahe San Franzisko von 1969 bis 1971 und der Ortschaft Wounded Knee im Jahre 1973. Wounded Knee war schon einmal ein geschichtstr\u00e4chtiger Ort, als hier 1890 beim letzten verzweifelten Gefecht der ver\u00adtriebenen Ureinwohner gegen die wei\u00dfen Ein\u00addringlinge ein Massaker an ca. 350 Indianern stattfand.<\/p>\n<p>Die Besetzung von Wounded Knee fand weltweite Beachtung und wurde selbst\u00adverst\u00e4ndlich auch von den Anh\u00e4ngern der Indianerklubs in der DDR verfolgt. Nachdem sie durch Kapitulation der Aufst\u00e4ndischen am 8. Mai 1973 endete, besuchten wenige Wo\u00adchen sp\u00e4ter einige Protagonisten die DDR anl\u00e4sslich der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten und wurden als Helden des antiimperialistischen Widerstandskampfes geehrt. Einigen Hobby-Indianern aus Th\u00fc\u00adringen gelang es, direkten Kontakt zu der AIM-Delegation aufzunehmen und man verbrachte gemeinsam mehrere Tage in Berlin. Einen der US-G\u00e4ste begr\u00fc\u00dfte man sogar beim Indianerklub Abs\u00e0rukeh im nahe\u00adgelegenen F\u00fcrstenwalde.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>1975 kam es in der Pine Ridge Reservation zu einer Schie\u00dferei, bei der zwei FBI-Agenten ums Leben kamen. Daf\u00fcr wurde 1977 Leonard Peltier, ein F\u00fchrer des AIM, trotz umstrittener Beweislage zu zweifach lebens\u00adlanger Freiheitsstrafe verurteilt. Der Prozess wurde von vielen als unfairer Schauprozess empfunden, dessen Urteil letztendlich rein politisch motiviert war. Dies f\u00fchrte zu weltweiten Protesten und Solidarit\u00e4ts\u00adbekundungen.<\/p>\n<p>Auch in den Indianer-Klubs entwickelte sich alsbald eine entsprechende Solida\u00adrit\u00e4tsarbeit. In Berlin wurde sogar ein Klub gegr\u00fcndet, der sich ausschlie\u00dflich der Unter\u00adst\u00fctzung des indianischen Befreiungskampfes widmete: der Jugendklub \u201eIndianer Heute\u201c. Dieser stellte Kontakte zu Widerstands- und Unterst\u00fctzergruppen in aller Welt her. Bei Pressefesten, FDJ-Veranstaltungen und Soli-Basaren war man regelm\u00e4\u00dfig mit Info- und Verkaufsst\u00e4nden vertreten.<\/p>\n<p>Im Oktober 1983 trafen sich Klubvertreter aus der gesamten Republik in Dresden, um zuk\u00fcnftige Solidarit\u00e4tsaktionen zu koordinie\u00adren und gr\u00fcnden den \u201eSolidarit\u00e4tsarbeitskreis der Indianistikgruppen der DDR\u201c. Die Klubs waren ja schon seit jeher vernetzt, aber eine offizielle Arbeitsgruppe dieser Art, die also klub\u00fcbergreifend agieren sollte, hatte es bislang noch nicht gegeben.<\/p>\n<h5><strong>Exkurs: Country &amp; Western<\/strong><\/h5>\n<p>\u00dcber die ganzen Jahre waren die Cowboys eine Randerscheinung in der Szene. Aber es gab sie weiterhin. Bei Old Manitou in Radebeul, wo Cowboys und Indianer von jeher koexistierten, baute man sich eine regelrechte Westernstadt namens Stetson City und auch bei Weimar entstand ein Fort mit Saloon, Gef\u00e4ngnis und Wachturm. Mit der bisherigen DDR-Kulturpolitik war dies zun\u00e4chst schlecht in \u00dcbereinstimmung zu bringen, jedoch konterten die Western-Fans damit, dass die echten Cowboys ja nicht zur besitzenden Klasse geh\u00f6rten, sondern in deren Diensten arbeiten mussten und somit als \u201earmes wei\u00dfes Landproletariat\u201c zu den Ausgebeuteten z\u00e4hlten.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzend kam hinzu, dass seit 1972 ein echter US-Amerikaner in der DDR wohnte, der sich sowohl als US-Patriot, als auch als Sozialist verstand. Die Rede ist von Dean Reed (1938-1986), der seit Anfang der 60er Jahre mit Folk- und Rock\u2019n\u2019Roll-Nummern auftrat und vor allem in S\u00fcd\u00adamerika gro\u00dfe Erfolge feierte. Dort war er zeitweise popul\u00e4rer als Elvis Presley. Die soziale Ungleichheit und Massenarmut in Lateinamerika politisierten ihn, weshalb er z.T. eintrittsfreie Konzerte gab. 1966 traf er sich sogar mit Che Guevara. Nachdem er aus Argentinien ausgewiesen wurde, lebte er in Spanien, Italien und der Sowjetunion und kam dann schlie\u00dflich in die DDR wo er als hervorragender Vertreter des \u201eanderen Amerika\u201c gefeiert wurde. Er drehte in der DDR f\u00fcnf Filme, wovon man mindestens zwei dem Genre des Westerns zuordnen kann.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Au\u00dferdem spielte er an der Seite von Gojko Miti\u0107 in dem Indianerfilm \u201eBluts\u00adbr\u00fcder\u201c (1975) mit.<\/p>\n<p>Der klassische Western war somit Ende der 1970er Jahr pl\u00f6tzlich salonf\u00e4hig geworden. Anders als bei den Indianern, deren Musikkultur mit der europ\u00e4ischen wenig kompatibel war, brachten die Westernfreunde auch eine massentaugliche Musik mit: Country &amp; Western. Weil die Kulturpolitik der DDR sich weitere internationale Trends erschlie\u00dfen wollte, wurde die Country-Szene zeitweise regelrecht gef\u00f6rdert. Der DJ Peter Tschernig aus Karl-Marx-Stadt wurde gezielt als Gegenst\u00fcck zum westdeutschen Country-S\u00e4nger Gunter Gabriel aufgebaut. Nat\u00fcrlich war das reine Unterhaltungskunst und hatte wenig mit dem Anliegen der \u201eDDR-Indianer\u201c zu tun.<\/p>\n<h5><strong>H\u00f6hepunkt und Zerfall<\/strong><\/h5>\n<p>Die Szene der Indianistik-Klubs der DDR erlebte in den 80er Jahren mit ca. 3000 Akteuren ihren H\u00f6hepunkt. Allerdings wirkte sie trotz gelegentlicher Auftritte auf Volks- oder Pressefesten weitestgehend abseits der \u00d6ffentlichkeit. Sofern man eigenes Gel\u00e4nde hatte, traf man sich dort an den Wochen\u00adenden. Bei den gro\u00dfen j\u00e4hrlichen Treffen \u201eCouncil\u201c und \u201eIndian Week\u201c kam man mit den Mitgliedern der anderen Klubs zu\u00adsammen, blieb aber auch hier unter sich. Nur ab und zu gab es auch einen \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c.<\/p>\n<p>Unter ma\u00dfgeblicher Initiative eines Indianistik-Aktivisten namens \u201eJoe\u201c sollte sich das \u00e4ndern. In den Jahren 1986 und 1988 wurden zwei \u201eNationale Indianerfeste der DDR\u201c auf dem Agra-Gel\u00e4nde bei Leipzig abgehalten, an denen sich fast alle Klubs beteiligten und die jeweils ca. 150.000 Besucher gez\u00e4hlt haben sollen.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Eine weitergehende Tradition konnte damit nicht begr\u00fcndet werden, denn schon zwei Jahre sp\u00e4ter befand sich die DDR im Zerfall. Mitten in der vorangehenden Umbruchs\u00adphase, am 22. Oktober 1989 (Egon Krenz war schon Generalsekret\u00e4r der SED, aber noch nicht Staatsratsvorsitzender) wurde aus dem Dresdner Kulturpalast die Unterhaltungs\u00adsendung \u201eWenn schon &#8211; denn schon\u201c \u00fcber\u00adtragen, zu der alle 50 H\u00e4uptlinge der prakti\u00adzierenden DDR-Indianer eingeladen waren und wo der gr\u00f6\u00dfte Indianerstamm der DDR pr\u00e4miert wurde. Es gewann \u201eOld Manitou\u201c aus Radebeul mit 53 Mitgliedern<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die DDR-Indianerklubs erlebten also gerade den H\u00f6hepunkt ihrer Akzeptanz, als die gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen das Ende ihrer bisherigen Verfasstheit besiegelten. Es war ja Konsens, dass ihre Sympathien f\u00fcr die echten Indianer vor allem daher r\u00fchrten, weil sie Opfer einer kapitalistischen Expan\u00adsionspolitik waren, die sie entrechtete und aus ihren Jagdgr\u00fcnden vertrieb. Nun erlebten DDR-Indianer diesen Expansionsdrang auf eine moderne Art an sich selbst durch die \u00dcberrollung der DDR durch den Westen, bei der alle bisherigen Werte und Erfahrungen pl\u00f6tzlich wertlos sein sollten. Und es gab auch bald wieder Trecks, die von Osten nach Westen zogen, allerdings waren es diesmal die Trecks derjenigen, die ihre Arbeit im Osten verloren hatten und im Westen ihr Gl\u00fcck versuchen wollten.<\/p>\n<h5><strong>Wilder Osten trifft wilden Westen<\/strong><\/h5>\n<p>Immerhin, der \u201eAnschluss\u201c der DDR an die BRD bedeutete nicht das sofortige Ende der Klubs. Die meisten machten weiter und viele gibt es sogar noch heute. Man schloss Freund\u00adschaften mit den Western- und Indianerklubs aus der Bundesrepublik, denn auch hier gab es eine gro\u00dfe Szene, die aufgrund der h\u00f6heren Bev\u00f6lkerungszahl wahrscheinlich sogar gr\u00f6\u00dfer war, als die in der DDR.<\/p>\n<p>Allerdings lag der Schwerpunkt dieser Klubs zumeist eben nicht in der akribischen Forschung \u00fcber die nordamerikanischen Ureinwohner, sondern bei der hobbym\u00e4\u00dfigen Nachahmung der Wildwest-Romantik \u00e1 la Karl May. Sie hatten oft auch nicht den Anspruch, ihre \u201eKlamotten\u201c selbst zu fertigen, sondern kauften die Kost\u00fcme von der Stange.<\/p>\n<p>Dennoch kommt es zur Verbr\u00fcderung der Ost- und Westfans. Man besucht sich gegen\u00adseitig und nimmt an Veranstaltungen im jeweils anderen Landesteil teil.<\/p>\n<p>Ein eigentlich nicht neuer Trend macht sich seit den 1990er auch in Deutschland breit, das sogenannte Reenactment \u2013 die Nachstellung historischer Ereignisse. Dabei finden sich hunderte Laiendarsteller zusammen, die diese Ereignisse \u2013 meistens Schlachten \u2013 nach\u00adspielen. Dies ist oft eine Gratwanderung zwischen unseri\u00f6sem Spektakel und wis\u00adsenschaftlicher Geschichtsvermittlung.<\/p>\n<p>Die Ereignisse k\u00f6nnen zu allen Zeiten an verschiedensten Orten stattgefunden haben; nat\u00fcrlich auch in Nordamerika zu Zeiten des Unabh\u00e4ngigkeitskrieges oder des B\u00fcrger\u00adkrieges. Besonders beliebt ist dieses Hobby hierzulande in Hessen, weil die Land\u00adgrafschaft Hessen-Kassel zwischen 1775 und 1783 die gr\u00f6\u00dften deutschen Kontingente in den Unabh\u00e4ngigkeitskrieg schickte, wo sie an der Seite der Briten k\u00e4mpften. Da in diesen Krieg auf beiden Seiten auch Indianer involviert waren, sind die Hobby-Indianer aus der ehemaligen DDR gern gesehene G\u00e4ste auf den Reenactments, wo sie gewisserma\u00dfen die Authentizit\u00e4t erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Viele Ex-DDR-Indianer nutzen nun auch die M\u00f6glichkeit, das Land ihrer Helden \u2013 die USA \u2013 zu bereisen und kamen oft desillu\u00adsioniert zur\u00fcck, weil sie feststellen mussten, dass die echten Indianer oft weniger \u00fcber die Kultur und Geschichte ihres Volkes wussten, als sie selbst.<\/p>\n<p>Das Leben in den Reservaten mit all seinen sozialen Problemen (Kriminalit\u00e4t, Alkohol\u00adsucht) hatte auch in der Tat wenig mit der urspr\u00fcnglichen Lebensweise der Indianer zu tun.<\/p>\n<p>Andererseits traf man in den USA auch echte Indianer, die die Kultur und das Brauchtum ihrer Vorfahren in Ehren hielten und in ganz \u00e4hnlicher Weise wie die Ostdeutschen pflegten.<\/p>\n<p>Gojko Miti\u0107 kehrte \u00fcbrigens zu seinen Urspr\u00fcngen zur\u00fcck. 1992 trat er die Nach\u00adfolge von Pierre Brice, dem originalen Dar\u00adsteller des Winnetou in den westdeutschen Karl-May-Filmen, an. Er \u00fcbernahm dessen Rolle bei den j\u00e4hrlich in Bad Segeberg stattfindenden Karl-May-Festspielen und behielt sie bis 2006. Damit ist er bis heute derjenige Schauspieler, der den Winnetou am h\u00e4ufigsten gespielt hat.<\/p>\n<h5><strong>Kulturelle Aneignung? <\/strong><\/h5>\n<p>Es sollte klar geworden sein, dass die T\u00e4tigkeit der Indianisten mehr war als nur ein Cowboy- und Indianerspiel f\u00fcr Erwachsene.<\/p>\n<p>Heutzutage gibt es aber Diskussionen dar\u00fcber, ob Kinder noch \u201eCowboy und Indianer\u201c spielen d\u00fcrfen\u00a0<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> und ob sie sich zum Fasching noch als Indianer verkleiden d\u00fcrfen.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Von denen, die meinen, dass man nicht einmal mehr das Wort \u201eIndianer\u201c sagen darf, wollen wir mal gar nicht reden.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Das Schlagwort ist heute \u201eKulturelle Aneignung\u201c. Dabei wird von vornherein unterstellt, dass z.B. die Tr\u00e4ger von Indianer\u00adkost\u00fcmen kein Verst\u00e4ndnis und Respekt vor der indigenen Kultur haben und die Bedeutung der Symboliken trivialisieren.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Auf Kinder mag das in gewisser Weise zutreffen; wie aber sollen sie zu tieferen Einsichten kommen, wenn man ihnen diese harmlosen Vergn\u00fcgungen nimmt? Verbote f\u00fchren bestenfalls dazu, dass in einigen Jahren \u201eder Indianer\u201c aus unserem Geschichtsbild verschwunden ist.<\/p>\n<p>Der Vorwurf der \u201ekulturellen Aneignung\u201c kann aktive Indianisten eh nur zum Schmun\u00adzeln bringen, weil der Begriff f\u00fcr sie nicht negativ konnotiert ist. Sie haben \u00fcber Jahre ja im Grunde nichts anderes gemacht, als sich etwas anzueignen, n\u00e4mlich das Wissen \u00fcber die Kultur und das Brauchtum der Indianer.<\/p>\n<h5><strong>Fazit<\/strong><\/h5>\n<p>Die Indianistik, so wie sie in der DDR entstanden war, hat ihre besten Zeiten hinter sich, das ist nicht zu bestreiten. Einige Klubs gibt es noch heute, doch k\u00e4mpfen die in der Regel mit Nachwuchsproblemen. Neue Ge\u00adnerationen haben neue Vorbilder und andere Interessen. Die Motivation, in den India\u00adnistik-Klubs mitzumachen, war durchaus verschieden und reichte von Fernweh \u00fcber \u00f6kologisches Engagement bis hin zur Be\u00adwunderung urkommunistischen Zusammen\u00adlebens, von Abenteuerlust \u00fcber Ausstiegs\u00adideen bis hin zum aktiven Kampf gegen Imperialismus und Ausbeutung.<\/p>\n<p>Allen DDR-Indianisten gemein war aber die ernsthafte Besch\u00e4ftigung mit dem Thema, das Studium der Geschichte, der Gebr\u00e4uche, des Alltagslebens und der Weltanschauung und Religion der nordamerikanischen Urein\u00adwohner. Ihr Klubleben ging weit \u00fcber die Wissensaneignung hinaus. Sie \u201elebten\u201c ihre Vorbilder, sie \u00fcbten deren T\u00e4nze, Ges\u00e4nge und Riten und trugen zu deren Bewahrung bei.<\/p>\n<p>F\u00fcr sie waren die Indianer vor allem Opfer der kapitalistischen Expansion und Wider\u00adstandsk\u00e4mpfer gegen Kolonialismus und Im\u00adperialismus. Auch wenn \u2013 oder gerade weil \u2013 die Indianer diesen Kampf verloren, wollten sie ihr Er\u00adbe bewahren. Sie sorgten mit daf\u00fcr, dass das Schicksal der Indianer im deutschen Kultur\u00adraum nicht vergessen wurde und \u00fcbten aktive Solidarit\u00e4t mit den gegen ihre Ent\u00adrechtung K\u00e4mpfenden. Die Geschichte der \u201eDDR-In\u00addianer\u201c ist ein zwar kleines, aber durchaus denkw\u00fcrdiges Kapitel der DDR-Kultur\u00adgeschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Ralf Lux ist Mitglied des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Verbandsvorstandes des DFV und Vorsitzender der Brandenburger Freidenker<\/em><\/p>\n<h5>Quellen und Anmerkungen<\/h5>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Der Begriff soll schon 1894 von dem \u00f6sterreichischen Romanisten Wendelin Foerster in Analogie zu Sprachwissenschaften wie Germanistik oder Amerikanistik eingef\u00fchrt worden sein. Siehe Wikipedia-Artikel \u201eIndianerbild\u00a0im\u00a0deutschen\u00a0Kulturraum\u201c,\u00a0dort\u00a0Fu\u00dfnote\u00a09:\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indianerbild_im_deutschen_Kulturraum#cite_note-9\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indianerbild_im_deutschen_Kulturraum#cite_note-9<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Friedrich von Borries\/Jens-Uwe Fischer: Sozialistische Cowboys. Der Wilde Westen Ostdeutschlands. Edition Suhrkamp, 2008, S. 24<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> siehe Karl-May-Wiki, Stichwort \u201eIndianer- und Westernclub \u201aOld Manitou\u2018\u201c: <a href=\"https:\/\/www.karl-may-wiki.de\/index.php\/Indianer-_und_Westernclub_%22Old_Manitou%22\">https:\/\/www.karl-may-wiki.de\/index.php\/Indianer-_und_Westernclub_%22Old_Manitou%22<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Darunter: \u201eDer Schatz im Silbersee\u201c (1962), \u201eWinnetou\u201c Teile 1, 2 und 3 (1963, 1964, 1965), \u201eUnter Geiern\u201c (1964) und \u201eDer Schatz der Atzteken\u201c (1965).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u201eDie S\u00f6hne der gro\u00dfen B\u00e4rin\u201c (1966), \u201eChingachgook \u2013 Die gro\u00dfe Schlange\u201c (1967), \u201eSpur des Falken\u201c (1968), \u201eWei\u00dfe W\u00f6lfe\u201c (1969), \u201eT\u00f6dlicher Irrtum\u201c (1970), \u201eOsceola\u201c (1971), \u201eTecumseh (1972)\u201c, \u201eApachen\u201c (1973), \u201eUlzana\u201c (1974), \u201eBlutsbr\u00fcder\u201c (1975), \u201eSeverino\u201c (1978), \u201eDer Scout\u201c (1983), \u201ePr\u00e4riej\u00e4ger in Mexiko\u201c (1988 &#8211; zweiteiliger Fernsehfilm)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> 1958 Taucha (Mandan-Indianer), 1961 Mei\u00dfen (Dakota), 1963 \u201eSieben Ratsfeuer\u201c Magdeburg (Sioux). Nach: von Borries\/Fischer, a.a.O., S. 29<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> von Borries\/ Fischer, a.a.O., S. 51-54<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Engels, Friedrich: \u201eDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats\u201c. In: MEW Bd. 21, S. 96<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Karl May erfuhr erst in den 80er Jahren wieder eine Aufwertung. Ab 1982 erschienen seine Werke \u2013 beginnend mit den Winnetou-B\u00e4nden \u2013 im FDJ-eigenen Verlag Neues Leben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> von Borries\/ Fischer, a.a.O., S. 55<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> \u201eKit &amp; Co\u201c (1974) und \u201cSing, Cowboy, sing\u201d (1981)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> vgl. von Borries \/ Fischer, a.a.O., S. 71<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> vgl. von Borries \/ Fischer, a.a.O., S. 147 und <a href=\"https:\/\/nachtkritik.de\/component\/content\/article\/-karl-may-festspiele-leipzig-rainald-grebes-abend-zum-wendejubilaeum?catid=290\">https:\/\/nachtkritik.de\/component\/content\/article\/-karl-may-festspiele-leipzig-rainald-grebes-abend-zum-wendejubilaeum?catid=290<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> siehe z.B. Adorj\u00e1n, Johanna: Stirb, elendes Bleichgesicht! <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/gute-frage\/kinderspiel-cowboy-indianer-88873\">https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/gute-frage\/kinderspiel-cowboy-indianer-88873<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> z.B. Nixdorf, Franziska: Als Indianer verkleiden: Darum ist die Verkleidung nicht okay.\u00a0<a href=\"https:\/\/praxistipps.focus.de\/als-indianer-verkleiden-darum-ist-die-verkleidung-nicht-okay_183192\">https:\/\/praxistipps.focus.de\/als-indianer-verkleiden-darum-ist-die-verkleidung-nicht-okay_183192<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> siehe z.B Froech, Angelika: Indianer \u2014 darf man das noch sagen? <a href=\"https:\/\/www.akin-group.org\/indianer-darf-man-das-noch-sagen\/\">https:\/\/www.akin-group.org\/indianer-darf-man-das-noch-sagen\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Nixdorf, Franziska, a.a.O.<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als illustriertes PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-recalc-dims=\"1\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Freidenker_2025-04_IndianerInDerDDR.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ralf Lux: <strong>Indianer in der DDR<\/strong><\/a> (Auszug aus <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23957\">FREIDENKER 4-25<\/a>, ca. 653 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben:\u00a0Gojko Miti\u0107 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(KI-generiertes Bild)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Ralf Lux<\/b> aus FREIDENKER Nr. 4-25<br \/>\nStellen Sie sich vor, wir befinden uns im Jahr 1973 und Sie machen einen Spaziergang durch den Th\u00fcringer Wald. Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren Sie in der Ferne Trommeln und fremdartig klingende Ges\u00e4nge. Neugierig folgen Sie den Ger\u00e4uschen und erreichen eine Lichtung. Was Sie dort sehen, k\u00f6nnen Sie kaum fassen. Die ganze Lichtung ist mit Indianertipis vollgestellt und mehrere hundert Menschen, gekleidet wie echte Indianer, f\u00fchren singend einen Tanz auf. Sollten Sie ein Besucher aus der BRD sein, werden Sie wahrscheinlich unweigerlich an Karl May denken. Als DDR-B\u00fcrger eher an Gojko Miti\u0107, dessen letzten Film Sie gerade k\u00fcrzlich zu den Sommerfilmtagen gesehen haben. Tats\u00e4chlich hat das, was sich da abspielt, indirekt auch mit Karl May zu tun; sogar in zweifacher Hinsicht. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":23988,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162,913],"tags":[454,755,2981,2745,1093,2191,534,491,404,1592,2982,590,441,2984,565,2985,2980,1390,2217,2958,344,564,1710,185,2983,2979,123],"class_list":["post-23987","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","category-kultur-kunst","tag-ddr","tag-dresden","tag-ethnologie","tag-expansion","tag-fernsehen","tag-film","tag-friedrich-engels","tag-geschichte","tag-imperialismus","tag-indianer","tag-indianistik","tag-jugoslawien","tag-kapitalismus","tag-karl-may","tag-kommunismus","tag-kulturelle-aneignung","tag-kulturgruppen","tag-literatur","tag-museum","tag-nordamerika","tag-solidaritaet","tag-sozialismus","tag-unterhaltungskunst","tag-usa","tag-voelkerkunde","tag-western","tag-wissenschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Gojko_KI-Nachbildung_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6eT","jetpack-related-posts":[{"id":23915,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23915","url_meta":{"origin":23987,"position":0},"title":"Darf man \u00fcberhaupt noch Indianer sagen?","author":"Webredaktion","date":"17. 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