{"id":22367,"date":"2025-07-14T21:32:58","date_gmt":"2025-07-14T19:32:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22367"},"modified":"2025-08-02T13:47:36","modified_gmt":"2025-08-02T11:47:36","slug":"deutsche-politik-die-straflosen-vier-prozent-und-ihre-katastrophen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22367","title":{"rendered":"Deutsche Politik: Die straflosen vier Prozent und ihre Katastrophen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dass in Deutschland Verm\u00f6gen und Lebenschancen sehr ungleich verteilt sind, d\u00fcrfte mittlerweile bekannt sein. Dass es noch dazu ununterbrochen von Menschen aus demselben kleinen Bev\u00f6lkerungssegment regiert wird, allerdings weniger.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von <strong>Dagmar Henn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 11.07.2025 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/inland\/250352-deutsche-politik-straflosen-vier-prozent\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p>J\u00fcngst wurde es wieder einmal best\u00e4tigt: Die deutschen Eliten rekrutieren sich seit 150 Jahren aus denselben 4 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Der neueste <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11609-025-00557-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Aufsatz<\/a> des Soziologen Michael Hartmann, der sein gesamtes berufliches Leben dieser Frage gewidmet hat, hat das wieder einmal best\u00e4tigt, und kurz \u2013 ein, zwei Tage lang\u00a0\u2013 schaffte es diese Information auch in die Medien.<\/p>\n<p>In diesen 150 Jahren ist einiges passiert in der deutschen Geschichte; ganz nebenbei beispielsweise die Beteiligung eben dieser Eliten an einigen der gr\u00f6\u00dften Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Da ist die Familiengeschichte eines Friedrich Merz oder einer Annalena Baerbock keine Ausnahme, sondern gewisserma\u00dfen die unvermeidliche Folge dieser weitgehend geschlossenen Zirkel.<\/p>\n<p>Zweimal, konstatiert Hartmann, habe es eine Phase relativer \u00d6ffnung gegeben: in den ersten Jahren der Weimarer Republik und in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. \u00d6ffnung hei\u00dft hier, dass in den politischen Eliten, die Hartmann untersucht hat \u2013 in diesem Fall die Regierungsmitglieder \u2013 immerhin die \u00fcbrigen 96 Prozent der Bev\u00f6lkerung einen Anteil von 49,3 bzw. 55,8 Prozent stellten. Dabei erwies sich die politische Elite noch als vergleichsweise offen; in den anderen Sektoren, der Verwaltung, der Justiz und der Wirtschaft, fand eine vergleichbare \u00d6ffnung nie statt. Seit 1999 rekrutieren sich aber auch die politischen Eliten wieder zunehmend aus den von Hartmann in Adel, Gro\u00dfb\u00fcrgertum und B\u00fcrgertum unterteilten vier Prozent; aus der Arbeiterklasse, die Hartmann mit 50\u201360 Prozent der Bev\u00f6lkerung ansetzt, und aus der Mittelschicht stammen mittlerweile nur noch 47 Prozent.<\/p>\n<p>Aber halt, da haben wir noch einen Bestandteil vergessen, den Hartmann nicht mit erfasst hat: die Medien. Auch hierzu gibt es Studien, die zu dem Ergebnis <a href=\"https:\/\/www.publix.de\/uploads\/PDF\/Publix-Report_soziale_Herkunft_im_Journalismus_2023.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">kamen<\/a>, dass die Absolventen von Journalistenschulen &#8222;\u00fcberwiegend aus der h\u00f6chsten gemessenen Herkunftsgruppe&#8220; stammen und dieses Merkmal mit den bereits im Beruf Etablierten teilen. Also wieder einmal dieselben 4 Prozent&#8230; f\u00fcr die erschreckende Harmonie zwischen Politik, Justiz und Presse braucht es also keine Zensur; zu weiten Teilen gen\u00fcgt es, dass sie dieselbe Herkunft und dieselben grundlegenden sozialen Interessen teilen (und an genau denselben Stellen blinde Flecke aufweisen).<\/p>\n<p>Allerdings muss man die Ergebnisse, die Hartmann liefert, noch etwas erg\u00e4nzen. Um die Verm\u00f6gensverteilung beispielsweise. Selbst nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes verf\u00fcgten 2021 &#8222;die obersten 10 Prozent der Haushalte \u00fcber 56 Prozent des Gesamtverm\u00f6gens. Deutschland z\u00e4hlt damit im europ\u00e4ischen Vergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Ungleichheit.&#8220; Die untere H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung\u00a0\u2013 also 40 von 80 Millionen \u2013 teilt sich, mit leichten Schwankungen auf und ab, in den g\u00fcnstigsten Phasen f\u00fcnf Prozent des gesamten verf\u00fcgbaren Verm\u00f6gens; dabei ist, darauf weisen alle ernsthaften Studien hin, die Ungleichheit damit vermutlich nicht einmal vollst\u00e4ndig wiedergegeben, weil seit der Abschaffung der Verm\u00f6genssteuer in Deutschland gro\u00dfe Verm\u00f6gen nirgends mehr erfasst werden.<\/p>\n<p>Diese oberen vier Prozent sind also eine Teilgruppe aus jenen 10 Prozent, die mehr als die H\u00e4lfte des Gesamtverm\u00f6gens besitzen. Das dann auch entsprechend vererbt wird. Immobilienbesitz beispielsweise d\u00fcrfte in diesen Kreisen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein, w\u00e4hrend Deutschland europaweit beim Anteil der Mieter in der Gesamtbev\u00f6lkerung Spitzenreiter ist. Das klingt erst einmal banal, besagt aber auch, dass eine Reihe materieller und sehr konkreter Risiken weitgehend ausgeschlossen und auch im pers\u00f6nlichen Umfeld nicht vorhanden sind: Wohnungslosigkeit beispielsweise.<\/p>\n<p>Ein weiterer Faktor, der zu einer Gesamtsicht dazugeh\u00f6rt, ist, dass sich in den letzten beiden Jahrzehnten, auch dank der Mietobergrenzen bei Hartz IV\/B\u00fcrgergeld oder wie auch immer das jeweils genannt wird, die Stadtviertel entmischt haben. Das ist ein langsam wirkender Effekt, aber die Folgen sind gravierend: Die armen und die reichen Viertel unterscheiden sich inzwischen deutlich, nicht nur im Anteil der Migrationsbev\u00f6lkerung. Die Entwicklung geht hin auf einen Zustand, wie man ihn aus L\u00e4ndern der Dritten Welt kennt: Eine wohlhabende Schicht, die sich in einer weitgehend abgetrennten Lebenswelt bewegt und mit den Lebensverh\u00e4ltnissen der \u00fcberwiegenden Mehrheit keinerlei Ber\u00fchrungspunkte mehr hat.<\/p>\n<p>Aber das ist immer noch nicht alles. Dazu kommt, das belegen andere Studien, dass in den letzten 30 Jahren, nicht nur in Deutschland, sondern in allen westlichen Kernl\u00e4ndern, ein weiterer Faktor entfallen ist, der fr\u00fcher zumindest f\u00fcr eine gewisse Durchmischung der sozialen Schichten sorgte: Ehen werden <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/heiratsmarkt-hoehergebildete-frauen-und-maenner-heiraten-untereinander-a-1016268.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zunehmend<\/a> innerhalb des gleichen sozialen Status geschlossen. Verknappt: Fr\u00fcher heiratete der Chefarzt eine Krankenschwester, heute heiratet er eine \u00c4rztin. Damit verschwindet eine weitere Aufstiegschance; aber auch ein Ber\u00fchrungspunkt zwischen unterschiedlichen sozialen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Das ist jetzt erst einmal eine soziologische Bestandsaufnahme. Aber es ist nicht so, dass dieser Zustand folgenlos bliebe. So liegen beispielsweise die Phasen ausgepr\u00e4gten sozialen Wohnungsbaus in Deutschland in jenen Jahrzehnten, in denen der Anteil der unteren 96 Prozent zumindest in der politischen Elite vergleichsweise hoch war. Hartmann selbst hat bereits 2016 ein Buch ver\u00f6ffentlicht, in dem er aus der Auswertung der Herkunft ableitete, soziale Gerechtigkeit sei nun einmal f\u00fcr diese Eliten kein Thema. Wobei das die tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse nur andeutet.\u00a0Wenn man betrachtet, wie in den letzten beiden Jahrzehnten in Deutschland die Debatten zur Erbschaftsteuer verlaufen (hier reden wir schlie\u00dflich von v\u00f6llig leistungsfreiem Eigentum), dann ist un\u00fcbersehbar, dass sich genau die Interessen maximal jener obersten 10 Prozent umsetzen, f\u00fcr die jede reale Bek\u00e4mpfung der Ungleichheit Anathema ist. Was nicht \u00fcberrascht, schlie\u00dflich sind in diesem Zeitraum eben vor allem die gro\u00dfen Verm\u00f6gen gewachsen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2004 gab es eine <a href=\"https:\/\/www.princeton.edu\/~mgilens\/idr.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie<\/a> der Princeton University, die statistisch ausgewertet hat, wessen Interessen sich in der US-Politik durchgesetzt haben. Darauf <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/perspectives-on-politics\/article\/testing-theories-of-american-politics-elites-interest-groups-and-average-citizens\/62327F513959D0A304D4893B382B992B\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">folgte<\/a> dann zehn Jahre sp\u00e4ter eine zweite, noch umfassendere Studie, die die politischen Entscheidungen \u00fcber zwanzig Jahre hinweg auswertete. Sie ergab, dass die Interessen der Durchschnittsb\u00fcrger sich nur zu 5 Prozent durchsetzen konnten, die des obersten Zehntels jedoch zu 78 Prozent. Eine \u00e4hnliche Studie wurde daraufhin auch in Deutschland <a href=\"https:\/\/pure.mpg.de\/rest\/items\/item_2465116_2\/component\/file_2465114\/content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">durchgef\u00fchrt<\/a>. Die Kernaussage in Bezug auf politische Entscheidungen, bei denen die Interessen der \u00c4rmeren und der Reicheren kollidieren:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;In der obersten Einkommensgruppe ist die Zustimmung zu Politik\u00e4nderungen stark positiv mit deren Umsetzung korreliert, in der untersten Einkommensgruppe negativ. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung sogar sinkt, wenn mehr Menschen aus der untersten Einkommensgruppe eine bestimmte politische Entscheidung bef\u00fcrworten. Allerdings ist der gefundene Zusammenhang nur f\u00fcr die oberste Einkommensgruppe statistisch signifikant. In jedem Fall zeigen diese Ergebnisse aber, dass die Politik in ihren Entscheidungen systematisch die Meinungen oberer Einkommensschichten reflektiert, wenn gro\u00dfe Meinungsunterschiede bestehen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dieses Ergebnis, dass sich n\u00e4mlich letztlich das durchsetzt, was den Bessergestellten n\u00fctzt, entspricht grunds\u00e4tzlich dem der Princeton-Studie. Dass auch bei den Politikern wieder die obersten 4 Prozent die Mehrheit stellen, d\u00fcrfte nicht unerheblich dazu beitragen.<\/p>\n<p>Was nicht einmal notwendigerweise ein schuldhaftes Handeln darstellt. Die Lebenswirklichkeit Armer erschlie\u00dft sich nun einmal selbst durch das eifrigste Lesen sozialer Statistiken und Studien nur ansatzweise; sich beispielsweise \u00fcber Jahre hinweg keinen Urlaub leisten zu k\u00f6nnen, hat k\u00f6rperliche und akkumulierende Folgen, die auch Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen nicht simulieren kann. Und dass statistisch gesehen die Lebenserwartung Armer deutlich unter jener Wohlhabender liegt, ist auch nur f\u00fcr jene sp\u00fcrbar, die das in ihrem eigenen Lebensumfeld erleben. Eine Ursula von der Leyen entsorgte die Frage des Zugangs von Kindern in Hartz IV zu Sport und Kultur auch deshalb in einem \u00fcberb\u00fcrokratischen Antragsmonster, weil ihre eigene Lebenswirklichkeit mit Hauspersonal und Kinderm\u00e4dchen einfach rein gar nichts mit dem Leben Alleinerziehender zu tun hatte. Was in diesem konkreten Fall nicht besagen soll, dass sie menschenfreundlicher gehandelt h\u00e4tte, h\u00e4tte sie mehr Ahnung gehabt.<\/p>\n<p>Wenn man die Kontinuit\u00e4t betrachtet, die Hartmann feststellt, kann man zu dem Schluss kommen, dass die besagten 4 Prozent immer dann, wenn sie weitgehend &#8222;unter sich&#8220; sind, dazu neigen, katastrophale Fehlentscheidungen zu treffen. Das haben sie immerhin im vergangenen Jahrhundert zweimal geschafft, in Gestalt des Ersten und des Zweiten Weltkriegs. Nach der Katastrophe gab es dann eine geringf\u00fcgige \u00d6ffnung, und eine Zeit lang eine Politik, die auch f\u00fcr die Bev\u00f6lkerungsmehrheit einen Nutzen brachte.<\/p>\n<p>Aber keine der beiden Katastrophen \u00e4nderte etwas an der grunds\u00e4tzlichen Struktur, ausgenommen die DDR. Was gleichzeitig erkl\u00e4rt, warum die &#8222;fremden&#8220; DDR-Eliten so konsequent weggebissen wurden; diese 4 Prozent sind nun einmal der \u00dcberzeugung, einen Anspruch auf ihre Position zu haben. Die sich \u00fcbrigens tats\u00e4chlich, auch das hatte Hartmann im Verlauf seiner T\u00e4tigkeit untersucht, selbst besten Leistungen gegen\u00fcber nicht \u00f6ffnen; die Karriereaussichten von promovierten Universit\u00e4tsabsolventen unterscheiden sich je nach Herkunft deutlich. Der ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck mag da als abschreckendes Beispiel dienen. Im wirklichen Leben, wenn er ohne Skript redet, bringt er keinen geraden Gedanken zustande; aber als Apothekersohn geh\u00f6rt er eben zu den besagten vier Prozent, mit dem richtigen Habitus.<\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie sich eine bestimmte kulturelle Dressur in das ber\u00fcchtigte Vitamin B umsetzt, ist ebenfalls schon l\u00e4ngst ausgiebig erforscht. Man erkennt sich, und es sind viele subtile Mechanismen, die sicherstellen, dass die G\u00e4ste auf Staatsbanketten wissen, das Besteck von au\u00dfen nach innen zu gebrauchen. Die zugeh\u00f6rige Anspruchshaltung ist kein Problem. In fr\u00fcheren Jahrzehnten, als Journalismus noch ein Aufstiegsberuf war, w\u00e4re eine Annalena Baerbock f\u00fcr ihre Visagistin mit genug Spott \u00fcbergossen worden, um zur\u00fcckzutreten; der geschlossene Kreislauf der vier Prozent sorgt daf\u00fcr, dass selbst derart aristokratische Ausrei\u00dfer keine Folgen mehr haben.<\/p>\n<p>Im &#8222;Normalzustand&#8220; der Bundesrepublik, also in der Phase bis sp\u00e4testens 1999, w\u00e4re das auch noch durch andere Kr\u00e4fte im Zaum gehalten worden. Ehe die Sozialdemokratie im Zuge ihrer neoliberalen Bekehrung ihre soziale Zusammensetzung \u00e4nderte und die Gewerkschaftsb\u00fcrokratie begann, sich aus den Universit\u00e4ten zu rekrutieren, gab es zumindest im Sinne sozialer Kenntnisse noch Gegenkr\u00e4fte. L\u00e4ngst Vergangenheit. Ja, auch in der alten sozialdemokratischen Version. Eine Sanktionspolitik, die die Energiepreise verdoppelt, h\u00e4tte auch ein Helmut Schmidt nicht mitgetragen, obwohl dieser in der West-SPD, die von vorneherein den rechten Fl\u00fcgel der alten SPD sammelte (der linke Fl\u00fcgel verschwand zu gro\u00dfen Teilen tats\u00e4chlich in der SED, deren Gr\u00fcndung eben nicht erzwungen war, aber die Reste der Weimarer Sozialdemokratie in zwei St\u00fccke teilte), noch am rechten Rand stand.<\/p>\n<p>Einem Boris Pistorius, dessen Mutter Landtagsabgeordnete war, hatte der Lehrersohn Schmidt noch etwas anderes voraus. Als Motivation f\u00fcr seine politische T\u00e4tigkeit nannte er 2008:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Wir kamen aus dem Kriege, wir haben viel Elend und Schei\u00dfe erlebt im Krieg, und wir waren alle entschlossen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass all diese grauenhaften Dinge sich niemals wiederholen sollten in Deutschland.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Ja, die vier Prozent lebten schon in ihrer eigenen Blase, als das Wort Blase f\u00fcr diesen Zustand noch nicht erfunden war. Ihre Wirklichkeitserfahrung beschr\u00e4nkt sich auf ein schmales Band, und sie kennen nur eine Umgebung mit viel Spielraum f\u00fcr das eigene Ego und sehr, sehr wenig Verantwortlichkeit. Denn das ist vielleicht das unangenehmste Ergebnis dieser Kontinuit\u00e4t: Da es sich \u00fcber einen derart langen Zeitraum um die gleiche, relativ begrenzte Schicht handelt, und alle Verbrechen, die sie in diesem Zeitraum begangen hat, letztlich folgenlos blieben (mit der Ausnahme der DDR, warum sie diese auch so abgrundtief hassen) d\u00fcrfte hier auch der Ursprung dieser eigenartigen Bedenkenlosigkeit sein, mit der aktuell f\u00fcr die \u00fcbrigen 96 Prozent das Ungl\u00fcck verteilt wird.<\/p>\n<p>Diese Vorstellung von Unantastbarkeit, von angeborener Straflosigkeit ist das, was so starke Erinnerungen an Gestalten des Ancien R\u00e9gime ausl\u00f6st. Die Privilegien einer Aristokratie, die von Steuern befreit war und sich gegen\u00fcber dem gemeinen Volk so gut wie alles herausnehmen konnte, schimmern immer wieder hindurch, ob beim Cum-Ex-Skandal, bei den Bankenrettungen oder auch in der Selbstgef\u00e4lligkeit der europ\u00e4ischen K\u00f6nigin Ursula von der Leyen und dem ber\u00fchmten Satz Baerbocks, es sei ihr &#8222;egal, was meine W\u00e4hler denken&#8220;. Auch die Akzeptanz von Ideologien, die zwischen Menschen und Untermenschen teilen, sei es nun die ukrainische oder die israelische Geschmacksrichtung, ist dann besonders leicht, wenn man selbst aus ganzem Herzen auf die 96 Prozent herabblickt.<\/p>\n<p>Den Preis f\u00fcr die Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Vorstellung von Straflosigkeit getroffen werden, zahlen jedenfalls die anderen. So ist es in Deutschland seit 150 Jahren. Derzeit arbeiten sie wieder eifrig an der n\u00e4chsten Katastrophe. Das wirkliche R\u00e4tsel ist aber nicht, warum die vier Prozent regelm\u00e4\u00dfig irre werden. Das R\u00e4tsel ist, warum die 96 Prozent sich das gefallen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Friedrich Merz und weitere Politiker\/innen der Koalition bei der Pressekonferenz zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrages, 05.05.2025<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=164782900\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=164782900<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Dagmar Henn<\/b><br \/>\nJ\u00fcngst wurde es wieder einmal best\u00e4tigt: Die deutschen Eliten rekrutieren sich seit 150 Jahren aus denselben 4 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Der neueste Aufsatz des Soziologen Michael Hartmann, der sein gesamtes berufliches Leben dieser Frage gewidmet hat, hat das wieder einmal best\u00e4tigt, und kurz \u2013 ein, zwei Tage lang\u00a0\u2013 schaffte es diese Information auch in die Medien. In diesen 150 Jahren ist einiges passiert in der deutschen Geschichte; ganz nebenbei beispielsweise die Beteiligung eben dieser Eliten an einigen der gr\u00f6\u00dften Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Da ist die Familiengeschichte eines Friedrich Merz oder einer Annalena Baerbock keine Ausnahme, sondern gewisserma\u00dfen die unvermeidliche Folge dieser weitgehend geschlossenen Zirkel.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":22377,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[473,648,1423,2303,455,1847,452,1159,2676,2489,1315,1308,124,1388,2675,1687,2146,2244],"class_list":["post-22367","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-1-weltkrieg","tag-2-weltkrieg","tag-baerbock","tag-bevoelkerung","tag-brd","tag-buerokratie","tag-deutschland","tag-eliten","tag-fehlentscheidung","tag-friedrich-merz","tag-journalismus","tag-justiz","tag-politik","tag-presse","tag-sozialer-status","tag-sozialer-wohnungsbau","tag-vermoegenswerte","tag-weimarer-republik"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2025-05-05_Unterzeichnung_Koalitionsvertrag_122_cropped_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5OL","jetpack-related-posts":[{"id":14456,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=14456","url_meta":{"origin":22367,"position":0},"title":"Veranstaltung: Sozialer Protest unter den Bedingungen von Weltkrieg und Faschisierung.","author":"Webredaktion","date":"14. 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