{"id":23890,"date":"2025-12-15T21:29:19","date_gmt":"2025-12-15T20:29:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23890"},"modified":"2026-01-27T03:35:50","modified_gmt":"2026-01-27T02:35:50","slug":"vorwaerts-und-nicht-vergessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23890","title":{"rendered":"Vorw\u00e4rts, und nicht vergessen!"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Gedanken zur Leninschen Imperialismus-Theorie und zur Gegenwart <\/strong><\/h4>\n<p><em>von <strong>Anton Latzo<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Vortrag, gehalten auf einer Bildungsveranstaltung am 13.12.2025<\/span><\/p>\n<p>In den Kreisen der Antikommunisten und des Reformismus nimmt die Gegen\u00fcberstellung von Leninismus und Marxismus breiten Raum ein. In Wirklichkeit war Lenin nicht nur ein Kenner der Arbeiten von Marx und Engels. Die Erkenntnisse von Marx und Engels waren stets der Ausgangspunkt und der theoretische Richtpunkt f\u00fcr Lenins wissenschaftliche und praktische Arbeit im Dienste der Revolution. Das Werk \u201eImperialismus als h\u00f6chstes Stadium des Kapitalismus\u201c ist ein Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Im \u201eKommunistischen Manifest\u201c wird z. B. festgestellt: \u201eDie b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen.\u201c Dann fragt Marx: \u201eWodurch \u00fcberwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkr\u00e4ften; andererseits durch die Eroberung neuer M\u00e4rkte und die gr\u00fcndlichere Ausbeutung der alten M\u00e4rkte.\u201c<\/p>\n<p>Hier wird schon Wesentliches verdeutlicht, was den Imperialismus ausmacht. Und auf die Frage, wodurch das geschieht, antwortet Marx: \u201cDadurch, dass sie allseitiger und gewaltigere vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert\u201c.<\/p>\n<p>Lenins Schrift \u201eImperialismus als h\u00f6chste Stadium des Kapitalismus\u201c kn\u00fcpft an diese Gedankeng\u00e4nge an und erarbeitet eine umfassende Analyse der \u00f6konomischen und politischen Prozesse des Kapitalismus im Imperialismus.<\/p>\n<p>Er schrieb sie mitten im 1. Weltkrieg und <strong>vor der Oktoberevolution von 1917,<\/strong> um damit \u2013 wie er selbst sagte \u2013 \u201edas Gesamtbild der kapitalistischen Weltwirtschaft in ihren Wechselbeziehungen\u201c am Beginn des ersten imperialistischen Weltkrieges zu zeigen.<\/p>\n<p>Weltweit war es <strong>eine kapitalistische<\/strong> bzw. kapitalistisch kontrollierte Welt, eine<strong> Welt<\/strong>, in der die in ihr wirkenden Triebkr\u00e4fte und die materiellen Hintergr\u00fcnde der Politik vom puren<strong> Klassenegoismus <\/strong>des Kapitals gepr\u00e4gt wurden. Es waren Bedingungen des den Erdball umspannenden und beherrschenden kapitalistischen Weltsystems.<\/p>\n<p>Lenin begr\u00fcndete den Charakter der neuen Epoche theoretisch, indem er nachwies, dass der Imperialismus zwar den Kapitalismus der freien Konkurrenz beseitigt hat, aber nicht den<strong> Klassencharakter <\/strong>der kapitalistischen Gesellschaft. Alles blieb Kapitalismus!<\/p>\n<p>Die Entwicklung des Kapitalismus bzw. das Verh\u00e4ltnis zwischen den Staaten, den Gro\u00dfm\u00e4chten und Kolonien wurden nach den gleichen Gesetzen und auf gleichen Grundlagen gestaltet!<\/p>\n<p>Lenin hat nachgewiesen, dass die<strong> \u00f6konomische Grundlage <\/strong>des in sein imperialistisches Stadium hin\u00fcber gewachsenen Kapitalismus im<strong> Monopol<\/strong> besteht.<\/p>\n<p>Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden in den am meisten entwickelten kapitalistischen L\u00e4ndern als Folge der Konzentration der Produktion Monopolvereinigungen und gro\u00dfe <strong>Konzerne<\/strong>, das enorm angewachsene Industrie- und Handelskapital verschmolz zum <strong>Finanzkapital<\/strong>, und zugleich gewann der m\u00e4chtiger gewordene<strong> Staat<\/strong> gr\u00f6\u00dferen Einfluss\u00a0 auf die Wirtschaft.<\/p>\n<p>Die Epoche der <strong>freien Konkurrenz wurde beendet.<\/strong> Es begann die des monopolistischen Kapitalismus oder<strong> Imperialismus. <\/strong><\/p>\n<p>Das Monopol wurde als das bestimmende Produktionsverh\u00e4ltnis identifiziert.\u00a0 Seine Erscheinungsformen und zugleich Entwicklungsstufen sind in den bekannten f\u00fcnf \u00f6konomischen Merkmalen des Imperialismus formuliert. Die Monopole und das Finanzkapital waren das \u201eNeue\u201c auf \u00f6konomischem Gebiet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend aber der Imperialismus zu einer nahezu allseitigen<strong> Vergesellschaftung <\/strong>der Produktion f\u00fchrte, blieben die gesellschaftlichen Produktionsmittel<strong> Privateigentum <\/strong>einer kleinen Anzahl von Kapitalisten. Das musste zu einer<strong> Versch\u00e4rfung des Grundwiderspruchs <\/strong>des Kapitalismus f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u201eDas Herrschaftsverh\u00e4ltnis und die damit verbundene Gewalt &#8211; das ist das typische f\u00fcr die \u201aj\u00fcngste Entwicklung des Kapitalismus\u2018, das ist es, was aus der Bildung<strong> allm\u00e4chtiger Monopole <\/strong>unvermeidlich hervorgehen musste und hervorgegangen ist\u201c, stellte Lenin fest. Die Entwicklung der Banken aus blo\u00dfen Vermittlern von Geldgesch\u00e4ften zu gewaltigen<strong> Finanzmonopolen <\/strong>nannte Lenin \u201eeinen der Grundprozesse des Hirn\u00fcberwachsens des Kapitalismus in den kapitalistischen Imperialismus\u201c.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Bedeutung r\u00e4umte Lenin der Untersuchung des f\u00fcr den Monopolkapitalismus im Unterschied zum Kapitalismus der freien Konkurrenz charakteristischen<strong> Kapitalexport <\/strong>ein. \u201eWelch solide Basis\u201c, schrieb er, \u201ef\u00fcr die imperialistische Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung der meisten Nationen und L\u00e4nder der Welt, f\u00fcr den kapitalistischen Parasitismus einiger reicher Staaten\u201c.<\/p>\n<p>Auch die Theoretiker der Zweiten Internationale haben erkannt, dass der Kapitalismus der freien Konkurrenz dem Monopolkapitalismus gewichen war. Hilferding, Kautsky, Vandervelde u.a. haben erkannt, dass der Kapitalismus der freien Konkurrenz dem<strong> Monopolkapitalismus <\/strong>gewichen war.<\/p>\n<p>Sie vermochten es aber nicht, diese als neue<strong> soziale (gesellschaftliche) <\/strong>Wirklichkeit zu verarbeiten. Sie registrierten die (\u00e4u\u00dferen, organisatorischen) Erscheinungen des Monopolkapitals.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrte sie zu der Idee, dass die kapitalistische Gesellschaft zu einem weltweit organisierten einheitlichen Trust werde. Damit, mit der Negation des Sozialen, des Klassenm\u00e4\u00dfigen taten sie im Vergleich zur wissenschaftlichen Analyse des Kapitalismus, die Marx vorgenommen hat, mehr als einen Schritt zur\u00fcck!<\/p>\n<p>Und wenn man es mit der heutigen Wirklichkeit, mit den Positionen ihrer Nachfolger vergleicht, dann sind es mindestens zwei Schritte, eine ganze Welt!<\/p>\n<p>Das p<strong>olitische Wesen <\/strong>des Imperialismus wurde von W.I. Lenin mit der Feststellung gekennzeichnet: \u201eDer Imperialismus ist die Epoche des Finanzkapitals und der Monopole, die \u00fcberall hin den Drang nach<strong> Herrschaft <\/strong>und nicht nach Freiheit tragen.<strong> Reaktion <\/strong>auf der ganzen Linie, gleichviel unter welchem politischen System, <strong>\u00e4u\u00dferste Zuspitzung der Gegens\u00e4tze<\/strong> auch auf diesem Gebiet \u2013 das ist das Ergebnis dieser Tendenzen. Insbesondere versch\u00e4rfen sich auch die nationale Unterdr\u00fcckung und der Drang nach <strong>Annexionen<\/strong>, d.h. auch Verletzung der nationalen Unabh\u00e4ngigkeit (denn Annexion ist ja nichts anderes als Verletzung der Selbstbestimmung der Nationen)\u201c.<\/p>\n<p>Aus dem Wesen des Monopols leitete Lenin den<strong> Abbau der Demokratie und des Rechts<\/strong> im Imperialismus ab. Das Monopol braucht die absolute Herrschaft, die Herrschaft \u00fcber die ganze Gesellschaft, um seine \u00f6konomische Herrschaft zu erhalten und auszubauen. \u201eDer politische<\/p>\n<p>\u00dcberbau \u00fcber der neuen \u00d6konomik, \u00fcber dem monopolistischen Kapitalismus \u2026 ist die Wendung von der Demokratie zur politischen Reaktion. Der freien Konkurrenz entspricht die Demokratie. Dem Monopol entspricht die politische Reaktion.\u201c<\/p>\n<p>Die Theoretiker der <strong>Zweiten Internationale<\/strong> lie\u00dfen auch die vom Imperialismus verursachte Wende zur<strong> politischen Reaktion <\/strong>nicht unbeachtet. Sie registrierten, dass das ernste Wandlungen im Schicksal der b\u00fcrgerlichen Demokratie bedeutete. Zuweilen haben sie auch darauf hingewiesen. Sie haben auch Betrug, Gewalt, Korruption bedauert.<\/p>\n<p>Aber auch in dieser Fage haben sie darauf verzichtet, das <strong>Klassenwesen <\/strong>jeder<strong> Demokratie <\/strong>einzusch\u00e4tzen. Verzicht auf Klassenwesen war auch bei der Einsch\u00e4tzung des Inhalts der <strong>politischen Organisation<\/strong> der Gesellschaft charakteristisch. Man versuchte, Antworten auf die durch die Entwicklung der Gesellschaft aufgeworfenen Fragen zu finden, indem man sich einzig und allein auf die<strong> Formen <\/strong>dieser Gesellschaft (parlamentarische Form) bezog.<\/p>\n<p>Die Gefolgsleute von Bernstein bestanden darauf, die revolution\u00e4re Arbeiterbewegung zu einer trade-unionistischen, zu einer Gewerkschaftsbewegung zu transformieren. Als Folge dessen taten sie alles, um die politische T\u00e4tigkeit der Arbeiterklasse und ihrer Partei als Vorhut auf die Teilnahme an Wahlk\u00e4mpfen zu reduzieren. Deutlich wurde das Wesen ihrer Haltung in dem gefl\u00fcgelten Wort von Eduard Bernstein, wonach ihm das sozialistische Endziel nichts, aber die Bewegung alles sei, zum Ausdruck gebracht.<\/p>\n<p>Der Opportunismus bedeutet also nicht so sehr eine Leugnung des theoretischen Buchstabens wie des revolution\u00e4ren Wesens des Marxismus!<\/p>\n<p>Die Opportunisten sahen auch die vom Imperialismus heraufbeschworene Gefahr eines Weltkrieges, sie warnten vor den Gefahren und legten Proteste bei den Regierungen ein. Als aber der Krieg ausbrach, rutschten sie auf den Standpunkt des Sozialchauvinismus ab und begannen offen nach \u201etheoretischen Argumenten\u201c zur Rechtfertigung des imperialistischen Vorgehens zu suchen.<\/p>\n<p>Sie wandten sich zum Beispiel offen gegen die Positionen der revolution\u00e4ren Sozialdemokratie im Kampf gegen Militarismus und Kolonialismus. Eduard Bernstein behauptete 1900 in den \u201eSozialistischen Monatsheften\u201c (Nr. 9\/1900), dass sich die Partei der Kolonialpolitik nicht \u201erein negierend\u201c entgegenstellen k\u00f6nne, da sie \u201eheute tats\u00e4chlich unvermeidlich\u201c sei.<\/p>\n<p>Damit entsprach man den Kalkulationen der damaligen politischen Obrigkeit. Bernhard von B\u00fclow, am 16. Oktober 1900 zum Reichskanzler geworden, ging ebenso wie der Kaiser zum Beispiel davon aus, \u201edass deutsche Weltpolitik auf die Dauer nur zu treiben ist, wenn die Masse des arbeitenden Volkes ihr zum mindesten nicht feindlich gegen\u00fcbersteht, wenn der Abgrund zwischen den Arbeitern und dem Staat nicht k\u00fcnstlich erweitert wird\u201c, schrieb die damalige b\u00fcrgerliche \u201eT\u00e4gliche Rundschau\u201c.<\/p>\n<p>Man war also sowohl innen- als auch au\u00dfenpolitisch im opportunistischen und revisionistischen Sumpf gelandet. Eine wichtige Schlussfolgerung aus dieser Entwicklung formulierte W.I. Lenin in \u201eDer Imperialismus \u2026\u201c (Bd. 22, S. 307) wie folgt: \u201eAm gef\u00e4hrlichsten sind in dieser Hinsicht Leute, die nicht verstehen wollen, das der Kampf gegen den Imperialismus ein hohle, verlogene Phrase ist, wenn er nicht verkn\u00fcpft ist mit dem Kampf gegen den Opportunismus\u201c.<\/p>\n<p>Von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Bestimmung von Strategie und Taktik waren \u2013 und sind es auch heute noch \u2013 Lenins Erkenntnisse zum Problemkreis der ungleichm\u00e4\u00dfigen Entwicklung im Kapitalismus.<\/p>\n<p>Schon die junge Sowjetunion musste ihre Au\u00dfenpolitik, die Verwirklichung des Dekrets \u00fcber den Frieden, unter schwierigsten inneren und internationalen Bedingungen gestalten.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte, die Ausbreitung des Marktes und des Konkurrenzkampfes \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg f\u00fchrten zu einer wachsenden Internationalisierung des Wirtschaftslebens, versch\u00e4rften gleichzeitig zahlreiche Widerspr\u00fcche \u00f6konomischer, sozialer und politischer Art.<\/p>\n<p>Dies alles zusammen bedeutete einen gro\u00dfen geschichtlichen Einschnitt in die Entwicklung des Kapitalismus. Die Epoche des Kapitalismus der freien Konkurrenz (der \u201efreien\u201c und nicht der \u201eKonkurrenz\u201c!) war beendet. Es begann die Epoche des monopolistischen Kapitalismus oder <strong>Imperialismus<\/strong>!<\/p>\n<p>Der Imperialismus<strong> bleibt aber Kapitalismus!<\/strong> Von den grundlegenden \u00f6konomischen Ver\u00e4nderungen und \u00fcber die sozialen, politischen und ideologischen Auswirkungen &#8211; <strong>\u00fcberall<\/strong> Kapitalismus. Aber muss deshalb auch<strong> Imperialismus \u00fcberall sein? <\/strong><\/p>\n<p>Zum Ende des 1. Weltkrieges waren zwar wichtige reaktion\u00e4re Herrschaftszentren von der Weltb\u00fchne verbannt worden. Der 1. Weltkrieg f\u00fchrte zum Ende der vier gr\u00f6\u00dften Monarchien der Welt, der Hohenzollern, Habsburger, Romanows und Osmanen.<\/p>\n<p>\u00dcber Europa begannen die USA ihren Marsch zur Hegemonie. Deutschland wollte noch immer \u201eaufholen\u201c. Die anderen wollten nicht zur\u00fcckbleiben. Der Imperialismus ist also geblieben \u2013 nicht mehr weltumspannend, aber mit allen seinen inneren und zwischenstaatlichen Widerspr\u00fcchen. Aber: gegen Sowjetrussland waren sich alle einig.<\/p>\n<p>Zugleich ist aber festzuhalten: Im Verlauf des ersten Weltkrieges<strong> verschmolz <\/strong>die Macht der<strong> Monopole<\/strong> mit der des<strong> Staates zu einem Machtapparat.<\/strong> Das reichte bis zur personellen Verflechtung.<\/p>\n<p>Der Unterschied zu fr\u00fcher bestand darin, dass fr\u00fcher die \u00f6konomischen Ma\u00dfnahmen des Staates mehr den Anschein der \u201eEinmischung\u201c des Staates von au\u00dfen trugen. Die Entwicklung hat dazu gef\u00fchrt, dass die<strong> staatliche T\u00e4tigkeit ein organisches Element der \u00f6konomischen Prozesse<\/strong> geworden ist.<\/p>\n<p>Der <strong>Zweck <\/strong>bestand \u2013 und besteht \u2013 vor allem und immer mehr in der <strong>Erhaltung und Festigung der Grundlagen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung.<\/strong><\/p>\n<p>Lenin wies darauf hin, dass \u201ebei der heutigen Weltlage, nach dem imperialistischen Krieg, die gegenseitigen Beziehungen der V\u00f6lker, das ganze Weltsystem der Staaten bestimmt wird durch den Kampf einer kleinen Gruppe imperialistischer Nationen gegen die Sowjetregierung und die Sowjetstaaten\u2026 Nur von diesem Standpunkt aus k\u00f6nnen die kommunistischen Parteien sowohl der zivilisierten als auch der zur\u00fcckgebliebenen L\u00e4nder die politischen Fragen richtigstellen und l\u00f6sen\u201c.<\/p>\n<p>In Deutschland haben die SPD-F\u00fchrung, Hilferding &amp; Co die Jahre der relativen Stabilisierung, die Jahre der Entwicklung gro\u00dfer Monopole als Entwicklung einer \u201eWirtschaftsdemokratie\u201c eingestuft. Auf dem Magdeburger Parteitag (1929) verstieg man sich sogar zur Behauptung, dass die Zeit der relativen Stabilisierung dazu angetan sei, \u201edie Bahn frei zu machen f\u00fcr den Sozialismus\u201c.<\/p>\n<p>In Wirklichkeit waren es Jahre, in denen die aggressiven Kr\u00e4fte des Monopolkapitals in engem Zusammenwirken mit dem Staatsapparat die reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte, vor allem die <strong>Faschisten<\/strong>, unterst\u00fctzten, die den Kampf gegen die revolution\u00e4ren Arbeiter und ihre Organisationen am aggressivsten f\u00fchrten.<\/p>\n<p>In Deutschland wurde diese Entwicklung urspr\u00fcnglich durch die erneute Vorbereitung auf den Kampf um die Neuaufteilung der Welt mit Hilfe eines Krieges verst\u00e4rkt. Dies f\u00fchrte zu einer besonders <strong>aggressiven Au\u00dfenpolitik<\/strong>, zum Anwachsen des <strong>Militarismus.<\/strong><\/p>\n<p>Wie auch in anderen Staaten zeigte sich auch in Deutschland, dass mit der Aggressivit\u00e4t des Imperialismus ein Anwachsen, eine Ausdehnung des Militarismus verbunden ist.<\/p>\n<p>Die Gesamtheit der Prozesse ver\u00e4nderte die internationale Kr\u00e4ftekonstellation. Zu den Quellen imperialistischer Aggressivit\u00e4t kam das Ziel hinzu, das erste sozialistische Land zu vernichten. Gleiche Ziele bestimmten die Politik des Imperialismus gegen\u00fcber weiteren sozialistischen bzw. nationalen Befreiungsbewegungen.<\/p>\n<p>Die internationalen Beziehungen der imperialistischen M\u00e4chte wurden zwar nach wie vor um die Verwirklichung der als national-staatlich bezeichnete Interessen und um die \u00f6konomischen Interessen der Gro\u00dfkonzerne gestaltet. Diese wurden durchdrungen bzw. \u00fcberlagert von dem Grundinteresse an der Sicherung der Existenz des gesellschaftlichen Systems des Privateigentums.<\/p>\n<p>Nach der<strong> Oktoberrevolution <\/strong>von 1917 in Russland begann eine neue geschichtliche \u00c4ra. Die Gr\u00f6\u00dfe dieser Revolution liegt in ihrem grunds\u00e4tzlichen Unterschied zu allen vorangegangenen Revolutionen, in denen es immer darum ging, eine Ausbeuter-Ordnung durch eine andere Ausbeuter-Ordnung zu ersetzen.<\/p>\n<p>Mit der Oktoberrevolution h\u00f6rte der Kapitalismus auf, das allein herrschende Gesellschaftssystem auf der Welt zu sein. Ihm trat in Gestalt der Sowjetunion das sozialistische Gesellschaftssystem gegen\u00fcber. Die Anzahl der Staaten, die nach dem 2. Weltkrieg in Europa und Asien den Weg des Sozialismus beschritten haben, ist gr\u00f6\u00dfer geworden. Die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung ist breiter und reifer geworden. Der Zerfall des Kolonialsystems bewirkte eine weitere Schw\u00e4chung des Imperialismus. Es erweiterte die Reihen der antiimperialistischen Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Die<strong> Welt <\/strong>war zunehmend in<strong> zwei Systeme <\/strong>gespalten. Das ist sie auch heute noch. Die internationalen Beziehungen werden nicht nur vom Konkurrenzkampf und vom Kampf um die Neuaufteilung der Einflusssph\u00e4ren bestimmt. Der<strong> Klassenkampf<\/strong> entfaltete sich in all seinen Hauptformen auf <strong>internationaler Ebene<\/strong>.<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis der zwei Systeme zueinander wurde durch den Antagonismus der Klasseninteressen und -ziele der in ihnen herrschenden Klassen charakterisiert. Der Kampf zwischen ihnen bildete von nun an den Hauptinhalt der Weltgeschichte.<\/p>\n<p>Die historische Entwicklung zeigt aber auch, dass die dem Kapitalismus eigenen Widerspr\u00fcche sich st\u00e4ndig so reproduzieren, dass sie immer intensiver und spannungsgeladener wurden. In dem Streben, es nicht zu einer revolution\u00e4ren L\u00f6sung der sich vertiefenden Widerspr\u00fcche kommen zu lassen, schaffen die Monopole und ihr Staat Bedingungen, die eine Mobilisierung der sozialen und politischen Reaktion erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Bertolt Brecht wies darauf hin, dass es in einem Aufruf gegen den Faschismus keine Aufrichtigkeit liegen kann, wenn die gesellschaftlichen Zust\u00e4nde, die ihn mit Naturnotwendigkeit erzeugen, nicht angetastet werden. Wer den Privatbesitz an Produktionsmitteln nicht preisgeben will, der wird den Faschismus nicht loswerden, sondern ihn brauchen. Die Polizei verbiete die Wahrheit, und die Zeitungen bezahlen die L\u00fcge.<\/p>\n<p>Anfang der 1960er Jahre wurde klar, dass der Frontalangriff gegen die sozialistischen Staaten gescheitert war (Sicherung der DDR-Grenze und Scheitern der Kuba-Invasion). Im Rahmen der Globalstrategie zielten die von Pr\u00e4sident John F. Kennedy begonnene Politik des \u201eBr\u00fcckenschlags\u201c und ihrer Bonner Variante, die sogenannte neue Ostpolitik, nunmehr darauf ab, die sozialistischen Staaten durch ideologische und \u00f6konomische Diversion von innen her zu zersetzen, sie vor allem in Gegensatz zur Sowjetunion zu bringen. Die <strong>psychologische Kriegsf\u00fchrung <\/strong>wurde zumindest gleichrangig mit dem \u00f6konomischen, politischen und milit\u00e4rischen Kampf eingestuft und ausgebaut.<\/p>\n<p>J.F. Kennedy stellte in seinem Buch \u201eStrategie des Friedens\u201c fest, dass \u201edie Politik der Befreiung\u201c sich als \u201eIrrtum erwiesen hat\u201c. Er forderte, an die sozialistischen Staaten \u201edifferenziert heranzugehen\u201c. Er rief zum \u201eAustausch von Ideen und Menschen\u201c auf, um \u2013 wie er sagte \u2013 \u201edie Samenk\u00f6rner der Freiheit in beliebige Risse des Eisernen Vorhangs zu s\u00e4en\u201c und zwischen die sozialistischen L\u00e4nder \u201eKeile zu treiben\u201c.<\/p>\n<p>Ziel dieser subversiven Politik war die Umwandlung der Gesellschaft unbequemer Staaten im Sinne des Imperialismus, die dazu notwendige Umgestaltung des Massenbewusstseins, die Ausschaltung der Bereitschaft der Menschen zum Widerstand und zur Selbstorganisation, Formierung einer Gesellschaft mit gel\u00f6schtem Erinnerungsverm\u00f6gen, eine Art Cyborg-Gesellschaft, die sich aus funktionierenden Gesch\u00f6pfen und nicht aus denkenden und f\u00fchlenden Menschen zusammensetzt.<\/p>\n<p>Im Einzelnen hie\u00df das:<\/p>\n<p>A: Demoralisierung<\/p>\n<ol>\n<li>Ziel ist es, die Gesellschaft zu demoralisieren, indem ihre moralischen, Bildungs- und kulturellen Grundlagen untergraben werden, sodass die Menschen Bedrohungen nicht mehr erkennen oder sich dagegen verteidigen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Bildungssysteme auf allen Ebenen sind Hauptziele. Schulen werden in Indoktrinationszentren verwandelt, die Relativismus \u00fcber historische Wahrheit und kritisches Denken stellen.<\/li>\n<li>Medieninfiltration schafft Verwirrung indem spaltende Narrative verst\u00e4rkt und objektive Wahrheit diskreditiert werden.<\/li>\n<li>Familienstrukturen werden geschw\u00e4cht durch F\u00f6rderung von Individualismus und sogenannten alternativen Lebensstilen, die den sozialen Zusammenhalt fragmentieren.<\/li>\n<li>Moralischer Relativismus verwischt Recht und Unrecht, f\u00fchrt zu Apathie und Unf\u00e4higkeit, sich gegen die Feinde der Gesellschaft zu vereinen.<\/li>\n<li>Geschichte wird umgeschrieben, um Vorbilder und Traditionen zu verunglimpfen, wodurch Selbstzweifel entstehen sollen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>B: Destabilisierung<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>Destabilisierung der Wirtschaft, Au\u00dfenpolitik und Verteidigung.<\/li>\n<li>Wirtschaftssabotage, die Spaltungen vergr\u00f6\u00dfert.<\/li>\n<li>Die Au\u00dfenpolitik wird manipuliert, um das Land zu isolieren, Allianzen zu schw\u00e4chen und Gegner zu ermutigen.<\/li>\n<li>Die Krisenphase kontrolliert f\u00f6rdern und zur Not auch Gewalt einsetzen, wenn sich radikale L\u00f6sungen abzeichnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>C: Normalisierung<\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li>Subversiven Ver\u00e4nderungen werden zum \u201eneuen Normalzustand\u201c. Dieser wird institutionalisiert und irreversibel gestaltet \u2013 durch vorbereitetes Personal.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das war die Plattform f\u00fcr das Verhalten der USA und der EU-M\u00e4chte gegen\u00fcber Russland, China und den anderen sozialistischen Staaten.<\/p>\n<p>Das ist der Hintergrund f\u00fcr alles, was heute passiert \u2013 auch f\u00fcr die Verk\u00fcndung der neuesten Sicherheitsstrategie der USA.<\/p>\n<p>Zugleich haben wir die Aussage von Tulsi Gabbard, Direktorin des Nationalen Sicherheitsdienstes der USA vom 31. Oktober 2025, es sei nun Schluss mit einer Au\u00dfenpolitik, die Jahrzehnte lang darin bestanden habe, \u201eRegime zu st\u00fcrzen, anderen unser Regierungssystem aufzuzwingen und in Konflikten zu intervenieren, die wir kaum verstanden, und die uns am Ende mehr Feinde als Verb\u00fcndete einbrachten.\u201c<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen: Die T\u00f6ne h\u00f6r\u2019 ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!<\/p>\n<p>Damit wird von ofizieller Stelle best\u00e4tigt, dass die USA eine aggressive imperialistische Politik betrieben haben, die gegen Frieden und Sicherheit, aber auch gegen die Souver\u00e4nit\u00e4t der Staaten gerichtet war.<\/p>\n<p>Diese Politik best\u00e4tigt die wissenschaftlich begr\u00fcndete Auffassung vom Imperialismus.<\/p>\n<p>Gabbard best\u00e4tigt, dass die USA und die EU-M\u00e4chte in der Ukraine eine antirussische, bedrohliche Politik verfolgen.<\/p>\n<p>Gabbard sagt selbst, dass die USA sogar in der Zeit nach der Zerschlagung der Sowjetunion und der sozialistischen Staaten in Europa allein in den Jahren 1991 bis 2022 mindestens 251 milit\u00e4rische Interventionen durchgef\u00fchrt haben. Zur Begr\u00fcndung hie\u00df es immer, die USA m\u00fcssten Terrorismus bek\u00e4mpfen und den V\u00f6lkern Freiheit und Demokratie bringen.<\/p>\n<p>Aber auch heute wird durch Pr\u00e4sident Trump Nigeria mit Krieg gedroht, Flugzeugtr\u00e4ger werden vor die K\u00fcste Venezuelas geschickt, Boote mit Menschen an Bord werden versenkt.<\/p>\n<p>Es sollte nicht ungesehen bleiben, dass die USA zwar eine neue Sicherheitsstrategie verk\u00fcndet haben.<\/p>\n<p>Aber das l\u00e4sst sich nicht vereinbaren mit der weiteren Aufrechterhaltung einer \u00fcberm\u00e4\u00dfig hochger\u00fcsteten Armee und mit Beibehaltung von etwa 1000 Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten in der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Und warum? Man sollte in diesem Zusammenhang auch daran erinnern, dass Samuel Huntington, Wissenschaftler und Regierungsberater 1981 sagte: \u201eDie Architekten der Macht in den Vereinigten Staaten m\u00fcssen eine Kraft schaffen, die man sp\u00fcren, aber nicht sehen kann. Macht bleibt stark, wenn sie im Dunkeln bleibt.\u201c Und er f\u00fchrte weiter aus, dass \u201eman (Interventionen und andere milit\u00e4rische Aktionen) vielleicht so verkaufen muss, dass der falsche Eindruck entsteht, es sei die Sowjetunion, die man deshalb bek\u00e4mpft. Das sei es, was die Vereinigten Staaten schon seit der Truman-Doktrin tun\u201c.<\/p>\n<p>Also: Die neue Doktrin der USA ist eine Realit\u00e4t, mit der die anderen Akteure auf der B\u00fchne der Weltpolitik rechnen m\u00fcssen. Denn sie ist zugleich die Verk\u00fcndung des Anspruchs der USA auf alles, woran sie interessiert sind. Sie steht im Einklang mit der MAGA-Politik der USA!<\/p>\n<p>Und: Diese Strategie ist eine staatliche Entscheidung der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist keine pers\u00f6nliche Entscheidung von Donald Trump!<\/p>\n<p>Sie widerspiegelt die Lage des USA-Imperialismus und daraus hervorgehende Erfordernisse. Liefert aber keine Gewissheiten. Imperialismus, Antikommunismus und Russo- und Sinophobie lassen eher Skepsis aufkommen.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass bereits vor ungef\u00e4hr zwei Jahren der USA-General Ben Hodges, Befehlshaber der USA-Streitkr\u00e4fte in Europa vor den Mitgliedern des EU-Parlaments erkl\u00e4rt hat, dass die EU noch zwei bis drei Jahren hat, um eine eigene Armee aufzubauen, da die USA nicht bleiben werden. Die Bedeutung wird jetzt best\u00e4tigt, nicht prim\u00e4r hinsichtlich des Termins, aber hinsichtlich des Inhalts, da von einer Partnerschaft gesprochen wird, die auf Interessen beruht, und nicht ohne Bedingungen, nicht voraussetzungs- und bedingungslos ist.<\/p>\n<p>Offensichtlich bewegt sich die USA-Politik in Richtung der Suche nach punktueller Interessen\u00fcbereinstimmung! Die westliche Hemisph\u00e4re wird in der Strategie als erste und wichtigste Region f\u00fcr die USA bezeichnet. \u201eNach langen Jahren des Vergessens werden die Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin bekr\u00e4ftigen und anwenden, um die amerikanische<strong> Vorherrschaft <\/strong>in der westlichen Hemisph\u00e4re wiederherzustellen und unser Heimatland sowie unseren<strong> Zugang <\/strong>zu wichtigen geographischen Standorten in der gesamten Region zu sch\u00fctzen. Wir werden <strong>Konkurrenten <\/strong>au\u00dferhalb der Hemisph\u00e4re die M\u00f6glichkeit verwehren,<strong> Truppen<\/strong> zu stationieren oder andere bedrohliche F\u00e4higkeiten zu demonstrieren, sowie strategisch wichtige<strong> Verm\u00f6genswerte<\/strong> in<em> unserer<\/em> Hemisph\u00e4re zu<strong> besitzen<\/strong> oder zu<strong> kontrollieren.<\/strong>\u201c (Hervorhebung Autor)<\/p>\n<p>Es geht also um F\u00fchrungsrolle der USA, Expansionismus, Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer L\u00e4nder, also Imperialismus! Und so geht es weiter.<\/p>\n<p>Die<strong> Monroe-Doktrin <\/strong>selbst hatte ihren Anfang als<strong> Machtpolitik<\/strong> gemacht. 1904 erm\u00e4chtigte Pr\u00e4sident Theodore Roosevelt die USA pauschal zur Aus\u00fcbung einer \u201einternationalen<\/p>\n<p>Polizeigewalt\u201c und zur kompromisslosen Durchsetzung wirtschaftlicher und strategischer Interessen. Er pl\u00e4dierte f\u00fcr eine Politik nach dem Spruch: \u201eSprich sanft und trage einen gro\u00dfen Kn\u00fcppel, dann wirst du weit kommen\u201c.<\/p>\n<p>An zweiter Stelle der Strategie steht Asien, wo die USA beabsichtigen, \u201e<strong>mit<\/strong> <strong>Gewalt zu f\u00fchren\u201c. <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201e<\/strong>Die Region ist bereits und wird weiterhin eines der wichtigsten wirtschaftlichen und geopolitischen Schlachtfelder im n\u00e4chsten Jahrhundert bleiben\u201c, lautet die USA-Position.<\/p>\n<p>Es scheint, dass die USA-Entscheidung zum amerikanischen R\u00fcckzug aus Europa keine tempor\u00e4re politische Option darstellt, sondern eine Notwendigkeit folgt, die sich aus objektiven Bedingungen ergibt. (Manche \u201eExperten\u201c vergleichen die jetzigen Schritte\u00a0 der USA mit \u2013 wenn sie tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrt werden \u2013 den Entscheidungen des Gorbatschow-Kreises nach 1989 (\u00f6konomische Probleme im Inneren und bei der Gestaltung des internationalen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses).<\/p>\n<p>Wir sind gut beraten, wenn wir uns nicht von derartigen Spekulationen leiten lassen. Die heutige Politik USA ist Fortf\u00fchrung der Politik gegen\u00fcber der Sowjetunion \u2013 mit anderen Mitteln. Warum diese \u00dcberlegungen nicht \u00fcber Bord geworfen werden, sagt uns der Intimkenner und Stratege der USA, George Friedmann.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eF\u00fcr die Vereinigten Staaten ist die Hauptsorge, dass \u2026 deutsches Kapital und deutsche Technologie sich mit russischen Rohstoffressourcen und russischer Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden, was die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern suchen. Also wie kann man das erreichen, dass diese deutsch-russische Kombination verhindert wird? Die USA sind bereit, mit ihrer Karte, diese Kombination zu schlagen. Das ist die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA einen \u201aCordon sanitaire\u2018, einen Sicherheitsg\u00fcrtel, um Russland herum aufbauen.\u201c<\/p>\n<p>Daran wird seit \u00fcber 200 Jahren gebaut. Dazu geh\u00f6rt das Verhalten der USA im 2. Weltkrieg, dazu geh\u00f6rt die Sprengung der Pipelines, die Errichtung von Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten der USA in Osteuropa, dazu geh\u00f6ren die \u201ebunten Revolutionen, die Aggression gegen Jugoslawien und auch der Krieg in der Ukraine.<\/p>\n<p>Die USA haben sich zum Beispiel in den letzten Jahrzehnten in Osteuropa, vom Baltikum bis ins Schwarze Meer, ein ganzes Netz von Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten aufgebaut, in den Staaten politische Regime eingerichtet, Raketenabschussrampen in Polen und Rum\u00e4nien aufgebaut, die Rohstoffpipelines sprengen lassen, die Beziehungen zwischen den ehemaligen Warschauer Vertragsstaaten und Russland unterbunden. Bunte Revolutionen von Georgien bis Kiewer Maidan wurden organisiert. Mit den osteurop\u00e4ischen Staaten haben sie Strategische Vertr\u00e4ge \u00fcber Partnerschaft abgeschlossen, die ausschlie\u00dflich bilateral und unabh\u00e4ngig von NATO und EU verwirklicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sie sind geeignet, auch nach Schw\u00e4chung oder gar Aufl\u00f6sung der multilateralen B\u00fcndnissee wie NATO oder EU, einen v\u00f6lkerrechtlichen Rahmen f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung der Beziehungen der USA zu dienen \u2013 von\u00a0 \u00f6konomischen Beziehungen \u00fcber milit\u00e4r-strategische Beziehungen bis zur kulturellen Einwirkungen und diversionistischen T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p>In diesem Kontext geh\u00f6rt auch die \u00c4u\u00dferung von Henry Kissinger vom 2. Februar 2014, wonach das Regime Change in Kiew sozusagen die Generalprobe f\u00fcr das sein, \u201ewas wir in Moskau tun w\u00fcrden\u201c.<\/p>\n<p>Die Sicherheitsstrategie der USA 2025 verst\u00e4rkt den Blick auf eine Au\u00dfenpolitik, die der Ber\u00fccksichtigung der \u201enationalen\u201c Interessen, womit die Interessen der Herrschenden gemeint sind, gr\u00f6\u00dfere Bedeutung einr\u00e4umt, als das in den vergangenen Jahrzehnten geschehen ist. Einen betr\u00e4chtlichen nimmt die milit\u00e4rische St\u00e4rke ein. Sie enth\u00e4lt eine bemerkenswert kritische Haltung gegen\u00fcber der EU und ihren Hauptm\u00e4chten, aber f\u00f6rdert deren antirussische und China feindliche Politik. Sie bek\u00e4mpft jede antiimperialistische Politik anderer Staaten.<\/p>\n<p>Sie ist nicht gleichzusetzen mit Isolationismus! Sie ist Durchsetzung imperialistischer Ziele mit angepassten Mitteln! Sie bleibt reaktion\u00e4r und aggressiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Prof. Dr. Anton Latzo ist Historiker und Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben:\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Vladimir_Lenin\">Wladimir Lenin<\/a> h\u00e4lt nach seiner R\u00fcckkehr nach Petrograd eine Rede (April 1917)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Public Domain<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=116994021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=116994021<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Gedanken zur Leninschen Imperialismus-Theorie und zur Gegenwart<\/b><br \/>\n<b>Vortrag von Anton Latzo<\/b><br \/>\nIn den Kreisen der Antikommunisten und des Reformismus nimmt die Gegen\u00fcberstellung von Leninismus und Marxismus breiten Raum ein. In Wirklichkeit war Lenin nicht nur ein Kenner der Arbeiten von Marx und Engels. Die Erkenntnisse von Marx und Engels waren stets der Ausgangspunkt und der theoretische Richtpunkt f\u00fcr Lenins wissenschaftliche und praktische Arbeit im Dienste der Revolution. Das Werk \u201eImperialismus als h\u00f6chstes Stadium des Kapitalismus\u201c ist ein Beispiel daf\u00fcr. Im \u201eKommunistischen Manifest\u201c wird z. B. festgestellt: \u201eDie b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnisse sind zu eng geworden, um den von ihnen erzeugten Reichtum zu fassen.\u201c Dann fragt Marx: \u201eWodurch \u00fcberwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkr\u00e4ften; andererseits durch die Eroberung neuer M\u00e4rkte und die gr\u00fcndlichere Ausbeutung der alten M\u00e4rkte.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":23892,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,1162],"tags":[1040,699,2951,2317,1151,698,2950,2503,2949,404,441,1065,415,1265,2947,2952,1154,138,430,1696,185,2948],"class_list":["post-23890","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-geschichte","tag-arbeiterklasse","tag-aussenpolitik","tag-demoralisierung","tag-destabilisierung","tag-europa","tag-finanzkapital","tag-gegensaetze","tag-gegenwart","tag-grundwiderspruch","tag-imperialismus","tag-kapitalismus","tag-klassenkampf","tag-lenin","tag-militarismus","tag-monopol","tag-normalisierung","tag-regime-change","tag-revolution","tag-sowjetunion","tag-theorie","tag-usa","tag-vergesellschaftung-der-produktion"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Vladimir_Lenin_giving_a_speech_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-6dk","jetpack-related-posts":[{"id":234,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=234","url_meta":{"origin":23890,"position":0},"title":"Karl-Marx-Jahr 2013","author":"Webmaster","date":"1. 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