{"id":22745,"date":"2025-09-05T03:59:34","date_gmt":"2025-09-05T01:59:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22745"},"modified":"2025-10-15T20:50:36","modified_gmt":"2025-10-15T18:50:36","slug":"ein-neues-paradigma-zur-umbewertung-der-antiken-tragoedie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22745","title":{"rendered":"Ein neues Paradigma zur Umbewertung der antiken Trag\u00f6die"},"content":{"rendered":"<p><em>von <strong>Bernhard H. F. Taureck<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Trag\u00f6dien, enden sie nicht mit dem Untergang und der physischen Vernichtung ihrer Protagonisten? Kommt es jedoch vor, dass die Handelnden gerettet werden, sind dann die entsprechenden Trag\u00f6dien im Grunde nichts als Tragikom\u00f6dien? So jedenfalls lautet der Chor der Experten seit langer Zeit. Das Wort Trag\u00f6die ist dabei ohne Belang. Es bedeutet Bocksgesang. Alle Versuche, diesen Sprachgebrauch zu erkl\u00e4ren, sind bisher gescheitert.<\/p>\n<p>Es handelt sich bei der Trag\u00f6die nicht um ein kulturelles Randph\u00e4nomen. Die Trag\u00f6die bildet seit den drei \u00fcberragenden Tragikern Aischylos, Sophokles und Euripides die unbestritten h\u00f6chste Form dessen, wozu Dichtung und wozu \u00fcberhaupt Kunst und Kultur f\u00e4hig sind. In der griechischen und nachfolgend r\u00f6mischen Antike und deren Imperium Romanum waren die Trag\u00f6dien der Bezugspunkt, den alle antiken Zuschauer vernehmen konnten, ob sie in Syrien, Nordafrika, in Gallien, in Griechenland, in Italien lebten. In allen Regionen des Imperiums wurden Trag\u00f6dien aufgef\u00fchrt. Diese St\u00fccke sagten etwas \u00fcber den Sinn und die Sinnbestimmung des Menschenlebens aus. Die Trag\u00f6die zeigt, dass die Conditio humana, dass die Lebensumst\u00e4nde des Menschen vom Einsturz und vom Abgrund bedroht ist. Daher kam sie auch seit der Zeit der Weltkriege nicht zum Erliegen, sondern in den USA, in Gro\u00dfbritannien, in Italien, in Frankreich, in Russland, in Skandinavien und Deutschland kam es zu neuer Bl\u00fcte ihrer Problemstellungen.<\/p>\n<p>Im Chorlied seiner Antigone-Trag\u00f6die schrieb der Dichter Sophokles:<\/p>\n<blockquote><p><em>Viel Ungeheuerliches ist,<br \/>\n<\/em><em>doch das Ungeheuerlichste ist der Mensch.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Mensch, f\u00e4hrt das Chorlied fort, <em>bringt sich selbst Sprache, den luftigen Hauch der Gedanken, bei<\/em>. Er treibt erfolgreich Viehzucht, wei\u00df das Meer zu nutzen und Krankheiten zu heilen.<em> Doch vor dem Tode wei\u00df er sich kein Entrinnen. <\/em>Auch neigen die Menschen dazu zu einem riskanten Verhalten: Er m\u00f6chte <em>apolis<\/em> sein, er m\u00f6chte <em>frei von Gesetzen leben<\/em>. Diesen Wunsch jedoch missbilligt der Chor nachdr\u00fccklich.<\/p>\n<p>In Aischylos`Trag\u00f6die, in der der aus Troja heimkehrende Agamemnon von seiner Frau und deren Geliebten ermordet wird, als er ein Bad nehmen will, bekennt sich der Chor zu<\/p>\n<blockquote><p><em>Aus Leid lernen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn das menschliche Leben leidvoll ist, so sind wir dem Leid nicht schutzlos ausgeliefert. Wir oder unsere Nachkommen besitzen die M\u00f6glichkeit, aus der Leiderfahrung Schl\u00fcsse zu ziehen, um ein Leben mit weniger Leiderfahrung anzustreben.<\/p>\n<p>In Euripides\u2018 Trag\u00f6die \u00fcber eine sich an der Untreue ihres Mannes Jason r\u00e4chenden <em>Medea<\/em> spricht der Chor ganz am Ende folgende Zeilen<\/p>\n<blockquote><p><em>\u00dcber vieles waltet Zeus im Olymp.<br \/>\n<\/em><em>Vieles vollenden wider Erwarten die G\u00f6tter.<br \/>\n<\/em><em>Und was man erhofft, das erf\u00fcllte sich nicht.<br \/>\n<\/em><em>Jedoch f\u00fcr das niemals Erhoffte fand Gott einen Weg.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Unsere menschlichen Erwartungen koinzidieren nicht mit den Absichten der unsterblichen G\u00f6tter. Allzu schwach ist jene Hoffnung, die als letzte in der Dose der Pandora \u00fcbrig blieb, als alle Laster in der Luft umherschwirrten. Die G\u00f6tter erf\u00fcllen unsere hoffenden Erwartungen nicht. Erst, was jenseits der Hoffnung auftritt, das vermag die Menschen zu retten.<\/p>\n<p>An jene traditionelle Deutung der Trag\u00f6dien, die mit Missgeschick und Untergang der Handelnden enden, hat man sich gew\u00f6hnt. Daher wird bei Unf\u00e4llen aller Art, auch bei Erdbeben und bei \u00dcberschwemmungen, bei St\u00fcrmen mit dem Pr\u00e4dikat <em>tragisch<\/em> nicht gespart. Jeder Unfall, jedes Erdbeben, jede \u00dcberschwemmung, jeder Sturm gilt im Fall von Todesopfern sofort als tragisch und als Trag\u00f6die. Der Sprachgebrauch dehnte sich vom Theatergebrauch auf alles t\u00f6dlich Bedrohliche aus, was Menschen zust\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Wie aber verhielte es sich, wenn die Trag\u00f6dien nicht notwendig jene traditionelle Wertung best\u00e4tigen? Wenn Trag\u00f6dien nicht ausschlie\u00dflich mit Vernichtung, sondern auch mit Rettung und Schonung enden? 2025 erschien eine umfassende Studie des vergleichenden Literaturwissenschaftlers Arata Takeda. Sie tr\u00e4gt den Titel <em>Die verkannte Trag\u00f6die. Theoriebildung und Wissenswandel zwischen Antike und Neuzeit<\/em>. Arata Takeda geb\u00fchrt das Verdienst, die Grundlage der traditionellen Bewertung der Trag\u00f6die als verengtes Urteil nachgewiesen zu haben. Trag\u00f6die endet nicht unweigerlich mit Untergang und Vernichtung. Takeda erweitert das verengte Urteil zu einem Sowohl-Als auch. Sie konnte Untergang, sie konnte ebenso Schonung und Rettung besagen. Was vormals als gl\u00fccklich endende Trag\u00f6die geschah, wurde als Tragikom\u00f6die herabgestuft. Nunmehr ist die mit Rettung und Verschonung endende Trag\u00f6die nichts anderes als eine Trag\u00f6die zweiten Rangs.<\/p>\n<p>Jedem, der sich an den Ausgang der Aischylos-Trag\u00f6die <em>Die Eumeniden<\/em> erinnert, wird eines sofort einleuchten: Aus den verbitterten Racheg\u00f6ttinnen, den Erinnyen, werden dort Wohlmeinende, werden Eumeniden, welche den Stadtstaat Athen und seine Gesetze besch\u00fctzen. <em>Die Eumeniden<\/em> enden mit dem Vers des Chores:<\/p>\n<blockquote><p><em>Jubelt nun zu Tanz und Musik!<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wendung und Umschwung in einer Handlung, darauf weist auch Takeda hin, hei\u00dft im Griechischen Katastrophe. Katastrophe verwandten die Griechen im Allgemeinen nicht als Absturz, sondern als Bezeichnung eines Umschwungs. Ein Umschwung konnte, musste aber nicht zu einem Absturz werden. Inzwischen hat im deutschen und internationalen Sprachgebrauch Katastrophe nur noch den bedeutungsverengten Sinn von Absturz. Wir verwenden das Fremdwort Katastrophe in einem radikal bedeutungsverengten Sinn. Die Griechen k\u00f6nnten uns im Hinblick auf Katastrophe eine Sprachbesinnung lehren. Auch in der Schrift <em>\u00dcber die Dichtkunst <\/em>von Aristoteles kommt die Bezeichnung Katastrophe gar nicht vor. Aristoteles spricht von Peripetie, vom Gl\u00fcckswechsel. Auch definiert Aristoteles die Trag\u00f6die nicht etwa durch ihr Ende, sondern durch ihre Struktur. Trag\u00f6die bedeutet bei Aristoteles eine <em>nachbildende Darstellung eines ethisch relevanten Handlungsgeschehens [\u2026] die bei den Zuschauern innige Anteilnahme und Furcht ausl\u00f6st und auf diese Weise das Zuschauerbewusstsein von diesen Affekten befreit. <\/em>Das bedeutet, dass in einer Trag\u00f6die Handlungen von ihrer allt\u00e4glichen Banalit\u00e4t befreit werden und zu Konflikten f\u00fchren, die der Alltag in dieser Zuspitzung nicht kennt. Aus diesem Grund werden die Zuschauer durch das B\u00fchnengeschehen au\u00dfergew\u00f6hnlich angezogen und f\u00fcrchten um das Wohlergehen der Akteure. Unklar bleibt allerdings bis heute, wie jene Befreiung von den Affekten vorzustellen ist. Dazu fehlt uns ein erl\u00e4uternder Text des Aristoteles. Die Besch\u00e4ftigung mit der griechischen Trag\u00f6die war durch die Jahrhunderte hindurch begleitet von einer Bem\u00fchung, Aristoteles\u2018 Schrift <em>\u00dcber die Dichtkunst<\/em> zu verstehen und auf das Verst\u00e4ndnis der Trag\u00f6dien anzuwenden. Aristoteles selbst zog den Ausgang bei Trag\u00f6dien vor, der Schonung und Rettung bringt.<\/p>\n<p>Der vergleichende Literaturwissenschaftler Arata Takeda zeigt mit minuti\u00f6ser Gelehrsamkeit Wege, Umwege und Abwege der Trag\u00f6dienbewertung auf. Am Ende folgt seine Umbewertung: Trag\u00f6die m\u00fcndete bei den Griechen in die Zweideutigkeit von Untergang und rettender Verschonung. Takedas Ergebnis hat zwei immense Konsequenzen. Er selbst geht, um seine Studie nicht ausufern zu lassen, diesen Konsequenzen nicht nach. Doch seine \u00dcberlegungen bilden die Voraussetzungen f\u00fcr weitere \u00dcberlegungen, die in dem Ma\u00dfe unausweichlich werden, als die Trag\u00f6die noch immer die h\u00f6chste Form von Kunst und Kultur darstellt, welche Sinn und Sinngrenzen des Menschen testen.<\/p>\n<p>Ein umbewertetes Trag\u00f6dienverst\u00e4ndnis besitzt zwei Folgerungen. Sie betreffen einerseits das Verst\u00e4ndnis von Dramen und der literarischen Darstellungen von Leiderfahrung. Andererseits betreffen sie das Verst\u00e4ndnis der politischen Zukunft der gesamten Menschheit. Im Bereich des Dramenverst\u00e4ndnisses endet Takedas Studie mit folgender Umbewertung der Trag\u00f6die <em>K\u00f6nig \u00d6dipus<\/em> von Sophokles: Folgt man der \u00fcblichen Trag\u00f6dienbewertung, so endet dieses St\u00fcck mit der Vernichtung des \u00d6dipus. Als die Wahrheit ans Licht kommt, erh\u00e4ngt sich seine Frau, die in Wirklichkeit seine Mutter war, und \u00d6dipus sticht sich mit einer Brosche der Erh\u00e4ngten die Augen aus. Gibt es \u00fcberhaupt Zweifel, dass diese Trag\u00f6die nicht in vollst\u00e4ndigem Ungl\u00fcck endet? Takeda beschreibt dieses Ende anders. \u00d6dipus \u00fcberlebt als Geblendeter. Er endet nicht im Freitod. Sein Leben bleibt erhalten. Er zieht, begleitet von seiner Tochter Antigone, in die Ferne und wird sp\u00e4ter in Kolonos von den G\u00f6ttern geheimnisvoll in ihre eigene Welt entr\u00fcckt. Im Alter von Neunzig Jahren hat Sophokles diesen gl\u00fccklichen Ausgang in der Trag\u00f6die <em>\u00d6dipus auf Kolonos <\/em>zu Wort kommen lassen. Im 20. Jahrhundert griff allein Thomas Stearns Eliot in seinem Drama <em>The Elder Statesman <\/em>1959 diesen vers\u00f6hnlichen Schluss wieder auf. Takeda schlie\u00dft sein Buch mit dem Satz: <em>Wir d\u00fcrfen uns \u00d6dipus als einen geretteten Menschen vorstellen<\/em>. Damit spielt er auf die Bemerkung von Camus an, dass wir uns Sisyphus als gl\u00fccklichen Menschen vorstellen k\u00f6nnen. Denn auch Sisyphus war ohne Zeitbegrenzung der Strafe der G\u00f6tter ausgesetzt und musste einen Felsen auf einen Berg rollen und erleben, dass dieser stets erneut in das Tal zur\u00fcckrollte.<\/p>\n<p>Takedas Umbewertung der \u00d6dipustrag\u00f6die sollte als Anlass benutzt werden, um auch andere Dichtungen, die von extremen Leiderfahrungen handeln, anders zu verstehen. An dieser Stelle seien lediglich drei Hinweise erlaubt: Auf Shakespeares <em>Hamlet<\/em>, auf das Ende von <em>Faust Zwei<\/em> von Goethe und auf den verst\u00f6renden Kurzroman <em>The Road<\/em> des US-Autors Cormac McCarthy von 2006.<\/p>\n<p><em>Hamlet<\/em> endet zwar mit dem Tod des Protagonisten, der, obwohl vergiftet, seinen Racheauftrag an seinem schurkischen Onkel vollzieht. Doch das St\u00fcck endet mit dem Auftrag an Hamlets Vertrauten Horatio, eine Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Ereignisse zu geben, die zu diesem Ende f\u00fchrten. Die Hamlet-Trag\u00f6die schlie\u00dft selbstbez\u00fcglich als Aufkl\u00e4rungsversprechen und insofern nicht als blinde Vernichtung.<\/p>\n<p>Die Faust-Zwei-Trag\u00f6die Goethes l\u00e4sst sich als Tod des zu einem Verbrecher gewordenen Faust deuten. Faust stirbt und wird ausgel\u00f6scht. Doch das Ende findet in einer Himmelswelt statt, in der nicht mehr eine m\u00e4nnliche Gottheit das All beherrscht, sondern eine Frau. In dieser gewandelten Welt aller bisherigen Bez\u00fcge ereignet sich das <em>Unzul\u00e4ngliche<\/em> und das <em>Unbeschreiblich<\/em>e wird getan. Faust wird in dieser Welt weiterleben. Die kosmische Macht der Liebe garantiert, dass Faust seinen Tod \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Mit dem Kurzroman <em>The Road<\/em> von Cormac McCarthy, der oft Partizipien von Verben benutzt, um einen Erstarrungsprozess auszusagen, wird eine postapokalyptische Szenerie beschworen. Die USA scheinen vermutlich nach einem Atomkrieg dem sozialen Chaos ausgeliefert zu sein. Der Himmel ist st\u00e4ndig verdunkelt, und die Temperaturen steigen kaum \u00fcber Null Grad. Ein lungenkranker Arzt versucht auf seinem Motorrad zusammen mit seinem Sohn eine K\u00fcste zu erreichen. Der Hunger hat inzwischen die Bev\u00f6lkerung zu Kannibalen werden lassen. Der Vater stirbt. Der Sohn begegnet Menschen, die sich nicht als Kannibalen verhalten und erscheint am Ende von der Gewalt verschont und gerettet zu sein. Auch dieser als Trag\u00f6die angelegte kurze Roman endet als Schonung und Rettung wie die <em>Eumeniden<\/em> oder <em>K\u00f6nig \u00d6dipus<\/em> und <em>\u00d6dipus auf Kolonos<\/em>.<\/p>\n<p>Dass Trag\u00f6dien ambivalent auf Schonung und Rettung oder Vernichtung hinauslaufen, macht es m\u00f6glich, unsere inzwischen von der Drohung verschiedener thermonuklearer Kriege bedrohte Zukunft anders als notwendig apokalyptisch zu bewerten. Thermonukleare Kriege erscheinen als Beendigung menschlicher Zukunft. In der Folge von Atomkriegen w\u00fcrden gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung get\u00f6tet, es entstehen Br\u00e4nde, die sich nicht mehr l\u00f6schen lassen, der durch Gesetzte bestimmte gesellschaftliche Zusammenhang erodiert, ein nuklearer Winter zieht herauf. Das postapokalyptische Szenar von <em>The Road<\/em> droht real zu werden. In den USA neigt man vielfach zu der Bewertung, dass auf diese Weise das J\u00fcngste Gericht keine lange Zeit mehr ben\u00f6tigt, um zu geschehen. Der ansonsten theologisch ser\u00f6se Bischof Dibelius urteilte in den 50ger Jahren, ein Atomkrieg bringe uns Gott n\u00e4her. Der politische Realist Mathew Kroenig bef\u00fcrwortete neuerdings sogar Atomkriege, denn sie lassen sich seitens der USA gewinnen. Man k\u00f6nne den Tod von 50 Millionen Toten hinnehmen, denn man werde dauerhaft Gewinner. Die radiotoxische Verstrahlung des Globus, die nicht mehr l\u00f6schbaren Br\u00e4nde und die soziale Desintegration mit Hungerfolgen scheint er auf abenteuerliche Weise von einem Atomkrieg subtrahieren zu wollen.<\/p>\n<p>Was besagt die Umbewertung der Trag\u00f6die, die nunmehr auch Schonung und Rettung besagen kann? Kann diese Umbewertung der uns vor dem Entsetzlichen retten, jener Befleckung und Kontamination, vor der einst Aristoteles unter dem Namen des <em>miar\u00f3n<\/em> warnte? Das ist nicht m\u00f6glich. Die Wirklichkeit kann entsetzlich werden, und die Trag\u00f6die vermag uns Menschen nicht zu verschonen. Vor dem Entsetzlichen einer thermonuklearen Selbstausl\u00f6schung kann uns keine Umbewertung der Trag\u00f6die bewahren.<\/p>\n<p>Doch etwas anderes kann geschehen. Eine Umbewertung der Trag\u00f6die kann uns zu einer kollektiven Besinnung f\u00fchren. Wenn die h\u00f6chste Sinnbestimmung des Menschen in der Gestalt der griechischen Trag\u00f6die nicht notwendig in dessen Vernichtung besteht, so scheint das Schicksal uns noch eine Frist zur Besinnung zu geben. Die griechische Trag\u00f6die best\u00e4tigt nicht den unvermeidlichen Untergang des Menschengeschlechts. Laut der Trag\u00f6die k\u00f6nnten wir vor der restlosen Vernichtung verschont werden.<\/p>\n<p>Es war Karl Marx, der an einer Stelle uns zur Bewahrung unserer Zukunft ermahnte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><em>Vom Standpunkt einer h\u00f6heren \u00f6konomischen Gesellschaftsform wird das Privateigentum einzelner Individuen am Erdball ganz so abgeschmackt erscheinen, wie das Privateigentum eines Menschen an anderen Menschen. <\/em>Selbst eine ganze Gesellschaft<em>, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen, sind nicht Eigent\u00fcmer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznie\u00dfer, und haben sie als boni partes familias [erfolgreiche Familienv\u00e4ter] <\/em>den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen.<\/strong><\/p>\n<p>Marx war ein Kenner der Antike. Dass wir Menschen nicht Eigent\u00fcmer von etwas sind, sondern lediglich seine Besitzer, stammt von dem r\u00f6mischen Denker Lukrez, \u00fcber den Marx seine Doktorarbeit schrieb.<\/p>\n<p>Erneut m\u00f6gen uns in diesem Kontext die zuvor zitierten Zeilen des Sophokles im Ohr klingen:<\/p>\n<blockquote><p><em>Viel Ungeheuerliches ist,<br \/>\n<\/em><em>doch das Ungeheuerlichste ist der Mensch.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Textvariante schl\u00e4gt f\u00fcr das Ungeheuerliche (<em>dein\u00f3s<\/em>) das Adjektiv <em>deil\u00f3s<\/em> vor. Deilos jedoch besagt: erb\u00e4rmlich, feige, unw\u00fcrdig. Daher besitzen die beiden Zeilen des Sophokles f\u00fcr die Zukunft unserer Zivilisation folgende warnende Bedeutung:<\/p>\n<blockquote><p><em>Viel Erb\u00e4rmliches ist,<br \/>\n<\/em><em>doch das Erb\u00e4rmlichste ist der Mensch.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Unser Grundgesetz mit der Betonung der unantastbaren W\u00fcrde Menschen k\u00f6nnte eines Kommentars bed\u00fcrfen. Er wurde bisher noch nicht verfasst und k\u00f6nnte wie folgt lauten:<\/p>\n<blockquote><p><em>Die Feigheit des Menschen ist unantastbar.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Bernhard H. F. Taureck\u00a0 ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes Rheinland-Pfalz \/ Saarland <\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">\u00a9 taureck. Der Redaktion per Mail zugestellt am 26. August 2025 mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung zur Weiterverbreitung<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Euripides sitzend in der Mitte bekommt von einer Frau eine Theatermaske gereicht. Rechts der Gott Dionysos. Datierung: zwischen dem 1. Jahrhundert v.u.Z. und dem 1. Jahrhundert u.Z. Flachrelief aus Marmor, aus der Misthos-Sammlung, aufbewahrt im Arch\u00e4ologischen Museum Istanbul (T\u00fcrkei).<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: John-Gr\u00e9goire, <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=121739024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=121739024<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Bernhard H. F. Taureck<\/b><br \/>\nTrag\u00f6dien, enden sie nicht mit dem Untergang und der physischen Vernichtung ihrer Protagonisten? Kommt es jedoch vor, dass die Handelnden gerettet werden, sind dann die entsprechenden Trag\u00f6dien im Grunde nichts als Tragikom\u00f6dien? So jedenfalls lautet der Chor der Experten seit langer Zeit. Das Wort Trag\u00f6die ist dabei ohne Belang. Es bedeutet Bocksgesang. Alle Versuche, diesen Sprachgebrauch zu erkl\u00e4ren, sind bisher gescheitert. Es handelt sich bei der Trag\u00f6die nicht um ein kulturelles Randph\u00e4nomen. Die Trag\u00f6die bildet seit den drei \u00fcberragenden Tragikern Aischylos, Sophokles und Euripides die unbestritten h\u00f6chste Form dessen, wozu Dichtung und wozu \u00fcberhaupt Kunst und Kultur f\u00e4hig sind. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":22747,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[913,16],"tags":[2756,622,496,1069,668,407,2755,446,2758,1334,2757,1624],"class_list":["post-22745","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-kunst","category-weltanschauung-philosophie","tag-antike","tag-griechenland","tag-karl-marx","tag-katastrophe","tag-kultur","tag-kunst","tag-leid","tag-mensch","tag-privateigentum","tag-theater","tag-untergang","tag-werte"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Bas-relief_en_marbre_representant_Euripide_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5UR","jetpack-related-posts":[{"id":16689,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16689","url_meta":{"origin":22745,"position":0},"title":"\u201eGedenken an alle Holocaust-Opfer\u201c","author":"Webredaktion","date":"26. 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