{"id":22616,"date":"2025-08-19T01:35:07","date_gmt":"2025-08-18T23:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22616"},"modified":"2025-09-16T03:05:53","modified_gmt":"2025-09-16T01:05:53","slug":"mein-kampf-oh-pardon-mein-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22616","title":{"rendered":"Mein Kampf \u2013 oh pardon, \u201aMein Krieg\u2018"},"content":{"rendered":"<h4>Titel, Trigger und die Kunst der Nadelstiche<\/h4>\n<p><strong>Wenn ein ehemaliger Oberbefehlshaber, der heute als Botschafter in London residiert, ein Buch mit dem Titel \u201eMein Krieg\u201c ver\u00f6ffentlicht, ist das in einer Welt voller historischer Assoziationen alles \u2013 nur nicht harmlos. Walerii Saluschnyj hat sein Werk im Dezember 2024 vorgestellt. Es schildert seinen Lebensweg von der Kindheit bis zum Beginn der russischen Spezialoperation am 24. Februar 2022. Er nennt es einen Roman, kein Memoir, und will vor allem eine Botschaft an junge Menschen senden: \u201eAlles ist m\u00f6glich, wenn man wirklich will.\u201c Doch der Titel legt einen Schatten \u00fcber das Werk, den auch die freundlichste PR nicht wegradieren kann.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Essay von <strong>Sabiene Jahn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 17.08.2025 auf <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/mein-kampf-oh-pardon-mein-krieg\/\">globalbridge.ch<\/a><\/span><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5429\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=5429\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?fit=24%2C24&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"24,24\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"video_icon_24x24\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?fit=24%2C24&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-5429\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/video_icon_24x24.jpg?resize=24%2C24&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"24\" height=\"24\" \/> Der Beitrag kann auf YouTube auch angeh\u00f6rt werden: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/1BsBBRTQJjM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/youtu.be\/1BsBBRTQJjM<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr deutsche Ohren ist \u201eMein Krieg\u201c unweigerlich ein Echo auf \u201eMein Kampf\u201c. Ob beabsichtigt oder nicht, im geopolitischen Ringen um Deutungsmacht ist eine solche N\u00e4he ein gefundenes Fressen f\u00fcr Kritiker. Pro-russische Kommentatoren stilisieren die Parallele als weiteren Beweis f\u00fcr eine \u201eNazifizierung\u201c der Ukraine, denn diese Beweise gibt es unweigerlich. EU-nahe Fact-Checker kontern und erkl\u00e4ren die Assoziation f\u00fcr irrelevant oder konstruiert. Doch auch unbeabsichtigte Trigger k\u00f6nnen Wirkung entfalten, und es ist schwer vorstellbar, dass weder Verlag noch F\u00f6rderer die historische Brisanz erkannt haben wollen. Im Westen, besonders in Gro\u00dfbritannien, ist der gezielte symbolische Schlagabtausch mit Russland eine lange gepflegte Disziplin. Winston Churchill perfektionierte sie, ob mit ironischen Etiketten (\u201eEiserner Vorhang\u201c) oder metaphorischen Bildern, die einen Gegner nicht frontal attackieren, sondern in einen bleibenden Gedankenk\u00e4fig sperren. Auch heutige Londoner Strategen scheuen keine semantischen Reizpunkte, wenn sie Moskau treffen sollen. \u201eMein Krieg\u201c k\u00f6nnte so, unabh\u00e4ngig von Saluschnyjs Absicht, als solcher Reizpunkt wirken.<\/p>\n<p>Russland hat ebenfalls eine Geschichte literarischer Interventionen, aber die Form unterscheidet sich. Die gro\u00dfen Klassiker \u2013 Tolstoi, Dostojewski, Puschkin \u2013 zielten selten auf sp\u00f6ttische Sticheleien, sondern auf moralische und zivilisatorische Tiefensch\u00e4rfe. Zum Beispiel Leo Tolstoi in \u201aKrieg und Frieden\u2018: \u201eDer Krieg ist nicht das Werk einzelner Menschen, sondern die unausweichliche Folge einer unz\u00e4hligen Menge von Umst\u00e4nden, Bedingungen und Zuf\u00e4llen.\u201c Fjodor Dostojewski in \u201aDie Br\u00fcder Karamasow\u2018: \u201eJeder von uns ist f\u00fcr alle und alles vor allen verantwortlich, und ich mehr als alle anderen.\u201c Oder Alexander Puschkin in \u201aBoris Godunow\u2018: \u201eDas Volk schweigt.\u201c Diese Zitate zeigen, russische Literatur verankert Konflikte im moralischen und historischen Gesamtrahmen.<\/p>\n<p>Die britische Tradition lebt von Understatement, ironischer Doppeldeutigkeit und der Lust am kultivierten Stich. Ein Stil, der global oft besser \u201efunktioniert\u201c, weil er unterhaltsam ist und nicht plump wirkt. Die russische Tradition ist pathetischer, moralischer, in sich schl\u00fcssig, aber weniger international anschlussf\u00e4hig. Aus dieser Differenz erkl\u00e4rt sich, warum Londoner Kreise die Titelwahl \u201eMein Krieg\u201c wom\u00f6glich als klugen Schachzug sehen, w\u00e4hrend in Moskau eher eine lange, ernste Gegenrede folgen w\u00fcrde.<\/p>\n<h5>Zwischen Diplomatie und Literatur<\/h5>\n<p>Saluschnyj selbst bezeichnet sein Buch als kulturelle Diplomatie, ein Beitrag, der die Ukraine im Westen sympathisch und k\u00e4mpferisch zugleich erscheinen lassen soll. Als Botschafter in Gro\u00dfbritannien und Vertreter bei der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat er die B\u00fchne, um diese Botschaft zu platzieren. Ob er in die Ukraine zur\u00fcckkehren oder gar in die Politik einsteigen will, l\u00e4sst er offen. Das Buch mag Zeitvertreib sein, ein Instrument der Soft Power oder ein Test, wie weit sich die \u00f6ffentliche Wahrnehmung steuern l\u00e4sst. \u201eMein Krieg\u201c ist jedoch kein harmloser Buchtitel und kein belangloses Projekt. Es ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie in einer vernetzten Welt Worte zu strategischen Werkzeugen werden und wie sehr Stil, Tradition und kultureller Kontext dar\u00fcber entscheiden, ob ein Satz als literarischer Funke oder als geopolitischer Z\u00fcndsatz wirkt. Lassen Sie mich ein kleines literarisches Experiment wagen. Der folgende Dialog ist fiktiv und illustriert, wie sehr sich Stil und Wirkung je nach kulturellem Kontext unterscheiden, damit man die Unterschiede sp\u00fcrt: In Moskau spricht der russische Literat, in pathetisch-philosophischer Weise, der Brite mit seiner direkten Fragetechnik.<\/p>\n<p>Russe: \u201eAlso, \u201aMein Krieg\u2019. Sie haben davon geh\u00f6rt?\u201c Brite: \u201eJa. Ich habe den Titel gelesen und kurz gezuckt, in England klingen solche Worte\u2026 gef\u00e4hrlich.\u201c Russe: \u201eGef\u00e4hrlich? Worte sind nicht gef\u00e4hrlich. Sie sind Schiffe. Manche tragen Brot, andere Waffen. Dieser Titel tr\u00e4gt die Erinnerung an den Preis, den V\u00f6lker zahlen, wenn sie Krieg f\u00fchren und an jene, die meinen, er sei ein pers\u00f6nlicher Besitz.\u201c Brite: \u201eSie halten den Titel also nicht f\u00fcr ungl\u00fccklich?\u201c Russe: \u201eUngl\u00fccklich sind M\u00fctter, die auf S\u00f6hne warten, die nicht zur\u00fcckkehren. Ungl\u00fccklich ist ein Land, das den Krieg atmet wie andere die Luft. Ein Titel ist nur ein Spiegel dessen, was im Herzen des Schreibers brennt \u2013 oder, wie es bei manchen der Fall ist, was ihm diktiert wird.\u201c Brite: \u201eDas klingt\u2026 schwer. Bei uns w\u00fcrde man sagen, es fehlt die Leichtigkeit.\u201c<br \/>\nRusse: \u201eLeichtigkeit ist ein Sommergast. Krieg kennt ihn nicht. Wir Russen haben gelernt, Worte zu w\u00e4hlen, als m\u00fcssten sie Monumente tragen. Manchmal aus Stein, manchmal aus Tr\u00e4nen. Ihr Engl\u00e4nder tragt lieber feine Klingen, wir eher Fahnen, die auch im Sturm nicht sinken.\u201c Brite: \u201eGlauben Sie, dass das Buch politische Wirkung haben wird?\u201c Russe: \u201eIn London vielleicht, wo Worte wie Parf\u00fcm getragen werden, zum Eindruck, nicht zum Kampf. Bei uns misst man Wirkung an dem, was im Ged\u00e4chtnis bleibt, wenn die Musik verstummt. Ein Roman kann das Herz anr\u00fchren oder es kalt lassen. Dieses Werk, f\u00fcrchte ich, wird Herzen vor allem auf einer Seite erw\u00e4rmen.\u201c Brite: \u201eUnd was w\u00e4re f\u00fcr Sie ein angemessener Titel?\u201c<br \/>\nRusse: \u201eEiner, der nicht \u201aMein\u2018 sagt, sondern \u201aUnser\u2018. Denn kein Krieg geh\u00f6rt einem Mann allein. Er geh\u00f6rt allen, die in ihm sterben \u2013 und allen, die danach mit den Tr\u00fcmmern leben.\u201c<\/p>\n<p>Um diesen Tonfall zu verstehen, lohnt es sich, Saluschnyj\u00a0 selbst zu \u201eh\u00f6ren\u201c. Schon in den ersten Seiten seines Vorworts wird deutlich, welche Worte er w\u00e4hlt \u2013 und welche Bilder er vermeidet. Zitate aus \u201eMein Krieg\u201c \u2013 Vorwort (ins Deutsche \u00fcbersetzt: \u201eWir waren, wir sind, und wir werden sein. Und wir k\u00e4mpfen weiter.\u201c Es ist eine Parole, die Saluschnyj gleich zu Beginn setzt, keine R\u00fcckblende, keine Relativierung, sondern ein Statusbericht im Pr\u00e4sens \u2013 Der Kampf als Dauerzustand. \u201eIch f\u00fcrchtete, dass die Geschichte umgeschrieben wird. Dass die Wahrheit derer, die fielen, verloren geht. Darum schrieb ich. Nicht f\u00fcr mich, sondern f\u00fcr die, die noch nicht wissen, dass sie eines Tages k\u00e4mpfen m\u00fcssen.\u201c Die Selbstpositionierung als Bewahrer einer \u201ewahren Geschichte\u201c \u2013 und zugleich als Mentor einer kommenden Generation. \u201eEs gibt Momente, in denen ein Soldat nicht auf den Befehl wartet. Er handelt, weil er wei\u00df, dass er sonst nicht mehr atmen wird. Dies ist so ein Moment f\u00fcr uns alle.\u201c Ein hoher Pathos-Level, direkte \u00dcbertragung milit\u00e4rischer Reflexe auf das gesamte Volk. \u201eChurchill sagte, Mut sei das Erste unter allen Tugenden, denn ohne ihn k\u00f6nne man keine andere Tugend leben. Ich wei\u00df, was er meinte.\u201c Saluschnyj zitiert Churchill nicht als historische Figur, sondern als pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chspartner \u2013 das r\u00fcckt ihn in eine Traditionslinie.<\/p>\n<h5>Churchill \u2013 Vorbild und Widerspruch<\/h5>\n<p>Mit der Berufung auf Winston Churchill zieht Saluschnyj eine Linie zu einem der bekanntesten Staatsm\u00e4nner des 20. Jahrhunderts \u2013 einem Mann, der in Gro\u00dfbritannien als Retter der Nation gilt, in anderen L\u00e4ndern aber auch als Architekt r\u00fccksichtsloser Kriegsf\u00fchrung. F\u00fcr viele \u00dcberlebende der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 ist Churchill nicht nur eine ferne Figur der Weltpolitik, sondern milit\u00e4rischer Entscheider, der bewusst die Zivilbev\u00f6lkerung ins Visier nahm. Historiker wie Frederick Taylor und Alexander McKee haben detailliert dokumentiert, wie das Inferno von Dresden, eine Stadt mit Hunderttausenden Fl\u00fcchtlingen, nicht allein milit\u00e4risch motiviert war, sondern Teil einer psychologischen Kriegsf\u00fchrung, die auf Abschreckung und Demoralisierung zielte. Historiker debattieren, ob es Kriegsverbrechen war. Dass Saluschnyj gerade Churchill als moralischen Bezugspunkt w\u00e4hlt, ist daher nicht nur symbolisch, sondern auch politisch aufgeladen: Es schwingt die Botschaft mit, dass H\u00e4rte, insbesondere auch gegen\u00fcber einer ganzen Bev\u00f6lkerung, in bestimmten Situationen als notwendige Tugend verstanden werden kann. Diese Deutung mag f\u00fcr britische Milit\u00e4rstrategen schmeichelhaft sein, f\u00fcr deutsche Leser ist sie ungleich schwer zu schlucken.<\/p>\n<h5>Realit\u00e4t der Dauerpr\u00e4senz<\/h5>\n<p>Interessant ist, Saluschnyj begr\u00fcndet sein Schreiben mit der Angst, dass die Geschichte \u201eumgeschrieben\u201c werde und die Wahrheit der Gefallenen verloren ginge. Doch objektiv betrachtet bestand in seinem Fall noch nicht mal die Gefahr des Verschwindens aus dem \u00f6ffentlichen Ged\u00e4chtnis. Seit 2014 wurde verdeckt oder offen der ukrainische Konflikt im westlichen Medienraum mit einer Dauerpr\u00e4senz begleitet, wie sie nur wenige Kriege der j\u00fcngeren Geschichte erfahren haben. Wer Angst hat im Entfaltungssturm des Krieges unterzugehen, \u00fcbersieht die breite Infrastruktur der Kommunikation, die seit Jahren Botschaften f\u00fcr ihn verst\u00e4rkt. Bereits ab 2014 wurden gewaltige Mittel mobilisiert, um den Ukraine-Krieg kommunikativ nicht nur zu begleiten, sondern sichtbar und dauerhaft im globalen Bewusstsein zu verankern.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien investierte \u00fcber 93 Millionen Euro in strategische Medienarbeit. Die Londoner Agentur Zinc Network erhielt knapp 12 Millionen Euro, um Osteuropa-Influencer (YouTube, TikTok etc.) mit anonymen Auftr\u00e4gen zu versorgen \u2013 Videos, die den Krieg kontextualisieren oder zur Unterst\u00fctzung aufrufen, ohne staatliche Finanzierung offenzulegen. Parallel steuerte das Verteidigungsministerium \u00fcber den Conflict, Stability and Security Fund (CSSF) rund 2,3 Millionen Euro zu Anti-Desinformationsnetzwerken wie der Integrity Initiative bei. Die EU baute die East StratCom Task Force von 1,1 Millionen Euro (2018) auf rund 4 Millionen Euro j\u00e4hrlich aus.<\/p>\n<p>Hinzu kommen etwa 10 Millionen Euro pro Jahr f\u00fcr pro-ukrainische Medienprojekte wie Media Lifeline sowie PR-Anteile im Europ\u00e4ischen Friedensfonds (EPF), dessen Gesamtvolumen in die Milliarden geht. Die USA leisteten \u00fcber USAID bis 2024 nicht-milit\u00e4rische Hilfe von \u00fcber 21 Milliarden Euro, teils f\u00fcr Medien und Pressefreiheit. Erg\u00e4nzend flossen zwischen 2016 und 2018 rund 146 Millionen Euro \u00fcber den Countering Foreign Propaganda and Disinformation Act, plus j\u00e4hrlich \u00fcber 60 Millionen Euro an das Global Engagement Center (GEC) zur Desinformationsbek\u00e4mpfung. Neben staatlichen Geldern engagieren sich \u00fcber 150 PR-Agenturen, darunter die Publicis Groupe, mit Millionenbetr\u00e4gen, Technik und Personal. In-kind-Leistungen wie OOH-Displays in Metropolen erreichen leicht siebenstellige Werte. Kampagnen wie \u201eBe Brave Like Ukraine\u201c (Banda), \u201eLeopards for Ukraine\u201c (Social Media) oder \u201eCome to Ukraine\u201c (Pablo f\u00fcr United24) verdeutlichen die globale Orchestrierung.<\/p>\n<p>In Summe st\u00fctzt ein mehrstelliger Milliardenetat aus Regierungen, Agenturen, NGOs und Medienh\u00e4usern das Ukraine-Narrativ. Das erkl\u00e4rt auch, warum Saluschnyjs Werk in einem Umfeld ver\u00f6ffentlicht wird, das kommunikativ weit st\u00e4rker auf seine Erz\u00e4hlung vorbereitet ist \u2013 im Gegensatz zu Themen, die nur auf Hilfe, aber nicht auf Image-Bausteine setzen. In einem solchen Umfeld ist ein Buch wie \u201eMein Krieg\u201c auch kein Tropfen im Meer \u2013 sondern eine Stimme in einem orchestrierten Akkord, der nicht nur geh\u00f6rt, sondern auch gezielt verst\u00e4rkt werden soll. Hinter diesen Zahlen steckt mehr als Geld \u2013 es geht um Narrative, die geformt werden. Saluschnyj Buch nutzt genau das: Sein pathetischer Ton, vermischt mit westlicher PR, testet, wie Krieg als &#8222;pers\u00f6nliche&#8220; Geschichte vermarktet wird. Der fiktive Dialog und Zitate zeigen: Hier kollidieren Traditionen, und der Leser sp\u00fcrt, warum der Titel kein Zufall ist \u2013 er z\u00fcndet in einem vorbereiteten Feld. Das motivierte diesen Essay: Worte sind Waffen, und Saluschnyjs &#8222;Krieg&#8220; ist ein gezielter Schuss.<\/p>\n<p>Trotz dieser immensen Summen f\u00fcr pro-ukrainisches Marketing zeigt ein Bericht des ukrainischen Institute of Innovative Governance (IIG) \u00fcber \u201erussische Einflussnahme in Deutschland\u201c eine andere Seite des Informationskriegs: 133 identifizierte Akteure, \u00fcber 7.000 analysierte Tweets und j\u00e4hrliche Budgets von \u00fcber 10 Millionen Euro f\u00fcr das \u201eRussian House\u201c in Berlin liefern konkrete Zahlen, doch fehlt ein Nachweis tats\u00e4chlicher Wirkung auf die \u00f6ffentliche Meinung. Der Bericht wirkt eher als Versuch, unabh\u00e4ngige oder kritische Stimmen, die durch echte Leserbindung (z.B. Abonnements) wachsen, zu diskreditieren \u2013 ein Ansatz, der Nervosit\u00e4t westlicher Akteure \u00fcber die Resonanz solcher Medien verr\u00e4t. Statt Transparenz zu schaffen, riskieren \u201eBlacklists\u201c eine Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit und vertiefen die Polarisierung im globalen Narrativkampf. Der sogenannte Report weist nach gr\u00fcndlicher Pr\u00fcfung erhebliche inhaltliche Fehler auf und wirkt unprofessionell zusammengestellt.<\/p>\n<p>Parallel zu diesen Medienfronten lief die milit\u00e4rische Vorbereitung. Unterirdische Bunker und Versorgungssysteme in der Ostukraine wurden ausgebaut, Waffen und Munition bereits lange vor offiziellen Lieferzusagen ins Land gebracht. Britische und US-amerikanische Ausbilder arbeiteten seit Jahren mit ukrainischen Spezialeinheiten \u2013 wer diesen Weg mitging, konnte Karriere machen, wer nicht, war \u201edrau\u00dfen\u201c. Politische Aussagen unterstreichen diese Chronologie: Angela Merkel und Fran\u00e7ois Hollande r\u00e4umten offen ein, dass die Minsker Abkommen vor allem Zeit verschaffen sollten. Mit Dekret Nr. 117 beschloss die Werchowna Rada die milit\u00e4rische R\u00fcckeroberung von Donbass und Krim \u2013 Monate vor Februar 2022.<\/p>\n<h5>Prilepin: Briefe aus dem Donbass<\/h5>\n<p>Der russische Schriftsteller Sachar Prilepin hat mit \u201eAlles, was entschieden werden muss\u201c ein Werk vorgelegt, das nicht von der politischen B\u00fchne aus erz\u00e4hlt, sondern von der Erde aus \u2013 von Sch\u00fctzengr\u00e4ben, Kellern, Feldk\u00fcchen. Er schildert, was er seit 2014 unter den Menschen erlebte, die in den von Kiew verrufenen St\u00e4dten und D\u00f6rfern des Donbass blieben, als andere flohen. Es ist Winter, die Front erstarrt unter einer gleichm\u00e4\u00dfigen, dumpfen Kanonade. Der Frost hielt sich wie Eisen. Unter dieser H\u00e4rte lebten sie weiter: Freiwillige, Bergarbeiter, Lehrerinnen, Mechaniker, Studenten. Viele hatten noch nie eine Waffe getragen. Uniformen gab es kaum, Gewehre waren zusammengetragen, Munition war Mangelware. \u201eOplot\u201c, die Einheit um Alexander Sachartschenko, der sp\u00e4ter Ministerpr\u00e4sident wurde, war aus Zivilisten gewachsen, ohne Sold, ohne sicheren Nachschub: \u201eWir konnten nichts zahlen au\u00dfer mit unserem Wort und unserer Ehre.\u201c Klingt heroisch, war aber Realit\u00e4t &#8211; im Donbass verteidigten normale Menschen ihren Hof.<\/p>\n<p>Prilepin beschreibt im Kapitel \u201eBriefe aus dem Dobass\u201c, wie Weihnachten und Neujahr gefeiert wurden, w\u00e4hrend die Granaten einschlugen. Sachartschenko verlie\u00df einmal mitten im Festmahl den Tisch, um zu einem Vorposten zu fahren \u2013 nicht, um Befehle zu geben, sondern um den M\u00e4nnern Tee zu bringen. \u201eWir, selbst wenn wir tot sind, werden zu euch kommen\u201c, sagt er sp\u00e4ter am Grab von Michail \u201eGivi\u201c Tolstych. Das Land, in dem sie k\u00e4mpften, war karg, mit grauen Ebenen, durchzogen von zerst\u00f6rten Fabriken und Schienen, die ins Leere f\u00fchrten. Im Keller eines halbzerst\u00f6rten Hauses br\u00fchten Frauen Tee, w\u00e4hrend drau\u00dfen Scharfsch\u00fctzen schossen. Alte M\u00e4nner flickten Funkger\u00e4te aus sowjetischen Best\u00e4nden, junge bauten aus Autoreifen improvisierte Deckungen. Babay, der Mann mit dem Rauschebart und der Kosakenm\u00fctze, war einer der bekanntesten Gestalten der \u201eRussischen Fr\u00fchling\u201c-Tage. Prilepin beschreibt ihn nicht als blo\u00dfen K\u00e4mpfer, sondern als Figur, die das Theater der Front mit echtem Mut f\u00fcllte. Er kam mit fast nichts. Seine ersten Eins\u00e4tze waren Patrouillen mit einer alten Kalaschnikow, die h\u00e4ufiger klemmte, als sie feuerte. Skif (Alexander Khodakovsky), der Gr\u00fcnder des Bataillons \u201eVostok\u201c &#8211; In den fr\u00fchen K\u00e4mpfen um den Flughafen Donezk standen seine Leute in einer Halle voller Glas und Staub. Sie hatten nur Gewehre und einen alten Sch\u00fctzenpanzer, der alle paar Stunden repariert werden musste.<\/p>\n<p>Journalistin Anna Dolgareva geh\u00f6rte zu den bekanntesten Kriegsdichterinnen Russlands. Sie trug kein Gewehr, war keine Soldatin. In den Sch\u00fctzengr\u00e4ben las sie den M\u00e4nnern Gedichte vor, manchmal eigene, manchmal Lermontow. \u201eSie h\u00f6rten zu und verga\u00dfen den Regen\u201c. Akhra \u201eAbchas\u201c Avidzba, aus Abchasien stammend, baute die Einheit \u201ePyatnashka\u201c auf. Seine M\u00e4nner waren ein Flickenteppich aus ehemaligen Bergbauarbeitern, Studenten, Lkw-Fahrern. Sie k\u00e4mpften in Turnschuhen, mit Helmen aus den 80er-Jahren. \u201eDas Wichtigste sind Augen und Herz,\u201c sagte Akhra, wenn man ihn auf Ausr\u00fcstung ansprach. Sachartschenko selbst war kein Mann, der vom sicheren Hauptquartier aus kommandierte. In Debalzewo und bei Saur-Mogila stand er an vorderster Linie. Prilepin erinnert sich an ein Gespr\u00e4ch in einer kurzen Feuerpause: \u201eDu verstehst, dass wir nicht nach Hause k\u00f6nnen? Solange sie hier sind \u2013 unm\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<h5>Debalzewo:\u00a0 Kampf gegen die \u00dcbermacht<\/h5>\n<p>\u201eNach den Vorschriften der Sowjetarmee braucht es beim Angriff ein Verh\u00e4ltnis von drei zu eins\u201c, erinnerte sich Sachartschenko. \u201eNach US-Normen sechs zu eins. Bei uns war es umgekehrt \u2013 wir waren weniger.\u201c Uglegorsk nahmen sie in sechs Stunden, mit drei Mal weniger K\u00e4mpfern als die Verteidiger. Die ukrainische Armee hatte in Debalzewo f\u00fcnftausend Mann, unterst\u00fctzt von einem Mehrfachen an Panzern. \u201eF\u00fcr ganz Debalzewo hatten wir vier Panzer.\u201c Einer fiel auf dem Marsch aus, ein anderer aus Lugansk weigerte sich, in Debalzewo einzur\u00fccken: \u201eDie Lugansker st\u00fcrmten nie St\u00e4dte,\u201c sagt Sachartschenko. Also setzten sie den Panzer wie fr\u00fcher die Kanonen ein: \u201eSie fuhren die Kanone heran, bumm ins Fenster, und gleich zur\u00fcck\u201c &#8211; W\u00e4hrend die Infanterie sicherte, damit er nicht verbrannt wurde \u2013 und wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>\u201eDu, als Kommandeur, kannst du rational erkl\u00e4ren, wie ihr bei einem solchen zahlenm\u00e4\u00dfigen \u00dcbergewicht der ukrainischen Armee Debalzewo genommen habt?\u201c, fragt Prilepin. \u201eEs gibt kein Wort \u201aunm\u00f6glich\u2018\u201c Das gibt es nicht! Wir k\u00e4mpfen auf unserem Land. Zuhause helfen auch die W\u00e4nde. Die Unterst\u00fctzung der \u00f6rtlichen Einwohner in Debalzewo war kolossal. Die Ortsans\u00e4ssigen erz\u00e4hlten, wo die Wessouschniki (Soldatenslang f\u00fcr Angeh\u00f6rige der Ukrainische Streitkr\u00e4fte &#8211; VSU) sa\u00dfen \u2013 weil die H\u00e4user und Wohnungen besetzt hatten, in denen diese Menschen lebten. Und die Ortsans\u00e4ssigen zeigten auf ihre eigenen Fenster und sagten: \u201aSchlagt dorthin! Schlagt!\u2019 Wir sagten: \u201aDas ist doch dein Haus!\u2018 \u2013 und sie antworteten: \u201aZum Teufel damit!\u2018\u201c Man kann viele M\u00e4rchen und Geschichten erz\u00e4hlen \u00fcber die pers\u00f6nliche Vorbereitung eines K\u00e4mpfers, \u00fcber die Vorbereitung und das Zusammenspiel der Einheiten und all das andere. \u201eHier ist es wie in jeder Schl\u00e4gerei: es m\u00f6gen ihrer zwei sein, aber in dir erwacht so eine wilde Wut, dass du losgehst, um zu zerrei\u00dfen \u2013 wirklich zu zerrei\u00dfen, nicht um nach Punkten oder blauen Flecken zu siegen. Wenn du vor dir nicht einen Gegner, sondern ein Opfer siehst, wird alles anders. Wenn die Leute den Kampfgeist gepackt haben \u2013 ist alles anders\u2026(\u2026) Wenn die Wut kommt\u2026,\u201c fuhr Sachartschenko fort, (\u2026) \u201ef\u00fchlen die das auf der anderen Seite?\u201c, vollendete Prilepin.<\/p>\n<p>\u201eJa, auf irgendeiner Art von Fluiden versteht der Mensch, dass er schon kein K\u00e4mpfer mehr ist, er ist ein Opfer. Was immer er auch tut \u2013 er ist ein in die Enge getriebenes Tier, er ist eingekreist,\u201c beschreibt es Sachartschenko. \u201eDu hast einmal gesagt, dass ihr in Debalzewo den Geist der ukrainischen Armee gebrochen habt,\u201c hakt\u00a0 Prilepin nach. \u201eJa, es ging um den Kampf um den Geist. Am 15. Februar sollte die Erf\u00fcllung der ersten Bedingung der Vereinbarungen von Minsk-2 beginnen \u2013 \u00fcber die Einstellung des Feuers. \u201eAber niemandem war danach: am 16. drangen die Milizen in Debalzewo ein und begannen die S\u00e4uberung. Kiew hoffte, sich dank dieser Vereinbarungen in Debalzewo festzubei\u00dfen und es nicht herauszugeben, aber wer h\u00e4tte ihnen das erlaubt,\u201c antwortet Sachartschenko. Drei N\u00e4chte \u2013 vom 14. bis zum 17. Februar schliefen Sachartschenko und sein Umfeld fast nicht: eine Stunde, anderthalb pro Tag. \u201eWenn du denkst,\u201c sagt Sachartschenko, \u201edass solche Operationen das Ergebnis makellos geplanter Handlungen sind, dann\u2026 ist das Unsinn. Alle Pl\u00e4ne beginnen in den ersten Minuten zu scheitern. Die ganze Verbindung flog raus, ringsum \u2013 echtes Chaos. Der einzige Ausweg \u2013 du erf\u00fcllst den Kampfauftrag, trotz allem.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAm 17. Februar, mitten in Debalzewo, sah ich einen Bunker,\u201c erinnert sich Sachartschenko, \u201eAdrenalin,\u00a0 \u00fcber die Ma\u00dfen. Ich schlug vor, den Bunker mit Granaten zu bewerfen, und rannte mit meiner pers\u00f6nlichen Wache dorthin. Ich bekam eine Verwundung ins rechte Bein, oberhalb der Ferse, im Laufen. Ging in die Hocke, stellte das linke Bein nach vorn und fiel auf den R\u00fccken. Als ich fiel \u2013 gleich vorne eine Salve, man konnte richtig sehen: tra-tach-tach. W\u00e4re ich nach vorn gefallen, h\u00e4tte es mir genau den R\u00fccken durchschlagen.\u201c Da zog ihn \u201eChischnik\u201c,\u00a0 so der Rufname eines K\u00e4mpfers, am Kragen hinter einen Zaun. Da kommt \u201eLenin\u201c, noch ein K\u00e4mpfer aus seiner\u00a0 Wache, angelaufen (er hat es irgendwie geschafft, \u00fcber die v\u00f6llig unter Feuer stehende Stra\u00dfe zu springen), \u201eschneidet mir den Stiefel auf, schaut \u2013 und ich sehe an seinen Augen: Mist,\u201c klagt Sachartschenko. \u201eEr sagt: \u201aEin Loch, so gro\u00df, dass man den Asphalt sieht.\u2018 Ich sage: \u201aLeg den Gurt an und los!\u2018 Er fragt, ob er Butorphanol spritzen soll. Ich sage: \u201aNein.\u2018 Aber dann begann er, mich umzudrehen \u2013 und ich sp\u00fcre, wie es mir bis in die Ohren schie\u00dft: so schmerzhaft. Ich sage: \u201aSpritzen, verdammt, sonst kann ich gleich vor Schmerz wegkippen.\u2018 Mir spritzten sie Butorphanol und schleppten mich bis zur \u201aTablette\u2018 (Sanit\u00e4tsfahrzeug UAZ-452). Dort spritzte der Arzt auch noch Promedol.\u201c \u201eWomit haben sie dich getroffen?\u201c, fragt Prilepin. \u201e7,62.\u201c \u201eUnd du warst doch ohne Schutzweste?,\u201c interessiert sich Prilepin\u00a0 \u201eIch trage sie nie. Ich habe ausgerechnet, dass ich lieber acht zus\u00e4tzliche Magazine nehme als eine Schutzweste,\u201c erkl\u00e4rt Sachartschenko. \u201eNun, nicht immer,\u201c warf Prilepin ein. \u201eVerwundet wurde ich doch nicht in Brust oder R\u00fccken, sondern ins Bein,\u201c entgegnete Sachartschenko folgerichtig. \u2014 \u201eSoll ich dann wohl \u201aPanzerschuhe\u2018 tragen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie zogen mich heraus. Kaum waren wir losgefahren, wir waren gerade am Bahn\u00fcbergang, da schlug es f\u00fcnf Meter hinter uns ein: Explosion. Beim \u201eGelenik\u201c hebt es das Heck, er knallt mit der Front in die Schwelle, und mir flog der Gurt vom Bein. Die H\u00e4lfte vom \u201aGelenik\u2018 war im Blut. Sie zogen mich heraus, und aus dem Bein schoss der Blutstrahl. Sie begannen, den Gurt neu anzulegen, eine Vene zu suchen, um zu spritzen, aber bei mir \u2013 schon alles, keine Venen mehr \u2013 zwanzig Minuten nach der Verwundung, und keine Vene. Ich sage: \u201aDann in den Arm\u2026 Mit einem Wagen mit durchschossenen Reifen erreichten wir Altschewsk. \u201aBerkut\u2018, der Chef meiner Wache, zitterte regelrecht, weil er meiner Frau versprochen hatte, dass er mich rettet und deckt \u2013 und nun das. Natascha, meine Frau, hatte schon ein Messer bereit, um ihm die Eier abzuschneiden. Unterwegs spritzten sie mir noch irgendeinen Mist. Ich erinnere mich, dass ich, bevor sie mir die Spritze gaben, mit Gott verhandelte, dass ich irgendwie noch leben m\u00fcsste\u2026\u201c \u201eUnd was hast du Ihm versprochen?\u201c, fragt\u00a0 Prilepin, \u201cAlles habe ich versprochen. Ins Krankenhaus brachten sie mich v\u00f6llig zugedr\u00f6hnt. Gott sei Dank verlor ich nur zweimal das Bewusstsein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVor der Operation sage ich: \u201aDen letzten Zug mache ich, dann gehe ich in die Operation.\u2018 Die \u00c4rzte fingen an, sich zu beschweren, und ich sage zu \u201aBerkut\u2018: \u201aVerdammt, eine Zigarette, schnell!\u2018 Da stand noch Lenja, unser ehemaliger MGB-Minister \u2013 was er da machte, wei\u00df der Teufel. \u201aBerkut&#8216; z\u00fcndet mir eine Marlboro an und steckt sie mir zu. Lenja schaut uns an und sagt: \u201aIhr seid beide total durchgeknallt.\u2018 Ich rauchte, man legte mich wieder um, und vorw\u00e4rts. Dann, schon w\u00e4hrend der Operation, taucht pl\u00f6tzlich der Busen einer Krankenschwester auf, K\u00f6rbchengr\u00f6\u00dfe vier. Sie beugt sich vor, kein BH, sie ist f\u00fcnfundzwanzig \u2013 einfach ein Feuerwerk. Ich denke: Was geht hier ab\u2026\u201c Prilepin: \u201eVielleicht haben sie dir einfach zu viel gespritzt?\u201c \u201eWir fangen an zu lachen und es wird richtig komisch, als Sachartschenko seine Erz\u00e4hlung beendet.\u201c<\/p>\n<h5>Kluft im Kampf um Deutung<\/h5>\n<p>Der damalige ukrainische Generalstabschef, Viktor Muschenko, sagte sp\u00e4ter \u00fcber Debalzewo: \u201eJa, wir haben die Stadt verlassen.\u201c \u201eAber das ist Krieg. Ja, milit\u00e4rische Operationen gelten als erfolgreich, wenn man ein Gebiet befreit oder dem Gegner bestimmte Objekte entrei\u00dft. Aber manchmal gelten auch Verteidigungsoperationen und R\u00fcckz\u00fcge als erfolgreich, wenn der Gegner erhebliche Verluste erlitten hat\u2026\u201c, erkl\u00e4rt Sachartschenko. Als Alexander Sachartschenko einige Jahre sp\u00e4ter &#8211; 2018 &#8211; bei einem Anschlag get\u00f6tet wurde, s\u00e4umten Zehntausende die Stra\u00dfen von Donezk. Kilometerlange Menschenschlangen, rote Nelken, alle applaudierten, um ihn zu ehren. Prilepin notiert: \u201eSie wollten nicht, dass wir das im Fernsehen zeigen. Zu viele Menschen, zu viel Wahrheit.\u201c Heute tragen in Donezk und Simferopol eine Stra\u00dfe und ein Platz seinen Namen, in der Stadt stehen zwei Denkm\u00e4ler. Und in einem Garten, den er einst besuchte, w\u00e4chst eine Rosensorte, die man nach ihm benannte: \u201e\u0423\u043b\u044b\u0431\u043a\u0430 \u0417\u0430\u0445\u0430\u0440\u0447\u0435\u043d\u043a\u043e\u201c (phonetisch: Ulyibka Sachartschenko) &#8211;\u00a0 Sachartschenkos L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Aus dieser Perspektive erscheint Saluschnyjs \u201eMein Krieg\u201c weniger als pers\u00f6nlicher Erinnerungsakt, sondern als Teil einer fortgesetzten, ideologisch gef\u00e4rbten Erz\u00e4hlung, die bestimmte Ursachen bewusst ausblendet. Der Krieg, den er beschreibt, ist der Krieg der NATO-Eliten und Oligarchen \u2013 gef\u00fchrt auf ukrainischem Boden, bezahlt mit ukrainischem Blut, inszeniert f\u00fcr westliche Bildschirme. Die Opfer sind vor allem junge Menschen, die weder den geopolitischen Plan geschrieben noch die Profite eingestrichen haben. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass zwischen der literarisch-moralischen Erz\u00e4hlung eines Sachar Prilepin und der strategisch kalkulierten Autobiografie eines Saluschnyj nicht nur Welten, sondern ganze Geschichtsbilder liegen \u2013 und dass gerade in dieser Kluft der Kampf um die Deutung des Krieges tobt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sabiene Jahn, Tr\u00e4gerin des K\u00f6lner Karlspreises f\u00fcr Engagierte Literatur und Publizistik, ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz \/ Saarland<\/em><\/p>\n<p>Quellen und Anmerkungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Titel in Englisch\/ Ukrainisch &#8222;My War\u201c (deutsche \u00dcbersetzung: Mein Krieg), <a href=\"https:\/\/112.ua\/en\/ce-kniga-pro-mou-vijnu-zaluznij-vipustiv-persij-rukopis-49860\">https:\/\/112.ua\/en\/ce-kniga-pro-mou-vijnu-zaluznij-vipustiv-persij-rukopis-49860<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.ebay.com\/itm\/396047935707\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ebay.com\/itm\/396047935707<\/a>; S. 7 &#8211; 10.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walerij_Saluschnyj\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walerij_Saluschnyj<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/euvsdisinfo.eu\/report\/valery-zaluzhnys-memoir-my-war-imitates-adolf-hitlers-mein-kampf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/euvsdisinfo.eu\/report\/valery-zaluzhnys-memoir-my-war-imitates-adolf-hitlers-mein-kampf\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.intelligenceonline.com\/corporate-intelligence\/2024\/04\/18\/zinc-network-key-uk-and-us-partner-in-information-warfare-support-to-kyiv,110217043-art\">https:\/\/www.intelligenceonline.com\/corporate-intelligence\/2024\/04\/18\/zinc-network-key-uk-and-us-partner-in-information-warfare-support-to-kyiv,110217043-art<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.declassifieduk.org\/uk-government-secretly-paid-foreign-youtube-stars-for-propaganda\">https:\/\/www.declassifieduk.org\/uk-government-secretly-paid-foreign-youtube-stars-for-propaganda<\/a><\/li>\n<li>CSSF (Anti-Desinformationsnetzwerk) \u2013 Integrity Initiative: <a href=\"https:\/\/www.declassifieduk.org\/uk-foreign-office-gives-millions-to-counter-disinformation-groups\">https:\/\/www.declassifieduk.org\/uk-foreign-office-gives-millions-to-counter-disinformation-groups<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.eeas.europa.eu\/eeas\/questions-and-answers-about-east-stratcom-task-force_en\">https:\/\/www.eeas.europa.eu\/eeas\/questions-and-answers-about-east-stratcom-task-force_en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.eeas.europa.eu\/delegations\/ukraine\/eu-boosts-support-independent-media-ukraine-additional-%2525E2%252582%2525AC10-million_en?s=232\">https:\/\/www.eeas.europa.eu\/delegations\/ukraine\/eu-boosts-support-independent-media-ukraine-additional-%E2%82%AC10-million_en?s=232<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.cfr.org\/article\/how-much-us-aid-going-ukraine\">https:\/\/www.cfr.org\/article\/how-much-us-aid-going-ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Global_Engagement_Center\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Global_Engagement_Center<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Be_Brave_Like_Ukraine\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Be_Brave_Like_Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/brandukraine.org.ua\/en\/news\/freetheleopards-u-socmerezhah-stala-virusnoyu-kampaniya-ukraineua-nadati-ukrayini-nimecki-tanki-leopard-2\">https:\/\/brandukraine.org.ua\/en\/news\/freetheleopards-u-socmerezhah-stala-virusnoyu-kampaniya-ukraineua-nadati-ukrayini-nimecki-tanki-leopard-2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.carat.com\/en-us\/work\/be-brave-like-ukraine\">https:\/\/www.carat.com\/en-us\/work\/be-brave-like-ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/commonslibrary.parliament.uk\/research-briefings\/cbp-9900\/\">https:\/\/commonslibrary.parliament.uk\/research-briefings\/cbp-9900\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/uk-pledges-lifesaving-aid-for-gaza\">https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/uk-pledges-lifesaving-aid-for-gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/United_States_Agency_for_International_Development\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/United_States_Agency_for_International_Development<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ngo-monitor.org\/reports\/usg-funding-to-gaza-and-wb-in-2024-more-money-less-transparency\">https:\/\/ngo-monitor.org\/reports\/usg-funding-to-gaza-and-wb-in-2024-more-money-less-transparency<\/a><\/li>\n<li>Buch Sachar Prilepin: Alles, was entschieden werden muss, Chronik des Krieges 2014\u20132022, Kapitel: Briefe aus dem Donbass, ISBN 978-5-17-164541-0 Bezahlbar via Paypal \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.litres.ru\/book\/zahar-prilepin\/vse-chto-dolzhno-razreshitsya-hronika-pochti-beskonechnoy-v-19057722\/\">https:\/\/www.litres.ru\/book\/zahar-prilepin\/vse-chto-dolzhno-razreshitsya-hronika-pochti-beskonechnoy-v-19057722\/<\/a>) Teimuras, 303; Oplot, S. 535;\u00a0 Babay,\u00a0 S. 566; Skif, S. 567;\u00a0 Anna Dolgareva, S. 567; Akhra Avidzba,\u00a0\u00a0 S. 567;\u00a0 Saur-Mogila, S. 544; Debalzewo, S. 544; Alexander Sachartschenko S. S. 219\u2013227;<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Wladimirowitsch_Sachartschenko\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Wladimirowitsch_Sachartschenko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/repository.lsu.edu\/cgi\/viewcontent.cgi?article=2241&amp;context=honors_etd\">https:\/\/repository.lsu.edu\/cgi\/viewcontent.cgi?article=2241&amp;context=honors_etd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/ueber-die-netzwelt\/das-ignorierte-angebot-russlands-briefe-vom-17-dezember-2021\/\">https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/ueber-die-netzwelt\/das-ignorierte-angebot-russlands-briefe-vom-17-dezember-2021\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137092\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137092<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ppu.gov.ua\/en\/press-center\/today-president-of-ukraine-volodymyr-zelenskyy-signed-decree-117-2021-of-march-24-2021-on-the-strategy-of-de-occupation-and-reintegration-of-the-temporarily-occupied-territory-of-the-autonomous-republ\/\">https:\/\/ppu.gov.ua\/en\/press-center\/today-president-of-ukraine-volodymyr-zelenskyy-signed-decree-117-2021-of-march-24-2021-on-the-strategy-of-de-occupation-and-reintegration-of-the-temporarily-occupied-territory-of-the-autonomous-republ\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/euvsdisinfo.eu\/report\/merkel-admitted-that-the-minsk-agreements-were-a-ruse-to-rearm-ukrainian-armed-forces\/\">https:\/\/euvsdisinfo.eu\/report\/merkel-admitted-that-the-minsk-agreements-were-a-ruse-to-rearm-ukrainian-armed-forces\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Bombing_of_Dresden\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Bombing_of_Dresden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/spartacus-educational.com\/2WWdresden.htm\">https:\/\/spartacus-educational.com\/2WWdresden.htm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/Dresden-Tuesday-February-13-1945-ebook\/dp\/B0026772WE\">https:\/\/www.amazon.com\/Dresden-Tuesday-February-13-1945-ebook\/dp\/B0026772WE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.abebooks.com\/9780285635470\/Devils-Tinderbox-Dresden-1945-Alexander-0285635476\/plp\">https:\/\/www.abebooks.com\/9780285635470\/Devils-Tinderbox-Dresden-1945-Alexander-0285635476\/plp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.toqonline.com\/archives\/v5n1\/TOQv5n1Gemma.pdf\">https:\/\/www.toqonline.com\/archives\/v5n1\/TOQv5n1Gemma.pdf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/conflict-stability-and-security-fund-annual-report-2023-to-2024\/conflict-stability-and-security-fund-annual-report-2023-to-2024\">https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/conflict-stability-and-security-fund-annual-report-2023-to-2024\/conflict-stability-and-security-fund-annual-report-2023-to-2024<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/zincnetwork.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Zinc-Ethics-Report-2022-v5-1.pdf\">https:\/\/zincnetwork.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Zinc-Ethics-Report-2022-v5-1.pdf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.intelligenceonline.com\/corporate-intelligence\/2024\/04\/18\/zinc-network-key-uk-and-us-partner-in-information-warfare-support-to-kyiv%25252C110217043-art\">https:\/\/www.intelligenceonline.com\/corporate-intelligence\/2024\/04\/18\/zinc-network-key-uk-and-us-partner-in-information-warfare-support-to-kyiv%2C110217043-art<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/assets.publishing.service.gov.uk\/media\/5db6d129ed915d1d034dacf8\/Counter_Disinformation_and_Media_Development_Programme.odt\">https:\/\/assets.publishing.service.gov.uk\/media\/5db6d129ed915d1d034dacf8\/Counter_Disinformation_and_Media_Development_Programme.odt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mea.gov.in\/Images\/CPV\/Introduction-and-Synopsis-English.pdf\">https:\/\/www.mea.gov.in\/Images\/CPV\/Introduction-and-Synopsis-English.pdf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fpc.org.uk\/author\/foreign-policy-centre\/page\/3\/\">https:\/\/fpc.org.uk\/author\/foreign-policy-centre\/page\/3\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.foi.se\/rest-api\/report\/FOI-R--5758--SE\">https:\/\/www.foi.se\/rest-api\/report\/FOI-R&#8211;5758&#8211;SE<\/a><\/li>\n<li>Report-Revealing-russian-propaganda-IIG.pdf<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 17.08.2025 auf <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/mein-kampf-oh-pardon-mein-krieg\/\">globalbridge.ch<\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: durch KI geschaffen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">\u00fcbernommen von: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/mein-kampf-oh-pardon-mein-krieg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/globalbridge.ch\/mein-kampf-oh-pardon-mein-krieg\/<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Originaltext von globalbridge.ch: <em>Wenn der ehemalige ukrainische Oberbefehlshaber Walerii Saluschnji ein Buch mit dem Titel \u201eMein Krieg\u201c ver\u00f6ffentlicht, ist das in einer Welt voller historischer Assoziationen alles \u2013 nur nicht harmlos.<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein Essay von Sabiene Jahn<\/b><br \/>\n<b>Titel, Trigger und die Kunst der Nadelstiche<\/b><br \/>\nWenn ein ehemaliger Oberbefehlshaber, der heute als Botschafter in London residiert, ein Buch mit dem Titel \u201eMein Krieg\u201c ver\u00f6ffentlicht, ist das in einer Welt voller historischer Assoziationen alles \u2013 nur nicht harmlos. Walerii Saluschnyj hat sein Werk im Dezember 2024 vorgestellt. Es schildert seinen Lebensweg von der Kindheit bis zum Beginn der russischen Spezialoperation am 24. Februar 2022. Er nennt es einen Roman, kein Memoir, und will vor allem eine Botschaft an junge Menschen senden: \u201eAlles ist m\u00f6glich, wenn man wirklich will.\u201c Doch der Titel legt einen Schatten \u00fcber das Werk, den auch die freundlichste PR nicht wegradieren kann.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":22618,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162,913],"tags":[2728,1406,1121,1501,1631,2727,1812,188,407,1390,121,1252,2726,2722,431,639],"class_list":["post-22616","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","category-kultur-kunst","tag-churchill","tag-diplomatie","tag-donbass","tag-essay","tag-geopolitik","tag-ironie","tag-kampf","tag-krieg","tag-kunst","tag-literatur","tag-medien","tag-militaerpolitik","tag-nazifizierung","tag-roman","tag-rote-armee","tag-ukraine-konflikt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saluschnyj-KI.png_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5SM","jetpack-related-posts":[{"id":15836,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=15836","url_meta":{"origin":22616,"position":0},"title":"Ein politisches Zeichen","author":"Webredaktion","date":"22. April 2023","format":false,"excerpt":"Beitrag von Arnold Sch\u00f6lzel Am 28.\u00a0M\u00e4rz beging der sowjetische und russische Regisseur, Drehbuchautor und Hochschullehrer (darunter zehn Jahre in Hamburg) Alexander Mitta seinen 90.\u00a0Geburtstag. Der Erste Kanal des russischen Fernsehens strahlte einen Dokumentarfilm \u00fcber ihn aus sowie den 1969 von ihm gedrehten Film \u201eLeuchte, mein Stern leuchte\u201c. Die Popularit\u00e4t beider\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur &amp; Kunst&quot;","block_context":{"text":"Kultur &amp; Kunst","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=913"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/leuchte_mein_Stern_770183_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/leuchte_mein_Stern_770183_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/leuchte_mein_Stern_770183_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/leuchte_mein_Stern_770183_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":22570,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22570","url_meta":{"origin":22616,"position":1},"title":"Schmerzhafter Abschied von der Illusion Israel","author":"Webredaktion","date":"7. August 2025","format":false,"excerpt":"Rezension von Arn Strohmeyer Die deutsch-israelische Schauspielerin, S\u00e4ngerin und Schriftstellerin Nirit Sommerfeld setzt sich seit Jahren als politische Aktivistin Vortr\u00e4ge haltend, singend und schreibend f\u00fcr eine gerechte L\u00f6sung des israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikts ein. Das hei\u00dft f\u00fcr sie vor allem, dass auch die Pal\u00e4stinenser einen Anspruch auf Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung haben.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur &amp; Kunst&quot;","block_context":{"text":"Kultur &amp; Kunst","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=913"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/sommerfeld_beduinenmilch_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/sommerfeld_beduinenmilch_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/sommerfeld_beduinenmilch_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/sommerfeld_beduinenmilch_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":2833,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2833","url_meta":{"origin":22616,"position":2},"title":"Die Wirklichkeit sichtbar machen","author":"Webredaktion","date":"17. Juni 2016","format":false,"excerpt":"Beitrag von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann aus: FREIDENKER 2-16 Der Maler, Typograph und Multifunktionsk\u00fcnstler John Heartfield, dessen 125. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, vereinigt in seinen unvergesslichen Fotomontagen die Techniken seiner Zeit zu einer neuen foto-grafischen Gestaltung. ... Wer war dieser Mensch, der in seinen besten Zeiten ein\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Heartfield-Krieg-1932.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Heartfield-Krieg-1932.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Heartfield-Krieg-1932.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Heartfield-Krieg-1932.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":4872,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=4872","url_meta":{"origin":22616,"position":3},"title":"Maskerade in Potsdam oder: DDR-Kunst im Besserwessi-Blick","author":"Webredaktion","date":"26. M\u00e4rz 2018","format":false,"excerpt":"In der Rubrik Tagesdosis wurde am 23.03.2018 bei KenFM der Beitrag \u201eMaskerade in Potsdam oder: DDR-Kunst im Besserwessi-Blick\u201c von Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, ver\u00f6ffentlicht. Die Gem\u00e4lde aus dem Palast der Republik mit dem Leitmotiv \u201eD\u00fcrfen Kommunisten tr\u00e4umen?\u201c verschwanden \u2013 im Depot des Deutschen Historischen Museums. Und, wer h\u00e4tte\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Ausstellung_DDR-Kunst-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Ausstellung_DDR-Kunst-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Ausstellung_DDR-Kunst-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Ausstellung_DDR-Kunst-1.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":2947,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=2947","url_meta":{"origin":22616,"position":4},"title":"Was ist gute \/ fortschrittliche Kunst?","author":"Webredaktion","date":"17. Juni 2013","format":false,"excerpt":"Beitrag von J\u00fcrgen Meier aus: FREIDENKER 2-13 Kunst ist die in Form gesetzte Ideologie einer Zeit. Da die herrschende Ideologie stets die Ideologie der Herrschenden ist, kann es nicht verwundern, dass die Kunst, wie die \u00e4sthetischen Theorien, von jenen Formsetzungen dominiert werden, die verhindern wollen, dass die Kunst zu dem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur &amp; Kunst&quot;","block_context":{"text":"Kultur &amp; Kunst","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=913"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Louise_Bourgeois_Maman_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Louise_Bourgeois_Maman_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Louise_Bourgeois_Maman_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Louise_Bourgeois_Maman_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":16291,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16291","url_meta":{"origin":22616,"position":5},"title":"Der Blasen-Kanzler","author":"Webredaktion","date":"10. Juni 2023","format":false,"excerpt":"Kaum trifft Olaf Scholz auf echte Menschen, flippt er aus Von\u00a0Tom J. Wellbrock Sawsan Chebli (SPD) ist bekannt f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen Kampf gegen Hass und Hetze. K\u00fcrzlich hat sie sogar ein Buch mit dem Titel \"Laut\" herausgebracht, das seitdem viel diskutiert wird \u2013 vor allem von Chebli selbst. Sie wird\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Wahlplakat_Wahlen_2021_Olaf_Scholz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Wahlplakat_Wahlen_2021_Olaf_Scholz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Wahlplakat_Wahlen_2021_Olaf_Scholz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Wahlplakat_Wahlen_2021_Olaf_Scholz_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22616"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22616\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22619,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22616\/revisions\/22619"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/22618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}