{"id":21634,"date":"2025-04-28T15:50:22","date_gmt":"2025-04-28T13:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21634"},"modified":"2025-05-19T14:22:36","modified_gmt":"2025-05-19T12:22:36","slug":"die-bedeutung-der-ostfront-1941-1945","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21634","title":{"rendered":"Die Bedeutung der Ostfront 1941-1945"},"content":{"rendered":"<p><em>Historischer \u00dcberblick von <strong>Wolfgang Sch\u00fcrer<\/strong><\/em><\/p>\n<h5><strong>1. Die 29 Staaten in Europa Ende 1937<\/strong><\/h5>\n<p>Mitteleuropa:\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Deutschland<\/strong>, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, \u00d6sterreich, Schweiz;<\/p>\n<p>Westeuropa:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Vereinigtes K\u00f6nigreich<\/strong>, <strong>Frankreich<\/strong>, Niederlande, Belgien, Irland, Luxemburg; <strong>Italien<\/strong>, Spanien, Portugal;<\/p>\n<p>S\u00fcdosteuropa:\u00a0 Rum\u00e4nien, Jugoslawien, Griechenland, Bulgarien, Albanien;<\/p>\n<p>Nordeuropa:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schweden, D\u00e4nemark, Finnland, Norwegen, Litauen, Lettland, Estland;<\/p>\n<p>Eurasien:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Sowjetunion<\/strong>, T\u00fcrkei;<\/p>\n<h5><strong>2. Der Anti-Komintern-Pakt (AKP) und der Drei-M\u00e4chte-Pakt (DMP)<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Deutschland<\/strong> und <strong>Japan<\/strong> schlossen den <strong>Anti-Komintern-Pakt <\/strong>am 25. November 1936. <strong>Italien<\/strong> trat am 06. November 1937 bei, Ungarn am 24. Februar 1939, Spanien am 27. M\u00e4rz 1939. Rum\u00e4nien, Bulgarien und Finnland wurden am 25. November 1941 aufgenommen.<\/p>\n<p>Der <strong>Drei-M\u00e4chte-Pakt <\/strong>wurde am 27. September 1940, von <strong>Deutschland<\/strong>, <strong>Japan<\/strong> und <strong>Italien<\/strong> vereinbart. Ungarn trat am 20. November 1940 bei, Rum\u00e4nien am 23. November 1940, Bulgarien am 01. M\u00e4rz 1941.<\/p>\n<h5><strong>3. <\/strong><strong>Die deutsch-italienische Expansion in Europa 1938-1941<\/strong><\/h5>\n<p>6 Staaten wurden von der Landkarte <strong>gestrichen<\/strong>: \u00d6sterreich (1938), die Tschechoslowakei (1938\/39), Albanien (1939), Polen (1939), Luxemburg (1940), Jugoslawien (1941). 6 weitere Staaten wurden besetzt: D\u00e4nemark (1940), Norwegen (1940), Niederlande (1940), Belgien (1940), <strong>Frankreich<\/strong> (1940), Griechenland (1941). <strong>Deutschland<\/strong> bildete 2 <strong>Satellitenstaaten<\/strong>: Slowakei (1939), Kroatien (1941). Die Slowakei trat am 24. November 1940 dem <strong>Drei-M\u00e4chte-Pakt <\/strong>bei. Kroatien, vergr\u00f6\u00dfert um Bosnien, am 15. Juni 1941. Beide Staaten wurden am 25. November 1941 in den <strong>Anti-Komintern-Pakt <\/strong>aufgenommen.<\/p>\n<h5><strong>4. Das Vereinigte K\u00f6nigreich 1939-1941<\/strong><\/h5>\n<p>Es befand seit dem 03. September 1939 im <strong>Kriegszustand<\/strong> mit <strong>Deutschland<\/strong> und seit dem 10. Juni 1940 im Kriegszustand mit <strong>Italien<\/strong>. In London gab es eine <strong>franz\u00f6sische Gegenregierung<\/strong> und <strong>Exilregierungen<\/strong> Polens, Jugoslawiens, Griechenlands, der Tschechoslowakei, der Niederlande, Belgiens, Norwegens und Luxemburgs. (D\u00e4nemark hatte <strong>keine<\/strong> Exilregierung. Es wurde am 25. November 1941 in den <strong>Anti-Komintern-Pakt <\/strong>aufgenommen.)<\/p>\n<h5><strong>5. Die Westverschiebung der Staatsgrenze der Sowjetunion<\/strong><\/h5>\n<p>Am 01. September 1939 begann der <strong>deutsche Angriff<\/strong> auf Polen. Am 17. September 1939 floh die <strong>polnische Regierung<\/strong> ins <strong>Ausland<\/strong>. Am gleichen Tage marschierte die <strong>Sowjetunion<\/strong> in Polen ein. Am 28. September 1939 wurde die <strong>sowjetische Grenze<\/strong>, zwischen Ostpreu\u00dfen und der Slowakei, auf die Fl\u00fcsse <strong>Narew<\/strong>, <strong>Bug<\/strong> und <strong>San<\/strong> festgesetzt.<\/p>\n<p>Am 13. M\u00e4rz 1940 \u00fcbergab Finnland die <strong>karelische Landenge<\/strong>, einige Inseln im Finnischen Meerbusen und Teile Ostkareliens an die <strong>Sowjetunion<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Sommer 1940 \u00fcbergab Rum\u00e4nien das 1918 <strong>annektierte<\/strong> <strong>Bessarabien<\/strong>, die Nord-Bukowina und das Herza-Gebiet an die <strong>Sowjetunion<\/strong>.<\/p>\n<p>Litauen, Lettland und Estland wurden im Sommer 1940 in die <strong>Sowjetunion<\/strong> aufgenommen. (Litauen hatte am 23. M\u00e4rz 1939 das Memelgebiet an <strong>Deutschland <\/strong>zur\u00fcckgegeben.)<\/p>\n<h5><strong>6. Verteilung der Einwohner Europas, der Sowjetunion und der T\u00fcrkei am 21. Juni 1941<\/strong><\/h5>\n<p>In diesem Gebiet lebten ca. 590 Millionen Menschen, darunter etwa:<\/p>\n<p>52,0 %\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Deutschland<\/strong>, <strong>Italien<\/strong>, Verb\u00fcndete, Satelliten, besetzte L\u00e4nder und Gebiete;<br \/>\n33,0 %\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Sowjetunion<\/strong>, einschlie\u00dflich der 1939\/40 gewonnenen Gebiete;<br \/>\n8,2 %\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Vereinigtes K\u00f6nigreich<\/strong>, einschlie\u00dflich der Kronkolonien Zypern und Malta;<br \/>\n6,8 %\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 T\u00fcrkei, Portugal, Schweden, Schweiz, Irland;<\/p>\n<h5><strong>7. Der Angriff Deutschlands und seiner Verb\u00fcndeten auf die Sowjetunion<\/strong><\/h5>\n<p>Der <strong>deutsche Angriff<\/strong> begann in der Nacht von <strong>Samstag<\/strong> auf <strong>Sonntag<\/strong>, am 22. Juni 1941. Die anderen 8 europ\u00e4ischen Staaten des <strong>Anti-Komintern-Paktes <\/strong>und\/oder <strong>Drei-M\u00e4chte-Paktes<\/strong> beteiligten sich wie folgt:<\/p>\n<p>Italien<strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>22.06.41<br \/>\nRum\u00e4nien\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 22.06.41<br \/>\nSlowakei\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 23.06.41<br \/>\nFinnland\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 26.06.41<br \/>\nUngarn\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 27.06.41<\/p>\n<p>In Spanien wurde, ab dem 24. Juni 1941, die <strong>Blaue Division<\/strong> aufgestellt. Sie wurde in <strong>Deutschland<\/strong> ausgebildet, dort in die \u201e250. Deutsche Infanteriedivision\u201c umbenannt, und am 20. August 1941 in den Krieg gegen die <strong>Sowjetunion<\/strong> geschickt.<\/p>\n<p>In Kroatien wurde, ab dem 16. Juli 1941, das \u201e369. Verst\u00e4rkte Infanterieregiment\u201c aufgestellt. Der Einsatz gegen die <strong>Sowjetunion<\/strong> begann im September 1941.<\/p>\n<p>Bulgarien beteiligte sich <strong>nicht<\/strong> am <strong>Landkrieg<\/strong>, aber am <strong>Seekrieg<\/strong>, im <strong>Schwarzen Meer<\/strong>, gegen die <strong>Sowjetunion<\/strong>.<\/p>\n<h5><strong>8. Die antisowjetische Kollaboration in den 6 besetzten Staaten<\/strong><\/h5>\n<p>D\u00e4nemark brach am 22. Juni die <strong>diplomatischen Beziehungen<\/strong> zur <strong>Sowjetunion<\/strong> ab. Die <strong>franz\u00f6sische Kollaborations-Regierung<\/strong>, in Vichy, folgte am 29. Juni 1941.<\/p>\n<p>In <strong>Frankreich<\/strong> wurden 1941 die \u201eLegion Franz\u00f6sischer Freiwilliger gegen den Bolschewismus\u201c und 1944 die <strong>SS-Division<\/strong> \u201eKarl der Gro\u00dfe\u201c aufgestellt.<\/p>\n<p>Im September 1940 wurde die \u201e<strong>Germanische SS<\/strong>\u201c aus D\u00e4nen, Norwegern, Niederl\u00e4ndern und fl\u00e4mischen Belgiern gebildet. (In einer anderen <strong>SS-Division<\/strong> dienten wallonische Belgier).<\/p>\n<p>In Griechenland scheiterte der Versuch, eine antisowjetische Legion aufzustellen.<\/p>\n<h5><strong>9. Der Verlauf der Ostfront 1941-1945<\/strong><\/h5>\n<p>Der kleinere <strong>Nordteil<\/strong> verlief an der damaligen <strong>finnisch-sowjetischen<\/strong> Grenze, zwischen dem <strong>Nordpolarmeer<\/strong> und dem <strong>Finnischen Meerbusen<\/strong>. Der <strong>Hauptteil<\/strong> begann an der <strong>Ostsee<\/strong>, an der Grenze des <strong>Memelgebietes<\/strong>. Es folgten die Grenze <strong>Ostpreu\u00dfens<\/strong>, die Grenze der von <strong>Deutschland<\/strong> annektierten Teile <strong>Polens<\/strong>, die damalige <strong>ungarisch-sowjetische Grenze<\/strong> (Ungarn hatte 1939 die tschechoslowakische <strong>Karpaten-Ukraine<\/strong> annektiert.), und die damalige <strong>rum\u00e4nisch-sowjetische<\/strong> Grenze. Der Hauptteil endete am <strong>Schwarzen Meer<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Deutschland<\/strong> und seine <strong>Verb\u00fcndeten<\/strong> besetzten die 3 <strong>baltischen L\u00e4nder<\/strong>, <strong>Wei\u00dfrussland<\/strong>, <strong>Bessarabien<\/strong>, die <strong>Ukraine<\/strong> und <strong>kleine Teile<\/strong> <strong>Russlands<\/strong>. Am 02. Oktober 1941 begann der <strong>deutsche Angriff<\/strong> auf <strong>Moskau<\/strong>. Am 05. Dezember 1941 begann die <strong>sowjetische Gegenoffensive<\/strong> vor <strong>Moskau<\/strong>. Die <strong>Rote Armee warf<\/strong> die Angreifer <strong>zur\u00fcck<\/strong>.<\/p>\n<p>Am 08. Mai 1942 gingen <strong>Deutschland<\/strong> und seine <strong>Verb\u00fcndeten<\/strong> erneut in die <strong>Offensive<\/strong>. Sie drangen bis <strong>Stalingrad<\/strong> vor, und sie besetzten das westliche <strong>Nordkaukasusgebiet<\/strong>. Am 19.\/20. November 1942 begann die <strong>sowjetische Gegenoffensive<\/strong>. 1,143 Millionen <strong>Rotarmisten<\/strong> griffen 1,040 Millionen <strong>Gegner<\/strong> (400.000 <strong>Deutsche<\/strong>, <strong>\u00d6sterreicher<\/strong> und sowjetische \u201eHilfswillige\u201c (HIWIS), 235.000 <strong>Italiener<\/strong>, 200.000 <strong>Rum\u00e4nen<\/strong>, 200.000 <strong>Ungarn<\/strong>, 5.000 <strong>Kroaten<\/strong>) an. (Zahlenquelle: Spanischsprachige Wikipedia, Batalla de Stalingrado). Die <strong>Rote Armee<\/strong> <strong>zerschlug<\/strong> die Gegner fast <strong>vollst\u00e4ndig<\/strong>.<\/p>\n<p>Ein letzter Versuch<strong> Deutschlands<\/strong>, am 05. Juli 1943, die <strong>strategische Initiative<\/strong> zur\u00fcckzugewinnen, scheiterte schon nach 10 Tagen.<\/p>\n<p>Die <strong>Rote Armee<\/strong> eroberte bis zum Herbst 1944 fast alle <strong>besetzten sowjetischen<\/strong> Gebiete zur\u00fcck. Sie besetzte <strong>Rum\u00e4nien<\/strong>, <strong>Bulgarien<\/strong> und <strong>Ungarn<\/strong> und sie vereinigte sich mit der <strong>jugoslawischen Partisanen-Armee<\/strong>. Der <strong>Hauptteil<\/strong> der <strong>Ostfront<\/strong> ging nunmehr bis zur <strong>Adria<\/strong>.<\/p>\n<p>Am 12. Januar 1945 begann die <strong>entscheidungssuchende sowjetische Offensive<\/strong> auf <strong>Deutschland<\/strong>. Am 02. Mai 1945 <strong>kapitulierte Berlin<\/strong> vor der <strong>Roten Armee<\/strong>. Am 08. Mai 1945, um 23.01 MEZ, trat die <strong>deutsche Gesamtkapitulation<\/strong> in Kraft. Die <strong>Heeresgruppe Kurland<\/strong> kapitulierte am 10. Mai 1945, die <strong>Heeresgruppe Mitte<\/strong> am 11. Mai 1945, die <strong>Armee Ostpreu\u00dfen<\/strong> am 14. Mai 1945<\/p>\n<h5><strong>10. Der Einsatz der deutschen Heeresverb\u00e4nde 1941-1945<\/strong><\/h5>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"151\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"151\"><strong>A<\/strong><\/td>\n<td width=\"151\"><strong>B<\/strong><\/td>\n<td width=\"151\"><strong>C<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"151\">22. Juni 1941<\/td>\n<td width=\"151\">69,6 %<\/td>\n<td width=\"151\">0,9 %<\/td>\n<td width=\"151\">29,5 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"151\">01. Januar 1942<\/td>\n<td width=\"151\">70,0 %<\/td>\n<td width=\"151\">1,3 %<\/td>\n<td width=\"151\">28,7 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"151\">01. Januar 1943<\/td>\n<td width=\"151\">70,8 %<\/td>\n<td width=\"151\">2,0 %<\/td>\n<td width=\"151\">27,2 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"151\">01. Januar 1944<\/td>\n<td width=\"151\">62,7 %<\/td>\n<td width=\"151\">6,2 %<\/td>\n<td width=\"151\">31,1 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"151\">01. Juli 1944<\/td>\n<td width=\"151\">51,8 %<\/td>\n<td width=\"151\">28,8 %<\/td>\n<td width=\"151\">19,4 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"151\">01. Januar 1945<\/td>\n<td width=\"151\">60,6 %<\/td>\n<td width=\"151\">34,9 %<\/td>\n<td width=\"151\">4,5 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>A &#8211; Ostfront<\/strong>, L\u00e4nge 3.000 bis 6.200 km, Dauer 22. Juni 1941 bis 14. Mai 1945<\/p>\n<p><strong>B &#8211; Sonstige Fronten<\/strong>, darunter:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">a &#8211; <strong>Nordafrika-Front<\/strong>, L\u00e4nge 350 km, Dauer 10. Juni 1940 bis 13. Mai 1943;<br \/>\nb &#8211; <strong>Italien-Front<\/strong>, L\u00e4nge 300 km, Dauer 10. Juli 1943 bis 02. Mai 1945;<br \/>\nc &#8211; <strong>Westfront<\/strong>, L\u00e4nge 800 km, Dauer 06. Juni 1944 bis 08. Mai 1945;<\/p>\n<p><strong>C &#8211; Annektierte<\/strong> und <strong>okkupierte Gebiete<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">(Zahlenquelle: Atlas zur Weltgeschichte, Band 2, Seite 40, Gotha 1982)<\/span><\/p>\n<p>Die <strong>Ostfront<\/strong> dauerte 3 Jahre, 10 Monate, 3 Wochen und 1 Tag. <strong>Deutschland<\/strong> setzte durchschnittlich ungef\u00e4hr 65 % seiner <strong>Heeresverb\u00e4nde<\/strong> an der <strong>Ostfront <\/strong>ein.<\/p>\n<h5><strong>11. Bemerkungen zu den Sonstigen Fronten<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Italien<\/strong> er\u00f6ffnete die <strong>Nordafrika-Front<\/strong> am 10. Juni 1940, an der <strong>libysch-\u00e4gyptischen<\/strong> Grenze, gegen das <strong>Vereinigte K\u00f6nigreich<\/strong>. <strong>Deutschland<\/strong> beteiligte sich seit dem 31. M\u00e4rz 1941 an den K\u00e4mpfen gegen die <strong>Briten<\/strong>, mit durchschnittlich ca. 1,5 % aller <strong>deutschen Heeresverb\u00e4nde<\/strong>, f\u00fcr 2 Jahre, 1 Monat, 1 Woche und 6 Tagen.<\/p>\n<p>Das <strong>Vereinigte K\u00f6nigreich<\/strong> und die <strong>Vereinigten Staaten<\/strong> er\u00f6ffneten die <strong>Italien-Front<\/strong> am 10. Juli 1943, mit der Landung in <strong>Sizilien<\/strong>. <strong>Deutschland<\/strong> setzte durchschnittlich etwa 6,0 % seiner <strong>Heeresverb\u00e4nde<\/strong> an der <strong>Italien-Front<\/strong> ein. Sie dauerte 1 Jahr, 9 Monate, 3 Wochen und 1 Tag.<\/p>\n<p>Die <strong>Vereinigten Staaten<\/strong> und das <strong>Vereinigte K\u00f6nigreich<\/strong> er\u00f6ffneten, mit der <strong>Invasion<\/strong> in der <strong>Normandie<\/strong>, die <strong>Westfront<\/strong> am 06. Juli 1944. Durchschnittlich wurden ungef\u00e4hr 24 % aller <strong>deutschen Heeresverb\u00e4nde<\/strong> an der <strong>Westfront<\/strong> eingesetzt, f\u00fcr 11 Monate und 2 Tage.<\/p>\n<h5><strong>12. Bemerkungen zu Deutschlands 8 europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Spanien<\/strong> verlangte, nach der <strong>Schlacht<\/strong> bei <strong>Stalingrad<\/strong> (1942-1943), die <strong>R\u00fcckf\u00fchrung<\/strong> der <strong>Blauen Division<\/strong>. Der <strong>Befehl<\/strong> zur R\u00fcckkehr wurde am 10. Oktober 1943 erteilt.<\/p>\n<p>In <strong>Italien<\/strong> gab es, am 25. Juli 1943, einen <strong>Regimewechsel<\/strong>. Die neue Regierung f\u00fchrte im <strong>neutralen Portugal Verhandlungen<\/strong> mit den <strong>Alliierten<\/strong>, und sie gab am 08. September 1943 die <strong>Kapitulation<\/strong> bekannt. <strong>Deutschland<\/strong> lie\u00df am 09. September 1943 eine <strong>Gegenregierung<\/strong> bilden.<\/p>\n<p>Am 10. April 1944 drang die <strong>Rote Armee<\/strong> in den Norden <strong>Rum\u00e4niens<\/strong> ein. Am 23. August 1944 kam es zu einem <strong>Regimewechsel<\/strong>. Die neue Regierung <strong>befahl<\/strong> die <strong>Einstellung<\/strong> des <strong>Kampfes<\/strong> gegen die <strong>Rote<\/strong> <strong>Armee<\/strong>. Am 12. September 1944, in <strong>Moskau<\/strong>, unterzeichnete <strong>Rum\u00e4nien<\/strong> die <strong>Kapitulation<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Finnland<\/strong> stellte am 04. September 1944 den <strong>Kampf<\/strong> gegen die <strong>Rote Armee<\/strong> ein. Am 19. September 1944, in <strong>Moskau<\/strong>, unterzeichnete <strong>Finnland<\/strong> einen <strong>Waffenstillstand<\/strong> mit der <strong>Sowjetunion<\/strong>.<\/p>\n<p>Am 01. September 1944 erreichte die <strong>Rote Armee<\/strong> die Grenze <strong>Bulgariens<\/strong>, und sie besetzte das Land nahezu <strong>kampflos<\/strong>. Am 28. Oktober 1944, in <strong>Moskau<\/strong>, <strong>kapitulierte Bulgarien<\/strong> vor den <strong>Alliierten<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Deutschland <\/strong>besetzte am 19. M\u00e4rz 1944 <strong>Ungarn<\/strong>, um ein weiteres <strong>Verbleiben<\/strong> sicherzustellen. Am 15. Oktober 1944, in einer <strong>Rundfunkansprache<\/strong>, bat <strong>Ungarn<\/strong> die <strong>Sowjetunion<\/strong> um einen <strong>Waffenstillstand<\/strong>. <strong>Deutschland<\/strong> lie\u00df einen <strong>Regimewechsel<\/strong> durchf\u00fchren und <strong>Ungarns Bitte widerrufen<\/strong>. Am 23. Dezember 1944 bildete sich in <strong>Ungarn<\/strong> eine <strong>Gegenregierung<\/strong>. Sie unterzeichnete, in <strong>Moskau<\/strong>, am 20. Januar 1945, die <strong>Kapitulation<\/strong> vor den <strong>Alliierten<\/strong>.<\/p>\n<p>Am 18. August 1944 drang die <strong>Rote Armee<\/strong> in den <strong>deutschen Satellitenstaat Slowakei<\/strong> ein. Die <strong>Rote Armee<\/strong> besetzte am 04. April 1945 <strong>Pre\u00dfburg<\/strong>. Der Satellitenstaat h\u00f6rte auf, zu <strong>existieren<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Regierung des <strong>deutschen Satellitenstaates Kroatien<\/strong> h\u00f6rte am 08. Mai 1945 auf, zu <strong>existieren<\/strong>. Am 25. Mai 1945 <strong>kapitulierten<\/strong> die <strong>letzten kroatischen Truppen<\/strong> vor der <strong>jugoslawischen Armee<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Sch\u00fcrer ist Vorsitzender des Kreisverbandes Offenbach a. M. der Freidenker<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Sowjetische Rekruten in Moskau auf dem Weg an die Front, 23. Juni 1941. Der Text auf dem Schild bedeutet: &#8222;Unsere Sache ist gerecht. Der Feind wird besiegt werden. Der Sieg wird unser sein!&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: RIA Novosti archive, image #662733 \/ Anatoliy Garanin \/ <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a>, <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=15591056\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=15591056<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Historischer \u00dcberblick von Wolfgang Sch\u00fcrer<\/b><br \/>\nDeutschland und Japan schlossen den Anti-Komintern-Pakt am 25. November 1936. Italien trat am 06. November 1937 bei, Ungarn am 24. Februar 1939, Spanien am 27. M\u00e4rz 1939. Rum\u00e4nien, Bulgarien und Finnland wurden am 25. November 1941 aufgenommen. Der Drei-M\u00e4chte-Pakt wurde am 27. September 1940, von Deutschland, Japan und Italien vereinbart. Ungarn trat am 20. November 1940 bei, Rum\u00e4nien am 23. November 1940, Bulgarien am 01. M\u00e4rz 1941.<br \/>\nDie deutsch-italienische Expansion in Europa 1938-1941: 6 Staaten wurden von der Landkarte gestrichen: \u00d6sterreich (1938), die Tschechoslowakei (1938\/39), Albanien (1939), Polen (1939), Luxemburg (1940), Jugoslawien (1941). 6 weitere Staaten wurden besetzt: D\u00e4nemark (1940), Norwegen (1940), Niederlande (1940), Belgien (1940), Frankreich (1940), Griechenland (1941). Deutschland bildete 2 Satellitenstaaten: Slowakei (1939), Kroatien (1941). Die Slowakei trat am 24. November 1940 dem Drei-M\u00e4chte-Pakt bei. Kroatien, vergr\u00f6\u00dfert um Bosnien, am 15. Juni 1941. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":21641,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1162],"tags":[648,2596,2597,1151,451,960,1038,1262,1536,2598,1311,430],"class_list":["post-21634","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-2-weltkrieg","tag-anti-komintern-pakt","tag-drei-maechte-pakt","tag-europa","tag-faschismus","tag-faschistischer-ueberfall-auf-die-sowjetunion","tag-grossbritannien","tag-italien","tag-kapitulation","tag-ostfront","tag-polen","tag-sowjetunion"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/RIAN_archive_662733_Recruits_leave_for_front_during_mobilization_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5CW","jetpack-related-posts":[{"id":19763,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19763","url_meta":{"origin":21634,"position":0},"title":"Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939","author":"Webredaktion","date":"23. August 2024","format":false,"excerpt":"Historischer \u00dcberblick von Wolfgang Sch\u00fcrer [...] Am 18. April 1939 bot die Sowjetunion den beiden Westm\u00e4chten eine Abwehr-Allianz gegen Deutschland an, f\u00fcr den Fall eines deutschen Angriffs auf Polen, f\u00fcr den Fall eines deutschen Angriffs auf Frankreich, und f\u00fcr den Fall eines deutschen Angriffs auf die Sowjetunion, unter Umgehung Polens,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Geschichte&quot;","block_context":{"text":"Geschichte","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=1162"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sowjetisch-deutscher_Nichtangriffspakt_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sowjetisch-deutscher_Nichtangriffspakt_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sowjetisch-deutscher_Nichtangriffspakt_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sowjetisch-deutscher_Nichtangriffspakt_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":6850,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6850","url_meta":{"origin":21634,"position":1},"title":"80 Jahre Deutsch-Sowjetischer Nichtangriffsvertrag","author":"Webredaktion","date":"23. August 2019","format":false,"excerpt":"Beitrag von Wolfgang Sch\u00fcrer Vor 80 Jahren, am 24. August 1939 (Ortszeit) unterzeichneten der sowjetische Au\u00dfenminister W. M. Molotow und der deutsche Au\u00dfenminister von Ribbentrop in Moskau den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag. Er trat mit Datum vom 23.8.1939 in Kraft. Noch heute wird der Vertrag bis in linke Kreise als \"Hitler-Stalin-Pakt\" verunglimpft,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Geschichte&quot;","block_context":{"text":"Geschichte","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=1162"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Bundesarchiv_Bild_183-H27337_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Bundesarchiv_Bild_183-H27337_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Bundesarchiv_Bild_183-H27337_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Bundesarchiv_Bild_183-H27337_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":22123,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=22123","url_meta":{"origin":21634,"position":2},"title":"Die Au\u00dfenpolitik der Sowjetunion unter der Leitung von Maxim Litwinow","author":"Webredaktion","date":"14. 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