{"id":22496,"date":"2025-07-31T03:00:43","date_gmt":"2025-07-31T01:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22496"},"modified":"2025-08-26T03:21:48","modified_gmt":"2025-08-26T01:21:48","slug":"die-ganze-erde-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22496","title":{"rendered":"Die ganze Erde uns&#8230;"},"content":{"rendered":"<h4>Zu Mikis Theodorakis&#8216; 100. Geburtstag<\/h4>\n<p><em>Eine Hommage von <strong>Gina Pietsch<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 25.07.2025 in der <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/die-ganze-erde-uns-2-4805700\/#more-4805700\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">UZ<\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em><strong>&#8222;Die ganze Erde uns&#8230; <\/strong><\/em><em>und kein St\u00fcck unsern Feinden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Mein Gott, wie gern hab ich das von den Siebzigern bis heute gesungen. Dann, vor zehn Jahren hab ich ihm das geschrieben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Lieber, sehr verehrter Mikis Theodorakis,<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>ich singe seit 10 Jahren auf der B\u00fchne Deine Lieder, und mit jedem Konzert werden sie mir sch\u00f6ner und wichtiger. Friedrich Engels hat von Deinem Volk gesagt, dass dessen Begabung und Bet\u00e4tigung ihm einen Platz in der Entwicklungsgeschichte gesichert hat, wie kein andres Volk ihn je beanspruchen kann. F\u00fcr viele Menschen in der Welt, so auch f\u00fcr mich, stehst Du f\u00fcr dieses Volk mit Deiner Kunst, Deinem Kampf, Deinem Leben.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Lass uns noch lange mit Dir sein. Danke.<\/em><\/p>\n<p>Vor vieren ist er nun gestorben. Und am 29. Juli w\u00fcrde er hundert werden. Kurz vor seinem Tode, am 2. September 2021, bittet er den Generalsekret\u00e4r der Kommunistischen Partei Griechenlands, Koutsoumbas, in der Abschiedsrede zu sagen, dass er die Welt als Kommunist verlassen werde, weil er unter der Fahne der Kommunisten seine besten und wichtigsten Jahre gelebt habe.<\/p>\n<p>Zehntausende begleiten seinen Sarg in Athen, Hunderte holen ihn vom Schiff ab auf seiner \u201eMutter Kreta\u201c, wie er die Insel nannte. Es ist eine Insel, die er riechen kann,\u00a0 <em>wegen ihrer merkw\u00fcrdigen Zitrusnote,<\/em> wie er in seiner Autobiografie \u201eBis er wieder tanzt\u201c beschreibt. Die Zehntausende hatte er schon f\u00fcnf Jahre zuvor, also mit einundneunzig, \u00a0aufgefordert, <em>das verbotene Wort Revolution <\/em>wieder zu sagen. Ich hab ihn bewundert daf\u00fcr. Dabei waren solche Haltung f\u00fcr ihn selbstverst\u00e4ndlich. Er hat immer seine Meinung gesagt, ist immer unbequem gewesen und beneidenswert mutig, ob gegen deutsche oder italienische Nazis, die eigene Junta oder die Stalinisten. 96 Jahre ging das so, ein ungeheuer reiches, schweres, k\u00e4mpferisches, widerst\u00e4ndiges, widerspr\u00fcchliches und produktives Lebens lang. Unm\u00f6glich zu nennen die Vielfalt seiner Aktivit\u00e4ten als Politiker, als Dichter, als Komponist, in Freiheit oder Gefangenschaft, verbannt oder in der N\u00e4he seiner traditionsreichen Familie. Das war eine gro\u00dfe, verschworene Sippe, die sich aus einfachen Hirten, Bauern, Lyra-Spielern, Kleinh\u00e4ndlern und Angestellten zusammensetzte. Giorgos Theodorakis, Mikis&#8216; Vater, hatte es recht weit gebracht, bis zum Abteilungsleiter in einem Ministerium.<\/p>\n<p>Von all diesen Dingen wussten meine Sch\u00fcler an der Hochschule f\u00fcr Schauspielkunst \u201eErnst Busch\u201c nichts. Zu meinem gro\u00dfen Erstaunen kannten sie nicht einmal Mikis Namen \u2013 als angehende Schauspieler. Ja, als ich ihnen ein paar Takte des ber\u00fchmten Syrtaki aus \u201eAlexis Sorbas\u201c vorsang, d\u00e4mmerte es. Aber gerade dieses St\u00fcckchen von Mikis Ber\u00fchmtheit empfand er immer als <em>einen schweren Stein, der mir um den Hals geh\u00e4ngt wurde, <\/em>weil er weder dem Werk noch der politischen Sicht und Denkungsart des Meisters gerecht wurde. Also muss man davon erz\u00e4hlen. Aus dieser Erkenntnis ist dann mein Theodorakis-Abend entstanden, den ich nach einem seiner Lieder der Junta-Zeit, w\u00e4hrend seiner elften Verhaftung im KZ Oropos nannte \u201eWeil er sich nicht Gesetzen beugte\u201c.<\/p>\n<p>Wenn ich heute mit diesem auf der B\u00fchne stehe, erlebe ich ein Publikum, das die Lieder ganz anders aufnimmt als vor zwanzig Jahren. Wir sind mit den Griechen heute verbunden durch schmutzige Bankgesch\u00e4fte und alte und neue Erfahrungen mit dem Faschismus, immer bleibend aber mit ihren wundersch\u00f6nen Str\u00e4nden, Meeren und Bergen, ihrer gro\u00dfartige K\u00fcche, der liebeswerten Mentalit\u00e4t der griechischen Menschen und ihrer zum Herzen gehenden Musik, insbesondere der des wichtigsten griechischen Meisters, Theodorakis.<\/p>\n<p>Arthur Miller sagte einmal \u00fcber ihn:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Mikis Theodorakis<\/em> <em>ist ein unglaublicher Mann, der in Griechenland einen lebenslangen Kampf f\u00fcr die Musik gef\u00fchrt hat, und zugleich f\u00fcr die Freiheit, die evidenterweise diese Musik begleiten muss. Ich bezweifle, ob es ein anderes Leben gegeben hat, das so stark die Zusammenh\u00e4nge zwischen revolution\u00e4rer Kunst und politischer Freiheit aufzeigt.<\/em><\/p>\n<p>Mikis&#8216; Musik ist gr\u00f6\u00dftenteils hochpolitisch, die Mauthausen-Kantate von Jakovos Kambanellis, der \u201eCanto General\u201c von Pablo Neruda, und der \u201eEpitaphios\u201c von Ioannis Ritsos &#8211; Texte, in denen es um die Vernichtung der Juden geht, um den nordamerikanischen Imperialismus in Lateinamerika und die blutige Niederschlagung von Streiks. Eines seiner ber\u00fchmtesten Werke, \u201eDie Ballade vom toten Bruder\u201c, hat ein griechisches Thema: den B\u00fcrgerkrieg der Nachkriegszeit, ein Tabuthema, das heute mit seiner Idee von der nationalen Vers\u00f6hnung wieder neu wichtig wird.<\/p>\n<p>Die schwere Last, die sein Land in seiner gesamten Geschichte zu tragen hatte, hat seine Werke best\u00e4tigt. Das auch aus der Sicht seiner Feinde. In der Juntazeit 67 bis 74 wurden diese Lieder zu den vielen anderen Verboten hinzugerechnet, wurden sogar Anlass f\u00fcr einen extra Armeebefehl, den mit der Nummer 13. Darin hei\u00dft es u.a.:<\/p>\n<ol>\n<li><em>Wir haben beschlossen, und befehlen: Es ist im ganzen Land verboten, Musik und Lieder des Komponisten Mikis Theodorakis zu verbreiten oder zu spielen, diese Musik ist u.a. als B\u00fcndnis mit dem Kommunismus zu betrachten.<\/em><\/li>\n<li><em> Die B\u00fcrger, die dieser Bekanntmachung zuwiderhandeln, sind sofort vor Sondergerichte zu stellen und werden dort verurteilt.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Dieses Verbot betraf nicht nur den Besitz, sondern auch das H\u00f6ren seiner Musik. Und so werden eine Reihe von Menschen verhaftet, seiner Lieder wegen. Paul Dessau nahm das zum Anlass, den Wortlaut des Verbots durch die Junta zu vertonen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Leidenszeit Griechenlands durch die italienischen, deutschen, englischen und amerikanischen Besatzer, von 1941 bis 1944, schloss sich der junge Theodorakis dem Widerstand an. Mit 17 Jahren wurde er erstmals inhaftiert und gefoltert. Die italienischen Folterer rissen ihm einen Fingernagel aus, nur einen, im Gegensatz zu seinem Mith\u00e4ftling auf Makronissos, Archondarkis, der froh war, in Mikis einen Freund zu\u00a0 haben, der den zuk\u00fcnftigen Generationen w\u00fcrde sagen k\u00f6nnen, dass es einen Glauben gibt, der dazu f\u00fchrt, dass man einem Menschen alle zwanzig N\u00e4gel ziehen und er trotzdem geradeaus in die Zukunft sehen kann. Mikis selbst wurde dort auf Makronissos bei 40 Grad Celsius bis ans Kinn hin eingegraben, den Ratten ausgesetzt und dem Tode nahe. Dem etwas einflussreichen Vater gelingt es, ihn von dieser gr\u00e4sslichen, wasserlosen Insel zu befreien. Erz\u00e4hlen kann er von all dem, wie viele Folteropfer, lange nicht. Gut, dass wir davon lesen k\u00f6nnen in seinen Tageb\u00fcchern und seinem Kreta-Buch \u201eBis er wieder tanzt\u201c.<\/p>\n<p>Am 21. April 1967 kam es zum Putsch der faschistischen Obristen. Theodorakis, nachdem er die Patriotische Front gegr\u00fcndet und seine \u201eRebellenlieder\u201c geschrieben hatte, trifft es am 21. August, zum neunten Mal verhaftet und eingeliefert ins Hauptquartier der Sicherheitspolizei in Athen.<\/p>\n<p>Da sagt Charles Aznavour seine Tournee durch Griechenland ab. Da setzt sich eine internationale Solidarit\u00e4tsbewegung, angef\u00fchrt unter anderem von Dmitri Schostakowitsch, Leonard Bernstein, Arthur Miller, Yves Montand, Laurence Olivier, Harry Belafonte, Jean Paul Sartre, Doris Lessing und Franz Josef Degenhardt\u00a0 f\u00fcr seine Freilassung ein. Das alles hat Folgen. Man verzichtet diesmal auf physische, begn\u00fcgt sich mit psychischem Terror, legt ihn in die Zelle Nr.1, unter der Terasse, auf der gefoltert wird. Den Qualen seines Freundes Andreas Lentakis dort wird er ein Denkmal setzen in seinem ber\u00fchmten Lied \u201eDas Schlachthaus\u201c. Diese gro\u00dfe Solidarit\u00e4tsbewegung wurde ganz entscheidend von der DDR unterst\u00fctzt. Er hat das immer hochgesch\u00e4tzt, wenn auch es hier Entt\u00e4uschungen f\u00fcr ihn gab. Als er sich in den Siebzigern dem eurokommunistischen Fl\u00fcgel der KP anschloss, wurde er aus den DDR-Rundfunk-Sendungen gestrichen, eine weitere schlimme Erfahrung f\u00fcr Theodorakis, weil:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Meine musikalische Heimat ist Deutschland. Ich habe Harmonie, Kontrapunkt und Fuge, also Musikkomposition, am Konservatorium Athen studiert, das zu hundert Prozent in der deutschen Tradition stand. Meine Vorbilder waren Bach, Beethoven und Schubert, mit denen ich mich eingehend besch\u00e4ftigte. Ich denke, es ist daher ganz nat\u00fcrlich, dass meine Musik &#8211; trotz ihres Griechischseins &#8211; Elemente in sich hat, die aus der deutschen Musiktradition kommen. Das gilt selbst f\u00fcr meine Lieder. Und ich gehe davon aus, dass vielen Menschen in Deutschland meine Musik deshalb so nah ist.<\/em><\/p>\n<p>Und wir? Ich kann mich gut an die Zeit erinnern. Wir sch\u00e4mten uns und sangen weiter <em>Die ganze Erde uns und kein St\u00fcck unsern Feinden. <\/em>Dann aber, ab 1978 verbesserten sich seine Beziehungen zur Kommunistischen Partei, die ihn als Parteilosen sogar zum B\u00fcrgermeisterkandidaten von Athen machte und 1981 zum Parlamentsabgeordneten. Und nun \u00f6ffneten sich f\u00fcr ihn automatisch wieder die T\u00fcren zur DDR. In den folgenden Jahren wurden dort seine gro\u00dfen sinfonischen Werke aufgezeichnet und als Schallplatte ver\u00f6ffentlicht. Der &#8222;Canto General&#8220;, die 3. und die 7. Sinfonie, das Oratorium &#8222;Sadduz\u00e4er Passion&#8220;, &#8222;Axion Esti&#8220; auf deutsch und die Liturgie Nr. 2., was ihn einmal sagen lie\u00df:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Kein Land der Welt hat so viel f\u00fcr meine Musik getan, wie die DDR.<\/em><\/p>\n<p>Von den gro\u00dfen Solidarit\u00e4tsbewegungen der DDR f\u00fcr ihn ist ihm wohl am meisten im Ged\u00e4chtnis geblieben das:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Die Regierung der DDR schloss sich dieser Initiative an und gab den Befehl, dass Sch\u00fcler aus allen Schulen des Landes an das Gef\u00e4ngnis Averof, wo ich mich befand, eine selbst gemalte bunte Blume schicken sollen mit dem Aufruf: Freiheit f\u00fcr Theodorakis! Eines Tages erz\u00e4hlte mir einer der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter, dass der Keller voll ist mit S\u00e4cken, gef\u00fcllt mit Postkarten, darauf Blumen, aus der DDR f\u00fcr mich. Ich bat ihn, mir einige dieser Karten zu bringen, was er auch tat. Wir tapezierten die W\u00e4nde unserer Zellen mit diesen Blumenbildern, die gr\u00f6\u00dfte Wandgestaltung war im Esssaal des Gef\u00e4ngnisses.<\/em><\/p>\n<p>Diese Kinder haben ein ganz klein bisschen gutgemacht, was die deutschen Faschisten an Griechenland verbrochen hatten. Diese Verbrechen sind immens und kaum aufzuz\u00e4hlen. Nur einiges m\u00f6chte ich erinnern: die ma\u00dflose Ausbeutung der Bodensch\u00e4tze und landwirtschaftlichen Produkte, die von allen durch Deutschland besetzten L\u00e4nder h\u00f6chsten Besatzungskosten, die 100 000 Menschen, die in den Wintern 1941 bis 43 in den Athener Ballungsgebieten an Hunger starben, da die Besatzer alle Nahrungsvorr\u00e4te konfisziert hatten, die 290 von 300 Kindern, die im Jahr 44 in Athen an Tuberkulose erkrankten; die 20.650 Partisanen, 4.785 Geiseln, also insgesamt etwa 70 bis 80.000 durch die Deutschen get\u00f6tete griechische Menschen.<\/p>\n<p>Ende Januar 1968 aus dem Athener Gef\u00e4ngnis entlassen, im August desselben Jahres aber bereits ins arkadische Bergdorf Zatouna verbannt und ab Oktober 1969 schlie\u00dflich ins Konzentrationslager Oropos \u00fcberf\u00fchrt, wo er sehr schwer an Tuberkulose erkrankte.<\/p>\n<p>Mikis hatte fr\u00fchzeitig k\u00e4mpfen gelernt, gegen Besatzer und griechische Junta. Bis ins hohe Alter hinein, in den letzten Jahren im Rollstuhl sitzend, nahm er dann an Demonstrationen teil, initiierte B\u00fcrgerbewegungen und schrieb \u00f6ffentliche Erkl\u00e4rungen zu aktuellen politischen Anl\u00e4ssen &#8211; immer unter der Pr\u00e4misse der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung und der Wahrung des Friedens, so 1999 gegen die NATO-Bombardierungen in Jugoslawien, sp\u00e4ter gegen Israels Politik gegen\u00fcber Pal\u00e4stina, wof\u00fcr er, wie mittlerweile \u00fcblich, des Antisemitismus\u00a0 bezichtigt wurde, f\u00fcr die \u00dcberwindung der Jahrhunderte alten Feindschaft zwischen Griechenland und der T\u00fcrkei, wof\u00fcr ihn die Presse seines Landes zum Antihellenen erkl\u00e4rt. In den letzten Jahren seines Lebens war es in besonderer Weise die Sorge um sein Vaterland, das ihn umtrieb.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Griechenlands Vernichtung hat bereits begonnen. Nicht durch Bombardements und Massent\u00f6tungen, sondern durch Methoden, die \u00f6konomisches Ersticken bewirken.\u00a0<\/em><em>Das Geld dirigiert Europa, wie mir scheint, wie eine riesige Spinne&#8230;Sie haben das griechische Tafelsilber verkauft und gesagt: Sch\u00e4uble ist der Chef. Das damalige Schreckgespenst des Hungers kehrt in unser verleumdetes und ungl\u00fcckliches Land zur\u00fcck. Wo sollen wir Hoffnung hernehmen? Man raubt sie uns jeden Tag.<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr die griechische Linke mit ihrer Tradition der Unbeugsamkeit ist die Unterwerfung unter ausl\u00e4ndische Direktiven, die ausl\u00e4ndischen Interessen dienen, ein sch\u00e4ndlicher Akt.\u00a0Sehen wir Hoffnung in seinen eigenen S\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Wenn man Druck macht auf ein Volk, dann steht es irgendwann auf.<\/em> <em>Anstelle des Geldes wird wieder der Mensch Priorit\u00e4t haben.<\/em> <em>Wi<\/em><em>r k\u00f6nnten eine harmonische Welt herstellen. Wir m\u00fcssen sie nur wollen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Gina Pietsch ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Mikis Theodorakis in Essen 1975 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Manfred Scholz \/ UZ-Archiv<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Zu Mikis Theodorakis&#8216; 100. Geburtstag<\/b><br \/>\n<b>Eine Hommage von Gina Pietsch<\/b><br \/>\n<i>&#8222;Die ganze Erde uns&#8230; und kein St\u00fcck unsern Feinden.&#8220;<\/i> Mein Gott, wie gern hab ich das von den Siebzigern bis heute gesungen. Dann, vor zehn Jahren hab ich ihm das geschrieben: &#8222;<i>Lieber, sehr verehrter Mikis Theodorakis, ich singe seit 10 Jahren auf der B\u00fchne Deine Lieder, und mit jedem Konzert werden sie mir sch\u00f6ner und wichtiger. Friedrich Engels hat von Deinem Volk gesagt, dass dessen Begabung und Bet\u00e4tigung ihm einen Platz in der Entwicklungsgeschichte gesichert hat, wie kein andres Volk ihn je beanspruchen kann. F\u00fcr viele Menschen in der Welt, so auch f\u00fcr mich, stehst Du f\u00fcr dieses Volk mit Deiner Kunst, Deinem Kampf, Deinem Leben. Lass uns noch lange mit Dir sein. Danke.<\/i>.  Vor vieren ist er nun gestorben. Und am 29. 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