{"id":19652,"date":"2024-08-07T01:50:52","date_gmt":"2024-08-06T23:50:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19652"},"modified":"2024-10-06T02:11:04","modified_gmt":"2024-10-06T00:11:04","slug":"suedlibanon-verbranntes-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19652","title":{"rendered":"S\u00fcdlibanon: Verbranntes Land"},"content":{"rendered":"<p><strong>In den S\u00fcden des Libanon zu fahren, bedarf einiger Vorbereitungen. Libanon und Israel sind seit Jahrzehnten im Kriegszustand, eine offizielle Grenze gibt es nicht. Die Trennungslinie zwischen dem Gebiet, das Israel f\u00fcr sich reklamiert \u2013 was vom Libanon nicht anerkannt wird -, ist mit blauen Tonnen markiert, die von der UNO dort platziert wurden. Sie markieren die \u201eBlaue Linie\u201c, eine Waffenstillstandslinie, die von UNIFIL, einer UN-Interimstruppe f\u00fcr Libanon, kontrolliert wird. <\/strong><\/p>\n<p><em>von <strong>Karin Leukefeld<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Die Reportage basiert auf Recherchen der Autorin im S\u00fcdlibanon am 18. Juli 2024<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 31.07.2024 auf den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118916\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NachDenkSeiten<\/a><\/span><\/p>\n<p>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf\u00fcgbar.<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-19652-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240730-Suedlibanon-Verbranntes-Land-NDS.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240730-Suedlibanon-Verbranntes-Land-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240730-Suedlibanon-Verbranntes-Land-NDS.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118916\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NachDenkSeiten<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240730-Suedlibanon-Verbranntes-Land-NDS.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit dem 7. Oktober 2023 wird entlang der \u201eBlauen Linie\u201c geschossen. Die libanesische Hisbollah bombardiert milit\u00e4rische Ziele und \u00dcberwachungsanlagen der israelischen Streitkr\u00e4fte (IDF), die mit Drohnen, Kampfjets, Artillerie bis weit in den Libanon hinein bombardieren. Der Krieg begann mit dem Krieg gegen Gaza. Nach Angaben der Hisbollah werden die Angriffe gestoppt, sobald es in Gaza einen Waffenstillstand gibt.<\/p>\n<p>In der Zeit vom 7. Oktober 2023 bis 21. Juni 2024 haben sich entlang der \u201eBlauen Linie\u201c mindestens 7.400 Angriffe <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2024\/6\/27\/mapping-7400-cross-border-attacks-between-israel-and-lebanon\">ereignet<\/a>. Das ergibt eine Dokumentation des <em>Armed Conflict Location and Event Data Project<\/em> (ACLED), das entsprechendes Kartenmaterial ver\u00f6ffentlichte. 83 Prozent dieser Angriffe wurden demnach von Israel ver\u00fcbt, insgesamt 6.142. Dabei wurden mindestens 543 Personen im Libanon get\u00f6tet. Hisbollah und andere bewaffnete Gruppen seien demnach f\u00fcr 1.258 Angriffe verantwortlich, hei\u00dft es in dem Bericht. Dabei seien mindestens 21 Israelis get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wurden auf libanesischer Seite mindestens 340.000 Tiere get\u00f6tet, 47.000 Olivenb\u00e4ume und 790 Hektar Agrarland zerst\u00f6rt, und zwar \u201ew\u00e4hrend der Erntezeit\u201c. Die Folge sei, dass die libanesischen Bauern mehr als 70 Prozent ihrer Ernte (2023\/24) verloren und das Angebot von Nahrungsmitteln f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung sich verringert habe, hei\u00dft es in dem FAO-Bericht. In gro\u00dfem Umfang feuern die israelischen Streitkr\u00e4fte wei\u00dfen Phosphor auf libanesische W\u00e4lder und Agrarland. Ernten, Boden und Grundwasser werden verseucht, das Gift bedroht Menschen und Vieh gleicherma\u00dfen. Israel zerst\u00f6re absichtlich die Lebensgrundlagen der Bev\u00f6lkerung, sind Gespr\u00e4chspartner im Libanon sich sicher. Niemand soll jemals wieder in das fruchtbare, wasserreiche Gebiet zur\u00fcckkehren, das Israel seit seiner Gr\u00fcndung 1948 besitzen will. Tausende Familien haben ihre Lebensgrundlagen verloren.<\/p>\n<h5><em>Die Vorgeschichte<\/em><\/h5>\n<p><em>Die Bev\u00f6lkerung der Region war nie an Kriegen und auch nicht an Grenzen interessiert, die sie und ihre Bewegungsfreiheit einschr\u00e4nken w\u00fcrden. Dass ihnen ihr Land genommen wurde, dass sie heute nicht mehr einfach aus Beirut f\u00fcr einen Tagesausflug nach Haifa fahren k\u00f6nnen, nicht mehr von Beirut nach Kairo oder von Bethlehem nach Damaskus oder Bagdad reisen k\u00f6nnen, daf\u00fcr haben Gro\u00dfbritannien und Frankreich Anfang des 20. Jahrhunderts gesorgt. Entlang der heutigen \u201eBlauen Linie\u201c zwischen dem Libanon und dem heutigen Israel zogen die beiden europ\u00e4ischen Kolonialm\u00e4chte 1916 \u2013 auf einer Landkarte \u2013 eine Linie von Akka (Acre) nach Mosul und weitere Linien, die das Gebiet aufteilten. Diese Linien gingen als <a href=\"https:\/\/balfourproject.org\/a-line-in-the-sand\/\">\u201eLinien im Sand\u201c<\/a> in die Geschichte ein, obwohl vieles keineswegs Sand, sondern seit Generationen bewirtschafteter Boden war. Es ging um die Kontrolle des gesamten Gebietes zwischen dem \u00f6stlichen Mittelmeer und dem Persischen Golf.<\/em><\/p>\n<p><em>Mark Sykes, Diplomat Gro\u00dfbritanniens, und George Picot, Diplomat Frankreichs, hatten sich 1916 \u2013 noch w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges \u2013 im geheimen Sykes-Picot-Abkommen auf eine Aufteilung der arabischen Provinzen des zerfallenden Osmanischen Reiches geeinigt; nicht, um diesen Provinzen eine staatliche Unabh\u00e4ngigkeit zu geben, wie man ihnen f\u00e4lschlich versprach, sondern um sie zu kontrollieren und damit die eigenen, imperialen Interessen zu \u201esichern\u201c. <\/em><\/p>\n<p><em>1917 konkretisierte Gro\u00dfbritannien mit der Balfour-Erkl\u00e4rung seine au\u00dfenpolitischen Pl\u00e4ne in der Region. Arthur James Balfour, damals britischer Au\u00dfenminister, \u00fcbermittelte der zionistischen Nationalbewegung die \u201eUnterst\u00fctzung der Krone\u201c zur \u201eErrichtung einer j\u00fcdischen Heimstadt in Pal\u00e4stina\u201c. Die zionistische Nationalbewegung verbreitete zur Umsetzung ihrer Pl\u00e4ne \u2013 im eigenen und im britischen Interesse \u2013 die L\u00fcge von Pal\u00e4stina als einem \u201eLand ohne Volk f\u00fcr ein Volk ohne Land\u201c. <\/em><\/p>\n<p><em>Zur Absicherung dieser Interessen entstand 1948 \u2013 gegen den Willen aller, die sich in der Region eine Stimme verschaffen konnten \u2013 der Staat Israel. Die damit verbundene Vertreibung der Pal\u00e4stinenser, die Nakba, wiederholte sich mit jedem Krieg, jeder Hauszerst\u00f6rung, jedem neuen Siedlungsbau. Die Rolle der einstigen Kolonialmacht Gro\u00dfbritanniens zwischen dem \u00f6stlichen Mittelmeer und dem Persischen Golf ging mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) an die USA \u00fcber.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Rolle Israels, das sich als W\u00e4chter imperialer Interessen in einer der wichtigsten geostrategischen Regionen der Welt bis heute anbietet und entsprechend mit Geld und Waffen versorgt wird, erhielt durch die USA mehr Gewicht. F\u00fcr die Region bedeutete das mehr Krisen und Kriege. Der Drang Israels nach Norden, in die fruchtbaren Gebiete des Libanon und nach Osten auf die fruchtbaren syrischen Golanh\u00f6hen h\u00f6rte nicht auf.<\/em><\/p>\n<p><em>Will man die <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/tcbh\/article-abstract\/30\/2\/289\/5106399\">Konflikte und Kriege der Region mit Israel<\/a> verstehen, ist es hilfreich, die hier nur in Stichworten beschriebene Vorgeschichte zu kennen. Den Menschen der Region ist sie von ihren Vorfahren und deren Vorfahren vermittelt worden. Ob in Gaza, im Westjordanland, ob auf den Golanh\u00f6hen oder im Libanon \u2013 bis heute k\u00e4mpfen die Menschen um ihr Land und um ihr Recht, ihr Leben und ihre Zukunft selbst zu gestalten.<\/em><\/p>\n<p>Um die Folgen des Krieges entlang der \u201eBlauen Linie\u201c zu sehen, bedarf es einiger Vorbereitungen. Wegen des Kriegszustandes zwischen Libanon und Israel ist der S\u00fcden des Libanon eine Milit\u00e4rzone, in der f\u00fcr Journalisten besondere Regeln gelten. Um dorthin zu fahren, zu filmen, zu fotografieren oder Interviews zu f\u00fchren, bedarf es einer Genehmigung der libanesischen Streitkr\u00e4fte. Wird diese erteilt, erh\u00e4lt man von der Pressestelle der Armee eine E-Mail:<\/p>\n<p>\u201eWir informieren Sie, dass Sie die Genehmigung erhalten haben, in den S\u00fcden (des Libanon) zu fahren. Ihr Name steht auf der Liste \u201eB\u201c, Seriennummer ist \u201e59\u201c. Die Genehmigung ist bis zum 31. Juli 2024 g\u00fcltig. Sie m\u00fcssen sich beim Geheimdienst der S\u00fcdlichen Region melden, bevor sie mit Ihrer Arbeit beginnen (Original: bevor sie anfangen zu filmen). Sollten Sie weitere Fragen haben, rufen Sie bitte die Nummer (\u2026) an.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWo wollen Sie hinfahren, wen wollen Sie treffen?\u201c, fragt der Beamte der S\u00fcdlichen Region in Saida. \u201eIch m\u00f6chte mit der Bev\u00f6lkerung sprechen\u201c, so die Autorin. \u201eEs geht um die Folgen der israelischen Angriffe auf die l\u00e4ndlichen Gebiete mit wei\u00dfem Phosphor und die Folgen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Sicherlich k\u00f6nnen doch die Mitarbeiter des Zivilschutzes dar\u00fcber Auskunft geben.\u201c Ob es m\u00f6glich sei, nach Naqura zu fahren? Aus der Umgebung gebe es viele Berichte \u00fcber solche Angriffe. Der Offizier \u00fcberlegt kurz und sagt dann, Naqura sei nicht sicher. Erst am Morgen habe Israel in der Umgebung wieder bombardiert. \u201eFahren Sie Richtung Marjayoun. In Ibil al Saqi finden Sie das Hotel Dana, wo viele Journalisten wohnen. Dort werden Sie Ansprechpartner finden.\u201c<\/p>\n<h5>R\u00fcckblick<\/h5>\n<p>Zuletzt war die Autorin <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/in-zeiten-des-krieges-unterwegs-im-suedlichen-libanon\/\">Mitte Oktober2023 an der \u201eBlauen Linie\u201c<\/a>. Damals ging die Fahrt von Kfar Kila \u00fcber Odayssa entlang der von Israel errichteten Mauer und \u00dcberwachungsanlagen bis zur K\u00fcstenstadt Naqura. Bei Aalma ech Chaab, nur knapp zehn Kilometer von Naqura entfernt, hatte eine Gruppe Journalisten \u2013 deutlich als \u201ePresse\u201c gekennzeichnet \u2013 auf einer Anh\u00f6he Position bezogen. Man tauschte sich aus, dann ging es weiter. Am n\u00e4chsten Tag (13. Oktober 2023) feuerte mindestens ein israelischer Panzer <a href=\"https:\/\/cpj.org\/2024\/07\/journalist-casualties-in-the-israel-gaza-conflict\/\">gezielt auf Journalisten<\/a>, die von der gleichen Anh\u00f6he aus die Lage beobachteten. Issam Abdallah von der Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em> wurde get\u00f6tet. Christina Assi, eine libanesische Fotografin, die f\u00fcr die Nachrichtenagentur <em>AFP<\/em> arbeitete, wurde schwer verletzt. Ein Bein mu\u00dfte teilweise amputiert werden. Auch andere Journalisten aus der Gruppe wurden verletzt. Im November wurden bei Tayr Harfa die beiden Journalisten Farah Omar und Rabih al Mamaarih vom Nachrichtensender <em>Al Mayadeen<\/em> ebenfalls gezielt von der israelischen Armee get\u00f6tet.<\/p>\n<h5>Die \u201eBlaue Linie\u201c brennt<\/h5>\n<p>Heute ist es unm\u00f6glich, die Strecke entlang der \u201eBlauen Linie\u201c zu fahren. Die Stra\u00dfe ist milit\u00e4risches Sperrgebiet und eine Kampfzone. Odayssa, Meiss al Jebl, Blida, Bint Jbeil, Aalma ech Chaab und Naqura brennen. Tausende Familien mussten fliehen. In Marjayoun ist ein St\u00fctzpunkt des Zivilschutzes, also geht die Fahrt dieses Mal \u00fcber Nabatieh in Richtung S\u00fcdosten. Hinter Nabatieh wird die Stra\u00dfe schmal und schl\u00e4ngelt sich schlie\u00dflich durch das Litani-Tal, das sich nach Osten hin \u00f6ffnet. Kleine Pinienw\u00e4lder ziehen sich die H\u00fcgel entlang, der schmale Flu\u00dflauf des Litani ist unter dichtem Buschwerk verborgen. Nach Westen, zum Meer hin, steigt allm\u00e4hlich eine steile Felswand empor, auf deren H\u00f6he die Kreuzfahrerburg Beaufort liegt. Es sieht aus, als sei sie in den Felsen gebaut. Zuletzt hatten sich dort israelische Truppen verschanzt, die gro\u00dfe Teile des Libanon (1982-2000) besetzt hielten.<\/p>\n<p>Nur wenige Fahrzeuge sind unterwegs, das Gebiet ist weitgehend unbewohnt. Natursch\u00fctzer wie die \u201eGreen Southerners\u201c, was so viel hei\u00dft wie \u201eDie gr\u00fcnen Leute aus dem S\u00fcden\u201c, m\u00f6chten das Litani-Tal und die umliegenden W\u00e4lder als \u201eKulturerbe\u201c f\u00fcr den Libanon erhalten und engagieren sich gegen eine Bebauung. Derzeit sorgen allerdings der Krieg und die Wirtschaftskrise (seit 2019) daf\u00fcr, dass Bauma\u00dfnahmen nicht in Frage kommen. Die libanesischen Natursch\u00fctzer dokumentieren seit Monaten die Verw\u00fcstung von W\u00e4ldern, Agrarland, von Obst- und Olivenhainen durch Brandbomben der israelischen Streitkr\u00e4fte und durch Beschuss mit wei\u00dfem Phosphor.<\/p>\n<p>Unterhalb der Festung Beaufort \u00fcberquert die Stra\u00dfe den Litani-Flu\u00df \u00fcber die Khardali-Br\u00fccke. Die Libanesische Armee unterh\u00e4lt hier einen Kontrollpunkt und kontrolliert ein- und ausfahrende Fahrzeuge. Unser Wagen ist mit einem \u201ePresse\u201c-Schild markiert und wird zur Seite gewunken. Der zust\u00e4ndige Offizier pr\u00fcft die Papiere und findet den Namen der ausl\u00e4ndischen Journalisten auf der B-Liste. Der Checkpoint ist \u00fcber ihr Kommen informiert, der Wagen kann passieren. Anhalten ist nicht<\/p>\n<p>Zwischen Felsw\u00e4nden schl\u00e4ngelt sich die Stra\u00dfe wieder hinauf in Richtung Marjayoun. An verschiedenen Stellen ist das Land bis tief hinunter in die Schlucht verbrannt. Es geht vorbei an einer Quelle, an der erst vor wenigen Wochen zwei M\u00e4nner get\u00f6tet wurden. Sie hatten angehalten, um sich mit Wasser zu versorgen, als eine israelische Drohne sie ins Visier nahm und t\u00f6tete. Darum werden alle Fahrzeuge, die die Khardali-Br\u00fccke \u00fcberqueren, angewiesen, bis Bourj al-Mouluk (Mulukkenturm), einem Ort auf der H\u00f6he, nicht zu stoppen.<\/p>\n<p>Die Bewohner der Region erz\u00e4hlen sich, dass die K\u00e4mpfer der Hisbollah, die fr\u00fcher im Litani-Tal und den umliegenden H\u00fcgeln jahrelang die israelischen Besatzungstruppen bek\u00e4mpft hatten, an der Quelle immer Halt gemacht und getrunken h\u00e4tten. Das Wasser habe ihnen Kraft gegeben, die israelischen Feinde schlie\u00dflich zu verjagen, sagen die Leute. Darum sei das Wasser bei Vorbeifahrenden so beliebt.<\/p>\n<p>Kurz vor Marjayoun auf einer Anh\u00f6he stehen Pressefahrzeuge. Auf einem Feld sind zwei Stative f\u00fcr Kameras aufgestellt, im Schatten eines Baumes haben einige M\u00e4nner sich auf Campingst\u00fchlen niedergelassen. \u201eHier sehen Sie Journalisten von <em>Al Alam<\/em> und <em>Al Jazeera<\/em> friedlich beieinandersitzen\u201c, sagt einer der M\u00e4nner, der f\u00fcr den iranischen Sender <em>Al Alam<\/em> arbeitet. \u201eUnd hier kommt unser guter Freund und Kollege, der f\u00fcr alle gro\u00dfen internationalen Medien arbeitet\u201c, begr\u00fc\u00dft er dann einen \u00e4lteren Mann, der einen Safarihut tr\u00e4gt. Die Krempe hat er an beiden Seiten hochgeklappt. Man erkundigt sich nach dem Woher und Wohin, ein Kollege beschreibt den Weg zur Basis der Zivilschutzkr\u00e4fte. Die Anh\u00f6he gibt von Osten nach Westen einen weiten Blick frei. Im Tal unterhalb liegt die israelische Siedlung Matulla, die von der israelischen Mauer umgeben ist, die sich entlang der \u201eBlauen Linie\u201c Richtung Westen bis Naqura zieht. Die Ortschaften auf der libanesischen Seite sind f\u00fcr Journalisten gesperrt, es ist Kampfzone.<\/p>\n<p>Im Osten liegt der Ort Khiam auf einem H\u00fcgel. Dort hatten die israelischen Besatzungstruppen ein Gef\u00e4ngnis f\u00fcr politische Gefangene errichtet. Der Ort ist ein Museum geworden, wird heute aber wieder von Israel bombardiert. Hinter dem H\u00fcgel flie\u00dft der Hasbani-Flu\u00df, der die Felder, Obst- und Olivenhaine w\u00e4ssert, die heute israelische Siedler ihr Eigen nennen. Die Familien im S\u00fcdlibanon, vom syrischen Golan und aus Pal\u00e4stina haben die ausl\u00e4ndische Teilung ihres Bodens nie akzeptiert: weder durch Gro\u00dfbritannien und Frankreich (1916, 1917) noch die weiteren Teilungspl\u00e4ne (1937, britische Peel Kommission) oder durch die UNO (1947) noch die gewaltsame Landnahme 1948 durch die zionistischen Milizen.<\/p>\n<p>Marjayoun ist ein ruhiger Ort, w\u00e4hrend der israelischen Besatzung war hier die mit Israel kollaborierende S\u00fcdlibanesische Armee (SLA) stationiert. Bei der Befreiung im Jahr 2000 zogen diese Freunde Israels mit den israelischen Truppen \u00fcber Nacht \u00fcber die \u201eBlaue Linie\u201c nach Israel davon, wo sie neue Aufgaben zugewiesen bekamen oder in andere Teile der Welt auswanderten.<\/p>\n<h5>Hoffentlich ist der Krieg bald vorbei<\/h5>\n<p>Das Quartier der Zivilschutzkr\u00e4fte liegt abseits der Hauptstra\u00dfe. Zu erkennen ist es an dem gro\u00dfen Feuerwehrwagen, der auf dem Hof steht. Drei Jugendliche und zwei \u00e4ltere M\u00e4nner sitzen unter einem sch\u00fctzenden Sonnendach an einem niedrigen Tisch und trinken Kaffee. Rasch stehen sie auf, als die Fremden sich n\u00e4hern. \u201eSie ist eine Journalistin aus Deutschland und m\u00f6chte mit dem Zivilschutz \u00fcber die Zerst\u00f6rung von Agrarland sprechen\u201c, erl\u00e4utert H., der die Autorin im Libanon begleitet. Einer der M\u00e4nner weist auf einen Nebenraum, wo der Leiter der Station sein B\u00fcro habe, mit dem m\u00fcssten wir sprechen. \u201eHaben Sie eine Genehmigung von unserem Hauptquartiert\u201c, ist die erste Frage, die der Stationsleiter stellt. Die Genehmigung von Armee und Geheimdienst reiche nicht aus. H. bittet den Mann, mit dem Hauptquartier zu telefonieren und eine Genehmigung einzuholen. Doch leider sei nichts zu machen, sagt der Mann nach einer Weile telefonieren. Journalisten m\u00fcssten mindestens eine Woche vorher eine Genehmigung in Beirut einholen.<\/p>\n<p>Die drei Jugendlichen sind allerdings bereit, einige Fragen der Journalistin zu beantworten. George (20) und Elias (18) studieren, David (17) macht erst im n\u00e4chsten Jahr sein Abitur. Die drei sind nicht aus Marjayoun, sondern aus Kleya, einem Ort in der N\u00e4he, erz\u00e4hlen sie. Sie verbr\u00e4chten die Ferien als freiwillige Feuerwehrkr\u00e4fte mit dem Zivilschutz, die Situation erfordere es. Ja, auch M\u00e4dchen seien in ihrer Freiwilligengruppe, allerdings seien die in einem anderen Haus untergebracht. \u201eAber im Einsatz arbeiten wir alle zusammen.\u201c Viele Jungen und M\u00e4dchen in der Umgebung w\u00fcrden sich schon fr\u00fch \u2013 neben dem Schulunterricht \u2013 zum Zivilschutz melden, berichten die drei. Es g\u00e4be regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen und auch l\u00e4ngere Ausbildungsseminare. \u201eWir haben unsere Uniform, Stiefel, Helm \u2013 alles, was wir f\u00fcr einen Einsatz brauchen\u201c, erz\u00e4hlt David, der J\u00fcngste der drei. Erst am Vortag seien sie zu einem Einsatz am Litani-Flu\u00df gerufen worden. \u201eEin gro\u00dfes Feuer\u201c, meint George, sie h\u00e4tten es l\u00f6schen k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19653\" aria-describedby=\"caption-attachment-19653\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"19653\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=19653\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-06-thumb.jpg?fit=700%2C525&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"700,525\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Leukefeld-verbranntes-land-06-thumb\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-06-thumb.jpg?fit=700%2C525&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-19653 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-06-thumb.jpg?resize=700%2C525&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-06-thumb.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-06-thumb.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19653\" class=\"wp-caption-text\">Drei Freiwillige f\u00fcr den Zivilschutz Marjayoun. Links nach rechts Elias, George, David \u2013 Foto K. Leukefeld<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr alle drei ist es der erste Krieg, den sie erleben. Aber ihre Eltern haben ihnen schon von fr\u00fcheren Kriegen erz\u00e4hlt. Alle drei hoffen, dass der Krieg bald vorbei ist. \u201eWir verstehen die politischen Gr\u00fcnde nicht\u201c, meint George. Aber vielleicht will er nur nicht dar\u00fcber sprechen. \u201eWir wissen nur, dass wir nicht tun k\u00f6nnen, was wir m\u00f6chten, dass wir nicht hinfahren k\u00f6nnen, wohin wir m\u00f6chten, dass viele unserer Freunde nicht mehr hier sind, sondern in anderen Teilen des Landes, wo es sicherer ist\u201c, z\u00e4hlen sie die Einschr\u00e4nkungen auf. Sie m\u00fcssten zu Hause bleiben, wenn sie nicht im Einsatz seien, und niemand wisse, was die Zukunft bringe. Elias erz\u00e4hlt, dass er mit seinen Eltern erst vor sechs Jahren zur\u00fcck in den Libanon gekommen sei. Damals war er zw\u00f6lf, davor habe die Familie in Schweden gelebt. F\u00fcr die Jugendlichen in Europa sei das Leben nat\u00fcrlich viel angenehmer, \u201ees gibt alles\u201c, meint Elias. Im Libanon sei das Leben sehr schwierig, und vielleicht w\u00fcrde er eines Tages doch wieder ins Ausland gehen, um zu arbeiten. Elias studiert Business Management, George studiert Mechanik (Physik), und auch er kann sich vorstellen, eines Tages ins Ausland zu gehen. David sagt, er wisse noch nicht, was er einmal studieren wolle. Er habe ja noch ein Jahr Schule und Zeit. Eins aber wisse er schon, f\u00fcgt er dann verschmitzt hinzu: \u201eIch m\u00f6chte auf jeden Fall hierbleiben, im Libanon.\u201c<\/p>\n<h5>Die Schallmauer durchbrechen in Ebel as Saqi<\/h5>\n<p>Um wieder auf die Hauptstra\u00dfe zu gelangen, muss H. einen Weg durch das Labyrinth von schmalen Gassen finden, die sich den Hang hinunter an niedrigen, einfachen H\u00e4usern vorbeischl\u00e4ngeln. Die Geb\u00e4ude sind von Blumen und B\u00e4umen umgeben, zwischen den H\u00e4usern sind G\u00e4rten angelegt. Alles liegt wie verlassen, niemand ist zu sehen.<\/p>\n<p>Auf der Hauptstra\u00dfe fahren zwei UN-Fahrzeuge vor uns in vorgeschriebenem Tempo, irgendwann biegen sie in die H\u00fcgel ab. \u201eHier ist eine spanische UNIFIL-Basis\u201c, sagt H., der den S\u00fcdlibanon wie seine Westentasche kennt. <a href=\"https:\/\/unifil.unmissions.org\/unifil-troop-contributing-countries\">49 UN-Staaten<\/a> haben f\u00fcr die UNIFIL-Mission 10,031 Soldaten und Soldatinnen entsandt. Das gr\u00f6\u00dfte Kontingent stellt aktuell Italien mit mehr als 1.000 Truppen, das die Mission leitet. Spanien hat 677 Truppen im Libanon, ihre <a href=\"https:\/\/unifil.unmissions.org\/sites\/default\/files\/unifilmap122022.pdf\">Basis liegt n\u00f6rdlich von Marjayoun<\/a>.<\/p>\n<p>Wir biegen ab in Richtung Ebel al-Saqi. Der kleine Ort liegt abseits und wird von Drusen und Christen bewohnt. Mitten im Kriegsgebiet des s\u00fcdlichen Libanon ein Hotel zu finden, ist \u00fcberraschend. Noch \u00fcberraschender ist allerdings das gro\u00dfe Schwimmbad, das direkt hinter dem Hotel liegt. Leise t\u00f6nt Musik her\u00fcber, eine Familie mit Kindern genie\u00dft die gesamte Anlage f\u00fcr sich. \u201eNormalerweise ist es im Sommer hier so voll, dass Sie keinen Platz mehr finden\u201c, sagt der leitende Manager Riad Zeineddine. \u201eNun haben wir Krieg und die G\u00e4ste bleiben weg.\u201c Als die Autorin sich als Journalistin vorstellt, beginnt Herr Zeineddine, die Preise zu nennen: \u201eEinzelzimmer 65 US-Dollar, Steuer und Fr\u00fchst\u00fcck inklusive. Doppelzimmer 80 US-Dollar, Steuer und Fr\u00fchst\u00fcck inklusive. Sollten Sie Vegetarierin sein, werden wir etwas f\u00fcr Sie zubereiten. Die libanesische K\u00fcche ist vielf\u00e4ltig, wie Sie wissen. Allein die Vorspeisen.\u201c Das Hotel habe 36 Zimmer, zehn davon seien f\u00fcr UNIFIL reserviert. Viele Medien h\u00e4tten sich eingemietet, sagt der Manager und z\u00e4hlt nicht ohne Stolz auf: \u201eJazeera, sky news, Al Arabiya, Al Mayadeen, BBC, CNN, Jadeed\u201c, um nur einige zu nennen.<\/p>\n<p>Das DANA-Hotel sei etwa 1990 gebaut worden, berichtet er auf weitere Nachfrage. Damals sei eine UNIFIL-Basis der Norweger in dem Gebiet gewesen. Sie h\u00e4tten den Bau des Hotels gef\u00f6rdert, damit Familienangeh\u00f6rige sie besuchen konnten. Damals habe das Hotel nur aus der Lobby und dem Schwimmbad bestanden. Eine K\u00fcche habe es gegeben, aus der auch die UNIFIL-Basis versorgt worden sei. Nur wenige R\u00e4ume habe es f\u00fcr das K\u00fcchenpersonal gegeben. \u201eDas eigentliche DANA-Hotel, wie sie es jetzt sehen, wurde 2020 er\u00f6ffnet\u201c, berichtet der Manager weiter. \u201eEnde des Jahres 2024 l\u00e4uft der Vertrag aus. Wir wissen nicht, was dann werden wird.\u201c<\/p>\n<p>Riad Zeineddin stammt aus Hasbaya, das knapp zehn Kilometer weiter nord\u00f6stlich liegt. Hasbaya ist ein Zentrum der libanesischen Drusen. Die Caza Hasbaya, das Haus Hasbaya liegt am Fu\u00df des Berges Hermon, den die Araber Jbeil Scheich nennen, Berg des Scheichs. Hier liegt Khalawat Al Bayyada, eine bedeutende theologische Einrichtung der libanesischen Drusen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir uns unterhalten, unterbricht pl\u00f6tzlich ein lauter Knall das Gespr\u00e4ch. Die Fenster klirren und wackeln in den Rahmen, eine Druckwelle l\u00e4\u00dft das gesamte Geb\u00e4ude erbeben. \u201eNichts\u201c, l\u00e4chelt Herr Zeineddin freundlich. \u201eEs ist nichts, Sie brauchen sich nicht zu f\u00fcrchten. Die Israelis haben mit ihren Kampfjets die Schallmauer durchbrochen. Das machen sie immer, um uns Schrecken einzujagen.\u201c<\/p>\n<p>Herr Zeineddin entschuldigt sich, weil sein Handy klingelt. Auch das Handy von H., meinem Begleiter, klingelt. Es sei seine Tochter, signalisiert H., bevor er den Anruf beantwortet. \u201eSie war besorgt, weil bei ihnen die Schallmauer durchbrochen wurde\u201c, erkl\u00e4rt H. sp\u00e4ter. Seine Familie lebt s\u00fcdlich von Saida, etwa 80 Kilometer von Ebel as Saqi entfernt.<\/p>\n<p>Wir verabschieden uns, Herr Zeineddin gibt jedem von uns noch eine Flasche eisgek\u00fchlten Fruchtsaft mit. \u201eKommen Sie wieder\u201c, sagt er freundlich. \u201eVon hier bis Hasbaya ist alles ruhig, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Nur wenige Kilometer entfernt, entlang der Waffenstillstandslinie, ist verbranntes Land. Die Autorin kann nicht dorthin, es ist milit\u00e4risches Sperrgebiet. Fotos der \u201eGr\u00fcnen Leute aus dem S\u00fcden\u201c, der Green Southerners, dokumentieren die Verw\u00fcstung.<\/p>\n<h5>Wann k\u00f6nnen wir wieder in unsere D\u00f6rfer?<\/h5>\n<p>Die Fahrt geht zur\u00fcck an die K\u00fcste nach Tyre, wo 27.000 Menschen aus den s\u00fcdlichen D\u00f6rfern in Schulen untergebracht sind. Die Inlandsvertriebenen werden von der \u00f6rtlichen Verwaltung mit Hilfe der <em>Gewerkschaft der st\u00e4dtischen Arbeiter<\/em> in Tyre versorgt. Unterst\u00fctzung gibt es von der UN-Organisation f\u00fcr Entwicklung (UNDP), lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen haben verschiedene Aufgaben \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Der Leiter der Beh\u00f6rde, Mortada Mhanna, stellt der Autorin Herrn Ali an die Seite. Er stammt aus Naqura und hat dort bei der \u00f6rtlichen Polizei gearbeitet. Nun ist er f\u00fcr Herrn Mhanna eine Art \u201erechte Hand\u201c, um die Versorgung der Familien in der <em>Technischen Schule Tyre<\/em> zu kontrollieren. \u201eEs sind Ferien, die Familien sind im Erdgeschoss untergebracht\u201c, sagt Herr Ali. Sollten sie noch immer da sein, wenn die Schule im Herbst wieder den Betrieb aufnehme, werde der Unterricht auf die zwei oberen Etagen verlegt. Herr Ali hat wei\u00dfen Phosphor gesehen, als sein Dorf und die umliegenden W\u00e4lder damit angegriffen wurden. \u201eEs h\u00f6rt nicht auf zu brennen\u201c, sagt er. \u201eWenn Menschen damit in Ber\u00fchrung kommen, verbrennt ihre Haut und sie k\u00f6nnen von innen her brennen.\u201c<\/p>\n<p>Dann begr\u00fc\u00dft er Herrn Ahmed, der seit vielen Jahren in der Technischen Schule angestellt ist und ebenfalls den Inlandsvertriebenen hilft. Die Familien, die in der Technischen Schule untergebracht seien, seien einfache Leute, erkl\u00e4rt Herr Ahmed. Es seien Bauern, nicht alle h\u00e4tten eine gute Schulbildung gehabt. F\u00fcr sie sei der Alltag in der Unterkunft sehr schwierig. Da Ferien seien, h\u00e4tten die Kinder keine Schule und langweilten sich. \u201eDie Leute haben keine Arbeit, sie haben kein Geld. Einmal am Tag bekommen sie eine warme Mahlzeit von einer Hilfsorganisation, die ihren urspr\u00fcnglichen Essgewohnheiten nicht gerecht wird.\u201c Viele lehnten das Essen ab, das meist aus Reis und einer Gem\u00fcseso\u00dfe, manchmal mit Fleisch bestehe. Auch die hygienischen Verh\u00e4ltnisse einer Schule seien f\u00fcr so viele Menschen nicht geeignet, f\u00e4hrt Herr Ahmed fort. Es g\u00e4be nicht immer genug Wasser.<\/p>\n<p>Dann hellt sich sein Gesicht auf und er erz\u00e4hlt von einem Projekt, das ihm gro\u00dfe Freude mache. Es richte sich an die Frauen und werde \u201evon au\u00dfen\u201c finanziert. \u201eVon au\u00dfen\u201c bedeutet, das Geld kommt von der UN-Organisation f\u00fcr Frauen (UN Women), die in Kooperation mit \u00f6rtlichen Nichtregierungsorganisationen ein Frauenprojekt finanziert. \u201eEs wurde Land um die Schule herum gerodet, sodass die Frauen dort pflanzen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Herr Ahmed. Sie arbeiteten morgens und nachmittags jeweils drei bis vier Stunden und erhielten f\u00fcr ihre Arbeit pro Tag 16 US-Dollar. F\u00fcr die Kinder der Frauen werde in der Zeit von einer lokalen Organisation eine Kinderbetreuung angeboten. \u201eSie haben Gl\u00fcck, die Nachmittagsschicht beginnt um 17.00 Uhr, dann k\u00f6nnen Sie mit den Frauen sprechen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_19654\" aria-describedby=\"caption-attachment-19654\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"19654\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=19654\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-09-thumb.jpg?fit=700%2C525&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"700,525\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Leukefeld-verbranntes-land-09-thumb\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-09-thumb.jpg?fit=700%2C525&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-19654 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-09-thumb.jpg?resize=700%2C525&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-09-thumb.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-09-thumb.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19654\" class=\"wp-caption-text\">Tyre. Eine junge B\u00e4uerin aus Blida. Sie m\u00f6chte auf dem Foto nicht erkannt werden \u2013 Foto K. Leukefeld<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach und nach kommen die Frauen aus dem Geb\u00e4ude und versammeln sich um Herrn Ahmed, um eine Teilnahmeliste zu unterschreiben. Alle tragen lange Hosen und lange Blusen. Um sich vor der Sonne zu sch\u00fctzen, haben sie ihre K\u00f6pfe mit T\u00fcchern umwickelt, dar\u00fcber tragen sie Kappen oder Sonnenh\u00fcte. Ihre H\u00e4nde sch\u00fctzen sie mit Handschuhen bei der Arbeit. H\u00fcte, Handschuhe wie auch das notwendige Werkzeug, D\u00fcnger und Saatgut werden von der UNDP gestellt. Bis auf eine Frau weigern sich alle, von der Autorin fotografiert zu werden. Es schicke sich nicht, sagt eine junge Frau. \u201eWas, wenn mein Bruder ein Foto von mir bei Facebook findet!\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_19655\" aria-describedby=\"caption-attachment-19655\" style=\"width: 700px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"19655\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=19655\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-10-thumb.jpg?fit=700%2C525&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"700,525\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Leukefeld-verbranntes-land-10-thumb\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-10-thumb.jpg?fit=700%2C525&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-19655 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-10-thumb.jpg?resize=700%2C525&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-10-thumb.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-10-thumb.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19655\" class=\"wp-caption-text\">Tyre. Manal Issa (42) aus Blida hat keine Scheu, fotografiert zu werden \u2013 Foto K. Leukefeld<\/figcaption><\/figure>\n<p>Manal Issa ist nicht so scheu und l\u00e4sst sich fotografieren. Die 42-J\u00e4hrige stammt aus Blida, wo sie mit ihrem Mann und zwei Kindern gelebt hat. Ihre 14-j\u00e4hrige Tochter sei behindert, erz\u00e4hlt sie, daher k\u00f6nne sie nicht mit zur Arbeit kommen. Sie und ihr Mann h\u00e4tten mit dessen Bruder zusammen im Gem\u00fcse- und Tabakanbau gearbeitet. Nachdem ihr Haus bei einem israelischen Angriff stark besch\u00e4digt worden sei, sei die Familie zum Bruder gezogen. Doch die Lage habe sich verschlimmert, und im November, einen Monat nach Beginn des Krieges, seien sie aus dem Dorf evakuiert worden. Zw\u00f6lf Familien aus ihrem Dorf und aus benachbarten D\u00f6rfern um Blida seien nun hier untergebracht.<\/p>\n<p>In Tyre, in der Schule sei das Leben schwierig, sagt Manal Issa leise. \u201eUns fehlt unser Zuhause, die Arbeit, der geregelte Alltag f\u00fcr die Kinder.\u201c Ihr Mann sei behindert und habe doch in der Landwirtschaft arbeiten k\u00f6nnen. Hier sei das nicht m\u00f6glich, er habe nichts zu tun. \u201eWir warten, dass wir wieder nach Hause k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Die anderen Frauen rufen Manal, dass die Arbeit beginne. Lachend stehen sie beieinander und beobachten das Gespr\u00e4ch. Einige haken sich unter und gehen zum Feld hin\u00fcber. \u201eSind Sie gekommen, um uns zu sagen, dass wir wieder nach Hause in unsere D\u00f6rfer k\u00f6nnen?\u201c, fragt eine \u00e4ltere Frau, die sich mit Herrn Ahmed unterhalten hat. \u201eWir alle wollen nach Hause, so schnell wie m\u00f6glich\u201c, ruft sie den anderen Frauen zu. \u201eNirgends ist es sch\u00f6ner als in unserem Dorf\u201c, ruft eine zur\u00fcck. Und Manal lacht: \u201eMein Dorf ist das Sch\u00f6nste, es ist die Nummer 1\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Karin Leukefeld ist Buchautorin und arbeitet als freie Journalistin im Mittleren Osten<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Tyre. Frauen arbeiten auf dem Feld. Projekt der UNDP f\u00fcr Inlandsvertriebene<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto K. Leukefeld<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Reportage von Karin Leukefeld<\/b><br \/>\nSeit dem 7. Oktober 2023 wird entlang der \u201eBlauen Linie\u201c geschossen. Die libanesische Hisbollah bombardiert milit\u00e4rische Ziele und \u00dcberwachungsanlagen der israelischen Streitkr\u00e4fte (IDF), die mit Drohnen, Kampfjets, Artillerie bis weit in den Libanon hinein bombardieren. Der Krieg begann mit dem Krieg gegen Gaza. Nach Angaben der Hisbollah werden die Angriffe gestoppt, sobald es in Gaza einen Waffenstillstand gibt. In der Zeit vom 7. Oktober 2023 bis 21. Juni 2024 haben sich entlang der \u201eBlauen Linie\u201c mindestens 7.400 Angriffe ereignet. Das ergibt eine Dokumentation des Armed Conflict Location and Event Data Project (ACLED), das entsprechendes Kartenmaterial ver\u00f6ffentlichte. 83 Prozent dieser Angriffe wurden demnach von Israel ver\u00fcbt, insgesamt 6.142. Dabei wurden mindestens 543 Personen im Libanon get\u00f6tet. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19657,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[402,2056,393,188,658,1955,807,394,1120,992,1732,579,2282],"class_list":["post-19652","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-frieden-antifaschismus-solidaritaet","tag-flucht","tag-hisbollah","tag-israel","tag-krieg","tag-libanon","tag-nahostkonflikt","tag-nakba","tag-palaestina","tag-uno","tag-vertreibung","tag-waffenstillstand","tag-zionismus","tag-zivilschutz"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Leukefeld-verbranntes-land-11_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-56Y","jetpack-related-posts":[{"id":24501,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=24501","url_meta":{"origin":19652,"position":0},"title":"\u201eDeutscher Boden\u201c im Libanon und einst\u00fcrzende Wohnh\u00e4user","author":"Webredaktion","date":"27. Februar 2026","format":false,"excerpt":"Reportage von Karin Leukefeld Der Weg f\u00fchrt \u00fcber die Corniche, die K\u00fcstenpromenade der libanesischen Hauptstadt, entlang des \u00f6stlichen Mittelmeers. Wie immer absolvieren dort Fr\u00fchaufsteher z\u00fcgigen Schrittes ihr morgendliches Walking-Programm. Landeinw\u00e4rts ist die Corniche von Soldaten ges\u00e4umt, die eine Art Schutzkette bilden, dazwischen stehen ihre Milit\u00e4rfahrzeuge. Besonders dicht stehen die Soldaten\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Leukefeld_260225-Libanon-titel-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Leukefeld_260225-Libanon-titel-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Leukefeld_260225-Libanon-titel-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Leukefeld_260225-Libanon-titel-800x450-1.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":21005,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21005","url_meta":{"origin":19652,"position":1},"title":"Washingtons Plan f\u00fcr den Libanon: Beschleunigter Regimewechsel","author":"Webredaktion","date":"19. Februar 2025","format":false,"excerpt":"von Robert Inlakesh Die Trump-Regierung arbeitet aktiv daran, die Hisbollah aus der libanesischen Politik zu verdr\u00e4ngen \u2013 ein Schritt, der darauf abzielt, die schiitische Bev\u00f6lkerung des Landes zu marginalisieren. Diese Bem\u00fchungen laufen nicht nur Gefahr, die Reste der fragilen libanesischen Demokratie zu zerst\u00f6ren, sondern auch einen B\u00fcrgerkrieg auszul\u00f6sen. Am 13.\u00a0Februar\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Hezzzzbollah_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Hezzzzbollah_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Hezzzzbollah_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Hezzzzbollah_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":20008,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20008","url_meta":{"origin":19652,"position":2},"title":"Eine Million Menschen auf der Flucht","author":"Webredaktion","date":"5. Oktober 2024","format":false,"excerpt":"Beitrag von Karin Leukefeld Das Morden im Nahen Osten geht weiter. Mit gezielten Luftangriffen hat die israelische Luftwaffe am Wochenende Dutzende hochrangige Mitglieder der libanesischen Hisbollah, der pal\u00e4stinensischen Hamas und der Volksfront zur Befreiung Pal\u00e4stinas (PFLP) im Libanon und in Gaza gezielt get\u00f6tet. Mit einem massiven Luftangriff bombardierte die israelische\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/AH-64A_Israeli_Air_Force_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/AH-64A_Israeli_Air_Force_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/AH-64A_Israeli_Air_Force_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/AH-64A_Israeli_Air_Force_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":19896,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19896","url_meta":{"origin":19652,"position":3},"title":"Ein Schurkenstaat und sein Staatsterrorismus","author":"Webredaktion","date":"23. September 2024","format":false,"excerpt":"Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski Was ist der Unterschied zwischen Terrorismus und Staatsterrorismus? Diese Doppelmoral wird jetzt nur allzu deutlich, wenn es um terroristische Handlungen Israels gegen Pal\u00e4stinenser geht. Die Handlungen Israels in Gaza und Libanon als Staatsterrorismus zu bezeichnen, ist \u00fcberf\u00e4llig. Fragen wir uns doch einmal, warum wird der gewaltt\u00e4tige\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Schurken-evelyn_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Schurken-evelyn_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Schurken-evelyn_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Schurken-evelyn_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":17731,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=17731","url_meta":{"origin":19652,"position":4},"title":"Der Gazakrieg und die Destabilisierung des Nahen Ostens","author":"Webredaktion","date":"29. Dezember 2023","format":false,"excerpt":"Video-Interview von Sabine Kebir mit Karin Leukefeld Im Gespr\u00e4ch mit Sabine Kebir erl\u00e4utert Karin Leukefeld die durch den Krieg zwischen Israel und den Pal\u00e4stinensern ausgel\u00f6ste erh\u00f6hte milit\u00e4rische Aktivit\u00e4t an der Grenze zum Libanon sowie in Syrien. Auch Angriffe irakischer Milizen auf amerikanische Basen in den syrischen Kurdengebieten sind Zeichen erh\u00f6hter\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Kebir_Leukefeld_2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Kebir_Leukefeld_2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Kebir_Leukefeld_2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Kebir_Leukefeld_2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":8814,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=8814","url_meta":{"origin":19652,"position":5},"title":"Libanon: Perle der Neuen Seidenstra\u00dfe oder Chaos-Zone des Finsteren Zeitalters","author":"Webredaktion","date":"18. Oktober 2020","format":false,"excerpt":"Beitrag von Matthew J. L. Ehret, aus dem Englischen \u00fcbersetzt von Einar Schlereth Der Nahe Osten wurde von gl\u00e4ubigen Anh\u00e4ngern des Hobbes'schen Weltbildes ,,, als \"geopolitischer Dreh- und Angelpunkt\" der Weltinsel bezeichnet. ... Im Fall des Libanon hat die Rolle, die diese Region als \"Perle der neuen Seidenstra\u00dfe\" und Schnittpunkt\u2026","rel":"","context":"In &quot;Arbeit &amp; Soziales&quot;","block_context":{"text":"Arbeit &amp; Soziales","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Libanon_Perle_Chaos_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Libanon_Perle_Chaos_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Libanon_Perle_Chaos_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Libanon_Perle_Chaos_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19652"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19652\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}