{"id":22058,"date":"2025-06-05T17:16:52","date_gmt":"2025-06-05T15:16:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22058"},"modified":"2025-07-10T13:39:32","modified_gmt":"2025-07-10T11:39:32","slug":"gibt-es-einen-keim-der-hoffnung-trauer-und-zweifel-in-der-deutschen-nacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22058","title":{"rendered":"Gibt es einen Keim der Hoffnung? Trauer und Zweifel in der deutschen Nacht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dass Anfang der Woche aus dem Hilfsverein &#8222;Friedensbr\u00fccke-Kriegsopferhilfe&#8220; mit gro\u00dfer Medienbegleitung Terroristenhelfer gemacht wurden, hat eine Linie \u00fcberschritten. Was darf dann in Deutschland noch gesagt und getan werden? <\/strong><\/p>\n<p><em>Von <strong>Dagmar Henn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 30.05.2025 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/246440-gibt-es-einen-keim-der-hoffnung-trauer-und-zweifel-in-der-deutschen-nacht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p>Nein, ich will an mein Land nicht mit Trauer denken. Nicht mit Sorge um all jene, die noch dort sind. Ich will nicht darum k\u00e4mpfen m\u00fcssen, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass hinter dieser Finsternis wieder ein Ort liegt, der im vollen Sinne eine Heimat sein kann.<\/p>\n<p>Aber es f\u00e4llt schwer. Da sind all die kleinen Schritte, in denen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck Freiheiten und Rechte verschwunden sind, wie in einem von Termiten befallenen Balken, der sich immer weiter in eine leere H\u00fclle verwandelt, bis er eines Tages bricht und erkennbar wird, dass das nur noch ein Balken zu sein schien.<\/p>\n<p>Die ganze lange Liste der Gesetzes\u00e4nderungen, die unter der letzten Regierung vorangetrieben wurden und die zum Teil sogar fast w\u00f6rtliche Wiederaufnahmen fr\u00fcher Nazigesetze sind; die absurde Repression gegen einfachste Meinungs\u00e4u\u00dferungen; der Geifer vor dem Mund, mit dem die Kriegsparolen ins Volk gespien werden \u2013 vor dem inneren Auge wird das zu einer Wand aus finsterem Nebel, der das Land immer weiter verschlingt. Bilder, die eher aus fantastischen Romanen zu stammen scheinen, aber doch die einzigen, die das Gef\u00fchl angemessen wiedergeben.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte ich heute noch in Deutschland leben? Ich habe meine Zweifel, und ich wei\u00df nicht, ob ich jene, die das bis heute tun, bedauern oder bewundern soll. Jedes Wort abw\u00e4gen zu m\u00fcssen, ehe ich es aussprechen kann, mein Denken wie ein Geheimnis zu behandeln, das ist nicht meins.<\/p>\n<p>Als die Corona-Dressur hereinbrach, oder vielmehr aufgezwungen wurde, gab es zumindest noch die Hoffnung, das w\u00e4re irgendwann wieder vorbei. Aber die Normalit\u00e4t ist nie zur\u00fcckgekehrt, und die scharfe Trennung in Gehorsame und Ungehorsame war, das best\u00e4tigt sich nun, nur das Vorspiel zur inzwischen verk\u00fcndeten &#8222;Kriegst\u00fcchtigkeit&#8220;. Eine erfolgreiche Erziehung zur Feindschaft.<\/p>\n<p>Im historischen R\u00fcckblick bleiben immer Fragen ungekl\u00e4rt. In meiner Jugend war das die Frage, wie es denn sein konnte, dass die Deutschen Hitler hinterhermarschierten. Wie es m\u00f6glich war, nicht zu erkennen, was da geschah. Und ich scherze seit Jahren gern, so genau h\u00e4tte ich das nicht wissen wollen; nur, dass das kein Scherz ist.<\/p>\n<p>Bei all diesen Ann\u00e4herungen, diesen tausend kleinen Schnitten, fragt man sich immer: Kann man das noch irgendwie als demokratischen Zustand bezeichnen, oder ist das vorbei? Ich sage ganz ehrlich: Die Meldung vom Dienstag, diese Hausdurchsuchungen wegen &#8222;Unterst\u00fctzung einer terroristischen Vereinigung&#8220;, erschreckten mich tiefer als alles andere zuvor. Das war k\u00f6rperlich wahrnehmbar: Nun ist die Schwelle \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Nein, das liegt nicht daran, dass mir die Personen bekannt sind. Es liegt nicht einmal daran, dass dieser Schritt, die Definition der Volksrepubliken Donezk und Lugansk als &#8222;terroristische Vereinigungen&#8220; in konkrete Verfolgung umzusetzen, auf jeden Einzelnen zielt, der es im Verlauf der letzten Jahre gewagt hat, \u00fcber den ukrainischen B\u00fcrgerkrieg, der 2014 begann, die Wahrheit zu sagen. Es ist die Tatsache, dass eine innere Kriegserkl\u00e4rung, die schon lange in der Luft lag, damit nun vollzogen wurde.<\/p>\n<p>In meiner Erinnerung gibt es einen Zeitpunkt, der bereits nahe dran war: als 1977 der damalige BDI\/BDA-Chef Hanns Martin Schleyer entf\u00fchrt wurde, es binnen weniger Tage eine Handvoll Gesetzes\u00e4nderungen hagelte und die Propaganda, man m\u00fcsse jetzt um ebenjenen Mann bangen, der eine \u00e4u\u00dferst unappetitliche Vergangenheit als Mitarbeiter Reinhard Heydrichs in der besetzten Tschechoslowakei aufzuweisen hatte, Fr\u00fcchte trug \u2013 bis dahin, dass man, sobald man gegen die eingef\u00fchrten Gesetze protestierte, f\u00fcrchten musste, k\u00f6rperlich angegriffen zu werden.<\/p>\n<p>Das waren Wochen wie auf Messers Schneide, voller Durchsuchungen und Beschlagnahmungen, garniert mit dem h\u00f6rbaren Jubel \u00fcber die (umstrittenen) Selbstmorde in Stammheim. Das Morgen schien unberechenbar. Aber es ging vor\u00fcber, und die meisten der damals verabschiedeten Gesetze verschwanden in den zwanzig Jahren danach unauff\u00e4llig. Zur\u00fcck blieb nur das Gef\u00fchl, wie d\u00fcnn schon damals die Wand war, die die Normalit\u00e4t von der z\u00fcgellosen Unterdr\u00fcckung trennte. Und etwas anderes \u2013 die Militarisierung der Polizei, die damals erfolgte, wurde nie zur\u00fcckgedreht. Die kommunale Polizei, die es bis Mitte der 1970er gab, hatte keine Maschinenpistolen.<\/p>\n<p>Manchmal w\u00e4re ich gerne dort, an einem Tisch, drau\u00dfen, vor meinem Lieblingsaugustiner am Dom oder vor der Eisdiele am Pariser Platz, die kleinen, paradiesischen Momente, die so sehr an den Heimatort binden. Aber ich wei\u00df nicht mehr, was davon noch \u00fcbrig ist, nach den Verw\u00fcstungen, die Corona und Inflation bei den Gesch\u00e4ften, und noch schlimmer, die die letzten Jahre bei den Menschen hinterlassen haben. Das N\u00e4heverbot der Corona-Zeit ist innerlich nie verschwunden. Nicht zu vergessen die doppelte Erziehung zum Verrat \u2013 die F\u00f6rderung der Denunziation ebenso wie die Erfahrung, den Nachbarn, den Anderen, st\u00e4ndig als Denunzianten f\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Der Gehorsam ist das Resultat dessen, dass die meisten diesen Zustand nicht ertragen k\u00f6nnen und dann auf jene Position ausweichen, auf der das Risiko am Geringsten ist.<\/p>\n<p>Was sich wiederholt, in der Reaktion auf die oben erw\u00e4hnten tausend kleinen Schritte \u2013 die so, da bin ich mir sicher, vor fast f\u00fcnfzig Jahren noch nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren. Da waren die Wochen des &#8222;Deutschen Herbstes&#8220; (der \u00fcbrigens damals von den europ\u00e4ischen Nachbarn mit Verwunderung aufgenommen wurde), der &#8222;bleiernen Zeit&#8220; (der Film von Margarethe von Trotha f\u00e4ngt die Atmosph\u00e4re gut), alles, was m\u00f6glich war. Es waren noch zu viele, Juristen, K\u00fcnstler, auch Politiker, die sich vernehmbar dagegen wandten. Verglichen damit war schon das Deutschland vor Corona eine W\u00fcstenei.<\/p>\n<p>Aber diesmal? Sergei Lawrow hat schon Recht, das ist eine Rutschbahn nach unten, und es rutscht alles, nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Verstand, Moral, Anstand, Kritikf\u00e4higkeit, Friedfertigkeit, Menschlichkeit\u00a0und Verantwortungsbewusstsein. Die kleine Geste mit den abgeschnittenen Schleifen an den Kr\u00e4nzen in Hebertshausen, das ist die Zwergausgabe eines Vernichtungswunsches. Dieses Denken wurde so normalisiert, dass es gar nicht mehr auff\u00e4llt, nicht mehr heraussticht.<\/p>\n<p>In der <em>Zeit<\/em> erschien gerade ein Artikel, der geradezu ein Musterbeispiel liefert, wie verzerrt das Denken inzwischen ist. Vor allem, weil die \u00dcberschrift erst einmal fast hoffen l\u00e4sst: &#8222;Was, wenn der Ukraine die Kraft ausgeht?&#8220; Ja, was? W\u00e4re es nicht irgendwann an der Zeit, sich zu erinnern, wie kostbar menschliches Leben ist?<\/p>\n<p>Doch das, was geliefert wird, ist die Forderung nach mehr Krieg:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Jeder Panzer, der unn\u00fctz in den Arsenalen der Bundeswehr steht, stellt f\u00fcr Deutschland ein Sicherheitsrisiko dar. Krass gesagt: Er gef\u00e4hrdet unsere Sicherheit, indem er nicht den k\u00e4mpfenden Ukrainern zur Verf\u00fcgung gestellt wird. (&#8230;) In der Ukraine mangelt es an Kr\u00e4ften, die hinter der Front Schutzbauten errichten, die Sch\u00fctzengr\u00e4ben ausheben, Unterst\u00e4nde bauen, improvisierte Bunker f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Warum nicht eine Art soziales Jahr einf\u00fchren, ein Schutzprogramm f\u00fcr die Ukraine, bei der eine staatlich unterst\u00fctzte Agentur um Freiwillige wirbt, koordiniert mit der Ukraine?&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Deutsche Jugendliche zum Bunkerbau in die Ukraine, um die Kiewer Nazis zu retten? Wo sind die Jungs mit den wei\u00dfen Westen, m\u00f6chte man fragen, oder welche Zeitmaschine hat den Autor aus dem Jahr 1942 in die Gegenwart gebeamt? Ja, das Fundament wurde schon weit fr\u00fcher gelegt, mit wochenlangen Sondersendungen vom angeblich friedlichen Maidan und dann der Erfindung der &#8222;Querfront&#8220;, um die ersten Friedensdemonstrationen zu attackieren, als der ukrainische B\u00fcrgerkrieg begann. Aber es spielt so erschreckend zusammen, die Gehorsamkeitsdressur unter Corona, die staatlichen Ma\u00dfnahmen und jetzt die offene Kriegspropaganda, und die Antwort war, Schritt f\u00fcr Schritt, vor allem Schweigen.<\/p>\n<p>Da stehe ich nun, mit meiner alten Frage, und wom\u00f6glich hat genau dieses Stichwort &#8222;Terrorismus&#8220; die Erinnerungen an 1977 reaktiviert, die mir sagen, heute gibt es kein Halten mehr in dieser Richtung. Die Erfahrung, wie tief es geht, wie allgegenw\u00e4rtig Repression sein kann, die mir jetzt das Gef\u00fchl vermittelt, dass die Schwelle \u00fcberschritten ist.<\/p>\n<p>Ich will an mein Land nicht mit Trauer denken, und ich tue es doch. Ich h\u00f6re den Tonfall, mit dem die &#8222;Kriegst\u00fcchtigkeit&#8220; gefordert wird, und ich frage mich immer \u00f6fter, ob das andere Deutschland, das mir fehlt, je existiert hat oder immer nur eine d\u00fcnne T\u00fcnche \u00fcber dem \u00dcbel lag. Ob diesmal wirklich jede Hoffnung verloren ist, zu einer menschlichen Normalit\u00e4t zur\u00fcckzukehren, wie es einst Bertolt Brecht in der Kinderhymne schrieb: &#8222;dass die V\u00f6lker nicht erbleichen wie vor einer R\u00e4uberin, sondern ihre H\u00e4nde reichen uns wie andern V\u00f6lkern hin&#8220;.<\/p>\n<p>Nicht einmal mehr die Vorstellung, der Spuk w\u00fcrde sich verfl\u00fcchtigen, spendet Trost. Wo w\u00e4ren die Menschen, das, was verfallen ist, wieder aufzubauen, physisch und im Geiste? Wie kehrt man zur\u00fcck aus einem Zustand, in dem neben dem unbegrenzten Egoismus nur noch das Schnarren der Kriegstreiber zu h\u00f6ren ist, die Kanonenfutter suchen?<\/p>\n<p>Wenn man heute Originaldokumente der ersten Nachkriegsjahre liest, ehe die Westalliierten das Land in St\u00fccke schnitten, dann kann diese kurze Phase von Offenheit und Freiheit bei allem materiellen Elend zu Tr\u00e4nen r\u00fchren; aber damals war es der offene, blanke Schrecken gewesen, der zuvor das Schweigen erzwungen hatte; er hat, gegen\u00fcber der vielf\u00e4ltigen Manipulation und Isolation, die diesmal dem Schrecken vorausgegangen sind, den Vorteil, dass nicht nur seine An-, sondern auch seine Abwesenheit erkennbar ist.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass jede Nacht einmal endet. Doch ich wei\u00df nicht mehr, ob f\u00fcr einen neuen Tag noch genug Licht \u00fcbrig geblieben ist. Das ist es, was letztlich den Atem nimmt, mehr noch als die Sorge um alle, die noch im Land sind.<\/p>\n<p>Da hilft es auch nichts, um all diese Momente der deutschen Geschichte zu wissen, um die Feigheit der deutschen Stadtb\u00fcrger, die den Bauernkrieg vor 500 Jahren in einem Blutbad enden lie\u00df, das Elend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges, das Pech, dass durch die napoleonische Besatzung die Bildung des Nationalstaats und die politische Befreiung in Gegensatz zueinander gerieten; die Niederlagen 1848 und 1919, garniert mit Verrat, und noch viel mehr Verrat, eingeschlossen die deutsche Teilung und dann die Annexion.<\/p>\n<p>All das gibt dem Schweigen seine Unschuld nicht zur\u00fcck. Auch der Tatenlosigkeit nicht. Ja, es ist wieder so weit, dass ein Gespr\u00e4ch \u00fcber B\u00e4ume &#8222;ein Schweigen \u00fcber so viele Untaten einschlie\u00dft&#8220;. Aber warum war es so leicht, durch einen einfachen Etikettenschwindel so viele zu t\u00e4uschen, die es eigentlich h\u00e4tten besser wissen m\u00fcssen? Warum haben sie die Signale im Alltag nicht erkannt, das Misstrauen, die Enge, die gepredigte Erbarmungslosigkeit? Nur wegen der Taschenspielerei mit den Begriffen &#8222;rechts&#8220; und &#8222;links&#8220;?<\/p>\n<p>War das, was ich selbst getan habe und tue, das Richtige, und war es genug? Jetzt scheint alles zu sp\u00e4t, zu wenig, da nicht einmal mehr die einfachste, selbstverst\u00e4ndlichste Forderung nach Frieden noch genug Kr\u00e4fte mobilisiert. Und nun, da selbst die friedfertigste Version politischen Protestes (ja, das ist es, was diese &#8222;Terrorismus&#8220;-Geschichte so absolut grenz\u00fcberschreitend macht: dass kaum eine friedfertigere Handlung vorstellbar ist als humanit\u00e4re Hilfe, also im Grunde alles andere an Abweichung und Widerstand stillschweigend mit erfasst ist, wenn man so weit zu gehen bereit ist) zu &#8222;Terrorunterst\u00fctzung&#8220; erkl\u00e4rt wurde, d\u00fcrften die M\u00f6glichkeiten, im Land noch etwas aufzuhalten, mit &#8222;begrenzt&#8220; noch ma\u00dflos \u00fcbertrieben benannt sein. Denn nichts ist dem heutigen Deutschland fremder als kollektives Handeln breiter Massen (wenn man von Regierungsaufm\u00e4rschen &#8222;gegen Rechts&#8220; einmal absieht).<\/p>\n<p>Ich will an mein Land nicht mit Trauer denken. Doch selbst, wenn ich mich manchmal frage, ob das freundliche, friedliche Deutschland, das ich herbeisehne, nur eine Fiktion ist, eine Pflanze, die auf diesem Boden nicht gedeihen kann, ich kann es nicht lassen. Ich will all diesen Kreaturen, l\u00e4cherlich, b\u00f6sartig, dumm, nicht zugestehen, f\u00fcr das Volk zu stehen, f\u00fcr seine F\u00e4higkeiten, seine Zukunft. Denn was bliebe \u00fcbrig, wenn ich es t\u00e4te? Sicher, das w\u00e4re ein Weg, der Trauer zu entgehen. Niemand auf dem Planeten Erde braucht ein Land wie Baerbock (gut, mit Ausnahme einiger Milliard\u00e4re). Selbst wenn ich nach jemandem klinge, der in einer missbr\u00e4uchlichen Beziehung gefangen ist \u2013 da muss etwas Besseres sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;Ich vermochte nur wenig, aber die Herrschenden sa\u00dfen ohne mich sicherer. Das hoffte ich.&#8220;<\/p>\n<p>Das schrieb Brecht im Exil, irgendwann zwischen 1934 und 1938. Das ist, was zu tun \u00fcbrig ist. Aber es nimmt nicht den Schmerz. Ich will an mein Land nicht mit Trauer denken. Aber jetzt, heute, ist es diese Trauer, die den Keim der Hoffnung h\u00fctet, dass auch auf diese Nacht ein Tag folgen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Symbolbild, mit KI erzeugt. \u00dcbernommen von <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/246440-gibt-es-einen-keim-der-hoffnung-trauer-und-zweifel-in-der-deutschen-nacht\/\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Dagmar Henn<\/b><br \/>\nDass Anfang der Woche aus dem Hilfsverein &#8222;Friedensbr\u00fccke-Kriegsopferhilfe&#8220; mit gro\u00dfer Medienbegleitung Terroristenhelfer gemacht wurden, hat eine Linie \u00fcberschritten. Was darf dann in Deutschland noch gesagt und getan werden? Nein, ich will an mein Land nicht mit Trauer denken. 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