{"id":19858,"date":"2024-09-24T23:32:08","date_gmt":"2024-09-24T21:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19858"},"modified":"2024-11-17T16:01:35","modified_gmt":"2024-11-17T15:01:35","slug":"die-langen-schatten-des-ersten-weltkriegs-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19858","title":{"rendered":"Die langen Schatten des Ersten Weltkriegs (6)"},"content":{"rendered":"<h4>Teil 6: Kritische Stimmen aus Gro\u00dfbritannien<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2192 Link zu Teil 1:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19595\">Der lange Weg in das Verh\u00e4ngnis Europas<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">\u2192 Link zu Teil 2:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19644\">Keineswegs schlafwandelnd in den Krieg<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">\u2192 Link zu Teil 3:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19716\">Diplomatische Winkelz\u00fcge pflastern den Weg in den Krieg<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">\u2192 Link zu Teil 4: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19803\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Abendland marschiert in den Abgrund<\/a><br \/>\n\u2192 Link zu Teil 5: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19853\">Die kurze Halbwertszeit von Kriegspl\u00e4nen<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><em><span class=\"tm12\">Ein Kommentar von\u00a0<strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Auch ver\u00f6ffentlicht als Tagesdosis vom 29.08.2024 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/die-langen-schatten-des-ersten-weltkriegs-teil-6-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der Beitrag ist auch als Audiopodcast verf\u00fcgbar:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-19858-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240829-apolut.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240829-apolut.mp3\">https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240829-apolut.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von <a href=\"https:\/\/apolut.net\/die-langen-schatten-des-ersten-weltkriegs-teil-6-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240829-apolut.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>1897 \u2013 zwei Jahre vor Beginn des barbarischen Zweiten Burenkriegs der Briten (Lord Milner\u00b4s War) \u2013 hielt der deutsche Au\u00dfenminister und sp\u00e4tere Kanzler Bernhard von B\u00fclow seine ber\u00fchmte, aber oft auch verk\u00fcrzt wiedergegebene Rede im Reichstag.<\/p>\n<p>Wohl in Anspielung an die Ergebnisse des 1. Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs (1618-1648) (1) hob er in dieser Rede hervor:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e<\/em>\u2026Die Zeiten, wo der Deutsche dem einen seiner Nachbarn die Erde \u00fcberlie\u00df, dem anderen das Meer und sich selbst den Himmel reserviert, wo die reine Doktrin thront [\u2026] \u2013 diese Zeiten sich vor\u00fcber. Wir betrachten es als eine unserer vornehmsten Aufgaben, gerade in Ostasien die Interessen unserer Schifffahrt, unseres Handels und unserer Industrie zu f\u00f6rdern und zu pflegen. [\u2026] Wir m\u00fcssen verlangen, dass der deutsche Mission\u00e4r und der deutsche Unternehmer, die deutschen Waren, die deutsche Flagge und das deutsche Schiff in China geradeso geachtet werden, wie diejenigen anderer M\u00e4chte. [\u2026] Wir sind endlich gern bereit, in Ostasien den Interessen anderer Gro\u00dfm\u00e4chte Rechnung zu tragen, in der sicheren Voraussicht, dass unsere eigenen Interessen gleichfalls die ihnen geb\u00fchrende W\u00fcrdigung finden. [\u2026] Mit einem Worte: Wir wollen niemand in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne. [\u2026] In Ostasien wie in Westindien werden wir bestrebt sein, getreu den \u00dcberlieferungen der deutschen Politik, ohne unn\u00f6tige Sch\u00e4rfe, aber auch ohne Schw\u00e4che unsere Rechte und unsere Interessen zu wahren\u201c.(2)<\/p>\n<p>Das musste in London als Kampfansage gewertet werden. Hatte das Empire doch in der Mitte des 19. Jahrhunderts in China 2 ausgewachsene Opiumkriege gef\u00fchrt. Ausgel\u00f6st wurden sie durch den Umstand, dass Gro\u00dfbritannien zwar Tee, Seide und Porzellan aus China importierte, umgekehrt aber kaum britische Waren nachgefragt wurden. Um dem einseitigen Abfluss von Devisen beizukommen, lie\u00dfen die Briten \u2013 v.a. gesteuert durch die East India Company \u2013 in Indien Opium anbauen und verkauften es in China. Das war verboten, lohnte sich aber trotzdem \u2013 bis der chinesische Kaiser intervenierte. Im Selbstverst\u00e4ndnis beider Nationen wirkt das bis heute nach. In Gro\u00dfbritannien vertr\u00e4gt sich der Anspruch, als Kolonialmacht vor allem Zivilisation verbreitet zu haben, schlecht mit der F\u00f6rderung des Drogenhandels \u2013 in China z\u00e4hlen die Opiumkriege wegen der Zugest\u00e4ndnisse an die Briten zum <em>\u201eJahrhundert der nationalen Schande\u201c<\/em>.(3)<\/p>\n<p>Um die Frage nach den Hauptinitiatoren des Ersten Weltkriegs beantworten zu k\u00f6nnen, so lehrt uns jeder Krimi, muss man als Erstes nach m\u00f6glichen \u201cMotiven\u201d Ausschau halten und darauf achten, wer auf wen mit dem Finger zeigt, um dann alle Fakten zu analysieren und schlie\u00dflich die Mosaiksteine zusammenzusetzen.<\/p>\n<p>Bezieht sich die Eingangsfrage nun darauf, wem die Schuld am Ersten Weltkrieg zuzuweisen ist, sind die Motive nicht leicht zu erkennen, da sie durch die Propaganda \u00e4u\u00dferst geschickt verschleiert wurden. Denn die britischen Kriegsplaner hatten aus ihrem verlustreichen Zweiten Burenkrieg (1899-1902) gelernt, dass ein Krieg auch an der Propagandafront gewonnen werden muss. Und daf\u00fcr ist es einerseits wichtig, dass nach au\u00dfen hin der Gegner als Angreifer dasteht und andererseits, dass der Angriff tats\u00e4chlich \u00fcberraschend kommt.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass die Briten nach ihrer Kriegserkl\u00e4rung an Deutschland am 4. August 1914 um 23.30 Uhr nur wenige Stunden sp\u00e4ter, im Morgengrauen des 5. August, das deutsche Atlantikkabel kappten, sodass die Deutschen auf die Verbindung der US-Botschaft angewiesen waren (die vom britischen Geheimdienst abgeh\u00f6rt wurde), l\u00e4sst an der offiziellen Version Zweifel aufkommen, denn eine so schnelle Reaktion ist ohne vorherige Planung unm\u00f6glich. Auch die Medien waren anscheinend alles andere als unvorbereitet.<\/p>\n<p>Am 6. August 1914 erschien in der britischen Tageszeitung The Times ein geschichtstr\u00e4chtiger Artikel von Sir Ignatius Valentine Chirol (1852-1929):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Die Briten ziehen ihr Schwert f\u00fcr die gute Sache \u2026 Wieder einmal werden sie die Freiheit Europas mit den Worten, die K\u00f6nig William auf seine Fahne schrieb, aufrechterhalten. Es ist dieselbe Sache, f\u00fcr die Wellington auf der Halbinsel k\u00e4mpfte und Nelson auf Trafalgar, die gute Sache, die ihren kr\u00f6nenden Triumph auf den Feldern vor Waterloo fand. Es ist die Sache, f\u00fcr die Oliver Cromwells \u201cEisenharte\u201d und ihre franz\u00f6sischen Kameraden die beste Infanterie von Spanien besiegte und f\u00fcr die Drake und Howard von Effingham die Armada in die Flucht trieben \u2013 die Sache der Schwachen gegen die Starken, der kleinen V\u00f6lker gegen ihre \u00fcberm\u00e4chtigen Nachbarn, die Sache des Rechts gegen brutale Gewalt \u2013 die Sache des Commonwealth Europas gegen die Vorherrschaft des Schwertes.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Garniert war der Artikel mit dem Bild des heiligen Georg, der die belgische Prinzessin vor dem deutschen Drachen besch\u00fctzt. Diese emotional aufgeladene Botschaft muss auf Engl\u00e4nder, auf Schotten, Iren und Waliser stark gewirkt haben, ist doch das Kreuz des heiligen Georg Bestandteil der englischen Flagge. Als leidenschaftlicher Imperialist war der Historiker und Diplomat Chirol \u00fcberzeugt, dass das Deutsche Kaiserreich und die unruhige muslimische Welt die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr das Empire bildeten. Also musste Deutschland als brutaler Usurpator dargestellt werden, der \u00fcber den Nachbarn herf\u00e4llt und skrupellos ganze Familien ausrottet.<\/p>\n<h5>Die Geschichte Englands eine Sache der Schwachen gegen die Starken?<\/h5>\n<p>Da der bereits im 19. Jahrhundert beginnende Kampf um Ressourcen und M\u00e4rkte die Basis f\u00fcr die Interessenlage vor dem Ersten Weltkrieg bildet, muss der Blick zun\u00e4chst auf den englischen Historiker John Seeley(4) sowie den Rassenideologen John Ruskin gerichtet werden. Ersterer hat das Wachstum des Britischen Empires durch die Kolonisation und Ausbeutung anderer L\u00e4nder in seinem erhellenden Buch <em>\u201cDie Expansion Englands\u201d<\/em> eindrucksvoll beschrieben und analysiert.(5) Und Ruskin lieferte dem Diamantentycoon Cecil Rhodes und seiner <em>\u201cSecret Society\u201d<\/em> die passende \u00dcberlegenheit Ideologie sowie die humanit\u00e4re Rechtfertigung f\u00fcr ihre imperialistischen Machtpl\u00e4ne.<\/p>\n<p>Um den Weg Englands in den Ersten Weltkrieg zu verstehen, ist ein Blick auf die britische Geschichte seit den Freibeuterz\u00fcgen von John Hawkins und Francis Drake hilfreich. Hawkins leitete im 17. Jahrhundert den britischen Sklavenhandel auf der Dreiecksroute London, Westafrika, S\u00fcdamerika. Drake pl\u00fcnderte 1572 die spanische Stadt Nombre de Dios in der Karibik. Zur reichen Beute kamen 40.000 Pfund Silber von einer gekaperten Karavelle hinzu. Queen Elisabeth I. nahm die Summe gern an, adelte Drake und beauftragte ihn mit weiteren Raubz\u00fcgen. Die Freibeuter schufen so die Voraussetzungen, dass auf den Tr\u00fcmmern der alten europ\u00e4ischen Seem\u00e4chte wie Portugal, Spanien, Holland und Frankreich das Britische Empire errichtet werden konnte.<\/p>\n<p>Inzwischen scheint es widerspruchslos akzeptiert zu sein, dass im unangreifbaren London viel weniger zur Vermeidung des Ersten Weltkriegs getan wurde, als in Berlin, das in wenigen Tagesm\u00e4rschen von russischen Truppen erreicht werden konnte. Intern war von Anfang an klar, wo Gro\u00dfbritannien im Konflikt stehen w\u00fcrde, n\u00e4mlich auf der Seite der Partner in der Entente. Eine \u00c4u\u00dferung in diesem Sinne war aus innenpolitischen Gr\u00fcnden unm\u00f6glich, denn die gro\u00dfe Mehrheit der Briten wollte keinen Krieg. Schritte zur M\u00e4\u00dfigung Russlands lie\u00df Au\u00dfenminister Grey, der ausgesprochen frankreichfreundlich war und Deutschland sehr reserviert gegen\u00fcberstand, nur sehr zur\u00fcckhaltend unternehmen. Nach dem Studium der von den Kriegf\u00fchrenden ver\u00f6ffentlichten Farbb\u00fccher kam der amerikanische V\u00f6lkerrechtler John William Burgess in einem 1915 ver\u00f6ffentlichten Buch zu dem Ergebnis, Grey habe agiert, <em>\u201c<\/em><em>wie ein sehr kluger Diplomat\u201d<\/em> handeln <em>w\u00fcrde, der einen Vernichtungskrieg gegen das Deutsche Reich und die \u00f6sterreich-ungarische Monarchie herbeizuf\u00fchren w\u00fcnscht und die Verantwortung daf\u00fcr auf die Schultern seiner Opfer abw\u00e4lzen m\u00f6chte\u201c<\/em>.(6)<\/p>\n<p>Hermann Harris, Professor f\u00fcr V\u00f6lkerrecht in Oslo Aall, bescheinigte Grey 1927, sein Verhalten <em>\u201e\u2026habe das<\/em> <em>Gepr\u00e4ge von schlau durchdachter Berechnung gehabt\u201c.<\/em>(7) Selbst der britische Historiker Ferguson, der \u00fcberzeugt ist, dass Deutschland Russland und Frankreich den Krieg aufzwang, meinte vor einigen Jahren, Grey sei einer <em>\u201eTaktik der wohl\u00fcberlegten Zweideutigkeit\u201c<\/em>(8) gefolgt. England schrieb er zu, aus dem kontinentalen Krieg einen Weltkrieg gemacht zu haben. Der leitende Gesichtspunkt des britischen Au\u00dfenministers war die Sorge um die unbeeintr\u00e4chtigte Erhaltung der britischen Machtstellung. Sie sah er durch Deutschland bedroht, schon lange vor dem Krieg und in st\u00e4rkerem Ma\u00dfe in der Julikrise. Blieb England dem Krieg fern, so seine \u00dcberlegung, erm\u00f6glichte es damit einen deutschen Sieg \u00fcber Russland und Frankreich. Siegten aber diese beiden M\u00e4chte ohne Mitwirkung Gro\u00dfbritanniens, so war k\u00fcnftig mit deren Gegnerschaft zu rechnen. Demzufolge musste er sein Land auf ihre Seite f\u00fchren. Das deutsche Ansinnen an Belgien spielte f\u00fcr seine Entscheidung allenfalls eine Nebenrolle, aber es war bestens geeignet, die Bedenken gegen einen Krieg in der politischen Klasse und in der \u00d6ffentlichkeit Englands auszur\u00e4umen.<\/p>\n<h5>Lord Ponsonby \u00fcber die L\u00fcgen in Kriegszeiten<\/h5>\n<p>Arthur Ponsonby (1871-1946) war der Sohn des Privatsekret\u00e4rs von Queen Victoria, Henry Ponsonby. Nach Eton besuchte er das Balliol College in Oxford und trat dann in den diplomatischen Dienst ein. 1908 zog er ins Unterhaus ein und gr\u00fcndete 1914 zusammen mit anderen die <em>\u201cUnion of Democratic Control\u201d<\/em> (UDC). Ziel dieser Gruppe war es, den vermeintlichen milit\u00e4rischen Einfluss auf die britische Regierung zur\u00fcckzudr\u00e4ngen und sich f\u00fcr den Frieden einzusetzen. Die UDC sprach sich auch f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Wehrpflicht anstelle des im Vereinigten K\u00f6nigreich \u00fcblichen Freiwilligensystems aus. In seinem 1928 erschienenen Buch <em>\u201cFalsehood in Wartime: Propaganda Lies of the First World War\u201d<\/em> untersuchte und beschrieb Ponsonby die Methoden der Kriegspropaganda, wie sie seiner Auffassung nach vor und w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs v.a. von britischer Seite angewandt wurden. Es enth\u00e4lt den ber\u00fchmten Hinweis:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWhen war is declared, truth is the first casualty\u201c (Nach einer Kriegserkl\u00e4rung ist die Wahrheit das erste Opfer).(9)<\/p>\n<p>Laut Ponsonby war der sofortige Eintritt der Briten in den Weltkrieg im Jahr 1914 der milit\u00e4rischen Bindung an Frankreich geschuldet, einer Bindung, von der weder das Volk noch das Parlament wusste. Nur wenige Mitglieder des Kabinetts waren eingeweiht. Die leugneten jedoch das Bestehen einer solchen Bindung. Es sei doch nur eine moralische Verpflichtung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>Der Umstand\u201c<\/em>, schreibt Ponsonby, \u201e<em>dass es kein unterzeichneter Vertrag war, hatte mit der bindenden Natur einer Vereinbarung, zu der man als dem Ergebnis jahrelang gef\u00fchrter milit\u00e4rischer maritimer Besprechungen gelangt war, nicht das Geringste zu tun\u201c.<\/em>(10) Sir Eyre Crowe sah darin eine <em>\u201cehrenhafte Erwartung<\/em><em>\u201c<\/em>, Austen Chamberlain bezeichnete sie als die <em>\u201eengsten Verhandlungen und Vereinbarungen zwischen zwei Regierungen\u201c<\/em>, w\u00e4hrend Lloyd George von einem <em>\u201cPakt\u201d\u00a0<\/em> sprach \u2013 Lord Grey habe selbst zugegeben, <em>\u201e\u2026dass er, wenn wir nicht auf Seiten Frankreichs in den Krieg eingetreten w\u00e4ren (ganz abgesehen von der Verletzung der belgischen Neutralit\u00e4t), sein Amt niedergelegt h\u00e4tte<\/em>\u201c.(11)<\/p>\n<p>Die Besprechungen inklusive enger Beratungen zwischen den Milit\u00e4r- und Marinest\u00e4ben hatten bereits vor 1906 begonnen. Die erste ausdr\u00fcckliche Leugnung erfolgte 1911: Am 8. M\u00e4rz stellte Mr. Jowett im Unterhaus an den Staatssekret\u00e4r des Ausw\u00e4rtigen Amtes, Thomas McKinnon Wood, einen liberalen Politiker, die Anfrage, ob w\u00e4hrend seiner Amtszeit Frankreich irgendein Versprechen gegeben wurde oder irgendeine Vereinbarung getroffen worden sei, dahin lautend, dass in gewissen m\u00f6glichen F\u00e4llen britische Truppen entsandt werden, um die Operationen des franz\u00f6sischen Heeres zu unterst\u00fctzen.(12) Die Antwort lautete: Nein. Das Unterhaus war nicht \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>So ging Grey am 27. November 1911 in die Offensive:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eVor allem lassen Sie mich versuchen, mit einigen der Verd\u00e4chtigungen in Bezug auf Verheimlichung aufzur\u00e4umen \u2013 Verd\u00e4chtigungen, mit denen manche Leute sich selbst zu qu\u00e4len scheinen und sicherlich andere beunruhigen. Wir haben dem Haus die Geheimartikel des Abkommens mit Frankreich vom Jahr 1904 vorgelegt. Es gibt keine anderen geheimen Vereinbarungen. Die letzte Regierung schloss jenes Abkommen im Jahr 1904. Sie hielt diese Artikel geheim und ich glaube, jedermann wird den Grund hierf\u00fcr einsehen. Die Bekanntgabe dieser Artikel h\u00e4tte wahrscheinlich Blut gemacht. Nach meinem Daf\u00fcrhalten war sie zur Geheimhaltung dieser Artikel vollauf berechtigt, da es keine Artikel waren, die dem Haus ernstliche Verpflichtungen auferlegten\u201c.(13)<\/em><\/p>\n<p>Weiter f\u00fchrte Grey aus, dass die britische Regierung keine geheimen Abmachungen in Hinsicht auf Kriegsverpflichtungen eingehen sollte. \u201e<em>Das w\u00e4re t\u00f6richt. Keine britische Regierung k\u00f6nnte sich auf einen Krieg einlassen, wenn sie nicht die \u00f6ffentliche Meinung hinter sich h\u00e4tte und solche bestehenden Vereinbarungen, welche das Parlament tats\u00e4chlich zu derartigem verpflichten, sind in den Vertr\u00e4gen und Abkommen enthalten, die dem Haus vorgelegt worden sind. Was uns anbelangt, so haben wir, seit wir im Amt sind, keinen einzigen geheimen Artikel irgendwelcher Art aufgestellt\u201c.(14)<\/em><\/p>\n<p>Diese ganze Ausf\u00fchrung ist eine sorgf\u00e4ltige Umgehung des eigentlichen Punkts: Schon ab dem 3. August 1914 war es den Kabinettsmitgliedern klar,<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e\u2026dass unsere Vereinbarung mit Frankreich ein geheimes Abkommen war, das dem Parlament Kriegsverpflichtungen auferlegte\u201c.(15)<\/p>\n<p>Im Unterhaus versicherte Grey am gleichen Tag, <em>\u201e\u2026dass wir, wenn eine Krise wie die jetzige entstehen sollte, vor das Unterhaus treten w\u00fcrden und dem Unterhaus zu sagen verm\u00f6chten, dass wir kein geheimes Abkommen haben, mit dem wir das Haus \u00fcberraschen und infolgedessen wir dem Hause sagen m\u00fcssten, dass, wie wir jenes Abkommen getroffen haben, das Land nun eine Ehrverpflichtung hat \u2026 Die Regierung blieb vollkommen frei, und a fortiori blieb das Unterhaus vollkommen frei\u201c.(16)<\/em> Nach Ponsonby war die Freiheit des Parlaments, auf die Grey hier abhob, infolge der Tatsache, dass am Tag zuvor der maritime Schutz der franz\u00f6sischen K\u00fcste und Schifffahrt von der britischen Regierung gew\u00e4hrleistet worden war, hinf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Das Parlament war infolge der Bindungen keinesfalls frei, und dies machte die <em>\u201cBeratung<\/em><em>\u201c<\/em> und die parlamentarische Genehmigung zu einer reinen Farce.(17)<\/p>\n<p>In Greys Rede sah Ponsonby eine sehr d\u00fcrftige Aufz\u00e4hlung von Ereignissen, die er einem Haus gab, das jahrelang geflissentlich im Dunkeln gehalten worden war. Unter den weiteren Auslassungen war der Vorschlag des deutschen Botschafters vom 1. August 1914, in dem er zu verstehen gab<em>, \u201e\u2026dass Deutschland bereit sei, nicht nur die belgische Neutralit\u00e4t, sondern auch die Integrit\u00e4t Frankreichs und seiner Kolonien zu gew\u00e4hrleisten, und ferner unterlie\u00df es der Au\u00dfenminister zu erw\u00e4hnen, dass er bei dieser Unterredung sich ganz entschieden geweigert hatte, irgendwelche Bedingungen zu nennen, aufgrund derer die Neutralit\u00e4t dieses Landes garantiert werden k\u00f6nnte\u201c.(18)<\/em><\/p>\n<p>Vier Monate vor Kriegsende, am 18. Juli 1918, erkl\u00e4rte der konservative Abgeordnete Andrew Bonar Law vor dem Unterhaus:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eEs ist gesagt worden \u2013 und ich glaube, es ist sehr wahrscheinlich richtig, dass der Krieg nie stattgefunden h\u00e4tte, wenn Deutschland gewusst h\u00e4tte, dass England sich am Krieg beteiligen werde\u201c.(19)<\/p>\n<p>Trotz des Wissens um die kriegsvorbereitenden Ma\u00dfnahmen der geheimen Elite erkl\u00e4rte David Lloyd George am 4. August 1914, dem Tag der britischen Kriegserkl\u00e4rung an Deutschland:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201e<em>England k\u00e4mpfe, um die gef\u00e4hrlichste Verschw\u00f6rung, die je gegen die Freiheit der V\u00f6lker angezettelt, die mit grausamer, schamloser Entschlossenheit in allen Einzelheiten sorgf\u00e4ltig, geschickt, hinterlistig und heimlich geplant wurde, zunichte zu machen\u201c.(20)<\/em> Unter den wenigen gem\u00e4\u00dfigten Stimmen im August 1914 war Lord Rosebery, welcher schrieb: \u201e<em>Es war wirklich ein Funke inmitten eines gro\u00dfen Pulvermagazins, das die V\u00f6lker Europas in den letzten zwanzig oder drei\u00dfig Jahren aufgebaut haben \u2026Ich wei\u00df nicht, ob es irgendeinen gro\u00dfen Organisator gab \u2026 Es w\u00fcrde mir widerstreben, ohne Beweislast irgendjemandem eine solche Schuld zur Last zu legen\u201c.(21)<\/em><\/p>\n<p>Laut Christopher Clark hat die NATO im Fr\u00fchjahr 1999 die Serben viel st\u00e4rker unter Druck gesetzt als \u00d6sterreich-Ungarn im Juli 1914 \u2013 er fragt: <em>\u201eLag das vor allem daran, dass Russland als Gro\u00dfmacht aus dem Spiel war?\u201c.<\/em>(22)<\/p>\n<p>(Nicht zuletzt ging es 1999 wohl darum, Serbien zwecks Sicherstellung einer US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz im Kosovo auf Dauer aus der europ\u00e4ischen Entwicklung auszuklammern.(23)<\/p>\n<p>Lord Ponsonby zerlegte die britischen Kriegsargumente wie folgt(24)<\/p>\n<p><em><strong>\u201cEin Krieg, um den Militarismus auszutilgen<\/strong><strong>\u201c<br \/>\n<\/strong><\/em>Britische Ausgaben f\u00fcr Kriegsdienste in Pfund<br \/>\n1913-1914 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 110 750 000<br \/>\n1924-1925\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 117 525 000<\/p>\n<p><em><strong>\u201c<\/strong><strong>Ein Krieg zur Verteidigung kleiner Staaten<\/strong><strong>\u201c<br \/>\n<\/strong><\/em>Montenegro z.B. verschwand infolge der Friedensvertr\u00e4ge von der Karte, obgleich der Premierminister am 5. Januar 1918 die Wiederherstellung Montenegros eigens betont hatte.(25) <strong>\u00a0<\/strong>Die britische Besetzung \u00c4gyptens dauert fort usw.<\/p>\n<p><em><strong>\u201cEin Krieg, um die Welt f\u00fcr die Demokratie sicherer zu machen<\/strong><strong>\u201d<br \/>\n<\/strong><\/em>Die Ungereimtheit dieses Arguments der Alliierten, zu denen auch das zaristische Russland geh\u00f6rte, liegt auf der Hand. Nach Kriegsende etablierten sich in Kontinentaleuropa \u00fcberall Diktaturen.<br \/>\nIn der Tat war die parlamentarische Regierung, au\u00dfer in Gro\u00dfbritannien, Belgien, Holland und der Schweiz, \u00fcberall, wo sie nicht g\u00e4nzlich abgeschafft wurde, in gro\u00dfer Gefahr.<\/p>\n<p><em><strong>\u201cEin Krieg, um den Kriegen ein Ende zu machen<\/strong><strong>\u201d<br \/>\n<\/strong><\/em>Dieser Schlachtruf war nicht sehr originell. Er wurde schon in fr\u00fcheren Kriegen ausgesto\u00dfen, obgleich jeder Schuljunge wei\u00df, dass Krieg wieder Krieg erzeugt.<em><strong><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die britische Tageszeitung Morning Post schrieb am 20. Oktober 1915:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWir sind mit den falschen Ratschl\u00e4gen von Politikern und Sentimentalisten, die sogar jetzt noch vorgeben, dass dies ein Krieg ist, um den Kriegen ein Ende zu machen, lange genug get\u00e4uscht worden. Es wird immer Kriege geben, solange die menschliche Natur eben die menschliche Natur bleibt\u201c.<\/p>\n<p><em><strong>\u201cKein Gebiet f\u00fcr Gro\u00dfbritannien<\/strong><strong>\u201d<br \/>\n<\/strong><\/em><em>\u201eWir haben nicht den Wunsch, die B\u00fcrden unseres Reiches durch neuen Fl\u00e4chenraum oder gr\u00f6\u00dfere Verantwortung zu vermehren\u201c.<\/em> Asquith, Oktober 1914<br \/>\n<em>\u201eWir f\u00fchren keinen Eroberungskrieg\u201c.<\/em> Lloyd George, Februar 1917<\/p>\n<p><strong>Was war das Ergebnis? (26)<\/strong><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 288px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 24px; background-color: #f2e1e1;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; background-color: #f2e1e1;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">T<strong>eil des britischen Reiches wurde:<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>Fl\u00e4che in engl. Quadratmeilen<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u00c4gypten<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">350.000<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Zypern<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">3.584<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; background-color: #f2e1e1;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>F\u00fcr diese L\u00e4ndereien erhielt Gro\u00dfbritannien das Mandat:<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; background-color: #f2e1e1; text-align: right;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Deutsch-S\u00fcdwestafrika<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">322.450<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Deutsch-Ostafrika<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">384.180<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Togo und Kamerun<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">112.415<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Samoa<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1.050<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Deutsch-Neuguinea \/ S\u00fcdseeinseln<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">90.000<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Pal\u00e4stina<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">9.000<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Mesopotamien (Irak)<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">143.250<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 24px; background-color: #f2e1e1;\">\n<td style=\"width: 50%; background-color: #f2e1e1; height: 24px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>Gesamtfl\u00e4che<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 24px; text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>1.415.929<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Am 5. September 1919 verwies US-Pr\u00e4sident Woodrow Wilson auf die wahren Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eGibt es einen Mann oder eine Frau, ja lasst sagen, gibt es ein Kind, das nicht wei\u00df, dass in der modernen Welt der industrielle Wettbewerb der Kriegssamen ist? \u2026 Dies war ein Industrie-Handelskrieg\u201c.(27)<\/p>\n<p>Und der ehemalige franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Raymond Poincare, der im August 1914 Frankreich in den Krieg gef\u00fchrt hatte, gestand 1925:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201e<\/em>Ich behaupte nicht, dass \u00d6sterreich oder Deutschland in erster Linie eine bewusste, \u00fcberlegte Absicht hatten, einen allgemeinen Krieg zu entfesseln. Keine vorhandenen Dokumente geben uns das Recht, anzunehmen, dass sie zu jener Zeit irgendetwas so Systematisches geplant hatten\u201c.(28)<\/p>\n<p>Am Ende seines Buches geht Ponsonby auf die F\u00e4lschung amtlicher Schriftst\u00fccke ein. Hier beschreibt er u.a. auch den <em>\u201eber\u00fchmten F\u00e4lschungsfall\u201c<\/em> von Kurt Eisner, Revolution\u00e4r und Ministerpr\u00e4sident von eigenen Gnaden in Bayern. Eisner lie\u00df Anfang 1919 den angeblichen Wortlaut eines Schreibens des bayerischen Gesandten in Berlin ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eSo wie der Bericht herausgegeben wurde, bekundete er das zynische Vorhaben der deutschen Regierung, die vorgeschlagenen \u00f6sterreichischen Zwangsma\u00dfnahmen gegen Serbien zur Entfachung eines Weltkriegs auszunutzen. Der Vorfall f\u00fchrte zu einem Prozess. Zw\u00f6lf ausl\u00e4ndische Sachverst\u00e4ndige pr\u00fcften das Schriftst\u00fcck und alle kamen zu der Schlussfolgerung, dass eine F\u00e4lschung vorliege.\u201d <\/em>Der franz\u00f6sische Professor an der Sorbonne, M. Edouard Dujardin, erkl\u00e4rte:<em> \u201eEs ist meine Ansicht, dass der Text, so wie ihn die Bayerische Staatszeitung ver\u00f6ffentlicht hat, eine der offenkundigsten und ruchlosesten F\u00e4lschungen der Geschichte ist. Der vollst\u00e4ndige Text bekundete, dass die deutsche Regierung nicht einen Weltkrieg, sondern einen lokalisierten Krieg zwischen \u00d6sterreich und Serbien ins Auge fasste\u201c. (29)<\/em><\/p>\n<p>Ponsonby analysierte die L\u00fcgen \u00fcber den Ersten Weltkrieg, die von den Kriegsnationen, hier vor allem von England, in Umlauf gebracht wurden. Er ist \u00fcberzeugt, dass Demokratien ohne Wehrpflicht st\u00e4rker auf die Propaganda angewiesen sind. Er wollte mit seinem Beispiel die Augen \u00f6ffnen, damit sich ein derartiges Desaster nicht so leicht wiederholen kann. F\u00fcr das <em>\u201candere\u201c<\/em> Gro\u00dfbritannien spricht, dass der unbequeme Ponsonby zwei Jahre nach Erscheinen seines Buches geadelt wurde und dann \u00c4mter im House of Lords \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>Die von Ponsonby dargelegten Mechanismen wurden von Anne Morelli aufgegriffen, die die 10 Prinzipien der Kriegspropaganda herausarbeitete: (30)<\/p>\n<ol>\n<li>Wir wollen den Krieg nicht.<\/li>\n<li>Das gegnerische Lager tr\u00e4gt die alleinige Verantwortung.<\/li>\n<li>Der F\u00fchrer des Gegners hat d\u00e4monische Z\u00fcge (der Teufel vom Dienst).<\/li>\n<li>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr eine gute Sache.<\/li>\n<li>Der Gegner k\u00e4mpft mit unerlaubten Waffen<\/li>\n<li>Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, bei uns handelt es sich um Versehen.<\/li>\n<li>Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.<\/li>\n<li>Angesehene Pers\u00f6nlichkeiten, Wissenschaftler, K\u00fcnstler und Intellektuelle unterst\u00fctzen unsere Sache.<\/li>\n<li>Unsere Mission ist heilig.<\/li>\n<li>Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, steht auf der Seite des Gegners (Verrat).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es ist verbl\u00fcffend, wie zeitlos diese 10 propagandistischen Grunds\u00e4tze anmuten. Betrachtet man die heutige Berichterstattung \u00fcber Russland und speziell \u00fcber Putin, so dr\u00e4ngt sich der Verdacht auf, dass sich seit 1914 nichts ge\u00e4ndert hat \u2013 es wird nur subtiler gearbeitet.<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der heutigen Bev\u00f6lkerung Westeuropas scheint den Sirenenges\u00e4ngen der Kriegspropaganda erlegen zu sein \u2013 George Orwells <em>\u201c1984\u201d<\/em> feiert Triumphe. Die Elite der deutschen Gr\u00fcnen fordert schwere Waffen, um Leben in der Ukraine zu sch\u00fctzen. Allen voran der Gr\u00fcnen-Europapolitiker Anton Hofreiter, der sich zudem Ende Mai 2024 daf\u00fcr aussprach, die\u00a0Ukraine\u00a0nicht l\u00e4nger davon abzuhalten, mit westlichen Waffen auch russisches Territorium anzugreifen.(31)\u00a0Sein Wunsch scheint am 6. August 2024 erh\u00f6rt worden zu sein. \u00dcberraschend drangen am 6. August 2024 in einem koordinierten Angriff von 4 Brigaden ukrainische Truppen \u00fcber die Grenze in das Gebiet Russlands in Richtung der Gro\u00dfstadt\u00a0Kursk\u00a0ein.(32)<\/p>\n<p>Nachdem unter den ukrainischen Angriffstruppen auch britische Challenger 2-Kampfpanzer auftauchten, gaben sich Downing Street und das britische Verteidigungsministerium auskunftsbereit.<\/p>\n<p>Von der Welt weitgehend unbemerkt,\u00a0hat\u00a0britische Ausr\u00fcstung (inklusive Drohnen),\u00a0eine zentrale Rolle in der neuen Offensive der Ukraine gespielt. Britisches Personal hat das ukrainische Milit\u00e4r in einem Ausma\u00df, das von keinem anderen Land erreicht wurde, seit zwei Jahren eng beraten.<\/p>\n<p>Der russische Abgeordnete Mikhail Sheremet bef\u00fcrchtet, <em>\u201e\u2026 dass<\/em> <em>die Anwesenheit westlicher\u00a0milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung <\/em><em>bei diesem Angriff bedeutete,<\/em> dass <em>die Welt am Rande eines dritten Weltkriegs steht\u201c<\/em>.(33) Das scheint auch von einem Teil der britischen Elite so gewollt zu sein. Im April 2022 waren Russland und die Ukraine offenbar zu Kompromissen bereit. Ein m\u00f6glicher Grund f\u00fcr das Scheitern des Vertrags k\u00f6nnte auch der Einfluss des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson gewesen sein. Laut dem ukrainischen Verhandlungsf\u00fchrer David Arakhamia forderte Johnson die ukrainische Regierung auf, keine Vereinbarung mit Putin zu unterzeichnen und die K\u00e4mpfe fortzusetzen. Das k\u00f6nnte den endg\u00fcltigen Zusammenbruch der Verhandlungen herbeigef\u00fchrt haben.(34) Parallelen zum August 1914 dr\u00e4ngen sich auf. Der ehemalige britische Verteidigungsminister Grant Shapps sagte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201cEin demokratisches Land, das von seinem autokratischen Nachbarn \u00fcberfallen wird, ist nicht nur eine Katastrophe f\u00fcr diese Nation, sondern f\u00fcr die ganze Welt. Demokratien m\u00fcssen daher vor nichts Halt machen, um sicherzustellen, dass die Freiheit gewinnt. Wir k\u00f6nnen nicht einfach hoffen, dass die Ukraine gegen Russland gewinnt, wir m\u00fcssen auch die Mittel zur Verf\u00fcgung stellen\u201c.(35)<\/p>\n<p>Wieder wird der Krieg mit den gleichen Worth\u00fclsen befeuert! 2014, einhundert Jahre nach der \u201cUrkatastrophe\u201d, war es der britischen Regierung wichtig, die \u201crichtige\u201d Deutung der Ereignisse in der \u00f6ffentlichen Meinung zu verankern. So bewilligte die britische Regierung im Jahr 2014 f\u00fcnfzig Millionen Pfund f\u00fcr die Gedenkfeier zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs.<\/p>\n<p>Nach den offiziellen Veranstaltungen wurden die Propagandablasen vom August 1914, die sich anl\u00e4sslich des Vertrags von Versailles 1919 tief ins kollektive Bewusstsein eingegraben haben, nun auch vom BBC History Magazine wie ein Mantra wiederholt:<\/p>\n<p>Britannien sei im Recht gewesen, es sei kein sinnloser, absurder Kampf, keine Verschwendung von Menschenleben gewesen, sondern, im Gegenteil, ein edler Streit. Die Schuldzuweisung an Deutschland war damals Voraussetzung daf\u00fcr, um die enormen Reparationsforderungen zu rechtfertigen. Dabei wurde verschwiegen, dass die ab 1907 gegen das Kaiserreich geplante Blockade nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 weitergef\u00fchrt wurde. Infolge des dadurch verl\u00e4ngerten Wirtschaftskriegs starben weiterhin deutsche, \u00f6sterreichische und ungarische Zivilisten an Hunger, darunter eine Viertelmillion Kinder. Erst nach der so erzwungenen Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags am 28. Juni 1919 wurde die Blockade gestoppt.<\/p>\n<p>Als Gegenpol zur britischen Propagandaschlacht erschien 2014 von Filmregisseur Oliver Stone und Peter Kuznick, Professor f\u00fcr Neuere Geschichte, das Buch <em>\u00bbAmerikas ungeschriebene Geschichte \u2013 Die Schattenseiten einer Weltmacht\u00ab<\/em> mit der wirtschaftlichen Interessenlage der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg: Zu den weniger bekannten Fakten der Geschichte geh\u00f6rt, dass die Banken des Britischen Empire in der Krise steckten. Das britische Wirtschaftsmodell, das darauf hinauslief, im Interesse des eigenen \u00dcberlebens die Volkswirtschaften immer gr\u00f6\u00dferer Teile des Erdballs auszubeuten, statt in die heimische Industrie zu investieren, stand vor dem Aus. Immer neue Wirtschaftskrisen kamen und gingen. Das junge Deutsche Reich hingegen prosperierte. Es setzte auf industrielles Wachstum aus eigener Kraft und investierte in Bildung und Wissenschaft, sodass es zu einer gef\u00e4hrlichen Konkurrenzmacht f\u00fcr die britische Finanz- und Kapitalelite heranwuchs. England hatte also ein Motiv, den Gegner mit Hilfe der Commonwealth-Staaten auszuschalten. Deutschland aber war f\u00fcr seine Handelsbeziehungen auf Frieden angewiesen. Stone und Kuznick beantworten die Schuldfrage nicht direkt, zeigen aber auf, was sich lange vor 1914 hinter den Kulissen der offiziellen Politik abspielte. Ihr Buchprojekt wurde von namhaften Wissenschaftlern und Politikern aktiv unterst\u00fctzt, etwa von Daniel Ellsberg, Gar Alperovitz, Robert Berkovitz, Michael Flynn, Ray McGovern, Roger Morris, Peter Dale Scott, Mark Selden, Howard Zinn, Bob Griffith u. a.<\/p>\n<p>Am 25. Juni 2016 erschien auf der Plattform des Friedensinstituts des Republikaners Ron Paul ein Artikel mit derselben \u00dcberschrift, verfasst von dem US-Journalisten Eric Margolis. Er ermahnt darin alle heutigen Politiker, Christopher Clarks Buch <em>\u00bbDie Schlafwandler\u00ab<\/em> genau zu lesen. Clark beschreibe darin detailliert, wie die kleinen Intrigen antideutscher Offizieller in Frankreich, England und Russland den Ersten Weltkrieg manipulierten, einen Konflikt, der unn\u00f6tig, idiotisch und unlogisch war.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWir sehen heute den gleichen Prozess am Werk. Die Kriegsparteien in Washington, unterst\u00fctzt vom milit\u00e4risch-industriellen Komplex, die zahmen Medien und die Neocons, alle agitieren sie schwer f\u00fcr den Krieg\u2026 seit Friedrich dem Gro\u00dfen haben weise europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs gelernt, nicht gegen Russland zu k\u00e4mpfen; alles, was es jetzt braucht, ist ein Terroranschlag wie in Sarajewo, um einen gro\u00dfen Krieg zwischen den beiden Atomm\u00e4chten zu entfachen\u201c.(36)<\/p>\n<p>Was h\u00e4tte Margolis wohl geschrieben, wenn ihm weitere Zusammenh\u00e4nge bekannt gewesen w\u00e4ren, die in Clarks Buch nicht zu finden sind? So unterschl\u00e4gt Clark die jahrelange Planung der Seeblockade ab 1908 gegen Deutschland vonseiten des CID, dokumentiert durch zwei Mitglieder: Maurice Hankey (<em>\u00bbThe Supreme Command\u00ab<\/em>) und A. C. Bell (<em>\u00bbA History of the Blockade of Germany\u00ab<\/em>).<\/p>\n<p>Auch der offizielle britische Marinehistoriker und Marinestratege Sir Julian Corbett best\u00e4tigt,<em> \u201cdass der Erste Weltkrieg durch Lord Hankey und seine Mitarbeiter mit einer geordneten Vollst\u00e4ndigkeit im Detail, die keine Parallele in unserer Geschichte hat, geplant worden sei\u201c.<\/em>(37) Doch Hankey, Bell und Corbett sucht man im Index der <em>\u00bbSchlafwandler\u00ab<\/em> vergebens, nat\u00fcrlich erst recht in den Publikationen zum Ersten Weltkrieg von den Autoren Heinrich August Winkler, Herfried M\u00fcnkler, Jorg Friedrich oder J\u00f6rn Leonhard.<\/p>\n<p>Leo Trotzki kam zu einem f\u00fcr Gro\u00dfbritannien wenig schmeichelhaften Fazit:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eDie englische \u2018Demokratie\u2019 hat doch zum imperialistischen Kriege gef\u00fchrt, und zwar\u2026im Sinne der direkten und unmittelbaren Verantwortung der englischen Diplomatie, die bewusst und berechnend Europa in den Krieg trieb. H\u00e4tte die englische \u2018Demokratie\u2019 erkl\u00e4rt, dass sie auf Seiten der Entente in den Krieg eingreift, h\u00e4tten wahrscheinlich Deutschland und \u00d6sterreich-Ungarn den R\u00fcckzug angetreten. H\u00e4tte England seine Neutralit\u00e4t erkl\u00e4rt, h\u00e4tten wahrscheinlich Frankreich und Russland diesen R\u00fcckzug angetreten. Aber die britische Regierung hat anders gehandelt: Sie hat heimlich der Entente ihre Unterst\u00fctzung versprochen, Deutschland und \u00d6sterreich-Ungarn auf die M\u00f6glichkeit der Neutralit\u00e4t rechnen lassen und sie irregef\u00fchrt. So hat die englische \u2018Demokratie\u2019 den Krieg provoziert \u2026\u201c(38)<\/p>\n<p>In einem muss Trotzki widersprochen werden, es war nicht <em>\u00bbdie englische Demokratie\u00ab<\/em> oder <em>\u00bbDiplomatie\u00ab<\/em>, sondern ein kleiner, berechnender Kreis innerhalb der britischen Elite, der damit auch den amerikanischen Finanzinteressen in die H\u00e4nde spielte.<\/p>\n<p>Ein st\u00fcrzendes Weltreich ist unberechenbar. Heute haben wir es mit noch viel m\u00e4chtigeren Interessengruppen zu tun als Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Rhodes-Milner-Gruppe bzw. ein kleiner konspirativer Kreis britischer Politiker hinter dem R\u00fccken von Kabinett und Parlament intrigierte und die Ahnungslosen mit zerst\u00f6rerischen Welteroberungsstrategien \u00fcberrumpelte. Auch die heutigen Globalisierungsstrategen und Finanzjongleure wollen unter dem Signum von Humanit\u00e4t, Frieden und Freiheit eine unipolare Welt schaffen mit einer alles kontrollierenden Regierung. F\u00fcr uns kommt es darauf an, den Zusammenhang der immer gleichen Macht- und Profitinteressen zu durchschauen und f\u00fcr andere transparent zu machen, sodass sie nicht l\u00e4nger unter einer raffinierten humanit\u00e4ren Tarnkappe verschwinden k\u00f6nnen. Wir d\u00fcrfen uns nicht emotionalisieren oder gar ver\u00e4ngstigen lassen, denn wir haben nicht mehr viel Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen und Quellen<\/strong><\/p>\n<p>1) Nach Charles de Gaulle und Winston Churchill gab es keinen 2. Weltkrieg, sondern von 1914-1945 nur einen 2. Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg.<\/p>\n<p>2) <a href=\"https:\/\/www.geschichte-abitur.de\/quellenmaterial\/quellen-deutsches-kaiserreich\/von-buelow-platz-an-der-sonne\">https:\/\/www.geschichte-abitur.de\/quellenmaterial\/quellen-deutsches-kaiserreich\/von-buelow-platz-an-der-sonne<\/a><\/p>\n<p>3) <a href=\"https:\/\/aktuell.uni-bielefeld.de\/2021\/06\/17\/wie-die-opiumkriege-bis-heute-in-china-und-grossbritannien-nachwirken\/\">https:\/\/aktuell.uni-bielefeld.de\/2021\/06\/17\/wie-die-opiumkriege-bis-heute-in-china-und-grossbritannien-nachwirken\/<\/a><\/p>\n<p>4) John Robert Seeley\u201d lehrte von 1869 bis 1895 an der Universit\u00e4t von Cambridge Geschichte.<\/p>\n<p>5) Erstauflage London 1883. Zitiert wird hier aus der nachgedruckten Auflage von 1891, New York 2005.<\/p>\n<p>6) Burgess, John William: Der europ\u00e4ische Krieg. Seine Ursachen, seine Ziele und seine voraussichtlichen Ergebnisse. Leipzig 1915, S. 16<\/p>\n<p>7) Neutrale Komitees, Kriegsschuld, S. 200<\/p>\n<p>8) Ferguson, Niall: Der falsche Krieg. Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert. M\u00fcnchen 2001, S. 202<\/p>\n<p>9) A. Ponsonby: L\u00fcgen in Kriegszeiten. Viol\/Nordfriesland 1999 (Faksimile der 1930 erschienenen Ausgabe), S. 9<\/p>\n<p>10) Ebda., S. 33<\/p>\n<p>11) Ebda.<\/p>\n<p>12) Ebda., S. 34<\/p>\n<p>13) Ebda., S. 35<\/p>\n<p>14) Ebda.<\/p>\n<p>15) Ebda., S. 36<\/p>\n<p>16) Ebda.<\/p>\n<p>17) Ebda., S. 37<\/p>\n<p>18) Ebda.<\/p>\n<p>19) Ebda., S. 44<\/p>\n<p>20) Ebda., S. 63<\/p>\n<p>21) Ebda.<\/p>\n<p>22) Kolko, Daniel: Tagesspiegel, 8. Mai 1999<\/p>\n<p>23) Abdruck des Briefes \u201eDie amerikanische Neuordnung Europas\u201c in Effenberger, Wolfgang\/Wimmer, Willy: Wiederkehr der Hasardeure \u2013 Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute, H\u00f6hr-Grenzhausen 2014, S.<\/p>\n<p>24) Ebda., S. 180-185<\/p>\n<p>25) Ebda., S. 182<\/p>\n<p>26) Wolfgang Effenberger: Europas Verh\u00e4ngnis 14\/18. 2018 H\u00f6hr-Grenzhausen, S. 94<\/p>\n<p>27) Ebda., S. 65<\/p>\n<p>28) Ebda.<\/p>\n<p>29) Ebda., S. 160<\/p>\n<p>30) Anne Morelli: Die Prinzipien der Kriegspropaganda. Springe 2004<\/p>\n<p>31) <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/hofreiter-westliche-waffen-russisches-gebiet-ukraine-krieg-russland-100.html\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/hofreiter-westliche-waffen-russisches-gebiet-ukraine-krieg-russland-100.html<\/a><\/p>\n<p>32) <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:August_2024_Kursk_Oblast_incursion.svg?lang=de\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:August_2024_Kursk_Oblast_incursion.svg?lang=de<\/a><\/p>\n<p>33) <a href=\"https:\/\/www.thetimes.com\/uk\/politics\/article\/uk-weapons-ukraine-used-russia-82vpf5rh8\">https:\/\/www.thetimes.com\/uk\/politics\/article\/uk-weapons-ukraine-used-russia-82vpf5rh8<\/a><\/p>\n<p>34) <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/verhandlungen-gescheitert-geheimdokument-haette-krieg-in-der-ukraine-beenden-koennen-103093202\">https:\/\/www.20min.ch\/story\/verhandlungen-gescheitert-geheimdokument-haette-krieg-in-der-ukraine-beenden-koennen-103093202<\/a><\/p>\n<p>35) Ebda.<\/p>\n<p>36) <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/f3760af0-6545-11e4-91b1-00144feabdc0\">www.ft.com\/content\/f3760af0-6545-11e4-91b1-00144feabdc0<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.pressreader.com\/uk\/daily-mail\/20141115\/282522951763279\">www.pressreader.com\/uk\/daily-mail\/20141115\/282522951763279<\/a><\/p>\n<p>37) Ebda.<\/p>\n<p>39) Ebda.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Feldpostkarte von 1914: Beschie\u00dfung der Festung Reims<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: G.Garitan,\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=38722678\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=38722678<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Teil 6: Kritische Stimmen aus Gro\u00dfbritannien<\/b><br \/>\n<b>Kommentar von\u00a0Wolfgang Effenberger.<\/b><br \/>\n1897 \u2013 zwei Jahre vor Beginn des barbarischen Zweiten Burenkriegs der Briten (Lord Milner\u00b4s War) \u2013 hielt der deutsche Au\u00dfenminister und sp\u00e4tere Kanzler Bernhard von B\u00fclow seine ber\u00fchmte, aber oft auch verk\u00fcrzt wiedergegebene Rede im Reichstag. Wohl in Anspielung an die Ergebnisse des 1. Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs (1618-1648) (1) hob er in dieser Rede hervor:<br \/>\n<i>\u201e\u2026Die Zeiten, wo der Deutsche dem einen seiner Nachbarn die Erde \u00fcberlie\u00df, dem anderen das Meer und sich selbst den Himmel reserviert, wo die reine Doktrin thront [\u2026] \u2013 diese Zeiten sich vor\u00fcber. Wir betrachten es als eine unserer vornehmsten Aufgaben, gerade in Ostasien die Interessen unserer Schifffahrt, unseres Handels und unserer Industrie zu f\u00f6rdern und zu pflegen. [\u2026] <\/i> Das musste in London als Kampfansage gewertet werden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19860,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1162],"tags":[473,413,452,2336,1151,1685,159,1038,2027,717],"class_list":["post-19858","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-1-weltkrieg","tag-china","tag-deutschland","tag-entente","tag-europa","tag-expansionsdrang","tag-freiheit","tag-grossbritannien","tag-luegen","tag-wahrheit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Bombardement_allemand_sur_Reims_01_800x450_t6.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-5ai","jetpack-related-posts":[{"id":19595,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19595","url_meta":{"origin":19858,"position":0},"title":"Die langen Schatten des Ersten Weltkriegs (1)","author":"Webredaktion","date":"30. Juli 2024","format":false,"excerpt":"Teil 1: Der lange Weg in das Verh\u00e4ngnis Europas Kommentar von Wolfgang Effenberger Vor 110 Jahren wurden die letzten Weichen f\u00fcr den D-Zug in Europas Verh\u00e4ngnis 1914\/1918 gestellt. Anl\u00e4sslich des 100. Jahrestags brachten im Juli 2014 Willy Wimmer und Wolfgang Effenberger das Buch \"Wiederkehr der Hasardeure - Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille\u2026","rel":"","context":"In &quot;Geschichte&quot;","block_context":{"text":"Geschichte","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=1162"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bombardement_allemand_sur_Reims_01_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bombardement_allemand_sur_Reims_01_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bombardement_allemand_sur_Reims_01_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bombardement_allemand_sur_Reims_01_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":19181,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19181","url_meta":{"origin":19858,"position":1},"title":"Immanuel Kants 300. Geburtstag &#8211; Teil 2","author":"Webredaktion","date":"25. Mai 2024","format":false,"excerpt":"Teil 2: Reiseimpressionen aus Kaliningrad (ehemals K\u00f6nigsberg) Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger Am 22. April 2024, dem 300sten Geburtstag von Immanuel Kant, sollte neben anderen Veranstaltungen die 1. Internationale Konferenz \u201cZum ewigen Frieden\u201d in K\u00f6nigsberg \/ Kaliningrad stattfinden. Wolfgang Effenberger war eingeladen, einen Kurzvortrag zur aktuellen Lage und zu Kants\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur &amp; Kunst&quot;","block_context":{"text":"Kultur &amp; Kunst","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=913"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/effenberger_kant2_02_800x450.jpg?fit=800%2C448&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/effenberger_kant2_02_800x450.jpg?fit=800%2C448&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/effenberger_kant2_02_800x450.jpg?fit=800%2C448&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/effenberger_kant2_02_800x450.jpg?fit=800%2C448&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":23245,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=23245","url_meta":{"origin":19858,"position":2},"title":"China mit anderen Augen (2)","author":"Webredaktion","date":"22. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Teil 2: Faszination und Beklommenheit angesichts atemberaubender Entwicklungen Reisebericht von Wolfgang Effenberger Ein zentraler H\u00f6hepunkt auf der Reise durch das moderne China war der Besuch des Drei-Schluchten-Staudamms in Sandouping an Chinas gr\u00f6\u00dftem Fluss, dem Jangtse. Dieses technische Monument ist nicht nur eine der gr\u00f6\u00dften Staumauern der Welt, sondern auch das\u2026","rel":"","context":"In &quot;Arbeit &amp; Soziales&quot;","block_context":{"text":"Arbeit &amp; Soziales","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/effenberger_china2_28_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/effenberger_china2_28_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/effenberger_china2_28_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/effenberger_china2_28_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":20575,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20575","url_meta":{"origin":19858,"position":3},"title":"Herrschaftsinstrument Geschichtsmanipulation &#8211; Teil 1","author":"Webredaktion","date":"25. Dezember 2024","format":false,"excerpt":"Teil 1: Wie in Europa konsequent ein pro-angloamerikanisches Geschichtsbild\u00a0verankert wird. Standpunkt von Wolfgang Effenberger \u201eDas 2005 gegr\u00fcndete Europ\u00e4ische Netzwerk Erinnerung und Solidarit\u00e4t f\u00f6rdert den Dialog \u00fcber die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, indem es Projekte wie Konferenzen, Workshops, Exkursionen und Ausstellungen veranstaltet\u201c, hei\u00dft es auf der Homepage. Die monumentale Freiluftausstellung\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Patriotic_Service_League_512626_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Patriotic_Service_League_512626_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Patriotic_Service_League_512626_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Patriotic_Service_League_512626_800x450_v2.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":13589,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13589","url_meta":{"origin":19858,"position":4},"title":"Russland und Humanismus","author":"Webredaktion","date":"22. Juni 2022","format":false,"excerpt":"Leserbrief von Kurt Wolfgang Ringel Warum Weltliteratur in der Ukraine und auch in den EU-kapitalistischen Staaten aussortiert bzw. diskriminiert wird, hat doch einen ganz anderen Grund als den Krieg USA-Russland, der in der Ukraine ausgetragen wird. Der wahre Grund der Verleugnung von Weltkultur, die in Russland entstanden ist: Sie passt\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur &amp; Kunst&quot;","block_context":{"text":"Kultur &amp; Kunst","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=913"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bosco_AnnaKarenina_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bosco_AnnaKarenina_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bosco_AnnaKarenina_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bosco_AnnaKarenina_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":6424,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=6424","url_meta":{"origin":19858,"position":5},"title":"20 Jahre seit NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien &#8211; Teil 17 und 18","author":"Webredaktion","date":"18. Mai 2019","format":false,"excerpt":"Der Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien am 24. M\u00e4rz 1999 markierte das Ende des Friedens in Europa, ein Frieden, der seit der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs gehalten hatte, zumindest in Europa. Mit Beitr\u00e4gen in loser Folge ruft RT-Deutsch die wichtigsten Stationen der NATO-Vorbereitungen auf diesen Krieg in Erinnerung. Wir ver\u00f6ffentlichen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20_Jahre_Jugoslawienkrieg_800x445_T17-18.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20_Jahre_Jugoslawienkrieg_800x445_T17-18.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20_Jahre_Jugoslawienkrieg_800x445_T17-18.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20_Jahre_Jugoslawienkrieg_800x445_T17-18.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19858"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19858\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}