{"id":19828,"date":"2024-09-11T01:22:52","date_gmt":"2024-09-10T23:22:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19828"},"modified":"2024-10-06T02:17:20","modified_gmt":"2024-10-06T00:17:20","slug":"landeswahlen-im-weltpolitischen-kontext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19828","title":{"rendered":"Landeswahlen im weltpolitischen Kontext?"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><em>Ein Standpunkt von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Auch ver\u00f6ffentlicht am 06.09.2024 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/landeswahlen-im-weltpolitischen-kontext-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der Beitrag ist auch als Audiopodcast verf\u00fcgbar:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-19828-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/standpunkte-20240906-apolut.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/standpunkte-20240906-apolut.mp3\">https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/standpunkte-20240906-apolut.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von <a href=\"https:\/\/apolut.net\/landeswahlen-im-weltpolitischen-kontext-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/standpunkte-20240906-apolut.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p3\">Die Wahlen in Th\u00fcringen und Sachsen waren auf den 1. September 2024 festgelegt worden \u2013 genau 85 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. Diesen geschichtlichen Zusammenhang nahm am Wahlabend die erfahrene ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten zum Anlass, einen historischen Bogen vom \u00dcberfall auf Polen \u00fcber die Ermordung von 6 Millionen Juden bis zu den Wahlergebnissen in Sachsen und Th\u00fcringen zu spannen. Wahlergebnisse, die in der Tat mehr als ein Desaster f\u00fcr die Berliner Regierungsparteien sind. In Th\u00fcringen erreichte die Ampel nur noch 10,4 %, in Sachsen 13,3 %. Die FDP muss sich aus beiden Landtagen verabschieden, die Gr\u00fcnen in Th\u00fcringen, in Sachsen fehlte nicht viel. In Sachsen gewann die CDU mit 31,9 % knapp das Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die AfD (30,6 %). Platz drei ging an das B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 11,8 %. In Th\u00fcringen siegte die AfD deutlich mit 32,8 % vor der CDU mit 23,6 % und dem BSW mit 15,8 %.(1)<\/p>\n<p class=\"p3\">So wundert es nicht, dass Bettina Schausten diesen Wahlausgang f\u00fcr gef\u00e4hrlich h\u00e4lt \u2013 die von ihr gezogene Parallele zwischen dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte und dem Wahlausgang vom 1. September 2024 emp\u00f6rt jedoch viele Menschen.<\/p>\n<p class=\"p3\">In den von Hysterie und Hybris gepr\u00e4gten Reaktionen der politmedialen Elite wurde durchwegs deren Ignoranz gegen\u00fcber dem Willen des W\u00e4hlers deutlich; man beeilte sich, eine Brandmauer gegen das eigene Volk zu errichten \u2013 vor allem gegen die AfD-W\u00e4hler mit ihren Hochburgen im Osten. Unbestreitbar hat der Verfassungsschutz \u2013 eine politische Beh\u00f6rde, die es so nur in Deutschland und \u00d6sterreich gibt \u2013 die AfD als <i>\u201cgesichert<\/i> <i>rechtsextrem\u201d<\/i> eingestuft und es sich \u2013 laut ihrem Chef Haldenwang \u2013 zur Aufgabe gemacht, die Umfragewerte der AfD zu senken. Richtig ist, dass ein Gericht in M\u00fcnster entschieden hat, dass der Verfassungsschutz die AfD so benennen und beobachten darf, ohne eine Einsch\u00e4tzung dar\u00fcber zu geben, ob der Vorwurf <i>\u201cgesichert rechtsextrem\u201d<\/i> auch inhaltlich richtig ist. Richtig ist, dass es den durchschnittlichen AfD-W\u00e4hler \u00e4rgert, wenn er als rechtsextrem bezeichnet wird. \u201e<i>Ihm ist nur die Diffamierung egal geworden\u201c<\/i>, so Peter L\u00f6cke in seinem beeindruckenden Kommentar <i>\u201cDie Brandmauer gegen das Volk\u201c.(2)<\/i><\/p>\n<h5 class=\"p1\">Zur\u00fcck zur Tagesordnung?<\/h5>\n<p class=\"p3\">Nach dem Wahldesaster in Th\u00fcringen und Sachsen \u2013 die AfD ist neben der CDU st\u00e4rkste Kraft und das BSW wird K\u00f6nigsmacher \u2013 will die Ampel zur Tagesordnung \u00fcbergehen, obwohl das \u00fcberlieferte Parteiensystem kollabiert ist. Zum ersten Mal gewinnt die AfD in Th\u00fcringen mit ihrem rechtesten Landesverband unter Bj\u00f6rn H\u00f6cke mit fast 10% Vorsprung vor der CDU eine Landtagswahl. W\u00e4hrend die Gr\u00fcnen und die FDP aus dem Landtag fliegen und die ehemalige Volkspartei SPD einstellig bleibt, erhebt sich eine neue Kraft:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p3\">\u201eDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht zieht sicher in beide Landtage ein, vernichtet die Linke auf dem Weg und ist in Sachsen so stark wie alle Ampelparteien zusammen\u201c(3).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p3\">Ministerpr\u00e4sident Kretschmer konnte nur einen ganz knappen Sieg einfahren. Auf Einsichten nach einer Politik am B\u00fcrgerwillen vorbei wartet die Bev\u00f6lkerung vergebens. Daf\u00fcr l\u00e4sst die SPD-Spitze verlauten, dass man in der Ampel eben <i>\u201eweniger streiten\u201c<\/i> und die Ergebnisse nur <i>\u201ebesser kommunizieren\u201c<\/i> m\u00fcsse. Viele h\u00e4tten laut\u00a0Generalsekret\u00e4r Kevin K\u00fchnert<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p3\">\u201cEntscheidungen nicht verstanden, die in der Bundespolitik getroffen wurden\u201d.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p3\">Die Gr\u00fcnen-Vorsitzende Ricarda Lang sieht den Grund f\u00fcr das Debakel ihrer Partei nicht in der Migrationspolitik, und die Journalisten nennen nicht mehr nur die AfD selbst, sondern auch die Stimmen f\u00fcr die Partei undemokratisch(4).<\/p>\n<p class=\"p3\">Moritz Eichhorn hat in seinem erhellenden Kommentar klargestellt, dass <span class=\"s1\">erstens<\/span> die Verteufelung der AfD gescheitert ist. Die Beschimpfung ihrer Politiker durch die Ampel, aber auch durch Ministerpr\u00e4sidenten wie Ramelow, der noch kurz vor der Wahl von <i>\u201ebraunen Arschl\u00f6chern\u201c<\/i> sprach, war nach Eichhorns Ansicht kontraproduktiv. In Kretschmers Weg der ernsthaften Auseinandersetzung, in der er klare Grenzen zum Extremismus zog, sieht er eine \u00fcberlegene Taktik, die aber auf Dauer nur funktionieren kann, wenn sich die Politik grunds\u00e4tzlich \u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"p3\">Zweitens stellt Eichhorn fest, dass die Angst-Strategie von Politikern und Medien nicht gefruchtet hat. \u00dcber Wochen seien Katastrophenszenarien bei Siegen der AfD und Erfolgen des BSW an die Wand gemalt worden: <i>\u201eNicht nur die Industrie w\u00fcrde wegziehen, auch die dringend gebrauchten ausl\u00e4ndischen Fachkr\u00e4fte w\u00fcrden die L\u00e4nder ab sofort meiden. Abgesehen davon, dass letztere sowieso nicht nach Deutschland kommen, weil B\u00fcrokratie und Steuern und die deutsche Sprache sie davon abhalten, darf man gespannt sein, ob der Konzern-Exodus beginnt. Es ist nach dieser Logik sowieso schwer zu erkl\u00e4ren, wie die L\u00e4nder Osteuropas, Skandinavien, Italien oder die USA \u00fcberhaupt noch Industrie besitzen, wo doch \u00fcberall dort schon rechte Kr\u00e4fte an der Macht waren oder es weiterhin sind\u201c.<\/i>(5) Auch h\u00e4tten die durchschaubaren Man\u00f6ver kurz vor der Wahl mit den Versuchen, AfD und BSW durch d\u00fcrftige Correctiv-Berichte zu diskreditieren, nicht gefruchtet.<\/p>\n<p class=\"p3\">Drittens seien vor der Wahl die Versuche von SPD und Gr\u00fcnen, einen Kurswechsel vorzut\u00e4uschen, um einen Sieg der AfD und ein starkes Abschneiden des BSW zu verhindern, von den W\u00e4hlern erkannt worden. <i>\u201eDie Abschiebung von 28 Schwerverbrechern nach Afghanistan, die Nancy Faeser am Freitagmorgen v\u00f6llig \u00fcberraschend verk\u00fcndete, hat keinen Unterschied f\u00fcr die Sozialdemokraten gemacht. Eher hat die Innenministerin sich unglaubw\u00fcrdig gemacht, als sie solche R\u00fcckf\u00fchrungen \u00fcber Jahre f\u00fcr unm\u00f6glich erkl\u00e4rte. Dass der Bundespr\u00e4sident auf der Gedenkveranstaltung f\u00fcr die Opfer des Anschlags von Solingen auf einmal die Begrenzung der Migration zur obersten Priorit\u00e4t erkl\u00e4rt, zeigt nur die Angst des Establishments, aber nicht den Willen zum Kurswechsel\u201c<\/i>,(6) so Eichhorn.<\/p>\n<p class=\"p3\">Die Aussage von Th\u00fcringens CDU-Chef Mario Voigt scheinen das zu best\u00e4tigen. Trotz deutlichem 9%-R\u00fcckstand zur AfD erkl\u00e4rt der Zweitplatzierte sich zum Sieger und der CDU-Generalsekret\u00e4r Linnemann definiert Brandmauern.<\/p>\n<h5 class=\"p5\">Reaktionen der Spitzenkandidaten in Th\u00fcringen (7)<\/h5>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li3\"><span class=\"s3\">Bj\u00f6rn H\u00f6cke (AfD)\u00a0hat den Erfolg seiner Partei bei der Landtagswahl als \u201chistorischen Sieg\u201d bezeichnet, <i>\u201c\u2026 man wird an uns nicht vorbei kommen, wenn man stabile Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr Th\u00fcringen will\u201d.<\/i> <\/span><\/li>\n<li class=\"li3\"><span class=\"s3\">Mario Voigt (CDU)\u00a0sieht in den Hochrechnungen zum Ausgang der Landtagswahl den Auftrag zur Regierungsbildung bei den Christdemokraten. <i>\u201cWir begreifen als CDU das auch als Chance f\u00fcr den politischen Wechsel unter der F\u00fchrung der CDU\u201c.<\/i><\/span><\/li>\n<li class=\"li3\"><span class=\"s3\">Bodo Ramelow (Die Linke):\u00a0Er wolle die <i>\u201cdemokratischen Parteien\u201d<\/i> nun bei der Regierungsbildung unterst\u00fctzen: <i>\u201cUm es klar zu sagen, es darf nicht sein, dass am Ende Herr H\u00f6cke und die AfD die Demokraten erpressen\u201c.<\/i>\u00a0<\/span><\/li>\n<li class=\"li3\"><span class=\"s3\">Katja Wolf (BSW)\u00a0spricht nach dem Wahlergebnis von\u00a0<i>\u201cG\u00e4nsehaut\u201c<\/i>. Eine Partei, die sich vor f\u00fcnf Monaten gegr\u00fcndet habe, ziehe <i>\u201cmit einem<\/i><\/span><i> <\/i><span class=\"s3\"><i>absolut historischen Ergebnis\u201d<\/i> in den Landtag ein. Sie sprach von <i>\u201cDankbarkeit\u201d<\/i> gegen\u00fcber all jenen, <i>\u201cdie das m\u00f6glich gemacht haben\u201d<\/i>.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"p7\">Nach <i>\u201eall jenen\u201c<\/i>, die dieses <i>\u201ehistorische\u201c<\/i> Ergebnis m\u00f6glich gemacht haben, sollte man in der Tat fragen: An der Wiege des BSW d\u00fcrften all die Kr\u00e4fte vereint gestanden haben, die den H\u00f6henflug der AfD ausbremsen wollten.<\/p>\n<h5 class=\"p9\">Reaktionen aus der Bundespolitik? (8)<\/h5>\n<p class=\"p11\">CDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann\u00a0sieht das Ergebnis <i>\u201csehr positiv\u201d<\/i>. Spitzenkandidat Mario Voigt habe den Auftrag, <i>\u201caus der Mitte des Parlaments\u201d<\/i> eine Regierung zu bilden<span class=\"s5\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p11\">Gr\u00fcnen-Bundeschef Omid\u00a0Nouripour\u00a0bezeichnet es als <i>\u201cZ\u00e4sur\u201d<\/i>, dass mit der AfD <i>\u201cin Th\u00fcringen jetzt eine offen rechtsextremistische Partei st\u00e4rkste Kraft geworden ist\u201d<\/i>. Er sehe und h\u00f6re viele Menschen, <i>\u201cdie einfach jetzt Angst haben\u201d<\/i><span class=\"s5\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p11\">AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla\u00a0sagt, <i>\u201c\u2026der W\u00e4hlerwille ist, dass es hier einen Politikwechsel geben soll, in Sachsen wie in Th\u00fcringen\u201c<\/i>. Die AfD sei <i>\u201c\u2026zum Wohle Deutschlands bereit und auch gespr\u00e4chsbereit, mit allen Parteien zu reden\u201d<\/i>.<\/p>\n<p class=\"p11\">Sahra Wagenknecht\u00a0nennt das Starkmachen f\u00fcr eine andere Au\u00dfenpolitik im Bund als Bedingung f\u00fcr eine Regierungsbeteiligung in Th\u00fcringen. Es m\u00fcsse mehr Frieden und Diplomatie geben, so die BSW-Gr\u00fcnderin<span class=\"s5\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p11\">Linken-Chef Martin Schirdewan:\u00a0<i>\u201cWenn man sich ansieht, dass das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg eine im Kern faschistische Partei hier in Th\u00fcringen, im Freistaat Th\u00fcringen, hier die Mehrheit errungen hat, dann ist das extrem besorgniserregend\u201c<\/i><span class=\"s5\"><i>.<\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"p11\">Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner, hat die sich abzeichnenden Ergebnisse der Landtagswahlen in Th\u00fcringen und Sachsen in einem Post auf X als <i>\u201eschmerzhaft\u201c<\/i> bezeichnet. In beiden Landtagen wird seine Partei keine Rolle spielen<span class=\"s5\">.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p11\">SPD-Generalsekret\u00e4r Kevin K\u00fchnert\u00a0sieht in den Ergebnissen das Schlimmste f\u00fcr die SPD abgewendet. Die Partei sei aus keinem Landtag geflogen. Dennoch w\u00fcrden im Ergebnis <i>\u201cBotschaften an die Bundespolitik\u201d<\/i> liegen<span class=\"s5\">. <\/span>K\u00fchnert sieht schon darin einen Erfolg, aus keinem der beiden Landtage geflogen zu sein. Wie ist es um eine ehemalige Volkspartei bestellt, die nun schon dankbar ist, in Th\u00fcringen nur auf 6,1 % und in Sachsen auf 7,3 % gefallen zu sein?<\/p>\n<p class=\"p11\">Das ist viel mehr als ein Denkzettel, das ist ein un\u00fcberh\u00f6rbares Alarmsignal! Die Ampel nur noch Kopf an Kopf mit dem B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht! Kein Gedanke an Neuwahlen \u2013 h\u00f6chstens an eine <i>\u201cOptimierung der Kommunikation\u201d<\/i>!<\/p>\n<h5 class=\"p14\">R\u00fcckblick zu den Neuwahlen 2005<\/h5>\n<p class=\"p15\"><span class=\"s1\">Am 22. Mai 2005 fiel in der Nordrhein-Westf\u00e4lischen Landtagswahl die SPD mit 37,1 % hinter die CDU (44,8%) zur\u00fcck, sie hatte 5,7 % eingeb\u00fc\u00dft.(9) Das wurde von der SPD-Spitze als <\/span>deutliche Niederlage gesehen. Schon eine halbe Stunde nach Schlie\u00dfung der Wahllokale (!) erkl\u00e4rte der SPD-Vorsitzende\u00a0<span class=\"s6\">Franz M\u00fcntefering,\u00a0<\/span>eine Neuwahl schon im Herbst 2005 herbeif\u00fchren zu wollen. <span class=\"s7\">F\u00fcr die dramatische Erkl\u00e4rung am Abend brauchte der Kanzler keine zwei Minuten. Mit versteinerter Miene, dunklem Anzug und rot-gr\u00fcner Krawatte trat er um Punkt 20.00 Uhr \u2013 p\u00fcnktlich f\u00fcr die \u201cTagesschau\u201d \u2013 im Kanzleramt vor die Presse und las seine Erkl\u00e4rung Wort f\u00fcr Wort von zwei Manuskriptseiten ab (10) <\/span><i>\u201eDeutschland befindet sich in einem tiefgreifenden Ver\u00e4nderungsprozess. Es geht darum, unser Land unter den besonderen Bedingungen der \u00dcberwindung der deutschen Teilung auf die <\/i><i>Erfordernisse des 21. Jahrhunderts<\/i><i> auszurichten\u2026 Mit dem bitteren Wahlergebnis f\u00fcr meine Partei in Nordrhein-Westfalen ist die politische Grundlage f\u00fcr die Fortsetzung unserer Arbeit in Frage gestellt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Deshalb betrachte ich es als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland als meine Pflicht und Verantwortung, darauf hinzuwirken, dass der Herr Bundespr\u00e4sident von den M\u00f6glichkeiten des Grundgesetzes Gebrauch machen kann, um so rasch wie m\u00f6glich, also realistischerweise f\u00fcr den Herbst dieses Jahres, Neuwahlen zum Deutschen Bundestag herbeizuf\u00fchren\u201c.<\/i>(11)<\/p>\n<p class=\"p11\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundeskanzler_(Deutschland)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeskanzler<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_Schr%C3%B6der\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gerhard Schr\u00f6der<\/a>\u00a0richtete die\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vertrauensfrage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vertrauensfrage<\/a>\u00a0an den Bundestag, der ihm mit dem\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vertrauensfrage#2005:_Gerhard_Schr%25C3%25B6der\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Votum vom 1. Juli 2005<\/a>\u00a0das Vertrauen vorenthielt. Anschlie\u00dfend schlug er die Aufl\u00f6sung des Bundestags vor.(12)<\/p>\n<p class=\"p11\">Bundespr\u00e4sident\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horst_K%C3%B6hler\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Horst K\u00f6hler<\/a>\u00a0l\u00f6ste am 21. Juli 2005 den\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/15._Deutscher_Bundestag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">15. Deutschen Bundestag<\/a>\u00a0auf und ordnete eine Neuwahl an. Die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit dieses Verfahrens war umstritten, wurde vom\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesverfassungsgericht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesverfassungsgericht<\/a>\u00a0 aber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vertrauensfrage_II\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">best\u00e4tigt<\/a>.<\/p>\n<p class=\"p15\">SPD-Kanzler Schr\u00f6der \u2013 1999 noch zuverl\u00e4ssiger Verb\u00fcndeter der USA im v\u00f6lkerrechtswidrigen Krieg gegen Rest-Jugoslawien(13) \u2013 wurde seit Anfang 2003 vom gro\u00dfen Bruder nicht mehr als der deutsche Kanzler gesehen, der den <i>\u201cErfordernissen des 21. Jahrhunderts\u201d(14)<\/i> gerecht werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<h5 class=\"p17\">Schr\u00f6ders Nein zum Irakkrieg 2003<\/h5>\n<p class=\"p11\">Im Januar 2003 hatte der damalige\u00a0Bundeskanzler Dr. Gerhard Schr\u00f6der (SPD) bei einer Wahlkampfveranstaltung im Vorfeld der nieders\u00e4chsischen Landtagswahl angek\u00fcndigt, dass Deutschland auch einer Resolution, die den Krieg im Irak legitimiere, im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nicht zustimmen werde. Daf\u00fcr geriet Schr\u00f6der nicht nur international, sondern auch bei der eigenen Opposition ins Kreuzfeuer der Kritik. Ziel der internationalen Bem\u00fchungen m\u00fcsse es sein, so Schr\u00f6der, den Waffeninspekteuren im Irak auf der Grundlage der UN-Resolution 1441 wieder die Arbeit zu erm\u00f6glichen. Die Bundesregierung setze sich daher f\u00fcr eine Entwaffnung des Iraks auf friedlichem Weg ein und lehne eine <i>\u201emilit\u00e4rische Option\u201c<\/i> strikt ab: Der Krieg berge das Risiko, <i>\u201e\u2026die Reform- und Dialogbereitschaft in den islamischen L\u00e4ndern zu blockieren und die Gefahr weiterer terroristisch motivierter Anschl\u00e4ge\u201c.<\/i>(15)<\/p>\n<p class=\"p11\">Die Oppositionsf\u00fchrerin und\u00a0CDU\/CSU-Fraktionsvorsitzende\u00a0Dr. Angela Merkel warf Schr\u00f6der dagegen vor, auf dem <i>\u201eIrrweg\u201c<\/i> zu sein. Mit seiner Ank\u00fcndigung, auf keinen Fall eine Resolution im UN-Sicherheitsrat zu unterst\u00fctzen, habe er den Krieg <i>\u201ewahrscheinlicher gemacht\u201c.<\/i> Der Druck auf Saddam Hussein sei gesunken, behauptete Merkel. Schr\u00f6ders <i>\u201eSonderweg\u201c<\/i> habe <i>\u201eau\u00dfenpolitischen Schaden\u201c<\/i> angerichtet: Nicht nur Europ\u00e4ische Union, NATO und Vereinte Nationen seien durch sein international nicht abgestimmtes Nein geschw\u00e4cht worden, monierte die Politikerin, Deutschland sei nun auch isoliert.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p11\">\u201eSolange Schr\u00f6der in Berlin regiert, wird\u00a0Washington\u00a0ihn als Gegner sehen, in Paris und London gilt er als \u00fcberambitionierter\u00a0Amateur\u201c.(16)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p11\">Der\u00a0FDP-Vorsitzende Dr. Guido Westerwelle\u00a0griff in seiner Rede Bundeskanzler Schr\u00f6der scharf an: Dass er die Opposition als <i>\u201eAllianz der Willigen zum Krieg\u201c <\/i>bezeichne und als <i>\u201eKriegstreiber\u201c <\/i>darstelle, die Koalition dagegen als <i>\u201eFriedensfreunde\u201c<\/i>, sei ein<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p11\">\u201eTiefpunkt der Kultur in diesem Hause\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p11\">Tats\u00e4chlich verhalte es sich umgekehrt, erkl\u00e4rte Westerwelle: <i>\u201eSie machen den Krieg wahrscheinlicher und wir sind mehr f\u00fcr den Frieden, als Sie es mit ihrer Politik je erreichen k\u00f6nnen\u201c.<\/i> Er beschuldigte die Regierung zudem, den Irak-Konflikt f\u00fcr die Innenpolitik zu instrumentalisieren:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p11\">\u201eIhnen geht es nicht um die Au\u00dfenpolitik, sondern darum, dass eine ins Schwanken geratene Regierung noch einmal einen Anker erwischt!\u201c(17)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p11\">Zwei Tage nach der Bundestagsdebatte kam es am 15. Februar 2003 weltweit zu Massendemonstrationen gegen den drohenden Irak-Krieg: Die gr\u00f6\u00dften Kundgebungen fanden in Spanien, Italien und Gro\u00dfbritannien statt: In Barcelona, Rom und London gingen jeweils \u00fcber eine Million Menschen f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung des Irak-Konflikts auf die Stra\u00dfe. Auch in Berlin protestierten Hunderttausende \u2013 es war eine der gr\u00f6\u00dften Friedensdemonstrationen in der Geschichte der Bundesrepublik.<\/p>\n<p class=\"p21\">Schon Anfang Februar 2003 hatte Angela Merkel bei der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz der US-Regierung ihre Unterst\u00fctzung zugesagt. Sie lie\u00df durchblicken, dass sie die Ergebenheitsadresse der acht europ\u00e4ischen Staaten unterschrieben h\u00e4tte, anstatt wie die Schr\u00f6der-Regierung eine Amerika-kritische Politik zu verfolgen. Mit dem nachfolgenden Beitrag f\u00fcr die US-Tageszeitung Washington Post\u00a0sorgte Angela Merkel f\u00fcr einen handfesten Eklat: Darin stimmte die CDU-Chefin in den Kriegsgesang der US-Regierung ein, wetterte gegen die Bundesregierung und brach damit nach Ansicht der SPD eine Tradition deutscher Politik; die SPD reagierte emp\u00f6rt auf Merkels Zeitungsbeitrag mit dem Titel <i>\u201cSchr\u00f6der spricht nicht f\u00fcr alle Deutschen\u201d<\/i>. Die CDU-Chefin bereite ihre USA-Reise <i>\u201e\u2026mit einer Diffamierung der eigenen Regierung und einem B\u00fcckling gegen\u00fcber der US-Administration vor\u201c, <\/i>wetterte SPD-Fraktionschef Franz M\u00fcntefering.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p21\">\u201eKlassenstreber zeichnen sich seit jeher durch Feigheit und Opportunismus aus. Achtung gewinnen sie nicht.\u201c(18)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p21\">Die Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Katrin G\u00f6ring-Eckardt sprach von <i>\u201egeschmackloser Anbiederei Merkels\u201c<\/i>, die dem Ansehen Deutschlands <i>\u201cschweren Schaden\u201d<\/i> zuf\u00fcge und der damalige SPD-Generalsekret\u00e4r Olaf Scholz legte nach: Merkel versto\u00dfe gegen die Grundregel, die eigene Regierung im Ausland <i>\u201cnicht madig zu machen\u201d<\/i>. Sie falle mit ihrer Kritik der Bundesregierung und Hunderttausenden von Friedensdemonstranten in den R\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"p11\">Ungeachtet der Proteste begannen die USA am 20. M\u00e4rz 2003, Bagdad zu bombardieren, um dann im April dort einzumarschieren. Erst im August 2010 verlie\u00dfen die letzten amerikanischen Soldaten das Land. In siebeneinhalb Jahren wurden mehr als 4.400 amerikanische Soldaten im Irak get\u00f6tet und knapp 32.000 verletzt. In der gleichen Zeit kamen sch\u00e4tzungsweise rund 100.000 irakische Zivilisten ums Leben. Das Land befindet sich auch heute noch im Chaos. Als Kriegsgrund mussten angebliche Massenvernichtungswaffen herhalten, die bis heute nicht gefunden wurden.<\/p>\n<p class=\"p11\">Eine Woche nach Beginn des Irak-Kriegs stellte CDU-Chefin Angela Merkel noch klarer als bislang ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Vereinigten Staaten und Gro\u00dfbritannien dar. Trotz der weit verbreiteten Bedenken an der CDU-Basis und in der deutschen Bev\u00f6lkerung verteidigte sie den amerikanisch-britischen Angriff ausdr\u00fccklich als unumg\u00e4ngliche Schadensbegrenzung.(19)<\/p>\n<p class=\"p11\">Aus den Neuwahlen 2005 ging Angela Merkel als klare Siegerin hervor und wurde <span class=\"s3\">am 22. November 2005 vor dem Deutschen Bundestag zum ersten Mal als Bundeskanzlerin vereidigt. \u00dcber vier Wahlperioden pr\u00e4gte Merkel die Politik in Deutschland. <\/span><\/p>\n<p class=\"p22\">Zur Bundestagswahl 2021 trat sie nicht mehr an. Nach 16 Jahren endete die zweitl\u00e4ngste Kanzlerschaft nach der von Bundeskanzler Helmut Kohl. Die Spuren ihrer Kanzlerschaft sind heute \u00fcberall im Land sichtbar. So wundert es, dass die CDU in Th\u00fcringen noch 20 und in Sachsen \u00fcber 30 % erringen konnte. Wird so schnell vergessen?<\/p>\n<p class=\"p11\">Am 24. Juli 2024 gab es im G\u00f6rlitzer Bahnhof eine Showveranstaltung, in der Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD), der DB-Vorstandsvorsitzende Richard Lutz und Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) die Weichen f\u00fcr den Ausbau wichtiger \u00fcberregionaler Bahnstrecken stellten. Angek\u00fcndigt wurden Streckenausbau, Neubau und Schnellfahrtstrecke nach Cottbus, evtl. sogar nach Berlin. Bei diesen Infrastrukturma\u00dfnahmen scheint es sich weniger um Sanierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr den allgemeinen Bahnbetrieb zu handeln, sondern vielmehr um die Vorbereitung der freien Fahrt in die Kriegswirtschaft. Es handelt sich hier n\u00e4mlich um die NATO-Trasse von Kiew \u00fcber Horka\/G\u00f6rlitz nach Bremerhaven mit Abzweigung nach Cottbus in das modernste Instandhaltungswerk Europas. Das Werk wurde f\u00fcr die NATO-Instandsetzung aller Kriegsmilit\u00e4rfahrzeuge f\u00fcr den geplanten Krieg gem\u00e4\u00df TRADOC 525-3-1 <i>\u201eWin in a Complex World 2020-2040\u201c<\/i> vom September 2014 (20) errichtet.<\/p>\n<p class=\"p11\">Ministerpr\u00e4sident Kretschmer sollte alle Kriegsma\u00dfnahmen der USA mittragen \u2013 ebenso wie es Altkanzlerin Merkel gemacht hat.<\/p>\n<h5 class=\"p9\">Willy Wimmer: <em>\u201eDie Welt erkl\u00e4ren, Dresden und Erfurt machen es m\u00f6glich\u201c<\/em><\/h5>\n<p class=\"p11\">Willy Wimmer, Urgestein des deutschen Bundestags (1976-2009), Staatssekret\u00e4r im Verteidigungsministerium (1988-1992) und Vizepr\u00e4sident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE (1994-2000) sieht in den Wahlen in Sachsen und Th\u00fcringen zun\u00e4chst \u00f6rtliche Ereignisse, die durch die einzigartige Vermischung landes- und bundespolitischer Aspekte ein dramatisches Gewicht gewinnen. Er findet es m\u00fc\u00dfig, <i>\u201e\u2026das alles f\u00fcr ein innerdeutsches oder gar nur deutsches Ph\u00e4nomen zu halten. Die gegen die AfD erhobene \u201aRechts-Keule\u2018, die sehr speziell in Th\u00fcringen seit Jahren fabriziert worden ist, macht deutlich, wie bestimmte Muster des politischen Kampfes zwischen Los Angeles und Helsinki identisch zu sein scheinen. In dieser Region geht es um nicht weniger als den \u201aKampf des Lichts\u2018, gestellt durch die US-Demokraten und verb\u00fcndete Parteienkonstellationen gegen die neuen \u201aHitlers\u2018, wie die Sponsorenpresse uns glauben machen will\u201c<\/i>(21).<\/p>\n<p class=\"p11\">Wimmer wirft auch die Frage auf, wer an der Formatierung des D\u00e4mons Hitler so alles beteiligt gewesen sein k\u00f6nnte:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p11\">\u201eWas ist in der letzten Dekade so alles unternommen worden, nach \u201ashareholder value\u2018 unsere demokratische Struktur durch die volksferne Struktur der ferngesteuerten \u201aNicht-Regierungsorganisationen\u2018 zu zersetzen. Dies mit dem Ergebnis, die tragenden S\u00e4ulen der Verfassungsordnung so zu besch\u00e4digen, dass ein effektiver Widerstand gegen die Pl\u00e4ne des \u201aUmbaus im fremden Interesse\u2018 nicht geleistet werden konnte. Fraglich ist, ob es nicht schon zu sp\u00e4t ist, das klare Bekenntnis zur Verfassung zum zentralen Element des Widerstandes gegen den laufenden Umbau in allen Staaten in dem vorgenannten G\u00fcrtel der \u201agesichert anti-demokratischen Tendenzen\u2018 zwischen Los Angeles und Helsinki zu machen?\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p11\">F\u00fcr Wimmer ist der anti-demokratische Umbau unserer Staaten und damit auch Deutschlands von einer Dimension, <i>\u201e\u2026dass es ohne die realit\u00e4tsfreie Benennung einer neuen \u201aWiederg\u00e4nger-Formation des Gesch\u00f6pfs der US-Botschaft in Berlin aus den beginnenden zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts\u2018 nicht zu gehen scheint\u201c<\/i>(22).<\/p>\n<p class=\"p11\">Das klingt etwas kryptisch. Wimmer spielt hier auf Truman Smith (1893-1970) an, einen Infanterie- und Nachrichtenoffizier der US-Armee. Zwischen 1920 und 1924 diente er als stellvertretender Milit\u00e4rattach\u00e9 in Berlin. Im November 1922 wurde Smith nach M\u00fcnchen geschickt, um mit dem damals noch weitgehend unbekannten Adolf Hitler Gespr\u00e4che zu f\u00fchren und ein Dossier zu erstellen. In seinem Bericht an Washington bezeichnete er den jungen Hitler prophetisch als <i>\u201ewunderbaren Demagogen\u201c<\/i>, der die bayerische faschistische Bewegung dominiere und mit seiner energischen, logischen und fanatischen Rede einen neutralen Zuh\u00f6rer \u00fcberzeugen k\u00f6nne.(23)<\/p>\n<p class=\"p21\">Anschlie\u00dfend stellte Smith Hitler <span class=\"s3\">Ernst Franz Sedgwick Hanfstaengl\u00a0(1887-1975), genannt <i>\u201e<\/i>Putzi<i>\u201c<\/i>,<\/span> an die Seite,(24) der dann sogar Mitglied in der NSDAP und von Hitler zum Auslands-Pressechef der NSDAP ernannt wurde. Zu den Kommilitonen w\u00e4hrend des Studiums von Hanfstaengl in Harvard z\u00e4hlte der sp\u00e4tere US-Pr\u00e4sident\u00a0Franklin D. Roosevelt.(25)<\/p>\n<p class=\"p11\">Smith kehrte 1935 nach Berlin zur\u00fcck und war dort bis 1939 Milit\u00e4rattach\u00e9, er konnte also w\u00e4hrend der Rheinlandbesetzung Hitler Ratschl\u00e4ge geben.<\/p>\n<p class=\"p11\">W\u00e4hrend seines Dienstes in Berlin vor dem Zweiten Weltkrieg sammelte Smith wertvolle Informationen \u00fcber die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten der Deutschen. Am Aufstieg Hitlers und an den Kontakten zwischen Luftwaffenchef Hermann G\u00f6ring und dem US-Fliegerheld Charles Lindbergh war er nicht ganz unbeteiligt. Im Krieg war Smith pers\u00f6nlicher Berater von Generalstabschef General George C. Marshall. Nach dem Krieg spielte Smith eine ma\u00dfgebliche Rolle bei der Gr\u00fcndung der neuen Bundeswehr, die eine wichtige Aufgabe im Kalten Krieg haben sollte. Mehr Einfluss ist kaum m\u00f6glich.(26)<\/p>\n<p class=\"p11\">F\u00fcr Willy Wimmer gehen die Ergebnisse der Wahlen in Sachsen und Th\u00fcringen an die Substanz Deutschlands und seiner Existenz:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p11\">\u201eMan kann von Bundeskanzler Scholz halten, was man will, der Eindruck jedenfalls ist nicht von der Hand zu weisen, dass er dar\u00fcber zu Fall gebracht werden soll. Und dann? Soll in der Person des Bundeskanzlers der beseitigt werden, der bislang zwar in Sachen Ukraine vieles unternommen hatte und das Grundlage des Abstimmungsverhaltens in beiden Bundesl\u00e4ndern gewesen ist? Er scheint aber auch derjenige zu sein, der bislang den direkten Krieg gegen Russland verhindert hat und zwischen uns und dem Untergang steht. Wenn \u00fcber die Regierungsbildungen in Sachsen und Th\u00fcringen das NATO \u201aDreamteam\u2018 Merz und Pistorius etabliert werden soll, dann d\u00fcrfte unser Schicksal besiegelt sein, \u00fcber Dresden und Erfurt. Die neuen D\u00e4monen werden nicht verboten, sie werden f\u00fcr den Umbau zum Untergang willk\u00fcrlich angeleuchtet und damit ben\u00f6tigt\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p11\">Bettina Schausten blickte zu Beginn ihres ZDF-Wahlkommentars in die Geschichte zur\u00fcck. Das ist wichtig und wird leider viel zu selten getan. Leider hat sie nur die Fenster ge\u00f6ffnet, die sie f\u00fcr ihre Absicht f\u00fcr zweckm\u00e4\u00dfig hielt. Wenn schon ein Blick in die Geschichte, dann so wahrhaftig wie m\u00f6glich. Gerade am 1. September w\u00e4re ein schonungsloser Blick auf die Wege, die in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts gef\u00fchrt haben, mehr als wichtig. Denn alle heutigen Konflikte stehen in direktem bzw. indirektem Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg, dessen nicht gel\u00f6ste Konflikte durch den Zweiten Weltkrieg noch versch\u00e4rft wurden.<\/p>\n<p class=\"p11\">Schausten h\u00e4lt das Wahlergebnis f\u00fcr gef\u00e4hrlich. Sie sollte sich dar\u00fcber klar sein, dass Politik und Medien sich kein neues Volk w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Mit ihr begann am ersten September 2024 ein weiteres trauriges Kapitel des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p24\"><span class=\"s1\">\u201eDer eine oder andere politmediale Elfenbeinturm br\u00e4uchte ein Fenster, um <\/span>einen Blick in die Lebensrealit\u00e4t der Menschen zu werfen. Damit kann die Demokratie gerettet werden und nicht mit weiteren Brandmauern und antifaschistischen Schutzw\u00e4llen. Auch die gab es schon in der deutschen Geschichte\u201c.(27)<\/p>\n<\/blockquote>\n<h5 class=\"p14\">Schr\u00f6der macht Russlandpolitik f\u00fcr SPD-Verluste verantwortlich<\/h5>\n<p class=\"p11\">Gerhard Schr\u00f6der (SPD), deutscher Bundeskanzler von 1998 bis 2005, hat das Abschneiden seiner Partei als <i>\u201ckatastrophal\u201d<\/i> bezeichnet. Mit dem Begriff der Zeitenwende in Bezug auf das Verh\u00e4ltnis zu Russland habe die SPD einen Fehler gemacht, gerade in Ostdeutschland. Trotz <i>\u201eihrer berechtigten Kritik am Krieg Russlands\u201c<\/i> gegen die\u00a0<span class=\"s6\">Ukraine<\/span>\u00a0sollten die Sozialdemokraten nun <i>\u201ejene Kraft sein, die sich nicht mit Waffenlieferungen begn\u00fcgt, sondern sich kraftvoll f\u00fcr Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine einsetzt\u201c<\/i>(28). Diese Verhandlungen m\u00fcssten <i>\u201cunabh\u00e4ngig von den USA\u201d<\/i> vorangetrieben werden.<\/p>\n<p class=\"p11\">Schr\u00f6der sollte aus eigener Erfahrung wissen, dass sich der Hegemon nicht auf der Nase herumtanzen l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"p14\">Ein wichtiger Aspekt der Wahlanalyse ist nirgends angesprochen worden: Das gemeinsame Anliegen der beiden siegreichen Parteien AfD und BSW, die Sorge um den Frieden in Europa und die Bem\u00fchung um ein Ende des Krieges in der Ukraine. Fast m\u00f6chte man dies als Zeichen des Wiederauflebens einer Friedensbewegung in Deutschland deuten. Nur leider scheint die Rechnung der Kriegsbef\u00fcrworter, die Bewegung zu spalten, durch die Gr\u00fcndung des linken B\u00fcndnisses Sahra Wagenknecht aufgegangen zu sein. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, dass auf Dauer das Engagement f\u00fcr die Sache die links-rechts-Spaltung \u00fcberwindet.<\/p>\n<p class=\"p14\">\u201eDie SPD sollte schleunigst friedfertig handeln\u201c, empfiehlt der SPD-Genosse und ehemaliger einflussreicher Gewerkschaftsfunktion\u00e4r Herbert Kr\u00fcger:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p14\">\u201ewenn sie den Menschen im Land belegen will, dass von Deutschland nie wieder Krieg ausgehen wird und begreifen, dass dies die einzige Chance ist politisch zu \u00fcberleben. Wohin der Weg f\u00fchrt belegen die Wahlen in Th\u00fcringen und Sachsen eindrucksvoll\u2026Wer gegen den Willen des Volkes regiert, ruiniert sich selbst\u201c(29)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen und Quellen<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\">1) <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/landtagswahl-thueringen-ergebnisse-afd-cdu-hoecke-voigt-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/landtagswahl-thueringen-ergebnisse-afd-cdu-hoecke-voigt-100.html<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">2) <a href=\"https:\/\/clubderklarenworte.de\/die-brandmauer-gegen-das-volk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/clubderklarenworte.de\/die-brandmauer-gegen-das-volk\/<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">3) <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/nach-dem-wahldesaster-im-osten-ampel-droht-dem-volk-mit-noch-mehr-kommunikation-li.2250095\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/nach-dem-wahldesaster-im-osten-ampel-droht-dem-volk-mit-noch-mehr-kommunikation-li.2250095<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">4) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">5) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">6) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">7) <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/landtagswahl-thueringen-ergebnisse-afd-cdu-hoecke-voigt-100.html\"><span class=\"s9\">Wahl in Th\u00fcringen: AfD und H\u00f6cke klar vorn \u2013 ZDFheute<\/span><\/a> <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/landtagswahl-thueringen-ergebnisse-afd-cdu-hoecke-voigt-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/landtagswahl-thueringen-ergebnisse-afd-cdu-hoecke-voigt-100.html<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">8) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">9) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Nordrhein-Westfalen_2005\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landtagswahl_in_Nordrhein-Westfalen_2005<\/a><\/p>\n<p class=\"p28\">10) <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/politisches-beben-schroeder-will-neuwahlen-a-357076.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/politisches-beben-schroeder-will-neuwahlen-a-357076.html<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">11) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2005\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundestagswahl_2005<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">12) <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/articleCUBK5-ld.345749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nzz.ch\/articleCUBK5-ld.345749<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">13) Schr\u00f6der gab 2014 zu, als Kanzler im Jugoslawien-Krieg auch gegen das V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen zu haben. \u201eDa haben wir unsere Flugzeuge [\u2026] nach Serbien geschickt und die haben zusammen mit der NATO einen souver\u00e4nen Staat gebombt \u2013 ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben h\u00e4tte,\u201c so Schr\u00f6der unter <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2014\/03\/14\/schr-m14.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2014\/03\/14\/schr-m14.html<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">14) Es sind die geostrategischen Langzeitplanungen der USA: TRADOC 525-3-1 vom September 2014 \u201eWin in a Complex World 2020-2040\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1\">15) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/webarchiv\/textarchiv\/2013\/42835651_kw06_kalenderblatt_irakkrieg-210866\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bundestag.de\/webarchiv\/textarchiv\/2013\/42835651_kw06_kalenderblatt_irakkrieg-210866<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">16) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">17) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">18)<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/beitrag-in-us-zeitung-merkels-bueckling-vor-bush-a-237040.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/beitrag-in-us-zeitung-merkels-bueckling-vor-bush-a-237040.html<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">19) <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">20) <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/bautzen\/goerlitz-weisswasser-zittau\/bahn-ausbau-fernverkehr-100.html#In\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"s9\">https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/bautzen\/goerlitz-weisswasser-zittau\/bahn-ausbau-fernverkehr-100.html#In<\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">21) Gesendet an Wolfgang Effenberger mit der mobilen Mail App am 2.9.2024<\/p>\n<p class=\"p1\">22) Ebda.<\/p>\n<p class=\"p1\">23) <i>Shirer, William (1990).\u00a0The Rise &amp; Fall of the Third Reich. New York: Simon &amp; Schuster. p.\u00a0<\/i><a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/risefallofthirdr00shir_1\/page\/47\"><span class=\"s9\"><i>47<\/i><\/span><\/a><i>.\u00a0<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">24) <a href=\"https:\/\/www.hoover.org\/research\/berlin-alert-memoirs-and-reports-truman-smith\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.hoover.org\/research\/berlin-alert-memoirs-and-reports-truman-smith<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">25) <span class=\"s3\">Joseph E. Persico:\u00a0<i>Roosevelt\u2019s Secret War. FDR and World War II Espionage.<\/i>\u00a0New York 2002, S. 193\u2013194.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">26)<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Truman_Smith_(officer)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"s9\">\u00a0 https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Truman_Smith_(officer)<\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">27) <a href=\"https:\/\/clubderklarenworte.de\/die-brandmauer-gegen-das-volk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/clubderklarenworte.de\/die-brandmauer-gegen-das-volk\/<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">28)<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-09\/gerhard-schroeder-spd-russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-09\/gerhard-schroeder-spd-russland<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">29) Herbert Kr\u00fcger ehem. langj. Zeitsoldat in einem NATO Einsatzverband, Gew, Sekr. IG BCE i.R. und ehem. SPD OVV pers\u00f6nlich an Wolfgang Effenberger am 4.9.2024<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Excel-Grafik von Ralf Lux. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Die Zahlen und Relationen entsprechen dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis der Landtagswahl in Th\u00fcringen 2024<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Standpunkt von Wolfgang Effenberger<\/b><br \/>\nDie Wahlen in Th\u00fcringen und Sachsen waren auf den 1. September 2024 festgelegt worden \u2013 genau 85 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. Diesen geschichtlichen Zusammenhang nahm am Wahlabend die erfahrene ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten zum Anlass, einen historischen Bogen vom \u00dcberfall auf Polen \u00fcber die Ermordung von 6 Millionen Juden bis zu den Wahlergebnissen in Sachsen und Th\u00fcringen zu spannen. Wahlergebnisse, die in der Tat mehr als ein Desaster f\u00fcr die Berliner Regierungsparteien sind. &#8230; So wundert es nicht, dass Bettina Schausten diesen Wahlausgang f\u00fcr gef\u00e4hrlich h\u00e4lt \u2013 die von ihr gezogene Parallele zwischen dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte und dem Wahlausgang vom 1. September 2024 emp\u00f6rt jedoch viele Menschen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19830,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1031,1968,2237,1241,162,1282,881,917,121,2035,815,1051,1313],"class_list":["post-19828","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-afd","tag-ampelkoalition","tag-bsw","tag-cdu","tag-demokratie","tag-gruene","tag-irakkrieg","tag-linkspartei","tag-medien","tag-sachsen","tag-spd","tag-thueringen","tag-wahlen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/wahl2024thueringen_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-59O","jetpack-related-posts":[{"id":20189,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20189","url_meta":{"origin":19828,"position":0},"title":"Lisa Fitz: Die Anti-Deutschen","author":"Webredaktion","date":"2. 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