{"id":21545,"date":"2025-04-24T03:01:33","date_gmt":"2025-04-24T01:01:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21545"},"modified":"2025-05-19T14:20:39","modified_gmt":"2025-05-19T12:20:39","slug":"buergerliche-dissidenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21545","title":{"rendered":"B\u00fcrgerliche Dissidenz"},"content":{"rendered":"<h4>Raffinierter Schachzug und Liebeslied f\u00fcr den Frieden<\/h4>\n<p><strong>Tausende Menschen aus allen Teilen Deutschlands sind seit Karfreitag in der Republik f\u00fcr den Frieden auf der Stra\u00dfe. Trotz Nieselregen, trotz medialer Ignoranz, trotz politischer Brandmauern versammelten sich auch auf dem Postplatz in Dresden oder Mariannenplatz in Berlin eindrucksvoll K\u00fcnstler, Aktivisten der Friedensbewegung, Geistliche, Wissenschaftler, Familien und viele interessierte B\u00fcrger. Was sie einte: Der Widerstand gegen den Kriegskurs der Bundesregierung und die geplante Lieferung deutscher Taurus-Marschflugk\u00f6rper an die Ukraine. Dass Dieter Hallervorden mit 89 Jahren keine Angst mehr hat, sich dem Kulturkonsens zu entziehen, sondern vielmehr eine beispiellose Souver\u00e4nit\u00e4t inmitten eines orchestrierten Emp\u00f6rungskonzerts beweist, wird ihm nun als S\u00fcnde ausgelegt.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Meinungsbeitrag von <strong>Sabiene Jahn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Beitrag per Mail vom 21.04.2025<\/span><\/p>\n<p>Ein gewohntes und augenzwinkerndes Ritual war das von Dresdens beliebtesten Comedian, der in seinem Programm auch oft Erich Honecker parodiert &#8211; Uwe Steimle rief, \u201eVon Dresden geht der Ruf f\u00fcr Frieden und Sozialismus, seid bereit\u201c, von der B\u00fchne. Sein Auftritt war bissig, poetisch und politisch unmissverst\u00e4ndlich: \u201eWir werden nicht zulassen, dass die Taurusraketen auf Russland geschickt werden. Wir wollen keinen Krieg mit Russland.\u201c Steimle forderte die mediale und politische Aufarbeitung der Kriegsprofiteure \u2013 namentlich, mit Adresse und Kontonummer. Die Menge antwortete mit Applaus, Rufen nach Aufkl\u00e4rung und Gerechtigkeit.\u00a0 Musiker Yang Song King erinnerte an Repressionen der letzten Jahre gegen die Freiheitsbewegung und an das Grundgesetz: \u201eDer Russe wird nicht kommen \u2013 aber ihr, ihr werdet gehen\u201c, sang er, begleitet vom Rhythmus der Menge.<\/p>\n<h5>Frieden statt Brandmauern<\/h5>\n<p>Ein zentrales Anliegen vieler Redner war der Br\u00fcckenschlag \u2013 nicht nur nach Osten, sondern auch zwischen politischen Lagern. Diether Dehm, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, Autor und politischer Aktivist, betonte: \u201eSolange es diese Brandmauern zwischen linken und rechten Patrioten gibt, werden es zu wenig Leute sein, die gegen die Kriegstreiber opponieren.\u201c F\u00fcr Dehm ist die Friedensfrage gr\u00f6\u00dfer als Parteizugeh\u00f6rigkeit. \u201eAlle, die f\u00fcr Frieden sind, sind herzlich willkommen.\u201c In diese Richtung \u00e4u\u00dferte sich auch der s\u00e4chsische Landespolitiker J\u00f6rg Urban, der betonte: \u201eWir brauchen laute Stimmen aus dem ganzen Land, die den Politikern in den Arm fallen und sagen: Nein, wir wollen keinen Krieg.\u201c F\u00fcr besondere Momente sorgten Liedermacher wie Tino Eisbrenner und Jens Fischer-Rodrian. Eisbrenner, extra aus Mecklenburg-Vorpommern angereist, sang sein Lied \u201eSingen wir der Welt ein Liebeslied\u201c, w\u00e4hrend das Publikum mitklatschte. Fischer-Rodrian erinnerte an die Tradition der K\u00fcnstlerproteste: \u201eEs braucht K\u00fcnstler, die sich ganz bewusst wieder f\u00fcr den Frieden einsetzen. Das war fr\u00fcher so, das muss wieder so werden.\u201c J\u00fcrgen Fliege, evangelischer Pfarrer und Fernsehmoderator, verband religi\u00f6se und politische Botschaften: \u201eVertraue deinem N\u00e4chsten, deinem Freund, auf Gott \u2013 statt Schwerter zu schmieden.\u201c Symbolisch lie\u00df er eine wei\u00dfe Taube in den Himmel steigen \u2013 ein stilles Zeichen des Widerspruchs gegen einen lauter werdenden Kriegston.<\/p>\n<h5>Die Stimmen der Stra\u00dfe<\/h5>\n<p>Die Teilnehmenden selbst standen den B\u00fchnenrednern an Klarheit und Emotionalit\u00e4t nicht nach. Eine Frau und Mutter meinte: \u201eIch bin gegen die Taurus-Raketen! Ich verwehre mich gegen diese abartige Kriegsrhetorik.\u201c Ein Rentner sagte mit Blick auf die NATO-Osterweiterung: \u201eDie NATO soll zur\u00fcck.\u201d Ein anderer meinte: \u201eMein Schlagzeuglehrer hat mir von der Demo erz\u00e4hlt \u2013 und ich wusste, ich muss heute hierherkommen.\u201c Ulrike Gu\u00e9rot, Professorin f\u00fcr Europapolitik, unterstrich die Dringlichkeit: \u201eDer Krieg spitzt sich zu, Merz will Taurus liefern \u2013 das darf nicht passieren.\u201c Die Menge an Menschen trug Blumen, selbstgemalte Plakate oder einfach ein St\u00fcck Hoffnung. Was sie einte, war mehr als der Protest \u2013 es war die Vision einer anderen Politik, jenseits von Konfrontation, R\u00fcstung und Drohgeb\u00e4rden. Am Ende dieses bewegenden Tages war eines deutlich: Die Friedensbewegung lebt. Sie ist politisch wach und sie ist nicht bereit, sich spalten oder zum Schweigen bringen zu lassen. Der Friedensruf aus Dresden war kein leises Echo \u2013 er war ein lauter Appell an die Vernunft.<\/p>\n<p>Tausende demonstrierten auch am Samstag beim Berliner Ostermarsch gegen Krieg, Militarisierung und den drohenden Eintritt Deutschlands in eine neue Eskalationsspirale \u2013 sowohl in Europa als auch im Nahen Osten. Auf dem Mariannenplatz versammelten sich Vertreter der \u201cFriedenskooperation\u201d (FriKo), Wissenschaft, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft. Die Redebeitr\u00e4ge waren scharf in der Analyse, konkret in der Warnung und getragen von der gemeinsamen \u00dcberzeugung: \u201eDiese Politik ist brandgef\u00e4hrlich \u2013 und sie muss sofort gestoppt werden.\u201c In einer viel beachteten Rede wurde auf die Pl\u00e4ne zum Aufbau eines sogenannten \u201eDrohnenwalls\u201c entlang der NATO-Ostgrenze hingewiesen. Gemeint ist ein Netzwerk aus Zehntausenden autonomer Kamikazedrohnen, das Russland abschrecken, de facto aber auch ein Angriffsszenario erm\u00f6glichen soll. \u201eEin Mineng\u00fcrtel blockiert beide Seiten \u2013 ein Drohnenwall nicht. Die NATO kann ihn durchbrechen. Was hier als Verteidigung verkauft wird, ist in Wahrheit ein Angriffskorridor\u201c, hie\u00df es. Mit Blick auf die explodierenden R\u00fcstungsausgaben warnte ein Redner unter Verweis auf den Bundesrechnungshof: \u201eAllein durch die nach oben offenen Milit\u00e4rausgaben droht Deutschland 2035 eine Staatsverschuldung von \u00fcber einer Billion Euro.\u201c Die Losung auf vielen Transparenten: Abr\u00fcsten statt ruinieren!<\/p>\n<h5>Erich Vads Kriegsszenario<\/h5>\n<p>Besonders eindringlich wurde der fr\u00fchere Brigadegeneral und Kanzlerberater Erich Vad zitiert. Er zeichnet ein realistisches, aber erschreckendes Szenario: Mit der Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland, wie dem Hyperschallflugk\u00f6rper Dark Eagle, werde das strategische Gleichgewicht zwischen den Nuklearm\u00e4chten gef\u00e4hrdet. \u201eDark Eagle kann mit 17-facher Schallgeschwindigkeit in zehn Minuten Moskau erreichen \u2013 zu schnell f\u00fcr jedes Fr\u00fchwarnsystem.\u201c Die Folge: Russland k\u00f6nnte sich gezwungen sehen, seine Schwelle f\u00fcr einen Atomwaffeneinsatz zu senken. Das atomare Gleichgewicht wankt \u2013 und Deutschland steht im Zentrum des Risikos. Die Friedensbewegung rief zur breiten Unterst\u00fctzung des \u201eBerliner Appells\u201c auf \u2013 eine Unterschriftenkampagne gegen die Stationierung solcher Mittelstreckenwaffen in Deutschland. \u201eWir schaffen uns selbst zum Ziel\u201c, so ein Redner. \u201eDark Eagle ist keine Verteidigungswaffe. Sie ist eine Enthauptungswaffe. Und wir fordern, dass diese Waffen in Deutschland nicht stationiert werden.\u201c<\/p>\n<h5>Militarisierung der Jugend<\/h5>\n<p>Ein weiteres Thema waren die kriegerischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Rede war von den Massakern extremistischer Milizen in Syrien, von der westlichen Unterst\u00fctzung f\u00fcr Regimewechselstrategien und von der \u201cbrutalen Realit\u00e4t\u201d im Gazastreifen. Der Blick wurde gesch\u00e4rft f\u00fcr die Rolle westlicher Staaten bei der Eskalation in der Region: \u201eMan verhandelt mit Teheran \u2013 und schickt gleichzeitig Langstreckenbomber in die Region. Man redet vom Frieden \u2013 und \u00fcbt Luftangriffe mit israelischen Kampfjets. Das ist Doppelmoral pur.\u201c\u00a0 Scharfe Kritik gab es auch an der Militarisierung des Bildungssystems, besonders in Bayern. Dort, so ein Redner der \u201eGewerkschaft der Jungen Wissenschaft\u201c, d\u00fcrfe die Bundeswehr seit diesem Schuljahr offiziell in Klassenzimmern unterrichten \u2013 \u201ew\u00e4hrend Gewerkschafter dort oft noch Hausverbot haben\u201c.<\/p>\n<p>Besonders besorgniserregend: Laut Angaben der Bewegung ist inzwischen jeder zehnte Rekrut in Deutschland minderj\u00e4hrig. \u201eDas ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Normalisierung von Milit\u00e4r in Schule und Hochschule\u201c, hie\u00df es. Auch Universit\u00e4ten seien betroffen: In M\u00fcnchen habe die Bundeswehr an der TU \u00f6ffentlich eine Geiselbefreiung geprobt \u2013 mit Panzern und Jeeps zum Semesterbeginn. \u201eNicht auf der Bundeswehr-Uni, sondern auf einem zivilen Campus. Das ist kein Drill \u2013 das ist ideologische Konditionierung.\u201c Die Botschaft des Ostermarsches aus Berlin lautete: Nein zur Militarisierung, nein zur Aufr\u00fcstung, nein zur Eskalation. Ja zum Leben. Ja zum Frieden.<\/p>\n<h5>Friedensgeste aus Moskau<\/h5>\n<p>W\u00e4hrend in Hunderten St\u00e4dten in Deutschland Tausende Menschen f\u00fcr Verhandlungen statt Aufr\u00fcstung demonstrierten, kam aus Moskau eine Botschaft, die sowohl symbolisch als auch strategisch Sprengkraft birgt: Pr\u00e4sident Wladimir Putin k\u00fcndigte an, zu Ostern einen einseitigen Waffenstillstand im Gebiet der \u201emilit\u00e4rischen Spezialoperation\u201c zu verh\u00e4ngen \u2013 und drehte damit, wie viele Beobachter meinen, die geopolitische Deutungsrichtung um. War es vor einiger Zeit noch die US-Regierung, die mit einem scheinbar vers\u00f6hnlichen 30-Tage-Vorschlag Russland in Zugzwang bringen wollte \u2013 ein Vorschlag, den die Bundesregierung, Frau von der Leyen und andere EU-Spitzen damals mit dramatischem Pathos unterst\u00fctzten \u2013 liegt der \u201eBall\u201c, wie Kommentatoren spitz formulieren, nun im Feld der Ukraine, der EU und der NATO.<\/p>\n<p>Denn jetzt ist es Russland, das mit einer symbolischen Friedensgeste vorangeht \u2013 und damit gleichzeitig den Finger auf ein diplomatisches Ungleichgewicht legt. Wird eine russische Geste als T\u00e4uschung, eine westliche hingegen als nobler Vorsto\u00df interpretiert? Wird mit zweierlei Ma\u00df gemessen? Putins Ank\u00fcndigung zur Osterzeit, den orthodoxe und westliche Kirchen in diesem Jahr gleichzeitig feiern, kann sowohl als religi\u00f6s motivierter Appell verstanden werden \u2013 als auch als raffinierter Schachzug im Kampf um die \u201emoralische Hoheit\u201c. Viele sehen in der Geste ein klassisches Beispiel f\u00fcr \u201eJudo-Diplomatie\u201c: Die Energie des Gegners wird gegen ihn selbst gewendet. Das Ziel: den Spie\u00df umdrehen \u2013 und die\u00a0 Friedensverweigerer in EU und Kiew selbst ins Zwielicht stellen. Die Friedensbewegung nimmt Putins Geste mit Interesse zur Kenntnis \u2013 nicht naiv, aber als Signal mit Gewicht.<\/p>\n<h5>Symbolik mit Strategie<\/h5>\n<p>Auch der Publizist und Russland-Experte Gilbert Doctorow hat sich zur Osterwaffenruhe ge\u00e4u\u00dfert. Auf Anfrage von Sputnik International analysierte er die Geste als gezielten PR-Schachzug \u2013 aber eben einen, der wirke. Putins Vorschlag eines 30-st\u00fcndigen \u201ehumanit\u00e4ren\u201c Waffenstillstands sei ein Symbol f\u00fcr Dialogbereitschaft. Ein Signal an Washington: \u201eDie Russen sind bereit f\u00fcr Frieden \u2013 die Ukrainer nicht.\u201c Doctorow bezweifelt zwar, dass diese Geste den Friedensprozess substanziell voranbringt. Das liege jedoch nicht an Moskau, sondern an den unausgewogenen Vorschl\u00e4gen, die das Trump-Team derzeit unterbreitet \u2013 etwa die sogenannte \u201eKellogg-L\u00f6sung\u201c, die f\u00fcr keine Seite akzeptabel sei. W\u00e4hrend die Ukraine Gebietsverluste nicht hinnehme, k\u00f6nne Russland keine Sicherheitsgarantien akzeptieren, die allein Kiew st\u00e4rken und westliche Truppen im Land verankern. In dieser Konstellation, so Doctorow, sei ein Scheitern der US-Friedensoffensive programmiert. Seine Einsch\u00e4tzung zum Verhalten Kiews ist eindeutig: Die ukrainische F\u00fchrung werde die Bedingungen des Waffenstillstands nicht einhalten \u2013 es werde zu Verst\u00f6\u00dfen kommen, die Russland dokumentieren werde. Umgekehrt w\u00fcrden auch aus Kiew Anschuldigungen folgen \u2013 doch die mediale und milit\u00e4rische Bilanz spreche eine deutlichere Sprache.<\/p>\n<p>Bereits in der Nacht nach Putins Ank\u00fcndigung habe es nach russischer Darstellung Hunderte ukrainische Angriffe mit Drohnen und Artillerie gegeben. W\u00e4hrend westliche Medien Putins Rede an die Streitkr\u00e4fte in voller Ernsthaftigkeit zeigten, wirkte Selenskyjs aufgezeichneter Konter \u201ehastig und schlecht vorbereitet\u201c, so Doctorow. Er schlie\u00dft mit einer kritischen Bemerkung zur strategischen Logik hinter Trumps Initiative: M\u00f6glicherweise, so spekuliert Doctorow, sei die vorgeschlagene Friedensl\u00f6sung absichtlich so gestaltet worden, dass sie von beiden Seiten abgelehnt wird \u2013 um im Anschluss den R\u00fcckzug der USA aus der Ukraine zu rechtfertigen. Ein kalkulierter diplomatischer Paukenschlag. Putins Geste war klug, vorausschauend und strategisch. Und selbst wenn sie den Krieg nicht beende \u2013 sie zwingt alle Seiten, Stellung zu beziehen.<\/p>\n<h5>Pranger im t-online-Format<\/h5>\n<p>Es geh\u00f6rt zu den Ritualen der sp\u00e4tliberalen Mediokratie, dass jede Regung b\u00fcrgerlicher Dissidenz von den etablierten Meinungsanstalten in reflexhafter Emp\u00f6rung \u201eeingehegt\u201c wird. Besonders dann, wenn prominente Pers\u00f6nlichkeiten den Mut haben, sich jenseits der genehmigten Narrative zu \u00e4u\u00dfern. Dieter Hallervorden \u2013 Legende des deutschen Kabaretts, Altersprovokateur und nach eigener Aussage \u201eimmer direkt\u201c \u2013 wurde nun von t-online in die rhetorische Gaskammer der Emp\u00f6rungsbewirtschaftung gestellt, weil er sich mit seinem Friedensappell in Dresden zuschalten lies. Die Wortwahl im Artikel von t-online spricht B\u00e4nde: \u201efragw\u00fcrdiger Rahmen\u201c, \u201erechtsextreme Teilnehmer\u201c, \u201esogenannte Querdenker\u201c. Dazu eine salvenartige Aufz\u00e4hlung ideologischer Triggerw\u00f6rter \u2013 das \u201eN-Wort\u201c, Christian Klar, Gruppe Freital, Verschw\u00f6rungsideologen. Der Trick ist alt: durch guilt by association (Schuld durch Zugeh\u00f6rigkeit) wird jeder, der am Rande einer nicht gew\u00fcnschten Bewegung auftaucht, moralisch entmenschlicht. Hallervorden wird auf einen \u201eFall\u201c reduziert, auf ein Problem, das man erkl\u00e4ren, verurteilen und letztlich \u2013 medienp\u00e4dagogisch korrekt \u2013 der Jugend vom Leibe halten muss.<\/p>\n<p>Dass Hallervorden mit 89 Jahren keine Angst mehr hat, sich dem Kulturkonsens zu entziehen, sondern vielmehr eine beispiellose Souver\u00e4nit\u00e4t inmitten eines orchestrierten Emp\u00f6rungskonzerts beweist, wird ihm als S\u00fcnde ausgelegt. Die L\u00fcge, er sei \u201evereinnahmt worden\u201c, ist nur die andere Seite der Verachtung gegen\u00fcber all jenen, die sich einfach nicht mehr vereinnahmen lassen wollen \u2013 weder von der Regierung noch vom medienindustriellen Moralapparat. Was in Wirklichkeit passierte? Ein Komiker sprach f\u00fcr den Frieden. Das aber ist f\u00fcr eine mediale \u00d6ffentlichkeit, die sich selbst zur R\u00fcstungs-PR-Agentur umfunktioniert hat, das eigentliche Sakrileg.<\/p>\n<h5>M\u00e4rchen von Unterwanderung<\/h5>\n<p>Was t-online an Emp\u00f6rung liefert, perfektioniert der Tagesspiegel mit dem pseudowissenschaftlichen Vokabular des modernen Inlandsgeheimdienstes: \u201eUnterwanderung\u201c, \u201eDelegitimierung des Staates\u201c, \u201epro-russisches Netzwerk\u201c, \u201everfassungsfeindlich\u201c. W\u00e4re es nicht so absurd, es w\u00e4re ein Fall f\u00fcr Loriot. Der Artikel von Sebastian Leber ist ein Paradebeispiel f\u00fcr politisches Framing im fortgeschrittenen Stadium: Der Wunsch nach Abr\u00fcstung wird mit \u201eVerst\u00e4ndnis f\u00fcr Putins Angriffskrieg\u201c gleichgesetzt. Die Forderung nach Diplomatie gilt als Zeichen f\u00fcr \u201ezehn Jahre Unterwanderung\u201c. Und wer gegen Waffenlieferungen protestiert, hat sich anscheinend \u201einszeniert\u201c, anstatt eine reale Position zu vertreten. Dass Hunderttausende Menschen aus der Mitte der Gesellschaft l\u00e4ngst keine Lust mehr auf die Wiederauflage des Kalten Kriegs haben, dass sie sich vom S\u00e4belrasseln der Bundesregierung abgesto\u00dfen f\u00fchlen \u2013 das kann nicht sein, was nicht sein darf. Also muss erkl\u00e4rt, entwertet, delegitimiert werden. Der Trick ist nicht neu: Fr\u00fcher war es der \u201ekommunistische Agitator\u201c, heute ist es der \u201ePutin-Versteher\u201c. Der ideologische Mechanismus bleibt derselbe \u2013 was sich \u00e4ndert, ist das Feindbild. Wenn eine Friedensdemo Menschen vereint, die sich sonst nichts zu sagen h\u00e4tten \u2013 AfDler, Linke, Christen, Musiker, Arbeiter, Wissenschaftler \u2013 dann ist das f\u00fcr den Tagesspiegel keine Chance, sondern ein Sicherheitsproblem. Denn nichts f\u00fcrchten die \u201eBrandmauer-Architekten\u201c mehr als echte Zivilgesellschaft, die sich der politischen Geometrie von Oben und Unten verweigert.<\/p>\n<h5>Die Rhetorik der Verachtung<\/h5>\n<p>Was beide Artikel eint, ist ein bemerkenswerter Mangel an Neugier, an Analyse und an Demut vor der Vielfalt demokratischer Bewegungen. Stattdessen wird diffamiert, etikettiert, pathologisiert. Und doch: Die Realit\u00e4t auf den Stra\u00dfen \u2013 von Berlin bis Dresden \u2013 l\u00e4sst sich nicht mehr aus der Welt schreiben. Sie atmet. Sie singt. Und sie erkennt sehr genau, wo oben und unten ist. Die tausend Stimmen, die \u201eNein zum Krieg!\u201c rufen, tragen keine Uniform. Aber sie haben eine Richtung: raus aus der Logik der Eskalation. Und hinein in die Kraft des selbstdenkenden Menschen. Was sich in beiden Artikeln \u2013 ob bei t-online oder im Tagesspiegel \u2013 offenbart, ist ein bezeichnendes Beispiel jener medialen Technik, die in der Kommunikationswissenschaft l\u00e4ngst einen Namen hat: Framing. Durch gezielte Wortwahl wird nicht mehr neutral berichtet, sondern emotional gelenkt. Aus \u201eDemonstrationen f\u00fcr den Frieden\u201c werden \u201esogenannte Veranstaltungen\u201c, die angeblich \u201eunterwandert\u201c seien. Aus K\u00fcnstlern und Mahnern werden \u201ePutinfreunde\u201c oder \u201eVerschw\u00f6rungsideologen\u201c. Der Trick dabei: Nicht die Aussagen werden gepr\u00fcft, sondern die Umst\u00e4nde d\u00e4monisiert. Wer mit dem Falschen auftritt, wer auf der \u201efalschen\u201c Demo spricht oder wer Beifall von der falschen Seite bekommt, wird zum Risiko erkl\u00e4rt. Es geht l\u00e4ngst nicht mehr um Argumente, sondern um die Desinfektion des \u00f6ffentlichen Raums. Nicht weil die Inhalte gef\u00e4hrlich w\u00e4ren, sondern weil sie au\u00dferhalb des kontrollierten Rahmens gedacht werden. Wer aus der Reihe tanzt, wird nicht geh\u00f6rt \u2013 er wird markiert. Es ist ein Ritual der Zersetzung.<\/p>\n<p>Und es funktioniert nur, solange sich die Menschen noch blenden lassen. Doch genau diese Phase scheint sich dem Ende zu neigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Sabiene Jahn,\u00a0 Tr\u00e4gerin des K\u00f6lner Karlspreises f\u00fcr Engagierte Literatur und Publizistik, ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, LV Rheinland-Pfalz \/ Saarland<\/em><\/p>\n<p>Quellen und Anmerkungen:<\/p>\n<p>1.) <a href=\"https:\/\/eingeschenkt.tv\/grosse-demo-in-dresden-tausende-buerger-fuer-den-frieden\/\">https:\/\/eingeschenkt.tv\/grosse-demo-in-dresden-tausende-buerger-fuer-den-frieden\/<\/a><\/p>\n<p>2.) <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/live\/Yxr4ET1I13I?si=kBsfLRx5UwfH78aq\">www.youtube.com\/live\/Yxr4ET1I13I?si=kBsfLRx5UwfH78aq<\/a><\/p>\n<p>3.) <a href=\"https:\/\/gilbertdoctorow.com\/2025\/04\/20\/president-putins-30-hour-easter-cease-fire\/\">https:\/\/gilbertdoctorow.com\/2025\/04\/20\/president-putins-30-hour-easter-cease-fire\/<\/a><\/p>\n<p>4.) <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-unterwanderung-der-ostermarsche-viel-verstandnis-fur-putins-angriffskrieg-13565089.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-unterwanderung-der-ostermarsche-viel-verstandnis-fur-putins-angriffskrieg-13565089.html<\/a><\/p>\n<p>5.) <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_100685702\/dieter-hallervorden-sorgt-fuer-wirbel-auf-dresdner-friedensprozession.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/id_100685702\/dieter-hallervorden-sorgt-fuer-wirbel-auf-dresdner-friedensprozession.html<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Uwe Steimle spricht auf der Demonstration am 18.04.2025 in Dresden<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Screenshot aus einem Video von <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6XEK3Hhu2ME\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eingeSCHENKt.tv<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein Meinungsbeitrag von Sabiene Jahn<\/b><br \/>\nTausende Menschen aus allen Teilen Deutschlands sind seit Karfreitag in der Republik f\u00fcr den Frieden auf der Stra\u00dfe. 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Dass Dieter Hallervorden mit 89 Jahren keine Angst mehr hat, sich dem Kulturkonsens zu entziehen, sondern vielmehr eine beispiellose Souver\u00e4nit\u00e4t inmitten eines orchestrierten Emp\u00f6rungskonzerts beweist, wird ihm nun als S\u00fcnde ausgelegt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":21552,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[409,2466,1659,1476,755,43,2511,704,695,2611,222,2592,639,1732],"class_list":["post-21545","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-frieden-antifaschismus-solidaritaet","tag-berlin","tag-brandmauer","tag-dialog","tag-diffamierung","tag-dresden","tag-friedensbewegung","tag-krieg-gegen-russland","tag-militarisierung","tag-ostermaersche","tag-rhetorik","tag-russland","tag-taurus","tag-ukraine-konflikt","tag-waffenstillstand"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/dresden_demo_screenshot_2.jpg?fit=800%2C447&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5Bv","jetpack-related-posts":[{"id":3020,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=3020","url_meta":{"origin":21545,"position":0},"title":"Passend zur Kriegszeit: Breitseiten gegen die Friedensbewegung","author":"Webredaktion","date":"15. 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