{"id":19387,"date":"2024-06-27T22:58:02","date_gmt":"2024-06-27T20:58:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19387"},"modified":"2024-07-10T13:32:20","modified_gmt":"2024-07-10T11:32:20","slug":"die-unfaehigkeit-der-christlichen-welt-zur-selbstreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19387","title":{"rendered":"Die Unf\u00e4higkeit der christlichen Welt zur Selbstreflexion"},"content":{"rendered":"<h4>Die westliche Welt blickt nur in den positiven Reflexionsspiegel<\/h4>\n<p><em>von <strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">auch ver\u00f6ffentlicht als Tagesdosis vom 13.06.2024 auf <a href=\"https:\/\/apolut.net\/die-unfaehigkeit-der-christlichen-welt-zur-selbstreflexion-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>Der Beitrag ist auch als Audiopodcast verf\u00fcgbar:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-19387-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240523-apolut.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240523-apolut.mp3\">https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240523-apolut.mp3<\/a><\/audio>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bereitgestellt von <a href=\"https:\/\/apolut.net\/die-unfaehigkeit-der-christlichen-welt-zur-selbstreflexion-von-wolfgang-effenberger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">apolut.net<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/apolut.net\/multimedia_apolut\/podcast\/tagesdosis-20240523-apolut.mp3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Download<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 6. Juni 2024, dem 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie, pilgerten die Vertreter der westlichen Welt an den Ort des Geschehens, um des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron erinnerte in einer emotionalen Rede an die Opfer Zehntausender Soldaten, die am sogenannten \u201eD-Day\u201c (dem milit\u00e4rhistorischen Zeitpunkt vom 6. Juni 1944) an der Normandie-K\u00fcste an Land gegangenen waren. Es gebe eine Erbschaft des Friedens, die bewahrt werden m\u00fcsse. Er erinnerte an die \u201eAllianz der freien V\u00f6lker\u201c, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen (UNO) und die NATO gegr\u00fcndet h\u00e4tten.(1)<\/p>\n<h5>Zur Erinnerung:<\/h5>\n<p>Im April 1945 war in der Einladung zur <strong>Gr\u00fcndungskonferenz <\/strong>der<strong> UN<\/strong> das Ziel dieser zu schaffenden Organisation fest umrissen: <em>\u201eAufrechterhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit\u201c<\/em>.(2)<\/p>\n<p>Wie aber sollte etwas aufrechterhalten werden, das es bis dahin noch nicht gegeben hatte? F\u00fcr Weltfrieden und internationale Sicherheit musste erst ein neuer Rahmen geschaffen werden, n\u00e4mlich jener f\u00fcr die <strong>&#8222;Charta der Vereinten Nationen&#8220;.<\/strong> Auf jede Gewaltma\u00dfnahme gegen die Unversehrtheit und Unabh\u00e4ngigkeit anderer Staaten sollte k\u00fcnftig verzichtet werden.<\/p>\n<p>In der <strong>Pr\u00e4ambel <\/strong>dieser<strong> Charta <\/strong>wurde festgehalten: \u201eWIR, DIE VOLKER DER VEREINTEN NATIONEN &#8211; FEST ENTSCHLOSSEN, k\u00fcnftige Geschlechter vor der Gei\u00dfel des Krieges zu bewahren, \u2026<\/p>\n<p>Nur zwei Monate sp\u00e4ter, am 1. Juli 1945, sollte mit dem von Winston Churchill in Auftrag gegebenen Kriegsplan <strong>\u201eOperation Unthinkable\u201c<\/strong> die damalige Sowjetunion mithilfe deutscher Divisionen zur\u00fcckgeworfen und ein unabh\u00e4ngiges Polen wiederhergestellt werden.(3) Dieser Kriegsplan wird aktuell in einem polnischen Geschichts-Magazin behandelt.<\/p>\n<p>Am 4. April 1949 wurde die NATO offiziell als westliches Verteidigungsb\u00fcndnis gegen die Sowjetunion gegr\u00fcndet. Im B\u00fcndnisvertrag wurde festgehalten, dass <strong>wirtschaftlicher Wiederaufbau <\/strong>und<strong> wirtschaftliche Stabilit\u00e4t<\/strong> wichtige Elemente der Sicherheit seien &#8211; daher auch der sogenannte <em>\u201eMarshall-Plan\u201c <\/em>(benannt nach dem damaligen US-Au\u00dfenminister George Catlett Marshall Jr,)<\/p>\n<p>Nur 8 Monate sp\u00e4ter verabschiedeten die USA den Kriegsplan \u00bb<em>Dropshot<\/em>\u00ab.<\/p>\n<p>In der Grundannahme hei\u00dft es w\u00f6rtlich: <em>\u00bbAm oder um den 1. Januar 1957 ist den Vereinigten Staaten durch einen Aggressionsakt der UdSSR und\/oder ihrer Satelliten ein Krieg aufgezwungen worden\u00ab.<\/em> (4)<\/p>\n<p>85 Prozent der industriellen Kapazit\u00e4t der Sowjetunion sollten mit einem einzigen Schlag vernichtet werden. Der Zeitpunkt war zweifellos auf den urspr\u00fcnglich geplanten Abschlusstermin der Remilitarisierung Westdeutschlands abgestimmt.<\/p>\n<p>Als dann jedoch 1957 der erste sowjetische Erdsatellit\u00a0 \u201eSputnik\u201c seine Kreise um die Erde zog, mussten die US-Kriegsplanungen \u00fcberarbeitet und der Zeitpunkt f\u00fcr das <em>\u201eUnternehmen Dropshot\u201c<\/em> vertagt werden. In Moskau ist dieser Geheimplan aber bis heute unvergessen.<\/p>\n<p>Nachdem die USA 1999 ohne UN-Mandat Restjugoslawien (Serbien und Montenegro) angriffen und sich seither die &#8222;Interventionen&#8220; selbst mandatieren, steht in der westlichen Politik die Phrase der <strong>&#8222;regelbasierten internationalen Ordnung&#8220;<\/strong> hoch im Kurs. Es geht um die Hegemonie der USA.<\/p>\n<p>Im US-Strategiepapier vom 27. Oktober 2022 nannte US-Pr\u00e4sident Joe Biden als Hauptziele:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abbau<\/strong> der wachsenden multidisziplin\u00e4ren Bedrohung durch China<\/li>\n<li><strong>Abschreckung<\/strong> der von Russland ausgehenden Herausforderung in Europa und<\/li>\n<li><strong>Ausschluss<\/strong> jedes Verzichts auf einen nuklearen Erstschlag.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zur Umsetzung dieser Priorit\u00e4ten geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Integrierte Abschreckung<\/strong>,<\/li>\n<li><strong>Kampagnenf\u00fchrung <\/strong>(z.B. wurden 2014 weltweit \u201eFaktenchecker\u201c installiert) und<\/li>\n<li><strong>Aufbau eines dauerhaften Vorteils <\/strong>\u2013 hier schimmert der uners\u00e4ttliche Hegemon durch.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den Handreichungen des wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses vom 15. November 2022 ist zu lesen:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eUm regionale Hegemonie in Eurasien zu verhindern, sind anscheinend viele milit\u00e4rische Operationen der USA im Ersten und Zweiten Weltkrieg und zahlreiche milit\u00e4rische Kriegseins\u00e4tze und allt\u00e4gliche Operationen der USA seit dem Zweiten Weltkrieg zu einem nicht geringen Teil zur Unterst\u00fctzung dieses Ziels durchgef\u00fchrt worden\u2026\u201c(5)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn wir heute auf dem Globus die aktuellen Kriege und Konflikte wahrnehmen, so sind die Verwerfungslinien rund um den Ersten Weltkrieg zu erkennen. Ein Krieg, der laut dem deutschen Philosophen Oswald Spengler bereits 1911 begonnen hat: Mit der Besetzung der marokkanischen St\u00e4dte Fes und Rabat durch Frankreich, dem Krieg Italiens gegen das Osmanische Reich in Tripolitanien, den britischen Aktivit\u00e4ten in \u00c4gypten und Persien und der Besetzung Koreas durch Japan; 1912 und 1913 folgten dann die beiden Balkankriege.<\/p>\n<p>Heute befindet sich die aufstrebende Macht China im Visier der absteigenden Gro\u00dfmacht USA. Die Parallelen zu Deutschland 1914 sind un\u00fcbersehbar. Im September 2014 wurde vom Pentagon das Dokument <strong>\u201eWin in a Complex World 2020-2040\u201c<\/strong> verabschiedet, das die amerikanischen Streitkr\u00e4fte auf einen Krieg gegen Russland und China vorbereitet. Ohne Aufkl\u00e4rung \u00fcber die &#8222;Global Player&#8220; und ihre Motive werden wir einem Dritten Weltkrieg kaum ausweichen k\u00f6nnen. Schon Immanuel Kant d\u00e4mpfte die Friedenshoffnungen mit der Einsicht, dass die <strong>Macht des Geldes<\/strong> immer wieder f\u00fcr Krieg und Zerst\u00f6rung sorgen wird, dass unter der <em>\u201eHeeresmacht, der Bundesmacht und der <strong>Geldmacht<\/strong> die Letztere wohl das zuverl\u00e4ssigste Kriegswerkzeug sein d\u00fcrfte\u201c<\/em>.(6)<\/p>\n<p>Angesichts der Tatsache, <em>\u201e\u2026dass in den etwa 200 gr\u00f6\u00dferen zwischenstaatlichen Kriegen und B\u00fcrger-kriegen, Befreiungskriegen, Revolutionen und Konterrevolutionen, Staatsstreichen, Guerilla- und Konterguerilla-Aktionen seit 1945 unterschiedlichen Sch\u00e4tzungen zufolge zwischen 15 und 32 Millionen Menschen ihr Leben lie\u00dfen\u201c,<\/em>(7) scheint ein globaler Frieden im Sinne von Immanuel Kant ferner denn je.<\/p>\n<p>Es scheint eher eine umgekehrte Tendenz zu geben: Das V\u00f6lkerrecht wird zunehmend missachtet, die Menschen werden get\u00e4uscht und belogen, Konflikte eher gesch\u00fcrt als beigelegt und Massen-vernichtungspotenzial einsatzbereit gehalten anstatt abgebaut. Und das Ganze im Namen der Humanit\u00e4t!<\/p>\n<p>Vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen finden kaum noch statt.<\/p>\n<p>Wir brauchen nach dem gescheiterten V\u00f6lkerbund und der korrumpierten UN &#8211; beide gezeugt im Geist des Krieges &#8211; eine im Geist des Friedens gebildete V\u00f6lkergemeinschaft, die nicht im Dienst unipolarer Machtinteressen steht.<\/p>\n<h5>Die UN-Charta muss endlich umgesetzt werden!<\/h5>\n<p>Es m\u00fcssen internationale Verfahren eingef\u00fchrt werden, die gew\u00e4hrleisten, dass Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und internationale Einrichtungen entkorrumpiert bzw. auch in Anspruch genommen werden, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller V\u00f6lker und Nationen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Rolle Frankreichs im Ersten und Zweiten Weltkrieg verwundert es nicht, dass Macron beim Gedenken an den D-Day die Verbundenheit seines Landes mit den USA beschwor: <em>\u201eEs lebe die Freundschaft zwischen unseren beiden Nationen!\u201c<\/em>.(8)<\/p>\n<p>Diese Freundschaft hatte Macron anl\u00e4sslich des franz\u00f6sischen Nationalfeiertags am 14. Juli 2017 der Welt demonstriert. Einen Tag zuvor empfing er den damaligen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump mit milit\u00e4rischen Ehren am Invalidendom. In dieser Anlage\u00a0 wurde dann gemeinsam dem Kaiser Napoleon und dem Oberbefehlshaber der Alliierten an der Westfront (Marschall Ferdinand Foch) gehuldigt.<\/p>\n<p>Anlass des damaligen Staatsbesuchs war der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren, wo amerikanische\u00a0Truppen ab 1917 an der Seite Frankreichs k\u00e4mpften.<\/p>\n<p>Welches Signal kann vom Grab Napoleons, der im Zuge seiner Eroberungen die Mitglieder seiner Familie auch in anderen L\u00e4ndern als Herrscher installierte, dessen Armeen Europa zertrampelten und der vor Moskau seine gro\u00dfe Niederlage erlebte, ausgehen? Anschlie\u00dfend wurde im Invalidendom noch das Grab des Marschalls Ferdinand Foch &#8211; Geist beziehungsweise Ungeist der franz\u00f6sischen Kriegs-f\u00fchrung im Ersten Weltkrieg &#8211; aufgesucht. Vergangenheitsverkl\u00e4rung pur. Sowohl Napoleon als auch Foch sind Symbole des franz\u00f6sischen Machtanspruchs und des Strebens nach Vorherrschaft in Europa.<\/p>\n<h5>Marschall Foch repr\u00e4sentiert Militarismus und Nationalismus<\/h5>\n<p>1907 wurde der junge General Ferdinand Foch zum Leiter der Kriegsakademie (<em>&#8222;Ecole Sup\u00e9rieure de la Guerre&#8220;<\/em>) ernannt und erregte bald das Interesse seines Amtskollegen in England, General Henry Wilson, Kommandeur der Kriegsakademie von Camberly.<\/p>\n<p>1908 lie\u00df Wilson seine Abschlussklasse Pl\u00e4ne f\u00fcr den Einsatz eines britischen Expeditionskorps in Frankreich entwerfen. Das sickerte jedoch bis in das Unterhaus durch. Um vor unangenehmen Fragen gefeit zu sein, wurden k\u00fcnftig derartige Kriegsspiele mit dem Stempel <em>&#8222;Secret&#8220;<\/em> versehen.(9)<\/p>\n<p>Um die anglo-franz\u00f6sische Zusammenarbeit im Hinblick auf den kommenden Krieg gegen Deutschland zu festigen, besuchte Woodrow Wilson im Dezember 1909 seinen franz\u00f6sischen Kollegen Foch und setzte sich in seine Vorlesungen. Foch stattete Wilson im Fr\u00fchjahr 1910 einen Gegenbesuch ab, bei dem er ihm Kriegsminister Haldane und dessen Stab vorstellte. Im \u00dcberschwang der Gef\u00fchle soll Wilson in das Zimmer eines Kameraden geplatzt sein: <em>\u201eDrau\u00dfen hab&#8216; ich einen franz\u00f6sischen General &#8211; General Foch. Verlassen Sie sich drauf, der Bursche wird die alliierten Armeen kommandieren, wenn der gro\u00dfe Krieg erst da ist\u201c<\/em>.(10)<\/p>\n<p>Nachdem Foch 1912 den Oberbefehl \u00fcber das XX. Korps \u00fcbernommen hatte, besuchte Wilson auch die Man\u00f6ver dieses Korps. Am 28. August 1914 wurde Foch Kommandeur der siegreichen 9. Armee in der Marne-Schlacht gegen Deutschland. In den Jahren 1915\/16 war er dann F\u00fchrer der Heeresgruppe Nord bei den erfolglosen K\u00e4mpfen im Artois und in der Schlacht an der Somme. Im Mai 1917 wurde Foch Chef des Generalstabs und Mitglied des Obersten Kriegsrats als Nachfolger von General Philippe Petain.<\/p>\n<p>Foch verlangte bei der Umsetzung der Kriegspl\u00e4ne ein energisches, r\u00fccksichtsloses Vorgehen; er wollte damit bei den Soldaten einen dynamischen und heroischen Kampfgeist wecken, gem\u00e4\u00df der herrschenden Milit\u00e4rdoktrin <em>&#8222;Offensive \u00e0 outrance&#8220;<\/em>. Mit dieser <em>&#8222;Offensive bis zum \u00c4u\u00dfersten&#8220;<\/em> war Plan XVII (Vorsto\u00df bis nach Berlin) &#8211; ebenso wie der Schlieffenplan &#8211; auf &#8222;Kante gen\u00e4ht&#8220; und hatte sich an der geo- und milit\u00e4rpolitischen Lage orientiert. Bedenkentr\u00e4ger fuhr Foch forsch an: <em>\u201eReden sie nicht vom Sterben, sondern vom Gewinnen!\u201c(11)<\/em>\u00a0Derart ehrgeizige Pl\u00e4ne lie\u00dfen sich aber nicht umsetzen, da ein Gro\u00dfteil der franz\u00f6sischen Divisionen vor der Meuterei stand. Die Angaben zur Reichweite der Befehlsverweigerung schwanken. Von knapp 50%(12) bis gut 66%(13) ist die Rede. Ganze Regimenter wurden zur Abschreckung zum Tod verurteilt. Schlie\u00dflich wurden 554 Todesurteile ausgesprochen und 49 davon vollstreckt; die gro\u00dfe Mehrheit der Todesstrafen wurde zu Strafen in Zwangsarbeitslagern umgewandelt.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung hatte sich schon Ende 1916 abgezeichnet. Washington war alarmiert.<\/p>\n<p>Eine Niederlage der <em>\u201eEntente\u201c<\/em> (England, Frankreich, Russland) musste wegen der Kriegsanleihen unter allen Umst\u00e4nden verhindert werden. Das Vereinigte K\u00f6nigreich hatte 2.300 Millionen Dollar an Darlehen erhalten &#8211; diese gigantische Summe h\u00e4tte die Wall Street abschreiben m\u00fcssen. Deutschland hatte dagegen nur 27 Millionen erhalten. Ein Untersuchungsausschuss des US-Kongresses zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr den Kriegseintritt der USA stellte 1936 nach zweij\u00e4hriger Untersuchung fest, dass Banker und R\u00fcstungsindustrielle die USA in den Krieg &#8222;getrickst&#8220; h\u00e4tten.(14)<\/p>\n<p>Erstaunlich, dass in Christopher Clarks gefeiertem Werk <em>&#8222;Die Schlafwandler&#8220;<\/em> der Name Foch \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt wurde.<\/p>\n<h5>Trump und Macron huldigten dem Militarismus<\/h5>\n<p>Am 14. Juli 2017 stand Trump nun also als Ehrengast bei der Milit\u00e4rparade zum franz\u00f6sischen National-feiertag auf den Champs-Elysees auf der Staatspr\u00e4sidenten-Trib\u00fcne. CNN \u00fcbertrug die monstr\u00f6se und martialische Milit\u00e4rparade in epischer Breite und mit dem eingeblendeten Motto <em>&#8222;Happening Now:<\/em> <em>Bastille Day Festivities Taking Place in France.&#8220;<\/em> Am 14. Juli feiert die &#8222;Grande Nation&#8220; den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789. Die revolution\u00e4re Initialz\u00fcndung, auf die die Franzosen so stolz sind, ist eine Legende und hat so heroisch nicht stattgefunden. Der Kommandant der Bastille, dem 80 Kriegsveteranen und 30 Schweizer S\u00f6ldner assistierten, kam damals der Aufforderung zur \u00dcbergabe unverz\u00fcglich nach. Befreit wurden ganze sieben H\u00e4ftlinge!(15) Entgegen den Versprechungen wurde der Kommandant gelyncht, sein abgeschnittener Kopf auf eine Lanze gespie\u00dft.<\/p>\n<p>An der Milit\u00e4rparade beim gemeinsamen Auftritt der beiden Staatschefs Macron und Trump (2017) nahmen auch US-Soldaten in Uniformen des Ersten Weltkriegs teil, und Trump gr\u00fc\u00dfte als Oberbefehlshaber (Commander in Chief) milit\u00e4risch von der Trib\u00fcne &#8211; was f\u00fcr ein bedeutungsvolles Zeichen!<\/p>\n<h5>6. Juni 2024: D-Day j\u00e4hrt sich zum 80. Mal \/ machtvolle Inszenierung<\/h5>\n<p>Sieben Jahre nach der symboltr\u00e4chtigen Demonstration von Macron und Trump wurde nun am 6. Juni 2024 in Colleville-sur-Mer des D-Days vor 80 Jahren gedacht. Mit dabei: die Pr\u00e4sidenten Biden, Macron sowie Selenskij sowie Bundeskanzler Scholz. Pr\u00e4sident Wladimir Putin wurde zur Feier erst gar nicht eingeladen. <strong>Joe Biden<\/strong>\u00a0betonte, die Demokratie sei <em>\u201e\u2026gef\u00e4hrdeter als jemals zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs\u201c.(16)<\/em> Im Schulterschluss mit ihm sagte Macron vor den rund\u00a0<strong>170 Veteranen<\/strong>: <em>\u201eDie freie Welt brauchte jeden von Ihnen, und Sie sind gekommen \u2026 An unserer Seite haben Sie diesen Krieg gef\u00fchrt und wir haben ihn gewonnen\u201c.(17)<\/em><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend zeichnete Macron 11 hochbetagte US-Veteranen f\u00fcr ihren damaligen Einsatz als Ritter der Ehrenlegion aus.\u00a0Die weiteren Erinnerungen an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung\u00a0Frankreichs\u00a0f\u00fchrten 2024 zwangsl\u00e4ufig nach Charkiw, Donezk und Odessa. Diesen Zusammenhang durfte der ukrainische Pr\u00e4sident am Folgetag selbst in der franz\u00f6sischen Nationalversammlung deutlich machen: <em>\u201eWir sind stolz darauf, die Erben derer zu sein, die [am Zweiten Weltkrieg, W.E.] teilgenommen haben\u201c(18)<\/em>, sagte\u00a0Wolodymyr Selenskyj\u00a0dort.<\/p>\n<h5><strong>Ein geschichtsvergessener Pr\u00e4sident?<\/strong><\/h5>\n<p>Die Erben derer, die sich entschlossen gegen die NS-Okkupanten gestellt hatten, befinden sich vornehmlich im Osten der Ukraine. Im Westen der Ukraine wurden die Wehrmachtssoldaten h\u00e4ufig bejubelt sowie mit Brot und Salz begr\u00fc\u00dft. West-Ukrainer halfen den Nationalsozialisten bei ihren m\u00f6rderischen S\u00e4uberungsaktionen, andere meldeten sich freiwillig zur 1. Ukrainischen SS-Division.<\/p>\n<p>Das ist zumindest Selenskyj seit seiner peinlichen Einlage im kanadischen Parlament Ende September 2023 bekannt. Als er damals im kanadischen Unterhaus um Unterst\u00fctzung f\u00fcr sein Land im Kampf gegen russische Invasionstruppen warb, sa\u00df der 98-j\u00e4hrige ukrainische Immigrant Hunka auf der Zuschauertrib\u00fcne. Parlamentspr\u00e4sident Rota nannte ihn einen Kriegshelden, der <em>&#8222;f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine gegen die Russen&#8220;<\/em> gek\u00e4mpft habe.<\/p>\n<p>Die Menschenrechtsorganisation <em>\u201eFriends of Simon Wiesenthal Center\u201c<\/em> (FSWC) bezeichnete es als schockierend, dass <em>\u201e\u2026ein Veteran, der in einer Nazi-Milit\u00e4reinheit (nach Angaben des FSCW in der 14. Waffen-Grenadier-Division der SS) gedient hatte, ins Parlament eingeladen und mit Standing Ovations bedacht wurde\u201c.(19)<\/em> In dieser SS-Division h\u00e4tten &#8211; so die j\u00fcdische Menschenrechts-organisation B&#8217;nai Brith Canada &#8211; ultranationalistische Ideologen gedient, die von einer ethnisch-homogenen Ukraine tr\u00e4umten und ethnische S\u00e4uberungen unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Der kanadische Premierminister Justin Trudeau musste danach um Verzeihung bitten: <em>\u201eEs war eine schreckliche Verletzung des Andenkens an die Millionen von Menschen, die im Holocaust umgekommen sind\u201c<\/em>.(20) In der Erinnerungskultur des Zweiten Weltkriegs ist die Ukraine tief gespalten.<\/p>\n<p>Das bringt besonders die Verehrung des radikalen Nationalisten Stepan Bandera zum Ausdruck. Sein Bild prangt nahe der gro\u00dfen B\u00fchne auf dem Maidan-Platz in Kiew. Sein Kampf f\u00fcr eine unabh\u00e4ngige Ukraine war auch ein Kampf gegen Juden, Polen und Russen. Daf\u00fcr verb\u00fcndete er sich mit Hitler.(21) Kritik an diesem Nationalhelden wird heute in der Ukraine als russische Propaganda abgetan.<\/p>\n<p>Militante und nationalistische Formationen in der Ukraine &#8211; \u00fcberwiegend faschistisch, totalit\u00e4r, antisemitisch und xenophob &#8211; k\u00e4mpften sogar noch nach dem Zweiten Weltkrieg (von den USA unterst\u00fctzt) als Partisanen gegen die Sowjets. 2010 verlieh Pr\u00e4sident Juschtschenko (durch die vom Westen orchestrierte <em>\u201eOrangene Revolution\u201c<\/em> von 2004 zum Pr\u00e4sidenten aufgestiegen) Bandera den Titel <em>&#8222;Held der Ukraine&#8220;<\/em> (der ihm noch im selben Jahr von Wiktor Janukowitsch wieder aberkannt wurde). Noch gilt Bandera f\u00fcr viele als Schl\u00fcsselsymbol der Euromaidan-Proteste von 2014. Ihm zu Ehren wurden vor allem unter Juschtschenko Denkm\u00e4ler errichtet. Das Bandera-Denkmal in Lwiw &#8211; auf einem 4,8-Hektar-Grund errichtet &#8211; misst sieben Meter vor einem 30-Meter-Bogen.(22)<\/p>\n<figure id=\"attachment_19391\" aria-describedby=\"caption-attachment-19391\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"19391\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=19391\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?fit=1258%2C699&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1258,699\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Diagramm_Bandera_Denkmaeler\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?fit=800%2C445&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-19391 size-large\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?resize=800%2C445&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?resize=1024%2C569&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?resize=300%2C167&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?resize=768%2C427&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?resize=800%2C445&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Diagramm_Bandera_Denkmaeler.jpg?w=1258&amp;ssl=1 1258w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-19391\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Anzahl der errichteten Bandera-Denkm\u00e4ler 1991-2013<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: Liebich, Andre und Oksana. 2014. &#8220; Bandera, Memorialization und Commemoration&#8220; Nationalities Papers 42:5, S. 750-770<\/span><\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Petro Poroschenko erkl\u00e4rte per Dekret den 14. Oktober 2014 zum Tag der Verteidiger der Ukraine. Dieser Tag war urspr\u00fcnglich der religi\u00f6se Feiertag der F\u00fcrbitte der Heiligen Jungfrau (auf Ukrainisch <em>&#8222;Pokrowa&#8220;<\/em>) und wurde bislang als mythisches Datum der Gr\u00fcndung der UPA im Jahr 1942 gefeiert. Au\u00dferdem wurde an diesem Tag des Todes von Stepan Bandera gedacht, der am 15. Oktober 1959 ermordet wurde. Mit diesem Dekret wurde der ehemals sowjetische Feiertag <em>\u201eTag der ukrainischen<\/em> <em>Armee\u201c<\/em> (23. Oktober) gestrichen &#8211; als sichtbarer Bruch mit der sowjetischen Vergangenheit und als offizielle Anerkennung und Feier der Unabh\u00e4ngigen Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufst\u00e4ndischen Armee (UPA).<\/p>\n<h5><strong>Zwei Tage nach dem D-Day:\u00a0 Gro\u00dfe Zeremonie f\u00fcr Staatsgast Joe Biden<\/strong><\/h5>\n<p>Mit einer pomp\u00f6sen Zeremonie empfing Macron Biden am 8. Juni 2024 am Pariser Triumphbogen mit Milit\u00e4rchor, Gendarmerie-Orchester und einer kleinen Fliegerparade. Aus dem Wei\u00dfen Haus hie\u00df es vorab, der Staatsbesuch spiegle die enge Verbindung beider L\u00e4nder wider. Biden und Macron wollten ein breites Spektrum globaler Herausforderungen und bilateraler Themen diskutieren.(23)<\/p>\n<p>Macron hatte sich daf\u00fcr das \u201egro\u00dfe Besteck\u201c bereitgelegt: Bis Ende Juni sollen die EU-Beitritts-verhandlungen mit der Ukraine aufgenommen und sofort mit der Ausbildung von ukrainischen Piloten und Mechanikern f\u00fcr die zugesagten Mirage-Kampfflugzeuge begonnen werden. Zuvor hatte bereits die EU-Kommission erkl\u00e4rt, dass sie die Bedingungen f\u00fcr den Beginn der Beitritts-verhandlungen mit der Ukraine\u00a0erf\u00fcllt sehe. Dar\u00fcber hinaus ber\u00e4t sich Frankreich mit Partnern \u00fcber die Entsendung von Milit\u00e4rausbildern in die Ukraine. <em>\u201eWir wollen aus Gr\u00fcnden der Effizienz eine Koalition haben. Mehrere unserer Partner haben bereits ihre Zustimmung gegeben\u201c(24)<\/em>, machte Macron dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj Hoffnung.<\/p>\n<p>Macron findet es deutlich effizienter und praktischer, auf ukrainischem Boden auszubilden.\u00a0 Die US-Regierung plant dagegen keine Beteiligung an der Initiative. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, blieb diplomatisch: <em>\u201eBiden respektiere Macrons Haltung\u201c<\/em>.(25)<\/p>\n<p>Die Zur\u00fcckhaltung von Biden wird den Kreml nicht \u00fcberzeugen, da die Halbwertszeit derartiger Aussagen \u00fcberschaubar ist.<\/p>\n<p>Am 11. M\u00e4rz 2022 beruhigte US-Pr\u00e4sident Biden die Welt: <em>\u201eAber sehen Sie, die Idee, dass wir Offensivausr\u00fcstung schicken und Flugzeuge und Panzer und Z\u00fcge mit amerikanischen Piloten und amerikanischen Besatzungen hineinschicken, verstehen Sie einfach &#8211; und machen Sie sich nichts vor, egal was Sie alle sagen &#8211; das nennt sich Dritter Weltkrieg, okay?\u201c(26)<\/em> Und nur 10 Monate sp\u00e4ter segnete Biden die Lieferung von US-Abrams-Panzern ab.<\/p>\n<p>Am 5. Juni 2024 hatte Putin bei einem\u00a0Pressetermin mit ausl\u00e4ndischen Journalisten am Rande des <strong>Sankt Petersburger Wirtschaftsforums<\/strong> (ein Jahrestreffen von Akteuren aus der Wirtschaft verschiedener L\u00e4nder) die Warnung ausgesprochen, dass sein Land anderen Akteuren Langstreckenwaffen f\u00fcr einen Einsatz gegen westliche Ziele bereitstellen k\u00f6nnte. Zudem bekr\u00e4ftigte der Pr\u00e4sident die Bereitschaft Russlands zum m\u00f6glichen Einsatz von Nuklearwaffen, falls es seine Souver\u00e4nit\u00e4t bedroht sehe.(27) Auf die Nichteinladung zur D-Day-Gedenkfeier in der Normandie reagierte Putin gelassen: <em>\u201eWir laden auch nicht alle zu jeder Veranstaltung ein\u201c<\/em>.(28)<\/p>\n<p>Zu den allj\u00e4hrlichen D-Day-Gedenkfeiern wurde 2004 mit Putin erstmals ein russischer Pr\u00e4sident eingeladen und als Premiere ebenso auch der damalige deutsche Regierungschef Gerhard Schr\u00f6der.<\/p>\n<p>Erst seit 1984 ist die Anwesenheit des amtierenden US-Pr\u00e4sidenten Pflicht. Zum 70. D-Day-Jubil\u00e4um 2014 war Putin trotz des Vorwurfs der Annexion der Krim eingeladen.\u00a0 Der von US-Pr\u00e4sident Biden mitverantwortete v\u00f6lkerrechtswidrige Staatsstreich in Kiew f\u00fchrte dagegen zu keinerlei Vorw\u00fcrfen. Am Rande der Feiern erreichte die damalige deutsche Kanzlerin Angela Merkel, dass Putin und der ukrainische Pr\u00e4sident Petro Poroschenko einander die Hand sch\u00fcttelten. Merkel und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Hollande zimmerten daraus das vierk\u00f6pfige <em>&#8222;Normandie-Format&#8220;.<\/em> <em>\u201ePutin spielt mit, obwohl er hintenrum bereits voll in den Kriegsplanungen gegen die Ukraine steckt\u201c, schrieb am 4. Juni 2024 die \u00f6sterreichische Zeitung DER STANDARD<\/em>\u2026\u201c und weiter: <em>\u201eHollande wird bei dem Treffen bewusst, dass Putin falsch spielt<\/em>\u201c.(29)\u00a0 Doch wer spielte hier eigentlich falsch? Es h\u00e4tte l\u00e4ngst Frieden in der Ukraine einkehren k\u00f6nnen, wenn das im Februar 2015 ausgehandelte Friedens- und Autonomie-Abkommen von Minsk, welches Kiew immer abgelehnt hat, umgesetzt worden w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die letzte Chance hierf\u00fcr bot sich bei der \u201eGemeinsamen Erkl\u00e4rung der\u00a0USA\u00a0und Deutschlands zur Unterst\u00fctzung der Ukraine, der europ\u00e4ischen Energiesicherheit und unserer Klimaziele\u201c vom 21. Juli 2021.<\/p>\n<p>Dort hei\u00dft es eingangs, dass die Vereinigten Staaten und Deutschland mit Nachdruck die Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine, deren territoriale Unversehrtheit, Unabh\u00e4ngigkeit und den von ihr eingeschlagenen europ\u00e4ischen Weg unterst\u00fctzen, zum anderen aber auch: <em>\u201eDie Vereinigten Staaten versichern ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Bem\u00fchungen Deutschlands und Frankreichs, Frieden in der Ostukraine im Rahmen des Normandie-Formats zu erreichen. Deutschland wird seine Anstrengungen innerhalb des Normandie-Formats intensivieren, um die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu erm\u00f6glichen\u201c.<\/em>(30) Diese Forderung wurde weder von der Merkel- noch von der Scholz-Regierung aufgegriffen. War sie nur ein Lippenbekenntnis zur T\u00e4uschung Russlands?<\/p>\n<p>Vermutlich ja, denn am 7. Dezember 2022 offenbarte die ehemalige deutsche Kanzlerin Merkel, dass das Minsker Abkommen 2014\/2015 der Versuch war, \u201e\u2026<em>der Ukraine Zeit zu geben. Sie hat diese Zeit auch genutzt, um st\u00e4rker zu werden, wie man heute sieht\u201c<\/em><strong>\u00a0<\/strong>&#8211; so\u00a0Angela Merkel\u00a0im ZEIT-Interview vom 7.12.2022.\u00a0 Dieses Statement fand international enorme Beachtung,\u00a0zumal es nicht aus irgendeinem Zusammenhang gerissen wurde und die erste \u00f6ffentliche Stellungnahme nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft zur damaligen\u00a0deutschen\u00a0Politik im\u00a0Ukrainekrieg\u00a0darstellt. Im UN-Sicherheitsrat brach der st\u00e4ndige Vertreter Russlands, Wassili Nebensja, mit den westlichen Partnern, indem er lakonisch feststellte: <em>\u201eWir glauben nicht mehr.\u201c<\/em><em> Die Eingest\u00e4ndnisse von Fran\u00e7ois Hollande, Angela Merkel und Boris Johnson lassen keinen Zweifel daran, dass der Westen einen konstruktiven Prozess nur vorget\u00e4uscht hat. Die Aussage von NATO-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg, dass sich das B\u00fcndnis seit 2014 auf einen Krieg mit Russland vorbereitet, offenbart den Plan zur geopolitischen Einhegung und Schw\u00e4chung unseres Landes, der vor unseren Augen in die Tat umgesetzt werden soll.(31)<br \/>\nDie Ablehnung der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen hat sich f\u00fcr die Ukraine zu einer Trag\u00f6die entwickelt, die durch die kriminelle Politik der ukrainischen F\u00fchrung verursacht wurde, die vom kollektiven Westen unterst\u00fctzt wird\u201c,(32)<\/em> so der st\u00e4ndige Vertreter Russlands im UN-Sicherheitsrat.<\/p>\n<p>Wenn der Wille zum Frieden fehlt, n\u00fctzt das beste Abkommen nichts. Das hat schon Immanuel Kant in seiner Altersschrift <em>\u201eZum Ewigen Frieden\u201c<\/em> von 1795 betont. Er unterscheidet dort im Anhang den moralischen Politiker, der <em>\u201e\u2026die Prinzipien der Staatsklugheit so nimmt, dass sie mit der Moral zusammen bestehen k\u00f6nnen\u201c<\/em>, vom moralisierenden Politiker, <em>\u201e\u2026der sich eine Moral so schmiedet, wie es der Vorteil des Staatsmanns sich zutr\u00e4glich findet\u201c<\/em>. Diese Moralisten seien blo\u00df darauf bedacht, <em>\u201e\u2026dadurch, dass sie der jetzt herrschenden Gewalt zum Munde reden (um ihren Privatvorteil nicht zu verfehlen), das Volk und wom\u00f6glich die ganze Welt preiszugeben\u201c<\/em>. Er empfiehlt, <em>\u201e\u2026das Blendwerk aufzudecken, womit man sich und andere hintergeht und sich der sittlichen Aufgabe zu widmen, einen wirklichen, gerechten Friedenszustand herbeizuf\u00fchren\u201c<\/em>. Da hei\u00dft es denn: <em>\u201eTrachtet allererst nach dem Reiche der reinen praktischen Vernunft und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch euer Zweck (die Wohltat des ewigen Friedens) von selbst zufallen\u201c.(33)<\/em><\/p>\n<p>In der\u00a0Normandie\u00a0demonstrieren die USA und die europ\u00e4ischen Staaten ihre Entschlossenheit, die Freiheit Europas zu verteidigen, diesmal gegen Putins imperialistische Anspr\u00fcche &#8211; dass Russland auch Sicherheitsinteressen haben k\u00f6nnten, wird einfach ausgeklammert. Wenn die USA dagegen ihre Sicherheitsinteressen in \u00fcber 10.000 Kilometer entfernten Regionen (Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien \u2026) <em>\u201everteidigen\u201c<\/em>, wird Verst\u00e4ndnis geheuchelt, so wie im Krisenjahr 1983.<\/p>\n<h5>1983 stand die Doomsday Clock auf drei Minuten vor Mitternacht<\/h5>\n<p>In diesem Jahr stand die Doomsday Clock &#8211; sie symbolisierte w\u00e4hrend des Kalten Krieges die Gefahr eines Atomkrieges &#8211; um drei Minuten vor Mitternacht.<\/p>\n<p>Im Herbst 1983 war der Kreml durch die unmittelbar bevorstehende Stationierung der Pershing II stark irritiert. Damit wollte US-Pr\u00e4sident Reagan nicht nur einen Enthauptungsschlag gegen die sowjetischen Befehlszentren durchf\u00fchren, sondern auch noch ein am 7. November, dem Jahrestag der Oktober-Revolution, beginnendes NATO-Man\u00f6ver namens &#8222;Able Archer&#8220; (f\u00e4higer Bogensch\u00fctze) beginnen. Mit dieser NATO-Kommandostabs\u00fcbung sollte\u00a0 der \u00dcbergang von einem konventionellen Krieg zu einem nuklearen Krieg ge\u00fcbt werden.(34)<\/p>\n<p>Am 26. September l\u00f6ste das sowjetische Abwehrsystem einen Fehlalarm aus. F\u00e4lschlich wurde ein Angriff mit f\u00fcnf Interkontinentalraketen vom Gebiet der USA aus gemeldet. Das besonnene Handeln des sowjetischen Oberstleutnants\u00a0Stanislaw Petrow\u00a0verhinderte einen nuklearen Gegenschlag.(35)<\/p>\n<p>Am 22. Oktober 1983 demonstrierten 1,3 Millionen Menschen auf einem bundesweiten Aktionstag gegen den\u00a0NATO-Doppelbeschluss\u00a0und f\u00fcr Frieden und Abr\u00fcstung im Rahmen des sogenann-ten\u00a0<em>\u201eHei\u00dfen Herbstes<\/em>\u201c. An der\u00a0Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm\u00a0beteiligen sich 200.000 Menschen; bei der\u00a0Kundgebung im Bonner Hofgarten\u00a0waren 500.000 Menschen zugegen.<\/p>\n<p>Nur drei Tage sp\u00e4ter lie\u00df US-Pr\u00e4sident Reagan die kleine (Venezuela vorgelagerte) und \u00fcber 1.000 Meilen von den USA entfernte, dem britischen Commonwealth zugeh\u00f6rige Karibikinsel Grenada \u00fcberfallen. Vier Tage k\u00e4mpften 7.000 US-amerikanische Soldaten, unterst\u00fctzt von 300 Soldaten der\u00a0Caribbean Peacekeeping Force\u00a0(CPF) gegen einen weit unterlegenen Gegner (1.200 Grenader und 784\u00a0Kubaner,\u00a0davon waren 636 Bauarbeiter und 43 offizielle Milit\u00e4rs). Als Grund hierf\u00fcr nannte Reagan die neue linksorientierte Regierung.<\/p>\n<p>Nach der Invasion schrieb die britischen Regierungschefin Thatcher an Reagan, dass diese Invasion als Einmischung in die inneren Angelegenheiten einer kleinen unabh\u00e4ngigen Nation angesehen w\u00fcrde, wie unbeliebt das Regime auch gewesen sei: <em>\u201eDiese Aktion wird als Einmischung eines westlichen Landes in die inneren Angelegenheiten einer kleinen, unabh\u00e4ngigen Nation angesehen werden, egal wie unbeliebt ihr Regime auch sein mag. Ich bitte Sie, dies im Zusammenhang der allgemeinen Ost-West-Beziehungen und der Tatsache zu bedenken, dass wir in den n\u00e4chsten Tagen in unseren Parlamenten die Standortwahl f\u00fcr Marschflugk\u00f6rper in Gro\u00dfbritannien pr\u00e4sentieren werden. Ich kann nicht verhehlen, dass ich tief beunruhigt von Ihrer j\u00fcngsten Mitteilung bin\u201c<\/em>.(36)<\/p>\n<p>Im Kreml wurde das wenige Tage sp\u00e4ter begonnene NATO-Man\u00f6ver so ernst genommen, dass sie laut <em>&#8222;Guardian&#8220;<\/em> ein Dutzend in der DDR und Polen stationierte Flugzeuge mit Atomsprengk\u00f6pfen best\u00fccken lie\u00dfen, Atom-U-Boote sich im Polarmeer unter der Eisdecke vor der westlichen Aufkl\u00e4rung verbargen und mit Atombomben ausgestattete Raketenst\u00fctzpunkte in erh\u00f6hte Alarmbereitschaft versetzt wurden.(37) Die Sprengkraft von \u00abAble Archer 83\u00bb lag darin, dass das westliche Milit\u00e4rb\u00fcndnis einen Atomkrieg just zu einem Zeitpunkt simulierte, an dem die politischen Spannungen zwischen Ost und West einen neuen H\u00f6hepunkt erreichten.<\/p>\n<p>Nach dem Schulterschluss von Trump und Macron im Juli 2017 schrieb Wolfgang Effenberger:<\/p>\n<blockquote><p>Denkt man an die Motive beider Nationen im Vorfeld des Ersten Weltkriegs, dann k\u00f6nnen Trump und Macron nur eine Gemeinsamkeit haben und das ist das Bestreben, den Klassenprimus Deutschland &#8211; st\u00e4rkste Wirtschaftskraft Europas, gr\u00f6\u00dfter Handelsexporteur Europas, st\u00e4rkstes und stabilstes Sozialnetz Europas, geringste Arbeitslosenquote &#8211; zu d\u00fcpieren, seine Wirtschaft nachhaltig zu sch\u00e4digen und seinen wirtschaftlichen Erfolg auf Dauer und zugunsten ihrer eigenen L\u00e4nder zu begrenzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Macrons stolzer milit\u00e4rischer Habitus und seine r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte monumental-historische Rede erinnern an eine fragw\u00fcrdige Geschichtsinterpretation: Als h\u00e4tten damals die M\u00e4chte des Lichts gegen die M\u00e4chte der Finsternis gek\u00e4mpft. Diese Sichtweise ist heute \u00fcberholt. Eigentlicher Grund f\u00fcr den verheerenden Jahrhundertkrieg vor \u00fcber hundert Jahren war die Wirtschaftskraft Deutschlands, nicht seine Flottenr\u00fcstung, die Gro\u00dfbritannien nie h\u00e4tte bedrohen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was sollen wir also davon halten, dass Trump und Macron den Kriegseintritt der USA zum Anlass nehmen, sich selbst und ihre Verbundenheit zu feiern? Darf Deutschland \u00fcberhaupt noch mitspielen? Und wenn ja, dann vielleicht nur als Goldesel im Dienst der gro\u00dfen nationalen Tr\u00e4ume seiner angeblichen Verb\u00fcndeten?<\/p>\n<p>Zumindest sollten in Deutschland allm\u00e4hlich die Warnlampen aufleuchten. Was haben wir davon, st\u00e4ndig auf dem wirtschaftlichen Siegertreppchen zu stehen? Kl\u00fcger w\u00e4re es, bescheiden aufzutreten und den F\u00fchrungsanspruch in Europa anderen zu \u00fcberlassen. Man macht sich als Primus keine Freunde.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem g\u00e4be es im eigenen Land genug zu tun. Zum Beispiel w\u00e4re es dringend geboten, etwas gegen die prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnisse zu tun, die eine Auswirkung des Globalisierungswettlaufs sind. <em>\u201eBevor die Bundeswehr weltweit im Interesse der ehemaligen Kolonialstaaten eingesetzt wird, sollte f\u00fcr Frieden &#8211; auch f\u00fcr sozialen Frieden &#8211; im eigenen Land gesorgt werden\u201c.(38)<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Man hat den Eindruck, dass er Lust auf einen Krieg hat&#8220;<\/em>, \u00fcberschrieb das Magazin DIE ZEIT einen aktuellen Artikel zu Macrons Aufr\u00fcstungsambitionen.(39)<\/p>\n<p>Hier m\u00f6chte man auf das Matth\u00e4us-Evangelium verweisen:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDu Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen!\u201c(40)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Wolfgang Effenberger ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes und seines Beirats<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>1) <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3125916\/\">https:\/\/orf.at\/stories\/3125916\/<\/a><\/p>\n<p>2) Siehe auch Wolfgang Effenberger: Geo-Imperialismus Die Zerst\u00f6rung der Welt. Rottenburg 2016, Unterkapitel Immanuels Kants philosophischer Entwurf eines respektvollen V\u00f6lkerrechts, S. 313-325<\/p>\n<p>3) Antony Beevor: Der Zweite Weltkrieg. 1. Auflage. M\u00fcnchen 2014,\u00a0 S. 866 f.<\/p>\n<p>4) Zitiert wie Wolfgang Effenberger: Das amerikanische Jahrhundert Teil1 Die verborgenen Seiten des Kalten Krieges, Norderstedt 2011, S.52. Bereits im Herbst 1945 sah der Plan mit Namen TOTALITY (JIC 329\/1) einen Atomangriff auf die Sowjetunion mit 20 bis 30 Atombomben vor. Details in Kaku\/ Axelrod 1987, S. 30\u20133<\/p>\n<p>5) <a href=\"https:\/\/apolut.net\/der-9-mai-2024-ein-denk-und-geschichtswuerdiger-tag-von-wolfgang-effenberger\">https:\/\/apolut.net\/der-9-mai-2024-ein-denk-und-geschichtswuerdiger-tag-von-wolfgang-effenberger<\/a><\/p>\n<p>6) Kant, Immanuel: Zum ewigen Frieden und andere Schriften. Frankfurt 2008, S. 154<\/p>\n<p>7) Woyke: Handw\u00f6rterbuch der internationalen Politik , 2000, S. 241 f.<\/p>\n<p>8) <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/d-day-macron-beschwoert-verbundenheit-mit-den-usa-ld.148729\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/d-day-macron-beschwoert-verbundenheit-mit-den-usa-ld.148729<\/a><\/p>\n<p>9) Keith Jeffery: Field Marshall Sir Henry Wilson. Oxford 2006, p72-<\/p>\n<p>10) Barbara Tuchman: Daheim wenn das Laub f\u00e4llt. Spiegel 14\/ 64 unter <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-46173397.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-46173397.html<\/a><\/p>\n<p>11) J\u00f6rg Friedrich: 14\/18 der Weg nach Versailles. Berlin 2014, S. 60<\/p>\n<p>12) Leonard V. Smith: Remobilizing the citizen-soldier. S. 144<\/p>\n<p>13) Jean-Jacques Becker: Meutereien. S. 710.<\/p>\n<p>14) Arthur M. Schlesinger, Jr. und Roger Burns (Hrsg.): Congress Investigates. A Documented History, 1792\u20131974. Chelsea House Publ., New York 1975, ISBN 0-8352-0795-1 (5 Bde.)<\/p>\n<p>15) Winfried Schulze: Der 14. Juli 1789 \u2013 Biographie eines Tages. Klett-Cotta, Stuttgart 1989<\/p>\n<p>16) <a href=\"https:\/\/www.nachrichten.at\/politik\/aussenpolitik\/gedenken-an-den-d-day-im-schatten-des-ukraine-kriegs;art391,3955267\">https:\/\/www.nachrichten.at\/politik\/aussenpolitik\/gedenken-an-den-d-day-im-schatten-des-ukraine-kriegs;art391,3955267<\/a><\/p>\n<p>17) <u><a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/macron-dankt-soldaten-f\u00fcr-d-day-einsatz-%22werden-nicht-vergessen%22\/79862925\">https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/macron-dankt-soldaten-f\u00fcr-d-day-einsatz-%22werden-nicht-vergessen%22\/79862925<\/a><\/u><\/p>\n<p>18) <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-06\/selenskyi-macron-ukraine-frankreich-waffen\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-06\/selenskyi-macron-ukraine-frankreich-waffen<\/a><\/p>\n<p>19) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/kanada-selenskyj-ss-veteran-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/kanada-selenskyj-ss-veteran-100.html<\/a><\/p>\n<p>20) Ebda.<\/p>\n<p>21) Vgl. Rudling, Per Anders. 2011. &#8222;The OUN, the UPA, and the Holocaust: A Study in the Manufacturing of Historical Myths.&#8220; The Carl Beck Papers in Russian &amp; Eurasian Studies 2107<\/p>\n<p>22) <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/ukraine-analysen\/194637\/analyse-stepan-banderas-nachleben-wird-gefeiert\/\">https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/ukraine-analysen\/194637\/analyse-stepan-banderas-nachleben-wird-gefeiert\/<\/a><\/p>\n<p>23) <a href=\"https:\/\/www.nau.ch\/news\/europa\/frankreich-grosse-zeremonie-fur-staatsgast-joe-biden-66775899\">https:\/\/www.nau.ch\/news\/europa\/frankreich-grosse-zeremonie-fur-staatsgast-joe-biden-66775899<\/a><\/p>\n<p>24) <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-ukraine-freitag-394.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-ukraine-freitag-394.html<\/a><\/p>\n<p>25) <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251924744\/Ukraine-Krieg-Wollen-hier-keinen-Dritten-Weltkrieg-USA-lehnen-Macron-Vorstoss-ab.html\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article251924744\/Ukraine-Krieg-Wollen-hier-keinen-Dritten-Weltkrieg-USA-lehnen-Macron-Vorstoss-ab.html<\/a><\/p>\n<p>26) <u><a href=\"https:\/\/eu.usatoday.com\/story\/news\/factcheck\/2023\/02\/17\/fact-check-biden-said-sending-troops-ukraine-would-cause-world-war\/11249386002\/\">https:\/\/eu.usatoday.com\/story\/news\/factcheck\/2023\/02\/17\/fact-check-biden-said-sending-troops-ukraine-would-cause-world-war\/11249386002\/<\/a><\/u><\/p>\n<p>27) <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-news-liveblog<\/a><\/p>\n<p>28) <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000222148\/80-jahrestag-des-d-day-pilgerort-fuer-das-weltkriegsgedenken?ref=rss\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000222148\/80-jahrestag-des-d-day-pilgerort-fuer-das-weltkriegsgedenken?ref=rss<\/a><\/p>\n<p>29) Ebda.<\/p>\n<p>30) <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/gemeinsame-erklaerung-usa-und-deutschland\/2472074\">https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/gemeinsame-erklaerung-usa-und-deutschland\/2472074<\/a><\/p>\n<p>31) <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2022\/12\/20\/merk-d20.html\">https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2022\/12\/20\/merk-d20.html<\/a><\/p>\n<p>32) <a href=\"https:\/\/cooptv.wordpress.com\/2023\/02\/19\/der-standige-vertreter-russlands-im-un-sicherheitsrat-wassili-nebensja-bricht-mit-ehemaligen-westlichen-partnern-wir-konnen-nicht-so-weiterleben-wie-bisher-wir-glauben-ihnen-nichts-mehr\/\">https:\/\/cooptv.wordpress.com\/2023\/02\/19\/der-standige-vertreter-russlands-im-un-sicherheitsrat-wassili-nebensja-bricht-mit-ehemaligen-westlichen-partnern-wir-konnen-nicht-so-weiterleben-wie-bisher-wir-glauben-ihnen-nichts-mehr\/<\/a><\/p>\n<p>33) Frei nach dem Vortrag von Beate Himmelsto\u00df \u00fcber Immanuel Kants Schrift \u201eZum Ewigen Frieden\u201c, gehalten auf der Syrien-Tagung der Gesellschaft f\u00fcr Internationale Friedenspolitik 2016. Originalzitate:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Philosophie\/M\/Kant,+Immanuel\/Zum+ewigen+Frieden.+Ein+philosophischer+Entwurf\/Anhang\/I.+\u00dcber+die+Mi\u00dfhelligkeit+zwischen+der+Moral+und+der+Politik,+in+Absicht+auf+den+ewigen+Frieden\">http:\/\/www.zeno.org\/Philosophie\/M\/Kant,+Immanuel\/Zum+ewigen+Frieden.+Ein+philosophischer+Entwurf\/Anhang\/I.+\u00dcber+die+Mi\u00dfhelligkeit+zwischen+der+Moral+und+der+Politik,+in+Absicht+auf+den+ewigen+Frieden<\/a><\/p>\n<p>34) <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/geschichte-das-gefaehrlichste-jahr-im-kalten-krieg-100.htm\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/geschichte-das-gefaehrlichste-jahr-im-kalten-krieg-100.htm<\/a><\/p>\n<p>35) <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/vergessener-held-a-948852.html\">https:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/vergessener-held-a-948852.html<\/a><\/p>\n<p>36) Margaret Thatcher:\u00a0<em>The Downing Street Years, S. 327\u2013331.<\/em><\/p>\n<p>37) <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kalter-krieg-nato-manoever-fuehrte-1983-beinahe-zum-atomkrieg-a-931489.html\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kalter-krieg-nato-manoever-fuehrte-1983-beinahe-zum-atomkrieg-a-931489.html<\/a><\/p>\n<p>38) Online-Flyer Nr. 622\u00a0vom 19.07.2017<\/p>\n<p>39) <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-06\/selenskyi-macron-ukraine-frankreich-waffen\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-06\/selenskyi-macron-ukraine-frankreich-waffen<\/a><\/p>\n<p>40) <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth\u00e4us7\">https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth\u00e4us7<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Landung der Alliierten am Utach Beach (franz\u00f6sische Atlantikk\u00fcste), Montage von Fotos 1944\/2017<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Falcon\u00ae Photography from France, France &#8211; 2e DB, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 2.0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=113048348\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=113048348<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Unf\u00e4higkeit der christlichen Welt zur Selbstreflexion<\/b><br \/>\n<b>Beitrag von Wolfgang Effenberger<\/b><br \/>\nAm 6. Juni 2024, dem 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie, pilgerten die Vertreter der westlichen Welt an den Ort des Geschehens, um des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron erinnerte in einer emotionalen Rede an die Opfer Zehntausender Soldaten, die am sogenannten \u201eD-Day\u201c (dem milit\u00e4rhistorischen Zeitpunkt vom 6. Juni 1944) an der Normandie-K\u00fcste an Land gegangenen waren. Es gebe eine Erbschaft des Friedens, die bewahrt werden m\u00fcsse. Er erinnerte an die \u201eAllianz der freien V\u00f6lker\u201c, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen (UNO) und die NATO gegr\u00fcndet h\u00e4tten. Zur Erinnerung: Im April 1945 war in der Einladung zur Gr\u00fcndungskonferenz der UN das Ziel dieser zu schaffenden Organisation fest umrissen: \u201eAufrechterhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19389,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[648,1641,413,2246,1332,2245,1265,482,269,1649,222,639,946,1991],"class_list":["post-19387","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-2-weltkrieg","tag-bandera","tag-china","tag-d-day","tag-joe-biden","tag-kriegsplaene","tag-militarismus","tag-nationalismus","tag-nato-ueberfall-auf-jugoslawien","tag-regelbasierte-weltordnung","tag-russland","tag-ukraine-konflikt","tag-un-charta","tag-unipolare-weltordnung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Utach_Beach_1944_2017_38388259761_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-52H","jetpack-related-posts":[{"id":21149,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=21149","url_meta":{"origin":19387,"position":0},"title":"Diskussion: Die geopolitische Bedeutung der BRICS+","author":"Webredaktion","date":"12. 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