{"id":20989,"date":"2025-02-19T04:07:22","date_gmt":"2025-02-19T03:07:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20989"},"modified":"2025-03-20T02:48:16","modified_gmt":"2025-03-20T01:48:16","slug":"multipolarization-muenchner-sicherheitsbericht-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20989","title":{"rendered":"&#8222;Multipolarization&#8220; \u2013 M\u00fcnchner Sicherheitsbericht 2025"},"content":{"rendered":"<p><em><a id=\"top\"><\/a>von <strong>Rainer Rupp<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"#t1\">\u2193 Teil 1<\/a><br \/>\n<a href=\"#t2\">\u2193\u00a0Teil 2<\/a><\/p>\n<h4><a id=\"t1\"><\/a>Teil 1<\/h4>\n<p><strong>Die globale Mehrheit setzt ihre Hoffnungen auf eine multipolare Weltordnung. Im Bericht der bevorstehenden M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz wird dagegen der konfliktreiche Charakter der &#8222;Multipolarisierung&#8220; betont, was die westliche Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Konfrontation statt Kooperation widerspiegelt.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 14.02.2025 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/international\/236587-multipolarisierung-teil-i-muenchner-sicherheitsbericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der Bericht, der die Konferenz begleitet, umfasst neun Kapitel auf insgesamt 120 Seiten Text. Die Einleitung beginnt mit einer inzwischen zur Binsenweisheit gewordenen au\u00dfenpolitischen Feststellung, dass n\u00e4mlich die Welt immer multipolarer wird. Ob die Welt heute bereits multipolar sei, lie\u00dfe sich diskutieren, so die Autoren, doch die &#8222;Multipolarisierung&#8220; an sich sei eine Tatsache:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Einerseits verschiebt sich die Macht zu einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Akteuren, die Einfluss auf globale Schl\u00fcsselprobleme nehmen k\u00f6nnen. Andererseits erlebt die Welt eine zunehmende Polarisierung sowohl zwischen als auch innerhalb vieler Staaten, was gemeinsame Ans\u00e4tze zur Bew\u00e4ltigung globaler Krisen und Bedrohungen erschwert.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Das heutige internationale System zeige &#8222;Elemente von Unipolarit\u00e4t, Bipolarit\u00e4t, Multipolarit\u00e4t und Nichtpolarit\u00e4t&#8220;. Dennoch sei eine eindeutige Verschiebung hin zu einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Staaten, die um Einfluss ringen, erkennbar. Diese Multipolarisierung zeige sich nicht nur in der Verteilung materieller Macht, sondern auch in der ideologischen Polarisierung der Welt. Der politische und wirtschaftliche Liberalismus, der die unipolare Nachkriegszeit gepr\u00e4gt hat, sei nicht mehr der alleinige Ma\u00dfstab. Er werde sowohl intern durch den Aufstieg von nationalistischem Populismus in vielen liberalen Demokratien als auch extern durch eine wachsende ideologische Spaltung zwischen Demokratien und Autokratien herausgefordert, sowie durch die Existenz mehrerer konkurrierender oder sich bek\u00e4mpfender Ordnungsmodelle.<\/p>\n<p>Diese Multipolarisierung l\u00f6se laut der Autoren &#8222;weltweit gemischte Gef\u00fchle aus&#8220;.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Optimisten sehen Chancen f\u00fcr eine inklusivere globale Regierungsf\u00fchrung und mehr Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr Washington, dessen Dominanz lange von vielen als \u00fcberm\u00e4chtig angesehen wurde.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Pessimisten warnen vor einem erh\u00f6hten Risiko von Unordnung und Konflikten und einer untergrabenen effektiven Zusammenarbeit.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Laut dem M\u00fcnchner Sicherheitsindex 2025 stehen die Menschen in den G7-L\u00e4ndern einer multipolare Welt weniger optimistisch gegen\u00fcber als die Befragten in den &#8222;BRICS&#8220;-L\u00e4ndern, wobei nationale Ansichten durch unterschiedliche Perspektiven auf die aktuelle und die jeweils w\u00fcnschenswerte zuk\u00fcnftige internationale Ordnung gepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>Kapitel 2 des Berichts besch\u00e4ftigt sich mit Donald Trumps Pr\u00e4sidentschaftssieg. Der habe den US-amerikanischen Konsens in der Au\u00dfenpolitik nach dem Kalten Krieg begraben, wonach der liberale Internationalismus als Gro\u00dfstrategie den US-Interessen am besten dienen w\u00fcrde. F\u00fcr Trump und viele seiner Unterst\u00fctzer stelle die von den USA geschaffene internationale Ordnung einen schlechten Deal dar. W\u00f6rtlich hei\u00dft es weiter:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Als Konsequenz k\u00f6nnten die USA ihre historische Rolle als Sicherheitsgarant Europas aufgeben \u2013 mit erheblichen Folgen f\u00fcr die Ukraine. Die US-Au\u00dfenpolitik der kommenden Jahre wird wahrscheinlich vom bipolaren Wettstreit mit Peking gepr\u00e4gt sein, was die Multipolarisierung des internationalen Systems beschleunigen k\u00f6nnte.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In Kapitel 3 geht es um China als den angeblich &#8222;prominentesten und m\u00e4chtigsten Bef\u00fcrworter einer multipolaren Ordnung&#8220; wobei sich Peking gern als Anwalt f\u00fcr die L\u00e4nder des sogenannten Globalen S\u00fcdens ins Spiel bringt. Viele im Westen w\u00fcrden jedoch hinter Pekings Pl\u00e4doyer f\u00fcr Multipolarit\u00e4t lediglich einen rhetorischen Vorhang sehen, hinter dem &#8222;der gro\u00dfe Machtwettbewerb mit den USA stattfindet.&#8220; Trotz Chinas erheblichem Erfolg, die Unzufriedenen der aktuellen Weltordnung zu mobilisieren, st\u00fcnde das Land aktuell vor hausgemachten Hindernissen. Zudem w\u00fcrden unter Pr\u00e4sident Trump die Bem\u00fchungen der USA, China zu behindern, wahrscheinlich intensiviert werden, aber im Gegenzug k\u00f6nnte China auch von einem R\u00fcckzug der USA aus internationalen Verpflichtungen oder der Entfremdung Washingtons von langj\u00e4hrigen Partnern profitieren.<\/p>\n<p>Der EU widmet sich das Papier unter Kapitel 4. Weil \u2013 so die Autoren \u2013 die EU die liberale internationale Ordnung verk\u00f6rpert, stellten die wachsenden Anfechtungen zentraler Elemente dieser Ordnungsvorstellung eine besonders schwerwiegende Herausforderung f\u00fcr die EU dar. Russlands Krieg gegen die Ukraine und der Aufstieg des nationalistischen Populismus in vielen europ\u00e4ischen Gesellschaften gef\u00e4hrdeten ebenfalls zentrale Elemente der liberalen Vision der EU. Weiter hei\u00dft es unter Kapitel 4:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Donald Trumps Wiederwahl k\u00f6nnte diese Herausforderungen noch verst\u00e4rken und die Debatte wiederbeleben, ob die EU zu einem autonomen Pol in der internationalen Politik werden muss. Gleichzeitig k\u00f6nnte dies populistische Bewegungen ermutigen, die die inneren Spaltungen Europas vertiefen und die F\u00e4higkeit der EU, die Krisen zu bew\u00e4ltigen, untergraben.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Abrechnung mit Russland kommt in Kapitel 5. In diesem Jahrhundert habe &#8222;kein Staat mehr Energie darauf verwendet, die internationale Ordnung zu ersch\u00fcttern, als Russland&#8220;, hei\u00dft es dort. Moskau stelle sich eine multipolare Weltordnung vor, die aus &#8222;Zivilisationsstaaten&#8220; besteht, wie Russland sich selbst sieht. Kleinere L\u00e4nder \u2013 f\u00fcr Russland z\u00e4hlt die Ukraine dazu Ordnung geh\u00f6ren nach Moskauer Sichtweise in die Einflusszone eines Zivilisationsstaats. Auch die n\u00e4chste Passage aus Kapitel 5 ist wichtig, um zu erkennen, wessen Geisteskind die Autoren des Berichts sind, bzw. von welchem Informationsniveau aus sie argumentieren, denn dort hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Trotz der Diskrepanzen zwischen Moskaus Selbstbild und seiner tats\u00e4chlichen Machtbasis sind Russland Bem\u00fchungen erfolgreich, die Stabilisierung der internationalen Ordnung zu st\u00f6ren. Gleichzeitig steht Russland vor wachsenden wirtschaftlichen Problemen und den Folgen imperialer \u00dcberdehnung. Ob das Land seine Vision von multipolaren Einflusszonen umsetzen kann, h\u00e4ngt vom Widerstand anderer ab.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>In Kapitel 6 hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Indische F\u00fchrungskr\u00e4fte kritisieren die bestehende internationale Ordnung und umarmen den Gedanken der Multipolarit\u00e4t, was untrennbar mit der Suche Indiens nach einem Platz unter den f\u00fchrenden M\u00e4chten der Welt verbunden ist.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Neu-Delhi Fortschritte bei der Erh\u00f6hung des internationalen Profils Indiens mache, st\u00fcnde auch Indien vor Herausforderungen: Extern w\u00e4chst Chinas strategischer Fu\u00dfabdruck unter Indiens Nachbarn. Zugleich leide Indiens Wirtschaft an strukturellen Schw\u00e4chen. Zudem sei im Inland der politische und kulturelle Pluralismus im Niedergang. Und obwohl Neu-Delhi sich als Stimme des Globalen S\u00fcdens positioniert hat, erweckt seine Politik der Mehrfachausrichtung Zweifel, ob Indien bereit ist, eine prominentere Rolle bei globalen Friedensbem\u00fchungen zu \u00fcbernehmen. Letzteres ist eine kaum versteckte Kritik an Indiens Weigerung, sich f\u00fcr die westliche, antirussische Sanktionspolitik gegen Russland zu entscheiden.<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4><a id=\"t2\"><\/a>Teil 2<\/h4>\n<p><strong>In diesem Teil r\u00fccken Japan, Brasilien und S\u00fcdafrika in den multipolaren Focus der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz. Am Ende folgt eine Analyse des Polarisierungs- und Konfliktpotenzials, das in diesem Bericht steckt, der unzweifelhaft unipolare Konfrontation der multipolaren Kooperation vorzieht. <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 15.02.2025 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/international\/236588-multipolarisierung-teil-ii-muenchner-sicherheitsbericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p>Japan wird in Kapitel 7 als\u00a0<em>&#8222;eine typische Status-quo-Macht&#8220;<\/em>\u00a0pr\u00e4sentiert. Tokio sei tief in den liberalen Internationalismus und die Vorherrschaft der USA eingebunden. Daher sei man\u00a0<em>&#8222;in Japan besonders beunruhigt \u00fcber das Ende des unipolaren Moments, \u00fcber den Aufstieg Chinas und die Aussichten auf eine neue multipolare Ordnung&#8220;<\/em>. Unter den Antworten auf die Umfrage f\u00fcr den M\u00fcnchener Sicherheitsindex 2025 seien es die Japaner gewesen, die sich am meisten Sorgen \u00fcber eine multipolare Welt machten. Andererseits habe sich Tokio l\u00e4nger als die meisten anderen auf diese geopolitischen Ver\u00e4nderungen vorbereitet. Au\u00dferdem zeigen zahlreiche neue Ma\u00dfnahmen (Anspielung auf QUAD), dass Japan bereit sei,\u00a0<em>&#8222;sich und die Ordnung, die es sch\u00e4tzt, zu verteidigen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Brasilianische F\u00fchrer, im Gegensatz zu Japan, s\u00e4hen im Aufkommen einer multipolaren neuen Ordnung eine Gelegenheit, veraltete Machtstrukturen zu reformieren und den L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens eine st\u00e4rkere Stimme zu geben, hei\u00dft es im vorletzten Kapitel 8. Aus diesem Grund habe Brasilien bei seiner G20-Pr\u00e4sidentschaft letzten Jahres Reformen der globalen Regierungsf\u00fchrung zusammen mit anderen Priorit\u00e4ten des Globalen S\u00fcdens wie Armutsbek\u00e4mpfung und Ern\u00e4hrungssicherheit an die Spitze der Agenda gesetzt. Mit seinen bedeutenden nat\u00fcrlichen Ressourcen hat Brasilien das Potenzial, seinen globalen Einfluss weiter zu steigern und Debatten \u00fcber Ern\u00e4hrungs-, Klima- und Energiesicherheit zu gestalten. Doch die Aufrechterhaltung von Brasiliens traditionelle Politik der Blockfreiheit\u00a0<em>&#8222;k\u00f6nnte angesichts steigender geopolitischer Spannungen und vor allem wegen einer zweiten Amtszeit Trumps schwieriger werden&#8220;<\/em>, hei\u00dft es unter kaum verh\u00fcllter Anspielung auf Trumps Drohank\u00fcndigung einer neuen Monroe-Doktrin und exklusiven Dominanz der USA \u00fcber ganz Lateinamerika.<\/p>\n<p>Im letzten Kapitel 9 steht S\u00fcdafrika im Fokus. Dessen Enthusiasmus f\u00fcr die Multipolarit\u00e4t sei nicht zu trennen von seiner Kritik an der bestehenden internationalen Ordnung, insbesondere an nicht repr\u00e4sentativen internationalen Institutionen. Pretoria kritisiert regelm\u00e4\u00dfig westliche Staaten f\u00fcr die selektive Anwendung internationalen Rechts. S\u00fcdafrika wurde lange als &#8222;nat\u00fcrlicher F\u00fchrer&#8220; Afrikas und als internationales moralisches Vorbild wahrgenommen. Doch mit dem Anstieg des Anti-West-Gef\u00fchls im Land und dem R\u00fcckgang bei der F\u00f6rderung von Menschenrechten und internationalem Recht hat das Land auch an internationalem Ansehen verloren.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend urteilen die Autoren, dass die\u00a0<em>&#8222;Visionen von Multipolarit\u00e4t auch polarisieren&#8220;<\/em>. Dies mache es zunehmend schwieriger, die bestehende Ordnung friedlich anzupassen, neue R\u00fcstungswettl\u00e4ufe zu vermeiden, gewaltt\u00e4tige Konflikte innerhalb und zwischen Staaten zu verhindern, ein inklusiveres wirtschaftliches Wachstum zu erm\u00f6glichen und gemeinsam Bedrohungen wie den Klimawandel anzugehen, den die Befragten zum M\u00fcnchener Sicherheitsindex konstant hoch bewerten.<\/p>\n<p>Da die\u00a0<em>&#8222;gro\u00dfen und nicht so gro\u00dfen M\u00e4chte&#8220;<\/em>\u00a0diese Herausforderungen nicht allein bew\u00e4ltigen k\u00f6nnten, werde ihre Zusammenarbeit entscheidend sein. Dass viele in der internationalen Gemeinschaft weiterhin den regelbasierten Multilateralismus sch\u00e4tzen, zeigte sich in der letzten Jahresverabschiedung des Pakts f\u00fcr die Zukunft. Damit diese Zusammenarbeit gelingt, k\u00f6nnte die Welt jedoch gut etwas\u00a0<em>&#8222;Entpolarisierung&#8220;<\/em>\u00a0gebrauchen. 2025 wird zeigen, ob dies in den Karten liegt \u2013 oder ob die Welt noch weiter gespalten wird.<\/p>\n<p><strong>Fazit\u00a0<\/strong><strong>\u2013<\/strong><strong>\u00a0Polarisierung und Konfliktpotenzial:<\/strong><\/p>\n<p>Der Text des M\u00fcnchener Sicherheitsberichts 2025 bietet mehrere Hinweise, dass die Autoren dem alten unipolaren Modell mit der US-diktierten regelbasierten Unordnung nachtrauern. Wenn man z.\u00a0B. wie in Kapitel 1 schreibt:\u00a0<em>&#8222;Pessimisten warnen vor einem erh\u00f6hten Risiko von Unordnung und Konflikten und einer untergrabenen effektiven Zusammenarbeit&#8220;<\/em>, dann suggeriert das, dass im westlichen Kontext der G7-L\u00e4nder die Multipolarisierung als eine Quelle von Unordnung und Konflikt gesehen wird, was implizit eine Neigung zur Konfrontation anstatt zur Kooperation impliziert.<\/p>\n<p>Dies wird vor allem durch die omin\u00f6se Passage mit Anspielungen auf R\u00fcstung und Krieg am Ende der obigen Zusammenfassung deutlich. Demnach machen es die aktuellen globalen Entwicklungen hin zur Multipolarit\u00e4t den westlichen Akteuren, die weiterhin in der neoliberalen US-Unipolarit\u00e4t gefangen sind,\u00a0<em>&#8222;zunehmend schwierig, ihre bestehende Ordnung friedlich anzupassen, neue R\u00fcstungswettl\u00e4ufe zu vermeiden, gewaltt\u00e4tige Konflikte innerhalb und zwischen Staaten zu verhindern und ein inklusiveres wirtschaftliches Wachstum zu erm\u00f6glichen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Diese Passage betont, dass die Probleme und Schwierigkeiten, die mit dem Umstieg auf Multipolarit\u00e4t einhergehen, von den Westeliten eher als antagonistische Herausforderungen und Konflikte gesehen werden als eine Chance zu einer erweiterten Kooperation und einer Win-Win-Zukunft.<\/p>\n<p>Im Text als Ganzes wird unverkennbar deutlich, dass der Westen im Wettstreit der Polarit\u00e4ten Konfrontation statt Kooperation vorzieht. Hinzu kommt eine \u00fcberhebliche eurozentrische Weltsicht, die sich zwar in Nebens\u00e4tzen \u00e4u\u00dfert, aber dennoch das Weltbild der Autoren offenbart. Z.\u00a0B. im Kapitel \u00fcber S\u00fcdafrika hei\u00dft es<strong>:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>&#8222;Mit dem Anstieg des Anti-West-Gef\u00fchls hat S\u00fcdafrika \u2026 an internationalem Ansehen verloren!&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Logik der Autoren ist bestechend, denn ihre Aussage w\u00fcrde nur stimmen, wenn die &#8222;internationale Gemeinschaft&#8220; ausschlie\u00dflich aus den wenigen unipolar ausgerichteten prowestlichen Staaten bestehen w\u00fcrde. Aus multipolarer Sicht m\u00fcsste der Satz folgenderma\u00dfen lauten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8222;Mit dem Anstieg des Anti-West-Gef\u00fchls hat S\u00fcdafrika \u2026 an internationalem Ansehen gewonnen!&#8220;<\/p>\n<p>Im Kapitel \u00fcber Europa wird die EU als Symbol der liberalen internationalen Ordnung dargestellt, die durch die Multipolarisierung bedroht ist, was eine defensive, wenn nicht sogar konfrontative Haltung gegen\u00fcber der Multipolarit\u00e4t impliziert.<\/p>\n<p>Im Kapitel \u00fcber China wird deutlich, dass die Autoren Chinas Bem\u00fchungen zur Multipolarit\u00e4t eher als eine Taktik f\u00fcr Machtwettbewerb interpretieren, was nicht auf eine ernstzunehmende Bereitschaft des Westens f\u00fcr eine konstruktive Ann\u00e4herung an die neue Multipolarit\u00e4t schlie\u00dfen l\u00e4sst, sondern eher auf eine konfrontative Haltung. Zudem zeigt dieses Kapitel, dass US-Au\u00dfenpolitik unter Trump st\u00e4rker auf Konfrontation mit China ausgerichtet sein wird, was ohnehin die Anti-These zu kooperativen Ans\u00e4tzen im Sinne der Multipolarit\u00e4t prophezeit.<\/p>\n<p>Zusammengefasst l\u00e4sst sich sagen, dass der Bericht zwar vage eine globale Mehrheit anerkennt, die in der Multipolarit\u00e4t Chancen sieht, jedoch die westlichen Perspektiven (insbesondere der G7-L\u00e4nder) als besorgt und eher konfrontativ gegen\u00fcber dieser Entwicklung erscheinen l\u00e4sst. Diese Sichtweise wird durch die Betonung der Risiken wie Unordnung, Konflikte und Machtwettbewerb gest\u00fctzt, was eine Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Konfrontation \u00fcber Kooperation widerspiegelt. Geradezu l\u00e4cherlich ist es, wenn der Bericht die Notwendigkeit und den Wert von Kooperation im Kontext globaler Herausforderungen nur f\u00fcr einen einzigen Bereich anerkennt, n\u00e4mlich f\u00fcr den Klimawandel, der zu einer Geldmaschine f\u00fcr die westlichen Eliten geworden ist.<\/p>\n<p>Kooperation im Kontext globaler Herausforderungen in den weitaus wichtigeren Bereichen wie R\u00fcstungskontrolle, vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen und Abr\u00fcstung, Frieden mit Russland und China, diese Themen kamen den Autoren und ihren Auftraggebern gar nicht erst in den Sinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Rainer Rupp ist Mitglied des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Podiumsdiskussion auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz 2025. Auf der Videowand der britische Au\u00dfenminister David Lammy<br \/>\nFoto: Elliot Vick \/ Foreign, Commonwealth &amp; Development Office (UK), <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY 2.0<\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=159831362\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=159831362<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Rainer Rupp<\/b> in zwei Teilen<br \/>\nTeil 1: Die globale Mehrheit setzt ihre Hoffnungen auf eine multipolare Weltordnung. Im Bericht der bevorstehenden M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz wird dagegen der konfliktreiche Charakter der &#8222;Multipolarisierung&#8220; betont, was die westliche Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Konfrontation statt Kooperation widerspiegelt.<br \/>\nTeil 2: In diesem Teil r\u00fccken Japan, Brasilien und S\u00fcdafrika in den multipolaren Focus der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz. Am Ende folgt eine Analyse des Polarisierungs- und Konfliktpotenzials, das in diesem Bericht steckt, der unzweifelhaft unipolare Konfrontation der multipolaren Kooperation vorzieht.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":21008,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1405,2391,413,1021,182,1151,2195,798,2433,2055,222,1105,185],"class_list":["post-20989","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-bericht","tag-brics","tag-china","tag-donald-trump","tag-eu","tag-europa","tag-g7","tag-internationale-sicherheit","tag-konflikt","tag-multipolare-weltordnung","tag-russland","tag-sicherheitskonferenz","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Munich_Security_Conference_54329769381_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5sx","jetpack-related-posts":[{"id":5808,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=5808","url_meta":{"origin":20989,"position":0},"title":"Diskussion: 20 Jahre nach dem NATO-\u00dcberfall auf Jugoslawien","author":"Webredaktion","date":"30. 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