{"id":19951,"date":"2024-09-29T18:10:01","date_gmt":"2024-09-29T16:10:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19951"},"modified":"2024-11-17T16:02:22","modified_gmt":"2024-11-17T15:02:22","slug":"der-abstieg-von-made-in-germany","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19951","title":{"rendered":"Der Abstieg von \u201eMade in Germany\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>Aspekte der Deindustrialisierung des imperialistischen Deutschlands<\/h3>\n<p>Redebeitrag auf der Konferenz des Deutschen Freidenker-Verbandes \u201eDeindustrialisierung \u201c am 20. April 2024 in Retgendorf bei Schwerin<\/p>\n<p>Aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19927\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 3-24<\/a>, September 2024, S. 16-24, 83. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von<strong> Manfred Sohn<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Zum Einstieg in das Thema mag es reichen, ein paar \u00dcberschriften aus Zeitungsartikeln vor allem der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung \u201e (FAZ), der \u201ejungen welt\u201c (jw) und einiger anderer Zeitungen aus dem Zeitraum vom Dezember letzten Jahres bis zum April diesen Jahres zu zitieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Am 20. Januar 2024 titelt die <em>FAZ<\/em> in ihrer Rubrik \u201eUnternehmen\u201c: \u201eBASF verfehlt eigene Erwartungen \u2013 Der Chemieriese schreibt eine weitere Milliarde Euro auf Anlagen ab. Anleger hoffen, dass es schlechter nicht mehr kommen kann.\u201c<\/li>\n<li>Dieser Galgenhumor speist sich aus der Stimmung, die einen Monat vorher, am 16.\/17. Dezember 2023, die <em>Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)<\/em> so auf den Punkt bringt: \u201eNur wenig Zuversicht in der Chemiebranche \u2013 Teure Energie, Konjunkturflaute, leere Staatskasse \u2013 Die Stabilisierung des wichtigen Industriebereichs l\u00e4sst auf sich warten.\u201c<\/li>\n<li>Hinter den diese beiden Bl\u00e4tter vor allem umtreibenden Sorgen der Anleger geraten andere, viel st\u00e4rker besorgte Kreise leicht aus dem Blickfeld \u2013 immerhin meldet die <em>FAZ<\/em> am 7. Februar 2024: \u201eMiele streicht 2700 Stellen \u2013 Die Nachfrage nach Haushaltsger\u00e4ten sinkt, die Kosten steigen, Besserung ist nicht in Sicht.\u201c<\/li>\n<li>500 weitere Besch\u00e4ftigte verlieren im s\u00e4chsischen Freiberg ihre Arbeit, weil Anfang April dort die gr\u00f6\u00dfte in Betrieb befindliche Solarmodulproduktion Europas geschlossen wird \u2013 Schlagzeile der <em>jW<\/em> am 18. Januar 2024: \u201eEin versp\u00e4tetes Ultimatum \u2013 Solarpanels aus Sachsen gegen\u00fcber chinesischen nicht konkurrenzf\u00e4hig. \u2026 Besitzer fordern Subventionen.\u201c Das hier angesprochene, an die Politik gerichtete Ultimatum beeindruckt nicht \u2013 die Arbeitspl\u00e4tze sind futsch. In dem Artikel bringt der Autor Alexander Reich die Kernzahlen dieser Prozesse auf den Punkt: \u201eSonnenkollektoren aus der Volksrepublik (China \u2013 M.S.) seien in Europa oft genug zu einem Viertel der hiesigen Herstellungskosten erh\u00e4ltlich, erkl\u00e4rte der Firmenboss. Im Schnitt ist die Produktion von Solarpanels in Europa etwa doppelt so teuer, besagt eine Studie\u2026 Demnach sanken die Kosten f\u00fcr die Herstellung von Sonnenkollektoren im vergangenen Jahr in China um 42 Prozent. Von 26 Cent pro Watt Ende 2022 auf nunmehr 15 Cent pro Watt. In Europa bewegten sich die Produktionskosten derweil bei um die 30 Cent pro Watt. In den USA seien es 40 Cent, in Indien 22. Studienautor Huaiyan Sun geht davon aus, dass der Anteil der in China produzierten Komponenten f\u00fcr Solarmodule auf dem Weltmarkt noch jahrelang bei satten 80 Prozent liegen wird. Im Segment der fortgeschrittenen n-Typ-Zellen sogar bei 95 Prozent. Eine Marktmacht, die enorme Skaleneffekte mit sich bringt.\u201c<\/li>\n<li>Karl Wurzbacher res\u00fcmiert die Pleitewelle, die diese Lage nicht nur im Bereich der Solarenergie, der Chemie oder der sogenannten wei\u00dfen Waren, also K\u00fcchenger\u00e4te mit sich bringt, am 11. April 2024 in der <em>jW<\/em> so: \u201eRekord bei Firmenpleiten \u2013 Niedergang der deutschen Wirtschaft setzt sich fort. 1.297 Unternehmensinsolvenzen im M\u00e4rz. Bev\u00f6lkerung verarmt. Aussichten tr\u00fcbe.<\/li>\n<li>Woran das Sorgenkind, die Chemieindustrie, der Deutschland \u00fcber Jahrzehnte seine starke Stellung im Konzert der Industriem\u00e4chte verdankte, vor allem leidet, fa\u00dft die <em>FAZ<\/em> am 8. Februar 2024 so zusammen: \u201eTeure Energie belastet die Industrieproduktion \u2013 Die Chemieindustrie f\u00e4llt auf das Niveau von 1995 zur\u00fcck \/ Deutsche Energieerzeugung sinkt.\u201c Die Produktion der energieintensiven Branchen sei innerhalb nur eines Jahres um 10,2 Prozent gesunken \u2013 nach 7 Prozent im Vorjahr. In der Chemieindustrie summiert sich der Zweijahresr\u00fcckgang auf 25 Prozent \u2013 noch f\u00fcnf oder sechs weitere solche Jahre und die Branche ist faktisch verschwunden. Das, rechnet das Blatt vor, drohe vielen der energieintensiven Branchen neben der Chemie, also Metallerzeugung, Glasindustrie, Papierherstellung, Kokereien, Mineral\u00f6lverarbeitung \u2013 insgesamt gemessen an der Wertsch\u00f6pfung 16 Prozent der gesamten Industrie.<\/li>\n<li>Folge: \u201eConti streicht 7.150 Stellen\u201c \u2013 so der Titel der <em>FAZ<\/em> vom 15. Februar 2024 zur Entwicklung des traditionsreichen Reifenherstellers in Hannover.<br \/>\nIn den Sog der Entwicklung ger\u00e4t mehr und mehr die Autoindustrie, dem bisherigen Kronjuwel der Wirtschaftskraft von \u201eMade in Germany\u201c. Die \u201eHersteller in Europa werden Marktanteile verlieren\u201c, titelt die <em>FAZ<\/em> am 31. Januar 2024 \u00fcber die ganze Seite einer ausf\u00fchrlichen Analyse und nimmt dabei auch den deutschen Platzhirschen VW ins Visier einer d\u00fcsteren Zukunftsaussicht: \u201e\u2026 Volkswagen \u2026 geh\u00f6rt \u2026 zu den Unternehmen mit schwindenden Aussichten auf Ertr\u00e4ge.\u201c Das Unternehmen habe es \u201enicht geschafft, sich einen Kosten- und Technologiefortschritt zu erarbeiten.\u201c Daher bestehe das gro\u00dfe \u201eRisiko, trotz hoher Investitionen nie einen Euro zu verdienen.\u201c Die Innovationstreiber s\u00e4\u00dfen inzwischen nicht mehr in Europa, sondern in China oder bestenfalls noch Kalifornien, vor allem aber fehle eine konkurrenzf\u00e4hige Batterieindustrie: \u201eIn Europa fehlt das Knowhow f\u00fcr die kosteng\u00fcnstigen LFP-Zellen aus Lithium-Eisenphospat, mit denen mittlerweile alle Chinesen arbeiten, und damit entsteht schon einmal ein struktureller Nachteil bei den Kosten.\u201c<\/li>\n<li>Das Gesamtergebnis fa\u00dft die <em>FAZ<\/em> am 16. Januar 2024 so zusammen: \u201eDeutschland f\u00e4llt zur\u00fcck \u2013 Hohe Preise, Energiekosten, geopolitische Spannungen: Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr geschrumpft und verliert im internationalen Vergleich an Boden.\u201c<\/li>\n<li>Im Lager der Unternehmen breiten sich angesichts dessen Fluchtgedanken aus: \u201eIch will diese Regierung nicht mittragen\u201c, st\u00f6hnt in einem auf mehr als einer halben Seite ausgebreiteten \u201eUnternehmergespr\u00e4ch\u201c der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Autozulieferers Nass Magnet am 4. M\u00e4rz 2024 in der <em>FAZ<\/em> und k\u00fcndigt an, in Zukunft lieber im Ausland investieren zu wollen.<\/li>\n<li>Isabel Schnabel, Mitglied im Direktorium der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) warnt in der <em>FAZ<\/em> vom 17. Februar 2024 vor einer \u201eKrise der Wettbewerbsf\u00e4higkeit\u201c im gesamten Euro-Raum und sorgenvoll beantwortet die <em>FAZ<\/em> auf fast einer ganzen Seite am 10. Februar 2024 die im Titel selbst gestellte Frage \u201eVerliert Deutschland seine Industrie?\u201c im Kern mit einem resignierten \u201eJa\u201c, verweist auf den Verlust von 61.000 Arbeitspl\u00e4tzen im verarbeitenden Gewerbe seit 2018, hofft aber, da\u00df man die Arbeitskr\u00e4fte \u201ein anderen Branchen sinnvoll einsetzen\u201c k\u00f6nne.<\/li>\n<li>Nach dem schon so gut wie sicheren \u201eAus\u201c f\u00fcr die deutsche Chemieindustrie und vor dem drohenden Absturz der deutschen Autoindustrie ger\u00e4t im Fr\u00fchjahr 2024 vor allem die Stahlindustrie in den Fokus der Strudelanalysten. Das sei \u201eEin hei\u00dfes Eisen\u201c, befindet die <em>FAZ<\/em> am 17. Februar 2024. Zwar unterst\u00fctze die Bundesregierung die Stahlhersteller bei der Umr\u00fcstung auf Wasserstoff, aber \u201emanche \u00d6konomen\u201c seien \u201eskeptisch, ob \u201eGr\u00fcner Stahl Made in Germany\u201c tats\u00e4chlich eine Zukunft habe. Der Spagat sei anspruchsvoll: \u201eWenn Thyssenkrupp heute Brammen herstellt, also die tonnenschweren Stahlriegel, die etwa zu Blechen f\u00fcr die Automobilindustrie weiterverarbeitet werden, betr\u00e4gt der Anteil der Energiekosten an den Produktionskosten f\u00fcr eine Tonne Stahl nach Unternehmensangaben 5 Prozent. Nach der gr\u00fcnen Transformation k\u00f6nnten es bis zu 50 Prozent sein.\u201c Wie das ohne dauerhafte Staatssubventionen leistbar sein solle, wisse zur Zeit niemand. Derweil marginalisiert sich dieser fr\u00fchere deutsche Musterknabe im Weltmarkt weiter: \u201eDer weltweit gr\u00f6\u00dfte Stahlkonzern ist das chinesische Staatsunternehmen Baowu. Es produziert 130 Millionen Tonnen Stahl im Jahr&#8230; Zum Vergleich: Deutschland produzierte im vergangenen Jahr mickrige 35 Millionen Tonnen. Selbst der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Stahlhersteller Chinas produziert mehr.\u201c<\/li>\n<li>Dem ersten deutschen Stahlhersteller, dem die Luft ausging, war gleichzeitig der traditionsreichste: \u201eThyssen-Stahl vor harten Einschnitten\u201c titelte die <em>FAZ<\/em> am 13. April 2024 und meldete, die Produktion solle verkleinert und es sollten \u201evermutlich Tausende Stellen gestrichen werden\u201c. Wirtschaftsminister Habeck, hei\u00dft es dort weiter, \u201ebedauert die Entscheidung\u201c. Kein Wunder: Noch im Juli 2023 hatte er vor laufenden Kameras freudestrahlend einen F\u00f6rderbescheid \u00fcber zwei Milliarden Euro \u00fcberreicht \u2013 der Deal war so konstruiert, da\u00df die Zusch\u00fcsse erhalten bleiben und sogar an einen k\u00fcnftigen K\u00e4ufer von Thyssenkrupp \u00fcbergehen, wenn es dabei bleibt, da\u00df mit dem Geld der alte Hochofen durch eine sogenannte Direktreduktionsanlage ersetzt wird, in der dann Gas, sp\u00e4ter vielleicht auch Wasserstoff anstelle von Koks benutzt wird, um den Stahl zu kochen. Das freut vor allem den tschechischen Investor Kretinsky, der laut <em>FAZ<\/em> vom 27. April zun\u00e4chst 20 Prozent, sp\u00e4ter die Mehrheit des Unternehmens \u00fcbernehmen will. Das Risiko, da\u00df diese 2 Milliarden am Markt ergebnislos verpuffen, tragen nicht mehr die Thyssens, Krupps und Nachfolger, sondern die Krauses, die mit ihren Steuergroschen die Kassen des Staates gef\u00fcllt haben, aus denen die zwei Milliarden flie\u00dfen.<\/li>\n<li>Klar ist: An allem ist der Chinese schuld \u2013 und der Russe, der ihm hilft. Eine ganze Seite widmet am 11. M\u00e4rz 2024 die <em>FAZ<\/em> unter der Rubrik \u201eDie Ordnung der Wirtschaft\u201c einen Artikel unter der fordernden \u00dcberschrift \u201eWirtschaftspolitik als Waffe\u201c, dem sie quer \u00fcber die ganze Zeitungsseite sinnigerweise das Foto eines gerade untergehenden Handelsschiffes voranstellt. \u201eAngesichts der Umbr\u00fcche in der Weltwirtschaft\u201c m\u00fcssten \u201eDeutschland und die EU ihre Handelspolitik st\u00e4rker an Sicherheitsinteressen ausrichten\u201c, fordern die beiden Autoren und konkretisieren, es m\u00fcssten \u2013 \u201enotfalls au\u00dferhalb des WTO-Rechts\u2026 raschere und vorhersagbare Sanktionsentscheidungen erm\u00f6glicht werden.\u201c Fast beschw\u00f6rend klingt es, wenn die <em>FAZ<\/em> am 9. April \u00fcber den Besuch der US-Finanzministerin Janet Yellen in China mit den Worten berichtet \u201eYellen fordert Peking zum Umdenken auf\u201c und die \u201eSchwemme von Billigstahl auf dem Weltmarkt\u201c beklagt, die \u201eden Industrien in anderen L\u00e4ndern schwer geschadet\u201c habe. Das wiederum kennzeichnet Wolfgang Pomrehm in der <em>jungen Welt<\/em> vom 6.\/7. April 2024 zu Recht als \u201ekolonialen Katzenjammer\u201c und stellt fest: \u201e\u2026 seitdem es nicht mehr haupts\u00e4chlich die alten Industrienationen sind, die im Rest der Welt ihre Waren absetzen und die lokalen Industrien niederkonkurrieren, gibt es im Westen eine Renaissance der Z\u00f6lle\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie erwartet zog die US-amerikanische Regierung rasselnd im Mai die Zugbr\u00fccken in ihrem Land nach oben und l\u00f6ste vor allem in Europa eine mittlere Panik aus, als sie die Erh\u00f6hung des Zollaufschlags auf Elektroautos aus China von 25 auf 100 Prozent, Halbleiter auf 50 Prozent und auf Stahl, Aluminium, Solarzellen, Hafenkr\u00e4ne und Medizinprodukte ebenfalls von rund 7,5 Prozent auf in der Regel 25 Prozent verk\u00fcndete<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. \u201eFlutet China die EU mit E-Autos?\u201c fragte die <em>FAZ<\/em> denn auch am Tag danach und verallgemeinerte die Lage der europ\u00e4ischen Industrie in der Formulierung \u201eUSA oder China \u2013 die EU in der Klemme\u201c.<\/p>\n<p>Der hier schlagzeilenartig zusammengefasste Trend aus der Jahreswende 2023\/24 hat sich zum Sommer 2024 hin nicht nur nicht abgeschw\u00e4cht, sondern eher vertieft und chronifiziert.<\/p>\n<p>\u201eChemie ohne Basis\u201c, titelte die <em>FAZ<\/em> am 15. Mai 2024 und rechnete vor, wie illusion\u00e4r die Zielsetzung sei, das \u201eHerz der chemischen Industrie\u201c, die Aufspaltung von Erdgas oder Erd\u00f6l in Ethylen und Prophylen als den Grundbausteinen unz\u00e4hliger chemischer Produkte wie Folien, Sch\u00e4ume, Kleber, D\u00e4mmmaterial, Textilgewebe usw. usf. statt mit Gas mit Strom zu betreiben. Die vor allem daf\u00fcr von der chemischen Industrie insgesamt ben\u00f6tigte Strommenge w\u00fcrde sich bis zum dem politisch gesetzten Zieldatum 2050 \u201eauf 685 Terrawattstunden im Jahr erh\u00f6hen \u2013 sie w\u00fcrde dann mehr Strom verbrauchen als heute das ganze Land.\u201c In dieser Rechnung ist der Hunger der Stahlindustrie und anderer energieintensiver noch nicht einmal enthalten. Das billige Gas aus Russland, das eine Br\u00fccke in die Zukunft bilden k\u00f6nnte, flie\u00dft nicht mehr \u2013 am 18. Mai berichtet die FAZ ausf\u00fchrlich \u00fcber \u201eDie neue Welt des teureren Gases\u201c und stellt fest, dieser Energietr\u00e4ger sei zwar nicht mehr so teuer wie \u201eim Krisenherbst 2022\u201c, h\u00e4tte sich aber eben stabil auf einem Preis eingependelt, der f\u00fcr die Verbraucher, die mit Gas heizen, grob eine Verdoppelung gegen\u00fcber dem ersten und zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts bedeutet \u2013 mit entsprechenden Sparzw\u00e4ngen f\u00fcr alle anderen Konsumbereiche.<\/p>\n<p>Gesamtergebnis: \u201eKonjunktur ohne Schwung\u201c titelt die FAZ am 24. Mai und zitiert den Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Martin Wansleben, der von \u201ealarmierenden Anzeichen einer schrittweisen Deindustrialisierung\u201c spricht und vor einer \u201eVersch\u00e4rfung des Handelsstreits mit China\u201c warnt \u2013 \u201ePolitisch br\u00e4chen die D\u00e4mme, dies sei \u201abrandgef\u00e4hrlich\u2018. Deutschland werde die Zeche zahlen\u201c, endet der Artikel.<\/p>\n<h5>Das Wesen dieses Deindustrialisierungsprozesses<\/h5>\n<p>Was ist das Wesen dieses bevorstehenden Dammbruchs, der die industrielle Basis des 85-Millionen-Volkes zwischen Rhein und Oder, Nordseek\u00fcste und Alpenrand wegzusp\u00fclen droht?<\/p>\n<p>Im Vorwort seines Werkes \u201eZur Kritik der politischen \u00d6konomie\u201c hat Karl Marx 1859 formuliert:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><em>\u201eAuf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkr\u00e4fte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverh\u00e4ltnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck daf\u00fcr ist, mit den Eigentumsverh\u00e4ltnissen, innerhalb derer sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkr\u00e4fte schlagen diese Verh\u00e4ltnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Ver\u00e4nderung der \u00f6konomischen Grundlage w\u00e4lzt sich der ganze ungeheure \u00dcberbau langsamer oder rascher um. \u2026 Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkr\u00e4fte entwickelt sind, f\u00fcr die sie weit genug ist, und neue h\u00f6here Produktionsverh\u00e4ltnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Scho\u00df der alten Gesellschaft selbst ausgebr\u00fctet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie l\u00f6sen kann\u2026\u201c<\/em><\/strong><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Auffallend an diesem vielzitierten Text ist, da\u00df der Begriff der \u201eGesellschaft\u201c hier nicht n\u00e4her erl\u00e4utert wird. Was der Autor unter \u201eGesellschaft\u201c versteht, erhellt sich allerdings durch einen Verweis gleich zu Beginn dieses Vorworts: \u201eEine allgemeine Einleitung, die ich hingeworfen hatte, unterdr\u00fccke ich, weil mir bei n\u00e4herem Nachdenken jede Vorwegnahme erst zu beweisender Resultate st\u00f6rend schien\u2026\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Dieser \u201ehingeworfene\u201c Text ist aus seinem handschriftlichen Nachlass zum Gl\u00fcck erhalten und in ihm spricht Marx hinsichtlich der \u201eMethode der politischen \u00d6konomie\u201c von einem \u201egegebenen Land\u201c, das mit dieser Methode zu analysieren sei. Der Bezugsrahmen dieses Ende der 1850er Jahre entstandenen Textes ist also national, nicht global.<\/p>\n<p>An den Grundstrukturen dieses Gedankens und der von ihm reflektierten tats\u00e4chlichen Prozesse \u00e4ndert sich aber nichts. Das, was heute als \u201eDeindustrialisierung\u201c hierzulande sichtbar wird, ist bezogen auf Deutschland der nationale Ausdruck der sich heute global entfaltenden \u201eEpoche sozialer Revolution\u201c und bezogen auf den \u00dcberbau in Deutschland der Beginn der \u201eUmw\u00e4lzung des ganzen ungeheuren \u00dcberbaus\u201c.<\/p>\n<p>Diesen Zusammenhang nicht zu sehen, verbl\u00fcfft in Deutschland auf den ersten Blick. Denn hier ist der zitierte Absatz von Marx f\u00fcr 40 Jahre praktisch allen \u00d6konomen und Gesellschaftswissenschaftlern vermittelt worden. Das erkl\u00e4rte Ziel der Regierungspartei im sozialistischen Teil Deutschlands war es von 1949 bis 1989, in der Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte den westlichen, kapitalistischen Teil zu \u00fcberholen. Da\u00df das nicht gelungen ist und letztlich zum vorl\u00e4ufigen Scheitern des Sozialismus auf deutschem Boden gef\u00fchrt hat, hat im Wesentlichen zwei Ursachen. Beide werden deutlich an den heutigen Prozessen in China, das sich eben anschickt, nicht nur, wie es in der DDR lange propagiert wurde, an das vom Westen erreichte \u201eWeltniveau\u201c heranzukommen, sondern selbst die Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Weltniveau zu bestimmen. Der erste Fundamentalprozess ist oben anhand einiger nackter Zahlen beschrieben: Innovationen, deren Investitionskosten sich in der DDR nur auf einen Markt von 17 Millionen Menschen oder, wenn innerhalb des Rates f\u00fcr gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) ausgerollt, auf einen von gut 250 Millionen umlegen lie\u00dfen, lassen sich innerhalb des chinesischen Marktes auf 1,4 Milliarden Menschen umlegen \u2013 in beiden F\u00e4llen Exporte ins kapitalistische Ausland au\u00dfen vor gelassen.<\/p>\n<p>Neben diesen Skaleneffekten gibt es einen zweiten Faktor, der noch viel gravierender ist. Am 25. Januar 2024 berichtete die <em>FAZ<\/em> von einer Umfrage der deutschen Handelskammer in Peking unter Unternehmen im chinesischen Markt. Mehr als die H\u00e4lfte geht danach davon aus, da\u00df \u201echinesische Unternehmen in den kommenden f\u00fcnf Jahren zum Innovationsf\u00fchrer ihrer Industrie werden. Insbesondere gilt das f\u00fcr die Autobranche, in der die Elektroautohersteller den Markt l\u00e4ngst dominieren. \u2026 Ulf Reinhardt, Kammervertreter f\u00fcr S\u00fcdchina, erg\u00e4nzte: \u201aEs ist nicht unsere Geburtsrecht, Marktf\u00fchrer zu sein\u2018\u201c.<\/p>\n<p>Was den RGW-Staaten beispielsweise mit dem \u201eSputnik-Schock\u201c, also der Entwicklung von Langstreckenraketen, nur punktuell gelang \u2013 die technologische F\u00fchrerschaft zu \u00fcbernehmen \u2013 gelingt der von der chinesischen KP geleiteten Volksrepublik China zunehmend auf breiter industrieller Front. Das ist das eigentlich Bahnbrechende unserer Zeit und der tiefere Grund f\u00fcr den Abstieg der Marken \u201eMade in Germany\u201c.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde den Rahmen dieses auf den deutschen Niedergang fokussierten Aufsatzes sprengen, anhand der chinesischen Verfa\u00dftheit die Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses historische \u00dcberholman\u00f6ver zu benennen. Nur sehr grob skizzenhaft sei das hier angelehnt an das Marx-Zitat aus dem Vorwort zur Kritik der politischen \u00d6konomie angedeutet: Die in China nach intensiven, oft qu\u00e4lenden Debatten, Irrungen und Wirrungen und vor allem inspiriert durch die \u201eNeue \u00d6konomische Politik\u201c (N\u00d6P) Lenins, aber auch \u2013 hierzulande oft vergessen \u2013 durch das \u201eNeue \u00d6konomische System\u201c (N\u00d6S) der DDR zu Zeiten der F\u00fchrung von Walter Ulbrichts gefundene Entwicklung des Sozialismus beinhaltet in seinem Kern eben gegen\u00fcber dem hiesigen Kapitalismus andere \u201eEigentumsverh\u00e4ltnisse\u201c. Es gibt keinen Grundbesitz an Grund und Boden und alles Privateigentum an Produktionsmitteln ist lediglich vom Staat geliehenes Privateigentum, was bei Mi\u00dfbrauch wieder entzogen wird. Die den hiesigen Kapitalismus l\u00e4hmenden \u201eFesseln\u201c sind abgestreift, die f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit ihm noch innewohnenden \u201eEntwicklungsformen der Produktivkr\u00e4fte\u201c \u2013 also vor allem das Interesse an Bereicherung \u2013 bis zur Erreichung der n\u00e4chsten Etappe der Entfaltung der Produktivkr\u00e4fte beibehalten. Das ist im Grunde der ganze Drops.<\/p>\n<p>In gewisser Weise holt die Herrschenden jetzt das ein, was Karl Marx und Friedrich Engels 1848 im \u201eKommunistischen Manifest\u201c hinsichtlich der damaligen F\u00e4higkeiten der die Welt erobernden Bourgeoisie an die Wand malten: \u201eDie Bourgeoisie rei\u00dft durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterten Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schie\u00dft\u2026\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Mit rein wirtschaftlichen Mitteln wird eine Abwehr der \u00fcberlegenen Technologie in einer weltweiten verflochtenen \u00d6konomie genau wie damals ein Ding der Unm\u00f6glichkeit sein.<\/p>\n<p>Die Umw\u00e4lzung, die sich vor unseren Augen vollzieht, f\u00fchrt hierzulande zum Teil zu Rollen r\u00fcckw\u00e4rts, zum Teil zu Reaktionen, die man kindisch nennen m\u00fcsste, wenn das nicht eine Beleidigung aller Kinder darstellen w\u00fcrde. Arnd Franz, Chef des auf Kolben, Zylinder und Ventile spezialisierten Autozulieferers Mahle, fordert angesichts der Schwierigkeiten der deutschen Hersteller, sich im Elektroautomarkt durchzusetzen, am 12. M\u00e4rz 2024 in der <em>FAZ<\/em>, \u201edas vollst\u00e4ndige Verbot f\u00fcr Fahrzeuge mit Verbrenner\u201c aufzuheben und zeigt sich optimistisch, da\u00df auch in dieser Frage \u201esich die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse durch Wahlen ver\u00e4ndern lassen.\u201c<\/p>\n<p>Trotzig dagegen in derselben Zeitung am 29. Februar ein Herr Simon, \u201eGr\u00fcnder und Ehrenvorsitzender der weltweit t\u00e4tigen Unternehmensberatung Simon-Kucher\u201c, ein weltbekannter Mann also, der mault: \u201eDeindustrialisierung ist ein Reizwort. Ich bin der Meinung, dass wir eine angemessene Deindustrialisierung brauchen und diese nicht verhindern sollten.\u201c Unter anderem begr\u00fcndet es das damit, da\u00df \u201eenergieintensive und stark umweltbelastende Industrien \u2026 nicht nach Deutschland (geh\u00f6ren), f\u00fcr sie gibt es geeignetere Standorte.\u201c An die Stelle der schon in der Vergangenheit verschwundenen Branchen Textil, Bergbau und Kameras seien auch \u201eandere zukunftsgerichtete Sektoren\u201c getreten und das werde auch in Zukunft so bleiben.<\/p>\n<p>Der gute Mann \u00fcbersieht v\u00f6llig, da\u00df diese Verlagerung der genannten Branchen in Billiglohnl\u00e4nder<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>unter dem Zepter der Monopole der USA und damaligen EWG geschah, das Zepter aber weiterhin in diesen Zentren geschwungen wurde. Genau das ist in der jetzigen Zeit anders \u2013 bis hin zu \u00dcberlegungen, den in China errichteten T\u00f6chtern deutscher Konzerne so viele unternehmerische Selbstst\u00e4ndigkeit einzur\u00e4umen, da\u00df sie sich in der Perspektive zu chinesischen Unternehmen mit deutscher Herkunft entwickeln wie sich ja auch heutige US-amerikanische Unternehmen zum Teil auf ihre deutschen Ahnen berufen und damit ihre kleinen historischen Unternehmenskabinette schm\u00fccken ohne noch auf Berliner oder Dortmunder Kommandos zu h\u00f6ren.<\/p>\n<h5>Irrwege, Sackgassen und Perspektiven f\u00fcr \u201eMade in Germany\u201c<\/h5>\n<p>Die zweitausendzwanziger Jahre stellen f\u00fcr die 85 Millionen Menschen zwischen Rhein und Oder, Nord- und Ostsee-K\u00fcste und Alpenrand eine Wegscheide dar. Sie werden aus ihnen \u00f6konomisch und politisch anders raus- als reinkommen. In diesem Jahrzehnt, so zeichnet sich kurz vor Mitte dieser Periode ab, verdichtet sich der Prozess der Korrektur von 500 Jahren Kolonialgeschichte. In diesen 500 Jahren haben \u2013 am pr\u00e4zisesten nachzulesen im \u201eKommunistischen Manifest\u201c \u2013 die kapitalistisch organisierten Staaten Westeuropas mit ihrer Tochterausgr\u00fcndung in Nordamerika den Rest der Welt untertan und zu einem Jagdgebiet gemacht, aus dem sie best\u00e4ndig menschliche Arbeitskraft und Naturressourcen abgesogen haben.<\/p>\n<p>Diese Periode geht in unserer Zeit zu Ende. Sie verkn\u00fcpft sich seit dem Oktober 1917 mit dem Abstreifen der kapitalistischen Form menschlicher Reproduktion, die sich \u2013 wie bei einer jungen Schlange, die sich h\u00e4utet \u2013 in Windungen und mehreren Anl\u00e4ufen vollzieht. Die Dekolonisierung der Welt, die in der Periode nach dem Zweiten Weltkrieg nur ihren juristischen Ausdruck gefunden hat und damit nicht abgeschlossen wurde, sondern erst begonnen hatte, verbindet sich so in einem stufigen und komplexen weltgeschichtlichen Prozess mit dem \u00dcbergang vom Kapitalismus zum Sozialismus als dem bestimmenden Moment dieser Epoche.<\/p>\n<p>Deutschland hat in diesem Prozess historisch eine spezifische Rolle als Zusp\u00e4tkommer und \u00dcbertreiber im Konzert der ausbeutenden imperialistischen M\u00e4chte. Die Vorfahren der in diesem Land jetzt lebenden Menschen haben ihre nationale Form in den Kriegen 1866 bis 1871 erst gefunden \u2013 oder besser: sie wurde ihnen gefunden und aufgest\u00fclpt \u2013 als die damals f\u00fchrenden M\u00e4chte der kapitalistischen Durchformung der Welt, namentlich England und danach Frankreich, ihre nationale Form l\u00e4ngst gefunden und damit die Aufteilung der Welt unter sich fast abgeschlossen hatten. In einem nahezu panischen Kampf um einen \u201ePlatz an der Sonne\u201c, wie ihr Kaiser Wilhelm II es ausdr\u00fcckte, versuchte es, den blutigen Zug der britischen Kolonien Amerikas \u201enach dem Westen\u201c in einem noch blutigeren Kolonisierungskrieg der Ausdehnung \u201enach Osten\u201c zu kopieren, dabei Kontinentaleuropa zu seiner Ausdehnungsbasis dieses Sprungs zur Kolonisierung und letztlich Ausl\u00f6schung osteurop\u00e4ischer V\u00f6lker zu machen. Auch dieses Ausgreifen \u00fcber die eigenen Grenzen kommt mit dem Prozess der Entkolonisierung und \u00dcberwindung des Kapitalismus an ihr unvermeidliches Ende.<\/p>\n<p>Ein Zur\u00fcck in diese Epoche gibt es nicht mehr. Ein w\u00fcrdiger und friedlicher Platz zum Leben ist f\u00fcr dieses 85-Millionen-Volk leicht erkennbar. Er ergibt sich durch einen doppelten Blick auf den Globus, auf dem wir 8 Milliarden Menschen alle leben und in die eigene, blutige Geschichte. Deutschland ist kein Teil Amerikas oder Afrikas oder Australiens. Deutschland ist geografisch ein recht kleiner Teil der stark zergliederten Ausl\u00e4ufer des asiatischen Kontinents, dessen Teil westlich des Ural-Gebirges Europa hei\u00dft.<\/p>\n<p>Der \u00f6stliche Teil dieser Landmasse ist Russland, ziemlich in seiner Mitte liegt das Wohngebiet der 85 Millionen Deutschen. \u00d6konomisch mag es die Illusion geben, im Zeitalter der Datentechnik spielten geografische Rahmendaten keine Rolle. Aber das ist eben eine Illusion. Was wir essen und trinken, die Materie, in der wir wohnen und in die wir uns kleiden, kann nicht per Mausklick um den Globus verschoben werden. Die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen dieses Volkes liegen daher auf dem eurasischen Kontinent. Er ist unser Schicksal und unser Haus. Wir bewohnen es mit Nachbarn, die wir nicht wechseln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese im wahrsten Sinne des Wortes unverr\u00fcckbare Tatsache legt nah, da\u00df die \u00f6konomische Zukunft dieses Volkes in dem Wirtschaftsbereich liegt, der sich von Lissabon nach Wladiwostok und Ho-Chi-Min-Stadt erstreckt. Ihn als eine Zone m\u00f6glichst freien Handelns und friedlichen Arbeitens gleichberechtigt mit anderen V\u00f6lkern zum Wohle der in ihnen zusammengeschlossenen Menschen zu erschlie\u00dfen, f\u00fchrt zu der M\u00f6glichkeit eines Aufbl\u00fchens. Die Leugnung dieses nat\u00fcrlichen Platzes f\u00fchrt in die Irre. Der Versuch, in einem B\u00fcndnis mit den weit entfernt liegenden Vereinigten Staaten von Amerika im 21. Jahrhundert eine Kolonisierung 2.0 zu erstreben und Westeuropa erneut zum Ausgangspunkt der blutigen Begl\u00fcckung der Welt zu machen, w\u00fcrde \u2013 wie einer der gr\u00f6\u00dften deutschen Dichter, Bertolt Brecht, es warnend gesagt hat \u2013 dazu f\u00fchren, da\u00df von diesem Land in 20 Jahren nichts mehr da ist. Die Wegscheide dieser beiden m\u00f6glichen Wege liegt unmittelbar vor uns.<\/p>\n<p>Aufgrund seiner Geschichte und insofern selbst verursacht ist der Blick anderer V\u00f6lker auf dieses 85-Millionen-Volk von sehr divergierenden Gef\u00fchlen gepr\u00e4gt. Es wird einerseits verbunden mit naturwissenschaftlichen Pioniertaten wie der Erfindung des Verbrennungsmotors oder den ersten Flugger\u00e4ten, hat sich dank Goethe und Schiller Hochachtung auch als Kulturnation erworben und ist weithin bekannt als Heimat seiner beiden weltweit bekanntesten S\u00f6hne Karl Marx und Friedrich Engels.<\/p>\n<p>Es hat sich durch die von seinen Herrschenden zu verantwortende Ausl\u00f6sung der beiden blutigsten Kriege der Menschheitsgeschichte und durch die Ausl\u00f6schung eines ganzen, in seinen Grenzen wohnenden Teilvolkes, den deutschen und europ\u00e4ischen Juden, durch die Vervollkommnung der m\u00f6rderischen Rassentheorie und durch den Drang, sich die Welt durch das Erfinden immer schrecklicherer Waffen untertan zu machen, zu einer Teilmenge der Menschheit entwickelt, die von den anderen Teilmengen mit jederzeit wieder aktivierbarem Mi\u00dftrauen betrachtet wird. Es geh\u00f6rt zu den Tatsachen, denen sich dieses Volk zu stellen hat, da\u00df es zu Recht besteht. Kein Volk \u2013 au\u00dfer vielleicht dem japanischen, dessen Geschichte zu dem des deutschen einige \u00c4hnlichkeiten aufweist \u2013 ist in eigenem Interesse so zu friedlichem Handeln verdammt wie das deutsche.<\/p>\n<p>Aus alledem ergibt sich eine gute Perspektive. Deutschland ist ein wohlhabendes Land, es ist reich an Kultur, wird \u2013 wieder und noch \u2013 geachtet und es liegt zwar am Rande des \u00f6konomisch aufbl\u00fchenden asiatischen Kontinents, kann aber von diesem Aufbl\u00fchen profitieren. Eine intensive Einbettung in diesen Kontinent ist bei n\u00fcchterner Betrachtung der Realit\u00e4ten die beste M\u00f6glichkeit, den errungenen Wohlstand auch f\u00fcr die jetzt heranwachsenden Generationen und deren Kinder zu bewahren und fortzuentwickeln. \u201eMade in Germany\u201c wird die Welt nicht mehr erobern und immer h\u00e4ufiger seinen Hut ziehen vor Innovationen \u201eMade in Asia\u201c. Das kostet dieses Volk weder W\u00fcrde noch Wohlstand.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Manfred Sohn, Gleichen, ist Vorsitzender der Marx-Engels-Stiftung e.V. (MES).<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Alle Zahlen und Zitate in diesem Absatz aus FAZ vom 15. Mai 2024<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Karl Marx, Zur Kritik der Politischen \u00d6konomie, Marx Engels Werke (MEW), Band 13, Berlin 1975, S. 9<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ebenda, S. 7<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Karl Marx\/Friedrich Engls, Manifest der Kommunistischen Partei, Marx Engels Werke (MEW), Band 4, Berlin 1974, S. 466<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Bei Kameras hinsichtlich der deutschen Fertigung in die DDR, die aus Devisenknappheit hochwertige optische Ger\u00e4te jahrzehntelang unter Wert verkaufte<\/p>\n<hr \/>\n<h5><strong>Download<\/strong><\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Freidenker_2024-03_Sohn_DerAbstiegVonMadeInGermany.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Manfred Sohn: <strong>Der Abstieg von Made in Germany <\/strong><\/a>\u00a0(Auszug aus\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19927\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FREIDENKER 3-24<\/a>, ca. 497 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Manfred S\u00f6hn w\u00e4hrend seines Vortrages auf der Konferenz des Deutschen Freidenker-Verbandes \u201eDeindustrialisierung \u201c am 20. April 2024 in Retgendorf bei Schwerin<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Ralf Lux<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Manfred Sohn aus FREIDENKER 3-24<\/b><br \/>\nZum Einstieg in das Thema mag es reichen, ein paar \u00dcberschriften aus Zeitungsartikeln vor allem der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung \u201e (FAZ), der \u201ejungen welt\u201c (jw) und einiger anderer Zeitungen aus dem Zeitraum vom Dezember letzten Jahres bis zum April diesen Jahres zu zitieren:<br \/>\n&#8211; Am 20. Januar 2024 titelt die FAZ in ihrer Rubrik \u201eUnternehmen\u201c: \u201eBASF verfehlt eigene Erwartungen \u2013 Der Chemieriese schreibt eine weitere Milliarde Euro auf Anlagen ab. Anleger hoffen, dass es schlechter nicht mehr kommen kann.\u201c<br \/>\n&#8211; Dieser Galgenhumor speist sich aus der Stimmung, die einen Monat vorher, am 16.\/17. Dezember 2023, die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) so auf den Punkt bringt: \u201eNur wenig Zuversicht in der Chemiebranche \u2013 Teure Energie, Konjunkturflaute, leere Staatskasse \u2013 Die Stabilisierung des wichtigen Industriebereichs l\u00e4sst auf sich warten.\u201c<br \/>\n&#8211; Hinter den diese beiden Bl\u00e4tter vor allem umtreibenden Sorgen der Anleger geraten andere, viel st\u00e4rker besorgte Kreise leicht aus dem Blickfeld \u2013 immerhin meldet die FAZ am 7. Februar 2024: \u201eMiele streicht 2700 Stellen \u2013 Die Nachfrage nach Haushaltsger\u00e4ten sinkt, die Kosten steigen, Besserung ist nicht in Sicht.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19967,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[413,1642,452,1151,1428,668,1034,121,2344,2184,185,2345,122],"class_list":["post-19951","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeit-soziales","tag-china","tag-deindustrialisierung","tag-deutschland","tag-europa","tag-industrie","tag-kultur","tag-marxismus","tag-medien","tag-produktionsverhaeltnisse","tag-produktivkraefte","tag-usa","tag-weltniveau","tag-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/retgendorf_sohn_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5bN","jetpack-related-posts":[{"id":19927,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19927","url_meta":{"origin":19951,"position":0},"title":"FREIDENKER 3-24 EXTRA \u2013 Deindustrialisierung","author":"Webredaktion","date":"27. September 2024","format":false,"excerpt":"Die Ausgabe 3-24 EXTRA des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema \u201eDeindustrialisierung\u201c und enth\u00e4lt u.a. folgende Beitr\u00e4ge: - Klaus Hartmann: Die Ideologie der Produktivkraftvernichtung - Manfred Sohn: Der Abstieg von \u201eMade in Germany\u201c \u2013 Aspekte der Deindustrialisierung des imperialistischen Deutschlands - Wolfgang Beck: Alles hat ein Ende \u2013 auch die Marktwirtschaft\u2026","rel":"","context":"In &quot;Verbandsorgan FREIDENKER&quot;","block_context":{"text":"Verbandsorgan FREIDENKER","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=8"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FD_2024-03_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FD_2024-03_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FD_2024-03_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FD_2024-03_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":18866,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18866","url_meta":{"origin":19951,"position":1},"title":"Videos und Galerie: Konferenz Deindustrialisierung","author":"Webredaktion","date":"25. April 2024","format":false,"excerpt":"Am 20.04.2024 fand in Retgendorf bei Schwerin die Konferenz Deindustrialisierung des Deutschen Freidenker-Verbandes statt. Bruno Jeup vom Landesverband Berlin hat die Veranstaltung im Video dokumentiert. Wir ver\u00f6ffentlichen hier die Videos der vier Referate von Klaus Hartmann (\"\"Die Ideologie der Produktivkraftvernichtung\"), Dr. Manfred Sohn (\"Der Abstieg von 'Made in Germany'\"), Dr.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Retgendorf_Totale_20240420_142853.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Retgendorf_Totale_20240420_142853.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Retgendorf_Totale_20240420_142853.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Retgendorf_Totale_20240420_142853.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":18158,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18158","url_meta":{"origin":19951,"position":2},"title":"Konferenz &#8222;Deindustrialisierung&#8220;","author":"Webredaktion","date":"13. Februar 2024","format":false,"excerpt":"Der Deutsche Freidenker-Verband l\u00e4dt ein zur Konferenz: \"Deindustrialisierung\" in Kooperation mit dem Ostdeutschen Kuratorium von Verb\u00e4nden (OKV) Samstag, 20.04.2024, 10.30 Uhr, Ferienpark Retgendorf bei Schwerin, Kiefernweg 1, 19067 Dobin am See, Ortsteil Retgendorf Vortr\u00e4ge und Diskussion: Klaus Hartmann: Die Ideologie der Produktivkraftvernichtung Dr. Manfred Sohn: Der Abstieg von \u201eMade in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Zentrale Veranstaltungen&quot;","block_context":{"text":"Zentrale Veranstaltungen","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=20"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Deindustrialisierung_titel_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Deindustrialisierung_titel_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Deindustrialisierung_titel_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Deindustrialisierung_titel_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":19956,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19956","url_meta":{"origin":19951,"position":3},"title":"Alles hat ein Ende \u2013 auch die Marktwirtschaft","author":"Webredaktion","date":"29. September 2024","format":false,"excerpt":"Beitrag von Wolfgang Beck aus FREIDENKER 3-24 Diesen verr\u00fcckten und prozierenden Titel habe ich nicht ohne Grund gew\u00e4hlt. Denn die historische Vergesslichkeit greift immer weiter um sich, und ich staune immer wieder, wie wenig die Leute \u00fcber die DDR wissen. Im Westen dominiert die recht einseitige Betrach\u00adtungsweise der DDR-Planwirtschaft bzw.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Arbeit &amp; Soziales&quot;","block_context":{"text":"Arbeit &amp; Soziales","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/retgendorf_beck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/retgendorf_beck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/retgendorf_beck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/retgendorf_beck_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":20794,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20794","url_meta":{"origin":19951,"position":4},"title":"Jan van Aken: Kriegstreiber von links","author":"Webredaktion","date":"20. Januar 2025","format":false,"excerpt":"Beitrag von Andreas Wehr Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) f\u00fchrte kurz vor Ende des Jahres ein Interview mit Jan van Aken, Parteivorsitzender und Spitzenkandidat der Linken, in dem es vor allem um seine Haltung zum Krieg um die Ukraine ging. Van Aken forderte darin eine diplomatische L\u00f6sung des Konflikts. Hoffnungen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/2025-01-18_Ausserordentlicher_Bundesparteitag_Die_Linke_2025_in_Berlin_by_Sandro_Halank%E2%80%93099_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/2025-01-18_Ausserordentlicher_Bundesparteitag_Die_Linke_2025_in_Berlin_by_Sandro_Halank%E2%80%93099_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/2025-01-18_Ausserordentlicher_Bundesparteitag_Die_Linke_2025_in_Berlin_by_Sandro_Halank%E2%80%93099_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/2025-01-18_Ausserordentlicher_Bundesparteitag_Die_Linke_2025_in_Berlin_by_Sandro_Halank%E2%80%93099_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":15574,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=15574","url_meta":{"origin":19951,"position":5},"title":"Konferenz zur Einigung des Widerstandes gegen den US\/NATO-Krieg in der Ukraine","author":"Webredaktion","date":"23. M\u00e4rz 2023","format":false,"excerpt":"von Rainer Rupp Mit tagt\u00e4glichen Herz-Schmerz-Geschichten aus der Ukraine und mit Hilfe linkssektiererischer Str\u00f6mungen wurde die Antikriegs-Bewegung gespalten und weitgehend gel\u00e4hmt. Zugleich vollzieht sich hinter den Kulissen Bidens Reindustrialisierung der USA auf Kosten der Deindustrialisierung Deutschlands. Die Ukraine und Deutschland werden zugleich von den transatlantischen Eliten verheizt, wenn auch auf\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/aufstand_fuer_frieden_20230225_142740_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/aufstand_fuer_frieden_20230225_142740_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/aufstand_fuer_frieden_20230225_142740_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/aufstand_fuer_frieden_20230225_142740_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19951"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19951\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19967"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}