{"id":22749,"date":"2025-09-05T03:59:49","date_gmt":"2025-09-05T01:59:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22749"},"modified":"2025-10-15T20:50:45","modified_gmt":"2025-10-15T18:50:45","slug":"worte-die-toeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22749","title":{"rendered":"Worte, die t\u00f6ten"},"content":{"rendered":"<h4>Sprachliche Entmenschlichung bereitete den Boden f\u00fcr Massaker und Krieg<\/h4>\n<p><strong>Wer Arbeiter zu \u201eVieh\u201c erkl\u00e4rt, Nachbarn zu \u201eOrks\u201c und eine Sprache zum Verbrechen, bereitet kein Miteinander vor, sondern ein Schlachtfeld. Der Donbass zeigt, wie Worte t\u00f6ten k\u00f6nnen \u2013 und warum ein Fu\u00dfballspiel in Kiew 2025 mehr \u00fcber diese Politik verr\u00e4t als jede deutsche Talkshow.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Sabiene Jahn<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen galt \u00fcber Jahrzehnte als das klassische Arbeiterland Deutschlands. Kohle und Stahl, Zechen und Hoch\u00f6fen pr\u00e4gten nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Menschen. \u201eArbeiter\u201c zu sein, bedeutete Stolz und Zugeh\u00f6rigkeit, nicht Abwertung. Wer unter Tage fuhr oder am Hochofen stand, sah sich als Teil einer Gemeinschaft, die eng mit Gewerkschaft, Fu\u00dfballverein oder Schrebergarten verbunden war. \u00c4hnlich pr\u00e4gte der Bergbau auch Regionen im Osten Deutschlands \u2013 die Lausitz mit ihren gigantischen Braunkohletagebauen, das Erzgebirge mit seiner jahrhundertealten Montantradition. Auch dort bildeten Arbeiteridentit\u00e4t, Solidarit\u00e4t und regionale Kultur eine Einheit, die \u00fcber Generationen wirkte.<\/p>\n<p>Doch der Strukturwandel hat diese Welten nahezu ausgel\u00f6scht. Der letzte Steinkohle-Bergbau im Ruhrgebiet wurde 2018 eingestellt, die Montanindustrie ist bundesweit auf ein Minimum geschrumpft. Heute arbeiten fast 80 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW) im Dienstleistungssektor, weniger als ein Viertel in der Industrie. \u201eArbeiter\u201c ist damit l\u00e4ngst keine allt\u00e4gliche Berufsbezeichnung mehr, sondern Teil einer Erinnerungskultur. Vor allem die \u00e4lteren Generationen \u2013 ehemalige Bergleute und Stahlarbeiter \u00fcber 65 Jahre \u2013 tragen diese Identit\u00e4t noch mit Stolz. Ihre Kinder, heute Mitte 40 bis Mitte 60, wuchsen in diesem Milieu auf, auch wenn viele von ihnen schon andere Berufe ergriffen. Die J\u00fcngeren schlie\u00dflich erleben \u201eArbeitersein\u201c nur noch als ferne Vergangenheit.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend in NRW der Begriff Arbeiter bis heute mit Ehre verbunden ist, erlebte die Ukraine in den Jahren vor dem Krieg (2014) eine ganz andere Entwicklung. Dort wurde das russischsprachige und oft \u00e4rmere Arbeitermilieu des Donbass zunehmend abgewertet. Die liberale Mittelschicht der gro\u00dfen St\u00e4dte habe den Osten als \u201eProleten-Reservat\u201c betrachtet, ein Gebiet f\u00fcr Menschen zweiter Klasse. Der Schriftsteller Sachar Prilepin notierte w\u00e4hrend seiner Reisen, dass viele Gespr\u00e4che von einer stillschweigenden Verachtung durchzogen waren. Man bel\u00e4chelte die Sprache, verspottete die Kultur, bezeichnete die Industriearbeiter des Donbass als r\u00fcckst\u00e4ndig. \u201eEs war nicht nur ein politischer Konflikt\u201c, schrieb er, \u201ees war ein Konflikt der Milieus \u2013 zwischen einer urbanen, europ\u00e4isch orientierten Mittelschicht und jenen, die ihr Brot in Bergwerken und Fabriken verdienten.\u201c Diese latente Abwertung, die sich in Sprache, Medien und Alltag festsetzte, wurde nach 2014 offen ausgesprochen \u2013 und sp\u00e4ter auch brutal vollstreckt. Was in Deutschland h\u00f6chstens ein Generationenwandel war, wurde in der Ukraine zu einer systematischen Spaltung der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Dort wurden Bergarbeiter und Stahlarbeiter nicht als R\u00fcckgrat der Nation gesehen, sondern zunehmend als \u201eBallast\u201c. Prilepin schildert in seinem Buch \u201eBriefe aus dem Donbass\u201c, wie tief die Abwertung reichte. Auf dem Kulikowo-Platz in Odessa h\u00e4tten einfache Leute nichts anderes getan, \u201eals Unterschriften f\u00fcr die Verleihung der russischen Sprache als Staatssprache zu sammeln\u201c \u2013 und seien (\u2026) sp\u00e4ter Opfer brutaler Gewalt geworden. Der ukrainische Journalist Andrej Man\u010duk beschrieb bereits 2014 dieses Klima einer regelrechten \u201eDonbassophobie\u201c. Er zitierte einen Slogan von Dynamo-Kiew-Fans, der schnell landesweit Karriere machte: \u201eDanke den Bewohnern des Donbass f\u00fcr das Pr\u00e4sidenten-Arschloch!\u201c Gemeint war der damalige Pr\u00e4sident Wiktor Janukowytsch. Der Slogan verbreitete sich schnell \u00fcber die Stadien hinaus in die politische und mediale \u00d6ffentlichkeit. Er wurde zum Ausdruck einer antidonbassischen, antijanukowytsch\u2019schen Haltung und trug zur Stigmatisierung der Region bei, jubelnd wurde sie von Politikern, TV-Shows und Facebook-Nutzern aufgegriffen. \u201eAuf dem Maidan wurde \u201aS\u00fcd und West gemeinsam\u2018 gerufen\u201c, so Man\u010duk, \u201edoch die Kehrseite war der Spruch: \u201aPinkel nicht ins Treppenhaus \u2013 du bist doch kein Donezker!\u2018\u201c<\/p>\n<p>Hier tauchte ein abwertendes Muster auf, das nicht nur regional, sondern auch sozial-rassistisch wirkte. Bewohner des Donbass galten pl\u00f6tzlich als \u201epassives, unterw\u00fcrfiges Vieh\u201c, als \u201ehalbwilde Orks\u201c aus dem \u201eukrainischen Mordor\u201c. Damit war nicht die politische Elite gemeint, sondern \u201estereotype Arbeiter aus dem industriellen Osten\u201c, wie Man\u010duk n\u00fcchtern festhielt. In seinen Reportagen erinnerte er daran, dass dieselben Bergarbeiter es gewesen waren, die noch Ende der 1990er-Jahre mit M\u00e4rschen auf Kiew gegen ausstehende L\u00f6hne protestierten, \u201edie Helme auf den Asphalt schlugen und Stra\u00dfen blockierten\u201c. Und w\u00e4hrend im Westen der Ukraine die Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit oft nur halbherzig verliefen, standen im Donbass die Arbeiter mit ihren Familien an vorderster Front. Das Bild vom \u201eunterw\u00fcrfigen Donbass\u201c sei, so Man\u010duk, eine \u201eLegende\u201c, die der politischen Instrumentalisierung diente.<\/p>\n<p>Doch genau dieses Klischee setzte sich fest. \u201eDie Intelligenzija der Hauptstadt\u201c, schrieb Man\u010duk, \u201eschikanierte die Bewohner des Ostens als \u201aArbeitsvieh\u2018 \u2013 nicht trotz, sondern gerade wegen ihres proletarischen Hintergrunds.\u201c Besonders verst\u00f6rend aber war, wie ein Teil der ukrainischen \u00d6ffentlichkeit auf die Trag\u00f6die von Odessa (2.Mai 2014) reagierte. Am Tag nach dem Brand waren die sozialen Netzwerke voller H\u00e4me. In Blogs und Kommentaren tauchten Begriffe wie \u201egebratene Watte\u201c und \u201everbrannte Koloraden\u201c auf \u2013 Zynismen, die nicht nur aus der Fanszene stammten, sondern ins Arsenal politischer Hassrede aufgenommen wurden. Diese Sprache war keine beil\u00e4ufige Beleidigung, sondern eine Form der systematischen Entmenschlichung. \u201e\u0412\u0430\u0442\u043d\u0438\u043a\u201c (\u201eWattierte\u201c) \u2013 urspr\u00fcnglich eine einfache Arbeiterjacke \u2013 wurde zum Schimpfwort f\u00fcr prorussische Menschen, angeblich dumpf, r\u00fcckst\u00e4ndig, sowjetisch versifft. \u201eGebratene Watte\u201c bedeutete in diesem Kontext nichts anderes, als die Verh\u00f6hnung der bei lebendigem Leib verbrannten Opfer. Noch brutaler wirkte \u201e\u043a\u043e\u043b\u043e\u0440\u0430\u0434\u201c (\u201eKolorad\u201c). Das Wort stammt vom Kartoffelk\u00e4fer, dessen schwarz-orangene Streifen an die Georgsb\u00e4nder erinnerten, die viele prorussische Demonstranten trugen. Wer so bezeichnet wurde, galt nicht mehr als Mensch, sondern als Ungeziefer. \u201eVerbrannte Koloraden\u201c \u2013 das hie\u00df im Klartext, die Get\u00f6teten waren Sch\u00e4dlinge, deren Vernichtung man feiern durfte.<\/p>\n<p>Solche Begriffe erf\u00fcllten eine politische Funktion. Sie entlasteten von Mitgef\u00fchl, legitimierten Gewalt und schufen ein Klima, in dem das T\u00f6ten als \u201eS\u00e4uberung\u201c erscheinen konnte. Historisch ist dieses Muster bekannt: \u201eKakerlaken\u201c im ruandischen V\u00f6lkermord, \u201eUngeziefer\u201c in der NS-Propaganda, \u201eTschetniks\u201c oder \u201eUstascha-Schweine\u201c im Jugoslawienkrieg. Immer war die Abwertung in Sprache der Vorbote physischer Vernichtung. Auch prominente Publizisten bedienten sich dieser Kaltschn\u00e4uzigkeit. Der Journalist Arkadij Babtschenko schrieb bei \u201eEcho Moskwy\u201c: \u201eBewaffnete Leute kamen hinter den R\u00fccken der Bullen her, in der Absicht, ein Blutbad und Leichen zu bekommen? Bewaffnete Leute bekamen ein Blutbad und Leichen. Dachtet ihr, es w\u00fcrden nicht eure Leichen sein? Doch, es werden auch eure Leichen sein.\u201c Damit sprach er \u00fcber Frauen, Alte, Jugendliche \u2013 Menschen, die in panischer Flucht aus Fenstern sprangen oder bei lebendigem Leib im Gewerkschaftshaus verbrannten. Worte, die weniger an journalistischen Kommentar erinnern als an die rhetorische Rechtfertigung eines Massakers.<\/p>\n<p>V\u00f6lkerrechtlich sind solche Muster nicht belanglos. Die UN definiert direkte und \u00f6ffentliche Anstiftung zum V\u00f6lkermord (\u201edirect and public incitement to commit genocide\u201c) als eigenst\u00e4ndiges Verbrechen. Auch das V\u00f6lkerstrafrecht (Art. 25 des R\u00f6mischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs) bewertet Hasssprache, die Gruppen pauschal entmenschlicht und zur Gewalt animiert, als strafbare Anstiftung. Die Verwendung von Begriffen, die Menschen zu \u201eUngeziefer\u201c oder \u201eSch\u00e4dlingen\u201c degradieren, erf\u00fcllt exakt die Kriterien, die in historischen Pr\u00e4zedenzf\u00e4llen \u2013 von Ruanda bis Jugoslawien \u2013 untersucht und verurteilt wurden.<\/p>\n<p>Der Donbass war nicht nur irgendeine Region. Der Donbass (Donezk und Luhansk), mit rund 52.000 Quadratkilometern mehr als doppelt so gro\u00df wie Rheinland-Pfalz, hatte vor 2014 etwa 4,4 Millionen Einwohner. Doch im Unterschied zum deutschen Bundesland erwirtschaftete diese Region fast ein F\u00fcnftel der gesamten Industrieproduktion der Ukraine und lieferte etwa drei\u00dfig Prozent der Deviseneinnahmen \u2013 eine industrielle Kernzone von nationaler Bedeutung. Jeder dritte Dollar im ukrainischen Au\u00dfenhandel kam von dort. Ein Land, das sich so stark auf die Schwerindustrie st\u00fctzte, h\u00e4tte den Osten eigentlich als R\u00fcckgrat behandeln m\u00fcssen. Doch genau das Gegenteil geschah. W\u00e4hrend der Donbass den Staat finanzierte, wurde seine Bev\u00f6lkerung in Kultur und Alltag zunehmend abgewertet.<\/p>\n<p>Sachar Prilepin hat diese Widerspr\u00fcche auf einer Reise durch die Ukraine eindringlich beschrieben. Seine Beobachtungen zeigen, dass die Abwertung nicht nur in politischen Parolen stattfand, sondern im allt\u00e4glichen Leben. Auf Kiews Prachtstra\u00dfe Chreschtschatyk fragte er mehrmals junge Frauen nach dem Weg \u2013 sie verstanden ihn, antworteten freundlich, aber konsequent auf Ukrainisch. Kein Wort auf Russisch, kein Entgegenkommen. Das Signal war klar, wir verstehen dich, aber wir erkennen dich nicht an. Von einem Redakteur einer Radiostation h\u00f6rte er nach einer Sendung den Satz, \u201eKiew ist \u00e4lter als euer Moskau. Wir haben euch die Sprache beigebracht, den Glauben, das K\u00e4mpfen \u2013 jetzt m\u00fcssten wir euch nur noch das Denken beibringen.\u201c Solche Worte lie\u00dfen erkennen, dass es nicht nur um Politik ging, sondern um eine kulturelle Hierarchie &#8211; Kiew als Lehrer, Moskau als Sch\u00fcler.<\/p>\n<p>Besonders schmerzhaft war f\u00fcr Prilepin die Erfahrung im Westen des Landes. In einer Wechselstube in Lwiw verstand die Angestellte sein Russisch angeblich nicht, hinter ihm warteten zwanzig Leute \u2013 niemand \u00fcbersetzte. Schweigen, Distanz, kalte Ablehnung. Am Flughafen drohte man ihm, ein Souvenir zu beschlagnahmen, bis die Sache mit Schmiergeld erledigt war \u2013 verbunden mit dem Satz: \u201eBei euch Moskalern ist eben alles anders.\u201c Das Wort \u201eMoskal\u201c \u2013 eine g\u00e4ngige abwertende Bezeichnung f\u00fcr Russen \u2013 fiel offen und beil\u00e4ufig. Eine Szene im Zug brachte die Atmosph\u00e4re auf den Punkt. Ein ukrainisches Paar sprach w\u00e4hrend der gesamten Fahrt nur Ukrainisch, reagierte nicht auf seine Ansprache. Doch in Moskau angekommen, tippte ihn derselbe Mann pl\u00f6tzlich an und fragte auf flie\u00dfendem Russisch nach dem Weg. \u201eSchon Russisch gelernt?\u201c, fragte Prilepin trocken zur\u00fcck. Alle konnten Russisch, es wurde bewusst verweigert, um Abgrenzung zu markieren. Auch die intellektuellen Milieus setzten auf Distanz. Prilepin schildert, wie er in Kiew dem gefeierten Schriftsteller Jurij Andruchowytsch begegnete. Dieser kam in die Runde, begr\u00fc\u00dfte niemanden, dr\u00fcckte Prilepin die Hand \u201ekrampfhaft\u201c \u2013 und schwieg. F\u00fcr Prilepin war das der Moment, in dem er begriff, f\u00fcr ihn bin ich kein Kollege, sondern Fremder. Diese Reiseepisoden machen deutlich, die Abwertung vollzog sich zun\u00e4chst nicht durch offene Gewalt, sondern durch Gesten, Schweigen, kleine Dem\u00fctigungen.<\/p>\n<h5>Ruanda als Lehrbeispiel<\/h5>\n<p>Sprache kann nicht nur zerst\u00f6ren \u2013 sie kann auch heilen. Beispiele gibt es. In Ruanda etwa, wo nach dem V\u00f6lkermord von 1994 die Rhetorik der \u201eKakerlaken\u201c und \u201eSchlangen\u201c verboten wurde, wurden Medien verpflichtet, auf Vers\u00f6hnung hinzuarbeiten. T\u00e4ter und Opfer trafen sich in den \u201eGacaca\u201c-Gerichten, h\u00f6rten einander zu, sprachen aus, was geschehen war. W\u00e4hrend des Genozids 1994 hatten Radiosender wie Radio T\u00e9l\u00e9vision Libre des Mille Collines (RTLM) Tutsi systematisch als \u201eInyenzi\u201c \u2013 Kakerlaken \u2013 bezeichnet. Die Worte bereiteten den Weg f\u00fcr die Massaker, sie entlasteten von Mitgef\u00fchl und machten T\u00f6ten zum \u201eDienst an der Gemeinschaft\u201c.<\/p>\n<p>Nach dem V\u00f6lkermord wurden die Verantwortlichen vom Internationalen Strafgerichtshof f\u00fcr Ruanda verurteilt. Zum ersten Mal wurde \u201edirekte und \u00f6ffentliche Anstiftung durch Medien\u201c als eigenst\u00e4ndiges Verbrechen anerkannt. Der Staat schloss Hass-Sender, schulte Journalisten neu und verpflichtete die Medien auf Friedensjournalismus. Begriffe, die zur Entmenschlichung dienten, wurden ge\u00e4chtet, Sender wie Radio Okapi entstanden bewusst als Plattform f\u00fcr Dialog und Vers\u00f6hnung. Die Lehre war, wer Sprache als Waffe missbraucht, muss auch sprachlich zur Verantwortung gezogen werden. Worte sind nicht unschuldig \u2013 sie schaffen Realit\u00e4ten. Worte, die zuvor zur Vernichtung f\u00fchrten, mussten deshalb durch neue Worte ersetzt werden, durch eine Sprache der Anerkennung und der W\u00fcrde. Auch S\u00fcdafrika nach der Apartheid ging diesen Weg: Die Wahrheits- und Vers\u00f6hnungskommission (\u201eTruth and Reconciliation Commission\u201c) gab Opfern und T\u00e4tern Raum, die Verbrechen \u00f6ffentlich zu benennen \u2013 nicht um sie zu vergessen, sondern um sie zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen auf die Ukraine und Russland hei\u00dft das: Es geht nicht um einen \u201eSieg\u201c des einen \u00fcber den anderen, sondern um die R\u00fcckkehr zu einer Sprache, die das Gemeinsame betont. Russen und Ukrainer sind keine Fremdv\u00f6lker. Sie teilen Sprache, Geschichte, Familien, Lieder und B\u00fccher. Begriffe wie \u201eOrks\u201c, \u201eWatte\u201c oder \u201eKoloraden\u201c sind keine organischen Eigenheiten, sondern ideologische Instrumente der politischen Egide \u2013 Vokabeln des Spalts, nicht des Lebens. In den B\u00fcchern unserer eigenen Geschichte steht l\u00e4ngst, was geschehen kann, wenn Worte zu Rassismus und Gewalt aufgestachelt werden. Die Eskalation der Sprache ist kein Nebenschauplatz, sie ist das Fundament von Kriegen. Politiker verkleiden Aufr\u00fcstung und Eskalation mit dem Etikett \u201eFrieden\u201c. In Wahrheit beschw\u00f6ren sie Waffenlieferungen, Sanktionsspiralen und sogar den Einsatz deutscher Soldaten. Sie verkaufen es einem Talkshow-Publikum, das l\u00e4ngst bet\u00e4ubt ist von immer denselben Schlagworten.<\/p>\n<p>Wie absurd diese Sprachpolitik inzwischen geworden ist, zeigte eine Episode in dieser Woche. In der ukrainischen Frauen-Premierliga erhielt die Spielerin Irina Maiborodina eine gelbe Karte, weil sie auf Russisch sprach. Die Schiedsrichterin erkl\u00e4rte trocken: \u201eWir kommunizieren hier nicht auf Russisch. Dies ist die ukrainische Meisterschaft.\u201c Das ist kein Randdetail, sondern ein Symbol. Hier liegt der Kern der Katastrophe &#8211; das ukrainische Sprachengesetz von der Werchowna Rada am 25. April 2019 verabschiedet und seit 16. Juli 2019 in Kraft. Es bestimmt, welche Worte erlaubt sind, welche Sprachen tabu, welche Nationen \u201egut\u201c und welche \u201eFeind\u201c hei\u00dfen d\u00fcrfen. Und es versteckt ihre Eskalationslogik hinter Phrasen von Frieden, Demokratie oder Werten.<\/p>\n<p>Der russische Au\u00dfenminister Sergej Lawrow erinnerte j\u00fcngst in einem Interview daran, dass ohne ein Ende dieser Praxis kein Frieden m\u00f6glich sei, \u201eEin Schritt hin zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj sollte die Aufhebung der Verbote sein, die Nutzung der russischen Sprache in Schulen, an \u00f6ffentlichen Orten und in den Medien (zu) untersagen.\u201c Lawrow machte damit klar, dass die Anerkennung der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung die erste Bedingung f\u00fcr Verhandlungen sei. Denn Worte entscheiden \u00fcber Krieg und Frieden: Die Worte kommen zuerst und die Toten folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sabiene Jahn, Tr\u00e4gerin des K\u00f6lner Karlspreises f\u00fcr Engagierte Literatur und Publizistik, ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz \/ Saarland<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p>1.) <a href=\"https:\/\/sportnews.az\/en\/football\/footballer-receives-yellow-card-for-speaking-russian-in-ukrainian-championship\">https:\/\/sportnews.az\/en\/football\/footballer-receives-yellow-card-for-speaking-russian-in-ukrainian-championship<\/a><\/p>\n<p>2.) <a href=\"https:\/\/news.sportbox.ru\/Vidy_sporta\/Futbol\/spbnews_NI2234322_Ukrainskaja_futbolistka_poluchila_zheltuju_kartochku_za_razgovory_s_sudjej_na_russkom_jazyke\">https:\/\/news.sportbox.ru\/Vidy_sporta\/Futbol\/spbnews_NI2234322_Ukrainskaja_futbolistka_poluchila_zheltuju_kartochku_za_razgovory_s_sudjej_na_russkom_jazyke<\/a><\/p>\n<p>3.) Sachar Prilepin: \u201e\u041f\u0438\u0441\u044c\u043c\u0430 \u0441 \u0414\u043e\u043d\u0431\u0430\u0441\u0441\u0430\u201c (Briefe aus dem Donbass), Moskau 2015, Gespr\u00e4ch mit Viktor Jazenko \u00fcber Arbeiter, Europa und Milieu-Konflikt, weitere Reisebeobachtungen (Kapitel 1\u20133), Kapitel \u00fcber Kulikowo-Platz, Menschenrechtsberichte, Report on the human rights situation in Ukraine (Juni 2014), Arkadij Babtschenko, Kommentar bei \u201eEcho Moskwy\u201c<\/p>\n<p>4.) <a href=\"https:\/\/mnogoslovs.ru\/%D0%B1%D0%B8%D0%B1%D0%BB%D0%B8%D0%BE%D1%82%D0%B5%D0%BA%D0%B0\/%D0%9A%D1%80%D0%BE%D0%B2%D1%8C-%D0%94%D0%BE%D0%BD%D0%B1%D0%B0%D1%81%D1%81%D0%B0-%D0%90%D0%BD%D0%B4%D1%80%D0%B5%D0%B9-%D0%9C%D0%B0%D0%BD%D1%87%D1%83%D0%BA-2014-8\">Andrej Man\u010duk &#8211; Donbassophobie<\/a><\/p>\n<p>5.) Gesetz Nr. 2704-VIII \u201e\u00dcber die Sicherstellung des Funktionierens der ukrainischen Sprache als Staatssprache\u201c, verabschiedet am 25. April 2019 von der Werchowna Rada, in Kraft seit 16. Juli 2019 Offizieller Text auf der Seite der Werchowna Rada (ukrainisch)<\/p>\n<p>6.) Alexander Trunk (Kiel) &#8211; Sprachenpolitik in (der) Ukraine \u2013 Bemerkungen aus juristischer Sicht: <a href=\"https:\/\/khpg.org\/en\/1580485369\">https:\/\/khpg.org\/en\/1580485369<\/a>; <a href=\"https:\/\/macau.uni-kiel.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/macau_derivate_00007077\/kiel-up_978-3-910591-34-9_p12.pdf\">https:\/\/macau.uni-kiel.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/macau_derivate_00007077\/kiel-up_978-3-910591-34-9_p12.pdf<\/a><\/p>\n<p>7.) Internationaler Strafgerichtshof f\u00fcr Ruanda (ICTR): Urteil im Fall Jean-Paul Akayesu (1998) \u2013 erstmalige Verurteilung wegen \u201edirekter und \u00f6ffentlicher Anstiftung zum V\u00f6lkermord\u201c: <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/menschenrechtsschutz\/datenbanken\/rechtsprechungsdatenbank-ius-gender-gewalt\/detail\/ictr-02091998-az-ictr-96-4-t\">https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/menschenrechtsschutz\/datenbanken\/rechtsprechungsdatenbank-ius-gender-gewalt\/detail\/ictr-02091998-az-ictr-96-4-t<\/a><\/p>\n<p>8.) United Nations Security Council, International Criminal Tribunal for Rwanda (ICTR) Statute: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Strafgerichtshof_f%C3%BCr_Ruanda\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Strafgerichtshof_f%C3%BCr_Ruanda<\/a><\/p>\n<p>9.) R\u00f6misches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (1998), Art. 25: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Strafgerichtshof\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Strafgerichtshof<\/a><\/p>\n<p>10.) Alison Des Forges: Leave None to Tell the Story: Genocide in Rwanda, Human Rights Watch 1999: <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/legacy\/reports\/1999\/rwanda\/Geno1-3-10.htm#P419_175363\">https:\/\/www.hrw.org\/legacy\/reports\/1999\/rwanda\/Geno1-3-10.htm#P419_175363<\/a><\/p>\n<p>11.) Berichte zu RTLM (\u201eRadio T\u00e9l\u00e9vision Libre des Mille Collines\u201c) als Medium der Hasspropaganda: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Radio-T%C3%A9l%C3%A9vision_Libre_des_Mille_Collines\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Radio-T%C3%A9l%C3%A9vision_Libre_des_Mille_Collines<\/a><\/p>\n<p>12.) Wahrheits- und Vers\u00f6hnungskommission (Truth and Reconciliation Commission), Abschlussbericht 1998: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahrheits-_und_Vers%C3%B6hnungskommission\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wahrheits-_und_Vers%C3%B6hnungskommission<\/a><\/p>\n<p>13.) Gilbert Doctorow: Artikel \/ Kommentar: This conversation with Judge Napolitano brought out some essential points\u2026 (August 2025), Blog von Gilbert Doctorow. Darin u. a. Zitat Sergej Lawrow: \u201eEin Schritt hin zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj sollte die Aufhebung der Verbote (der russischen Sprache) sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/fu%C3%9Fball-schiedsrichter-weiblich-1520875\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pixabay.com<\/a> \/ <a class=\"userName--owby3\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/keithjj-2328014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KeithJJ<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license-summary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Inhaltslizenz<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Sprachliche Entmenschlichung bereitete den Boden f\u00fcr Massaker und Krieg<\/b><br \/>\n<b>Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn<\/b><br \/>\nWer Arbeiter zu \u201eVieh\u201c erkl\u00e4rt, Nachbarn zu \u201eOrks\u201c und eine Sprache zum Verbrechen, bereitet kein Miteinander vor, sondern ein Schlachtfeld. Der Donbass zeigt, wie Worte t\u00f6ten k\u00f6nnen \u2013 und warum ein Fu\u00dfballspiel in Kiew 2025 mehr \u00fcber diese Politik verr\u00e4t als jede deutsche Talkshow.<br \/>\nNordrhein-Westfalen galt \u00fcber Jahrzehnte als das klassische Arbeiterland Deutschlands. Kohle und Stahl, Zechen und Hoch\u00f6fen pr\u00e4gten nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Menschen. \u201eArbeiter\u201c zu sein, bedeutete Stolz und Zugeh\u00f6rigkeit, nicht Abwertung. [&#8230;] Doch w\u00e4hrend in NRW der Begriff Arbeiter bis heute mit Ehre verbunden ist, erlebte die Ukraine in den Jahren vor dem Krieg (2014) eine ganz andere Entwicklung. Dort wurde das russischsprachige und oft \u00e4rmere Arbeitermilieu des Donbass zunehmend abgewertet. Die liberale Mittelschicht der gro\u00dfen St\u00e4dte habe den Osten als \u201eProleten-Reservat\u201c betrachtet, ein Gebiet f\u00fcr Menschen zweiter Klasse.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":22759,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[11,12],"tags":[1121,1643,2188,223,653,2759,2515,1815,464,2535,1111,639,1855,1931],"class_list":["post-22749","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeit-soziales","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-donbass","tag-hass","tag-instrumentalisierung","tag-putin","tag-rassismus","tag-ruanda","tag-russische-sprache","tag-selenskyj","tag-sprache","tag-strafgerichtshof","tag-ukraine","tag-ukraine-konflikt","tag-verbot","tag-voelkermord"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/soccer-1520875_800x450.jpg?fit=800%2C444&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5UV","jetpack-related-posts":[{"id":22824,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22824","url_meta":{"origin":22749,"position":0},"title":"Lebe nach unseren Gesetzen","author":"Webredaktion","date":"12. 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