{"id":20370,"date":"2024-11-23T17:35:23","date_gmt":"2024-11-23T16:35:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20370"},"modified":"2025-01-02T15:59:10","modified_gmt":"2025-01-02T14:59:10","slug":"gruendungsmythos-usa-auserwaehltheit-puritanismus-freimauerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20370","title":{"rendered":"Gr\u00fcndungsmythos USA: Auserw\u00e4hltheit, Puritanismus &#038; Freimauerei"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Standpunkt von\u00a0<strong>Wolfgang Effenberger.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Auch ver\u00f6ffentlicht am 15.11.2024 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/grundungsmythos-usa-auserwahltheit-puritanismus-freimauerei-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der Beitrag ist auch als Audiopodcast verf\u00fcgbar:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-20370-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/11\/standpunkte-20241115-apolut.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/11\/standpunkte-20241115-apolut.mp3\">https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/11\/standpunkte-20241115-apolut.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von <a href=\"https:\/\/apolut.net\/grundungsmythos-usa-auserwahltheit-puritanismus-freimauerei-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/apolut.net\/content\/media\/2024\/11\/standpunkte-20241115-apolut.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>Trotz weitestgehend gemeinsamer Herkunft aus dem Mutterland England waren die Bewohner der britischen Kolonien in Nordamerika im Jahr 1763 &#8211; wirtschaftlich und politisch betrachtet &#8211; kein homogenes Volk.(1)<\/p>\n<p>Die 1,6 Millionen Einwohner der 13 britischen Kolonien einte der gemeinsame Kampf gegen \u00e4u\u00dfere Feinde &#8211; Indianer und Franzosen &#8211; und die wechselseitigen Beziehungen im wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und geistigen Bereich. Unterschiede bestanden zwischen den drei gro\u00dfen Siedlungsregionen. W\u00e4hrend sich in den n\u00f6rdlichen Kolonien der freib\u00e4uerliche Besitz entwickelte, waren die Mittelkolonien(2) mehr aristokratisch und handelskapitalistisch gepr\u00e4gt. Dagegen produzierten die S\u00fcdkolonien(3) auf den Plantagen der Gro\u00dfgrundbesitzer mit Hilfe der Sklaven und auch der wei\u00dfen Zwangsarbeiter die typischen \u00bbKolonialwaren\u00ab &#8211; Tabak, Reis, Weizen, Indigo und Baumwolle.<\/p>\n<p>Betr\u00e4chtlich waren jedoch die Unterschiede zwischen den Kolonisten der Ostk\u00fcste und den Grenzsiedlern sowie den Wohlhabenden und der breiten Masse. W\u00e4hrend die &#8222;Whigs&#8220; von 1680 bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Gegner der konservativen und monarchietreuen Tories im britischen Parlament waren und in den nordamerikanischen Kolonien parlamentarische Provinzregierungen forderten, strebten die &#8222;Tories&#8220; eine autorit\u00e4re Regierungsform an. Doch in den Kolonien d\u00fcrfte alle das Streben nach gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher individueller Freiheit geeint haben.<\/p>\n<p>Der 1763 beendete &#8222;Indian War&#8220; &#8211; in Deutschland auch als &#8222;Siebenj\u00e4hriger Krieg&#8220; bezeichnet(4), hatte auf der einen Seite das Selbstbewusstsein der britischen Kolonisten erh\u00f6ht, auf der anderen Seite aber England tief in Schulden gest\u00fcrzt. Im Vergleich zum britischen B\u00fcrger in Europa belief sich die Steuerlast eines britischen Kolonisten nur auf ein F\u00fcnfzigstel.(5) Um hier einen Ausgleich zu schafften, verabschiedete das Parlament in London 1764 unter anderem das \u201eZuckergesetz\u201c (Sugar Act). Eine lange Liste von Waren folgten.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Stein des Ansto\u00dfes versp\u00fcrten f\u00fchrende Kolonisten demnach in der Pr\u00e4ambel des Londoner Steuergesetzes. Darin wurde die imperiale Kontrolle des Mutterlandes \u00fcber die Kolonien verst\u00e4rkt. Der Widerstand in Britisch-Nordamerika eskalierte, als am 5. M\u00e4rz 1770 im sogenannten &#8222;Massaker von Boston&#8220; f\u00fcnf Zivilisten im Verlauf einer Auseinandersetzung zwischen Kolonisten und britischen Soldaten get\u00f6tet und umgehend zu M\u00e4rtyrern erkl\u00e4rt wurden.<\/p>\n<p>Die &#8222;Encyclopaedia Britannica&#8220;, eine 1768 begr\u00fcndete <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Englische_Sprache?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">englischsprachige<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enzyklop%C3%A4die?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Enzyklop\u00e4die<\/a>, gibt den Vorfall heute emotionsfrei wieder:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDer Zwischenfall war der H\u00f6hepunkt einer Serie von Schl\u00e4gereien, in welchen die \u00f6rtlichen Arbeiter und Seeleute mit den in Boston einquartierten Soldaten zusammenstie\u00dfen. Verfolgt von einer Bande, er\u00f6ffneten die Soldaten das Feuer. Crispus Attucks, ein Seemann und fr\u00fcherer Sklave, wurde als erster niedergeschossen. [&#8230;] Samuel Adams erwies sich als geschickter Propagandist des Tages, schlau stilisierte er den Zwischenfall als einen Krieg f\u00fcr die amerikanische Freiheit\u201c<\/em>.(6)<\/p>\n<p>Nachdem am 16. Dezember 1773 als Indianer verkleidete Bostoner auf Anstiften von Samuel Adams die Teeladung eines Schiffes in das Hafenbecken warfen, beschloss das Parlament in London einen Katalog von Strafma\u00dfnahmen.(7) Die k\u00f6niglichen Gr\u00fcndungs- und Freiheitsakte f\u00fcr Massachusetts &#8211; dem angeblichen Zentrum des \u00bbanti-imperialen\u00ab Widerstandes &#8211; wurden aufgehoben. Boston wurde besetzt, ein k\u00f6niglicher Rat eingesetzt und der Hafen gesperrt.<\/p>\n<p>Das heizte den Widerstand weiter an. In Philadelphia tagte im Zeitraum 5. September bis 26. Oktober 1774 der Erste Kontinentalkongress: Die britischen Zwangsgesetze wurden f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt und England aufgefordert, die Souver\u00e4nit\u00e4t der einzelnen Kolonien anzuerkennen.(8)<\/p>\n<p>Am 10. Mai 1775 rief der Zweite Kontinentalkongress f\u00fcr die britischen Kolonien in Nordamerika den Verteidigungszustand aus und \u00fcbertrug George Washington den Oberbefehl.<\/p>\n<p>Am 16. Juni 1775 besetzten die Aufst\u00e4ndischen Breeds Hill und Bunker Hill, zwei H\u00fcgel, die den Bostoner Hafen beherrschten. Einen Tag sp\u00e4ter befahl General Thomas Gage (Oberbefehlshaber der britischen Nordamerikastreitkr\u00e4fte w\u00e4hrend des beginnenden Amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieges) 5.000 Soldaten den Angriff auf Bunker Hill. \u00dcber 1.000 Briten blieben auf dem Schlachtfeld, w\u00e4hrend die Aufst\u00e4ndischen nur 100 Mann verloren.(9) London proklamierte nun die &#8222;offene Rebellion&#8220;.<\/p>\n<h5>Trennung vom Mutterland<\/h5>\n<p>Nachdem die Losl\u00f6sung vom Mutterland Gro\u00dfbritannien \u00f6ffentlich immer lauter gefordert wurde, billigte der Kongress am 4. Juli 1776 die im Wesentlichen von Thomas Jefferson vorbereitete Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung. Sie besteht aus einer Pr\u00e4ambel mit naturrechtlicher Argumentation: Freiheit und Gleichheit aller Menschen. Auf diese Menschenrechte sollten die 500.000 Sklaven jedoch noch lange warten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ist dieses Jahresdatum, das auf der R\u00fcckseite der Eindollar-Note unter der unvollendeten Pyramide zu finden ist, diesem Ereignis gewidmet oder der im gleichen Jahr durch Johann Adam Weishaupt\u00a0(1748 &#8211; 1830) erfolgten Gr\u00fcndung des \u201eBundes der Perfektibilisten\u201c,(10) sp\u00e4ter bekannt als die \u201eIlluminaten\u201c?(11)<\/p>\n<p>Der Ingolst\u00e4dter Gelehrte Weishaupt war ein deutscher\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rechtswissenschaft?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rechtswissenschaftler<\/a>, Autor, Hochschullehrer und Philosoph. Als Gegner der\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesuiten?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jesuiten<\/a>\u00a0favorisierte er den\u00a0Deismus\u00a0und den\u00a0Republikanismus.<\/p>\n<p>1935 lie\u00df der Freimauer und US-Pr\u00e4sident Franklin Delano Roosevelt das Gro\u00dfsiegel der Vereinigten Staaten (mit allsehendem Auge an der Spitze der Pyramide) auf die R\u00fcckseite der Eindollar-Note setzen.(12)<\/p>\n<p>&#8222;Novus ordo seclorum&#8220;\u00a0(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Latein?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lateinisch<\/a>\u00a0f\u00fcr: &#8222;Eine neue Ordnung der Zeitalter&#8220;); &#8222;Annuit coeptis&#8220;\u00a0(lateinisch\u00a0f\u00fcr: &#8222;Er ist unseren Unternehmungen gewogen&#8220;). Dazwischen befindet sich das\u00a0Auge der Vorsehung\u00a0\u00fcber einer unvollst\u00e4ndigen gemauerten\u00a0Pyramide.<\/p>\n<p>Nach anf\u00e4nglichen R\u00fcckschl\u00e4gen der amerikanischen Truppen &#8211; die Briten eroberten 1776 New York und ein Jahr sp\u00e4ter sogar Philadelphia &#8211; konnten die Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfer am 17. Oktober 1777 den britischen Generalleutnant Burgoyne mit seinen 5.700 Mann bei Saratoga (unweit von Albany am Hudson-River) zur Kapitulation zwingen. Dieser Erfolg brachte nachfolgend die \u201eFranz\u00f6sische Allianz\u201c. Am 7. Juni 1778 erkl\u00e4rte n\u00e4mlich Frankreich England den Krieg. Frankreich hatte die Niederlage im \u201eSiebenj\u00e4hrigen Krieg\u201c offensichtlich noch nicht verschmerzt und sah im britisch-amerikanischen B\u00fcrgerkrieg wohl eine willkommene Gelegenheit, das 1763 gest\u00f6rte Gleichgewicht der Kr\u00e4fte wiederherzustellen.(13)<\/p>\n<p>Auch die anderen von England entthronten europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte (Spanien und die Vereinigten Niederlande) griffen unterst\u00fctzend ein. Zun\u00e4chst mit Waffen und Material sowie nachfolgend mit Ausbildern und Milit\u00e4rtaktikern. Im Sp\u00e4tsommer tauchte die franz\u00f6sische Flotte unter Admiral Comte d`Estaing vor der amerikanischen K\u00fcste auf. Absolutistische M\u00e4chte als Geburtshelfer einer demokratischen Nation?<\/p>\n<p>Der Unabh\u00e4ngigkeitskrieg war nicht nur ein Freiheitskrieg, er war auch ein B\u00fcrgerkrieg. Nach Sch\u00e4tzungen bekannte sich ein Drittel der Kolonisten weiterhin zur Krone. (14) Diejenigen, die loyal zu England und somit zum K\u00f6nig hielten, fanden sich auf der Verliererseite der Geschichte und mussten daf\u00fcr einen schrecklichen Preis zahlen. F\u00fchrende Loyalisten wurden eingesperrt, geh\u00e4ngt und ihr Besitz wurde konfisziert. W\u00e4hrend sich Tausende als K\u00e4mpfer der britischen Armee anschlossen, flohen Zehntausende Loyalisten nach Westindien oder gingen nach England zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung Frankreichs, Hollands und Spaniens war es den 13 Kolonien gelungen, die Fesseln der verhassten britisch-k\u00f6niglichen Regierung abzuwerfen, deren Armeen zu vertreiben und mit ihnen ann\u00e4hernd 100.000 England-Treuen.<\/p>\n<p>Diejenigen, die sich weigerten, an der Rebellion teilzunehmen, wurden nun ihres Wahlrechts beraubt, durften keine \u00f6ffentlichen \u00c4mter mehr bekleiden und mussten auf den Schutz der Gerichte verzichten. Im Herrschaftsbereich des Kongresses beglaubigte das \u00bbAmericanism Certificate\u00ab(15) die einzig zul\u00e4ssige politische Denkweise. Welchen Stellenwert hatte damals der Humanismus oder die Toleranz? Doch schnelle Rache hat manchmal einen hohen Preis. Ohne die Verfolgung der Loyalisten, so sinniert hintergr\u00fcndig der ehemalige deutsche Journalist Joachim Fernau, w\u00fcrden die USA heute bis zum Nordpol reichen.(16)<\/p>\n<p>In London konnte man die Unabh\u00e4ngigkeit Amerikas akzeptieren, blieb doch die Niederlage Gro\u00dfbritanniens und der Sieg der Amerikaner in der gleichen Familie, n\u00e4mlich der anglo-s\u00e4chsisch-normannischen.<\/p>\n<p>Daher konnten in Paris Benjamin Franklin, John Adams und John Jay einen Friedensvertrag aushandeln, der am 3. September 1783 mit dem Segen von K\u00f6nig George III. unterzeichnet wurde: die 13 Kolonien waren von nun an souver\u00e4n. W\u00e4hrend Kanada britisch blieb, wurde die Grenze der Vereinigten Staaten nach Norden bis zu den Gro\u00dfen Seen vorverlegt und der Westen bis zum Mississippi als Siedlungsgebiet festgelegt.<\/p>\n<p>Als Sch\u00f6pfer der neuen staatlichen Institutionen machten sich die \u00bbRadikalen\u00ab wie Thomas Jefferson in Virginia, Henry Laurens in S\u00fcdkarolina, Robert Livingston in New York\u00a0 sowie Samuel Adams und John Adams in Massachusetts ans Werk. <em>\u201eW\u00e4hrend des Zeitraums, in dem die \u00bbRadikalen\u00ab die Kontrolle \u00fcber die Regierungen der einzelnen Staaten aus\u00fcbten \u2013 etwa zwischen 1776 und 1788 \u2013 sorgten sie daf\u00fcr, dass die neuen Verfassungen den alten amerikanischen \u00bbWhig\u00ab-Idealen entsprachen\u201c<\/em>.(17)<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Macht der Exekutive stark beschnitten wurde, f\u00fchrten die neuen Regierungen viele Reformen mit dem Ziel durch, die alte aristokratische Struktur der amerikanischen Gesellschaft aufzulockern.<\/p>\n<h5>Staatstreich der Gr\u00fcndungsv\u00e4ter<\/h5>\n<p>In der \u201eIndependence Hall\u201c von Philadelphia trat am 25. Mai 1787 unter dem Vorsitz von George Washington der Verfassungskonvent zusammen. Die 55 angehenden \u00bbV\u00e4ter\u00ab der Verfassung waren weder vom Volk beauftragt, noch stellten sie einen Querschnitt des Volkes dar. Diese F\u00fchrungselite &#8211; <em>\u201e31 waren Akademiker und die H\u00e4lfte Juristen; im \u00fcbrigen dominierten Kaufleute und Pflanzer\u201c(18)<\/em> &#8211; war verm\u00f6gend und zeichnete sich durch hohe Offiziersr\u00e4nge aus. (19) F\u00fcnfzig von diesen aufgekl\u00e4rten und liberal denkenden M\u00e4nnern hatten als Freimaurer ihrer Loge unabdingbaren Gehorsam geschworen. Nach praktischen Gesichtspunkten sollten nun die unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Machtinstrumente der Einzelstaaten zu einer gut funktionierenden zentralisierten Union fusioniert werden.<\/p>\n<p>Ohne viel Federlesens wurden die Grundlagen der Konf\u00f6deration au\u00dfer Kraft gesetzt und die Verfassung auf eine v\u00f6llig neue Basis gestellt, jedoch mit den bereits aus der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung bekannten Inhalten: Alle Menschen sind als gleich geschaffen und vom Sch\u00f6pfer mit bestimmten unver\u00e4u\u00dferlichen Rechten ausgestattet, wie dem Recht auf Leben, Freiheit und der Verfolgung des eigenen Gl\u00fccks (Persuit of Happiness).<\/p>\n<p>Die einzelstaatlichen Interessen wurden zugunsten eines straff gegliederten Bundesstaates zur\u00fcckgestellt, quasi als Staatstreich oder \u00bbcoup d`\u00e9tat\u00ab, wie es der amerikanische Historiker und Politologe J. Allen Smith (20) formulierte. Welche Vorteile sollte die Umwandlung des Staatenbundes in einen Bundesstaat dem B\u00fcrger bringen? Die griechischen Stadtstaaten Athen und Sparta hatten sich auch nicht zusammengeschlossen, trotzdem ihren B\u00fcrgern das Recht auf Leben, Freiheit und der Verfolgung des eigenen Gl\u00fccks gew\u00e4hrleistet sowie kulturelle H\u00f6chstleistungen hervorgebracht.<\/p>\n<p>Nach viermonatigen Beratungen im Verfassungsconvent &#8211; begleitet von heftigen Auseinandersetzungen zwischen F\u00f6deralisten und deren Gegnern (21), wurde am 17. September 1787 die Verfassung unterzeichnet. Vorher war den einzelnen Staaten das Versprechen gegeben worden, dass unmittelbar nach Inkrafttreten der Verfassung die b\u00fcrgerlichen Grundrechte in 10 Zusatzartikeln (\u201eAmerican Bill of Rights\u201c) abgesichert w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dem mit viel Macht ausgestatteten US-Pr\u00e4sidentenamt wurde zur Sicherheit die vom politischen Philosophen Montesquieu (Frankreich) im Rahmen der Monarchie vertretene Idee der Gewaltenteilung entgegengestellt. Ein komplexes Geflecht der gegenseitigen Machteinschr\u00e4nkungen und -kontrollen (Checks and Balances) sollte daf\u00fcr sorgen, dass keine der drei Gewalten diktatorische Autorit\u00e4t gewinnen konnte. In 77 Essays diskutierten Hamilton, Madison und Jay die noch anstehenden Verfassungsprobleme und nach zweij\u00e4hrigem\u00a0 Ratifizierungsstreit trat die Verfassung am 4. M\u00e4rz 1789 in Kraft. Die hier festgelegten Grundmuster der als einzigartig erkannten Nation mit dem innewohnenden Sendungsbewusst-sein sowie angelegtem F\u00fchrungsanspruch sind bis heute virulent.<\/p>\n<p>Das Volk war zwar nicht gefragt worden, daf\u00fcr aber wurde in der Pr\u00e4ambel hervorgehoben:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cWir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unsren Bund zu vervollkommnen, Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, f\u00fcr die Landesverteidigung zu sorgen, die allgemeine Wohlfahrt zu f\u00f6rdern und das Gl\u00fcck der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, haben diese Verfassung f\u00fcr die Vereinigten Staaten von Amerika beschlossen und in Kraft gesetzt\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer k\u00f6nnte sich f\u00fcr diese Willenserkl\u00e4rung nicht begeistern? Streichen wir die kaum \u00fcberpr\u00fcfbaren Absichten, wie Gerechtigkeit zu verwirklichen und das Gl\u00fcck der Freiheit zu bewahren, bleiben zwei Kernaussagen, die essenziell sind: die Ruhe im Inneren und die Sorge um die Landesverteidigung. Diese \u00bbsiamesischen Zwillinge\u00ab sind unabdingbar f\u00fcr gro\u00dfe Vorhaben. Das Wahlrecht wurde einfach an den Besitz und zwar an den Landbesitz gebunden (hoher Verm\u00f6genszensus). Nur die reichen \u201e10 Prozent Besitz-Inhaber\u201c, sogenannte &#8222;freeholder&#8220;, durften w\u00e4hlen. Man blieb also unter sich. Wir, das Volk\u2026<\/p>\n<p>Kleine M\u00e4ngel k\u00f6nnen ja vieles liebenswerter machen. Sogar die offizielle US-Informationsschrift \u00bbDie Vereinigten Staaten von Amerika. Das Volk regiert\u00ab(22)r\u00e4umt ein, dass schlie\u00dflich diese Verfassung, \u201e<em>das gro\u00dfe Dokument<\/em>\u201c, \u201e<em>das Bollwerk<\/em>\u201c, \u201e<em>das Fundament der amerikanischen<\/em> <em>Demokratie<\/em>\u201c, nicht blo\u00df von vielen \u201e\u2026<em>nur unter gro\u00dfen Vorbehalten<\/em>\u201c bef\u00fcrwortet worden war, sondern dass auch nach Erlangen der Rechtskraft \u201e<em>noch viele<\/em>\u201c zweifelten, ob es denn \u201e<em>weise gewesen sei, daf\u00fcr zu stimmen<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Nun fehlte nur noch der erste Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten. In der Presse wurden erfolgreich die famili\u00e4ren, religi\u00f6sen, milit\u00e4rischen und zivilen Qualit\u00e4ten des monarchistisch gesinnten Pflanzers und Gutsherren aus Mount Vernon, George Washington, \u00fcberschw\u00e4nglich gepriesen. Nach Ratifizierung der Verfassung durch neun der dreizehn Einzelstaaten gab das Wahlm\u00e4nnerkollegium am 4. Februar 1789 die einhellige Wahl George Washingtons zum Pr\u00e4sidenten bekannt. Neben seinen politischen und milit\u00e4rischen Verdiensten sollen seine auf Ausgleich zwischen den entstehenden Parteien bedachte Haltung f\u00fcr seine Wahl ausschlaggebend gewesen sein. Die erste Amtszeit h\u00e4tte theoretisch am 4. M\u00e4rz 1789 beginnen sollen. Doch die Best\u00e4tigung durch den Senat erfolgte erst am 6. April. Nach der Annahme der Wahl reiste Washington in acht Tagen nach\u00a0New York, wo die Amtseinf\u00fchrung in der\u00a0Federal Hall\u00a0f\u00fcr den 30. April geplant war.<\/p>\n<p>Washingtons Tagebuchnotizen anl\u00e4sslich seiner Abreise geben Einsicht in seine zwiesp\u00e4ltigen Gef\u00fchle:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eUm zehn Uhr sagte ich Mount Vernon, dem Privatleben und dem h\u00e4uslichen Gl\u00fcck Lebewohl und machte mich mit den \u00e4ngstlichsten und schmerzlichsten Gef\u00fchlen auf den Weg nach New York\u201c.(23)<\/p>\n<p>Am 30. April 1789 legte George Washington in einer feierlichen Zeremonie auf dem\u00a0Balkon\u00a0der Federal Hall von New York den Pr\u00e4sidenten-Eid\u00a0auf der Logenbibel der St. John\u2019s Lodge No. 1 des Staates New York ab, wie es seitdem viele amerikanische Pr\u00e4sidenten (ob Freimaurer oder nicht) taten. Ausnahmen waren zum Beispiel John F. Kennedy, der auf seiner katholischen Familienbibel bestand und George W. Bush, dessen Amtseinf\u00fchrung im Regen im Freien stattfand, weshalb man beschloss, die Bibel nicht der N\u00e4sse auszusetzen. Den Eid zu Washingtons Einf\u00fchrung nahm der Gro\u00dfkanzler der\u00a0Gro\u00dfloge\u00a0von New York\u00a0und Staatskanzler\u00a0Robert R. Livingston\u00a0ab (auf dem Gem\u00e4lde Nr. 5).<\/p>\n<p>Nachfolgendes Gem\u00e4lde (24) hat den Vorgang einschlie\u00dflich der Zeugen festgehalten:<\/p>\n<figure id=\"attachment_20374\" aria-describedby=\"caption-attachment-20374\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"20374\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=20374\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/effenberger_gruendungsmythos_01.jpg?fit=564%2C350&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"564,350\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"effenberger_gruendungsmythos_01\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/effenberger_gruendungsmythos_01.jpg?fit=564%2C350&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-20374\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/effenberger_gruendungsmythos_01.jpg?resize=800%2C496&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"496\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/effenberger_gruendungsmythos_01.jpg?w=564&amp;ssl=1 564w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/effenberger_gruendungsmythos_01.jpg?resize=300%2C186&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-20374\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1. Frederick William von Steuben, Freimaurer und Drillmeister der Kontinentalarmee; 2. John Jay, sp\u00e4terer Au\u00dfenminister; 3. John Adams, Vizepr\u00e4sident; 4. Henry Lee, Freimaurer; 5. Robert R. Livingston, Gro\u00dfmeister der New Yorker Freimaurer; 6. Samuel Otis, Senatssekret\u00e4r mit der Bibel von St. John\u2019s Lodge; 8. Morgan Lewis, Generalmajor im Krieg 1812 und sp\u00e4terer Gro\u00dfmeister der Freimaurer von New York; 9. Frederick A.C. Muhlenberg, Freimaurer und Sprecher des Repr\u00e4sentantenhauses; 10. Arthur St. Clair, Freimaurer, Generalmajor und Gouverneur der Nordwestlichen Territorien; 11. George Clinton, Gouverneur von New York; 12. Henry Knox, Freimauer, Generalmajor und k\u00fcnftiger Kriegsminister.<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p>Obwohl eine Inaugurations- bzw. Vereidigungsrede verfassungsm\u00e4\u00dfig nicht vorgesehen war, hielt Washington eine vorbereitete Rede. (26) Sie hat sich seitdem als Inszenierung des Neuanfangs f\u00fcr alle folgenden Pr\u00e4sidenten durchgesetzt.(27)<br \/>\nDie lokale Presse stellte die Vereidigung ihres ersten Pr\u00e4sidenten in den richtigen Rahmen und betonte, dass man besonders stolz darauf sei, dass der Pr\u00e4sident bei der Amtseinf\u00fchrung ausschlie\u00dflich in der Heimat gefertigte Kleidung getragen habe, die dennoch jedem Vergleich mit der europ\u00e4ischen Mode standgehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Nur wenige Monate nach Washingtons Amts\u00fcbernahme begann am 14. Juli 1789 der sogenannte Sturm auf die Bastille &#8211; in Wirklichkeit eine friedliche \u00dcbergabe (28) &#8211; die franz\u00f6sische Revolution. Auch hier waren aufgekl\u00e4rte Pers\u00f6nlichkeiten und Wegbereiter liberaler Ideen wie Graf von Mirabeau, Marquis de Lafayette, F\u00fcrst Talleyrand beteiligt, die ebenfalls der Freimaurerloge angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Hatte die amerikanische Revolution Freiheit und das Streben nach individuellem Gl\u00fcck propagiert &#8211; h\u00e4ufig ohne R\u00fccksicht auf die Interessen anderer &#8211; ging man in Frankreich einen Schritt weiter. Hier standen die klassischen Ideale jeder Zivilisation auf dem Panier: &#8222;Freiheit, Gleichheit und Br\u00fcderlichkeit&#8220;. Als die Advokaten Robespierre und Danton diese Ziele in \u00bbLe Bonheur du Peuple\u00ab (Gl\u00fcck des Volkes) umtauften, wurde die Schreckensherrschaft der Kleinb\u00fcrger und Arbeiter (Sansculottes) entfesselt. Sie dauerte bis Juli 1794. In diesem Zeitraum wurden auch die Freimaurer zu Verfolgten. \u00d6sterreich und England wurde der Krieg erkl\u00e4rt.\u00a0 So wundert es nicht, dass auch Goethe auf Distanz ging:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eIch hasse jeden gewaltsamen Umsturz, weil dabei ebensoviel Gutes vernichtet als gewonnen wird. Ich hasse die, welche ihn ausf\u00fchren, wie die, welche dazu Ursache geben\u201c.(29)<\/p>\n<p>Die Anh\u00e4nger Jeffersons sahen in den Vorg\u00e4ngen einen Triumph der Freiheit, w\u00e4hrend die konservativ eingestellten und mit England sympathisierenden F\u00f6deralisten die Franz\u00f6sische Revolution und ihre Auswirkungen hassten. Sie sahen hier ein schreckliches Beispiel daf\u00fcr,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e\u2026was sich in Amerika ereignen k\u00f6nnte, wenn der \u201ademokratische Mob\u2018 dort die Regierungsgewalt \u00fcbernehmen sollte\u201c.(30)<\/p>\n<p>Inzwischen hatte sich unter der F\u00fchrung Washingtons und seines Schatzsekret\u00e4rs Hamilton die amerikanische Bundesregierung zu einer starken und wirkungsvollen Institution entwickelt und strebte einen Ausgleich mit Gro\u00dfbritannien an. Das gr\u00f6\u00dfte Verdienst Washingtons war es wohl, das Verlangen des amerikanischen Volkes, die Franz\u00f6sische Revolution zu unterst\u00fctzen, mit aller Festigkeit zur\u00fcckzuweisen. Daf\u00fcr beruhigte die Regierung das Volk 1791 mit einer ersten Verfassungs\u00e4nderung (31). Zehn Verfassungszus\u00e4tze (amendments) &#8211; ein Grundsatzkatalog der Menschenrechte &#8211; wurden angef\u00fcgt. Im Krieg Frankreich gegen England proklamierte Washington die strikte Neutralit\u00e4t, obwohl das dem 1778 mit Frankreich geschlossenem B\u00fcndnisvertrag widersprach. So geschickt taktierend wurde George Washington vier Jahre sp\u00e4ter &#8211; nun knapp \u00fcber sechzig &#8211; als Pr\u00e4sident mit lediglich drei Enthaltungen, aber ohne Gegenstimme wiedergew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Als Pr\u00e4sident fuhr Washington mit Vorliebe in einer kanariengelben, reich verzierten Karosse vor. Bei Empf\u00e4ngen gab er niemanden die Hand und grollte, weil man ihm, dem Pr\u00e4sidenten, die Anrede \u00bbIhre M\u00e4chtigkeit\u00ab verweigerte. Daf\u00fcr f\u00e4hrt er nun &#8211; dem heutigen Besucher des Capitols in Washington nach einem Blick auf das Fresko der Kuppel im Ged\u00e4chtnis bleibend &#8211; als g\u00f6ttergleicher Regent, sicher geleitet von zwei Jungfrauen, die Freiheit und Sieg personifizieren, in die Wolken auf. Dankbar erinnern sich heute die Amerikaner an ihren ersten Pr\u00e4sidenten, der ihnen doch seinen Geburtstag, den 22. Februar 1732, als Nationalfeiertag beschert hat. George Washington sollte der einzige Pr\u00e4sident bleiben, der einstimmig vom Wahlkollegium gew\u00e4hlt wurde;\u00a01820\u00a0verhinderte ein Wahlmann die Wiederholung dieses einstimmigen Ergebnisses f\u00fcr den Freimaurer James Monroe, indem er unzul\u00e4ssigerweise den notorischen Freimaurerfeind John Quincy Adams\u00a0w\u00e4hlte. (32)<\/p>\n<p>Nach ihrem ersten Pr\u00e4sidenten tr\u00e4gt die US-Hauptstadt auch den Namen ihres Gr\u00fcnders: seit 1800 ist Washington (District Columbia, D.C.) die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika.<\/p>\n<p>1791 beauftragte Washington pers\u00f6nlich den franz\u00f6sischen Milit\u00e4ringenieur Pierre Charles L`Enfant mit der Planung der k\u00fcnftigen Hauptstadt. Bis zur Fertigstellung beschloss man,\u00a0 f\u00fcr 10 Jahre Philadelphia zur Hauptstadt zu machen. Die neue Hauptstadt platzierte man 135 Meilen s\u00fcdlicher am idyllisch gelegenen Potomac River, um f\u00fcr andere Kompromisse notwendige Stimmen der\u00a0S\u00fcdstaaten\u00a0zu erhalten. F\u00fcr den Stadtplaner L`Enfant war das dortige Marschland &#8211; es pr\u00e4gte bis weit ins 19. Jahrhundert hinein das Bild der Hauptstadt &#8211; eine gewaltige Herausforderung. Auch waren milit\u00e4rstrategisch die geographischen Bedingungen zu exponiert, wie die Bombardierung und Besetzung durch die Briten 1814 sowie der rasche Vormarsch des S\u00fcdens auf die Stadt in der Fr\u00fchphase des\u00a0Sezessionskrieges\u00a0belegen. So w\u00e4hlte George Washington\u00a0West Point,\u00a0New York, das von ihm bereits als\u00a0Fort\u00a0gegr\u00fcndet worden war, als Sitz der\u00a0Milit\u00e4rakademie des Heeres\u00a0der Vereinigten Staaten aus.(33)<\/p>\n<p>F\u00fcr die neue Hauptstadt hatte Washington vision\u00e4re Vorstellungen. Ihm schwebte die r\u00f6mische Klassik vor, etwas zwischen Ruhmeshalle und Pantheon. L&#8217;Enfant plante die Stadt wie einen Landschaftspark. Breite Stra\u00dfen sollten vom Capitol (Kongress) und vom Wei\u00dfen Haus (Pr\u00e4sidentensitz) aus sternf\u00f6rmig das Areal durchziehen. Weiters waren im Stadtzentrum vorgesehen: das Oberste Bundesgericht und die Kongress-Bibliothek sowie ausreichend Platz f\u00fcr zuk\u00fcnftige Geb\u00e4ude. Auch an ein Diplomatenviertel hatte man gedacht.<\/p>\n<p>F\u00fcr den jungen und noch unbedeutenden Staat war dies eine Planung, die als genial weitsichtig bewundert oder als gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig abgetan werden konnte. Washington hatte dazu auch eigenes Geld investiert, als der Grundstein zum Capitol schon Jahre zuvor gelegt worden war. Warum dieser R\u00fcckgriff in die Antike, wenn doch etwas Neues entstehen sollte? Als auf dem Kapitol, dem Burgberg des alten Rom, das Nationalheiligtum, der Jupiter-Tempel, vollendet wurde (509 v. Chr.), war der r\u00f6mische Staat noch ebenso unbedeutend wie nun die USA. Rom war nach dem Sturz des Auftraggebers, K\u00f6nig Tarquinius Superbus, ebenfalls Republik. Aber auch eine Republik kann nach Weltherrschaft streben, ausgehend von einem geistigen oder religi\u00f6sen Zentrum, dem Kapitol. Das Buch Daniel handelt von der Aufrichtung von Weltreichen. &#8222;Macht, Sitz und Autorit\u00e4t&#8220; (Offenbarung 13,2) beschreiben die Souver\u00e4nit\u00e4t eines Weltreiches. Vom Kapitol aus wurde die Kriegs- und Eroberungspolitik Roms geplant und umgesetzt mit dem Willen zur Herrschaft und der Not, die eigene wachsende Bev\u00f6lkerung zu besch\u00e4ftigen, sie <strong>zu <\/strong>Besitz und Ansehen zu bringen. Sollten die Gr\u00fcndungsv\u00e4ter bewusst in diesen geschichtlichen Dimensionen gedacht haben? Die Entwicklung Amerikas zur konkurrenzlosen Weltmacht und ihr aktueller Kampf um die unipolare Weltmacht legten solche Gedanken nahe.(34)<\/p>\n<p>Am 18. September 1793 vollzog Washington die Grundsteinlegung des Kapitols nach freimaurerischem Ritus. Dabei\u00a0 wurde ihm feierlich der f\u00fcr ihn angefertigte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maurerschurz?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Freimaurerschurz<\/a>\u00a0der\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Floge?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gro\u00dfloge<\/a>\u00a0von\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maryland?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Maryland<\/a>\u00a0durch den\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marie-Joseph_Motier,_Marquis_de_La_Fayette?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Marquis de La Fayette<\/a>\u00a0 \u00fcberreicht.<\/p>\n<h5>Washington D.C.: Architektur des Geheimbundes<\/h5>\n<p>Die Planung von Washington D.C. wie \u00fcberhaupt die Gr\u00fcndung der Vereinigten Staaten von Amerika, bzw. der Unabh\u00e4ngigkeitskrieg, sind aufs Engste mit Freimaurerei und Rosenkreuzertum verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"20373\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=20373\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/effenberger_gruendungsmythos_02.png?fit=1052%2C506&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1052,506\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"effenberger_gruendungsmythos_02\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" 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Benjamin Franklin (Entwurf der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung) war bereits in London mit der freimaurerischen Idee in Kontakt gekommen. 1734 brachte er als erstes freimaurerisches Buch jenseits des Ozeans eine Ausgabe der <em>&#8222;Andersonschen Konstitution&#8220;<\/em> heraus. 1731 wurde er in die Loge &#8222;Zum heiligen Johannes von Jerusalem&#8220; aufgenommen. Thomas Jefferson dagegen war kein Freimaurer, jedoch ein Rosenkreuzer, wie Benjamin Franklin.<\/p>\n<p>Das freimaurerische Element geh\u00f6rt zum zentralen Erbe der amerikanischen Revolution. Symbole und Rituale der Freimaurer wurden \u00f6ffentlich verwendet. Das National Heritage Museum erschloss den Besuchern die Symbolik mithilfe des reich illustrierten Buches <em>&#8222;American Freemasons&#8220;<\/em> von Mark A. Tabbert. Tabbert bietet einen \u00dcberblick \u00fcber die Urspr\u00fcnge der Freimaurerei in Schottland und im England des 17. Jahrhunderts und untersucht die entwickelnde Rolle in der amerikanischen Geschichte, von der Revolution \u00fcber die Arbeiter- und B\u00fcrgerrechtsbewegung bis ins 21. Jahrhundert und geht der Frage nach, warum die Bruderschaft seit Jahrhunderten so viele M\u00e4nner anzieht. Mit \u00fcber vier Millionen Mitgliedern weltweit und zwei Millionen in den USA ist die Freimaurerei die gr\u00f6\u00dfte Bruderschaft der Welt.(38)<\/p>\n<p>Der Einfluss der anglo-amerikanischen Freimaurer kann f\u00fcr die Geschichte des 20. Jahrhundert nicht untersch\u00e4tzt werden. Ein Beispiel liefert die Unterzeichnung des diktierten Friedensvertrags von Versailles:<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre nach Sarajewo, am 28. Juni 1919, begann nachmittags Punkt drei Uhr im Spiegelsaal zu Versailles die Zeremonie der Unterzeichnung des fertigen Vertrages. Gem\u00e4\u00df Artikel 231, der sogenannten \u201eKriegsschuldklausel&#8220;, musste Deutschland die volle Verantwortung f\u00fcr den Krieg und s\u00e4mtliche dadurch verursachten Sch\u00e4den \u00fcbernehmen. In Artikel 227 wurde der Kaiser zum Kriegsverbrecher erkl\u00e4rt, der <em>&#8222;zum Zwecke seiner Aburteilung&#8220;<\/em> festzunehmen sei. Nach der Annahme der Bedingungen der alliierten und assoziierten M\u00e4chte durch die Deutschen(39), forderte Clemenceau die deutschen Bevollm\u00e4chtigten auf, das Friedensdokument zu unterzeichnen, der Friede sei geschlossen. Er bat die Delegierten zu warten, bis die deutschen Bevollm\u00e4chtigten sich entfernt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Dem historischen Ereignis angemessen, hatte die englische Gro\u00dfloge alle Gro\u00dfmeister und Gro\u00dfsekret\u00e4re der englisch sprechenden L\u00e4nder vom 23. bis 29. Juni 1919 nach London zur Siegesfeier eingeladen.(40)<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen daf\u00fcr hatten gleich nach dem Waffenstillstand begonnen. Unter den 8.000 Freimaurern waren mehr als 500 Gesandte aus \u00dcbersee gekommen.(41)<\/p>\n<p>Der englische Pro-Gro\u00dfmeister Lord Ampthill verwies in seiner Rede auf die von den Freimaurern mitgestaltete weltgeschichtliche Epoche zwischen franz\u00f6sischer Revolution, dem Abschluss des V\u00f6lkerbundes und der weltweiten Mission der Freimaurer. Der Gro\u00dfmeister Sir Thomas Halsey dr\u00fcckte seinen Stolz auf die <em>&#8222;Zugeh\u00f6rigkeit zur angels\u00e4chsischen Rasse&#8220;<\/em> aus. Der Gro\u00dfmeister von New York stimmte zu, dass<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201edie Grundprinzipien der anglo-s\u00e4chsischen Zivilisation in den freimaurerischen Prinzipien ihren Ausdruck fanden\u201c.(43)<\/p>\n<p>W.H. Wardrope, Gro\u00dfmeister aus Ontario, bekr\u00e4ftigte, dass<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eeine solche freimaurerische Einheit zu dauerhafter Freundschaft und Wohlwollen zwischen den englischsprachigen Rassen auf der ganzen Welt f\u00fchren wird\u201c (44) und versicherte der Versammlung, dass die kanadischen Freimaurer \u201emit einer h\u00f6heren Vorstellung von unserer Pflicht gegen\u00fcber dem britischen Imperium\u201c nach Hause zur\u00fcckkehren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nach diesem epochalen Ereignis begann man die bedeutendsten Gesichter der US-Pr\u00e4sidenten in die Steinformationen des Mount Rushmore, des h\u00f6chsten Punkts der Black Hills der Dakotas, zu mei\u00dfeln. Bis 1939 waren die Gesichter von George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt in den Fels gehauen. Damit war eines der gr\u00f6\u00dften Nationaldenkm\u00e4ler Amerikas geboren.<\/p>\n<p><em>\u201eDie vier M\u00e4nner waren es zweifellos wert\u201c<\/em>, schreibt Charles River, <em>\u201ein Granit verewigt zu werden. Jeder Amerikaner lernt eine makellose Erz\u00e4hlung \u00fcber das Leben und das Verm\u00e4chtnis von George Washington und kann die H\u00f6hepunkte und Mythen aus Washingtons Leben problemlos wiedergeben\u201c.<\/em> Thomas Jefferson sei ma\u00dfgeblich an der Abfassung der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung beteiligt gewesen, habe die ideologischen Grundlagen des Konzepts der Staatenrechte entwickelt, sei einer der ersten politischen Parteien vorgestanden und habe w\u00e4hrend seiner Pr\u00e4sidentschaft die Expansion der Vereinigten Staaten vorangetrieben. <em>\u201eSchulkinder k\u00f6nnen die Lebensgeschichte von Lincoln wiedergeben, dem \u201aWestler\u2018, der sich selbst bildete und ein Selfmademan wurde, vom Anwalt zum F\u00fchrer der neuen Republikanischen Partei aufstieg, bevor er der 16. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten wurde und die Union rettete\u201c.<\/em> (46) Um die Jahrhundertwende sei Theodore Roosevelt als der typische Amerikaner anerkannt worden und als Pr\u00e4sident, Entdecker, J\u00e4ger, Autor, Soldat und Safari-Abenteurer in Erinnerung geblieben.<\/p>\n<p>Mount Rushmore symbolisiert auf ergreifende Weise das Verm\u00e4chtnis und die Legenden dieser M\u00e4nner, die oft die wahren M\u00e4nner selbst in den Schatten stellen. <em>\u201eThe Legends of Mount Rushmore\u201c<\/em> behandelt nicht nur alle Errungenschaften und das wachsende Verm\u00e4chtnis dieser vier Pr\u00e4sidenten, sondern vermenschlicht auch jeden dieser gro\u00dfen F\u00fchrer und untersucht, wie sie wirklich waren.(47)<\/p>\n<p>Der kommende 47. Pr\u00e4sident der USA w\u00fcrde sich als f\u00fcnftes Gesicht dort eingemei\u00dfelt sehen. In 100 Jahren k\u00f6nnte ein poliertes Trump-Bild das sogar m\u00f6glich machen. Den Grundstein daf\u00fcr hat er ja schon in seinem Wahlkampf-Buch 2016<em> &#8222;Great Again! Wie ich Amerika retten werde&#8220;<\/em> gelegt.<\/p>\n<p>Donald Trump hat wiederholt deutlich gemacht, dass er in China den gr\u00f6\u00dften Feind der USA sieht. Damit steht er durchaus f\u00fcr eine Richtungs\u00e4nderung in der Au\u00dfenpolitik, aber eher nicht hin zu einer friedlichen multipolaren Weltordnung, sondern lediglich zu einer Konzentration auf den Konflikt mit China. Um Russland sollen sich dann die Europ\u00e4er k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Trump wird jetzt das umsetzen, was ihm in der ersten Amtszeit verwehrt worden ist. In seinem Buch <em>&#8222;Great Again&#8220; <\/em>beschrieb er seine Herangehensweise an die Au\u00dfenpolitik von einer Position der Macht aus:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eund das bedeutet, wir m\u00fcssen das st\u00e4rkste Milit\u00e4r der Welt unterhalten, und zwar das mit Abstand st\u00e4rkste. Wir m\u00fcssen Bereitschaft zeigen, unsere wirtschaftliche St\u00e4rke daf\u00fcr zu nutzen, diejenigen L\u00e4nder zu belohnen, die mit uns arbeiten, und diejenigen zu bestrafen, die es nicht tun &#8230; Wenn die Menschen wissen, dass wir, wenn n\u00f6tig, Gewalt anwenden werden und dass es uns ernst damit ist, wird man anders mit uns umgehen. Mit Respekt.\u201c(48)<\/p>\n<p>Das ist die Art von Respekt, die man auch einem m\u00e4chtigen Mafia-Clan entgegenbringen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sollten die Medienberichte stimmen, wonach Trump den umstrittenen 53 Jahre alten Hardliner Marco Rubio, der seit 2011 als Senator f\u00fcr Florida in diversen au\u00dfen- und sicherheitspolitischen Aussch\u00fcssen aktiv ist und 2016 gegen Donald Trump bei den Pr\u00e4sidentschaftsvorwahlen der Republikaner antrat, zum US-Au\u00dfenminister machen will, k\u00f6nnten die verbliebenen Hoffnungen auf eine friedlichere US-Au\u00dfenpolitik deutlich schwinden. Der Neokonservative hat sich bereits als Interventionist einen Namen gemacht (u.a. als Regisseur beim 2019 geplanten Putsch gegen die Maduro-Regierung in Venezuela). Neben Rubio soll der republikanische Abgeordnete Mike Waltz Medienberichten zufolge Nationaler Sicherheitsberater im Wei\u00dfen Haus werden. Er bezeichnete China wenige Tage vor der Pr\u00e4sidentenwahl in einem Meinungsbeitrag im Magazin \u201eEconomist\u201c als <em>\u201egr\u00f6\u00dften Rivalen\u201c<\/em> der USA. Der n\u00e4chste US-Pr\u00e4sident m\u00fcsse rasch die Kriege in der Ukraine und in Nahost zum Abschluss bringen, um sich auf China zu fokussieren. (49)<\/p>\n<p>Allein diese Personalien in Verbindung mit Elon Musk k\u00f6nnten f\u00fcr eine spannungsreiche Zukunft sorgen. Insofern d\u00fcrfte der Globus kaum friedlicher werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<h5><\/h5>\n<h5 id=\"quellen-und-anmerkungen\"><strong>Quellen und Anmerkungen<\/strong><\/h5>\n<p>1) Die Bezeichnung <strong>Britisch<\/strong>-Nordamerika, englisch <strong>British<\/strong> North <strong>America<\/strong>, kam nach der amerikanischen Revolution auf, um die beim Mutterland Gro\u00dfbritannien verbliebenen Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent zu bezeichnen, die heute in der Nation Kanada aufgegangen sind.<\/p>\n<p>2) New York, Delaware, New Jersey und Pennsylvania<\/p>\n<p>3) Virginia, Maryland, Nord- und S\u00fcdcarolina sowie Georgia<\/p>\n<p>4) 1753 hatte London mit Erschrecken festgestellt, dass sich die Franzosen und mit ihnen verb\u00fcndete Indianer des Ohiotales (Linie Quebec \u2013 New Orleans) bem\u00e4chtigt und Forts angelegt hatte. Um die franz\u00f6sischen Truppen in Europa zu binden, sollte Preu\u00dfen Frankreich in einen Krieg verwickeln. Obwohl Friedrich II. bef\u00fcrchtete, \u201edass ein europ\u00e4ischer Brand aus der Kriegsflamme entstehen konnte, die sich im amerikanischen Wald entz\u00fcndet hatte\u201c, wurde mit England ein Subsidienvertrag geschlossen, der die Zahlung j\u00e4hrliche Hilfsgelder vorsah. Der Griff nach Schlesien war doch letztlich f\u00fcr Friedrich II. zu verlockend. Dagegen verb\u00fcndete sich Frankreich mit \u00d6sterreich, Russland und bald auch mit Spanien. W\u00e4hrend in Europa vor allem die \u00f6sterreichisch-preu\u00dfischen Gegens\u00e4tze ausgetragen wurden, ging es in erster Linie jedoch ging es um den franz\u00f6sisch-englischen Gegensatz, bei dem es um die Vormacht zur See und um die Vorherrschaft in den indischen Kolonien ging. In Nordamerika musste zudem eine romanisch-katholische Herrschaft verhindert werden. England leitete kriegerische Handlungen im Mittelmeerraum und in Indien ein, die sich auf Asien und Afrika ausdehnen sollten \u2013 der Beginn eines ersten wahren weltweiten Eroberungskrieges der modernen Geschichte.<\/p>\n<p>5) Johnson, Paul: A History oft he American People, London 1997, S. 141<\/p>\n<p>6) \u00dcbernommen aus: <a href=\"http:\/\/www.britannica.com\/?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.britannica.com<\/a><\/p>\n<p>7) So die \u00bbIntolerable Acts\u00ab. Der Bostoner \u00bbPort Act\u00ab verbot aller Verladearbeiten, bis der East India Company Schadensersatz gezahlt sei. Der \u00bbAdministration of Justice Act\u00ab entzog unter Mordanklage stehenden britische Beamte den amerikanischen Gerichten. Ein \u00bbQuartering Act\u00ab gestattete die Einquartierung in Privath\u00e4user.<\/p>\n<p>8) Savelle, Max: Die Vereinigten Staaten von Amerika Von der Kolonie zur Weltmacht. Essen 1975, S. 225<\/p>\n<p>9) Carrington, C.E.: The British Overseas, Cambridge 1950, S. 111<\/p>\n<p>10) F. A. Brockhaus:\u00a0<em>Allgemeine deutsche Real-Encyclop\u00e4die f\u00fcr die gebildeten St\u00e4nde.<\/em>\u00a0F\u00fcnfter Band:\u00a0<em>I\u2013L.<\/em>\u00a06. Auflage. Leipzig 1824, S. 18<\/p>\n<p>11) Wolfgang Menzel:\u00a0<em>Geschichte der Deutschen.<\/em>\u00a02. Auflage. Stuttgart \/ T\u00fcbingen 1834, S. 640<\/p>\n<p>12) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Dollarnote_siegel_hq.jp13?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Dollarnote_siegel_hq.jp13<\/a>)[1] Vgl. Savelle a.a.o. 1975, S. 240<\/p>\n<p>14) Sautter, Udo\u00a0: Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Stuttgart 1976, S. 85<\/p>\n<p>15) Vorl\u00e4ufer des \u00bbSpruchkammerbescheides\u00ab im besetzten Deutschland 1945? S\u00fcndermann,\u00a0 S. 24<\/p>\n<p>16) Fernau, Joachim: Hallejuja Die Geschichte der USA, Berlin 1999, S. 82<\/p>\n<p>17) Savelle a.a.o. 1975, S. 244<\/p>\n<p>18) Zitiert nach Sautter a.a.o. 1976, S. 99<\/p>\n<p>19) Vgl. Vgl. die epochalen Forschungsarbeit von Charles Austin Beard, in der er die wirklichen Motive der amerikanischen Gr\u00fcnder-V\u00e4ter untersucht; \u00a0Beard 1956<\/p>\n<p>20) Vgl. James Allen Smith: The Evolving American Foundation. In: Charles T. Clotfelder\/Thomas Ehrlich (eds.) Indiana 1999<\/p>\n<p>21) Federalists: A. Hamilton, J. Madisson, J. Jay, J. Marshall, J. Wilson, J. Dickinson und R. Sherman; Anti-Federalists: T. Jefferson, R. H. Lee, G. Clinton, G. Mason, J. Hancock, W. Jones und S. Adams.<\/p>\n<p>22) Aus dem Verlagshaus der Amerikanischen Hochkommission f\u00fcr Deutschland (nach 1945)<\/p>\n<p>23) Michael de la B\u00e9doy\u00e8re:\u00a0<em>George Washington.<\/em>\u00a0Weimar 1950, S. 260.<\/p>\n<p>24) H\u00e4ngt in der George Washington Memorial Banquet Hall in the House of the Temple in Washington, D.C.<\/p>\n<p>25) Collage Wolfgang Effenberger (Archiv Effenberger)<\/p>\n<p>26) James Th. Flexner:\u00a0<em>George Washington and the New Nation (1783\u20131793).<\/em>\u00a0Boston 1970, S. 162\u00a0ff.<\/p>\n<p>27) Klaus St\u00fcwe:\u00a0<em>Die Inszenierung des Neubeginns: Antrittsreden von Regierungschefs in den USA, Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Deutschland.<\/em>\u00a0Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, S. 90\u201392.<\/p>\n<p>28) Bastille-Kommandant de Launey lie\u00df vorher die wei\u00dfe Fahne hissen. Nach \u00dcbergabe und Pl\u00fcnderung zog die Menge triumphierend durch Paris, de Launeys Kopf auf einer Stange vorweg; aus Kr\u00e4mer\/Trenkler 1996, S. 40 f. sowie Prause 1966, S. 113<\/p>\n<p>29) Eckermann 1835, Bd. 2, S. 150<\/p>\n<p>30) Savelle a.a.o. 1975, S. 270<\/p>\n<p>31) Bis heute hat es 27 Zus\u00e4tze zur Verfassung (so genannte amendments) gegeben.<\/p>\n<p>32) <a href=\"https:\/\/freimaurer-wiki.de\/index.php\/USA:_Anti-Freimauerei?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/freimaurer-wiki.de\/index.php\/USA:_Anti-Freimauerei<\/a><\/p>\n<p>33) <a href=\"https:\/\/www.inana.info\/blog\/2016\/05\/19\/symbolik-stadtplanung-washington.html?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.inana.info\/blog\/2016\/05\/19\/symbolik-stadtplanung-washington.html<\/a><\/p>\n<p>34) Wolfgang Effenberger, Konrad L\u00f6w: Pax americana Die Geschichte einer Weltmaht von ihren angels\u00e4chischen Wurzeln bis heute, M\u00fcnchen 2004, S. 115<\/p>\n<p>35) Mark A. Tabbert: New York University Press; New ed Edition (1. Oktober 2006)<\/p>\n<p>36) Washington Monument \u2013 Lithographie des Originalentwurfs von Robert Mills, 1846 unter \u00a0<a href=\"https:\/\/www.loc.gov\/pictures\/item\/2002723506\/?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.loc.gov\/pictures\/item\/2002723506\/<\/a><\/p>\n<p>37) <a href=\"https:\/\/www.loc.gov\/resource\/g3851e.ct004623\/?r=0.232%2C0.442%2C0.931%2C0.778%2C0&amp;ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.loc.gov\/resource\/g3851e.ct004623\/?r=0.232,0.442,0.931,0.778,0<\/a><\/p>\n<p>38) <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/American-Freemasons-Centuries-Building-Communities\/dp\/0814783023?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.amazon.de\/American-Freemasons-Centuries-Building-Communities\/dp\/0814783023<\/a><\/p>\n<p>39) In der Mantelnote zum Vertrag stellten die Sieger ihre Sichtweise dar: \u00bbNach Ansicht der alliierten und assoziierten M\u00e4chte war der Krieg, der am 1. August 1914 zum Ausbruch kam, das gr\u00f6\u00dfte Verbrechen gegen die Menschheit und gegen die Freiheit der V\u00f6lker, das eine sich f\u00fcr zivilisiert ausgebende Nation jemals mit Bewusstsein begangen hat. W\u00e4hrend langer Jahre haben die Regierenden in Deutschland getreu der preu\u00dfischen Tradition die Vorherrschaft in Europa angestrebt [&#8230;] Das Verhalten Deutschlands ist in der Geschichte der Menschheit fast beispiellos. Die furchtbare Verantwortung, die auf ihm lastet, l\u00e4sst sich in der Tatsache zusammenfassen, dass wenigstens sieben Millionen Tote in Europa begraben liegen, [&#8230;] Darum haben die alliierten und assoziierten M\u00e4chte nachdr\u00fccklich erkl\u00e4rt, dass Deutschland als grundlegende Bedingung des Vertrags ein Werk der Wiedergutmachung bis zur \u00e4u\u00dfersten Grenze seiner Leistungsf\u00e4higkeit vollbringen muss.\u00ab Zitiert in Schultze-Rhonhof, 2003, S. 66<\/p>\n<p>40) Liste der 27 eingeladenen Br\u00fcder amerikanischer Gro\u00dflogen: Arizona, A. A. Johns, P.G.M., Morris Goldwater, P.G.M.; California, William Rhodes Hervey, P.G.M., John Whicher G.S.; Colorado, C.M. Kellogg, G.M., Charles H. Jacobson, G.S.; District of Columbia, Joseph H. Milans, G.M., A.W. Johnston, G.S.; Florida, T. Picton Warlow, G.M.; Georgia, Robert G. Travis, G.M., Raymond Daniel, A.G.S.; Iowa, George L. Schoonover, P.G.M.; Kentucky, John H. Cowles, P.G.M.; Louisiana Rudolph Krause, G.M., John A. Davilla, G. S., Massachusetts, Frederick W. Hamilton, P.G.M., G.S.; Michigan, Hugh A. McPherson, G.M., Lou B. Winsor, G. S.; Montana Major Dr. R. E. Hathaway, S.G.W.; Nebraska, John Ehrhardt, P.G.M., Francis E. White, G. S.; New Jersey, Austin McGregor, G. M.; New York, W.S. Farmer, G.M., Robert J. Kenworthy, G.S., Townsend Scudder, P.G.M.; West Virginia George S. Laidley, G.M., John M. Collins, P.G.M.<\/p>\n<p>41) Jessica Harland-Jacobs: Builders of Empire: Freemasons and British Imperialism, 1717-1927, The University of North Carolina Press 2007, S. 287<\/p>\n<p>42) Collage Wolfgang Effenberger<\/p>\n<p>43) Wolfgang Effenberger: Europas Verh\u00e4ngnis 14\/18, Teil 3 Revolution, R\u00e4tewirren und Versailles 2019, S. 77\/78<\/p>\n<p>44) Ebda.<\/p>\n<p>45) <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Legends-Mount-Rushmore-Washington-Jefferson\/dp\/1985649160?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.amazon.de\/Legends-Mount-Rushmore-Washington-Jefferson\/dp\/1985649160<\/a><\/p>\n<p>46) Ebda.<\/p>\n<p>47) Ebda.<\/p>\n<p>48) Donald Trump: GREAT AGAIN! Kulmbach 2016, S. 48\/49<\/p>\n<p>49) <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/kunftige-us-regierung-trump-setzt-auf-migrations-hardliner-und-china-kritiker-12687614.html?ref=apolut.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/kunftige-us-regierung-trump-setzt-auf-migrations-hardliner-und-china-kritiker-12687614.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bilder im Text: \u00dcbernommen von Wolfgang Effenberger. Verwendung als Bildzitate<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: <span class=\"mw-mmv-title\">Die Unterzeichnung der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung, in einem Gem\u00e4lde (1819) von John Trumbull<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Gem\u00e4lde: John Trumbull &#8211; US Capitol, Gemeinfrei<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=180069\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=180069<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Standpunkt von\u00a0Wolfgang Effenberger<\/b><br \/>\nTrotz weitestgehend gemeinsamer Herkunft aus dem Mutterland England waren die Bewohner der britischen Kolonien in Nordamerika im Jahr 1763 &#8211; wirtschaftlich und politisch betrachtet &#8211; kein homogenes Volk. Die 1,6 Millionen Einwohner der 13 britischen Kolonien einte der gemeinsame Kampf gegen \u00e4u\u00dfere Feinde &#8211; Indianer und Franzosen &#8211; und die wechselseitigen Beziehungen im wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und geistigen Bereich. Unterschiede bestanden zwischen den drei gro\u00dfen Siedlungsregionen. W\u00e4hrend sich in den n\u00f6rdlichen Kolonien der freib\u00e4uerliche Besitz entwickelte, waren die Mittelkolonien mehr aristokratisch und handelskapitalistisch gepr\u00e4gt. Dagegen produzierten die S\u00fcdkolonien auf den Plantagen der Gro\u00dfgrundbesitzer mit Hilfe der Sklaven und auch der wei\u00dfen Zwangsarbeiter die typischen \u00bbKolonialwaren\u00ab &#8211; Tabak, Reis, Weizen, Indigo und Baumwolle.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":20398,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162],"tags":[740,1021,2405,2410,2407,1038,1592,2406,2107,2409,2408,185,1623,2350],"class_list":["post-20370","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-buergerkrieg","tag-donald-trump","tag-england","tag-franzoesische-revolution","tag-freimaurer","tag-grossbritannien","tag-indianer","tag-kolonien","tag-praesident","tag-staatsstreich","tag-unabhaengigkeitskrieg","tag-usa","tag-verfassung","tag-washington"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Declaration_of_Independence_1819_by_John_Trumbull_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5iy","jetpack-related-posts":[{"id":12801,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12801","url_meta":{"origin":20370,"position":0},"title":"Symbolischer Jahrestag: 100 Jahre Rapallo","author":"Webredaktion","date":"16. 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