{"id":20668,"date":"2025-01-14T20:30:07","date_gmt":"2025-01-14T19:30:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20668"},"modified":"2025-03-20T02:43:46","modified_gmt":"2025-03-20T01:43:46","slug":"herrschaftsinstrument-geschichtsmanipulation-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20668","title":{"rendered":"Herrschaftsinstrument Geschichtsmanipulation \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<h4>Teil 2: Das &#8222;Neue\u201c Europa auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts?<\/h4>\n<p>(\u2192 <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20575\">Link zu Teil 1<\/a>)<\/p>\n<p><em>Standpunkt von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Auch ver\u00f6ffentlicht am 27.12.2024 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/herrschaftsinstrument-geschichtsmanipulation-teil-2-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der Beitrag ist auch als Audiopodcast verf\u00fcgbar:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-20668-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/12\/standpunkte-20241227-apolut.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/12\/standpunkte-20241227-apolut.mp3\">https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/12\/standpunkte-20241227-apolut.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von <a href=\"https:\/\/apolut.net\/herrschaftsinstrument-geschichtsmanipulation-teil-2-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/12\/standpunkte-20241227-apolut.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>Das 2005 gegr\u00fcndete &#8222;Europ\u00e4ische Netzwerk Erinnerung und Solidarit\u00e4t&#8220; (ENRS) f\u00f6rdert <em>\u201e\u2026den Dialog \u00fcber die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, indem es Projekte wie Konferenzen, Workshops, Exkursionen und Ausstellungen veranstaltet\u201c<\/em>(1), hei\u00dft es auf der Homepage. Die monumentale Freiluftausstellung (9,45 m x 9,45 m x 9,30 m) <strong>&#8222;After the Great War. New Europe 1918-1923&#8220;<\/strong> (Nach dem Gro\u00dfen Krieg. Das \u201eNeue\u201c Europa 1918-1923) hat ein Gesamtvolumen von 831 Kubikmetern. Auf 341 m<sup>2<\/sup> sollte mit \u00fcber 200 Archiv- und Multimediamaterialien &#8211; Bilder, Karten und Filme &#8211; im Rahmen einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen, internationalen Tournee ein komplexes und doch koh\u00e4rentes Bild eines neuen Europas transportiert werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_20576\" aria-describedby=\"caption-attachment-20576\" style=\"width: 793px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"20576\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=20576\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/effenberger_geschichtsmanipulation_01.jpg?fit=793%2C512&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"793,512\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"effenberger_geschichtsmanipulation_01\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/effenberger_geschichtsmanipulation_01.jpg?fit=793%2C512&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-20576 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/effenberger_geschichtsmanipulation_01.jpg?resize=793%2C512&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"793\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/effenberger_geschichtsmanipulation_01.jpg?w=793&amp;ssl=1 793w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/effenberger_geschichtsmanipulation_01.jpg?resize=300%2C194&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/effenberger_geschichtsmanipulation_01.jpg?resize=768%2C496&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 793px) 100vw, 793px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-20576\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Monumentale Freiluftausstellung, Bad Ischl, 19. August 2024 (Bild: Wolfgang Effenberger)<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Zum Auftakt der f\u00fcnfj\u00e4hrigen Reise durch Europa unterstrich Prof. Dr. Jay Winter von der Yale-University, Mitglied des akademischen Beirates der Ausstellung, die mit der Ausstellung verbundene Absicht:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie Geschichte des neuen Europas, das aus den Ruinen von 1914\u201318 entstand, wurde bisher nicht erz\u00e4hlt. Hier werden die Umbr\u00fcche, welche die Welt, in der wir heute leben, formten, auf eine eindrucksvolle Weise dokumentiert und aufgezeigt\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Wie schon im Teil 1 &#8222;Herrschaftsinstrument Geschichtsmanipulation Wie in Europa konsequent ein pro-angloamerikanisches Geschichtsbild verankert wird&#8220; ausgef\u00fchrt, haben die Auftraggeber dieser Ausstellung mit Unterst\u00fctzung der Wissenschaftler des ENRS alles getan, um die Ursachen des Ersten Weltkriegs weiter \u201eunter dem Deckel\u201c zu halten. In Versailles und in St. Germain wurden Deutschland und \u00d6sterreich-Ungarn als die einzigen Schuldigen des Krieges f\u00fcr ewige Zeiten festgeschrieben. Der Erste Weltkrieg musste deshalb wohl auch nie aufgearbeitet werden. Das Ergebnis sehen wir heute:<\/p>\n<p>Fast alle <strong>Krisenherde verlaufen entlang der Verwerfungslinien<\/strong> <strong>vor<\/strong> und\u00a0<strong>w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs<\/strong>:\u00a0Balkan, Nordafrika, T\u00fcrkei, Osteuropa &#8230; bis nach Korea und China.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen nach den damaligen und heutigen <em>\u201e<\/em>Global Playern\u201c und deren Motiven fragen. Es sind vermutlich die gleichen Kreise, w\u00e4hrend die angeblichen Schuldigen l\u00e4ngst zu Asche geworden sind.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Matthias Weber, der Vorsitzende des ENRS-Lenkungsausschusses, betonte anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie intensive Vorbereitung dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausstellung durch einen internationalen Kreis von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat sich gelohnt.<br \/>\n<\/em><em>Mir geht es vor allem darum, die in Europa bis heute oft unterschiedlichen Perspektiven auf die Vergangenheit zu verdeutlichen und sie miteinander zu verbinden, um dadurch zur wechselseitigen Verst\u00e4ndigung beizutragen\u201c<\/em>.(2)<\/p>\n<p>Wie kann es um wechselseitige Verst\u00e4ndigung, geschweige denn um Vers\u00f6hnung gehen, wenn alles getan wird, um die wahren Zusammen-h\u00e4nge zu verbergen?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDer Erste Weltkrieg ver\u00e4nderte das \u00f6stliche Europa vollst\u00e4ndig\u201c<\/em>,<\/p>\n<p>so das kaum zu wider-legende Fazit der Wissenschaftler des ENRS, die weiter konstatieren:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eFast alle Grenzen wurden neu gezogen, oft im Zuge andauernder milit\u00e4rischer Konflikte, die erst 1923 endeten. Nach den ungeheuren Verlusten an Menschenleben und G\u00fctern in den am Krieg beteiligten Staaten wurde mit dem Wiederaufbau der Region begonnen, verbunden mit ihrer Modernisierung. Ein \u201aNeues Europa\u2018 entstand\u201c<\/em>.(3)<\/p>\n<p>Eine sehr euphemistische Feststellung. Ohne Zweifel entstand ein von Kriegszielen und geopolitischen Interessen geleitetes Nachkriegseuropa im Sinne der siegreichen imperialen M\u00e4chte.<\/p>\n<p>Dieses angedachte \u201aNeue Europa\u2018 wurde bereit zu Weihnachten 1890 in der englischen Wochenschrift \u201eTruth\u201c unter dem Titel \u201eThe Kaiser\u00b4s Dream\u201c ver\u00f6ffentlicht und zeigt ein in 6 Teile zerfallenes Kaiserreich, eine neue Polnische Republik und dann nur noch eine russische W\u00fcste &#8211; die ja augenblicklich zu entstehen scheint.(4)<\/p>\n<figure id=\"attachment_20669\" aria-describedby=\"caption-attachment-20669\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"20669\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=20669\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_02.jpg?fit=1024%2C633&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1024,633\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"effenberger_geschichtsmanipulation-2_02\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_02.jpg?fit=800%2C495&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-20669\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_02.jpg?resize=800%2C495&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"495\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_02.jpg?resize=300%2C185&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_02.jpg?resize=768%2C475&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_02.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-20669\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">A Map of Europe Kaiser Wilhelm II Claimed to Have Saw in a Dream \/ Nightmare (Quelle: Wolfgang Effenberger)<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>24 Jahre sp\u00e4ter, am 4. August 1914, wurde um 23.30 Uhr dem deutschen Botschafter in London die britische Kriegserkl\u00e4rung \u00fcbergeben. Und bereits in den fr\u00fchen Morgenstunden des 5. August hob die britische Navy vor Emden das deutsche Atlantikkabel und schnitt ein l\u00e4ngeres St\u00fcck heraus.<\/p>\n<p>Noch am gleichen Morgen publizierte die New York Times eine Kolumne des englischen Propagandisten und Soziologen H. G. Wells, in der er den britischen Kriegseintritt begr\u00fc\u00dfte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDieses Trampeln, Dr\u00f6hnen im Herzen Europas, das die Zivilisation in Ketten legt und die Hoffnungen der Menschheit seit 40 Jahren verdunkelt hat &#8211; hat zum unvermeidlichen Schlag ausgeholt. Nie war ein Krieg so gerecht, wie der Krieg jetzt gegen Deutschland. <\/em>[Das milit\u00e4rische Ergebnis]<em> wird innerhalb der n\u00e4chsten zwei oder drei Monate mehr oder weniger endg\u00fcltig entschieden. Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt wird der deutsche Imperialismus zerst\u00f6rt sein, und es ist m\u00f6glich, das Ende der R\u00fcstungsphase der europ\u00e4ischen Geschichte vorwegzunehmen. Russland wird zu ersch\u00f6pft sein f\u00fcr weitere &#8218;Abenteuer&#8216;. Das zerschlagene Deutschland wird revolution\u00e4r sein. Jetzt ist das Schwert f\u00fcr den Frieden gezogen\u201c.<\/em>(5)<\/p>\n<p>Nach 51 leidvollen Kriegsmonaten brach Anfang November 2014 in Deutschland die Revolution aus. Am 8. November 2014 &#8211; gerade als die Waffenstillstandsverhandlungen aufgenommen wurden &#8211; siegte unter Kurt Eisner die Revolution in Bayern &#8211; einen Tag sp\u00e4ter in Berlin. Wilson war am Ziel. Er hatte die seit mehr als einen Monat friedensbereiten Deutschen erfolgreich hingehalten. \u00d6sterreich-Ungarn war zerbrochen und Deutschland lag in den Kr\u00e4mpfen einer Revolution.(6)<\/p>\n<h5>George Davis Herron &#8211; schillernder US-Verbindungsagent zum bayrischen Revolution\u00e4r Kurt Eisner<\/h5>\n<p>Im Hoover-Institut am Rande von Palo Alto \/ Kalifornien befindet sich das einzigartige &#8222;Archiv f\u00fcr Krieg, Revolution und Frieden&#8220;. Sorgf\u00e4ltig werden hier in 13 Kisten die &#8222;Herron-Papiere&#8220; verwahrt. Der Autor, George Davis Herron, den Romain Rolland einen gigantischen Schwachkopf nannte,(7) ist heute im Vergleich zu Wilsons Berater Colonel House vollkommen vergessen. Der kongregatio-nalistische Pastor aus Montezuma \/ Indiana, der Luther verabscheute und Calvin verherrlichte, lehrte als Professor der Theologie am Grinnell College \/ Iowa und war ein gl\u00fchender Sozialist. In Wilson, der gerade mit Feuer und Schwert die Demokratie in Mexiko einf\u00fchrte, sah Herron einen wahrhaftigen Messias f\u00fcr die ganze Menschheit.<\/p>\n<p>Der Erste Weltkrieg lie\u00df Herrons Begeisterung f\u00fcr den Frieden dahinschmelzen und sein Herz in diesem heiligen Kampf f\u00fcr <em>\u201eFortschritt, Freiheit und Demokratie gegen die Unheilige Allianz von Vatikan, Habsburg, Wittenberg, preu\u00dfischen Junkern und Ruhrmagnaten\u201c<\/em>(8) h\u00f6her schlagen. Der Gottesmann Herron f\u00fcrchtete nur, dass der Krieg ein &#8222;vorzeitiges&#8220; Ende nehmen k\u00f6nne. F\u00fcr die noch neutrale Regierung in Washington lag Herrons Wert darin, dass<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026er der einzige bekannte amerikanische Sozialist war, der f\u00fcr die bewaffnete Intervention der USA eintrat\u201c<\/em>.(9)<\/p>\n<p>In London ver\u00f6ffentlichte Herron ein Buch mit dem Titel &#8222;The menace of peace&#8220; (&#8222;Die Friedensdrohung&#8220;). Darin offenbarte er, dass ein Kompromiss-Frieden <em>\u201eGottes Herz brechen w\u00fcrde\u201c<\/em>. Ein solcher w\u00e4re viel \u00e4rger als selbst eine <em>\u201eDeutsche Herrschaft\u201c<\/em>, denn in diesem Fall w\u00fcrden doch<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026nach langer unheilschwangerer Knechtschaft die V\u00f6lker irgendeinmal zu kosmischer Intimit\u00e4t und grenzenloser Wahlm\u00f6glichkeit gelangen\u201c<\/em>.(10)<\/p>\n<p>Herrons Schrift soll Wilson zu hellen Jubelschreien veranlasst haben. Nun durfte sich Herron als Ratgeber des Pr\u00e4sidenten und dessen &#8222;linke Hand&#8220; in den Auslandsbeziehungen w\u00e4hnen &#8211; die &#8222;rechte Hand&#8220; war ja schon Colonel House. Dazwischen als Geldgeber und Berater: Charles R. Crane, dessen Bedeutung nicht untersch\u00e4tzt werden sollte.<\/p>\n<p>Der seit 1917 in der Schweiz f\u00fcr die USA t\u00e4tige Agent George D. Herron forderte am 17. November Kurt Eisner, seit dem 8. November 1918 selbsternannter Ministerpr\u00e4sident von Bayern, dringend auf,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e\u2026<em>die ersten Schritte zu einem vollen und offenen Bekenntnis der Schuld und Untaten der deutschen Regierung am Anfang des Krieges und an den Grausamkeiten der Kriegf\u00fchrung zu unternehmen. Die moralische Wirkung einer solchen Handlung w\u00e4re gewaltig und entscheidend\u201c<\/em>.(11)<\/p>\n<p>Prompt legte Eisner bereits am 23. November 1918 zum Beweis der deutschen Schuld <em>\u201e\u2026die bayerischen Gesandtschaftsberichte zum Kriegsausbruch in einer gek\u00fcrzten Form\u201c<\/em>(12) vor, hei\u00dft es lapidar in der Online-Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung. &#8222;Gek\u00fcrzt&#8220; ist ein absoluter Euphemismus. Eisner manipulierte f\u00fcr seine so genannte &#8222;Enth\u00fcllung&#8220; den Originalbericht des Geheimrats v. Sch\u00f6n derma\u00dfen, dass es so aussah, als habe Deutschland den Krieg gewollt. Die &#8222;Westminster Gazette&#8220; dankte Herrn Eisner h\u00f6hnisch f\u00fcr seine Aufrichtigkeit, und die &#8222;Morning Post&#8220; erkannte in den Enth\u00fcllungen Eisners eine genaue Aufdeckung der Schuldfrage und forderte, die Urheber des Verbrechens der Gerechtigkeit zu \u00fcberantworten.<\/p>\n<p>Nach Lord Ponsonby entstand durch Eisners K\u00fcrzungen der Eindruck, die deutsche Regierung habe einen Weltkrieg entfachen wollen. Der Vorfall f\u00fchrte zu einem Prozess. Zw\u00f6lf ausl\u00e4ndische Sachverst\u00e4ndige pr\u00fcften das Schriftst\u00fcck, und alle kamen zur Auffassung, dass eine F\u00e4lschung vorliege.(13)<\/p>\n<p>Auch der Pariser Professor M. Edouard Dujardin, erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eEs ist meine Ansicht, dass der Text, so wie ihn die Bayerische Staatszeitung ver\u00f6ffentlicht hat, eine der offenkundigsten und ruchlosesten F\u00e4lschungen der Geschichte ist\u201c.<\/em>(14)<\/p>\n<p>Aus dem vollst\u00e4ndigen Text geht klar hervor, dass die deutsche Regierung im H\u00f6chstfall mit einen lokalisierten Krieg zwischen \u00d6sterreich und Serbien rechnete. Eisners naive Rechnung auf das Wohlwollen der Siegerm\u00e4chte stie\u00df nat\u00fcrlich \u00fcberall auf heftigen Widerstand. Nur einige deutsch-j\u00fcdische Intellektuelle des linken Fl\u00fcgels(15) begr\u00fc\u00dften die Weltkriegsniederlage als Vorbedingung radikaler gesellschaftlicher Umw\u00e4lzungen. Die Mehrheit der j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger war von der Friedensabsicht des Kaisers \u00fcberzeugt. F\u00fcr den Herausgeber der j\u00fcdischen Monatsschrift Jeschurun, Joseph Wohlgemuth, stand bei Kriegsende fest:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Noch immer steht uns die Gerechtigkeit der deutschen Sache beim Ausbruch des Krieges au\u00dfer Zweifel\u201c<\/em>.(16)<\/p>\n<h5>Frieden durch Versailles?<\/h5>\n<p>Die Versailler Friedenskonferenz dauerte vom 18. Januar 1919 bis zum 21. Januar 1920. Es ging um die Aufteilung der Welt zwischen den imperialistischen Siegerstaaten aufgrund der Kriegsergebnisse. Erst als die Dokumente f\u00fcr die Friedensvertr\u00e4ge ausgefertigt waren, durften Deutschland und seine ehemaligen Verb\u00fcndeten an der Konferenz teilnehmen. Sowjetrussland war komplett ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Frankreich zielte auf die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Schw\u00e4chung Deutschlands ab und h\u00e4tte gern das linksrheinische Ufer annektiert bzw. auf diesem und dem rechtsrheinischen Gebiet \u201ePufferstaaten\u201c gebildet. Die USA und Gro\u00dfbritannien widersetzten sich jedoch diesen hegemonialen Forderungen. Deutschland sollte als Schranke gegen Frankreich und gegen Sowjetrussland erhalten bleiben. Auch wollte man unbedingt eine weitere Revolution in Deutschland und ein revolution\u00e4res B\u00fcndnis des deutschen mit dem russischen Proletariat verhindern.<\/p>\n<h5>Kritische Sieger-Stimmen zur Friedenskonferenz<\/h5>\n<p>Mit den Worten <em>\u201eDie Stunde hat geschlagen, da ihr eure Rechnung vollst\u00e4ndig begleichen m\u00fcsst\u201c<\/em>(17) \u00fcberreichte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Georges Clemenceau zusammen mit US-Pr\u00e4sident Wilson am 7. Mai 1919 dem deutschen Reichsau\u00dfenminister Graf von Brockdorff-Rantzau die von den Siegern diktierten Bedingungen. Ohne seine Entt\u00e4uschung erkennen zu lassen richtete Brockdorff-Rantzau das Wort an die Alliierten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWir kennen die Wucht des Hasses, die uns hier entgegentritt, und wir haben die leidenschaftliche Forderung geh\u00f6rt, dass die Sieger uns zugleich als \u00dcberwundene zahlen lassen und als Schuldige bestrafen wollen\u201c<\/em>.(18)<\/p>\n<p>Sogar Robert M. Lansing, dem US-Au\u00dfenminister, erschienen die Friedensbedingungen unsag-bar hart und dem\u00fctigend sowie in gro\u00dfen Teilen nicht erf\u00fcllbar. In seiner Aktennotiz zum Vertrag vom 8. Mai 1919 stellte er n\u00fcchtern fest:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWir haben einen Friedensvertrag, aber er wird keinen dauernden Frieden bringen, weil er auf dem Treibsand des Eigennutzes begr\u00fcndet ist\u201c.<\/em>(19)<\/p>\n<p>William Bullitt, ehemaliger US-Botschafter in Paris und Mitglied der amerikanischen Delegation in Versailles, bat Wilson am 17. Mai 1919 schriftlich um Abberufung von der Konferenz:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Die ungerechten Beschl\u00fcsse der Versailler Konferenz \u00fcber Shantung, Tirol, Thrazien, Ungarn, Ostpreu\u00dfen, Danzig und das Saarland, sowie die Aufgabe des Prinzips der Freiheit der Meere machen neue Konflikte sicher. Daher halte ich es f\u00fcr meine Pflicht der eigenen Regierung und dem eigenen Volk gegen\u00fcber, zu raten, diesen ungerechten Vertrag weder zu unterschreiben noch zu ratifizieren\u201c.(20)<\/em><\/p>\n<p>Der britische National\u00f6konom und Delegierte bei der Pariser Konferenz, John M. Keynes,(21) wertete den Vertrag als<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026einen Versuch, Deutschland der Versklavung zuzuf\u00fchren und als ein Gewebe von jesuitischen Auslegungen zur Bem\u00e4ntelung von Ausraubungs- und Unterdr\u00fcckungsabsichten.\u201c(22)<\/em><\/p>\n<p>Als Keynes erkannte, dass<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026wesentliche \u00c4nderungen der Friedensbedingungen nicht zu erreichen sein w\u00fcrden\u201c<\/em>(23)<em>,<\/em><\/p>\n<p>trat er am 7. Juni 1919 von seinen \u00c4mtern zur\u00fcck. (24)<\/p>\n<p>Dem historischen Ereignis angemessen, hatte die englische Gro\u00dfloge alle Gro\u00dfmeister und Gro\u00dfsekret\u00e4re der englisch sprechenden L\u00e4nder vom 23. bis 29. Juni 1919 nach London zur Siegesfeier eingeladen.(25) Die Vorbereitungen daf\u00fcr hatten gleich nach dem Waffenstillstand begonnen. Unter den 8.000 Freimaurern waren mehr als 500 Gesandte aus \u00dcbersee gekommen.(26) Der englische Pro-Gro\u00dfmeister Lord Arthur Olivjer verwies in seiner Rede auf die von den Freimaurern mitgestaltete weltgeschichtliche Epoche zwischen der Franz\u00f6sischen Revolution, dem Abschluss des V\u00f6lkerbundes und der weltweiten Mission der Freimaurer. Der Gro\u00dfmeister Sir Thomas Halsey dr\u00fcckte seinen Stolz auf die <em>&#8222;Zugeh\u00f6rigkeit zur angels\u00e4chsischen Rasse&#8220;<\/em> aus und der Gro\u00dfmeister von New York stimmte zu, dass <em>\u201e\u2026die Grundprinzipien der anglo-s\u00e4chsischen Zivilisation in den freimaurerischen Prinzipien ihren Ausdruck fanden<\/em>\u201c(27).<\/p>\n<p>Henry White, einer der f\u00fcnf Angeh\u00f6rigen der offiziellen US-Delegation, war von seinem Land tief entt\u00e4uscht:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWir hatten derma\u00dfen hohe Erwartungen mit diesem Abenteuer verbunden und gemeint, Gott habe uns gerufen, und nun verrichten wir die Drecksarbeit des Teufels\u201c.<\/em>(28)<\/p>\n<p>Am selben Tag, dem 28. Juni 2019, schrieb die Regierung der neuen tschechoslowakischen Republik den F\u00fchrern Jugoslawiens ein Telegramm, in dem sie diese zum Jahrestag des Doppelmordes von Sarajewo begl\u00fcckw\u00fcnschte. Man hoffe auf<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e\u2026<em>\u00e4hnliche Heldentaten in der Zukunft&#8220;.<\/em>(29)<\/p>\n<h5>Nationalismen als Freiheitsbestrebungen in Europa von au\u00dfen entfacht &#8211; nicht erst seit 2000<\/h5>\n<p>In den westlichen Medien werden heute reiche Personen, die Teile ihres Verm\u00f6gens f\u00fcr politische Ziele einsetzen und dabei auch wohlt\u00e4tigen Zwecken gen\u00fcgen, als Philanthropen bezeichnet. Danach gelten u.a. die Milliard\u00e4re und B\u00f6rsenspekulanten John D. Rockefeller, George Soros, Bill Gates und Warren Buffett als Menschenfreunde. Das mag dann auch auf den 1858 in Chicago geborenen Charles Richard Crane zutreffen. Er arbeitete in der von seinem Vater Richard T. Crane gegr\u00fcndeten Crane Company &#8211; schon damals ein \u201eGlobal Player\u201c in Sachen Sanit\u00e4rprodukte. Schon fr\u00fch entwickelte Crane jr. ein starkes Interesse f\u00fcr die verschiedenen Regionen des Osmanischen Reiches und die Freiheitsbestrebungen auf dem Balkan. Besonders hingezogen f\u00fchlte er sich zu den slawischen V\u00f6lkern und deren Kultur. 1902 besuchte Charles R. Crane Prag und lernte dort den Philosophieprofessor und Politiker Tom\u00e1\u0161 Garrigue Masaryk kennen. Den Zusatznamen Garrigue hatte Masaryk 1878 nach seiner Hochzeit mit der Amerikanerin Charlotte Garrigue angenommen. So besuchte er oft die Vereinigten Staaten und dachte sogar daran, in den Staaten als Hochschullehrer oder Journalist zu bleiben.(30)<\/p>\n<p>Masaryk stammte aus einfachen Verh\u00e4ltnissen. Der Sohn eines slowakischen Kutschers und einer deutschen Bauerntochter konnte mit Hilfe des damaligen Polizeidirektors von Br\u00fcnn das dortige deutsche Gymnasium und sp\u00e4ter das Akademische Gymnasium in Wien besuchen. Das Studium der Philosophie in Wien und Leipzig wurde 1876 mit der Promotion abgeschlossen. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter habilitierte er sich mit einer Schrift \u00fcber den Suizid. Politisch aktiv, zog er 1900 mit der von ihm gegr\u00fcndeten &#8222;Realistischen Partei&#8220; in den Reichsrat ein.<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t in Prag versuchte er, Studenten f\u00fcr eine Union von Tschechen und Slowaken zu gewinnen.(31) Die Unterst\u00fctzung in der Slowakei blieb marginal. So reifte in Masaryk der Plan, die in den USA lebenden Slowaken &#8211; immerhin fast 500.000 &#8211; f\u00fcr den Freiheitskampf zu gewinnen. In dieser Phase kn\u00fcpfte Masaryk Kontakte zu Henry W. Steed, einem Wien-Korrespondenten der Londoner &#8222;Times&#8220;. Diesen versorgte er mit nachrichtendienstlich relevanten Material f\u00fcr den britischen Geheimdienst.(32)<\/p>\n<p>Noch im Jahr 1902 konnte Masaryk dank der guten Beziehungen des slawophil- amerikanischen Industriellen mit Fabriken in den USA und Russland Charles Richard Crane eine Vorlesungs-reihe \u00fcber das Slawentum an der Slawischen Fakult\u00e4t der &#8222;University of Chicago&#8220; abhalten, die dann im Jahr 1907 fortgesetzt wurde. Neben Masaryk vermittelte Crane Maksim Kovalevsky und Pavel Milyukov Gastprofessuren an der University of Chicago.<\/p>\n<p>Nach seiner Reise auf den Balkan ver\u00f6ffentlichte Crane unter dem Titel \u201cMacedonia\u00b4s Heroic Struggle For Freedom\u201d Anfang Dezember 1903 einen enthusiastischen Beitrag \u00fcber die mazedonischen Freiheitsk\u00e4mpfer, die nach dem Vorbild der erfolgreichen Bulgaren aus den Bergen den verdeckten Kampf gegen die T\u00fcrken wagten. Da sie mit Waffen und Munition gut versorgt w\u00e4ren, w\u00fcrde die t\u00fcrkische Armee eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihnen meiden. Aus Frust w\u00fcrden sich dagegen die t\u00fcrkischen Soldaten an der wehrlosen Dorfbev\u00f6lkerung schadlos halten &#8211; eine Propagandasprache, wie wir sie heute auch noch erleben k\u00f6nnen.(33)<\/p>\n<p>Im Juli 1909 schickte US-Pr\u00e4sident William Howard Taft Crane als Gesandten nach China. In einem Artikel der New York Times versprach der Unternehmer aus Chicago, Tafts Politik der &#8222;Offenen T\u00fcr&#8220; in China umsetzen zu wollen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eEines der vorrangigen Ziele in meiner Amtszeit wird es sein\u201c,<\/em> so Mr. Crane, <em>\u201edie amerikanischen Unternehmungen zu unterst\u00fctzen und zu sichern, gute Beziehungen zu pflegen und hinreichend in einem Land Fu\u00df zu fassen, das der reichste Markt der Welt zu werden verspricht\u201c<\/em>.(34)<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst aber stehe China im Brennpunkt internationaler Probleme.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eIch sehe die Interessen der USA in diesem Zusammenhang als fundamental und denke, dass die USA im Hinblick auf Fortschritt, Wohlstand und Sicherheit bei keiner anderen fremden Nation ein gr\u00f6\u00dferes Interesse haben\u201c.<\/em>(35)<\/p>\n<p>In das Jahr 1906 gehen die Briefkontakte Cranes mit dem Jugendstilmaler Alphonse Mucha zur\u00fcck, der nach seinem Studium an der M\u00fcnchner Kunstakademie die Acad\u00e9mie Julian in Paris absolvierte. 1899 beauftragte ihn die \u00f6sterreichisch-ungarische Regierung mit der Gestaltung des Pavillons f\u00fcr die vormals t\u00fcrkischen Provinzen Bosnien und Herzegowina. Auf mehr als 250 m<sup>2<\/sup> fertigte er ein allegorisches Fries an, auf dem er die Legenden dieser nunmehr unter \u00f6sterreichischer Verwaltung stehenden Provinzen darstellte. Obendrein durfte Mucha auch das Plakat f\u00fcr die Teilnahme \u00d6sterreich-Ungarns an der Weltausstellung entwerfen.(36)<\/p>\n<p>In dieser Phase wandelte sich der zwischen Kunst und Kommerz pendelnde Meister des verschn\u00f6rkelten Jugendstils zum K\u00e4mpfer f\u00fcr das Slawentum. Mucha selbst schrieb:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eBereits im Jahr 1900, in Paris, habe ich mir vorgenommen, die zweite H\u00e4lfte meines Lebens jener Arbeit zu widmen, die bei uns das Gef\u00fchl des nationalen Bewusstseins aufbauen und st\u00e4rken w\u00fcrde\u201c.<\/em>(37)<\/p>\n<p>Vorerst suchte Mucha sein Gl\u00fcck in den USA. Dort lehrte er an mehreren amerikanischen Akademien der bildenden K\u00fcnste. Der vom Kosmopoliten zum slawischen Nationalisten gewandelte Mucha weckte das Interesse von Charles Crane. Der slawophile Kunstm\u00e4zen erm\u00f6glichte Mucha 1910 die R\u00fcckkehr nach Prag und finanzierte \u201eDas Slawische Epos\u201c. (38) Es stellt einen Zyklus von 20 monumentalen Gem\u00e4lden mit &#8222;vaterl\u00e4ndischen&#8220; Darstellungen zur Geschichte der slawischen V\u00f6lker dar. Die politische Mission Muchas tritt in den Gem\u00e4lden, von denen jedes einen kompletten Saal ausf\u00fcllt, besonders durch die Gegen\u00fcberstellung von Slawen- und Germanentum hervor.<\/p>\n<p>So steht auf einem Bild die Darstellung eines Festes zu Ehren des slawischen Gottes Svantovit auf der Insel R\u00fcgen im Mittelpunkt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eW\u00e4hrend das tanzende Volk und die Priester vor einem leuchtend blauen Hintergrund zu sehen sind, zieht am oberen linken Bildrand eine dunkle Wolke mit dem germanischen Gott Thor und seinen W\u00f6lfen auf\u201c<\/em>.(39)<\/p>\n<p>Crane scheint bei der Unterst\u00fctzung Muchas keine k\u00fcnstlerischen Beweggr\u00fcnde gehabt zu haben &#8211; der k\u00fcnstlerische Wert der Gem\u00e4lde ist n\u00e4mlich fraglich. Wie Cranes Verh\u00e4ltnis zu den tschechischen Nationalisten zeigt, waren f\u00fcr sein M\u00e4zenatentum in erster Linie politische Motive ausschlaggebend.<\/p>\n<p>Im Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf von 1912 unterst\u00fctzte Crane als Vorsitzender des Finanzausschusses der Demokratischen Partei seinen Freund und Pr\u00e4sidentschaftskandidaten, den presbyterianischen Pfarrerssohn Woodrow Wilson, Rektor der Princeton Universit\u00e4t und Professor der Staatswissenschaften. Zusammen mit Colonel Edward M. House wurde Crane einer der engsten Berater Wilsons f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten.(40) Durch diesen Aufstieg Cranes erhielt auch Masaryk Zugang zum US-Pr\u00e4sidenten Wilson, wobei ihm nach eigener Aussage der Erfolg nur m\u00f6glich gewesen sei, weil ihm seine amerikanische Frau den Zugang zur angels\u00e4chsischen Welt erschlossen habe.(41)<\/p>\n<p>Im Jahr 1919 etablierte sich Richard Crane in Prag als offizieller Gesandter der Amerikanischen Union, w\u00e4hrend sein Amtskollege Jan Masaryk dasselbe in Washington tat.(42)<\/p>\n<h5>Der Erste Weltkrieg &#8211; die nicht verarbeitete \u201eUr-Katastrophe\u201c<\/h5>\n<p>F\u00fcr die Entfesselung des Ersten Weltkriegs ist Serbien kaum verantwortlich zu machen: die brennende Pulverspur l\u00e4sst sich zur\u00fcckverfolgen \u00fcber die beiden Balkankriege, \u00fcber den italienischen Angriff auf Tripolis und die Cyrenaika bis zur Marokkokrise, in der Frankreich und England Nordafrika unter sich aufteilten. Am Ende stand die Zerschlagung des Osmanischen Reiches und der Habsburger Monarchie. Deutschland verlor u.a. die Kohlengebiete im Saarland und in Oberschlesien. Aus den franz\u00f6sischen und englischen Mandatsgebieten entstanden sp\u00e4ter die Staaten Syrien und Irak. Der Erste Weltkrieg brachte f\u00fcr keines der damaligen Spannungsfelder eine wirkliche L\u00f6sung. Im Gegenteil: Sie brechen heute mit aller Wucht wieder auf. Und den Konflikten wird heute wieder mit den gleichen Instrumenten begegnet, die in diese Situation gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Sir William Tyrrell und Sir Ralph Paget, bei Kriegsbeginn Beamte im Foreign Office Britanniens, waren \u00fcberzeugt, dass<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDeutschland auch nach dem Krieg ein \u00abbrutales und aggressives\u00bb Element in Europa darstellen werde\u201c<\/em>.(43)<\/p>\n<p>In der \u00dcberzeugung, dass sich \u00d6sterreich niemals aus der Hegemonie Deutschlands befreien k\u00f6nne, empfahlen sie am 7. August 1916 ihrer Regierung die Aufl\u00f6sung des Habsburgerreiches. An die Stelle \u00d6sterreich-Ungarns sollte nun ein entschieden pro-britischer s\u00fcdslawischer (jugoslawischer) Staat treten.<\/p>\n<p>Tyrrell und Paget meinten,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026dass Gro\u00dfbritannien in jeder Weise die Vereinigung von Serbien, Montenegro und den S\u00fcdslaven im Rahmen einer starken staatlichen F\u00f6deration ermutigen und f\u00f6rdern sollte, und zwar in Hinblick auf die dadurch entstehende Barriere gegen jegliches deutsche Vordringen nach Osten\u201c<\/em>.(44)<\/p>\n<p>Ferner sprachen sie sich f\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges Polen als \u201ePufferstaat\u201c zwischen Deutschland und Russland aus und betonten noch einmal die Deckungsgleichheit der slawischen mit den britischen Interessen. Gebietsregelungen sollten prinzipiell<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026von den Umst\u00e4nden im allgemeinen und britischen Interessen im Besonderen geleitet werden\u201c<\/em>.(45)<\/p>\n<p>Die Ukraine z\u00e4hlte nach der Revolution von 1917 nicht zur britischen Interessensph\u00e4re. Sie galt als &#8222;deutsche Erfindung&#8220;, als Baustein des alldeutschen Ordnungsplans. Laut dem Magazin &#8222;The New Europe&#8220; verlangten Rasse, Geschichte und Tradition, dass Russen und Ukrainer in engster politischer und wirtschaftlicher Verbindung leben sollten.(46)<\/p>\n<p>Dagegen wurde Masaryks Vorschlag einer ethnisch-nationalen Gliederung in Ost- Mittel- und S\u00fcdosteuropa (Polen, Tschecho-Slovaken, Jugo-Slaven, Magyaren, Rum\u00e4nen) bei Kriegs-beginn von den Beamten des Foreign Office aufgegriffen und taktisch er\u00f6rtert. Oberstes Kriegs-ziel war die Eind\u00e4mmung des deutschen Einflusses auf dem europ\u00e4ischen Kontinent (man sprach von <em>Prussianism \/ Preu\u00dfentum)<\/em>.<\/p>\n<p><em>\u201e1918 ver\u00f6ffentlichte der erste Pr\u00e4sident der Tschechoslowakei, Tom\u1e9a\u0161 Garrigue Masaryk\u201c<\/em>, so der Ausstellungstext, <em>\u201eein Buch mit dem Titel &#8222;Das neue Europa&#8220;<\/em>. Er beschrieb darin &#8211; angeregt vom Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker &#8211; einen neuen Politikansatz f\u00fcr die Region zwischen Deutschland und Russland, Finnland und der T\u00fcrkei. Diese Zone von Nationalstaaten nannte er das &#8222;Das neue Europa&#8220;.<\/p>\n<p>Der britische Diplomat Sir Eyre Crowe hatte schon am 5. August 1914 in einem Memorandum betont, dass man Deutschland und \u00d6sterreich &#8222;mit einem Zaun&#8220;, bestehend aus einem Ring neuer Staaten, umgeben m\u00fcsse, um sie &#8222;vom Rest der Welt&#8220; abzuschneiden.(47) \u00d6sterreich wurde auf ein Zehntel seiner Bev\u00f6lkerung eingedampft. \u00dcber 3 Millionen \u00d6sterreicher waren gegen ihren Willen \u00fcber Nacht zu Tschechoslowaken geworden und die wichtige Minderheit der siebenb\u00fcrgischen Ungarn fand sich als Teil Rum\u00e4niens wieder, die sie nie sein wollte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie Ordnung von Versailles wurde vor vielen Herausforderungen gestellt\u201c<\/em>, so der Ausstel-lungstext, <em>\u201edas Aufkommen totalit\u00e4rer Regime insbesondere in Form von Kommunismus in der Sowjetunion und Nationalsozialismus im Deutschen Reich, stellte dabei die wohl gr\u00f6\u00dfte Bedrohung dar. Diese zwei totalit\u00e4ren Systeme unterschieden sich in ihrer ideologischen Ausgestaltung zwar wesentlich, doch beide gingen repressiv gegen jegliche Opposition sowie vermeintliche Gegner vor. Sie kollaborierten beim Angriff auf Polen und der darauffolgenden Teilung Ostmitteleuropas, wodurch der Zweite Weltkrieg mitausgel\u00f6st wurde. Das Gebiet des Neuen Europas wurde infolge zu einem Schlachtfeld und die Bev\u00f6lkerung zu Opfern grausamer Verbrechen\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Diese Darstellung ist mehr als eine unzul\u00e4ssige Verk\u00fcrzung: Mit Kriegsende 1918 entstand auf dem Gebiet des K\u00f6nigreichs Polen die &#8222;Zweite Polnische Republik&#8220;. Diese begann unverz\u00fcglich, die Nachbarn mit Krieg zu \u00fcberziehen. Gehalten hat sich aber nur der Mythos vom &#8222;Wunder an der Weichsel&#8220;: Mitte August 1920 stand der sowjetische Reitergeneral Michail Tuchatschewski mit seiner Armee vor den Toren Warschaus. Das hatte aber eine Vorgeschichte. Unter Ausnutzung des russischen B\u00fcrgerkriegs versuchte Polen 1919 im Osten den historischen Grenzverlauf von 1772 wiederherzustellen und eine osteurop\u00e4ische Konf\u00f6deration unter polnischer F\u00fchrung zu schaffen. In der\u00a0Ukraine\u00a0wurde Polen von nationalistischen Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt, die zuvor von den\u00a0Bolschewiki\u00a0von der Macht vertrieben worden waren. Die anf\u00e4nglichen Erfolge der polnischen Truppen unter Marschall\u00a0Pi\u0142sudski\u00a0und der sie unterst\u00fctzenden ausl\u00e4ndischen Milit\u00e4rverb\u00e4nde, die weite Landstriche der Ukraine ein-schlie\u00dflich der Hauptstadt\u00a0Kiew\u00a0besetzen konnten, wurden durch die sowjetische\u00a0\u201eRote Armee\u201c\u00a0nach einiger Zeit zunichte gemacht: Sie warf die\u00a0polnische Armee\u00a0so weit in das Landesinnere Polens zur\u00fcck, dass eine\u00a0Besetzung\u00a0des Landes drohte.<\/p>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung Frankreichs f\u00fchrte Marschall J\u00f3sef Pilsudski den Gegenangriff und dr\u00e4ngte die sowjetischen Kr\u00e4fte bis weit in die Ukraine zur\u00fcck. Der anschlie\u00dfend in Riga (18. M\u00e4rz 1921) erzwungene Friedensschluss (die Sowjets waren durch die Konterrevolution geschw\u00e4cht) verlegte die am 8. Dezember 1919 festgelegte polnisch-russische Grenze (&#8222;Curzon-Linie&#8220;) um ca. 200 km nach Osten. Die Bev\u00f6lkerung zwischen der alten und der neuen polnisch-russischen Ostgrenze umfasste etwa 6 Millionen Ukrainer und Wei\u00dfrussen, etwa 1,4 Millionen Juden und nur etwa 1,5 Millionen Polen.(48) In dem Narrativ vom &#8222;Wunder an der Weichsel&#8220; wird unterschlagen, dass Ende 1919 die polnischen Truppen unter Marschall Pilsudski und die sie unterst\u00fctzenden ausl\u00e4ndischen milit\u00e4rischen Verb\u00e4nde bis nach Kiew vorgesto\u00dfen waren.(49) Parallel zum polnisch-sowjetischen Krieg \u00fcberfiel Polen Litauen und eroberte im Oktober 1920 die litauische Hauptstadt Vilnius (polnisch: Wilno).<\/p>\n<p>Dem polnischen Armeegeneral und Ministerpr\u00e4sidenten von 1981 bis 1985, Woijech Jaruzelski (1923-2014), verdanken wir einen Einblick in die patriotische Seele vieler Polen. In seinen Erinnerungen \u201eMein Leben f\u00fcr Polen\u201c schildert er seine Erfahrungen vor Kriegsbeginn 1939:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWir sind eine Macht. Wir sind ein gro\u00dfes Land \u2026 Einmal drangen wir in der Tschechoslowakei ein und nahmen die Region Teschen in Besitz [Oktober 1938, W.E.]. Dann richteten wir ein Ultimatum an Litauen, das sich zur\u00fcckziehen musste. \u00dcberall Defilees und Paraden, eine st\u00e4ndige Zurschaustellung von Macht. Und vor allem eine dauernde Geringsch\u00e4tzung der Kr\u00e4fte des Gegners. \u2026 Die Bolschewiken z\u00e4hlen sowieso nicht, eine Armee auf t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen. Und au\u00dferdem haben wir m\u00e4chtige Verb\u00fcndete im Westen \u2026 Doch damals w\u00fcnschten wir uns diesen Krieg herbei \u2026 und wir w\u00fcrden diesen Deutschen zeigen, mit wem sie es zu tun hatten\u201c.<\/em>(50)<\/p>\n<p>Hundert Jahre sp\u00e4ter legte in einer f\u00fcr die Europ\u00e4er ersch\u00fctternden Offenheit George Friedman, Gr\u00fcnder und Vorsitzender des f\u00fchrenden privaten US-amerikanischen Think Tanks &#8222;STRATFOR&#8220; (Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;Strategic Forecasting Inc.&#8220;) am 4. Februar 2015 vor dem \u203aChicago Council on Global Affairs\u2039 in Chicago die strategischen Ziele der USA in Europa auf den Tisch und machte gleich am Anfang deutlich, dass die USA keine &#8222;Beziehungen&#8220; mit &#8222;Europa&#8220; haben. Es gebe nur bilaterale Beziehungen zu den europ\u00e4ischen Staaten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDas Hauptinteresse der US-Au\u00dfenpolitik w\u00e4hrend des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland&#8230; Seit einem Jahrhundert ist es f\u00fcr die Vereinigten Staaten das Hauptziel, die einzigartige Kombination zwischen deutschem Kapital und deutscher Technologie sowie russischen Rohstoff-Ressourcen und russischer Arbeitskraft zu verhindern\u201c<\/em>.(51)<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck schlug Friedmann vor, einen G\u00fcrtel von befreundeten Pufferstaaten zwischen Deutschland und Russland zu schaffen.(52)<\/p>\n<h5>Folgen<\/h5>\n<p>Die alte Hansestadt Danzig, die seit Jahrhunderten zu Deutschland geh\u00f6rte, wurde zur \u201eFreien Stadt&#8220; erkl\u00e4rt und der Verwaltung des V\u00f6lkerbundes unterstellt. Ostpreu\u00dfen wurde durch den \u201epolnischen Korridor&#8220; von Deutschland abgetrennt, wodurch eine Million Deutsche unter polnische Herrschaft gerieten.<\/p>\n<p>Der Versailler Vertrag raubte Deutschland ein Zehntel seiner Bev\u00f6lkerung und ein Achtel seines Staatsgebiets. Deutschlands Kolonialreich, das drittgr\u00f6\u00dfte der Welt, ging vollst\u00e4ndig verloren. Aller Privatbesitz der Bewohner der deutschen Schutzgebiete wurde f\u00fcr verwirkt erkl\u00e4rt. Der deutsche Kolonialbesitz in Afrika wurde unter S\u00fcdafrika, Gro\u00dfbritannien und Frankreich aufgeteilt. F\u00fcnf Sechstel der industrialisierten Zonen sowie fast alle Bergwerke Schlesiens wurden dem neu gegr\u00fcndeten polnischen Staat zugesprochen. Die deutschen Fl\u00fcsse wurden internationalisiert, und Deutschland musste seine M\u00e4rkte f\u00fcr Importe aus den Siegerstaaten \u00f6ffnen, w\u00e4hrend ihm selbst der Zugang zu den M\u00e4rkten dieser L\u00e4nder versperrt blieb. Frankreich bekam das Recht zu einer 15j\u00e4hrigen Besetzung des Rheinlandes. Beide Rheinufer sollten dauerhaft entmilitarisiert werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_20670\" aria-describedby=\"caption-attachment-20670\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"20670\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=20670\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?fit=1165%2C526&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1165,526\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"effenberger_geschichtsmanipulation-2_03\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?fit=800%2C361&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-20670 size-large\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?resize=800%2C361&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?resize=1024%2C462&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?resize=300%2C135&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?resize=768%2C347&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/effenberger_geschichtsmanipulation-2_03.jpg?w=1165&amp;ssl=1 1165w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-20670\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Zum Vergleich: Europa 1914 und Europa 1919 (53) (Quelle: Wolfgang Effenberger)<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>In der jungen Tschechoslowakei tobte sich die Freude an der neuen Staatsherrlichkeit in rohen Ausschreitungen gegen die Juden aus, w\u00e4hrend die kaum errungene polnische Freiheit sofort mit dem Blut verdunkelt wurde,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026das in den Lemberger und sonstigen politischen Raub- und Mordpogromen floss\u201c<\/em>.(54)<\/p>\n<p>Der 22. Mai 1919 wurde daraufhin in New York als &#8222;Trauertag&#8220; begangen.<\/p>\n<h5>J\u00fcdische Stimmen<\/h5>\n<p>Schon zu Beginn des Krieges hatte der englisch-j\u00fcdische Autor Israel Zangwill seine Stimme gegen den V\u00f6lkerwahnsinn erhoben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWir Juden, deren nationaler Gru\u00df \u201aShalom\u2018 (Frieden!) ist, k\u00f6nnen nur unser Haupt verh\u00fcllen, wenn wir sehen, dass die gr\u00f6\u00dften Vertreter der Christenheit die einzige Gelegenheit vers\u00e4umten, den Frieden auf ein dauerhaftes Fundament zu stellen. Stattdessen haben sie die Politik des \u201aK.O.-Schlags\u2018 fortgesetzt, und der Hunger, die Pest, das Gemetzel und die Anarchie nehmen ihren Fortgang und Dimensionen an, die in den dunkelsten Zeiten der Menschheitsgeschichte unbekannt waren\u201c<\/em>.(55)<\/p>\n<p>In den verk\u00fcndeten Friedensparagraphen sah er<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e\u2026nur die Drachenz\u00e4hne, die in Europa die Saat f\u00fcr k\u00fcnftige Kriege ausstreuen werden\u201c<\/em>, und gestand ein, <em>\u201e\u2026dass selbst ein so gro\u00dfer Mann wie Pr\u00e4sident Wilson seine Feinde in eine Friedensfalle (peace-trap) gelockt und seine eigenen vierzehn Punkte als einen \u201aFetzen Papier\u2018 behandelt hat<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Nun sei es Zeit f\u00fcr das Volk Jesaias, aufzustehen und seine mahnenden Worte \u00fcber die Erde erschallen zu lassen.(56)<\/p>\n<p>Der Friede von Versailles lastete mit dumpfer Bedr\u00fcckung auf allen Nationen. Joseph Landau sah fast jeden der 14 Punkte in sein Gegenteil verkehrt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eAus dem Gerechtigkeitsfrieden wurde ein Gewalt-, ein Vergewaltigungs-Unfrieden, desgleichen die Weltgeschichte noch nicht gesehen hat. Ein Friede, der viele Kriege in seinem Scho\u00dfe hegt\u201c<\/em>.(57)<\/p>\n<p>Hinter Revolution, Zusammenbruch und Versailles wurden von Einigen j\u00fcdische Interessen vermutet. Daher kam es zu antisemitischen Angriffen. Die deutsch-j\u00fcdische Solidarit\u00e4t drohte zu zerbrechen. Nach den umfangreichen vaterl\u00e4ndischen Opfern der deutschen Judenheit, den gemeinsamen kameradschaftlichen Jahren im Sch\u00fctzengraben und der Last von Versailles musste doch eigentlich jedem Zweifel an der Loyalit\u00e4t der j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger B\u00f6swilligkeit unterstellt werden! War nicht beim Einzug der Franzosen in Stra\u00dfburg der Rabbiner als einziger Geistlicher der Empfangsfeier demonstrativ ferngeblieben?<\/p>\n<p>Stimmte nicht ein j\u00fcdischer Minister f\u00fcr die Ablehnung der Friedensbedingungen? Hat nicht jeder Tag Proben opferfreudiger Liebe der Juden zum deutschen Vaterland gebracht? <em>\u201e<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Und dennoch die tausendfach hinausgeschrienen L\u00fcgen von der j\u00fcdischen Schuld am Zusammenbruch\u201c! <\/em>(58)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWer uns vor dem Kriege gesagt h\u00e4tte, dass Deutschland einmal zu einer St\u00e4tte der Pogromhetze nach den verruchtesten russischen Rezepten hinabsinken w\u00fcrde\u201c<\/em>,<\/p>\n<p>musste Landau entt\u00e4uscht feststellen,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eden h\u00e4tte man ausgelacht oder f\u00fcr einen Tollh\u00e4usler gehalten<\/em>\u201c.(59)<\/p>\n<p>Minister Matthias Erzberger (Zentrum) verurteilte in einem Interview mit dem Herausgeber der J\u00fcdischen Pressezentrale Z\u00fcrich die antisemitische Hetze auf das sch\u00e4rfste. Der Minister verwies auf Kreise, die ein Interesse daran hatten, f\u00fcr die Schuld ihres verwegenen Chauvinismus ein Ventil zu suchen, und sprach von einem System, welches zuerst auf die Juden, dann auf die Sozialisten und schlie\u00dflich auf die Katholiken hetze.<\/p>\n<p>Bei den Gebietsabtretungen gab es schlie\u00dflich noch einen &#8222;Kompromiss&#8220;: Ein entmilitarisiertes linksrheinisches Ufer und ein 50-Kilometer-Streifen auf dem rechtsrheinischen Ufer. F\u00fcr 15 Jahre sollten Teile dieser Zone durch alliierte Truppen besetzt werden.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten von Nordamerika verweigerten wegen der ausufernden franz\u00f6sischen Forderungen dem Diktat ihre Unterschrift und schlossen 1921 einen eigenen Friedensvertrag mit Deutschland. Die USA waren 1917 durch Banker und R\u00fcstungsindustrielle &#8211; die Kaufleute des Todes &#8211; in den Krieg getrickst worden &#8211; das ist im Archiv des US-Kongress nachzulesen.<\/p>\n<p>Der Weg in den Krieg gegen Deutschland und \u00d6sterreich-Ungarn wurde bereits 30 Jahre zuvor gebahnt. Kronprinz Edward &#8211; der sp\u00e4tere K\u00f6nig Edward VII. &#8211; verfolgte mit seinen Freunden aus dem Umfeld von Cecil Rhodes einen \u201eNeuen Kurs\u201c. Die von seiner Mutter &#8211; der Queen Victoria &#8211; gepflegte Freundschaft zu Deutschland und \u00d6sterreich-Ungarn sollte ins Gegenteil verkehrt und die alte Feindschaft zum imperialen Konkurrenten Frankreich in eine Freundschaft verwandelt werden. Das ahnungslose Deutschland wurde zum neuen Erzfeind.<\/p>\n<h5>Fazit<\/h5>\n<p>Historische Phasen und ihre Ursachen m\u00fcssen im geschichtlichen Zusammenhang gesehen und interdisziplin\u00e4r erforscht werden, wenn man zu einer fundierten Bewertung kommen will. Das ist aufwendig und verlangt, bequeme Denkparkpl\u00e4tze gelegentlich zu verlassen.<\/p>\n<p>Manchmal liest man schon abenteuerliche Bewertungen! So \u00e4u\u00dfert sich der Soziologe und erprobte Zukunftsarchitekt Harald Welzer in seinem neuen Buch <em>\u201eAlles k\u00f6nnte anders sein\u201c<\/em> &#8211; wie im Klappentext zu lesen &#8211; \u00fcber den Ersten Weltkrieg wie folgt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDer Erste Weltkrieg wurde von jenen Gesellschaften entfesselt, die als erste einem fossilen Energie-Regime folgten &#8211; Deutschland, Frankreich, England\u201c<\/em>. (60)<\/p>\n<p>Aha, die fossilen Energietr\u00e4ger sind an allem schuld! Das lenkt wunderbar von den tieferen Ursachen ab.<\/p>\n<p>Inzwischen allerdings haben \u201ePostmodernisten\u201c damit begonnen, einige Unstimmigkeiten zu korrigieren, und allm\u00e4hlich zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Die Zuverl\u00e4ssigkeit des mit den heutigen Methoden generierten Wissens wird zunehmend infrage gestellt, besonders wenn es um die Vergangenheit oder die Zukunft geht. Dem modernen Intellektuellen mit seinem fragmentierten Detailwissen wird demnach kein \u00dcberblick \u00fcber den Gesamtzusammenhang mehr zugetraut. Der Oxfordprofessor, philosophische Essayist und ehemalige Finanz-mathematiker Nassim Nicholas Taleb spricht in Bezug auf die Deutung der Geschichte von der \u201eIllusion, gegenw\u00e4rtige Ereignisse zu verstehen\u201c, der \u201eretrospektiven Verzerrung historischer Ereignisse\u201c und der \u201e\u00dcberbewertung der intellektuellen Elite\u201c.(61)<\/p>\n<p>Seiner Meinung nach kommt es zu einer \u201eglobal stattfindenden Rebellion\u201c gegen die von \u201eIntellektuellen-Idioten\u201c gepr\u00e4gte Pseudorationalit\u00e4t:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDer Intellektuellen-Idiot ist ein Gesch\u00f6pf der Moderne &#8230; Er erkl\u00e4rt andere f\u00fcr krank oder ungebildet, weil sie Dinge sagen und tun, die er nicht versteht. &#8230; der Intellektuellen-Idiot irrte sich im Lauf der Geschichte regelm\u00e4\u00dfig: Beim Marxismus, Stalinismus, Maoismus, Sozialismus, bei der St\u00e4dteplanung, der linearen Regression, der Gauss\u2019schen Verteilung, dem selbsts\u00fcchtigen Gen und \u00c4hnliche, aber er ist sich seiner derzeitigen Sicht der Dinge gewiss und wei\u00df immer, wie sich sein Handeln positiv auf seine Reputation und zu seinem Vorteil wirkt. Wer will es den Menschen verdenken, wenn sie nicht mehr auf diese Politnarren h\u00f6ren<\/em>.\u201c(62)<\/p>\n<p>Um geschichtliche Ereignisse, besonders Kriege, zu verstehen, ist es zun\u00e4chst wichtig, die Interessenlage der beteiligten Akteure zu analysieren. Dabei sollte man der Spur des Geldes folgen! Deutschland als aufstrebende Handels- und Industriemacht war schon aus Gr\u00fcnden des freien Warenverkehrs nicht an einem Weltkrieg interessiert; sehr wohl aber das absteigende Empire. Der einzige Gewinner dieses Krieges jedoch waren letztlich die USA, oder pr\u00e4ziser: die Wall Street. In der Rolle von Deutschland 1914 sieht sich heute China. Und tats\u00e4chlich bereiten die Profiteure von Krieg und Zerst\u00f6rung bereits den n\u00e4chsten gro\u00dfen Krieg vor.<\/p>\n<p>Die Ausstellung <strong>&#8222;After the Great War. New Europe 1918-1923&#8220;<\/strong> (Nach dem Gro\u00dfen Krieg. Das Neue Europa 1918-1923) tr\u00e4gt jedenfalls nicht zur wirklichen Erhellung der Geschichte und zur \u00dcberwindung der Zerst\u00f6rungskraft des imperialen Denkens bei, sondern bereitet den Boden f\u00fcr neue Gewalt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eZahlreiche Fotos und weitere historische Dokumente wie Abbildungen, Karten, Filme und individuelle Zeugnisse werden multimedial pr\u00e4sentiert und er\u00f6ffnen den Besucherinnen und Besuchern ein vielschichtiges Bild des nach dem Krieg entstehenden \u00bbNeuen Europa\u00ab, das in vielfacher Weise noch immer unsere Gegenwart pr\u00e4gt\u201c<\/em>,<\/p>\n<p>schreiben die Veranstalter. Ein Europa mit jeder Menge Sprengstoff, wie in den 90er Jahren auf dem Balkan und aktuell in der Ukraine zu beobachten ist. Und das scheint erst der Anfang zu sein. Was mit Gewalt errichtet wurde, muss auch mit Gewalt gehalten werden. Und das hat ein zeitliches Verfallsdatum.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">(\u2192 <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20575\">Link zu Teil 1<\/a>)<\/span><\/p>\n<h5>Anmerkungen und Quellen<\/h5>\n<p>(1) <a href=\"https:\/\/enrs.eu\/de\/about-us?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/enrs.eu\/de\/about-us<\/a><\/p>\n<p>(2) <a href=\"http:\/\/www.enrs.eu\/afterthegreatwar?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><u>www.enrs.eu\/afterthegreatwar<\/u><\/a>.<\/p>\n<p>(3) <a href=\"https:\/\/kulturforum.info\/de\/termine-main-menu\/ausstellungen\/1023454-after-the-great-war-a-new-europe-1918-1923-nach-dem-grossen-krieg-ein-neues-europa-1918-1923?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/kulturforum.info\/de\/termine-main-menu\/ausstellungen\/1023454-after-the-great-war-a-new-europe-1918-1923-nach-dem-grossen-krieg-ein-neues-europa-1918-1923<\/a><\/p>\n<p>(4) A Map of Europe Kaiser Wilhelm II Claimed to Have Saw in a Dream\/Nightmare.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reddit.com\/r\/imaginarymaps\/comments\/86g98f\/a_map_of_europe_kaiser_wilhelm_ii_claimed_to_have\/?rdt=41229&amp;ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.reddit.com\/r\/imaginarymaps\/comments\/86g98f\/a_map_of_europe_kaiser_wilhelm_ii_claimed_to_have\/?rdt=41229<\/a><\/p>\n<p>(5) Walter Millis: Road to War America 1914-1917, Boston \/ New York 1935, S. 47\/48<\/p>\n<p>(6) Hellmut G. Dahms: Grundz\u00fcge der Geschichte der Vereinigten Staaten, Darmstadt 1983, S. 169<\/p>\n<p>(7) Romain Rolland: Pages in\u00e9dits du Journal de Guerre (1917)\u201c in <em>\u201eLa Table Ronde\u201c<\/em> (Dezember 1954), No. 84, S. 113. (Basel, 11. M\u00e4rz 1917).<\/p>\n<p>(8) Urlaub von der Geschichte. Meditationen in Saint-Germain-en-Layel, Erstver\u00f6ffentlichung in Crictic\u00f3n Nr. 41, Mai 1977, hier unter <a href=\"http:\/\/efantperdu.wordpress.com\/litera\/erik-maria-ritter-von-kuehnelt-leddihn\/urlaub-von-der-geschichte\/?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/efantperdu.wordpress.com\/litera\/erik-maria-ritter-von-kuehnelt-leddihn\/urlaub-von-der-geschichte\/<\/a> [26.2.2013]<\/p>\n<p>(9) Urlaub von der Geschichte. Meditationen in Saint-Germain-en-Layel, Erstver\u00f6ffentlichung in Crictic\u00f3n Nr. 41, Mai 1977, hier unter <a href=\"http:\/\/efantperdu.wordpress.com\/litera\/erik-maria-ritter-von-kuehnelt-leddihn\/urlaub-von-der-geschichte\/?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/efantperdu.wordpress.com\/litera\/erik-maria-ritter-von-kuehnelt-leddihn\/urlaub-von-der-geschichte\/<\/a> [26.2.2013]<\/p>\n<p>(10) Herron, George Davis: The menace of peace, New York 1917, S. 9-10; vgl. auch Herron, G. D.; Woodrow Wilson und der Weltfriede, \u00fcbersetzt von E. Friedrich, Bern 1919<\/p>\n<p>(11) Bayerischer Landtag (Hg.): Bayerische Dokumente zum Kriegsausbruch und zum Versailler Schuldspruch, M\u00fcnchen Berlin 1922, S. 39<\/p>\n<p>(12) Kurt Eisner im Online-Katalog der Bibliothek der FES vom 27. Juni 2006<\/p>\n<p>(13) Arthur Ponsonby: L\u00fcgen in Kriegszeiten, Faksimile der 1930 erschienen Ausgabe, Vi\u00f6l\/Nordfriesland 1999, S. 160<\/p>\n<p>(14) Arthur Ponsonby: L\u00fcgen in Kriegszeiten, Faksimile der 1930 erschienen Ausgabe, Vi\u00f6l\/Nordfriesland 1999, S. 161<\/p>\n<p>(15) Im November 1918 gr\u00fcndeten sie in verschiedenen deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten die \u00bbGeistigenr\u00e4te\u00ab. Doch unf\u00e4hig zur politischen Zusammenarbeit, fehlte es ihnen vor allem an Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung. So mu\u00dfte der \u00bbRat geistiger Arbeiter\u00ab um Kurt Hiller bereits nach wenigen Tagen den Berliner Reichstag wieder verlassen. (Vgl. Bering 1978, S. 82-88.)<\/p>\n<p>(16) Wohlgemuth, Joseph: Vier Jahre Weltkrieg; in: Jeschurun, 5. Jahrgang, Heft 10, Oktober 1918, Thischri 5679, S. 431<\/p>\n<p>(17) Richard A. Odorfer, The Soul of Germany, a.a.O. (s. oben, Kap. 3, Anm. 2), S. 292; Fleming, Illusion of Victory, a.a.O. (s. oben, Einleitung, Anm. 3), S. 376; Charles L. Mee jun.: The End of Order, a.a.O. (s. oben, Vorwort, Anm. 1), S. 215 f<\/p>\n<p>(18) Ulrich von Brockdorff-Rantzau: Dokumente, Charlottenburg 1920, S. 113ff<\/p>\n<p>(19) Gerhard Baumfalk: Tatsache zur Kriegsschuldfrage, T\u00fcbingen 2000, S. 121<\/p>\n<p>(20) Hans Bernhardt: Deutschland im Kreuzfeuer gro\u00dfer M\u00e4chte, Preu\u00dfisch Oldendorf 1988, S. 40<\/p>\n<p>(21) Keynes hielt es nicht f\u00fcr richtig, die gesamte Verantwortung f\u00fcr den Kriegsausbruch einer einzigen Nation aufzuerlegen. Er betont, da\u00df politische Begebenheiten am Ende des 19. Jahrhunderts, wie Militarismus und Imperialismus, z.T. auch die Voraussetzungen f\u00fcr den Krieg mitgeliefert haben.<\/p>\n<p>(22) zitiert in Schultze-Rhonhof : 1939 Der Krieg der viele V\u00e4ter hatte, M\u00fcnchen 2003, S. 69<\/p>\n<p>(23) John M. Keynes: Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages, M\u00fcnchen 1920, S. III; vgl. John M. Keynes: Revision des Friedensvertrages, M\u00fcnchen\/Leipzig 1922<\/p>\n<p>(24) Nach seiner Heimkehr schrieb Keynes &#8222;Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages&#8220; in dem er die Siegerm\u00e4chte ins Gebet nahm und ihnen vorwarf, indem sie Deutschland auf unabsehbare Zeit zu Reparationszahlungen zwangen, w\u00fcrden sie den Boden f\u00fcr einen neuen Krieg bereiten<\/p>\n<p>(25) Liste der 27 eingeladenen Br\u00fcder amerikanischer Gro\u00dflogen: Arizona, A. A. Johns, P.G.M., Morris Goldwater, P.G.M.; California, William Rhodes Hervey, P.G.M., John Whicher G.S.; Colorado, C.M. Kellogg, G.M., Charles H. Jacobson, G.S.; District of Columbia, Joseph H. Milans, G.M., A.W. Johnston, G.S.; Florida, T. Picton Warlow, G.M.; Georgia, Robert G. Travis, G.M., Raymond Daniel, A.G.S.; Iowa, George L. Schoonover, P.G.M.; Kentucky, John H. Cowles, P.G.M.; Louisiana Rudolph Krause, G.M., John A. Davilla, G. S., Massachusetts, Frederick W. Hamilton, P.G.M., G.S.; Michigan, Hugh A. McPherson, G.M., Lou B. Winsor, G. S.; Montana Major Dr. R. E. Hathaway, S.G.W.; Nebraska, John Ehrhardt, P.G.M., Francis E. White, G. S.; New Jersey, Austin McGregor, G. M.; New York, W.S. Farmer, G.M., Robert J. Kenworthy, G.S., Townsend Scudder, P.G.M.; West Virginia George S. Laidley, G.M., John M. Collins, P.G.M.<\/p>\n<p>(26) Jessica Harland-Jacobs: Builders of Empire: Freamasons and British Imperialism, 1717-1927, The University of North Carolina Press 2007, S. 287<\/p>\n<p>(27) Jessica Harland-Jacobs a.a.O., S. 288<\/p>\n<p>(28) Wladimir Iljitsch Lenin am 15. Oktober 1920 in W.I. LENIN Bd. 31 April bis Dezember 1920, Berlin 1966<\/p>\n<p>(29) Herbert Hoover u. Hugh Gibson. The Problems of Lasting Peace. New York, NY: Doubleday, Doran, 1943. Nachdruck in: Preface to Peace: A Symposium. New York, NY: Simon &amp; Schuster, 1943. S. 227 f<\/p>\n<p>(30) Thomas Garrigue Masaryk, President Masaryk Tells His Story, recounted by Karel \u010capek (New York: G. P. Putnam\u2018s Sons, 1935), p. 119<\/p>\n<p>(31) C.A. Macartney, The Habsburg Empire 1790-1918 (New York: Mcmillian, 1969) pp. 733-734<\/p>\n<p>(32) Herg, Anton: Masaryk, Benesch und die Deutschen Tschechoslowakische Politik vor und im Ersten Weltkrieg vom 6. Juli 1985 in &#8222;Das Ostpreu\u00dfenblatt&#8220; unter <a href=\"http:\/\/archiv.preussische-allgemeine.de\/1985\/1985_07_06_27.pdf?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/archiv.preussische-allgemeine.de\/1985\/1985_07_06_27.pdf<\/a> [3.M\u00e4rz 2013]<\/p>\n<p>(33) Charles R. Crane: MACEDONIA\u00b4S HEROIC STRUGGLE FOR FREEDOM; Chicago, Dec. 3, 1903, publiziert am 6. Dezember 1903 in The New York Times<\/p>\n<p>(34) The New York Times: <em>&#8222;Crane Takes Post as Envoy to China&#8220;<\/em> 17. Juli 1909. Aber schon im Okotber 1909 wurde auf Druck des US-Au\u00dfenministers Philander C. Knox zur\u00fcckberufen (siehe <em>The New York Times<\/em>: <a href=\"http:\/\/query.nytimes.com\/mem\/archive-free\/pdf?res=9B06E6D8123EE733A25756C0A9669D946897D6CF&amp;ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Call Back Minister Crane,&#8220; October 5, 1909<\/a>, accessed February 3, 2012, <em>The<\/em> <em>New York Times<\/em>: <a href=\"http:\/\/query.nytimes.com\/mem\/archive-free\/pdf?res=940CEFD8123EE733A25752C1A9669D946897D6CF&amp;ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;State Secrets Out; Crane Questioned,&#8220; October 11, 1909<\/a>, accessed February 3, 2012). Im M\u00e4rz 1920 schickte US-Pr\u00e4sident Woodrow Wilson Crane wieder als Gesandten nach China.<\/p>\n<p>(35) Ebenda<\/p>\n<p>(36) Maria Hammerich-Maier: Die Verf\u00fchrung des Bildes \u2013 Alfons Mucha, Radio Praha am 15-02-2009 unter <a href=\"http:\/\/www.radio.cz\/de\/rubrik\/kultur\/die-verfuehrung-des-bildes-alfons-mucha?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.radio.cz\/de\/rubrik\/kultur\/die-verfuehrung-des-bildes-alfons-mucha<\/a> [3. M\u00e4rz 2013]<\/p>\n<p>(37) <em>Theresa Steininger: <\/em>Kunst, Kommerz, Kampf, Mucha Ausstellungstext f\u00fcr September 2002 in k2 Kultur in centrope, eine \u00f6sterreichische Kultur, Programm- und Veranstaltungszeitschrift, die 2002 begr\u00fcndet wurde \u2013 im Sommer 2013 eingestellt.<\/p>\n<p>(38) An Introduction to the Work of Alphonse Mucha and Art Nouveau, lecture by Ian Johnston of <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Malaspina_University-College?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Malaspina University-College<\/a>, <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Nanaimo,_British_Columbia?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nanaimo, British Columbia<\/a> (March 2004).<\/p>\n<p>(39) Ekkehard Schultz: Am Bildrand drohen Thors W\u00f6lfe Slawische Tugenden: Die Mucha-Ausstellung im Wiener Belvedere r\u00fcckt den panslawistischen Patrioten in den Vordergrund, in Junge Freiheit vom 17. April 2009 unter <a href=\"http:\/\/www.jf-archiv.de\/archiv09\/200917041744.htm?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.jf-archiv.de\/archiv09\/200917041744.htm<\/a><\/p>\n<p>(40) \u201cCrane, Charles Richard,\u201c <em>The National Cyclopaedia of American Biography <\/em>30 (1943): 221<\/p>\n<p>(41) Thomas Garrigue Masaryk, <em>President Masaryk Tells His Story, <\/em>recounted by Karel \u010capek (New York: G. P. Putnam\u2018s Sons, 1935), p. 222.<\/p>\n<p>(42) <a href=\"https:\/\/www.gob.mx\/cms\/uploads\/attachment\/file\/772845\/Cuaderno_Diploma_tico_08_-_Me_xico_y_Rep_Checa__a_100_an_os_de_relaciones_diploma_ticas.pdf?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.gob.mx\/cms\/uploads\/attachment\/file\/772845\/Cuaderno_Diploma_tico_08_-_Me_xico_y_Rep_Checa__a_100_an_os_de_relaciones_diploma_ticas.pdf<\/a>; <a href=\"https:\/\/getd.libs.uga.edu\/pdfs\/tkacs_joan_c_201205_ma.pdf?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/getd.libs.uga.edu\/pdfs\/tkacs_joan_c_201205_ma.pdf<\/a><\/p>\n<p>(43) Markus Osterriede: Welt im Umbruch: Nationalit\u00e4tenfrage, Ordnungspl\u00e4ne und Rudolf Steiners Haltung im Ersten Weltkrieg. 2014, S. 73<\/p>\n<p>(44) Ebenda<\/p>\n<p>(45) We should not push the principle of nationality so far as unduly to strengthen any state which is likely tobe a cause of danger to European peace in the future. &#8211; \u00abSuggested Basis for a Territorial Settlement in Europe\u00bb, Cabinet Office 242\/78, zit. nach Calder: Britain and the Origins of the New Europe 94f.;<\/p>\n<p>(46) Race, history, and tradition demand that Russians and Ukrainians should live together in the closest political and economic ties. &#8211; The New Europe, Vol. V, Nr. 64 (3. Januar 1918), S. 372.<\/p>\n<p>(47) Osterrieder, a.a.O. S.74<\/p>\n<p>(48) Nach Angaben auf Grund polnischer Quellen (\u201cPolen. Deutschland und die Oder-Nei\u00dfe-Grenze; Ostberlin, 1959, S. 863, 928 f.)<\/p>\n<p>(49) Norman Davies: White Eagle \u2013 Red Star. The Polish Soviet War 1919\u20131920. Pimlico, London 1972, 2004<\/p>\n<p>(50) Woijech Jaruzelski:<em> \u201eMein Leben f\u00fcr Polen\u201c<\/em> . M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich 1993, S. 41<\/p>\n<p>(51) George Friedman am 4 Februar 2015 in Chicago<\/p>\n<p>(52) Wolfgang Effenberger: US-Think-Tank benennt offen imperiale Ziele vom 18.3.1015 unter <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=21421&amp;ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=21421<\/a><\/p>\n<p>(53) Collage Wolfgang Effenberger, Europe_map_1919.jpg<\/p>\n<p>(54) Landau, Joseph: R\u00fcckblick auf das Jahr 5679, S. 11f.<\/p>\n<p>(55) AZJ Nr. 27 vom 4. Juli 1919, S. 291<\/p>\n<p>(56) AZJ Nr. 27 vom 4. Juli 1919, S. 291<\/p>\n<p>(57) Landau, Joseph: R\u00fcckblick auf das Jahr 5679, S. 1f.<\/p>\n<p>(58) Landau, Joseph: R\u00fcckblick auf das Jahr 5679, S. 13<\/p>\n<p>(59) Ebenda<\/p>\n<p>(60) Harald Welzer: Alles k\u00f6nnte anders sein. Frankfurt a. M. 2019, S. 34<\/p>\n<p>(61) Zit. wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Schwarze_Schwan_(Nassim_Nicholas_Taleb)?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Der Schwarze Schwan (Nassim Nicholas Taleb) \u2013 Wikipedia<\/a><\/p>\n<p>(62) Taleb zit. wie nach Neue Z\u00fcrcher Zeitung vom 15. November 2016<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: US-Propagandaplakat von 1917 (Ausschnitt)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Plakat von Harry Ryle Hopps &#8211;\u00a0 Public Domain<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=34659917\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=34659917<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Teil 2: Das &#8222;Neue\u201c Europa auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts?<\/b><br \/>\n<b>Standpunkt von Wolfgang Effenberger<\/b><br \/>\nDas 2005 gegr\u00fcndete &#8222;Europ\u00e4ische Netzwerk Erinnerung und Solidarit\u00e4t&#8220; (ENRS) f\u00f6rdert \u201e\u2026den Dialog \u00fcber die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, indem es Projekte wie Konferenzen, Workshops, Exkursionen und Ausstellungen veranstaltet\u201c(1), hei\u00dft es auf der Homepage. Die monumentale Freiluftausstellung (9,45 m x 9,45 m x 9,30 m) &#8222;After the Great War. New Europe 1918-1923&#8220; (Nach dem Gro\u00dfen Krieg. Das \u201eNeue\u201c Europa 1918-1923) hat ein Gesamtvolumen von 831 Kubikmetern. Auf 341 m2 sollte mit \u00fcber 200 Archiv- und Multimediamaterialien &#8211; Bilder, Karten und Filme &#8211; im Rahmen einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen, internationalen Tournee ein komplexes und doch koh\u00e4rentes Bild eines neuen Europas transportiert werden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":20674,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,1162],"tags":[473,2451,1406,2454,1151,1027,2407,1521,1631,2452,1644,1038,2399,1455,1427,959,124,2455,185,1821,2043],"class_list":["post-20668","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-geschichte","tag-1-weltkrieg","tag-ausstellung","tag-diplomatie","tag-elite","tag-europa","tag-frankreich","tag-freimaurer","tag-friedensvertrag","tag-geopolitik","tag-geschichtsbild","tag-gewalt","tag-grossbritannien","tag-grossmaechte","tag-interessen","tag-macht","tag-novemberrevolution-1918","tag-politik","tag-siegermaechte","tag-usa","tag-versailler-vertrag","tag-weltherrschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Harry_R._Hopps_Destroy_this_mad_brute_Enlist_-_U.S._Army_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5nm","jetpack-related-posts":[{"id":20575,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20575","url_meta":{"origin":20668,"position":0},"title":"Herrschaftsinstrument Geschichtsmanipulation &#8211; Teil 1","author":"Webredaktion","date":"25. 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Ein Umdenken innerhalb der V\u00f6lker des Westens gegen\u00fcber\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Garden_UNO_New_York_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Garden_UNO_New_York_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Garden_UNO_New_York_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Garden_UNO_New_York_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20668"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21208,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20668\/revisions\/21208"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/20674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}